Sie sind auf Seite 1von 148

Betriebsanleitung

Steuerung
MMC4000
V3

MS60024/05D
© 2019 MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg
Originalpublikation wurde in deutscher Sprache erstellt.
Diese Publikation einschließlich aller ihrer Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung oder Nutzung bedarf der vor-
herigen schriftlichen Zustimmung der MTU Onsite Energy GmbH. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Verbreitung, Bear-
beitung, Übersetzung, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und/oder Verarbeitung in elektronischen Systemen, ein-
schließlich Datenbanken und Online-Diensten.
Alle Informationen dieser Publikation stellen den zum Zeitpunkt des Erscheinens jeweils neuesten Stand dar. MTU Onsite Ener-
gy GmbH behält sich das Recht vor, bei Bedarf Änderungen, Löschungen oder Ergänzungen der bereitgestellten Informationen
oder Daten durchzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Sicherheit 8 Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü
1.1 Sicherheitshinweise 5 8.1 Motorübersicht 42
8.2 Elektrische Daten 43
2 Allgemein 8.3 Grid Code (optional) 44
8.4 Laststufensteuerung (optional) 45
2.1 Installation 6 8.5 Energiemessmodul EMM 47
2.2 Systembeschreibung MMC 7 8.6 Spannungs-/ Cosphi-Regler 48
2.3 Systembeschreibung MIP 8 8.7 Generatordaten 50
2.4 Sicherheitskette 9 8.8 Leistungsreduzierung (optional) 51
2.5 CPU 10 8.9 Wassersystem 52
2.6 Selektivität der Schutzorgane 11 8.10 Gassystem 54
2.7 Schaltplandokumentation 12 8.11 Gassystem – Eingasbetrieb 55
2.8 Modulsteuerschrank 13 8.12 Gassystem – Zweigasbetrieb mit nur einer
2.9 Batterieabschaltung 14 Gasregelstrecke (optional) 56
2.10 Kritische Störmeldungen 15 8.13 Gassystem – Zweigasbetrieb mit zwei
Gasregelstrecken (optional) 57
3 Wartung 8.14 Gasverdichter (optional) 58
8.15 Gasverdichter über Frequenzumrichter
3.1 Wartung 16
(optional) 59
8.16 Gasdichtheitstest 60
4 Startablauf und Stoppablauf
8.17 Ölsystem 61
4.1 Start der Anlage 17 8.18 Störmeldungen 64
4.2 Anlage stoppen 19 8.19 Betriebsmeldungen 65
4.3 NOT-HALT 20 8.20 Alarmlogger 66
8.21 Leistungsregler 69
5 Betriebsarten 8.22 Leistungsregler – Herkunft des Sollwertes 70
8.23 Leistungsregler – Handbetrieb 71
5.1 Betriebsart Handbetrieb 21 8.24 Leistungsregler – Automatikbetrieb 72
5.2 Betriebsart Automatikbetrieb 22 8.25 Start-/Stoppablauf 75
5.3 Netzersatzbetrieb 23 8.26 Reinigungsfenster 77
5.4 Netzersatzbetrieb über externe Leittechnik 24 8.27 Servicemenü 78
5.5 Netzzuschaltung 25
9 Bedienung und Visualisierung -
6 Potentialfreie Kontakte Zusatzfunktionen
6.1 Potentialfreie Kontakte – Allgemein 26 9.1 Übersicht Zusatzfunktionen 79
6.2 Potentialfreie Kontakte – MIP 27 9.2 Wassertemperaturregler (optional) 80
6.3 Potentialfreie Kontakte – MMC 28 9.3 Wassertemperaturregler über zwei
Regelkreise (optional) 82
7 Bedienung und Visualisierung - Allgemein 9.4 Gemischwasserregler (optional) 84
DCL-ID: 0000038395 - 006

9.5 Gemischlüfter und Pumpe (optional) 85


7.1 Wahlschalter / Taster / NOT-HALT 29 9.6 Notkühlwasserregler (optional) 89
7.2 Display 31 9.7 Notkühlerlüfter und Pumpe (optional) 90
7.3 Parametereingabe 32 9.8 Raumtemperaturregler (optional) 94
7.4 Beschreibung der Menüleiste 33 9.9 Raumlüftersteuerung (optional) 95
7.5 Login 37 9.10 CH4-Regelung (optional) 99
7.6 Bedienung und Visualisierung –
9.11 Gasbehälter (optional) 101
Hauptmenü 39
9.12 Netzbezugsregelung (optional) 103
7.7 Anlagenübersicht 40
9.13 Abgas-/Bypassklappensteuerung (optional) 106
7.8 Zählerstand 41

MS60024/05D 2019-03 | Inhaltsverzeichnis | 3


9.14 Wärmebetrieb Motor (optional) 107 9.28 Datensicherung 132
9.15 Wärmebetrieb Kessel (optional) 111 9.29 Heizwasser (optional) 134
9.16 Außentemperaturverschiebung (optional) 112 9.30 Zusatzregler (optional) 135
9.17 Pufferspeicher (optional) 113
9.18 Zeitschaltuhr (optional) 114 10 Anhang A
9.19 SMS/E-Mail (optional) 117
9.20 Externe Kommunikation (optional) 119 10.1 Übersetzungen in der Landessprache 136
9.21 M-Graph: Einzelkanal 121 10.2 Abkürzungsverzeichnis 144
9.22 M-Graph: Anlage Sekundengraph 123 10.3 MTU Onsite Energy - Ansprechpartner/
9.23 M-Graph: Anlage Tagesverlauf 125 Servicepartner 145
9.24 Screenshot Funktion 127
9.25 Lastteiler Inselparallelbetrieb 128 11 Anhang B
9.26 Parameter Lastteiler 130
11.1 Abbildungsverzeichnis 146
9.27 Parameter Frequenzregler 131
11.2 Index 147

DCL-ID: 0000038395 - 006

4 | Inhaltsverzeichnis | MS60024/05D 2019-03


1 Sicherheit
1.1 Sicherheitshinweise
• Die Bedienung der Anlage ist nur durch befugtes Personal des Betreibers zugelassen. Wartungs- und
Schaltarbeiten durch Fremdpersonal sind nur im Beisein des befugten Betreiberpersonals zulässig.
• Bei Arbeiten an der Schaltanlage sind die Vorschriften der Berufsgenossenschaft einzuhalten.
• Das Auswechseln von Sicherheitselementen ist nur befugtem Personal mit entsprechendem Werkzeug ge-
stattet.
• Die Wartungsvorschriften des Herstellers sind zu beachten.
TIM-ID: 0000061922 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Sicherheit | 5


2 Allgemein
2.1 Installation
Hierzu ist das aktuelle Dokument "Einbaurichtlinie" von MTU Onsite Energy zu beachten.

TIM-ID: 0000061926 - 001

6 | Allgemein | MS60024/05D 2019-03


2.2 Systembeschreibung MMC
• Industrie-PC (IPC) mit Touch-Screen
• Bedienelemente (Schlüsselschalter, Drucktaster, NOT-HALT-Taster)
• Erweiterungsbaugruppen der SPS-Steuerung mit digitalen und analogen Ein- und Ausgängen
• Schnittstellen zur Anbindung an externe Systeme (potentialfreie Kontakte)
• Ansteuerung der peripheren Antriebe über potentialfreie Kontakte oder Leistungsteile
TIM-ID: 0000061920 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Allgemein | 7


2.3 Systembeschreibung MIP
• NOT-HALT-Taster
• SPS, Programmierung nach IEC 61131-3
• EEM (Generator-/ und Netzschutz, Synchronisiereinrichtung)
• Kommunikation mit Motorregler ADEC und Motorüberwachung EMU über Hardware-Signale und CAN-Bus
• Schnittstelle zur Anbindung an externe Systeme (potentialfreie Kontakte)
• Ansteuerung der Hilfsantriebe am Aggregat

TIM-ID: 0000061921 - 001

8 | Allgemein | MS60024/05D 2019-03


2.4 Sicherheitskette
Die Sicherheitskette ist mit zwei geprüften Sicherheitskombinationen ausgerüstet:
• Maschinen NOT-HALT-Sicherheitskette (z. B. STB, Sammel-NOT-HALT von SPS usw.)
• Hand NOT-HALT-Sicherheitskette (z. B. NOT_HALT am Aggregatschrank, Gebäude-NOT-HALT usw.)
Bei Auslösung einer der Sicherheitsketten werden die entsprechenden Antriebe deaktiviert (z. B. Gasventile
usw.). Bei einem Hand-NOT-HALT werden alle Antriebe deaktiviert.
TIM-ID: 0000061923 - 002

MS60024/05D 2019-03 | Allgemein | 9


2.5 CPU
Die CPU der SPS wird mit einem Watchdog überwacht. Wenn dieser einen Fehler erkennt, werden alle Aus-
gänge der SPS definiert abgeschaltet und die Sicherheitskette löst aus.
Die CPU kann nur durch einen Neuanlauf zurückgesetzt werden (Sicherungsautomat aus-/einschalten).
Wenn der Fehler wieder auftritt, muss der Service verständigt werden.

TIM-ID: 0000061924 - 001

10 | Allgemein | MS60024/05D 2019-03


2.6 Selektivität der Schutzorgane
Die Selektivität der Schutzorgane (Sicherungen, Leistungsschalter, etc.) ist in der Schaltanlage für den Kurz-
schlussstrom im Netzersatz- bzw. für den Netzparallelbetrieb ausgelegt.
Im Netzersatzbetrieb stehen jedoch nur die geringeren Kurzschlussströme der zugeschalteten Generatoren
zur Verfügung und die Selektivität der Schutzorgane ist eingeschränkt.
Es ist bauseitig sicherzustellen, dass in diesem Betriebszustand die Selektivität der Schutzorgane in der Ver-
braucherschaltanlage gewährleistet wird.
TIM-ID: 0000061925 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Allgemein | 11


2.7 Schaltplandokumentation
Die Schaltpläne werden für jede Anlage spezifisch angepasst. Folgende Dokumentationen stehen zur Verfü-
gung:
• Schaltpläne (Verdrahtungsplan)
• Kabellisten
• Materiallisten
• Klemmenpläne

TIM-ID: 0000061927 - 001

12 | Allgemein | MS60024/05D 2019-03


2.8 Modulsteuerschrank
Die Schaltschranktür ist möglichst geschlossen zu halten. Wenn die Anlage betrieben wird, muss die Schalt-
schranktür in jedem Fall geschlossen sein.
TIM-ID: 0000061929 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Allgemein | 13


2.9 Batterieabschaltung
Wenn das Batterieladegerät für längere Zeit (>5 h) nicht verfügbar ist, muss die Schraubsicherung (35 A) zur
Batterieanlage herausgedreht werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Tiefentladung der Steuerbatterien.

TIM-ID: 0000061930 - 001

14 | Allgemein | MS60024/05D 2019-03


2.10 Kritische Störmeldungen
Nr. Störmeldung Bedeutung Abhilfe
087 Generatorschalter Das Aggregat kann sich aufgrund eines Hand-Not-Halt nicht drücken!
lässt sich nicht öff- Schaltversagens nicht vom Netz trennen Generatorleistungsschalter von
nen und der Motor dreht weiter. Wenn diese Elektrofachkraft öffnen lassen.
Störung auftritt, darf die Anlage niemals
mit Hand-Not-Halt abgestellt werden. Ab-
stellen mit Hand-Not-Halt schalten die
Hilfsantriebe des Aggregats ab. Somit fin-
det keine Kühlung des Aggregats statt.
Überhitzung des Motors! Lebensgefahr
durch herausschleudernde Teile!
088 Generatorschalter Diese Störung ist eine Folge der Störmel- Hand-Not-Halt nicht drücken!
lässt sich nicht öff- dung 087. Nachdem die Störmeldung 087 Generatorleistungsschalter von
nen aufgetreten ist, kam zusätzlich eine abstel- Elektrofachkraft öffnen lassen.
Schleppbetrieb aktiv lende Störung. Das Aggregat befindet sich
im Schleppbetrieb und wird vom Netz an-
getrieben. Wenn diese Störung auftritt, darf
die Anlage niemals mit Hand-Not-Halt ab-
gestellt werden. Abstellen mit Hand-Not-
Halt schaltet die Hilfsantriebe des Aggrega-
tes ab. Somit findet keine Kühlung des Ag-
gregats statt. Überhitzung des Motors! Le-
bensgefahr durch herausschleudernde Tei-
le !
TIM-ID: 0000061919 - 002

MS60024/05D 2019-03 | Allgemein | 15


3 Wartung
3.1 Wartung
Die Zentraleinheit (SPS), der IPC und eine optionale USV (BR400) sind mit einer Batterie ausgestattet. Diese
Batterien müssen in regelmäßigen Intervallen gemäß Wartungsvorschrift gewechselt werden.
Bei den Schaltschranklüftungen und dem optionalen Schaltschrankkühlgerät müssen die Filter getauscht
werden.
Wartungsintervalle:
• Batteriewechsel Zentraleinheit (SPS) alle 4 Jahre oder bei Bedarf (siehe Plakette an der Schaltschranktür)
• Batteriewechsel IPC alle 2,5 Jahre (siehe Plakette an der Schaltschranktür)
• Wechsel der Filtermatten alle 1800 h oder bei Bedarf
• Reinigung des Schaltschrankkühlgerätes alle 2000 h oder bei Bedarf (optional)

TIM-ID: 0000061928 - 001

16 | Wartung | MS60024/05D 2019-03


4 Startablauf und Stoppablauf
4.1 Start der Anlage
GEFAHR
Rotierende, sich bewegende Motorteile.
Quetschgefahr, Gefahr von Einziehen oder Erfassen von Körperteilen!
• Sicherstellen, dass der Motor nicht angelassen werden kann.
• Nach allen Arbeiten sicherstellen, dass alle Schutzeinrichtungen angebaut sind.

WARNUNG
Lautes Motorgeräusch bei laufendem Motor.
Gefahr eines Gehörschadens!
• Gehörschutz tragen.

ACHTUNG
Motorbeschädigung durch Fehlhandlungen.
Hoher Sachschaden!
• Betriebsbereitschaft des Motors vor dem Start sicherstellen, siehe Motordokumentation.

Startablauf
• Startbefehl (Ort/Fern)
• Hand-/Automatikbetrieb
• Schlüsselschalter Freigabe
Startvoraussetzung 1 ↔ • Aggregat betriebsbereit
• Keine Netzstörung (bei Anlagen ohne Netzersatz, NLS ist ein, oder Opti-
on "kein NLS")
• Automatik: Alle Startbedingungen für Automatikbetrieb OK!
Ja↓ | Nein→ • Kein Startbefehl
• Startbefehl an den Motorregler ADEC
• Spülfunktion ein wenn der Motor zuvor mit NOT-HALT gestoppt wurde
• Hilfsantriebe und Kühlwasserpumpe ein
Phase 1 ↔ • Abgasklappen öffnen (optional)
• Vorschmierung ein bei Bedarf
• Gasdichtheitstest starten, wenn Gasdichtheitstest vor Motorstart para-
metriert ist

• Kühlwasserpumpe ein
• Abgasklappe offen (optional)
Startvoraussetzung 2 ↔
• Gasdichtheitstest ok, wenn Gasdichtheitstest vor Motorstart paramet-
TIM-ID: 0000061972 - 002

riert ist
Ja↓ | Nein→ • Startabbruch Phase 1
Phase 2 ↔ • Gasventile öffnen

Startvoraussetzung 3 ↔ • Gasventile sind geöffnet
Ja↓ | Nein→ • Startabbruch Phase 2
• Nenndrehzahl erreicht
Phase 3 ↔ • Überwachung der Generatorspannung + Generatorfrequenz
• Nachlaufzeit für Hilfsantriebe aktivieren

MS60024/05D 2019-03 | Startablauf und Stoppablauf | 17



• Generatorspannung > Grenzwert
Startvoraussetzung 4 ↔
• Generatorfrequenz > Grenzwert
Ja↓ | Nein→ • Startabbruch Phase 3
• Freigabe Synchronisierung (Automatik oder Hand)
• Freigabe Drehzahlverstellung
Phase 4 ↔
• Automatik: Zeitüberwachung für Synchronisation starten
• Hand: Verlängerte Überwachungszeit für Synchronisation

• Generatorschalter ist ein
Startvoraussetzung 5 ↔
• Zeitüberwachung noch nicht abgelaufen
Ja↓ | Nein→ • Startabbruch Phase 4
Netzparallel: Überwachung der Leistungsregelung, Rampe
Netzersatz: Netzersatzbetrieb aktivieren

TIM-ID: 0000061972 - 002

18 | Startablauf und Stoppablauf | MS60024/05D 2019-03


4.2 Anlage stoppen

Stoppablauf
Phase 0 ↔ • Aggregat in Betrieb und Stopp steht an

Stoppvoraussetzung 0 ↔ • Geregelter Stopp (Rampenfunktion)
Ja↓ | Nein→ • Sofort-Stopp (Sofort zu Phase 2 springen)
Phase 1 ↔ • Aggregat wird entlastet (Rampenfunktion)

Stoppbedingung 1 • Minimale Leistung unterschritten oder maximale Zeit überschritten

(verzögert)
Ja↓ | Nein→ • Bleibt in Phase 1
• Generatorschalter öffnen
• Drehzahlregelung aktivieren
• Nachlaufzeit für Hilfsantriebe aktivieren
Phase 2 ↔ • Stoppbefehl an den Motorregler ADEC
• Nachschmierfunktion Abgasturbolader aktivieren (optional)
• Gasdichtheitstest starten wenn Gasdichtheitstest nach Motorstop para-
metriert ist

Aggregat startbereit
TIM-ID: 0000061973 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Startablauf und Stoppablauf | 19


4.3 NOT-HALT
ACHTUNG
Ein Not-Halt bewirkt eine äußerst hohe Belastung der Maschinenanlage.
Überhitzungsgefahr, Bauteilbeschädigung!
• Not-Halt nur in Notsituationen auslösen.

NOT-HALT
Phase 1 ↔ • Aggregat in Betrieb und NOT-HALT oder Sofort-Stopp stehen an

Immer unverzögert deaktivieren:
• Gasventile
• Zündung
• Drehzahlregler
• Generatorschalter öffnen
• Wiedereinschaltverzögerung starten
Bei Maschinen-NOT-HALT-Funktion verzögert deaktivieren:
• Kühlwasserpumpe
• Abgasklappen
• Heizwasserpumpe
• Bypassklappen
Phase 3 ↔
• Schmierölversorgung
• Lüftung
Ausnahme: Hat eine dieser Funktionen den NOT-HALT ausgelöst, wird die-
se unverzögert deaktiviert.
Bei Hand-NOT-HALT-Funktion unverzögert deaktivieren:
• Kühlwasserpumpe
• Abgasklappen
• Heizwasserpumpe
• Bypassklappen
• Schmierölversorgung
• Lüftung (optional)

TIM-ID: 0000061974 - 002

20 | Startablauf und Stoppablauf | MS60024/05D 2019-03


5 Betriebsarten
5.1 Betriebsart Handbetrieb
In dieser Betriebsart wird das Aggregat bei einer Startanforderung (alle Startbedingungen müssen erfüllt
sein) gestartet und bis zum Leerlauf gefahren. Das Aggregat bleibt dann solange im Leerlauf (MMC400: maxi-
mal 2 h / MMC4000: maximal 1 h) bis der Synchronisierungsvorgang eingeleitet oder ein Stopp aktiviert
wird.
Wenn eine Synchronisation eingeleitet und diese erfolgreich durchgeführt wurde, wird dem Leistungsregler
ein Sollwert von ca. 10 % vorgegeben. Jetzt kann die Leistung von Hand geändert werden.
TIM-ID: 0000061935 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Betriebsarten | 21


5.2 Betriebsart Automatikbetrieb
In dieser Betriebsart startet das Aggregat nach einer Startanforderung und synchronisiert sich automatisch
an das Netz. Je nachdem, welche Fahrweise gewählt ist (Festwertregelung, Gleitwertregelung, wärmegeführ-
te Fahrweise usw.), wird der aktuelle Sollwert dem Leistungsregler (MMC400) bzw. dem Motorregler ADEC
(MMC4000) übergeben und angefahren.
• Im Automatikbetrieb werden diverse Zusatzfunktionen in die Startsequenz eingebunden. Je nach aktiver
Funktion (z. B. Zeitschaltuhr, Netzbezugsregelung, CH4-Gehalt usw.) wird bei einer aktiven Startanforde-
rung die Startfreigabe der jeweiligen Funktion berücksichtigt. Wenn diese nicht gegeben ist, wird ein Sam-
melalarm ausgegeben.
• Wenn ein Antrieb oder Regler (z. B. Kühlwasserpumpe usw.) auf Handbetrieb steht und ein Start eingelei-
tet wird, dann wird der Handbetrieb wieder zurückgesetzt. Somit ist gewährleistet, dass keine undefinier-
ten Schaltzustände im Automatikbetrieb auftreten (z. B. würde bei ausgeschalteter Kühlwasserpumpe das
Aggregat überhitzen).

TIM-ID: 0000061931 - 001

22 | Betriebsarten | MS60024/05D 2019-03


5.3 Netzersatzbetrieb
Im Inselbetrieb wird die Leistung durch die zugeschalteten Verbraucher bestimmt.
Die Drehzahlregelung muss nach Laständerungen lediglich den Drehzahl-Sollwert wieder ausregeln. Dieser
Sollwert wird über einen Frequenzregler vorgegeben.
Bei Mehrmotorenanlagen muss verhindert werden, dass parallel arbeitende Aggregate mit unterschiedlicher
prozentualer Belastung laufen. Hierzu ist zusätzlich zum Frequenzregler ein Wirklastverteilungssystem vorge-
sehen.
TIM-ID: 0000061932 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Betriebsarten | 23


5.4 Netzersatzbetrieb über externe Leittechnik
Nicht MCS.
Siehe "Netzersatz über externe Leittechnik".

TIM-ID: 0000061933 - 001

24 | Betriebsarten | MS60024/05D 2019-03


5.5 Netzzuschaltung
Synchrongeneratoren dürfen nur an ein vorhandenes Netz geschaltet werden, wenn deren Spannung, Fre-
quenz und Phasenlage gleich sind. Um die geforderten Bedingungen zu erfüllen ist eine Synchronisiereinrich-
tung erforderlich. Die Synchronisiereinrichtung beeinflusst mithilfe des Drehzahlreglers die Frequenz des Ge-
nerators bis sie zugeschaltet wird. Die Synchronisiereinrichtung beeinflusst mithilfe des Spannungsreglers
die Spannung des Generators bis sie zugeschaltet wird.
TIM-ID: 0000061934 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Betriebsarten | 25


6 Potentialfreie Kontakte
6.1 Potentialfreie Kontakte – Allgemein
Die Steuerung gibt standardmäßig diverse potentialfreie Kontakte aus. Mithilfe dieser Kontakte können An-
triebe aktiviert, oder der Status der Anlage abgefragt werden.
Projektspezifisch kann es noch mehr dieser Meldungen geben.

TIM-ID: 0000061940 - 001

26 | Potentialfreie Kontakte | MS60024/05D 2019-03


6.2 Potentialfreie Kontakte – MIP
Startanforderung Hilfsantriebe
Der Kontakt wird bei einem Startvorgang eingeschaltet. Wenn der Motor die Betriebsbedingungen erreicht
hat, wird der Nachlauftimer aktiviert. Wenn das Aggregat wieder gestoppt wird, läuft der Nachlauftimer für
die Hilfsantriebe ab. Somit wird eine Kühlung des Motors erreicht. Erst nach Ablauf der Nachlaufzeit wird der
Kontakt wieder abgeschaltet.
• Die Hilfsantriebe werden bei einem "Hand NOT-HALT" (Sicherheitskette hat ausgelöst) grundsätzlich abge-
schaltet.
• Die Hilfsantriebe werden auch einmalig für einen Nachlaufzyklus aktiviert, wenn eine PT1000 / PT100
Temperatur (z. B. Kühlwassertemperatur, Ansauglufttemperatur etc.) überschritten wurde. Dadurch soll er-
reicht werden, dass eine evtl. auftretende Stauwärme entfernt wird und der Motor wieder startbereit ist.

Backupschalter öffnen
Der Kontakt wird geschlossen, wenn die Störmeldung "088 - Generatorschalter lässt sich nicht öffnen –
Schleppbetrieb aktiv" anliegt. Optional kann der Kontakt schon mit Störmeldung "087 - Generatorschalter
lässt sich nicht öffnen" aktiviert werden.

