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Bemerkungen he Vorwort). Z­ ürich, Zentralbib- des geänderten Schlusses des |


liothek, Signatur Mus TMs 858. Oboenkonzertes. Am Ende des
Vorlage für AB war A2; das be- Notentexts von Strauss’ Hand:
weist einerseits die Deckungs- Montreux | 1. Februar | 1948.
Fl = Flöte; C.ingl = Englisch Horn; gleichheit des Notentexts, ande- EP Erstausgabe, Partitur. London,
Cl = Klarinette; Fg = Fagott; Cor = Horn; rerseits die Vermerke des Kopis- Boos­ey & Hawkes, Plattennum-
Ob = Oboe; Vl = Violine; Va = Viola; ten in den Oboenstimmen und in mer „B. & H. 16388“, erschie-
Vc = Violoncello; Cb = Kontrabass; der Partitur, die jeweils am Ende nen 1948. Titel: Meinem Freunde
T = Takt(e); Zz = Zählzeit die Datierung von Strauss aus A2 Dr. Volkmar An­drea [sic] | und
übernimmt. Außerdem auf dem dem Tonhalleorchester in Zürich
Titel der Oboenstimme, aus der gewidmet | CONCERTO FOR
Marcel Saillet die Uraufführung OBOE | and Small Orchestra |
Quellen spielte, unten links der Hinweis Konzert für Oboe und kleines
A1 Autograph, Particell. Garmisch- des Kopisten: a. d. Partitur ge- ­orchester [sic]. | Concerto pour
Partenkirchen, Richard-Strauss- schr. | am hl. Abend. | 24 / XII. hautbois et petit orchestre | RI-
Archiv. Kopftitel: Conzert für 1945 | Schneider. Unten links CHARD STRAUSS. Laut Jona-
Hoboe [rechts signiert:] Richard auf der 1. Notenseite der Parti- than Del Mar wurde EP 1968
Strauss. Auf letzter Notenseite tur: H. Schneider | 1946. und 2001 nachgedruckt, jeweils
datiert: Garmisch 14. Sep­tember ABP Partiturabschrift (mit dem ur- mit geringfügigen Korrekturen
1945. [rechts Notiz in an­derem sprünglichen Schluss aus A2). (vgl. Del Mar, Three Textual
Zusammenhang:] Hund aus ABS Stimmenabschrift. Ob (2x), Fl 1, ­Reports: Horn Concerto No. 1,
Bron­ze von Girolamo Campag- Fl 2, C.ingl, Cl 1, Cl 2, Fg 1, Metamorphosen, Oboe Concer-
na | geb. 1550 in Verona. Jede Fg 2, Cor 1, Cor 2, Vl 1 (4x), to, in: Richard Strauss-Blätter,
Akkolade besteht aus drei Sys­ Vl 2 (3x), Va (2x), Vc (2x), Cb. Heft 55, Juni 2006, S. 111 – 120).
temen, oberes System mit Vor- Die beiden Ob-Stimmen enthal- ESP Erstausgabe, Studienpartitur,
zeichnung Hoboe, die beiden ten den Schluss aus AS, alle übri- verkleinerte Version von EP. Lon­
Klavierakkoladen darunter mit gen Stimmen weisen zwar eben- don, Boosey & Hawkes, erschie-
Vorzeichnung Orch. Das Particell falls im ursprünglichen Notat nen 1948. Laut Del Mar wurde
entspricht schon weitgehend der den alten Schluss auf, es wurde ESP ab 1961 mehrfach unkorri-
endgültigen Fassung, nur einzel- jedoch später ein Zusatzblatt giert nachgedruckt, 1974 gering-
ne Passagen weichen ab. A1 ent- eingefügt, das den neuen Schluss fügig korrigiert nachgedruckt.
hält ab T 700 den ursprüngli- aus AS und EP, ES und EKA ent- E S Erstausgabe, handschriftliches
chen Schluss. Der Par­ticell-Satz hält. – Marcel Saillet, der Oboist Stimmenmaterial. London, Boo-
in der Klavierakkolade ent­hält der Uraufführung, erhielt als sey & Hawkes, Plattennummer
kaum Angaben zur Instrumen­ ­Solostimme eines der beiden Ex- „B. & H. 16411“, Copyright 1947,
tierung. emplare der Ob-Stimme. Diese erschienen 1948. Kopftitel je-
A 2 Autograph, Partitur. Garmisch- Stimme blieb im Besitz seiner weils: Oboe Concerto.
