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Weihnachten am Morgen - 25.12.2019 – Fr.

Thomson HE

Auszug Gebet von Mutter Marie Therese, 22.12.1992, Ich bitte


dich, o heilige Kirche, S. 78 f.

Wir sind zusammengekommen den Geburtstag unseres Gottes – des


Kindes im Stall von Bethlehem – zu feiern

+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.

Die Gnade, der Friede und die Liebe Gottes, die uns im Kind von
Bethlehem erschienen sind, seien mit euch!

Einführung

Liebe Bewohner hier in der Kapelle und auf Ihren Zimmern, liebe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Schwestern und Brüder!

Es ist sehr schön, dass wir hier in Gemeinschaft  sind, um voll Freude
das Fest der Geburt Jesu Christi  zu feiern.

„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der
Messias, der Herr.“ Mit dieser Botschaft hat der Engel Gottes damals
in Bethlehem die einfachen Hirten überrascht. Mit dieser Botschaft
sind auch wir konfrontiert, wenn wir heute das Fest der Geburt Jesu
feiern. Lasset uns  mit gläubigem Herzen die Botschaft erfahren, dass
Gott uns nahe ist.

Wir haben uns auf den Weg gemacht, wie damals die Hirten nach
Bethlehem eilten. Lasset uns feiern seine Zuneigung zu jedem
Menschen in den Gestalten von Brot und Wein.

Bringen wir nun all das vor Gott, was uns heute froh macht, aber auch
das, was uns heute vielleicht bedrückt oder belastet.
Denken wir einen Augenblick in Stille an die Menschen, die heute froh
sein können, aber auch an jene, die heute besonders traurig sind und
bitten wir Gott dann um seine Liebe und sein Erbarmen.
 

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Kyrierufe

Herr Jesus Christus,


wir sind hier, um uns von deiner göttlichen Liebe anrühren zu lassen.
Herr, erbarme dich unser!

Wir sind hier, damit du auch in unseren Herzen geboren wirst.


Christus, erbarme dich unser!

Wir sind hier, damit du durch uns die Welt verwandeln kannst.
Herr, erbarme dich unser!

Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden
nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet

Lasset uns beten:


Allmächtiger Gott,
dein ewiges Wort ist Fleisch geworden,
um uns mit dem Glanz deines Lichtes zu erfüllen.
Gib, dass in unseren Werken widerstrahlt,
was durch den Glauben in unserem Herzen leuchtet.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

Lesung Titus 3,4-7

Evangelium Lukas 2,15-20

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Predigt

Liebe Schwestern und Brüder!

Am heutigen Weihnachtstag, dem schönsten Tag in unserem christlichen


Leben, erinnern wir uns daran, wie groß und tief Gottes Liebe für jeden
einzelnen von uns ist. Wie der Dichter Donne es ausdrückt, ist es ein
großes Ereignis, wenn ein Mensch göttliche Ehre erhält, aber es ist ein
unfassbarer Segen, wenn Gott sich auf das Niveau eines sterblichen
Lebewesens herabbegibt. Das ist es, was wir an Weihnachten feiern – Gott
ist Mensch geworden.

In New York gab es einen Millionär, der es liebte, Gemälde von großen
Künstlern zu sammeln. Er hatte einen Sohn, den er immer mitnahm, wenn
er große Meisterwerke kaufte. Er wollte aus seinem Sohn einen großen
Kunstliebhaber machen. Als sein Sohn die Schule abgeschlossen hatte,
wurde er zum Militär einberufen. Eines Tages erhielt der Vater die traurigste
Nachricht seines Lebens: die Nachricht vom Tod seines einzigen Sohnes.
Nach einigen Monaten bekam der Vater Besuch von einem jungen
Soldaten, einem Freund seines Sohnes, dessen Sachen er brachte.

Er übergab dem Vater auch ein Selbstportrait, das sein Sohn mit Bleistift
gezeichnet hatte. Es war nicht besonders schön. Aber der Vater liebte es
sehr und stellte es auf den Kaminsims. Als der Millionär starb, wurde
bekanntgegeben, dass seine Bilder versteigert würden. Viele Leute kamen,
um Gebote abzugeben. Als erstes wurde das Selbstportrait des Sohnes zur
Versteigerung freigegeben. Als niemand sich interessiert zeigte, es zu
ersteigern, bot der Wächter 100 $ und er erhielt die Zeichnung.

Nachdem das Gebot akzeptiert worden war, erklärte der Auktionator die
Versteigerung für beendet. Die Reichen, die zur Auktion gekommen waren,
fühlten sich betrogen und es gab lauten Protest. Dann verkündete der
Auktionator, dass im Testament festgelegt war, dass derjenige, der das
Portrait seines Sohnes bekäme, seine Bilder erhalten würde. Der Vater
hatte seinen Sohn so sehr geliebt, dass er alles für den gab, der seinen
Sohn liebte.

Weihnachten ist die großartigste Liebesgeschichte der Welt. Unser Vater


hat uns so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt schickte,
um uns zu retten. Es ist diese Liebe des Vaters, die wir heute feiern. Die
Geburt unseres Herrn steht für die unsterbliche Liebe des Vaters für jeden
von uns. Jeder kann teilhaben an dieser Zeit der Freude. Es gibt niemanden
auf der Erde, der sagen könnte, dass er sich nicht mit dem in der Krippe
geborenen Jesus identifizieren könnte. Niemand kann niedriger geboren
werden, als er geboren wurde.

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Weihnachten ist ein Fest für die gesamte Menschheit. Diejenigen in der
Gesellschaft, die einen oberen Rang einnehmend und die, die weiter unten
stehen, die Armen und die Reichen, die Kranken und die Gesunden – sie
alle können in seiner Gegenwart Freude und Frieden finden. Jesus
übermittelt allen seine Botschaft der Liebe. Niemand ist vom Schutz durch
Gottes Liebe ausgeschlossen.

