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Musterzeichnungen

für Betonfertigteile
Hinweise für Konstruktion
und Planung
Herausgeber: Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V.
Schloßallee 10, 53179 Bonn
Tel. 0228/ 954 56 56
Fax 0228/ 954 56 90
info@fdb-fertigteilbau.de
www.fdb-fertigteilbau.de

Autor: Mathias Tillmann

© FDB 2017

Alle Rechte der Verbreitung sowie des auszugsweisen Nachdrucks, insbesondere die Nutzung von Aus-
schnitten zu Werbezwecken, sind der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. vorbehalten.

Die Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. ist der technische Fachverband für den konstruktiven Betonfertigteilbau. Die FDB vertritt die Inte-
ressen ihrer Mitglieder national und international und leistet übergeordnete Facharbeit in allen wesentlichen Bereichen der Technik.
Musterzeichnungen für Betonfertigteile
Hinweise für Konstruktion und Planung
Vorwort zur Ausgabe 2009

Diese Broschüre enthält wichtige Anmerkungen Falls in dieser Broschüre oder in den Zeichnun-
und Hinweise, die den Konstruierenden das Er- gen Einbauteile mit Firmennamen aufgeführt sind,
stellen von Fertigteilzeichnungen erleichtern sol- sind diese nur beispielhaft und ohne Wertung
len. erwähnt und können durch geeignete Produkte
anderer Hersteller ersetzt werden.
Bedingt durch die verstärkte Verlagerung der An-
fertigung von Fertigteilzeichnungen von den Die Musterzeichnungen stehen unter www.fdb-
Technischen Büros der Fertigteilwerke hin zu fertigteilbau.de zum Download im PDF- und Plot-
Format zur Verfügung oder können gegen eine
selbständigen Ingenieurbüros und aufgrund des
Schutzgebühr bei der Fachvereinigung Deutscher
Wunsches nach einheitlichen Fertigteilzeichnun-
Betonfertigteilbau e.V. bestellt werden.
gen in allen Mitgliedsfirmen sind daher auf Anre-
gung des Gemeinschaftsarbeitskreises Konstruk- Erfahrungen und Anmerkungen zu dieser Bro-

tion der Fachvereinigung Deutscher Betonfertig- schüre und den Musterzeichnungen bitte ich, der

teilbau e.V. und des Deutschen Beton- und Bau- Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau

technik-Vereins E.V. diese Musterzeichnungen e.V. mitzuteilen, damit diese bei einer Überarbei-

entstanden. tung berücksichtigt werden können.

Die Broschüre und die Musterzeichnungen dienen


In der Ausgabe 2009 sind alle maßgeblichen
als Planungshilfe. Jegliche Haftung wird ausge-
deutschen und europäischen technischen Regel-
schlossen.
werke berücksichtigt. Hierbei bedeuten die Bezü-
ge auf Eurocode 2, Teil 1-1, dass auch die Anfor- Bonn, im August 2009

derungen des nationalen Anhangs, in dem die Der Verfasser


national festzulegenden Parameter bestimmt wer-
den, zu berücksichtigen sind.
Vorwort zur Ausgabe 2017
Die auf den folgenden Seiten gemachten Anmer-
kungen und Hinweise sind in den Musterzeich- Die Broschüre wurde einer redaktionellen Überar-
nungen zeichnerisch umgesetzt. Daher wurde in beitung unterzogen. Darüber hinaus wurden die
der vorliegenden Broschüre auf erläuternde Bilder Verweise auf Normen und Merkblätter sowie die
und Skizzen verzichtet. Literaturliste aktualisiert.
Die Anfertigung der Musterzeichnungen erfolgte Die zugehörigen Musterzeichnungen wurden im
durch die Fa. DICAD Systeme GmbH, Köln, mit August 2015 in Zusammenarbeit mit der Fa. DI-
dem CAD-Programm STRAKON 2008. CAD Systeme GmbH komplett überarbeitet.
Ein besonderer Dank geht an Frau Dagmar Mel- Bonn, im Januar 2017
zer, die durch ihren unermüdlichen Einsatz zur
Der Verfasser
Fertigstellung der Musterzeichnungen beigetragen
hat.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort ................................................................. 4 4.8 Betonoberfläche ......................................... 9


1 Vorbemerkungen ..................................... 6 4.9 Einbauteile, Transportanker und
2 Verlegezeichnungen ................................ 6 Aussparungen .......................................... 10
2.1 Allgemeines ............................................... 6 4.10 Bewehrung ............................................... 10
2.2 Regelmaßstab ........................................... 7 4.11 Matten- und Stabstahllisten ..................... 12
2.3 Maße .......................................................... 7 4.12 Überhöhung ............................................. 12
2.4 Fertigteilelementnummern ......................... 7 4.13 Lagerung und Transport .......................... 12
2.5 Zeichnungsstempel .................................... 7 4.14 Schriftfeld ................................................. 12
2.6 Listen ......................................................... 7 5 Übersichtszeichnungen ........................ 13
3 Detailzeichnungen ................................... 7 6 Transport- und Montageanweisung ..... 13
3.1 Allgemeines ............................................... 7 7 Checkliste ............................................... 13
3.2 Standarddetails .......................................... 8 8 Hinweise zu den Zeichnungen.............. 13
3.3 Maßstab ..................................................... 8 8.1 Allgemeines .............................................. 13
4 Elementzeichnungen ............................... 8 8.2 Verlegezeichnung .................................... 13
4.1 Allgemeines ............................................... 8 8.3 Elementzeichnungen ............................... 13
4.2 Schriftgrößen und Strichstärken ................ 8 8.3.1 TT-Platte .................................................. 13
4.3 Darstellung ................................................. 8 8.3.2 Stütze ....................................................... 13
4.4 Spiegelbildliche Darstellung....................... 9 8.3.3 Binder ....................................................... 14
4.5 Vermaßung ................................................ 9 9 Normen und Merkblätter ....................... 14
4.6 Toleranzen ................................................. 9 10 Literatur ................................................... 14
4.7 Kantenfasung ............................................. 9

