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FUNDAMENTE

UND KELLER
Auszug aus der Broschüre Kellerbauen – Plus
Ausgabe 2005

Einleitung 2
Konstruktion – Baustoffe 7
Wärmeschutz 15
15
Schallschutz 2
277
Brandschutz 28
Feuchtigkeitsschutz 29
Schutzräume 4
42
2
Einschlägige ÖNORMEN 44
44
Literatur 45
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UND KELLER
Ausgabe 2005

Kellerbauen – plus
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Andreas Kolbitsch unter Mitwirkung von Dipl.-Ing. Dr. Sinan Korjenic

1 Einleitung 1.1 Kellerbau-Entwicklung


In einer umfassenden Planung ver- Die ersten massiv errichteten Wohn-
dient der Keller aus mehreren Grün- häuser wiesen zum Teil bereits Kel-
den besonderes Augenmerk. Die ler auf. Die Ursachen dafür liegen
Errichtung eines Kellers ermöglicht sicherlich in dem für eine Vorrats-
die bessere Ausnützung des Grund- haltung günstigen, im Jahreszyklus
stücks mit entsprechenden Raum und ausgeglichenen Temperaturverlauf
Nutzungsreserven. Die Mehrkosten im (bedingt durch die Speichermasse
Vergleich zu einer Fundierung ohne des umgebenden Erdreichs) und in
Keller sind nur gering, wobei die Er- der zumeist höheren Tragfähigkeit
richtungskosten im Wesentlichen von tieferer Bodenschichten. (Dabei ist zu
den Rahmenbedingungen abhängig beachten, dass aufgrund einer Frost-
sind. Ob der Keller für unterschied- tiefe von 0,80 bis 1,20 m in unseren
lichste Nutzungsmöglichkeiten heran- Breiten bei frostgefährdeten Böden
gezogen wird, oder als Platzreserve Fundamente mindestens in dieser
und Erweiterung des Gebäudes be- Tiefe unter dem umgebenden Niveau
trachtet wird, die richtige Ausführung gegründet sein müssen). Bis zum
2
des Kellers bleibt natürlich oberstes Ende der Gründerzeit (etwa 1918)
Ziel. Sowohl die versäumte Errichtung war es üblich, den Keller als massi-
des Kellers als auch dessen man- ven, von einem Gewölbe überdeckten Bild 1: Neben den Schalsteinen für kleinere
gelhafte Ausführung sollten durch Baukörper zu erstellen. Dabei wurden Bauvorhaben und Stahlbeton werden vermehrt
großformatige Stahlbeton-Fertigteile für den Kell-
eine gezielte und umsichtige Planung die tragenden Mauern – soweit dies erbau eingesetzt (Foto: Firma Katzenberger)
möglichst verhindert werden. Eine die Bodenverhältnisse zuließen – auf
nachträgliche Herstellung ist, wenn Streifenfundamenten errichtet. Die
überhaupt möglich, sehr kosteninten- Böden der Kellerräume bestanden oft 1.2 Funktion des Kellers
siv; eine Sanierung bzw. nachträgliche nur aus gestampftem Lehm, was für
Einen wesentlichen Faktor für Funkti-
Anhebung der bauphysikalischen die Lagerung bestimmter Lebensmittel
onstüchtigkeit und Gebrauchsfähigkeit
Qualitäten der Bauteile sind äußerst günstige Raumluftbedingungen ergab.
eines Wohnhauses stellt die Anzahl,
aufwändig. Auch für die Lagerung fester Brenn-
Größe und räumliche Zuordnung der
stoffe reichten nicht befestigte Böden
Zubehörräume einer Wohneinheit dar.
zumeist aus.
Diese Räume dienen nicht nur als
Gegenwärtig werden Keller über- Abstellräume und zur Vorratshaltung,
wiegend aus Stahlbeton, Mauerwerk sondern – vor allem bei Einfamilienhäu-
unter Verwendung zementgebunde- sern – der Unterbringung der Heizung
ner Steine sowie – in zunehmendem und des Warmwassererzeugers sowie
Maße – aus Stahlbeton-Fertigteilen der Lagerung von festen oder flüs-
errichtet. Aufgrund der in den letzten sigen Brennstoffen. Im Allgemeinen
Jahren im Zusammenhang mit uner- werden derartige Zubehörräume im
wartet intensiven Niederschlägen zu Keller untergebracht. Die Errichtung
verzeichnenden Grundwasserschwan- von Schutzräumen in Kellergescho-
kungen kommt der Abdichtung von ßen ist aufgrund der Diskussion über
Kellerräumen immer größere Bedeu- grenznahe Kernkraftwerke und der För-
tung zu. Gerade im Planungsstadium derungsrichtlinien einzelner Bundes-
ist besonders darauf zu achten. länder immer noch aktuell. (Auf dieses
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Thema wird unter Punkt 7 eingegan- NUTZUNG RAUMKLIMA AUSSENBAUTEILE BODEN TRENNBAU-
gen). Die Verwendungsmöglichkeiten TEILE
für Kellerräume beschränkten sich Werkstatt, beheizbar, gute Wärme- wärmege- gute Schall-
allerdings nicht nur auf oben genann- Hauswirt- gute Lüftung dämmung, wenn dämmt, stra- dämmung,
ten Funktionen. Neben der Herstel- schaftsräume möglich direkte pazierfähiger Wärmedäm-
lung einer Garage im Kellergeschoß, Belichtung und und leicht zu mung ab-
Belüftung reinigender hängig von
hierzu verweisen wir auf die Broschüre Belag Nutzung der
„Parkhäuser – aber richtig“ des Bun- angrenzenden
desverbandes der Deutschen Zement- Räume
industrie, sind weitere hochwertige Vorratslager abhängig vom Ausnutzung der nutzungs- Wärmedäm-
Nutzungen möglich. Beispielsweise Lagergut; Speichermasse spezifisch, mung ab-
Klimazentrale oder Wärmespeicher meist keine des Erdreichs: gegebenenfalls hängig von
besonderen Wärmedämmung Lehmboden Nutzung der
für Niedrigenergiekonzepte, Freizeit
Anforderungen nur im ober- angrenzenden
und Hobbyräume als „erweiterter flächennahen Räume
Wohnbereich“, auch Räume für den Bereich
ständigen oder zeitweiligen Aufenthalt Fitnessräume beheizbar, gute Wärme- wärmege- Wärmedäm-
von Personen, soweit dies im Rahmen gute Lüftung dämmung, wenn dämmt, mit mung ab-
der Bauordnungen sowie der übrigen möglich direkte hoher Ober- hängig von
anzuwendenden Vorschriften (z. B. Ar- Belichtung und flächentempe- Nutzung der
Belüftung ratur angrenzenden
beitnehmerschutz) möglich ist. Verbun- Räume
den mit dieser qualitativen Anhebung
Sauna nutzungsspe- hohe Wärmedäm- hohe Wärme- hohe Wärme-
der Kellerräume sind jedoch höhere zifisch mung, Anschlüsse dämmung dämmung
Ansprüche an die Ausführung der Um- für Belüftung
fassungsbauteile, vor allem hinsichtlich
3
Schwimmbad beheizbar, gute Wärmedäm- hohe Wärme- Wärmedäm-
der die Behaglichkeit bestimmenden gute Lüftung mung, Verhinde- dämmung, mung ab-
bauphysikalischen Kennwerte und rung von Oberflä- nutzungsspezi- hängig von
der Belüftung der Kellerräume. Einige chenkondensat, fische Oberflä- Nutzung der
wenn möglich chen angrenzenden
Verwendungsmöglichkeiten sowie die
direkte Belichtung Räume
resultierenden Anforderungen an die und Belüftung
Umfassungs- und Trennbauteile sind
Brennstofflager meist keine meist keine beson- abhängig von Wärmedäm-
in Tabelle 1-1 aufgelistet. Aufgrund der besonderen deren Anforderun- der Art des mung ab-
unterschiedlichen Anforderungen an Anforderungen gen Lagergutes hängig von
die Umfassungsbauteile sollte in der Nutzung der
angrenzenden
Planung des Kellers die zukünftige
Räume
Nutzung, mögliche Ausbaustufen und
Schutzraum nutzungs- vor allem statische siehe Abschnitt siehe Grund-
Nutzungsänderungen einbezogen wer-
spezifisch; Anforderungen „Schutzräume“ risslösungen
den, da die nachträgliche Anhebung s. Abschnitt im Abschnitt
der Bauteilqualitäten mit erheblichem „Schutzräume“ „Schutzräume“
Mehraufwand und Kosten verbunden Tabelle 1-1: Nutzungsspezifische Anforderungen an die Umschließungsbauteile von Kellerräumen
ist.

Grafik 1-1: Kellerfenster; a) unter Niveau, b) über Niveau


1.3 Lage und Verlauf des Terrains
EG EG
Bei ebenem Gelände ist die Frage,
wie weit das Kellergeschoß über das
Gelände ragen soll, unter Berücksich-
tigung der Belichtung der Kellerräume
durch die zur ausreichenden Belüftung
KG KG
notwendigen Kellerfenster zu klären.
In den Grafiken 1-1a und 1-1b sind
a b
mögliche Ausformungen dargestellt.
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zontalen („ideelle Böschungsneigung“)


30° nicht überschreiten. Aufgrund kon-
struktiver und herstellungstechnischer
Überlegungen sollte bei nicht zu stei-
lem Gelände der horizontalen Funda-
mentunterkante der Vorzug gegeben
werden. Denn den im Zusammenhang
mit den Gesamtherstellungskosten
meist unerheblichen Mehraufwendun-
gen stehen Schwierigkeiten im Zu-
sammenhang mit der Erschließung der
Kellerräume (Zwischenstiegen) und
der statisch-konstruktiven Fundamen-
tausbildung gegenüber. Dies ist vor
allem bei den im Einfamilienhausbau
zunehmend ausgeführten durchgehen-
den Fundamentplatten zu beachten.

1.4 Voll- und Teilunterkellerungen


Eine Teilunterkellerung kommt prak-
Bild 2: Üblicherweise wird die Hauptstiege eines Gebäudes über der Kellerstiege angeordnet.
tisch nur bei eingeschossigen Gebäu-
Das erforderliche Steigungsverhältnis ist in den Landesbauordnungen festgelegt. (Foto: Firma
Maba) den infrage, da hier die minder nutz-
4 baren Kellerräume einen merkbaren
Die Lage der Kellerfenster über dem Einbindung ins Erdreich Schwierig- Anteil der Gesamtherstellungskosten
Niveau geht einher mit einer bessere keiten ergeben bedingen.
Belichtung und einem geringerem Die Nachteile einer Teilunterkellerung
Bei Gebäuden in Hanglage muss in
Aushubvolumen, dabei müssen aber (unterschiedliche Gründungstiefen und
Abhängigkeit von den Gebäudeab-
folgende Punkte beachtet werden: damit unterschiedliche Setzungen)
messungen im Einzelfall entschieden
❍ die architektonische Ausbildung werden, ob die Fundamente abgetreppt sollten jedoch bei derartigen Über-
des Sockels muss planerisch ge- (Grafik 1-2a) oder horizontal (Grafik legungen auf keinen Fall außer Acht
klärt werden 1-2b) auszubilden sind. Dabei darf die gelassen werden.
❍ vor allen Eingängen ins Erdgeschoß minimale Einbindetiefe die Frosttiefe tF
ist die Anordnung einer vorgelager- nie unterschreiten. Bei getrennten oder 1.5 Erschließung der Kellerräume
ten Außenstiege notwendig abgetreppten Fundamenten sollte der
❍ bei Einbau eines Schutzraumes Winkel zwischen der Verbindungslinie Kellerstiegen liegen meist unter der
können sich durch die geringe der Fundamentkanten und der Hori- Hauptstiege eines Gebäudes, wobei
die weniger aufwändige Gestaltung
Grafik 1-2: Fundamente; a) abgetreppt, b) eben der Kellerstiege bereits an den von
den Landesbauordnungen festgeleg-
ten Steigungsverhältnissen erkennbar
ist. Die Anforderungen hinsichtlich
des Schallschutzes dürfen jedoch auf
tF tF keinen Fall vernachlässigt werden, da
über die massiven Konstruktionen eine
Körperschallübertragung in die Wohn-
geschoße erfolgen kann. Die einfachste
a FUNDAMENT ENTSPRECHEND b FUNDAMENTUNTERKANTE Methode zur Trittschalldämmung der
DER GELÄNDENEIGUNG HORIZONTAL Stiegenläufe besteht in einer elasti-
ABGETREPPT schen Auflagerung der Laufplatten. Da-
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bei sind an den seitlichen Anschlüssen rende, möglichst genaue Baugrunder-


12.000

BRENNSTOFFJAHRESBEDARF (kg/a)
der Laufplatten an das Stiegenhaus- kundung. Neben der Feststellung der ANLAGEN-
mauerwerk mögliche Schallbrücken mechanischen Bodenkennwerte für die 10.000 WIRKUNGSGRAD: 0,70
durch geeignete Fugenausbildungen zu Dimensionierung der Fundamentkon- 8.000
vermeiden. Entsprechende Konstrukti- struktionen sind dabei der langjährig LZ
6.000 HO
onsvorschläge sind in ÖNORM B 8115, höchste Grundwasserstand sowie die LEICH
T
S XTRA
Teil 4 enthalten. Obwohl in den Bauord- Einstufung des Aushubmaterials nach 4.000 KOK HEIZÖ
LE

nungen der Länder keine Festlegungen Bodenklassen zu erheben. (Ebenso 2.000


zur Wärmedämmung von Stiegenläu- können im Rahmen dieser Voruntersu-
fen, die einen Trennbauteil zwischen chungen eventuelle Kontaminationen 10.000 20.000 30.000 40.000
beheiztem Erdgeschoß und unbeheiz- des Baugrundes frühzeitig erkannt JAHRESENERGIEBEDARF (kWh/a)
tem Keller darstellen, enthalten sind, werden).
Grafik 1-3: Brennstoffjahresbedarf in Abhän-
sollte im Einzelfall – in Abhängigkeit von gigkeit des Jahresenergiebedarfes für häufig
der geplanten Nutzung und Heizung verwendete Energieträger
1.7 Entwurfsrichtlinien
– die Notwendigkeit einer Dämmung
dieser Konstruktionsteile erwogen Die Grundrisseinteilung eines Keller-
werden. Neben der Kellerstiege sollte geschosses hängt einerseits von der nahme der Lagerung von Brennholz)
– sofern es die räumlichen Gegebenhei- Raumaufteilung der Wohngeschosse eher an Bedeutung verloren haben,
ten zulassen – ein außen liegender, so und der daraus resultierenden Lage sollen einige wesentliche Rauman-
genannter „Schmutzeingang“ vorgese- der tragenden Wände und der Keller- forderungen erwähnt werden: Die
hen werden, um das Erdgeschoß nicht stiege, andererseits von den aus der Umfassungswände sind in jedem
durch den Transport von Brennmaterial, geplanten Raumnutzung im Keller re- Fall aus brandbeständigen Bauteilen
Gartengeräten etc. zu verunreinigen. sultierenden Anforderungen ab. Dabei herzustellen; die Raumgrößen ergeben
sind folgende Faktoren zu beachten:
5
sich aus dem Jahresenergiebedarf der
❍ kurze Transportwege für Vorrats- zu versorgenden Wohneinheit. Über-
1.6 Kosten güter zum Stiegenhaus und feste schlägige Anhaltswerte dazu sind in
Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit Brennmaterialien zum Heizraum Grafik 1-3 zusammengestellt, wobei
eines Kellers kann keine allgemein ❍ Trennung der Raumgruppen nach zumindest bei Neubauten das Einla-
gültige Aussage getroffen werden, da „Temperaturzonen“, wobei die gerungsvolumen dem Verbrauch einer
zu viele Faktoren zu berücksichtigen höher temperierten Räume um den Heizperiode entsprechen sollte. Um
sind. Selbst wenn die für ein spezielles Heizraum und gegebenenfalls um die Einbringung fester Brennstoffe zu
Gebäude unter Berücksichtigung der das beheizte Stiegenhaus zu grup- erleichtern, sollte das Brennstofflager
Bodenkennwerte und des notwendigen pieren sind möglichst nahe am Schmutzeingang
angeordnet oder mit einem eigenen
Feuchtigkeitsschutzes resultierenden ❍ Anordnung der zu belüftenden und
Kosten für das Kellergeschoß einiger- Einwurfschacht ausgestattet werden.
gegebenenfalls natürlich zu belich-
maßen genau fixiert werden können, Bei Lagerung flüssiger Brennstoffe
tenden Räume an der Außenfassa-
muss immer noch der subjektive Wert, sind die Bestimmungen der Landes-
de, bei Gebäuden in Hanglage an
den der Bauherr den im Kellergeschoß gesetze (Regelungen meist in den
der weiter aus dem Boden ragen-
unterzubringenden „Zubehörräumen“ Bauordnungen) anzuwenden.
den Gebäudefront
beimisst, Berücksichtigung finden. Ein ❍ Beachtung der Sicherheitskriterien 1.7.2 Heizräume
die Kosten relativierender Aspekt ist im Zusammenhang mit der Lage-
unter anderem die mögliche Nutzung rung flüssiger Brennstoffe Heizräume sollten leicht erreichbar und
des Keller als Wärmespeicher. Mit zugänglich in der Nähe der Kellerstie-
einer entsprechenden architektoni- Im Folgenden sollen einige wichtige ge angeordnet werden. Der Kamin darf
schen Gestaltung mit Wintergärten nutzungsabhängige Bedingungen nicht in eine Außenmauer integriert
und gezielter Luftzirkulation kann eine angeführt werden. werden. Um Lärmbelästigungen zu
Heizkostenreduktion erzielt werden. vermeiden, sollte der Heizraum nicht
1.7.1 Brennstofflager
Wesentlich für die Abschätzung der unmittelbar unter Schlaf- oder Auf-
Kosten für ein Kellergeschoß ist die in Obwohl Lagerräume für feste Brenn- enthaltsräumen des Erdgeschosses
der Vorplanungsphase durchzufüh- stoffe in den letzten Jahren (mit Aus- liegen. Die Umfassungsbauteile sind
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Tabelle 1-2: Empfohlene Heizraumgröße in Abhängigkeit von der Heizleistung

Heizleistung in kW ≤ 20 ≤ 50 ≤ 100 ≤ 500 ≤ 1000 DAUERELASTISCHE


Grundfläche in m² ≥ 10 ≥ 15 ≥ 25 ≥ 45 ≥ 70 VERSIEGELUNG

Lichte Höhe in m ≥ 2,25 ≥ 2,25 ≥ 2,50 ≥ 3,0 ≥ 3,0

Tabelle 1-3: Mindestquerschnitte für Zu- und Abluftöffnungen

Brennstoff Mindestquerschnitt in cm² Querschnitte für Zu- und Abluft


Feste Brenn- 625 15/25 cm
FT-
stoffe und Zuluft: mind. 50 % des Kaminquerschnittes STIEGENLAUF ELASTISCHE
Heizöl Abluft: mind. 25 % des Kaminquerschnittes ZWISCHENLAGE fo≤80Hz
Gas 350 ≤ 93 kW Heizleistung: 350 cm² > 93 kW
Heizleistung: +5 cm² je weitere 1,16 kW
Grafik 1-4: Elastische Auflagerung eines Stie-
genlaufes zur Vermeidung von Trittschallüber-
tragung (nach ÖNORM B 8115/T 4)
brandbeständig auszuführen, der Regel nutzbare Laufbreiten von mind.
Fußbodenbelag ist aus nicht brennba- 90 cm, Stufenbreiten von mind. 25
rem Material herzustellen. Tabelle 1-2 cm und Stufenhöhen von max. 20 cm
beinhaltet Näherungswerte für Heiz- vorgeschrieben. Da die Trittstufen von
raumgrößen in Abhängigkeit von der Kellerstiegen meist keine besondere
Heizleistung. Verkleidung erhalten, eine zweischali-
ge Ausführung des Kellermauerwerkes
1.7.3 Schutzräume aus wirtschaftlichen Überlegungen und
6 Die baulichen Vorkehrungen für den Platzgründen nicht in Frage kommt,
Einbau oder die nachträgliche Ein- muss die Trittschalldämmung durch
richtung von Schutzräumen im Kel- elastische Auflagerung der Laufplatten
lergeschoß werden im Abschnitt 7 erfolgen. Eine schematische Darstel-
„Schutzräume“ behandelt. Dabei ist auf lung der Auflagerdetails (in Überein-
die besondere Problematik der bun- stimmung mit den Anforderungen laut
desländerspezifischen Gesetzgebung ÖNORM B 8115, Teil 4) ist in Grafik 1-4 Grafik 1-5: Heizraum bei Gasfeuerung
sowohl im Zusammenhang mit den dargestellt.
technischen als auch mit den Förde-
rungsbestimmungen zu verweisen. 1.7.5 Grundrisslösungen
Grundrisslösungen für Kellerge-
1.7.4 Kellerstiegen
schosse sollten mit der Aufteilung
Die Abmessungen von Kellerstiegen der tragenden Wände in den darüber
werden in den Landesbauordnungen liegenden Wohngeschossen korres-
und in der entsprechenden ÖNORM pondieren. In den Grafiken 1-5 und
B 5371 (Stiegen-Abmessungen), an der 1-6 sind daher nur Teilgrundrisse im
sich die meisten Landesbauvorschriften Zusammenhang mit speziellen Raum-
orientieren, geregelt. Bei Verwendung nutzungen dargestellt.
von Kellerräumen im Zusammenhang
Mindestquerschnitte für Zu- und
mit Betriebsstätten sind weitere Be-
Abluftöffnungen sind in Tabelle 1-3
stimmungen, vor allem des Arbeitneh-
angeführt.
merschutzes, zu beachten. In Ein- und Grafik 1-6: Heiz- und Öltankraum für ein Einfa-
Zweifamilienhäusern werden in der- milienhaus mittlerer Größe
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2 Konstruktion – Baustoffe BODEN- Bezeichnung, Beschreibung Lösegerät


KLASSE
2.1 Fundamente
1 Mutterboden: Oberste Schicht des belebten Bodens. Stichschaufel,
Die Gründung eines Bauwerkes hängt Spaten
im Wesentlichen von folgenden Ein- 1 Zwischenboden: Intensiv gefärbter Boden zwischen Mutter- Stichschaufel,
flussfaktoren ab: boden und Mineralboden. Spaten
2 Wasserhaltender Boden (Schöpfboden): Boden mit hohem Schlamm-
❍ zulässige Bodenpressungen und Wassergehalt, breiige bis fließende Beschaffenheit. schaufel,
abzutragende Lasten Das Wasser wird schwer abgegeben (z.B. Schlamm). Schöpfgefäß
❍ Frosttiefe 3 Leichter Boden (loser Boden): Besteht aus nichtbindigen Wurfschaufel
Sanden und Kiesen bis zu 70 mm Korngröße, bei denen
❍ Grundwasserverhältnisse keine oder nur eine schwache Bindung infolge eines nur
Aus wirtschaftlichen Überlegungen geringen Tonanteiles besteht.
sind zusätzlich die Bodenklasse, die 4 Mittelschwerer Boden (Stichboden): Besteht aus mittelbin- Stichschaufel,
digen Böden, die zufolge mäßigen Tonanteiles, mittlerer Spaten
die Bearbeitbarkeit des Baugrundes
Lagerungsdichte und mittleren natürlichen Wassergehaltes
beschreibt, sowie eventuelle Verun- einen erheblichen Zusammenhalt aufweisen.
reinigungen des Aushubmaterials zu 5 Schwerer Boden (Hackboden): Besteht aus Bodenarten mit Krampen,
beachten. festem Zusammenhalt und zäher Beschaffenheit, größerer Spitz- und
Lagerungsdichte und höherem natürlichen Wassergehalt. Breithacke
2.1.1 Baugrund
Das rasche Anwachsen der bebauten 6 Leichter Fels (Reißfels) und Schrämboden: Besteht aus Meißel und
locker gelagertem Gestein, das stark klüftig, bröckelig, Schlegel,
Flächen und die Ausbreitung des Ver-
brüchig, schiefrig oder verwittert ist, aus Sand oder Kiesel- Brechstange
kehrs zwingen dazu, auch geologisch schichten, die durch chemische Vorgänge verfestigt sind,
weniger geeignete Böden als Bauland oder aus Mergelschichten, die mit Steinen über
zu widmen. Nur eine vor Planungsbe- 200 mm Durchmesser stark durchsetzt sind, sowie aus 7
ginn durchgeführte Feststellung der Blockwerk, Moränen oder Schlackenhalden.
Beschaffenheit des Baugrundes kann 7 Schwerer Fels: Besteht aus festgelagertem Gestein der Lösbar durch
Bodenklasse 6, das händisch nicht mehr lösbar ist; hierzu Sprengen
daher sichere Grundlagen für die Kon- zählen auch Findlinge und Gesteinstrümmer über 0,1 m³
zeption einer optimalen Fundierung Rauminhalt.
bringen. Durch rechtzeitige Bodener- 7 Klebrige Böden: Böden von stark klebriger Beschaffenheit ----
kundung können Umplanungen sowie der Bodenklasse 3-5 mit einem höheren Wassergehalt.
Bauverzögerungen verhindert werden. Stark klebrige Beschaffenheit ist dann gegeben, wenn sich
der auf der Wurfschaufel befindliche Boden vom Gerät nur
So bleibt es dem Bauherrn erspart, das mit Hilfe eines weiteren Gerätes (Spachtel) ablösen läßt.
Risiko zusätzlicher Kosten auf sich zu Die stark klebrige Beschaffenheit solcher Böden wird als
nehmen. Wichtig und bei zahlreichen Erschwernis bei der Förderung dieser jeweiligen Bodenart
kleineren Bauvorhaben ausreichend ist berücksichtigt
dabei die Verwertung von Erfahrungen, Tabelle 2-1: Bodenklassen
die bereits bei benachbarten Bauwer-
ken gemacht wurden sowie – falls mög- der zu erwartenden Bodenklasse(n) aus dem Erddruck auf die Kelleraußen-
lich – die Einsichtnahme in Aufzeich- anzustreben. Nach ÖNORM B 2205 wände ergebenden horizontalen Kräfte
nungen über die Baugrundverhältnisse (Erdarbeiten Werkvertragsnorm) wer- werden im Zusammenhang mit den
(Baugrundkataster). In der Tabelle 2-1 den Böden nach der Bearbeitbarkeit Kellerwänden behandelt.
sind einzelne Bodenklassen angeführt. in mehrere Bodenklassen unterteilt. 2.1.3 Zulässige Bodenpressungen
Bei kleineren Bauvorhaben erscheint Die angeführten kennzeichnenden
Zulässige Belastungen von Flächen-
es in den meisten Fällen nicht sinnvoll, Lösegeräte bei händischer Arbeit sind
gründungen werden in ÖNORM
engmaschige Baugrunduntersuchun- dabei nur als Klassifizierungsmerkmale
B 4430, Teil 1 angegeben (Auszüge
gen durchzuführen. Es genügen oft einzustufen.
in den folgenden Tabellen), wobei
Erkundungsgräben, um entsprechen-
2.1.2 Einwirkungen folgende Voraussetzungen zu beach-
den Aufschluss zu erhalten.
Mittlere Bauwerklasten in Abhängig- ten sind:
Für die Ausschreibung der Erdarbeiten keit von der Konstruktionsart sind in ❍ gleichmäßige Baugrundverhältnisse
ist eine möglichst genaue Eingrenzung Tabelle 2-2 zusammengestellt. Die sich bis zu einer Tiefe t unter Funda-
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mentsohle (t = 2 x Fundamentbreite BAUWERKSTYP- Sohlnormalspannung Sohlnormalspannung


b bzw. t ≥ 0,5 m) KONSTRUKTIONSART zufolge Eigengewicht zufolge Gesamtlast
bezogen auf die verbaute bezogen auf die verbaute
❍ überwiegend statische Beanspru-
Grundfläche σ0 Grundfläche σ0
chung (Tabelle 2-2) [MN/m² = N/mm²] [MN/m² = N/mm²]
❍ Grundwasserspiegel mindestens Je Geschoß 0,015 - 0,020 ---
um b (Fundamentbreite) unter Fun- (Keller + Dach = ein Geschoß)
damentsohle Zweistöckiges Wohnhaus 0,025 - 0,035 0,03 - 0,04
(Siedlungshaus)
❍ Einschränkung auf Bauwerke
Vierstöckiges Wohn- oder Büro- 0,07 - 0,09 0,09 - 0,12
mittlerer Setzungsempfindlichkeit. haus (massiv)
Überschlägig können nach Ta-
Tabelle 2-2: Vorbemessungswerte für die Sohlnormalspannung (bezogen auf die verbaute Grund-
belle 2-3 bis 2-5 Ansätze für zuläs- fläche)
sige Bodenpressungen getroffen
werden (Voraussetzung: frostfreie EINBINDETIEFE t in m Zul. mittlere Bodenpressung in MN/m² (= N/mm²)
Gründungssohle, Gründung ober- bei Streifenfundamenten mit Breiten von:
halb des Grundwasserspiegels, 0,5 m 1,0 m 1,5 m 2,0 m 2,5 m 3,0 m
Mindestabmessungen lt. Norm) 0,5 0,20 0,27 0,31 0,33 0,34 0,35
Siehe weiters Tabelle 2-6: Grenzwerte 1,0 0,27 0,33 0,36 0,38 0,39 0,40
für zulässige Bodenpressung. 1,5 0,34 0,39 0,41 0,43 0,44 0,45
2,0 0,40 0,45 0,47 0,48 0,49 0,50
Besondere Bedeutung kommt bei der
Bodenerkundung der Auffindung von Tabelle 2-3: Zulässige mittlere Bodenpressung für nichtbindigen Baugrund

setzungsempfindlichen Schichten zu,


BODENART Zul. mittlere Bodenpressung in MN/m² (= N/mm²)
um spätere Risse am Gebäude zu
8 vermeiden. Reicht die Tragfähigkeit
bei Streifenfundamenten mit Breiten von 0,5 bis 2,0 m
für Einbindetiefen von:
des anstehenden Bodens nicht aus, Konsistenz 0,5 m 1,0 m 1,5 m 2,0 m
um die Bauwerklasten aufnehmen zu Schluff und steif 0,12 0,15 0,18 0,20
können, ist anstelle der Ausführung toniger Schluff halbfest 0,16 0,20 0,23 0,25
von Tiefgründungen unter Umständen Gemischtkörniger steif 0,15 0,18 0,21 0,23
eine Bodenverbesserung wirtschaft- Boden halbfest 0,22 0,26 0,31 0,35
lich günstiger. Folgende Alternativen
Tabelle 2-4: Zulässige mittlere Bodenpressung bei bindigen Böden
stehen zur Auswahl:
❍ Bodenaustausch: ungeeignete Bö- LAGERUNGS- Zulässige Pressungen in MN/m² (= N/mm²) bei Gründungen
den, wie weicher Schluff, Anschüt- ZUSTAND auf Fels, in Abhängigkeit vom Zustand des Gesteins:
tungsmaterial oder organischer nicht brüchig, nicht oder nur brüchig, oder mit deutlichen
Boden werden durch nichtbindiges wenig angewittert Verwitterungsspuren
Material ersetzt. Das Austauschma- Fels in gleichmäßig 4,0 1,5
festem Verband
terial ist in Lagen von 30 bis 40 cm
Fels in wechselnder 2,0 1,0
einzubringen und zu verdichten.
Schichtung oder klüftig
❍ Verdichtung: Durch Verdichtung
Tabelle 2-5: Zulässige Pressungen bei felsigem Untergrund
kann eine unzureichende Lage-
rungsdichte erhöht werden. Bei
Zementsuspensionen oder gelieren- BODENART Zulässige Pressung
nichtbindigen Böden werden Ober-
in kN/m²
flächen-, oder Tiefenrüttler einge- den Lösungen erhöht werden. (Grenzwerte)
setzt; bindige Böden können durch ❍ Hochdruckbodenvermörtelung: Die- Bindige Böden 120 - 350
Stopfverdichtung unter Beigabe ses Verfahren wird vor allem bei der
von Kies bzw. Schotter verbessert Nichtbindige 200 - 500
Unterfangung von Bestandsobjekten
Böden
werden. eingesetzt. Der anstehende nichtbin-
Fels 1000 - 4000
❍ Injektionen: Die Tragfähigkeit von dige Boden wird dabei mit Hoch-
nichtbindigen Böden oder von klüfti- druckwasserspülung gelöst und mit Tabelle 2-6: Grenzwerte für zulässige Boden-
gem Fels kann durch Injektion von Zementsuspension gebunden. pressungen
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zu großem Böschungswinkel beim auszuschließen. Dieses kann beispiels-


Auftauen abrutschen. Reicht die Bau- weise dann auftreten, wenn nach dem
grube bis an die Kellermauern oder an Einbau der Kellerdecke, jedoch vor der
die Fundamente eines benachbarten Herstellung einer den Fuß der Wand
Gebäudes, muss bei tiefen Tempe- aussteifenden Unterbetonschicht, die
raturen durch Abdeckung verhindert Außenwand hinterfüllt wird (Grafik 2-3).
werden, dass der Frost bis unter die Bei Fundamentplatten werden derar-
Fundamente des Nachbarhauses tige Schäden vermieden. Dass diese
dringt. Bei Bauten in frostgefährdeten Fundierungsart in letzter Zeit immer
Böden ist die Gründungssohle nicht häufiger ausgeführt wird, liegt in wei-
nur bis zum Erhärten der Fundamen- teren Vorteilen gegenüber Einzel- und
te, sondern während der gesamten Streifenfundamenten begründet:
Bauarbeiten frostfrei zu halten. Ebenso ❍ sobald die Fundamentplatte beto-
muss ein Eindringen des Frostes von niert ist, kann von einer sauberen
außen unter die Kelleraußenwände und ebenen Fläche aus weitergear-
verhindert werden. Diese sind daher beitet werden
Bild 3: Zulässige Bodenpressungen, Grund- möglichst rasch mit frostsicherem ❍ die für die Herstellung der Keller-
wasserverhältnisse und Frosttiefe sind die decke gegebenenfalls notwendi-
Material zu hinterfüllen, was jedoch erst
wesentlichen Faktoren für die Gründung von
Bauwerken (Foto: Firma Oberndorfer/Werbea- nach dem Betonieren der Kellerdecke gen Unterstellungen können ohne
gentur Herzog, Linz) und nach Fertigstellung der aussteifen- Einschränkungen ausgeteilt sowie
den Innenwände geschehen sollte, da problemlos und setzungsfrei fun-
die Kelleraußenwand andernfalls noch diert werden
2.1.4 Frosttiefe
nicht ausreichend abgestützt ist. ❍ die Bodenpressungen unter einer 9
In Österreich liegt die Frosttiefe im Fundamentplatte sind im Gegensatz
Durchschnitt bei etwa 0,80 bis 1,00 m, 2.1.5 Konstruktionshinweise
zu Streifen- oder Einzelfundamenten
wobei regional höhere Werte zu beach- Im Zusammenwirken von Gesamtge- geringer und ausgeglichen (Gra-
ten sind. Bei frostsicherem Boden sollte bäude und Baugrund können – unter fik 2-4)
die Gründungstiefe mindestens 50 cm Voraussetzung einer näherungsweise ❍ die Ausnutzung von Fundament-
unter Niveau betragen, bei frostge- starren Konstruktion – die in Grafik 2-1 platten als Wärmespeicher bei
fährdeten Böden ist die Fundament- zusammengestellten Schäden oder Nutzung von Solarenergie gewinnt
sohle unbedingt unter der Frosttiefe Mängel auftreten. Ungleichmäßige zunehmend an Bedeutung. Zur
anzuordnen. Als frostsicher sind dabei Setzungen eines Bauwerkes können Aufnahme der Biegemomente sind
lehmfreier Kies und Sand einzustufen, zu Rissschäden am Gebäude oder Fundamentplatten zu bewehren.
frostgefährdet hingegen sind alle Bö- an benachbarten Konstruktionen Im Einfamilienhausbau wird in
den mit Anteilen von Lehm, Ton, Schluff führen. Mögliche Ursachen für derar- der Regel mit Plattenstärken von
und Löss. Die frostgefährdeten Böden tige Rissschäden sind unter anderem 20 bis 30 cm das Auslangen zu
bilden beim Gefrieren getrennte Lagen (Grafik 2-2): finden sein, bei Platten mit großen
von Erdstoff und Eiskristallen. Aus dem a) zu große Gebäudelängen Spannweiten zwischen den lastab-
Grundwasser durch Kapillarströmun- b) unterschiedliche Bodenverhältnis- tragenden Bauteilen kann gegebe-
gen zur Frostgrenze aufsteigendes se, jeweils im Zusammenwirken mit nenfalls eine Aufvoutung unter den
Wasser lässt diese „Eislinsen“ anwach- unzureichender Gebäudesteifigkeit Wänden und Stützen vorgesehen
sen. Durch die Volumsvergrößerung werden. Die Bemessung erfolgt
c) Drucküberlagerung durch Nachbar-
des Wassers beim Gefrieren wird der nach dem Bettungsmodul- oder
bauwerke
Boden angehoben und/oder seitlich Steifezifferverfahren, bei kleineren
verschoben. Besonders während der d) ungleiche Gründungstiefen benach-
Gebäuden nach vereinfachen-
Bauarbeiten sind die Gefahren, die barter Gebäude
den Verfahren. Fundamente, die
beim Gefrieren frostgefährdeter Böden e) ungleiche Mächtigkeit setzungs- betonangreifenden Wässern und
entstehen können, zu beachten; durch- empfindlicher Böden. Böden ausgesetzt sind, müssen aus
gefrorene Baugrubenböschungen aus Bei kleineren Objekten ist auch ein beständigem Beton gemäß ÖNORM
frostgefährdetem Material können bei Gleiten von Streifenfundamenten nicht B 4710-1 (ÖNORM B 4200-10) („Be-
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ton mit hohem Widerstand gegen


NORMALFALL GLEITEN
chemischen Angriff“) ausgeführt
werden. Eine zweckmäßige Form,
G ein Gebäude zu erden, bieten so
genannte Fundamenterder gemäß
ÖNORM B 2790, deren Verlegung
EP von konzessionierten Elektroins-
PH
(zb EQ) tallationsfirmen zu erfolgen hat.
Hinsichtlich der dafür notwendigen
KIPPEN (IDEALISIERT) GRUNDBRUCH AUFTRIEB baulichen Vorkehrungen sind die
Bestimmungen der ÖNORM B 2237
(„E-Installationen – bauliche Vor-
H
G G kehrungen“) und ÖNORM B 5432
(E-Installationen, Fundamenterder)
eg eh zu beachten.
G
ee
PE
2.2 Kelleraußenwände
GLEITFLÄCHE
2.2.1 Belastungen

Grafik 2-1: Versagensmöglichkeiten


Neben den lotrechten Lasten aus dem
Eigengewicht der Bauteile (Wände,
Decken, Dachkonstruktion) und den
Grafik 2-2: Rissschäden als Folge von Setzun-
10 gen des Baugrundes Nutzlasten wirken auf die Kellerwände
horizontale Kräfte aus dem Erd- und
gegebenenfalls aus dem (Grund-)
a b Wasserdruck. Die Größe der horizonta-
len Beanspruchung aus dem Erddruck

Grafik 2-3: Versagen


SCHNITT (SCHEMATISCH) STATISCHES
durch Gleiten eines
DURCH DIE KELLERWAND ERSATZSYSTEM
b c Streifenfundamentes
IN DER SCHNITTEBENE

1
Ea = 2 . λa . γ . h2

0,25 ≤ λa ≤ 0,55
Ea
δ 15° ≤ ϕ ≤ 33°
d e 1 2
Ea:cosδ
2ϕ≤δ≤ 3ϕ

Grafik 2-4 (unten): Bodenpressung unter einer Fundamentplatte Ea..... RESULTIERENDE DES AKTIVEN ERDDRUCKS
δ ...... WANDREIBUNGSWINKEL
ϕ ......REIBUNGSWINKEL

VERSAGEN DER
KONSTRUKTION
DURCH GLEITEN DES FUNDA-
MITTLERE MENTES
MAXIMALE Ea
BODENPRESSUNG GEWACHSENER BODEN
VERLAUF DER BODENPRESSUNG
(= SPANNUNGSVERLAUF IN DER SOHLFUGE) Ea..... RESULTIERENDE DES AKTIVEN ERDDRUCKS
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Wandbaustoff/Bauweise Tragfähigkeit Plattentragwirkung (Übertragung BEZEICH- Länge Dicke Höhe