Partenkirchen, Richard-Strauss- Familie; als weitere Nachbesitzer EKA Erstausgabe, Klavierauszug, be-
Archiv. Kopftitel: Conzert für sind auf der Stimme die Obois- stehend aus EKP und EOb (sie-
Hoboe und kleines Orchester ten André Lardrot und Alain he unten). London, Boosey &
[rechts signiert:] Richard Strauss. Girard genannt, im Jahr 2012 Hawkes, Plattennummer „B. &
Auf letzter No­tenseite datiert: wurde die Stimme an die Biblio- H. 16157“, erschienen 1948. Ti-
Baden, Verenahof 25. Ok­tob. | thek der Tonhalle Zürich überge- tel: richard | strauss | Concerto
1945. A2 enthält ab T 700 den ben, deren Bestand heute in der for Oboe and Small Orchestra |
ursprünglichen Schluss. Im In­ Zürcher Zentralbibliothek liegt. arranged for oboe and piano by
strumentenvorsatz gibt Strauss A S Autographer Schluss, Partitur. AS ­Arthur Willner. 1947 erschien ei-
die Stärke der Streichergrup- enthält die Schlusstakte ab Pro- ne 1. Auflage von EKA mit dem
pen an, wobei er sich bei Vc irrt: beziffer 57 (T 697), ab T 700 ursprünglichen, in A2 notierten
In T 466 – 471 schreibt er vier- von A2 ab­weichender Notentext. Schluss. Von dieser Auflage ist
fach geteilte Vc vor, es sind also British Library, Archiv Boosey & kein Exemplar nachweisbar, sie
4 statt 3 Vc gemeint. Hawkes, Signa­tur B & H 39. Ein wurde 1948 durch den bis heute
AB Abschrift, bestehend aus Parti- zweiseitig beschriebenes Blatt erhältlichen Klavierauszug er-
tur (ABP) und Stimmen (ABS). in einem Umschlag. Titel auf setzt, der den neuen, revidierten
Material der Uraufführung am Umschlag von fremder Hand: Schluss aus AS, EP, ES, ABS ent-
26. Februar 1946 in Zürich (sie- RICHARD STRAUSS: Autograph hält.

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EKP EKA, Klavierpartitur mit überleg- C.ingl-Stimme finden sich Eintragungen ren Textschicht entnommen werden –
ter Oboenstimme. bis in das Jahr 1994 (Liste der Solisten, hier ist AS gültig, das sich wiederum als
EOb EKA, separate Oboenstimme. die das Konzert mit dem Tonhalle-Or- zuverlässiger erweist als EP/ES.
E EP, ESP, ES, EKA. chester spielten). Dies betrifft gleich- A2 dient daher als Hauptquelle für
falls ABS. AB, inklusive der Ob-Stimme die vorliegende Edition der Solostimme,
Von allen Teilen der Erstausgabe wur- von Marcel Saillet, trägt keinerlei Anzei- für den Schluss zudem AS. Alle anderen
den die zum Zeitpunkt der Vorberei- chen von einer Korrektur durch Strauss; Quellen dienen als Nebenquellen, bis
tung der vorliegenden Edition im Han- auch korrigierende Eintragungen von auf AB; sie wurde nur zum Vergleich
del oder Verleih erhältlichen Auflagen Saillet, die auf Proben mit Strauss zu- herangezogen.
herangezogen. rückgehen könnten, sucht man verge- Fehler in Nebenquellen werden im
Einige Quellen konnten aufgrund von bens. Bei punktuellen Notenkorrektu- Regelfall nicht erwähnt, wenn die kor-
Zugangsbeschränkungen für unsere Edi­ ren handelt es sich teilweise um Anglei- rekte Lesart zweifelsfrei in den übri-
tion nicht eingesehen werden, darunter chungen an die Erstausgabe (E), auch gen Quellen belegt ist. Eine Ausnahme
die abschriftliche Stichvorlage der Par- wo dies nicht sinnvoll scheint (vgl. Be- bildet EP: Die meisten Fehler aus EP
titur, Korrekturabzüge von EP und ESP merkung zu T 142 Cb). Obwohl der werden in den Einzelbemerkungen
sowie Skizzenmaterial. Zur Auflistung Quellenwert von AB eingeschränkt ist, nachgewiesen, um die Abweichungen
und Beschreibung dieser Quellen vgl. wird das Uraufführungsmaterial zum vom bislang bekannten Notentext zu
Del Mar und die Online-Datenbank Ri- Vergleich herangezogen. dokumentieren.
chard-Strauss-Quellenverzeichnis. A1 Eine photomechanische Reproduk­ Eindeutige Fehler der Hauptquelle
und A2 lagen in Reproduktionen vor. tion von A2 war Vorlage für E. Laut Del werden nicht erwähnt, wenn die kor­
Mar wurde von dieser Reproduktion rekte Lesart durch die übrigen Quellen
Zur Edition ­eine erneute Abschrift erstellt, die als gesichert ist. Das betrifft auch offen-
Das nur teilweise eingesehene Skizzen- Stichvorlage für EP/ESP diente. Vermut- sichtliche Schreibfehler in A2.
material wurde für unsere Edition nicht lich diente eine weitere Abschrift, nun Tonhöhenangaben der transponie­
her­angezogen. Das autographe Particell in Stimmen, als Stichvorlage für ES, EOb; renden Blasinstrumente werden in den
(A1) repräsentiert die vorläufig fertig ES, EOb scheinen unabhängig von EP Einzelbemerkungen nur klingend, nicht
gestellte Komposition des Oboenkon- auf A2 zurückzugehen, wie Fehler in EP notiert wiedergegeben. In Cb wird hin-
zerts. Die Oboenstimme stimmt schon zeigen, die sich nicht in ES, EOb finden. gegen die notierte Tonhöhe angegeben,
weitgehend mit dem Partiturautograph Die Fehler in E sind zahlreich, da nicht die eine Oktave tiefer klingende
(A2) überein. Die in nur gut vier Wochen Strauss offenbar nicht oder nicht gründ­ Lage.
