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Einfach messen!

Kostengünstiges Erstellen
skalierbarer Messsysteme

- Seminar -

Ausgabe Januar 2003


Artikelnummer 350953A-01
Georg Heckelmann

Einfach messen! 1 © National Instruments Germany GmbH


Urheberrecht
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EagleWare, FieldPoint, Flex ADC, FlexFrame, FlexMotion, HiQ, HiQ-Script, HotPnP, HS488, IMAQ, InsideVIEW,
Instrumentation Studio, Instrumentation Newsletter, InstrumentationWeb, Instrupedia, IVI, LabSuite, LabVIEW, Lookout,
LabWindows/CVI, MANTIS, Measure, Measurement Ready logo, Measurement Suite, Micro GPIB, MIGA, MITE, National
Instruments, National Instruments logo, natinst.com, ni.com, NAT4882, NAT7210, NAT9914, NI-488, NI-488M, NI-488.2,
NI-488.2M, NI-CAN, NI-DAQ, NI DeveloperSuite, NI-DNET, NI-DSP, NI-FBUS, NI-IMAQ, NI-SHEll, NI-PGIA, NI-VISA,
NI-VXI, NIWeek, PXI, PXI logo, PXI Configurator, RTSI, SCXI, SmartCode, Spectrum Ware, StillColor, Take Measurements
Not Estimates, TestStand, The Software is the Instrument, The Virtual Instrumentation Company, TIC, T&M Explorer,
TNT4882, TNT4882C, TN4882I, Turbo-488, ValueMotion,VI UserNet, VirtualBench, VMEpc, VXI Integrator, VXIpc,
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National Instruments National Instruments National Instruments


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Shanghai 21 6555 7838/Shen 3904939, Dänemark 45 76 26 00, Deutschland 089 741 31 30,
Finnland 09 527 2321, Frankreich 1 48 14 24 24, Griechenland 01 42 96 427, Großbritannien 016 35 52 35 45,
Indien 80 527 54 06, Italien 02 413091, Japan 03 54 72 29 70, Kanada (Ontario) 905 785 00 85,
Kanada (Québec) 514 694 85 21, Korea 02 596 74 56, Mexiko 5 52 26 35, Neuseeland 09 914 04 88,
Niederlande 0348 43 34 66, Norwegen 32 84 84 00, Österreich 0662 45 79 90 0, Polen 022 528 94 06,
Schweden 08 730 49 70, Schweiz 056 200 51 51, Singapur 226 58 86, Spanien 91 640 00 85, Südafrika 082 877 8530, Taiwan
02 377 12 00, Venezuela (Toll Free Kolumbien: 980 9 13 30 92, Peru: 001 800 433 34 88, Puerto Rico: 800 433
34 88, Venezuela: 800 1 44 66)

National Instruments’ Firmenhauptsitz


11500 N Mopac Expwy, Austin, TX 78759-3504, USA – Tel: 001 512 683-0100

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Inhaltsverzeichnis

• Vorwort 4
• Einleitung 6
• Themen und Inhalte 7
• National Instruments 8
• Anwendungsbereiche 10
• Das Konzept der Virtuellen Instrumente 12
• Integrierte Softwarearchitektur 17
• Was ist ein Datenerfassungssystem 18
- Systemaufbau 20
- Die Multifunktions-Datenerfassungskarte 21
- Bauteile einer Datenerfassungskarte 27
- Datenerfassungskarten von National Instruments 32
- Die Datenerfassungskarte im PC 34
Der Measurement and Automation Explorer 35
• Einfach messen mit NI 40
- Integrierte Softwarearchitektur 40
Die grafische Entwicklungsumgebung LabVIEW 41
Textbasierte Programmierung 47
Software zur Systemverwaltung 50
Die Entwicklungsumgebung DIAdem 51
- Einfach messen mit NI – Teil I 52
- Einfach messen mit NI – Teil II 62
- Zusammenfassung 66
• Weitere Möglichkeiten 67
• Anhang 85
• Literaturverzeichnis 88
• Datenblätter 89

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Vorwort

Zurzeit wachsen Datenerfassungskarten, die scheinbar alles können, eine Anbindung


an LabVIEW bereitstellen und auch noch billig sind, wie Pilze aus dem Boden.
Soweit die Marketing-Message. Jeder, der sich aber ernsthaft mit dieser Thematik
auseinandersetzt, weiß, dass hinter diesen plakativen Aussagen meist ein
enttäuschendes Etwas steckt. Umso kritischer ist es für den potenziellen Anwender,
die in den Datenblättern spezifizierten Kenngrößen genauer zu analysieren.
Mit diesem Seminar haben wir uns vorgenommen, dem Anwender ein Rüstzeug an
die Hand zu geben, das es ihm erlaubt, hinter die Fassaden zu blicken. Vor allem
geht es uns darum, das Thema "Datenerfassung" in einem Gesamtkontext zu
betrachten, denn die Erfassung von Daten ist weitaus mehr als eine Steckkarte, die
mit irgendeiner Software kombiniert wird. Wir demonstrieren Ihnen einerseits, wie
Sie schnell und kostengünstig skalierbare, leistungsfähige sowie hochpräzise
Messsysteme erstellen, und anderseits, wie einfache Messaufgaben zeitsparend
realisiert werden können, die langfristig auch höheren Anforderungen gerecht
werden. Hier die einzelnen Themenbereiche im Überblick:

• Vorstellung des Aufbaus und der Funktionalität der NI-


Datenerfassungshardware
• Auswahlhilfen und Entscheidungskriterien für präzise, erweiterbare
Messsysteme
• Konfiguration und Programmierung von skalierbaren
Datenerfassungsapplikationen
• Beispielapplikationen und Live-Demonstrationen mit LabVIEW, DIAdem etc.

Auf der Basis von Standardschnittstellen wie PCI, PCMCIA, aber auch USB und
FireWire vermitteln wir Ihnen einen tiefen Einblick in die Erstellung
leistungsfähiger auf NI-Hard- und -Software basierender
Datenerfassungsapplikationen. Lernen Sie die integrierte NI-Software-architektur
kennen, die skalierbare Lösungen ermöglicht, welche jederzeit an zukünftige
Aufgaben anpassbar sind!

Rahman Jamal
Technical & Marketing Director, Central Europe

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Einfach messen!
Kostengünstiges Erstellen skalierbarer
Messsysteme

Seit Computer durch die technische Weiterentwicklung immer leistungsfähiger werden, nutzen
Ingenieure und Wissenschaftler den PC immer häufiger, um Mess- und Automatisierungs-aufgaben
anspruchsvoller zu gestalten. Der Einsatz von Computern bietet Flexibilität im Systemdesign und
ermöglicht somit auch ein kostengünstiges Anpassen der Systeme auf spätere Anwendungen. Dieser
Wandel in der Messtechnik wurde vor mehr als 20 Jahren mit der Schnittstelle GPIB eingeleitet.
Standardmessgeräte wurden und werden bei dieser Technik über einen externen Bus zur Steuerung und
zum Datenaustausch mit dem Rechner verbunden. Durch Weiterentwicklung dieser Technologien haben
sich computergestützte Mess- und Automatisierungssysteme von weniger flexiblen "Stand-alone"-
Geräten hin zu leistungsstarken, in den Rechner integrierten Mess- und Automatisierungssystemen
gewandelt, welche die volle Flexibilität des Rechners nutzen.

Seit dieser Zeit ist auch National Instruments in der computergestützten Mess- und
Automatisierungstechnik zu Hause. Bereits seit mehr als 25 Jahren entwickeln wir Produkte, welche die
vorhandenen Schnittstellen der Computer bestmöglich nutzen, um Messdaten zu erfassen und
bearbeitete Ergebnisse wieder auszugeben. Unsere Software-Tools unterstützen Sie dabei, die
Messkarten einfach zu konfigurieren sowie Anwendungen zu erstellen, die ansprechend gestaltet sind,
Daten in verschiedensten Formaten speichern, Benutzeroberflächen im Internet publizieren und vieles
mehr.

Die Produktpalette reicht hierbei von PC-Steckkarten auf PCI- oder ISA-Basis über externe Geräte für
USB oder FireWire bis hin zu industriellen Systemen auf der Basis von PXI. Durch
plattformübergreifende Programmiersprachen sind die Systeme skalierbar und eine kürzere Time-to-
Market wird ermöglicht.

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Themen und Inhalte

• Vorstellung des Seminars


• Wer ist National Instruments?
• Was ist DAQ?
– Datenerfassung mit unterschiedlichen Schnittstellen
– Datenerfassung mit NI-Produkten (der NI-Hardware-Layer)
• Einfach messen mit NI-Produkten
– Die Softwareplattformen
– Einfache Anwendungen
• Und was jetzt?
– Ausbaumöglichkeiten

Zu Beginn des Seminars möchten wir Ihnen National Instruments vorstellen und Ihnen einen kurzen
Überblick über typische Anwendungen der Mess- und Automatisierungstechnik geben.

Die Mess- und Automatisierungstechnik nimmt im gesamten Design- und Produktionsprozess in


zahlreichen Industriebereichen einen immer größeren Stellenwert ein. Durch seine ständig wachsende
Leistungsfähigkeit kann unser täglicher Begleiter – der Computer – auch eine Viel-zahl dieser Aufgaben
mit Bravour lösen. Die einfache Messdatenerfassung und die Ausgabe physikalischer Größen sind
Bestandteil von sowohl weniger anspruchsvollen als auch aufwändigeren Industrieanwendungen. Aus
diesem Grund soll dieses Seminar eine Einführung in die computergestützte Messtechnik geben und an
Beispielen zeigen, wie Sie mit National Instruments kostengünstig ein Messsystem konfigurieren
können und gleichzeitig die Möglichkeit für spätere Erweiterungen wahren.

Nach der generellen Erläuterung der Theorie der computergestützten Messdatenerfassung werden wir
Ihnen an einfachen Beispielen die Funktionalität unserer Datenerfassungskarten demonstrieren und
dabei verschiedene Messmethoden vorstellen.

