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Buchführung (S.

236/237)
Das betriebliche Rechnungswesen besteht aus mehreren Teilbereichen. Mit einer gut
geführten Buchführung können erforderliche Kosten für ein Produkt oder eine
Dienstleistung berechnet werden.
Buchführung informiert über: Einnahmen/Ausgaben, Vermögen/Schulden,
Erträge/Aufwendungen, Gewinn/Verlust
Kostenrechnung, Kalkulation informiert über: Kosten, Preise
Statistik informiert über: Umsatzsteigerung/-rückgang, die wichtigsten Kunden,
Kostensteigerung/-senkung
Planung informiert über: weitere Investitionen, zu erwartende höhere Erträge
Mit der Buchführung werden die planmäßigen, lückenlosen, sachlich geordneten
Aufzeichnungen aller Zahlenwerte, die sich durch Geschäftsvorgänge in einem Unternehmen
ergeben berechnet. Buchführung ist für den finanziellen Überblick über das Unternehmen
sehr wichtig. Für Selbstständige oder auch für Stellensuchende ist wie Buchführung
funktioniert, wie errechnete Zahlen gedeutet werden und verwendet werden sehr wichtig.

Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht (S. 237/238)


Nicht jeder kleine Betrieb muss eine doppelte Buchführung nachweisen. Die
Aufzeichnungsart und Buchführungspflicht richtet sich nach der Rechtsform und der
Umsatzgröße des Unternehmens. Vorschriften zu Buchführung befinden sich in mehreren
Gesetzen und Verordnungen, wie z.B.: Unternehmensgesetzbuch, Einkommenssteuergesetz,
Bundesabgabenordnung, Rechnungslegungsgesetz, Aktiengesetz und das
Umsatzsteuergesetz. Mit dem Unternehmensgesetzbuch wird die Art der Buchführung für
ein Unternehmen festgelegt.
pauschal = in seiner Gesamtheit
OG = Offene Gesellschaft
AG = Aktiengesellschaft
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbH & CoKG = Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Kommanditgesellschaft
Folgende Aufzeichnungen müssen je nach Art der Buchführung geführt werden:
Pauschalierung: Einnahmeaufzeichnungen, Wareneingangsbuch, Lohnkonten
Einnahmen-/Ausgabenrechnung: Erfassung der Betriebseinnahmen und -ausgaben,
Registrierkasse, Wareneingangsbuch, Anlagenverzeichnis, Lohnkonten, wenn Dienstnehmer
beschäftigt werden
doppelte Buchführung: Grund- und Hauptbuch; Nebenbücher, Bestandserfassung,
Aufwendungen und Erträge
Registrierkassenpflicht ist dann, wenn der Jahresumsatz je Betrieb 15.000€ und die
Barumsätze des Betriebes 7.000€ überschreitet.

Stefan Spielhofer 4.5.2020 3eME


Pauschalierung (S. 241)
Kleine Unternehmen deren jährlicher Umsatz unter 220.000,00€ netto beträgt können die
Betriebsausgaben mit 12%, aber höchstens 24.400,00 pauschalisiert werden. Dazu zählt
auch der Wareneinkauf und die Personalaufwendungen.
Bei einer Pauschalierung müssen nur die gesetzlichen Mindestaufzeichnungen geführt
werden. wie z.B.: Kassabuch, Bankbuch, Lohnkonten, Wareneingangsbuch.
Pauschalierung ist meiste eine Vereinfachung für Unternehmer, weil Belege nicht zu jedem
Geschäftsfall gesammelt werden müssen und weil man eine geringere Menge von Belegen
Aufbewahren muss.
Für das erste Jahr einer Pauschalierung sollten die Belege für eine Vergleichsrechnung aber
aufgehoben werden.

Wareneingangsbuch (S .245)
Im Wareneingangsbuch müssen alle Rohstoffe, Materialien, Zubehörteile, Halb- und
Fertigerzeugnisse des Betriebs eingetragen werden. Um die Vorsteuer zu berechnen ist das
Wareneingangsbuch die Grundlage. Die Eintragungen müssen in der richtigen Reihenfolge
notiert sein.

Kundenkonto (S. 246)


Für Einnahmen-/Ausgabenrechnungen kann ein Kundenkonto auch Debitorenkonto genannt
gegründet werden. Ein Kundenkonto anzulegen hat auch gute Gründe:

 Überblick über noch unbezahlte Rechnungen


 Auflistung der Fälligkeit von Rechnungen
 Überblick/Unterlage bei Preisverhandlungen bzw. Nachlässen
 Überblick über Kundenkontakte/Geschäftsbeziehung

Lohnkonto (S. 247)


Alle Aufzeichnungen, die im Zusammenhang mit den Löhnen des Betriebes stehen sind am
Lohnkonto aufzufinden. Das Lohnkonto muss folgendes beinhalten:

 Name und Anzahl der Arbeiter und Arbeiterinnen


 Normallohn
 Auszahlungstag
 Auszahlungsbetrag
 Abzüge (Sozialversicherung, Lohnsteuer)

Bankbuch (S. 247)


Im Bankbuch müssen die Kontoauszüge und die dazugehörigen Einzelbelege des Betriebes
gesammelt werden. Somit sind alle Kontobewegungen aufgezeichnet.

Stefan Spielhofer 4.5.2020 3eME