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Bildbeschreibung
Die Bildbeschreibung ist Bestandteil des Deutschunterrichts, findet aber auch im
Fachbereich Kunst und in Fremdsprachen Verwendung. Weiterhin kann eine
Bildbeschreibung in manchen Fächern ein Bestandteil der Textanalyse sein. Die
Bildbeschreibung dient dazu, ein Bild in seiner Gesamtheit zu erfassen, wobei wir die
wesentlichen und wichtigsten Merkmale möglichst detailliert herausstellen sollten. Auf
die Beschreibung kann eine Bildanalyse folgen, die noch stärker in die Tiefe geht.

Dabei ist die Bildbeschreibung sehr stark mit der Personenbeschreibung verknüpft. Das liegt
daran, dass auch für diese in der Regel ein Bild als Grundlage dient (Fotografie, Zeichnung,
Gemälde). Im Unterschied dazu sollten wir im Zusammenhang mit der Bildbeschreibung
jedoch auch auf die Wirkung der Farben und künstlerischen Auffälligkeiten eingehen und
nicht nur das Abgebildete selbst beschreiben.

Das bedeutet, dass die Bildbeschreibung aus drei wesentlichen Aspekten besteht. Einerseits ist
es die Beschreibung und Erläuterung des abgebildeten Motivs und andererseits die Beschaffenheit
des Bildes selbst (Materialien, Farben etc.) sowie die Wirkung des Bildes auf den Betrachter.


Hinweis: In diesem Beitrag wird veranschaulicht, worauf es bei einer
Bildbeschreibung ankommt, welche Merkmale unbedingt beachtet
werden sollten und wie Sie selbst eine Bildbeschreibung schreiben
können. Am Ende finden Sie außerdem Formulierungshilfen in
verschiedenen Sprachen.

Die Bildbeschreibung vorbereiten

Bevor wir uns an das Schreiben der Bildbeschreibung wagen, sollten wir einige
Vorbereitungen treffen und außerdem Vorarbeit leisten. So vergessen wir später beim
Schreiben keine wichtigen Details.
Bildbetrachtung: In einem ersten Schritt sollten wir uns das Bild einmal ausgiebig
anschauen, ohne auch nur einen Gedanken ans spätere Schreiben zu verschwenden. Hierbei
können wir uns Notizen machen, welche Dinge uns bei der Betrachtung auffallen, welche
Aspekte herausstechen und vielleicht Angaben zum Künstler und der Entstehungszeit
festhalten.

Weiterhin können wir knapp angeben, was man auf dem Bild sieht, welche Farben das Ganze
auszeichnen und welche Wirkung das Bild auf uns hat. Hierbei gibt es kein „richtig“ oder
„falsch“, sondern vornehmlich um unseren ersten Eindruck.

Wichtig ist hierbei, dass wir auch die unscheinbarsten Merkmale notieren, um sie nicht zu
vergessen. Das kann schnell gehen, wenn wir später das Bild als Ganzes beschreiben.

Sortieren: Die gesammelten Auffälligkeiten sollten wir nun in eine Übersicht eintragen. Diese
unterteilen wir in Informationen zum Bild, Farben und Materialen und Inhalt. So können wir
später nachschauen, welche Dinge wir notierten und vergessen keine wichtigen Details.

Wichtig: Diese Schritte können ruhig ein wenig länger dauern. Auch wenn wir unter Zeitdruck
arbeiten (Tests, Prüfungen), kann eine solide Vorarbeit der wichtigste Punkt sein, um das
Kunstwerk zu erfassen und im Anschluss wirklich alle Informationen zu verarbeiten.


Tipp: Manchmal ist es hilfreich, das Bild bei der ersten Betrachtung ein
wenig zu drehen und dadurch die Perspektive zu verändern. Mitunter
verstecken sich im Bild nämlich Botschaften, die auf den ersten Blick
gar nicht zu sehen sind. Schauen wir einmal auf das Werk „Gemüse in
einer Schüssel“ von Giuseppe Arcimboldo. Es wird schnell klar, warum
das Bild auch unter dem Titel „Der Gärtner“ bekannt ist.
Das obige Beispiel verdeutlicht recht gut, warum ein Perspektivwechsel bei der Betrachtung des
Bildes hilfreich sein kann. Hätten wir das Bild nicht gedreht, könnten wir lediglich das
Offensichtliche erkennen: nämlich Gemüse. Der versteckte Gärtner wäre uns verborgen geblieben.

Aufbau einer Bildbeschreibung

Grundsätzlich folgt die Bildbeschreibung dem Aufbau von Einleitung, Hauptteil und
Schluss. Allerdings haben die drei Bereiche bestimmte Unterpunkte, die in ihnen
Erwähnung finden.

Einleitung
Thema (Was zeigt das Bild hauptsächlich?)
Art (Gemälde, Fotografie, Zeichnung etc.)
Titel des Bildes, wenn bekannt
Künstler (Von wem wurde das Werk geschaffen?)
Bildquelle (Wo hängt das Bild, wo ist es abgedruckt; wenn bekannt?)
Datum (Wann wurde das Bild gemalt, gedruckt, veröffentlicht?)
Tipp: Eine typische Einleitung wäre:“Das Gemälde ‚Titel‘ von ‚Künstler‘ entstand im
Jahr XXXX. Es zeigt […] (Thema in wenigen Sätzen, einer oder zwei reichen für die
Einleitung vollkommen aus).“
Hauptteil (Einzelheiten des Bildes in ihrer Beziehung zueinander, in sinnvoller Reihenfolge)

Hierbei gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Entweder beschreibt man erst das Wesentliche
und geht dann auf die Einzelheiten ein oder wir beginnen mit den Kleinigkeiten und arbeiten
uns zum Wesentlichen vor. Wichtig ist, dass genau angegeben wird, wo sich das
Entsprechende befindet

Tatsächliche Bildbeschreibung
Bildperspektive (Aus welcher Perspektive ist das Bild dargestellt?)
Vogelperspektive
Froschperspektive
Normalperspektive

Vordergrund
Was sieht man hauptsächlich?
Was fällt auf, was sticht ins Auge?
Bei Personen: Was geht vermutlich in diesen vor?