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National Instruments
• Weltweit mehr als 30
Niederlassungen
NI HQ

• Hauptsitz in Austin, TX

• 2.900 Angestellte
• Mehr als 1.000 Produkte
• 600 Alliance Partner

Seit mehr als 25 Jahren revolutioniert National Instruments die Art und Weise, wie Wissenschaftler und
Ingenieure auf der Basis des PCs und der damit verbundenen Technologien arbeiten. Technologien, die
einen PC in ein leistungsstarkes, computergestütztes und netzwerkfähiges Mess- und
Automatisierungssystem verwandeln, werden von National Instruments konsequent aufgenommen und
vorangetrieben.

Produktentwicklung und Hauptsitz von National Instruments befinden sich in USA (Austin, Texas).
Hier werden National Instruments' Hardware- und Softwarekomponenten entwickelt, getestet und
unterstützt. Support- und Kundenunterstützung durch Schulungen sind außerdem durch die über 37
Niederlassungen weltweit vertreten.

Das Konzept der virtuellen Instrumente, das später im Seminar genau erläutert wird, ist für National
Instruments das Schlüsselkonzept zur Entwicklung kompakter, flexibler und skalierbarer Mess- und
Automatisierungsplattformen mit einer unvergleichbaren Leistungsfähigkeit. Seien es Tests für
Automobile bei Honda in Japan, die Auswertung von Defibrillatoren bei Teletronics in Australien,
wachsende Testanforderung von Telefonleitungen bei British Telecom in England oder auch Tests von
Komponenten in der Automobilindustrie wie bei Bosch in Deutschland – weltweit erreichen Firmen, die
unsere Produkte nutzen, ihre Ziele schneller, besser und preiswerter.

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Was macht NI einzigartig?
• Integration von Standardtechnologien
- Die Revolution in der Messtechnik (ni.com/revolution)
• Entwicklung integrierter Lösungen
- Nahtlose Integration von Hard- und Software
• Weltweiter Service und Support
- Nahezu in allen Regionen der Welt präsent
• Kundenorientierte Lösungen
- Modulare und skalierbare Konzepte
• Innovation
- Schlüssel für den Erfolg unserer Produkte

Unser Erfolg stützt sich im Wesentlichen auf fünf Säulen, die uns in der computergestützten und
vernetzten Mess- und Automatisierungstechnik von anderen Unternehmen unterscheiden. Diese fünf
Prinzipien sind die treibende Kraft hinter der Verwirklichung unserer Ziele.

• Integration von Standardtechnologien: Die rasanten Fortschritte in der Computertechnologie


ermöglichen immer mehr Ingenieuren und Wissenschaftlern die Realisierung kompletter Systeme.
Mit der Erstellung von Messsystemen mittels neuester Standardtechnologien profitieren unsere
Kunden von hoher Leistungsfähigkeit und niedrigeren Systemkosten.
• Entwicklung integrierter Lösungen: Integrierte Mess- und Automatisierungssysteme bieten
enorme Vorteile – höhere Leistungsfähigkeit, niedrigere Kosten, geringere Time-to-Market und
verbesserte Qualität. Durch die Nutzung von Technologien von gestern, heute und morgen können
unsere Produkte auch nahtlos mit anderer Hard- und Software eingesetzt werden, so dass stets für
hohe Integration gesorgt ist.
• Weltweiter Service und Support: Wir sind in nahezu allen Regionen der Welt vertreten, mit
Niederlassungen in fast 40 Ländern und zusätzlichen Vertriebsbüros in 18 Ländern. Weltweit
arbeiten unsere erfahrenen und hochmotivierten Ingenieure mit Kunden zusammen, um eine
geeignete Lösung für ihre Anforderungen zu finden.
• Kundenorientierte Lösungen: Mit dem Einsatz von NI-Produkten entwickeln unsere Kunden
Lösungen zur Erleichterung des Alltags – seien es hochwertigeres Trinkwasser, sicherere
Automobile oder eine bessere Vernetzung unserer Welt. Seit der Gründung von National
Instruments ist der Erfolg unserer Kunden unser größtes Anliegen.
• Innovation: Dies ist das Schlüsselkonzept von National Instruments, wie es etwa anhand des
Konzepts der virtuellen Instrumente, auf das im Laufe des Seminars noch genauer eingegangen
werden soll, ersichtlich ist.

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Anwendungsbereiche
Kein Industriebereich > 10% Umsatz

Telekommunikation Automobilindustrie Halbleitertechnik Elektronik Computer

ATE Militär/Raumfahrt Forschung Lebensmittel- und Textilindustrie


Petrochemie

Diese Folie zeigt die Vielfältigkeit der Industriezweige, in denen die Mess- und
Automatisierungslösungen von NI zum Einsatz kommen. Egal, ob in der Telekommunikation,
Automobilindustrie, Elektronik, Textilindustrie, Petrochemie, im Bereich der automatisierten
Prüfungen, in der Lebensmittelindustrie, Forschung oder in anderen Bereichen – überall finden sich
computergestützte Mess- und Automatisierungslösungen, da es immer Daten zu erfassen, zu
digitalisieren und darzustellen gibt.
NI bietet ein umfangreiches Programm an Serviceleistungen, wie z. B. Start-up Assistance,
Installationsdienste und Produktschulungen, sowie Beratungsdienste und das Alliance Program. Somit
können unsere Kunden stets die Expertise von Industrie- und Produktspezialisten nutzen. Mit unserem
breiten Spektrum an Dienstleistungen – angefangen bei der erweiterten Garantie und Softwareverträgen
(SSP) bis hin zur Kalibrierung – unterstützen wir unsere Kunden bei der Erstellung ihrer Lösung und
sorgen so für optimale Funktionsfähigkeit über viele Jahre hinweg. Ferner haben wir weltweite
Beziehungen mit zahlreichen Industriepartnern aufgebaut, so dass unsere Kunden ihren Anforderungen
entsprechend auf eine breite Palette an Lösungen zurückgreifen können – von Komponenten und
Beratung bis hin zu schlüsselfertigen Systemen.

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Virtuelle Instrumente im gesamten Design- und
Produktionsprozess

Entwicklung/ Analyse/ Prototypen/


Validierung Produktion
Modellierung
Messtechnik Simulation Verifizierung

Messtechnik

Messtechnik

Messtechnik

Messtechnik
Modellbildung, Verifizierung, Nachbildung Entwicklungs- Validierungs- Produktions-
Adaptierung des Systems/der Komponenten test test test

97% der Entwicklungsingenieure begleiten ein Produkt durch


alle Phasen eines Design- und Produktionsprozesses.
Quelle : Cahners Research, "Mind of the Engineer" 2001

Das Konzept der virtuellen Instrumente bringt entscheidende Vorteile für die unterschiedlichsten
Bereiche der Industrie. Unter dem Begriff "virtuelles Instrument" ist zu verstehen, dass der Computer
das Messinstrument darstellt. Leistungsfähige Steckkarten zur Datenerfassung, Datenausgabe oder auch
Motorensteuerung verbinden den Rechner zur Außenwelt. In einer Programmiersprache wird die
Anwendung erstellt, die dann auf dem Monitor ein instrumenten-ähnliches Front-End bietet.
Betrachtet man die Designmethodik heutiger Entwicklungsingenieure etwas genauer, so stellt sich
heraus, dass sich die unterschiedlichen Phasen des Designprozesses wie Modellierung, Simulation,
Verifizierung und Produktion nicht mehr eindeutig trennen lassen. Eine Studie mit dem Titel "Mind of
the Engineer" des US-Marktforschungsinstituts Cahners Research zeigt, dass 97% der
Entwicklungsingenieure die Produktentwicklung durch alle Phasen des Produktionsprozesses hindurch
begleiten. Mess- und Automatisierungsprozeduren werden während des gesamten Designprozesses
durchgeführt und stellen damit einen wichtigen Bestandteil dar.
Durch unsere leistungsfähigen Komponenten geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, ihre Lösung
frei zu definieren, also ihren eigenen Bedürfnissen anzupassen. Mit unseren auf offener Plattform
basierenden Konfiguratoren und Entwicklungsumgebungen haben Kunden die Flexibilität, ihre auf NI-
Produkte gestützten Messsysteme und die jeweilige Hardware ihren Anforderungen entsprechend zu
nutzen. Da wir auf der Basis von offenen Standards arbeiten, können unsere Produkte mit denen von
Drittherstellern oder bereits existierenden Messsystemen kombiniert werden.
Das Seminar Einfach messen! betrachtet die Bereiche Erfassung, Analyse und Ausgabe von Analog-
und Digitalsignalen wie beispielsweise das Erfassen von Temperaturen.

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Das Konzept der virtuellen Instrumente

Das Yin-Yang-Symbol an dieser Stelle soll die fundamentalen Elemente der eben erwähnten virtuellen
Instrumente symbolisieren. Es gibt hier also zwei Elemente: die Software und die Hardware.
Die Hardware bietet beispielsweise bei Analogdatenerfassungskarten die nötige Leistungsfähigkeit. Bei
der Auswahl der geeigneten Hardware stellen sich Fragen wie: Welche Abtastraten werden benötigt, um
ein bestimmtes Signal zu digitalisieren? Wie hoch muss die Auflösung sein?
Die Software bietet die Flexibilität, Funktionalitäten wie das Erfassen, Analysieren und Darstellen, aber
auch Speichern oder Ausgeben von Daten zu realisieren. Das Zusammenspiel beider Komponenten
ergibt das Konzept der virtuellen Instrumente.
Das Konzept der virtuellen Instrumente besteht seit nunmehr 15 Jahren und fand seinen Anfang
sicherlich mit der Entwicklung von LabVIEW. Bei genauer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass
auch schon die Vernetzung von Computern mit Instrumenten mittels GPIB und der seriellen
Schnittstelle dem Grundgedanken der virtuellen Instrumente folgte – nur hat es damals noch niemand so
genannt.