fertiggestellte Orchesterpartitur (A2) lich Korrektur las. Für EKA ist belegt, Die Tempoangaben werden gemäß A2
enthält den weitgehend definitiven Text dass Willi Schuh die Fahnenkorrektur wiedergegeben: italienische Bezeichnung
des Oboenkonzerts, mit Ausnahme des übernahm und viele Fehler beklagte für die Satzüberschriften, deutsche für
für die Drucklegung geänderten Schlus- (siehe Vorwort). Vermutlich war es bei klei­nere Tempoänderungen oder Anga-
ses. der Korrektur von EP und ES ähnlich. ben zur Agogik. Laut Del Mar findet
Wie im Vorwort dargelegt, beauftrag- Obwohl die vielen Stichfehler in E schon sich in der abschriftlichen Stichvorlage
te Strauss nach Fertigstellung von A2 lange bekannt waren (vgl. Del Mar), für EP der Vermerk, die deutschen An-
zwei photomechanische Reproduktio- wurden sie bis auf ganz wenige Ausnah- gaben sollten ins Italienische übersetzt
nen dieser Quelle. Sie dienten unter an- men in späteren Auflagen nicht korri- werden. Gemeint war offenbar, den
derem als Vorlage für die Abschrift (AB). giert. Bei eindeutigen Fehlern ist die deutschen Angaben jeweils eine italieni-
ABS wurde nicht aus ABP gewonnen; Gül­tigkeit von A2 gegenüber E unbe- sche hinzuzufügen. Vermutlich wurden
das zeigen Lesarten, bei denen Zeichen streitbar. Schwieriger ist die Beurteilung in EP die deutschen versehentlich durch
in ABP fehlen, die in ABS gemäß A2 vor- von Abweichungen, die musikalisch italienische Angaben ersetzt. In EKA fin-
handen sind (T 424 Fg, espr.; T 482 durchaus denkbar sind. Da aber eine den sich beide Angaben, allerdings im
C.ingl p). Es gibt keine Anzeichen, dass Einflussnahme von Seiten des Kompo- Italienischen zum Teil von EP abwei-
Strauss AB korrigierte, obwohl er bei nisten im Drucklegungsprozess unwahr- chend, so etwa in T 114 Vivo statt Viva-
mindestens einer Probe anwesend war scheinlich ist, nehmen wir den Text- ce als Übersetzung von Lebhaft.
(siehe Vorwort). ABP enthält viele nach- stand von A2, der – abgesehen von klei- Der Klavierauszug wurde von Jo­
trägliche Vermerke, die praktischer Na- nerer Flüchtigkeiten – sehr zuverlässig hannes Umbreit auf der Grundlage der
tur sind und offenbar von Dirigenten ist, als gültig an. Hilfreich erweist sich Studien-Edition der Partitur, HN 7248,
stammen, möglicherweise von Andreae, dabei A1, das oft Lesarten aus A2 bestä- neu erstellt.
dem Dirigenten der Uraufführung, oder tigt oder Fehler in A2 aufdeckt. AB hilft
aber aus späterer Zeit. Das Material gleichfalls, den Textstand von A2 zu be- Einzelbemerkungen
blieb nämlich in Zürich weiter in Ver- stätigen. Allein der gegenüber A2 und AB 16 Ob: In EP 3. Note cis3, 4. Note h2.
wendung; auf der letzten Seite der geänderte Schluss muss aus einer späte- Unsere Edition folgt A1, A2.

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41 f. Ob: In EP Bogen nur bis 3. Note 158 Ob: In EP ohne Staccato, Bogen bis mit Bleistift zu g – d korrigiert, aller-
T 42. Unsere Edition folgt A2. In A1 letzte Note. Unsere Edition folgt A1, dings Korrektur dann wieder ausra-
Bogenende nicht eindeutig. Vgl. auch in A2 fehlt versehentlich Staccato. diert. In A1 ­eindeutig g – d. Vermut-
Parallelstelle T 162 f. 162 Ob: h vor 7. Note gemäß EKA. – In lich ist in A2 Vc korrekt und Cor 2
42 Ob: In A2 fehlt h zu viertletzter Note. EP fehlt Staccato. Unsere Edition lediglich falsch transponiert. In EP,
Unsere Edition folgt A1, EP. folgt A1 (3. Staccato fehlt), A2, EKA. ES wurde dann versehentlich Vc an
49 Ob: In A2 Atemzeichen nach 4. Note, 187 – 194 Ob: In ABP von späterer Cor 2 angepasst. Vgl. aber T 396,
wohl von fremder Hand. Hand ausgestrichen, nicht aber in 560, 562 und Harmonik in T 369,
51: In EP, ES, EKP pp, Kopier- oder ABS (Saillet), also wohl keine Strei- 371, 402, 404, andererseits T 718 –
Stichfehler; in EOb p, in A1 keine An- chung im Zusammenhang mit Ur- 720.
gabe. Unsere Edition folgt A2. aufführung. 366, 369, 371, 546 Ob: In EP fehlt u .
59 Ob: In EP f statt ff. Unsere Edition 195 Ob: In A2 versehentlich 1. Legato- Unsere Edition folgt A2, EKA.
folgt den übrigen Quellen. bogen nur bis drittletzte Note. Un- 386 Ob: In EOb nach 4. Note zusätz­
80/81 Ob: In EP statt Bogen am Takt- sere Edition folgt A1, EP, EKA. liches cis2 sowie Quintolen-Bezeich-
übergang Bogen erst ab 1. Note T 81. 196 Ob: In EP fehlt p. Unsere Edition nung zu Zz 2. Vermutlich Eingriff
Unsere Edition folgt A2, A1, EKA. folgt A2, EKA. von fremder Hand; in EKP wie in den
92, 100 Ob, Cl 1: In EP an allen vier 200/201 Ob: In EP Bogenteilung am übrigen Quellen. In ABP zunächst wie
Stellen sfp, in ES nur in Cl 1, ver- Taktübergang. In A2 Bogen Ende A2, aber später korrigiert zu Lesart
mutlich Kopierfehler. In A1 in Ob je- T 200 rechts offen, nach Seitenwech- EOb; in ABS wie A2, EKP, das heißt,
weils f sfz, Cl 1 jeweils p sfz. In A2 sel aber in T 201 Bogen neu ange- die Uraufführung wurde mit dieser
in T 92 in Ob und Cl 1 p sfz, in T 100 setzt. In ABP wie A2, in A1, ABS (beide Lesart gespielt.