Mittelgrund
Was befindet sich zwischen Vorder- und Hintergrund?
Werden Vorder- und Hintergrund verbunden?

Hintergrund
Welche Personen, Gebäude, Landschaften sind dargestellt?
Wie sieht die Landschaft aus?
Welche Stimmung vermitteln Farben und Licht (Tag, Nacht)?

Bildgegenstand (Sujet)
Was ist das zentrale Motiv des Bildes?
Welche ist die hauptsächliche Darstellungsebene?
Gibt es noch wichtige Nebendarstellungen?
Gibt es zweite oder dritte Bildebenen (Bild im Bild)?
Gibt es ein bestimmtes Zeichen oder Symbol, das im Bild auftaucht
(Ikonographie)?

Bildaufbau (Komposition)
Wie ist der Bildausschnitt? Ist er angeschnitten? Gesamtansicht?
Ist das Hauptmotiv in einem räumlichen Zusammenhang gesetzt? Schwebt
es frei im Raum?
Wie wird der Blick geführt? Gibt es klare Blickachsen (Diagonale,
Senkrechte etc.)?
Wie ist die Komposition (symmetrisch, asymmetrisch, einseitig-
asymmetrisch)?
Ist eine bestimmte Sache (Detail) ganz besonders hervorgehoben?

Darstellungsweise (Stil)
Wie ist das Bild dargestellt?
Graphisch oder malerisch?
Flächig oder mit Licht und Schatten?
Ist es ein ganz typischer Epochenstil oder ein Individualstil des Künstlers?

Bildbedeutung (entfällt bei der Bildbeschreibung – ist Bestandteil der


Bildanalyse)

Tipp zum Hauptteil: Wichtig ist vor allem, dass der Aufbau logisch ist. Wir müssen
nicht unbedingt mit dem Vordergrund beginnen und dann Mittelgrund und Hintergrund
beschreiben. Jedoch hat sich diese Vorgehensweise bewährt. Möglich wäre es auch
andersherum oder vom Unwichtigen zum Wichtigen.
Mögliche Positionsangaben: Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund; links,
rechts, oben, unten, vorn, hinten; obere, linke, rechte oder untere Bildhälfte;
vorne, hinten

Schluss der Bildbeschreibung


Zusammenfassung des Beschriebenen (knapp!)
Wie wirkt das Bild auf mich (nur, wenn ein Lehrer dies verlangt!)?
Eigene Meinung (ebenfalls nur, wenn verlangt)


Hinweis: Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten beim Aufbau der
Bildbeschreibung. Entweder beginnen wir beim Schreiben mit dem
Wesentlichen, also dem, worum es eindeutig auf dem Bild geht und
behandeln dann die Kleinigkeiten und Details oder wir beginnen mit
den Nebensächlichkeiten und arbeiten uns im Anschluss zum
Wichtigsten vor. Diese Entscheidung liegt bei Ihnen und ist nicht
festgelegt.

Bildbeschreibung schreiben

Haben wir das Bild betrachtet, uns außerdem für eine Vorgehensweise beim Aufbau
entschieden sowie ausreichend Notizen zu Bildgegenstand, Komposition und den
wesentlichen Inhalten des Bildes gemacht, kann es ans Schreiben gehen. Wichtig: Die
Beschreibung wird im Präsens verfasst.

Erster Teil der Bildbeschreibung: Die Einleitung und Formalitäten

Den Anfang der Bildbeschreibung machen die allgemeinen Daten des Bildes.
Gewissermaßen können wir uns an den bekannten W-Fragen aus dem Journalismus
orientieren. Wer (Künstler)? Was? (Titel, Bildgattung, Sujet) Wie? (Mal- bzw. Zeichentechnik,
Bildformat) Wo? (Ausstellungsort) Wann? (Entstehungszeitraum, Veröffentlichung, Epoche).
Diese Aspekte nennen wir nur kurz. Mitunter können hier auch Angaben zur Entstehung des
Bildes (Grund der Anfertigung) oder wichtige Daten zum Künstler Platz finden.

Zweiter Teil der Bildbeschreibung: Die tatsächliche Beschreibung

Haben wir die Einleitung erledigt und die Formalitäten abgehakt, kann es an die tatsächliche
Beschreibung des Bildes gehen. Wichtig ist hier, dass die Einleitung keine Elemente der
Bildbeschreibung vorwegnehmen sollte und außerdem, dass wir in der Beschreibung nur
nennen, was auch auf dem Bild zu sehen ist.

Interpretieren wir das, was das Bild zeigt, schreiben wir eine Analyse. Die Bildbeschreibung
ist aber deskriptiv. Es wird also nicht gedeutet oder tatsächlich analysiert, sondern nur
beschrieben, was man sieht. In diesen Abschnitt gehören also nur Dinge, die man erkennen
kann (vgl. Operatoren im Fachbereich Deutsch).

Um es uns einfacher zu machen, kann die Bildbeschreibung von einer Richtung in die
andere erfolgen oder vom Hinter-, über Mittel- in den Vordergrund. Zwar hat das Ganze
schnell einen Aufzählungscharakter, doch kann dieser durch geschickte Überleitungen
vermieden werden.

Der wichtigste Aspekt ist nun, dass wir den Bildgegenstand (Sujet) erkennen, nennen sowie
beschreiben. Was ist das zentrale Motiv des Bildes? Alle anderen Aspekte können wir getrost
ein wenig vernachlässigen. Es ist übrigens hierbei sinnvoll, mit dem Auffälligsten zu
beginnen: geraten wir in einer Prüfung nämlich in Zeitnot, haben wir in jedem Fall das
Wesentliche erfasst und abgehakt.

Abschließend sollten wir nun auf die Art der Darstellung eingehen. Welcher Malstil ist im
Beschriebenen deutlich geworden und welcher Epoche lässt sich das Werk demzufolge
zuordnen? Ist dieses Bild typisch für den Künstler und für diese Epoche?

Dritter Teil der Bildbeschreibung: Schluss

Im Schluss fassen wir das Geschriebene nochmals zusammen und nennen dabei knapp die
wesentlichen Punkte. Nun könnte unsere Meinung zum Bild folgen. Dieser Punkt sollte
allerdings in jedem Fall mit einem Lehrer abgesprochen werden, denn zur eigentlichen
Bildbeschreibung gehört dieser Teil nicht, weil er interpretierenden Charakter hat. In einigen
Fällen wird er allerdings verlang.


