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Junkie

Als Junkie [ˈdʒʌŋki] (von englisch junk „Müll, Abfall“) wird


umgangssprachlich ein Mensch bezeichnet, der im fortgeschrittenen
Stadium von harten Drogen wie Heroin oder Crack abhängig ist.

Inhaltsverzeichnis
Bedeutung
Geschichte
Metapher
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Junkie

Bedeutung
Der Begriff bezeichnet weniger sozial unauffällige, als vielmehr stark von ihrem Drogenkonsum
gezeichnete Süchtige. Das typische Erscheinungsbild eines Junkies ist oft geprägt von starker
Gewichtsabnahme, begleitet von allgemeiner Verwahrlosung des äußeren Erscheinungsbildes und der
inneren Gefühls- und Gedankenwelt. Eine zusätzliche Belastung erfolgt auch durch Strafverfolgung und
Verunreinigung der häufig aus dubioser Quelle bezogenen Drogen, aber auch durch deren psychische und
physische Auswirkungen selbst.

Die Beschaffung von Rauschmitteln (zum Beispiel Heroin oder das aus Kokain gewonnene Crack) nimmt
für einen Junkie oft die höchste Priorität im täglichen Leben ein. Junkies begehen dadurch oft Straftaten
(Beschaffungskriminalität) oder prostituieren sich, um ihren Drogenkonsum zu finanzieren. Sucht und
Kriminalität haben gravierende Folgen, beispielsweise soziale Entwurzelung; viele Junkies verkehren nur
noch in der Drogenszene. Viele Langzeitabhängige leiden unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen,
dazu gehören Abszesse an Einstichstellen, neurologische Störungen und Infektionen (beispielsweise
Hepatitis C oder HIV). Neben der Infektionsquelle Geschlechtsverkehr (Prostitution) ist auch durch die
gemeinsame Nutzung von Spritzen mit anderen Drogenabhängigen die Übertragung von
Infektionskrankheiten möglich.

Geschichte
Der Begriff Junkie entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Der Junkie bezeichnete einen
Menschen, der das Geld für seine Suchtmittel mit dem Sammeln von Trödel (engl. Junk) und dessen
Verkauf erwarb. 1953 veröffentlichte William S. Burroughs den Roman Junky, der in deutscher Übersetzung
als Junkie. Bekenntnisse eines unbekehrten Rauschgiftsüchtigen erschien.[1] Der Rechtschreibduden nahm
den Begriff erstmals 1980 auf.[2]
Metapher
Die Bezeichnung Junkie bzw. der Begriff wird jedoch auch häufig übertragen gebraucht, um auch außerhalb
des Drogenkonsums existierende besondere Hingaben oder Abhängigkeitszustände zu bestimmten Dingen
oder Verhaltensweisen zu beschreiben. Geläufige Beispiele aus dem Alltag sind in dieser Hinsicht der
„Computer-Junkie“, der „Adrenalin-Junkie“, der „Facebook-Junkie“ oder der „Internet-Junkie“.[3]

Literatur
Bernhard van Treeck: Drogen- und Suchtlexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-
89602-221-0.
Bernhard van Treeck: Drogen. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-420-
5.

Weblinks
Wiktionary: Junkie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise
1. William S. Burroughs: Junkie: Bekenntnisse eines unbekehrten Rauschgiftsüchtigen. Deutsche
Übersetzung: Katharina von Behrens. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg
1999, ISBN 3-499-22589-1.
2. Junkie, der (http://www.duden.de/rechtschreibung/Junkie), duden.de, abgerufen am 21. Januar
2016
3. Kurosch Yazdi: Junkies wie wir edition a, Wien 2013, ISBN 978-3990010525.

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Diese Seite wurde zuletzt am 5. Dezember 2019 um 10:07 Uhr bearbeitet.

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