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LV 143.020, 143.

021 – ET, TM

PHYSIK

LV 138.029 – MB, VT, WI-MB

PHYSIK FÜR INGENIEURE

6. SCHWINGUNGEN

WS 2010/11
Vortragende:
N. GURKER, J. CUSTERS

Skriptum:
H. EBEL, N. GURKER, M. MANTLER, J. WERNISCH

Dieses Dokument unterliegt dem Urheberrechtsgesetz.


Vervielfältigungen, Übersetzungen, Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Medien sind nicht erlaubt.
Schwingungen

6. SCHWINGUNGEN
Schwingungen sind zeitlich periodische Vorgänge, die sich durch harmonische Funktionen -
Sinus, Cosinus - darstellen lassen. Als Beispiele seien Pendelschwingungen oder die Schwin-
gungen eines elektrischen Schwingkreises genannt. Andere periodische Vorgänge, wie etwa
Rechteck- oder Sägezahnsignale, lassen sich durch eine Überlagerung harmonischer Funktio-
nen ausdrücken - Fourierreihenentwicklung. Während im ersten Falle von harmonischen
Schwingungen gesprochen wird, werden die im zweiten Falle genannten Schwingungen als
Rechteck- oder als Sägezahnschwingungen bezeichnet.

Eine gemeinsame Eigenschaft der Schwingungen ist die Periodendauer T. Diese ist als die für
eine Vollschwingung erforderliche Zeitspanne definiert. Wird die Schwingung durch sinω t
beschrieben, so sind die Kreisfrequenz ω, die Frequenz f und die Periodendauer T gemäß
Gl.01s miteinander verknüpft.
1
ω = 2πf = 2π Gl.01s
T
Bekannte Beispiele für schwingungsfähige Systeme sind Schwingquarze, Uhrpendel, Feder-
unruh einer Uhr, Stimmgabel, RLC-Schwingkreise etc. Diesen Systemen ist folgendes ge-
meinsam:

Energie flutet von einer Energieform 1 - z.B. die im elektrischen Feld eines geladenen Kon-
densators gespeicherte elektrische Feldenergie - in eine Energieform 2 - z.B. die im Magnet-
feld einer stromdurchflossenen Spule gespeicherte magnetische Feldenergie - und wieder
zurück, wobei Energie beispielsweise als JOULEsche Wärme in den Leitungswiderständen
verlorengeht. Die verlorene Energie kann nicht mehr von selbst in eine der ursprünglichen
beiden Energieformen übergeführt werden. Die Energieformen 1 und 2 können bei mechani-
schen Schwingungssystemen die elastische Energie und die kinetische Energie sein und die
Verlustform der Energie ist Reibungsenergie, die weiter in Wärmeenergie umgesetzt wird.

6.1. Die freie Schwingung

Um die Schwingung in den beiden genannten Beispielen eines elektrischen und eines mecha-
nischen schwingungsfähigen Systems aufrechterhalten zu können, muß diesen Systemen die
in Verlust geratene Energie in geeigneter Form von außen zugeführt werden. Wird dem
schwingenden System keine Energie zugeführt, so schwingt es, nachdem es zur Schwingung
angeregt wurde, mit seiner Eigenfrequenz und die Schwingung wird als freie Schwingung
bezeichnet. Da die Verluste nicht wettgemacht werden, klingt die Schwingungsamplitude ab -
gedämpfte freie Schwingung.

Die folgenden Ausführungen sind der freien Schwingung gewidmet. Die Herleitung der
Schwingungsgleichung erfolgt anhand des in Abb.01s gezeigten Modells einer an einer Feder
befestigten Kugel mit der Masse m (Federpendel). Die Feder ist durch die Federkonstante D
charakterisiert. Die Kugel taucht in ein Flüssigkeitsbad ein. Bewegt sich die rKugel in der
Flüssigkeit, so kann die durch die Flüssigkeitsreibung bedingte Reibungskraft FR proportio-
r r r
nal zur Geschwindigkeit v der Kugel angenommen werden ( FR =-k v ).
Zur Beschreibung der Auslenkung des Federpendels wird der Ort der Federöse herangezogen.
Diese befindet sich im unbelasteten Zustand an der Stelle ξ=0 (s.Abb.01s-a).

71
Wird die Kugel in die Federöse eingehängt, so wird die Federöse durch die Einwirkung der
r r r
um den Flüssigkeitsauftrieb A verminderten Gewichtskraft G = m ⋅ g der Kugel im Gleich-
gewichtszustand auf ξ = Δ abgesenkt (s.Abb.01s-b).
r r r
G + A + FF = 0
r r r r
mg ⋅ eξ − A ⋅ eξ − DΔ ⋅ eξ = 0 Gl.02s
mg − A
Δ=
r D
r
In Gl.02s beschreibt FF die Federkraft und eξ den Einheitsvektor in der Richtung der positi-
ven ξ-Achse.