Hand NOT-HALT an extern


Der Kontakt wird geöffnet, wenn die Sicherheitskette des "Hand NOT-HALT" ausgelöst wird.
TIM-ID: 0000061936 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Potentialfreie Kontakte | 27


6.3 Potentialfreie Kontakte – MMC
Betriebsbereit für externe Anwahl
Dieser Kontakt ist geschlossen wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
• Schlüsselschalter steht auf Freigabe Aggregat
• Schlüsselschalter steht auf Fern
• Schlüsselschalter steht auf Automatik
• Es steht kein Stopp oder NOT-HALT an
• Motor steht und keine Startanforderung steht an

Sammelstörung
Der Kontakt wird geöffnet, wenn ein Stopp oder NOT-HALT ansteht. Es wirken nur Meldungen, die in den
Störmeldeparametern entsprechend aktiviert sind.

Motor läuft
Der Kontakt wird geschlossen, sobald der Motor eine Drehzahl von über 1000 rpm (MMC4000) bzw.
1400 rpm (MMC400) erreicht hat.

Hand NOT-HALT an extern


Wenn die Sicherheitskette des Hand NOT-HALT ausgelöst wird, wird der Kontakt geöffnet.

TIM-ID: 0000061938 - 001

28 | Potentialfreie Kontakte | MS60024/05D 2019-03


7 Bedienung und Visualisierung - Allgemein
7.1 Wahlschalter / Taster / NOT-HALT
Schaltanlage
Bezeichnung Art des Schalters Stellung Aktion
Freigabe Aggregat Schlüsselschalter 0 Keine Freigabe
1 Freigabe
Mit diesem Schalter wird der Betrieb des Aggregats unterbunden. Bei stehender Maschine wird der Start
des Aggregats verhindert. Bei laufender Maschine wird ein geregelter Stopp eingeleitet.

Bezeichnung Art des Schalters Stellung Aktion


Steuerung vor Ort / Fern Schlüsselschalter 0 Bedienung vor Ort
1 Bedienung von Fern
Mit diesem Schalter wird der Ort der Bedienung festgelegt. Soll die Anlage direkt am Aggregat bedient wer-
den, dann muss der Schalter auf "vor Ort" gestellt werden. Somit können alle Sollwerte am IPC verändert
werden.
Ebenfalls ist der Start-/Stoppschalter am Steuerschrank aktiv. Soll die Anlage von Fern bedient werden
(Start / Stopp von Fern, Sollwerte von Fern, Steuerung über Schnittstelle), muss der Schalter auf "Fern"
gestellt werden.
Ein Mischbetrieb ist nicht vorgesehen. Es kann z. B. nicht die Startanforderung über Hardwaresignale und
Leistungsvorgabe über die Schnittstelle erfolgen. In diesem Fall müssen beide Signale über die Schnittstel-
le vorgegeben werden.

Bezeichnung Art des Schalters Stellung Aktion


Hand / Automatik Schlüsselschalter 0 Handbetrieb
1 Automatikbetrieb
Im Automatikbetrieb wird nach einem Startbefehl der Start eingeleitet, das Aggregat automatisch an das
Netz synchronisiert und der eingestellte Leistungssollwert angefahren (über eine Rampe). Alle Regelungs-
aufgaben werden automatisch ausgeführt.
Im Handbetrieb wird nach einem Startbefehl der Start eingeleitet. Das Aggregat startet und bleibt beim Er-
reichen der Nenndrehzahl in Synchronisierbereitschaft. In dieser Phase kann die Drehzahl von Hand ver-
stellt werden (Höher-Tiefer-Impulse über Tasten in Visualisierung). Mit einem weiteren Taster (in der Visuali-
sierung) kann die Synchronisierung eingeleitet werden. Nach der erfolgreichen Synchronisierung an das
Netz wird eine Leistung von 10% vorgegeben. Der Sollwert muss von Hand verändert werden. Alle Rege-
lungsaufgaben werden automatisch ausgeführt. Voraussetzung für Handbetrieb: "Steuerung vor Ort"

Bezeichnung Art des Schalters Stellung


Startanforderung Schlüsselschalter 0/1
Mit diesem Schalter kann der Startvorgang des Aggregats vor Ort eingeleitet werden. Voraussetzung ist,
TIM-ID: 0000061943 - 003

dass der Schlüsselschalter "Steuerung vor Ort / Fern" auf "vor Ort" steht.

Bezeichnung Art des Schalters Stellung Aktion


Freigabe Netzersatz Schlüsselschalter 0 Keine Freigabe
1 Freigabe
Optional: Mit diesem Schalter kann der automatische Netzersatzbetrieb freigegeben werden. Ist dies der
Fall, wird im Automatikbetrieb bei einer Netzstörung oder Netzschalterfall (optional) automatisch der Netz-
ersatzbetrieb eingeleitet. Im Handbetrieb können die Leistungsschalter (GLS und NLS) manuell bedient
werden (öffnen/schließen).

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 29


Bezeichnung Art des Schalters Stellung Aktion
Netzausfalltest Schlüsselschalter 0 Kein Test
1 Test einleiten
Optional: Mit diesem Schalter wird ein Netzausfall getestet. Es wird bei der Betätigung eine Phase der
Netzmessspannung unterbrochen. Je nach Stellung des Schlüsselschalters "Freigabe Netzersatzbetrieb"
wird eine Reaktion ausgelöst. Bei Freigabe wird der Netzersatz eingeleitet.

Bezeichnung Art des Schalters Stellung


Reset Taster –
Mit diesem Taster werden anstehende Störmeldungen quittiert. Bei einem anstehenden NOT-HALT fallen
die Sicherheitsrelais ab. Die Sicherheitsrelais und die dazugehörigen Störmeldungen können nur über die-
sen Taster aktiviert bzw. quittiert werden. Über das Display (R-Button) können nur Störmeldungen quittiert
werden, bei denen keine Relais aktiviert werden müssen.

Bezeichnung Art des Schalters Stellung


NOT-HALT Taster –
Mit dem Betätigen des NOT-HALT-Tasters wird unverzüglich die "Hand-NOT-HALT-Kette" ausgelöst. Es wer-
den alle Antriebe und das Aggregat sofort ausgeschaltet. Die NOT-HALT-Kette kann erst wieder aktiviert
werden, wenn der Taster entriegelt (Entriegelung des Tasters über einen Schlüssel) und der Reset-Taster
gedrückt wurde.

TIM-ID: 0000061943 - 003

30 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


7.2 Display
Über das Touch-Display werden allen vom Aggregat und der Anlage eingelesenen Werte visualisiert.
Die Visualisierung ist in verschiedene Menüs aufgebaut und ist für eine Touchbedienung ausgelegt. Alle Be-
dienungen können ohne Tastatur und Maus ausgeführt werden. Auch Eingaben können über Software-Keybo-
ards getätigt werden. Diverse Menüs, Parameter und Schalter sind nur für bestimmte Benutzer freigegeben
(grau hinterlegt bedeutet keine Freigabe).
HINWEIS
Alle Bedienungen und Parametereingaben sind ohne Login eines Users gesperrt!
TIM-ID: 0000061941 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 31


7.3 Parametereingabe
Über die Visualisierung können alle notwendigen Parameter der Anlage verändert werden. Parameter sind
durch rote Schriftfarbe gekennzeichnet. Durch das Anklicken des Parameters öffnet sich ein Eingabefenster.
Parametereingabe durch "Enter" bestätigen.
Alle Parameter werden auf ihren Eingabebereich überwacht. Wenn sich die Eingabe außerhalb des Eingabe-
bereichs befindet, wird automatisch die Ober- oder Untergrenze übernommen.

TIM-ID: 0000061939 - 001

32 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


7.4 Beschreibung der Menüleiste
Funktionstasten in der Menüleiste
Im oberen Bereich befinden sich Funktionstasten die für alle Darstellungen gültig sind. Alle Befehle, die zum
Bedienen der Software notwendig sind, werden erklärt. Die restlichen Informationstexte können im Anhang A
(→ Seite 136) nachgeschlagen werden.

Abbildung 1: Funktionstasten

1 Home button Home-Button


2 Help button Help-Button
3 Fault messages button Störmelde-Button
• E: EMERGENCY STOP • N: NOT-HALT
• S: Stop • S: Stopp
• A: Alarm • A: Alarm
4 Start request Startanforderung
5 Time and date button Uhrzeit- und Datum-Button
6 Main menu Hauptmenü
7 Login button Login-Button
TIM-ID: 0000061944 - 003

8 Country flag button Länderflagge-Button

Home
Symbol Bezeich- Bedeutung
nung
(→ Abbildung 1) Ho- Home Mit diesem Button wird auf die vorhergehende Seite gewechselt.
me-Button (1) Diese Taste kann solange betätigt werden, bis das "Hauptmenü" er-
reicht wird.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 33


Help-Button im Hauptmenü
Wenn der Hauptmenü-Help-Button gedrückt wird, können die Versionsnummer der aktuellen Visualisierung
und des Steuerprogramms auf der SPS abgerufen werden.

Abbildung 2: Versionsinformation

1 Version list Versionsübersicht

Sprachumschaltung
Symbol Bezeich- Bedeutung
nung
Länderflagge Sprachum- Mit diesem Button kann die Sprache umgeschaltet werden. Es sind
schaltung immer zwei Sprachen hinterlegt (Deutsch und Englisch). Als dritte
Sprache kann optional die Landessprache eingebunden werden.
Es wird die Landesflagge der aktiven Sprache dargestellt.

HINWEIS
Nur vom Hauptmenü aus möglich!
TIM-ID: 0000061944 - 003

Störmeldung
Symbol Bezeich- Bedeutung
nung
(→ Abbildung 1) Funkti- Störmel- Mit diesem Button wird signalisiert, dass eine Störmeldung an-
onstasten dung steht. Diese Buttons sind jeweils mit einer Sammelstörmeldung
Störmelde-Button (3) verknüpft. Wenn einer der Tasten betätigt wird, wechselt man in
das Störmeldefenster.

34 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


Es wird dabei zwischen drei Arten von Störmeldungen unterschieden:
• NOT-HALT (N):
Anlage wird sofort ausgeschaltet, z. B. wenn der NOT-HALT-Taster betätigt wird.
• Stopp (S):
Anlage wird gestoppt. Dies kann durch einen "Sofort-Stopp" oder "Geregelten Stopp" geschehen.
Sofort-Stopp: Der Leistungsschalter wird unverzögert geöffnet.
Geregelter Stopp: Aggregat wird über Leistungsrampe entlastet.
• Alarm (A):
Es ist eine Störung aufgetreten, die bewirkt, dass das Aggregat nicht abgeschaltet wird.
Für alle drei Buttons gelten folgende Zustände:
• Keine Störung steht an:
Der Button ist "blau".
• Neue Störung steht unquittiert an:
Die Buttons NOT-HALT (N) und Stopp (S) blinken "rot".
Der Button Alarm (A) blinkt "gelb".
• Störung steht an und wurde bereits quittiert:
Wenn eine Sammelstörung ansteht, und der Bediener hat diese bereits quittiert ("Reset"-Button wurde ge-
drückt), leuchten die Buttons NOT-HALT (N) und Stopp (S) "rot".
Der Button Alarm (A) leuchtet "gelb".

Startanforderung
Symbol Bezeich- Bedeutung
nung
(→ Abbildung 1) Funkti- Startanfor- Wenn dieser Button gedrückt wird, werden alle Startbedingun-
onstasten derung gen für Automatikbetrieb aufgelistet.
Startanforderung (4) Wenn die Startbedingung erfüllt ist (z. B. Gasbehälter gibt die An-
lage frei), wird die LED für Gasbehälter "grün" (sonst "rot").
Somit wird schnell erkannt, welche Startbedingung noch fehlt.

• Wenn dieser Button "rot" leuchtet, liegt momentan keine Startanforderung an.
• Wenn dieser Button "grün" leuchtet, liegt momentan eine Startanforderung an (z. B. Steuerung von Fern
und Startbefehl von Fern).
TIM-ID: 0000061944 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 35


Abbildung 3: Startanforderung

1 Start conditions Startanforderungen

HINWEIS
Nur vom Hauptmenü aus möglich!

Uhrzeit und Datum


Symbol Bezeich- Bedeutung
nung
(→ Abbildung 1) Funkti- Uhrzeit Mit diesem Button werden Uhrzeit und Datum der Steuerung und
onstasten Datum des IPC eingestellt. Der Projektname wird angezeigt.
Uhrzeit- und Datum-But-
ton (5)

Wenn man diesen Button anklickt erscheint das Anzeigefenster zur Einstellung von Zeit und Datum.
Auf der Seite können die Uhrzeit und das Datum in der Steuerung und im IPC eingestellt werden.
TIM-ID: 0000061944 - 003

Diese Uhrzeit ist für die Zeitstempelung der Störmeldung wichtig. Die Daten werden in die roten Felder ein-
getragen und danach mit dem Button "Zeit übernehmen" in die Steuerung übertragen.
Wenn die Übertragung erfolgreich war, wird die aktuelle Uhrzeit (die eingestellten Werte) oben angezeigt und
der Sekundenzähler läuft.
HINWEIS
Nur vom Hauptmenü aus möglich!

36 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


7.5 Login
Allgemein
Symbol/ Bedeutung
Bezeichnung
Login Mit diesem Button kann man sich als definierter Benutzer anmelden. Je nach Benutzer
werden verschiedene Parameter und Menüs freigegeben.

Login durch Eingabe des Benutzernamen und Passwort


Bei dieser Art der Anmeldung muss über die Bedienung ein Benutzername und ein Passwort eingegeben wer-
den.
Standardbenutzer und Passwort: Diese Angaben erhalten Sie separat zu der Bedienungsanleitung.
Ablauf:
• Button "Login" im Hauptmenü betätigen.
• Anmeldeformular öffnet sich

Abbildung 4: Anmeldeformular
TIM-ID: 0000061937 - 004

1 User Benutzer
2 Password Passwort
3 Logoff Abmelden
4 Login Anmelden
5 Cancel Abbruch

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 37


• "Benutzer" und "Passwort" eingeben (jeweiliges Eingabefeld betätigen).
• "Anmelden" im Anmeldeformular auswählen.
• Der aktuelle User wird in der Statusleiste angezeigt (Level und Logout-Time).
• Das Fenster wird nach kurzer Zeit automatisch geschlossen.
• Der User wird nach einer bestimmten Zeit wieder automatisch ausgeloggt.
• Bei falscher Eingabe erscheint in der Statuszeile die Meldung "Wrong User or Password".
• Wenn der "Abmelde"-Button betätigt wird, wird der aktuell eingeloggte Benutzer abgemeldet.

Login durch Hardware-USB-Dongle (optional)


Bei dieser Art des Anmeldens müssen Benutzer und Passwort nicht eingegeben werden. Es wird in die Front-
USB-Schnittstelle des IPCs ein USB-Dongle eingesteckt und dann nur die Taste "Anmelden" des Anmeldet-
ransfers betätigt. Der Rechner überprüft den Dongle und gibt dann den auf dem Dongle abgespeicherten Zu-
gangslevel frei. Solange der Dongle gesteckt bleibt, erfolgt kein automatisches Abmelden. Wenn der Dongle
gezogen wird, wird der Benutzer innerhalb von 60 min abgemeldet.
Überprüfung der Gültigkeitsdauer: Nachdem sich ein User über per USB-Dongle angemeldet hat, wird das
Anmeldeformular angezeigt.
Im Anmeldeformular kann auch die Gültigkeitsdauer des Dongles abgelesen werden. Sollte sich das Anmel-
deformular nach dem Anmelden zu schnell schließen, kann das Anmeldefenster durch Antippen des Login-
Buttons im Hauptmenü erneut aufgerufen werden.

TIM-ID: 0000061937 - 004

38 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


7.6 Bedienung und Visualisierung – Hauptmenü
Beim Start des IPC erscheint automatisch das Hauptmenü.
Diese Ansicht ist die oberste Ebene der Visualisierung.
Mit den Menü-Buttons werden die diversen Untermenüs angewählt.
Hier stehen folgende Untermenüs zur Auswahl:
• Anlagen-Übersicht
• Motor-Übersicht
• Elektrische Daten
• Wassersystem
• Gassystem
• Ölsystem
• Störmeldungen
• Betriebsmeldungen
• Leistungsregelung
• Start-/Stopablauf
• Zählerstand
• Zusatzfunktionen
• Reinigungsfenster
• Servicemenü
Zusätzliche Buttons stehen als Reserve-Buttons für weitere Untermenüs zur Verfügung.
TIM-ID: 0000061945 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 39


7.7 Anlagenübersicht
Die Anlagenübersicht kann von Projekt zu Projekt variieren. Auf dieser Seite werden anlagenspezifische Da-
ten angezeigt.
Wesentliche anlagespezifische Daten:
• Schalterart
• Status
• Hilfsantriebe
• Aktive Regelung
• Schaltschranktemperatur
• Batteriestatus
• Abgastemperatur

TIM-ID: 0000061946 - 001

40 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | MS60024/05D 2019-03


7.8 Zählerstand
Hier können die Zählerstände angezeigt werden. Dazu wird der Button "Zählerstand" betätigt.

Abbildung 5: Zählerstand

1 Counter Zähler
2 Unit Einheit
3 Value Wert

Einige der Zählerstände sind optional (Gasmenge, Stromzähler, Wärmemenge, Dampf, Reserve).
Die Auswertung dieser Zähler erfolgt über ein Impulssignal. Dabei wird bei jedem Impuls der Impulswert auf-
summiert. Die Wertigkeit wird in den Modulparametern festgelegt. Zusätzlich wird eine Sicherung der letzten
365 Tage mit Datum für die wichtigsten Betriebswerte abgelegt. Bei der Auswertung über ein analoges Signal
wird nur der aktuelle Verbrauch angezeigt.
HINWEIS
Über den Button "Einstellungen" können gewünschte Zählerwerte gesetzt werden. Da-
für wird in das Eingabefeld "Sollwert" ein gewünschter Zählerstand eingetragen.
Wenn der Button "Reset" betätigt wird, wird dieser Wert als aktueller Zählerstand über-
nommen.
TIM-ID: 0000061942 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Allgemein | 41


8 Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü
8.1 Motorübersicht
Auf dieser Seite wird je nach Motortyp eine Übersicht aller Aufnehmer und Messwerte des Motors darge-
stellt.
Die dargestellten Parameter:
• Motorparameter
• Abgastemperaturen der einzelnen Zylinder
• Gemischparameter
• Leistungsregelung
Die dargestellten Parameter des Motors:
• Drehzahl
• Kühlmitteltemperatur vor Motor
• Kühlmitteltemperatur nach Motor
• Kühlmitteldruck vor Motor
• Kühlmitteldruck nach Motor
• Schmieröldruck
• Schmieröltemperatur
• Kurbelgehäusedruck
• Ansaugluft
• P-Ansaugluft B
Die dargestellten Parameter des Gemisches:
• Gemischtemperatur
• Gemischdruck
• Position der Drosselklappen
Die dargestellten Parameter der Leistungsregelung:
• Sollwert in %
• Istwert in %
• Istwert in kW

TIM-ID: 0000061948 - 001

42 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.2 Elektrische Daten
Auf dieser Oberfläche werden alle wichtigen Generator- und Netzdaten dargestellt.
Übersicht und Daten sind abhängig von den gewählten Optionen (z. B. mit Netzersatz).

Abbildung 6: Elektrische Daten

1 Mains failure Netzstörung


2 Load steps Laststufen
3 PMM EMM
4 Voltage-/power factor controller Spannungs-/Cosphi-Regler
5 Grid code Grid Code

Es ist möglich, ausgehend von dieser Oberfläche, den GLS von Hand zu bedienen (optional auch den NLS bei
Netzersatzanlagen).
Folgende Voraussetzungen sind notwendig:
• Schlüsselschalter "Ort / Fern" auf "vor Ort"
• Schlüsselschalter "Hand / Automatik" auf "Hand"
• Berechtigter User eingeloggt
TIM-ID: 0000061949 - 003

• Der NLS kann nur bei einer Netzersatzanlage von Hand geschaltet werden.
Voraussetzung: Schlüsselschalter "Freigabe Netzersatz" steht auf "1".

GLS:
Der Button "Schließen" bewirkt, dass der Leistungsschalter bei geschlossenem NLS nicht unsynchron einge-
schaltet werden kann. Im Stillstand kann der Leistungsschalter nicht geschlossen werden.

NLS:
Der Button "Schließen" bewirkt, dass der Netzschalter bei geschlossenem GLS nicht unsynchron eingeschal-
tet werden kann.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 43


8.3 Grid Code (optional)
Folgende Grid Code-Funktionen können optional gewählt werden:
• Leistungsreduktion in Abhängigkeit der Netzfrequenz (P(f)-Funktion)
• Leistungssteigerung in Abhängigkeit der Netzfrequenz (P(f)-Funktion)
• Leistungsreduktion bei Unterfrequenz
• Leistungsreduzierung welche durch den Netzbetreiber vorgegeben wird
• Leistungsrampe nach einem Netzfehler
• Cosphi / Blindleistungsverstellung
• Auswahl der Blindleistungsfunktion über die Fernwirkschnittstelle
Für die Verstellung der Blindleistung kann eine der folgenden Funktionen optional gewählt werden:
• fester Verschiebungsfaktor Cosphi (Festwert oder Analogwert)
• Verschiebungsfaktor Cosphi(P)
• Verschiebungsfaktor Q(P)
• Feste Blindleistung in MVar (Festwert oder Analogwert) auch mit Spannungsbegrenzung
• Blindleistungs-/Spannungskennlinie Q(U)
• Funktion zur Ermittlung der Blindleistungseinstellzeit
Die aktive Funktion zur Cosphi-Verstellung wird in dem Textfeld "Aktive Cosphi Funktion" im Netzparallelbe-
trieb angezeigt.
Wenn die Funktionen Cosphi(P) Q(P) Feste Blindleistung in MVar mit Spannungsbegrenzung, Funktion zur Er-
mittlung der Blindleistungseistellzeit oder Q(U) aktiv sind, wird die jeweilige Funktion durch eine Kennlinie vi-
sualisiert.

Parameter:
Bezeichnung Ein- Bedeutung
heit
Vorgabe Cosphi keine Wenn die Option "fester Cosphi" gewählt wird, kann hier ein Cosphi-Festwert
eingestellt werden.
Vorgabe Blindleis- kVAr Wenn die Option "feste Blindleistung" gewählt wird, kann hier ein Blindleis-
tung tungsfestwert eingestellt werden.

Istwerte:
Bezeichnung Ein- Bedeutung
heit
Cosphi Sollwert – Sollwert, der an den Cosphi-Regler übergeben wird
Vorgabe Blindleis- kVar Blindleistungssollwert, der aus dem Cosphi-Sollwert errechnet wird.
tung
Leistungsvorgabe % Hier wird erkennbar, falls die Wirkleistung aufgrund einer netzstützenden
Funktion begrenzt wird (z. B. P(f)-Funktion)
Cosphi – Istwert Cosphi
TIM-ID: 0000061947 - 002

Blindleistung kVar Istwert Blindleistung


Wirkleistung % Istwert Wirkleistung
Netzspannung V Istwert Netzspannung

44 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.4 Laststufensteuerung (optional)
Im Netzersatzbetrieb kann eine Lastabwurfsteuerung aktiviert werden.
Es ist möglich, bis zu 8 Stufen bei der BR400 oder 24 Stufen bei der BR4000 anzusteuern. Wenn der Netzer-
satz eingeleitet wird, gibt die Steuerung den Befehl "Lastabwurf" aus.
Erst wenn gemeldet wird, dass der Lastabwurf erfolgreich durchgeführt wurde (LED "Lastabwurf"), wird der
Netzersatz weiter geführt und der GLS geschlossen.
Sobald der GLS geschlossen meldet, werden die Stufen wieder zeitlich versetzt zugeschaltet. Die Zuschal-
tung erfolgt solange, bis die letzte Stufe aktiviert wurde oder eine Überlast (optionale Auswertung) aufgetre-
ten ist.
Mit einer gestaffelten Lastzuschaltung ermöglicht man dem Motor eine optimale Lastausregelung.
• Im Stillstand oder bei geschlossenem Netzschalter sind alle Laststufen wieder zugeschaltet.
• Rückmeldung "Lastabwurf erfolgreich":
Alle Rückmeldungen der einzelnen Stufen werden in Reihe verschaltet.
• Stufen, die mit der Verzögerungszeit "0" eingetragen sind, werden nicht abgeschaltet (auch nicht bei
Überlast).
Die Laststufenschütze müssen so angesteuert werden, dass bei abgefallenem Koppelrelais die Schütze zu-
schalten.
Somit ist auch bei Ausfall oder Reparaturarbeiten an der Steuerung gewährleistet, dass die Verbraucher-
versorgung gesichert ist.

