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Optimierung der Energiebilanz von

IT-Technikräumen und Erweiterung


einer NAGIOS Plattform

Giovanni Coppa
18. Mai 2010
• Motivation und Ausgangslage

• Modellierung

• Optimierung des Rechenzentrums

• Energieversorgung und Systemgrenzen

• Messungen

• Optimierung des Rechenzentrums und Klimatechnik

• Schlussfolgerung
Motivation und Ausgangslage

Verbrauchsreduktion des Energieverbrauchs bis 2013


bei einer Öffentlichen Behörde in der Bundesrepublik Deutschland
für IT-Umgebung
Motivation und Ausgangslage

Ist Ihnen der Energiebedarf der IT in kWh und € bekannt?

Gesamt 5% 1% 4% 90%

200 - 499 Mitarbeiter 3% 97%

500 - 999 Mitarbeiter 8% 3% 89%

1.000 - 4.999 Mitarbeiter 4% 4% 8% 84%

5.000 und mehr Mitarbeiter 10% 90%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Nur kWh bekannt Nur Euro bekannt Beides bekannt Nein

Quelle: Experton Group GreenIT Studie – 107 Unternehmen

Nur 7% kennen den konkreten Energie-Verbrauch ihrer IT-Infrastruktur


Motivation und Ausgangslage

Wie wichtig ist der Einsatz von energieeffizienter Hardware?


wichtig
29%
neutral
29%

sehr wichtig
10%

unwichtig
16%
weniger wichtig Quelle: Experton Group GreenIT Studie – 107 Unternehmen
16%
Nur 7% kennen den konkreten Energie-Verbrauch ihrer IT-Infrastruktur, aber schon für
39% der Anwender ist der Einsatz energieeffizienter Hardware wichtig!
Motivation und Ausgangslage

Virtualisierung

Kühlungslösungen

Wiederverwendung der entstandenen Wärme


(z.B. als Gebäudeheizung)

Durch den Einsatz aktueller Technologien und intelligentem


Design den Wirkungsgrad zu steigern.

Auswahl der USV (15% der elektrischen Energie in Wärme)


Motivation und Ausgangslage

Übersicht über die Teile der DIN V 18599 die Energieeinsparverordnung


Modellierung

Blackbox-Darstellung eines Rechenzentrums


Modellierung - Das theoretische Modell

|Qw| = m * c * Tw [Watt]
Strom = V * A [Watt]
Nutzenergie = V * A [Watt]
Q k = m * c * T k [Watt]

• Massenströme
• Temperaturen
• Heizwerte
• Drücke
• Durchsatz der Lüfter in
Abhängigkeit von der
Rechenbelastung sowie
deren mechanische Verluste
(Getriebe, Lager, etc.. )
• Drehzahl der Lüfter
Optimierung des Rechenzentrums

Verfügbarkeit eines Rechenzentrums nach EU norm EN 50173-5


(Quelle: FTM Consulting,inc )
Optimierung des Rechenzentrums

Stromverbrauchsszenario für deutsche Rechenzentren

Zunahme des Stromverbrauchs von 47%


Stromkosten bis 2013 auf 2,2 Mrd. €.
Optimierung des Rechenzentrums

Power Usage Effectiveness (PUE)

Prz: Gesamtrechenzentrumsleistung (Total Facility Power)


Pit: IT-Leistung (IT Equipment Power)

Der PUE-Wert kann zwischen 1,0 und unendlich liegen.


Ein an 1,0 grenzender PUE-Wert bedeutet hundertprozentige Effizienz. In diesem
Fall würde also die gesamte Energie für die IT-Geräte genutzt werden
Optimierung des Rechenzentrums

Wirkungsgrad der USV

Wirkungsgradkennlinien in Abhängigkeit von der Auslastung für


verschiedene USV-Techniken
Optimierung des Rechenzentrums

Für Rechenzentren mit einer durchschnittlichen Last von 1000 W/m2


steigt die Raumtemperatur alle 4 Sekunden um 1 Kelvin

Temperaturkontrolle

• Im Serverraum und innerhalb der Racks nach sogenannten


Hotspots gesucht

• Kältegangtemperatur beträgt 24°C

• Warm- und Kaltgang


Optimierung des Rechenzentrums

Die Google Studie

Google auf Data Center Efficiency Summit (1. April 2009)

• Auf 45 Container
• Generatoren mit 99,5% Effizienz
• Niedrigspannungskabel
• Wassergekühlt
• Sehr hohe Temperatur von 27,1°C in den Kaltgängen
Energieversorgung und Systemgrenzen

Wirkungsgrad des Rechenzentrums

Modellierung des elektrischen


Systems für Rechenzentren
und Serverräume.