Abb.01s

Um die Kugel aus dieser Gleichgewichtslage bis zur Position ξ=ξmax abzusenken, muß an der
r
Kugel eine Kraft F angreifen (s.Abb.01s-c).
r r r r
F + G + A + FF = 0
r r r r
Feξ + mgeξ − Aeξ − Dξ max eξ = 0 Gl.03s
F = Dξ max + A − mg
Die zur Absenkung der Kugel von ξ = Δ nach ξ =ξmax erforderliche Arbeit W ist gleich der in
der Feder gespeicherten Energie EF abzüglich der aus der Absenkung der Masse im Gravitati-
onsfeld der Erde erhaltenen potentiellen Energie Epot.
D
2
( )
W = ⋅ ξ max 2 − Δ2 − (mg − A) ⋅ (ξ max − Δ ) Gl.04s

72
Schwingungen

Diese Arbeit mußte dem System zur Absenkung zugeführt werden und steht, wenn die Kugel
zur Schwingung freigegeben wird, als Schwingungsenergie zur Verfügung.

Die Freigabe des Systems möge zur Zeit t=0 erfolgen. Nach einer Zeit t erreicht die Federöse
die Stelle ξ (s.Abb.01s - rd). Die Gesamtheit der rdort auf die Kugelr einwirkenden Kräfte setzt
sich aus der Federkraft FF , der Gewichtskraft G , dem Auftrieb A , der von der Kugelmasse
r
einer Beschleunigung entgegenwirkenden Trägheitskraft FT und der von der Flüssigkeit auf
r
die bewegte Kugel ausgeübten Reibungskraft FR zusammen.
r r r r r
FF + G + A + FT + FR = 0 Gl.05s
Werden in Gl.05s die entsprechenden Ausdrücke eingesetzt,
r r so erhält man
r r r
− Dξeξ + mgeξ − Aeξ + FT + FR = 0 . Gl.06s
r
Bewegt sich in der Abb.01s-d die Kugel nach oben, also in die Richtung - eξ , so weisen die
r r r
Trägheitskraft FT und die Reibungskraft FR in die Richtung eξ . Sie weisen in die entgegen-
r
gesetzte Richtung der Bewegung der Kugel. Bewegt sich die Kugel in die Richtung eξ , so
r r
sind die Reibungskraft nach - eξ und die Trägheitskraft nach + eξ gerichtet (man überlege die
Vorzeichenkombination für verschiedene Positionen der Masse). Während die Vorzeichen der
anderen Kräfte für die in Abb.01s-d. gezeigte Lage der Kugel unabhängig von der Bewe-
gungsrichtung erhalten bleiben, ändert sich das Vorzeichen der Trägheits- und der Reibungs-
kraft. Die weiteren Ausführungen werden unter Verwendung eines negativen Vorzeichens für
die beiden Kräfte geführt.
r r r r r
− Dξeξ + mgeξ − Aeξ − maeξ − kveξ = 0 Gl.07s
Setzt man für die Geschwindigkeit v

v= Gl.08s
dt
und die Beschleunigung a
d 2ξ
a= , Gl.09s
dt 2
so erhält man die Differentialgleichung
d 2ξ dξ
− Dξ + mg − A − m 2
−k = 0. Gl.10s
dt dt
Wie aus der Abb.01s zu ersehen ist, kann ξ durch
ξ=x+Δ Gl.11s
ausgedrückt werden. Daraus folgen
dξ dx
= Gl.12s
dt dt
und
d 2ξ d 2 x
= 2 . Gl.13s
dt 2 dt
Setzt man die Gln.11s, 12s und 13s in die Gl.10s ein und beschreibt Δ durch den in der Gl.02s
gegebenen Ausdruck, so erhält man die übliche Form der Differentialgleichung der freien
Schwingung eines Federpendels.
d2x dx
m 2 +k + Dx = 0 . Gl.14s
dt dt

73
Dies ist eine gewöhnliche, homogene, lineare Differentialgleichung zweiter Ordnung. Die
Lösung der Differentialgleichung ist die den Ort der Federöse in Abhängigkeit von der Zeit
beschreibende Funktion x(t). Einen Ansatz zur Lösung der Differentialgleichung stellt die
Funktion
x = Ae λt Gl.15s
dar. Werden die erste und die zweite Ableitung von x nach der Zeit gebildet, in Gl.14s einge-
setzt und durch x dividiert, so gelangt man zu einem Zusammenhang zwischen der die Lösung
charakterisierenden Größe λ und den für das schwingende System typischen Größen m, k und
D.
mλ2 + kλ + D = 0 Gl.16s
Die Gl.16s ist die charakteristische Gleichung.