Mit Überlastüberwachung:
Wenn die Option "Überlastüberwachung" aktiviert wurde, dann können den einzelnen Stufen Leistungswerte
zugewiesen werden.
Wenn der aktuelle Aggregat-Leistungsistwert > (Leistungswert (der aktuell zugeschalteten Stufe) + Überlast-
grenzwert) ist, läuft eine Verzögerungszeit ab.
Nach Ablauf dieses Zeitintervalls wird eine Störmeldung (Überlast im Netzersatzbetrieb) ausgegeben und ei-
ne Stufe abgeschaltet.
Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis der Grenzwert wieder unterschritten ist, oder die letzte abschalt-
bare Stufe weggeschaltet ist. Die Stufen werden erst wieder nach Quittierung der Störmeldung zugeschaltet,
falls der Grenzwert nicht überschritten ist.
Wenn eine so große Lastaufschaltung durchgeführt wird, dass das Aggregat wegen Unterfrequenz abschaltet,
greift diese Überwachung nicht.
Zusätzlich wird überwacht, dass die nächste Stufe nur zugeschaltet wird, wenn die zu erwartende Last nicht
die zulässige Netzersatzlast überschreitet. Wenn das der Fall ist, dann wird ebenfalls die Störmeldung ausge-
geben und die nächste Stufe nicht zugeschaltet.
Baureihe Verzöge- Einheit Bedeutung
rung
BR400 1–8 s Erst nach Ablauf des Zeitintervalls wird die jeweilige Stufe zugeschal-
BR4000 1–24 s tet. Anschließend läuft das nächste Intervall ab, und eine weitere Stufe
wird zugeschaltet.
TIM-ID: 0000061950 - 001

Besonderheit: Stufen mit Verzögerungszeit von 0 s werden nicht ab-


geschaltet. Diese Stufen dürfen jedoch nur am Anfang definiert wer-
den (z. B. Stufe 1 und Stufe 2). Sobald für eine Stufe eine Verzöge-
rungszeit (z. B. Stufe 3) definiert wurde, kann für keine weitere Stufe
(z. B. Stufe 4) mehr die Verzögerungszeit 0 s eingetragen werden.
Beispiel für 4 Laststufen:
Richtig: Stufe 1 = 0 s, Stufe 2 = 0 s, Stufe 3 = 10 s, Stufe 4 = 10 s
Falsch: Stufe 1 = 0 s, Stufe 2 = 0 s, Stufe 3 = 10 s, Stufe 4 = 0 s
Im falschen Beispiel würden dann alle Verzögerungen auf den Default-
wert "2 Sekunden" eingestellt werden.
Dies geschieht automatisch durch das System.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 45


Optionale Parameter für Überlastüberwachung:
Parameter Einheit Bedeutung
Leistungswert % Jeder Stufe wird ein maximal zulässiger Leistungswert zugewiesen. Die zu er-
wartende Leistung sollte diesen Wert nicht überschreiten. Wenn die eingegebe-
nen Werte die 100 % überschreiten, wird eine Default-Einstellung durchgeführt
(30/30/30). Dies geschieht automatisch durch das System.
Überlastgrenz- % Dieser Wert wird dem aufsummierten Leistungswert (Summe aller aktiven Stu-
wert fen) hinzu addiert. Übersteigt der aktuelle Leistungsistwert diesen errechneten
Grenzwert, dann wird nach Ablauf der Überlastverzögerung eine Störmeldung
abgesetzt und die Stufe abgeschaltet.
Überlastverzö- % Wenn der errechnete Überlastgrenzwert überschritten wird, läuft dieses Zeitin-
gerung tervall ab. Nach Ablauf des Intervalls wird die Störmeldung "Überlast im Netzer-
satz" ausgegeben und die Stufen werden wie oben beschrieben abgeschaltet.

TIM-ID: 0000061950 - 001

46 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.5 Energiemessmodul EMM

Abbildung 7: EMM

1 Synchronization Synchronisation
2 Voltage Spannung
3 Frequency Frequenz
4 Current phase Strom Phase
5 Generator Generator
6 Bus bar Sammelschiene
7 Mains Netz
8 Gen. voltage phase Gen. Spg. Phase

Hier können alle vom Energiemessmodul gemessenen Daten abgelesen werden, die nicht in der Hauptseite
"Elektrische Daten" angezeigt werden.
TIM-ID: 0000061951 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 47


8.6 Spannungs-/ Cosphi-Regler

Abbildung 8: Spannungs-/ Cosphi-Regler

1 Voltage controller Spannungsregler


2 Power factor controller Cosphi-Regler

Die Spannung und der Cosphi können variabel durch die MMC verstellt werden. Durch eine analoge Sollwert-
vorgabe der MMC regelt der Generatorspannungsregler die Spannung bzw. den Cosphi aus. Die Sollwerte für
den Regler und die entsprechenden Regelparameter können über die Visualisierung eingestellt werden.
Wenn das Aggregat gestartet, und eine eingestellte Generatorspannung überschritten wird, ist der Span-
nungsregler aktiv. Die Spannung wird jetzt auf einen vorgegebenen Sollwert ausgeregelt. Während der Syn-
chronisation erfolgt die automatische Spannungsanpassung an das zu synchronisierende Netz. Wenn das Ag-
gregat mit dem Netz synchron ist, wird die Spannung durch das Netz geführt, dadurch lässt sich durch den
Cosphi-Regler ein Cosphi ausregeln.
Im Netzersatz-/ Inselbetrieb wird die Spannung auf einen vorgegebenen Sollwert geregelt.

Parameter für die Spannungsregelung:


Parameter Einheit Bedeutung
TIM-ID: 0000062022 - 003

Sollwert V Hier wird der gewünschte Sollwert für den Netzersatz-/ Inselbetrieb einge-
stellt.
Kp – Proportionalanteil des Reglers.
Tn s Nachstellzeit des Reglers.
Freigabe V Erreicht der Generator diese Spannung und ist die Zeit der "Einverzögerung"
abgelaufen, wird die Spannungsregelung aktiviert.
Einverzögerung s Erreicht der Generator die Freigabespannung und ist diese Zeit abgelaufen
wird die Spannungsregelung aktiviert.

48 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert Rampe V/s Maximale Geschwindigkeit für eine Sollwertänderung (Niederspannung).
Niederspannung
Sollwert Rampe kV/s Maximale Geschwindigkeit für eine Sollwertänderung (Mittelspannung).
Mittelspannung

Parameter für die Cosphi-Regelung:


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert – Hier wird der gewünschte Sollwert eingestellt.
Kp – Proportionalanteil des Reglers.
Tn s Nachstellzeit des Reglers.
Freigabe % Startwert der Leistung ab der die Regelung beginnt.

Parameter für den Sollwert:


Parameter Einheit Bedeutung
Start % Startwert mit dem die Regelung nach der Reglerfreigabe zu regeln beginnt.
TIM-ID: 0000062022 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 49


8.7 Generatordaten
Wenn der Button "Generator" betätigt wird, können zusätzliche Analogwerte vom Generator aufgerufen wer-
den.
Folgende Generatordaten werden angezeigt:
• Phasenströme
• Leistung
• Wirkleistung
• Blindleistung
• Cosphi
• Phasenspannungen
• Temperatur der Generatorwicklungen
• Lagertemperaturen
Zusätzlich kann das Modul zur Leistungsreduzierung aufgerufen werden.

TIM-ID: 0000062023 - 001

50 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.8 Leistungsreduzierung (optional)
Mit dieser Funktion kann die aktuelle elektrische Generatorleistung vom Generator im Netzparallelbetrieb re-
duziert werden. Das wird benötigt, wenn der Generator die angeforderte elektrische Leistung in Abhängigkeit
der Generatorspannung (entspricht der Netzspannung im Netzparallelbetrieb), Leistungsfaktor Cosphi und
Kühllufttemperatur nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung stehen kann.
Im Diagramm " Nenndaten Generator" wird der jeweiligen Generatorspannung die entsprechende Nenn-
Scheinleistung zugeordnet. Diese Daten sind beim Generatorhersteller anzufragen.

Parameter für Nenndaten Generator:


Parameter Einheit Bedeutung
X1 V Generatorspannung-Wert für den Nenn-Scheinleistung-Wert Y1
Y1 kVA Nenn-Scheinleistung-Wert für den Generatorspannung-Wert X1
X2 V Generatorspannung-Wert für den Nenn-Scheinleistung-Wert Y2
Y2 kVA Nenn-Scheinleistung-Wert für den Generatorspannung-Wert X2
X3 V Generatorspannung-Wert für den Nenn-Scheinleistung-Wert Y3
Y3 kVA Nenn-Scheinleistung-Wert für den Generatorspannung-Wert X3
X4 V Generatorspannung-Wert für den Nenn-Scheinleistung-Wert Y4
Y4 kVA Nenn-Scheinleistung-Wert für den Generatorspannung-Wert X4
X5 V Generatorspannung-Wert für den Nenn-Scheinleistung-Wert Y5
Y5 kVA Nenn-Scheinleistung-Wert für den Generatorspannung-Wert X5

Im Diagramm "Leistungsreduzierung Kühlluft" kann der jeweiligen Kühllufttemperatur am Generator ein Re-
duzierfaktor VTC zugewiesen werden.

Ausgabewerte
Verfügbare Leistung:
• Es wird die maximale verfügbare Scheinleistung (kVA) und die Wirkleistung (kW) angezeigt.
• Verfügbare Scheinleistung (kVA) = Nenn-Scheinleistung (Generatorspannung) * Reduzierfaktor VTC
• Verfügbare Wirkleistung (kW) = Verfügbare Scheinleistung (kVA) * Leistungsfaktor Cosphi
Reduzierte Leistung:
• Wenn die aktuelle Generatorwirkleistung die verfügbare Wirkleistung überschreitet, dann wird die Leistung
reduziert. Der Betrag der Reduzierung wird hier angezeigt.
Istwert:
• Hier werden die aktuellen Daten vom Generator angezeigt.
TIM-ID: 0000062024 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 51


8.9 Wassersystem
Auf dieser Oberfläche sind alle Aufnehmer und Antriebe für das Wasser-/ Hydrauliksystem enthalten.
Es wird dabei in zwei Bereiche untergliedert:
• Heizwasser
• Kühlwasser
Die verschiedenen Funktionen werden optional aktiviert oder deaktiviert.
Es ist möglich, die Pumpen von Hand zu bedienen.

Abbildung 9: Wassersystem

1 Heating water pump FC Heizwasserpumpe FU


2 Auxiliary drives Hilfsantriebe
3 Cooling water pump Kühlwasserpumpe
4 Manual Hand
5 Start Start
6 Stop Stop
7 Heating water temperature Heizwassertemperatur
TIM-ID: 0000062025 - 004

8 Control valve Regelventil

Von dieser Oberfläche aus kann auch in den optionalen Wassertemperaturregler gewechselt werden. Dazu
wird das Regelventil betätigt.

Parameter für Nachlaufzeit der Hilfsantriebe:


Parameter Einheit Bedeutung
Nachlaufzeit min Die Hilfsantriebe laufen beim Startvorgang unverzögert an und nach dem Abstellen
noch für diese einstellbare Zeit nach.

52 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


Parameter für Nachlaufzeit der Kühlwasserpumpe(n):
Parameter Einheit Bedeutung
Nachlaufzeit min Die Kühlwasserpumpe(n) laufen beim Startvorgang unverzögert an und nach dem
Abstellen noch für diese einstellbare Zeit nach.

Vorwärmung:
Mit der Aggregatvorwärmung ist es möglich, die Kühlwassertemperatur auf einen einstellbaren Bereich zu
halten.
• Interne Vorwärmung über angebaute Heizpatronen
Bei aktiver Vorwärmung wird auch die Kühlwasserpumpe aktiviert.

Warmlauframpe (Haltewert) - optional:


Mit dieser Funktion wird nach dem Zuschalten des GLS die Leistungsrampe bis auf einen einstellbaren Wert
erhöht. Die Rampe wird nur fortgesetzt, wenn die Kühlwassertemperatur einen ebenfalls einstellbaren Grenz-
wert überschritten hat.

Parameter für Warmlauframpe:


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert Leis- % Wenn der Haltepunkt für die Sollwertrampe aktiviert ist, bleibt der Leistungs-
tung Sollwert bei diesem eingestellten Wert stehen, bis die Kühlwassertemperatur
nach Motor den eingestellten Sollwert erreicht hat. Erst dann wird der Leis-
tungs-Sollwert weiter erhöht.
Kühlwasser °C Erst nach dem Erreichen der eingestellten Temperatur wird die Rampe fortge-
nach Motor setzt.

HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv!
TIM-ID: 0000062025 - 004

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 53


8.10 Gassystem
Folgende Ausführungen der Gassysteme sind möglich:
• Eingasbetrieb
• Zweigasbetrieb mit zwei Gasregelstrecken
• Zweigasbetrieb mit einer Gasregelstrecke

TIM-ID: 0000062026 - 001

54 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.11 Gassystem – Eingasbetrieb
Eingasbetrieb
Von dieser Seite kann der optionale Gasverdichter angewählt, und der Gasdichtheitstest aktiviert werden.

Abbildung 10: Gassystem

1 Valve Ventil
2 Safety shut-off valve Sicherheitsabsperrventil
3 Gas compressor Gasverdichter
4 Tecjet Tecjet
5 Gas leakage test Gasdichtheitstest

Sicherheitsabsperrventil
• Bei Hand-NOT-HALT wird das SAV unverzüglich geschlossen (Hardware und Software)
• Bei Gas- oder Brandalarm wird das SAV unverzüglich geschlossen (Hardware und Software)
• Bei Aggregatstillstand ist für Testzwecke ein Handbetrieb möglich
TIM-ID: 0000062027 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 55


8.12 Gassystem – Zweigasbetrieb mit nur einer Gasregelstrecke
(optional)
Keine Freigabe!

TIM-ID: 0000062028 - 001

56 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.13 Gassystem – Zweigasbetrieb mit zwei Gasregelstrecken
(optional)
Keine Freigabe!
TIM-ID: 0000062029 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 57


8.14 Gasverdichter (optional)
Der Gasverdichter wird bei einer Startanforderung aktiviert.
Nach Ablauf der Einschaltverzögerung (Zeit, die nötig ist, um einen Gasdruck aufzubauen) wird der weitere
Start des Motors freigegeben.
Wenn der Motor wieder gestoppt wird, läuft der Gasverdichter noch für eine einstellbare Zeit nach (ab "Gas-
ventile zu").

Parameter für Gasverdichter


Parameter Einheit Bedeutung
Ein-Verzöge- s Zeit, die ablaufen muss, bevor der weitere Start des Motors fortgesetzt wird.
rung
Aus-Verzöge- s Der Gasverdichter läuft für diese Zeit nach.
rung Zeit läuft ab Schließung der Gasventile.
Gasart – Bei einer Zweigasanlage muss dem Verdichter die Gasart zugeordnet werden.
Dies ist notwendig, um beim Start mit der entsprechenden Gasart den Ver-
dichter zu starten.
Das Gleiche gilt für die Umschaltung:
1 = Gasart A
2 = Gasart B

TIM-ID: 0000062030 - 001

58 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.15 Gasverdichter über Frequenzumrichter (optional)
Der Gasverdichter wird bei einer Startanforderung aktiviert.
Nach Ablauf der Einschaltverzögerung (Zeit, die nötig ist, um einen Gasdruck aufzubauen) wird der weitere
Start des Motors freigegeben.
Wenn der Motor wieder gestoppt wird, läuft der Gasverdichter noch für eine einstellbare Zeit nach (ab "Gas-
ventile zu").

Parameter für Frequenzumrichter:


Parameter Einheit Bedeutung
Startrampe mbar/s Wenn der Gasverdichter aktiviert wird, dann wird der Startsollwert von 0 mbar
bis zum eigentlichen Sollwert über diese Rampe erhöht.
Sollwert mbar Dieser Parameter entspricht dem Sollwert für die Regelung.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je mbar Abweichung wird die Stellgröße um die-
sen Faktor erhöht oder verringert (z. B. Regelabweichung +5 mbar, KP = 6: Pro-
portionalanteil der Stellgröße beträgt 30%).
Ki – Integralanteil des Reglers. Bei bleibender Regelabweichung wird nach jedem Ab-
lauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgegeben. Ein
großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für den Frequenzumrichter
führen.
Tn s Die Nachstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen
wird dann auch der Ausgangswert des I-Reglers zum Ausgangswert des P-Reg-
lers addiert. Eine zu kleine Nachstellzeit kann zum Schwingen des Stellwertes
für den Frequenzumrichter führen.
Hand-Soll- % Wenn der Handbetrieb aktiv ist, wird dieser Sollwert an den Frequenzumrichter
wert ausgegeben.
Min. Stellgrö- % Im Betrieb wird der Gasverdichter nur bis zu dieser Stellgröße geschlossen.
ße
TIM-ID: 0000062031 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 59


8.16 Gasdichtheitstest

Abbildung 11: Gasdichtheitstest

1 Gas line Gasstrasse


2 Release Freigabe
3 Manual Hand
4 Successful Erfolgreich
5 Gas valve open Gasventile auf

Der Gasdichtheitstest kann bei stehender Maschine von Hand durchgeführt werden.
Dazu wird der Button "Hand" angewählt. Dieser wird dann orange.
Jetzt kann mit dem Button "Freigabe" der Test eingeleitet werden.
TIM-ID: 0000062032 - 003

60 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.17 Ölsystem
Diese Oberfläche zeigt eine Übersicht der Schmierölversorgung.
Es wird in folgende Bereiche unterteilt:
• Schmierölnachfüllung für Aggregat (Standard)
• Steuerung für Altölpumpe
• Steuerung für Frischölpumpe (optional)

Abbildung 12: Ölsystem

1 Lube oil refill Ölnachfüllung


2 Selection Anwahl
3 Lube oil pump Schmierölpumpe
4 Lube oil properties Schmieröleigenschaften
5 Waste/Prelube oil pump Altöl-/Vorschmierpumpe
6 Waste oil solenoid valve Altölmagnetventil

Ölnachfüllung:
TIM-ID: 0000062033 - 004

Die automatische Ölnachfüllung wird durch eine Anforderung vom Motorregler ADEC aktiviert. Um die Reak-
tionszeit zwischen Öffnen des Nachfüllmagnetventils und dem Ansprechen der Ölniveauüberwachung zu
überbrücken, wird folgende Ansteuerung des Magnetventils durchgeführt:
Mit der Anforderung vom Motorregler ADEC wird das Magnetventil für die Öffnungszeit Tö geöffnet. Danach
ist es für die Pausenzeit Tp wieder geschlossen. Dann beginnt wieder die Zeit Tö.
Dieses Wechselspiel wiederholt sich solange, bis die Anforderung vom Motorregler ADEC zurückgenommen
wird.
Die Anzahl der Anforderungen vom Motorregler ADEC kann am Ölnachfüllzähler abgelesen werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 61


Parameter für Ölnachfüllung:
Parameter Einheit Bedeutung
Tö s Öffnungszeit für Magnetventil
Tp s Pausenzeit für Magnetventil

Altölpumpe:
Die Altölpumpe kann über die Steuerung bedient werden. Es gibt zwei Möglichkeiten für die Ansteuerung:
Folgende Buttons stehen zur Verfügung:
• Vor-Ort-Bedienung über Visualisierung: Hand-Button aktivieren
• Von-Fern-Bedienung über Schlüsselschalter (optional)

Funktionsbeschreibung:
In der Visualisierung kann die Altölpumpe angewählt werden.
Folgende Buttons stehen zur Verfügung:
• Hand
• Start / Stopp

Handbetrieb (Taste "Hand" drücken):


Wird Start gedrückt, dann wird solange gepumpt bis die Pumpe von Hand ausgeschaltet wird.

Schmierölpumpe (optional):
Die Schmierölpumpe kann über die Steuerung bedient werden. Es gibt drei Möglichkeiten für die Ansteue-
rung:
Folgende Buttons stehen zur Verfügung:
• Automatikbetrieb für Ölnachfüllung
• Vor-Ort-Bedienung über Visualisierung: Hand-Button aktivieren
• Von-Fern-Bedienung über Schlüsselschalter (optional)

Funktionsbeschreibung:
In der Visualisierung kann die Schmierölpumpe angewählt werden.
Folgende Buttons stehen zur Verfügung:
• Ölwanne und Externer Tank
• Hand / Start / Stopp

Automatikbetrieb für Ölnachfüllung:


Die Schmierölpumpe wird im gleichen Intervall wie das Magnetventil aktiviert.

Handbetrieb (Taste „Hand“ drücken):


Befüllen der Ölwanne:
TIM-ID: 0000062033 - 004

• Wenn der Button „Ölwanne“ sowie „Start“ aktiviert werden, pumpt die Pumpe solange, bis der Kontakt
„Level < min.“ nicht mehr aktiv ist. Dazu muss die Schmierölpumpe auf Handbetrieb geschalten werden.
Danach wird die Pulsbefüllung aktiviert, bis der Kontakt „Nachfüllen“ nicht mehr aktiv ist oder der Kontakt
„Level > max.“ anspricht. Die Pumpe kann auch von Hand ausgeschaltet werden.
Befüllen und Entleeren der externen Tanks:
• Wenn der Button „Externer Tank“ sowie „Start“ aktiviert werden, pumpt die Pumpe solange, bis diese wie-
der von Hand ausgeschaltet wird. Dazu muss die Schmierölpumpe auf Handbetrieb geschalten werden.

Altölmagnetventil:
Zum Entleeren der Motorölwanne muss das Altölmagnetventil aktiviert werden.

62 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


Zum Anwählen in der Visualisierung stehen folgende Buttons zur Verfügung:
• Hand
• Start / Stopp

Handbetrieb (Taste „Hand“ drücken):


Wird Start gedrückt, dann wird das Altölmagnetventil solange aktiviert, bis das Altölmagnetventil von Hand
ausgeschaltet wird.
TIM-ID: 0000062033 - 004

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 63


8.18 Störmeldungen
Diese Oberfläche bietet einen Überblick über die anstehenden Störmeldungen.
Außerdem kann in den Alarmlogger gewechselt werden. Der Logger zeichnet alle Stör- und Betriebsmeldun-
gen über einen längeren Zeitraum mit Zeitstempelung auf. Somit ist es auch möglich, Störfälle besser zu ana-
lysieren.

Funktionsweise:
Das Fenster wird automatisch geöffnet, wenn eine neue Störmeldung ansteht.
Bei einer neuen Störmeldung blinkt in der Menüleiste die entsprechende Sammelmeldung (z. B. N blinkt rot:
es steht ein neuer NOT-HALT an). Die Störmeldungen können mit dem Reset-Button quittiert werden.
Wenn die Störmeldung nicht mehr ansteht, erlischt der Text.
• Abstellende Störmeldungen werden rot dargestellt
• Nicht abstellende Störmeldungen werden gelb dargestellt
Quittierte Störmeldungen werden in der Spalte "Quit" durch das Symbol "x" angezeigt.
Das Störmeldefenster kann mit dem Home-Button verlassen werden.
Das Störmeldefenster wird dann erst wieder geöffnet, wenn eine neue Störmeldung auftritt oder über die N-,
S-, A-Buttons angewählt wird.
• Die Störmeldungen sind in einer eigenen Liste beigelegt.
• Teilweise gibt es anlagenspezifische Meldungen, die ebenfalls dort erscheinen.
• Die Liste wird immer auf das Projekt bezogen erstellt.
Es gibt für die Störmeldeübersicht zwei wichtige Unterscheidungen bei den Störungen:
1. Selbstquittierende Störungen:
Diese Störungen werden nach der Behebung der Ursache automatisch zurückgesetzt und aus der Stör-
meldeübersicht gelöscht.
2. Nicht-selbstquittierende Störungen:
Diese Störungen können nach der Behebung der Ursache nur durch den Benutzer mittels Betätigung des
Reset-Buttons (am Schaltschrank oder auf der Störmeldeseite) zurückgesetzt werden.
• Störmeldungen, welche die NOT-HALT-Kette auslösen können nur über den Hardware-Reset (Taster am
MMC-Schrank) quittiert werden.
Die Spalte "Quelle" ist nur für Anlagen mit mehreren Aggregaten und zentraler Fehlerhistorie interessant, da
hier die Aggregatnummer wiedergegeben wird, um zu unterscheiden, an welchem Aggregat der Fehler an-
steht.
Wenn die Anzahl der Störungen so groß ist, dass nicht alle Störungen in der Tabelle angezeigt werden kön-
nen, kann man mit den Pfeil-Buttons auf der rechten Seite der Tabelle auf- und abwärts blättern.
• Mithilfe des Alarmloggers können auch bereits behobene Störungen abgerufen werden.
TIM-ID: 0000062034 - 001

64 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.19 Betriebsmeldungen
Auf dieser Oberfläche wird ein Überblick über alle anstehenden Statusmeldungen geboten (Kühlwasserpum-
pe ist ein, Generatorschalter ist aus usw.).
Der Bildaufbau ist identisch mit dem der Störmeldungen. Jede aktive Statusmeldung wird grün angezeigt.
Auch hier kann der Alarmlogger aufgerufen werden.
TIM-ID: 0000062035 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 65


8.20 Alarmlogger
Bildschirmseite

Abbildung 13: Alarmlogger

1 Start Start
2 Filter Filter
3 Save Speichern

Über den Alarmlogger-Button im Störmelde- oder Betriebsmeldefenster kann zu der Bildschirmseite "Alarm-
logger" gewechselt werden. Hier wird die Fehlerhistorie angezeigt.
Beim Wechsel auf die Alarmlogger-Seite wird die Fehlerdatenbank durchlaufen und das Auftreten und Gehen
der Störungen der letzten 24 Stunden angezeigt.
Wenn eine Störung gegangen ist, wird die Störmeldung mit dem Zusatz "gegangen!" versehen und angezeigt.
Die Spalte "Quelle" betrifft nur Anlagen mit mehreren Aggregaten und die zentrale Fehlerhistorie. Hier wird
die Aggregatnummer wiedergegeben, damit unterschieden werden kann, an welchem Aggregat der Fehler
angestanden ist.
Wenn die Anzahl der Meldungen so groß ist, dass nicht alle Meldungen in der Tabelle angezeigt werden kön-
TIM-ID: 0000062036 - 003

nen, kann mit den Pfeil-Buttons rechts am Tabellenrand auf- und abwärts geblättert werden.

