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Bruttoinlandsprodukt
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BIP ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter BIP
(Begriffsklärung) aufgeführt.

Staaten, klassifiziert nach Höhe des BIP pro Kopf (2019):


​> 50.000
​35.000–50.000
​20.000–35.000
​10.000–20.000
​5000–10.000
​2000–5000
​< 2000
​keine Daten

BIP (KKP)-Vergleich (IWF 2018, Top 10)


Das Bruttoinlandsprodukt (in der Schweiz auch Bruttoinlandprodukt[1] offizielle Abkürzung: BIP;
englisch gross domestic product, GDP), gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und
Dienstleistungen an, die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer
Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.[2]

Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
2 Geschichte
3 Datenerhebung und Berechnung
3.1 Datenerhebung und -verwendung
3.2 Nominales und reales BIP
3.3 BIP-Deflator
3.4 BIP und NIP
4 Arten der Berechnung
4.1 Methoden
4.2 Entstehungsrechnung
4.3 Verwendungsrechnung
4.4 Verteilungsrechnung
5 BIP als Indikator
5.1 Bruttoweltprodukt und Wirtschaftskraft
5.2 Wirtschaftswachstum
5.3 Vom BIP zum verfügbaren Einkommen
5.4 BIP pro Kopf und Wohlstand
6 Alternativen
7 Kritikpunkte
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise
Allgemeines
Somit werden alle finalen Güter, also Güter auf Verarbeitungsstufe der Endverwendung, als
Wirtschaftsleistung erfasst. Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet,
sondern auf Lager genommen werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt.

Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen werden bei der Berechnung des BIP nur die
Leistungen im Inland erfasst, es wird das sogenannte Inlandsprinzip angewendet; die
Landesgrenzen sind ausschlaggebend. Das Bruttonationaleinkommen hingegen richtet sich
nach dem Inländerprinzip. Es werden hierbei auch die im Ausland erbrachten Leistungen von
Inländern berücksichtigt; umgekehrt bleiben Leistungen unberücksichtigt, die Ausländer im
Inland erbracht haben. Hierbei sind also die Wohnsitze der Personen ausschlaggebend.[3]
Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt (NIP).

Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten
Zeitraum. Die Veränderungsrate des realen BIP dient als Messgröße für das
Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften und ist damit die wichtigste Größe der
volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (siehe Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt).[4]

Das Bruttoinlandsprodukt kann sich sowohl auf Staaten als auch auf andere administrative oder
geographische Einheiten beziehen. Teilweise werden dann die Begriffe Bruttoregionalprodukt,
Gross Provincial Product, Bruttoweltprodukt und andere verwendet.

Pendant des BIP in sozialistischen Staaten war das Nettomaterialprodukt.

Geschichte
Die ersten Grundsteine des BIP finden sich im 17. Jahrhundert beim britischen Ökonomen
William Petty.[5] Er versuchte, durch Datenerhebungen und empirische Forschungen
Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Entwicklungen und dem Wohlstand und der
Zufriedenheit der Bürger zu finden, damit die Regierung ihre Politik mit dieser Hilfe
entsprechend verbessern und Steuereinnahmen erhöhen könne. Die Überlegungen Pettys
entstanden als Reaktion auf eine Krise, die aus Bürgerkriegen in England, vielen Konflikten in
Schottland und Irland und dem Krieg Großbritanniens mit Frankreich bestand. Zu dieser Zeit
schien das Ermitteln von Informationen über den aktuellen Zustand der Wirtschaft als
Grundlage für politische Maßnahmen hin zur Verbesserung der Situation besonders sinnvoll.
Pettys erste volkswirtschaftliche Gesamtrechnung wirkte zuerst trivial und nicht besonders,
seine Methode, welche er politische Arithmetik nannte, war jedoch zu dieser Zeit vollkommen
neu.

Pettys Ziel war es letztendlich, zu zeigen, dass eine Änderung des Steuersystems zu höherem
Staatseinkommen führen könne. Er entdeckte damit die wirtschaftliche Kraft der arbeitenden
Bevölkerung und betonte die Möglichkeit, durch politische Maßnahmen hin zu mehr Wohlstand,
Macht zu erlangen. Um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, sei die Erfassung
empirischer Daten erforderlich. Die Kenntnis über die wirtschaftliche und soziale Situation des
Landes und der internationale Vergleich würden somit die Grundlage für politisches Handeln
bilden.

Pettys Schriften blieben bis zu seinem Tod jedoch unveröffentlicht. In 200 Jahren nach seinem
Tod wurde kein weiterer Versuch unternommen, mit seiner Methode das Volkseinkommen zu
berechnen.

In seinem 1776 erschienenen Werk Der Wohlstand der Nationen formulierte Adam Smith zwar
eine allgemeine Theorie wirtschaftlichen Fortschritts, erwähnte William Petty jedoch nicht. Seine
Schrift enthielt die Idee eines Jahresprodukts als Ertrag aus den Faktoren Boden und Arbeit,
basierend auf Arbeitsteilung als Schlüssel zu höherer Produktion. Smith sah den Fortschritt der
Wirtschaft jedoch als natürlichen Verlauf und keine Notwendigkeit staatlichen Eingriffs, weshalb
er auch keine Versuche der Berechnung des Wohlstandes unternahm.

Thomas Robert Malthus hingegen unternahm in seinem 1836 erschienenem The Principles of
Political Economy methodische Überlegungen zur Berechnung des Volkseinkommens, führte
diese aber ebenfalls nicht durch. Alfred Marshall spezifizierte mit seiner Idee des
Volkseinkommens in Principles of Economics die Berücksichtigung immaterieller Güter und
Dienstleistungen, sofern sie einen Marktpreis haben. Er bezeichnete die Ökonomie als
Wissenschaft zum Wohlstand, welcher durch die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse mit
Gütern zu erreichen sei. Daraus folge die Erhöhung der Gütermenge als sozialpolitische
Notwendigkeit, insbesondere zur Armutsbekämpfung nach der Industrialisierung.

Diese Thematik wurde 1920 durch Marshalls Nachfolger Arthur Cecil Pigou vertieft. Er nannte
den in Geld messbaren Teil der Wohlfahrt als Teilbereich der allgemeinen Wohlfahrt ‚Economic
Welfare’. Pigou nahm an, dass die Steigerung der wirtschaftlichen Wohlfahrt gleichzeitig
positive Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt eines Landes habe. Eine Erhöhung des
Volkseinkommens bedeute somit einen Anstieg der Gesamtwohlfahrt.

Die Idee des Volkseinkommens war somit seit Petty präsent und wurde methodisch verfeinert.
Bis in das 20. Jahrhundert glaubte jedoch niemand an die politische Bedeutung einer
statistischen Datenerhebung im Sinne Pettys.

Ein weiterer wichtiger Vordenker des heutigen BIP ist der Ökonom Colin Clark. Er unternahm
als erster nach Petty Berechnungen des Volkseinkommens und schaffte Grundlagen und
Elemente der BIP-Erfassung, die noch heute relevant sind. Außerdem entwickelte er das
Konzept des Wachstums, gemessen an der Wachstumsrate des Volkseinkommens. Clark sah
das Volkseinkommen wie Petty als eine politisch relevante Zahl für internationale Vergleiche.
Trotz zahlreicher Publikationen sah die britische Regierung jedoch lange keine Notwendigkeit,
das Volkseinkommen berechnen zu lassen.

Erst, in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, nahm die Diskussion um eine systematisiertere
Erfassung von Wirtschaftsdaten zur Wohlstandsmessung, vor allem in den USA und England,
parallel zum wachsenden Forschungsgebiet der Volkswirtschaftslehre, an Bedeutung zu. Da mit
dem II. Weltkrieg zunehmend die Notwendigkeit der kontinuierlichen statistischen Erfassung
aktueller Daten über den Zustand der Wirtschaft aufkam, kann dieser als Geburtsstunde der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bezeichnet werden. Die erfassten Daten dienten
hauptsächlich als Kalkulationsbasis der für Kriegsausgaben verfügbaren Mittel.

Im Jahr 1940 empfahl John Maynard Keynes in How to pay for the war[6] nicht nur Konsum und
Investitionen, sondern auch Staatsausgaben mit ins Volkseinkommen einzurechnen, was auch
noch der heutigen Definition des BIPs entspricht.

Keynes entwickelte Clarks Methode zur Berechnung des Volkseinkommens in Zusammenarbeit


mit den Mitgliedern des britischen Finanzministeriums James Meade und Richard Stone weiter,
welche sich schließlich durchsetzen konnte. Wenig später entwickelten Meade und Stone auf
der Grundlage Clarks und genauerer Definition Keynes ein Kontensystem zur VGR.

Gleichzeitig wurde in den USA eine Methode entwickelt, wo der Staat selbst früh die
Nützlichkeit der Volkseinkommensberechnungen erkannte. Der amerikanische Ökonom Simon
Smith Kuznets, der sich hauptsächlich mit Determinanten des Wachstums beschäftigte und
1971 einen Nobelpreis für seine Forschungen zu Wirtschaftswachstum und Ungleichheit
bekam, wurde zur Zeit der Great Depression 1931 mit der Berechnung der Volkseinkommen
der Jahre 1929–1931 beauftragt. In diesem Zusammenhang handelte es sich um die erstmalige
Einforderung der Daten durch eine Regierung.

Nachdem er die Berechnungen durchgeführt hatte, wies Kuznets den amerikanischen Kongress
auf die begrenzte Möglichkeit der Wohlstandsmessung durch diesen Indikator hin.

Er betonte, dass die Erfassung des Volkseinkommens von dem gesellschaftlichen Konsens
darüber, was unter wirtschaftlicher Aktivität verstanden wird, abhinge und sah neben seinen
Potentialen die Gefahr der Überschätzung des Indikators.

Von diesem Zeitpunkt an nahm das Department of Commerce regelmäßig die Berechnungen
vor. 1936 bezog sich schließlich auch Präsident Franklin D. Roosevelt in seinem Wahlkampf auf
die Steigerung des Volkseinkommens. 1934 führte der amerikanische Ökonom Clark Warburton
weitere Berechnungen durch und sprach erstmals vom Bruttosozialprodukt, wodurch zum Ende
des Krieges der Begriff des Volkseinkommens endgültig abgelöst wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Berechnung des Bruttosozialprodukts auch in den
USA der Folgenabschätzung von Rüstungsplänen sowie der Identifizierung wichtiger
Kennziffern zur Inflationsbekämpfung. Doch auch nach dem Krieg war die Ermittlung
statistischer Daten von hoher Bedeutung. Da das Bruttosozialprodukt während des Krieges fast
zur Hälfte aus Staatsausgaben bestand, galt es nun, neue Arbeitsplätze außerhalb des Militärs
und der Rüstungsindustrie zu schaffen und die Privatinvestitionen und -nachfrage anzukurbeln.
Diese Umstrukturierung stellte durchaus eine Herausforderung dar, die ohne die regelmäßige
Ermittlung des aktuellen Zustandes der Wirtschaft nur schwer zu bewältigen gewesen wäre.