Durch Einführung der Dämpfungskonstante δ und der Kreisfrequenz Ω0 des ungedämpft


schwingenden Systems
k D
δ= Ω 02 = Gl.17s
2m m
lautet die Lösung der quadratischen Gleichung für die charakteristische Größe λ
λ 1,2 = −δ ± δ 2 − Ω 0 2 Gl.18s
Die unter der Wurzel stehende Differenz bestimmt das Ergebnis hinsichtlich des Auftretens
einer Schwingung ( 0 ≤ δ < Ω0) bzw. einer aperiodischen Rückkehr aus der Position xmax in
die Ausgangslage x=0 (δ ≥ Ω0 ).

In Abb.02s sind die Lösungen für


δ=0 ungedämpfte Schwingung
0 < δ < Ω0 gedämpfte Schwingung
δ = Ω0 aperiodischer Grenzfall
δ > Ω0 aperiodisches Kriechen
graphisch dargestellt.

Als repräsentatives Beispiel einer freien Schwingung wird die gedämpfte Schwingung aus-
führlich behandelt. Wie bereits oben erwähnt, ist die gedämpfte Schwingung durch die Bezie-
hung 0 < δ < Ω0 charakterisiert. Das bedeutet für die Gl.18s, daß der Ausdruck unter der
Wurzel ein negatives Vorzeichen aufweist und aus diesem Grunde wird zunächst −1 = j
herausgehoben und man erhält mit der Kreisfrequenz Ω des gedämpft schwingenden Systems
Ω = Ω 02 − δ 2 Gl.19s
den nachfolgenden Ausdruck für die charakteristische Größe λ.
λ 1,2 = −δ ± jΩ Gl.20s
Wird λ in die ursprüngliche Lösung x = A. e λt eingesetzt, so beschreibt der Ausdruck e −δt
das Abklingen der Schwingungsamplitude mit zunehmender Zeit und der Ausdruck
e ± jΩt = cos Ωt ± j.sin Ωt die harmonische Schwingung.

Unter Berücksichtigung der obigen Überlegungen lautet die Lösung der Differentialgleichung
im Falle der gedämpften Schwingung
x = e −δt ⋅ (C1 ⋅ cos Ωt + C 2 ⋅ sin Ωt ) Gl.21s

74
Schwingungen

Die beiden vorläufig noch unbekannten Integrationskonstanten C1 und C2 werden aus den
Anfangsbedingungen der Aufgabenstellung gewonnen. Zur Zeit t=0 - also am Anfang - ist
die Auslenkung x=xmax und die Geschwindigkeit dx/dt hat den Wert Null. Aus

Abb.02s

xmax = C1
Gl.22s
0 = −δ ⋅ C1 + C 2 ⋅ Ω
errechnen sich die gesuchten Konstanten C1 und C2 zu
C1 = xmax
δ ⋅ xmax Gl.23s
C2 =
Ω
und die endgültige Gleichung für die gedämpfte Schwingung lautet
δ
x = xmax ⋅ e −δt ⋅ (cos Ωt +
⋅ sin Ωt ) Gl.24s
Ω
In Abb.02s ist der Verlauf einer gedämpften Schwingung für Ω0 =10 und δ =0.5 graphisch
dargestellt. Erhöht man den die Bremskraft bestimmenden Proportionalitätsfaktor k und damit
die Dämpfungskonstante δ, so klingt die Amplitude der freien Schwingung rascher als in
Abb.02s gezeigt ab.

75
6.2. Die erzwungene Schwingung

Die in Abb.01s gezeigte Kugel möge ein Permanentmagnet sein, dessen Pole in der Richtung
der bisher betrachteten Federschwingung angeordnet sind. Wird um den Flüssigkeitsbehälter
eine Spule angeordnet und diese von einem Wechselstrom durchflossen, so wirkt auf die Ku-
gel eine periodische Kraft, die beispielsweise durch die Funktion
F = F0 ⋅ cos ωt Gl.25s
zu beschreiben ist. Das aus der Feder, der Kugel und der Flüssigkeit (Reibung) bestehende
schwingungsfähige System besitzt eine Eigenkreisfrequenz Ω. Es wird durch die Kraft, deren
Größe sich mit einer Kreisfrequenz ω ≠ Ω ändert, zu einer Schwingung mit der Kreisfrequenz
ω gezwungen. Aus diesem Grunde heißt die so entstehende Schwingung der Kugel um ihre
Ruhelage eine erzwungene Schwingung.

Wie im Zusammenhang mit der freien Schwingung gezeigt wurde, konnte mit "Summe der
Kräfte gleich Null" die Aufgabe mathematisch formuliert werden. Für die erzwungene
Schwingung lautet dann die entsprechende Differentialgleichung
d 2x dx
m ⋅ 2 + k ⋅ + D ⋅ x = F0 ⋅ cos ωt . Gl.26s
dt dt
Die sich nach einem Einschwingvorgang einstellende stationäre Schwingung der Masse um
ihre Ruhelage wird durch
x = A ⋅ cos(ωt − ϕ ) Gl.27s
beschrieben. A gibt die Amplitude der erzwungenen Schwingung an, während ϕ die Phasen-
verschiebung zwischen der die erzwungene Schwingung verursachenden Kraft und der er-
zwungenen Schwingung beschreibt.