Startbutton:
Mit dem Start-Button startet ein neuer Suchlauf.

Filter-Button:
Mit dem Filter-Button wird ein Auswahlfenster geöffnet, in dem Kriterien für den Suchlauf in der Datenbank
eingestellt werden können.

66 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


Filterkriterien

Abbildung 14: Alarmlogger

1 Kind Kennung
2 Messages-Type Meldungs-Typ
3 Save Speichern
4 Alarm number Alarmnummer
5 Days Tage

Es gibt vier Filterkriterien. Ein Kriterium ist dann aktiv, wenn ein grüner Farbumschlag zu erkennen ist.

Meldungs-Typ:
Hier kann eingestellt werden, ob nur Störmeldungen (SM), nur Betriebsmeldungen (BM) oder beide Mel-
dungstypen (SM + BM) aufgelistet werden sollen. Die Standardeinstellung ist Störmeldung (SM).

Kennung:
Hier kann ausgewählt werden, ob nur das Auftreten einer Störung, das Gehen einer Störung oder beides an-
gezeigt werden soll. Die Standardeinstellung ist beides.
TIM-ID: 0000062036 - 003

Alarmnummer:
Wenn das Auftreten einer bestimmten Meldung gesucht wird, kann über den Button "Nr.-Suche" die Suche
nach einer Meldungsnummer aktiviert werden. Im Feld darunter ist zusätzlich die gesuchte Nummer einzuge-
ben. Es sind bis zu 4 Nummern wählbar. Mit dem Button "Reset" können die Nummern zurückgesetzt wer-
den.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 67


Tage:
Standardmäßig wird die Datenbank immer auf Ereignisse am Vortag durchsucht. Im oberen Feld kann einge-
stellt werden, dass die Datenbank auch nach älteren Ereignissen durchsucht werden kann. Der größte Wert
ist 31 Tage.
Der Wert des zweiten Feldes muss dabei immer 1 betragen. Werden Ereignisse gesucht, die zwischen einem
gewissen Zeitraum liegen, z. B. vor 10 bis 20 Tagen, muss auch der Wert im zweiten Feld geändert werden.
Der Wert des zweiten Feldes muss dabei immer größer sein, als der Wert des ersten Feldes. Der Wert von
"31" kann nicht überschritten werden.

Speicher-Button:
Mit diesem Button ist es möglich, die aktuelle Datenbank (AlarmloggerAktuell.mbd) in das für den Kunden
zugängliche Verzeichnis "D:\MTU\FileSharing" zu kopieren.

TIM-ID: 0000062036 - 003

68 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.21 Leistungsregler
Auf der Bildschirmseite "Leistungsregler" wird eine Übersicht der kompletten Leistungsregelung dargestellt.
Auf der rechten Seite der Bildschirmseite sind alle wichtigen Zustände und Online-Daten der Leistungsrege-
lung zu sehen.

Abbildung 15: Leistungsregler

1 Manual Hand
2 Derating Leistungsreduzierung
3 ok ok
4 Setpoint Sollwert
TIM-ID: 0000062037 - 004

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 69


8.22 Leistungsregler – Herkunft des Sollwertes
In der obersten Zeile wird angezeigt, welcher Betriebszustand ausgewählt ist:
• Ort (Ort)
• Von Fern (Fern)
• Über Schnittstelle (über SS)
• Über Zeitschaltuhr (Zeitschaltuhr)
• Handbetrieb (Hand, im Handbetriebsfeld)
Die entsprechende LED leuchtet und die gültige Betriebsart (Sollwert Herkunft) wird grün hinterlegt (z. B.
Gleitwert).

TIM-ID: 0000062038 - 001

70 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.23 Leistungsregler – Handbetrieb
Leistungssollwert von Hand einstellen
Der Leistungssollwert kann auch von Hand eingestellt werden.
Dazu muss der Schlüsselschalter auf "Handbetrieb" und Bedienung auf "vor Ort" geschaltet werden. Nach
dem Umschalten des Schlüsselschalters leuchtet der Button "Hand" orange. Jetzt kann ein "Handwert" ma-
nuell eingegeben werden, der übernommen wird, wenn die OK-Taste betätigt wird.
Wenn der Handbetrieb wieder verlassen wird, muss der Schlüsselschalter wieder auf "Automatikbetrieb" ge-
stellt werden. Der aktuell gültige Sollwert wird wieder übernommen.

Parameter für Handbetrieb:


Parameter Einheit Bedeutung
Handwert % Der Wert für den Handbetrieb, der übernommen wird, wenn die OK-Taste betätigt
wird.
TIM-ID: 0000062039 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 71


8.24 Leistungsregler – Automatikbetrieb
Sollwert
Wert Bedeutung
1 Aggregat aus
2 Gleitwert
3 Festwert 1
4 Festwert 2
5 Netzbezugsregelung
6 Gasbehälterregelung
7 CH4-Regelung
8 Spitzenstrom – fest auf 100%
9 Wärmebetrieb
10 Wärmebetrieb (gleitend)
11 Wärmebetrieb (Nulllastbegrenzung)
12 Pufferbetrieb – fest auf 100%
13 Primärregelenergie

Umschaltung vor Ort:


Der Schlüsselschalter muss auf "vor Ort" stehen. Wenn die entsprechende Taste betätigt wird, wird in die
gewünschte Betriebsart (z. B. Gleitwert) umgeschaltet.

Umschaltung von Fern (Hardware):


Dafür stehen maximal vier digitale Eingänge zur Verfügung, die (in der richtigen Kombination) alle Betriebsar-
ten aktivieren können (Binärcodierung).
Schnittstellenbetrieb darf nicht aktiv sein!

Umschaltung über Schnittstelle:


Die Schnittstelle muss aktiv sein, und der entsprechende Datenpunkt muss die gewünschte Zahl enthalten.

Umschalten durch Zeitschaltuhr:


Die Umschaltung erfolgt zeitgesteuert (siehe Beschreibung der Zeitschaltuhr).

Gültiger Sollwert:
Gleitwert:
TIM-ID: 0000062040 - 002

Es werden zwei Werte angezeigt:


• Vor Ort
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "vor Ort" steht. Der Sollwert kann di-
rekt eingetragen werden.
• Von Fern
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "von Fern" steht. Der Sollwert wird über
ein 4 bis 20 mA Signal festgelegt. Wenn die Steuerung über die Schnittstelle erfolgt, wird der Wert über
das Telegramm bestimmt.

72 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


Festwert 1 (optional)
Es werden zwei Werte angezeigt:
• Vor Ort
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "vor Ort" steht. Der Sollwert kann di-
rekt eingetragen werden.
• Von Fern
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "von Fern" steht. Durch ein digitales
Eingangssignal wird der Wert (entspricht "vor Ort"-Wert) angefordert. Wenn die Steuerung über die
Schnittstelle erfolgt, wird der Wert über das Telegramm bestimmt.

Festwert 2 (optional)
Es werden zwei Werte angezeigt:
• Vor Ort
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "vor Ort" steht. Der Sollwert kann di-
rekt eingetragen werden.
• Von Fern
Dieser Wert ist gültig, wenn der Schlüsselschalter "Steuerung" auf "von Fern" steht. Durch ein digitales
Eingangssignal wird der Wert (entspricht "vor Ort"-Wert) angefordert. Wenn die Steuerung über die
Schnittstelle erfolgt, wird der Wert über das Telegramm bestimmt.

Netzbezugsregelung (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der Netzbezugsregelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

Gasbehälter (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der Gasbehälterregelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

CH4-Regelung (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der CH4-Regelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

Spitzenstrom (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, wird der Sollwert auf 100% gestellt.

Wärmebetrieb (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der Wärmeregelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

Wärmebetrieb gleitend (optional):


TIM-ID: 0000062040 - 002

Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der Wärmeregelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

Wärmebetrieb mit Nulllastbegrenzung (optional)


Wenn diese Betriebsart aktiv ist, kommt der aktuelle Sollwert aus der Wärmeregelung.
(Siehe Zusatzfunktionen)

Pufferbetrieb (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, wird der Sollwert auf 100% gestellt.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 73


(Siehe Zusatzfunktionen)

Primärregelenergie (optional)
Wenn diese Betriebsart aktiv ist, wird die Sollleistung anhand der Netzfrequenz ermittelt.
Es muss immer positive und negative Leistung angeboten werden. Der Arbeitspunkt ist dabei der Leistungs-
punkt, der bei einer Netzfequenz von 50 Hz über den gesamten Zuschlagszeitraum gefahren wird.
Bei Unterfrequenz wird die Leistung in Abhängigkeit der Frequenz und der verkauften Primärregelleistung er-
höht, bei Überfrequenz wird die Leistung in Abhängigkeit der Frequenz und der verkauften Primärregelleis-
tung verringert.

Leistungsreduzierung:
Hier wird angezeigt, ob eine Leistungsreduzierung aktiv ist. Die Reduzierung kann durch verschiedene Fakto-
ren ausgelöst werden:
• Motor
Die Leistungsreduzierung wird vom Motorregler ADEC ausgeführt. Eine entsprechende Reduzierung wird
signalisiert.
• Gaswechsel (optional)
Während des Gaswechsels wird die Leistung auf einen einstellbaren Wert reduziert. Dieser Wert kann
auch unter die Mindestlast des Aggregats gehen.
• Generator (optional)
Leistungsreduzierung durch den Generator, wenn die angeforderte elektrische Leistung in Abhängigkeit
der Generatorspannung (entspricht der Netzspannung im Netzparallelbetrieb), Leistungsfaktor Cosphi und
Kühllufttemperatur nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung gestellt werden kann.
• Gemischkühlwasser Temperatur Eintritt (Grenzwert 1) (optional)
Wenn der Grenzwert 1 (wird bei den Störmeldungen eingestellt) überschritten ist, wird die Leistung über
Rampe zwischen Grenzwert 1 und Grenzwert 2 linear von 100% auf Mindestlast (Standard 50%) reduziert.
Wenn der zweite Grenzwert trotzdem überschritten wird, schaltet das Aggregat ab.
• Gemischkühlwasser Temperatur Austritt (Grenzwert 1) (optional)
Reaktion wie bei Gemischkühlwasser Temperatur Eintritt.
• Heizwasser Temperatur Eintritt (Grenzwert 1) (optional)
Reaktion wie bei Gemischkühlwasser Temperatur Eintritt.
• Heizwasser Temperatur Austritt (Grenzwert 1) (optional)
Reaktion wie bei Gemischkühlwasser Temperatur Eintritt.
• Gridcode
Hier wird eine Leistungsreduktion in Abhängigkeit der Netzfrequenz und eine Leistungsreduzierung durch
den Netzbetreiber signalisiert.
• Taupunktunterschreitung:
Leistungsreduzierung wenn die Temperatur Gemischkühlwasser Eintritt unterhalb dem Sollwert ist. Dafür
ist eine Grenzwertkurve in Abhängigkeit vom Taupunkt hinterlegt.
TIM-ID: 0000062040 - 002

74 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.25 Start-/Stoppablauf
Bildschirmseite
Bei einem Start oder Stopp kann der Ablauf auf dieser Seite beobachtet werden. Wenn das Aggregat startet,
werden die einzelnen Startphasen aktiv. Ebenfalls können Synchronisation, Drehzahl-/ und Leistungsverstel-
lung von Hand bedient werden.

Abbildung 16: Start-/Stoppablauf

1 State Status
2 Speed adjustment Drehzahlverstellung
3 Up Rauf
4 Down Runter
5 Synchronization Synchronisation
6 Power displacement Leistungsverstellung

Handbetrieb:
• Schlüsselschalter auf "vor Ort"
TIM-ID: 0000062041 - 004

• Schlüsselschalter auf "Hand"


• Startanforderung vor Ort einschalten (Schlüsselschalter)
• Der Motor startet und bleibt auf der Phase 3 (BR4000) bzw. Phase 8 (BR400) stehen (keine Synchronisie-
rung eingeleitet).
• Jetzt kann im Leerlauf die Drehzahl mit den Rauf-/Runter-Tasten beeinflusst werden.
• Um die Synchronisierung einzuleiten, muss die Taste "Synchronisation" gedrückt werden.
Bei BR4000 muss zusätzlich vom MTU Motorregler eine Freigabe zur Synchronisation vorhanden sein, sie-
he Anzeige "Freigabe Synchronisation".
• Wenn der Generatorschalter geschlossen ist, werden automatisch 10% aktiviert. Jetzt kann die Leistung
vorgegeben werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 75


Es gibt zwei Möglichkeiten, die Leistung zu verändern:
• Betätigen der Rauf-/Runter-Tasten und dem entsprechenden Tippwert
• Mit einem einstellbaren Hand-Sollwert und der OK-Taste

Parameter für Handbetrieb:


Parameter Einheit Bedeutung
Tippwert % Der Sollwert wird bei jedem Tippen der Rauf-/Runter-Tasten um die-
(zwischen den Tasten sen Wert verändert.
"Rauf" und "Runter")
Handwert % Dies ist der Wert für den Handbetrieb, der beim Drücken der OK-Taste
(links neben der Taste übernommen wird.
"OK")

TIM-ID: 0000062041 - 004

76 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


8.26 Reinigungsfenster
Auf dieser Bildschirmseite kann der Bildschirm ohne Probleme gereinigt werden, da keine Bedienelemente
vorhanden sind. Es gibt nur ein Element (Home-Button), das eine Bildänderung bewirkt.
TIM-ID: 0000062042 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | 77


8.27 Servicemenü
HINWEIS
Das Menü ist für Servicezwecke vorhanden und kann nur von berechtigten Personen
geöffnet werden.

TIM-ID: 0000062055 - 001

78 | Bedienung und Visualisierung - Hauptmenü | MS60024/05D 2019-03


9 Bedienung und Visualisierung -
Zusatzfunktionen
9.1 Übersicht Zusatzfunktionen
Die einzelnen Unterfunktionen sind wie im Hauptmenü über die einzelnen Buttons aufzurufen. Die nicht frei-
gegebenen Funktionen sind grau hinterlegt und können somit nicht angewählt werden.
Zusatzfunktionen:
• Wassertemperatur-Regler
• Gemischwasserregler
• Gemischlüfter und Pumpe
• Notkühlwasser-Regler
• Notkühllüfter und Pumpe
• Raumtemperatur-Regler
• Raumlüfter
• CH4-Regelung
• Gasbehälter
• Netzbezugsregelung
• Abgas-/Bypassklappen
• Wärmebetrieb: Motor
• Wärmebetrieb: Kessel
• Pufferspeicher
• Zeitschaltuhr
• Externe Kommunikation
• SMS / Email
• M-Graph: Einzelkanal Tagesverlauf
• M-Graph: Anlage
• M-Graph: Anlage Tagesverlauf
• Zusatzregler
• Lastteiler Inselparallelbetrieb
TIM-ID: 0000062056 - 002

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 79


9.2 Wassertemperaturregler (optional)
Bildschirmseite

Abbildung 17: Wassertemperatur-Regler

1 Manual Hand
2 Setpoint Sollwert
3 Actual value Istwert
4 Minimum opening Zwangsöffnung

Der Regler besteht aus einem PI-Regler, dessen Ausgangsgröße das Regelventil von geschlossen (0%) bis ge-
öffnet (100%) einstellen kann.

Regelverhalten:
Istwert<Sollwert: Regelventil schließt (maximal bis zur eingestellten Zwangsöffnung).

Stellglied:
Bei dem Temperaturregler können zwei Arten von Stellgliedern verwendet werden:
TIM-ID: 0000062057 - 003

• Analoges Stellglied (Standard: 0 bis 10 V)


• Stellglied mit Auf-/Zu-Impulsen (mit Endlagen)
Für beide Stellglieder kann ein Handbetrieb eingeleitet werden. Der Handbetrieb wird bei einem erneuten
Start des Aggregats wieder zurückgesetzt.

80 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Besonderheit:
Stellglied mit Auf-/Zu-Impulsen und Endlagen:
• Nach jedem Ablauf der Nachlaufzeit wird eine Referenzfahrt eingeleitet.
• Damit wird die Laufzeit des Ventils ermittelt und es kann über das Puls-/Pausenverhältnis immer die Stell-
position des Regelventils errechnet werden.
• Die Referenzfahrt kann im Stillstand auch manuell über den Button "Referenzfahrt" aktiviert werden.
• Eine eingeleitete Referenzfahrt ist nicht mehr abzubrechen.

Parameter für den Temperaturregler:


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert °C Dieser Parameter entspricht dem Sollwert für die Regelung. Nach Ablauf der Start-
rampe regelt der Regler die Temperatur auf diesen Wert aus.
Startsoll- °C Die Startrampe für die Temperatur wird von diesem Wert aus gestartet.
wert
Warmlauf- min. Die Startrampe wird vom Startsollwert bis zum eigentlichen Sollwert über diese
zeit Zeit erhöht.
Nachlauf- min. Wenn die Regelung aktiviert wird, dann hat der Regler noch eine einstellbare Nach-
zeit laufzeit.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je °C-Abweichung wird die Stellgröße um diesen
Faktor geöffnet oder geschlossen (z. B. Regelabweichung +5 °C, Kp=6: Proportio-
nalanteil der Stellgröße beträgt 30%).
Der Kp ist für den normalen Betrieb und die Warmlaufzeit getrennt einstellbar.
Ki – Integralanteil des Reglers. Bei bleibender Regelabweichung wird nach jedem Ab-
lauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgegeben. Ein
großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für das Regelventil führen.
Tn s Die Nachstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen wird
dann auch der Ausgangswert des I-Reglers zum Ausgangswert des P-Reglers ad-
diert. Eine zu kleine Nachstellzeit kann zum Schwingen des Stellwertes für das Re-
gelventil führen.
Die Tn ist für den normalen Betrieb und die Warmlaufzeit getrennt einstellbar.
Zwangsöff- % Im Betrieb wird das Ventil nur bis zu diesem Öffnungswinkel geschlossen oder ge-
nung öffnet (je nach Wirksinn, der hier eingegeben werden kann).
Handsoll- % Wenn der Handbetrieb aktiv ist, wird dieser Sollwert an das Regelventil ausgege-
wert ben.

Zusätzliche Parameter für Dreipunktregler


Parameter Einheit Bedeutung
Impulszeit ms Für die eingestellte Zeit wird ein Impuls (Öffnen oder Schließen) ausgegeben. Nach
jedem Impuls läuft die gleiche Pause ab.
Beispiel: Bei einem Ventil mit einer Laufzeit von 130 s (von Auf bis Zu) und einer
Zeiteinstellung von 1300 ms, würde pro Impuls eine Stellgrößenänderung von 1%
TIM-ID: 0000062057 - 003

erreicht werden. Die Laufzeit wird bei einem Regelventil mit Endlage durch die Re-
ferenzfahrt ermittelt.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 81


9.3 Wassertemperaturregler über zwei Regelkreise (optional)
Allgemein

Abbildung 18: Wassertemperatur-Regler

1 Setpoint Sollwert
2 T-coolant engine inlet T-Kühlmittel vor Motor
3 Heating water temperature outlet Heizwasser Temperatur Austritt
4 Control variable Stellgröße
5 Manual Hand

Die Regelung besteht aus zwei getrennten PI-Reglern, welche parallel betrieben werden. Jeder PI-Regler re-
gelt seine eigene Stellgröße, der größere Wert der Stellgröße wird als Ausgangsgröße dem Regelventil über-
geben.
Das Regelventil kann von geschlossen (0%) bis geöffnet (100%) eingestellt werden.
Beispiel: Wenn der erste PI-Regler auf eine Stellgröße von 80% regelt und der zweite PI-Regler auf eine Stell-
größe von 72%, dann wird dem Regelventil als Ausgangsgröße 80% übergeben.
TIM-ID: 0000062058 - 003

Wenn beide PI-Regler eine Stellgrößenabweichung von >10% haben, dann wird der Regler mit der kleineren
Stellgröße auf die Stellgröße des anderen Reglers gesetzt. Hierdurch wird bei einer Umschaltung der Regel-
ungen eine zu große sprunghafte Änderung der Stellgröße verhindert.
Beispiel: Der erste PI-Regler regelt auf eine Stellgröße von 80%, der zweite PI-Regler regelt auf eine Stellgrö-
ße von 72%. Der zweite PI-Regler reduziert aufgrund von Soll-/Istwertabweichung seine Stellgröße von 72%
auf 69,9%. Die Stellgrößenabweichung ist jetzt größer als 10%, die Stellgröße des zweiten PI-Reglers wird
dann auf die Stellgröße des ersten PI-Reglers gesetzt, also 80%.

Regelverhalten
Die Regelung besteht aus zwei getrennten PI-Reglern, welche parallel betrieben werden.

82 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Istwert<Sollwert: PI-Regler schließt (maximal bis zur eingestellten Zwangsöffnung).
Jeder PI-Regler regelt seine eigene Stellgröße. Der größere Wert der Stellgröße wird als Ausgangsgröße dem
Regelventil übergeben.

Stellglied
Bei dem Temperaturregler wird ein analoges Stellglied (Standard: 0 bis 10 V) verwendet. Für das Stellglied
kann ein Handbetrieb eingeleitet werden. Der Handbetrieb wird bei einem erneuten Start des Aggregats wie-
der zurückgesetzt.

Jeder PI-Regler stellt folgende Parameter zur Verfügung


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert °C Dieser Parameter entspricht dem Sollwert für die Regelung. Nach Ablauf der Start-
rampe regelt der Regler die Temperatur auf diesen Wert aus.
Startsoll- °C Die Startrampe (für die Temperatur) wird von diesem Wert aus gestartet.
wert
Warmlauf- min Die Startrampe wird vom Startsollwert bis zum eigentlichen Sollwert über diese
zeit Zeit erhöht.
Nachlauf- min Wenn die Regelung deaktiviert wird, dann hat der Regler noch eine einstellbare
zeit Nachlaufzeit.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je 1 °C-Abweichung wird die Stellgröße um diesen
Faktor geöffnet oder geschlossen (z. B. Regelabweichung +5 °C, Kp=6: Proportio-
nalanteil der Stellgröße beträgt 30%).
Der Kp ist für den normalen Betrieb und die Warmlaufzeit getrennt einstellbar!
Ki – Integralanteil des Reglers. Bei bleibender Regelabweichung wird nach jedem Ab-
lauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgegeben. Ein
großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für das Regelventil führen.
Tn s Die Nachstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen wird
dann auch der Ausgangswert des P-Reglers addiert. Eine zu kleine Nachstellzeit
kann zum Schwingen des Stellwertes für das Regelventil führen.
Die Tn ist für den normalen Betrieb und die Warmlaufzeit getrennt einstellbar.
Zwangsöff- % Im Betrieb wird die Stellgröße nur bis zu diesem Öffnungswinkel geschlossen oder
nung geöffnet (je nach Wirksinn, der hier eingegeben werden kann).

Gemeinsame Parameter für beide PI-Regler


Parameter Einheit Bedeutung
Handsoll- % Wenn der Handbetrieb aktiv ist, wird dieser Sollwert an das Regelventil ausgege-
wert ben.
TIM-ID: 0000062058 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 83


9.4 Gemischwasserregler (optional)
Allgemein
Mit dieser Funktion wird das Gemischwasser des Motors auf einen definierten Sollwert ausgeregelt.

Regelverhalten:
Wenn Istwert < Sollwert schließt das Regelventil (maximal bis zur eingestellten Zwangsöffnung).
Dieser Regler hat die gleiche Funktionsweise wie der Wassertemperaturregler (→ Seite 80).