1944 trafen sich schließlich Vertreter der USA, Kanadas und Großbritanniens, um eine
gemeinsame Grundlage zur Berechnung des Bruttosozialproduktes zu finden und einigten sich
1947 auf das Kontosystem nach Meade und Stone. Simon Kuznets äußerte stets Kritik an der
Berechnung und wies auf die Gefahr der Durchsetzung eines falschen
Wirtschaftsverständnisses hin. Zudem forderte er eine unterschiedliche Berechnung in Kriegs-
und Friedenszeiten, da die wirtschaftliche Aktivität in beiden Fällen auf unterschiedlichen Zielen
beruhe. Kuznets Kritik wurde jedoch keine Bedeutung beigemessen.

Schließlich wurde die Methode der politischen Arithmetik nach Petty fast idealtypisch
verwirklicht: Einem Datensystem zur Ermittlung der wirtschaftlichen Aktivität als Basis für
politische Handlungsempfehlungen.

Der britische Ökonom Angus Maddison ermittelte später sogar das BIP pro Kopf für einen
Zeitraum von bis zu 2000 Jahren.

Deutschland war im internationalen Vergleich, was die Erhebung des Volkseinkommens anging,
später dran. Es wurden zwar im 19. Jahrhundert zahlreiche Volkseinkommensstatistiken
aufgrund der Grundlage von Einkommensdaten der Steuerstatistik erstellt, diese wurden jedoch
nur unregelmäßig erhoben und zudem inoffiziell durchgeführt. Bezweifelt wurde von deutschen
Ökonomen die Brauchbarkeit der Zahlen.

In dem Jahre 1913 wurde die erste umfassende Volkseinkommensschätzung für das Deutsche
Reich vorgelegt, welche ebenfalls auf Analysen von Steuerschätzungen basierte. Allerdings
erfolgte die Volkseinkommensschätzung nicht im staatlichen Auftrag.

Eine starke politische Nachfrage nach statistischen Daten entwickelte sich erst gegen Ende des
Ersten Weltkriegs. Die Nachfrage lässt sich mit der Notwendigkeit dieser Daten und den daraus
folgenden Informationen erklären.

Der Zustand der Wirtschaft in der Nachkriegszeit war eine riesengroße Unbekannte. Es fehlten
brauchbare Indikatoren für Inflation, sowie Handelsdaten, Arbeitslosenzahlen und Zahlen
bezüglich der Produktion und Einkünften. Vorausgegangene Versuche, die Löhne und das
Gehaltsniveau zu ermitteln, scheiterten am Widerstand der Industrie und der Unternehmer. Sie
fürchteten, dass die Ergebnisse Argumente für die Sozialdemokraten liefern könnten. In einem
aufwändigen Verfahren sollten diese Daten ermittelt werden. Dies erwies sich als schwierig, da
die Großindustrie das Verfahren boykottierte und durch ihren Einfluss sogar politische
Entscheidungen im Reichstag verschieben konnte. Die Gewerkschaften hingegen unterstützen
die Erhebungen bezüglich des Lohnes und der Gehälter.

Viele Städte hatten kurz nach dem Krieg einen eigenen Lebenshaltungsindex erstellt. Ein
nationaler Index wurde erst im Jahre 1920 berechnet, der sogenannte Reichsindex. Dieser
wurde seitdem regelmäßig erstellt, jedoch haben Wirtschaftsverbände versucht, ihn regelmäßig
zu sabotieren. Erst ab Mitte der zwanziger Jahre gewann der Reichsindex an Bedeutung und
konnte auch politisch für Aufsehen sorgen, da die politischen Parteien versuchten, die
ermittelten Daten für ihre Zwecke zu nutzen.

Mit der beginnenden Inflation im Jahre 1922 verloren alle bisher ermittelten Zahlen an
Bedeutung und erst mit dem Ende der Hyperinflation konnten wieder aussagekräftige
Statistiken erhoben werden. Die Erfassung der Einkommen stellte sich immer noch als
schwierig heraus, da die Konzerne versuchten, wichtige Informationen bezüglich der
Einkommen zu verschleiern. Für einzelne Industriezweige konnten aber Erhebungen
vorgenommen werden, es zeigte sich eine riesige Lücke zwischen den verhandelten Löhnen
und den tatsächlichen Löhnen.

Die Gründung des Institutes für Konjunkturforschung im Jahre 1925 stellte einen
entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung der Statistik und der Volkseinkommensstatistik
der Weimarer Republik dar. Das Institut sollte Arbeiten zur Theorie der Konjunkturbeobachtung
und die Konjunkturzyklen mit empirischer Forschung verbinden. Das Institut war dem Reichsamt
angegliedert und somit noch Teil der amtlichen Statistik. Die Ökonomie wandelte sich von einer
politikfernen akademischen Disziplin zu einem für die politische Praxis relevantem Instrument.
Erstmals sollte die Konjunkturforschung explizit der Wirtschaftspolitik dienen. Ab dem Jahre
1926 wurde die Berechnung des Volkseinkommens von dem Institut ausgewiesen. Die Daten
dienten der Konjunkturanalyse, sie wurden aber nicht als offizielle Zahl des Reichsamtes
veröffentlicht und stellten somit noch keine politische Steuerungsgröße dar. Das
Volkseinkommen stellte nur dar wie sich Einkommen in den vergangenen Jahren entwickelt
haben und taugte nicht zur Prognose oder Planung.

Mit dem Beginn des Nationalsozialismus und der Übernahme der Regierung wurde das Institut
vom Reichsamt getrennt. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und der Wiederaufrüstung
stieg der Bedarf an relevantem Zahlenmaterial an. Die Statistiken zum Volkseinkommen waren
in der Politik der Nationalsozialisten eher unbedeutend auch in wirtschaftliche und
wehrpolitische Entscheidungsprozesse wurden die Daten nicht einbezogen.

Die erste offizielle Berechnung des Bruttosozialproduktes in Deutschland erfolgte im Rahmen


des Marshallplans. Die Besonderheit an dieser Anforderung lag daran, dass die Zahlen als
offizielle Ziffern veröffentlicht werden mussten. Schließlich kam das Bruttosozialprodukt und
dessen Berechnungsmethoden durch Druck von außen nach Deutschland und wurde zu einer
hoheitlichen Aufgabe erklärt. Die amtliche Statistik musste nach Kriegsende zunächst erneut
aufgebaut werden.

Zu Beginn des Jahres 1948 wurde für die britisch-amerikanische Bizone das Statistische Amt
des Vereinigten Wirtschaftsgebiet in Wiesbaden gegründet, welches für die Berechnung des
Bruttosozialproduktes zuständig sein sollte. Hierzu wurde jedoch noch externe Expertise
benötigt. Bei der Durchführung der Berechnungen stellte sich folgendes Problem dar. Benötigte
Daten und Statistiken befanden sich nach der Teilung Berlins im sowjetischen Sektor und waren
damit nicht mehr frei zugänglich. Die Daten wurden letztendlich von einem amerikanischen
Kontrolloffizier entwendet und die auf dieser Grundlage gemachten Berechnungen des
Bruttosozialproduktes wurden 1949 in einer vom statistischen Amt herausgegebenen Zeitschrift
veröffentlicht.

Jedoch zeigte die deutsche Politik kein außerordentliches Interesse an den veröffentlichten
Zahlen. Vielmehr wurde die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit Planwirtschaft in
Verbindung gebracht und mit großer Skepsis vom damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard
betrachtet. Die Zurückhaltung verschwand, als man erkannte, wie vielseitig einsetzbar das
Konstrukt der Gesamtrechnung war und welchen Nutzen es für die verschiedenen
Wirtschaftsbereiche hatte. Als sich zeigte, dass die Statistiken als Grundlage für
Steuerschätzungen, den Haushaltsplan und die Finanzplanung genutzt werden konnte, hat sich
die politische Skepsis aufgelöst. Das Bruttosozialprodukt wurde in Deutschland mit dem
einsetzenden Wirtschaftswachstum zur mächtigsten politischen Zahl und setzte sich letztendlich
durch.

Datenerhebung und Berechnung


Datenerhebung und -verwendung

BIP Deutschland 1991–2013


Das Bruttoinlandsprodukt eines Staates wird zum Beispiel vom Internationalen Währungsfonds
verwendet, um die Staatsschuldenquote zu berechnen.

Berechnet wird das BIP in Deutschland vom Statistischen Bundesamt. Es legt jährlich zweimal
Berechnungen für das BIP des Vorjahres vor, im Frühjahr und im Herbst. Im Herbst werden
nicht nur die Zahlen für das Vorjahr, sondern auch die für die früheren Jahre einer Prüfung
unterzogen und in der Regel etwas revidiert. Außerdem legt das Statistische Bundesamt
vierteljährlich Zahlen zum BIP des laufenden Jahres vor, die jedoch nur auf Schätzungen
beruhen.

Nominales und reales BIP


Das nominale BIP gibt die Summe der inländischen Wertschöpfung beziehungsweise der
Wertschöpfung von Regionen in aktuellen Marktpreisen an. Dadurch ist das BIP abhängig von
Veränderungen des Preisindex der betrachteten Volkswirtschaft. Das nominale BIP steigt bei
Inflation und daraus folgenden steigenden Marktpreisen. Umgekehrt sinkt das nominale BIP bei
Deflation und daraus folgenden sinkenden Marktpreisen. So führt eine Inflationsrate von zum
Beispiel fünf Prozent bei gleich bleibender Güterproduktion zu einem nominalen BIP-Anstieg
von ebenfalls fünf Prozent.

Um das BIP unabhängig von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man
das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres
bewertet werden (BIP zu konstanten Preisen). In Deutschland verwendet das Statistische
Bundesamt seit 2005 Kettenindizes.[7]

Wenn man die Preissteigerung seit dem Basisjahr kennt, lässt sich das reale BIP mittels
folgender Formel aus dem nominalen BIP errechnen:

{\displaystyle \mathrm {BIP} _{\text{real}}={\frac {\mathrm {BIP}


_{\text{nominal}}}{\text{Preisindex}}}}{\mathrm {BIP}}_{{\text{real}}}={\frac {{\mathrm
{BIP}}_{{\text{nominal}}}}{{\text{Preisindex}}}}[8]
BIP-Deflator
→ Hauptartikel: BIP-Deflator
Der BIP-Deflator ist der Quotient aus nominalem und realem BIP eines Jahres. Er wird als
impliziter Preisindex des BIP bezeichnet und misst die Preisentwicklung der produzierten
Endgüter.[9]

{\displaystyle \mathrm {BIP} _{\text{Deflator}}={\frac {\mathrm {BIP} _{\text{nominal}}}{\mathrm


{BIP} _{\text{real}}}}}{\mathrm {BIP}}_{{\text{Deflator}}}={\frac {{\mathrm
{BIP}}_{{\text{nominal}}}}{{\mathrm {BIP}}_{{\text{real}}}}}
BIP und NIP
→ Hauptartikel: Nettoinlandsprodukt
Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt. Diese
Abschreibungen beziehen sich jedoch nur auf die Wertminderung des Anlagevermögens durch
Verschleiß und Alterung – also nur die Abschreibungen, welche für zukünftige
Ersatzinvestitionen vorgenommen werden.