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Abmessungen der Lager, die Festigkeitsklassen


1 Vorbemerkungen
und ggf. zusätzliche Eigenschaften von Verguss-
beton oder Vergussmörtel sowie die Einbaumaße
Das Bauen mit Betonfertigteilen setzt voraus,
und die Einbautoleranzen anzugeben.
dass bei der Planung das Bauwerk in produzier-
bare, transportierbare und montierbare Elemente Die Lage der Elemente im Gesamttragwerk ist in
zerlegt wird. Um allen Baubeteiligten für diese den Verlegezeichnungen eindeutig festzulegen
Vorgänge die notwendigen Informationen bereit- und am Fertigteil selbst durch entsprechende
stellen zu können, sind entsprechende Zeichnun- Beschriftung zu kennzeichnen. Falls erforderlich,
gen erforderlich. Für das Bauen mit Betonfertigtei- muss der Einbauablauf beschrieben werden.
len werden dabei unterschieden:
In die Verlegezeichnungen werden Schnittführun-
■ Verlegezeichnungen, gen mit Angabe der Schnittbetrachtungsrichtung
■ Detailzeichnungen, eingetragen. Angaben über den weiteren Ausbau
werden in die Verlegezeichnungen aufgenommen,
■ Elementzeichnungen.
wenn sie für das Verlegen der Fertigteile, für die
Detaildarstellung oder für die Zeichnungsüberprü-
2 Verlegezeichnungen
fung durch Dritte (Architekt, Prüfingenieur) benö-
tigt werden.
2.1 Allgemeines
Die Darstellung von Deckenebenen erfasst alle im
Verlegezeichnungen sind Bauzeichnungen für das dargestellten Geschoss zu verlegenden Decken-
Zusammenbauen bzw. Einbauen von Fertigteilen elemente sowie Stützen, Wände und Träger.
im fertigen Bauwerk. Grundrisse können als Mehrgeschossige Stützen werden nur einmal in
Draufsicht oder als Untersicht nach DIN 1356-1, demjenigen Geschoss nummeriert, in dem sie
Typ A oder Typ B, gezeichnet werden. In den montiert werden. Wandfertigteile werden nur dann
Zeichnungen ist anzugeben, ob es sich um eine in der Deckenverlegezeichnung erfasst, wenn ihre
Draufsicht oder um eine Untersicht handelt. Lage und Positionsnummer eindeutig und über-
sichtlich dargestellt werden können. Von Fassa-
Alle Fertigteile erhalten eine Positionsnummer
den, Innenwänden, Brandwänden und Treppen-
und zusätzlich ist das Gewicht der einzelnen Bau-
hausabwicklungen werden Ansichten gezeichnet.
teile, die Höhenkoten bei Stützen oder Wänden
Dabei sollte die Oberflächenausbildung angege-
sowie eine Positionsliste auf der Zeichnung anzu-
ben werden.
geben.

Anstelle von Verlegezeichnungen können auch


Des Weiteren enthalten Verlegezeichnungen alle
Schalungszeichnungen dienen, die alle Informa-
für Einbau und Anschluss der Fertigteile erforder-
tionen von Verlegezeichnungen enthalten. Bei
lichen Angaben. Dies gilt für auf der Baustelle
einfachen Konstruktionen können Montage- und
zusätzlich zu verlegende Bewehrungen bzw. Be-
Befestigungsdetails in die Verlegezeichnungen
wehrungsanschlüsse und Einbauteile sowie Lage
übernommen werden, wenn dadurch deren Über-
und Dimensionierung von Hilfs- oder Montageun-
sichtlichkeit nicht beeinträchtigt wird. Detaildar-
terstützungen.
stellungen in der Verlegezeichnung sind mit An-

In den Verlegezeichnungen sind nach DIN EN gabe der Detail-Nummer eindeutig zu kennzeich-

1992-1-1/NA, 10.2 auch die für den Zusammen- nen. Bei größeren Dateildarstellungen oder wenn

bau erforderlichen Auflagertiefen, die Art und die die Platzverhältnisse auf der Verlegezeichnung

