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RHEINZINK ® - ARBEITSANLEITUNG WEICHLÖTEN 3. aktualisierte Auflage

RHEINZINK ® - ARBEITSANLEITUNG

WEICHLÖTEN 3. aktualisierte Auflage
WEICHLÖTEN
3. aktualisierte Auflage

inhalt

1.

EinlEitung

S.

7

2.

VortEilE dEs WEichlötEns

S.

8

3.

WErkstoff rhEinZink ®

3.1

Legierung, Qualität und S.

9

Umweltverträglichkeit

3.2

Kennzeichnung

S. 10

3.3

Werkstoffeigenschaften

S. 11

3.4

Oberflächen

S. 12

3.4.1

RHEINZINK ® -walzblank

S. 12

3.4.2

RHEINZINK ® - „vorbewittert pro blaugrau”/ „vorbewittert pro schiefergrau”

S. 12

4.

BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn

4.1

Löten

S. 14

4.2

Weichlöten – Hartlöten

S. 14

4.3

Forderung an eine fachgerechte Lötnaht

S. 15

4.3.1

Sicherheitsvorschriften

S. 16

inhalt

inhalt

5.

lötstoffE, WErkZEugE

6.

lötVorBErEitung

S. 37

und arBEitsmittEl

S. 18

6.1

Säuberung der zu verbindenden

5.1

Lötkolben

S. 20

Teile

S. 37

5.1.1

Lötkolbenpflege

S. 22

6.2

Verbinden der Werkteile: Über-

5.2

Zinnlote

S. 22

lappung und Lötspalt herstellen

S. 38

5.2.1

Forderungen der DIN EN 29453

„Weichlote – Chemische Zusam-

7.

WEichlötVErfahrEn

S. 39

mensetzung und Lieferformen”

S. 26

7.1

Auftragen des Flussmittels

S. 39

5.2.2

Eigenschaften antimonarmes

7.2

Heften

S. 39

Zinnlot

S. 28

7.3

Lötprozess

S. 40

5.2.3

Bedeutung des Zinnanteils

S. 29

7.3.1

Führung des Lötkolbens

S. 42

5.2.4

Schmelzbereich Zinnlot/

7.3.2

Mögliche Fehlerquellen

S. 43

Arbeitstemperatur

S. 30

7.4

Legierungsbildung im Lötspalt

S. 45

5.3

Flussmittel

S. 31

7.4.1

Lötnahtfestigkeit

S. 46

5.3.1

Forderungen der DIN EN 29454

7.5

Nachbehandlung Lötnaht

S. 47

„Flussmittel zum Weichlöten –

7.6

Eigenschaften Lötnaht

S. 47

Einteilungen und Anforderungen –

7.7

Löten von Steignähten

S. 48

Teil 1: Einteilung, Kennzeichnung

7.8

Vorverzinnen

S. 48

und Verpackung“

S. 33

5.3.2

Wirkungstemperatur Flussmittel

S. 36

5.4

Salmiakstein

S. 36

8.

längEnändErungsVErhaltEn S. 49

8.1

Ausbildung der temperaturbe- dingten Längenänderungen von

Bauprofilen

S. 49

8.2

Maximale Abstände für Bewegungsausgleicher S. 50

9.

gEltEndE normEn

S. 51

kontakt

S. 53

1.

Einleitung

Diese Arbeitsanleitung informiert ausführlich über die Verbindungs- technik Weichlöten im Zusammen- hang mit dem Werkstoff RHEIN- ZINK ® . Gerade dem jungen Handwerker werden tiefe Ein- blicke in das Weichlötverfahren gegeben, Sinn und Hintergrund erläutert. Neben Begriffsbestimmungen und der Vorstellung notwendiger Werk- zeuge werden die Arbeitsvorberei- tung sowie das Weichlötverfahren detailliert beschrieben. Dabei wer- den die Forderungen von Regel- werken berücksichtigt.

EinlEitung

Mit der Umstellung von unlegier- tem auf legiertes Zink (Titanzink) Mitte der sechziger Jahre gewann die Verbindungstechnik Löten ne- ben dem Falzen an Bedeutung. Insbesondere im Bereich der Dachentwässerung und Verwah- rung hat sich das Weichlöten zur Erstellung einer stoffschlüssigen und wasserdichten Verbindung europaweit durchgesetzt. Die hier vorgestellten Arbeitsmetho- den gelten für alle RHEINZINK ® - Oberflächenqualitäten, d.h. walz- blank, „vorbewittert pro blaugrau” und „vorbewittert pro schiefergrau”. Alle Komponenten (Lot, Flussmittel, Werkzeuge etc.), die das Weich- löten als komplexen Arbeitsschritt definieren, müssen unbedingt auf- einander abgestimmt sein.

VortEilE dEs WEichlötEns

2. Vorteile der Weichlötver- bindung mit rhEinZink ®

schnelle und einfache Arbeitsmethode2. Vorteile der Weichlötver- bindung mit rhEinZink ® nur ein Arbeitsgang erforderlich zusätzliches Nieten nicht

nur ein Arbeitsgang erforderlichmit rhEinZink ® schnelle und einfache Arbeitsmethode zusätzliches Nieten nicht erforderlich dauerhaft

zusätzliches Nieten nicht erforderlichund einfache Arbeitsmethode nur ein Arbeitsgang erforderlich dauerhaft wasserdicht durch hohe Rekristallisation keine

dauerhaft wasserdichterforderlich zusätzliches Nieten nicht erforderlich durch hohe Rekristallisation keine Grobkornbildung (= keine

durch hohe Rekristallisation keine Grobkornbildung (= keine Versprödung im Bereich der Lötnaht), d.h. gleichbleibende FestigkeitNieten nicht erforderlich dauerhaft wasserdicht die richtig ausgeführte Weichlötverbindung erreicht die

die richtig ausgeführte Weichlötverbindung erreicht die Festigkeit des Grundwerkstoffes RHEINZINK ® ®

niedrige Arbeitstemperaturerreicht die Festigkeit des Grundwerkstoffes RHEINZINK ® Der Arbeitsschritt Löten wird be- vorzugt im Bereich der

Der Arbeitsschritt Löten wird be- vorzugt im Bereich der Dachent- wässerung, Abdeckungen und Ver- wahrungen eingesetzt, um Was- sereindrang in die Konstruktion auszuschließen. Mit dieser Funk- tion trägt das Löten entscheidend zum Schutz und zur Lebensdauer anderer Gebäudeteile bei.

Das Weichlöten wird in der was- serführenden Ebene eingesetzt, dort wo das Falzen die Sicherheit

vor Wassereindrang nicht mehr erfüllen kann. Durch diese wich-

tige Funktion in genau definierten Bereichen erhält das Löten seine

besondere Berechtigung.

Bleibende Werte

Über die gesetzliche Haftung hin- aus geben wir Ihnen eine Garan- tie auf unseren Werkstoff RHEIN-

ZINK ® .

Die Garantiezeit beträgt beruhi- gende 30 Jahre – die maximale Garantiezeit, die uns der Gesetz-

geber erlaubt. Das schafft Sicher- heit.

die uns der Gesetz- geber erlaubt. Das schafft Sicher- heit. WErkstoff rhEinZink ® 3. Werkstoff rhEinZink

WErkstoff rhEinZink ®

3.