Das Yin-Yang-Symbol spiegelt den traditionellen chinesischen Glauben daran wider, wie Dinge
zusammenspielen. Die kreisförmige Grundform steht für das Gesamte, während die dunklen und hellen
Teilformen im Kreis das Zusammenspielen zweier Energien – Yin (schwarz) und Yang (weiß) –
repräsentieren, die alles beeinflussen. Die Teilformen sind nicht komplett schwarz bzw. weiß, genau wie
die Dinge im Leben nicht nur schwarz oder weiß sind, sondern sich ständig gegenseitig beeinflussen und
ohne ihren Gegenpart nicht existieren können.

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"The Software is the Instrument"
Erfassen Analysieren Präsentieren

GUI
Signalverschaltung
& Konditionierung Datei-I/O
Berechnung
Triggerung

Interprozess-
kommunikation
Steckkarten
Netzwerk
Separate Formatierung
Instrumente
Datenmanagement

Steuerung

Das Konzept der virtuellen Instrumente basiert darauf, dass die Software die Funktionalität des
Instrumentes bestimmt. Dabei teilen sich die Aufgaben im Allgemeinen immer in 3 Blöcke: Erfassen,
Analysieren, Präsentieren.
Durch diesen Ansatz, die Leistungsfähigkeit heutiger Computer und das Zusammenspiel von NI zur
Entwicklung von effizienten Softwarewerkzeugen können wir Wissenschaftlern und Ingenieuren die
Möglichkeit geben, ihre eigenen Mess- und Automatisierungsinstrumente und -systeme zu entwickeln.
Mit diesen vereinfachten Konstruktionsblöcken können auch anspruchsvolle Messanwendungen in
einfachere und somit leichter zu realisierende Strukturen zerlegt werden.
In der Realität sind die von Kunden entwickelten Anwendungen – sei es für den Bereich der
Brennstoffzellen oder die Automatisierung von Überwachungsprozessen in der Halbleiterindustrie –
natürlich sehr komplex, aber letztendlich kann man sie in irgendeiner Form immer wieder auf diese drei
Blöcke zurückführen. Daher kann dieses Schema als eine adäquate Darstellung der Idee, die sich hinter
dem Konzept der virtuellen Instrumente verbirgt, betrachtet werden. Die Messkapazitäten, die
vielseitigen Analysemöglichkeiten, Verbindungen über Ethernet oder andere Schnittstellen (zu weiteren
Systemkomponenten) werden hauptsächlich durch die Software realisiert.
Letztendlich ist es auch die Software, die den Charakter und den Wert eines Instruments festlegt. Wir
gehen davon aus, mit diesen elementaren Konstruktionsblöcken auch weiterhin den Bereich der
Messung und Automatisierung sowie die Produktivität der Wissenschaftler und Ingenieure
revolutionieren zu können, und zwar in vielfältigerer Art und Weise als wir es bereits mit LabVIEW
und anderen Softwaretools getan haben.

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NIs Hardware-Sicht

Scanning DMMs, Datenlogger

Communication
Frequency
Counters

Testers,
Analyzers
Vibration
Audio, Oscilloscopes RF

Ein Bestandteil der virtuellen Instrumente ist die Hardware, deren Leistungsfähigkeit auf den
gewünschten Einsatzbereich abgestimmt sein muss.
In diesem Diagramm ist wiedergegeben, welche Bandbreite (Auflösung vs. Frequenz) ein Messsystem
bei der Erfassung elektronischer Signale abdecken muss. Es umfasst nicht alle Aspekte der
Digitalisierung, aber es verdeutlicht unsere Sichtweise und die Entwicklungs-grundlage virtueller
Instrumente.

Außerdem zeigt dieses Diagramm die Entwicklung unserer auf kommerziellen Technologien
basierenden Produkte im Laufe der Jahre. Der grüne Bereich zeigt die Bandbreite der modernsten
Technologien, die National Instruments 1995 in Form von Datenerfassungskarten vertrieben hat. Der
rote Bereich zeigt die Evolution der Bandbreite von 2000, fünf Jahre später, und der blaue Bereich
schließlich den Stand von 2002. Somit hat National Instruments weite Industriebereiche abgedeckt.

Muss beispielsweise ein Signalpegel mit hoher Genauigkeit erfasst werden, so bieten unsere
Digitalmultimeter eine maximale Auflösung von bis zu 26 Bit. Hochfrequenzmessungen sind bis zu 2,7
GHz möglich. Auch der komplette Bereich zwischen diesen beiden Randfaktoren – sei es ein
Digitalsignalanalysator (DSA), ein Standard-Datenerfassungssystem oder auch eine Oszilloskop-
Anwendung – kann mit NI-Produkten abgedeckt werden.

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Kontinuität und Produktivität als Teil unserer
Plattform

NI-Software
LabVIEW™, TestStand™, LabWindows™/CVI™,
Measurement Studio™, DIAdem und IVI

1996 1998 2000

eX OM T ??
VBX OCX OLE Activ DC .NE
Beispiel Microsoft: Schnittstellentechnologie

Es ist sehr wichtig zu verstehen, wie wir bei National Instruments auf den verschiedenen
Betriebssystem-Plattformen aufbauen, um die Kontinuität unserer Produkte für aktuelle und auch
zukünftige Softwaretechnologien ermöglichen zu können. Obwohl beispielsweise Microsoft-Produkte
einen De-facto-Standard darstellen, führt die Monopolstellung von Microsoft doch häufig zu Problemen
für den Anwender. Im Jahr 1996, als Visual Basic aufkam, wurde ein Schnittstellenmodell namens VBX
genutzt. Dieses wurde in OCX umgewandelt, als Microsoft zur 32-Bit-Technologie überging.
Anschließend gab es kleine Änderungen von OLE zu ActiveX, und obwohl dies mehr eine
Marketingstrategie war, beinhaltete es COM – das Component Object Model. Mittlerweile bewegen wir
uns auf .NET-Technologien zu.
Um eine einheitliche Arbeits- und Entwicklungsumgebung zu wahren, integrieren wir neue
Softwaretechnologien wie ActiveX oder .NET als zusätzliches Modul in bestehende NI-
Entwicklungsumgebungen (ADE), anstatt komplett auf neue Technologien und Schnittstellen
umzustellen, wenn diese sich sehr wahrscheinlich bald wieder ändern werden. Was wir also in den
letzten 15 Jahren sehr erfolgreich umgesetzt haben, ist eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft, deren
Ziel es ist, diese Übergänge zu glätten und neue Technologien in all unsere Entwicklungsumgebungen
wie LabVIEW, TestStand, LabWindows/CVI sowie Measurement Studio und DIAdem zu integrieren.
Der Anwender kann somit auch neue Betriebssystem-technologien nutzen, ohne erst neue Befehlssätze
erlernen zu müssen.
Davon auszugehen, dass .NET die Zukunft für unsere Plattformen darstellt wie es z. B. bei USB und
IEEE 1394 der Fall war, wäre der falsche Ansatz. Die Vorteile einer Plattform liegen vielmehr darin,
dass sie flexibel und skalierbar bleibt, so dass auf neue Technologien (und somit auch Plattformen)
reagiert werden kann. Wir sehen für die technologische Evolution eine große Zukunft und sind sehr auf
.NET-orientierte Software von Microsoft gespannt, da dies bedeutet, dass aktuelle Mess- und
Automatisierungsanwendungen, die auf Microsoft-Plattformen entwickelt wurden, leichter zu erweitern
sind, weil alle Netzwerktechnologien bereits Bestandteile des Betriebssystems sein werden.

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Kontinuität und Produktivität als Teil unserer
Plattform

NI-Datenerfassungshardware
Datenerfassungstreiber (NI-DAQ)
Konfigurations-Tool (MAX)

CIA ir e ??
IS A P CM PCI USB Fire
W

Diese Kontinuität versuchen wir nicht nur auf der Software-, sondern auch auf der Hardwareseite
sicherzustellen. So wie sich die Microsoft-Betriebssysteme und die damit verbundenen
Softwaretechnologien verändern und weiterentwickeln, kommen auf dem Markt auch immer mehr
Hardware-Schnittstellen auf. Bei älteren Desktop-PC-Versionen wurden die Steckkarten in ISA-Slots
gesteckt. Neuere Generationen brachten PCI und damit auch Plug& Play mit sich. Notebooks bieten so
genannte PCMCIA-Einschübe für externe Karten und schließlich können über USB und FireWire
externe Geräte an den Rechner angeschlossen werden.

National Instruments' Datenerfassungshardware baut auf einem gemeinsamen Treiber auf, der mit allen
Datenerfassungskarten von National Instruments kommunizieren kann. Das Erkennen der Karte, egal ob
Plug&Play-gestützt oder nicht, egal ob PCI oder noch ISA, erledigt ein Treiber. Konfiguriert werden
alle Karten in einem zentralen Konfigurations-Tool – dem Measurement and Automation Explorer –
und schließlich gibt es in den Programmiersprachen einen einheitlichen Grundbefehlssatz, der mit allen
Datenerfassungskarten funktionstüchtig ist.

Auch in Zukunft werden wir versuchen, neue Schnittstellen und Softwaretechnologien in unsere Treiber
und Programmierumgebungen zu integrieren, um somit die Kontinuität in unserer Produktpalette
aufrechtzuerhalten.