in Ob nur sfz, in Cl 1 p sfz. In EKA Stimmen), EKA durchgehender Bogen. 416/417: In EP, ES Probeziffer 37 be-
in T 92 sf zu Ob und Cl, in T 100 mf Unsere Edition folgt A1. reits in T 411/412. Unsere Edition
zu Ob, sf zu Cl. In EOb in T 92 sfp, 205 Ob: In A2 fehlen die letzten beiden folgt A2.
in T 100 mf. Der Befund in A1 und Staccatopunkte. Unsere Edition folgt 440 Ob: p gemäß EKA.
A2 deutet darauf hin, dass einerseits A1, EP, EKA. 456: (lebhaft) nur gemäß A2, in EKA als
sfp in EP ­irrtümlich steht, anderer- 243 Fg 1: Auch in den Vergleichsquel- neue Tempobezeichnung gedeutet,
seits, dass die letztgültige Lesart wohl len uneinheitlich (vgl. Fußnote im dort Lebhaft (Vivo).
an allen vier Stellen p sfz lauten soll. Notentext), in ABP d1, in ABS f 1. 457, 461 Ob: In EP fehlt Staccatopunkt,
105 Ob: In EP, A2 auf Zz 3 kein Vor­ 251 Ob, Vl 1: In EP in beiden Stimmen, ergänzt nach A1, A2, EKA.
zeichen, also e2 – fis2 – e2 – fis2. In A1 in ES in Vl 1 Rhythmus   ; be- 462 Ob: In A2 versehentlich
e2 – h  f  2 – e2 – f  2. Vgl. aber Cl 1 auf Zz 4 reits in A1 Rhythmus falsch notiert
       ; unsere Edition folgt
es2 – f  2 – es2 – f  2. In ABP wie A2, beide mit   , in A2 so auch in Ob, in
Vorzeichen nachträglich ergänzt. In Vl 1 korrekt. Unsere Edition folgt A2 A1, EP. In AB wie A2, allerdings in
ABS Ob wie A2, ohne Korrektur, nur Vl 1 sowie EKA. ABS Ob (Saillet) nachträglich korri-
in Ob (Saillet) nach­träglich beide Vor­ 295/296: In allen Quellen Probeziffer giert, Korrektur mit ? versehen.
zeichen ergänzt. Unsere Edition folgt 28 erst einen Takt später, vermutlich 509 f. Cor 2: In A2 im System von Ob
EKA und gleicht an Cl 1 an. Versehen. notiert, aber eindeutig mit Horn II
109 Vl 1: h2 statt d3 in A1, A2 und ur- 303/304, 304/305: In EP Probeziffer 29 gekennzeichnet, zum Einsatz Ob in
sprünglich auch in AB, dort aber irrtümlich erst in T 304/305. Unsere T 512 dann Ob. In EP irrtümlich als
später zu d3 korrigiert, unklar, zu Edi­tion folgt ES, A2. Teil der Ob-Stimme gedruckt, un-
welchem Zeitpunkt. In allen übrigen 304 Ob: In EP fehlt p. Unsere Edition transponiert; so auch in EKA, dort zu-
Quellen d3. folgt A2, EKA. sätzlich f. In ES fehlen diese beiden
112 Ob: In EP, EKA fehlt cresc. Unsere 342: In A1, A2 Cadenz zu allen Stimmen, Takte in Cor 2. Unsere Edition folgt
Edition folgt A1, A2. (frei im Vortrag) zu Ob nur gemäß A2. In AB die betreffenden Noten je-
113 Cl 1: In allen Quellen 2. Note d 2, A2. In EKA Cadenza, frei im Vortrag weils unkorrigiert in Cor-Stimme
nur in A2 nicht eindeutig, möglicher- (ad lib.). ­notiert, die Ob-Stimme hat jeweils
weise e2 gemeint. 363 Ob: h zu viertletzter Note nur ge- Pausen. Del Mar legt dar, die Noten
114 Ob: Nur in A1 ff. mäß EKA. In AB erst nachträglich seien von Ob zu spielen, obwohl der
131 Cb: In A2 a es, so auch in ABP; in ­ergänzt. Kopist der Stichvorlage offenbar hier
A1 g Es. Unsere Edition folgt E. In 365 Ob: In EP (allegro). Unsere Edition vermerkte Hrs, I think. Den hand-
ABS ursprünglich es, später aber zu folgt A1, A2. schriftlichen Hinweis Horn II in A2
des korrigiert. 366 Vc, Cor 2: In Vc in EP, ES d – A, in erwähnt Del Mar nicht, daher ist er
142: In A2 fehlt Probeziffer 14. Unsere A2 und AB g – d. In Cor 2 in EP, ES, A2, in der photomechanischen Repro-
Edition folgt EP, ES. ABP d – A; in ABS zuerst d – A, später duktion von A2, die Boosey vorlag,

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offenbar nicht vorhanden. Ergänzte Vl 1, dort finden sich die vergleich- Verenahof 25. Ok­tob. | 1945.