In Abb.03s sind gestrichelt Verläufe der periodisch veränderlichen Kraft (F0 = const) und voll
gezeichnet die der erzwungenen Schwingung dargestellt. Vergleicht man den Kurvenverlauf
der Kraft mit dem der erzwungenen Schwingung im eingeschwungenen Zustand, so kann man
erkennen, daß bei niedrigen Kreisfrequenzen (ω « Ω0) die Phasenverschiebung ϕ annähernd
null ist, für Kreisfrequenzen um die Eigenfrequenz (ω ∼ Ω0) des erzwungen schwingenden
Systems beträgt die Phasenverschiebung etwa 90°, um bei hohen Kreisfrequenzen (ω » Ω0)
bis 180° (Gegenphase) anzuwachsen.

76
Schwingungen

Abb.03s

Abb.04s

77
Abb.04s zeigt die Amplitude A in Abhängigkeit von der Kreisfrequenz ω. Bei der Kreisfre-
quenz ω , die etwas kleiner als Ω0 ist, durchläuft die Schwingungsamplitude einen Maximal-
wert. Nimmt die Dämpfung ab, so steigt die Amplitude an und umgekehrt -
Resonanzüberhöhung.

Soll die Masse bei Frequenzen, die weit über der Eigenfrequenz des mechanischen Systems
liegen, eine bestimmte Schwingungsamplitude erreichen, so muß die Kraftamplitude F0 ent-
sprechend groß gewählt werden.

Wird Abb.04s hinsichtlich der aufzuwendenden Energie analysiert, so ist die zu einem belie-
bigen Zeitpunkt t>0 der Masse innewohnende kinetische Energie gleich

2
m ⋅ v 2 m ⎛ dx ⎞ m ⋅ ω 2 ⋅ A2
Ekin = = ⋅⎜ ⎟ = ⋅ sin 2 (ωt − ϕ ) Gl.28s
2 2 ⎝ dt ⎠ 2

Wird die Energie über eine volle Periodendauer T gemittelt, so zeigt es sich, daß mit
m ⋅ ω 2 ⋅ A2
Ekin, gemittelt = Gl.29s
4
und der im Rechenbeispiel s03 behandelten Reibungsleistung
k ⋅ ω 2 ⋅ A2
PR = Gl.30s
2
im Bereiche der Resonanzfrequenz aus jener Quelle, welche die periodisch veränderliche
Kraft zur Verfügung stellt, die maximale Leistung entzogen wird.

6.3. Überlagerung von ungedämpften Schwingungen

Eine Schwingung stellt eine lokale Störung dar. Nach den bisherigen Überlegungen wurde der
jeweilige Aufenthaltsort eines Punktes in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt und die Orts-
oder Bewegungsgleichung mit Hilfe einer harmonischen Schwingung definierter Frequenz
beschrieben. Eine Überlagerung von Schwingungen gestattet es, allgemeinere Schwingungs-
vorgänge zu erfassen. Zur Vereinfachung werden hier nur einige typische Varianten betrach-
tet und die Einschränkung auf ungedämpfte Schwingungen vorgenommen.

Sonderfall 1: Parallele Schwingungsrichtungen (x)


Gleiche Frequenzen f1 = f2 = f
Unterschiedliche Amplituden A1 und A2
Unterschiedliche Phasenwinkel ϕ1 und ϕ2

Die beiden Schwingungsgleichungen lauten


x1 = A1 ⋅ sin(ωt + ϕ1 )
Gl.31s
x2 = A2 ⋅ sin(ωt + ϕ 2 )
und die Überlagerung (Superposition) der beiden Schwingungen gibt Anlaß zu einer resultie-
renden Schwingung x
x = A ⋅ sin(ωt + ϕ ) , Gl.32s

78
Schwingungen

deren Amplitude A und Phasenwinkel ϕ aus den bekannten Größen A1, A2, ϕ1 und ϕ2 berech-
net werden können (s05). Die Kreisfrequenz der resultierenden Schwingung ist gleich der
Kreisfrequenz der Teilschwingungen.