Die Hilflosigkeit von Jesus als Baby ist eine starke Quelle der Kraft für alle
von uns, die unter Beleidigungen und Diskriminierung leiden, darunter,
vernachlässigt zu werden, unter Neid, unter Verleumdung und Hass. Jesus‘
Schwachheit gibt uns Kraft, wenn wir schwach und hilflos sind.

Wenn sich niemand um uns kümmert und man uns ignoriert, und wenn wir
nicht genug Wertschätzung für unsere aufrichtige Arbeit und unsere
Bemühungen um das Wohl der Familie oder sonstiger Einrichtungen
erhalten, wissen wir, dass wir nicht alleine sind, und dass uns niemand
einfach niedermachen kann. Der menschgewordene Sohn Gottes ist unsere
Stärke. So wie die Hirten eilig aufbrachen, um das Kind zu sehen, so sollten
auch wir in Zeiten von Schmerz und Problemen uns in Eile zu Jesus
begeben und den Frieden spüren, den er uns schenkt.

Am Weltjugendtag in Köln sprach der Papst von den Drei Weisen aus dem
Morgenland und sagte, dass sie auf ihrem Weg nach Bethlehem von einem
Stern geleitet worden wären, und auf dem Rückweg sei dieser Stern nicht
am Himmel, sondern in ihren Herzen gewesen.

Wenn wir heute Weihnachten feiern, sollte der Stern der Liebe in unseren
Herzen sein. Heute ist der Tag für Versöhnung und Vergebung. Die Lichter,
die draußen leuchten, sollten in unseren Herzen leuchten. Dann können wir
mit den Engeln einstimmen und allen, die uns begegnen, sagen: „Ehre sei
Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens
sind.“

Gelobt sei Jesus Christus!

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Fürbitten

Gottes Sohn kommt als Heiland und Erlöser in diese Welt. Mit Vertrauen und
Hoffnung bringen wir unsere Anliegen zur Krippe und bitten:

 Für Frieden im Heiligen Land und auf dem ganzen Erdkreis.

 Für alle, die heute wie Maria und Josef eine Herberge, ein zu Hause, eine
Heimat suchen.

 Für alle Paare und Familien, die in diesen Tagen ein Kind erwarten.

 Für alle, deren Familien zerstritten sind.

 Für alle, die an diesem Fest einsam sind, für alle, die um einen lieben
Menschen trauern.

 Für unsere Verstorbenen, die wir in diesen Tagen besonders vermissen.

 Für unseren Bischof Helmut und unsere Diözese Aachen.


Für alle, die um diesen Altar versammelt sind, für unsere Bewohner, ihre
Angehörigen und Freunde, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Ehrenamtlichen und Wohltäter,
In einer Novene zum Heiligen Geist und zu Johannes XXIII. in einem
bestimmten Anliegen.
In einer Novene zu Mutter Marie Therese in verschiedenen Anliegen.,
besonders für Pauline, ein zweijähriges krebskrankes Kind und ihre
Familie, für die krebskranke Frau Albrecht aus Blankenheim.
Zur Muttergottes von der Immerwährenden Hilfe für die Kranken, besonders
Anita Krämer und Ulrike Müller

sowie für alle, denen wir unser Gebet versprochen haben.

 Auf die Fürsprache Mariens beten wir zu Christus, dem Gründer der Kirche
in einer Fürbitte, die Pfarrer Walch formuliert hat: Herr Jesus Christus, du
hast Mutter Marie Therese erwählt, dein Heil und dein Erbarmen von
neuem allen Menschen zu verkünden, das Du ihnen im Zweiten
Vatikanischen Konzil neu bereitet hast.
Gib, dass ihr außerordentliches Charisma und die Gründung des Ordo
Communionis in Christo für die Verwirklichung dieses Konzils in der Kirche
und durch sie zur vollen Entfaltung gelangen. Lass’ dadurch die vom
Zweiten Vatikanischen Konzil grundgelegte und beschlossene Reform der
Kirche in der Liebe Wirklichkeit werden. Führe durch deinen Geist alle
Christen zur vollen Einheit in dir. Lass alle Menschen erfahren, dass du sie
einlädst zur Communio mit dir, durch die sie Gott als liebenden Vater
erkennen und zum Frieden untereinander finden.

Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden den Menschen. Wir loben
dich und danken dir, jetzt und in Ewigkeit. A: Amen.

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KOMMUNIONVERS Vgl. Sach 9, 9

Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem,

siehe, dein König kommt zu dir, der Heilige, der Heiland der Welt.

SCHLUSSGEBET

Lasset uns beten:

Herr, unser Gott,


die Menschwerdung deines Sohnes
erfülle uns mit Freude und Dank.
Lass uns dieses unergründliche Geheimnis
im Glauben erfassen und in tätiger Liebe bekennen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Feierlicher Schlusssegen (S. 534 im Messbuch)

Der barmherzige Gott hat durch die Geburt seines Sohnes


die Finsternis vertrieben und diesen Tag erleuchtet
mit dem Glanz seines Lichtes;
er mache eure Herzen hell mit dem Licht seiner Gnade. Amen.

Den Hirten ließ er durch den Engel die große Freude verkünden;
Mit dieser Freude erfülle er euer ganzes Leben. Amen.

In Christus hat Gott Himmel und Erde verbunden;


durch ihn schenke er allen Menschen guten Willens seinen Frieden,
durch ihn vereine er euch mit der Kirche des Himmels. Amen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und
der Heilige Geist. Amen.

Gehet hin in Frieden. Dank sei Gott, dem Herrn.

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