+ Bruttoinlandsprodukt
− Abschreibungen
= Nettoinlandsprodukt
Arten der Berechnung
Methoden
Das Bruttoinlandsprodukt ist über drei verschiedene Wege ermittelbar. Alle
Berechnungsmethoden führen zum gleichen Ergebnis. Dies wird im Folgenden am Beispiel
Deutschlands im Jahre 2007 verdeutlicht (das BIP betrug damals 2.423,8 Mrd. Euro.[10])

Die Methoden zur Erhebung der Daten und zur Berechnung des BIP werden in unregelmäßigen
Abständen revidiert. So werden seit der letzten Revision der volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnung vom 28. April 2005 beispielsweise die bis dahin nicht erfassten indirekten
Entgelte der Banken aus dem Kredit- und Einlagengeschäft berücksichtigt. Um den historischen
Vergleich zu gewährleisten, werden die Daten für die vergangenen Jahre entsprechend
angepasst.

Am 20. August 2009 veröffentlichte die Europäische Kommission unter dem Titel Das BIP und
mehr – Die Messung des Fortschritts in einer Welt im Wandel[11] eine Mitteilung an das
Europäische Parlament. Darin wird die Entwicklung von neuen Messgrößen empfohlen.

Entstehungsrechnung

Entstehung des BIP 2007


Hier wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von der Produktionsseite dargestellt. Die zentrale
Größe bildet dabei die Bruttowertschöpfung. Sie ermittelt sich aus der Summe sämtlicher
Produktionen abzüglich Vorleistungen. Die Tabelle zeigt die Bruttowertschöpfung nach
Sektoren für Deutschland im Jahr 2007.[12]

Produktionswert 4.454,57 Mrd. €


− Vorleistungen − 2.282,39 Mrd. €
= Bruttowertschöpfung 2.172,18 Mrd. €
+ Gütersteuern abzügl. Gütersubventionen 251,62 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Verwendungsrechnung

Verwendung des BIP 2007


Bei der Verwendungsrechnung erfolgt die Berechnung anhand der Nachfrageseite. Dabei wird
die Verwendung für Waren und Dienstleistungen bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt links die
Komponenten der Verwendungsrechnung, die Werte auf der rechten Seite entsprechen deren
Größe im nationalen BIP Deutschlands 2007.[12]

Private Konsumausgaben 1.374,40 Mrd. €


+ Konsumausgaben des Staates 436,10 Mrd. €
+ Bruttoinvestitionen 442,50 Mrd. €
+ Exporte 1.133,00 Mrd. €
− Importe − 962,20 Mrd. €
+ = Außenbeitrag 170,80 Mrd. € 170,80 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Verteilungsrechnung

Verteilung des Volkseinkommens 2007


Hier wird das BIP anhand des entstandenen Einkommens gemessen. Die Aufteilung erfolgt
anhand des Volkseinkommens. Diese Tabelle zeigt auf der linken Seite die Komponenten der
Verteilungsrechnung und rechts die dazugehörigen Daten aus dem Jahr 2007.[12]
Arbeitnehmerentgelt 1.181,0 Mrd. €
+ Unternehmens- und Vermögenseinkommen 643,2 Mrd. €
= Volkseinkommen 1.824,2 Mrd. €
+ Produktions- und Importabgaben an den Staat abzüglich Subventionen 277,0 Mrd. €
+ Abschreibungen 345,2 Mrd. €
= Bruttonationaleinkommen 2.446,4 Mrd. €
− Saldo der Primäreinkommen aus der übrigen Welt − 22,6 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass in Deutschland keine eigenständige
Berechnung des BIP über die Verteilungsseite vorgenommen wird, weil keine ausreichenden
Angaben über die Unternehmensgewinne vorliegen.

BIP als Indikator


Bruttoweltprodukt und Wirtschaftskraft
Das Bruttoweltprodukt (BWP), auch Welt-Bruttoinlandsprodukt[13] genannt, lag im Jahr 2014
bei 77.451 Mrd. US$. Die Industriestaaten haben davon einen Anteil von 58,9 %, das sind
45.627 Mrd. US$. Die Entwicklungsländer erwirtschaften 37,7 %, das sind 29.206 Mrd. US$. 3,4
%, das sind 2.617 Mrd. US$, entfallen auf Südost-Europa und die Nachfolgestaaten der
Sowjetunion.

Die Staaten mit den höchsten BIP – Vereinigte Staaten, Volksrepublik China, Japan,
Deutschland und Großbritannien – haben allein einen Anteil von 50,8 %. Dies entspricht 39,3
Billionen US$. Allein die Staaten in den „Top Ten“ der höchsten BIP haben einen Anteil von
65,1 % des Welt-BIP (36,4 Billionen US$). Auf die ersten 20 Staaten entfielen knapp 80 % des
Welt-BIP.

Während im Jahr 2014 auf Europa beziehungsweise die Vereinigten Staaten und Kanada 25,5
% bzw. 24,9 % des Welt-BIP entfielen, hatte ganz Afrika mit 2,43 Billionen US$ lediglich einen
Anteil von 3,1 %. Ebenfalls gering sind die Anteile von Südamerika beziehungsweise
Mittelamerika und der Karibik mit 5,6 % bzw. 2,2 %. In Asien fielen 7,8 % des Welt-BIP auf
Japan und Südkorea während die anderen Staaten Asiens zusammen auf 20,6 % kamen. In
den anderen Staaten Asiens, deren Anteil an der Weltbevölkerung im Jahr 2004 bei über 53,6
% lag, lebten allerdings zwanzigmal so viele Menschen wie in Japan und Südkorea.

Bruttoregionalprodukt 2014[14]
Region BIP in US$ % v. BWP
Nordamerika 19.322 Mrd. 24,9 %
Mittelamerika und Karibik 1.710 Mrd. 2,2 %
Südamerika 4.368 Mrd. 5,6 %
Europa19.737 Mrd. 25,5 %
Naher Osten 3.518 Mrd. 4,5 %
Afrika 2.427 Mrd. 3,1 %
Südosteuropa und GUS 2.617 Mrd. 3,4 %
Asien 22.034 Mrd. 28,4 %
Australien und Ozeanien 1.719 Mrd. 2,2 %
Bruttoweltprodukt (BWP) 77.451 Mrd. 100,0 %
Wirtschaftswachstum

Reales BIP-Wachstum der Welt und der OECD-Staaten.


Das Wirtschaftswachstum, gemessen als Veränderungsrate des Bruttoinlandsproduktes, wird
gemeinhin von Politikern als Erfolgskriterium benutzt.[15] Alle Sozialproduktvergleiche sind
Vergleiche zweier unter Befolgung bestimmter Regeln in Geld veranschlagter
Güterkombinationen, also zweier Geldsummen, durch die man manchen Aufschluss erhalten
kann, wenn man ihre Berechnungsmethode kennt. Sie geben keinen Einblick in „Nutzen“ oder
„Befriedigung“.[16]

Vom BIP zum verfügbaren Einkommen


→ Hauptartikel: „Berechnung“ im Artikel verfügbares Einkommen

Überblick der VGR 2007

Vergleich des Pro-Kopf-BIP in der EU nach Ländern. (1) Diese Statistik ist jedoch wie die
meisten Statistiken bezüglich Luxemburg um den Faktor 2 respektive ½ verfälscht. In
Luxemburg sind etwa die Hälfte aller Beschäftigten Grenzgänger, also Nicht-Einwohner. Das
BIP von Luxemburg wird jedoch nur durch die Zahl der Einwohner geteilt.

Regionen mit dem höchsten Pro-Kopf-BIP in der EU-25

Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in der EU-25


Das BIP gibt Aufschluss über die Entwicklung der Produktion. Wichtig ist außerdem die Frage
nach den Konsummöglichkeiten einer Volkswirtschaft. Dazu sind Informationen über das
verfügbare Einkommen erforderlich. Das Problem eines geeigneten Maßes für den
Lebensstandard löst das Nettonationaleinkommen am treffendsten.

BIP pro Kopf und Wohlstand


Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bzw. BIP pro Einwohner ermöglicht einen Vergleich
verschiedener, unterschiedlich großer Wirtschaftsräume miteinander und wird als Maß für den
materiellen Wohlstand in einem Land oder einer Region angesehen. Es wird wie folgt
berechnet:

{\displaystyle {\text{BIP pro Kopf}}={\frac {\mathrm {BIP} }{\text{Anzahl der


Einwohner}}}}{\text{BIP pro Kopf}}={\frac {{\mathrm {BIP}}}{{\text{Anzahl der Einwohner}}}}
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2017[17]
Staat Rang BIP
pro Kopf in
Int.-$ (PPP)
ökonomisch entwickelte Staaten 49.299
sich ökonomisch entwickelnde Staaten 11.811
Europäische Union Europäische Union 41.175
Katar Katar 1 124.529
Luxemburg Luxemburg 3 106.374
Singapur Singapur 4 93.906
Schweiz Schweiz 10 61.422
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 12 59.501
Deutschland Deutschland 18 50.425
Österreich Österreich 22 49.869
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 28 44.117
Frankreich Frankreich29 43.760
Japan Japan 30 42.832
Volksrepublik China Volksrepublik China 82 16.660
Demokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo 190 790
Im Jahr 2017 lagen 16 der 20 Staaten mit dem weltweit niedrigsten BIP pro Kopf in Afrika.
Afrika ist auch der Kontinent mit dem niedrigsten BIP pro Kopf – es betrug im Jahr 2017
lediglich 3.900 Int. US$ (PPP) pro Jahr. (Von einem niedrigen BIP pro Kopf kann jedoch noch
nicht auf die Lebenszufriedenheit geschlossen werden, wie sie in anderen Indizes wie dem HPI
zum Ausdruck kommt.)