Hinweis: Die Bildbeschreibung muss nicht nach dem vorgestellten
Aufbau geschrieben werden. Wichtig ist allenfalls, dass wir uns an die
Struktur von Einleitung, Hauptteil und Schluss halten. Die vorgestellte
Gliederung ist somit nur eine Empfehlung.

Tipps zur Bildbeschreibung

Vor dem Schreiben Notizen sammeln und alle Auffälligkeiten aufschreiben, danach sortieren
und erst dann beginnen. So wird gesichert, dass keine wichtigen Details vergessen werden und
das Wichtigste erkannt wird. Dennoch kann das Ganze individuell angeordnet sein.

Der Aufsatz sollte in Einleitung, Hauptteil und Schluss eingeteilt werden. Wichtig ist, dass die
Einleitung keine Details der Beschreibung beinhaltet und die Beschreibung keine Formalitäten
mehr nennt. Der Schluss ist variabel und sollte abgesprochen werden.

Die Einleitung lässt sich am besten mithilfe der W-Fragen beantworten. Wenn wir diese
abarbeiten, sind im Eigentlichen alle wichtigen Informationen im Aufsatz enthalten.

Folgen Sie bei der Beschreibung einer gedachten Linie. Entweder von hinten nach vorn, von
links nach rechts, von oben nach unten oder vom Wichtigen zum Unwichtigen.

Die eigene Meinung und Wertung darf erst im Schluss der Bildbeschreibung stehen.
Außerdem sollte mit einem Lehrer abgesprochen werden, ob diese erwünscht ist.

Beispiel einer Bildbeschreibung

Um das Geschriebene anhand eines Beispiels zu verdeutlichen, möchten wir Ihnen eine
Bildbeschreibung mit auf den Weg geben. Wichtig ist hierbei, dass Sie daran vor allem den Aufbau
ablesen können. Die verschiedenen Niveaustufen, die die Schule oder Universität fordert, müssen
abgesprochen werden.

Das vorliegende Bild ist ein Holzschnitt des deutschen Grafikers
Gerhard Marcks aus dem Jahr 1956. Der schwarz-weiß Schnitt zeigt
vier Gestalten, die des nachts und im Schein eines sichelförmigen Mond
mit dem Segelboot über das ruhige Meer gleiten. Das Bild trägt den
Titel „Nächtliche Fahrt“.

Der Horizont teilt das Bild in zwei Abschnitte. Den oberen Teil des
Schnitts bestimmen Himmel und Mond, wohingegen die untere
Bildhälfte das vornehmlich vom Meer bestimmt wurd. Verbunden
werden die beiden Ebenen durch den Schein des Mondes, der mit einem
breiten, senkrechten Lichtstrahl leuchtet.

Scheinbar vom Licht weg und demnach aus diesem hinaus, fährt ein
langes, dunkles Segelboot. Zwei der Besatzungsmitglieder sind schon in
die Nacht entschwunden, wobei sich die zwei hinteren Gestalten noch im
Licht des Mondes befinden. Das Segel des Bootes ist sichelförmig
gebogen und treibt das Boot in Richtung des rechten Bildrandes. Der
Wind scheint das Boot demnach zu bewegen.
Auffällig ist die Linienführung des Werkes. So gibt es sehr ruhige, klare
und gerade Linien, die die obere Bildhälfte und somit Himmel, Mond
und Segel bestimmen, wobei auch die Besatzung des Bootes durch klare
Kontraste gekennzeichnet ist. Weiterhin gibt es unruhige, wellenförmige
Linien, die das Meer bilden.

Die ruhigen und unruhigen Elemente des Bildes werden durch den
Strahl des Mondes verbunden. Die unruhigen Linien, die durch den
Mondschein erhellt werden, sind sanfter als der Rest des Meeres.

https://wortwuchs.net/bildbeschreibung/[24.10.2019 19:52:43]
Bei einer Bildbeschreibung geht es darum, ein Bild in seiner Gesamtheit zu
beschreiben. Dabei sollen die wichtigsten Merkmale besonders herausgestellt
werden. Auf eine Bildbeschreibung kann eine Bildanalyse folgen. Diese geht noch
stärker in die Tiefe und versucht das Bild zu deuten. Hier widmen wir uns aber der
Bildbeschreibung.

Ähnlich der Personenbeschreibung dient ein Bild als Grundlage. Bei der
Bildbeschreibung gehen wir auf die künstlerischen Auffälligkeiten (Aufbau des
Bildes, Farben etc.) ein. Das heißt, es wird nicht nur das Abgebildete selbst
beschrieben.

Vorarbeit einer Bildbeschreibung


Bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du dir etwas Zeit für die
Vorarbeit nehmen. So wirst du später beim Schreiben alle wichtigen Aspekte
vorliegen haben und keine Details vergessen.

METHODE
Schritt 1: Betrachte zunächst das Bild! Mache dir Notizen, welche Dinge dir auffallen: Was
ist auf dem Bild zu sehen? Was sticht besonders heraus?

Notiere alles, was dir zu dem Bild spontan in den Kopf kommt. Es kommt auf alle Details an,
die deinen ersten Eindruck beeinflussen.
METHODE
Schritt 2: Sortiere nun die gesammelten Auffälligkeiten. Unterteile deine Notizen
hinsichtlich der Aspekte: Motiv, Informationen zum Bild (häufig ist der Name und der Titel des
Bildes angegeben), Farben, Materialien, etc.

Aufbau einer Bildbeschreibung


Wie die meisten Beschreibungen folgt der Aufbau der Bildbeschreibung dem
Dreischritt: Einleitung, Hauptteil, Schlussteil.

Einleitung
Erwähne in der Einleitung folgende Punkte:
• Art (Fotografie, Zeichnung, Gemälde etc.)
• Titel und Künstler des Bildes
• Thema
• Bildquelle (Woher stammt das Bild? Wo kann man es öffentlich betrachten?)
• Datum des Entstehens
Ein möglicher Einleitungssatz könnte so aufgebaut sein:

BEISPIEL
Die Fotografie "Titel" von "Künstler/Fotograf", entstanden im Jahr "Jahreszahl" zeigt
"Thema".