TIM-ID: 0000062059 - 001

84 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.5 Gemischlüfter und Pumpe (optional)
Allgemein
Mit dieser Funktion wird das Gemischwasser (Rückkühler) gekühlt.

Variante 1: Lüfter über Stufenschaltung


Allgemein

Abbildung 19: Gemischlüfter und Pumpe

1 Value to switch on Einschaltwert


2 Switch-on delay Einverzögerung
3 Value to switch off Ausschaltwert
4 Switch-off delay Ausverzögerung
5 Mixture cooling pump 1 Gemischwasserpumpe 1
6 Manual Hand
7 Actual value Istwert
TIM-ID: 0000062060 - 004

8 Preheating unit Vorwärmung

Die Anzahl der vorhandenen Stufen wird über einen Modulparameter festgelegt.
Maximal stehen 8 Stufen zur Verfügung. Eine Stufe stellt nur einen Schaltpunkt dar. Dies kann auch bedeu-
ten, dass mit zwei Stufen ein Lüfter mit Stern-/Dreieckschaltung aufgebaut wird.
Für den Handbetrieb kann zwischen den einzelnen Stufen mit den Pfeiltasten gewechselt werden.
Wenn eine Stufe in Betrieb ist, wird dies durch eine grüne LED signalisiert. Zusätzlich hat man die Möglich-
keit, jede Stufe von Hand zu bedienen. Der Handbetrieb wird durch eine orange leuchtende LED gekenn-
zeichnet.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 85


Jede einzelne Stufe kann über folgende vier Parameter in ihrer Funktion definiert werden.

Parameter für Rückkühlerstufen:


Parameter Einheit Bedeutung
Einschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert überschreitet, wird nach Ablauf
wert der Einschaltverzögerung die Kühlerstufe aktiviert.
Einverzöge- s Einschaltverzögerung für die Kühlerstufe
rung
Ausschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert unterschreitet, wird nach Ablauf
wert der Ausschaltverzögerung die Kühlerstufe deaktiviert.
Ausverzöge- s Ausschaltverzögerung für die Kühlerstufe
rung

Pumpe:
Die Gemischpumpe wird mit Nenndrehzahl aktiviert. Zusätzlich kann die Pumpe im Stillstand von Hand be-
dient werden.

Variante 2: Lüfter über Frequenzumrichter


Allgemein

TIM-ID: 0000062060 - 004

Abbildung 20: Gemischlüfter und Pumpe

1 Setpoint Sollwert
2 Actual value Istwert
3 Mixture cooling pump 1 Gemischwasserpumpe 1
4 Manual Hand

86 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


5 Control variable Stellgröße
6 Preheating unit Vorwärmung

Bei dieser Variante werden die Rückkühlerlüfter über einen Frequenzumrichter gesteuert. Dazu wird ein PI-
Regler verwendet, der die Stellgröße (0 bis 10 V) an den Frequenzumrichter ausgibt. Außerdem kann die
Stellgröße von Hand eingestellt werden.

Parameter für Frequenzumrichter:


Die Regelparameter des PI-Reglers sind identisch mit denen des Wassertemperaturreglers. Es gibt aber keine
Warmlauf- und Nachlaufzeiten.

Pumpe:
Die Gemischpumpe wird mit Nenndrehzahl aktiviert. Zusätzlich kann die Pumpe im Stillstand von Hand be-
dient werden.

Vorwärmung:
Allgemein
Bei bestimmten Anwendungen (z. B. Fast Gas) muss das Gemischwasser im Stillstand vorgewärmt werden.
Dazu wird die Gemischpumpe aktiviert.
TIM-ID: 0000062060 - 004

Abbildung 21: Vorwärmung

1 Value to switch off Ausschaltwert


2 Setpoint Sollwert
3 Value to switch on Einschaltwert
4 Actual value Istwert

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 87


Parameter für die Vorwärmung
Parameter Einheit Bedeutung
Offset °C Wenn der Temperatur-Istwert den Sollwert plus Offset Wert überschreitet (= Aus-
schaltwert), dann wird die Vorwärmung deaktiviert. Der Sollwert entspricht dem
Sollwert vom Gemischwasserregler.
Hysterese °C Wenn der Temperatur-Istwert den Ausschaltwert minus Hysterese Wert unter-
schreitet (= Einschaltwert), dann wird die Vorwärmung aktiviert.

TIM-ID: 0000062060 - 004

88 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.6 Notkühlwasserregler (optional)
Allgemein
Mit dieser Funktion wird der Kühlkreislauf des Motors auf einen definierten Sollwert ausgeregelt.

Regelverhalten
Wenn der Istwert > Sollwert ist, öffnet das Regelventil.
Dieser Regler hat die gleiche Funktionsweise wie der Wassertemperaturregler (→ Seite 80).
TIM-ID: 0000062061 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 89


9.7 Notkühlerlüfter und Pumpe (optional)
Variante 1: Notkühlerlüfter über Stufenschaltung
Allgemein

Abbildung 22: Notkühlerlüfter und Pumpe

1 Switch-on delay Einverzögerung


2 Value to switch on Einschaltwert
3 Pump Pumpe
4 Switch-off delay Ausverzögerung
5 Value to switch off Ausschaltwert
6 Actual value Istwert
7 Manual Hand

Die Anzahl der vorhandenen Stufen wird über einen Modulparameter festgelegt.
Maximal stehen 8 Stufen zur Verfügung. Eine Stufe stellt nur einen Schaltpunkt dar. Dies kann auch bedeu-
ten, dass mit zwei Stufen ein Lüfter mit Stern-/Dreieckschaltung aufgebaut wird.
TIM-ID: 0000062062 - 003

Für den Handbetrieb kann zwischen den einzelnen Stufen mit den Pfeiltasten gewechselt werden. Für die
angewählte Stufe (Nr.) wird der aktuelle Status angezeigt (Hand/Start/Stopp). Wenn eine Stufe in Betrieb
ist, wird dies durch eine grüne LED signalisiert.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, jede Stufe von Hand zu bedienen. Der Handbetrieb wird durch eine oran-
ge leuchtende LED gekennzeichnet.
Jede einzelne Stufe kann über folgende vier Parameter in ihrer Funktion definiert werden.

90 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Parameter für Notkühlerstufen:
Parameter Einheit Bedeutung
Einschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert überschreitet, wird nach Ablauf
wert der Einschaltverzögerung die Notkühlerstufe aktiviert.
Einverzöge- s Einschaltverzögerung für die Notkühlerstufe
rung
Ausschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert unterschreitet, wird nach Ablauf
wert der Ausschaltverzögerung die Notkühlerstufe deaktiviert.
Ausverzöge- s Ausschaltverzögerung für die Notkühlerstufe
rung

Notkühlerpumpe:
Die Notkühlerpumpe kann ebenfalls wie die Lüfterstufen mit einem Parametersatz eingestellt werden. Zu-
sätzlich besteht auch die Möglichkeit zur Handbedienung der Pumpe.

Parameter für Notkühlerpumpe:


Parameter Einheit Bedeutung
Einschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert überschreitet, wird nach Ablauf
wert der Einschaltverzögerung die Pumpe aktiviert.
Einverzöge- s Einschaltverzögerung für die Pumpe
rung
Ausschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert unterschreitet, wird nach Ablauf
wert der Ausschaltverzögerung die Pumpe deaktiviert.
Ausverzöge- s Ausschaltverzögerung für die Pumpe
rung
TIM-ID: 0000062062 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 91


Variante 2: Notkühlerlüfter über Frequenzumrichter
Allgemein

Abbildung 23: Notkühlerlüfter und Pumpe

1 Value to switch on Einschaltwert


2 Value to switch off Ausschaltwert
3 Setpoint Sollwert
4 Actual value Istwert
5 Pump Pumpe
6 Control variable Stellgröße
7 Manual Hand

Bei dieser Variante werden die Notkühlerlüfter über FU gesteuert.


Es können bis zu 2 FU verwendet werden (0 bis 100% / 0 bis 10 V).
Dazu wird je ein PI-Regler verwendet, der die Stellgröße (0 bis 10 V) an den FU ausgibt.
Außerdem kann die Stellgröße von Hand gestellt werden.
TIM-ID: 0000062062 - 003

Bei Verwendung von 2 FU gibt es aber nur einen Sollwert.

92 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Parameter für Frequenzumrichter:
Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert °C Dieser Parameter entspricht dem Sollwert für die Regelung.
Einschaltwert % oder °C Wenn der Grenzwert erreicht wird, wird der FU freigegeben.
Anlagenabhängig: z. B. Einschaltung über Stellung eines Notkühlerregelventils
(%) oder anhand der Wassertemperatur (°C).
Bei Verwendung von 2 FU wird der zweite FU anhand der Stellgröße des ersten
FU freigegeben.
Ausschaltwert % oder °C Der erste FU wird anhand der Wassertemperatur (°C) abgeschaltet.
Der zweite FU wird anhand der Stellgröße (%) des ersten FU deaktiviert.
Ablösewert % Kann anlagenabhängig beschaltet werden.
Der Ablösewert kann projektspezifisch mit einem anderen Regelkreis verknüpft
werden. Wird dieser Regelkreis deaktiviert, dann wird dieser Ablösewert von
der Regelung übernommen. Somit wird ein stoßfreies Umschalten realisiert.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je 1 °C Abweichung wird die Stellgröße um die-
sen Faktor erhöht oder verringert (z. B. Regelabweichung +5 °C, Kp=6: Propor-
tionalanteil der Stellgröße beträgt 30%).
Ki – Integralanteil des Reglers. Bei bleibender Regelabweichung wird nach jedem
Ablauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgegeben.
Ein großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für den FU führen.
Tn s Die Nachstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen
wird dann auch der Ausgangswert des I-Reglers zum Ausgangswert des P-Reg-
lers addiert. Eine zu kleine Nachstellzeit kann zum Schwingen des Stellwertes
für den FU führen.
Handstellgrö- % Wenn der Handbetrieb aktiv ist, wird dieser Sollwert an den FU ausgegeben.
ße
TIM-ID: 0000062062 - 003

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 93


9.8 Raumtemperaturregler (optional)
Allgemein
Mit dieser Funktion wird die Raumtemperatur auf einen definierten Sollwert ausgeregelt. Die Klappenansteu-
erung (Zuluft, Abluft und Umluft) muss über die Hardware so verschaltet werden, dass mit einem Stellsignal
(z. B. 0 bis 10 V) alle Klappen in die richtige Lage gebracht werden können.

Regelverhalten
Wenn der Istwert>Sollwert ist, öffnet das Regelventil.
Dieser Regler hat die gleiche Funktionsweise wie der Wassertemperaturregler (→ Seite 80).

TIM-ID: 0000062063 - 001

94 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.9 Raumlüftersteuerung (optional)
Variante 1: Raumlüfter über Stufenschaltung

Abbildung 24: Raumlüfter

1 Switch-off delay Ausverzögerung


2 Switch-on delay Einverzögerung
3 Value to switch on Einschaltwert
4 Value to switch off Ausschaltwert
5 Room air fans enable Raumlüfter-Freigabe
6 Room air Raumluft
7 Inlet air fan Zulüfter
8 Manual Hand
9 Outlet air fan Ablüfter

Die Anzahl der vorhandenen Stufen wird über einen Modulparameter festgelegt.
Maximal stehen 4 Stufen zur Verfügung (Zuluft und Abluft). Eine Stufe stellt nur einen Schaltpunkt dar. Dies
TIM-ID: 0000062064 - 003

kann auch bedeuten, dass mit zwei Stufen ein Lüfter mit Stern-/Dreieckschaltung aufgebaut wird.
Für den Handbetrieb kann zwischen den einzelnen Stufen mit den Pfeiltasten gewechselt werden. Für die
angewählte Stufe (Nr.) werden die aktuellen Parameter angezeigt.
Wenn eine Stufe in Betrieb ist, dann wird dies durch eine grüne LED signalisiert. Zusätzlich besteht die Mög-
lichkeit, jede Stufe von Hand zu bedienen. Der Handbetrieb wird durch eine orange leuchtende LED gekenn-
zeichnet.
Jede einzelne Stufe kann über folgende vier Parameter in ihrer Funktion definiert werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 95


Parameter für Raumlüfterstufen:
Parameter Einheit Bedeutung
Einschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert überschreitet, wird nach Ablauf
wert der Einschaltverzögerung die Raumlüfterstufe aktiviert.
Einverzöge- s Einschaltverzögerung für die Raumlüfterstufe
rung
Ausschalt- °C Wenn der Temperatur-Istwert diesen Grenzwert unterschreitet, wird nach Ablauf
wert der Ausschaltverzögerung die Raumlüfterstufe deaktiviert.
Ausverzöge- s Ausschaltverzögerung für die Raumlüfterstufe
rung

Optional: Bei einem Gasalarm werden alle Lüfterstufen zwangsweise aktiviert.

Aktivierung der Raumlüfter (frei einstellbar)


Über den Button "Raumlüfter-Freigabe" kann die Freigabe der Lüfter je nach Bedarf eingestellt werden.
Folgende Kombinationen sind möglich:
• Freigabe auch bei Stillstand der Anlage
Die Lüfter werden auch bei stehender Maschine nach Überschreitung des Grenzwertes eingeschaltet.
• Freigabe nur bei Betrieb der Anlage
Die Lüfter werden nur bei laufender Maschine und Überschreitung des Grenzwertes freigegeben
• Stufe 1 sofort bei Betrieb
Diese Option kann zu den beiden oben genannten Varianten dazu gewählt werden. Die erste Lüfterstufe
wird dann sofort bei Motorstart eingeschaltet (unabhängig vom Grenzwert).

Variante 2: Raumlüfter über Frequenzumrichter


Bei dieser Variante werden die Raumlüfter (Zu- und Abluft) je über einen FU gesteuert. Dazu wird ein PI-Reg-
ler verwendet, der den Sollwert (0 bis 10 V) an den FU ausgibt. Außerdem kann die Stellgröße von Hand
eingestellt werden.

TIM-ID: 0000062064 - 003

96 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Abbildung 25: Raumlüfter

1 Value to switch on Einschaltwert


2 Value to switch off Ausschaltwert
3 Setpoint Sollwert
4 Actual value Istwert
5 Inlet air Zuluft
6 Control variable Stellgröße
7 Manual Hand
8 Outlet air Abluft

Parameter für Frequenzumrichter


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert °C Dieser Parameter entspricht dem Sollwert für die Regelung.
Offset Still- °C Wenn die Maschine steht, wird dieser Wert zum Sollwert addiert. Somit verhindert
stand man ein ständiges Ein- bzw. Ausschalten im Stillstand und beseitigt dennoch
Stauwärme.
TIM-ID: 0000062064 - 003

Einschalt- °C Dieser Wert wird zum Sollwert addiert. Überschreitet die Raumtemperatur den
wert Gesamtwert, wird der FU freigegeben.
Ausschalt- °C Dieser Wert wird vom Sollwert subtrahiert. Ist die Raumtemperatur kleiner als der
wert Gesamtwert, wird der FU wieder deaktiviert.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je 1 °C-Abweichung wird die Stellgröße um diesen
Faktor erhöht oder verringert (z. B. Regelabweichung +5 °C, Kp=6: Proportional-
anteil der Stellgröße beträgt 30%).
Ki – Integralanteil des Reglers. Beibleibender Regelabweichung wird nach jedem Ab-
lauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgegeben. Ein
großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für den FU führen.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 97


Parameter Einheit Bedeutung
Tn s Die Naschstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen wird
dann auch der Ausgangswert des I-Reglers zum Ausgangswert des P-Reglers ad-
diert. Eine zu kleine Nachstellzeit kann zum Schwingen des Stellwertes für den FU
führen.
Zwangsöff- % Im Betrieb wird die Stellgröße nicht kleiner als dieser Wert ausgegeben.
nung
Handsoll- % Wenn der Handbetrieb aktiv ist, wird dieser Sollwert an den FU ausgegeben.
wert

Optional
Bei Gasalarm werden die Raumlüfter mit 100% Sollwert zwangsweise aktiviert.

TIM-ID: 0000062064 - 003

98 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.10 CH4-Regelung (optional)
Allgemein
Die CH4-Regelung wird in mehrere Bereiche untergliedert:
• Startfreigabe des Motors anhand des CH4-Gehaltes (digitaler Kontakt oder Grenzwert über analoges Ist-
wert-Signal)
• Leistungsbegrenzung anhand des CH4-Gehaltes (funktioniert nur, wenn ein analoges Istwert-Signal zur
Verfügung steht).

HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

Startfreigabe über digitalen Kontakt


Das Aggregat wird anhand des CH4-Gehaltes freigegeben oder abgestellt. Dazu wird ein digitaler Geber ein-
gelesen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Einschaltverzögerung s Wenn der Kontakt ansteht, dann läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der
Zeit und anstehendem Signal wird das Aggregat freigegeben.
Ausschaltverzöge- s Wenn der Kontakt nicht mehr ansteht, dann läuft diese Zeit ab.
rung

Startfreigabe über analoges Signal (optional)


Das Aggregat wird anhand des CH4-Gehaltes freigegeben oder abgestellt. Dazu wird ein analoges Istwertsig-
nal eingelesen und mit Grenzwerten verglichen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Bei CH4-Gehalt ein % Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet läuft die Einschaltzeit ab.
Einschaltverzögerung s Ist der Grenzwert überschritten, läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der
Zeit und überschrittenem Grenzwert wird das Aggregat freigegeben.
Bei CH4-Gehalt aus % Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, dann läuft die Ausschalt-
zeit ab.
Ausschaltverzögerung s Ist der Grenzwert unterschritten, läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf
der Zeit und unterschrittenem Grenzwert wird das Aggregat gesperrt.

Die Kurve muss durch den Kunden ermittelt werden.


TIM-ID: 0000062065 - 002

HINWEIS
Die Werte können nur ab einem bestimmten User-Level (Service) verändert werden.

Leistungsbegrenzung über analoges Signal (optional)


Die Leistung des Motors wird anhand des CH4-Gehaltes begrenzt. Dazu wird ein analoges Istwert-Signal ein-
gelesen und mit Grenzwerten verglichen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 99


Parameter Einheit Bedeutung
Bei CH4-Gehalt min. % Diesem CH4-Wert wird der unterste Leistungswert zugeordnet.
Leistung bei min. % Wenn der CH4-Wert den min.-Grenzwert unterschreitet, wird die Leis-
tung auf diesen Wert begrenzt.
Zwischen dem minimalen und maximalen Wert wird die Grenze über ei-
ne Gerade errechnet.
Bei CH4-Gehalt max. % Diesem CH4-Wert wird der oberste Leistungswert zugeordnet.
Leistung bei max. % Wenn der CH4-Wert den max.-Grenzwert überschreitet, wird die Leistung
auf diesen Wert begrenzt.
Zwischen dem minimalen und maximalen Wert wird die Grenze über ei-
ne Gerade errechnet.

Startsollwert CH4-Gehalt
Der Motorstart sowie der Motorbetrieb bis zu 10% Leistung erfolgt bezüglich des CH4-Gehaltes über die Vor-
gabe durch die MMC.
Wenn die MMC über einen Sensor ein CH4-Messsignal erhält, so verwendet der Motor bis zu einer Leistung
von 10% diesen übermittelten CH4-Wert.
Wenn die MMC kein CH4-Messsignal über einen Sensor erhält, dann wird der CH4-Gehalt über die MMC in
einem Bereich von 45% bis 65% manuell vorgegeben.
Über einer Motorleistung von 10% berechnet der Motorregler ADEC den aktuellen CH4-Gehalt grundsätzlich
selbständig. Sich ändernde CH4-Gehalte gleicht der Motor dann ebenfalls unabhängig vom CH4-Messsignal
aus.
Einstellbare Parameter:
Parameter Einheit Bedeutung
Startsollwert CH4-Ge- % Der CH4-Gehalt kann einem Bereich von 45% bis 65% verändert wer-
halt den. Dazu muss der Button Startsollwert betätigt werden. Bei nicht
vorhandenem Sensor für CH4-Messsignal oder Hardwarestörung des
Sensors wird der Button Startsollwert automatisch aktiviert

HINWEIS
Der Parameter Startsollwert CH4-Gehalt wird nur für den Motorstart verwendet. Die
Funktionen Startfreigabe über CH4-Gehalt und Leistungsbegrenzung über CH4-Gehalt
werden nicht beeinflusst.
TIM-ID: 0000062065 - 002

100 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.11 Gasbehälter (optional)
Allgemein
Die Gasbehälterregelung wird in mehrere Bereiche untergliedert:
• Gasfackel
• Startfreigabe des Motors anhand des Füllstandes/Gasdruckes
(digitaler Kontakt oder Grenzwert über analoges Istwertsignal)
• Leistungsbegrenzung anhand des Füllstandes/Gasdruckes
(digitaler Kontakt oder Grenzwert über analoges Istwertsignal)
HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

HINWEIS
Die Auswertung erfolgt entweder über ein analoges Signal (Standard) oder über digitale
Signale (3 Kontakte).
Eine Kombination ist nicht möglich.
Alle Parameter müssen durch den Kunden selbst ermittelt werden.

Gasbehälter Fackelansteuerung (Füllstand/Druck): Freigabe über analoges Signal


Die Fackel wird anhand des Füllstandes/Druckes freigegeben oder abgestellt. Dazu wird ein analoges Ist-
wertsignal eingelesen und mit Grenzwerten verglichen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Einschaltwert % Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, läuft die Einschaltzeit ab.
Einschaltverzö- s Ist der Grenzwert überschritten läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und überschrittenem Grenzwert wird die Fackel freigegeben.
Ausschaltwert % Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, läuft die Ausschaltzeit ab.
Ausschaltverzö- s Ist der Grenzwert unterschritten läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und unterschrittenem Grenzwert wird die Fackel gesperrt.

Gasbehälter (Füllstand/Druck): Startfreigabe über digitalen Kontakt


Das Aggregat wird anhand des Füllstandes/Druckes freigegeben oder abgestellt. Dazu werden zwei digitale
Geber eingelesen (Aus/Ein).
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Einschaltverzö- s Wenn der Kontakt "Ein" ansteht, läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und anstehendem Signal wird das Aggregat freigegeben.
TIM-ID: 0000062066 - 001

Ausschaltverzö- s Wenn der Kontakt "Aus" ansteht, läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und anstehendem Signal wird das Aggregat gesperrt.

Gasbehälter (Füllstand/Druck): Startfreigabe über analoges Signal


Das Aggregat wird anhand des Füllstandes/Druckes freigegeben oder abgestellt. Dazu wird ein analoges Ist-
wertsignal eingelesen und mit Grenzwerten verglichen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 101


Parameter Einheit Bedeutung
Einschaltwert % Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, läuft die Einschaltzeit ab.
Einschaltverzö- s Ist der Grenzwert überschritten läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und überschrittenem Grenzwert wird das Aggregat freigegeben.
Ausschaltwert % Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, läuft die Ausschaltzeit ab.
Ausschaltverzö- s Ist der Grenzwert unterschritten läuft diese Zeit ab. Erst nach Ablauf der Zeit
gerung und unterschrittenem Grenzwert wird das Aggregat gesperrt.

Gasbehälter (Füllstand/Druck): Leistungsbegrenzung über digitale Kontakte


Die Leistung des Motors wird anhand des Füllstandes/Druckes begrenzt. Dazu wird ein dritter Schalter ein-
gelesen (Aus, Ein und Leistungswert max., Leistungswert min.).
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Leistung bei % Beim Ansprechen des Schalters (Ein und Leistungswert max.) wird die Leis-
max. tung auf diesen Sollwert gestellt.
Leistung bei % Beim Ansprechen des Schalters (Leistungswert min.) und nicht aktivem
min. Schalter (Ein und Leistungswert max.) wird die Leistung auf diesen Sollwert
gestellt.