Siehe auch: Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Liste der Länder nach
Bruttoinlandsprodukt
Alternativen
Das BIP allein und für sich erlaubt keine Aussagen über Wohlstand, Lebensqualität oder
Gerechtigkeit für und zwischen den Menschen einer Volkswirtschaft. Auch der langfristige
Zustand der sozialstaatlichen Sicherungssysteme (Gesetzliche Rentenversicherung,
Krankenversicherung, Pflegeversicherung) und weitere Faktoren wie z. B. sozialer Frieden,
Luftqualität, Erholungsgebiete und der Zustand der natürlichen Ressourcen werden vom BIP
nicht erfasst.[18][19] Daher können alternativ oder zusätzlich zur Einbeziehung dieser Ziele in
der Wirtschaftspolitik folgende volkswirtschaftliche Indizes verwendet werden:

Fragile States Index


Seit 2005 veröffentlicht die private Denkfabrik Fund for Peace in Zusammenarbeit mit der
Zeitschrift Foreign Policy jährlich den sogenannten Fragile States Index (bis 2014 Failed States
Index), in dem Staaten auf ihr Risiko von Staatszerfall hin untersucht werden. Es werden dabei
zwölf verschiedene Faktoren zu dem Index zusammengefasst.
Genuine Progress Indicator (GPI)
Der Genuine Progress Indicator ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer
Volkswirtschaft, das die Nachhaltigkeit von Wachstum abbilden soll. Eine wirtschaftliche
Aktivität unter Inkaufnahme von gravierenden Umweltschäden, deren Behebung zukünftige
Generationen deutlich mehr kosten wird, als die heutige Bevölkerung von der Aktivität profitiert,
wird im BIP als positiv verbucht, im GPI negativ
Social Progress Index
Der Social Progress Index misst, inwiefern ein Staat die wirtschaftlichen, sozialen und
ökologischen Bedürfnisse seiner Bürger befriedigen kann. Der Index setzt sich aus einer Reihe
von Indikatoren zu Gesundheit, Bildung, Ökologie, Nachhaltigkeit, Sicherheit und persönliche
Freiheit zusammen, ignoriert allerdings das Bruttoinlandsprodukt.
World Happiness Report
Der World Happiness Report ist ein jährlich vom Sustainable Development Solutions Network
der Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Der Bericht enthält Ranglisten zur
Lebenszufriedenheit in verschiedenen Ländern der Welt und Datenanalysen aus verschiedenen
Perspektiven.
Gini-Index
Der Gini-Index ist ein Maß dafür, wie gleich oder ungleich die Einkommens- und
Vermögensverteilung in einem Land ist.
Good Country Index (GCI)
Der Good Country Index misst wie sehr ein Land in den globalen Wohlstand und die
Friedenserhaltung investiert. Er ist indirekt ein Indikator für die langfristige Entwicklung eines
Landes, da sich Länder mit einem hohen GCI auch bessere Handelsbeziehungen sichern
können.
Happy Planet Index (HPI)
Der Happy Planet Index ist ein Maß für die ökologische Effizienz der Erzeugung von
Zufriedenheit unter Einbeziehung von Lebenszufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem
Fußabdruck
Index der menschlichen Entwicklung (HDI)
Der Index der menschlichen Entwicklung (englisch Human Development Index) wird aus dem
BNE pro Kopf gemessen in Kaufkraftparität unter Einbeziehung von Lebenserwartung und
Bildungsgrad gebildet.
Human Sustainable Development Index (HSDI)
Eine Erweiterung des Index der menschlichen Entwicklung, die Treibhausgas-Emissionen
berücksichtigt.
Index des nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstands (INWW)
Der Index des nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstands (englisch Index of Sustainable
Economic Welfare, ISEW) ist ein Vorläuferindex des GPI.
Kaufkraftparitäten-Kurse
Die Umrechnung nationaler Bruttoinlandsprodukte auf Grundlage nominaler Wechselkurse ist
bei manchen Fragestellungen irreführend. Ein anderes Maß stellt der Kaufkraftparitäten-Kurs
(englisch Purchasing Power Parity, PPP) dar. Der Big-Mac-Index ist ein Wechselkurs, der auf
dem Kaufpreis eines Big Mac der weltweit tätigen Schnellrestaurantkette McDonald’s basiert.
Dieses Maß eignet sich besser als Vergleich, da Big Macs nicht international gehandelt werden.
Preise für Big Macs enthalten Informationen über Preise für nicht (international) handelbare
Güter. Die durchschnittlichen Preise (für nicht handelbare Güter) sind in armen Ländern
typischerweise niedriger als Preise in entwickelten Volkswirtschaften. Ein offizieller Wechselkurs
basiert vorwiegend auf Preisen (international) handelbarer Güter und überschätzt damit das
Preisniveau in armen Ländern.[20]
W3-Indikatoren
Die W3-Indikatoren sind ein Ensemble von Indikatoren für Wohlstand und Fortschritt, die
potenziell aussagekräftigere Wohlstands- und Fortschrittsindikatoren darstellen sollen.
Kritikpunkte
Die Aussagekraft des BIP bezüglich der Wirtschaftsleistung der Menschen in einer
Volkswirtschaft ist begrenzt, da folgende Faktoren nicht oder nur teilweise mitberechnet werden:

Schwarzarbeit beziehungsweise die gesamte Schattenwirtschaft


Subsistenzwirtschaft
Unbezahlte Tätigkeiten wie Haus- und Familienarbeit, häusliche Pflege, Kinderbetreuung,
Heimwerken, Ehrenämter oder Hobbys
Unter bestimmten Bedingungen werden die Ergebnisse für einzelne Staaten verzerrt. In Irland
haben zahlreiche internationale Unternehmen ihren rechtlichen Sitz, um mittels des „Double
Irish With a Dutch Sandwich“-Modells ihre in anderen europäischen Ländern erzielten Gewinne
niedriger versteuern zu können. Das irische BIP wird durch die Mitberücksichtigung dieser
tatsächlich nicht im Land erzielten Wirtschaftsleistung aufgebläht.[21] In Luxemburg sind 43,2 %
aller Lohnabhängigen Grenzgänger, so dass der Wert des Pro-Kopf-BIP im Vergleich etwa
doppelt so hoch erscheint.[22]

Es ist zusammenfassend zu sagen, dass das BIP nur die (gehandelte) Produktionsleistung,
nicht den Wohlstand einer Volkswirtschaft widerspiegelt. Auch ein Länder- und Zeitvergleich
kann sich nur bedingt auf ihn stützen.

Die vom früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy einberufene Commission


on the Measurement of Economic Performance and Social Progress
(Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission), der fünf Nobelpreisträger angehörten, sollte eine alternative
Berechnung erstellen. Dabei forderte die Kommission die Statistiker auf, nicht nur auf das
Wirtschaftswachstum zu schauen, sondern das gegenwärtige „Wohlergehen“ eines Landes zu
ermitteln. Dabei spiele das BIP weiterhin eine Rolle. Allerdings müssten zum Beispiel auch das
gemittelte Haushaltseinkommen, Familienarbeit, Freizeit, Gesundheit und der Zustand der
Umwelt mit einbezogen werden.[23]

Siehe auch
Liste der Länder nach historischer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
Liste der Länder nach historischer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf
Liste der deutschen Bundesländer nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der deutschen Städte nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Städte nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Länder nach Wirtschaftsstruktur
Bruttonationalglück
Ökosozialprodukt
Soziale Indikatoren
Suffizienz (Ökologie)
Umweltökonomische Gesamtrechnung, Umweltbilanz
Zufriedenheit
Literatur
Paul R. Krugman, Maurice Obstfeld: Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der
Außenwirtschaft. 7. Auflage. Pearson, München 2006, ISBN 3-8273-7199-6, S. 39 ff.
Thomson Datastream Navigator, Advance 4.0 Quarterly National Accounts, Copyright OECD,
abgerufen am 18. April 2008
Joseph E. Stiglitz, Amartya Sen, Jean-Paul Fitoussi: Mismeasuring Our Lives. Why GDP
Doesn’t Add Up. New Press, New York 2010, ISBN 978-1-59558-519-6.
Weblinks
WiktionaryWiktionary: Bruttoinlandsprodukt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft,
Synonyme, Übersetzungen
Commons: Bruttoinlandsprodukt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) weltweit und regional. Interaktive Grafik,
Bundeszentrale für politische Bildung / bpb
Welt-Bruttoinlandsprodukt. Bundeszentrale für politische Bildung
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Bundeszentrale für politische Bildung
Einzelnachweise
Staatssekretariat für Wirtschaft der Schweiz SECO: Das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal
2014. (Memento vom 28. Mai 2014 im Webarchiv archive.today) Das Bruttoinlandprodukt der
Schweiz je Quartal von 2009 bis zum 2. Quartal 2014, gemäss ESVG 2010.
Bruttoinlandsprodukt (BIP). wirtschaftslexikon.gabler.de, abgerufen am 22. April 2014. „Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach
Abzug aller Vorleistungen“
Bruttonationaleinkommen (BNE), Website der Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen
am 15. Februar 2019.
Statistisches Bundesamt: Inlandsproduktsberechnung. Bruttoinlandsprodukt (BIP), abgerufen
am 27. Oktober 2017.
Die Geschichte des BIP. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf: wiwo.de
John Maynard Keynes: How to pay for the war. Macmillan, London 1940, OCLC 754065515.
(Digitalisat)
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage.
Pearson Studium Verlag, 2009, ISBN 978-3-8273-7363-2, S. 80.
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. Auflage. 2009, S. 57 ff.
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. Auflage. 2009, S. 60 ff. und 81 ff.
Statistisches Bundesamt Deutschland (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik
Deutschland 2008. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008, S. 621.
Europäische Kommission: Das BIP und mehr – Die Messung des Fortschritts in einer Welt im
Wandel (PDF), 20. August 2009.
Nach: Statistisches Bundesamt Deutschland (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die
Bundesrepublik Deutschland 2008. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008, S. 621 f.
Welt-Bruttoinlandsprodukt, bpb.de
Bundeszentrale für politische Bildung: Wissen: Globalisierung: Welt-BIP, abgerufen am 17.
September 2018.
„Weil es vom Einkommen abhängt, in welchem Umfang das Vermögen gemehrt und die
Bedürfnisse befriedigt werden können, richtet sich das wirtschaftliche Streben der Menschen in
erster Linie auf die Erzielung von Einkommen, liegt der Kern des gesellschaftspolitischen
Wohlstandsziels in der Steigerung des Netto-Sozialprodukts.“ Herbert Giersch: Allgemeine
Wirtschaftspolitik. Erster Band: Grundlagen. Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler,
Wiesbaden 1961, ISBN 3-409-88282-0, S. 86.
Hans Albert: Ökonomische Ideologie und politische Theorie. 2. Auflage. Verlag Otto Schwartz
& Co, Göttingen 1972, S. 82 f.
Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 10. August 2018 (amerikanisches
Englisch).
Measuring economies. Grossly distorted picture. In: The Economist. 9. Februar 2006.
Romina Boarini, Asa Johansson, Marco Mira d’Ercole: Alternative Measures of Well-Being. In:
Economic Policy Reforms: Going for Growth 2006. OECD, 2006. Zusammenfassung (englisch),
Working Paper (PDF; 786 kB; englisch)
Der Big Mac Index. (Memento vom 5. Juli 2010 im Internet Archive) aus: The Economist. 29.
Mai 2004, auf: wiwi.uni-tuebingen.de, abgerufen am 5. Mai 2008.
Robert C. Feenstra, Alan M. Taylor: International Economics. 3. Auflage. Worth, New York
2014, ISBN 978-1-4292-7842-3, S. 576.
OECD: Gesundheit auf einen Blick 2007. OECD-Indikatoren. OECD Verlag, Paris 2007, ISBN
978-92-64-03994-0, S. 18; und statnews (PDF; 35 kB)
Rechnen für eine bessere Welt. auf: taz.de, 16. September 2009.
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Bruttoinlandsprodukt
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BIP ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter BIP
(Begriffsklärung) aufgeführt.