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

dies nicht erlauben, werden eigene Detailzeich- pel enthält darüber hinaus Angaben zum Bau-
nungen angefertigt (s. Kap. 3). herrn, zum Bauvorhaben, zum Zeichnungsinhalt
sowie zum verwendeten Maßstab.
2.2 Regelmaßstab
2.6 Listen
Als Regelmaßstab für Verlegezeichnungen wird
1:50 verwendet. Maßgebend für die Wahl des Verlegezeichnungen werden durch Einbauteil-
Maßstabes sind jedoch die Abmessungen und die bzw. Stücklisten ergänzt. Diese Listen werden
Gliederung des darzustellenden Bauteils. Der entweder gesondert auf DIN A 4-Seiten heraus-
Maßstab ist so zu wählen, dass alle Informationen gegeben oder direkt auf der Zeichnung abge-
übersichtlich und gut lesbar sind. druckt, wenn es die Platzverhältnisse erlauben.
Es werden folgende Listen unterschieden:
2.3 Maße
■ Fertigteilstücklisten mit Angaben zur Position,
■ Gebäude- und Bauteilhauptmaße (Länge, Breite); Anzahl und Abmessung sowie zum Gewicht;
■ Vermaßung der Hauptachsen; ■ Einbauteillisten für die Produktion, falls erfor-
■ Vermaßung der Fertigteile bezogen auf die derlich;
Hauptachsen; ■ Einbauteillisten für die Montage, falls erforderlich.
■ Fugenabmessungen;

■ in Vertikalschnitten: Stockwerkshöhen, Höhen-


3 Detailzeichnungen
koten für Oberkanten von Fertigteilen (auch für
Zwischendecken, Rampen usw.); 3.1 Allgemeines

■ bei Stützen: Stützenunterkante, Oberkante Detailzeichnungen ergänzen die Verlegezeich-


Konsole. nungen im Hinblick auf Verbindungen, Eck- und
Knotenpunkte.
2.4 Fertigteilelementnummern
Detailzeichnungen müssen alle erforderlichen
Grundsätzlich erhalten unterschiedliche Fertigteile
Angaben, Maße und Hinweise für Planung und
unterschiedliche Fertigteilelementnummern oder
Montage der Fertigteile enthalten, z. B. Oberkan-
Positionsbezeichnungen. Dabei kann schon aus
ten bzw. Unterkanten von Stützen, Wänden, Trä-
der Nummerierung die Art der Fertigteile erkenn-
gern, Decken, Konsolen, Ausklinkungen, Ausspa-
bar sein, z. B. „B“ für Binder, „W“ für Wände usw.
rungen, Lagerart (z. B. Elastomerlager), Lageran-
Bei den Nummerierungen sollten auch die Festle-
ordnung, Fugenabmessungen, Einbauteile, Mon-
gungen der ausführenden Werke berücksichtigt
tageteile, Schweißnahtabmessungen, ggf. zusätz-
werden.
liche Brandschutzmaßnahmen, zusätzlich erfor-
derliche Bewehrung sowie Angaben zum Ver-
2.5 Zeichnungsstempel
gussbeton oder Vergussmörtel.
Als Zeichnungstempel wird der für das Projekt
Die Lokalisierung und Kennzeichnung der Verbin-
vereinbarte Regelzeichnungstempel verwendet.
dungen, Eck- und Knotenpunkte erfolgt auf den
Die Verlegezeichnung erhält eine eindeutige
Verlegezeichnungen.
Zeichnungsnummer, die bei jeder Änderung einen
neuen Index bekommt. Die jeweilige Art der Ände-
rung ist dabei anzugeben. Der Zeichnungsstem-

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

3.2 Standarddetails Bewehrungsangaben sind von den Elementanga-


ben getrennt darzustellen. Üblicherweise wird die
Standarddetails, die sich oft wiederholen, können Schalung oben auf der Elementzeichnung und die
aus werkseigenen Handbüchern entnommen Bewehrung unten dargestellt.
werden. Die Typenvielfalt von Einbau- und Mon-
tageteilen ist nach Möglichkeit einzuschränken. Die Zeichnungsnummer sollte identisch mit der
Fertigteilnummer sein. Die Festlegungen des aus-
3.3 Maßstab führenden Werkes bei der Nummerierung sind zu
beachten. Häufig werden besondere Positions-
Als Maßstab wird 1:25 bis 1:10 (in Ausnahmefäl-
nummernsysteme verwendet, die die Projektver-
len bis 1:1) verwendet.
waltung vereinfachen.

4 Elementzeichnungen 4.2 Schriftgrößen und Strichstärken

4.1 Allgemeines Die Regeln für Verkleinerungen von Zeichnungen


sind einzuhalten.
Fertigteilelementzeichnungen sind Bauzeichnun-
gen nach DIN 1356-1 und DIN EN ISO 3766 zur Wenn nicht verkleinert wird, gilt:

Herstellung von Fertigteilen und beinhalten im


■ Kleinste Schriftgröße 2,5 mm
Regelfall Schal- und Bewehrungszeichnungen auf
einem Blatt. Darüber hinaus enthalten sie wichtige ■ Dünnste Strichstärke 0,25 mm
Zusatzinformationen für den Transport und die
Montage der Fertigteile. Zur Aufstellung solcher ■ Schalungskanten:
Fertigteilelementzeichnungen sind fachliche Vor-
kenntnisse über die Produktionsweise in den Her- in der Schalungszeichnung  0,50 mm

stellwerken von Betonfertigteilen unerlässlich.