Hauptteil
Hierbei führst du alle Einzelheiten strukturiert auf. Stelle sie dazu in
Beziehung, indem du eine sinnvolle Reihenfolge einhältst. Beschreibe also
beispielsweise von der Mitte aus nach außen oder von wesentlichen zu
unwesentlichen Aspekten. Gebe dabei genau an, wo sich welches Detail befindet.
Gehe auf die Perspektive ein, aus welcher das Bild dargestellt ist:
• Vogelperspektive
• Normalperspektive
• Froschperspektive

Wie sehen die einzelnen Perspektiven aus? Versetze dich einfach in die Lage
eines Vogels oder eines Froschs: Der Vogel schaut von oben herab und der Frosch
von unten herauf. Beschreibe beispielsweise nach folgender Reihenfolge:

METHODE
Vordergrund: Was sieht man direkt?

Mittelgrund: Was befindet sich zwischen Vordergrund und Hintergrund? Wodurch


werden Vordergrund und Hintergrund verbunden?

Hintergrund: Was befindet sich im Hintergrund? Welche Landschaft ist dargestellt?


Sind Personen oder Gebäude im Hintergrund zu erkennen?

Außerdem helfen dir diese Fragen:


Welche Stimmung vermitteln die genutzten Farben?
Bildgegenstand?
Was ist das zentrale Motiv?
Gibt es weitere wichtige Motive?
Sind bestimmte Symbole oder Zeichen zu erkennen?
Zum Bildausschnitt:
Wie ist der Bildausschnitt? Scheint er komplett oder ist er nur ein Ausschnitt einer
Situation?
Wie wird der Blick geführt? Welches Motiv lenkt den Blick?

Zur Darstellungsart:
Wie ist das Bild dargestellt?
Ist es gezeichnet oder fotografiert?
Hast du ein ähnliches Bild schon mal von einem anderen Künstler gesehen?

Achte bei deinem Aufbau darauf, dass dieser zum Bild passt. Nicht immer ist
es logisch, von vorne nach hinten zu beschreiben. Wie du am besten beschreiben
solltest, testest du in deiner Vorarbeit aus. Wie wird dein Blick gelenkt? Schaust du dir
zunächst den Vordergrund an oder fokussierst du direkt die Situation im Hintergrund?
Gebe auf jeden Fall an, in welcher Reihenfolge du beschreibst. Nutze dafür
Positionsangaben wie diese: links, rechts, oben, unten, vorne, hinten, linke
Bildhälfte, rechte Bildhälfte, Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund etc.

Schlussteil
Fasse am Schluss alle wichtigen Aspekte nochmal zusammen. Beschreibe,
wie das Bild auf dich wirkt.
Nun bist du fit, deine eigene Bildbeschreibung anzufertigen. Überprüfe zunächst mit
unseren Aufgaben, ob du alles Wichtige verstanden hast.
Bildbeschreibung
Eine Beschreibung ist eine Darstellungsform, die vorwiegend sachbetont und
wirklichkeitsentsprechend informiert.
Die Bildbeschreibung ist eine in Sprache umgesetzte bildliche Darstellung (als
gemaltes Bild, als Grafik usw.), die genaue Nachzeichnung dessen, was auf dem Bild
zu sehen ist. Bei einer Bildbeschreibung müssen aufgespürt werden: Bildinhalt,
Aussageabsicht, Bildkomposition, Maltechnik und evtl. Biografisches zum Künstler.

Beschreibungen
Eine Beschreibung ist eine vorwiegend informierende, sachbetonte und
wirklichkeitsentsprechende Darstellungsform. Die Beschreibung dient dazu, einen
Gegenstand, Zustand, Zusammenhang, Sachverhalt, eine Person oder einen
wiederholbaren Vorgang mit sprachlichen Mitteln so darzustellen, dass der Adressat
eine genaue Vorstellung davon gewinnt.
Beim Beschreiben wird das Erfassen des Typischen und Allgemeingültigen
angestrebt, das Besondere und Zufällige weggelassen.
Beschreibungen sind in genauer, eindeutiger und übersichtlicher sprachlicher Form
abzufassen. Die Verwendung von Fremdwörtern ist dem Adressatenkreis
anzupassen.
Es gibt unterschiedliche Beschreibungsarten, eine davon ist die
Gegenstandsbeschreibung, die den Adressaten über Merkmale und Eigenschaften
von Gegenständen, Zuständen und Lebewesen informiert. Eine besondere Form der
Gegenstandsbeschreibung ist die Bildbeschreibung.

Bildbeschreibungen
Die Bildbeschreibung ist eine in Sprache umgesetzte bildliche Darstellung (als
gemaltes Bild, als Grafik usw.), die genaue Nachzeichnung dessen, was auf dem Bild
zu sehen ist.
Der Künstler hat etwas gestaltet, er will etwas mitteilen. Deshalb müssen bei einer
Bildbeschreibung aufgespürt werden:
 Bildinhalt
 Aussageabsicht
 Bildkomposition
 Maltechnik
 evtl. kunstgeschichtliches Wissen
 evtl. Biografisches zum Künstler
Wie geht man bei einer Bildbeschreibung vor?
1. Genaue Bildbetrachtung

2. Notizen
 Worum geht es? (Porträt, Landschaftsbild ...)
 Stimmung (froh, düster, Ruhe, Mitleid ...)
 Welche Dinge fallen auf?
 Wo ist das Bildzentrum?
 Welche Farben fallen auf? (im Zusammenhang mit der Form)
 Welche Mittel sind zu erkennen? (Kontraste, Spiegelungen, Maltechnik ...)
 Was drückt das Bild aus?
 Wie wirkt das Bild auf den Betrachter?

3. Beschreibung
 Einleitung (Künstler, Entstehungszeit, Maltechnik, Format ...)
 Gesamteindruck (Was ist dargestellt, worum geht es?)
 Darstellung des Bildinhalts (Was fällt auf, was ist im Einzelnen zu sehen? Vorder-,
Mittel-, Hintergrund)

4. Darstellung der Bildkomposition (Wie sind die Einzelheiten zum Ganzen


zusammengefügt? Einteilungen, Kontraste, Achsen, Diagonalen, Senkrechte,
Waagerechte, Größenverhältnisse, Hell-Dunkel, Spiegelungen, genau gezeichnet
oder verwischt, Schattierungen, Farben ...)