Staaten, klassifiziert nach Höhe des BIP pro Kopf (2019):


​> 50.000
​35.000–50.000
​20.000–35.000
​10.000–20.000
​5000–10.000
​2000–5000
​< 2000
​keine Daten

BIP (KKP)-Vergleich (IWF 2018, Top 10)


Das Bruttoinlandsprodukt (in der Schweiz auch Bruttoinlandprodukt[1] offizielle Abkürzung: BIP;
englisch gross domestic product, GDP), gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und
Dienstleistungen an, die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer
Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.[2]

Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
2 Geschichte
3 Datenerhebung und Berechnung
3.1 Datenerhebung und -verwendung
3.2 Nominales und reales BIP
3.3 BIP-Deflator
3.4 BIP und NIP
4 Arten der Berechnung
4.1 Methoden
4.2 Entstehungsrechnung
4.3 Verwendungsrechnung
4.4 Verteilungsrechnung
5 BIP als Indikator
5.1 Bruttoweltprodukt und Wirtschaftskraft
5.2 Wirtschaftswachstum
5.3 Vom BIP zum verfügbaren Einkommen
5.4 BIP pro Kopf und Wohlstand
6 Alternativen
7 Kritikpunkte
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise
Allgemeines
Somit werden alle finalen Güter, also Güter auf Verarbeitungsstufe der Endverwendung, als
Wirtschaftsleistung erfasst. Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet,
sondern auf Lager genommen werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt.

Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen werden bei der Berechnung des BIP nur die
Leistungen im Inland erfasst, es wird das sogenannte Inlandsprinzip angewendet; die
Landesgrenzen sind ausschlaggebend. Das Bruttonationaleinkommen hingegen richtet sich
nach dem Inländerprinzip. Es werden hierbei auch die im Ausland erbrachten Leistungen von
Inländern berücksichtigt; umgekehrt bleiben Leistungen unberücksichtigt, die Ausländer im
Inland erbracht haben. Hierbei sind also die Wohnsitze der Personen ausschlaggebend.[3]
Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt (NIP).

Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten
Zeitraum. Die Veränderungsrate des realen BIP dient als Messgröße für das
Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften und ist damit die wichtigste Größe der
volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (siehe Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt).[4]

Das Bruttoinlandsprodukt kann sich sowohl auf Staaten als auch auf andere administrative oder
geographische Einheiten beziehen. Teilweise werden dann die Begriffe Bruttoregionalprodukt,
Gross Provincial Product, Bruttoweltprodukt und andere verwendet.

Pendant des BIP in sozialistischen Staaten war das Nettomaterialprodukt.

Geschichte
Die ersten Grundsteine des BIP finden sich im 17. Jahrhundert beim britischen Ökonomen
William Petty.[5] Er versuchte, durch Datenerhebungen und empirische Forschungen
Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Entwicklungen und dem Wohlstand und der
Zufriedenheit der Bürger zu finden, damit die Regierung ihre Politik mit dieser Hilfe
entsprechend verbessern und Steuereinnahmen erhöhen könne. Die Überlegungen Pettys
entstanden als Reaktion auf eine Krise, die aus Bürgerkriegen in England, vielen Konflikten in
Schottland und Irland und dem Krieg Großbritanniens mit Frankreich bestand. Zu dieser Zeit
schien das Ermitteln von Informationen über den aktuellen Zustand der Wirtschaft als
Grundlage für politische Maßnahmen hin zur Verbesserung der Situation besonders sinnvoll.
Pettys erste volkswirtschaftliche Gesamtrechnung wirkte zuerst trivial und nicht besonders,
seine Methode, welche er politische Arithmetik nannte, war jedoch zu dieser Zeit vollkommen
neu.
Pettys Ziel war es letztendlich, zu zeigen, dass eine Änderung des Steuersystems zu höherem
Staatseinkommen führen könne. Er entdeckte damit die wirtschaftliche Kraft der arbeitenden
Bevölkerung und betonte die Möglichkeit, durch politische Maßnahmen hin zu mehr Wohlstand,
Macht zu erlangen. Um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, sei die Erfassung
empirischer Daten erforderlich. Die Kenntnis über die wirtschaftliche und soziale Situation des
Landes und der internationale Vergleich würden somit die Grundlage für politisches Handeln
bilden.

Pettys Schriften blieben bis zu seinem Tod jedoch unveröffentlicht. In 200 Jahren nach seinem
Tod wurde kein weiterer Versuch unternommen, mit seiner Methode das Volkseinkommen zu
berechnen.

In seinem 1776 erschienenen Werk Der Wohlstand der Nationen formulierte Adam Smith zwar
eine allgemeine Theorie wirtschaftlichen Fortschritts, erwähnte William Petty jedoch nicht. Seine
Schrift enthielt die Idee eines Jahresprodukts als Ertrag aus den Faktoren Boden und Arbeit,
basierend auf Arbeitsteilung als Schlüssel zu höherer Produktion. Smith sah den Fortschritt der
Wirtschaft jedoch als natürlichen Verlauf und keine Notwendigkeit staatlichen Eingriffs, weshalb
er auch keine Versuche der Berechnung des Wohlstandes unternahm.

Thomas Robert Malthus hingegen unternahm in seinem 1836 erschienenem The Principles of
Political Economy methodische Überlegungen zur Berechnung des Volkseinkommens, führte
diese aber ebenfalls nicht durch. Alfred Marshall spezifizierte mit seiner Idee des
Volkseinkommens in Principles of Economics die Berücksichtigung immaterieller Güter und
Dienstleistungen, sofern sie einen Marktpreis haben. Er bezeichnete die Ökonomie als
Wissenschaft zum Wohlstand, welcher durch die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse mit
Gütern zu erreichen sei. Daraus folge die Erhöhung der Gütermenge als sozialpolitische
Notwendigkeit, insbesondere zur Armutsbekämpfung nach der Industrialisierung.

Diese Thematik wurde 1920 durch Marshalls Nachfolger Arthur Cecil Pigou vertieft. Er nannte
den in Geld messbaren Teil der Wohlfahrt als Teilbereich der allgemeinen Wohlfahrt ‚Economic
Welfare’. Pigou nahm an, dass die Steigerung der wirtschaftlichen Wohlfahrt gleichzeitig
positive Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt eines Landes habe. Eine Erhöhung des
Volkseinkommens bedeute somit einen Anstieg der Gesamtwohlfahrt.

Die Idee des Volkseinkommens war somit seit Petty präsent und wurde methodisch verfeinert.
Bis in das 20. Jahrhundert glaubte jedoch niemand an die politische Bedeutung einer
statistischen Datenerhebung im Sinne Pettys.

Ein weiterer wichtiger Vordenker des heutigen BIP ist der Ökonom Colin Clark. Er unternahm
als erster nach Petty Berechnungen des Volkseinkommens und schaffte Grundlagen und
Elemente der BIP-Erfassung, die noch heute relevant sind. Außerdem entwickelte er das
Konzept des Wachstums, gemessen an der Wachstumsrate des Volkseinkommens. Clark sah
das Volkseinkommen wie Petty als eine politisch relevante Zahl für internationale Vergleiche.
Trotz zahlreicher Publikationen sah die britische Regierung jedoch lange keine Notwendigkeit,
das Volkseinkommen berechnen zu lassen.

Erst, in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, nahm die Diskussion um eine systematisiertere
Erfassung von Wirtschaftsdaten zur Wohlstandsmessung, vor allem in den USA und England,
parallel zum wachsenden Forschungsgebiet der Volkswirtschaftslehre, an Bedeutung zu. Da mit
dem II. Weltkrieg zunehmend die Notwendigkeit der kontinuierlichen statistischen Erfassung
aktueller Daten über den Zustand der Wirtschaft aufkam, kann dieser als Geburtsstunde der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bezeichnet werden. Die erfassten Daten dienten
hauptsächlich als Kalkulationsbasis der für Kriegsausgaben verfügbaren Mittel.

Im Jahr 1940 empfahl John Maynard Keynes in How to pay for the war[6] nicht nur Konsum und
Investitionen, sondern auch Staatsausgaben mit ins Volkseinkommen einzurechnen, was auch
noch der heutigen Definition des BIPs entspricht.

Keynes entwickelte Clarks Methode zur Berechnung des Volkseinkommens in Zusammenarbeit


mit den Mitgliedern des britischen Finanzministeriums James Meade und Richard Stone weiter,
welche sich schließlich durchsetzen konnte. Wenig später entwickelten Meade und Stone auf
der Grundlage Clarks und genauerer Definition Keynes ein Kontensystem zur VGR.

Gleichzeitig wurde in den USA eine Methode entwickelt, wo der Staat selbst früh die
Nützlichkeit der Volkseinkommensberechnungen erkannte. Der amerikanische Ökonom Simon
Smith Kuznets, der sich hauptsächlich mit Determinanten des Wachstums beschäftigte und
1971 einen Nobelpreis für seine Forschungen zu Wirtschaftswachstum und Ungleichheit
bekam, wurde zur Zeit der Great Depression 1931 mit der Berechnung der Volkseinkommen
der Jahre 1929–1931 beauftragt. In diesem Zusammenhang handelte es sich um die erstmalige
Einforderung der Daten durch eine Regierung.

Nachdem er die Berechnungen durchgeführt hatte, wies Kuznets den amerikanischen Kongress
auf die begrenzte Möglichkeit der Wohlstandsmessung durch diesen Indikator hin.

Er betonte, dass die Erfassung des Volkseinkommens von dem gesellschaftlichen Konsens
darüber, was unter wirtschaftlicher Aktivität verstanden wird, abhinge und sah neben seinen
Potentialen die Gefahr der Überschätzung des Indikators.

Von diesem Zeitpunkt an nahm das Department of Commerce regelmäßig die Berechnungen
vor. 1936 bezog sich schließlich auch Präsident Franklin D. Roosevelt in seinem Wahlkampf auf
die Steigerung des Volkseinkommens. 1934 führte der amerikanische Ökonom Clark Warburton
weitere Berechnungen durch und sprach erstmals vom Bruttosozialprodukt, wodurch zum Ende
des Krieges der Begriff des Volkseinkommens endgültig abgelöst wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Berechnung des Bruttosozialprodukts auch in den
USA der Folgenabschätzung von Rüstungsplänen sowie der Identifizierung wichtiger
Kennziffern zur Inflationsbekämpfung. Doch auch nach dem Krieg war die Ermittlung
statistischer Daten von hoher Bedeutung. Da das Bruttosozialprodukt während des Krieges fast
zur Hälfte aus Staatsausgaben bestand, galt es nun, neue Arbeitsplätze außerhalb des Militärs
und der Rüstungsindustrie zu schaffen und die Privatinvestitionen und -nachfrage anzukurbeln.
Diese Umstrukturierung stellte durchaus eine Herausforderung dar, die ohne die regelmäßige
Ermittlung des aktuellen Zustandes der Wirtschaft nur schwer zu bewältigen gewesen wäre.

1944 trafen sich schließlich Vertreter der USA, Kanadas und Großbritanniens, um eine
gemeinsame Grundlage zur Berechnung des Bruttosozialproduktes zu finden und einigten sich
1947 auf das Kontosystem nach Meade und Stone. Simon Kuznets äußerte stets Kritik an der
Berechnung und wies auf die Gefahr der Durchsetzung eines falschen
Wirtschaftsverständnisses hin. Zudem forderte er eine unterschiedliche Berechnung in Kriegs-
und Friedenszeiten, da die wirtschaftliche Aktivität in beiden Fällen auf unterschiedlichen Zielen
beruhe. Kuznets Kritik wurde jedoch keine Bedeutung beigemessen.

Schließlich wurde die Methode der politischen Arithmetik nach Petty fast idealtypisch
verwirklicht: Einem Datensystem zur Ermittlung der wirtschaftlichen Aktivität als Basis für
politische Handlungsempfehlungen.

Der britische Ökonom Angus Maddison ermittelte später sogar das BIP pro Kopf für einen
Zeitraum von bis zu 2000 Jahren.

Deutschland war im internationalen Vergleich, was die Erhebung des Volkseinkommens anging,
später dran. Es wurden zwar im 19. Jahrhundert zahlreiche Volkseinkommensstatistiken
aufgrund der Grundlage von Einkommensdaten der Steuerstatistik erstellt, diese wurden jedoch
nur unregelmäßig erhoben und zudem inoffiziell durchgeführt. Bezweifelt wurde von deutschen
Ökonomen die Brauchbarkeit der Zahlen.

In dem Jahre 1913 wurde die erste umfassende Volkseinkommensschätzung für das Deutsche
Reich vorgelegt, welche ebenfalls auf Analysen von Steuerschätzungen basierte. Allerdings
erfolgte die Volkseinkommensschätzung nicht im staatlichen Auftrag.

Eine starke politische Nachfrage nach statistischen Daten entwickelte sich erst gegen Ende des
Ersten Weltkriegs. Die Nachfrage lässt sich mit der Notwendigkeit dieser Daten und den daraus
folgenden Informationen erklären.

Der Zustand der Wirtschaft in der Nachkriegszeit war eine riesengroße Unbekannte. Es fehlten
brauchbare Indikatoren für Inflation, sowie Handelsdaten, Arbeitslosenzahlen und Zahlen
bezüglich der Produktion und Einkünften. Vorausgegangene Versuche, die Löhne und das
Gehaltsniveau zu ermitteln, scheiterten am Widerstand der Industrie und der Unternehmer. Sie
fürchteten, dass die Ergebnisse Argumente für die Sozialdemokraten liefern könnten. In einem
aufwändigen Verfahren sollten diese Daten ermittelt werden. Dies erwies sich als schwierig, da
die Großindustrie das Verfahren boykottierte und durch ihren Einfluss sogar politische
Entscheidungen im Reichstag verschieben konnte. Die Gewerkschaften hingegen unterstützen
die Erhebungen bezüglich des Lohnes und der Gehälter.

Viele Städte hatten kurz nach dem Krieg einen eigenen Lebenshaltungsindex erstellt. Ein
nationaler Index wurde erst im Jahre 1920 berechnet, der sogenannte Reichsindex. Dieser
wurde seitdem regelmäßig erstellt, jedoch haben Wirtschaftsverbände versucht, ihn regelmäßig
zu sabotieren. Erst ab Mitte der zwanziger Jahre gewann der Reichsindex an Bedeutung und
konnte auch politisch für Aufsehen sorgen, da die politischen Parteien versuchten, die
ermittelten Daten für ihre Zwecke zu nutzen.

Mit der beginnenden Inflation im Jahre 1922 verloren alle bisher ermittelten Zahlen an
Bedeutung und erst mit dem Ende der Hyperinflation konnten wieder aussagekräftige
Statistiken erhoben werden. Die Erfassung der Einkommen stellte sich immer noch als
schwierig heraus, da die Konzerne versuchten, wichtige Informationen bezüglich der
Einkommen zu verschleiern. Für einzelne Industriezweige konnten aber Erhebungen
vorgenommen werden, es zeigte sich eine riesige Lücke zwischen den verhandelten Löhnen
und den tatsächlichen Löhnen.

Die Gründung des Institutes für Konjunkturforschung im Jahre 1925 stellte einen
entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung der Statistik und der Volkseinkommensstatistik
der Weimarer Republik dar. Das Institut sollte Arbeiten zur Theorie der Konjunkturbeobachtung
und die Konjunkturzyklen mit empirischer Forschung verbinden. Das Institut war dem Reichsamt
angegliedert und somit noch Teil der amtlichen Statistik. Die Ökonomie wandelte sich von einer
politikfernen akademischen Disziplin zu einem für die politische Praxis relevantem Instrument.
Erstmals sollte die Konjunkturforschung explizit der Wirtschaftspolitik dienen. Ab dem Jahre
1926 wurde die Berechnung des Volkseinkommens von dem Institut ausgewiesen. Die Daten
dienten der Konjunkturanalyse, sie wurden aber nicht als offizielle Zahl des Reichsamtes
veröffentlicht und stellten somit noch keine politische Steuerungsgröße dar. Das
Volkseinkommen stellte nur dar wie sich Einkommen in den vergangenen Jahren entwickelt
haben und taugte nicht zur Prognose oder Planung.

Mit dem Beginn des Nationalsozialismus und der Übernahme der Regierung wurde das Institut
vom Reichsamt getrennt. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und der Wiederaufrüstung
stieg der Bedarf an relevantem Zahlenmaterial an. Die Statistiken zum Volkseinkommen waren
in der Politik der Nationalsozialisten eher unbedeutend auch in wirtschaftliche und
wehrpolitische Entscheidungsprozesse wurden die Daten nicht einbezogen.

Die erste offizielle Berechnung des Bruttosozialproduktes in Deutschland erfolgte im Rahmen


des Marshallplans. Die Besonderheit an dieser Anforderung lag daran, dass die Zahlen als
offizielle Ziffern veröffentlicht werden mussten. Schließlich kam das Bruttosozialprodukt und
dessen Berechnungsmethoden durch Druck von außen nach Deutschland und wurde zu einer
hoheitlichen Aufgabe erklärt. Die amtliche Statistik musste nach Kriegsende zunächst erneut
aufgebaut werden.

Zu Beginn des Jahres 1948 wurde für die britisch-amerikanische Bizone das Statistische Amt
des Vereinigten Wirtschaftsgebiet in Wiesbaden gegründet, welches für die Berechnung des
Bruttosozialproduktes zuständig sein sollte. Hierzu wurde jedoch noch externe Expertise
benötigt. Bei der Durchführung der Berechnungen stellte sich folgendes Problem dar. Benötigte
Daten und Statistiken befanden sich nach der Teilung Berlins im sowjetischen Sektor und waren
damit nicht mehr frei zugänglich. Die Daten wurden letztendlich von einem amerikanischen
Kontrolloffizier entwendet und die auf dieser Grundlage gemachten Berechnungen des
Bruttosozialproduktes wurden 1949 in einer vom statistischen Amt herausgegebenen Zeitschrift
veröffentlicht.

Jedoch zeigte die deutsche Politik kein außerordentliches Interesse an den veröffentlichten
Zahlen. Vielmehr wurde die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit Planwirtschaft in
Verbindung gebracht und mit großer Skepsis vom damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard
betrachtet. Die Zurückhaltung verschwand, als man erkannte, wie vielseitig einsetzbar das
Konstrukt der Gesamtrechnung war und welchen Nutzen es für die verschiedenen
Wirtschaftsbereiche hatte. Als sich zeigte, dass die Statistiken als Grundlage für
Steuerschätzungen, den Haushaltsplan und die Finanzplanung genutzt werden konnte, hat sich
die politische Skepsis aufgelöst. Das Bruttosozialprodukt wurde in Deutschland mit dem
einsetzenden Wirtschaftswachstum zur mächtigsten politischen Zahl und setzte sich letztendlich
durch.

Datenerhebung und Berechnung


Datenerhebung und -verwendung

BIP Deutschland 1991–2013


Das Bruttoinlandsprodukt eines Staates wird zum Beispiel vom Internationalen Währungsfonds
verwendet, um die Staatsschuldenquote zu berechnen.

Berechnet wird das BIP in Deutschland vom Statistischen Bundesamt. Es legt jährlich zweimal
Berechnungen für das BIP des Vorjahres vor, im Frühjahr und im Herbst. Im Herbst werden
nicht nur die Zahlen für das Vorjahr, sondern auch die für die früheren Jahre einer Prüfung
unterzogen und in der Regel etwas revidiert. Außerdem legt das Statistische Bundesamt
vierteljährlich Zahlen zum BIP des laufenden Jahres vor, die jedoch nur auf Schätzungen
beruhen.

Nominales und reales BIP


Das nominale BIP gibt die Summe der inländischen Wertschöpfung beziehungsweise der
Wertschöpfung von Regionen in aktuellen Marktpreisen an. Dadurch ist das BIP abhängig von
Veränderungen des Preisindex der betrachteten Volkswirtschaft. Das nominale BIP steigt bei
Inflation und daraus folgenden steigenden Marktpreisen. Umgekehrt sinkt das nominale BIP bei
Deflation und daraus folgenden sinkenden Marktpreisen. So führt eine Inflationsrate von zum
Beispiel fünf Prozent bei gleich bleibender Güterproduktion zu einem nominalen BIP-Anstieg
von ebenfalls fünf Prozent.

Um das BIP unabhängig von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man
das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres
bewertet werden (BIP zu konstanten Preisen). In Deutschland verwendet das Statistische
Bundesamt seit 2005 Kettenindizes.[7]

Wenn man die Preissteigerung seit dem Basisjahr kennt, lässt sich das reale BIP mittels
folgender Formel aus dem nominalen BIP errechnen:

{\displaystyle \mathrm {BIP} _{\text{real}}={\frac {\mathrm {BIP}


_{\text{nominal}}}{\text{Preisindex}}}}{\mathrm {BIP}}_{{\text{real}}}={\frac {{\mathrm
{BIP}}_{{\text{nominal}}}}{{\text{Preisindex}}}}[8]
BIP-Deflator
→ Hauptartikel: BIP-Deflator
Der BIP-Deflator ist der Quotient aus nominalem und realem BIP eines Jahres. Er wird als
impliziter Preisindex des BIP bezeichnet und misst die Preisentwicklung der produzierten
Endgüter.[9]

{\displaystyle \mathrm {BIP} _{\text{Deflator}}={\frac {\mathrm {BIP} _{\text{nominal}}}{\mathrm


{BIP} _{\text{real}}}}}{\mathrm {BIP}}_{{\text{Deflator}}}={\frac {{\mathrm
{BIP}}_{{\text{nominal}}}}{{\mathrm {BIP}}_{{\text{real}}}}}
BIP und NIP
→ Hauptartikel: Nettoinlandsprodukt
Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt. Diese
Abschreibungen beziehen sich jedoch nur auf die Wertminderung des Anlagevermögens durch
Verschleiß und Alterung – also nur die Abschreibungen, welche für zukünftige
Ersatzinvestitionen vorgenommen werden.

