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Technische Universität Hamburg-Harburg

Prof. Dr. Manfred Kasper

„Elektrotechnik I“

Hinweise
 Das Bearbeiten von Aufgaben vor dem Startsignal oder nach dem Endsignal führt ohne
weitere Warnung zum sofortigen Ausschluss von der Prüfung. Dies gilt auch für das
Schreiben des Namens und der Matrikelnummer nach dem Endsignal.
 Sowohl das Anbieten als auch das Annehmen von Hilfe sowie jegliche Verletzung der
Universitätsordnungen und –richtlinien werden geahndet.
 Schreiben Sie Ihre Lösungen so, dass der Lösungsweg klar erkennbar ist. Alle Lö-
sungsschritte müssen vollständig und konsistent sein. Das Endergebnis (Endwert) soll-
te als solches eindeutig gekennzeichnet sein.
 Benutzen Sie dieses Blatt als Deckblatt für Ihre eigenen Lösungen. Verwenden Sie für
jede Aufgabe ein neues Blatt. Schreiben Sie Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer
oben rechts auf jedes einzelne Blatt.

Mit dem Schreiben meines Namens akzeptiere ich die Prüfungsbedingungen:

Vorname: Nachname:
Matr.-Nr.: _________________ Semester: _____________

Studiengang:  AIW  ET  IIW  MEC


 andere _________________________

Prüfungsdauer: 110 Minuten

1 2 3 
Max. 40 30 30 100
Punktzahl
Erreichte
Punktzahl

Erlaubte Hilfsmittel: Skriptum (Vorlesungsmitschrift), 4 Seiten eigene Formelsamm-


lung, nicht-programmierbarer Taschenrechner (ohne Grafik)
Verbotene Hilfsmittel: Kommunikationsgeräte (Telefone etc.), Computer (Palmtop,
Laptop, etc.)

22. Februar 2011


Aufgabe 1 (40 Punkte)

Bei dieser Aufgabe kann mehr als eine Antwort richtig sein.
Kreuzen Sie richtige Antworten so an: 
( wird auch akzeptiert).
Bei Korrekturen schwärzen Sie das ganze Kästchen eindeutig.
Einige Fragen verlangen als Antwort einen von Ihnen zu berechnenden Wert.
Tragen Sie diesen in das Kästchen (mit Einheit) ein.
Wenn Sie sich geirrt haben, streichen Sie das vorgedruckte Kästchen durch und
schreiben den korrigierten Wert in ein selbstgemachtes Kästchen daneben.
___________________________________________________________________
a.)
Ein Kondensator von 1 µF wird mit einem konstanten Strom von 1 mA geladen. Die
Spannung an seinen Anschlüssen ändert sich dabei in einer Sekunde um ...
 1000 V.
 1 mV.
 1 µV.
___________________________________________________________________
b.)
Bei einem idealen Plattenkondensator wird der Plattenabstand verdoppelt.
Wie verhält sich die Kapazität?
 Sie verdoppelt sich.
 Sie halbiert sich.
 Sie vervierfacht sich.
___________________________________________________________________
c.)
Welche Leistung setzt ein Widerstand von 25  bei einer Spannung von 10 V in
Wärme um?
 250 W
 2,5 W
4W
___________________________________________________________________
d.)
33 parallel geschaltete Spulen von jeweils 33 mH haben eine Gesamtinduktivität
von...
 1089 mH
 1 mH
 33 mH
___________________________________________________________________
e.)
Zwei parallele Drähte, die in gleicher Richtung von einem Strom durchflossen wer-
den, ...
 ziehen sich gegenseitig an.
 üben keine Kraft aufeinander aus.
 stoßen sich gegenseitig ab.
___________________________________________________________________
f.)
Ein Elektron fliegt in einem homogen E-Feld und gleichzeitig in einem homogenen
H-Feld.
Der Geschwindigkeitsvektor und die beiden Feldvektoren haben bei t = 0 die gleiche
Richtung. Was passiert bei t > 0 ?
 Das Elektron wird linear beschleunigt.
 Das Elektron fliegt auf einer schraubenförmigen Bahn.
 Das Elektron wird linear gebremst.
___________________________________________________________________
g.)
In der elektrischen Ersatzschaltung für einen magnetischen Kreis entspricht der
magnetische Fluss...
 dem Strom.
 der Durchflutung.
 der Stromdichte.
___________________________________________________________________
h.)
Ein Elektron wird durch ein E-Feld (E= 10 kV/m) zwischen zwei Kondensatorplatten
beschleunigt.
Welche kinetische Energie gewinnt es dabei pro Meter Weg?
( qe = 1,6 10-19 As , me = 9,110-31 kg )
 9,110-28 Nm
 1,610-15 Nm
 1,610-16 Nm
 1,610-16 Js
 1,610-15 Ws
___________________________________________________________________
i.)
Wie groß ist die Gesamtkapazität dieser Schaltung?