Sonderfall 2: Parallele Schwingungsrichtungen (x)


Unterschiedliche Frequenzen f1, f2
Unterschiedliche Amplituden A1, A2
Phasenwinkel ϕ1 = ϕ2 = 0

Die Überlagerung der beiden Einzelschwingungen


x1 = A1 ⋅ cos( ω1 t )
Gl.33s
x2 = A2 ⋅ cos( ω2 t )
zu einer resultierenden Schwingung x = x1 + x2 läßt sich besonders einfach durch die Einfüh-
rung der beiden Kreisfrequenzen ω und Δω behandeln.
ω +ω2
ω= 1
2
Gl.34s
ω1 − ω 2
Δω =
2
Unter Verwendung von ω und Δω können ω1 und ω2 gemäß
ω 1 = ω + Δω
Gl.35s
ω 2 = ω − Δω
im Summenausdruck für x verwendet werden und mit den bekannten Ausdrücken für
cos(α±β) erhält man
x = ( A1 + A2 ) ⋅ cos( ω t ) ⋅ cos( Δω t ) + ( A2 − A1 ) ⋅ sin( ω t ) ⋅ sin( Δω t ) . Gl.36s
Die resultierende Schwingung besitzt eine mittlere Kreisfrequenz ω, und die Amplitude än-
dert sich zeitlich mit der halben Differenz der beiden Kreisfrequenzen. Zur Veranschauli-
chung dieser Aussage möge die in Abb.05s gezeigte Schwebung dienen. Für das gezeigte
Beispiel wurden die beiden Amplituden gleich groß gewählt (A1 =A2 ).

Abb.05s

79
Sonderfall 3: Senkrechte Schwingungsrichtungen x, y
Gleiche Kreisfrequenzen ω1 = ω2 = ω
Unterschiedliche Amplituden A1, A2
Unterschiedliche Phasenwinkel ϕ1 =0, ϕ2 =ϕ

Aus den Teilschwingungen


x = A1 ⋅ cos ωt
Gl.37s
y = A2 ⋅ cos(ωt + ϕ )
x
= cos ωt
A1
Gl.38s
y
= cos ωt ⋅ cos ϕ − sin ωt ⋅ sin ϕ
A2
ergibt sich ein Zusammenhang zwischen x und y
2
y x ⎛ x ⎞
= ⋅ cos ϕ − sin ϕ ⋅ 1 − ⎜⎜ ⎟⎟ Gl.39s
A2 A1 ⎝ A1 ⎠
der eine Ellipse in der Form y=y(x) beschreibt.
Neben dem allgemeinen Fall der Ellipse wird für ϕ = 0 bzw ϕ = π eine Gerade gefunden.
Unter den Voraussetzungen ϕ = π/2 bzw. ϕ = 3·π/2 und A1 = A2 ergibt sich ein Kreis.

80
Schwingungen

Beispiele

s01
Es soll der elektrische Schwingkreis in Analogie zu dem gezeigten mechanischen System
behandelt werden. Abb.B_01s zeigt den RLC-Kreis an der Batterie (Schalterstellung 1), in der
der Kondensator auf die Batteriespannung UB aufgeladen wird. Nach Umlegen des Schalters
S in die Position 2 entsteht ein geschlossener Stromkreis, der über eine gedämpfte freie
Schwingung in den ungeladenen Zustand zurückkehrt.

Um die Aufgabe lösen zu können, müssen einige Gleichungen aus der Elektrizitätslehre vor-
weggenommen werden. Die in einem mit der Elektrizitätsmenge Q aufgeladenen Kondensa-
tor, dessen Kapazität C beträgt, gespeicherte Energie ist
Q2
E Kond =
2C
Der elektrische Strom I ist der Differentialquotient der

Abb.B_01s

durch den Leistungsquerschnitt fließenden Elektrizitätsmenge Q und der Zeit t


dQ
I=
dt
Die gespeicherte Energie ESpule einer vom elektrischen Strom I durchflossenen Spule mit der
Induktivität L erhält man aus
L⋅I2
E Spule =
2
und letztlich errechnet sich die im Ohmschen Widerstand R in JOULEsche Wärme umgesetz-
te Energie EJoule ähnlich der Reibungswärme bei der mechanischen Schwingung durch eine
Integration der Verlustleistung R·I2 über die Zeit τ bis zum Zeitpunkt t nach dem Schließen
des Schwingkreises

81
τ =t
E Joule = ∫R⋅I dτ .
2

τ =0
In Analogie zur "Ladung" des mechanischen Schwingsystems ist die für die freie Schwingung
vorhandene Gesamtenergie mit der im Kondensator nach dem Aufladen an der Batterie ent-
haltenen Energie EKond,max
C ⋅U B 2 Qmax 2
E Kond , max = =
2 2C
identisch. Wird der Energieerhaltungssatz angeschrieben, so lautet dieser mit den verwende-
ten Bezeichnungen
EKond,max = EKond + ESpule + Ejoule
Durch Einsetzen für die einzelnen Energiebeiträge, zweimalige Differentiation nach der Zeit,
und Division durch den Strom I erhält man die Differentialgleichung des elektrischen
Schwingkreises. Wie lautet diese?