Strauss diesen Hinweis in A2 zu ei- baren Motiv-Entsprechungen. In ABS A2 contains the orig­inal ending
nem späteren Zeitpunkt? Ist Horn II wie AS und nicht wie EP. from M 700 onwards. In the list
und Ob überhaupt seine Handschrift, of instruments at the beginning
wo Strauss doch sonst zumeist Hoboe Sachrang, Frühjahr 2020 of the score, Strauss states the
statt Oboe schreibt? Hansjörg Schellenberger number of strings to be used,
525 C.ingl: In A2 2. Note ohne b , Schreib­ though he makes a mistake in the
fehler. Unsere Edition folgt A1, EP case of vc: in M 466 – 471 he
(erst in späterer Auflage vorhanden, writes for 4 cellos divisi, which
vgl. Del Mar), ES (dort allerdings erst means 4 cellos are intended, not
nachträglich korrigiert). In AB ur- 3 as stated.
sprünglich wie A2, in ABP später zu C Copyist’s manuscript, compris-
notiert as1 korrigiert (gemeint klin- Comments ing a score (CS) and parts (CP).
gend as1?), in ABS später b ergänzt. Material for the world première
535 Cl, Vl 2: Letzte Note e2 gemäß den in Zurich on 26 February 1946
Quellen (in A2 Cl später zu es2 korri- (see Preface). Zentralbibliothek
giert, unklar, von welcher Hand; in fl = flute; c.ingl = English horn; Zürich, shelfmark Mus TMs 858.
EKA es2), vgl. aber Fg, Vc, Cb. Vgl. cl = clarinet; fg = bassoon; cor = horn; The source for C was A2; this is
auch Fl, C.ingl, Vl 1, Vc solo, die alle ob = oboe; vl = violin; va = viola; proven by the congruence of the
eine Quarte aufwärts und keinen Tri- vc = violoncello; cb = double bass; musical text, and by the copyist’s
tonus spielen wie Cl, Vl 2. str = strings; M = measure(s) entry, at the end of both the oboe
550 Ob: 3. u nur gemäß EKA. Fehlt auch part and the score of C, of the
in ABP, in ABS Ob (Saillet) später date as noted by Strauss in A2.
nachgetragen, in anderer Ob-Stimme Furthermore, on the title page of
vorhanden. Sources the oboe part from which Marcel
560 Ob: In EP fehlt f, ergänzt gemäß A1 Autograph, short score. Gar- Saillet played at the world pre­
den übrigen Quellen. misch-Partenkirchen, Richard- mière, the copyist has noted at the
572 Ob: In EP fehlt Bogenfortsetzung Strauss-Archiv. Title heading: bottom left: a. d. Partitur geschr.
von vorhergehendem Takt bis g1. Un- Conzert für Hoboe [signed on the | am hl. Abend. | 24 / XII. 1945 |
sere Edition folgt A2, A1. right:] Richard Strauss. Dated on Schneider. Bottom left on 1st page
582 Ob: In EP fehlt dim. Unsere Edition the last page of music: Garmisch of music in the score: H. Schnei-
folgt A2. In EKA stattdessen z , 14. September 1945. [to the right, der | 1946.
in ABP dim. wie A2, in ABS (Stimme a remark about a different top- C S Copyist’s manuscript of the score
Saillet) dim. und z , in ABS (regu- ic:] Hund aus Bronze von Gi- (with the original ending from A2).
läre Stimme) nur z . rolamo Campagna | geb. 1550 C P Copyist’s manuscript of the parts.
583 Ob: In EP fehlt 2. Note, stattdessen in Verona (Dog in bronze by Gi- ob (x 2), fl 1, fl 2, c.ingl, cl 1, cl 2,
1. Note b statt a ; unsere Edition rolamo Campa­gna | born 1550 fg 1, fg 2, cor 1, cor 2, vl 1 (x 4),
folgt A1, A2, vgl. auch Vl 2. in Verona). Each system com- vl 2 (x 3), va (x 2), vc (x 2), cb.
697: In EP più comodo. In ES etwas ge- prises three staves; the top staff The two ob parts contain the end­
mächlich (più comodo). In EKA etwas is marked Hoboe, the two piano ing from A2; all the other parts
gemächlicher (poco più comodo). In staves under it are marked Orch. also originally contained the old
A1, A2 keine Angabe (ursprünglicher This short score already largely ending, but an extra page contain­
Schluss). Unsere Edition folgt AS. corresponds to the final version ing the new ending from AS and
702 Fl 1, Cl 1: In AS 2. und 3. Note in of the work; only a few passages FS, FP and FPR was later added
Fl 1 a2 – fis2, in Cl 1 a1 – fis1. In EP, differ. A1 contains the original to them. – Marcel Saillet, the
ES in Fl 1 a2 – fis2, aber in Cl 1 h1 – a1. ending from M 700 onwards. The oboist of the world première, was
Vermutlich ist Lesart EP, ES Cl 1 kor­ music in the piano score has hard­ given one of the two copies of the
rekt, unsere Edition korrigiert Fl 1 ly any indications as to the or- ob part as his solo part. This part
entsprechend. Vgl. die Motiv-Ent- chestration. remained in his family; oboists
sprechungen in T 701 – 703 in Fl 1, A 2 Autograph, score. Garmisch-Par­ten­ André Lardrot and Alain Girard
Cl 1 einerseits und Ob, Vl 1 anderer- kirchen, Richard-Strauss-Archiv. are mentioned on the part as later
seits. Die Motive in Ob, Vl 1 sollen ver­ Title heading: Conzert für Hoboe owners, and in 2012 it was given
mutlich jeweils mit den vorangehen- und kleines Orchester [signed on to the library of the Zurich Ton-
den Motiven in Fl 1, Cl 1 deckungs- the right:] Richard Strauss. Dated halle, whose holdings are today
gleich sein. Vgl. auch T 697 f. Ob, on the last page of music: Baden, in the Zentralbibliothek Zürich.