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Integrierte Softwarearchitektur
Systemmanagement-Software
TestStand DIAdem

Entwicklungsumgebungen
LabVIEW, Measurement Studio, LabWindows/CVI, Visual C++, .NET

Treiber und Konfiguration


IVI, Instrumententreiber, NI-DAQ,MAX, NI-VISA, NI-488.2

PXI Modulare GPIB/seriell Datenerfassung Verteilte I/Os SPSen


Instrumente und Signal- Motoren- Bildver-
und VXI konditionierung steuerung arbeitung

Systementwickler fordern heutzutage sowohl etablierte Standards als auch neueste Technologien, die sie
durch den gesamten Design- und Produktionsprozess eines Produktes begleiten.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat NI das Konzept des "Integrated Software
Framework" entwickelt. Dieses Konzept beschreibt den Aufbau eines Systems von der Treiberebene,
die eine gemeinsame Schnittstelle zu den darauf basierenden Entwicklungsumgebungen darstellt, bis hin
zur Systemmanagement-Software und bietet folgende Vorteile:

• Signifikant erhöhte Produktivität im gesamten Entwicklungs-, Installations-, Wartungs- und


Modifikationsprozess aufgrund von effizienten Entwicklungsumgebungen aus dem Bereich der
Mess- und Steuertechnik.
• Höhere Leistungsfähigkeit der Mess- und Steuerungssysteme, da alle Softwarewerkzeuge durch
interaktive Zusammenarbeit ein Maximum an Flexibilität bieten.
• Stärker integrierte Systeme kombinieren zahlreiche verschiedene Messinstrumente auf
Systemebene, die wiederum mit anderen Prozessen des gesamten Unternehmens kooperieren
können.
• Gesenkte Kosten für den gesamten Produktionszyklus.

Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch diese Vorteile gesteigert, da Produkte höherer Qualität modelliert
und getestet sowie schneller und kostengünstiger auf den Markt gebracht werden können. Um diese
Eigenschaften einer integrierten Softwarearchitektur genauer zu erläutern, haben wir LabVIEW als
Entwicklungsumgebung für die Demos dieses Seminars ausgewählt.

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Was ist ein Datenerfassungssystem?
Eingangssignal

Datenerfassungssystem
Treiber und Anwendersoftware
V

konditionierung
0 1 01 D/A

Signal-
A/D
i DIO
TIO
V

0 1 01 Ausgangssignal

Zunächst soll der grundsätzliche Aufbau eines computergestützten Datenerfassungssystems erläutert


werden.

Am Anfang steht natürlich immer das physikalische Phänomen. Es soll eine Temperatur, eine
Spannung, ein elektrischer Widerstand oder auch die Rotationsgeschwindigkeit eines Motors gemessen
werden. Der erste Schritt zur messtechnischen Erfassung des Signals ist die Auswahl eines geeigneten
Sensors, der das physikalische Phänomen in eine messbare elektrische Größe umwandelt. Der somit in
ein elektrisches Signal umgewandelte Messwert kann dann an das computergestützte
Datenerfassungssystem übergeben werden, egal ob es sich um analoge oder digitale Signale handelt.

Allerdings steht Datenerfassung bei National Instruments nicht nur für das Aufnehmen von Daten
sondern auch für das Ausgeben. Der PC kann gewünschte Signalverläufe berechnen und diese dann an
den Analogausgängen als Spannung ausgeben – sozusagen als Funktionsgenerator funktionieren.
Digitalein- und -ausgänge sowie Counter/Timer ergänzen die Palette der Funktionalitäten.

Einige Signale, seien es sehr hohe Spannungen im Kilovoltbereich oder sehr niedrige Amplituden im
Millivoltbereich, können nicht direkt von einer Datenerfassungskarte aufgenommen werden. Zur
Komplettierung eines solchen Systems bietet National Instruments deshalb Signalkonditionierungshard-
und -software an.

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Computergestützte Datenerfassung

Entwicklungsumgebungen

Programmierschnittstelle (API)
Konfiguration NI-DAQ, NI-488, NI Scope, NI DMM, NI-IMAQ,
Measurement and NI-Motion, NI-CAN, IVI, OPC
Automation Explorer
Treiber-Engines und -algorithmen
Datenerfassung

PCMCIA PCI USB, FireWire

Bei einem computergestützten Datenerfassungssystem bei National Instruments besteht die


Hardwareseite aus Datenerfassungskarten in ihren verschiedensten Ausführungen.

• Bei Desktoprechnern ist der heutige Standard der PCI-Bus. Die Datenerfassungskarte kann in
einen freien Einschub gesteckt werden und analoge oder digitale Daten erfassen oder ausgeben.
• Ein Notebook hat im Allgemeinen zwei Einschübe für externe Hardware, die so genannten
PCMCIA-Slots. Auch für diese Variante bietet National Instruments Möglichkeiten.
• Eine dritte Möglichkeit ist das Anschließen externer Datenerfassungsgeräte an den Rechner.
Mittlerweile sind USB und FireWire integrierte Standardschnittstellen und gehören zur
Grundausstattung eines PCs. Für diese Schnittstellen bieten wir externe Geräte.

Alle Geräte zur Datenerfassung werden von einem einheitlichen Datenerfassungstreiber – NI-DAQ –
angesprochen. Dieser Treiber meldet das Gerät am Rechner an und fügt es in den Gerätemanager ein.
Zur Konfiguration der Karten steht das Tool "Measurement and Automation Explorer" zur Verfügung,
das alle NI-Hardware im Rechner auflistet und benutzerfreundliche Konfigurations- und Testwerkzeuge
enthält.

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Systemaufbau

• Ein Datenerfassungstreiber
(NI-DAQ) für alle Datenerfas-
sungsgeräte

• Ein zentrales Konfigurations- Computer


werkzeug

• Skalierbare Systeme

• Anwendungen verteilbar
(Run-time Engine)

Computergestützte Datenerfassungssysteme basieren bei National Instruments somit generell auf einem
gemeinsamen Treiber. Auf Basis der Treibersoftware NI-DAQ können die verschiedenen
Datenerfassungskarten im Rechner eingebunden werden. NI-DAQ kann unabhängig von der
Schnittstelle alle NI-Datenerfassungsgeräte ansprechen. Der Treiber stellt einen Standardbefehlssatz zur
Verfügung, mit dem alle Karten von zahlreichen Programmiersprachen aus angesteuert werden können.

Das zentrale Konfigurations-Tool "Measurement and Automation Explorer", kurz MAX, übernimmt
alle Test- und Konfigurationsaufgaben für die Datenerfassungskarten. Der Anwender kann überprüfen,
ob die Karte korrekt installiert ist, eventuelles Zubehör anmelden und das Gerät für den späteren Einsatz
konfigurieren.

Durch den einheitlichen Treiber wird ermöglicht, dass das System skalierbar ist. Die Grundfunktionen
können im Prinzip für alle Datenerfassungskarten verwendet werden und somit ist das System für
spätere Funktionserweiterungen einfach ausbaubar, ohne den erneuten kompletten
Programmieraufwand.

Weiterhin bieten die verschiedenen Entwicklungsumgebungen von National Instruments die


Möglichkeit, verteilte Anwendungen auf anderen Rechnern in Form einer sofort ausführbaren Datei
(.exe-Datei) laufen zu lassen, ohne dass die komplette Entwicklungsumgebung dort installiert werden
müsste.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte

RTSI-Bus
MUX ADC • Analogein- und -ausgänge
DAC • Digitalein- und -ausgänge
Digital-I/O
Digital FIFO • Zähler/Zeitgeber
Counter • On-Board-FIFO-Speicher
Computer-I/O
• Multilayer-Platinen
• Geschirmte Steckverbinder
• NI-PGIA
• PCI Bus Mastering

Da es sehr unterschiedliche Formen der Datenerfassung gibt, gibt es auch verschiedene Definitionen des
Begriffs "Datenerfassung". Eine Multifunktions-Datenerfassungskarte von National Instruments besteht
aus Ein- und Ausgängen und gegebenenfalls einem FIFO, die in Kommunikation mit dem Rechner
stehen, der als Steuer-und Speichereinheit genutzt wird.
Eine Multifunktions-Datenerfassungskarte besteht daher aus:
• Analogein- und -ausgängen
• Digitalein- und -ausgängen
• Einem Zähler/Zeitgeber (Counter/Timer)
• Einem On-Board-FIFO-Speicher
Um hochgenaue Messungen zu ermöglichen, stützten sich NI-Produkte auf verschiedene Technologien,
die die Qualität der Messungen verbessern, u. a. auf:
• Multilayer-Platinen, die das Übersprechen durch zusätzliche Schirmungsflächen reduzieren.
Digital- und Analogleitungen können aufgeteilt werden.
• Geschirmte Steckverbinder, die Störstrahlung verhindern und somit die Messgenauigkeit erhöhen.
• NI-PGIA – einen schnell einschwingenden Messverstärker.
• PCI Bus Mastering, das die Bus-Geschwindigkeit ausreizt, wodurch der Mikroprozessor entlastet
wird.

Im Folgenden soll genauer auf den Aufbau von Multifunktions-Datenerfassungskarten eingegangen


werden.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte
MUX ADC Computerschnittstelle

DAC • Verbindet die


Digital-I/O Datenerfassungs-karte
Counter mit dem Rechner
Computer-I/O • Erhältlich für
verschiedene
Schnittstellen:
PCI, PXI/CompactPCI,
ISA/AT, PCMCIA, USB,
IEEE 1394 (FireWire)
I/O-Anschluss
Verbindet das Signal (über einen
Anschlussblock und ein Kabel) mit der
Datenerfassungskarte

Der Aufbau der verschiedenen Datenerfassungskarten ist immer ähnlich:


• Am I/O-Anschluss können die zu messenden Spannungen direkt angeschlossen werden. Ein 68-
poliger Stecker (in manchen Fällen auch 100-polig) verbindet den Anschluss mit einem
Anschlussblock, einer Klemmleiste für alle Anschlüsse.
• Die Computerschnittstelle verbindet die Datenerfassungskarte mit dem Rechner. Der
Datenerfassungstreiber NI-DAQ erkennt das Modul. Sämtliche Standardschnittstellen werden
unterstützt.
1. PCI: (Peripheral Component Interconnect) PCI ist in der momentanen Computerwelt das
Standardbussystem. Seine Markteinführung fand mit den Pentium Prozessoren statt,
kommt allerdings auch in anderen Systemen wie zum Beispiel Apple Macintosh zum
Einsatz. In der aktuellen Ausführung hat der PCI-Bus eine maximale Übertragungsrate von
132 MB/s und wird mit 33 MHz getaktet. National Instruments' PCI-Karten erreichen
Abtastraten von 100 kS/s bis hin zu 100 MS/s.
2. PCMCIA (Personal Computer Memory Card International Association): PCMCIA-Karten
verbrauchen verhältnismäßig wenig Strom. Deshalb werden sie hauptsächlich in Laptops
eingesetzt. Standard-Laptops bieten 2 PCMCIA- Steckplätze.
3. USB (Universal Serial Bus): Seit einigen Jahren gehört der USB, ein serielles Bussystem
zum Anschluss externer Geräte zur Standardausstattung eines PCs.
4. FireWire (IEEE 1394): Serieller Hochgeschwindigkeits-Bus.
5. ISA (Industry Standard Architecture): Der ISA-Bus ist der Vorgänger von PCI und mit
8,33 MHz getaktet.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte
• Analogeingänge
MUX ADC
– Multiplexer (MUX)
DAC • Schaltet jeweils einen
Digital-I/O Kanal auf die
Counter Verstärkerstufe
Computer- I/O • Intervall Sampling
• Round Robin Sampling
– Verstärkerstufe
• Verstärkt das Signal oder
Kanal 1 schwächt es ab
• Programmierbare
Kanal 2
Verstärkung
AMP

Kanal n

Geht es darum, mehrere Signale parallel zu erfassen, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Bei
aufwändigen Simultan-Sampling-Karten wird jedes Eingangssignal von einem eigenen
Analog-/Digitalwandler in ein diskretes Signal umgesetzt. Die zweite Möglichkeit ist, die Signale Kanal
für Kanal nacheinander mittels eines Multiplexers auf die Wandlerstufe zu übergeben. Der Multiplexer
ist ein Teil der Analogeingänge.

• Der Multiplexer (MUX) ist programmierbar und schaltet zwischen den zu messenden Kanälen hin
und her.
• Intervall Sampling ist ein mögliches Multiplex-Verfahren bei National Instruments'
Datenerfassungskarten. Die Schaltzeit des Multiplexers, also die Zeit, die beim Schalten
zwischen den Kanälen vergeht, kann eingestellt werden und beträgt im besten Fall minimal 5
µs.
• Das zweite Multiplex-Verfahren ist das Round Robin Sampling. Das Interchannel Delay,
also die Zeitverzögerung zwischen den zu erfassenden Kanälen, wird mit
t = (Abtastrate/Zahl der Kanäle) gleichmäßig aufgeteilt.
• Nach dem Multiplexen wird das Signal an die ebenfalls programmierbare Verstärkerstufe
weitergegeben. Analog-/Digitalwandler können ihre volle Bandbreite nur zwischen bestimmten
Schwellen ausnutzen. Das bedeutet, dass die volle Auflösung von beispielsweise 16 Bit nur bei
einer Signalamplitude von ±10 Volt erreicht wird. Damit auch bei Signalen mit niedrigem Pegel
eine gute Auflösung erreicht werden kann, wird das Signal vor der Digitalisierung vorverstärkt.
• Bei National Instruments' Datenerfassungskarten ist die Verstärkerstufe auf bestimmte
Signalmaxima programmierbar. NI-PGIA ist eine Technologie, die den Messverstärker
unabhängig vom Verstärkungsfaktor schnell einschwingen lässt. Bei einer Genauigkeit von 12 Bit
liegt dieser Wert unter 2 µs.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte
MUX ADC • Analog-/Digitalwandler
(ADC)
DAC
Digital-I/O
– Wandelt das analoge
Signal in eine digitale
Counter Größe um
Computer-I/O
– Anwendungen:
• Schaltkreistest
• Dynamometertest
• Wetterstation
• Geophysikalische
Studien
• Filteranalyse

Der Analog-/Digitalwandler setzt den analogen Pegel, der zum Abtastzeitpunkt anliegt, in eine digitale
Größe um. Eine Sample-and-Hold-Stufe garantiert, dass der erfasste Wert für die Zeit der Wandlung
festgehalten wird. Nach der Analog-/Digitalwandlung wird der nun digitalisierte Wert in einem
Speicher auf der Karte abgelegt und kann an den Arbeitsspeicher des Rechners übergeben werden, um
dort von einem Programm interpretiert werden zu können. Die Analogeingänge und der Analog-
/Digitalwandler können schließlich ein Signal erfassen und zusammen mit einem Anwenderprogramm
die Signalverläufe darstellen, analysieren oder speichern.

Die Genauigkeit eines Analog-/Digitalwandlers ist von seiner Auflösung abhängig. Üblich sind
Auflösungen von 12 oder 16 Bit.

Liegt der Signalpegel beispielsweise zwischen 0 und 10 Volt, so können diese bei 12 Bit durch maximal
4096 Stufen dargestellt werden. Das entspricht einer Spannung von ca. 2,44 mV. Die Notwendigkeit
eines Messverstärkers wird an dieser Stelle besser sichtbar. Angenommen, das Signal bewegt sich nun
nur in einem Bereich von 0 bis 0,1 Volt könnte dies nur mit 40 Genauigkeitsstufen dargestellt werden.
Durch eine 100fache Verstärkung vor der Digitalisierung kann die Genauigkeit von 4096 Stufen
dennoch gewährleistet werden.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte
MUX ADC
• Digital-/Analogwandler
(DAC)
DAC
– Wandelt die digitale
Digital-I/O
Größe in ein
Counter
Computer-I/O analoges Signal um
– Anwendungen
• Systemsteuerung
• Funktionsgenerator
• Ton-Generator
• Servomotor-
steuerung
• Ventilsteuerung

Multifunktions-Datenerfassungskarten bieten im Allgemeinen neben Analog-/Digitalwandlern auch


Digital-/Analogwandler. Eine messtechnische Anwendung verlangt oft auch die Ausgabe von
Analogwerten. Soll zum Beispiel die Vibration eines Kugellagers gemessen werden, damit dann per
Spektralanalyse beurteilt werden kann, ob dies intakt ist, so muss nicht nur ein Sensor die Vibration
messen, sondern auch ein Motor angesteuert werden, der das Kugellager mit einer bestimmten
Geschwindigkeit rotieren lässt. Mit einem Analogausgang kann der Anwender in diesem Fall
Motorstellgrößen ausgeben.

Der Analogausgang kann als Funktionsgenerator genutzt werden, indem in der Programmiersprache der
auszugebende Signalverlauf berechnet und dann ausgegeben wird. Ebenso können Ventile oder andere
Systemkomponenten angesteuert werden.

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Die Multifunktions-Datenerfassungskarte
MUX ADC • Digital-I/O
DAC – Kann digitale Signale
Digital-I/O
einlesen und ausgeben
Counter – Keine
Computer-I/O Frequenzmessungen
möglich
• Kein Handshaking,
kein Timing
• Zähler
– Anwendungen
– Kann digitale Signale ein- und ausgeben
• Statusmessung
– Kann Frequenzen messen
• Relais-Steuerung
– Anwendungen
• Steuerung von Schrittmotoren • Steuerung von LEDs
• Messen von Frequenzen an einer rotierenden Achse
• Test von Oszillatoren

Weitere Komponenten eines Datenerfassungssystems sind Zähler und Digitalein- und


-ausgänge.

Digitalein- und -ausgänge sind dazu da, TTL-Pegel einzulesen bzw. auszugeben. Über eine Breite von
8, 16 oder 32 Bit kann der Status von digitalen Quellen abgefragt werden bzw. ein Zustand am
Digitalausgang gesetzt werden, um beispielsweise Relais anzusteuern.

Auch die Zähler können als Ein- oder Ausgänge verwendet werden. Sie können Impulsfolgen erzeugen,
die dann Schrittmotoren ansteuern, Quadraturencoder auslesen oder Periodendauern bestimmen.

Damit bietet eine Multifunktions-Datenerfassungskarte neben der Möglichkeit, Analogsignale zu


erfassen auch die Optionen, analoge Signale auszugeben, TTL-Signale zu verarbeiten und mit Countern
und Timern zu arbeiten.

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Bauteile einer Datenerfassungskarte
C. Verstärkerstufe B. Technologie zur Verbesserung der
• Verstärkungsunabhängige
Auflösung
• OP Amps mit Rauschunterdrückung
Einschwingzeiten
• Verbesserte Masseführung
• Hoher Eingangswiderstand
• Dithering (12-Bit-Produkte)

A. Temperatur-Drift-Sicherung D. On-Board-Selbstkalibrierung
• Maßgeschneidertes Widerstandsnetzwerk • Hochstabile Referenzspannung
• Hochwertige Komponenten • EEPROM für Kalibrierungsinformation
• Hochgenaue On-Board-Quelle • On-Board-Temperatursensor
(nur Karten der E- und S-Serie)

Zur Erhöhung der einwandfreien Funktionsweise dieser Komponenten


verwendet National Instruments verschiedene Technologien.

A. Eine Temperatur-Drift-Sicherung verhindert durch ein maßgeschneidertes Widerstandsnetzwerk,


hochwertige Komponenten und eine hochgenaue On-Board-Spannungsquelle
Messwertschwankungen, die durch Schwankungen in der Umgebungstemperatur ausgelöst werden
können.

B. Durch spezielle Operationsverstärker mit Rauschunterdrückung, verbesserte Masseführung und


Dithering (12-Bit-Produkte) werden die zu messenden Signale weniger verrauscht, was zur
Verbesserung der Auflösung beiträgt.

C. Die dem Multiplexer nachgeschaltete Verstärkerstufe schwingt schnell ein, unabhängig von der
eingestellten Verstärkung. Ein hoher Eingangswiderstand verhindert zu starke Belastungen der
Quelle.