Ersetzt man x von der mechanischen Schwingung durch I im elektrischen Schwingkreis und
vergleicht die jeweiligen typischen Größen in den beiden Differentialgleichungen, dann ist es
möglich, k, D und m durch entsprechende Größen des elektrischen Schwingkreises zu erset-
zen. Welche Analoggrößen sind es? In Verbindung mit der charakteristischen Gleichung las-
sen sich sodann Ω0, Ω und δ durch die typischen Größen des elektrischen Schwingkreises
ausdrücken. Wie lauten die entsprechenden Gleichungen? Wie lautet die Bedingung für die
gedämpfte Schwingung? Wie lautet schließlich die Lösung I(t) für den Fall des gedämpften
elektrischen Schwingkreises?

s02
Es möge die Beziehung für die Amplitude A der erzwungenen Schwingung und den Phasen-
winkel ϕ zwischen der periodisch veränderlichen Kraft und der erzwungenen Schwingung in
Abhängigkeit von der Kreisfrequenz ω hergeleitet werden.

s03
In diesem Zusammenhang sollte auch versucht werden, den durch Reibung verlorengegange-
nen Energiebetrag bei konstanter Kraftamplitude F0 in Abhängigkeit von der Frequenz, und
zwar als mittlere Reibungsleistung darzustellen.

s04
Diskussion der Resonanzüberhöhung bei einem schwingungsfähigen mechanischen System.
Überträgt man den Gedankengang auf andere schwingungsfähige Systeme, so sollte die Tat-
sache der maximalen Leistungsaufnahme aus der Quelle im Bereiche der Eigenresonanz erör-
tert werden.

s05
Es mögen die Amplitude A und der Phasenwinkel ϕ bei der Überlagerung ungedämpfter
Schwingungen entweder über die Addition von Winkelfunktionen oder in Form einer Zeiger-
darstellung ermittelt werden.

s06
In einem Laserinterferometer werden zwei Schwingungen unterschiedlicher Frequenz überla-
gert. Die Frequenz f1 der einen Schwingung ist gleich der eines He-Ne-Lasers, während die
zweite Frequenz durch DOPPLER-Verschiebung von f1 an einem bewegten Spiegel zustande

82
Schwingungen

kommt. Unter Vorwegnahme der Herleitung für den DOPPLER-Effekt elektromagnetischer


Wellen in der speziellen Relativitätstheorie sei das Ergebnis für f2 angegeben.
⎛ v ⎞
f 2 = f1 ⋅ ⎜⎜1 ± 2 ⋅ ⎟⎟
⎝ c0 ⎠
v ist die Geschwindigkeit des bewegten Spiegels.
Welchen Wert hat die Wellenlänge des von einem He-Ne-Laser emittierten monochromati-
schen Lichtes?
Gilt dieser Wert für Vakuum oder für normalen Luftdruck?
Wie kann daraus die Frequenz f1 errechnet werden?
Gesucht ist der Zusammenhang zwischen der Schwebungsdauer und der Geschwindigkeit des
Spiegels.
Wieviele Schwebungsmaxima werden bei einer Bewegung des Spiegels über eine Distanz
von 1mm gemessen?

Lösungen zu den Beispielen

s01
Nimmt man für den Ausgangszustand an, daß die im Kondensator gespeicherte Ladung gleich
Qmax sei, dann lautet der Ausdruck
τ =t
Qmax 2 Q 2 L ⋅ I 2
= + + ∫ RI ⋅ dτ
2
2⋅C 2⋅C 2
τ =0
Wird nach der Zeit t abgeleitet, so resultiert daraus
Q dQ dI
0= ⋅ + L⋅I ⋅ + R⋅I2.
C dt dt
Da dQ/dt gleich I ist, kann die Gleichung durch I dividiert werden.
Q dI
0 = + L⋅ + R⋅I
C dt
Der so erhaltene Ausdruck steht für die Aussage, daß in einem geschlossenen Stromkreis die
Summe der Potentialdifferenzen an den einzelnen Bauteilen gleich null ist. Nochmalige Diffe-
rentiation nach der Zeit t, Umordnung und Verwendung von I = dQ/dt führt schließlich zu
einer Differentialgleichung
d 2I dI 1
0 = L⋅ 2 + R⋅ + ⋅I
dt dt C
die analog zur Gl.14s zu behandeln ist. Anstelle von x steht die Stromstärke I, m wird durch
die Induktivität L ersetzt, k durch den Ohmschen Widerstand R und D durch den Reziprok-
wert der Kapazität C. Daraus errechnen sich für den elektrischen Serienschwingkreis die
Dämpfungskonstante δ
R
δ=
2⋅ L
und die Kreisfrequenz Ω0 des ungedämpft schwingenden Systems
1
Ω0 = .
L ⋅C
Die Bedingung für das Auftreten einer gedämpften Schwingung lautet