(vertikale Kräfte) horizontaler Kräfte) NUNG [cm] [cm] [cm]
SS 15 50 25 15
Ortbeton leicht zu erfüllen möglich SS 20 50 25 20
(abhängig von Beton- (durch Bewehrung sicherzustellen)
SS 25 50 25 25
festigkeitsklasse)
SS 30 50 25 30
Großformatige Fertigteile leicht zu erfüllen möglich
(abhängig von Beton- (Plattengröße muss Geschoßhöhe/ S 20 60 23 20
festigkeitsklasse und Querscheibenabstand entsprechen) S 25 60 23 25
Bewehrung) S 30 60 23 30
Schalungssteine leicht zu erfüllen möglich S 35 50 23 35
(abhängig von Beton- (durch Bewehrung sicherzustellen) Tabelle 2-8: Typische Schalsteinformate
festigkeitsklasse)
Mauersteine zu erfüllen eventuell möglich
(Hohlblocksteine, (abhängig von Mauer- (Überdrückung der Biegespannun-
Leichtbeton-Vollsteine) werksart und Mauer- gen durch Normalkräfte) Tabelle 2-7: Konstruktive Bewertung der Keller-
stärke) Wandbauweisen

hängt von den Bodenkennwerten der ❍ Mauerwerk aus Hohlblocksteinen werden mit eingebauten Zargen an Ort
Arbeitsgrabenhinterfüllung und von der ❍ Mauerwerk aus Leichtbeton- Voll- und Stelle versetzt und mit den auf-
Einbindetiefe des Kellers ins Erdreich steinen gesetzten Deckenelementen in einem
ab. Liegt der höchste Grundwasser- Zug vergossen. Dadurch kann die
spiegel über der Fundamentsohle, so 2.2.2.1 Kelleraußenwände aus Ortbeton Arbeitszeit auf der Baustelle bedeu-
werden zusätzliche Einwirkungen aus Vor allem im mehrgeschossigen tend verkürzt werden. Am Fußpunkt
dem Wasserdruck wirksam. (In Gra- Wohnhausbau werden Keller häufig der Wandelemente erfolgt die Kraftein- 11
fik 2-3 wird vereinfacht die Wirkung des in Ortbetonbauweise errichtet, wobei leitung in die Fundamente durch eine
aktiven Erddrucks bei Gründung über bei größeren bebauten Grundflächen formschlüssige Verbindung (Grafik 2-5)
dem höchsten Grundwasserspiegel der Schalungsaufwand weniger ins bzw. durch einen bewehrungsmäßigen
verdeutlicht). Die horizontalen Kräfte Gewicht fällt. Die Biegebeanspruchung Anschluss, der Verbund mit den De-
können nur durch Plattenwirkung der infolge Erddruckes kann durch Beweh- ckenelementen und den aussteifenden
Wandelemente oder durch „Überdrü- rung der Außenmauern trotz geringer Querwänden über nachträglich vergos-
ckung“ durch entsprechend hohe Auf- Wanddicken (ab 20 cm) aufgenommen sene, bewehrte Roste und Stoßfugen
lasten in Fundamentkonstruktion und werden. Im Einfamilienhausbau werden (Grafik 2-6). Im Einfamilienhausbau
Kellerdecke sowie in die aussteifenden Ortbeton-Kellerwände im Allgemeinen werden Fertigkeller vor allem in Ver-
Querwände übertragen werden. aus unbewehrtem Beton (Festigkeits- bindung mit Fertighäusern zunehmend
Eine qualitative Bewertung der infrage klasse C 8/10 bis C 12/15) hergestellt. eingesetzt.
kommenden Wandbaustoffe bzw. Bau- Dabei ist zu beachten, dass Beton
weisen ist in Tabelle 2-7 skizziert. 2.2.2.3 Doppelwände
dieser Festigkeitsklassen nicht was-
serundurchlässig ist und daher in Immer häufiger werden auch Dop-
2.2.2 Baustoffe pelwände verwendet, da die Scha-
jedem Fall durch eine Feuchtigkeits-
Bei Verwendung zementgebundener abdichtung geschützt werden muss. lungsarbeit entfällt, die Verbindungen
Baustoffe kann (siehe Tabelle 2-8) eine Durch Verwendung geeigneter Scha- der Elemente untereinander bzw. der
der folgenden Bauweisen zur Herstel- lungssysteme kann der bei Ortbeton- Elemente mit Boden- und Deckenplatte
lung der Kelleraußenwände herange- bauweise oft maßgebende Schalungs- aber einfacher herzustellen sind als bei
zogen werden: aufwand erheblich gesenkt werden. Fertigteilwänden. Die Wandelemente
bestehen aus zwei werkseits durch
❍ Ortbeton (bewehrt oder unbewehrt) 2.2.2.2 Fertigteilwände so genannte Gitterträger verbunde-
❍ Wände aus großformatigen Fertig-
Als Alternative zu den herkömmlichen ne Wandschalen, die aus Stahlbeton
teilen („Fertigkellersystem“)
Methoden des Wandbaues im Keller hergestellt werden. Der Zwischenraum
❍ Doppelwände bzw. Hohlwandele- erlangten raumhohe Fertigteile in den wird mit Ortbeton verfüllt, die Konstruk-
mente letzten Jahren einen erheblichen Markt- tion entspricht dann einer massiven
❍ Schalsteinmauerwerk anteil. Die vorgefertigten Wandplatten Wandkonstruktion. Die Schalen können
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auch aus Leichtbeton oder Faserbeton


hergestellt werden. Einige Hersteller
GESCHOSSHOHE
bieten die Wandelemente mit einer
FERTIGTEILWANDPLATTE
integrierten Wärmedämmung an.
Mit Doppelwänden können auch so AUSSENDÄMMUNG
genannte „Weiße Wannen“ (s. Kapitel UND ABDICHTUNG
NICHT DARGESTELLT VERGUSSBETON
6.9.2) hergestellt werden.
FUSSBODENAUFBAU
2.2.2.4 Wände aus mit Beton verfüllten NICHT DARGESTELLT
Schalungssteinen
Bei Kleinwohnhäusern wird wegen
FUNDAMENT-
des hohen Schalungsaufwandes bei PLATTE
herkömmlicher Bauweise oft einem
Schalsteinmauerwerk der Vorzug
gegeben. Die kraftschlüssige Verbin-
dung mit dem Fundament wird dabei Grafik 2-5: Fertigteilkeller: Anschluss der geschoßhohen vollen Außenwandelemente an die Fun-
damentplatte (Hohlwände oder Doppelwände erhalten üblicherweise einen bewehrungsmäßigen
meist durch Einbau von Steckeisen Anschluss)
hergestellt. Einige der derzeit angebo-
tenen Steingrößen sind in Tabelle 2-8 AUFGEHENDES MAUERWERK UND ROSTBEW.
zusammengestellt. Die Füllbetonmenge FUSSBODENAUFBAU NICHT DARGE- AUFLAGER
beträgt bei 15 cm Steindicke etwa 75 STELLT
l/m², bei 40 cm Steindicke etwa 300 l/
m². Der statisch wirksame Kern besteht
12
aus Normalbeton. Mantelsteine werden
auch aus Leichtbeton gefertigt; einige ROSTBEWEHRUNG
(LT. STAT. ERFORDERNIS)
Hersteller bieten auch Mantelsteine mit
integrierter Wärmedämmung an.
2.2.2.5 Wände aus Hohlblocksteinen
Hinsichtlich der Verarbeitung und der HOHLDIELE
konstruktiven Vorkehrungen ist - eben-
so wie bei den anderen kleinformatigen
AUSSENDÄMMUNG
Wandbausteinen – ÖNORM B 3350 UND ABDICHTUNG
zu beachten. Hohlblocksteine werden NICHT DARGESTELLT
nach ihren Zuschlägen bezeichnet,
wobei in Österreich vor allem folgen-
de Leichtbeton-Zuschläge verwendet GESCHOSSHOHE
werden: FERTIGTEILWANDPLATTE

❍ Blähton Grafik 2-6: Fertigteilkeller: Anschluss der geschoßhohen Außenwandelemente an die (aussteifen-
❍ Hüttenbims de) Massivdecke (System MABA)

❍ Ziegelsplitt
Der wesentliche Vorteil gegenüber variieren je nach Hersteller, wobei Holzspanbeton angeboten. Da die
Wänden aus Mantelsteinen besteht in die Maximalabmessungen durch das Verwendung von Vollsteinen trotz des
der kürzeren Arbeitszeit bei der Errich- Steingewicht limitiert werden. größeren Steingewichtes gegenüber
tung der Kellerwand. Diesem Vorteil Hohlblocksteinen kaum Vorteile in
stehen jedoch die geringere Tragfähig- 2.2.2.6 Wände aus Leichtbeton- Voll-
statischer Hinsicht bringt, werden sie
keit bei gleicher Wanddicke und der steinen
im Bereich der Kelleraußenwände eher
meist höhere Materialpreis gegenüber. Vollsteine werden in größerem Format selten eingesetzt.
Abmessungen und Steingeometrie aus Blähtonbeton, Bimsbeton und
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2.3 Kellerinnenwände 2.4 Kellerdecken


Bei Kellerinnenwänden ist zwischen Die Kellerdecke dient im Gegensatz zu
tragenden (lastabtragenden und aus- anderen Geschoßdecken nicht nur der
steifenden) sowie nichttragenden Bau- Ableitung von Gebäudelasten, sondern
teilen zu unterscheiden. Hinsichtlich auch der Abstützung von Kellerwän-
der Baustoffwahl sind im Gegensatz zu den auf Erddruck. Folgende Systeme
den Kelleraußenwänden keine Ein- kommen daher infrage:
schränkungen zu beachten. Allerdings ❍ großformatige Fertigteile mit Schei-
ist bei tragenden Kellerinnenwänden benwirkung
zu berücksichtigen, dass diese gleich-
zeitig mit den Kelleraußenwänden ❍ Fertigteildecken mit Aufbeton
hochgezogen werden und es im Bau- ❍ Ortbetondecken
ablauf daher sinnvoll erscheint, dafür
Ein Beispiel für die Ausführung einer
gleiche Baumaterialien zu verwenden.
Fertigteil-Kellerkonstruktion mit einer
Bei queraussteifenden Wänden ist
Decke aus Hohldielen ist Grafik 2-6 zu
zudem eine konstruktionsbedingte
entnehmen. Die Stärke der Rohdecke
Materialabstimmung zu wählen. Bei
kann für die im Wohnhausbau üblichen
Fertigteilkellern werden Innenwände
Trakttiefen im Mittel mit 1/25 der Spann-
aus dem gleichen System angeboten.
weite angesetzt werden.
Nichttragende (und nichtaussteifende
Bild 4: Passgenaues Einrichten der Doppel-
wandelemente ist eine Voraussetzung des Wände) werden meist erst im Zuge des
raschen Baufortschrittes (Foto: Firma Katzen- Innenausbaues hergestellt.
berger)
13
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3 Wärmeschutz RAUMTYP INNENTEMPERATUR RELATIVE


ti [C] LUFTFEUCHTIGKEIT r.L. [%]
Sowohl mehrgeschossige Wohnbauten
Räume mit zeitweise Zeitweise auf Außentem- Nutzungsabhängig, teilweise
als auch Ein- und Zweifamilienhäuser direkter Verbindung zur peratur abgesenkt, sonst schwankend
werden, wie in Abschnitt 1 dargelegt, Außenluft: nutzungsabhängig
heute in der Regel zur Gänze unterkel- Garagen, Müllräume
lert. Dabei sind neben so genannten Unbeheizte Kellerräume: ti ≥ 0° C Keine besonderen Anforderun-
„Zubehörräumen“ auch Räume für den Lagerräume, Abstellräume (in der Regel über 6° C) gen, jedoch ist Vermeidung von
Oberflächenkondensat
ständigen oder zeitweiligen Aufenthalt
anzustreben
von Personen (Aufenthaltsräume, Frei- Zeitweise beheizte Keller- ti 18 bis 20° C während Zeitweise höhere Luftfeuchtig-
zeiträume, Arbeitsräume und Hauswirt- räume: Werkstätten, Hob- der Nutzung, sonst keine keiten, vor allem in Fitnessräu-
schaftsräume u. dgl.) im Keller vorge- byräume, Fitnessräume Vorgaben men (r.L. > 50 %)
sehen. Natürlich nur, soweit dies im Dauernd beheizte Keller- ti 18 bis 20° C Nutzungsabhängig bis 50 %
Rahmen der Bauordnungen sowie der räume: Betriebsräume,
Wohnräume
übrigen anzuwendenden Vorschriften
Räume mit besonderen in- Nutzungsabhängig, Nutzungsabhängig, kurzfristig
(z.B. Arbeitnehmerschutz), meist unter
nenklimatischen Vorgaben: zeitweise bis 30° C über 65 %
Beachtung der natürlichen Belichtungs- Waschküchen, Bäder
und Belüftungsmöglichkeiten, zulässig (siehe auch: Schutzräume)
ist. Dabei sind hinsichtlich der innen- Tabelle 3-1: Innenklimatische Nutzungsanforderungen
klimatischen Vorgaben Raumarten laut
Tabelle 3-1 zu unterscheiden.
mebedarfes des Gesamtgebäudes bezogen auf die Bruttogeschoßfläche,
3.1 Wärmeschutzanforderungen
beruhende Neufassung von ÖNORM ausgedrückt im HWBBGF-Wert.
14 Die gesetzlichen Bestimmungen für B 8110-1 keine höchstzulässigen Wär-
Zur Beschreibung der thermischen
den baulichen Wärmeschutz werden medurchgangskoeffizienten (U-Werte,
Qualität von Gebäuden und Räumen
in Österreich generell in den Landes- früher „k-Werte“ in W/m²K) vorschreibt,
wurde gemäß der Richtlinie 93/76/
bauordnungen bzw. in den Bautech- können die bauteilbezogenen Werte
EWG des Rates vom 13. Septem-
nikverordnungen geregelt, wobei nicht direkt mit den Festlegungen in
ber 1993 zur Begrenzung der CO2-
eine 1980 zwischen dem Bund und der aktuellen Normfassung verglichen
Emissionen durch eine effizientere
den Ländern getroffene Vereinbarung werden. Mit 1. Juni 1998 wurde die
Energienutzung (SAVE) die Festlegung
über die Einsparung von Energie Neufassung von ÖNORM B 8110-1
von Energiekennzahlen als zweck-
(Art. 15a B-VG) Mindestvorgaben (Vornorm) herausgegeben, die sich
mäßig erachtet. Folgende Größen zur
festschreibt; dieser „Staatsvertrag“ von der Vorgängernorm in wesentli-
Beschreibung der thermischen Qualität
entsprach weitgehend den in der chen Punkten unterscheidet. Da diese
sind in der aktuellen Wärmeschutz-
bis Juni 1998 gültigen Fassung der Änderungen auch für die Planung und
norm enthalten:
ÖNORM B 8110-1 festgeschriebenen Ausführung der Umschließungsbautei-
Anforderungen. In den letzten Jahren le von Kellern wesentliche Bedeutung LEK-Wert, LEKeq-Wert
wurden im Zuge von Novellierungen haben, werden die für diese Bauteile Der LEK-Wert kennzeichnet den
der Bauordnungen in einigen Bun- wichtigen Änderungen kurz ange- Wärmeschutz der Gebäudehülle unter
desländern deutlich höhere Anforde- führt. Als thermische Kenngrößen zur Bedachtnahme auf die Geometrie des
rungen an den Wärmeschutz von Au- Beschreibung des Wärmeschutzes Gebäudes (Raumes). Der äquivalente
ßenbauteilen festgelegt. Als Beispiel dienen - im Gegensatz zur bisherigen LEK-Wert kennzeichnet den jährlichen
sind in der folgenden Tabelle 3-2 die Vorgabe von höchstzulässigen Wär- Heizwärmebedarf des Gebäudes in
Anforderungen gemäß Wiener Bau- medurchgangskoeffizienten, wie sie Form des energieäquivalenten Wärme-
ordnung (Techniknovelle 26.4.2001) in den meisten Landesgesetzen noch schutzes der Gebäudehülle, wobei die
den vergleichbaren Vorgaben an- verankert ist – der Transmissions- Leit- Wirkung von Widmungs- und Standort-
derer Richtlinien gegenübergestellt. wert der Gebäudehülle unter Berück- faktoren berücksichtigt wird.
(Dabei wurden nur die für Keller- sichtigung der Gebäudegeometrie,
PT,V-Wert
bauteile in Frage kommenden Werte zusammengefasst zum LEK und
ausgewählt). Da die auf der Begren- PT,V-Wert bzw. wahlweise der jährliche Der PT,V-Wert ist der volumenbezogene
zung des höchstzulässigen Heizwär- Heizwärmebedarf des Gebäudes, Transmissions-Leitwert in W/(m³.K).
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HWBBGF Verbindung stehen. Dazu zählen die beachtenden Bauvorschriften – höhere


Einfahrtsbereiche von Garagen so- Dämmstärken zu fordern. Gleiches gilt
Der Wert HWBBGF ist der auf die Brutto-
wie Müllräume. Für derartige Bauteile für Erdgeschossräume, die mit einer
Geschoßfläche des Gebäudes bezo-
sind – unabhängig von den jeweils zu Fußbodenheizung beheizt werden.
gene rechnerische jährliche Heizwär-
mebedarf in kWh/m². Bei der Ermittlung
dieses Wertes werden auch die aktu-
elle Nutzung des Gebäudes und die
Standortgegebenheiten berücksichtigt.
Die Berechnung der Leitwerte für die
Wärmeverluste über die Decke eines
unbeheizten Kellers bzw. über die Au-
ßenwände und die Bodenplatte eines
beheizten Kellers sind in der angeführ-
ten ÖNORM tabellarisch zusammenge-
fasst. Die wesentlichen Werte können
der Tabelle 3-3 entnommen werden.
Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit
Die Grenzen für Rechenwerte der
Wärmeleitfähigkeit für Baustoffe und Grafik 3-1: Ermittlung des Wärmedurchgangskoeffizienten für Kelleraußenwände
Wärmedämmmaterialien, die im Keller
Tabelle 3-2: Höchstzulässige Wärmedurchgangskoeffizienten im Zusammenhang mit Kellerräumen.
eingesetzt werden, sind in Tabelle
Neben den Höchstwerten für den Wärmedurchgangskoeffizienten einzelner Bauteile schreiben
3-4 zusammengestellt.(Die für einen sowohl die meisten Bauordnungen (z.B. Wiener Bauordnung), als auch die Bedingungen für Wohn- 15
Wärmedämmstoff tatsächlich einzu- bauförderungen der Bundesländer eine volumsabhängige Begrenzung des Heizwärmebedarfs vor.
setzenden Rechenwerte können den Daneben besteht eine Reihe weiterer „Energiekennzahlen“, die zur Beurteilung der thermischen
Qualität eines Gebäudes oder Gebäudeteiles herangezogen werden können.
jeweiligen Zulassungen entnommen
werden). Bei der Ermittlung des BAUTEIL Höchstzulässige Wärmedurchgangskoeffizien-
Wärmedurchgangskoeffizienten von ten in [W/m²K] nach folgenden Richtlinien oder
Vorschriften:
Kellerwänden ist auf die unterschiedli-
Art. 15a B-VG NÖ BO MA 25 MWH Wien BO
chen Wärmeübergangswiderstände für
Außenwände sowie freistehende 0,7 0,4 0,25 0,5
normale Außenwände und erdberührte
Feuermauern.
Außenwände zu achten (Grafik 3-1). Wände gegen Dachräume
Erdberührte Wände 0,8 0,5 0,25 0,5
3.2 Wärmeschutz bei nicht beheiz- Feuermauer an angrenzende Gebäude 0,9 0,5 0,25 0,5
baren Kellerwänden Fenster 2,5 1,8 1,45 1,9
Abhängig von Gebäudegröße und Außentüren 2,5 1,8 1,45 1,9
Bauart entweichen zwischen 6 und Trennwände zu Wohn- oder vergleich- – 0,7 – 0,9
20 % der gesamten Heizenergie über baren Raumverbänden
die Kellerdecke (Grafik 3-2). Aufgrund Trennwände gegen unbeheizte Räume 0,9 0,4 – 0,7
dieser Tatsache werden für Decken Dach bzw. Decke zu Außenluft und – 0,22 0,25 0,25
Dachboden
über unbeheizten Kellerräumen hohe
Geschoßdecken zw. beheizbaren und 0,6 0,4 0,25 0,45
Wärmedämmungen gefordert, um unbeheizbaren Räumen. Decken ge-
einerseits diesen Heizwärmefluss zu gen unbeheizte Räume (Gebäudeteile)
verringern und andererseits die Fußbo- Erdberührte Fußböden in beheizten 0,8 0,5 0,35 0,45
dentemperatur der Aufenthaltsräume Räumen
über dem Keller im Behaglichkeitsbe- Abkürzungen:
reich zu halten. Besondere Bedeutung Art. 15a: Vereinbarung zur Energieeinsparung gem. Art. 15a Bundes Verfassungsgesetz / 1983
gewinnt diese Anforderung für Decken NÖ BO: Niederösterreichische Bauordnung / 2003
über Kellerräumen, die zumindest MA 25 MWH: Erhöhte Wärmeschutzanforderungen für Mehrfamilienhäuser / 2002
zeitweise mit der Außenluft in direkter Wien BO: Bauordnung für Wien / 2003
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Für Kellerdecken mit herkömmlichen Bauteil Transmissionsleitwert


Fußbodenkonstruktionen (schwimmen-
Decke über unbeheiztem Keller Lg,k = A.U
de Estriche oder Holzfußböden) sind
i 1 1 A
zur Einhaltung der höchstzulässigen = +
U Uf Abf . Ubf+H . P . Ubw+h . P . Uw+0,33 . n.V
U-Werte Wärmedämmstoffdicken wie
A Uf
sie in Tabelle 3-5 angeführt sind zu
e
fordern. Zur Vermeidung von Wär- P: Perimeterlänge in m
mebrücken ist auch bei unbeheizten Uw h n: 0,3 .1/h
Kellerräumen die Wärmedämmung der
H
Außenwand über den Sockelbereich zu Ubw Abf Rf
ziehen. Für den Fall, dass das Erdge-
schoß gegenüber dem Kellergeschoß
auskragt, ist im auskragenden Bereich Ubf

eine außen liegende zusätzliche Däm- Beheizter Keller Lgh = Abf . Ubf + H . P . Ubw
mung (ebenfalls mit Überlappungsbe-
e
reichen) vorzusehen. Schemaskizzen
zur Ausführung dieser Bereiche sind
i h
in Grafik 3-3 dargestellt, die Aufbauten
von nicht gedämmten Kelleraußenwän- Ubw
H
den in Grafik 3-4. Abf

3.3 Wärmeschutz bei beheizbaren Ubf


Kellerräumen
16 3.3.1 Allgemeines Ubf für den Kellerfußboden in W/m²K Ubw der bodenberührten
Kellerwand in W/m²K
Werden Kellerräume als Aufenthalts-
P/A [m/m²] Rf = 0,0 Rf =1,0 Rf = 3,0 Rbw 0,20 1,00 3,00
räume oder mit ähnlichen innenklimati-
0,1 0,25 0,20 0,25 Ubw 0,80 0,45 0,20
schen Ansprüchen genutzt, so sind für
0,5 0,60 0,40 0,25
eine ausreichende thermische Behag-
1,0 1,90 0,50 0,30
lichkeit die in Tabelle 3-6 angegebenen
Kriterien anzustreben. Unabhängig von Tabelle 3-3: Transmissionsleitwerte im Keller nach EN ISO 13 370

den angeführten innenklimatischen


Kriterien ist ein der Nutzung entspre-
chender, ausreichender Luftwechsel
zu gewährleisten. Wie bereits im
Kapitel „Baustoffe und Konstruktion“ Tabelle 3-4: Richtwerte für die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen und Wärmedämmstoffen im
dargelegt, wird im Kellerbau bevor- Kellerbereich (Auswahl)
zugt der Baustoff Beton verwendet. BAUSTOFF, WÄRMEDÄMMSTOFF Richtwerte für λ in [W/mK]
Im Zusammenhang mit beheizbaren von bis
Kellerräumen ergibt sich daher die Stahlbeton 2,3
Notwendigkeit, entsprechende Wärme- Normalbeton 2,0 2,3
dämmschichten vorzusehen. Aktuelle Stampfbeton 1,5
Wärmeschutzanforderungen für Kell- Gas- und Schaumbeton 0,18 0,64
erbauteile im Zusammenhang mit den Estrichbeton 1,5
zu beachtenden Wärmeflüssen sind in Ziegelsplittbeton 0,3 1,0
Grafik 3-5 dargestellt. Betonhohlsteinmauerwerk 0,29 0,62
Zu beachten ist neben ausreichenden Schaumkunststoffe 0,029 0,044
Wärmedämmmaßnahmen die Vermei- Mineral. Faserdämmstoffe 0,035 0,04
dung von Oberflächenkondensat sowie Holzwolleleichtbauplatten 0,09 0,15
von Kondensat im Inneren der Um- Schaumglas 0,05 0,07
schließungsbauteile. Berücksichtigung Abdichtungen 0,18 0,70
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AUFTEILUNG WÄRMEVERLUSTE
FREI STEHENDES EINFAMILIENHAUS GRÖSSERES WOHNGEBÄUDE
Dach Dach
22 % 7%
Fenster 13 % Fenster 17 %
(Lüftung) (Lüftung)

Fenster 20 % Fenster 30 % Wand


(Transm.) Wand (Transm.) 40 %
25 %

20 % 6%
Keller Keller

Grafik 3-2: Aufteilung der Wärmeverluste für frei stehende Einfamilienhäuser und größere Wohngebäude

17

Grafik 3-3: Wärmedämmung im Anschlussbereich Kelleraußenwand – Kellerdecke

Tabelle 3-5: Richtwerte für die Gesamtdämmstoffstärke (einschließlich Trittschalldämmung) für Decken über unbeheizten Kellerräumen

ROHDECKENKONSTRUKTION GESAMTDÄMMSTOFFDICKE (λr = 0,04 W/m²K) bei:


U ≤ 0,6 W/m²K U ≤ 0,4 W/m²K U ≤ 0,25 W/m²K
Fertigteilrippendecken, 4 bis 5 cm 8 bis 9 cm 10 bis 16 cm
Hohlkörperdecken
Stahlbetonmassivdecke 5 bis 6 cm 9 bis 10 cm 12 bis 18 cm
(d ≈ 18 cm)
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SKIZZE SCHICHTEN (von außen)

Schutzschicht
Vertikalabdichtung
(Ausgleichsschicht)
Beton, Schalsteinmauerwerk ≥ 30 cm

WU-Stahlbeton ≥ 25 cm

Wandrücklage/Baugrubensicherung
Trennschicht
Schutzschicht
Vertikalabdichtung
Beton, Schalsteinmauerwerk ≥ 30 cm

Wandrücklage/Baugrubensicherung
Trennlage
WU-Stahlbeton ≥ 25 cm Bild 5: Nach dem Einbau des Rostes werden
18 die Hohlwandelemente mit Frischbeton ausge-
gossen (Foto: Firma Oberndorfer/Werbeagen-
Grafik 3-4: Aufbauten ungedämmter Kelleraußenwände tur Herzog, Linz)

Tabelle 3-6: Behaglichkeitsrelevante Raumklimate


finden sollte auch eine Verordnung des
INNENKLIMATISCHES KRITERIUM ANZUSTREBENDER BEREICH
Umweltministeriums. Seit dem 1. Jän-
Raumtemperatur +20 bis +22° C (Aufenthaltsräume) ner 2000 sind Produktion und die Ein-
+18 bis +20° C (Arbeitsräume) fuhr von HFCKW-geschäumten Wärme-
Oberflächentemperatur der dämmplatten in Österreich untersagt.
Umschließungsflächen Differenz zur Lufttemperatur ∆t ≤ 3° C
Dies betrifft vor allem Kelleraußenwän-
relative Luftfeuchtigkeit 40 bis 50 % r.L.
de bzw. alle feuchtigkeitsbeständigen
und druckfesten Wärmedämmateriali-
en.

3.3.2 Kellerdecken
Kellerdecken (als Trenndecken zu
ta ti
unbeheizten Gebäudeteilen) müssen
Umax [W/m²K] (WR.BO./ nach den geltenden Bauvorschriften
0,25 0,3 0,45 0,6 ÖNORM)
1,50 m einen U-Wert von 0,4 W/m² aufweisen.
0,5 0,7 BEHEIZTE 0,5 Ergänzend ist festzuhalten, dass zur
ti KELLERRÄUME 0,7
TERRAIN ta Vermeidung von Kondensatbildung im
0,45 0,8 Inneren der Deckenkonstruktion die
Anbringung eines Großteiles der Wär-
GW tGW medämmung an der Deckenunterseite
anzustreben ist. (Die Trittschalldäm-
mung muss auf jeden Fall in schall-
Grafik 3-5: Höchstzulässige Wärmedurchgangskoeffizienten für Kellerbauteile (Wiener Bauord- technisch ausreichender Stärke über
nung 10/93) sowie schematische Darstellung des Wärmeaustausches über erdberührte Bauteil-
flächen der Rohdecke angeordnet werden).
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Typische Ausführungsformen sind


schematisch in Grafik 3-6 dargestellt.
SKIZZE SCHICHTEN (von oben)
Belag
3.3.3 Kelleraußenwände
Estrich 5-6 cm
Bei Kelleraußenwänden von beheizba- PE-Folie
re Kellerräumen ist zu beachten, dass Trittschalldämmung
die Wärmeverluste im erdoberflächen- Wärmedämmung
nahen und außenluftberührten Bereich Stahlbetondecke ≥ 18 cm
(Sockelbereich) wesentlich höher sind
als im erdberührten Bereich. In einer Belag
Tiefe von etwa 2,5 m liegt die Tempe- Estrich 5-6 cm
ratur des Erdreiches in der Regel nicht PE-Folie
unter +3° C. Die Ursache dafür liegt in Trittschalldämmung
der wärmedämmenden Wirkung und Stahlbetondecke ≥ 18 cm
Wärmedämmung
in dem durch das Wärmespeicher-
Dampfsperre
vermögen des Erdreichs bedingten
Temperaturausgleich. Auf diesen Grafik 3-6: Aufbauten massiver Kellerdecken, zwischen Stahlbetondecke und Wärmedämmung ist
Zusammenhang ist auch die Abstufung gegebenenfalls eine zusätliche Abdichtung einzubauen.
der Wärmedämmung für Kelleraußen-
wände in einigen Bauvorschriften zu- SKIZZE SCHICHTEN (von außen)
rückzuführen. Es empfiehlt sich jedoch Schutzschicht
aus anwendungstechnischen Gründen, Wärmedämmung
über die gesamte Kellerwandhöhe eine Vertikalabdichtung
19
einheitliche Dämmstoffdicke zu wählen. (Ausgleichsschicht)
Für eine 20 cm starke Kelleraußenwand Beton, Schalsteinmauerwerk ≥ 30 cm
mit außen liegender Wärmedämmung
(Perimeterdämmung) aus extrudiertem
Polystyrol sind daher die in Tabelle 3-7 Schutzschicht
angegebenen Dämmstoffstärken vorzu- Wärmedämmung
sehen. Hinsichtlich der Anordnung zu- WU-Stahlbeton ≥ 25 cm
sätzlicher Dämmschichten unterschei-
det man prinzipiell zwischen folgenden
Varianten: Wandrücklage/Baugrubensicherung
Wärmedämmung
❍ Außendämmung (die Wärme- Schutzschicht
dämmschicht liegt außerhalb der Vertikalabdichtung
Kellerwand, praktisch immer vor Beton, Schalsteinmauerwerk ≥ 30 cm
der Feuchtigkeitsabdichtung; diese
Wärmedämmung wird als „Perime-
terdämmung“ bezeichnet) Wandrücklage/Baugrubensicherung
❍ Innendämmung Wärmedämmung
WU-Stahlbeton ≥ 25 cm
❍ Kerndämmung (die Wärmedämm-
schicht liegt zwischen den Wand-
schalen von zweischaligem Mau- Grafik 3-7: Aufbauten außengedämmter Kellerwände
erwerk oder ist in Hohlblocksteinen
GEFORDERTER ERFORDERLICHE
integriert) WÄRMEDURCH- DÄMMSTOFFSTÄRKE
GANGSKOEFFIZIENT (Perimeterdämmung
3.3.3.1 Außendämmung (U-Wert) IN W/m²K aus extr. Polystyrol)
Die Außendämmung von Kellerwänden Tabelle 3-7: Dämmstoffstärken bei 0,6 5 bis 6 cm
Perimeterdämmung in Abhängigkeit
wird aufgrund folgender Vorteile in den 0,5 6 bis 7 cm
vom geforderten U-Wert für eine 20 cm
meisten Fällen ausgeführt: Beton-Außenwand 0,35 7 bis 10 cm
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❍ einfacher Einbau Bei bestehen bleibenden Baugruben- ❍ dem Erddruck bzw. der mecha-
❍ die Vertikalabdichtung der Kel- sicherungen übernimmt die außen nischen Beanspruchung beim
lerwand wird vor mechanischen liegende Wärmedämmung zudem die Verdichten des hinterfüllten Arbeits-
Beschädigungen geschützt Funktion einer Trennschicht zwischen grabens standhalten
Baugrubensicherung und Außenwand ❍ frost-, taubeständig sind und
❍ durch vollständige Ummantelung
des Kellers. Schematische Aufbauten
der Kelleraußenwände werden Wär- ❍ praktisch keine Feuchtigkeit aufneh-
sind in Grafik 3-7 zusammengefasst.
mebrücken weitgehend vermieden men.
Aufgrund der besonderen Beanspru-
❍ diffusionstechnisch günstigste Lage chungen, denen direkt ans Erdreich Folgende Wärmedämmaterialien wer-
der Dämmschicht grenzende Wärmedämmschichten den daher eingesetzt:
❍ die hohe Wärmespeicherfähigkeit ausgesetzt sind, dürfen für Außendäm- ❍ extrudierte Polystyrol-Hartschaum-
ist für durchgehend beheizte Keller- mungen nur Dämmmaterialien verwen- platten, (Produktart XPS-G, Belas-
räume von Vorteil det werden, die tungsgruppen 30 bis 70)
❍ Schaumglas (Produktart Foamglas,
Coriglas)

Für diesen Anwendungsbereich unge-


eignet sind alle Faserdämmstoffe sowie
Dämmstoffe pflanzlichen Ursprungs
und solche mit quellenden oder nicht
fäulnisbeständigen Bindemitteln, die
bei dauernder Feuchtigkeitseinwirkung
verrotten.
20
3.3.3.2 Innendämmung
Außer bei Beanspruchung durch
ständig stauendes oder drückendes
Wasser kann eine Innendämmung trotz
der diffusionstechnisch ungünstigen
Lage der Wärmedämmung aus folgen-
den Gründen vorteilhaft sein:
❍ geringer Anheizwärmebedarf und
kurze Aufheizzeit. Das ist beson-
ders bei vorübergehend benutzten
Bild 6: Zum Erzielen eines ausreichenden Wärmeschutzes bei beheizbaren Kellerräumen können und beheizten Kellerräumen vor-
Hohlwandelemente mit schon aufgebrachter außen liegender Wärmedämmung eingesetzt werden
teilhaft, da Schäden zufolge Was-
(Foto: Firma Oberndorfer/Werbeagentur Herzog, Linz)
serdampfdiffusion in solchen Fällen
aufgrund der kurzen Belastung
SKIZZE SCHICHTEN (von außen) weniger wahrscheinlich sind
Schutzschicht
Vertikalabdichtung ❍ Möglichkeit zur nachträglichen
(Ausgleichsschicht) Dämmung von Kellerräumen
Beton, Schalsteinmauerwerk ≥ 30 cm ❍ Möglichkeit für den Einsatz von
Wärmedämmung
Wärmedämmstoffen, die für eine
Dampfsperre
Außendämmung ungeeignet sind

WU-Stahlbeton ≥ 25 cm ❍ einfache Möglichkeit der Wärme-


Wärmedämmung dämmung eines Raumes innerhalb
Dampfsperre eines nicht beheizten Bereiches.
Schemaskizzen zur Innendämmung
Grafik 3-8: Aufbauten innengedämmter Kellerwände sind in Grafik 3-8 zusammengestellt
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3.3.3.3 Kerndämmung zenten relativer Luftfeuchtigkeit (µ[%]) Zerstörung von Wandverkleidungen


angegeben wird. Wird bei zu geringer oder zu Schimmelpilzbildung und den
Das System einer Kerndämmung liegt
Bauteiloberflächentemperatur die an- damit verbundenen hygienischen Be-
z.B. vor, wenn (vor allem im Einfa-
grenzende Luftschicht so weit abge- einträchtigungen führen. In den für den
milienhausbau) zur Herstellung der
kühlt, dass der temperaturabhängige zeitweiligen oder ständigen Aufenthalt
Kelleraußenwände Hohlblocksteine mit
Sättigungsgrad der Luft an Wasser- von Personen bestimmten Räumen ist
integrierter Wärmedämmung verwen-
dampf unterschritten wird, so fällt auf daher die Bildung von Oberflächen-
det werden.
der Bauteiloberfläche Kondenswasser kondensat unter allen Umständen zu
3.3.4 Erdberührte Fußböden aus. Die damit verbundene Durch- vermeiden. Der Nachweis sollte für Re-
Für erdberührte Fußböden beheizter feuchtung des Bauteiles kann unter gelbereiche und geometrisch bedingte
Kellerräume wird – unabhängig von ungünstigen Bedingungen zu einer Wärmebrücken geführt werden, wobei
der Höhenlage des Fußbodens zum
Geländeniveau – ein höchstzulässiger Grafik 3-9: Aufbauten erdberührter Kellerböden, zwischen WU-Stahlbetonplatte und Wärmedäm-
Wärmedurchgangskoeffizient von 0,4 mung ist gegebenenfalls eine zusätliche Abdichtung einzubauen
bis 0,5 W/m²K gefordert. Für her-
kömmliche Fußbodenaufbauten (5 cm SKIZZE SCHICHTEN (von oben)
Betonestrich, schwimmend verlegt) bei Belag
einer 20 cm dicken Stahlbeton- Funda- Estrich 5-6 cm
mentplatte sind daher die in Tabelle 3-8 PE-Folie
Wärmedämmung
angegebenen Dämmstoffschichtdicken
Horizontalabdichtung
vorzusehen. Unterbeton
PE-Folie
Einige Aufbauten erdberührter Böden
Rollierung
sind in Grafik 3-9 zusammengestellt. 21
Belag
3.3.5 Kondensationsschutz Estrich 5-6 cm
Jeder Außenbauteil ist grundsätzlich PE-Folie
Wärmedämmung
wärmetechnisch so zu bemessen, dass Horizontalabdichtung
an der Oberfläche und im Bauteilinne- Stahlbeton-Bodenplatte ≥ 30 cm
ren keine schädliche Wasserdampfkon- Sauberkeitsschicht
densation auftritt. Die zu beachtenden
Planungskriterien sind in ÖNORM Belag
B 8110-2 zusammengestellt. Estrich 5-6 cm
PE-Folie
3.3.5.1 Kondensation an der Bauteilo- Wärmedämmung
berfläche WU-Stahlbetonplatte ≥ 30 cm
Sauberkeitsschicht
Raumluft enthält stets einen gewissen
Anteil an Wasserdampf, der in Pro- Belag
Estrich 5-6 cm
PE-Folie
Tabelle 3-8: Dämmstoffstärken erdberührter Wärmedämmung
Fußböden in Abhängigkeit vom geforderten
WU-Stahlbeton ≥ 25 cm
U-Wert für eine 20 cm Stahlbeton-Fundament-
platte
Sauberkeitsschicht
PE-Folie
GEFORDERTER ERFORDERLICHE Rollierung
WÄRMEDURCH- DÄMMSTOFF- Belag
GANGS- STÄRKE Estrich 5-6 cm
KOEFFIZIENT (inkl. Trittschall- PE-Folie
(U-Wert) IN W/m²K dämmung, Wärmedämmung
λ = 0,04 W/mK) Stahlbeton-Bodenplatte ≥ 30 cm
0,5 8 cm Schutzschicht 5 cm
0,45 8 cm Horizontalabdichtung
0,35 12 cm Sauberkeitsschicht
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für Wohnräume folgende Innenluftbe- rührte Fußböden), eine fiktive Boden- bedingten Wärmebrücke auf die innere
dingungen (ÖNORM B 8110-2) zugrun- temperatur Oberflächentemperatur.
de zu legen sind: bei Außenlufttempe-
te+12 3.3.5.2 Kondensation im Wandinneren
ratur ≥ = 0° C: Raumlufttemperatur ti = tB = einzusetzen.
2
+20° C, rel. Luftfeuchtigkeit 65 %. Bei Während der kalten Jahreszeit diffun-
Außenlufttemperatur ≤ 0° C: Raumluft- (Bei Einhaltung der höchstzulässigen diert aufgrund der Tatsache, dass war-
temperatur ti +20° C, relative Luftfeuch- U-Werte nach der alten Fassung der me Luft mehr Wasserdampf aufnehmen
tigkeit 65 %, vermindert um 1 % je 1 K ÖNORM B 8110-1, oder der noch kann, Feuchtigkeit (in Dampfform) in
unter 0° C bis zur Normaußentempera- strengeren Landesbauordnungen ist den mehr oder minder porösen Au-
tur tne (Ausnahme: Zentral gesteuerte bei einer relativen Luftfeuchtigkeit unter ßenbauteilen, bis eine Temperaturzone
Klimaanlagen). In der Berechnung ist 65 % in Regelbereichen im Allgemei- erreicht wird, an der der „Taupunkt“
für erdberührte Außenwände, die mehr nen keine Bildung von Oberflächenkon- unterschritten wird und Kondenswasser
als 1,5 m unter dem anschließenden densat zu erwarten). Grafik 3-10 zeigt ausfällt. Bei mehrschichtigen Bauteilen
Gelände liegen (ebenso wie für erdbe- die Auswirkung einer geometrisch gilt folgende „Faustregel“:

BAUTEILSCHICHT µ [-] Nehmen von innen nach außen die


von bis Wärmedurchlasswiderstände zu und
Wand- und Deckenputz 10 35 die diffusionsäquivalenten Luftschicht-
Normalbeton 50 100 dicken d.µ (d = Schichtdicke) ab, so ist
Steinsplitt- und Ziegelsplittbeton, haufwerksporig, 3 10 die Konstruktion als unproblematisch
ρ = 1400 bis 1800 kg/m³ anzusehen.
Blähtonbeton, ρ = 500 bis 1000 kg/m³ 2 10
Einige Richtwerte für µ sind in Tabelle
Gebundene Mineralwolle gemäß ÖNORM B 6035 1
3-9 zusammengestellt.
22 Polystyrol-Extruderschaum, mit Schäumhaut, 100 130
ρ = 35 bis 50 kg/m³ Für erd- und außenluftberührte Kelle-
Bituminöse Dach- und Abdichtungsbahnen 40500 rumfassungsbauteile mit Außendäm-
gemäß ÖNORM B 3635, 3 mm dick
mung besteht somit in der Regel keine
Glasvlies-Bitumendachbahn, Stärke 5, 70000
unmittelbare Gefahr von Kondenswas-
feinbesandet oder talkumiert, Dicke 2,2 mm
serbildung im Bauteilquerschnitt. Bei
Bitumendachbahn mit Metallfolieneinlage, dampfdicht
flächenbezogene Masse der Folie 125 g/m², innen- und kerngedämmten Wänden
Dicke 2,2 mm ist hingegen zumindest im außenluft-
Tabelle 3-9: Richtwerte für µ berührten Sockelbereich im Winter mit
Kondenswasserbildung im Bauteilinne-
KELLERWAND-RAUMECKE ren zu rechnen. Sofern die ausfallenden
PERIMETERDÄMMUNG
Kondensatmengen jedoch gering,
ABDICHTUNG die betroffenen Bauteilschichten nicht
feuchtigkeitsempfindlich sind und im
,0
12

Sommer ein Ausdiffundieren erfolgen


,0
13

STAHLBETON kann, ist dies meist unbedenklich. Es


,0
14

15,0 16,0 ist allerdings zu beachten, dass die


Durchfeuchtung einer Schicht das
Wärmedämmvermögen einschränkt,
ta = -12° C ti = +20° C wodurch die innere Oberflächentem-
peratur absinkt. Zumindest bei außen-
luftberührten Umfassungsbauteilen
mit Innendämmung ist die Anordnung
einer Dampfsperre auf der Warmseite
der Wärmedämmung vorzusehen; bei
erdberührten Bauteilen ist aufgrund
der wärmedämmenden Wirkung des
Grafik 3-10: Isothermenverlauf im Eckbereich einer außengedämmten Kellerwand umgebenden Erdreichs die Gefahr der
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Kondenswasserbildung im Bauteilinne- kann praktisch jeder gewünschte Mauerstärke, Auswahl der Dämmstoffe
ren geringer. Es ist jedoch in jedem Fall Wärmeschutz, auch der so genannte sowie der Außen- und Innenputze.
ein rechnerischer Nachweis zu führen Niedrigenergiestandard, erzielt wer- Der Heizwärmebedarf von Häusern
(meist reicht die Auswahl eines dampf- den. Die gestiegenen Anforderungen lässt sich anhand der Energiekennzahl
bremsenden Wärmedämmstoffes; bei an den Wärmeschutz bedingen häufig bzw. des Energieausweises nachvoll-
Dämmstoffen mit niedrigem Wasser- neue Systemlösungen. Die Kombina- ziehen und vergleichen. Leider wird
dampfdiffusionswiderstandsfaktor µ ist tion von (Stahl-)Betonbauweise mit aber die Berechnung der Energiekenn-
jedoch auch in diesem Fall eine innen- Wärmedämm-Verbundbauweisen wird zahl in Österreich in den einzelnen
seitige Dampfsperre vorzusehen). in bewährten und erlernten Arbeitswei- Bundesländern mit unterschiedlichen
sen auch für das Niedrigenergiehaus Methoden durchgeführt, was zu zum
3.4 Konstruktionen bei
eingesetzt. Die Betonwand übernimmt Teil schlecht vergleichbaren Daten
Niedrigenergiehäusern
die konstruktiven Funktionen, wie führt. (Abhilfe sollen die in Zukunft
Der Begriff „Niedrigenergiehaus“ ist Lastabtragung, Ableitung der horizon- harmonisierten technischen Richtlinien
griffig und werbewirksam - aber recht- talen Einwirkungen (Erdbebensicher- schaffen.)
lich nicht eindeutig definiert. Dennoch heit), aber auch die Funktionen, deren
gibt es Richtwerte, an denen man sich Erfüllung eine hohe Flächenmasse Kellerwände von Wohngebäuden
orientieren kann. Ein NEH (Niedrigener- bzw. ein hohes Wärmespeicherver- werden häufig als massive Beton- oder
giehaus) ist ein Haus mit einem be- mögen voraussetzt, wie Schallschutz Stahlbetonwände mit einer außen lie-
sonders niedrigen Energieverbrauch. und Wärmespeicherung (sommerlicher genden Wärmedämmung ausgeführt.
Wesentliche Voraussetzung dafür ist Wärmeschutz). Weiters gewährleistet Aus statisch-konstruktiven Gründen
eine möglichst gute Wärmedämmung. die massive Bauweise Brandschutz, können die Wärmedämmebene der Au-
So gilt ein Einfamilienhaus als Nied- Feuchtepuffervermögen und Wind- ßenwand und die Wärmedämmebene
rigenergiehaus, wenn der Heizwär- dichtheit. Das Wärmedämmverbund- der Kellerdecken keine geschlossene
mebedarfswert weniger als 40 kWh system erfüllt die Anforderungen des Wärmedämmung bilden. Am Keller- 23
pro Quadratmeter Wohnfläche und Wärmeschutzes. Dadurch sind flexible deckenanschluss an die Außenwand
Jahr beträgt. Dies entspricht etwa 4 l Anpassungen an die geforderten U-
Heizöl pro m²/Jahr. Mittlerweile ist das Werte möglich; das System stellt einen Grafik 3-11: Kelleraufbauten und Isotherme
Niedrigenergiehaus nach den Anfor- aktiven Beitrag zum Umweltschutz
derungen der Energiesparverordnung und einen wesentlichen Faktor zur
Standard. Jeder Neubau wird gerne Erreichung des Kyoto-Zieles dar.
in Niedrigenergiebauweise errichtet,
doch auch Altbauten können durch ge- Für den Wohnbau in Niedrigener-
eignete Umbaumaßnahmen in Niedrig- giehausstand ist eine der mögli-
energiehäuser umgewandelt werden. chen Lösungen die Kombination
Die Meisten denken dabei sicherlich einer Wand aus zementgebun-
an zusätzliche Wärmedämmung. Dies denen Baustoffen (in der Regel
ist aber nur eine Möglichkeit von meh- Stahlbetonbauweise) mit einem
reren. Der angestrebte Standard kann Vollwärmeschutzsystem. Bei-
auch durch haustechnische Anlagen de Komponenten haben sich
mit hoher Energieeffizienz erreicht wer- langjährig bewährt und ergeben
den. Das Haus kann somit als Ganzes in Kombination eine optimierte
gesehen und die einzelnen Maßnah- Gesamtlösung. Das sehr günstige
men können miteinander verknüpft Kosten-Nutzen-Verhältnis des Sys-
werden. tems Beton und Vollwärmeschutz
gegenüber Leichtbauweisen
3.4.1 Massive Konstruktionen spielt eine wesentliche Rolle. Das
mit zementgebundenen System Beton und Vollwärme-
Baustoffen schutz ist damit eine ökologisch
Durch Kombination geeigneter Kons- und ökonomisch hervorragende
truktionsweisen mit Dämmstoffschich- Konstruktion. Es bietet variable
ten in den entsprechenden Dicken Lösungen in Bezug auf U-Werte,
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durchdringt der Mauerwerksfuß bei Tabelle 3-10: Richtwerte für ein typisches truktiven Teil des Kellerbauwerks dar.
Niedrigenergiehaus in Massivbauweise
einem unbeheizten Keller die Wärme- Die Kellerwanddicke wurde für diese
dämmebene. Damit entsteht im So- Bauteil U-Wert Dämmstärke Berechnungen mit 25 cm angesetzt.
Außenwand 0,2 20 cm
Die Temperaturen und die Wärmeüber-
Grafik 3-12: Kellerdecke 0,3 16 cm
gangszahlen sind in allen Rechnungen
gleich:
Temperatur-
ckelbereich eine konstruktionsbedingte
verteilung in oC ❍ Außentemperatur:
Schwachstelle (linienförmige Wärme-
T = -10 °C, α = 25 W/m²K
brücke; Grafik 3-11). Im Bereich der
Außenecke sind die Wärmeverluste we- ❍ Innentemperatur:
sentlich höher als in den umliegenden T = 20 °C, α = 7,69 W/m²K
Außenwänden und der Kellerdecke.
❍ Kellerraumtemperatur:
Die Ableitung der Wärmeenergie an
T = 7 °C, α = 7,0 W/m²K
der Außenecke erfolgt hauptsächlich
durch die Außenwand und die Keller- Da der Wärmestrom über die Erdge-
decke (Grafik 3-11). schosswand umgekehrt proportional
zur Dicke der Wärmedämmung ist (Gra-
Besonders problematisch sind Außen-
fik 3-12), wird der Effekt einer Erhöhung
ecken im Erdgeschoss, wo sich je zwei
der Wärmedämmstoffdicke auf die Wär-
dieser linienförmigen Wärmebrücken
meverluste und die raumseitige Oberflä-
überlagern. Hier sind auch die größten
chentemperatur signifikant. Außerdem
Wärmeverluste zu erwarten. Als Folge
wird mit einer Erhöhung der Wärme-
treten in den Außenecken, an denen
24 sich je zwei dieser Wärmebrücken und
dämmstoffdicke zwar der Wärmestrom
über die Erdgeschosswand nach außen,
die vertikale Außenecke überlagern,
nicht aber der Wärmestrom über den
die niedrigsten raumseitigen Oberflä-
Kellerdeckenanschluss in den unbeheiz-
chentemperaturen auf. Durch eine Viel-
ten Keller verringert. Deswegen sollen
zahl von Wärmebrückenberechnungen
die Kellerdecke wie auch die Kellerwand
(Tabelle 3-11) werden die Konstrukti-
Wärmestrom- mit einer inneren Dämmung versehen
onseigenschaften der angrenzenden
dichte in W/m2 werden. Zur Verringerung des Wärme-
ebenen Bauteile herausgearbeitet,
stromes vom Kellerdeckenanschluss
welche die minimale, raumseitige Ober-
in den unbeheizten Keller erscheint es
flächentemperatur in der Außenecke
zunächst sinnvoll, unter der Geschoss-
über einem unbeheizten Keller und
decke im Keller eine Wärmedämmung
damit den Mindestwärmeschutz der
anzubringen (Grafik 3-13). Eine Wärme-
Konstruktion bestimmen (Grafik 3-12).
dämmung mit einer Gesamtdicke von
Der Wärmeschutz der Außenwand 16 cm wird teils ober- und teils unter-
im Erdgeschoss wird maßgeblich halb der Kellerdecke vorgesehen. Die
vom Wärmedurchlasswiderstand der minimalen raumseitigen Oberflächen-
Wärmedämmung und damit von der temperaturen in der Außenecke in Abhän-
Dicke der Dämmschicht beeinflusst. gigkeit von der Wärmedämmung sind in
Daher wird nun der Einfluss der Vari- der Tabelle 3-11 dargestellt. Die Tempe-
ation der Wärmedämmstoffdicke auf raturerhöhung an der Außenecke ist mit
die Wärmeverluste untersucht. Der stärkeren Dämmschichten verbunden.
Ausgangspunkt für die Dicke der Wär- Alle durchgeführten Berechnungen
medämmung beträgt (üblicher Wert zeigen deutlich, dass die größten Wär-
für NEH-Bauweise) 20 cm. Eine Keller- meverluste an der Anschlussstelle zwi-
wand aus Beton mit eine Rohdichte von schen der Kellerdecke und der Wand
2.400 kg/m³ und einer Wärmeleitfähig- entstehen (entlang der linienförmigen
keit von λ = 2,3 W/mK stellt den kons- Wärmebrücke). Um diese Verluste zu
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Grafik 3-13:
Wärmestromvektoren Isotherme

„Spezieller Block“

Grafik 3-14: „Block“ mit guten Wärmedämm-


eigenschaften in horizontaler und vertikaler
Richtung und hoher mech. Beanspruchbarkeit
(z. B. Liapor)

25

Temperatur- Wärmestrom- minimieren, empfiehlt es sich diesen


verteilung in oC dichte in W/m2 Anschluss mit einem Material dessen
Wärmedämmwerte besser sind als jene
der Tragschale, auszuführen. Dieser
Anschluss kann z. B. mit einem spe-
ziellen „Block“ bewerkstelligt werden
(Grafik 3-13). Der Einbauteil („Block“)
muss ausreichende Druckfestigkeit und
gleichzeitig gute Wärmedämmeigen-
schaften besitzen. Mit dieser Lösung
könnten sich die Wärmeverluste im
Bereich der Außenecke minimieren. Die
unterbrochene horizontale Dämmung
der Kellerdecke könnte man mit einem
solchen „Block“ annähernd ersetzen.
3.4.2 Änderung der Höhe der Gelän-
deoberkante
Je tiefer sich die Geländeoberkante un-
ter dem Kellerdeckenanschluss befin-
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det, desto größer wird der Bereich, der Tabelle 3-11: Innenoberflächentemperatur an der Außenecke (unter normalen Bedingungen
– keine Tauwasserbildung)
direkt an die Außenluft grenzt. Damit
hat die Höhe der Geländeoberkante Kellerwand aus Beton Kellerwand aus Beton Innenoberflächen-
einen wesentlichen Einfluss auf die d = 30 cm, λ = 2,3 W/mK d = 25 cm, λ = 2,3 W/mK temperatur an der
Wärmeverluste, die über die Keller- Außenecke
wand nach außen abfließen. Meistens Außendämmung 10 cm ohne Dämmung 14,9 oC
befindet sich die Geländeoberkante Außendämmung 16 cm ohne Dämmung 15,3 oC
ca. 80 cm unter der Oberkante der Außendämmung 16 cm 10 cm Dämmung im Bodenbereich 15,6 oC
Rohdecke im Erdgeschoss. In diesem
Außendämmung 20 cm ohne Dämmung 15,4 oC
Bereich befinden sich die Kellerfens-
ter - diese haben im Regelfall höhere Außendämmung 20 cm 16 cm Dämmung im Bodenbereich 15,7 oC
U-Werte als die gedämmten Kellerwän- Außendämmung 20 cm 8 cm Dämmung im Bodenbereich 16,7 oC
de. Innendämmung 8 cm 8 cm Dämmung unter der Decke

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4 Schallschutz werden kann. Mehrschalige Bauteile mender Estrich oder schwimmender


hängen in erster Linie vom Flächen- Holzfußboden auf weich federnder
Unter baulichem Schallschutz ver-
gewicht ab, wobei zu beachten ist, Zwischenlage) erreicht werden. Grund-
steht man alle Maßnahmen, die zur
dass die Luftschalldämmung auch bei sätzlich sollten schwimmende Estriche
Minderung des Schallpegels in Räu-
geringerem Flächengewicht die glei- auch in Kellerräumen zur Ausführung
men innerhalb des Gebäudes führen,
chen Luftschalldämmwerte erreichen gelangen, da die Körperschallüber-
unabhängig davon, ob die störenden
kann. Dabei ist jedoch nachzuweisen, tragung über die massiven Bauteile in
Geräusche außerhalb oder innerhalb
dass keine Resonanzfrequenzen im andere Räume zu beachten ist. Beson-
des Gebäudes entstehen. Wichtig für
hörbaren Frequenzbereich auftreten. ders in häufig genutzten Räumen (vor
den Schallschutz im Hochbau sind
Eine Zusammenstellung der für die allem in Werkstätten) sollte spezielles
unter anderem: die Luftschalldämmung
schalltechnischen Nachweise notwen- Augenmerk auf ausreichenden Tritt-
der Umschließungsbauteile (Wände,
digen Formeln ist in Teil 4 der ÖNORM schallschutz gelegt werden.
Decken, Fenster und Türen), die Ab-
B 8115 enthalten. Schallschutzanforde-
schirmung von Körperschall, vor allem
rungen an die Außenwände von Kellern
Trittschall und die Geräuschminderung 4.3 Stiegen
können durch massive Umschließungs-
von haustechnischen Anlagen. Grund- Auch bei Stiegenkonstruktionen ist
bauteile praktisch immer erfüllt werden.
lage für den baulichen Schallschutz auf genügend Körperschallschutz zu
Bei Aufenthaltsräumen im Keller sind
bilden die Bauordnungen der Bundes- achten. Die beliebteste Lösung besteht
daher vor allem die Außenfenster ent-
länder sowie ÖNORM B 8115 (Teil 1 bis dabei in der schalltechnischen Tren-
sprechend auszuwählen. Ein weiteres
4) „Schallschutz und Raumakustik im nung der Laufplatten von den übrigen
zu beachtendes Kriterium stellt die
Hochbau“. In Teil 2 dieser Norm sind Bauteilen. Dies wird durch Einlage von
mögliche Schallübertragung über die
die Mindestschallschutzanforderungen Außenwand als flankierenden Bauteil elastischen Zwischenlagen erreicht
für Außenbauteile (in Abhängigkeit vom dar. Dies betrifft vor allem Wohnräume (Grafik 1-4, Kapitel 1).
Außenlärmpegel) und für Innenbauteile über Werkstätten und Heizräumen.
27
geregelt, wobei die Vorgaben Mess-
werte am Bauwerk betreffen.
4.2 Decken
Hinsichtlich der Luftschalldämmung
4.1 Außenwände
verhalten sich Massivdecken wie ein-
Zum Schutz von Aufenthaltsräumen schalige, massive Wände und Decken
vor Lärmeinwirkung von außen müs- mit schwimmendem Estrich wie massi-
sen die Außenwände eines Gebäudes ve mehrschalige Wände. Während der
eine ausreichende Luftschalldämmung erforderliche Luftschallschutz vielfach
aufweisen. Die Luftschalldämmung von der Rohdecke erfüllt wird, kann
von massiven, näherungsweise ho- die für Kellerdecken geforderte Tritt-
mogenen Außenbauteilen kann durch schalldämmung im Regelfall nur durch
Schallübertragung über flankieren- schallschutztechnisch hochwertige
de Bauteile beträchtlich vermindert Fußbodenkonstruktionen (z.B. schwim-
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5 Brandschutz Konstruktionen“), vorgeschrieben. (Für chenden Vorgaben sind in den Abbil-


Häuser in Kleingartenanlagen und dungen in Abschnitt 1 berücksichtigt.
Aufgabe des baulichen Brandschut-
ähnliche Bauwerke sind in einzelnen Die Beurteilung des Brandverhaltens
zes ist es, die Entstehung und Aus-
breitung von Bränden zu verhindern Bauordnungen Erleichterungen vor- von Bauteilen sowie die Zuordnung von
und menschliches Leben sowie gesehen). Darüber hinaus sind vor Konstruktionen in Brandwiderstands-
Sachgüter zu schützen. Die gesetz- allem die baulichen Brandschutzbe- klassen ist in ÖNORM B 3800, Teil 1 bis
lichen Bestimmungen werden in den stimmungen hinsichtlich der im Keller 4 bzw. ÖNORM B 3806 geregelt. Ohne
Landesbauordnungen geregelt. Für angeordneten Heiz- und Brennstoffla- besonderen Nachweis können die in
tragende Außenwände und Kellerde- gerräume zu beachten. Forderungen Tabelle 5-2 angegebenen Konstruktio-
cken werden in der Regel Konstruk- hierfür siehe Tabelle 5-1. Zusätzlich ist nen der Brandwiderstandsklasse F 90
tionen, die der Brandschutzklasse für ausreichende Be- und Entlüftung zugeordnet werden.
F 90 entsprechen („brandbeständige der Heizräume zu sorgen. Die entspre-

BAUTEIL BRANDSCHUTZANFORDERUNG Tabelle 5-1: Brandschutzbestimmungen für


Heiz- und Brennstofflagerräume
Wände, Decken REI 90
Türen und Fenster EI 30
Fußböden Bfl, Lfl

BAUTEIL - BAUART AUSFÜHRUNG Tabelle 5-2: Zuordnung von Bauteilen aus


zementgebundenen Baustoffen zur Brandwi-
Wände aus Hohlblocksteinen Ausführung gemäß ÖNORM B 3206; derstandsklasse F 90
28 mind. 17 cm dick, beide Wandflächen geschlos-
sen, beiderseits verschlossen oder geputzt
Wände aus Beton Ausführung gemäß ÖNORM B 4710-1;
Festigkeitsklasse mind. C 12/15, mind.
10 cm dick, ohne Hohlräume
Decken aus Stahlbetonplatten mind. 10 cm dick, Betonüberdeckung der
(statisch bestimmt gelagert) Stahleinlagen mind. 2,5 cm
Stahlbetonrippendecken ohne mind. 12 cm breite Rippen, Betonüberdeckung
Füllkörper (statisch bestimmt gelagert) der Hauptbewehrung mind. 3 cm
Stahlbetonrippendecken mit Füll- mind. 10 cm breite Rippen
körpern aus nichtbrennbarem
Material (statisch bestimmt gelagert)
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6 Feuchtigkeitsschutz MATERIAL AUSFÜHRUNGSART


6.1 Grundlagen Bituminöse Abdichtungsstoffe ❍ Abdichtungsaufstriche (Voranstrich und mindestens
nach ÖNORM B 2209, Teil 1 zwei heiß- oder drei kaltflüssige Deckaufstriche)
Die Bauordnungen der Bundesländer ❍ Abdichtungsbeläge (Spachtelmassen aus Asphalt-
schreiben für Wohngebäude einen mastix oder Gussasphalt)
ausreichenden Schutz gegen seitlich ❍ Bituminöse Abdichtungen mit Abdichtungsbahnen,
Einlagen aus wasserdichten Stoffen (früher Abdich-
eindringende und aufsteigende Bo- tungspappen)
denfeuchte vor. Darüber hinaus ist das Mineralische Abdichtungs- ❍ Dichtungsschlämme (mindestens zweilagiger Auf-
aufgehende Mauerwerk durch eine stoffe trag, Gesamtdicke 3-4 mm)
wirksame Abdichtung vor aufsteigen- ❍ Sperrputze (mindestens zweilagiger Auftrag, Ge-
der Feuchtigkeit zu schützen. Die Not- samtdicke mind. 2 cm)
wendigkeit dieser Anforderungen wird ❍ Sperrestriche
durch die große Zahl von Bauschäden kunststoffvergütete ❍ Bituminöse Abdichtungen
als Folge aufsteigender Bodenfeuchte Abdichtungsstoffe ❍ Sperrputze
unterstrichen. Werden Kelleraußenwän- ❍ Dichtungsschlämme (mit bedingt plastischem Ver-
formungsverhalten)
de nicht aus wasserundurchlässigem
Kunststoffdichtungsbahnen ❍ PIB (Polyisobutylen)
Beton (gemäß ÖNORM B 4700-1 bzw.
❍ PVC-weich (Polyvinylchlorid)
„Richtlinie Wasserundurchlässige ❍ ECB (Athylencopolymerisat-Bitumen)
Betonbauwerke – Weiße Wannen“ der ❍ Butylkautschuk
Österreichischen Vereinigung für Beton
Tabelle 6-1: Gebräuchliche Abdichtungsstoffe zur Herstellung von Flächenabdichtungen
und Bautechnik) hergestellt, sondern
– wie vor allem im Ein- und Zweifa-
milienhausbau sowie im verdichteten Stau- und Grundwasser) zwischen aus wasserundurchlässigem Beton
Flachbau üblich – aus Schalsteinen
29
folgenden drei Abdichtungsarten (nach ÖNORM B 4700, B4710-1)
oder Beton mit einer Festigkeitsklasse zu unterscheiden ist: hergestellt, so ist keine zusätzliche
< C20/25/B1 ausgeführt, so sind ent- Flächenabdichtung erforderlich. Zu
❍ Abdichtung gegen
sprechende Abdichtungsmaßnahmen Bauteilen aus wasserundurchlässigem
Bodenfeuchtigkeit
notwendig. Beton ist festzuhalten, dass, obwohl
❍ Abdichtung gegen druckloses Was-
kein Wasser in flüssigem Aggregatzu-
ser im Baugrund
6.2 Wasserbeanspruchung und stand durch den Bauteil dringen kann,
Abdichtungsart ❍ Abdichtung gegen von außen drü- ein Transport von Wasserdampf durch
ckendes Wasser den Bauteil möglich ist. Dichte Beläge
Voraussetzung für die Wahl einer ange-
(dampfdichte Anstriche oder kerami-
messenen und wirtschaftlichen Feuch-
6.3 Abdichtungsstoffe sche Beläge) an der Innenseite derart
tigkeitsabdichtung im erdberührten
Zur Flächenabdichtung erdberühr- ausgeführter Bauteile sind daher nur
Bereich ist die frühzeitige Ermittlung
ter Bauteile werden spezielle (siehe unter Beachtung besonderer flankie-
folgender Einflussfaktoren:
Tabelle 6-1) Abdichtungsmaterialien render Maßnahmen möglich und im
❍ Bodenart (bindig oder nichtbindig) Regelfall zu vermeiden.
herangezogen. Die Auswahl richtet
der durchdrungenen Schichten
sich jeweils nach der Art der Bean-
❍ Geländeform (eben oder Hanglage) spruchung (kapillar transportierte 6.4 Lage der Abdichtungen
Feuchte, druckloses oder Druck-
❍ mögliche wasserführende Schich- Hinsichtlich der Lage der Abdichtun-
wasser) und nach der Nutzung der
ten im Untergrund gen unterscheidet man zwischen:
Kellerräume. Vor Beginn der eigent-
❍ höchster auf dem Baugrund zu lichen Abdichtungsarbeiten ist der ❍ horizontalen Abdichtungen im Au-
erwartender Grundwasserspiegel. Untergrund, der eben und frei von ßenwandbereich
Grundsätzlich ist im Erdreich immer Verunreinigungen und losen Teilen zu ❍ vertikalen Abdichtungen an der
mit Feuchtigkeit zu rechnen, wobei sein hat, entsprechend dem jeweils Außenseite der Kellerwände
entsprechend den Erscheinungs- verwendeten Abdichtungsstoff und ❍ horizontalen Abdichtungen des
formen des Wassers im Boden (Bo- den Herstellerangaben vorzubereiten. Kellerbodens
denfeuchtigkeit, Sicker-, Schichten-, Werden die Kellerumfassungsbauteile
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6.4.1 Horizontale Abdichtungen im können bei sorgfältiger Ausführung die vermeiden. Die Ausführung des
Außenwandbereich Horizontalabdichtungen im Bereich des Sockelbereiches bedarf besonderer
Kellers entfallen. Sorgfalt, weil in dieser Zone mit den
Um das kapillare Aufsteigen von einge-
drungenem Wasser im Wandbaustoff stärksten Feuchtebelastungen der
6.4.2 Vertikale Wandabdichtungen gesamten Fassade zu rechnen ist.
zu verhindern, sind in Kelleraußenwän-
den aus nicht wasserundurchlässigem Alle erdberührten und dem Spritzwas- Es werden daher in diesem Bereich
Material zumindest zwei horizontale ser ausgesetzten Wandflächen sind meist zwei- bis dreilagige Sperrputze,
Sperrschichten anzuordnen. Die gegen seitlich eindringendes Wasser Vorsatzschalen oder Vormauerungen
untere ist in Höhe der Kellerbodenab- durch eine vertikale Wandabdichtung und bei Vollwärmeschutzfassaden
dichtung, die etwa 30 cm über dem zu schützen. Die Abdichtung muss zusätzlich armierte Putzschichten
angrenzenden Gelände liegt, anzu- bis zum Fundamentabsatz reichen vorgesehen. Sind Kellerlichtschächte
ordnen. Befindet sich der Keller zur (Grafik 6-1) und ist bis zur obersten geplant, die mit der Kelleraußenwand
Gänze im Erdreich, sollte eine dritte Horizontalsperre (etwa 30 cm über konstruktiv verbunden sind, so ist die
Horizontalsperre unter der Kellerdecke dem angrenzenden Gelände) hochzu- Feuchtigkeitsabdichtung außen um
vorgesehen werden. (Grafiken 6-1 führen. Dabei ist auf einen lückenlosen Lichtschachtwände und Lichtschacht-
und 6-2). Bei Ausführung in WU-Beton Anschluss an die Horizontalsperren boden zu führen. Ähnlich ist bei außen
(siehe Kapitel 6.9.2 – Weiße Wannen) zu achten, um Feuchtebrücken zu an die Kellerwand anschließenden

Grafik 6-1: Möglichkeiten der Anordnung der unteren horizontalen Sperrschicht in Kelleraußenwänden
12 12 12

30

KG
3 KG
4 3
3
4

1..... SCHUTZSCHICHT/ 2..... VERTIKALE WANDABDICHTUNG 3..... WAAGRECHTE WANDABDICHTUNG


PERIMETERDÄMMUNG 4..... WAAGRECHTE KELLERBODENABDICHTUNG

Grafik 6-2: Möglichkeiten der Anordnung der oberen horizontalen Sperrschicht in Kelleraußenwänden

EG

KELLERDECKE EG
EG
3
3
ca. 30
ca. 30

ca. 30

KELLERDECKE
KELLERDECKE

12 12 12
1..... SCHUTZSCHICHT/ 2..... VERTIKALE WANDABDICHTUNG 3..... WAAGRECHTE WANDABDICHTUNG
PERIMETERDÄMMUNG
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6.4.3 Horizontale bindigen, grobkörnigen Sand- und


Kellerbodenabdichtung Kiesböden angenommen werden, bei
denen das Niederschlagswasser relativ
Bei Gebäuden mit untergeordneten
rasch zum Grundwasser absickert. Bei
Nutzungsanforderungen in den Keller-
Kellerräumen mit untergeordneter Nut-
räumen kann eine Kellerbodenabdich-
zung (Lager-, Abstell- und Nutzräume)
tung bei Beanspruchung durch Boden-
sind folgende Abdichtungsmaßnahmen
feuchtigkeit entfallen, wenn unterhalb
gebräuchlich:
der Kellersohle eine mindestens 15 bis
20 cm dicke kapillarbrechende Schicht An vertikalen Bauteilflächen:
(z.B. grobkörnige Kiesschüttung) ❍ Dichtungsschlämme
eingebaut wird. (Um auch späteren
❍ Sperrputze
Nutzungsänderungen gerecht werden
❍ Bituminöse Spachtelmassen
zu können, empfiehlt es sich jedoch, in
allen Fällen eine Horizontalabdichtung ❍ mehrlagige bituminöse Abdich-
der Kellersohle einzubauen). Bei den- tungsaufstriche
jenigen Kellerräumen, an die aufgrund An horizontalen Bauteilflächen (Keller-
der Nutzung (z.B. Aufenthaltsräume, böden):
Freizeiträume, oder Lagerräume für ❍ Dichtungsschlämme mit Schutze-
Bild 7: Die Einbindung von Fugenbändern im feuchtigkeitsempfindliche Stoffe) strich
Zusammenspiel mit wasserundurchlässigem höhere Anforderungen bezüglich der
Beton stellt eine der Möglichkeiten dar, den ❍ Sperrestriche
Keller gegen Feuchtigkeit zu schützen
Trockenheit des Kellerbodens zu stel-
(Foto: F. Czerny) len sind, ist eine horizontale Flächenab- ❍ einlagige Dichtungsbahnen (Kunst-
dichtung vorzusehen. Diese ist an die stoff- oder Bitumenbahnen) mit 31
und mit dem Objekt starr verbundenen unterste horizontale Wandabdichtung Schutzestrich
Stiegenwandungen von Kelleraußen- lückenlos anzuschließen. ❍ bituminöse Abdichtungsbahnen
stiegen vorzugehen.
Bei den häufig verwendeten Fertig- 6.7 Abdichtungen gegen
6.5 Abdichtung erdberührter
teil- Lichtschächten ist besonderes druckloses Wasser
Aufenthaltsräume
Augenmerk auf die Abdichtung an
den Befestigungselementen aus nicht Bei Aufenthaltsräumen für den ständi- Bei bindigem Baugrund muss mit
rostendem Stahl zu legen. Rohrleitun- gen oder vorübergehenden Aufenthalt kurzzeitig stauendem Sickerwasser vor
gen sollten stets mit einem Mantelrohr von Personen sind Anforderungen in den erdberührten Kelleraußenwänden
umhüllt durch die Kellerwand geführt Bezug auf die Trockenheit der Au- gerechnet werden. Bei stark bindigen
werden, wobei der Spaltraum zwischen ßenbauteile wesentlich strenger zu Böden mit hohem Tonanteil, bei Hang-
Mantelrohr und Rohrleitung mit Dich- formulieren als bei untergeordneten lagen oder bei Anschnitt wasserfüh-
tungsringen und dauerplastischen Fu- Nutzräumen. Die erdberührten Umfas- render Bodenschichten ist hingegen
gendichtungsmassen abzudichten ist. sungsbauteile von Aufenthaltsräumen mit lang anhaltenden Stauwasserbean-
Vor dem Hinterfüllen der Arbeitsgräben sollten daher grundsätzlich durch eine spruchungen zu rechnen. Bei kurz-
sind vertikale Wandabdichtungen im „wasser- und kapillardichte Flächenab- zeitig stauendem Wasser können die
erdberührten Bereich mit einer Schutz- dichtung“ sicher vor Durchfeuchtung gegen Bodenfeuchte gebräuchlichen
schicht vor mechanischen Beschädi- geschützt werden. Hinsichtlich der Abdichtungsmaterialien meist als aus-
gungen zu schützen. In den meisten Ausführungen ist auf die Regeldarstel- reichend eingestuft werden. Zur Verrin-
Fällen wird diese Schutzfunktion von lungen in Abschnitt 3 zu verweisen. gerung der Wasserbeanspruchung ist
der außen liegenden Wärmedämmung eine wirksame Dränage vorzusehen.
(Perimeterdämmung) mit übernom- Bei höherwertiger Nutzung der Keller-
6.6 Abdichtung gegen räume sind entsprechend wirksamere
men. Ist keine Außendämmung des
Bodenfeuchte Abdichtungsmaßnahmen einzusetzen.
Kellermauerwerks geplant, werden
Betonplatten, Faserzementplatten oder Bodenfeuchte und nicht stauendes Bei lang anhaltend stauendem
Dränplatten zum Schutz der Außenab- Sickerwasser kann grundsätzlich nur Sickerwasser oder bei Anschnitt was-
dichtung vorgesehen. bei gut wasserdurchlässigen, nicht- serführender Schichten sollten stets
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Abdichtungen aus Dichtungsbahnen


HOCHPUNKT
in mehrlagiger Ausführung und eine
DRÄNROHRLEITUNG NW 100
Dränung vorgesehen werden. Ohne KONTROLLSCHACHT
Dränage sind wasserdruckhaltende AN ALLEN 90°-KNICKSTELLEN
Abdichtungsmaßnahmen einzubauen.

6.8 Dränagen SAMMELSCHACHT


(AM TIEFPUNKT)
Dränagen entwässern den an das ZUM VORFLUTER
Kellermauerwerk angrenzenden Boden BZW. SICKERSCHACHT
von nichdrückendem Wasser. Zusätz-
lich wird bei kurzzeitig auftretendem
starkem Wasserandrang (bei bindigen GEFÄLLE ca. 1 %
Böden und Bauten in Hanglage) eine
Grafik 6-3: Prinzip einer Ringdränage
entsprechend rasche Wasserablei-
tung ermöglicht. Man unterscheidet im
Gründungsbereich Dränanlagen vor PERIMETERDÄMMUNG
Kelleraußenwänden und unter Boden- MIT
INTEGR. DRÄNSCHICHT
platten. Eine Dränanlage besteht aus
folgenden Komponenten (Grafik 6-3): FILTERVLIES

❍ Sicker- und Filterschicht, Dränrohre


SICKERSCHACHT
❍ Kontroll-, Reinigungs- und Spüls-
32 chächte
HOCHPUNKT
❍ Sammelschacht
❍ Sickerschacht oder Einleitung in ca. 20 cm
den Vorfluter DRÄNROHR
Bei größeren Anlagen ist eine entspre- ca. 20 cm
NW ≥ 50 mm
chende Dimensionierung zu empfehlen
und zur Sicherstellung der Funktions- Grafik 6-4: Schemaschnitt durch eine Kelleraußenwand mit Dränageleitung
tüchtigkeit ist eine laufende Wartung
vorzusehen. Die Sickerschicht, die
der flächenhaften Aufnahme des re aus haufwerksporigem Beton oder oder bei größeren Flächen als Rohr-
zufließenden Wassers (Sickerwasser gelochte Betonrohre) wird vom Hoch- leitungen im Schotterbett ausgebildet.
und Schichtenwasser) und dessen bis zum Tiefpunkt (Sammelschacht) in Filterschichten oder Filtervliese sollen
lotrechter Ableitung zum Dränrohr einem Gefälle von etwa 1 % verlegt, die Auswaschung verhindern. Das
dient, besteht in der Regel aus einer wobei das Sickermaterial das Dränrohr abfallende Wasser wird über Dränrohre
Kiesschüttung sowie Dränelementen in einer Dicke von mindestens 20 cm (NW ≥ 50 mm), die nach außen durch
(Dränsteine und -platten, z.B. aus hauf- allseitig umgeben sollte. Die Nennweite die Streifenfundamente geführt werden,
werksporigem Beton). Die Dränschicht der Dränrohre soll zumindest 100 mm an die Ringleitung abgegeben (Gra-
soll alle erdberührten Wandflächen betragen (Grafik 6-4). Hinsichtlich der fik 6-5).
erfassen und bis ca. 15 cm unter die Verlegung ist zu beachten, dass der
Geländeoberfläche reichen, die Trau- Scheitel der Dränrohre am höchsten
6.9 Abdichtung gegen von außen
fenausbildung ist einzubinden. Bei fein- Punkt nicht über der Fundamentober-
drückendes Wasser
körnigen Böden ist die Sickerschicht kante (im ungünstigsten Fall nicht über
durch eine Filterschicht (z.B. Filtervlies) der unteren Wandabdichtung) ange- Liegen die erdberührten Umfassungs-
vor dem Zuschlämmen zu schützen. ordnet wird und dass das Fundament bauteile im Grundwasser oder im
Bei Schüttungen mit „filterstabilem an keiner Stelle unterschritten wird. Bereich des örtlich höchsten Grund-
Kornaufbau“ ist dies nicht erforderlich. Flächendränagen unter Bodenplatten wasserspiegels, so müssen die dem
Die Dränrohrleitung (z.B. Betonfilterroh- werden als Kies-/Schotterschüttungen Erd- oder Wasserdruck ausgesetzten
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Kellerbauteile (Kellerwand und Kel-


Kontrollöffnung
Höchstpunkt lerboden) entsprechend bemessen
der Dränage und durch eine wasserdruckhaltende
NW 100 mm
Abdichtung geschützt werden. Die-
se Abdichtung wird entweder durch
wasserundurchlässigen Beton („Weiße
Wanne“) oder durch eine zusätzliche
Abdichtungshaut („Schwarze Wanne“)
Dränrohr NW 100 mm erreicht (Grafik 6-6). Da bei Kellern im
Ringdränage Grundwasser die Kelleraußenwände
NW 100 mm und die Kellersohle aus statisch-kon-
struktiven Gründen in der Regel aus
Beton ausgeführt werden, ist es oft
wirtschaftlicher, eine „Weiße Wanne“
Pumpensumpf Wanddränage vorzusehen.
Leitung zu Vorflut Flächendränage
6.9.1 Schwarze Wanne
Grafik 6-5: Flächendränage unter einer Fundamentplatte (beispielhafte Darstellung)
Ausführungen mit einer Außenabdich-
tung sollten der in Grafik 6-7 gezeigten
Ausführung entsprechen. Als wasser-
druckhaltende Abdichtungen werden
folgende Materialien (mit wasserdruck-
haltender Rücklage) verwendet:
33
❍ Kunststoffdichtungsbahnen (mit
Trennlagen)
❍ bituminöse Dichtungsbahnen in
mehrlagiger (mind. 3-lagiger) Aus-
führung; die Lagenzahl richtet sich
nach der Eintauchtiefe
Grafik 6-6: Möglichkeiten der Abdichtung gegen drückendes Grundwasser Die Abdichtung hat den zu schützen-
den Bauwerkbereich wannenartig zu
umschließen und ist mindestens 50 cm
Grafik 6-7: Funktionsweise einer wasserdruckhaltenden Außenabdichtung über den vieljährlich höchsten Grund-
wasserstand oder Staudruckspiegel zu
GELÄNDE ziehen. Besonderer Sorgfalt bedarf die
Ausbildung des Überganges von der
HGW ≥ 50 cm WAND
Sohlenabdichtung zur Wandabdich-
WANDABDICHTUNG tung, meist als „Kehlenstoß“ ausgeführt
WANDRÜCKLAGE
(Grafik 6-8), sowie die Ausführung der
THEORET.
WASSER-
Abdichtungsendung am oberen Rand
hw DRUCK (Grafik 6-9).
SOHLE
SCHUTZBETON 6.9.2 Weiße Wanne
SOHLENABDICHTUNG
WASSERDRUCK UNTERBETON
Aus wirtschaftlichen Erwägungen wird
Yw . hw
in vielen Fällen eine „Weiße Wanne“
AUFTRIEB Yw . hw vorgesehen, wobei der den Keller um-
schließenden Betonkonstruktion sowohl
die Funktion des Tragens wie auch der
Abdichtung zufällt.
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WANDRÜCKLAGE Wegen der zunehmenden Verbreitung


AUSGLEICHSPUTZ
ABDICHTUNG
derartiger Konstruktionen wurde durch
WAND die Österreichische Vereinigung für
Beton und Bautechnik an der Heraus-
gabe einer diesbezüglichen Richtlinie
(Wasserundurchlässige Betonbauwer-
ke – Weiße Wannen) gearbeitet (2. Auf-
lage, November 2002).
Anforderungsklassen
10

SOHLE

Die Anforderungen an die Dichtheit


2

SCHUTZANSTRICH eines Bauwerkes sind nach Art und


SOHLENABDICHTUNG zukünftiger Nutzung des Objektes
UNTERBETON unterschiedlich. In Abhängigkeit von
HOHLKEHLE äußeren Einflussfaktoren – wie Was-
TRENNLAGE serdruck, Untergrund, klimatische
Grafik 6-8: „Kehlenstoß“: Übergang Sohlenabdichtung - Wandabdichtung Verhältnisse usw. – kann durch Wahl
einer geeigneten Konstruktionsklas-
se eine vorher festzulegende Anfor-
BITUMENBAHN
BITUMINÖSER 5 cm derungsklasse erreicht werden. In
ABDICHTUNGSAUFSTRICH der Richtlinie der ÖVBB werden fünf
Anforderungsklassen definiert (siehe
Tabelle 6-2), die in Abhängigkeit von
34
ca. 10 cm

der Wasserdruckklasse sowie der


Konstruktionsklasse erreicht werden
ca. 15 cm

können. Die Anforderungsklasse ist


vom Bauherrn in Zusammenarbeit mit
WAND

WAND

dem Planer in Abhängigkeit von der


vorgesehenen Nutzung festzulegen.
Dabei sind die Aspekte der Wirtschaft-
WANDRÜCKLAGE SCHUTZSCHICHT lichkeit und technischen Realisierbar-
Grafik 6-9: Oberer Abdichtungs-Abschluss
keit zu beachten. (Es ist festzuhalten,
dass die Anforderungsklasse As nur
für Sonderfälle angestrebt werden soll;
die Anforderungsklasse A3 kommt im
Wesentlichen nur für einschalige Bau-
weisen mit Bohrpfahl- oder Schlitzwand
zur Anwendung). Der Zusammenhang
zwischen Anforderungsklasse, Was-
serdruck und Konstruktionsklasse ist
Grafik 6-10 zu entnehmen.

Bild 8: Fertigteilkellerwände können ebenso


wasserundurchlässig ausgeführt werden, die
Stöße sind dann durch entsprechende Fugen-
bzw. Quellbänder abzudichten
(Foto: Firma Maba)
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W[m] Wirtschaftlichkeit Anforderungs- Kurzbezeich- Beschreibung der Mögliche


klasse nung Betonoberfläche Anwendungsgebiete
AS-Sonderklasse vollständig keine visuell feststell- Sonderräume und Lager für
W4 trocken baren Feuchtstellen besonders
prüfen

(Dunkelfärbungen) feuchtigkeitsempfindliche
nicht empfohlen

15 erkennbar Güter
A1 weitgehend visuell einzelne Aufenthaltsräume, Lager,
W3 trocken Feuchtigkeitsstellen Hauskeller (Einlagerungs-
erkennbar (max. matte räume),
Kon1
10 Dunkelfärbung) Haustechnikräume mit be-
sonderen Anforderungen
W2 Kons A2 leicht feucht visuell und manuell Garagen, Haustechni-
feststellbare einzelne kräume (z.B.: Heizräume,
5 glänzende Feuch- Kollektoren)
tigkeitsstellen an der
W1 3 Kon2 Oberfläche
A3 feucht tropfenweiser Wasser- Garagen (mit Zusatzmaß-
Wo austritt mit Bildung von nahmen, z.B. Entwässe-
0
As A1 A2 A3 A4 Wasserschlieren rungsrinnen)
Anforderungsklasse
Tabelle 6-2: Anforderungsklassen an Außenwände, Bodenplatten und Decken von „Weißen Wan-
nen“ (Auszug der entsprechenden Tabelle der ÖVBB-Richtline)
Grafik 6-10: Zusammenhang zwischen Anfor-
derungsklasse, Wasserdruck und Konstrukti-
onsklasse nach ÖVBB-Richtline

6.9.3 Belastungen und ÖVBB-Richtlinie „Weiße Wannen“ Berechnung und Bemessung 35


Einwirkungen enthalten. Tragsicherheitsnachweise
Belastungen Schwinden und Kriechen „Weiße Wannen“ sind grundsätzlich
Eigengewicht der Konstruktion, Erd- Die Größenordnung der Schwind- und nach der aktuellen Normenlage zu
druck und Wasserdruck sind gemäß Kriechbeiwerte kann auch für nicht berechnen und bemessen.
den einschlägigen ÖNORMEN zu be- vorgespannte Konstruktionen gemäß Gebrauchstauglichkeitsnachweise
rücksichtigen. Für den Rissebeschrän- ÖNORM B 4250 abgeschätzt werden.
kungsnachweis müssen die ständig Dabei darf der Abbau der Zwangsbe- Die Bewehrung ist so zu konstruie-
wirkenden Nutzlasten (Dauerlasten) ge- anspruchungen durch das Kriechen ren und anzuordnen, dass eventuell
mäß ÖNORM B 4700 beachtet werden. des Betons in Rechnung gestellt auftretende Risse möglichst fein verteilt
werden. Es ist jedoch zu berücksichti- werden (Mindestanforderung quadrati-
Zwangsbeanspruchungen sches Netz a = 15 cm). Durch die Wahl
gen, dass die ungünstigsten Zwangs-
In statisch unbestimmten Systemen der Stabdurchmesser, der Abstände
beanspruchungen zumeist im jungen
muss auf Zwängungen aus Tempe- der Bewehrung und durch den Beweh-
Bauwerk auftreten und dass zu diesem
ratur, Schwinden und Kriechen sowie rungsgehalt kann die Einzelrissbreite
Zeitpunkt zufolge der noch nicht voll
auf Lagerverschiebungen Bedacht gesteuert werden. Gemäß dem Anfor-
entwickelten Zugfestigkeit des Betons
genommen werden, und zwar wenn derungsprofil werden die in Tabelle 6-3
am ehesten Rissbildungen zu erwarten
sie einen maßgebenden Beitrag zu angeführten Rissbreiten gefordert.
sind.
den Schnittgrößen liefern. Eine risse-
verteilende Bewehrung bei überwie- Setzungen, Hebungen, Verdrehungen 6.9.4 Baustoffeigenschaften
gender Zwangsbeanspruchung gemäß Bei der Ermittlung von Schnittgrößen Bei der Betonzusammensetzung ist
ÖNORM B 4700 ist auf jeden Fall infolge Langzeitdifferenzverformungen besonders darauf zu achten, dass der
vorzusehen. darf der Abbau der durch Kriechen Beton eine gute Verarbeitbarkeit und
Temperatur entstehenden Schnittgröße im Allge- ein dichtes Gefüge aufweist. Ebenso
Für unterirdische Bauwerke ist im meinen durch den Faktor 0,5 berück- ist eine möglichst geringe Wasserab-
Allgemeinen mit einer Temperaturdif- sichtigt werden. Wasserdruck siehe sonderung sicherzustellen. Zur Ver-
ferenz von ±10° C zu rechnen. Nähere Abschnitt 6.9 meidung schädlicher Risse ist neben
Hinweise zur Bemessung sind in der konstruktiven Maßnahmen (z.B. riss-
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weitenbegrenzende Bewehrung) und und die Ausfüllung des Hohlraumes mit Innenrüttlers ist etwa der 7- bis
bautechnischen Vorkehrungen (z.B. schwindfreiem Fertigmörtel bzw. die 10fache Rüttelflaschendurchmesser
Ausschalzeitpunkt, Nachbehandlung) Verwendung von Rohr-Distanzelemen- anzusetzen.)
die Verwendung eines Betons notwen- ten, die nach dem Ausschalen sauber
dig, bei dem möglichst geringe Tempe- zu verkleben sind. (Zum Teil werden
ratur- und Schwindspannungen entste- durch den Baukörper führende Veran-
hen. Dazu sollen die zur Erreichung der kerungen bei Weißen Wannen von den

Temperaturunterschied ∆t
geforderten Betoneigenschaften not- Baubehörden nicht zugelassen!). Beim 3

Temperaturanstieg
wendigen Zement- und Wassermengen Einbringen und Verdichten sind folgen-
de Punkte zu beachten: 2 4
und die bei der Erhärtung freigesetzte
Hydratationswärme möglichst gering ❍ freie Fallhöhen über 1,50 m sind zu
sein (Grafik 6-11). Beton für wasser- vermeiden 1 8
dichte Bauwerke sollte bei Einhaltung
❍ die Schüttlagen sind mit 50 cm zu
der geforderten Betoneigenschaften 16
beschränken Holz-
unter Verwendung Wasser sparender schalung Frischbetontemperatur
Zusatzmittel (FM, BV, LPV) hergestellt ❍ die Wirkungsbereiche der Rüttler
werden. Zur Verringerung der Tem- müssen sich in horizontaler und
peraturspannung ist die Verwendung vertikaler Richtung überschneiden. Grafik 6-11: Temperaturunterschied warmer
C3A-armer oder zumahlstoffhältiger Ze- (Als Wirkungsdurchmesser des Kern/kalte Schale
mente zu empfehlen. Ebenso kann ein
Teil des Bindemittels mit hydraulisch
Tabelle 6-3: Konstruktionsklassen für „Weißen Wannen“ (Auszug der entsprechenden Tabelle der
wirksamen Zusatzstoffen, z. B. Fluga- ÖVBB-Richtline)
sche, abgedeckt werden. Der Einfluss
36 Konstrukti- Min. Bauteildi- Bemessung Sonst. konstruktive Erfordernisse
der Frischbetontemperatur auf die onsklasse cke1 auf Last
Temperaturentwicklung, die maximale KonS ≥ 0,45 m bis Rissbreiten- maximale Bauteillängen:
Bauwerktemperatur bei der Erhärtung, max. W1 beschränkung Abstände der
die Festigkeitsentwicklung und die ≥ 0,60 m für W2 auf ≤ 0,15 mm - Dehn- und Raumfugen ≤ 15 m
Endfestigkeit des Betons sind ebenfalls - Arbeitsfugen in Wänden ≤ 10 m
Einbau von Gleitfolien als
zu beachten. (Frischbetontemperaturen
Trennung von Außen- und
um 15° C haben sich als besonders Innenschale erforderlich,
günstig erwiesen). Hinsichtlich weiter- eventuell Vorspannung,
führender Angaben zur Betonherstel- Vermeidung von Höhen-
lung ist auf die einschlägigen ÖNOR- sprüngen u. Bewegungs-
behinderungen durch Kon-
MEN und Richtlinien zu verweisen. takt mit der Umgebung
Kon1 ≥ 0,35 m bis Rissbreiten- maximale Bauteillängen:
6.9.5 Arbeiten auf der Baustelle max. W3 beschränkung Abstände der
≥ 0,60 m für W4 auf ≤ 0,20 mm - Dehn- und Raumfugen 15-30 m
Das Ziel der Betonierarbeiten ist die
- Arbeitsfugen in Wänden ≤ 15 m
Herstellung einer möglichst geschlos- Kontakt mit der Umgebung
senen, dichten Betonoberfläche und zugelassen, Höhensprünge
eines praktisch vollständig verdichteten angerampt, Neigung ca.
30°. Einlage von Trennfolien
Betons. Als Schalung sind glatte, was-
empfohlen
sersperrende Elemente zu verwenden,
Kon2 ≥ 0,30 m Rissbreiten- maximale Bauteillängen:
wobei neben der Standfestigkeit der beschränkung Abstände der
gesamten Schalwand auf die Dichtheit auf ≤ 0,25 mm - Dehn- und Raumfugen 30-60 m
an den Fugen der Schaltafeln zu ach- - Arbeitsfugen in Wänden ≤ 15 m
ten ist. Beim Rödeln ist wegen der Kor- Kontakt mit der Umgebung
zugelassen, Höhensprünge
rosionsgefahr zu berücksichtigen, dass sind konstruktiv zu beach-
es keine frei liegenden oder zu gering ten
überdeckten Rödeldrähte gibt; zu 1 Ohne Berücksichtigung der statischen, herstellungstechnischen und konstruktiven

empfehlen ist der aufgesteckte Konus Erfordernisse; W1,W2 ...Wasserdruckklassen.


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platte wird günstigerweise 20 bis 25


cm über die Außenfläche der Wand
schwierig zu schalen, vorgezogen, um einen besseren
Schmutz u. Wasser
sammeln sich Schalungsansatz zu gewährleisten
und die Bodenpressung zufolge
m
20
m 40 Wandlast zu verringern. Beim Be-
tonieren ist besonders auf das Ab-
1 Grafik 6-16: Probleme bei Abwinkelungen in schalen im Bereich von Fugenbän-
2
1 Arbeitsfugen dern zu achten. Grafik 6-18 zeigt
2
1 die Abschalung im Bereich eines
2
1
Außenfugenbandes einer Boden-
6m
ca. 1,8-2,0 m

ca platte, Grafik 6-19 die Abschalung


für ein Körperband (Innenfugen-
band) in einer vertikalen Wandfuge.
Um das Fugenband nicht aus der
vorgesehenen Lage zu drücken,
ist auf eine beiderseits gleichmäßig
Grafik 6-12: Betonierabschnitte
satte Hinterfüllung zu achten, wobei
besonders vorsichtig zu rütteln ist
Grafik 6-17: Beispiel für die Fugenausbildung
(Quelle: ÖVBB) (Grafik 6-20).
Scheinfugen
Hinsichtlich der Unterteilung in Be- (Grafik 6-21) entsprechen einer durch
tonierabschnitte und der Betonier- gezielte Querschnittsschwächung her- 37
reihenfolge ist auf die Grafiken 6-12 vorgerufenen „Sollbruchstelle“. Dabei
und 6-13 zu verweisen. Die Stöße und unterscheidet man zwischen Schein-
Überlappungen der Bewehrung sind fugen für Verformungen während der
möglichst nicht gleichförmig in einer Bauherstellung („Schwindfugen“) und
Zone anzuordnen (Grafik 6-14). „Dehnungsfugen“. Erstere werden
6.9.6 Fugen nachträglich ausgegossen oder injiziert
Grafik 6-13: Betonierfolge und entsprechen daher im Endzustand
Arbeitsfugen
einer Arbeitsfuge. Zweitere entspre-
(Grafik 6-15) sind in folgenden Berei- chen Scheinfugen für Verformungen
chen erforderlich: während der Bauherstellung und für
❍ bei konstruktionsbedingtem An- wiederkehrende Formänderungen.
schluss der Bodenplatte an die Dehnungsfugen
Wand bzw. der Wand an die Decke
(Grafik 6-22) gehen durch den gesam-
❍ an konstruktionsbedingten Untertei- ten Querschnitt und nehmen Verfor-
lungen größerer Bauteile mungen während der Herstellung,
Grafik 6-14: Stöße und Überlappungen der ❍ bei Teilung in Betonierabschnitte, Wärmedehnungen des Betons und
Bewehrung möglichst nicht gleichförmig in (bedingt durch die Hydratations- (gegebenenfalls) wiederkehrende an-
einer Zone
wärmeentwicklung). An Arbeitsfu- dere Formänderungen des erhärteten
gen sollten Abwinkelungen (Grafik Bauteils sowie Setzungsunterschiede
6-16) möglichst vermieden werden. auf. Zum Einsatz kommen unterschied-
Der Schalungsansatz für die Ar- liche Fugenbänder (Grafik 6-23) oder
beitsfuge in der Bodenplatte sollte Quellfugenbände (Grafik 6-24).
etwa 10 cm angehoben werden
(Grafik 6-17), um Kollisionen von Fugenbandmaterialien
Bewehrung und Fugenband zu Abhängig vom Abdichtungsprinzip
Grafik 6-15: Arbeitsfuge vermeiden. Der Rand der Boden- werden unterschiedliche Fugenband-
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materialien eingesetzt. Allen Abdich- Materialeigenschaften


tungsprinzipien liegt zugrunde, dass
Fugenbänder aus PVC-P (P = Plasto-
der Umwanderungsweg ausreichend
mer) sind thermisch verschweißbar.
konzipiert sein muss. Die Abdich-
Natur- und Synthese-Kautschukbänder
tungsprinzipien und Materialien sind
(Elastomere) sind nur durch Vulkanisie-
abhängig von den objektspezifischen
ren (mit hohem technischem Aufwand)
Grafik 6-18: Abschalung bei einem Außenfu- Randbedingungen zu wählen. Im
miteinander zu verbinden. Kombinati-
genband in der Bodenplatte Wesentlichen ist nach Material und
onspolymerisate (PVC/NBR) gleichen
Wirkungsweise zu unterscheiden.
hinsichtlich der Werkstoffeigenschaften
Elastomeren, können jedoch thermisch
verschweißt werden. Fugenbleche
müssen der Stahlgüte S 235 entspre-
Körperbänder chen und eine Mindestdicke von 2 mm
aufweisen. Quellbänder wirken durch
Volumsvergrößerung (Einlagerung
von Wasser in die Molekularstruktur)
wasserdichtend (Quellfaktor des wirk-
Grafik 6-19: Abschalung bei einem Innenfu- samen Dichtmaterials mind. 200 %).
genband in einer vertikalen Wandfuge Verpressschläuche wirken wie Quell-
fugenbänder, sie werden nachträglich
verdrückt und können nachinjiziert
werden. Eine Neuerung auf dem Markt
38 sind kombinierte Quell- Verpreßss-
schläuche. Der äußere Mantel besteht
Randbänder aus einem quellfähigen Dichtmateri-
al, im Kern ist ein Verpressschlauch
eingebettet, durch den nachträglich
Fugenabschlussband injiziert werden kann. Eine Zusammen-
Grafik 6-20: Rütteln im Fugenbandbereich
stellung der Abdichtungsprinzipien ist
(links: falsch)
in Tabelle 6-4 dargestellt.
6.9.7 Durchdringungen
Durchdringungen der wasserundurch-
Grafik 6-23: Fugenbänder für Dehnungsfugen
lässigen Bauteile lassen sich nicht
immer vermeiden. So sind z.B. Rohrlei-
Grafik 6-24: Quellfugenband tungen und Kabel durch die Wände zu
führen oder Schalungsanker anzuord-
Bauabschnitt 1
nen, die die Wanne durchstoßen. Diese
Durchdringungen sind wasserundurch-
Grafik 6-21: Scheinfuge
lässig herzustellen. Sie sollen die
Bauteile rechtwinklig durchstoßen
(Grafik 6-25). Längsgeführte Leitungen
Grafik 6-22: Dehnungsfuge in Sohlplatten und Wänden sind auf
Quellband
Bandprofil 30 x 30 jeden Fall zu vermeiden: Sie gelten
bei Weißen Wannen als nicht fachge-
Haftvermittler
Klebe- oder
recht. Stemmarbeiten für Durchbrüche
Quellpaste und das nachträgliche Einsetzen der
Durchdringungen in die Betonwand
Bauabschnitt 2
scheiden auf jeden Fall aus. Bohrun-
gen für das spätere Durchschieben
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Abdichtungs- Fugenbandmaterial 6.9.8 „Braune Wanne“ Wirtschaftlichkeit, da hinsichtlich der


prinzip Rissweitenbeschränkung deutlich ge-
Neben Schwarzer und Weißer Wan-
Labyrinthprinzip Fugenbänder aus ringere Anforderungen gestellt werden
PVC-P (Thermoplas-
ne konnte sich in den letzten Jahren
als bei der Weißen Wanne:
ten), Fugenbänder die so genannte „Braune Wanne“
aus Natur- oder etablieren. Dabei handelt es sich um Die unbedenkliche Rissbreite wcal liegt
Synthesekautschuk eine Stahlbetonkonstruktion mit außen bei Weißen Wannen – abhängig von
(Elastomere)
liegenden (wasserseitig angeordne- den Anforderungsklassen - im Bereich
Einbettungsprinzip Blechstreifen
ten) Dichtmatten aus Bentonit, wobei von 0,15 bis 0,25 mm, bei so genann-
Anpressprinzip Quellprofile
die abdichtende Wirkung durch das ten Braunen Wannen kann mit Riss-
Verfüllprinzip nachinjizierbare
Zusammenwirken von Stahlbetonkons- weiten von wcal = 0,30 das Auslangen
Systeme
truktion (WU-Beton) und außen liegen- gefunden werden.
Tabelle 6-4: Abdichtungsprinzip und Fugen- der Dichtschicht aus Bentonit erreicht
bandmaterialien Die Wirkung von Bentonit kann (ohne
wird. Wegen der braunen Färbung
detailliert auf die materialtechnologi-
der Bentonitelemente erhielt diese
schen Eigenschaften einzugehen) als
Bauweise die Bezeichnung „Braune
„selbstheilende Wirkung“ beschrieben
Wanne“.
werden. Die grundsätzlichen Eigen-
Die wesentlichen Vorteile dieser Bau- schaften von Bentonit sind der Darstel-
weise sind die hohe Sicherheit und die lung in Grafik 6-26 zu entnehmen.