in der Bewehrungszeichnung 0,35 mm
Fertigteilelementzeichnungen sind maßstäblich zu
■ Bewehrungsstäbe 0,50 mm
erstellen. Der Regelmaßstab ist 1:25. Bevorzug-
tes Zeichnungsformat ist DIN A1. Für die Hand-
4.3 Darstellung
habung im Werk und zur Reduzierung der Zeich-
nungskosten ist eine Verkleinerung auf DIN A3
■ Draufsichten (auf das fertige Bauteil mit Blick-
sinnvoll. Je Zeichnung wird im Allgemeinen nur
richtung Schalboden) nach DIN 1356-1, Typ A,
ein Fertigteil dargestellt.
■ Horizontalschnitte (bei liegend hergestellten
Elementzeichnungen enthalten nur Angaben, die Wandtafeln Schalungsseite nach unten),
zur Herstellung der Fertigteile im Werk erforder-
■ Vertikalschnitte (auf die in Schnittbetrachtungs-
lich sind. Sie enthalten demnach keine Angaben
richtung liegende Zeichnungsseite platzieren).
zu Gebäudeachsen, Höhenkoten, Fugenstärken,
zur Fugenbewehrung, zum Fugenverguss oder zu Schnittführung und Schnittbetrachtungsrichtung
losen Montageteile. Da diese Angaben für den sind genau zu bezeichnen:
Fertigteilhersteller irrelevant sind, werden sie in
den Verlegezeichnungen oder in Systemskizzen
außerhalb der Schalungs- und Bewehrungsdar-
stellung angeordnet.

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

In Zweifelsfällen (z. B. bei Stützen oder Wandta- 4.6 Toleranzen


feln) ist die Schalungsseite mit dem Fertigteilwerk
abzustimmen. Für Herstellungstoleranzen von vorgefertigten
Bauteilen aus Stahlbeton und Spannbeton gilt DIN
4.4 Spiegelbildliche Darstellung 18203-1.

Spiegelbildliche Darstellungen sind möglichst zu ANMERKUNG DIN 18203-1 wurde aus formalen Gründen
vom DIN aus dem aktiven Normenbestand genommen, da sie
vermeiden. Soll ein Fertigteil trotzdem spiegelbild- dem Anwendungsbereich der europäischen Produktnormen
lich zu dem auf der Zeichnung dargestellten Fer- entgegensteht. Die Toleranzwerte aus DIN 18203-1 entspre-
chen jedoch weiterhin dem Stand der Technik.
tigteil hergestellt werden, so ist die spiegelbildli-
che Schalung mit zugehöriger Positionsnummer in Ein besonderer Hinweis auf die Herstellungs-
einer Skizze darzustellen. Die Bezeichnung „spie- genauigkeit (z. B. „mit Schablone einbauen“)
gelbildlich“ allein kann zu Irrtümern führen und ist muss auf der Zeichnung dann angebracht wer-
daher nicht zulässig. den, wenn von den Werten nach DIN 18203-1,
abgewichen werden soll. Dies kann z. B. der Fall
Die Positionsnummer des spiegelbildlichen Fertig-
sein, wenn für Nachfolgegewerke geringere Tole-
teils und die Stückzahlen sind auch im Schriftfeld
ranzen eingehalten werden müssen.
der Fertigteilzeichnung aufzuführen. Als Zeich-
nungsnummer wird dabei immer die Nummer des Weitere Informationen hierzu enthält das FDB-
Hauptfertigteils verwendet. Merkblatt Nr. 6 „Toleranzen und Passungsbe-
rechnungen für Betonfertigteile“ (s. Kap. 9).
4.5 Vermaßung
4.7 Kantenfasung
Die Vermaßung ist eindeutig und nur mit Bezug
auf Fertigteilkanten vorzunehmen. Aus Gründen Kanten, die von zwei Schalungsflächen begrenzt
der Übersichtlichkeit sollte die Anzahl der Maßket- sind, werden gefast. Die Standardfase (z. B.
ten gering bleiben. 10/10 mm) ist im Schriftfeld anzugeben. Bei Ab-
weichungen von dieser Regel (z. B. größere Ka-
Es sind nur solche Maße anzugeben, die zur Er-
thetenlänge, gerundet, scharfkantig) ist in den
stellung der Schalung erforderlich sind, d. h. Füll-
Schnitten an jeder einzelnen Kante die Fasenart
werte sind zu vermeiden. Jedes Maß soll nur ein-
anzugeben.
mal erscheinen. Unmaßstäbliche Längen (z. B.
bei Verkleinerungen) müssen unterstrichen wer- 4.8 Betonoberfläche
den. Auf der Zeichnung muss dann – möglichst
hervorgehoben – der Hinweis „unmaßstäblich“ Die Art der Betonoberfläche ist, sofern mit dem
erscheinen. Die größten Außenabmessungen ausführenden Werk nicht anders vereinbart, mit
(Länge, Breite, Dicke) können hervorhoben wer- Symbolen, entsprechend der Darstellung im
den. Schriftfeld, in allen Schalungszeichnungen lücken-
los zu kennzeichnen. Insbesondere bei Bauteil-
Besonders wichtig ist die Kennzeichnung bei tra- eckausbildungen oder Laibungen ist auf die kor-
pezförmigen Elementen, die kaum vom Rechteck rekte Angabe der Oberfläche zu achten.
abweichen (durch überproportionale Darstellung
der unterschiedlichen Abmessungen in Details). Bei Verwendung von Strukturmatrizen mit regel-
mäßigem Raster muss unter Beachtung der Rich-
tung und der Strukturfortsetzung im anschließen-
den Fertigteil die Randausbildung eindeutig ange-

