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Produktivität von Ökosystemen

Sollen allgemeingültige Aussagen zu biologischen Abläufen dargestellt werden, wendet man oftmals Modelle
an, die einen Überblick verschaffen. In Abbildung 1 ist ein Modell der trophischen Struktur einer Lebensgemein-
schaft angegeben, das einige für die reale Situation wichtige Elemente enthält.
At

At
KS DS
m

m
un

un
g

g
Erläuterungen zu den Abkürzungen:
Cw Ce Cw Ce
w Wirbeltiere
e Wirbellose Tiere (Insekten, Spinnen etc.)
At

At
Le

Leichen und Ausscheidungen


m

NPP Nettoprimärproduktion (grüne Pflanzen)


un

un
iche
g

TOM totes organisches Material


n
un

Cw Ce Cw Ce Mi H Herbivore (Pflanzenfresser)
dA

C Carnivore (Fleischfresser)
us
sch
At

At

D Destruenten (tierische Zersetzer, Pilze)


m

m
eid
un

un

M Mineralisierer (u. a. Bakterien)


g

g
un
ge

Mi Mikrobivore
n

Hw He D M
A Atmung
KS Konsumentensystem
DS Destruentensystem
NPP TOM

1 Modell der trophischen Struktur und des Energieflusses in einer Land-Lebensgemeinschaft

Mithilfe der Modellvorstellung aus Abbildung 1 lassen sich Voraussagen über Abläufe in realistischen Lebens-
gemeinschaften machen. In den Abbildungen 2a, 2b und 2c ist ein Schema zum Energiefluss im Wald (2a), im
Grasland (2b) und in einer Seegesellschaft (2c) dargestellt. Dabei wurde auf eine Gliederung des Konsumenten-
(KS) und Destruentensystems (DS) verzichtet.

Atmung Atmung Atmung Atmung Atmung Atmung

KS DS KS DS KS DS

NPP TOM NPP TOM NPP TOM

Eintrag vom um-


a) Wald b) Grasland c) See gebenden Land
2 Schema des Energieflusses in Ökosystemen

A1 Fassen Sie die Aussagen der Abbildung 1 zusammen. Gehen Sie dabei auch auf die gegenseitigen Abhängig-
keiten ein.

A2 Stellen Sie die möglichen Wege einer energiehaltigen Stoffmenge aus der Nettoprimärproduktion in einer
Übersicht dar.

A3 Vergleichen Sie die Darstellungen der verschiedenen Systeme in den Abbildungen 2a — c bezüglich der Ener-
gieströme miteinander und begründen Sie die Unterschiede. Gehen Sie dabei kritisch auf die Formulierung
einiger Ökologen zur Nahrungsketteneffizienz ein, die von einer „Zehn-Prozent-Regel“ sprechen.

©  Als Kopiervorlage für den eigenen Unterrichtsgebrauch freigegeben. Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2013 131

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