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Der Leserbrief http://wortwuchs.

net/leserbrief/ (gekürzt)

Der Leserbrief ist die schriftliche Reaktion auf einen veröffentlichten Beitrag (Zeitung), weshalb er zur
Darstellung einer persönlichen Meinung dient. Der Leserbrief fällt, wie auch der Kommentar und die
Rezension, in den journalistischen Bereich. Er macht es möglich, den eigenen Standpunkt einer
Öffentlichkeit vorzustellen.

Demnach zeigt der Leserbrief eine ablehnende oder zustimmende Reaktion auf einen Artikel (meist
Zeitung oder Zeitschrift) und bezieht somit Stellung zum Inhalt des Beitrags. Allerdings ist es auch
denkbar, dass wir ausschließlich den Stil des Artikels würdigen oder auch angreifen und weniger auf
den eigentlichen Inhalt Bezug nehmen.

Was ist ein Leserbrief?

Der Leserbrief dient der Darstellung der eigenen Position in Bezug auf eine dargestellte Position in
einem journalistischen Artikel. Mitunter kann so aber auch Stellung zu einem Blogbeitrag oder einer
anderen Form des schriftlichen Ausdrucks bezogen werden.

Dabei greift der Leser einen Inhalt auf, kommentiert, ergänzt, widerspricht oder stellt diesen richtig,
woraufhin die Redaktion des jeweiligen Mediums den Brief entweder veröffentlicht und unter
Umständen kommentiert oder dem Sender lediglich eine persönliche Antwort schreibt.

Der Leserbrief wird normalerweise per E-Mail, Brief oder Fax an die Redaktion der entsprechenden
Zeitung übersandt. Zeitungen haben dafür vorgesehene Rubriken, die eine Sammlung solcher
Einsendungen abbilden. Meist werden die eingesandten Briefe in gekürzter sowie kommentierter Form
veröffentlicht.

Aufbau des Leserbriefes

Der nachfolgende Aufbau ist als Richtlinie zu verstehen. Das bedeutet, dass Sie grundsätzlich dabei
variieren können und die textliche Gestaltung durchaus freier formulieren können.

 Mögliche Gestaltung für einen Leserbrief

o Anrede: Entweder Nennung, wenn ersichtlich, des jeweiligen Autoren oder Anrede
der Redaktion.
o Bezugnahme: Auf welchen Beitrag (Datum, Titel) beziehen Sie sich und welchen
Teil davon möchten Sie kommentieren? Fassen Sie komplexe Abschnitte zusammen.
o Eigener Standpunkt: Verdeutlichung des eigenen Standpunktes und Verweis darauf,
welche Rolle Sie selbst einnehmen (Schüler, Experte, Betroffener).
o 1. Argument: Stützen Sie nun Ihren Standpunkt oder Ihre These mit einem
Argument, entkräften Sie möglichst die mögliche Argumentation der Gegenseite
o 2. Argument und Beispiel: Untermauern Sie Ihre These durch ein weiteres Argument
und machen Sie dieses für eine größere Bildhaftigkeit an einem Beispiel aus Ihrer
Erfahrung fest.
o Schlussteil: Machen Sie erneut deutlich, worauf es Ihnen ankommt und
schlussfolgern Sie, was sich aus ihrer Argumentation ableiten lässt.
Einen Leserbrief verfassen

Fügen Sie die passenden Konnektoren im Text ein:

einerseits – andererseits – zuerst kann man anführen, dass – beispielsweise – mit viel
Interesse – ich bin der Ansicht, dass – außerdem behaupte ich, dass – zwar – aber –
abschließend denke ich, dass

Betreff: Frische Luft ohne Rauchen

                                                                                              München, den 28. Dezember 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

(1) ________________________ habe ich Ihre Meldung „Frische Luft ohne Rauchen“
gelesen und möchte Ihnen deshalb schreiben. (2) ________________ ein Rauchverbot
generell eine gute Entscheidung ist und ich erkläre das nachstehend.

(3) _________________nicht innerhalb eines Gebäude geraucht werden sollte / darf. Das
Rauchverbot ist nicht nur nützlich, sondern auch wichtig und ich halte es für sehr positiv, weil
ich Nichtraucher bin. Als ich ein Kind war, rauchten die Leute überall und es war total
schmutzig und stank (4) _________________ im Restaurant oder im Zug.

(5) ________________________ es mehr Vorteile als Nachteile gibt. (6) ________sind die
Raucher nicht damit einverstanden, (7) __________ man muss an die Gesundheit denken. In
der Schweiz, wo ich geboren bin, gilt seit 2008 ein Rauchverbot. (8) ___________ können die
Raucher weder im Restaurant noch in öffentlichen Verkehrsmitteln rauchen, deswegen ist es
jetzt möglich, etwas an einem sauberen Ort zu essen. (9) ____________ existieren neue
Bereiche nur für Raucher, zum Beispiel am Bahnhof oder Flughafen. Dennoch finde ich, dass
es keine Nachteile gibt und außerdem je weniger die Raucher rauchen, desto weniger
Passivrauch atmen die anderen Menschen ein.

(10) _____________________ die Diskussion über das Rauchverbot immer bestehen bleibt
und aktuell ist. Meiner Meinung nach können die Raucher immer rauchen, sie sollten auch an
andere Leute denken, die sie durch ihr Verhalten stören.

Mit freundlichen Grüßen

R. V.

 
Betreff: Alternative zu eigenem Auto

                                                                                              München, den 28. Dezember 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit viel Interesse habe ich den Artikel « Alternative zum eigenen Auto» gelesen und möchte
Ihnen deshalb jetzt schreiben.

Der Artikel beschreibt das Car-Sharing, bei dem sich mehrere Leute ein Auto teilen. Bei der
Betreiberfirma muss man eine Grundgebühr von 10 Euro pro Monat bezahlen. Für 7,30 Euro
kann man ein Auto dann drei Stunden benutzen. Ich persönlich denke, dass dieser Preis
günstig ist. Auf diese Weise kann sich jeder ein Auto leisten.

Ein eigenes Auto hat viele Vorteile: einerseits ist man unabhängig. Man kann selbst
entscheiden, wann und wohin man fahren möchte. Gerade wenn man auf dem Land wohnt, ist
es manchmal schwierig, ohne eigenes Auto seinen Arbeitsplatz zu erreichen oder einkaufen
zu gehen. Andererseits zahlt man jedoch alle sechs Monate eine gewisse Summe an die
Versicherung. Meiner Meinung nach sollte man das für und wider abwägen.

Ich persönlich würde nie Car-Sharing machen, weil ich gerne ein Auto besitze. Ich mag es
gerne, dass mir etwas gehört. Das heißt mit anderen Worten, dass das Auto einen
Erinnerungswert hat. Da ich außerdem in einem kleinen Dorf wohne, ist es nötig, ein Auto zu
haben, um in die Stadt zu kommen.

In meinem Heimatland, der Schweiz, gibt es fast kein Angebot wie Car-Sharing. Dort sind die
Städte zu klein, um ein ähnliches Angebot anzubieten. Möglicherweise gibt es diese Lösung
in Bern, Zürich oder Genf.

Abschließend kann man festhalten, dass ein derartiger Dienst unnötig ist, weil das öffentliche
Verkehrsnetz gut ausgebaut ist.

Mit freundlichen Grüßen

F.P.
A20 – HAUSÜBUNG: Schreiben Sie einen Leserbrief als Reaktion auf den Artikel (a)
und integrieren Sie dabei alle Punkte (b). Länge: mindestens 200 Wörter

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