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A S Autograph ending, score. AS con- strauss | Concerto for Oboe and even though he was present for at least
tains the final measures from re- Small Orchestra | arranged for one rehearsal before the work’s first
hearsal num­ber 57 (M 697) on- oboe and piano by Arthur Will- performance (see Preface). CS contains
wards; as of M 700 the musical ner. In 1947, a first issue of FPR many subsequent annotations that are
text diverges from A2. British Li- was published with the original of a practical nature and were appar-
brary, Boosey & Hawkes Archive, ending as notated in A2. Howev- ently made by conductors – possibly by
shelfmark B & H 39. A single er, we have traced no copy of this Andreae, conductor of the first perfor-
leaf, with writing on both sides, edition, which was replaced in mance, or from a later time. The mate-
in a wrapper. Title on wrapper 1948 by the currently-available rials in question remained in use in Zu-
in the hand of a third party: RI- piano reduction containing the rich; the last page of the c.ingl part in-
CHARD STRAUSS: Autograph new, revised ending from AS, FS, cludes annotations from as late as 1994
des geänderten Schlusses des | FP and CP. (a list of the soloists who played this
Oboenkonzertes. At the end of FPS FPR, piano score with oboe part work with the Tonhalle Orchestra). This
the musical text, in Strauss’s above it. also applies to CP. C, including Marcel
hand: Montreux | 1. Februar | Fob FPR, separate oboe part. Saillet’s oboe part, bears no indications
1948. F FS, FSP, FP, FPR. of any corrections by Strauss; nor are
F S First edition, score. London, any manuscript corrections to be found
Boosey & Hawkes, plate num- When preparing the present edition we by Saillet that might be traced back to
ber “B. & H. 16388”, published consulted the issues of the first edition rehearsals with the composer. In the
1948. Title: Meinem Freunde that were available for sale or hire at case of occasional corrections to indi-
Dr. Volkmar Andrea [sic] | und the time. vidual notes, these in part consist of ad-
dem Tonhalleorchester in Zürich Some sources were unavailable for justments to bring it into line with the
gewidmet | CONCERTO FOR consultation for our edition due to re- first edition (F), even where this does
OBOE | and Small Orchestra | strictions on access. These included the not seem sensible (cf. comment on
Konzert für Oboe und kleines copy used as the engraver’s copy of the M 142 cb). Although C has limited
­orchester [sic]. | Concerto pour score, proofs of FS and FSP, and sketch- source value, we have consulted these
hautbois et petit orchestra | RI- es. For a list and description of these performance materials made for the
CHARD STRAUSS. According sources, cf. Del Mar and the online da- première for purposes of comparison.
to Jonathan Del Mar, FS was re- tabase Richard-Strauss-Quellenver- A photomechanical reproduction of
printed in 1968 and 2001, each zeichnis. A1 and A2 were available as A2 was also the basis for F. According
time with minor corrections (cf. ­reproductions. to Del Mar, a further manuscript copy
Del Mar, Three Textual Reports: was made from this reproduction, and
Horn Concerto No. 1, Metamor- About this edition served as the engraver’s copy for FS/FSP.
phosen, Oboe Concerto, in: Ri- The sketches were only partially con- A further copy – this time in parts –
chard Strauss-Blätter, vol. 55, sulted, and have not been drawn upon probably served as the engraver’s copy
June 2006, pp. 111 – 120). for our edition. The autograph short for FP and Fob; these seem to have been
FSP First edition, study score in pock­ score (A1) represents the provisionally based on A2 independently of FS, as is
et format, smaller version of FS. complete composition of the Oboe Con- indicated by mistakes in FS that are not
London, Boosey & Hawkes, pub- certo. The oboe part there largely agrees found in FP and Fob.
lished 1948. According to Del with the autograph score (A2); the or- There are numerous mistakes in F,
Mar, FSP was reprinted uncor- chestral score that was completed in because Strauss apparently did not
rected several times from 1961; some four weeks (A2) essentially com- check the proofs (or, at least, not thor-
in 1974 it was reprinted with prises the definitive text of the Oboe oughly). In the case of FPR, we have
minor corrections. Concerto, with the exception of the new proof that Willi Schuh took on the job
F P First edition, manuscript parts. published ending. of correcting the proofs, and complain­
London, Boosey & Hawkes, plate As explained in the Preface, Strauss ed about a lot of mistakes (see the Pref-
number “B. & H. 16411”, copy- had two photomechanical reproductions ace). It was presumably a similar story
right 1947, pub­lished 1948. Title made of A2 after its completion. These with the proofs of FS and FP. Although
heading each time: Oboe Con­ served, among other things, as the source the many engraving mistakes in F had
certo. for the copyist’s copy (C). CP was not long been known (cf. Del Mar), with
FPR First edition, piano reduction, derived from CS; this is proven by read- very few exceptions they were not cor-
comprising FPS and Fob (see be- ings in which signs are absent from CS rected in later editions. Where mistakes
low). ­London, Boosey & Hawkes, which are present in CP and A2 (M 424 are obvious, it is indisputable that A2 is
plate number “B. & H. 16157”, fg, espr.; M 482 c.ingl p). There are no more valid than F. It is more difficult to
published 1948. Title: richard | indications that Strauss corrected C, assess divergent passages that are musi-

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cally quite possible. However, since it is The piano reduction was prepared by 113 cl 1: 2nd note d 2 in all sources, only
unlikely that the composer played any Johannes Umbreit on the basis of the in A2 is it not clear; e2 might be in-
role in the printing process, we here study score of the full score, HN 7248. tended.