 20 µF
 21,66 µF
 30 µF
 45 µF
___________________________________________________________________
j.)
An einem Widerstand liegt eine Spannung von 230 V.
In ihm wird dabei eine Leistung von 40 W in Wärme umgesetzt. Auf welchen Wert
ändert sich die Leistung bei einer Spannung von 250 V ?
 (250 V / 230 V)
 (250 V / 230 V)2
 (250 V / 230 V)2 40 W
 (250 V  40 W) / 230 V
___________________________________________________________________
k.)
Zwei Ladungen (Q1 = +2 mC und Q2 = -2 mC) befinden sich im Abstand von 10 cm
im Vakuum.
Wie groß ist der Betrag des E-Feldes in der Mitte zwischen den beiden Ladungen ?
 1,6 V/m
 7,19108 V/m
 1,441010 V/m
 0 V/m
___________________________________________________________________
l.)
Gegeben sei ein homogenes B-Feld in x-Richtung (Bx = 1 T).

 
Berechnen Sie das Umlaufintegral CB ds für den gezeigten Weg.
Welche Aussage ist richtig ?
 
 Das Umlaufintegral kann nicht berechnet werden. Es ist nur CH ds definiert. Es
fehlt die Permeabilität.
 
 Das Integral ist null, da A B dA  0 gilt.
 Das Umlaufintegral ist = 4 Tm
 Das Umlaufintegral ist null weil sich die einzelnen Abschnitte aufheben.
___________________________________________________________________
m.)
Zwei anfänglich ungeladene, in Reihe geschaltete Kondensatoren C1 und C2
(C1 > C2) werden durch eine Batterie geladen.
Was ist richtig ?
 Die Ladung auf C1 ist größer als die auf C2.
 Die Ladung auf C1 ist kleiner als die auf C2.
 Die Spannung an C1 ist größer als die an C2.
 Die Spannung an C1 ist kleiner als die an C2.
 Die Ladungen auf beiden Kondensatoren sind gleich groß.
 Die Spannungen an beiden Kondensatoren sind gleich groß.
___________________________________________________________________
n.)
Der Widerstand eines Platindrahtes beträgt 2  bei T = 20 °C.
Er besitzt einen Temperaturkoeffizienten von  = 410-3 / K.
Berechnen Sie den Widerstand bei der Temperatur T = 52 °C.

___________________________________________________________________
o.)
Durch eine (als lang angenommene) Zylinderspule (=Solenoid) ohne Kern fließt ein
Strom von I = 10 A.
Die Spulenlänge ist l = 40 cm, die Querschnittsfläche ist A = 20 cm2.
Berechnen Sie die Anzahl der Windungen, die notwendig ist, um eine magnetische
Flussdichte von B = 0,05 T in ihrer Mitte zu erreichen.

___________________________________________________________________
p.)
Ein zylindrischer Becher habe eine Höhe von 5 cm und eine Öffnung von 2 cm
Durchmesser. Berechnen Sie den magnetischen Fluss  (Betrag) durch alle Wan-
dungen des Bechers, wenn die Flussdichte in der Öffnungsebene B = 1 T ist und
senkrecht zur Öffnung steht.