39

Grafik 6-25: Wanddurchdringung

der Leitung sind möglich, jedoch nur


mit Diamant-Bohrkronen. Der Zwi-
schenraum zwischen Wandung und
Leitung muss mit Dichtungsmaterial
ausgefüllt und abgedichtet werden.
Der Schwachpunkt bei diesen Ausfüh-
rungen ist das Abdichten der Rohr-
durchführung. Bei Flanschrohren wird
die Rohrleitung dichtend angeflanscht.
Hierbei handelt es sich um eine starre
Verbindung, die gegen Bewegungen
sehr empfindlich ist, z. B. bei Set-
zungen des Bodens im Bereich der
Baugrube.

Grafik 6-26: Eigenschaften von Bentonit


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Grafik 6-28: Ausführung von Fundamentunterkanten zur Vermeidung von Verschnittkosten (Quelle:
www.dichte-bauwerke.de)
Tabelle 6-5: Gegenüberstellung der Maßnahmen bei drückendem Grundwasser

Schwarze Wanne Weiße Wanne Braune Wanne


Nutzung keine Auswirkungen Auswirkungen auf- mögliche geringe
grund der Dampfdif- Auswirkungen
fusion
Chemischer Tragkonstruktion ist Tragkonstruktion ist Tragkonstruktion weit
Grafik 6-27: Wirkung der Bentonitschicht Angriff geschützt korrosiven Angriffen gehend geschützt
(Aufquellen bei Feuchtezutritt) ausgesetzt
Bauzeit Auswirkungen auf praktisch keine Aus- praktisch keine Aus-
Bauzeit zu beachten wirkungen wirkungen
Witterung Herstellung witte- Herstellung weit Herstellung weit
40 rungsabhängig gehend witterungsun- gehend witterungsun-
abhängig abhängig
Konstruktion geringe Anforderun- wesentliche Aus- geringe Anforderun-
gen an die Baukons- wirkungen auf die gen an die Baukons-
truktion Baukonstruktion truktion
Technologie durch Normen keine Norm, jedoch kein festes Regelwerk
und Regelwerk geregelt als Richtlinie (ÖVBB)
Schadenssa- sehr aufwändig Schadensauftreten Regulierung großteils
nierung möglich, Sanierung durch Selbstheilung
meist relativ einfach
Grafik 6-29: Rohrdurchführungen bei Braunen Kosten relativ hoch relativ gering etwas höher als Weiße
Wannen (Quelle: www.dichte-bauwerke.de) Wanne

Die notwendige Bentonitschicht wird Material ist bei Zutritt von Wasser in der der Quelldruck eine hochabdichtende
– abhängig von der Art der Vorberei- Lage das Fünf- bis Siebenfache seines Wirkung.
tung – zwischen Deckschichten aus Gewichtes an Wasser zu binden, wobei
Das Quellvermögen und damit die
Geotextilien oder Karton eingebettet eine entsprechende Volumszunahme abdichtende Wirkung kann durch
und – außerhalb der Stahlbetonkons- eintritt. Salzkonzentrationen im Grundwasser
truktion – auf der Schalung und
Bei Zutritt von Feuchtigkeit kommt es beeinflusst werden, weshalb vor Ein-
Sauberkeitsschicht unter der Funda-
zum Aufquellen der Bentonitschicht satz einer Braunen Wanne das Grund-
mentplatte oder an den erdberührten
und damit zum „Verheilen“ der entstan- wasser zu untersuchen ist.
Wänden aufgebracht.
denen Risse (Grafik 6-27). 6.9.9 Vergleich der Systeme
Die abdichtende Wirkung der außen
liegenden Matten wird durch Bentonit, Wird diese Quellung in ihrer Ausdeh- Obwohl mit einer „Braunen Wanne“
einem durch Verwitterung vulkanischer nung behindert (Auflast der Funda- auch relativ komplizierte Fundament-
Aschen oder gleichartiger Ablagerun- mentplatte oder Anpressdruck der Hin- formen abgedichtet werden können
gen entstandenen Ton, erreicht. Dieses terfüllung an die Kellerwände), bewirkt (Grafik 6-28), sollte darauf geachtet
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werden, dass (ähnlich wie bei so ge- Der wesentliche Unterschied zwischen in jedem Fall im Gebäude schadlos
nannten „Weißen Wannen“) die Funda- Weißer und Brauner Wanne liegt darin, abgeführt werden können.
mentsohlen möglichst eben ausgeführt dass nachträglich entstandene Risse in
Die Abdichtung darf in der Regel durch
werden. Braunen Wannen wieder verschlossen
keine in ihrer Ebene wirkenden Scher-
werden. (Langzeiterfahrungen mit der-
In einer vergleichenden Gegenüber- kräfte beansprucht werden.
artigen Konstruktionen stehen derzeit
stellung (Tabelle 6-5) können die Vor-
jedoch noch aus). Die Qualität des auf die Abdichtung
und Nachteile der drei Ausführungs-
treffenden Grundwassers ist in der
arten von Kellerkonstruktionen bei Wie bei der Weißen Wanne ist der
Vorprojektphase zu untersuchen.
(zeitweise) drückendem Grundwasser Einsatz der Braunen Wanne nur unter
(Grafik 6-28) dargestellt werden. besonderen Rahmenbedingungen Die Ausführung von Rohr- und Kabel-
möglich. durchführungen bei Braunen Wannen
Zusammenfassend kann festgehalten
ist in Grafik 6-29 skizziert.
werden, dass die Kosten von Weißen Die im Gebrauchszustand durch
und Braunen Wannen etwa in der glei- Abdichtung und Stahlbetonkonstruk-
chen Größenordnung anzusetzen sind. tion eindringende Feuchtigkeit muss

41
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7 Schutzräume
Die Errichtung von Schutzräumen
ist immer noch, besonders aufgrund
vergangener Ereignisse, von Bedeu-
tung. In Österreich sind für ca. 40 %
der Bevölkerung Schutzräume fertig
gestellt, zum Großteil im Rohbau.
Eventuelle Verpflichtungen zu notwen-
digen Baumaßnahmen für den Einbau
von Schutzräumen sind der jeweils
gültigen Bauordnung zu entnehmen.
Ebenso sollten Erkundigungen über
Landesförderungen zum Schutzraum-
bau eingeholt werden. Die Einzelhei-
ten angesprochener Verpflichtungen
werden entweder in den jeweiligen
Bauordnungen oder in eigenen Schutz-
raumverordnungen kundgemacht. Die
folgenden Angaben beschränken sich
auf Einzelschutzräume (Typ: Grund- Bild 9: Der Raumbedarf eines Schutzraumes ergibt sich aus der Anzahl der notwendigen
schutz) mit einem Fassungsvermögen Schutzraumplätze, dem nötigen Luftbedarf sowie dem Platzbedarf für Toilette, Waschgelegenheit,
von maximal 50 Personen. Lüftungsanlage sowie Vor- und Nebenräume (Foto: Firma Krobath)

42
7.1 Schutzumfang Folgende Faktoren sind zu berücksich- technischen Vorgaben (ÖNORMEN)
tigen, um den geforderten Schutz-
Zur Sicherstellung eines hinreichen- ❍ Anordnung von Notausgängen zum
umfang zu erreichen:
den Schutzes gegen technische und gesicherten Verlassen der Schutz-
naturbedingte Gefährdungen ist der ❍ Auswahl einer möglichst geschütz- räume
jeweiligen Bedrohungsart ein entspre- ten Lage (Anordnung unter Gelän-
chender Schutzumfang (Schutzklasse) de, günstig – innerhalb des Gebäu-
zuzuordnen. In jeder Schutzklasse ist des) 7.2 Planungsgrundlagen
auf die Sicherstellung ausreichender ❍ entsprechend dimensionierte mas- Schutzräume sollten nach den Erfah-
Luftzufuhr in den Schutzraum sowie auf sive Umfassungsbauteile aus nicht rungen der Wissenschaften geplant,
einen minimalen Platzbedarf, bezogen brennbaren Baustoffen mit hoher berechnet und ausgeführt werden.
auf die Anzahl der aufzunehmenden Dichte Als solche sind im Besonderen die
Personen, zu achten. Grundsätzlich einschlägigen ÖNORMEN (S 6000,
❍ Einbau einer trümmersicheren
sollen Schutzräume folgende Funktio- S 6001, S 6010, S 6020 bis S 6023,
Schutzraumdecke und gasdichter
nen übernehmen: S 6050 bis S 6053, S 6070, S 6072,
Schutzraumabschlüsse
❍ Schutz gegen radioaktiven Nieder- S 6075 bis S 6078, S 6090, S 6010)
schlag ❍ Vorkehrung einer natürlichen Be- und die vom Bundesministerium für
und Entlüftung mit Absperrventilen Wirtschaft und Arbeit (vormals „BM
❍ Schutz gegen die Wirkung biologi-
❍ Einbau einer mechanischen Schutz- f. Bauten und Technik“) herausgege-
scher und chemischer Stoffe
lüftung (über einen Sandfilter) und benen Technischen Richtlinien an-
❍ Schutz gegen kriegerische Einwir- Entlüftung über ein Überdruckventil zusehen, sofern in den zutreffenden
kungen herkömmlicher militärischen Landesverordnungen keine anderen
❍ Gewährleistung eines Daueraufent-
Sprengstoffe Regelungen enthalten sind. Weite-
haltes von mindestens zwei Wo-
re Informationen sind auch über die
❍ Schutz gegen Brandeinwirkungen chen ohne Versorgung von außen
Homepage www.bmwa.gv.at oder den
❍ Schutz gegen Zerstörungen durch ❍ Ausstattung (und Kennzeichnung) Österreichischen Zivilschutzverband
Naturkatastrophen, z.B. Erdbeben der Schutzräume entsprechend den erhältlich.
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Als Grundlage für die Dimensionierung nicht zulässig. Die Schutzraumdecke


der Bauteile sind im Schutzraumbau ist als Stahlbetondecke in Ortbeton
nicht nur statische Überlegungen, oder als Stahlbetonfertigteildecke mit
sondern auch Strahlenschutzberech- statisch wirksamem Aufbeton, jedoch
nungen erforderlich. nicht als Hohlkörperdecke herzustel-
len. Bei Außenbauten richtet sich der
Deckenaufbau nach der Stärke der
7.3 Konstruktionshinweise
Erdüberdeckung. Zur Sicherstellung
Die Umfassungsbauteile eines Schutz- der Gasdichtheit und des Strahlen-
raumes müssen aus Stahlbeton (Aus- schutzes sind im Allgemeinen nur sol-
nahmeregelungen in einzelnen Bauvor- che Schalungssysteme zu verwenden,
schriften) in Ortbeton (zumindest der bei denen nach dem Ausschalen der
Festigkeitsklasse Wände keine durchgehenden Löcher
B 20/B 225) mit einer Mindestdichte (Rödelöffnungen) und Rohre im Beton
des Betons von 2200 kg/m³ herge- verbleiben. Neben der Errichtung von
stellt werden. Umfassungswände aus Schutzräumen in Ortbetonbauweise
Ortbeton müssen mindestens 30 cm besteht die Möglichkeit, diese aus
dick sein. Gemauerte Wände sind Fertigteilen herzustellen.

Firmen, die sich auf Schutzraumbau und Ausstattung spezialisiert haben:


EKO Life Style
Austr. 75, 6832 Sulz, Tel. +43 (55 22)44 6 56 43
Grim Schutzraumtechnik
Albrechtsberger-Str., 32 3390 Melk, Tel. +43 (27 52) 545 37,
E-Mail: ernst.grim@utanet.at
Keinrad Hubert Schutzraumtechnik
Hausleitenstr. 14, 4522 Sierning, Tel. +43 (72 59) 27 65
Krenn Josef, Umwelttechnik
Edersgraben 45, A-8330 Grossendorf, Tel. +43 (31 55) 25 98
Krobath protech GmbH
Grazer Str. 35, 8330 Feldbach, Tel. +43 (31 52) 90 02 - 166,
E-Mail: office@protech.krobath.com
SEBA Selbstschutzzentrum Gmunden GesmbH
Herakhstr. 36, A-4810 Gmunden, Tel. +43 (76 12) 700 97,
E-Mail: office@seba.at
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EINSCHLÄGIGE ÖNORMEN

Zahlreiche ÖNORMEN enthalten ÖNORM B 3656: Polymerbitumen- ÖNORM B 4701: Betontragwerke


Bestimmungen, die die Planung und Dach- und Abdichtungsbahnen mit – EUROCODE-nahe Berechnung,
Herstellung von Kellerbauteilen betref- Glasgewebeeinlage – Anforderun- Bemessung und konstruktive
fen; die folgende Aufstellung stellt einen gen Durchbildung
Auszug dieser Normen dar.
ÖNORM B 3657: Polymerbitumen- ÖNORM B 4705: Fertigteile aus Beton,
Dach- und Abdichtungsbahnen mit Stahlbeton und Spannbeton und
ÖNORM B 2205: Erdarbeiten; Werkver- Kunststoffvlieseinlage – Anforde- daraus hergestellte Tragwerke für
tragsnorm rungen vorwiegend ruhende Belastung
ÖNORM B 2206: Mauer- und Versetzar- ÖNORM B 3697: Schutz-, Trenn- und ÖNORM B 4710-1: Beton-Festlegung,
beiten – Werkvertragsnorm Filtervliese aus Synthesefasern Herstellung, Verwendung und Kon-
für Dach- und Dichtungsbahnen formitätsnachweis
ÖNORM B 2209-1: Abdichtungsar-
– Anforderungen, Prüfungen, Norm- ÖNORM B 5070: Betonrohre und zu-
beiten – Werkvertragsnorm, Teil 1:
kennzeichnung gehörige Formstücke – Anforderun-
Bauwerke
ÖNORM B 3700: Kunststoff-Dich- gen, Prüfung und Gütesicherung
ÖNORM B 2209-2: Abdichtungsar-
tungsbahnen; Sorteneinteilung ÖNORM B 5140: Flexible Dränrohre;
beiten – Werkvertragsnorm, Teil 2:
– allgemeine Anforderungen und gewellt; aus PVC-hart – Abmessun-
Genutzte Dächer
Prüfungen gen, technische Lieferbedingungen
ÖNORM B 2274: Bodenaufschlussar- und Prüfungen
ÖNORM B 3800-4: Brandverhalten von
beiten in Locker- und Festgestein
44 Baustoffen und Bauteilen ÖNORM B 6053: Dämmstoffe für den
- Werkvertragsnorm
ÖNORM B 3806 Anforderungen an das Wärme- und Schallschutz im Hoch-
ÖNORM B 2280: Verbauarbeiten; bau; Polystyrol Extruderschaumstoff
Brandverhalten von Bauprodukten
Werkvertragsnorm XPS
(Baustoffen)
ÖNORM B 3208: Mantelsteine – Anfor- ÖNORM B 4400: Erd- und Grundbau; ÖNORM B 8110 T 1 V: Wärmeschutz im
derungen und Prüfungen – Norm- Bodenklassifikation für bautechni- Hochbau – Anforderungen an den
kennzeichnung sche Zwecke und Methoden zum Wärmeschutz und Deklaration des
Erkennen von Bodengruppen Wärmeschutzes von Gebäuden
ÖNORM B 3305: Betonangreifende
Wässer, Böden und Gase – Beurtei- ÖNORM B 8115 T 1 bis T 4: Schall-
ÖNORM B 4401 T 1 bis T 4: Erd- und
lung und chemische Analyse schutz und Raumakustik im Hoch-
Grundbau
bau. Die im Zusammenhang mit der
ÖNORM B 3350: Tragende Wände ÖNORM B 4430 T 1 und T 2: Erd- und Ausstattung von Schutzräumen zu
– Bemessung und Konstruktion Grundbau; zulässige Belastungen beachtenden ÖNORMEN (Gruppe
ÖNORM B 3615: Bitumenlösungen für des Baugrundes S) sind unter Abschnitt 7 angeführt.
Vor- und Deckanstriche – Anforde- ÖNORM B 4431 T 1 und T 2: Erd- und ÖNORM EN 13501-1 Klassifizierung
rungen Grundbau; zulässige Belastungen mit den Ergebnissen aus den
ÖNORM B 3651-1: Bitumen-Dach- und des Baugrundes (Setzungen) Prüfungen zum Brandverhalten von
Abdichtungsbahnen mit Glasvlies- ÖNORM B 4434: Erd- und Grundbau- Bauprodukten
einlage – Anforderungen Erddruckberechnung ÖNORM EN 13501-2 Klassifizierung
ÖNORM B 3651-2: Bitumen-Dach und ÖNORM B 4435-2: Erd- und Grundbau von Bauprodukten und Bauarten zu
Abdichtungsbahnen mit Glasvlies- – Flächengründung EUROCODE- ihrem Brandverhalten
einlage und einseitiger Kunststof- nahe Berechnung der Tragfähigkeit
folien-Kaschierung – Anforderungen
ÖNORM B 4700: Stahlbetontragwerke
ÖNORM B 3652: Bitumen-Dach- und – EUROCODE-nahe Berechnung,
Abdichtungsbahnen mit Glasgewe- Bemessung und konstruktive
beeinlage – Anforderungen Durchbildung
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LITERATUR

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1994
Huber, G: Wasserdicht Bauen mit ge Betonbauwerke - Weiße Wannen.
Brandt, J., Lohmeyer, G., Wolf, H.: Beton. Wien: Zement + Beton Han- Erscheint voraussichtlich 1998
Keller richtig gebaut. Planen. dels- u. Werbeges.m.b.H. Pauser, A.: Hochbau, Keller und Grün-
Konstruieren. Ausschreiben. Köln: dungen. Skriptum des Institutes für
IBH (Hrsg.): Merkblatt; Bauwerkabdich-
Bundesverband der Deutschen Hochbau und Industriebau der TU
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Zementindustrie, 1984 Wien
stoffmodifizierten Beschichtungs-
Cziesielski, E.: Lufsky Bauwerksab- stoffen auf Basis von Bitumenemul- Pauser, A.: Beton im Hochbau;
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Haack, A., Emig, K.-F., Hilmer, K.,
Michalski, C: Abdichtungen im IBH (Hrsg.): Merkblatt; Bauwerkab- Pech, A.: Schutzräume, Grundschutz
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nutzten Deckenflächen. Berlin: starren und flexiblen Dichtungs- Zement + Beton Handels- u. Werbe-
Ernst&Sohn, 1995 schlämmen. Frankfurt: ndustriever- ges.m.b.H.

45

Medieninhaber und Herausgeber:


Zement + Beton Handels- und Werbeges.m.b.H. im Auftrag der österreichischen Beton- und Zementindustrie
A-1030 Wien, Reisnerstraße 53 Tel.: 01/714 66 85-0, Fax: 01/714 66 85-26, www.zement.at, E-Mail: bauberatung@zement-beton.co.at
Redaktion: Dipl.-Ing. Dr. Frank Huber, Grafische Gestaltung: Brigitte Nerger
Ausgabe Februar 2005