Werkstoff rhEinZink ®

RHEINZINK ® ist ein natürlicher

Entsprechend der gesamtheitlichen

3.1

legierung, Qualität und umweltverträglichkeit

Werkstoff, der die heutigen stren- gen ökologischen Anforderungen in vielen Bereichen schon immer er-

RHEINZINK ® ist Titanzink nach DIN EN 988. Die RHEINZINK ® - Legierung besteht aus Elektrolyt- Feinzink nach DIN EN 1179. Sie hat einen Reinheitsgrad von 99,995 % mit exakt bestimmten Anteilen von Kupfer und Titan. RHEINZINK ® -Produkte sind zerti- fiziert nach DIN EN ISO 9001:

2000 und unterliegen der frei- willigen Prüfung durch die TÜV Rheinland Group nach dem stren- gen „QUALITY ZINC“ Kriterienka- talog (bitte anfordern).

füllt hat. Hierfür stehen modernste Produktionsanlagen, eine durch- dachte Logistik und die günstigen Verarbeitungseigenschaften.

Bewertung des DIBU ist RHEIN- ZINK ® als umweltverträgliches Bau- produkt deklariert. Die Prüfung der Umwelt- und Gesundheitsver- träglichkeitskriterien umfasst dabei den gesamten Lebenszyklus der RHEINZINK ® -Produkte, von der Rohstoffgewinnung über die Ver- arbeitung und Nutzung bis hin zu Recycling/Entsorgung (Zertifikat bitte anfordern).

hin zu Recycling/Entsorgung (Zertifikat bitte anfordern). * Fachbuch RHEINZINK ® – Anwendung i. d. Architektur

* Fachbuch RHEINZINK ® – Anwendung i. d. Architektur Kap. I. 2.2

WErkstoff rhEinZink ®

3.2 kennzeichnung

1.1 RHEINZINK ® -Tafeln und -Bänder: fortlaufende Stem- pelung an der Metallunter-

1.2 seite als Farbstempelung.

1.2 Dachrinnen und Regenfall- rohre: fortlaufende Stempe- lung als Prägestempel.

1.3 Zubehör für Dachentwässe- rungen: als Prägestempel.

1.4 Paletten mit Dachentwässe- rungsprodukten: Aufkleber auf der Verpackung mit entsprechenden Produkt- daten.

RHEINZINK

RHEINZINK

DE EN 612 Zn DN 100

0,7

MADE IN GERMANY HSF

RHEINZINK

0,70

RHEINZINK
RHEINZINK

1.4

WErkstoff rhEinZink ®

Metalldicke,

Nenngröße (Zuschnitte)

 

mm

 

1000

670

600

500

400

333

280

250

200

1,00

7,20

4,82

4,32

3,60

2,88

2,40

2,02

1,80

1,44

0,80

5,76

3,86

3,46

2,88

2,30

1,92

1,61

1,44

1,15

0,70

5,04

3,38

3,02

2,52

2,02

1,68

1,41

1,26

1,01

3.3 Werkstoffeigenschaften

Dichte (Spez. Gewicht) 7,2 g/cm 3 3

Schmelzpunkt 418 °CWerkstoffeigenschaften Dichte (Spez. Gewicht) 7,2 g/cm 3 Rekristallisationsgrenze > 300 °C

Rekristallisationsgrenze > 300 °CDichte (Spez. Gewicht) 7,2 g/cm 3 Schmelzpunkt 418 °C Ausdehnungskoeffizient in Walz-Längsrichtung* 2,2 mm/m ·

Ausdehnungskoeffizient in Walz-Längsrichtung* 2,2 mm/m · 100 KSchmelzpunkt 418 °C Rekristallisationsgrenze > 300 °C Metalldicke Tabelle 1: Gewichtstabelle für übliche

Metalldickein Walz-Längsrichtung* 2,2 mm/m · 100 K Tabelle 1: Gewichtstabelle für übliche Nenngrößen und

Tabelle 1: Gewichtstabelle für übliche Nenngrößen und

Metalldicken in kg/m

* Fachbuch RHEINZINK ® – Anwendung i. d. Architektur Kap. I. 2.2.5/I. 3.4

WErkstoff rhEinZink ®

WErkstoff rhEinZink ® Bild 1: RHEINZINK ® -Oberflächen walzblank, „vorbewittert p r o blaugrau“ und

Bild 1: RHEINZINK ® -Oberflächen walzblank, „vorbewittert pro blaugrau“ und „vorbewittert pro schiefergrau“

1.7 oberflächen

Die Oberflächen der Ober- und Unterseiten von RHEINZINK ® un- terscheiden sich optisch aus walz- technischen Gründen. Bänder und

Tafeln sind an der Metallunterseite mit einem fortlaufenden Stempel gekennzeichnet, die Walzrichtung deutlich erkennbar. Bei der Verarbeitung beachten:

Oberseite grundsätzlich im Sichtbereich anordnen

bei Scharlängen 1,0 m einheitliche Walzrichtung bei Herstellung/Montage einhalten

1.7.1 rhEinZink ® -walzblank Anwendung für alle Klempnerar- beiten in Falz- und Löttechnik. Die natürliche Patina bildet sich je nach Anwendung, Dachneigung etc. zeitlich unterschiedlich.

1.7.2 rhEinZink ® -„vorbewit- tert pro blaugrau“/ „vorbewittert pro schiefer- grau“ Speziell zur Anwendung in Berei- chen, bei denen ein „fertiges“ Bild der RHEINZINK ® -Oberfläche be- reits bei Schlüsselübergabe ge- wünscht wird, wurde vor vielen Jahren von RHEINZINK die Quali- tät „vorbewittert pro blaugrau“ und seit 2003 die Qualität „vorbewit- tert pro schiefergrau“ entwickelt. Das von RHEINZINK eingesetzte, weltweit einmalige Vorbewitte- rungsverfahren hat zwei entschei- dende Vorteile: Die Beize gibt der

Oberfläche die Optik einer Patina, wie sie sonst erst nach längerer

Zeit durch natürliche Einflüsse ein- tritt. Die RHEINZINK ® -Qualität „vor- bewittert pro schiefergrau“ ist sehr

dunkel und weist, wie bei Schiefer, im Regelfall einen leichten Grün- Grauschimmer auf. Bei diesem Beiz- prozess allerdings bleiben die na- türlichen Oberflächeneigenschaften erhalten – die Oberfläche bleibt ohne Vorbehandlung lötbar und patiniert entsprechend der natür- lichen Gegebenheiten. Das sicht- bare „Altern in Würde” wird also nicht behindert und hat sich über viele Jahrzehnte in der Praxis be- währt. Das Material reduziert weitestge- hend für Dünnblech typische Re- flektionen der Oberfläche (Wellen- erscheinung). 1988 wurde eine Großanlage in Betrieb genommen, in der bis zu 1000 mm (blaugrau) und 700 mm (schiefergrau) breite Bänder nach einem Säuberungs- vorgang einer Beizung unterzogen werden. Diese Beizung ergibt eine gleichmäßige Farbgebung, die je- doch nicht mit einem RAL-Farbton verglichen werden kann. Das 100 % recyclefähige Material ist durch eine neue organische Oberflächenbehandlung weitest-

WErkstoff rhEinZink ®

gehend gegen Verarbeitungsspu- ren wie Fingerabdrücke geschützt. Auch wird ein verbesserter Schutz bei Lagerung und Transport erzielt. Für die Verarbeitung in Rollform- Profiliermaschinen bedeutet dieser Schutzfilm eine ölfreie Umformung.

Hinweis:

Generell sollte objektbezogen eine chargenweise Bestellung erfolgen, um eventuell optisch auftretende Beeinträchtigungen auszuschließen. Oberflächige Beeinträchtigungen sind rein optischer Natur und glei- chen sich in der Regel im Zuge der Patinabildung sukzessiv an. Zum Schutz der Oberfläche wäh- rend der Montage, des Transports und der Lagerung und zum Schutz vor negativen Einflüssen während der Bauphase werden die Fassa- den-Systeme foliert. diese folierung ist eine werkseitig aufgebrachte, einseitig selbstkle- bende schutzfolie, die nach der montage, am Ende jeden arbeits- tages, direkt zu entfernen ist.

BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn

BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn

4.

Begriffsbestimmung und

4.2 Weichlöten – hartlöten

4.3 forderung an eine

lötspalt

technische Vorschriften

fachgerechte lötnaht

technische Vorschriften fachgerechte lötnaht in allen Bereichen ≤ 0,5 mm

in allen Bereichen 0,5 mm

 

Diese Verfahren unterscheiden sich

4.1

löten

durch die Löttemperatur:

Nach den Fachregeln des ZVSHK (Zentralverband Sanitär, Heizung,

Überlappungsbreite = gebundene,

(Kap. 6.2 „Verbinden der Werk- teile: Überlappung und Lötspalt”)

Löten bezeichnet allgemein das

Weichlöten:Löten bezeichnet allgemein das Klima), des ZVDH (Zentralverband

Klima), des ZVDH (Zentralverband

dichte und feste Verbinden metal- lischer Werkstoffe durch das Schmelzen von Zusatzmetallen, dem Lot, wobei die zu verbinden- den Grundwerkstoffe im festen

Löttemperatur ca. 250 °C, geeignet für RHEINZINK ® , da sein Schmelzpunkt bei 418 °C liegt

Hartlöten:Löttemperatur ca. 250 °C, geeignet für RHEINZINK ® , da sein Schmelzpunkt bei 418 °C liegt

Dachdecker-Handwerk) und RHEIN- ZINK-Empfehlung:

durchgelötete lötnahtbreite

Zustand verbleiben, sich aber in geringem Umfang an der Ober-

Löttemperatur > 450 °C, für RHEINZINK ® ungeeignet

aber in geringem Umfang an der Ober- Löttemperatur > 450 °C, für RHEINZINK ® ungeeignet Anwendungsbereiche

Anwendungsbereiche

fläche mit dem Lot verbinden. Die Schmelztemperatur des Lotes muss unterhalb des Schmelz- punktes der Grundwerkstoffe liegen.

(Kap. 2 „Vorteile der Weichlötver- bindung mit RHEINZINK ® “)

empfohlene Überlappung 10 mm - ca. 15 mm

Lote bestehen aus Metall-Legie- rungen, die in einem bestimmten Schmelzbereich flüssig werden.

BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn

4.3.1 sicherheitsvorschriften

Der Arbeitsgang Löten unterliegt durch den Einsatz der notwendi- gen Arbeitsmittel gemäß Kap. 5 strengen Anforderungen an die Sicherheit. Dies gilt nicht nur wäh- rend des Arbeitens für den Men- schen, sondern auch für die Lage- rung und bei der Entsorgung.

Die wichtigsten Hinweise, die den Umgang mit den von RHEIN- ZINK empfohlenen Hilfsmitteln betreffen, fassen wir wie folgt zusammen:

Weichlot/Zinnlot

Personen: während des Ar- beitens eine gute Raumbe- lüftung sicherstellen. Ein Löt- arbeitsplatz im geschlosse- nen Raum muss je nach Be- lastung der Raumluft mit freigesetzten, gesundheits- schädlichen Stoffen zusätz- lich mit einer Absaugvor- richtung ausgestattet sein. Es gelten die Grenzwerte der Gefahrenstoffverordnung/ Arbeitsstättenverordnung.betreffen, fassen wir wie folgt zusammen: Weichlot/Zinnlot Lagerung: trockene Lage- rung; keine Zusammenla- gerung mit

Lagerung: trockene Lage- rung; keine Zusammenla- gerung mit Salpetersäure und organischen Säuren.der Gefahrenstoffverordnung/ Arbeitsstättenverordnung. Entsorgung: Kontamination von Boden und Gewässer mit Blei

Entsorgung: Kontamination von Boden und Gewässer mit Blei und seinen Verbin- dungen strikt vermeiden.gerung mit Salpetersäure und organischen Säuren. flussmittel Personen: Berührung mit den Augen und der Haut

flussmittel

Personen: Berührung mit den Augen und der Haut – besonders bei Hautwunden – vermeiden (Flussmittel sind ätzend, Werkstatt oder Arbeitsplatz hinreichend lüften).Blei und seinen Verbin- dungen strikt vermeiden. flussmittel Lagerung: kühl lagern und für ausreichende Lüftung

Lagerung: kühl lagern und für ausreichende Lüftung sorgen; nicht zusammen mit Laugen lagern.ätzend, Werkstatt oder Arbeitsplatz hinreichend lüften). Entsorgung: empfohlen wird unter Beachtung der örtlichen

Entsorgung: empfohlen wird unter Beachtung der örtlichen gesetzlichen Vor- schriften eine geeignete, zugelassene Deponie.Lüftung sorgen; nicht zusammen mit Laugen lagern. BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn salmiakstein

BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn

salmiakstein

Personen: reizt Schleim- haut/Augen; Arbeiten da- her in belüfteten Räumen ausführen.BEgriffsBEstimmung und tEchnischE VorschriftEn salmiakstein Lagerung: trocken, nicht mit Oxidationsmitteln, Nitriten,

Lagerung: trocken, nicht mit Oxidationsmitteln, Nitriten, Nitraten lagern, vor alka-Arbeiten da- her in belüfteten Räumen ausführen. lisch reagierenden Substan- zen schützen. Entsorgung:

lisch reagierenden Substan- zen schützen.

Entsorgung: empfohlen wird unter Beachtung derlagern, vor alka- lisch reagierenden Substan- zen schützen. örtlich gesetzlichen Vor- schriften eine geeignete,

örtlich gesetzlichen Vor- schriften eine geeignete, zugelassene Deponie.

löten mit Propangas Propangas ist ein handelsübliches Produkt. Es gelten die entsprechen- den Sicherheitshinweise bzw. Si- cherheitsdatenblätter des jeweili- gen Herstellers.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

5. lötstoffe, Werkzeuge

und arbeitsmittel

Propan-Regler mit 0,425 kg Montageflasche (Bild 2)

Lötkolben einschließlich Hochdruckschlauch (Bild 3)

Flussmittel: Lötwasser Firma Felder „ZD-pro“ Hinweis: Für RHEINZINK ® - walzblank kann darüber hinaus auch weiterhin „Z-04-S“, Firma Chemet, verwandt werden.