treat the musical text of A2 as valid, be- 114 ob: Only A1 has ff.
cause it is highly reliable except for a Individual comments 131 cb: A2 has  e , thus also in CS; A1
few minor, fleeting mistakes. A1 proved 16 ob: FS has 3rd note c3, 4th note b2. has  E  . Our edition follows F. Orig­
helpful here, often confirming readings Our edition follows A1, A2. inally e in CP, but later corrected to d  .
in A2 or revealing mistakes in it. C has 41 f. ob: FS has slur only to 3rd note 142: A2 lacks rehearsal number 14. Our
also helped confirm the text of A2. Only M 42. Our edition follows A2. End of edition follows FS, FP.
the altered ending, which is different slur in A1 not clear. Cf. also parallel 158 ob: FS lacks staccato, with slur un-
from both A2 and C, had to be taken passage M 162 f. til last note. Our edition follows A1;
from a later textual layer – here AS is 42 ob: A2 lacks  at fourth-to-last note. staccato erroneously missing in A2.
valid, this source once again proving to Our edition follows A1, FS. 162 ob:  before 7th note given here as
be more reliable than FS/FP. 49 ob: A2 has breath mark after 4th note, in FPR. – FS lacks staccato. Our edi-
A2 thus serves as the primary source probably in the hand of a third par- tion follows A1 (3rd staccato missing),
for the solo part for the present edition, ty. A2, FPR.
while AS is the source for the work’s 51: FS, FP, FPS have pp, a copying or 187 – 194 ob: Deleted in CS by a later
ending. All other sources are secondary engraving error; Fob has p, A1 has no hand, but not in CP (Saillet), so this
sources with the exception of C, which marking. Our edition follows A2. cannot be a cut made in connection
has been used solely for purposes of 59 ob: FS has f instead of ff. Our edition with the first performance.
comparison. follows the other sources. 195 ob: A2 erroneously has 1st legato
Mistakes in secondary sources remain 80/81 ob: Slur in FS starts only from slur only to third-to-last note. Our
unmentioned as a rule, if the correct 1st note M 81 instead of at measure edition follows A1, FS, FPR.
reading is proven beyond a doubt by transition. Our edition follows A2, A1, 196 ob: FS lacks p. Our edition follows
other sources. FS is an exception: most FPR. A2, FPR.
mistakes there are listed in the Individ- 92, 100 ob, cl 1: FS has sfp in all four 200/201 ob: Slur division at measure
ual comments in order to document places, FP has it only in cl 1, presum- transition in FS. A2 has slur open to
­divergences from the musical text as ably a copying error. A1 has f sfz each the right at the end of M 200, but it
hitherto known. time in ob, p sfz each time in cl 1. starts afresh in M 201 after the page
Obvious mistakes in the primary In A2, M 92 has p sfz in ob and cl 1, break. CS is identical to A2; continu-
source are not mentioned if the correct M 100 only has sfz in ob, p sfz in ous slur in A1, CP (both parts), FPR.
reading is clear from the other sources. cl 1. In FPR, M 92 has sf in ob and cl, Our edition follows A1.
This also applies to obvious scribal er- M 100 has mf in ob, sf in cl. In Fob, 205 ob: A2 lacks the two last staccato
rors in A2. M 92 has sfp, M 100 has mf. The dots. Our edition follows A1, FS, FPR.
Notes for transposing wind instru- readings in A1 and A2 suggest both 243 fg 1: Also inconsistent in the sourc-
ments are named in the Individual com- that sfp is erroneously given in FS, es used for comparison (cf. footnote
ments at sounding pitch, not as notated. and also that the definitive reading in the musical text); CS has d1, CP
In the double bass part, however, we in all four places ought to be p sfz. has f 1.
give the notated pitch, not the sounding 105 ob: No accidental on beat 3 in 251 ob, vl 1: Rhythm   in both parts
pitch that is an octave lower. FS, A2, thus e2 – f 2 – e2 – f 2. A1 has in FS and in vl 1 in FP; rhythm al-
Tempo markings are given as in A2: e2 –  f  2 – e2 – f  2. But cf. cl 1 on beat 4 ready notated incorrectly in A1 as
Italian designations for movement titles, e2 – f  2 – e2 – f  2. Given in CS as in A2;    , thus also in ob in A2, but cor-
German for minor tempo changes and both accidentals have been added rect in vl 1. Our edition follows A2
for agogics. According to Del Mar, the later. In CP, ob is given as in A2, with­ vl 1 and FPR.
engraver’s copy for FS contains a note out any correction; both accidentals 295/296: All sources give rehearsal
that the German instructions should be have been added subsequently only number 28 one measure later, pre-
translated into Italian. It was apparent- in ob (Saillet). Our edition follows sumably in error.