+ Bruttoinlandsprodukt
− Abschreibungen
= Nettoinlandsprodukt
Arten der Berechnung
Methoden
Das Bruttoinlandsprodukt ist über drei verschiedene Wege ermittelbar. Alle
Berechnungsmethoden führen zum gleichen Ergebnis. Dies wird im Folgenden am Beispiel
Deutschlands im Jahre 2007 verdeutlicht (das BIP betrug damals 2.423,8 Mrd. Euro.[10])

Die Methoden zur Erhebung der Daten und zur Berechnung des BIP werden in unregelmäßigen
Abständen revidiert. So werden seit der letzten Revision der volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnung vom 28. April 2005 beispielsweise die bis dahin nicht erfassten indirekten
Entgelte der Banken aus dem Kredit- und Einlagengeschäft berücksichtigt. Um den historischen
Vergleich zu gewährleisten, werden die Daten für die vergangenen Jahre entsprechend
angepasst.

Am 20. August 2009 veröffentlichte die Europäische Kommission unter dem Titel Das BIP und
mehr – Die Messung des Fortschritts in einer Welt im Wandel[11] eine Mitteilung an das
Europäische Parlament. Darin wird die Entwicklung von neuen Messgrößen empfohlen.

Entstehungsrechnung

Entstehung des BIP 2007


Hier wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von der Produktionsseite dargestellt. Die zentrale
Größe bildet dabei die Bruttowertschöpfung. Sie ermittelt sich aus der Summe sämtlicher
Produktionen abzüglich Vorleistungen. Die Tabelle zeigt die Bruttowertschöpfung nach
Sektoren für Deutschland im Jahr 2007.[12]

Produktionswert 4.454,57 Mrd. €


− Vorleistungen − 2.282,39 Mrd. €
= Bruttowertschöpfung 2.172,18 Mrd. €
+ Gütersteuern abzügl. Gütersubventionen 251,62 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Verwendungsrechnung

Verwendung des BIP 2007


Bei der Verwendungsrechnung erfolgt die Berechnung anhand der Nachfrageseite. Dabei wird
die Verwendung für Waren und Dienstleistungen bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt links die
Komponenten der Verwendungsrechnung, die Werte auf der rechten Seite entsprechen deren
Größe im nationalen BIP Deutschlands 2007.[12]

Private Konsumausgaben 1.374,40 Mrd. €


+ Konsumausgaben des Staates 436,10 Mrd. €
+ Bruttoinvestitionen 442,50 Mrd. €
+ Exporte 1.133,00 Mrd. €
− Importe − 962,20 Mrd. €
+ = Außenbeitrag 170,80 Mrd. € 170,80 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Verteilungsrechnung

Verteilung des Volkseinkommens 2007


Hier wird das BIP anhand des entstandenen Einkommens gemessen. Die Aufteilung erfolgt
anhand des Volkseinkommens. Diese Tabelle zeigt auf der linken Seite die Komponenten der
Verteilungsrechnung und rechts die dazugehörigen Daten aus dem Jahr 2007.[12]
Arbeitnehmerentgelt 1.181,0 Mrd. €
+ Unternehmens- und Vermögenseinkommen 643,2 Mrd. €
= Volkseinkommen 1.824,2 Mrd. €
+ Produktions- und Importabgaben an den Staat abzüglich Subventionen 277,0 Mrd. €
+ Abschreibungen 345,2 Mrd. €
= Bruttonationaleinkommen 2.446,4 Mrd. €
− Saldo der Primäreinkommen aus der übrigen Welt − 22,6 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt 2.423,80 Mrd. €
Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass in Deutschland keine eigenständige
Berechnung des BIP über die Verteilungsseite vorgenommen wird, weil keine ausreichenden
Angaben über die Unternehmensgewinne vorliegen.

BIP als Indikator


Bruttoweltprodukt und Wirtschaftskraft
Das Bruttoweltprodukt (BWP), auch Welt-Bruttoinlandsprodukt[13] genannt, lag im Jahr 2014
bei 77.451 Mrd. US$. Die Industriestaaten haben davon einen Anteil von 58,9 %, das sind
45.627 Mrd. US$. Die Entwicklungsländer erwirtschaften 37,7 %, das sind 29.206 Mrd. US$. 3,4
%, das sind 2.617 Mrd. US$, entfallen auf Südost-Europa und die Nachfolgestaaten der
Sowjetunion.

Die Staaten mit den höchsten BIP – Vereinigte Staaten, Volksrepublik China, Japan,
Deutschland und Großbritannien – haben allein einen Anteil von 50,8 %. Dies entspricht 39,3
Billionen US$. Allein die Staaten in den „Top Ten“ der höchsten BIP haben einen Anteil von
65,1 % des Welt-BIP (36,4 Billionen US$). Auf die ersten 20 Staaten entfielen knapp 80 % des
Welt-BIP.

Während im Jahr 2014 auf Europa beziehungsweise die Vereinigten Staaten und Kanada 25,5
% bzw. 24,9 % des Welt-BIP entfielen, hatte ganz Afrika mit 2,43 Billionen US$ lediglich einen
Anteil von 3,1 %. Ebenfalls gering sind die Anteile von Südamerika beziehungsweise
Mittelamerika und der Karibik mit 5,6 % bzw. 2,2 %. In Asien fielen 7,8 % des Welt-BIP auf
Japan und Südkorea während die anderen Staaten Asiens zusammen auf 20,6 % kamen. In
den anderen Staaten Asiens, deren Anteil an der Weltbevölkerung im Jahr 2004 bei über 53,6
% lag, lebten allerdings zwanzigmal so viele Menschen wie in Japan und Südkorea.

Bruttoregionalprodukt 2014[14]
Region BIP in US$ % v. BWP
Nordamerika 19.322 Mrd. 24,9 %
Mittelamerika und Karibik 1.710 Mrd. 2,2 %
Südamerika 4.368 Mrd. 5,6 %
Europa19.737 Mrd. 25,5 %
Naher Osten 3.518 Mrd. 4,5 %
Afrika 2.427 Mrd. 3,1 %
Südosteuropa und GUS 2.617 Mrd. 3,4 %
Asien 22.034 Mrd. 28,4 %
Australien und Ozeanien 1.719 Mrd. 2,2 %
Bruttoweltprodukt (BWP) 77.451 Mrd. 100,0 %
Wirtschaftswachstum

Reales BIP-Wachstum der Welt und der OECD-Staaten.


Das Wirtschaftswachstum, gemessen als Veränderungsrate des Bruttoinlandsproduktes, wird
gemeinhin von Politikern als Erfolgskriterium benutzt.[15] Alle Sozialproduktvergleiche sind
Vergleiche zweier unter Befolgung bestimmter Regeln in Geld veranschlagter
Güterkombinationen, also zweier Geldsummen, durch die man manchen Aufschluss erhalten
kann, wenn man ihre Berechnungsmethode kennt. Sie geben keinen Einblick in „Nutzen“ oder
„Befriedigung“.[16]

Vom BIP zum verfügbaren Einkommen


→ Hauptartikel: „Berechnung“ im Artikel verfügbares Einkommen

Überblick der VGR 2007

Vergleich des Pro-Kopf-BIP in der EU nach Ländern. (1) Diese Statistik ist jedoch wie die
meisten Statistiken bezüglich Luxemburg um den Faktor 2 respektive ½ verfälscht. In
Luxemburg sind etwa die Hälfte aller Beschäftigten Grenzgänger, also Nicht-Einwohner. Das
BIP von Luxemburg wird jedoch nur durch die Zahl der Einwohner geteilt.

Regionen mit dem höchsten Pro-Kopf-BIP in der EU-25

Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in der EU-25


Das BIP gibt Aufschluss über die Entwicklung der Produktion. Wichtig ist außerdem die Frage
nach den Konsummöglichkeiten einer Volkswirtschaft. Dazu sind Informationen über das
verfügbare Einkommen erforderlich. Das Problem eines geeigneten Maßes für den
Lebensstandard löst das Nettonationaleinkommen am treffendsten.

BIP pro Kopf und Wohlstand


Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bzw. BIP pro Einwohner ermöglicht einen Vergleich
verschiedener, unterschiedlich großer Wirtschaftsräume miteinander und wird als Maß für den
materiellen Wohlstand in einem Land oder einer Region angesehen. Es wird wie folgt
berechnet:

{\displaystyle {\text{BIP pro Kopf}}={\frac {\mathrm {BIP} }{\text{Anzahl der


Einwohner}}}}{\text{BIP pro Kopf}}={\frac {{\mathrm {BIP}}}{{\text{Anzahl der Einwohner}}}}
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2017[17]
Staat Rang BIP
pro Kopf in
Int.-$ (PPP)
ökonomisch entwickelte Staaten 49.299
sich ökonomisch entwickelnde Staaten 11.811
Europäische Union Europäische Union 41.175
Katar Katar 1 124.529
Luxemburg Luxemburg 3 106.374
Singapur Singapur 4 93.906
Schweiz Schweiz 10 61.422
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 12 59.501
Deutschland Deutschland 18 50.425
Österreich Österreich 22 49.869
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 28 44.117
Frankreich Frankreich29 43.760
Japan Japan 30 42.832
Volksrepublik China Volksrepublik China 82 16.660
Demokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo 190 790
Im Jahr 2017 lagen 16 der 20 Staaten mit dem weltweit niedrigsten BIP pro Kopf in Afrika.
Afrika ist auch der Kontinent mit dem niedrigsten BIP pro Kopf – es betrug im Jahr 2017
lediglich 3.900 Int. US$ (PPP) pro Jahr. (Von einem niedrigen BIP pro Kopf kann jedoch noch
nicht auf die Lebenszufriedenheit geschlossen werden, wie sie in anderen Indizes wie dem HPI
zum Ausdruck kommt.)