Entgrater (Bild 5)

Zinnlot im Bunde (Bild 6)

Blechschere (Bild 7)

Putzlappen

Schaber/Reinigungs- schwamm (Pad)

Schmirgel (280 Körnung)

Oberflächenfinish ROTOL ® Formula A2

Körnung)  Oberflächenfinish ROTOL ® Formula A2 Bild 2 Bild 5 Bild 3 Bild 6 lötstoffE,
Bild 2 Bild 5
Bild 2
Bild 5
Oberflächenfinish ROTOL ® Formula A2 Bild 2 Bild 5 Bild 3 Bild 6 lötstoffE, WErkZEugE und
Bild 3 Bild 6
Bild 3
Bild 6

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

ROTOL ® Formula A2 Bild 2 Bild 5 Bild 3 Bild 6 lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

Bild 4

Bild 4 Bild 7

Bild 7

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl Bild 8: Hammerkolben 5.1 lötkolben Entsprechend dem Einsatzbereich wird

Bild 8: Hammerkolben

5.1 lötkolben

Entsprechend dem Einsatzbereich wird unterschieden in

Hammerkolben:Entsprechend dem Einsatzbereich wird unterschieden in für bauübliche Überlappungen Spitzkolben: nur für

für bauübliche Überlappungen

Spitzkolben:in Hammerkolben: für bauübliche Überlappungen nur für Hammerkolben unzu- gängliche Stelle (schlechte

nur für Hammerkolben unzu- gängliche Stelle (schlechte Wärmequelle)

Sonderformen:unzu- gängliche Stelle (schlechte Wärmequelle) für Ornamentarbeiten etc. Lötkolben (Hammerkolben) mit ei-

für Ornamentarbeiten etc.

Lötkolben (Hammerkolben) mit ei- nem Gewicht von > 350 g, besser 500 g, gewährleistet eine ausrei- chende Wärmespeicherung ohne Überhitzung. Eine breite Auflager- fläche sichert den schnellen und gleichmäßigen Wärmeübergang auf die Lötstelle. Die Wärme muss dem gesamten Überlappungsbe- reich zugeführt werden.

Hinweis:

Das Lot fließt nur dorthin, wo die ent- sprechende Wärme aufgegeben wird.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

Lötkolben > 350 g, besser 500 g ~30 ~25 > 6 ~21 ~100 ~35 ~15
Lötkolben > 350 g,
besser 500 g
~30
~25
> 6
~21
~100
~35
~15

Skizze 1: Lötkolben; Maße, Daten und Formen

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

5.1.1 lötkolbenpflege

5.2 Zinnlote

In zeitlichen Abständen zur Sicher-

Aufgabe:

stellung der richtigen Form des Lötkolbens und guten Wärmeleit- fähigkeit:

Vollständige Ausbreitung des Lotes auf dem Grund- werkstoffstellung der richtigen Form des Lötkolbens und guten Wärmeleit- fähigkeit:

Lötkolben neu schmiedenDauerhafte Vereinigung

Dauerhafte VereinigungLötkolben neu schmieden

seitliche Flächen und Finne durch Feilen glättenLötkolben neu schmieden Dauerhafte Vereinigung Zur Verringerung von Oberflä- chenoxidationen regelmäßige

Zur Verringerung von Oberflä- chenoxidationen regelmäßige Säuberung des verunreinigten Lötkolbens:

seitliche Fläche und Finne verzinnen: der auf Arbeitstem- peratur erwärmte Kolben wird unter Hinzufügen von Zinnlot über einen Salmiakstein gezo- gen, wobei sich die Kontakt- flächen mit Zinnlot überziehen (Kap. 5.4 „Salmiakstein” und Kap. 7.3 „Lötprozess”)regelmäßige Säuberung des verunreinigten Lötkolbens: Hinweis: Eine richtig verzinnte Finne erleich- tert den

Hinweis:

Eine richtig verzinnte Finne erleich- tert den Lötprozess erheblich und ist eine wesentliche Voraussetzung für eine fachgerechte Lötnaht.

des Lotes mit dem Grund- werkstoff

Zur Erfüllung dieser Aufgaben müs- sen Lot und Grundwerkstoff auf- einander abgestimmt sein.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

~30 Finne > 6 Fläche ~35
~30
Finne
> 6
Fläche
~35

~21

Skizze 2: seitliche Fläche und Finne optimal verzinnen

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lötkolbenpflege

arbeitsschritte

Pflegebedürftiger Lötkolben (Bild 9)

Lötkolben schmieden (Bild 10)

Lötkolben feilen (Bild 11)

Fläche und Finne verzinnen (Bild 12)

Lötkolben nach Pflege (Bild 13)

verzinnen (Bild 12)  Lötkolben nach Pflege (Bild 13) Bild 9 Bild 12 Bild 10 Bild

Bild 9

(Bild 12)  Lötkolben nach Pflege (Bild 13) Bild 9 Bild 12 Bild 10 Bild 13

Bild 12

12)  Lötkolben nach Pflege (Bild 13) Bild 9 Bild 12 Bild 10 Bild 13 lötstoffE,

Bild 10

 Lötkolben nach Pflege (Bild 13) Bild 9 Bild 12 Bild 10 Bild 13 lötstoffE, WErkZEugE

Bild 13

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

Lötkolben nach Pflege (Bild 13) Bild 9 Bild 12 Bild 10 Bild 13 lötstoffE, WErkZEugE und

Bild 11

Verunreinigun- gen ausser Sb, Bi u.Cu

Summe aller

0,08

0,08

S-Pb60Sn40 183-235 39,5-40,5 Rest 0,50 0,005 0,001 0,001 0,25 0,03 0,02 0,08

S-Pb50Sn50 183-215 49,5-50,5 Rest 0,12 0,002 0,001 0,001 0,10 0,03 0,02 0,05

Cu

Anmerkung: Legierungsnummer 1 ist das in Europa handelsübliche Zinnlot zum Weichlöten von RHEINZINK ® .

Fe

Legierungsnummer 2 ist z.B. in Schweden und der Schweiz insbesondere für Werkstattarbeiten üblich.

As

Bi

% Zn (m/m) Al

Zusammensetzung

Cd

Sb

Pb

Schmelz- Chemische

Sn

Tempe-

ratur

Kurzzeichen

Legierungs-

rungs-Nr.

Legie-

1
2

Zinn-Blei- legierungen

Gruppe

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

5.2.1 forderungen der din En iso 9453 „Weichlote – chemische Zusammensetzung und lieferformen“

Diese Norm ersetzt die DIN 1707. Enthalten sind in Ta belle 2 (s.u.) Forderungen für die chemische Zusammensetzung bestimmter Gruppen von Weichloten wie z.B. Zinn-Blei, mit und ohne Antimon, wel- che zum Löten von RHEINZINK ® maßgeblich sind. Die Zinn-Blei-Legierung mit dem Kurzzeichen S-Pb60 Sn40 (DIN EN ISO 9453) ist identisch mit dem in Deutschland z. Z. noch handelsüblichen L – PbSn40(Sb).

Tabelle 2: Chemische Zusam- mensetzung von Zinn-Blei-Weich- lotlegierungen, Auszug aus DIN EN ISO 9453, Tabelle 1

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

Handelsübliche Herstellerkenn-

Entspricht in der chemischen Zusammensetzung der Kenn- zeichnung nach DIN EN ISO 9453

zeichnung

L-PbSn40(Sb)

S-Pb60Sn40 (Legierungs-Nr.:1)

L-Sn50Pb(Sb) [50/50*]

S-Pb50Sn50 (Legierungs-Nr.:2)

Erläuterung: Siehe unten

Erläuterung: Ohne Antimon (Sb)- Angabe im Legierungszeichen, wenn 0,5 Gew. % Legierungsanteil nicht überschritten wird.

