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KASUS

Als Kasus werden die 4 Fälle im Deutschen bezeichnet. Das


sind Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ. Dabei zeigt der Kasus an, welche Beziehung
das Nomen zu den anderen Elementen im Satz hat. Das Nomen, dessen
Begleiter (Artikel) sowie Stellvertreter (Pronomen) werden an den Kasus angepasst.
Das nennt man Deklination. Nomen, Artikel und Pronomen werden also je nach
Funktion dekliniert.

Alle 4 Fälle lassen sich mit W-Fragen erfragen.

Kasus maskulin feminin neutral Plural


Nominativ der Vater die Mutter das Kind die Eltern
(Wer oder Was) einVater eine Mutter ein Kind
Akkusativ den Vater die Mutter das Kind die Eltern
(Wen oder Was) einenVAter eine Mutter ein Kind
Dativ dem Vater der Mutter dem Kind den Eltern
(Wem) einemVater einer Mutter einem Kind
Genitiv des Vaters der Mutter des Kindes der Eltern
(Wessen) einesVaters einer Mutter eines Kindes
Verlangen und verlängern

Das ist das Auto meines Vaters.

Nominativ

Der Nominativ ist die Grundform des Nomens. In einem deutschen Satz steht das
Subjekt des Satzes immer im Nominativ.

Nominativ – sein, heißen

Genitiv

Der Genitiv wird gebraucht, um Zugehörigkeiten anzuzeigen.

Weiterhin steht der Genitiv nach einigen Adjektiven, Präpositionen sowie Verben. Im


Genitiv können die Objekte eines Satzes stehen (Genitivobjekt).
Wir gedenken der Verstorbenen.

Genitivobjekt
Wessen gedenken wir? - Der Verstorbenen.

Einige Adjektive, Präpositionen und Verben verlangen den Genitiv. Eine


Auswahl:

Adjektive: des Weges kundig, der Sache sicher, des Lebens überdrüssig


 Präpositionen: mangels, mittels, dank, trotz, außerhalb, wegen, beiderseits,
diesseits, jenseits, unweit, entlang, links, rechts, nördlich, südlich, ungeachtet …
 Verben: anklagen, beschuldigen, brüsten, enthalten, rühmen, schämen,
erinnern, freuen

Dativ

Der Dativ wird nach bestimmten Präpositionen und Verben gebraucht. Im Dativ können
die Objekte eines Satzes stehen (Dativobjekt).
Das Auto gehört der Mutter.

Dativobjekt (indirektesObjekt)

Wem gehört das Auto? - Der Mutter.

Einige Präpositionen und Verben verlangen den Dativ. Eine Auswahl:

 Präpositionen: aus, aus … heraus, außer, bei, dank, gegenüber, mit, nach, seit,
von, von … aus, zu, bis zu, zufolge …
 Verben: antworten, zuhören, zustimmen, widersprechen, glauben, vertrauen,
folgen, helfen, gratulieren, danken, gehorchen, verzeihen, gehören, gefallen,
leidtun, wehtun, liegen (+ Präposition + Ort), sitzen (+ Präposition + Ort), stehen
(+ Präposition + Ort)

 Einige Verben und Präpositionen können im Dativ und im Akkusativ


genutzt werden. Der Dativ kommt zum Einsatz, wenn nach einer Position
gefragt wird (wo?)
o Verben: hängen, stecken
o Präpositionen: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen

Akkusativ

Der Akkusativ wird nach bestimmten Präpositionen und Verben gebraucht. Im


Akkusativ können die Objekte des Satzes stehen (Akkusativobjekt).
Das Mädchen sucht ihren Bruder.

Akkusativobjekt (direktesObjekt)

Wen oder was sucht das Mädchen? - Ihren Bruder.

Einige Präpositionen und Verben verlangen den Akkusativ. Eine Auswahl:

 Präpositionen: durch, … entlang, für, gegen, ohne, um


 Verben: bestellen, besuchen, bezahlen, buchen, essen, haben, besitzen, tragen,
kaufen, verkaufen, treffen, kennen, hören, sehen, verstehen, fragen, vergessen,
lesen, schreiben, zählen, lernen, trinken, rauchen, verstecken, suchen, finden,
legen (+ Präposition), setzen (+ Präposition), stellen (+ Präposition)
Ich lege den Kuli auf den Tisch.- Akk.
Der Kuli liegt auf dem Tisch.
Ich liege im Bett.
Ich liege auf dem Boden.
Ich stelle die Vase ins Regal.
Die Vase steht im Regal.
Ich hänge die Jacke in den____ Schrank.
Die Jacke hängt im Schrank.

Ich gehe in den Park.


Ich setze mich auf den Stuhl.
Ich sitze auf dem Stuhl.

 Einige Verben und Präpositionen können im Dativ und im Akkusativ genutzt


werden. Der Akkusativ kommt zum Einsatz, wenn nach einer Richtung gefragt
wird (wohin?)
o Verben: hängen, stecken
o Präpositionen: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen