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Core Tools

Methoden der Automobilindustrie

© Dipl.-Ing. (FH) Stephan Joseph

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Inhaltsverzeichnis

Ab Folie Thema Anmerkung


7 Einleitung Anforderungen an Unternehmen
31 Produkthaftung … und was das mit Core Tools zu tun hat
35 APQP Projektmanagement
45 FMEA Risikoanalyse für Produkte und Prozesse
85 Fähigkeitsnachweise Ppk, Cpk und Cm Werte verstehen
108 MSA Messsystemanalyse
128 SPC Prozessüberwachung und -regelung
142 Prozessoptimierung QM-Werkzeuge
168 PPAP Freigabe von Produkten
176 8d Methode Aus Reklamationen lernen
188 Anhang Folien, die interessant sein könnten
- Übungen Vorlagen für Übungen
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Aussagen zu Qualität
“Qualitäts-Gurus”

Edward Deming
 Qualität hat nur in Bezug auf den Kunden, seine Bedürfnisse und
den vom Kunden vorgesehenen Einsatzzweck eine Bedeutung.

Joseph Moses Juran


 Prägte die Synonyme „Fitness for use“ und „Fitness for purpose“
aus der Sicht des Endbenutzers. Für langlebige Gegenstände:
Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Instandhaltbarkeit.

Philip B. Crosby
 Übereinstimmung mit den Forderungen.

Kaoru Ishikawa
 Produkte und Dienstleistungen,
die wirtschaftlich und nutzbringend
sind und stets den Kunden zufriedenstellen.

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QM <-> QS
Klassische Aufteilung und Schnittstellen

Organisationsentwicklung Qualitätssicherung
-KVP-Projekte -Messmitteverwaltung (PMM)

Systemdokumentation
-Kennzahlenanalyse -Wareneingangsprüfung (WEP)
-Systemeffizient -In Prozess Kontrollen (IPK)

- Verfahren / Abläufe
- Anweisungen
Auditorganisation Reklamationsbearbeitung

- Formulare
- Prozesse
QM-Handbuch
-Auditprogrammmanagement -8d-Methode
-Pareto Analysen
-KVP-Maßnahmen

Managementbewertung Anforderungsmanagement
-

-Berichterstattung -Kundenanforderungen (CSR)


-Rechtliche Anforderungen
-Beste Praktiken

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Anforderungen der Automobilindustrie

Unterlieferanten Zulieferer (unsere Organisation) Hersteller Autofahrer Recycling


OEM Händler

M M M M M M M M M
QSV
Bewertung
Audits, PPAP
WE-Prüfung

M M M M M M Funktion /
Lebensdauer
Qualität (§, CC, SC)
cm > 1,67 ppk > 1,67 cpk > 1,33 (ppm)
§
Sicherheit
Erfahrung (§, CC)
IMDS
(8D, Audit)
Streuung

Robuste Prozesse Preis


REACH
Aktien (Kauf /
(Kosten) Verbrauch)

Design
QVP: Konzept  Produkt  Prozess Rahmen:
- ISO 9001
- ISO/TS 16949
APQP D-FMEA MSA PPAP - ISO 14001
- OHSAS 18001
QSV P-FMEA SPC 8d
- Kundenstandards

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QM-Standards der Automobilindustrie

Schärfe der Kundenanforderungen


Forderungen CSR = Customer Specific Requirements
QSV = Qualitätssicherungsvereinbarung

ISO / TS 16949

QS 9000

VDA 6.x

DIN EN ISO 9001

Anzahl der
Forderungen

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Historie der FMEA

1949
Bereits 1949 vom US-Militär als MIL-P-1629 entwickelt.

1960 Erste nicht-militärische Anwendung in den Jahren 1959/1963


von der NASA im Rahmen des Apollo Projekts

Seit 1965 Methode der Luft- und Raumfahrt

1975 – Beginn der Anwendung in Deutschland


unter DIN 25448; speziell für die Kerntechnik

1977 Ford setzte Methode 1977 nach Problemen mit Pinto ein

FMEA 1980 als DIN 25448 in Deutschland erschienen

1986 Standardmethode nach VDA ab 1986 (VDA Band 4)

1994 Seit 1994 auch in der QS9000 als Band standardisiert


HEUTE

Technik Anforderung der TS 16949; Einsatz in vielen Branchen


Stand der Technik;

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10 Schritte der FMEA
1. Team identifizieren

Zu häufig wird die FMEA durch eine einzelne Person erstellt.