* bevorzugt für Werkstatt/Ornamentarbeiten

kennzeichnung RHEINZINK empfiehlt als Weich- lotlegierung aus baupraktischen Gründen Lotstangen mit folgender Kennzeichnung.

S

-

Pb

60

Sn

40

L = Lot Pb = Plumbum = Blei Füllsubstanz 60 Gew. % Legierungsanteil Blei Sn
L = Lot
Pb = Plumbum = Blei
Füllsubstanz
60
Gew. % Legierungsanteil
Blei
Sn = Stannum = Zinn
bewirkt den Lötvorgang

40 Gew. % Legierungsanteil Zinn

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lieferform

5.2.2

Eigenschaften

5.2.3

Bedeutung des

Je höher der Zinnanteil umso

z.B. Stange oder Stab

antimonarmes Zinnlot

Zinnanteils

z.B. Stange oder Stab antimonarmes Zinnlot Zinnanteils

Produkteinheit einzelne Stange oder Stab

Zum Weichlöten von RHEIN- ZINK ® ist antimonarmes Zinnlot

bindung spröde macht und zu

Wesentlich für den Lötvorgang ist der Zinnanteil, der weitestge-

gen muss.

den Lötvorgang ist der Zinnanteil, der weitestge- gen muss. niedriger der Schmelzbe- reich, d.h. das Lot

niedriger der Schmelzbe- reich, d.h. das Lot fließt schneller

heller und optisch an-

Bunde Die Summe von einer oder meh- reren Produkteinheiten aus einer Schmelze.

zu ver-wenden. Denn zuviel Anti- mon bildet grützige Legierungen mit hoher Schmelztemperatur, die den Lötfluss behindern, die Lötver-

geringer Lötnahtfestigkeit führt.

hend in hochreinem Zustand, d.h. ohne verunreinigende Metal- le (Kap. 5.2.1, Forderungen der DIN EN ISO 9453, Tab.1) vorlie-

spruchsvoller erscheint die Lötnaht Größerer Bleianteil als 60 % macht die Lötnaht dunkler und unsauber.

sicherheitshinweise Alle Produkte müssen auch mit entsprechenden Hinweisen für Arbeits- und Gesundheitsschutz versehen sein, die durch entspre- chende Bestimmungen oder Ge- setz des Herstellerlandes vorge- schrieben sind, oder im Auftrag aufgeführt werden.

Der Bleianteil ist beim Lot aufgrund seiner Eigenschaften nur Füllsub- stanz. 40 % Zinnanteil ermöglicht die sehr guten Fließ- und Festigkeits- bedingungen für die Lötverbindun- gen in der Bauklempnerei.

 

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

5.2.4

schmelzbereich Zinnlot/ arbeitstemperatur

Hinweis:

5.3 flussmittel

5.2.4 schmelzbereich Zinnlot/ arbeitstemperatur Hinweis: 5.3 flussmittel

Innerhalb dieses Temperaturbe- reiches ist das Lot noch eine dick- flüssige Masse, erst ab 235 °C ist es vollständig flüssig. Zur Sicher- stellung des vollständig flüssigen Zustandes während des gesamten Lötprozesses beträgt die Ar- beitstemperatur beim Löten von RHEINZINK ® ca. 250 °C. Nur so wird eine durchgehend, fachlich einwandfreie Lötnaht gemäß RHEINZINK-Empfehlungen herge-

stellt.

aufgaben flussmittel

Der Schmelzbereich eines Lotes liegt zwischen der sogenannten Solidus- und der Liquidus-Tempe- ratur. Solidus (fest) bezeichnet den unteren Schmelzpunkt des Lotes; Liquidus (flüssig) bezeichnet den oberen Schmelzpunkt des Lotes.

vorhandene Oxidreste sowie Reste der Walz- emulsion des Werkstoffes RHEINZINK ® -walzblank werden gelöst; vorhandener organischer, werkseitiger Oberflächenschutz bei den Oberflächen ® -walzblank werden gelöst; vorhandener organischer, werkseitiger Oberflächenschutz bei den Oberflächen „vorbewittert pro “ wird entfernt

Der Schmelzbereich des S-Pb60Sn40 liegt bei:

Solidus – Temperatur:Der Schmelzbereich des S-Pb60Sn40 liegt bei:

das Fließen des Lotes wird gefördert, nicht behindertDer Schmelzbereich des S-Pb60Sn40 liegt bei: Solidus – Temperatur: Bild 14: Auftragen

Bild 14: Auftragen

ca. 183 °C (ca. 456,15 K)

 

durch vollflächiges Auftra- gen wird vor erneuter Oxi- dation geschütztca. 183 °C (ca. 456,15 K)   des Flussmittels

des Flussmittels

Liquidus – Temperatur:durch vollflächiges Auftra- gen wird vor erneuter Oxi- dation geschützt des Flussmittels ca. 235 °C (ca.

ca. 235 °C (ca. 508,15 K)

Eine feste und dauerhafte Legie- rungsbildung des Zinnlotes mit dem Grundwerkstoff RHEINZINK ® kann nur durch ein Flussmittel er- reicht werden, das in seinen Be- standteilen, in Struktur und Gefü- ge auf den Lötprozess des Werk- stoffes RHEINZINK ® abgestimmt ist.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

hinweise für das löten von rhEinZink-„vorbewittert pro Die erzielten Ergebnisse in der Pra- xis haben gezeigt, dass die Löt- technik bei RHEINZINK ® -„vorbe- wittert pro blaugrau“ und -„vorbe- wittert pro schiefergrau“ nur gering- fügig von der bisherigen jahrzehn- telangen Praxis abweicht. Bei der Oberfläche RHEINZINK ® - „vorbewittert pro schiefergrau“ wird zusätzlich zum Lötwasser ZD-pro das Felder-Lösemittel empfohlen. Durch das Lösemittel wird der temporäre, werkseitige Oberflä- chenschutz (pro-Schicht) gelöst. Eine oft verwendete Lösung ist das mechanische Entfernen des orga- nischen Oberflächenfinishes durch Reinigungsschwämme (Pads). Nach dieser Reinigung ist das Material herkömmlich lötbar.