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

geben und vermaßt werden. Übergänge sollen in Aussparungen, Einbauteilen und Bewehrungsstä-
diesem Falle nicht scharfkantig, sondern mit aus- ben nicht kollidieren.
reichend bemessener Fase ausgeführt werden.
Toleranzen von Einbauteilen und Verbindungsmit-
Bei nachträglich mit Ortbeton ergänzten Halbfer- teln enthält das FDB-Merkblatt Nr. 6 „Toleranzen
tigteilen, z. B. Elementdecken oder TT-Platten und Passungsberechnungen für Betonfertigteile“
sind die Oberflächen gemäß den Vorgaben in DIN (s. Kap. 9).
EN 1992-1-1, 6.2.5 anzugeben.
4.10 Bewehrung
4.9 Einbauteile, Transportanker und
Aussparungen Die Darstellung der Bewehrung erfolgt nach DIN
EN ISO 3766. Die Konstruktions- und Beweh-
Einbauteile und Transportanker mit allen dazuge- rungsregeln nach DIN EN 1992-1-1, Abschnitte 8
hörenden Detailangaben sind mit dem Fertigteil- und 9 sind zu beachten.
werk abzustimmen. Jedes Einbauteil erhält eine
eigene Maßlinie, an deren Anfang die Bezeich- Neben den Durchmessern der Bewehrungsstäbe

nung des Einbauteils eingerahmt erscheint. Diese bzw. den Mattentypen sind Anzahl, Form und

Teile sind möglichst einfach von den Fertigteilkan- Lage der einzelnen Bewehrungselemente anzu-

ten aus mit offenen Maßketten zu fixieren. Füll- geben. Für die Verwendung von Lagermatten

maße sollten vermieden werden. Einbauteile sind siehe z. B. die Arbeitshilfen des Instituts für Stahl-

mit ihrer Nummer darzustellen. betonbewehrung e.V. (www.isb-ev.de).

Jede Fertigteilelementzeichnung ist mit einer Ein- Weichen obere und untere bzw. innere und äuße-

bauteilstückliste zu versehen, in der z. B. die Art re Bewehrungslage bei Deckenplatten bzw.

und die genaue Typenbezeichnung der Einbautei- Wandtafeln voneinander ab, werden sie getrennt

le anzugeben sind. dargestellt. Bei liegend herzustellenden Wänden


und Platten mit beidseitiger Bewehrung sind die
Bei der Verwendung von Transportankersyste- Abstandhalter für die obere Bewehrung darzustel-
men, die aus dem in das Betonfertigteil einzubau- len und herauszuziehen. Die Bewehrungsführung
enden Transportanker und dem zugehörigen ist mit der Lage der Einbauteile abzustimmen.
Lastaufnahmemittel bestehen, sind die Einbau-
und Verwendungsanleitungen der Hersteller die- Die Bewehrung wird unten und neben der Ge-

ser Systeme, die z. B. Angaben zu den erforderli- samtdarstellung einzeln herausgezogen und posi-

chen Randabständen enthalten, zu beachten. tioniert, wobei Rundstähle Kreise erhalten und
Matten Rechtecke (Listenmatten abgerundete
Die Einbaulage nicht drehsymmetrischer Einbau- Rechtecke). Jede Stahlposition ist nur einmal
teile (z. B. Ankerschienen, nichtquadratische, herauszuziehen und zu vermaßen. Ausnahme
nichtrunde Stahlplatten) ist eindeutig darzustellen sind verschwenkte Stäbe, die in der verschwenk-
und zu vermaßen. Komplizierte Einbauteile, die ten Position gestrichelt angegeben werden.
eigens hergestellt werden, sind in gesonderten
Zeichnungen darzustellen. Bei der Festlegung von Außenmaßen gebogener
Stäbe sowie bei der Ermittlung des Platzbedarfs
Konsolen und Aussparungen sind ebenfalls zu für sich kreuzende Bewehrungslagen ist zu be-
vermaßen. Bei der Festlegung von Aussparungen rücksichtigen, dass die Bewehrungsstäbe infolge
ist darauf zu achten, dass sie mit benachbarten ihrer Rippen 20 % dicker sind als ihr Nenndurch-
messer.