5. Versuch des Erfassens der Bildaussage und Bildwirkung.


Eine Bildbeschreibung erfolgt im Präsens. Bei der Beschreibung ist darauf zu
achten, dass keine Blicksprünge vorkommen, Aufzählungen vermieden werden und
keine Wiederholungen (z.B. links, rechts, oben, unten) verwendet werden. Nicht
Eindeutiges sollte benannt werden (scheint, könnte, wirkt wie, als ob ...). Die
verwendeten Farben müssen genau beschrieben werden, wie zartes Rosa, mattes
Blau, sanftes oder giftiges Grün, tiefes Schwarz.

Beispiel
Beschreibung eines Bildes von KASPAR DAVID FRIEDRICH (Bild 1)
Das Bild „Die Lebensstufen“ von Caspar David Friedrich zeigt eine abendliche
Küstenlandschaft, die im Untertitel als „Strandszene in Wiek“ (einem Ort bei
Greifswald) näher beschrieben wird. Die dargestellte Szene ist durch fünf
ankommende Schiffe bestimmt, die im Bildmittelgrund auf das Ufer zu segeln. Ein
weiter, fliederfarbener Horizont zerteilt das Bild in zwei Hälften. Die obere Hälfte des
Bildes ist durch Gelbtöne dominiert, während die untere Hälfte vorwiegend dunkle
Töne zeigt.
Im Vordergrund verfolgen fünf Menschen die Szenerie. Diese Gruppe befindet sich
auf einer kleinen Anhöhe am Strand.
Das größte der Schiffe hat die Segel schon teilweise eingezogen, gerahmt wird dieses
links und rechts durch zwei ebenfalls dem Ufer schon nahe Segelboote, während zwei
weitere sich noch weit draußen auf dem Meer befinden.
Die fünf Schiffe korrespondieren mit den fünf Menschen am Ufer. Der alte Mann ganz
links trägt, trotz offenbar sommerlicher Temperaturen, einen Mantel mit Pelzkragen,
die beiden Kinderin der vorderen Bildmitte, ein Mädchen und ein Junge, tragen
dagegen leichte Kleidung in rot und blau. Sie werden von einem Mann und einer Frau
mittleren Alters gerahmt. Der Mann, offenbar der Vater der kleinen Familie, ist mit
Gehrock und Zylinder bekleidet, die Mutter trägt ein rotes Sommerkleid im Stile der
Zeit.
Der Titel des Bildes verweist auf die allegorische Szene: Die fünf ankommenden
Schiffe können den drei Lebensstadien des Menschen zugeordnet werden, die in den
fünf Menschen am Ufer ihre Entsprechung finden: Das größte, die Segel schon
einholende Schiff hat das Ufer (das Lebensende) schon fast erreicht, die beiden Boote
links und rechts davon segeln im Küstenwind, die beiden Schiffe weiter draußen auf
See sind dem Wind noch stark ausgesetzt.
Eine Bildbeschreibung ist nicht schwer. Und doch haben viele Menschen, egal
ob Schüler, Studenten oder Kunstliebhaber, häufig Schwierigkeiten ein Bild treffend
zu beschreiben. Dabei gibt es für eine gelungene Bildbeschreibung klare Regeln und
Leitpfade. Sind diese erst einmal verinnerlicht, geht eine Bildbeschreibung leicht und
schnell von der Hand. Wir erklären was eine gute Bildbeschreibung ausmacht und
worauf Sie achten müssen.

1. Der Aufbau
Bildbeschreibungen ähneln sich in ihrem Aufbau und Merkmalen den
Textinterpretationen.
Das Ziel einer guten Bildbeschreibung sollte es sein, das Bild in seiner Gesamtheit zu
begreifen und darzustellen. Dazu gehört auch eine Bildanalyse. Eine
Bildbeschreibung muss sinnvoll und logisch aufgebaut sein. Sie besteht aus einer
Einleitung, Hauptteil und Schluss, bzw. dem Fazit. Folgende 3 Inhalte sind wesentlich:

Die Beschreibung:
Hier wird beschrieben, was im Bild zu sehen ist. Was ist abgebildet? Was ist zentral?
Was sind Details, die auffallen? Was steht im Vordergrund und was im Hintergrund?

Die Beschaffenheit des Bildes:


- Welche Farben dominieren?
- Wie wirken diese?
- Was für ein Material wird verwendet?

Fazit:
- Wie wirkt das Bild auf den Betrachter?
- Für was steht das Bild?
- Was möchte der Künstler damit ausdrücken?

Außerdem wichtige Aspekte einer Bildinterpretation sind Blickrichtungen und


Perspektive, das Hauptaugenmerk bzw. „Eyecatcher“ und die Blickführung.

2. Die Bildbetrachtung
Bevor ein Bild beschrieben werden kann, muss man lernen es richtig zu
betrachten. Am besten man notiert sich dabei, alles was einem auffällt.

Besonders wichtig:
- Die Perspektive, die verwendet wird
- Eine Beschreibung aller Bildelemente
- Die Bilddarstellung und Komposition
- Die Farbgebung (Warme oder kalte Farben)
- Die Wirkung des Bildes auf den Betrachter
Nach der Betrachtung sollte man das Bild einordnen.
- Wer ist der Künstler?
- Zu welcher Epoche gehört das Bild?
- Wann ist es entstanden?

3. Die Einleitung
Die Einleitung gibt einen groben Überblick über das Bild und ordnet es in die
entsprechende Epoche ein.

Folgende Punkte sollte die Einleitung umfassen:


- Der Titel des Bildes
- Der Künstler
- Die Bildquelle
- Das Entstehungsdatum
- Das Thema des Motivs

Keinesfalls sollte die Einleitung bereits Interpretationen oder Beschreibungen


beinhalten. Das kommt in den Hauptteil. Außerdem sollte die Art des Bildes
(Fotografie, Gemälde, Holzschnitt, etc.) in der Einleitung genannt werden.