D. Durch eine On-Board-Selbstkalibrierung kann die Karte nachkalibriert werden.

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Temperatur-Drift-Sicherung
0,035

Temperaturfehler (%)
Sonstige
0,018

NI
• Maßgeschneidertes Widerstands-
0,000
netzwerk, hochwertige
Komponenten 10 25 40

• Selbstkalibrierung auf hochgenaue Temperatur (°C)


On-Board-Spannungsquelle
• On-Board-Temperatursensor
Genaue Messergebnisse bei sich ändernden
Umgebungsverhältnissen

Die Temperatur im Computer oder Messinstrument kann schwanken. Datenerfassungskarten mit dem
Measurement-Ready-Zertifikat – dem NI-Zertifikat für geeichte Datenerfassungskarten – garantieren
genaue Messungen bei Temperaturen zwischen 0 und 55° C. Maßgeschneiderte Widerstandsnetzwerke
und hochwertige Bauteile halten den Temperatur-Drift auf einem Niveau von unter 6 ppm/°C.
Zusätzlich dazu kann die Datenerfassungskarte durch Aufruf einer einfachen Funktion selbst kalibriert
werden und dadurch den Temperatur-Drift auf unter 0,6 ppm/°C bringen. Karten der E- und S-Serie
verfügen weiterhin noch über einen Temperatursensor, mit dem sich die Umgebungstemperatur erfassen
lässt. Sie können diesen Temperatursensor programmatisch durch eine einfache Funktion ansprechen,
um sicherzustellen, dass die Karte auf den entsprechenden Bereich spezifiziert ist.

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Technologie zur Verbesserung der Auflösung
1,8

Quantisierungsfehler
Sonstige

Rauschen und
1,2

(LSB)
0,6 NI

• Op Amps mit 0,0


Rauschunterdrückung 1 50 100
• Verbesserte Masseführung für Anzahl der gemittelten Abtastwerte
verringertes Rauschen
• Dithering
Durch Rauschunterdrückung wird die Auflösung verbessert.

Datenerfassungskarten von National Instruments sind mit qualitativ hochwertigen Verstärkern mit
hohem Gleichtaktunterdrückungsverhältnis ausgerüstet. Das bedeutet, dass sie einen hohen
Rauschanteil, der an beiden Eingängen des Verstärkers anliegt, unterdrücken können, wodurch die
Messungen weniger empfindlich gegen Rauschen werden. Dadurch wird eine höhere Genauigkeit
erreicht.

Datenerfassungskarten der E-Serie verfügen über eine getrennte Masseführung, die auf eine
gemeinsame Massereferenz geführt wird. Getrennte Masseführung verbessert die Rauschemp-
findlichkeit deswegen, weil Analog-/Digitalwandler- und Digital-/Analogwandler-bausteine
normalerweise die digitalen Signale auf der einen, die analogen auf der anderen Seite des Chips
verarbeiten. Wird der Wandlerbaustein so angebracht, dass er den Abstand zwischen der analogen und
der digitalen Masse vergrößert, kann Rauschen von der digitalen Seite das auf der analogen Seite nicht
beeinflussen und umgekehrt.

NI-Karten der E-Serie mit einer Genauigkeit von 12 Bit können die Auflösung außerdem durch
Dithering verbessern. Dithering ist softwaregesteuert. Bei eingeschaltetem Dithering werden im Mittel
0,5 LSBrms gaußverteiltes weißes Rauschen zum Eingangssignal addiert. Durch die Tatsache, dass
gaußverteiltes weißes Rauschen zufällig ist, kann durch Mittelwertbildung die Auflösung verbessert
werden, falls genauere Messungen notwendig sind. Mit einer 12-Bit-Karte können bis zu 14 Bit
Auflösung erreicht werden, wenn die Dithering-Funktion aktiviert ist. Ist eine hohe
Messgeschwindigkeit nötig, wird das Dithering wieder deaktiviert.

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Messverstärker
60.0

Einschwingzeit (LSB)
40.0 Sonstige

20.0
NI
0.0
0 150 300

Eine speziell angefertigte Abtastrate (kS/s)


Verstärkerstufe mit niedrigen
Einschwingzeiten, auch bei großen
Verstärkungen.

Der programmierbare Differenzverstärker von National Instruments (NI-PGIA) wird auf den meisten
Karten der E-Serie verwendet, um volle 12 oder 16 Bit an Auflösung zu erreichen, auch bei hohen
Abtastraten, beim Erfassen über mehrere Kanäle und hohen Verstärkungen.
Standard-Verstärkerkomponenten erreichen oft nicht die Ansprüche, die an die Einschwingzeiten bei
hohen Abtastraten gestellt werden. Kann der Verstärker zwischen den Analog-/Digitalwandlungen nicht
einschwingen, führt dies zu einem Verlust der Genauigkeit. Ein bis zu 16 Bit genauer Wandler könnte
so bei 100facher Verstärkung eventuell nur 12 Bit effektive Genauigkeit liefern.

Karten der E-Serie können mehrere Kanäle in beliebiger Reihenfolge abtasten, auch bei maximaler
Messfolgegeschwindigkeit. Außerdem lässt sich jedem Kanal in der Messkette eine individuelle
Verstärkung zuweisen: bipolar oder unipolar sowie differenziell oder single-ended.

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On-Board-Selbstkalibrierung
0.010

Drift-Fehler (%)
Sonstige
0.005

NI
0.000
Einfache Selbstkalibrierung auf eine 0 mo 6 mo 1 yr
stabile On-Board-Spannungsquelle Zeit
spart Zeit und Kosten und reduziert
den Einfluss von Temperatur-Drift.

Zur Korrektur von Verstärkungs- und Offsetfehlern können die Ein- und Ausgänge kalibriert werden.
Die Kalibrierung kann per Software vorgenommen werden, wodurch Fehler durch Zeit- und
Temperaturunterschiede zur Laufzeit minimiert werden. Es werden keine externen Geräte benötigt. Ein
hochstabile interne Referenzspannung stellt Genauigkeit und Stabilität selbst über lange Zeit und bei
Temperaturschwankungen sicher. Die Kalibrierungseinstellungen des Auslieferzustandes sind
permanent in einem EEPROM gespeichert und können nicht geändert werden. In einem separaten
Speicherbereich des EEPROMs werden veränderbare Kalibrierungswerte gespeichert, bei falscher
Kalibrierung kann das Gerät immer wieder in den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden.

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Datenerfassungskarten von National Instruments

gk eit
o he gsfähi
"H stun
Lei
Leistungsfähigkeit
S-Serie
E-Serie
pl ettealität"
"Konmktion
Fu
d- itä t"
n ona l
6013/6014
"Grun kti
Fu
Funktionalität

National Instruments' Datenerfassungskarten sind im Allgemeinen auf ein und derselben Technologie
aufgebaut. In einem Teil der im Anschluss folgenden Übungen werden wir die so genannte "Low-Cost"-
Serie, repräsentiert durch NI PCI-6013 und NI PCI-6014, verwenden.

Die "Low-Cost"-Serie ist eine neue Produktgruppe, die aus den Karten der E-Serie entstanden ist. Die
verwendete Technologie ist dieselbe, allerdings mit etwas reduziertem Funktionsumfang. Die NI PCI-
6014 ist mit Analogein- und -ausgängen ausgestattet und bietet Digital-I/Os sowie Counter/Timer.
Mit den Karten der E-Serie erhält man an zusätzlicher Funktionalität unter anderem erweiterte Trigger-
Möglichkeiten. Ein spezielles Bussystem, über das mehrere Datenerfassungskarten intern verbunden
werden können erlaubt die Synchronisation der Karten beziehungsweise mehrerer Kanäle aufeinander.
Außerdem erreichen Karten der E-Serie höhere Abtastraten, bis hin zu 1,25 MS/s.
"S-Serie" steht für "Simultaneous Sampling". Das heißt, mehrere Kanäle auf einer Karte können exakt
simultan erfasst werden. Bisher haben wir gesehen, dass ein Multiplexer die einzelnen Kanäle
nacheinander auf einen Wandlerbaustein schaltet. Dies verursacht eine Zeitverschiebung im
Mikrosekunden-Bereich zwischen den einzelnen Kanälen. Einige Signalklassen erfordern allerdings
exakt simultanes Erfassen der Signale. Deshalb sind Karten der S-Serie mit einem eigenen A/D-
Wandler für jeden Kanal ausgestattet und ermöglichen somit exakt simultane Erfassung.

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Gut, besser, am besten!
NI Low-Cost- E-Serie S-Serie
Karten der
6013 / 6014 E-Serie
Analogeingänge

Max. Abtastrate (kS/s) 200 200 100-1250 800-10000


Kanalzahl 16 16 16 - 64 2-4
DC-Genauigkeit gut besser besser am besten
Dynamische Genauigkeit gut gut gut am besten
Analogausgänge

Genauigkeit gut besser am besten am besten


Signalverlaufsausgabe - - X X
Externe Spannungsreferenz - - X -
Kalibrierung

Automatische On-Board-Kalibrierung X X X X
On-Board-Temperatursensor - X X X

Dieses Konzept zeigt anschaulich, dass alle Datenerfassungskarten von National Instruments auf der
gleichen Technologiegrundlage aufbauen. Hier wird NIs Konzept der Skalierbarkeit sichtbar. Der
gemeinsame Treiber lässt es zu, dass für die "Low-Cost"-Karte entwickelter Programmcode auch mit
einer Karte der S-Serie arbeitet. Ändert sich eine Messaufgabe in ihren Anforderungen etwa nur in
sofern, dass höhere Abtastraten verlangt werden, kann einfach die vorhandene Datenerfassungskarte
durch eine weitere ersetzt werden, die den neuen Ansprüchen genügt, ohne dass der Programmcode
verändert werden müsste. Die Programmiertechnik bleibt immer gleich und erfordert somit selbst bei
neuen Messaufgaben kein Um- oder Neulernen. Für den Anwender bedeutet dies, dass sich die
Entwicklungszeit seiner Anwendung reduziert und die Time-to-Market verkürzt wird.