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Verankerungslängen an Auflagern und Übergrei- gestellt wird, dass Fertigteile mit zu geringer Min-
fungslängen von Bewehrungsstößen werden nach destbetondeckung ausgesondert werden (Mes-
DIN EN 1992-1-1, 8.4.4 und 8.7.3 festgelegt. Bie- sung und Auswertung z. B. nach DBV-Merkblatt
gerollendurchmesser, insbesondere bei sich kreu- „Betondeckung und Bewehrung“). Eine Verringe-
zenden Bewehrungen, sind nach DIN EN 1992-1-1, rung von Δcdev unter 5 mm ist jedoch unzulässig.
8.3 einzuhalten.
Bei der Reduzierung der Vorhaltemaße ist jedoch
Für die Betondeckung der Bewehrungsstäbe soll- in jedem Fall eine Abstimmung mit dem Fertig-
te das Verlegemaß cv angegeben werden, wel- teilwerk erforderlich, um sicherzustellen, dass die
ches sich aus dem Nennmaß cnom = cmin + Δcdev entsprechenden Maßnahmen auch durchgeführt
unter Berücksichtigung der tatsächlichen Beweh- werden können. Eine willkürliche Reduzierung
rungskonstruktion (Lagen, Abstandhalter, Unter- des Vorhaltemaßes ist unzulässig.
stützungen usw.) ableitet (siehe DIN EN 1992-1-
1/NA, 4.4.1.1). Hinweise zur Betondeckung, zu Abstandhaltern
und Unterstützungen enthalten die DBV-
Dabei sind: Merkblätter „Betondeckung und Bewehrung nach
EC2“, „Abstandhalter nach EC2“ und „Unterstüt-
■ cnom: Nennmaß der Betondeckung nach DIN zungen nach EC2“ (s. Kap. 9).
EN 1992-1-1, 4.4.1.1 (1),
Beim Entwurf komplizierter Bewehrungen (z. B.
■ cmin: Mindestbetondeckung nach DIN EN 1992-
bei Konsolen oder Ausklinkungen) empfiehlt es
1-1, 4.4.1.2 in Abhängigkeit der Expositions-
sich, die Bewehrungsstäbe mit ihren Krümmungs-
klassen nach EN 1992-1-1, Tab. 4.1,
radien in einem größeren Maßstab und in Doppel-
■ Δcdev: Vorhaltemaß der Betondeckung nach kontur darzustellen.
DIN EN 1992-1-1, 4.4.1.3.
Bei liegend gefertigten stabförmigen Bauteilen, z. B.
Ist die Betondruckfestigkeit zwei Festigkeitsklas- Stützen, sollten für die Bewehrungsstäbe nach
sen höher als für die Expositionsklassen der Be- DIN EN 1992-1-1, 8.4.2 (2) nur dann gute Ver-
wehrungskorrosion (XC, XD, XS) mindestens bundbedingungen angenommen werden, wenn
erforderlich ist, dürfen die Werte von cmin nach sie mit einem Außenrüttler verdichtet wurden und
DIN EN 1992-1-1, 4.4.1.2 (5) um 5 mm verringert die äußeren Querschnittsabmessungen 500 mm
werden. nicht überschreiten. In allen anderen Fällen ist
von mäßigen Verbundbedingungen auszugehen.
Nach DIN EN 1992-1-1/NA, 4.4.1.3 (3) dürfen die
Werte für das Vorhaltemaß Δcdev um 5 mm abge- Die Produktionsrichtung der Stützen kann mit dem
mindert werden, wenn dies durch eine entspre- Fertigteilwerk abgestimmt werden. Für die Ein-
chende Qualitätskontrolle bei Planung, Entwurf, spannung des Stützenfußes in ein Blockfunda-
Herstellung und Bauausführung gerechtfertigt ment wird auf die Angaben in DIN EN 1992-1-1,
werden kann. 6.2.5 (1) verwiesen (siehe auch Musterelement-
zeichnung „Stütze“ sowie [1] und [2]).
Bei Fertigteilen mit einer werksmäßigen und stän-
dig überwachten Herstellung darf nach DIN EN Bei Spannbetonbauteilen sind weitere Angaben
1992-1-1/NA, 10.4 das Vorhaltemaß Δcdev für die wie z. B. zum verwendeten Spannstahl, der An-
Betondeckung um mehr als 5 mm nur dann redu- zahl und Art der Litzen, zur Vorspannkraft,
ziert werden, wenn durch eine Überprüfung der Spannbettspannung oder Betondruckfestigkeit
Mindestbetondeckung am fertigen Bauteil sicher- beim Aufbringen der Vorspannung erforderlich

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Musterzeichnungen für Betonfertigteile

(siehe Musterelementzeichnungen „Spannbeton- Bei Spannbetonbauteilen ist die Verformung nach


binder“ und „Deckenplatte TT-Profil“ sowie FDB- Übertragung der Vorspannkraft gemäß statischer
Merkblatt Nr. 11 „Checkliste zur Vorspannung mit Berechnung anzugeben.
sofortigem Verbund von Betonfertigteilen“ und
[3]). 4.13 Lagerung und Transport

4.11 Matten- und Stabstahllisten Sind bei Lagerung oder Transport des Fertigteils
besondere Maßnahmen erforderlich (z. B. Einsatz
Für jede Elementzeichnung werden Matten- und von Traversen oder Ausgleichsgehängen), sind
Stabstahllisten aufgestellt, die alle Angaben zu diese in die Elementzeichnungen einzutragen.
Position, Anzahl, Durchmesser, Einzellängen,
Gesamtlängen und Massen enthalten. Bei Spannbetonbauteilen müssen zusätzlich An-
gaben zur Lagerung im Montagezustand gemacht
Biegeformen mit vollständiger Vermaßung aller werden. Bei asymmetrischen Bauteilen kann es
Bewehrungselemente können auch in einer ge- erforderlich sein, die Schwerpunktlage des Bau-
trennten Biegeliste angegeben werden. Diese teils anzugeben.
Listen werden entweder gesondert auf DIN A 4-
Seiten herausgegeben oder direkt auf der Zeich- 4.14 Schriftfeld
nung abgedruckt.
Es ist ein mit dem ausführenden Werk abzustim-