Eine gelungene Einleitung könnte z.B. so aussehen:

„Das Gemälde Mona Lisa von Leonardo Da Vinci entstand zwischen 1503 und 1506
und wurde in Öl auf Pappelholz gemalt. Das Gemälde, das im Pariser Louvre
ausgestellt ist, lässt sich der Epoche der italienischen Renaissance zuordnen und
prägte die Kunstwelt nachhaltig.

4. Der Hauptteil:
Der Hauptteil ist das Herzstück der Bildbeschreibung. Beschreiben Sie hier die
Bildelemente in sinnvoller Reihenfolge. Starten Sie entweder vom Gesamtbild ins
Detail oder vom Detail ins Gesamtbild. Schreiben Sie im Präsens, deskriptiv und ohne
Deutung. Es ergibt Sinn entweder zuerst den Vordergrund, die Mitte und dann den
Hintergrund zu beschreiben, oder man beschreibt von links nach rechts.

Vordergrund:
- Was sieht man hauptsächlich?
- Wo liegt der Fokus des Bildmotivs?
- Was sticht ins Auge? Was ist auffällig?
- Wenn Personen im Bild zu sehen sind, wie schauen diese aus?
- Wie drückt ihre Gestik, Mimik und Erscheinung aus?

Mittelgrund:
- Was befindet sich zwischen Vorder- und Hintergrund?
- Wie sind diese miteinander verbunden?
Hintergrund:
- Welche Personen, Objekte, Gebäude, Landschaften sind dargestellt?
- Welche Stimmung wird vermitteln?
- Welche Rolle spielen dabei Farben und Licht (Tag, Nacht)?

4.1 Die Bildperspektive


Die Bildperspektive ist ein zentraler Aspekt einer jeden Bildbeschreibung.

- Welche Perspektive verwendet der Künstler?


- Schaut man von oben oder von unten auf das Bild herab, oder benutzt der
Künstler eine Normalperspektive?

Jeder Bildwinkel und jede Perspektive hat eine bestimmte und gewollte Wirkung vom
Künstler. Deswegen ist die Bildperspektive so wichtig.

Die Vogelperspektive:
- Man schaut von oben auf das Bildmotiv herab. Dadurch wirken Objekte
kleiner, was z.B. Unterwürfigkeit und Unterlegenheit bedeuten kann.

Die Froschperspektive:
- Der genaue Gegensatz der Vogelperspektive. Hier schaut man von unten auf
das Bildmotiv herauf. Eine Horizontlinie, die sich deutlich unterhalb der Bildmitte
befindet, ist ein sicheres Zeichen für eine Froschperspektive. Dadurch erscheinen
Objekte größer und suggerieren Gefühle von Dominanz und Macht.

Die Normalperspektive:
- Hier steht der Betrachter auf einer Ebene mit dem Abgebildeten. Dies
suggeriert eine Identifikation mit dem Bildmotiv.

4.2 Die Vorgangsbeschreibung


Eine Vorgangsbeschreibung der Froschperspektive könnte beispielsweise wie
folgt aussehen: „Durch die Verwendung der Froschperspektive wirkt das Bild verzerrt
und der Betrachter schaut von unten auf die Figuren hinauf. Dies suggeriert Dominanz
und Macht. Der Betrachter wird eingeschüchtert und fühlt sich kleiner.“ Außerdem
achten sollte man bei einer Bildinterpretation auf folgendes:

Das Sujet und das zentrale Motiv des Bildes: Nicht immer liegt das Hauptaugenmerk
auch im Vordergrund des Bildes.

- Welches ist die hauptsächliche Darstellungsebene?


- Gibt es noch weitere wichtige Nebendarstellungen?
- Gibt es Symbole, wie Kreuze oder Vögel im Bild?
Die Komposition:
Wie ist das Bild aufgebaut? Verschiedene Bildausschnitte erzielen nämlich
unterschiedliche Wirkungen.
Ist das zentrale Motiv in einem räumlichen Rahmen platziert oder ist es freistehend?
Die Komposition kann symmetrisch, asymmetrisch oder einseitig-asymmetrisch sein.

Blickführung:
Die Blickführung ist wichtig, denn sie entscheidet, wie der Betrachter das Bild
wahrnimmt. Die Blickführung kann diagonal oder senkrecht sein.

Sonstige Details:
- Was fällt sonst noch auf?
- In welchem Stil ist das Bild gemalt?
- Ist es eher düster, romantisch oder abstrakt?
- Hat es Tiefe, z.B. durch Licht und Schatten oder ist es flächig und
eindimensional?

Ein gelungenes Beispiel für den Hauptteil einer Bildbeschreibungung des Gemäldes
„Der arme Poet“ von Carl Spitzweg:

„Das Bild zeigt einen Mann, der in einer Dachstube auf einer Matratze liegt. Der
Dachboden ist spärlich eingerichtet. Auf der linken Seite sieht man ein Fenster, dass
das Zimmer beleuchtet. Rechts hängt ein Regenschirm vom Dach, der den Schlafplatz
des Mannes trocken hält. Das Dach ist wahrscheinlich undicht und Regen dringt
hindurch. Im Vordergrund fällt links der Kachelofen und die Flasche mit Kerze und
Schüssel auf. Im Ofen liegen Manuskripte, die offenbar wertlos sind. Außerdem ist
auffällig, dass im Ofen kein Feuer brennt, obwohl es anscheinend kalt ist. Im
Mittelgrund sieht man Bücher und zwei Schachteln, auf denen ein Tintenfass steht.
Aufgrund des Titels liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Mann um einen
Dichter handelt. Der Mann ist das zentrale Motiv des Bildes. Er trägt eine weiße Mütze
und Brille und liegt unter einer Decke und lehnt sich an zwei große Kissen an. Er
scheint zu arbeiten. Im Mittelgrund sieht man auch einen Regenschirm und links einen
Zylinder. Vor dem Ofen liegt ein Stiefelknecht. Im Hintergrund befindet kleines
Fenster. Vor dem Fenster hängt eine Wäscheleine samt Handtuch. Durch das Fenster
sieht man Schnee bedeckte Dächer. Es ist Tag. Der Betrachter ist mit dem Poeten auf
Augenhöhe, in einer Normalperspektive. Die Farben sind in einem warmen grünen
Ton gehalten, was einen Kontrast zur Kälte darstellt. Die spartanische Einrichtung,
das undichte Dach und der nicht beheizte Ofen, deuten, neben dem Titel, auf die
Armut des Dichters hin.“

5. Der Schlussteil
Hier gehört eine kurze Zusammenfassung des Hauptteils und wesentlichen
Merkmale des Bildes hinein. Eventuell ist auch eine kurze eigene Meinung zum Bild
und seiner Wirkung notwendig. Außerdem sollte die Intention des Künstlers
beantwortet werden, d.h. warum wurde das Bild vom Künstler so dargestellt und was
möchte er damit aussagen?