FMEA ist TEAM-ARBEIT !!!

Bei der Teamzusammenstellung sollte folgendes beachtet werden:

 Wer kennt die Kundenforderungen am besten? (Vertrieb, Projektmanager, Kunde)


 Wer ist mit rechtlichen Anforderungen vertraut? (Produkthaftung, Stand der Technik)
 Wer kennt das Produkt bis ins kleinste Detail? (Entwickler, Tester, Anwender)
 Wer kennt den Prozessablauf am besten? (Prozessmanager, Einrichter, Bediener)
 Wer kann die Prüfmethoden bewerten? (Prüfmittelbeauftragter, MSA)
 Wer hat Informationen über Fehlerhäufigkeiten? (Reklamationsmanagement)
 Wer verfügt über weitere Statistiken? (SPC, Pareto-Analyse, Testergebnisse)
 Und wer kann die Gruppe moderieren? (FMEA-Methodenspezialist)

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Risikobewertung
Bewertung von B, A und E

Fehlerfolge B Fehler Fehlerursachen Vermeidungs- A Entdeckungs- E RPZ


(FF) (F) (FU) maßnahmen maßnahmen

Bewertung Bedeutung (B) Bewertung Auftreten (A) Bewertung Entdeckung (E)

10 Fehler betrifft die 10 Sehr hoch 10 fast unmöglich


Sicherheit und /
oder gesetzliche
9 9 9 sehr unwahrscheinlich
Forderungen

8 Verlust oder 8 Hoch 8 unwahrscheinlich


Beeinträchtigung
von 7 7 sehr gering
7 Primärfunktionen

Verlust oder 6 6 gering


6
Beeinträchtigung
von 5 Mäßig 5 mäßig
5 Sekundärfunktionen
4 4 relativ hoch
4
3 3 hoch
3 Störend
Gering
2 2 sehr hoch
2

1 keine Auswirkung 1 Sehr gering 1 fast sicher

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Standardabweichung als gemittelte
Abweichung zum arithmetischen Mittelwert

Mittlerer Abstand 
x  x   x
1
2
2  2
 x  ...  xn  x 2

 x  x 
2

Mittlerer Abstand  i

 x  x 
2
s s i
Formel in Excel:
=STABWA(Wertebereich)
n 1
X8

X7
X6 Korrekturwert für s bei kleinen
X5 Stichprobenumfängen n:
x4  x  x4  x 2 X4
41,4% bei n = 2
X3
22,4% bei n = 3
X2 x  x2  x2  x 2 11,8% bei n = 5
X1
5,4% bei n = 10
x
 x i 1,0% bei n = 50
n 0,5% bei n = 100
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Echte Verteilung und das mathematische
Modell der Normalverteilung der Werteliste

s (Standardabweichung) und σ (Sigma)


Mathematisch sind beide Werte identisch.
s beschreibt die Stichprobe
σ beschreibt die Grundgesamtheit

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Wirkung von Messabweichung

Systematische
Messabweichung

Mittelwert einer
Referenzwert
Messreihe

Mess-
Messunsicherheit
ergebnis

In Anlehnung an : Dietrich / Schulze

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ndc – numer of distinct categories / classes

G
2. Messung

R
R
V)
(P
ng
uu
23,0

stre
ile
22,0

Te
re
21,0

äh
ef
ng
20,0

Wiederholfehler
(Abstand zu Diagonalen)
19,0
18,0
17.0
16,0
15,0

15,0 16,0 17.0 18,0 19,0 20,0 21,0 22,0 23,0 24,0
1. Messung

Faustformel: Die Auflösung des Messgerätes sollte kleiner sein als 5% der Toleranz.
Mit dem ndc Wert kann nachgewiesen werden, dass das Verhältnis stimmt.