Einhaltung der technischen Vorgaben, der richtigen Ar- beitsmittel, der erforderlichen Löttemperatur und der Fluss- mittelmenge. Je nach Technik zwei- bis dreimal die Oberflä- che einstreichenNach dieser Reinigung ist das Material herkömmlich lötbar. das etwas andere Löten von RHEINZINK ®

das etwas andere Löten von RHEINZINK ® -„vorbewittert p r o blaugrau“ sowie RHEINZINK ® - „vorbewittert p r o schiefergrau” ® -„vorbewittert pro blaugrau“ sowie RHEINZINK ® - „vorbewittert pro schiefergrau” wird nach kurzer Eingewöh- nungszeit zum Alltag

Lötvorgang etwas langsamer als bisher durchführen, um die Übertragung der Löttempera- tur zu gewährleistenwird nach kurzer Eingewöh- nungszeit zum Alltag bei Abdeckungen, falls not- wendig, das Lötwasser auch bei

bei Abdeckungen, falls not- wendig, das Lötwasser auch bei den aufeinanderliegen- den Oberflächen aufbringenum die Übertragung der Löttempera- tur zu gewährleisten 5.3.1 forderungen der din En 29454 „flussmittel zum

5.3.1 forderungen der din En 29454 „flussmittel zum Weichlöten – Einteilun- gen und anforderungen“ – teil 1: Einteilung, kenn- zeichnung und Verpack- ung

Diese Norm ersetzt DIN 8511 Teil 2. Abweichend werden die Flussmittel gemäß dem Gruppenauf- bau nach den chemischen Haupt- bestandteilen aufgeteilt (Tabelle 3). Die bisherige Einteilung der Flussmittel ließ eine größere Aus- wahlmöglichkeit zu.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

Kein Flussmittel ist für sämtliche Grundwerkstoffe und Lotlegierun- gen sowie alle in Frage kommen- den Arbeitsweisen verwendbar. Eigenschaften und damit zusam- menhängende Zusammensetzun- gen der Flussmittel müssen des- halb angepasst werden. Um den Übergang auf die neuen Typ-Kurzzeichen zu erleichtern, sind die bisher festgelegten Fluss- mittel zum Weichlöten denen nach DIN EN 29454-Teil 1 gegenüber- gestellt, wobei die Angabe der Flussmittelart (flüssig, fest, Paste) unberücksichtigt bleibt.

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

 

Typ-Kurzzeichen nach

 

Flussmittel

 

DIN 8511 Teil 2 / 05.88

DIN EN ISO 9453 Teil 1

Typ

 

Basis

 

Aktivator

Art

 

Flussmittel, deren Rückstände Korrosion hervorrufen*

1 Harz

1 Kolophonium (Harz)

1 ohne Aktivator

A flüssig

 

f – sW –11

3.2.2**

2 ohne Kolophonium (Harz)

2 mit Halogen aktiviert *

F

– SW –12

3.1.1

   

F

– SW –13

3.2.1

2 Organisch

1 Wasserlöslich

3 ohne Halogene aktiviert

B fest

 

Flussmittel, deren Rückstände bedingt korrodierend wirken können

2 nicht wasserlöslich

3 anorganisch

1 Salze

1 mit Ammoniumchlorid

C Paste

   
 

F

– SW -21

3.1.1

 

2 ohne Ammoniumchlorid

 

F

– SW -22

3.1.2

   
   

2 säuren

1 Phosphorsäure

   
 

2 andere säuren

*

3

Alkalisch

1

Amine und/oder

Daher müssen nach dem Lötprozess Flussmittelrückstände sorgfältig entfernt werden. ** z.B. „ZD-pro“ der Firma Felder

   

Ammoniak

Tabelle 3: Gegenüberstellung der Typ-Kurzzeichen nach DIN 8511 Teil 2 und DIN EN ISO 9453 Teil 1

34

* andere Aktivierungsmittel dürfen verwendet werden.

Tabelle 4: Einteilung von Weichlötflussmitteln nach ihren Hauptbestandteilen

35

lötstoffE, WErkZEugE und arBEitsmittEl

kennzeichnung/Einteilung der flussmittel Flussmittel gemäß EN ISO 9454- Teil 1 sind nach ihren wesentlichen Bestandteilen einzuteilen und nach Tabelle 3 zu kennzeichnen:

RHEINZINK empfiehlt als Flussmit- tel: Lötwasser der Firmen Felder „ZD-pro“. Dieses entspricht nach DIN EN 29454 -Teil 1 bzw. EN ISO 9454-Teil 1 dem Typ-Kurzzei- chen 3.2.2.; also „ein anorgani- sches auf Säure basierendes und mit Säure aktiviertes Flussmittel”. (vormals F-SW-11 gemäß Kenn- zeichnung nach DIN 8511-Teil 2). Die wichtigsten Sicherheitshin- weise sind in Kap. 4.3.1 zusam- mengefasst. Bei der Oberfläche RHEINZINK ® - „vorbewittert pro schiefergrau “ wird zusätzlich zum Lötwasser ZD-pro das Felder-Lösemittel empfohlen. Durch das Lösemittel wird der tem- poräre, werkseitige Oberflächen- schutz (pro-Schicht) gelöst.

36

5.3.2 Wirkungstemperatur flussmittel

Die Wirkungstemperatur des Fluss- mittels und die Arbeitstemperatur des Lotes müssen aufeinander ab- gestimmt sein, dabei liegt die Wir- kungstemperatur unterhalb der Arbeitstemperatur und ist während des Lötprozesses (Kap.7.3 „Löt- prozess) zeitlich begrenzt.

5.4 salmiakstein

Salmiak: Ammoniumchlorid (NH4Cl) ist ein weisses Salz. Der Salmiak- stein ist ein Block aus zusammen- gepresstem Salmiakpulver. Er wird zur Lötkolbenpflege (5.1.1) benö- tigt. Die Sicherheitsempfehlungen während des Arbeitens sowie bei der Lagerung und der Entsorgung müssen beachtet werden (Kap. 4.3.1 „Sicherheitsvorschriften”).

6

lötvorbereitung

6.1 säubern der zu verbindenden teile

Allgemeine Anforderungen:

die zu lötenden Oberflächen RHEINZINK ® -walzblank und RHEINZINK ® -„vorbewittert p r o “ müssen sauber sein ® -walzblank und RHEINZINK ® -„vorbewittert pro “ müssen sauber sein

bei vorbewitterten Oberflä- chen sollte das Lösemittel zum Lötwasser ZD-pro, Fa. Felder, verwendet werden® -„vorbewittert p r o “ müssen sauber sein arBEitsVorBErEitung säuberung: RHEINZINK ® -walzblank:

arBEitsVorBErEitung

säuberung:

RHEINZINK ® -walzblank:

Die Oberfläche kann auch bei korrekter Lagerung leichte Oxid- schichten bilden.

Säuberung mechanisch:auch bei korrekter Lagerung leichte Oxid- schichten bilden. durch Schaben (Schaber) oder Schmirgeln (Edelstahl- wolle)

durch Schaben (Schaber) oder Schmirgeln (Edelstahl- wolle)

Säuberung chemisch:durch Schaben (Schaber) oder Schmirgeln (Edelstahl- wolle) mehrfaches Auftragen der geeigneten Flussmittel, wo- bei

mehrfaches Auftragen der geeigneten Flussmittel, wo- bei nach einer kurzen Ein- wirkzeit jeweils die RHEIN- ZINK ® -Oberfläche vollstän- dig blank ist. Erfahrungsge- mäß genügt eine zweima- lige Behandlung.

Entfettung

nicht erforderlichmäß genügt eine zweima- lige Behandlung. Entfettung Hinweis: RHEINZINK ® -Oberflächen müssen

Hinweis:

RHEINZINK ® -Oberflächen müssen grundsätzlich nicht entfettet wer- den!

37

arBEitsVorBErEitung

6.2 Verbinden der Blechteile:

Überlappung und lötspalt herstellen

Die zu lötenden RHEINZINK ® -Tei- le werden gemäß Kap. 4.3 „For- derung an eine fachgerechte Löt- naht” überlappt.

die Überlappungsbreite von ≥ 10 -15 mm im waagerech- ten und geneigten Bereich ist optimal, um volle Durch- 10 -15 mm im waagerech- ten und geneigten Bereich ist optimal, um volle Durch- lötung zu erzielen.

Lötspalt keinesfalls größer 0,5 mm: die Kapillarität (= Haarröhrchen-Anzie- hung) nimmt mit zuneh- mender Lötspaltöffnung ab. Die Folge: Flussmittel und Lot können nicht mehr aus- reichend in den Lötspalt eindringen. Bei zu großem Lötspalt zwi- schen den legierten Grenz- schichten liegt das normale Gussgefüge des Lotes mit einer wesentlich geringeren Festigkeit vor.Bereich ist optimal, um volle Durch- lötung zu erzielen. 38 Saubere RHEINZINK ® -Oberflächen Lötspalt ~0,2

38

Saubere RHEINZINK ® -Oberflächen Lötspalt ~0,2 mm, max. 0,5 mm
Saubere RHEINZINK ® -Oberflächen
Lötspalt ~0,2 mm, max. 0,5 mm

Überlappung Blechteile

10 -15 mm durchgelötet

Skizze 3: Überlappung der Blechteile mit Lötspalt

Hinweis:

Je enger der Lötspalt bei optima- ler Überlappungsbreite, umso bes- ser die Kapillarkraft, umso durch- gehender die nachfolgende Legie- rungsbildung (Kap. 7.4.1 „Lötnaht- festigkeit”) im Lötspalt.

7

Weichlötverfahren

7.1 auftragen des flussmittels

7 Weichlötverfahren 7.1 auftragen des flussmittels Flussmittel mit Pinsel voll- flächig und reichlich auf die

Flussmittel mit Pinsel voll- flächig und reichlich auf die Oberfläche der zu ver- bindenden Teile auftragen (Kap. 5.3) Hinweis für RHEINZINK ® -walzblank:

bei leichter Oxidschicht zwei- oder mehrmaliges Einstreichen mit Flussmittel (Kap. 6.1 „Säuberung der zu verbindenden Teile”)

Hinweis:

Alle zu verbindenden Teile sind bereits am Verlegetag zu löten, da sonst das Risiko einer nicht stoffschlüssigen Lötnaht durch Schmutz-/Staubeinwirkung sowie Feuchtigkeit besteht.

WEichlötVErfahrEn

Einstreichen der RHEINZINK ® -Oberflächen

Einstreichen der RHEINZINK ® -Oberflächen 7.2 heften Befestigen (Fixieren) der Überlappung durch

7.2 heften

Befestigen (Fixieren) der Überlappung durch Punktlöten.

39

WEichlötVErfahrEn

7.3 lötprozess

Das Flussmittel erfüllt seit Errei- chen seiner Wirkungstemperatur

Lötkolben auf die erforder- liche Arbeitstemperaturzu diesem Zeitpunkt seine Auf- gaben:

zu diesem Zeitpunkt seine Auf- gaben:

(ca. 250 °C) erhitzen

vorhandene Oxidreste(ca. 250 °C) erhitzen

mit vorverzinnter Finne (Kap. 5.1.1 „Lötkolben- pflege”) auf die vorbereite- te Überlappung vollflächig aufsetzen, bis die zu ver- bindenden RHEINZINK ® - Teile auf die Schmelztem- peratur des Lotes gebracht worden sind ® - Teile auf die Schmelztem- peratur des Lotes gebracht worden sind

das Lot wird am Lötkolben je nach Lotbedarf abge- schmolzenauf die Schmelztem- peratur des Lotes gebracht worden sind Zinnlot dringt mit kapilla- rem Fülldruck in

Zinnlot dringt mit kapilla- rem Fülldruck in den Löt- spalt eindas Lot wird am Lötkolben je nach Lotbedarf abge- schmolzen sowie Reste der Walzemul- sion des

sowie Reste der Walzemul- sion des Werkstoffes RHEIN- ZINK ® -walzblank werden gelöst und abgeführt

der Flüssigkeitsanteil des Flussmittels verkocht, die da- rin gelösten Salze Zink- und Ammoniumchloride bilden eine Schutzschicht gegenRHEIN- ZINK ® -walzblank werden gelöst und abgeführt Oxidation verbliebene Flussmittelrück- stände müssen mit

Oxidation

verbliebene Flussmittelrück- stände müssen mit einemAmmoniumchloride bilden eine Schutzschicht gegen Oxidation WEichlötVErfahrEn S-Pb60Sn40 Lot fließt nur in Richtung

WEichlötVErfahrEn

S-Pb60Sn40 Lot fließt nur in Richtung Wärme Hammerkolben > 350 g, besser 500 g ~250
S-Pb60Sn40
Lot fließt nur in
Richtung Wärme
Hammerkolben > 350 g,
besser 500 g
~250 °C
Lot wird flüssig
und in den Lötspalt
eingesogen
vorverzinnte Finne
Lötwasser verkocht
1/3
2/3
Druck

Skizze 4. Lötprozess

feuchten Tuch abgerieben werden, damit die natürliche Bewitterung einsetzen kann Das einfließende Lot löst die Salz- schmelze (Zinkammoniumchlorid) und schiebt sie vor sich her, bis der gesamte Lötspalt metallbindend ausgefüllt ist.

40

41

WEichlötVErfahrEn

7.3.1 führung des lötkolbens

WEichlötVErfahrEn 7.3.1 führung des lötkolbens 42 stetigen Druck mit Lötstange und Kolben ausüben, um beim

42

stetigen Druck mit Lötstange und Kolben ausüben, um beim Lötprozess den Löt- spalt so gering wie möglich zu halten; bei unzugängli- chen Stellen ggf. Hilfsmittel verwenden (Andruckholz) gleichmäßige Führung, d.h. in Abhängigkeit der Wär- mezufuhr und des Lotflusses Vorraussetzung zur optima- len Wärmezufuhr:

Anordnung des Lötkolbens gemäß Skizze 4

len Wärmezufuhr: Anordnung des Lötkolbens gemäß Skizze 4 Bild 15: Führung des Lötkolbens 7.3.2 mögliche

Bild 15: Führung des Lötkolbens

7.3.2 mögliche fehlerquellen

zu schnelles Löten:

bedeutet ungenügende Wärmezufuhr und damit ungenügende Lötspaltfül- lung; dies führt zu Lotnes- tern und Lunkern und zu einer mangelhaften Lot- bindung im Lötspalt; das Ergebnis ist eine Löt- naht mit ungenügender Festigkeit

überhitzte Kolben:

überhitzte Kolben verzun- dern (oxidieren) und rekris- tallisieren sehr schnell, wo- durch Wärmespeicherung und damit der Wärmeüber- gang erheblich verschlech- tert werden

leichtes Durchbrennen der überlappenden Teile („Brandenburger”)

WEichlötVErfahrEn

Hinweis:

Wenn der Lötprozess aus irgend- einem Grund nicht befriedigend

war, hilft kein Nachbessern. Wir empfehlen, den Lötprozess zu wie- derholen: Unbefriedigende Löt- naht öffnen, säubern, überlappen etc

43

WEichlötVErfahrEn

Hammerkolben > 350 g, besser 500 g ~250 °C S-Pb60Sn40
Hammerkolben > 350 g,
besser 500 g
~250 °C
S-Pb60Sn40

Skizze 5: Führung des Lötkolbens (Überlappung durchgelötet)

44

7.4 legierungsbildung

im lötspalt

Beim Lötprozess überzieht das Lot die – unter dem Mikroskop betrach- tet – eher rauhe Metalloberfläche vollflächig, löst Teile ab und breitet sich aus. Während das Lot schmilzt und der Grundwerkstoff erwärmt ist, haben die beteiligten Metall- atome eine so hohe Beweglichkeit, dass durch die oben vereinfacht beschriebenen Lösungsvorgänge der Grundwerkstoff RHEINZINK ® in das Lot diffundiert und umge- kehrt. Durch diese Löslichkeit ent- steht eine Verschmelzung, aber nur an den Grenzflächen, mit dem Effekt einer Legierungsbildung hö- herer Festigkeit als das Lot selbst.

WEichlötVErfahrEn

Bei den Oberflächenqualitäten RHEINZINK ® -„vorbewittert pro “ hat das Flussmittel zusätzlich zum oben beschriebenen Vorgang die Auf- gabe, den organischen Oberflä- chenschutz aufzulösen, um die Legierungsbildung im Spalt zu ermöglichen.

Die gute Legierbarkeit von Zinn und dem Werkstoff RHEINZINK ® ist die Ursache für die kraftschlüs- sige, dichte und feste Weichlötver- bindung im Gegensatz zu ande- ren am Bau eingesetzten Metal- len.

45

WEichlötVErfahrEn

Legierungsbildung

Idealzustand = Legierung durch- gehend Lotüberzug
Idealzustand
= Legierung durch-
gehend
Lotüberzug

Lotgefüge

Skizze 6: Legierungsbildung

7.4.1 lötnahtfestigkeit

Bei einer fachgerecht ausgeführ- ten Weichlötung von RHEINZINK ® - Teilen wird die Festigkeit, d.h. die stoffschlüssige, dichte Verbindung nicht durch eine Anhaftung (Ad- häsion) vom Lot am Grundwerk- stoff erreicht, sondern durch eine Legierungsbildung (Kap. 7.4) der Werkstoffe Zinn und RHEINZINK ® an den Berührungsflächen.

Hinweis:

Nur das im Lötspalt gebundene Lot ist für die Lötnahtfestigkeit ver- antwortlich. Zinnlot außerhalb der Überlappungsbreite ist Verschwen- dung

46

7.5 nachbehandlung lötnaht

Unmittelbar nach Fertigstellung der Lötnaht werden Flussmittelrück- stände unter Ausnutzung der Me- talltemperatur mit einem nassen Lappen entfernt:

Sicherstellung der Oberflä- chenqualität

Vermeidung von Oberflä- chenangriff

Hinweis:

Die Nachbehandlung der Lötnäh- te mit Pflegeöl erzielt ein optisch sauberes, ansprechendes Erschei- nungsbild.

7.6 Eigenschaften lötnaht

Eine fachgerecht ausgeführte Löt- naht für den Werkstoff RHEIN- ZINK ® muss:

WEichlötVErfahrEn

den Werkstoff RHEIN- ZINK ® muss: WEichlötVErfahrEn Bild 16: Nachbehandlung der Lötnaht  dauerhaft

Bild 16: Nachbehandlung der Lötnaht

dauerhaft wasserdicht sein

eine Festigkeit entsprechend der Werkstofffestigkeit auf-

weisen

die temperaturbedingte Längenänderungen des Bauprofils aufnehmen

optisch ansprechend sein

47

WEichlötVErfahrEn

WEichlötVErfahrEn Bild 17: Löten von Steignähten 7.7 löten von steignähten Geneigt bis senkrecht verlaufende

Bild 17: Löten von Steignähten

7.7 löten von steignähten

Geneigt bis senkrecht verlaufende Lötverbindungen werden zur Si- cherstellung einer möglichst ge- ringen Lötspaltöffnung durch An- drücken am tiefsten Punkt geheftet und danach gemäß dem Arbeits- ablauf einer waagerechten Löt- naht gelötet.

48

7.8 Vorverzinnen

Das Vorverzinnen empfehlen wir beim Löten von Bauteilen mit gro- ßem Zuschnitt (z.B. Sheddachrin- nen) und Metalldicken > 0,80 mm.

Arbeitsgang:

Lötzinn durch normales Auf- löten auf die Überlappung aufbringen

danach Naht nach Weich- lötverfahren fertigstellen

Hinweis:

Beim abschließenden Lötvorgang empfehlen wir einen größeren Löt- kolben (> 350 g) und dass die zu verbindenden Teile durch genü- gend Wärmezufuhr auf richtige Löttemperatur erwärmt werden.

8. längenänderungsverhalten

Auch bei einer fachgerecht aus- geführten Lötnaht muss die tempe- raturbedingte Längenänderung der Bauprofile berücksichtigt wer- den.

8.1 ausbildung der temperatur- bedingten längenänderung von Bauprofilen

Bei Profillängen 3 m sind Bewe- gungsausgleicher erforderlich.

Ausführungsarten:

Neoprene-Bewegungs- ausgleicher

Flachschiebenähte

Einfachfalze mit/ohne Zusatzfalz

Stoßverbindungen bzw. durch UDS-Verbinder

längEnändErungsVErhaltEn

bzw. durch UDS-Verbinder längEnändErungsVErhaltEn Skizze 7: RHEINZINK ® - UDS-Verbinder Skizze 8:

Skizze 7: RHEINZINK ® - UDS-Verbinder

längEnändErungsVErhaltEn Skizze 7: RHEINZINK ® - UDS-Verbinder Skizze 8: Flachschiebenaht mit Abdeckkappe 49

Skizze 8: Flachschiebenaht mit Abdeckkappe

49

längEnändErungsVErhaltEn

8.2 maximale abstände für Bewegungsausgleicher

Dachrinnen,

Nenngröße/

Max. Abstand

Regelwerke/

Bauprofile

Zuschnitt

Bewegungs-

Empfehlungen

ausgleicher (m)

Dachrinnen

500

15,0

Fachregeln

vorgehängt

ZVSHK, ZVDH

Dachrinnen

     

Sonderformen:

Viertelrinne

500

15,0

DK-NORM

Saumrinne

> 500

8,0

Ö-NORM

Auf-Dach-Rinne

400

8,0

RHEINZINK-

Empfehlung

Dachrinnen

> 500

8,0

Fachregeln

innenliegend, rund,

kastenförmig

Shedrinnen

> 800

6,0

RHEINZINK-

Empfehlung

Bauprofile

alle

8,0

Fachregeln

indirekt befestigt

Nenngrößen

Bauprofile

alle

6,0

Fachregeln

eingeklebt

Nenngrößen

Tabelle 5: Maximale Abstände für Bewegungsausgleicher

50

9. geltende normen

gEltEndE normEn

DIN EN 29453

Weichlote – Chemische Zusammensetzung und Lieferformen (EN ISO 9453) Ersatz für DIN 1707 / 02.81

DIN EN 29454 Teil 1

Flussmittel zum Weichlöten – Einteilung und Anforderungen; Einteilung, Kennzeichnung und Verpackung (EN ISO 9454-1) Ersatz für DIN 8511 T2 /05.88

DIN ISO 857-2

Löten metallischer Werkstoffe – Begriffe, Benennungen

DIN 8508

Lötgeräte mit flüssigen Brennstoffen

51

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