Befolgt man all diese Tipps, wird die nächste Bildinterpretation oder Bildbeschreibung
einfach von Hand gehen. Garantiert :)
Aufbau einer Bildbeschreibung

1. Thema
• Dieses Bild.............
• Wahrscheinlich wollte der Maler.......................
2. Hintergrund
• Gebäude, Natur, Personen, Farben
• Stimmung: Was drückt sie aus?
3. Vordergrund
• Was ist zu sehen?
• Was denken Sie wird hier dargestellt?
• Was geht wohl in den Menschen vor?
4. Beschreibung von Details Aussehen, Körperhaltung, Gedanken, Gefühle
• Bezug zum Thema
5. Abschluss
• Was denken Sie darüber?

Bildbeschreibung
Sieh dir das Bild (Foto, Zeichnung. Gemälde, Holzschnitt... ), das du
beschreiben sollst, genau an, ehe du mit der Beschreibung beginnst. Das
Wesentliche, der Kem des Bildes, wird dir bald klar werden. Aber auch scheinbar
Nebensächliches musst du beachten. Die Beschreibung, kannst du darin wie folgt
aufbauen:
• Einleitung (wie die Einleitung einer Inhaltsangab•e •) Art des Bildes
(Foto ... Künstler (Name ... ), Bildtitel (wenn bekannt), Bildinhalt in einem
ersten Überblick.
• Hauptteil Einzelheiten des Bildes in ihrer Beziehung zueinander und in
einer sinnvollen Reihenfolge.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder behandelst du zuerst den Kem


ausführlich und gehst dann auf das weniger Wichtige ein, oder du gehst vom
Nebensächlichen aus und arbeitest dich zielstrebig zum Wesentlichen vor.

Bei der Nennung der Einzelteile des Bildes ist es notwendig ihre Lage im Bild
anzugeben:
• oberer, unterer, rechter, linker Bildrand
• obere, untere, rechte, linke Bildhälfte
• Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund

Wichtig ist auch, aus welcher Perspektive das Bild dargestellt ist:
• Vogelperspektive
• Froschperspektive
• Normalperspektive
Die Sprache ist sachlich feststehend, ohne persönliche Empfindungen. Beim
künstlerisch wertvollen Bild kommt es darauf an, die Formen, Farben. Linien unter
Berücksichtigung der Lichtverhältnisse zu erlassen. Deshalb wird bei einem solchen
Bild die Sprache auch Eindrücke, Stimmungen, Wertungen enthalten. Die
Bildbeschreibung wird im Präsens geschrieben.

Schluss
• Bei einem realistischen Bild kann dieser Teil fehlen.
• Bei einem künstlerischen Bild enthält dieser Teil Aussagen zur Wirkung des
Bildes auf den Betrachter.
• Warum ist die Darstellung so und nicht anders?
• Welche Absicht hat der Künstler?
• Welche Wirkung hat das Bild auf mich?
• Welche Wirkung hat das Bild vermutlich auf andere Menschen?
Bildbeschreibung Gibraltar

Diese Zeichnung aus einem Erdkundebuch zeigt uns den Felsen von Gibraltar.

Der Felsblock in einer Meerenge fällt auf der linken Seite steil ab, während er nach
rechts sanft ausläuft und eine Landzunge bildet, auf der ein kleines Hafenstädtchen
mit niedrigen Häusern liegt.

Über eine Landbrücke erreicht man das Festland, das dicht bewaldet ist und tropische
Kakteenarten zeigt

Am rechten Bildrand erhebt sich eine verlassene Burgruine.

Links davon führt ein Weg von der Küste steil bergan, Auf ihm treibt ein Bauer ein
Ochsengespann an, das einen zweirädrigen Karren mit einem großen Weinfass zieht.
Eine Frau mit einem Wasserkrug auf dem Kopf geht nebenher.

Der linke Bildrand wird durch eine riesige Korkeiche begrenzt. Zwei Arbeiter schälen
diese Eiche mit Äxten und Brecheisen und rollen die abgelösten Rindenteile in Ballen
zusammen.

Im Hintergrund, gar nicht so weit entfernt, zieht sich die felsige Küste Afrikas hin.

Eine Bildbeschreibung beim künstlerischen Bild noch eher als bei einer Skizze, kann
nie vollständig sein. Dem einen ist dies wichtig, dem anderen das.
Die hier abgedruckten Beispiele stellen ein gesundes Mittelmaß dar, ohne allerdings
auf Wesentliches zu verzichten.
Bildbeschreibung
Gerhard Marcks: Nächtliche Fahrt

Der schwarzweiße Holzschnitt von G. Marcks zeigt ein Segelschiff mit vier Mann
Besatzung, das über ein vom Mond beschienenes Meer ruhig dahin gleitet.

Der Horizont teilt das Bild in zwei Abschnitte, unten zum größeren Teil das Meer, oben
zum kleineren Teil der Himmel.

Von der noch erkennbaren vollen Größe der Mondscheibe erscheint nur eine Sichel,
welche die ungewöhnliche Form einer Schale oder einer Wiege hat. Ruhig verbreitet
diese Mondsichel ihr Licht in einem breiten Lichtstrahl über das Wasser hin.

Dort fährt ein langes dunkles Boot gerade aus dem Lichtstrahl heraus. Zwei Männer
sitzen auf dem vom Mond beschienenen Teil des Bootes, während zwei andere schon
in die Dunkelheit eingetaucht sind Das Dreieckssegel des Bootes, sichelförmig
gebogen, treibt das Boot vorwärts.