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Lineare Verschiebung
(z.B. durch mechanischen Verschleiß)
Obere Toleranzgrenze
Obere Warngrenze

Obere Eingriffsgrenze

x
x x x
x x x Mittellinie
x x x
x xx xx
x x x x xx xx
x x x x xx
xx x x x
x x x xx xx
x x x x
xx xx x Untere Eingriffsgrenze
x x x x
x x x x
xx x
xx x
x

Untere Warngrenze
Untere Toleranzgrenze
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Pareto Beispiel aus der Praxis

Ergebnisse von 2007:

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Ursache-Wirkungsdiagramm
(Ishikawa / Fishbone)

Die Ms
•Mensch
Mitwelt Material •Maschine
•Material
Licht Chargenwechsel Ersteilprüfung nach •Mitwelt (Umgebung)
Chargenwechsel •Methode
rt

rb t
g ie

fa ich
ht

•Messmittel
ec
an

•Management
ch

•Moneten
Vibration
schlechtes
Prozess-
ergebnis
Programmauswahl Barcode
keine
The Ms
Verschmutzung Reinigungsplan •Man
•Machine
•Material
•Mother Earth / M-vironment
Maschine Methode Mensch •Method
•Measurement / Metering
•Management
•Money
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Turtle im VDA 6 Teil 3

Mit welchen materiellen Mitteln wird der Welche Funktionen / Bereiche /Personen
Prozess realisiert? unterstützen den Prozess?
Materielle Ressourcen Prozessunterstützung

Ausrüstungen, Einrichtungen Schulung, Wissen, Fähigkeit, Befugnis

Was geht in den Prozess hinein? Was soll das Ergebnis des Prozesses sein?
Prozessschritt
P1 P3
PS2
Schnittstelle Schnittstelle

Wie läuft der Prozess ab? Wie wirkungsvoll wird der Prozess
durchgeführt?
Arbeitsinhalt
Wirkungsgrad
Regelungen der Durchführung,
Anweisungen, Verfahren, Methoden Leistungsindikatoren

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Der 8d Report

8d ist eine systematische


Methode, um Probleme zu
lösen.

d = disziplin
wissenschaftliche Disziplin

Acht einzuhaltende
Handlungsschritte zum
umfassenden und
nachhaltig wirksamen
Umgang mit einer
Reklamation.

Ziel: Der erkannte Fehler


darf kein zweites mal beim
Kunden auftreten.

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Raum für Veränderung

Räumlichkeiten
Technische
Hilfsmittel Moderationswerkzeuge

rem
I h s?
in au
t es n
eh me
s i eh
ie ern
Atmosphäre W nt
Verhaltensregeln U
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Stephan Joseph stellt sich vor

Dipl.-Ing. (FH) Stephan Joseph Schulausbildung


Geboren in Köln, am 10. Mai 1972 Zwei Jahre Geelong College Australien (Englisch in Wort und Schrift)
Verheiratet seit August 2005 Abitur am Gymnasium Frechen
Ausbildung Industriemechaniker bei der Ford-Werke AG in Köln
Heinrich-Claes-Straße 5 Studium Produktionstechnik an der Fachhochschule Köln
51373 Leverkusen
Fachausbildung

Telefon +49 (0) 214 – 31 48 - 154 Interner Auditor TS16949 / QS9000 / VDA6.1 / ISO9001 (TAW)
Lead Auditor DIN EN ISO 9001:2000
Fax +49 (0) 214 – 31 48 - 155 Kommunikationstrainer (Dahms Privatinstitut)
NLP - Neurolinguistik in der Kommunikation (GA NLP e.V.)
Mobil +49 (0) 172 – 25 82 072
Wertanalyse (Christiani Management)
Mail mail@joseph-beratung.de Kreativitätstechniken (Christiani Management)
Ausbildung zum Umweltmanager (LGA TÜV Rheinland)
Web www.joseph-beratung.de
Ausbildung zum EFQM Assessor (DGQ)
Blog http://blog.isoman.de Ausbildung zum Mediator (INeKO)
Skype isoman72
… jährliche Fortbildung auf Seminaren, Workshops und Treffen
zum Erfahrungsaustausch (z.B. „Club der Besten“ an der AfQ-TAW)
Schwerpunkte
Aufbau und Optimierung von Managementsystemen (Qualität, Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz).
Seminare und Workshops zu Managementmethoden (Prozessmanagement, Projektmanagement, Kennzahlensysteme, …).
Moderation von Workshops (z.B. Q-Zirkel, KVP-Teams, Gruppenarbeit, …).
Schulung von Qualitätstechniken (Audits, Q-Werkzeuge, Automotive Core Tools, …).
Kommunikationstraining (Schlagfertigkeit, Konfliktlösung, Präsentation, Verkauf, …).
Coaching von Führungskräften (Unternehmenskultur, Führungsaufgaben und –werkzeuge, …).
Mediation (Einvernehmliche Bewältigung von Konflikten innerhalb, außerhalb oder zwischen Organisationen.)
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