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Vorlesung

Biologie für Mediziner


Dr. Dieter Sedlmeier
LIMES – Institut
Carl-Troll-Str. 31, R. 204
sedlmeier@uni-bonn.de
Orco81
Aufrechtes Lichtmikroskop
Auflösung,Vergrößerung
http://micro.magnet.fsu.edu/primer/java/scienceopticsu/magnify/
Kontrast
Normales Hellfeld

Phasenkontrast
Differential-Interferenz
Kontrast (Nomarski)

Dunkelfeld
Nieren-Zellen

Zellkerne rot gefärbt


Fluoreszenz
Fluoreszenzmikroskop
Mitotische Spindel
in Dreifach-
Fluoreszenz

Grün: Microtubuli

Blau: DNA

Rot: Centromeren
Confocal-
Laserscanning- Mikroskop
Confocal-
Laserscanning- Mikroskop
Drosophila-Embryo
Gastrula-Stadium

Actin (Cytoskelett)-
Fasern
(A) Konventionelles M.
(B) Confocal-M.
3-D Rekonstruktion eines
Pollenkorns
Elektronenmikroskop
Fixative in der Elektronenmikroskopie
Dünnschnitt-Microtom
Immunogold-Markierung spezifischer Proteine in der EM
EM-Ansichten können zu 3D-Rekonstruktionen von
großen Molekülkomplexen
kombiniert werden
Hepatitis-B-Virus: 3D-Rekonstruktion
Kontrastverstärkungstechniken in der Transmissionselektronen-
mikroskopie
Rasterelektronenmikroskop
(Scanning-Electron-Microscope)
Weizenblüte in der
Entwicklung
Stereocilien

(Ochsenfrosch,
Innenohr)
• Membranstruktur
Aufbau von biologischen Membranen
Amphipatische Lipide bilden Doppelschichten in Wasser
Anordnung der Moleküle in Wasser ist von zweierlei Prinzipien
abhängig:
1. Geometrie der Moleküle
2. Minimierter Wasserkontakt der lipophilen Region
Lipidmoleküle in Doppelschichten sind durch hohe
Beweglichkeit gekennzeichnet
Der Anteil ungesättigter Fettsäuren reguliert die Dichte
(und den Schmelzpunkt)!
von Zell-Membranen
Cholesterin
(Cholesterol)
Glycerophospholipide
Sphingolipide (Ceramide)
Glycosphingolipide
Verteilung von verschiedenen Lipiden in Membranen ist nicht
symmetrisch

Phosphatidyl-ethanolamin Phosphatidyl-cholin

Phosphatidyl-Serin Sphingomyelin

Glycosphingolipide
Zusammenfassung
• Biologische Membranen bestehen aus einer Doppelschicht von
Lipidmolekülen, in die Membranproteine eingelagert sind.
• Diese Lipidschichten sind flüssig, sodaß die Lipidmoleküle sich sehr
rasch in ihrem Monolayer bewegen können.
• Lipidmoleküle der Membran sind amphipathisch.
• Phospholipide sind am zahlreichsten vertreten.
• In Wasser lagern sich diese Lipide spontan zu Doppelschichten
zusammen.
• Die drei Hauptgruppen von Lipiden in Membranen sind:
Phospholipide, Cholesterin und Glycolipide.
• Die Lipidzusammensetzung der äußeren und inneren Schicht ist
unterschiedlich, woraus unterschiedliche Aufgaben für die beiden
Schichten resultieren.
Anordnungen von Membranproteinen
+
Membranproteine
β-Faltblatt
Beta-
Sheet antiparallel

(Beta-
Faltblatt)
parallel
Fluid-Mosaik-Modell der Zellmembranstruktur
Proteinverteilung in Membranen kann unsymmetrisch sein
Erythrozyten
Membranproteine
• Während die Lipiddoppelschicht in erster Linie die Basisstruktur der
Membran bestimmt, sind die Proteine für die meisten
Membranfunktionen verantwortlich (Rezeptoren, Enzyme,
Transportproteine etc.)
• Membranproteine können als integrale Proteine
(Transmembranproteine) oder in Membran-assozierter Form vorliegen.
• Transmembranproteine liegen häufig in Form von a-Helices oder b-
Faltblatt-Strukturen vor.
• Membranproteine können sich schnell in den Lipidschichten bewegen,
allerdings gibt es eine Reihe von Mechanismen, die dies wieder
einschränken.