Die Linienführung des Bildes ist auffällig. Es gibt ruhige und unruhige Flächen. Ruhig
wirken die Mondsichel, der in feinen waagerechten Strichen angedeutete
Dunstschleier des Himmels, das Boot, die vier Männer auf ihm, das Segel, das durch
ebenso waagerechte Linien angedeutet ist wie der Himmel. Unruhig wirken dagegen
die leichten Wellen des Meeres.

Mit den ruhigen und unruhigen Flächen vermischen sich helle und dunkle Flächen.
Der helle Mond auf dem ruhigen Himmel, der helle Lichtstrahl auf dem unruhigen
Meer.

Der schwarze Schiffsrumpf durchquert das unruhige Meer. Die Männer hätten wohl
Grund, das Gefährliche der Fahrt zu spüren. Aber es wirkt doch beruhigend, dass zwei
von ihnen im Licht sitzen und dass das helle Segel bis in die ruhige Fläche des
Himmels hineinragt. Die Bedrohung des Menschen wird klein angesichts des ruhigen
milden Mondlichtes.
Gegenstandsbeschreibung

Die Gegenstandsbeschreibung nennt:


• Merkmale (Farbe, Form. Größe ...
• Besonderheiten (Namenszug, Kratzer. Aufkleber...
• Einzelteile (Räder, Hebel. Ketten) und ihr Zusammenspiel,
• Funktionsweisen eines Gegenstandes (zum Schneider, Schreiben,
Nähen..),

und zwar so genau, dass man sich auch ohne Bild eine Vorstellung von dem
Gegenstand machen kann, ihn unter ähnlichen Gegenständen herausfindet
und ihn bei einer Verlustanzeige eindeutig als sein Eigentum bezeichnen kann.
Die Reihenfolge innerhalb der Beschreibung folgt am besten einer räumlichen

Anordnung:
- von außen nach innen
- von vorne nach hinten
- von links nach rechts
- von unten nach oben
- von der Mitte zu den Seiten

Das alles ist auch in umgekehrter Reihenfolge möglich Wichtig ist nur, dass
eine einmal gewählte Reihenfolge auch beibehalten wird. Nichts ist
verwirrender als ständiges Hin- und Herspringen.

Gegenstandsbeschreibung
Thermometer
Das Thermometer besteht aus einem etwa 15 cm langen, 3 cm breiten und 1
ein dicken Holzbrett, welches hinten roh und vorne in Holzfarbe lackiert ist. Auf
dem Holzbrett ist eine etwa 11 ein lange Glasröhre mit zwei Metallklemmen
befestigt.
Unten ist die Glasröhre kugelförmig erweitert. Die nach oben führende
Kapillarröhre ist am Ende zusammengeschmolzen und zu einem Dom
umgebogen, der in eine Vertiefung des Holzbrettes eingreift. Damit ist die Röhre
gegen Verrutschen gesichert. Die untere Glaskugel ist mit einer blauen
Flüssigkeit gefüllt, die sich bei Wärme wie Quecksilber ausdehnt und in der
Kapillarröhre aufsteigt. Diese Kugel ist mit einem kleinen Schutzgitter gegen
Stoß gesichert.
Links und rechts der Glasröhre ist eine Maßeinteilung aufgezeichnet. Links führt
die Gradeinteilung mit roten Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an
abwärts bis zu minus 30 Grad Celsius. Rechts geht die Gradeinteilung in
schwarzen Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an aufwärts bis zu plus
50 Grad Celsius. Beide Gradeinteilungen gehen jeweils in Zehnerschritten vor.
An der Rückseite der Holzleiste dient ein kleiner Aufhänger dazu, das
Thermometer an einer Zimmerwand aufzuhängen.
Vorgangsbeschreibung

Die Vorgangsbeschreibung beschreibt Vorgänge, die immer in gleicher Weise


ablaufen im Gegensatz zu einem Bericht, der einen einmaligen Vorgang
darstellt. Das Tempus der Vorgangsbeschreibung ist deshalb das Präsens.

Vorgangsbeschreibungen können sein:


• Bedienungsanleitungen für technische Geräte,
• Arbeitsanleitungen für Bastler,
• Gebrauchsanweisungen für Produkte.
• Spielanweisungen (Spielregeln)für Gesellschaftsspiele, • Arbeitsabläufe im
Haushalt.

Die Gliederung des Aufsatzes richtet sich nach der zeitlichen Abfolge des
Vorgangs. Da die Form des Imperativs zu aufdringlich wäre, verwendet man
meistens zwei andere Formen des Verbs:
• die verallgemeinernde Form mit "man": Man legt zuerst...
• den Infinitiv- Papier so legen, dass...

Einen Knopf annähen

Ist ein Knopf von einer Jacke abgegangen, so holt man sich Nähnadel, Faden
und Schere und wenn möglich auch einen Einfädler. Dann zieht man die Jacke
aus und säubert die Stelle, wo der Knopf saß, von den alten Fäden. Danach
nimmt man die Nadel und steckt die aus Draht gebogene Schlinge des
Einfädlers durch das Nadelöhr. Darauf nimmt man einen ungefähr 50 cm langen
Faden, steckt ihn in die Drahtschlinge und zieht den Einfädler wieder aus dem
Nadelöhr heraus.

Dann zieht man das Fadenende ungefähr 25 cm durch das Nadelöhr und bindet
die beiden Enden des Fadens mit einem Knoten zusammen. Nun hält man die
Stelle der Jacke, an welcher der Knopf saß, so, dass es einen kleinen Wulst
gibt. In diesen sticht man so flach hinein, dass die Nadel im Inneren der Jacke
nicht zu sehen ist.
Dann zieht man Nadel und Faden bis auf den Knoten hindurch. Nun sticht man
von unten in das eine Loch des Knopfes und in das nächstliegende von oben
und gleichzeitig auch wieder flach durch den Stoff. Das wiederholt man so oft,
bis der Knopf festsitzt. Dann wickelt man den Faden unter dem Knopf ein paar
Mal um sich selbst, sticht nochmals flach durch den Stoff und schneidet den
Faden ab.

Jetzt legt man das Nähzeug weg und zieht die Jacke wieder an.