DCiE = Data Centre Infrastructure Efficiency


Energieversorgung und Systemgrenzen

Optimierung der Klimatechnik

• 50% Energiebedarf für


Kälteerzeugung und Luftbeförderung

• 25% Energiebedarf für IT-Prozesse

Durch klimatechnische Optimierung


40%
Energieverbrauchs einsparen

Stromverbrauchsverteilung
in einem Rechenzentrum
Energieversorgung und Systemgrenzen

Klassische Kühlung der Serverräume

Beispiel für eine Standard-Raumklimatisierung wie sie


ursprünglich bei Netzlink IT GmbH eingesetzt wurde
Energieversorgung und Systemgrenzen

Klassische Kühlung der Serverräume

Beispiel für eine Bodenluftkühlung in Rechenzentren


mit Standard-Anordnung
Energieversorgung und Systemgrenzen

Klassische Kühlung der Serverräume

Beispiel für ein Beispiel für ein


offenes Klimarack geschlossenes Klimarack
Energieversorgung und Systemgrenzen

Klassische Kühlung der Serverräume

Beispiel für eine


Warm-/Kaltgangklimatisierungs-Anordnung
Energieversorgung und Systemgrenzen

Klassische Kühlung der Serverräume

Beispiel für eine Warm-/Kaltgangklimatisierungs-Einhausung


Energieversorgung und Systemgrenzen

Konstruktive Potentiale und Energiebilanz


Blindblende Trennung Monitoring

Luftstromführung Lüfterplatten Doppelbodendichtung


Energieversorgung und Systemgrenzen

Wärmetransport

Wärmetransport beispielhaft in einem typischen Rechenzentrum


Energieversorgung und Systemgrenzen

Verteilung des Stromverbrauchs


80-Plus arbeitet mit einem
(Beispiel: 2 CPU Rackserver 2U)
Wirkungsgrad größer 80%
Energieversorgung und Systemgrenzen

Energieeffizienz: Blades im Vergleich


Optimierung des Rechenzentrums und
Klimatechnik

IST-Situation

Grundriss und Schnitt des untersuchten Rechenzentrums


Optimierung des Rechenzentrums und
Klimatechnik

TEST-Situation

Trennung in
Kalt-/Warmgang
Optimierung des Rechenzentrums und
Klimatechnik

SOLL-Situation
Messungen

Raumdesign Beispiel

Lüfter von 83% auf 72%


Leistungsaufnahme von 2300W auf 2132W

Pro Jahr sind


17.520kWh * 0,15€ = 2,628€
Auf die gesamte IT
Optimierung des Rechenzentrums und
Klimatechnik

Temperatur Messungen Min. und Max. in Braunschweig im Jahr 2009


Messungen

Temperatur und Feuchte


5% 10% 15% 20% 30% 40%

x
21°C ± 1°C
45 ± 5 % rel. F.

20°C - 26°C
20 – 80 % rel. F.

x
CFD – Modellrechnung und Simulationen

Modell des Rechenzentrums frontal


CFD – Modellrechnung und Simulationen
CFD Simulationsergebnisse

Temperaturverteilung in Ebene y = 0,2 x RZ-Gesamthöhe


CFD Simulationsergebnisse

Temperaturverteilung in Ebene y = 0,7 x RZ-Gesamthöhe


CFD Simulationsergebnisse

Temperaturverteilung in räumlichen Schnittebenen


CFD - Räumliche Temperaturverteilung
in räumlichen Schnittebenen im Rechenzentrum

Isotherme
T = 40°C
CFD - Räumliche Temperaturverteilung
in räumlichen Schnittebenen im Rechenzentrum

Isotherme

T = 30°C
CFD - Verlauf virtueller Strömungspartikel im
Rechenzentrum

Kaltluftströmungsverlauf im Rechenzentrum frontal


CFD - Verlauf virtueller Strömungspartikel in
Rechenzentrum

Warmluftströmungsverlauf im Rechenzentrum
Gegenüberstellung und Auswahl

Netzlinks geplante Infrastruktur des Rechenzentrums mit LCP


Schlussfolgerungen

Folgende Gesichtspunkte wurden berücksichtigt:

• Besondere Eigenschaften der Temperatur und Klimaanlage

• Spezielle Eigenschaften zur Nutzung des Übertragungsmediums

• Optimierung von Ressourcen- und Energieverbrauch des


Rechenzentrums und Nutzung der Abwärme

• Funktionale und ergonomische Einschränkungen des Systems

• Konsequenzen für zukünftige Konzeptentwicklungen


Adresse

vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Netzlink
Informationstechnik GmbH
Heinrich-Büssing-Ring 42
38102 Braunschweig
Tel.: 05 31-707 34 30
Fax: 05 31-707 34 59
mail: info@netzlink.com
www.netzlink.com