83
R 1
0< <
2⋅ L L ⋅C
und die Kreisfrequenz des gedämpft schwingenden Systems errechnet sich zu
2
1 ⎛ R ⎞
Ω= −⎜ ⎟
L ⋅C ⎝ 2⋅ L ⎠
Die Stromstärke I in Abhängigkeit von der Zeit t ergibt sich zu
I = e −δ .t ⋅ (C1 ⋅ cos Ωt + C 2 ⋅ sin Ωt )
Da hier, im Gegensatz zur mechanischen Schwingung, zur Zeit t=0 die Stromstärke I gleich
null ist
0 = C1
muß zu diesem Zeitpunkt die an der Induktivität abfallende Spannung gleich der Spannung
Umax = Qmax / C am Kondensator sein.
dI Q
− L ⋅ = max
dt C
Wird dI/dt gebildet und für C1 das bereits erhaltene Ergebnis C1=0 und für t=0 eingesetzt
= −δ ⋅ e −δ .t ⋅ (C1 ⋅ cos Ωt + C 2 ⋅ sin Ωt ) + e −δ .t ⋅ (− C1 ⋅ Ω ⋅ sin Ωt + C 2 ⋅ Ω. ⋅ cos Ωt ) ⇒ C 2 .Ω
dI
dt
so erhält man
Q
− L ⋅ C 2 ⋅ Ω = max
C
Das ergibt für C2
− Qmax − Qmax ⋅ Ω 0 2
C2 = =
L⋅C⋅Ω Ω
Nachdem die Anfangsbedingungen zur Bestimmung von C1 und C2 herangezogen wurden,
kann die Lösung für den gedämpften elektrischen Schwingkreis wie folgt angegeben werden:
Q ⋅Ω 2
I = e −δ .t ⋅ max 0 ⋅ sin Ωt
Ω

s02
Wird in Gl.26s die Lösung entsprechend Gl.27s eingesetzt und der Ausdruck geordnet, so
lautet das Ergebnis
(− mAω 2 sin ϕ − kAω cos ϕ + DA sin ϕ ) ⋅ sin ω t +
+ (−mAω 2 cos ϕ + kAω sin ϕ + DA cos ϕ − F0 ) ⋅ cos ω t = 0
Damit diese Beziehung für beliebige Zeiten t Gültigkeit besitzt, muß jeder der beiden Klam-
merausdrücke gleich null sein. Aus dem ersten Klammerausdruck folgt

tan ϕ =
D − mω 2
und durch Umformung wird für cosϕ
D − mω 2
cosϕ =
( )
2
k 2ω 2 + D − mω 2
gefunden. Dividiert man nunmehr den zweiten Klammerausdruck durch cosϕ
F
− mAω 2 + kAω ⋅ tan ϕ + DA − 0 = 0
cos ϕ

84
Schwingungen

und setzt für tanϕ und cosϕ ein, so errechnet sich die gesuchte Amplitude A in Abhängigkeit
von der Kreisfrequenz ω zu
F0
A=
( )
2
k 2ω 2 + D − mω 2

s03
2
⎛ dx ⎞
Mit der Reibungskraft FR =kv errechnet sich die Reibungsarbeit dWR aus FR dx = k ⎜ ⎟ dt
⎝ dt ⎠
und in Verbindung mit dem Lösungsansatz für x(t) errechnet sich v zu -Aω.sin(ωt-ϕ). Wird in
dWR eingesetzt und über eine volle Periodendauer integriert, so erhält man WR = kA 2ωπ und
die mittlere Reibungsleistung PR = WR /T.

s04
Die mechanische Beanspruchung ist im Resonanzbereich besonders hoch, so daß bei der Di-
mensionierung der Bauteile ganz besonders auf den Resonanzfall zu achten ist, oder es muß
durch eine geeignete Bedämpfung dafür gesorgt werden, daß die Amplitude A im Resonanz-
bereich keine zu starke Überhöhung erfährt.

Klassische Beispiele der resonanten Energieaufnahme aus einer Quelle sind: FRAUNHOFER
Absorption (Atomabsorptionsspektrometrie), Mikrowellenherd, MÖSSBAUER-Effekt, die
Spannung an einem Schwingkreis, wenn die Frequenz der Quelle im Bereich der Resonanz-
frequenz durchgestimmt wird,....

s05
x1 = A1 ⋅ sin ωt ⋅ cos ϕ1 + A1 ⋅ cos ωt ⋅ sin ϕ1
x2 = A2 ⋅ sin ωt ⋅ cos ϕ 2 + A2 ⋅ cos ωt ⋅ sin ϕ 2
x = x1 + x2 =
= ( A1 ⋅ cos ϕ1 + A2 ⋅ cos ϕ 2 ) ⋅ sin ωt + ( A1 ⋅ sin ϕ1 + A2 ⋅ sin ϕ 2 ) ⋅ cos ωt
Vergleicht man diesen Ausdruck mit der Lösung
x = A ⋅ sin ωt ⋅ cos ϕ + A ⋅ cos ωt ⋅ sin ϕ
so müssen
A ⋅ cos ϕ = A1 ⋅ cos ϕ1 + A2 ⋅ cos ϕ 2
und
A ⋅ sin ϕ = A1 ⋅ sin ϕ1 + A2 ⋅ sin ϕ 2
gelten. Werden beide Gleichungen quadriert und sodann addiert, so errechnet sich daraus
A = A12 + A2 2 + 2 ⋅ A1 ⋅ A2 ⋅ (cos ϕ1 ⋅ cos ϕ 2 + sin ϕ1 ⋅ sin ϕ 2 ) =