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Die Datenerfassungskarte im PC
Datenerfassungsfunktionen
der Anwendersoftware
(LabVIEW, DIAdem,...) Windows-Gerätemanager

nidaq32.dll Measurement & Automation Explorer

Windows Registry

Datenerfassungskarte

Das oben gezeigte Schema erklärt das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen
Systemkomponenten: der Datenerfassungskarte, dem Treiber (NI-DAQ), dem Measurement and
Automation Explorer (MAX) und der Anwendersoftware auf einem Windows-System. Die
Hauptkomponente des Treibers ist die DLL "nidaq32.dll". Diese führt direkt Funktionsaufrufe aus, die
die Datenerfassungskarte ansprechen. Die ausgeführte Aktion hängt vom jeweiligen Funktionsaufruf ab.
Sowohl MAX als auch die Anwendersoftware können direkt mit der DLL kommunizieren.

Betrachten wir zuerst den Measurement and Automation Explorer. Der MAX wird primär dazu genutzt,
die Datenerfassungskarte zu testen und zu konfigurieren. Doch können nicht nur die Geräte konfiguriert
werden, sondern der Benutzer bekommt auch angezeigt, welche NI-Karten momentan installiert sind.
Um dies zu ermöglichen, muss MAX mit dem Windows-Gerätemanager und der Windows Registry
zusammenarbeiten. Neben den Informationen über die Hardware hat der Anwender hier auch die
Möglichkeit, abzufragen, welche NI-Software auf dem System installiert ist sowie welche Einstellungen
bereits vorgenommen wurden.

Weiterhin wollen wir die Kommunikation zwischen dem Treiber und der Anwendersoftware am
Beispiel von LabVIEW betrachten. Eine Funktionsbibliothek für die Datenerfassung stellt dem
Programmierer Funktionen zur Verfügung, mit denen er die Datenerfassungskarte ansteuern kann.
Dieser Befehlssatz greift direkt auf die DLL nicaq32.dll zu. Sowohl MAX als auch die
Anwendersoftware nehmen also Zugriff auf nidaq32.dll. Die im MAX vorgenommenen Einstellungen
können von der Entwicklungsumgebung abgefragt und dort weiterverwendet werden.

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Der Measurement and Automation Explorer
• Geräte und Schnittstellen

• Zeigt alle
NI-Geräte im
Rechner an
• Bietet
Möglichkeit
zum Testen
und Konfigu-
rieren

Der Measurement and Automation Explorer ist ein Test- und Konfigurations-Tool, das vom
Datenerfassungstreiber mitinstalliert wird.

In einem Konfigurationsbaum (Mein System) erscheinen


die Verzeichnisse

• Datenumgebung
• Geräte und Schnittstellen
• IVI-Instrumente
• Skalierungen
• Historische Daten
• Software
• Netzwerkumgebung,

mit denen die verschiedenen Geräte getestet und konfiguriert werden können.
Unter "Geräte und Schnittstellen" werden alle NI-Karten, die momentan installiert sind, aufgelistet. Hier
erhalten Sie Informationen über die Gerätenummern der Karten, können prüfen, ob sie richtig
eingerichtet sind, und verschiedene Einstellungen vornehmen. Durch einen Klick mit der rechten
Maustaste auf die entsprechende Karte kann ein Testpanel geöffnet werden, in dem sich Analogdaten
erfassen sowie Zähler und Digitalein- und -ausgänge testen lassen. Im Konfigurationspanel wird die
Karte für die spätere Anwendung eingerichtet, eventuelles Zubehör angemeldet und der Anwender kann
festlegen, in welchen Eingangs- und Ausgangsbereichen die Karte arbeitet.

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Der Measurement and Automation Explorer
• Software

• Zeigt sämtliche
auf dem
Rechner
installierte NI-
Software an

Unter dem Verzeichnis "Software" wird auf dem System installierte National-Instruments-Software
angezeigt.

Hier erscheinen Entwicklungsumgebungen wie LabVIEW oder LabWindows/CVI genauso wie alle
installierten Treiber auch mit Informationen über die aktuell installierte Version.

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Der Measurement and Automation Explorer
• Datenumgebung

• Möglichkeit der
Definition
virtueller Kanäle

In der Datenumgebung können so genannte virtuelle Kanäle eingerichtet und aufgelistet werden.

Soll eine Anwendersoftware eine Datenerfassungskarte ansprechen, so muss sie im Normalfall die
Kartennummer und den gewünschten Kanal spezifizieren.

Bei der Nutzung von virtuellen Kanälen kann einem bestimmten Kanal einer bestimmten Karte ein
aussagekräftiger Name gegeben werden. Der Programmierer kann dann von den NI-
Entwicklungsumgebungen aus direkt den virtuellen Kanal ansprechen und muss nicht mehr auf die
Karten- und Kanalnummern achten.

Außerdem kann ein virtueller Kanal Programmieraufwand


und auch Code-Overhead, der durch eventuell nötige
Kalibrierung auftreten kann, verhindern. Jedem virtuellen
Kanal wird eine benutzerdefinierte Skalierung zugeordnet,
die unter "Skalierungen" gespeichert wird. Für
Standardsensoren sind die nötigen Skalierungen bereits
hinterlegt. Diese enthalten Verstärkungsein-stellungen,
Linearisierungen und weitere Einstellungen, die
erforderlich sind, um den Sensor von einer NI-
Entwicklungsumgebung aus ansprechen zu können. Diese
Umrechnungen müssen jedoch nicht in der
Entwicklungsumgebung erfolgen.

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Der Measurement and Automation Explorer

• VI Logger
Add-on-Tool für den Measurement and Automation Explorer
– Einfach zu konfigurierender Datenlogger
– Fenster zur Datenanzeige
• Echtzeitdaten
• Historiedaten
– Daten exportierbar nach Microsoft Excel, DIAdem,...

Der VI Logger von National Instruments ist ein benutzerfreundliches, flexibles Tool, das speziell für
Datenprotokollierungsaufgaben entwickelt wurde. Intuitive Dialogfenster ermöglichen die
Konfiguration der Anwendung und somit einfaches Erfassen, Anzeigen und Verteilen der Daten. Der NI
VI-Logger erfordert keinen Programmieraufwand, die gewünschte Applikation muss lediglich
konfiguriert werden. Der VI Logger arbeitet mit allen Karten der E-Serie sowie mit NI-4351, NI-611x
und NI-4350, SCXI und SCC zusammen und erlaubt somit das Erfassen und Speichern von sich
langsam ändernden Signalen wie Temperaturen bis hin zu Hochfrequenzmessungen für komplexe
Vibrationsanalysen.

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Demo: Measurement and Automation Explorer
Konfiguration des virtuellen Instruments

• Konfiguration einer Datenerfassungskarte im MAX


• Hardware und Software
• VI Logger

Demo: Measurement and Automation Explorer


Konfiguration des virtuellen Instruments

• Testen und Konfigurieren einer Datenerfassungskarte im Measurement


and Automation Exporer
• Einrichten eines virtuellen Kanals in der Datenumgebung
• Verwenden des VI Loggers

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Integrierte Softwarearchitektur

Software zur Systemverwaltung


TestStand, DIAdem

LabWindows/ Measurement andere


CVI LabVIEW Studio Software

Treibersoftware
Datenerfassungstreiber NI-DAQ
Konfigurations-Tool Measurement and Automation Explorer (MAX)

Auf der Treibersoftware – für Datenerfassungskarten NI-DAQ – bauen wie schon erwähnt die
verschiedenen Entwicklungsumgebungen auf.

Die grafische Entwicklungsumgebung LabVIEW bietet die Möglichkeit, die gewünschte Anwendung in
grafischem Programmcode zu erstellen. LabWindows/CVI ist eine auf ANSI C basierende
Programmierumgebung, mit Funktionen, die speziell auf die Mess- und Automatisierungstechnik
abgestimmt sind. Measurement Studio enthält diese Funktionserweiterungen für Visual Basic und
Visual C++.

Generell ist es natürlich auch möglich, die Hardware basierend auf der Treiber-DLL von anderen
Programmiersprachen wie beispielsweise Delphi oder Pascal anzusprechen.

Über den Entwicklungsumgebungen ist die Software zur Systemverwaltung anzuordnen. TestStand
kann beispielsweise das Testmanagement übernehmen, den kompletten Produktionsablauf steuern und
Berichte erzeugen. Auch DIAdem ist an dieser Stelle anzusiedeln. Der starke Offline-Teil von DIAdem
kann Daten analysieren und präsentieren. Gleichzeitig kann DIAdem, je nach Ausbaustufe, auch als
Datenerfassungstool dienen.

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Toolsets
(Anbindung an Datenbanken, Berichterstellung,
PID-Regelung, Wavelets, u. v. m.)

Datalogging
Real-Time and Vision
Module Supervisory Development …
Control Module
Module

Entwicklungsumgebungen

LabVIEW
Software zur Systemverwaltung

Measurement Andere
LabWindows/ LabVIEW Software
CVI Studio

Treibersoftware

Die Entwicklungsumgebung LabVIEW ist in 3 Ausbaustufen erhältlich.


• Das Base Package enthält Bedien- und Anzeigeelemente zur Gestaltung von Benutzeroberflächen,
so genannten Frontpanels. Der Funktionsumfang erstreckt sich von Funktionen zur Daten- und
Bilddatenerfassung über Datei-I/O- und ActiveX-Funktionen bis hin zu Web-Publishing-Tools.
• Das Full Development System ergänzt das Base Package um komplexe mathematische Routinen
und Signalverarbeitungsbibliotheken sowie weitere wichtige Funktionalitäten zum Entwickeln
komplexer Anwendungen.
• Das Professional Development System baut den Funktionsumfang weiter aus und bietet zusätzlich
die Möglichkeit, Applikationen zu erstellen. Das bedeutet, dass eine fertig programmierte
Anwendung in eine sofort ausführbare Datei (.exe-Datei) konvertiert und auf andere Rechner
portiert werden kann, ohne dass zusätzliche Lizenzkosten anfallen.

Die Entwicklungsumgebung LabVIEW besteht aus einem Diagramm und einem Frontpanel. Die
programmierte Anwendung nennt sich VI – virtuelles Instrument.

