Sie sind auf Seite 1von 3

Nina Weser 1

Pro- und Kontra-Erörterung

Thema: Sollte man den privaten Autoverkehr in den Innenstädten verbieten?

Vor einigen Tagen wollte ich zusammen mit meinen Eltern nach Saarbrücken zum
Einkaufen fahren. Die dortigen Geschäfte bieten einfach mehr Auswahlmöglichkeiten
als Neunkirchen. Über eine halbe Stunde standen wir im Stau, schließlich benötigten wir
eine weitere halbe Stunde, bis wir einen Parkplatz hatten, den wir teuer bezahlten.
Zum Einkaufen war uns inzwischen die Lust vergangen.

Diese Erfahrung haben sicherlich viele schon gemacht. Folglich ist das Thema ein
aktuelles und wird immer wieder in den Medien diskutiert.

(Alternative: In den letzten Jahren hat der private Autoverkehr in den Innenstädten
derartige Ausmaße erreicht, so dass zunehmend die Forderung laut wird, ob man den
privaten Verkehr in den Innenstädten gänzlich verbieten sollte.)

___________________________________________________________________________
1. Argument Die hohe Verkehrsdichte, vor allem während der rush hour kann zu
starken Beeinträchtigungen der hier lebenden und arbeitenden Menschen
führen. Täglich sind Staus und Parkplatzsorgen an der Tagesordnung.
Parkplätze, wenn man überhaupt einen bekommt, müssen teuer bezahlt
werden.

2. Argument Hinzu kommt noch (Verbindung der einzelnen Argumente


miteinander durch entsprechende Ausdrücke), dass gerade in den
Innenstädten die Umweltbelastungen extrem sind, weil die vielen Autos
nicht nur Lärm erzeugen, sondern auch Abgase. Gefährlich sind
inbesondere Kohlendioxyd und Kohlenmonoxyd. Erinnert sei hier nur an
die zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen, die hohe
Schadstoffbelastungen in den Städten feststellten. Besonders hoch ist der
Smog in den Sommermonaten. Auch die Ozonbelastung steigt auf Werte,
Nina Weser 2

die schon gesundheitsgefährdend sind (__________________).


Beispielsweise in Athen, der Hauptstadt Griechenlands, ist die Ozon- und
Smog-Belastung so hoch, dass an bestimmten Tagen nur 50% der Autos
fahren dürfen (_______________________).

3. Argument Darüber hinaus (__________________________) würde ein Verbot


des innerstädtischen Verkehrs die Lebensqualität der Stadtbewohner
verbessern. Dort, wo heute Autos fahren oder parken, könnten ebenso
Fußgängerzonen und Parkanlagen entstehen. Dadurch würden auch die
Freizeitmöglichkeiten steigen.

___________ Dies sind wesentliche Gesichtspunkte (Gründe, Argumente), die für ein
Verbot des innerstädtischen Verkehrs sprechen. Auf der anderen Seite
gibt es aber auch einige Gründe, die durchaus gegen ein Verbot sprechen.

1. Argument Zunächst einmal (_________________) müssen viele Besucher der


City mit Unbequemlichkeiten beim Einkauf rechnen, weil sie nicht mehr
im Stadtzentrum parken können. Sie müssen bei einem Verbot des
innerstädtischen Privatverkehrs außerhalb der Stadt parken und dann auf
öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Das ist umständlich, kostet viel Zeit
und wird längerfristig die Attraktivität der Innenstädte vermindern.

2. Argument Außerdem man nicht außer acht lassen (______________________),


dass dies auf Dauer weitreichende Folgen hat. Geschäfte in der Innenstadt
werden durch ausbleibende Kunden Umsatzeinbußen erleiden. Es ist zu
befürchten, dass kleinere Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen, und
dadurch viele Menschen arbeitslos werden.

3. Argument Neben den Geschäftsleuten werden die Anwohner in den


Innenstädten die größten Nachteile haben, denn wo sollen sie bei einem
allgemeinen Fahrverbot ihre Autos parken? Es ist ihnen doch kaum
Nina Weser 3

zuzumuten, dass sie ihre Autos vor der Stadt abstellen, wenn sie in der
Innenstadt wohnen und arbeiten.

4. Argument Schließlich (_____________________) entstehen durch ein Verbot


des privaten Autoverkehrs in der Innenstadt völlig neue Verkehrs-
probleme: Beispielsweise muss das öffentliche Verkehrssystem (Busse,
Straßenbahn, Zugverbindungen) ausgebaut werden. Auch Fahrradwege
müssen angelegt werden (________________________).

______________________________

Wichtige Aspekte (Gründe, Argumente) sprechen also dafür, den privaten Autoverkehr
in den Innenstädten weiterhin zu erlauben. Demgegenüber werden aber
auch bedeutende Tatsachen angeführt, die für eine Schließung der
Innenstädte sprechen (______________________________________).
Ich bin der Meinung, dass ein Verbot derzeit nicht durch geführt werden kann, da die
Nachteile überwiegen. Andererseits müßte man aber auch versuchen, die
Verkehrsbelastung in den Innenstädten zu reduzieren, um dort die
Lebensqualität wieder zu verbessern. (__________________________).
Dies kann man durch den Bau unterirdischer Parkhäuser am Rande der
City erreichen. Darüber hinaus durch Verbesserung und Verbilligung des
Nahverkehrs oder durch Bildung von Fahrgemeinschaften
(____________________________). Ein definitives Verbot des privaten
Autoverkehrs in den Innenstädten ist demzufolge nicht unbedingt
notwendig.

Arbeitsaufträge
1) Wie ist eine Pro- und Kontra- Erörterung aufgebaut?
2) Welche Aufgaben haben die verschiedenen Teile?
3) An welchen Stellen sollten Absätze gemacht werden?
4) Durch welche Ausdrücke und Konjunktionen kann man beim Aufbau einer Pro-und
Kontra-Erörterung die einzelnen Argumente (Pro-bzw. Kontraseite) jeweils
miteinander verbinden?