Gasbehälter (Füllstand/Druck): Leistungsbegrenzung über analoges Signal


Die Leistung des Motors wird anhand des Füllstandes/Druckes begrenzt. Dazu wird ein analoges Istwertsig-
nal eingelesen und mit Grenzwerten verglichen.
Folgende Parameter werden zur Verfügung gestellt:
Parameter Einheit Bedeutung
Bei Füllstand/ % Diesem Füllstand-/Druckwert wird der unterste Leistungswert zugeordnet.
Druck min.
Leistung bei % Wenn der Füllstand-/Druck den min.-Grenzwert unterschreitet, wird die Leis-
min. tung auf diesen Wert begrenzt. Zwischen dem minimalen und maximalen Wert
wird die Grenze über eine Gerade errechnet.
Bei Füllstand/ % Diesem Füllstand-/Druckwert wird der oberste Leistungswert zugeordnet.
Druck max.
Leistung bei % Wenn der Füllstand-/Druck den max.-Grenzwert überschreitet, wird die Leis-
min. tung auf diesen Wert begrenzt. Zwischen dem minimalen und maximalen Wert
wird die Grenze über eine Gerade errechnet.
TIM-ID: 0000062066 - 001

102 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.12 Netzbezugsregelung (optional)
Allgemein

Abbildung 26: Schaltung


1 Netzschiene 3 Leistung Netzübergabe 5 Generator
2 Sammelschiene 4 Erzeugerleistung 6 Verbraucherleistung
Es gibt drei Möglichkeiten die Netzübergabeleistung zu regeln:
• Anlage bezieht Leistung vom Netz
• Anlage speist Leistung ins Netz
• An der Netzübergabestelle wird auf Nulllast geregelt (Nulllastregelung)
Das Istwert-Signal an der Netzübergabestelle ist ein "±Signal" (z. B. -1000 kW bis +1000 kW).
Das Signal wird wie folgt bewertet:
• Erzeugte Leistung < Verbrauchte Leistung
Signal ist positiv (+), Anlage bezieht Leistung vom Netz.
• Erzeugte Leistung > Verbrauchte Leistung
Signal ist negativ (-), Anlage speist Leistung ins Netz.
• Erzeugte Leistung = Verbrauchte Leistung
Signal ist null, Anlage speist nichts ins Netz und bezieht nichts vom Netz
TIM-ID: 0000062067 - 001

Anhand der Netzübergabeleistung kann die Startfreigabe des Aggregats eingestellt werden. Der Motor wird
nur freigegeben wenn die parametrierbare Einschaltschwelle überschritten ist. Das gleich gilt für die Ab-
schaltschwelle.
Das System kann ideal verwendet werden, um z. B. keine Spitzenströme zahlen zu müssen.
HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 103


HINWEIS
Bei den Funktionen (Netzbezugsregler und Startfreigabe) muss darauf geachtet werden,
dass sie sich nicht gegenseitig eliminieren (z. B. der Netzbezugsregler soll auf einen
Wert regeln, der aber schon als Abwahlpunkt des Systems gewertet wird).

Statusmeldungen
Statusmeldungen:
• Aktiv
Hier wird angezeigt, wenn die Netzbezugsregelung aktiviert ist.
• Speisung
Hier wird gemeldet, wenn die Anlage ins Netz speist.
• Bezug
Hier wird gemeldet, wenn die Anlage aus dem Netz bezieht.
• Totband
Hier wird gemeldet, wenn die Regelabweichung kleiner als das Totband ist.
• Sollwert max
Hier wird gemeldet, wenn der berechnete Sollwert den maximal zugelassenen Sollwert für den Leistungs-
regler erreicht hat.
Der maximale Sollwert (%) wird in den Leistungsreglerparametern angezeigt. Der Sollwert ist in den Modul-
parametern festgelegt und kann nicht verändert werden.
• Sollwert min
Hier wird gemeldet, wenn der berechnete Sollwert den minimal zugelassenen Sollwert für den Leistungs-
regler erreicht hat.
Der minimale Sollwert (%) wird in den Leistungsregelparametern angezeigt. Der Sollwert ist in den Modul-
parametern festgelegt und kann nicht verändert werden.
• Startfreigabe
Wenn die Soll-/Istwertabgleichung negativ ist speist die Anlage ins Netz.
Wenn die Soll-/Istwertabgleichung positiv ist bezieht die Anlage vom Netz.

Parameter für Netzbezugsregler


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert kW Auf diesen Wert wird die Leistung an der Netzübergabestelle ausgeregelt. Ist dies
ein negativer Wert, soll die Anlage ins Netz speisen.
Totband kW Wenn die Regelabweichung (xd) unterhalb von diesem Wert ist, dann wird der
Sollwert für den Leistungsregler nicht mehr verändert. Somit wird ein Schwingen
des Systems unterbunden.
Inkrement kW Mit diesem Wert wird festgelegt, um wieviel "kW" der Sollwert für den Leistungs-
regler pro Sekunde verändert wird.
Der Sollwert für den Leistungsregler wird nur verändert, wenn die Regelabwei-
chung größer als das Totband ist. Der Inkrementwert muss kleiner gewählt wer-
den als der Wert des Totbandes.
Pausenzeit s Dies ist die Pausenzeit zwischen zwei Änderungen des Sollwerts für den Leis-
tungsregler.
TIM-ID: 0000062067 - 001

Parameter für die Startfreigabe


Parameter Einheit Bedeutung
X1 kW Unverzögerte Anwahl. Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, wird der Mo-
tor unverzögert freigegeben.
X2 kW Verzögerte Anwahl. Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet und kleiner als
der unverzögerte Einschaltwert ist, wird der Motor verzögert frei gegeben. Die
Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem unverzögerten und verzö-
gerten Einschaltwert berechnet.

104 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Parameter Einheit Bedeutung
Y1 s Verzögerungszeit für die Anwahl. Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten
und verzögerten Einschaltwert über eine Gerade berechnet. Je näher der aktuelle
Istwert dem unverzögerten Einschaltwert kommt, desto kürzer wird die Verzöge-
rungszeit.
X3 kW Verzögerte Abwahl. Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Motor
verzögert abgewählt. Die Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem
unverzögerten und verzögerten Ausschaltwert berechnet.
X4 kW Unverzögerte Abwahl. Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Mo-
tor unverzögert abgewählt.
Y2 s Verzögerungszeit für die Abwahl. Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten
und verzögerten Ausschaltwert über eine Gerade berechnet. Je näher der aktuelle
Istwert dem unverzögerten Ausschaltwert kommt, desto kürzer die Verzögerungs-
zeit.

Die Grenzwerte für die An- und Abwahl müssen von links nach rechts (auf der X-Achse) immer kleiner wer-
den. Wenn dies nicht eingehalten wird, wird ein Defaultwert aktiviert.
TIM-ID: 0000062067 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 105


9.13 Abgas-/Bypassklappensteuerung (optional)
Allgemein
Die Abgasklappe wird mit Starten des Aggregats geöffnet. Sie ist bei Anlagen mit mehreren Aggregaten not-
wendig, um das Rückströmen der Verbrennungsluft in die abgewählten Aggregate zu verhindern.
Die Aufgabe der Bypassklappe ist es, bei geringer Wärmeabnahme das heiße Abgas am Abgaswärmetau-
scher vorbei zu leiten, um ein Überhitzen des Heizwassers zu verhindern.
Der Bypassbetrieb kann durch den parametrierbaren Grenzwert oder per Hand über den Anwahl-Button akti-
viert werden. Zusätzlich kann der Bypassbetrieb über einen optionalen Eingang von Fern aktiviert werden.
Dabei wird zunächst die Klappe 2 geöffnet und erst nach Ansprechen des Endschalters "Auf" die Klappe 1
geschlossen.
Alle Klappen können auch von Hand bedient werden.

Parameter für Bypassbetrieb


Parameter Einheit Bedeutung
Grenzwert Bypass- °C Bei Überschreiten des Grenzwertes öffnet zunächst die Bypassklappe 2
betrieb und danach schließt die Bypassklappe 1.
Hysterese für By- °C Bei Unterschreiten des Grenzwertes um die Hysterese wird der Bypassbe-
passbetrieb trieb deaktiviert.

HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

TIM-ID: 0000062068 - 001

106 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.14 Wärmebetrieb Motor (optional)
Startfreigabe anhand der Wassertemperatur
Allgemein

Abbildung 27: Wärmebetrieb Motor

1 Start release Startfreigabe


2 Outdoor temperature Außentemperatur
3 Control active Regelung aktiv

Das Aggregat wird automatisch gestartet oder gestoppt, wenn die Temperatur diverse Grenzwerte über- oder
unterschritten hat. Zusätzlich können noch Verzögerungszeiten eingetragen werden. Die Anwahl-Grenzwerte
können zusätzlich über die Außentemperatur oder über eine Absenkung verschoben werden.
HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.
TIM-ID: 0000062069 - 002

Parameter für die Startanforderung


Parameter Einheit Bedeutung
Unverzögerte An- °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Motor unverzögert
wahl freigegeben.
X1
Verzögerte Anwahl °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet und größer als der unverzö-
X2 gerte Einschaltwert ist, wird der Motor verzögert freigegeben.
Die Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem unverzöger-
ten und verzögerten Einschaltwert berechnet.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 107


Parameter Einheit Bedeutung
Verzögerungszeit s Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten und verzögerten Einschalt-
für die Anwahl wert über eine Gerade berechnet. Je näher der aktuelle Istwert dem un-
Y1 verzögerten Einschaltwert kommt, desto kürzer wird die Verzögerungs-
zeit.
Unverzögerte Ab- °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, wird der Motor unverzögert
wahl abgewählt.
X4
Verzögerte Abwahl °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet und kleiner als der unverzö-
X3 gerte Grenzwert ist, wird der Motor verzögert abgewählt.
Die Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem unverzöger-
ten und verzögerten Ausschaltwert berechnet.
Verzögerungszeit s Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten und verzögerten Ausschalt-
für die Abwahl wert über eine Gerade berechnet. Je näher der aktuelle Istwert dem un-
Y2 verzögerten Ausschaltwert kommt, desto kürzer wird die Verzögerungs-
zeit.

Gleitend: Startfreigabe und Leistungsregelung anhand einer Wassertemperatur


Allgemein

TIM-ID: 0000062069 - 002

Abbildung 28: Wärmebetrieb Motor

1 Start release Startfreigabe


2 Outdoor temperature Außentemperatur
3 Control active Regelung aktiv

Der Regler besteht aus einem PI-Regler, dessen Ausgangsgröße die Leistung des Aggregats von 50% (Soll-
wert min.) bis 100% ändern kann.
Die Grenzwerte für die Startfreigabe können mithilfe der Außentemperaturkurve beeinflusst werden.

108 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

Beispiel mit Heizwasserrücklauftemperatur als Sollgröße:


Heizwasserrücklauftemperatur gemessen durch separaten Fühler in Anlage.
Startfreigabe (Werte entsprechen dem aktuellen Bild):
Steht das Aggregat und die Heizwasserrücklauftemperatur (Istwert) sinkt unter 66 °C (im Bild X2), wird noch
30 s (im Bild Y1) gewartet, bis das Aggregat angewählt wird. Je weiter die Temperatur sinkt (Richtung X1),
umso schneller wird das Aggregat angewählt.
Regelung (Werte entsprechen dem aktuellen Bild):
Wenn das Aggregat läuft, wird die Sollleistung anhand der Heizwasserrücklauftemperatur im PI-Regler ermit-
telt. Der aktuelle Istwert der Temperatur wird ebenfalls angezeigt. Es wird versucht, die Heizwasserrücklauf-
temperatur auf den "Sollwert" (im Beispiel 70 °C) auszuregeln. Solange der Heizwasserwert kleiner als der
heizwassersollwert ist, wird der Aggregatleistungssollwert (Sollwert Leistung) entsprechend den Regelpara-
metern erhöht (bis maximal 100%). Wenn der Heizwasser-Istwert über den Heizwasser-Sollwert steigt, wird
der Aggregatleistungssollwert wieder verringert (bis Sollwert min.).
Besonderheit "Wärmebetrieb mit Begrenzungsfunktion":
Bei dieser Betriebsart wird der errechnete Sollwert noch durch die Netzbezugsregelung begrenzt. Der Soll-
wert wird nicht weiter erhöht, wie der aktuell errechnete Sollwert der Netzbezugsregelung.
Abstellung (Startfreigabe wird deaktiviert):
Sobald der Wärmeregler "Sollwert min." meldet und die Störmeldung "Heizwassertemperatur > Grenzwert 1"
ansteht, wird das Aggregat abgewählt. Dadurch wird eine möglichst lange Laufzeit des Aggregats erreicht.

Anzeigen der Leistungsregelung


Parameter Einheit Bedeutung
Regelung aktiv – Diese LED leuchtet grün, sobald die Regelung aktiviert wurde (Startfreigabe
durch Wärmebetrieb und Netzparallelbetrieb aktiv).
Warmlaufzeit – Diese LED leuchtet grün, während die Startrampe aktiv ist, und somit die
Warmlaufzeit abläuft.
Sollwert min. – Diese LED leuchtet grün, sobald die errechnete Aggregatsollleistung dem
"Sollwert min." entspricht.
100% – Diese LED leuchtet grün, sobald die errechnete Aggregatsollleistung dem
"Sollwert max." und somit 100% entspricht.
Netzbezugsrege- – Ist keine Netzbezugsregelung vorhanden, dann ist diese Anzeige deaktiviert.
lung Bei Wärmebetrieb mit Begrenzung leuchtet diese LED grün, sobald die Leis-
tung der Netzbezugsregelung kleiner ist als die Leistung des gleitenden
Wärmebetriebes.
Darunter wird noch die berechnete Leistung der Netzbezugsregelung ange-
TIM-ID: 0000062069 - 002

zeigt.
Sollwert °C Hier wird der aktuelle Heizwassertemperatur-Sollwert angezeigt.
Dieser wird während der Warmlaufzeit vom Startsollwert bis zum Sollwert
erhöht.
Istwert °C Hier wird der aktuelle Istwert am Temperaturfühler für die Heizwassertem-
peratur angezeigt.
Soll-/Istwertab- °C Hier wird der Unterschied zwischen dem Sollwert und dem Istwert ange-
weichung zeigt (Sollwert – Istwert).

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 109


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert Leistung % Hier wird der Aggregatleistungssollwert angezeigt.
Istwert Leistung % Hier wird der Aggregatleistungsistwert angezeigt.

Parameter für Leistungsregelung


Parameter Einheit Bedeutung
Sollwert °C Dieser Parameter entspricht dem Sollwert (Heizwassertemperatur) für die
Regelung. Nach Ablauf der Startrampe regelt der Regler über die Aggregat-
leistung die Heizwassertemperatur auf diesen Wert aus.
Startsollwert °C Nachdem der Regler aktiviert wurde, wird die Sollwerttemperatur über eine
Startrampe erhöht.
Diese Startrampe (für den Temperatursollwert) wird von diesem Wert aus
gestartet.
Warmlaufzeit s Während der Warmlaufzeit wird der Temperatursollwert vom Startsollwert
bis zum eigentlichen Sollwert erhöht.
Erst nach Ablauf dieser Zeit wird auf den Temperaturwert, der bei "Sollwert"
eingegeben wurde, geregelt.
Kp – Proportionalanteil des Reglers. Je 1 °C Abweichung wird die Stellgröße (Soll-
wert Aggregatleistung) um diesen Faktor geöffnet oder geschlossen (z. B.
Regelabweichung +5 °C, Kp=6: Proportionalanteil der Stellgröße beträgt
30%).
Ki – Integralanteil des Reglers. Bei bleibender Regelabweichung wird nach jedem
Ablauf der Nachstellzeit (Tn) der Ki-Wert zum P-Anteil addiert und ausgege-
ben. Ein großer Ki-Wert kann zum Schwingen des Stellwertes für die Aggre-
gatleistung führen.
Tn s Die Nachstellzeit dient zum Errechnen des I-Anteils. In diesen Zeitabständen
wird dann auch der Ausgangswert des I-Reglers zum Ausgangswert des P-
Reglers addiert. Eine zu kleine Nachstellzeit kann zum Schwingen des Stell-
wertes für die Aggregatleistung führen.
Sollwert min. % Entspricht der Mindestleistung, mit der das Aggregat betrieben werden soll.

TIM-ID: 0000062069 - 002

110 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.15 Wärmebetrieb Kessel (optional)
Allgemein
Der Kessel wird automatisch gestartet oder gestoppt, wenn die Temperatur diverse Grenzwerte über- oder
unterschritten hat.
Zusätzlich können noch Verzögerungszeiten eingetragen werden.
Die Grenzwerte für die An-/Abwahl können zusätzlich über die Außentemperatur oder einer Absenkung ver-
schoben werden.
HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

Parameter für Standortanforderung Kessel:


Parameter Einheit Beschreibung
Unverzögerte An- °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Kessel unverzö-
wahl gert freigegeben.
X1
Verzögerte Anwahl °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet und größer als der unverzö-
X2 gerte Einschaltwert ist, wird der Kessel verzögert freigegeben.
Die Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem unverzöger-
ten und verzögerten Einschaltwert berechnet.
Verzögerungszeit für s Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten Einschaltwert über eine Ge-
die Anwahl rade berechnet. Je näher der aktuelle Istwert dem unverzögerten Ein-
Y1 schaltwert kommt, desto kürzer wird die Verzögerungszeit.
Unverzögerte Ab- °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, wird der Kessel unverzö-
wahl gert gesperrt.
X4
Verzögerte Abwahl °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet und kleiner als der unverzö-
X3 gerte Grenzwert ist, wird der Kessel verzögert gesperrt.
Die Verzögerungszeit wird auf einer Geraden zwischen dem unverzöger-
ten und verzögerten Ausschaltwert berechnet.
Verzögerungszeit für s Diese Zeit wird zwischen dem unverzögerten und verzögerten Ausschalt-
die Abwahl wert über eine Gerade berechnet. Je näher der aktuelle Istwert dem un-
Y2 verzögerten Ausschaltwert kommt, desto kürzer wird die Verzögerungs-
zeit.
TIM-ID: 0000062070 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 111


9.16 Außentemperaturverschiebung (optional)
Allgemein
Die Außentemperaturverschiebung kann für den Wärmebetrieb (Motor und Kessel) verwendet werden. Die
Schaltpunkte für die Freigabe werden durch diese Funktion beeinflusst.
Durch die Kurve wird anhand der aktuellen Außentemperatur ein Offset (positiv oder negativ) errechnet, der
dann zu den Schaltpunkten addiert wird. Die Verschiebung kann über 3 Steigungen an die Gegebenheiten
angepasst werden. Dazu sind 4 Parametersätze notwendig.
Die Grenzwerte für die X-Achse (Außentemperatur-Grenzwerte) müssen von links nach rechts immer größer
werden.
Zusätzlich können die Schaltpunkte über eine Absenkung um einen einstellbaren Wert nach unten verscho-
ben werden (wird über einen optionalen Eingang aktiviert).
Parameter Einheit Bedeutung
Offset °C Alle Schaltpunkte werden um diesen Wert nach unten verschoben.

Parameter für Außentemperatur


Parameter Einheit Bedeutung
X1 °C Außentemperatur-Wert für den Offset-Wert Y1
Y1 °C Offset-Wert für den Außentemperatur-Wert X1
X2 °C Außentemperatur-Wert für den Offset-Wert Y2
Y2 °C Offset-Wert für den Außentemperatur-Wert X2
X3 °C Außentemperatur-Wert für den Offset-Wert Y3
Y3 °C Offset-Wert für den Außentemperatur-Wert X3
X4 °C Außentemperatur-Wert für den Offset-Wert Y4
Y4 °C Offset-Wert für den Außentemperatur-Wert X4

Parameter für Absenkung


Parameter Einheit Bedeutung
Absenk- °C Dieser Wert wird vom errechneten Offset abgezogen.
wert TIM-ID: 0000062071 - 001

112 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.17 Pufferspeicher (optional)
Allgemein
Das Aggregat wird anhand einer Pufferspeicherregelung gestartet oder gestoppt.
Dazu werden 4 Fühler im Pufferspeicher ausgewertet. Es wird angezeigt, ob der Puffer befüllt oder entleert
wird.
Wenn die Startfreigabe für das Aggregat erfolgt ist, läuft eine einstellbare Warmlaufzeit ab.
Nach Ablauf dieser Warmlaufzeit werden weitere Wärmeerzeuger (z. B. Kessel) für die Aktivierung freigege-
ben.
Wenn die Gradientenauswertung erkennt, dass der Puffer bereits wieder gefüllt wird, wird die Anwahl weite-
rer Wärmeerzeuger unterbunden.
HINWEIS
Alle Funktionen sind nur im Automatikbetrieb aktiv.

Parameter für Pufferspeicher


Parameter Einheit Bedeutung
PT4 °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Motor unverzö-
Unverzögerte An- gert freigegeben. Der Puffer ist leer.
wahl
PT5 °C Wenn der Istwert diese Grenze unterschreitet, wird der Motor verzögert
Verzögerte Anwahl freigegeben (siehe Verrzögerungszeit).
PT5 s Wird die Grenze vom PT5 unterschritten, läuft dieser Timer ab. Nach Ab-
Verzögerungszeit für lauf des Timers wird der Motor freigegeben.
die Anwahl
PT7 °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet, wird der Motor unverzögert
Unverzögerte Ab- gesperrt. Der Puffer ist voll.
wahl
PT6 °C Wenn der Istwert diese Grenze überschreitet und kleiner als der Grenz-
Verzögerte Abwahl wert von PT7 ist, wird der Motor verzögert gesperrt (siehe Verzögerungs-
zeit).
PT6 s Wird die Grenze vom PT6 überschritten, läuft dieser Timer ab. Nach Ab-
Verzögerungszeit für lauf des Timers wird der Motor gesperrt.
die Abwahl
Warmlaufzeit min. nach Ablauf der Warmlaufzeit können weitere Erzeuger freigegeben wer-
den.

Parameter für Gradientenauswertung


TIM-ID: 0000062072 - 001

Parameter Einheit Bedeutung


Zeit s Zeit, in der die Temperaturdifferenz gemessen wurde.
Falls der Speicher voll ist, wird kein weiterer Wärmeerzeuger (z. B. Kessel)
freigegeben.
Temperatur °C Temperaturdifferenz, die erreicht werden muss um zu erkennen, ob der
Speicher befüllt oder entleert wird.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 113


9.18 Zeitschaltuhr (optional)
Allgemein
Mithilfe der Zeitschaltuhr kann die Fahrweise der Anlage für jede Tageszeit an allen sieben Wochentagen
festgelegt werden.
HINWEIS
Es können maximal fünf Betriebsarten auf einer Anlage aktiviert werden.

Abbildung 29: Zeitschaltuhr

1 Time Display Zeitdarstellung


2 Operating modes Betriebsarten
3 Current operating mode Aktuelle Betriebsart

Bedienung
Im oberen Teil der Bildschirmseite sind die Wochentage mit den aktuell eingestellten Betriebsarten zu be-
TIM-ID: 0000062073 - 003

stimmten Tageszeiten angezeigt. Die unterschiedlichen Betriebsarten werden farblich dargestellt.


Pro Tag können maximal 8 Schaltpunkte eingestellt werden. Unterhalb der Wochentage ist die Legende der
verfügbaren Betriebsarten sichtbar. Rechts unten in der Darstellung ist die momentan aktuelle Betriebsart
angezeigt.
Über die drei Buttons, welche sich auf der Bildschirmseite im unteren linken Bereich befinden, können fol-
gende Funktionen angewählt werden:

114 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Button Bedeutung
Zeitprogramm Die Betriebsarten der Anlage werden durch die Zeituhr gesteuert.
immer ein Das Zeitprogramm ist außer Kraft.
Das Aggregat ist immer frei gegeben.
immer aus Das Zeitprogramm ist außer Kraft.
Das Aggregat ist gesperrt.

Schaltpunkt für einen Wochentag einstellen:


Um die Schaltpunkte einstellen zu können, wird auf den Balken des gewünschten Wochentages geklickt.
Es öffnet sich ein Eingabefenster:

Abbildung 30: Zeitschaltuhr

1 Delete Löschen
2 Save Speichern
3 New switching point Neuer Schaltpunkt
4 Accept Übernehmen

Auf der linken Seite sind die aktivierten Schaltpunkte mit der entsprechenden angewählten Betriebsart sicht-
TIM-ID: 0000062073 - 003

bar.

Schaltpunkt löschen:
Schaltpunkte werden durch Drücken des Buttons "Löschen" gelöscht.

Schaltpunkt hinzufügen (max. 8):


Um einen neuen Schaltpunkt eingeben zu können, werden die Eingaben "h" und "min" betätigt.
Danach muss noch die entsprechende Betriebsarttaste (farbige Legenden) sowie die Taste "Übernehmen"
betätigt werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 115


So ist es möglich, die gewünschten Schaltpunkte für den Tag hinzufügen.
• Zur Aktivierung der eingestellten Werte muss noch die Taste "Speichern" gedrückt werden.
Der Button wird nur aktiv, wenn auch Daten geändert wurden.
• Die Übersicht wird durch Betätigen des "Home"-Buttons in der Bildmitte erreicht.

TIM-ID: 0000062073 - 003

116 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.19 SMS/E-Mail (optional)
Allgemein
Mit dieser Funktion ist es möglich, bei auflaufenden Störungen oder Betriebsmeldungen eine Nachricht über
E-Mail abzusetzen.
Diese E-Mails laufen auf dem Server der MTU Onsite Energy auf und werden dann an die eingetragenen Kun-
denadressen per E-Mail oder SMS weitergeleitet.
Auch der automatische Wartungsaufruf kann somit gemeldet werden.
Bei der Übermittlung durch E-Mails werden alle momentan aktiven Meldungen zusammengefasst und über
eine E-Mail versendet.
Bei den SMS-Empfängern werden aufgrund der Zeichenlänge alle aktiven Meldungen einzeln übermittelt.
Deshalb sollte man bei der Auswahl der zu sendenden Meldungen sehr gezielt vorgehen.