ly the intention to add Italian markings FPR and brings into line with cl 1. 303/304, 304/305: Rehearsal number
alongside those in German, but the Ger- 109 vl 1: b2 instead of d 3 in A1, A2 and 29 in FS erroneously only at M 304/
man indications were presumably erro- originally also in C, though there it 305. Our edition follows FP, A2.
neously replaced by Italian in FS. We was later corrected to d 3; it is unclear 304 ob: FS lacks p. Our edition follows
find both in FPR, though the Italian terms when this was done. All other sources A2, FPR.
in some cases differ from those in FS, as have d 3. 342: A1, A2 have Cadenz in all parts,
e.g. in M 114, which has Vivo instead of 112 ob: FS, FPR lack cresc. Our edition (frei im Vortrag) in ob only in A2. FPR
Vivace as a translation of Lebhaft. follows A1, A2. has Cadenza, frei im Vortrag (ad lib.).

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363 ob:  at fourth-to-last note only in ed later in CP ob (Saillet); the correc- 550 ob: 3rd  only in FPR. Also absent
FPR. Added only later in C. tion there has ?. from CS; later added to CP ob (Sail-
365 ob: FS has (allegro). Our edition 509 f. cor 2: Notated in A2 on the ob let), and present in the other ob part.
follows A1, A2. staff, but clearly marked Horn II, 560 ob: FS lacks f, added here as in the
366 vc, cor 2: In FS, FP vc has d – A; A2 then Ob for the ob entry in M 512. other sources.
and C have g – d. cor 2 in FS, FP, A2, Erroneously printed in FS as part of 572 ob: FS lacks continuation of slur
CS has d – A; CP first had d – A, later the ob part, untransposed; thus also from previous measure to g1. Our
corrected in pencil to g – d, with this in FPR, where it also has f. These two edition follows A2, A1.
correction then rubbed out again. measures are absent in FP in cor 2. 582 ob: FS lacks dim. Our edition fol-
A1 clearly has g – d. In A2 vc is pre- Our edition follows A2. In C, the lows A2. FPR instead has  , CS has
sumably correct and cor 2 has mere- notes in question are notated uncor- dim. as in A2; CP (Saillet’s part) has
ly been incorrectly transposed. In FS, rected each time in the cor part, while dim. and  , while CP (regular
FP vc was then erroneously brought the ob part has rests each time. Del part) only has  .
into line with cor 2. But cf. M 396, Mar suggests that the notes are to 583 ob: FS lacks 2nd note; instead, 1st note
560, 562 and the harmonies in M 369, be played by the ob, even though the is  instead of  ; our edition follows
371, 402, 404, or contrarily M 718 – copyist of the engraver’s copy evi- A1, A2, cf. also vl 2.
720. dently wrote here Hrs, I think. The 697: FS has più comodo. FP has etwas
366, 369, 371, 546 ob: FS lacks  . Our handwritten note Horn II in A2 is not gemächlich (più comodo). FPR has
edition follows A2, FPR. mentioned by Del Mar, which means ­etwas gemächlicher (poco più como-
386 ob: Fob has additional c2 after it is obviously not in the photome- do). A1, A2 have no marking (original
4th note, plus quintuplet marking on chanical reproduction of A2 that Boo­ ending). Our edition follows AS.
beat 2. Presumably an intervention sey possessed. Did Strauss perhaps 702 fl 1, cl 1: 2nd and 3rd notes in AS
by a third party; given in FPS as in add this remark to A2 at a later date? a2 – f  2 in fl 1, a1 – f 1 in cl 1. FS, FP
the other sources. Given in CS initial- Are Horn II and Ob in his hand at all, have a2 – f  2 in fl 1, but b1 – a1 in cl 1.
ly as in A2, but later corrected to the given that Strauss otherwise usually The reading is presumably correct in
reading given in Fob; in CP as in A2, wrote Hoboe instead of Oboe? FS, FP cl 1, so our edition corrects fl 1
FPS, i. e. this reading was played at 525 c.ingl: 2nd note in A2 lacks  , a scri­ accordingly. Cf. the corresponding
the first performance. bal error. Our edition follows A1, FS motives in M 701 – 703 in fl 1, cl 1
416/417: FS, FP have rehearsal num­ (though it is only present in the lat- on the one hand and ob, vl 1 on the
ber 37 already in M 411/412. Our ter in a later issue; cf. Del Mar) and other. The motives in ob, vl 1 should
edition follows A2. FP (where it was only corrected later). presumably be congruent with the
440 ob: p given here as in FPR. Given in C originally as in A2, but previous motives each time in fl 1,
456: (lebhaft) only in A2; given in FPR as corrected later in CS to a1 (is this cl 1. Cf. also M 697 f. ob, vl 1, where
new tempo marking Lebhaft (Vivo). a1 meant at sounding pitch?); in we find compa­rable correspondences
457, 461 ob: FS lacks staccato dot, add- CP the  was added later. between the motives. Given in CP as
ed here as in A1, A2, FPR. 535 cl, vl 2: Last note e2 given here as in AS, not as in FS.
462 ob: A2 erroneously has in the sources (corrected later in A2
cl to e2, unclear by whom; FPR has e2),
       ;
but cf. fg, vc, cb. Cf. also fl, c.ingl, vl 1,
our edition follows A1, FS. Given in C vc solo, which all play an ascending Sachrang, spring 2020
as in A2, however it has been correct- fourth and not a tritone as cl, vl 2. Hansjörg Schellenberger

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