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Zusätzliche Maßnahmen

Dichtheitsprüfungen D 233

gegen die Gefahr des
Ertrinkens

von Rohrleitungen ● Einsatz eines zusätzlichen


zweiten Rohrabsperrgerätes.
● Geräteinnendruck an beiden
Rohrabsperrgeräten ständig
kontrollieren.
● Bei Versagen eines Rohrab-
sperrgerätes (z.B. Absinken des
Geräteinnendruckes) müssen die
Personen den Gefahrenbereich
verlassen.

Schutzmaßnahmen ● Zimmermannsmäßigen Verbau


als Ausschubsicherung mit einem
Leitungsdruck Sicherheitsfaktor von 1,5 berech-
● Höchstzulässigen Leitungs– nen.
 druck nicht überschreiten (druck- ● Beim Einsatz von pneuma-
lose Füllung der Leitung). tischen Rohrabsperrgeräten,
● Bei Druckprüfungen mit Luft -blasen und -kissen darf der volle
 Druckbegrenzungsventil ein- Geräteinnendruck erst aufge-
setzen. bracht werden, wenn sich keine
Personen im Gefahrenbereich auf-
Einbau des halten.
Rohrabsperrgerätes
 ● Rohrabsperrgeräte außerhalb Druckprüfungen
der Rohrleitung auf Beschädigung ● Der Aufsichtführende muss
und Dichtheit kontrollieren. während der Druckprüfung auf
Allgemeines Arbeitsvorbereitung Rohrabsperrgerät ● Rohrabsperrgeräte nur an den der Baustelle ständig anwesend
● Geeignetes Rohrabsperrgerät vom Hersteller vorgesehenen sein.
● Für Dichtheitsprüfungen von Rohrleitung  auswählen nach Anschlagpunkten anschlagen und ● Prüfdruck von außerhalb des
Rohrleitungen müssen bei der ● Form, Größe/Durchmesser – Form und Beschaffenheit der ablassen. Gefahrenbereiches ablesen.
Arbeitsvorbereitung besondere der abzusperrenden Leitung über- abzusperrenden Leitung, ● Rohrabsperrgerät auf voller ● Mit Luft gefüllte Absperrblasen
Einsatzbedingungen und Gefähr- prüfen. – Rohrdurchmesser, Länge und achsenparallel ins oder Absperrkissen in umschlos-
dungen berücksichtigt werden. ● Rohrinnenwand im Einsatz - – Leitungsdruck. Rohr einsetzen. senen Räumen (Rohrleitung oder
● Durch das unkontrollierte bereich des Rohrabsperrgerätes ● Angaben des Rohrabsperr- ● Anschließen der vom Hersteller Schachtbauwerk) nur dann ein-
Verschieben oder das Versagen reinigen. geräteherstellers beachten. gelieferten oder einer vergleich- setzten, wenn sich innerhalb
eines Rohrabsperrgerätes ● Rohrleitung im Einsatzbereich ● Anzahl der erforderlichen Rohr- baren Steuereinheit mit Druckbe- dieser keine Personen aufhalten.
(z.B. Platzen einer Absperrblase) des Rohrabsperrgerätes auf absperrgeräte festlegen. grenzungsventil.
können für Personen im Bereich augenfällige Mängel (z.B. Risse, ● Kenndaten der Rohrabsperr- ● Dichtkörper nur bis zum Anlie- Ausbau
der Absperrung folgende Gefähr- Grate, hervorstehende Bau- oder geräte feststellen: gen an die Rohrwandung füllen. ● Ausbau von
dungen entstehen: Montageteile) und Stabilität unter- – Querschnittsform ● Nur ungefährliche, nicht brenn- Ausschubsicherung und Rohrab-
– vom Rohrabsperrgerät oder suchen. – Größe bare Füllgase und Flüssigkeiten sperrgerät erst beginnen, wenn
Verbau- und Montageteilen ● Ggf. Entfernen von Uneben- – Nennweite (Nennweitenbereich) verwenden. der Leitungsdruck vollständig
getroffen werden, heiten, Graten, Hindernissen. – maximal zulässiger Geräte- ● Pressteller mit dem vorge- abgebaut ist.
– Ertrinken bei Überflutung des ● Möglichen und/oder zugelasse- innendruck schriebenen Drehmoment so weit
Weitere Informationen:
Arbeitsbereiches, nen Leitungsdruck ermitteln – maximal zulässiger Leitungs- zusammenschrauben, bis Dich- Prüfung
– Ersticken/Vergiften durch das (z.B. Angaben des Rohrherstel- druck tung das Rohr abdichtet (mecha- ● Geräte und Anlagen sind BGV C22 „Bauarbeiten“
entsprechend den Einsatzbe- BGR 117-1 „Behälter, Silos und enge
plötzliche Freiwerden von lers, Höhendifferenz zwischen ● Sicherheitsventile und Mano- nische Rohrabsperrgeräte). Räume“
Gasen aus der abgesperrten Tief- und Hochschacht). meter verwenden. ● Einbau einer geeigneten form- dingungen und den betrieblichen BGR 126 „Sicherheitsregeln für Arbeiten
Leitung, ● Nicht überdeckte Leitungen ● Nur solche Rohrabsperrgeräte schlüssigen Sicherung gegen Verhältnissen durch befähigte in umschlossenen Räumen von abwasser-
technischen Anlagen“
– Knall- und/oder Drucktrauma, ggf. gegen unzulässig axiale verwenden, die von befähigten Ausschub  und unkontrolliertes Personen auf ihren arbeits- BGR 236 „Rohrleitungsbauarbeiten“
z.B. beim Zerplatzen eines Bewegung sichern. Personen geprüft wurden. Verschieben infolge Leitungs- sicheren Zustand zu prüfen. BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“
pneumatischen Dichtkörpers. ➭ druck (z.B. Verbau). BGI 802 „Sicherheitshinweise für die
Arbeit mit provisorischen Rohrabsperr-
geräten“

07/2010