Voraussetzungen:
Siehe eigenes Dokument "Benutzerhandbuch Ferndiagnosesystem 2008".

Betriebsdatenübermittlung (optionale Zusatzfunktion):


Einmal am Tag werden die wichtigsten Betriebsdaten (z. B. Betriebsstunden, Startzähler, sonstige Zählerstän-
de, Übersicht der aufgelaufenen Störmeldungen) automatisch per E-Mail an die Kundenadresse gesendet.
Die Betriebsdaten können nicht über SMS übermittelt werden, da es sich dabei um eine größere Datenmen-
ge handelt.

Übersichtsfenster
Das erste Textfeld im Übersichtsfenster zeigt die gesammelten SMS die zu versenden sind.
Das zweite Textfeld im Übersichtsfenster zeigt die gesammelten Meldungen für die E-Mail-Benachrichtigung.
Im dritten Textfeld ist der Status des Sendevorgangs festgehalten.
Wenn die anstehenden Meldungen bearbeitet und verschickt worden sind, werden sie aus den ersten beiden
Textfeldern gelöscht.
Dies geschieht auch dann, wenn das Senden der Nachrichten aus irgendeinem Grund fehlgeschlagen ist,
z. B. aufgrund einer nicht zustande gekommenen DFÜ zum Internetprovider.
Erfolgreiche wie auch fehlgeschlagene Sendeversuche werden im Statusfenster festgehalten. Dieses Fenster
wird einmal am Tag um 0:00 Uhr gelöscht.
Im unteren Bereich des Übersichtsfensters sind die Buttons, welche die Konfiguration des SMS-Email-Clients
ermöglichen.

Betriebsmeldungen für Benachrichtigung auswählen


Durch Betätigung des Buttons "Betriebsmeldung" im Übersichtsfenster kommt man auf die Seite, auf der
man die Benachrichtigungsoptionen für die Betriebsmeldungen einstellen kann.
TIM-ID: 0000062074 - 001

In der ersten Spalte sieht man, ob die entsprechende Betriebsmeldung zur Benachrichtigung per SMS ange-
wählt ist oder nicht. Wenn die Meldung ausgewählt ist, wird die Zelle grün hinterlegt und als Text "JA" ange-
zeigt. Bei nicht ausgewählten Meldungen ist die entsprechende Zelle weiß und als Text ist "NEIN" eingetra-
gen.
In der zweiten Spalte kann die Auswahl zur Benachrichtigung per E-Mail der entsprechenden Betriebsmel-
dung getroffen werden. Durch Antippen der entsprechenden Zelle kann die Auswahl geändert werden. Ände-
rungen können aber nur vorgenommen werden, wenn man sich im Hauptmenü der Bedienung angemeldet
hat.
Durch die vier Buttons am rechten Rand der Tabelle kann zur Bearbeitung aller Meldungen der Inhalt nach
oben und unten verschoben werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 117


Störmeldungen für Benachrichtigung auswählen
Siehe Auswahl der Betriebsmeldungen!

TIM-ID: 0000062074 - 001

118 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.20 Externe Kommunikation (optional)
Allgemein

Abbildung 31: Externe Kommunikation

1 Interface status Schnittstellenstatus


2 Bus monitoring Busüberwachung

Es wird das aktive Kommunikationsprotokoll angezeigt. Zusätzlich wird der aktuelle Status der Kommunikati-
on angezeigt. Dieser kann bei Störungssuche hilfreich sein (siehe "Technische Schnittstellenbeschreibung").

Aktive Kommunikation
Durch Anklicken der aktiven Kommunikation (z. B. Profi-BUS) wird das Parameterfenster erreicht:
TIM-ID: 0000062075 - 004

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 119


Abbildung 32: Parameterfenster

1 Accent parameters Parameter übernehmen

In diesem Fenster werden alle verwendeten Parameter angezeigt.


Mann kann hier z. B. die Adresse ändern. Durch Betätigung des Buttons "Parameter übernehmen", werden
die Daten aktiv.

Simulation
Für Testzwecke kann durch Drücken des Buttons "Schnittstellenstatus" in ein Simulationsfenster überge-
wechselt werden. Eine detaillierte Beschreibung ist im Dokument "Technische Schnittstellenbeschreibung"
zu finden.
TIM-ID: 0000062075 - 004

120 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.21 M-Graph: Einzelkanal
Allgemein

Abbildung 33: M-Graph: Einzelkanal


1 Zoom

1 Zoom Zoom

Mit diesem Onlineschreiber ist es möglich, alle verfügbaren Messwerte graphisch darzustellen. Es stehen
maximal 250 Kanäle zur Verfügung. Es werden maximal zwei Kanäle gleichzeitig angezeigt. Alle Werte wer-
den im Minutentakt aktualisiert.

Kanäle auswählen:
Unten im Bild werden die aktuellen Kanäle, die momentan angezeigt werden dargestellt. Durch Antippen des
Pfeils am Ende des Anzeigefensters öffnet sich ein Menü, in dem ein anderer Kanal ausgewählt werden kann.
Durch Antippen des Farbsymbols kann der entsprechende Kanal ausgeblendet werden.

Anzeigebereich der Zeitachse (X):


Die Zeitachse ist immer auf 24 h eingestellt. Es kann bis zu 31 Tagen zurückgeblättert werden.
TIM-ID: 0000062203 - 004

Skalierung der Messbereiche (Y):


Die Y-Achse skaliert sich automatisch auf die maximalen und minimalen Werte.

Zoom:
Über den Zoom-Button kann ein Teilbereich des Verlaufs herausgezoomt werden. Dazu den Zoom-Button ein-
mal antippen. Der Zoom-Button leuchtet dann grün.
Durch Ziehen der Maus im Verlaufsfeld ein Rechteck auswählen. Der Ausschnitt wird dann vergrößert darge-
stellt.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 121


Um den Zoom wieder zu deaktivieren nochmal auf den Button "Zoom" tippen.

Aktivierung:
Die Kanäle werden automatisch in eine Datenbank geschrieben (Zeitraum von 31 Tagen).

TIM-ID: 0000062203 - 004

122 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.22 M-Graph: Anlage Sekundengraph
Allgemein

Abbildung 34: M-Graph: Anlage

1 Zoom Zoom
2 Config. Konfig.

Mit diesem Online-Schreiber ist es möglich, alle verfügbaren Messwerte graphisch darzustellen. Es werden
maximal 8 Kanäle gleichzeitig angezeigt. Die Werte werden sekündlich aktualisiert.

Anzeigebereich der Zeitachse (X):


Es werden die letzten 15 min dargestellt.

Skalierung der Messbereiche (Y):


Die Y-Achse skaliert sich automatisch auf die maximalen und minimalen Werte.

Zoom:
TIM-ID: 0000062204 - 003

Über den Zoom-Button kann ein Teilbereich des Verlaufs herausgezoomt werden. Dazu den Zoom-Button ein-
mal antippen. Der Zoom-Button leuchtet dann grün.
Durch Ziehen der Maus im Verlaufsfeld ein Rechteck auswählen. Der Ausschnitt wird dann vergrößert darge-
stellt.
Um den Zoom wieder zu deaktivieren nochmal auf den Button "Zoom" tippen.

Aktivierung:
Die Kanäle werden automatisch in einen Speicher von 15 min eingetragen.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 123


Konfiguration:
Durch Wahl des "Konfig."-Buttons wird auf die Konfigurationsseite gewechselt. Es können maximal fünf Kon-
figurationen zusammengestellt werden.

Abbildung 35: M-Graph: Anlage

1 Activating the configuration Konfiguration aktivieren


2 Saving the configuration Konfiguration speichern

Pro Konfiguration können 8 Kanäle ausgewählt werden. Jeweils vier Kanäle für eine Y-Achse. Hierfür muss
eine Nummer festgelegt werden, unter der die Konfiguration abgespeichert wird (max. 5).
Nach dem Eingeben des Namens für die Konfiguration müssen noch die Kanäle ausgewählt werden. Danach
wird über den Button "Konfiguration speichern" gespeichert.
Wenn im Verlaufsfeld eine andere Konfiguration angezeigt werden soll, dann muss hier die entsprechende
Nummer ausgewählt, und der Button "Konfiguration aktivieren" angewählt werden. Danach wird im Feld "Ak-
tiv" die entsprechende Konfigurationsnummer angezeigt.
TIM-ID: 0000062204 - 003

124 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.23 M-Graph: Anlage Tagesverlauf
Allgemein
Mit diesem Online-Schreiber ist es möglich, bis zu acht wichtige Messwerte gleichzeitig graphisch darzustel-
len. Die Werte werden minütlich aktualisiert.

Abbildung 36: M-Graph: Anlage Tagesverlauf

1 Zoom Zoom
2 Config. Konfig.

Anzeigebereich der Zeitachse (X):


Die Zeitachse ist immer auf 24 h eingestellt. Es kann bis zu 31 Tage zurückgeblättert werden.

Skalierung der Messbereiche (Y):


Die Y-Achse skaliert sich automatisch auf die maximalen und minimalen Werte.

Zoom:
TIM-ID: 0000062205 - 003

Über den Zoom-Button kann ein Teilbereich des Verlaufs herausgezoomt werden. Dazu den Zoom-Button ein-
mal antippen. Der Zoom-Button leuchtet dann grün.
Durch Ziehen der Maus im Verlaufsfeld ein Rechteck auswählen. Der Ausschnitt wird dann vergrößert darge-
stellt.
Um den Zoom wieder zu deaktivieren nochmal auf den Button "Zoom" tippen.

Aktivierung:
Die Kanäle werden automatisch in eine Datenbank geschrieben (Zeitraum von 31 Tagen).

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 125


Konfiguration wechseln:
Wenn im Verlaufsfeld eine andere Konfiguration angezeigt werden soll, dann muss hier die entsprechende
Nummer ausgewählt werden.

Konfiguration:
Durch Wahl des "Konfig."-Buttons wird auf die Konfigurationsseite gewechselt. Es können maximal fünf Kon-
figurationen zusammengestellt werden.
Pro Konfiguration können 8 Kanäle ausgewählt werden. Jeweils vier Kanäle für eine Y-Achse. Hierfür muss
eine Nummer festgelegt werden, unter der die Konfiguration abgespeichert wird (max. 5).
Nach dem Eingeben des Namens für die Konfiguration müssen noch die Kanäle ausgewählt werden. Danach
wird über den Button "Konfiguration speichern" gespeichert.
Wenn im Verlaufsfeld eine andere Konfiguration angezeigt werden soll, dann muss hier die entsprechende
Nummer ausgewählt, und der Button "Konfiguration aktivieren" angewählt werden. Danach wird im Feld "Ak-
tiv" die entsprechende Konfigurationsnummer angezeigt.

TIM-ID: 0000062205 - 003

126 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.24 Screenshot Funktion
Allgemein
Mit der Screenshot-Funktion kann die aktuell angezeigte Seite als Datei abgespeichert werden. Als Button
wird das MTU Onsite Energy Logo verwendet. Der Screenshot wird auf der Datenpartition hinterlegt und
kann über die Datensicherung auf einen USB-Datenträger kopiert werden.
Bezeichnung Beschreibung
Pfad MTU\FileSharing\ScreenShot
Dateiname JJJJMMDD_HHMMSS_MTU HMI_Titel.png
JJJJ Jahreszahl
MM Monat
DD Tag
HH Stunde
MM Minute
SS Sekunde
MTU HMI Programmname (Alarmlogger, HMI, Trending)
TIM-ID: 0000062206 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 127


9.25 Lastteiler Inselparallelbetrieb
Allgemein

Abbildung 37: Lastteiler Inselparallelbetrieb

1 Status Status
2 Number of gensets load sharing Anzahl Module Lastverteilung
3 Active load sharing Wirklastverteilung
4 Parameter load sharing Parameter Lastteiler
5 Parameter frequency control Parameter Frequenzregler

Der Lastteiler wird im Inselparallelbetrieb benötigt. Im oberen Bereich wird eine Übersicht aller in der Lasttei-
lung beteiligten Aggregate angezeigt.

Statusmeldungen:
• Störung:
Abstellende Störung ist aktiv.
• Aggregat aktiv:
TIM-ID: 0000062207 - 003

Aggregat startet oder hat Drehzahl erkannt.


• GLS ein:
Generatorleistungsschalter GLS ist geschlossen.
• Warmlauframpe aktiv:
Bei unterschrittener Kühlwassertemperatur wird eine verminderte Leistung angewählt sofern mehr als ein
Aggregat in Betrieb ist.
• Freigabe Lastteilung:
Nachdem das Aggregat die Warmlaufphase beendet hat wird die Lastteilung freigegeben.
• Geregelt Entlasten:
Das Aggregat wird bei Wegnahme der Startanforderung oder bei einem geregelten Stopp langsam über
Rampe entlastet, sofern mehr als ein Aggregat an der Lastteilung beteiligt ist.

128 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


Ausgabewerte:
• Istwert Leistung:
Hier wird die aktuelle elektrische Leistung angezeigt.
• Auslastungsfaktor
Jedes Aggregat übermittelt den eigenen Auslastungsfaktor der Wirkleistung an alle anderen beteiligten Ag-
gregate über Bussystem. Der Auslastungsfaktor der Blindleistung wird hier angezeigt.
• Istwert Blindleistung:
Hier wird die aktuelle elektrische Blindleistung angezeigt.
• Auslastungsfaktor kVar:
Jedes Aggregat übermittelt den eigenen Auslastungsfaktor der Blindleistung an alle anderen beteiligten
Aggregate über Bussystem. Der Auslastungsfaktor der Blindleistung wird hier angezeigt.

Wirklastverteilung:
• Aktueller I-Anteil:
Es wird der aktuelle Integral-Anteil der Wirklastverteilung bzw. Frequenzregelung angezeigt.
• Aktueller P-Anteil:
Es wird der aktuelle Proportional-Anteil der Wirklastverteilung angezeigt.

Blindlastverteilung:
• Aktueller I-Anteil:
Es wird der aktuelle Integral-Anteil der Blindlastverteilung bzw. Spannungsregelung angezeigt.
• Aktueller P-Anteil:
Es wird der aktuelle Proportional-Anteil der Blindlastverteilung angezeigt.

Sollwert Leistung:
Die Sollleistung vom Aggregat errechnet sich folgendermaßen:
∑AF(alle Aggregate)
Psoll[kW] = x Pnenn[kW]
n

Parameter Einheit Bedeutung


Psoll kW Elektrische Sollleistung
AF – Auslastungsfaktor = Pist/Pnenn
n – Anzahl der Aggregate, die im Inselparallelbetrieb an der Wirkleistungsverteilung
beteiligt sind
Pnenn kW Elektrische Nennleistung für den Inselbetrieb
Pist kW Elektrische Wirkleistung

Sollwert Blindleistung:
∑AF(alle Aggregate)
Qsoll[kVar] = x Pnenn[kW]
n
TIM-ID: 0000062207 - 003

Parameter Einheit Bedeutung


Qsoll kVar Elektrische Sollblindleistung
AF – Auslastungsfaktor = Qist/Pnenn
n – Anzahl der Aggregate, die im Inselparallelbetrieb an der Blindlastverteilung betei-
ligt sind
Pnenn kW Elektrische Nennleistung für den Inselbetrieb
Qist kVar Elektrische Blindleistung

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 129


9.26 Parameter Lastteiler
Parameter Einheit Bedeutung
Anzahl Aggregate Last- – Anzahl der Aggregate, die an der internen Lastverteilung beteiligt
verteilung sind. Die Einstellung der Knotennummerschalter an der X20CPU ist
dabei wichtig:
Aggregat 1 benötigt Knotennummer 11, Aggregat 2 benötigt Noten-
nummer 12 usw.
Nennleistung kW Nennleistung im Inselbetrieb. Diese wird in der Regel auf 90% von der
Netzparallel-Nennleistung eingestellt. Die Nennleistung wird für die
Berechnung des Auslastungsfaktor des Aggregats benötigt.
Tn s Nachstellzeit des Reglers. Je kleiner der Wert, desto schneller der
Regler.
Kp – Proportional-Anteil des Reglers. Je größer der Wert, desto schneller
der Regler.
Totband Nenndrehzahl rpm Die Berechnung des Integral-Anteils der Wirklastverteilung kann mit
für Aktivierung Tn diesem Parameter unterbunden werden. Bei einer 50 Hz-Anlage
(=1500 rpm) wird der Integral-Anteil nur berechnet, wenn die aktuelle
Motordrehzahl zwischen 1500 rpm ± eingestelltem Wert liegt. für ei-
nen eingestellten Wert von 30 rpm würde das einem Drehzahlbereich
von 1470 bis 1530 rpm entsprechen. Nach Lastaufschaltungen bzw.
Lastabschaltungen gibt man somit den Drehzahlregler erst Zeit sich
einzupendeln, bevor der Integral-Anteil der eigentlichen Wirklastver-
teilung aktiv wird. Ein "Weglaufen" des Integral-Anteils, sogenannte
Überschwinger bzw. Unterschwinger können somit verhindert wer-
den.
Zeit für Aktivierung Tn ms Wenn sich die Motordrehzahl wieder im Totband befindet, wird die
wenn Totband aktiv eingestellte Verzögerung gestartet. Wenn die Verzögerung abgelaufen
ist, wird der Integral-Anteil wieder berechnet.
Rampe belasten rpm/s Parameter für die Anrampfunktion. Die Anrampfunktion wird benötigt,
wenn das Aggregat zu einem bereits im Inselbetrieb befindlichen Ag-
gregat zugeschaltet wird. Die Solldrehzahlvorgabe der MMC an den
Motorregler wird bis zum eigentlichen Sollwert linear um den einge-
stellten Wert (rpm/s) erhöht.
Rampe entlasten rpm/s Parameter für die Abrampfunktion. Die Abrampfunktion wird benötigt,
wenn ein Aggregat im Inselparallelbetrieb abgewählt wird (über Ab-
wahl der Startanforderung oder geregelten Stopp). Die Solldrehzahl-
vorgabe der MMC an den Motorregler wird dann linear vom aktuellen
Wert um den eingestellten Wert (rpm/s) erniedrigt. Bei 1%-Generato-
ristleistung wird der GLS geöffnet.
Rampe Sollwert Diesel kW/s Dieser Parameter wird in der Regel im Netzersatzbetrieb über externe
Leittechnik mit Schnittstelle Dieselmotor benötigt. Im Inselparallelbe-
trieb wird von der externen Leittechnik der Sollwert für Wirkleistung
TIM-ID: 0000062208 - 001

in kW vorgegeben. Die Sollwertrampe gibt an, wie schnell (in kW/s


der Sollwert an den Endwert angenähert werden soll. Die Rampe ist
linear.

130 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.27 Parameter Frequenzregler
Hier können die wichtigsten Parameter für den Frequenzregler eingestellt werden.
Parameter Einheit Bedeutung
Synchronisation: Kp – Proportional-Anteil des Frequenzreglers während der Syn-
chronisation des GLS bzw. des NLS. Je größer der Wert,
desto schneller der Regler.
Synchronisation: Ki – Integral-Anteil des Frequenzreglers während der Synchroni-
sation des GLS bzw. des NLS. Je größer der Wert, desto
schneller der Regler.
Synchronisation: Tn ms Nachstellzeit des Frequenzreglers während der Synchroni-
sation des GLS bzw. des NLS. Je kleiner der Wert, desto
schneller der Regler.
Inselbetrieb/Leerlauf: Kp – Proportional-Anteil des Frequenzreglers im Inselbetrieb
bzw. Leerlaufbetrieb. Je größer der Wert, desto schneller
der Regler.
Inselbetrieb/Leerlauf: Ki – Integral-Anteil des Frequenzreglers im Inselbetrieb bzw.
Leerlaufbetrieb. Je größer der Wert, desto schneller der
Regler.
Inselbetrieb/Leerlauf: Tn ms Nachstellzeit des Frequenzreglers im Inselbetrieb bzw.
Leerlaufbetrieb. Je kleiner der Wert, desto schneller der
Regler.
Max. Differenzfrequenz für Syn- Hz Die Generatorfrequenz wird etwas über die Sammelschie-
chronisation nenfrequenz/Netzfrequenz geregelt.
Die maximale Differenzfrequenz wird mit diesem Parameter
eingestellt. Über den Parameter "Faktor für Abstand Gene-
ratorfrequenz zur max. Differenzfrequenz" kann dann letzt-
endlich der Abstand der Generatorfrequenz zur max. Diffe-
renzfrequenz eingestellt werden.
Faktor für Abstand Generatorfre- – Die Generatorfrequenz wird etwas über die Sammelschie-
quenz zur max. Differenzfrequenz nenfrequenz/Netzfrequenz geregelt.
Dieser Faktor bestimmt den Abstand der Generatorfre-
quenz zur max. Differenzfrequenz.
Verzögerte Freigabe Synchronisa- s Nachdem die Synchronisation des GLS eingeleitet wurde,
tion GLS läuft diese Verzögerungszeit ab, bevor der Frequenzregler
aktiviert wird.
Sollwert Frequenz im Inselbetrieb Hz Dieser Sollwert wird für den Frequenzregler im Inselbetrieb
verwendet.
TIM-ID: 0000062209 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 131


9.28 Datensicherung
Allgemein
Durch Betätigen des Uhrzeit- und Datum-Button auf der Seite Zusatzfunktionen wird bei aktivem gültigem
Kunden-Passwortlevel zur Seite Datensicherung gewechselt.

Speichern von Access-Datenbanken / Csv-Dateien und Zip-Files:


Auf dieser Seite können folgende Access-Datenbanken auf einen USB-Stick gespeichert werden:
• Daten Konformitätserklärung:
Hier sind die wichtigsten Softwareversionsnummern und Energiemessmodulparameter in einer Csv-Datei
protokolliert.
• Screenshot:
Hier sind die Screenshot-Bilder gespeichert.
• MMC-Datenbank:
Eine Kopie der MMC-Datenbank wird hier gespeichert.
• Alarmlogger-Datenbank:
Hier sind alle aufgetretenen Stör- und Betriebsmeldungen der letzten zwölf Monate protokolliert.
• Trending-Datenbank(M-Graph):
Hier sind die aufgezeichneten Messwerte vom M-Graph der letzten zwölf Monate protokolliert.
• Betriebstagebuch:
Hier sind die Zählerstände der letzten 365 Tage in einer Csv-Datei gespeichert.
• Schnittstellenprotokoll:
Das Schnittstellenprotokoll der im Projekt ausgeführten Software Schnittstelle (z.B. Ethernet UDP) wird in
einer Csv-Datei gespeichert.
• Motor Recorder (nur BR4000):
Die Zip-Files vom Motor Recorder befinden sich auf der SPS und werden per FTP auf den USB-Stick ko-
piert. Eine Motor Recorder Datei speichert vordefinierte Motormesswerte bei Motorstörung als Zip-File ab,
die Auswertung ist für den MTU Service gedacht.
Die Auswertung der Access-Datenbanken und Csv-Dateien muss vom Kunden erfolgen.