Bei der Darstellung und Erfassung von Beton- mendes Schriftfeld für Elementzeichnungen zu

stahlmatten ist mit dem Fertigteilwerk abzuklären, verwenden. Hierfür kann das Schriftfeld in den

inwieweit Schneideskizzen erforderlich sind, die Musterzeichnungen dienen. Die Elementzeich-

zeigen, wie aus ganzen Matten die für das ent- nung erhält bei jeder Änderung einen neuen In-

sprechende Bauteil verwendeten Mattenpositio- dex.

nen herausgeschnitten werden (Vordrucke für


Im Schriftfeld müssen neben den allgemeinen
Schneideskizzen finden sich unter www.isb-
Angaben zum Projekt (Bauherr, Zeichnungsinhalt,
ev.de). Zusätzlich sind Betonstahllisten für auf der
Bauteil, Fertigteilwerk, Datum, Maßstab, Zeich-
Baustelle zu verlegende Bewehrung getrennt
nungsnummer, Name des Zeichners etc.) auch
aufzustellen.
Angaben zur Betonfestigkeitsklasse, zum Teilsi-

Falls ein Stahlbiegeautomat angesteuert werden cherheitsbeiwert für den Baustoff Beton, zum

soll, empfiehlt es sich, eine so genannte Formen- Beton- und Spannstahl, zu Biegerollendurchmes-

liste nach DIN EN ISO 3766 zu erstellen. Ein Bei- sern, Expositionsklassen, Feuchtigkeitsklassen,

spiel für eine solche Formenliste ist auf der Mus- zum Gewicht und Volumen der Fertigteile, zur

terelementzeichnung „Stütze“ abgebildet. Betondeckung und zum Vorhaltemaß und ggf. zur
Feuerwiderstandsklasse gemacht werden.
4.12 Überhöhung
Der Teilsicherheitsbeiwert für den Baustoff Beton
Für weitgespannte Stahlbetonbauteile ist das darf nach DIN EN 1992-1-1, A.2.3 bei Fertigteilen
Überhöhungsmaß in Träger- oder Plattenmitte mit einer werksmäßigen und ständig überwachten
bzw. bei Kragträgern auch am Kragarmende an- Herstellung auf γc = 1,35 verringert werden, wenn
zugeben und mit den Schalungsgegebenheiten durch eine Überprüfung der Betonfestigkeit an
des Herstellers abzustimmen. jedem fertigen Bauteil sichergestellt wird, dass
alle Fertigteile mit zu geringer Betonfestigkeit
ausgesondert werden. Bei der Reduzierung des

12
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Teilsicherheitsbeiwertes ist jedoch in jedem Fall strukteure, die ein fachgerechtes Zeichnen von
eine Abstimmung mit dem Fertigteilwerk erforder- Betonfertigteilen ermöglichen sollen.
lich. Eine willkürliche Reduzierung des Teilsicher-
heitsbeiwertes ist unzulässig. 8 Hinweise zu den Zeichnungen

5 Übersichtszeichnungen 8.1 Allgemeines

Zur einfachen Abwicklung eines Bauvorhabens Die Zeichnungen stehen unter www.fdb-

mit Planern, Prüfern und Ausführenden können fertigteilbau.de zum Download im PDF- und Plot-

Übersichtszeichnungen erforderlich sein, aus Format zur Verfügung oder können gegen eine
denen eindeutig die Lage eines jeden Einzelele- Schutzgebühr bei der Fachvereinigung Deutscher

mentes hervorgeht. Die Positionierung der Ele- Betonfertigteilbau e.V. bestellt werden.

mente sollte mit dem Hersteller abgestimmt wer-


Die Verlege- und Elementzeichnungen gehören
den.
zu unterschiedlichen Objekten.

Übersichtszeichnungen mit klaren Details lohnen


8.2 Verlegezeichnung
den zusätzlichen Aufwand, da sie Fehler vermei-
den. Dargestellt ist die Untersicht eines Hallenbaus aus
Stahlbetonfertigteilen mit verschiedenen Detail-
6 Transport- und Montageanwei- punkten. Ergänzt wird die Zeichnung durch eine
sung Fertigteilstückliste. Auf die Darstellung der Dach-
deckung aus Trapezblechen wurde verzichtet
Die Erstellung einer Transport- und Montagean- (Bild 1).
weisung erfolgt nach DIN EN 1992-1-1/NA, 10.2
und DIN EN 13670 / DIN 1045-3, Abschnitt 9. 8.3 Elementzeichnungen
Angaben zum Transport und zur Montage der
8.3.1 TT-Platte
Fertigteile, die bei der Herstellung im Werk zu
berücksichtigen sind, sind auf den Zeichnungen Dargestellt ist eine vorgespannte TT-Platte mit ca.
anzugeben. 14 m Spannweite und 60 mm Plattenspiegel, die
nachträglich mit Ortbeton ergänzt wird. Die Ober-
Die „Muster-Montageanweisungen für den Beton-
flächenbeschaffenheit der Fuge („rau“) nach DIN
fertigteilbau“ der Fachvereinigung Deutscher Be-
EN 1992-1-1, 6.2.5 ist angegeben.
tonfertigteilbau e.V. [4] enthalten ausführliche
Hinweise zu Personalbefugnissen, Transport, Hinsichtlich der Matte im Plattenspiegel ist darauf
Lieferung und Ladevorgängen sowie Mustermon- zu achten, dass keine Kollision mit den Stegbü-
tage-Vorschriften für verschiedene Stahlbeton- geln erfolgt (Bild 2).
und Spannbetonfertigteile.
8.3.2 Stütze
7 Checkliste
Dargestellt ist eine Stütze mit 11,75 m Länge und
den Querschnittsabmessungen 400 / 400 mm und
Das FDB-Merkblatt Nr. 5 „Checkliste für das
zwei Konsolen in unterschiedlichen Höhenlagen.
Zeichnen von Betonfertigteilen“ (s. Kap. 9) enthält
wichtige Angaben für Tragwerksplaner und Kon-