Siehe auch: Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Liste der Länder nach
Bruttoinlandsprodukt
Alternativen
Das BIP allein und für sich erlaubt keine Aussagen über Wohlstand, Lebensqualität oder
Gerechtigkeit für und zwischen den Menschen einer Volkswirtschaft. Auch der langfristige
Zustand der sozialstaatlichen Sicherungssysteme (Gesetzliche Rentenversicherung,
Krankenversicherung, Pflegeversicherung) und weitere Faktoren wie z. B. sozialer Frieden,
Luftqualität, Erholungsgebiete und der Zustand der natürlichen Ressourcen werden vom BIP
nicht erfasst.[18][19] Daher können alternativ oder zusätzlich zur Einbeziehung dieser Ziele in
der Wirtschaftspolitik folgende volkswirtschaftliche Indizes verwendet werden:

Fragile States Index


Seit 2005 veröffentlicht die private Denkfabrik Fund for Peace in Zusammenarbeit mit der
Zeitschrift Foreign Policy jährlich den sogenannten Fragile States Index (bis 2014 Failed States
Index), in dem Staaten auf ihr Risiko von Staatszerfall hin untersucht werden. Es werden dabei
zwölf verschiedene Faktoren zu dem Index zusammengefasst.
Genuine Progress Indicator (GPI)
Der Genuine Progress Indicator ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer
Volkswirtschaft, das die Nachhaltigkeit von Wachstum abbilden soll. Eine wirtschaftliche
Aktivität unter Inkaufnahme von gravierenden Umweltschäden, deren Behebung zukünftige
Generationen deutlich mehr kosten wird, als die heutige Bevölkerung von der Aktivität profitiert,
wird im BIP als positiv verbucht, im GPI negativ
Social Progress Index
Der Social Progress Index misst, inwiefern ein Staat die wirtschaftlichen, sozialen und
ökologischen Bedürfnisse seiner Bürger befriedigen kann. Der Index setzt sich aus einer Reihe
von Indikatoren zu Gesundheit, Bildung, Ökologie, Nachhaltigkeit, Sicherheit und persönliche
Freiheit zusammen, ignoriert allerdings das Bruttoinlandsprodukt.
World Happiness Report
Der World Happiness Report ist ein jährlich vom Sustainable Development Solutions Network
der Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Der Bericht enthält Ranglisten zur
Lebenszufriedenheit in verschiedenen Ländern der Welt und Datenanalysen aus verschiedenen
Perspektiven.
Gini-Index
Der Gini-Index ist ein Maß dafür, wie gleich oder ungleich die Einkommens- und
Vermögensverteilung in einem Land ist.
Good Country Index (GCI)
Der Good Country Index misst wie sehr ein Land in den globalen Wohlstand und die
Friedenserhaltung investiert. Er ist indirekt ein Indikator für die langfristige Entwicklung eines
Landes, da sich Länder mit einem hohen GCI auch bessere Handelsbeziehungen sichern
können.
Happy Planet Index (HPI)
Der Happy Planet Index ist ein Maß für die ökologische Effizienz der Erzeugung von
Zufriedenheit unter Einbeziehung von Lebenszufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem
Fußabdruck
Index der menschlichen Entwicklung (HDI)
Der Index der menschlichen Entwicklung (englisch Human Development Index) wird aus dem
BNE pro Kopf gemessen in Kaufkraftparität unter Einbeziehung von Lebenserwartung und
Bildungsgrad gebildet.
Human Sustainable Development Index (HSDI)
Eine Erweiterung des Index der menschlichen Entwicklung, die Treibhausgas-Emissionen
berücksichtigt.
Index des nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstands (INWW)
Der Index des nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstands (englisch Index of Sustainable
Economic Welfare, ISEW) ist ein Vorläuferindex des GPI.
Kaufkraftparitäten-Kurse
Die Umrechnung nationaler Bruttoinlandsprodukte auf Grundlage nominaler Wechselkurse ist
bei manchen Fragestellungen irreführend. Ein anderes Maß stellt der Kaufkraftparitäten-Kurs
(englisch Purchasing Power Parity, PPP) dar. Der Big-Mac-Index ist ein Wechselkurs, der auf
dem Kaufpreis eines Big Mac der weltweit tätigen Schnellrestaurantkette McDonald’s basiert.
Dieses Maß eignet sich besser als Vergleich, da Big Macs nicht international gehandelt werden.
Preise für Big Macs enthalten Informationen über Preise für nicht (international) handelbare
Güter. Die durchschnittlichen Preise (für nicht handelbare Güter) sind in armen Ländern
typischerweise niedriger als Preise in entwickelten Volkswirtschaften. Ein offizieller Wechselkurs
basiert vorwiegend auf Preisen (international) handelbarer Güter und überschätzt damit das
Preisniveau in armen Ländern.[20]
W3-Indikatoren
Die W3-Indikatoren sind ein Ensemble von Indikatoren für Wohlstand und Fortschritt, die
potenziell aussagekräftigere Wohlstands- und Fortschrittsindikatoren darstellen sollen.
Kritikpunkte
Die Aussagekraft des BIP bezüglich der Wirtschaftsleistung der Menschen in einer
Volkswirtschaft ist begrenzt, da folgende Faktoren nicht oder nur teilweise mitberechnet werden:

Schwarzarbeit beziehungsweise die gesamte Schattenwirtschaft


Subsistenzwirtschaft
Unbezahlte Tätigkeiten wie Haus- und Familienarbeit, häusliche Pflege, Kinderbetreuung,
Heimwerken, Ehrenämter oder Hobbys
Unter bestimmten Bedingungen werden die Ergebnisse für einzelne Staaten verzerrt. In Irland
haben zahlreiche internationale Unternehmen ihren rechtlichen Sitz, um mittels des „Double
Irish With a Dutch Sandwich“-Modells ihre in anderen europäischen Ländern erzielten Gewinne
niedriger versteuern zu können. Das irische BIP wird durch die Mitberücksichtigung dieser
tatsächlich nicht im Land erzielten Wirtschaftsleistung aufgebläht.[21] In Luxemburg sind 43,2 %
aller Lohnabhängigen Grenzgänger, so dass der Wert des Pro-Kopf-BIP im Vergleich etwa
doppelt so hoch erscheint.[22]

Es ist zusammenfassend zu sagen, dass das BIP nur die (gehandelte) Produktionsleistung,
nicht den Wohlstand einer Volkswirtschaft widerspiegelt. Auch ein Länder- und Zeitvergleich
kann sich nur bedingt auf ihn stützen.

Die vom früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy einberufene Commission


on the Measurement of Economic Performance and Social Progress
(Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission), der fünf Nobelpreisträger angehörten, sollte eine alternative
Berechnung erstellen. Dabei forderte die Kommission die Statistiker auf, nicht nur auf das
Wirtschaftswachstum zu schauen, sondern das gegenwärtige „Wohlergehen“ eines Landes zu
ermitteln. Dabei spiele das BIP weiterhin eine Rolle. Allerdings müssten zum Beispiel auch das
gemittelte Haushaltseinkommen, Familienarbeit, Freizeit, Gesundheit und der Zustand der
Umwelt mit einbezogen werden.[23]

Siehe auch
Liste der Länder nach historischer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
Liste der Länder nach historischer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf
Liste der deutschen Bundesländer nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der deutschen Städte nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Städte nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Länder nach Wirtschaftsstruktur
Bruttonationalglück
Ökosozialprodukt
Soziale Indikatoren
Suffizienz (Ökologie)
Umweltökonomische Gesamtrechnung, Umweltbilanz
Zufriedenheit
Literatur
Paul R. Krugman, Maurice Obstfeld: Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der
Außenwirtschaft. 7. Auflage. Pearson, München 2006, ISBN 3-8273-7199-6, S. 39 ff.
Thomson Datastream Navigator, Advance 4.0 Quarterly National Accounts, Copyright OECD,
abgerufen am 18. April 2008
Joseph E. Stiglitz, Amartya Sen, Jean-Paul Fitoussi: Mismeasuring Our Lives. Why GDP
Doesn’t Add Up. New Press, New York 2010, ISBN 978-1-59558-519-6.
Weblinks
WiktionaryWiktionary: Bruttoinlandsprodukt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft,
Synonyme, Übersetzungen
Commons: Bruttoinlandsprodukt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) weltweit und regional. Interaktive Grafik,
Bundeszentrale für politische Bildung / bpb
Welt-Bruttoinlandsprodukt. Bundeszentrale für politische Bildung
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Bundeszentrale für politische Bildung
Einzelnachweise
Staatssekretariat für Wirtschaft der Schweiz SECO: Das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal
2014. (Memento vom 28. Mai 2014 im Webarchiv archive.today) Das Bruttoinlandprodukt der
Schweiz je Quartal von 2009 bis zum 2. Quartal 2014, gemäss ESVG 2010.
Bruttoinlandsprodukt (BIP). wirtschaftslexikon.gabler.de, abgerufen am 22. April 2014. „Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach
Abzug aller Vorleistungen“
Bruttonationaleinkommen (BNE), Website der Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen
am 15. Februar 2019.
Statistisches Bundesamt: Inlandsproduktsberechnung. Bruttoinlandsprodukt (BIP), abgerufen
am 27. Oktober 2017.
Die Geschichte des BIP. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf: wiwo.de
John Maynard Keynes: How to pay for the war. Macmillan, London 1940, OCLC 754065515.
(Digitalisat)
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage.
Pearson Studium Verlag, 2009, ISBN 978-3-8273-7363-2, S. 80.
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. Auflage. 2009, S. 57 ff.
Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. Auflage. 2009, S. 60 ff. und 81 ff.
Statistisches Bundesamt Deutschland (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik
Deutschland 2008. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008, S. 621.
Europäische Kommission: Das BIP und mehr – Die Messung des Fortschritts in einer Welt im
Wandel (PDF), 20. August 2009.
Nach: Statistisches Bundesamt Deutschland (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die
Bundesrepublik Deutschland 2008. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008, S. 621 f.
Welt-Bruttoinlandsprodukt, bpb.de
Bundeszentrale für politische Bildung: Wissen: Globalisierung: Welt-BIP, abgerufen am 17.
September 2018.
„Weil es vom Einkommen abhängt, in welchem Umfang das Vermögen gemehrt und die
Bedürfnisse befriedigt werden können, richtet sich das wirtschaftliche Streben der Menschen in
erster Linie auf die Erzielung von Einkommen, liegt der Kern des gesellschaftspolitischen
Wohlstandsziels in der Steigerung des Netto-Sozialprodukts.“ Herbert Giersch: Allgemeine
Wirtschaftspolitik. Erster Band: Grundlagen. Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler,
Wiesbaden 1961, ISBN 3-409-88282-0, S. 86.
Hans Albert: Ökonomische Ideologie und politische Theorie. 2. Auflage. Verlag Otto Schwartz
& Co, Göttingen 1972, S. 82 f.
Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 10. August 2018 (amerikanisches
Englisch).
Measuring economies. Grossly distorted picture. In: The Economist. 9. Februar 2006.
Romina Boarini, Asa Johansson, Marco Mira d’Ercole: Alternative Measures of Well-Being. In:
Economic Policy Reforms: Going for Growth 2006. OECD, 2006. Zusammenfassung (englisch),
Working Paper (PDF; 786 kB; englisch)
Der Big Mac Index. (Memento vom 5. Juli 2010 im Internet Archive) aus: The Economist. 29.
Mai 2004, auf: wiwi.uni-tuebingen.de, abgerufen am 5. Mai 2008.
Robert C. Feenstra, Alan M. Taylor: International Economics. 3. Auflage. Worth, New York
2014, ISBN 978-1-4292-7842-3, S. 576.
OECD: Gesundheit auf einen Blick 2007. OECD-Indikatoren. OECD Verlag, Paris 2007, ISBN
978-92-64-03994-0, S. 18; und statnews (PDF; 35 kB)
Rechnen für eine bessere Welt. auf: taz.de, 16. September 2009.
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