TIM-ID: 0000062210 - 004

Abbildung 38: MTU OAG Standard

132 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


1 Certification data Daten Konformitätserklärung
2 Back up screenshot Screenshot sichern
3 Back up MMC database MMC-Datenbank sichern
4 Back up alarmlogger database Alarmlogger-Daten sichern
5 Back up M-Graph database Trending-Daten sichern
6 Back up operations diary Betriebstagebuch sichern
7 Interface protocol Schnittstellenprotokoll
8 Engine Recorder Motor Recorder

Um die Daten auf ein USB-Speichermedium zu kopieren muss wie folgt vorgegangen werden:
• USB-Stick in einen freien USB-Slot stecken
• Entsprechenden Button (z. B. "Alarmlogger-Daten sichern") betätigen
• Nach erfolgreicher Datenübertragung auf dem USB-Stick erscheint die Meldung "Saved, OK"
• Nach Sicherung der Daten kann der USB-Stick wieder gezogen werden
Die Access-Datenbanken werden auf dem USB-Stick in folgendem Verzeichnis angelegt:
Bezeichnung Beschreibung
Pfad MTU\JJJJMMDD-Projektname
Legende –
JJJJ Jahreszahl
MM Monat
DD Tag

Folgende Dateinamen werden für die Datenbanken verwendet:


• Dateiname "Logging_Alarm.mbd" für Alarmlogger-Datenbank
• Dateiname "Logging_Trending:mbd" für die Trending-Datenbank (M-Graph)
Die Csv-Datei der Daten Konformitätserklärung wird auf dem USB-Stick unter Ordner "MTU" gespeichert.
Das Csv-Datei vom Betriebstagebuch wird auf dem USB-Stick unter Ordner "MTU\Journal" gespeichert.
Um die Screenshots auf ein USB-Speichermedium zu verschieben, muss wie folgt vorgegangen werden:
• USB-Stick in einen freien USB-Slot stecken
• Es muss mindestens ein Bild im Screenshot-Ordner gespeichert sein
• Sofern noch nicht vorhanden, wird auf dem USB-Stick ein Ordner "MTU\Screenshot" erstellt
• Beim Sichern der Screenshots werden die Dateien auf den USB-Stick verschoben und sind somit danach
nicht mehr auf dem IPC vorhanden
• Nach erfolgreicher Datenübertragung auf dem USB-Stick wird die Meldung "Saved, OK" sichtbar. Der
Schalter kann nicht mehr betätigt werden, bis ein neues Bild im Screenshot-Ordner vorliegt
• Nach Sicherung der Daten kann der USB-Stick wieder abgezogen werden
Um das Schnittstellenprotokoll auf ein USB-Speichermedium zu verschieben, muss wie folgt vorgegangen
werden:
• USB-Stick in einen freien USB-Slot stecken
• Das Schnittstellenprotokoll muss unter „Externe Kommunikation“ → Schnittstellenstatus → Button Druck
erzeugt werden.
TIM-ID: 0000062210 - 004

• Sofern noch nicht vorhanden, wird auf dem USB-Stick ein Ordner "MTU\InterfaceProtocol" erstellt.
• Beim Sichern des Schnittstellenprotokolls werden die Dateien auf den USB-Stick verschoben und sind so-
mit danach nicht mehr auf dem IPC vorhanden.
• Nach erfolgreicher Datenübertragung auf dem USB-Stick wird die Meldung "Saved, OK" sichtbar. Der
Schalter kann nicht mehr betätigt werden, bis ein neues Schnittstellenprotokoll vorliegt.
• Nach Sicherung der Daten kann der USB-Stick wieder abgezogen werden.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 133


9.29 Heizwasser (optional)
Bildschirmseite

Abbildung 39: Heizwasser

1 Setpoint Sollwert
2 Actual value Istwert
3 Control variable Stellgröße
4 Manual Hand

Heizwasserpumpe über Frequenzumrichter (FU):


Im oberen Teil des Fensters ist die Ansteuerung der Heizwasserpumpe mittels Frequenzumrichter darge-
stellt. Dazu wird ein PI-Regler verwendet, der den Sollwert (0 bis 10 V) an den Frequenzumrichter ausgibt.
Außerdem kann der Sollwert von Hand gestellt werden.

Parameter für Frequenzumrichter (FU):


Die Regelparameter des PI-Reglers sind identisch mit denen des Wassertemperaturreglers. Es gibt aber keine
Warmlauf- und Nachlaufzeiten sowie keinen Startsollwert.
TIM-ID: 0000062211 - 003

134 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | MS60024/05D 2019-03


9.30 Zusatzregler (optional)
Bildschirmseite

Abbildung 40: Zusatzregler

1 Additional controller 1 Zusatzregler 1


2 Additional controller 2 Zusatzregler 2
3 Setpoint Sollwert
4 Actual value Istwert
5 Control variable Stellgröße
6 Manual Hand

Zusatzregler:
Es stehen zwei Zusatzregler zur Verfügung.
Im oberen Teil des Fensters ist der erste Zusatzregler dargestellt, im unteren Teil des Fenster der zweite Zu-
satzregler. Für jeden Zusatzregler wird ein eigener PI-Regler verwendet. Für jeden Regler kann der Sollwert
von Hand gestellt werden.
TIM-ID: 0000086165 - 001

Parameter für Zusatzregler:


Die Regelparameter des PI-Reglers sind identisch mit denen des Wassertemperaturreglers.

MS60024/05D 2019-03 | Bedienung und Visualisierung - Zusatzfunktionen | 135


10 Anhang A
10.1 Übersetzungen in der Landessprache
A A
Accept Übernehmen
Active Aktiv
Active operation mode aktuelle Betriebsart
Active energy Wirkarbeit
Actual power Leistung Istwert
Actual Tecjet position Aktuelle Position TecJet
Actual value Istwert
Adjustment Korrektur
Alarmlogger Alarmlogger
Alarms Störmeldungen
Alignment Abgleich
Alive counter Busüberwachung
Anti knocking control Klopfregelung
Automatic mode Automatikbetrieb
Auxilary drives Hilfsantriebe
Auxiliary features Zusatzfunktionen
Average angle of rotation Mittelwert Drehwinkelschwankung
Always off immer aus
Always on immer an
B B
BACnet BACnet
Basic version Basisversion
Build Build
Biogas Biogas
btdc v.OT
C C
Cancel Abbruch
Certified tasks Zertifizierte Tasks
Cleaning window Reinigungsfenster
Clockwise rotating Rechtsdrehfeld
TIM-ID: 0000070124 - 001

Close Schließen / zu
Closing time Zuschaltdauer
Compression test Kompressionsmessung
Constant Festwert
Controller for CH 4 CH4-Regelung
Control number Control-Nr.
Control unloading geregelt entlasten
Control valve Regelventil

136 | Anhang A | MS60024/05D 2019-03


Control valve gas line Regelventil Gasstraße
Control variable Stellgröße
Coolant engine inlet Kühlmittel vor Motor
Coolant engin outlet Kühlwasser nach Motor
Counter Zähler
Counter reading Zählerstand
Cranking Anlassvorgang
Current angle of rotation Aktuelle Drehwinkelschwankung
Current steps Schritte aktuell
Current User: - Logout-Time is: - Current User: - Logout-Time is: -
Cylinder Zylinder
D D
Date Datum
Delay Verzögerung
Demand open safety shut-off valve Anforderung Öffnen Sicherheitsabsperrventil
Description Beschreibung
Deselection Abwahl
Detonation level Signalpegel
Detonation system Klopfregler
Deviation Deviation
Deviation setpoint/actual value Soll-/Istwertabweichung
Diff. angle Differenzwinkel
Diff. voltage Differenzspannung
Draining Entleerung
E E
Electrical data Elektrische Daten
Emergency cooler and pump Notkühlerlüfter und Pumpe
Engine overview Motor – Übersicht
Exhaust gas damper Abgasklappe
Exhaust heat exchanger Abgaswärmetauscher
External button Externer Taster
External communication Externe Kommunikation
External tank Externer Tank
F F
Fault Störung
Fault messages button Störmelde-Button
TIM-ID: 0000070124 - 001

• E: EMERGENCY STOP • N: NOT-HALT


• S: Stop • S: Stopp
• A: Alarm • A: Alarm
Firing gezündet
Filling Befüllung
Filter Filter
Fixed value Festwert
Fellow-up time Nachlaufzeit

MS60024/05D 2019-03 | Anhang A | 137


Fermentation gas Biogas
Friday Freitag
Fresh oil tank fill level Frischöltank Füllstand
Fresh oil tank leakage Frischöltank Leckage
Fresh oil tank overfill Frischöltank Überfüllung
Frequency converter Frequenzumrichter
Friction correction Reibungskorrektur
FRT Counter FRT Zähler
Fellow-up time Nachlaufzeit
Ethernet UDP Ethernet-UDP
G G
Gas compressor Gasverdichter
Gas exchange Gaswechsel
Gas leak test Gasdichtheitstest
Gas line Gasstraße
Gas pressure inlet (abs) Absoluter Gas Druck Eingang
Gas system Gassystem
Gas tank Gasbehälter
Gas temperature Gas Temperatur
Gas valve open Gasventil auf
GCB closed GLS aus
GCB - Switching cycles GLS-Schaltspiele
Generator Generator
Glead grounde Glead geerdet
Global ISP globaler ZZP
Grid code Grid code
Grid feed-in control Nutzbezugsregelung
Grid ok Netz beruhigt
H H
Heat operation Wärmebetrieb
Heating operation - floating Wärmebetrieb – Gleitend
Heating operation - limit Wärmebetrieb - Begrenzung
Heating water Heizwasser
Heating water inlet Heizwasser Eintritt
Heating water outlet Heizwasser Austritt
Heating water pump FC Heizwasserpumpe FU
TIM-ID: 0000070124 - 001

Heating water reservoir Pufferspeicher


Home button Home-Button
I I
Individual ignition adjustment Individueller Zündzeitpunkt
Ignition energy Zündenergie
Ignition system Zündanlage
Ignition timing Zündzeitpunkt
Ignition time adjustment Zündzeitpunktverstellung

138 | Anhang A | MS60024/05D 2019-03


Ignition voltage Zündspannung
Info button Info-Button
Inlet Eintritt
Insync Index registr.
Intake air Ansaugluft
Interval Intervall
Island op. Netzersatz
J J
K K
Knock integrators Klopfintegratoren
Knock signal Klopfsignal
L L
Lambda controller Lambdaregelung
Lambda offset CH 4 Lambda Offset CH4
Load release Lastfreigabe
Load sharing island parallel mode Lastteiler Inselparallelbetrieb
Load steps Laststufen
Loading shedding Lastabwurf
Local Ort
Login Anmelden
Login button Login-Button
Logoff Abmelden
Low gas correction Schwachgaskorrektur
Lube oil pressure Schmieröldruck
Lube oil refill Ölnachfüllung
Lube oil system Ölsystem
Lube oil tank 1 (2) overfilled Überfüllung Schmieröltank 1 (2)
Lube oil tank 1 (2) leckage Leckage Schmieröltank 1 (2)
Lube oil tank 1 (2) fill level > max. Füllstand > max. Schmieröltank 1 (2)
Lube oil tank 1 (2) fill level < min. Füllstand < min. Schmieröltank 1 (2)
Lube oil temperature Schmieröltemperatur
M M
Main menu Hauptmenü
Mains failure Netzstörung
Mains frequency Netzfrequenz
Manual Hand
TIM-ID: 0000070124 - 001

Manual mode (key switch) Handbetrieb (Schlüsselschalter)


Message number Meldungs-Nr.
M-Graph: Single channel M-Graph: Einzelkanal
M-Graph: System intra-day M-Graph: Anlage Tagesverlauf
M-Graph: System seconds graph M-Graph: Anlage
Minimum opening Zwangsöffnung
Matches found Treffer gefunden
Misc. Sonstiges

MS60024/05D 2019-03 | Anhang A | 139


Misfire detection ZA-Erkennung
Misfiring Zündaussetzer
Mixture Gemisch
Mixture cooler and pump Gemischlüfter und Pumpe
Mixture water temperature Gemischkühlwassertemperatur
Mixture cooling water after cooler Gemischwasser nach Rückkühler
Modbus TCP Modbus TCP
Moving value Gleitwert
Monday Montag
N N
New switching point Neuer Schaltpunkt
No. serarch Nr.-Suche
Nominal speed reached Nenndrehzahl erreicht
Normal operation Betrieb
O O
Oil refill counter Ölnachfüllzähler
Oil sump Ölwanne
ok ok
Off Aus
Offset island op. Offset Netzersatz
Offset of starting positi Offset der Startposition
On Ein
On-Impulse Einschaltimpuls
Operation hours Betriebsstunden
Open Öffnen / Auf
Optimisation Optimierung
Outlet Austritt
Overload Überlast
Overview Übersicht
P P
Parameter Parameter
Parameterisation Parametrierung
P-Coolant diff. P-Kühlmittel Diff.
P-Lube oil before filter P-Öldruck vor Filter
P-Lube oil filter diff. P-Öldruck Filter Diff.
Pause time Pausenzeit
TIM-ID: 0000070124 - 001

Password Passwort
Peak shaving operation Spitzenstrombetrieb
Phase Phase
Please connect usb device. Bitte stecken Sie Ihren USB-Speicher in den
USB-Slot.
Power Leistung
Power controller Leistungsregelung
Power displacement Leistungsverstellung

140 | Anhang A | MS60024/05D 2019-03


Power factor controller Cosphi-Regler
Power measurement module Energiemessmodul
Power reduction Leistungsreduzierung
Power reduction steps Leistungsreduktionsstufen
Preheating unit Vorwärmung
Prelubrication Vorschmierung
Profibus DP Profibus-DP
Profinet Profinet
Propane Propan
PMM EMM
PSC reduction stage EVU Reduzierstufe
PSC stop EVU stop
Pulse duration Impulszeit
Pulse mode active Pulsbetrieb aktiv
Q Q
R R
Ramp active Rampe aktiv
Reduction stage Reduzierstufe
Reduction value Reduzierwert
Reference Referenz
Ref. drive Schrittm.
Reference drive active Referenzfahrt
Release Freigabe
Release module Freigabe Modul
Release module is still active Freigabe Modul ist noch aktiv
Remote Fern
Reset Reset
Returning to no gehend
Rising kommend
r-max R-Schlepp
Room air fans Raumlüfter
Running läuft
Running time Laufzeit
S S
Safety shut-off valve Sicherheitsabsperrventil
Saturday Samstag
TIM-ID: 0000070124 - 001

Saving Sicherung
Selection Anwahl
Service menu Servicemenü
Setpoint Sollwert
Setpoint actual Sollwert aktuell
Setpoint correction Sollwert Korrektur
Setpoint max. Sollwert max.
Setpoint min. Sollwert min.

MS60024/05D 2019-03 | Anhang A | 141


Setpoint operation mode Sollwert Betriebsart
Setpoint ramp medium voltage Sollwert Rampe Mittelspannung
Source Quelle
Speed Drehzahl
Speed adjustment Drehzahl-/ Leistungsverstellung
Speed controller / starter Drehzahlregelung / Anlasser
Speed release Drehzahlfreigabe
Start condition Startbedingungen
Start counter Startzähler
Start request Startanforderung
Start setpoint Startsollwert
Start-/Stop procedure Start-/Stoppablauf
Status Betriebsmeldungen
Status Status
Steps Schritte
Sum Summe
Sunday Sonntag
Switch on Zuschaltung
Switch-on-pulse Zuschaltimpulse
Sync-mode Synchronisier-Modus
System overview Anlagen - Übersicht
T T
Tank level > max. Tanklevel > max.
Thuesday Dienstag
Thursday Donnerstag
Time Zeit
Time and date button Uhrzeit- und Datum-Button
Time program Zeitprogramm
Timer Zeitschaltuhr
Trying Versuch
to lean abmagern
to rich anfetten
U U
Unit Einheit
Unloading Entlasten
User Benutzer
TIM-ID: 0000070124 - 001

Utilization factor kVar Auslastungsfaktor kVar


V V
Value Wert
Valve Ventil
Version Version
Via Interface Über SS
Voltage Spannung
Voltage controller Spannungsregler

142 | Anhang A | MS60024/05D 2019-03


Voltage-/power factor controller Spannungs-/Cosphi Regler
W W
Water temperature controller Wassertemperatur - Regler
Warm-up ramp Warmlauframpe
Warm-up time Warmlaufzeit
Waste oil solenoid valve Altölmagnetventil
Waste oil tank fill level > max. Altöltank Füllstand > max.
Waste oil tank leakage Altöltank Leckage
Waste oil tank overfill Altöltank Überfüllung
Waste/Prelube oil pump Altöl-/Vorschmierpumpe
Water system Wassersystem
Wednesday Mittwoch
Write Parameter Parameter übernehmen
X X
Y Y
Z Z
TIM-ID: 0000070124 - 001

MS60024/05D 2019-03 | Anhang A | 143


10.2 Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung Bedeutung Erläuterung
ANSI American National Standards Institute –
AUX Auxilary-drives panel HIlfsantriebefeld
BHKW Blockheizkraftwerk Blockheizkraftwerk
CAN-Bus Controller Area Network-Bus Serielles Feldbussystem
CSA Canadian Standards Association Zulassung für USA und Kanada
DIN Deutsche Institut für Normung e.V. Zugleich Bezeichnung für Normen (Deutsche
Industrie-Norm)
DP Dezentrale Peripherie Kommunikationsprotokoll
ECU Engine Control Unit Motorregler
EEG Erneuerbare Energien Gesetz –
EMM Energiemessmodul Energiemessmodul
EMU Engine Monitoring Unit Motorüberwachungseinheit
GCB Generator circuit breaker Generator Leistungsschalter
HTB heat–recovery–module terminal – box Wärmemodul Klemmkasten
IEC Internationale elektrotechnische Kom- –
mission
IPC Industrie-PC Industrie-PC
MCS MTU Control System MTU-Leittechnik Schrank
MIP MTU Interface Panel MTU Interface Panel
MMC MTU Genset control enclosure MTU Modul– / Aggregat Steuerschrank
SMS Short Messages Service –
SPS Speicherprogrammierbare Steuerung Speicherprogrammierbare Steuerung
TCP Transmission Control Protocol –
UDP User Datagram Protocol –
UL Underwriters Laboratories Zulassung für USA

TIM-ID: 0000061969 - 005

144 | Anhang A | MS60024/05D 2019-03


10.3 MTU Onsite Energy - Ansprechpartner/Servicepartner
Service
Das weltweite Netz der Vertriebsorganisation mit Tochtergesellschaften, Vertriebsbüros, Vertretungen und
Kundendienststützpunkten gewährleistet die schnelle und direkte Betreuung vor Ort und die hohe Verfügbar-
keit unserer Produkte.

Betreuung vor Ort


Erfahrene und kompetente Spezialisten stehen Ihnen zur Seite und geben ihre Kenntnisse und ihr Wissen an
Sie weiter.

Unsere Betreuung vor Ort finden Sie im MTU-Internet unter:


• http://www.mtuonsiteenergy.com/haendlersuche/index.de.html

24 h Hotline
Über unsere 24 h Hotline und durch unsere Flexibilität sind wir rund um die Uhr Ihr Ansprechpartner, wäh-
rend der Betriebsphase, der vorbeugenden Wartung, der korrektiven Arbeiten im Störungsfall, bei veränder-
ten Einsatzbedingungen und der Ersatzteilversorgung.
Unsere Betreuung vor Ort finden Sie im MTU-Internet unter:
• http://www.mtuonsiteenergy.com/haendlersuche/index.de.html
Ihr Ansprechpartner in der Zentrale:
• info@cac-mtuonsiteenergy.com

Ersatzteilservice
Das Ersatzteil für Ihre Anlage schnell, einfach und korrekt identifizieren. Das richtige Ersatzteil zur rechten
Zeit am richtigen Ort.
Für diese Zielsetzung bieten wir eine weltweit vernetzte Ersatzteile-Logistik.
Ihr Ansprechpartner in der Zentrale:
Deutschland:
• Tel.: +49 821 74800
• Fax: +49 821 74802289
• E-Mail: spareparts-oeg@mtu-online.com
Weltweit:
• Tel.: +49 7541 908555
• Fax: +49 7541 908121
• E-Mail: spare.parts@mtu-online.com
TIM-ID: 0000002624 - 006

MS60024/05D 2019-03 | Anhang A | 145


11 Anhang B
11.1 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Funktionstasten 33
Abbildung 2: Versionsinformation 34
Abbildung 3: Startanforderung 36
Abbildung 4: Anmeldeformular 37
Abbildung 5: Zählerstand 41
Abbildung 6: Elektrische Daten 43
Abbildung 7: EMM 47
Abbildung 8: Spannungs-/ Cosphi-Regler 48
Abbildung 9: Wassersystem 52
Abbildung 10: Gassystem 55
Abbildung 11: Gasdichtheitstest 60
Abbildung 12: Ölsystem 61
Abbildung 13: Alarmlogger 66
Abbildung 14: Alarmlogger 67
Abbildung 15: Leistungsregler 69
Abbildung 16: Start-/Stoppablauf 75
Abbildung 17: Wassertemperatur-Regler 80
Abbildung 18: Wassertemperatur-Regler 82
Abbildung 19: Gemischlüfter und Pumpe 85
Abbildung 20: Gemischlüfter und Pumpe 86
Abbildung 21: Vorwärmung 87
Abbildung 22: Notkühlerlüfter und Pumpe 90
Abbildung 23: Notkühlerlüfter und Pumpe 92
Abbildung 24: Raumlüfter 95
Abbildung 25: Raumlüfter 97
Abbildung 26: Schaltung 103
Abbildung 27: Wärmebetrieb Motor 107
Abbildung 28: Wärmebetrieb Motor 108
Abbildung 29: Zeitschaltuhr 114
Abbildung 30: Zeitschaltuhr 115
Abbildung 31: Externe Kommunikation 119
Abbildung 32: Parameterfenster 120
Abbildung 33: M-Graph: Einzelkanal 121
Abbildung 34: M-Graph: Anlage 123
Abbildung 35: M-Graph: Anlage 124
Abbildung 36: M-Graph: Anlage Tagesverlauf 125
Abbildung 37: Lastteiler Inselparallelbetrieb 128
Abbildung 38: MTU OAG Standard 132
Abbildung 39: Heizwasser 134
Abbildung 40: Zusatzregler 135
DCL-ID: 0000038395 - 006

146 | Anhang B | MS60024/05D 2019-03


11.2 Index
A H
Abgasklappensteuerung 106 Hauptmenü 
Abkürzungsverzeichnis 144 – Bedienung  39
Alarmlogger 66 – Visualisierung  39
Anlage  Heizwasser 134
– NOT-HALT  20
– Start  17 I
– Stopp   Installation 6
– Stoppablauf  19
Anlagenübersicht 40 K
Ansprechpartner  Kessel 
– MTU Onsite Energy  145 – Wärmebetrieb  111
Außentemperaturverschiebung 112 Kritische Störmeldungen 15

B L
Batterieabschaltung 14 Laststufensteuerung 45
Betriebsart  Lastteiler 
– Automatikbetrieb  22 – Parameter  130
– Handbetrieb  21 Lastteiler Inselparallelbetrieb 128
Betriebsmeldungen 65 Leistungsreduzierung 51
Bypassklappensteuerung 106 Leistungsregler 69
– Automatikbetrieb  72
C – Handbetrieb  71
CH4-Regelung 99 – Herkunft des Sollwertes  70
Cosphi-Regler 48 Login 37
CPU 10
M
D Meldungen 
Datensicherung 132 – Externe Kommunikation  119
Display 31 – E-Mail  117
– SMS  117
E Menüleiste 
Elektrische Daten 43 – Beschreibung  33
EMM 47 MIP 
Energiemessmodul 47 – Systembeschreibung  8
MMC 
F – Systembeschreibung  7
Frequenzregler  Modulsteuerschrank 13
– Parameter  131 Motor 
– Wärmebetrieb  107
G Motorübersicht 42
Gasbehälter 101 MTU Onsite Energy 
Gasdichtheitstest 60 – Ansprechpartner  145
Gassystem 54
DCL-ID: 0000038395 - 006

– Servicepartner  145
– Eingasbetrieb  55 M-Graph 
– Zweigasbetrieb   – Anlage Sekundengraph  123
– eine Gasregelstrecke  56 – Einzelkanal  121
– zwei Gasregelstrecken  57 – Tagesverlauf  125
Gasverdichter 58
– über Frequenzumrichter  59 N
Gemischlüfter  Netzbezugsregelung 103
– Pumpe  85 Netzersatzbetrieb 23
Gemischwasserregler 84 – über externe Leittechnik  24
Generatordaten 50 Netzzuschaltung 25
Grid Code 44

MS60024/05D 2019-03 | Index | 147


Notkühlerlüfter  Wassertemperaturregler 80
– Pumpe  90 – über zwei Regelkreise  82
Notkühlwasserregler 89
NOT-HALT 29 Z
Zählerstand 41
O Zeitschaltuhr 114
Ölsystem 61 Zusatzfunktionen 
– Übersicht  79
P Zusatzregler 135
Parameter 
– Frequenzregler  131
– Lastteiler  130
Parametereingabe 32
Potentialfreie Kontakte 
– Allgemein  26
– MIP  27
– MMC  28
Pufferspeicher 113
Pumpe 
– Gemischlüfter  85
– Notkühlerlüfter  90

R
Raumlüftersteuerung 95
Raumtemperaturregler 94
Reinigungsfenster 77

S
Schaltplandokumentation 12
Schutzorgane 
– Selektivität  11
Screenshot Funktion 127
Servicemenü 78
Servicepartner 
– MTU Onsite Energy  145
Sicherheitshinweise 5
Sicherheitskette 9
Spannungsregler 48
Startablauf 75
Stoppablauf 75
Störmeldungen 64
Systembeschreibung 
– MIP  8
– MMC  7

T
Taster 29
DCL-ID: 0000038395 - 006

U
Übersetzungen 136

W
Wahlschalter 29
Wärmebetrieb 
– Kessel  111
– Motor  107
Wartung 16
Wassersystem 52

148 | Index | MS60024/05D 2019-03