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erfolgreich_präsentieren.

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So sorgen Sie Schritt für Schritt dafür, dass Ihre


Präsentation zum Erfolg wird
Möglicherweise haben Sie als Zuschauer auch schon einmal eine langweilige,
wenig informative oder schlecht strukturierte Präsentation erlebt. Sie sehen Folie
für Folie, Information für Information, Bild für Bild, aber Sie erkennen keinen roten
Faden oder die Inhalte bleiben Ihnen unverständlich. Schon nach kurzer Zeit
schalten Sie Ihre Aufmerksamkeit ab und warten nur noch auf den Schluss.

Wäre das passiert, wenn der Vortragende während der Präsentation mit Ihnen in
Dialog getreten wäre? Wenn er Zwischenfragen gestellt hätte oder Sie nach Ihrer
Meinung zu einem Problem oder nach Ihrer Erfahrung befragt hätte? Sicher
nicht, denn dann hätten Sie Gelegenheit – und auch den Mut – gehabt, Ihrerseits
nachzufragen, und signalisieren können, dass Inhalte des Vortrags an Ihnen vorbeigehen.
Eine erfolgreiche Präsentation ist also weit mehr als ein Referat, das von einem
vorgetragen und von vielen anderen gehört wird. Eine Präsentation ist auch weit
mehr als eine gut formulierte Rede, die von attraktiv gestalteten Folien begleitet
wird. Leider wird eines oft übersehen: Eine Präsentation ist immer eine Form der
Kommunikation, die den Dialog zwischen Vortragendem und Publikum erfordert.
In welcher Art der Dialog vom Vortragenden organisiert wird, richtet sich nach
der Situation, dem Thema und dem Publikum. Aber dass er stattfinden muss, ist
unumstößlich.
Wenn Sie die Kommunikationsform Präsentation wählen, dann nicht, weil Sie etwas
mitteilen wollen über Produkte, Ergebnisse, Projekte usw., sondern, weil das
jeweilige Thema tatsächlich Interaktion mit dem Publikum erfordert. Eine Präsentation
braucht also neben Auftritt und Inszenierung immer auch das Element
der Interaktion.

Aufbau der Präsentation


Damit während der Präsentation Interaktion und ein Dialog zustande kommen, muss der
Präsentierende einiges beachten und vorbereiten.

1. Ist das Ziel der Präsentation klar definiert?

2. Kennen Sie die Zielgruppe, für die die Präsentation bestimmt ist?

3. Wurden die Hauptaussagen der Präsentation deutlich herausgearbeitet – oder


kurz:
Hat die Präsentation eine Botschaft?

4. Bereiten Sie für die Präsentation bewusst Elemente für Interaktion und einen
passenden Medien-Mix vor?

5. Hat die Präsentation neben Einleitung und Hauptteil auch einen guten
Schluss?
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Inszenierung: Schaffen Sie sich bei Ihrer Präsentation Ihre Bühne


Machen Sie sich im Vorfeld eines Vortrags nicht nur Gedanken darüber, was Sie sagen
wollen, sondern vor allem auch über die folgenden Fragen:

1. Wo werden Sie stehen? (Frontal, in der Gruppe, sitzend, auf einem Podest
usw.)

2. Wo und wie werden Sie sich im Saal bewegen? (Laufend, in einem


bestimmten Radius usw.)

3. Wo und wie stehen Sie bei der Begrüßung?

4. Wie halten Sie den Blickkontakt zum Publikum?

Mit diesen Methoden beziehen Sie die Teilnehmer aktiv ein


Sorgen Sie dafür, dass Ihre Präsentation handlungsorientierter wird. Was bedeutet das
konkret?

1. Integrieren Sie die Erfahrungen Ihrer Teilnehmer bewusst in den


Präsentationsablauf.
Treten Sie während des Vortrags mit den Zuschauern in Dialog, indem Sie sie
beispielsweise nach den Erfahrungen und Meinungen zu einem Problem oder
Prozess befragen.

2. Bauen Sie Übungen und praktische Sequenzen in die Präsentation ein.


Überlegen Sie sich, welche Stellen der Präsentation sich dazu eignen, ein
Zwischenfazit zu ziehen, eine kleine „Lernerfolgskontrolle“ einzubauen, oder
von den Teilnehmern etwas Konkretes erarbeiten zu lassen.