13
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Hier ist beispielhaft gezeigt, wie eine Zeichnung DIN EN ISO 3766:2004-05 Zeichnungen für das
durch eine Formenliste entsprechend DIN EN ISO Bauwesen - Vereinfachte Darstellung von Beweh-
3766, 7.2 ergänzt werden kann (Bild 3). rungen

Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau


8.3.3 Binder
e.V.: Merkblatt Nr. 5 „Checkliste für das Zeichnen
Dargestellt ist ein Spannbetonbinder mit T- von Betonfertigteilen“
Querschnitt und einer Spannweite von 30 m sowie Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau
einer Bauteilhöhe im Firstpunkt von 1,70 m. Es e.V.: Merkblatt Nr. 6 „Toleranzen und Passungs-
sind unterschiedliche Bügelformen dargestellt und berechnungen für Betonfertigteile“
es erfolgt der Hinweis, dass das Bauteil im Mon-
Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau
tagezustand so gelagert werden muss wie im
e.V.: Merkblatt Nr. 11 „Checkliste zur Vorspan-
Endzustand (Bild 4).
nung mit sofortigem Verbund von Betonfertigtei-
Die Zeichnung zeigt den Spannbetondachbinder, len“
der in der Broschüre „Spannbetonbinder nach Hinweis: Die aktuellen Fassungen der FDB-Merkblätter
Eurocode 2“ der Fachvereinigung Deutscher Be- sind unter www.fdb-fertigteilbau.de erhältlich.
tonfertigteilbau e.V. [3] beispielhaft bemessen
Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein E.V.:
wurde.
Merkblatt „Betondeckung und Bewehrung nach
EC2“ (2015-12)
9 Normen und Merkblätter
Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein E.V.:

DIN 1045-3:2012-03 Tragwerke aus Beton, Stahl- Merkblatt „Abstandhalter nach EC2“ (2011-01)

beton und Spannbeton - Teil 3: Bauausführung - Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein E.V.:
Anwendungsregeln zu DIN EN 13670 mit Berich- Merkblatt „Unterstützungen nach EC2“ (2011-01)
tigung 1:2013-07

DIN 1356-1:1995-02 Bauzeichnungen - Teil 1: 10 Literatur


Arten, Inhalte und Grundregeln der Darstellung
[1] A. Steinle, H. Bachmann, M. Tillmann, Bauen
DIN 18203-1 Toleranzen im Hochbau-Teil 1: Vor- mit Betonfertigteilen im Hochbau (in: Betonka-
gefertigte Teile aus Beton, Stahlbeton und lender 2016); Verlag Ernst & Sohn, 2016.
Spannbeton

DIN EN 1992-1-1:2011-01 Eurocode 2: Bemes- [2] M. Tillmann, Knotenverbindungen für Betonfer-


tigteile, Bonn: Fachvereinigung Deutscher
sung und Konstruktion von Stahlbeton- und
Betonfertigteilbau, 2015.
Spannbetontragwerken – Teil 1-1: Allgemeine
Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau
[3] Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau
einschließlich Änderung A1:2015-03 mit DIN EN
e.V., Spannbetonbinder nach Eurocode 2,
1992-1-1/NA:2013-04 Nationaler Anhang zu DIN
2015.
EN 1992-1-1 einschließlich Änderung A1:2015-12

DIN EN 13670:2011-03 Ausführung von Tragwer- [4] Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau


ken aus Beton e.V., Muster-Montageanweisungen für den
Betonfertigteilbau, 2009.

14
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Bild 1: Verlegezeichnung

15
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Bild 2: Elementzeichnung TT-Platte

16
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Bild 3: Elementzeichnung Stütze

17
Musterzeichnungen für Betonfertigteile

Bild 4: Elementzeichnung Spannbetonbinder

18
Fachvereinigung
Deutscher Betonfertigteilbau e.V.
Schloßallee 10
53179 Bonn
Telefon 0228 95456-56
Telefax 0228 95456-90
info@fdb-fertigteilbau.de
www.fdb-fertigteilbau.de

Diese Broschüre enthält in übersichtlicher Form wichtige Anmerkun-


gen und Hinweise, die den Konstruierenden das Erstellen von Fertig-
teilzeichnungen erleichtern sollen.

Aus dem Inhalt:

 Verlegezeichnungen

 Detailzeichnungen

 Elementzeichnungen

 Transport- und Montagehinweise