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Zusammenfassung: Jugendgewalt

Sonntag, 25. August 2019 11:04

Jugendgewalt - was wirklich dahinter steckt

Was ist nur los mit den Jugendlichen? Verfolgt man die groß aufgemachten Medienberichte der letzten
Jahre über gewaltbereite Jugendliche, kann man sich nur schwer der Vorstellung entziehen, hier wachse
eine brutale Generation heran, bei der kleinste Anlässe genügen würden, um schlimmste
Aggresionsausbrüche zu provieren. Tatsächlich ist der Anteil von Straftaten in keiner Altersgruppe so
hoch wie unter den 14- bis 20-Jährigen. Doch das Gesamtbild der Jugendkriminalität stellt sich bei
genauer Betrachtung differenzierter dar. So heißt es beispielsweise in einem Sicherheitsbericht der
Bundesregierung, dass Kriminalität bei Jugendlichen oft ein vorübergehendes, "episodenhaftes"
Verhalten sei. Es werde in allen Gesellschaften und sozialen Schichten beobachtet und sei damit als
statistisch normal zu betrachten. Kriminalität stellt bei Jugendlichen nämlich ein häufiges
Begleitphänomen im Prozess der Entwicklung einer individuellen und sozialen Identität dar. Beruhigend
scheint auch die Tatsache, dass die absolute Zahl von verurteilten Straftätern unter 21 Jahren
keineswegs ansteigt, sondern seit 2005 sogar leicht gesunken ist - und das bei einer gleichzeitig eher
gestiegenen Strafbereitschaft der Jugendgerichte. Nur der Anteil an schweren Gewaltdelikten ist
tatsächlich grösser geworden. Doch die Behauptung, die Jugend habe sich insgesamt zur Brutalität hin
entwickelt, ist ein Fehlschluss. Stattdessen lässt sich beobachten, dass ein großer Teil dieser Taten auf
das Konto einiger weniger Intensivtäter geht, die immer wieder straffällig werden. Es ist vor allem diese
Gruppe, die Kriminologen und Jugendrichtern Sorgen macht. Die Faktoren, die solch ein aggressives
Verhalten begünstigen, sind durch viele Studien bekannt. Der Kriminologe und Experte für
Jugendstrafrecht Christian Pfeiffer meint, es sei ein klarer Zusammenhang zwischen familiärer Gewalt
und Jugendgewalt aufgezeigt worden. Außerdem gehe man davon aus, dass Gewalt in den Medien, z.B.
brutale Computerspiele, und gewaltorientierte Vorstellungen von "Männlichkeit"
aggressionsverstärkenden Charakter hätten. Jugendforscher gehen zudem davon aus, dass in der Regel
ein Gefühl von tiefer Frustration durch die Gesellschaft so massiv und häufig übertreten würden wie bei
den Intensivtätern. Viele von ihnen hätten die Erfahrung von schulischer und beruflicher
Chancenlosigkeit, Ausgrenzung und fehlender Lebensperspektiven gemacht. Populäre Forderung nach
immer härteren Strafen gingen daher am Problem vorbei. Grundsätzlich zeigten Studien, dass ein
positiver Effekt von Arrest und Strafvollzug ausgeblieben sei und dadurch eher eine Verhärtung des
Gewaltverhaltens erreicht werde. Entgegen zahlreichen Forderungen aus der Politik wendet daher auch
der Deutsche Anwaltsverein ein, dass ein härteres Strafrecht keine Prävention gegen Jugendkriminalität
leisten werde. Durch bereits angedachte soziale Maßnahmen werde die Situation sicherlich mittelfristig
verbessert werden, aber nur durch bessere Bildung und Chancengleichheit könne auf Dauer eine
positive Wirkung erzielt werden. Denn nur gute Zukunftsperspektiven machen Gewalt für Jugendliche
langfristig zu einer unattraktiven Option.

415 Wörter

In dem Text mit dem Titel "Jugendgewalt - was wirklich dahinter steckt" geht es um der Ist-Zustand und
die Merkmale im Hintergrund als Ursache für Kriminalität bei Jugendlichen.
Erstens, der Jugendgewalt besteht aus Teenagers von 14 bis 20 Jahre alt. Der Anteil von Straftaten in
dieser Gruppe ist einfach grösser als die anderen.
Es ist ein Fehlschluss, die Behauptung dass die Jugend sich insgesamt zur Brutalität entwickelt haben.
Sondern nur der Anteil der schweren Gewaltdelikten ist tatsächlich grösser geworden.
Zweitens, die Faktoren, die solch ein aggressives Verhalten begünstigen, sind durch viele Studien
bekannt. Es handelt sich um ein klaren Zusammenhang zwischen familiärer Gewalt und Jugendgewalt.
Die Autorin zeigt die schlechte Erfahrungen bei viele von Intensivtätern, z. B. Chancenlosigkeit und

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Die Autorin zeigt die schlechte Erfahrungen bei viele von Intensivtätern, z. B. Chancenlosigkeit und
Ausgrenzung. Die Öffentlichkeit berücksichtigt nicht and dieser Situationen, wenn sie härtere Strafen
fordern.
Zusammenfassend kann man sagen, dass nur gute Zukunftsperspektiven machen Gewalt für Jugendliche
langfristig zu einer unattraktiven Option.

150 Wörter

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