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q.)
Zwei gleiche Punktladungen haben einen Abstand von 4 cm.
Was ist richtig, wenn der Abstand halbiert wird ?
 Die Kraft, die die Ladungen aufeinander ausüben, halbiert sich.
 Die Ladungen üben keine Kraft aufeinander aus.
 Die Kraft, die die Ladungen aufeinander ausüben, verdoppelt sich.
 Die Kraft, die die Ladungen aufeinander ausüben, vervierfacht sich.
 Die Kraft, die die Ladungen aufeinander ausüben, versechzehnfacht sich.
___________________________________________________________________
r.)
An der Oberfläche eines Leiters sei ein E-Feld vorhanden.
Was ist richtig ?
 Außerhalb des Leiters liegt der Feldvektor tangential zur Oberfläche.
 Außerhalb des Leiters steht der Feldvektor senkrecht auf der Oberfläche.
 Die tangentiale und normale Komponente sind stetig.
 Die tangentiale Komponente des Feldes ist im Leiter gleich null.
 Die normale Komponente des Feldes ist im Leiter gleich null.
Aufgabe 2 Knotenpotentialverfahren (30 Punkte)

I02

2 3
U3 G5
1

G3 G6
U03
I01 G1 G2 G4 G7

Abbildung 1: Netzwerk

a) Bestimmen Sie mit Hilfe des Knotenpotentialverfahrens das lineare Gleichungs-


system für das Netzwerk in Abbildung 1. Verwenden Sie hierzu ausschließlich die
Knotennummerierung und Bezeichnungen die in der Abbildung gegeben sind.

In allen folgenden Teilaufgaben b) – d) wird der Leitwert G1 durch einen Kurzschluss


ersetzt.

b) Zeichnen Sie das vereinfachte Netzwerk und bestimmen Sie dafür das lineare
Gleichungssystem mit Hilfe des Knotenpotentialverfahrens.

Verwenden Sie für die nachfolgenden Teilfragen c) und d) die folgenden Werte:
G2  G5  G6  1S , G4  G7  2S , G1   , I 01  2A , I 02  3A , U 03  10V

c) Bestimmen Sie die in Abbildung 1 eingezeichnete Spannung U 3 in Abhängigkeit


des Leitwerts G3 .

d) Wie müssen die Werte U 0 und Ri der äquivalente Ersatzschaltung in Abbildung 2


dimensioniert sein, damit am Leitwert G3 die Spannung U 3 mit der aus Aufgaben-
teil c) übereinstimmt.
Ri

I3

U0 G3 U3

Abbildung 2: Ersatzschaltung
Aufgabe 3 Magnetischer Kreis (30 Punkte)

d
 r 1 r1

r2
Rm3
s2

Rm4 Rm4
l Rm2
2
s1 Rm1 Rm1
1

Abb. 1a): Eisenkern, Ansicht und Querschnitt Abb.1b): Ersatzschaltung

a) Der in Abb. 1a) dargestellte Eisenkern wird als magnetischer Kreis durch die elekt-
rische Ersatzschaltung in Abb. 1b) repräsentiert. Berechnen Sie die magnetischen
Widerstände Rm1, Rm2, Rm3, Rm4 für die Werte: r1=6cm; r2=4cm, l=10cm, s1=4cm,
s2=4cm, d=1cm, r=1000.

b) Berechnen Sie den magnetischen Fluss 2 im Schenkel 2, wenn der magnetische


Fluss im Schenkel 1 1=0,5·10-4 Vs beträgt.
 r 1
Verwenden Sie für die folgenden Unteraufgaben c)
und d) den magnetischen Kreis aus Abb. 2, der
zwei Wicklungen mit den Windungszahlen N1=100
und N2=100 trägt. Die magnetischen Widerstände
sind jetzt mit den folgenden Werten gegeben: N2
A A
Rm1  1 105 , Rm2  5  104 ,
Vs Vs
A A A
Rm3  3 105 , Rm4  1 105 , Rm,Anker  2  105
Vs Vs Vs

c) Zeichnen Sie die elektrische Ersatzschaltung


des magnetischen Kreises (Abb. 2) und be-
rechnen Sie die Induktivität L1 der Wicklung 1.
I1 N1
d) Berechnen Sie die gegenseitige Induktivität M Abb.2: Magnetischer Kreis mit Anker
zwischen den Wicklung 1 und 2.

e) Lässt sich der Koppelfaktor k durch Änderung der Windungszahlen N1 bzw. N2


erhöhen? Begründen Sie Ihre Antwort.