= A12 + A2 2 + 2 ⋅ A1 ⋅ A2 ⋅ cos(ϕ1 − ϕ 2 ) .
Wird hingegen die 2. durch die erste Gleichung dividiert, so läßt sich daraus der Phasenwin-
kel ϕ der resultierenden Schwingung bestimmen
A ⋅ sin ϕ1 + A2 ⋅ sin ϕ 2
tan ϕ = 1
A1 ⋅ cos ϕ1 + A2 ⋅ cos ϕ 2

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Abb.B_02s

Aus der Zeigerdarstellung lassen sich die oben angegebenen Resultate ohne Zwischenrech-
nung direkt anschreiben.

s06
Die Wellenlänge des roten Lichtes eines He-Ne-Lasers beträgt im Vakuum
λ0=632,992±0,002 nm. Die Brechzahl n von Luft errechnet sich für diese Wellenlänge aus der
folgenden Gleichung in Abhängigkeit vom Luftdruck p in Torr, der Lufttemperatur ϑ in Grad
Celsius und der in % angegebenen relativen Luftfeuchtigkeit f

n = 1+
( )
0,3836391⋅ p ⋅ 1 + 10 −6 ⋅ p ⋅ (0,817 − 0,0133 ⋅ ϑ )
( )
1 + 0,003661 ⋅ ϑ − 3,033 ⋅10 − 3 ⋅ f ⋅ e 0,057627 ⋅10 6
So beträgt n für 20°C (293,15 K), 760 Torr (101325 Pa) und 50% Luftfeuchtigkeit n=1,00032.
Dieser Zahlenwert unterscheidet sich also erst in der 4. Nachkommastelle von 1. Damit er-
klärt sich auch die üblicherweise verwendete Brechzahl von 1 für Luft. Die Abweichung von
1 wird erst bei einer Präzisionsmeßtechnik, wie z.B. der Laserinterferometrie von Bedeutung.
Laserinterferometer finden beispielsweise in der Halbleiterproduktion und bei computerge-
steuerten Bearbeitungsmaschinen Verwendung und gestatten relative Genauigkeiten von min-
destens 10-5 (also besser als 10 μm bei 1m Länge). Im Vakuum wird die
Phasengeschwindigkeit einer elektromagnetischen Welle durch c0 beschrieben und im Medi-
um durch c0 /n. Die Frequenz f1 des Laserlichtes errechnet sich aus
c c
f1 = 0 =
λ0 λ
λ ist dann die Wellenlänge im Medium. Für die Ausbreitung des Laserlichtes in Luft gilt die
nachstehende Beziehung
⎛ v ⎞
f 2 = f1 ⋅ ⎜⎜1 ± 2 ⋅ ⎟
⎝ c0 / n ⎟⎠
Die Schwebungsdauer TSchwebung errechnet sich zu

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Schwingungen

ω1 − ω 2 f1 − f 2
Δω = ⇒ Δf =
2 2
1 2 ΔT 1
ΔT = = , TSchwebung = =
Δf f1 − f 2 2 f1 − f 2
Mit der sich daraus ergebenden Gleichung kann die Schwebungsdauer in Abhängigkeit von
der Geschwindigkeit des Spiegels angegeben werden
c0
TSchwebung =
f 1 .2vn
Um die Anzahl der Schwebungsmaxima über eine Distanz von 1 mm angeben zu können, sei
eine beliebige Geschwindigkeit v angenommen. Der Weg beträgt s =1 mm, so daß bei einer
gleichförmigen Bewegung eine Zeit von t = s/v erforderlich ist. Innerhalb der Zeitspanne t
werden insgesamt z = t/TSchwebung Schwebungsmaxima beobachtet.
s f ⋅ 2vn 2 sf1 s
z= ⋅ 1 = =
v c0 c λ/2
Man ersieht daraus, daß die durchlaufene Strecke unabhängig von der Geschwindigkeit in z
Teile der Länge λ/2 zerlegt wird. Im konkreten Fall ist es die Länge von 1 mm, die mit der
Wellenlänge des He-Ne-Laserlichtes - unter den oben getroffenen Annahmen hinsichtlich des
Luftdrucks etc. - von
λ 632,992
λ= 0 = = 632,790 nm
n 1,00032
eine Unterteilung in z Schwebungsmaxima erfährt.
1 ⋅10 −3
z= = 3160,6
632,790 ⋅10 − 9
2

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