• Das Frontpanel wird das spätere Front-End für den Benutzer der Anwendungen. Anspruchsvoll
gestaltete Bedien- und Anzeigeelemente machen das Erstellen einer benutzerfreundlichen
Applikation einfach.
• Im Diagramm werden den Elementen des Frontpanels Funktionen zugewiesen. Umfangreiche
Funktionspaletten enthalten fertige VIs und häufig benötigte Funktionalitäten wie z. B. eine
Fourier-Transformation, digitale Filter oder Datenerfassungsfunktionen.

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Die grafische Entwicklungsumgebung
LabVIEW
• Frontpanel
- Bedienelemente
- Anzeigeelemente
- Gestaltungselemente
• Diagramm
- grafische Programmierung
- umfangreiche Funktionen

Für spezielle Anwendungen können verschiedene Module und Toolsets die Einsatzmöglichkeiten
erweitern.

• Das Real-Time Module ermöglicht es, Anwendungen von nicht echtzeitfähigen Windows-
Betriebssystemen zu entkoppeln. Der entwickelte Code wird auf ein Rechnersystem mit
Echtzeitbetriebssystem geladen und dort deterministisch ausgeführt.

• Das Vision Development Module bietet fortgeschrittene Funktionen zur Bildanalyse.

• Das Datalogging and Supervisory Control Module ist ideal für hohe Kanalanzahlen und verteilte
Applikationen geeignet. Es bietet Datenmanagement-Werkzeuge wie beispielsweise
benutzerfreundliche I/O-Konfiguratoren für Anwendungen mit hoher Kanalanzahl, einen
automatischen Datenlogger, Funktionen zum Alarmmanagement sowie zur Ereignisspeicherung
und Anzeige von Echtzeit- und historischen Trends.

• Weitere Module und Toolsets können die Anbindung an Datenbanken, Berichterstellung und
vieles mehr erleichtern.

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Applikationsbeispiel:
Erfassung einer Temperatur
• Temperatursensor
• Datenerfassungshardware: DAQPad-6020E
- Maximale Abtastrate 100 kS/s
- Auflösung 12 Bit
- Schnittstelle: USB

Applikationsbeispiel: Erfassung einer Temperatur

Mittels eines externen Gerätes, das an die USB-Schnittstelle des PCs angeschlossen ist, soll ein
Temperaturverlauf aufgezeichnet werden. Die gewählte Hardware ist das DAQPad-6020E, das eine
maximale Abtastrate von 100 kS/s bietet.

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Demo: Einzelwerterfassung in LabVIEW

• Verwendung des virtuellen Kanals


zur Erfassung skalierter Messwerte

• Vorteile der Skalierung mit einem


virtuellen Kanal

Demo: Einzelwerterfassung in LabVIEW

Im folgenden Beispiel sollen Temperatureinzelwerte erfasst und in einem Diagramm dargestellt werden.
Dazu wird eine Funktion zur Einzelwerterfassung verwendet. Es sollen auch die Vorteile der
Verwendung virtueller Kanäle erläutert werden.

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Datenerfassung mit virtuellen Kanälen

Im oben dargestellten Diagramm sehen Sie den Programmieraufwand für das Abtasten eines Kanals bei
der Verwendung virtueller Kanäle.

In der letzten Demo wurde im Measurement and Automation Explorer ein virtueller Kanal mit
Skalierung zur Erfassung von Temperaturen erstellt. Somit muss in LabVIEW nur noch der virtuelle
Kanal an die Datenerfassungsfunktion angeschlossen werden. Die Werte werden somit schon
vorskaliert aufgenommen.

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Datenerfassung ohne virtuelle Kanäle

Ohne virtuelle Kanäle ist ein deutlich höherer Programmieraufwand nötig. Im einfachsten Fall liefert
der Sensor ein lineares Signal und der Messwert muss lediglich mit einem Skalierungsfaktor
multipliziert werden.

Eine genaue Temperaturmessung wird allerdings im Normalfall mit Thermoelementen durchgeführt.


Diese sind nicht über den vollen Temperaturbereich linear. Außerdem benötigt ein Thermoelement eine
Kaltstellenkompensation. Das heißt, ein weiterer Kanal muss eingelesen und zur Berechnung der
linearisierten Kennlinie an die Skalierungsfunktion angeschlossen werden. Erst dann kann das Signal
angezeigt werden.

Alle Karten von National Instruments für Analog- und Digitalein- und -ausgänge, sowie die
Signalkonditionierungsmodule unterstützen virtuelle Kanäle. Somit ist an dieser Stelle die Einbindung
von NI-Hardware deutlich einfacher als die von Produkten von Drittanbietern. Weiterhin sind im
Measurement and Automation Explorer bereits Skalierungen für eine Auswahl von Standardsensoren
hinterlegt, was das Erstellen virtueller Kanäle weiter vereinfacht.

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Toolsets
(Anbindung an Datenbanken, Berichterstellung,
PID-Regelung, Wavelets, u.v.m.)

Motion Vision
Control Development
Module Module
Entwicklungsumgebungen Toolsets
(Anbindung an Datenbanken, Berichterstellung,
PID-Regelung, Wavelets, u.v.m.)

LabWindows/CVI
Motion Vision
Control Development
Module Module
Entwicklungsumgebungen

Measurement Studio
für
Software zur Systemverwaltung
Visual C++
Visual Basic
Measurement Andere
LabWindows/ LabVIEW Software
CVI Studio

Treibersoftware

LabWindows/CVI und Measurement Studio sind Entwicklungsumgebungen für Anwender, die die
textbasierte Programmierung bevorzugen.

• LabWindows/CVI von National Instruments ist eine ANSI-C-basierte Entwicklungsumgebung.


Die flexiblen integrierten Bibliotheken für Datenerfassung,
-analyse und -visualisierung ermöglichen die Erstellung individueller Messsysteme mit der vollen
Funktionalität von C und der Einfachheit von Visual Basic. Da LabWindows/CVI eine für Mess-
und Automatisierungsanwendungen optimierte Programmierumgebung ist, enthält es
umfangreiche Bibliotheken für die Gerätesteuerung, Datenerfassung, Analyse und Gestaltung von
Benutzeroberflächen. Dank unterstützender Funktionen gestaltet sich das Programmieren mit
LabWindows/CVI wesentlich einfacher als es bei vielen anderen C-basierten
Entwicklungsumgebungen der Fall ist.

• Um die Lücke zwischen Standard-Softwareentwicklungsumgebungen, virtuellen Instrumenten


sowie Prüf-, Mess- und Automatisierungsanwendungen zu schließen, hat National Instruments
Measurement Studio entwickelt. Unter Zuhilfenahme von Standard-entwicklungsumgebungen wie
Microsoft Visual Basic, Visual C und Visual Studio.Net können Sie Ihre Anwendung mit den für
die jeweilige Entwicklungsumgebung typischen Tools erstellen. Mit Measurement Studio können
Sie Ihrer Applikation leistungsstarke messtechnische Funktionen verleihen wie etwa zur
erweiterten Hardwareanbindung, Signalanalyse, Datenvisualisierung sowie den Zugriff auf Live-
Daten via Netzwerk ermöglichen – und das, ohne dass Sie zuerst eine neue Programmiersprache
erlernen müssten. Measurement Studio nutzt die beliebten, intuitiven Entwicklungsumgebungen
Microsoft Visual C++ und Visual Basic und verringert sowohl die Kosten als auch die Time-to-
Market.

Genauso wie LabVIEW sind LabWindows/CVI und Measurement Studio in verschiedenen


Ausbaustufen erhältlich.

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Textbasierte Programmierung

LabWindows/CVI
• ANSI-C-Entwicklungsumgebung
• Einfache Gestaltung von Benutzer-
oberflächen
• Auf die Mess- und Automatisierungstechnik
zugeschnittene Funktionsbibliotheken
Measurement Studio für Visual Basic
• ActiveX-Steuerelemente
• Algorithmen zur Datenerfassung und
-analyse

Textbasierte Programmierung

• Bei LabWindows/CVI kann in einem User Interface Editor die gewünschte Benutzeroberfläche
erstellt werden. LabWindows/CVI generiert anschließend das zugehörige Codeskelett, in welches
dann die Funktionen eingebettet werden können. Der Funktionsumfang erstreckt sich, genauso wie
bei LabVIEW, von Datenerfassungs-, über Motorensteuerungs- und Framegrabber-Funktionen bis
hin zu mathematischen Bibliotheken, wodurch sich Standardaufgabenstellungen aus dem
Ingenieurbereich schnell und genau lösen lassen.

• Measurement Studio für Visual Basic enthält ActiveX-Steuerelemente zur Gestaltung der
Benutzeroberfläche. Auch diese Programmierumgebung enthält Befehlssätze und Algorithmen zur
Datenerfassung und -analyse sowie die Möglichkeit, beispielsweise Framegrabber anzusteuern
oder durch das zusätzlich erhältliche Vision Development Module auch eine Bildanalyse
durchzuführen. In die Standardentwicklungsumgebung Visual Basic werden Funktionen zur
Lösung von Mess- und Automatisierungsaufgaben eingebettet.

Beide Entwicklungsumgebungen können durch Module und Toolsets in ihrem Funktionsumfang


erweitert werden.

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Demo: Einzelwerterfassung mit
LabWindows/CVI oder
Visual Basic

Verwendung des virtuellen Kanals


zur Erfassung skalierter Messwerte

Demo: Einzelwerterfassung mit LabWindows/CVI oder Visual Basic

Die zuvor in LabVIEW demonstrierte Temperaturerfassung wird nun in LabWindows/CVI oder Visual
Basic gezeigt.

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Software zur Systemverwaltung
(Oracle, SQL
Server,
Daten- Access, etc.)
banken
Datenverwaltung
Konfiguration (DIAdem – Anbindung an
und Datenbanken, Berichterstellung)
Planungs-
Asset- software
management
Testmanagement (MES & ERP)
(TestStand)

Berichte

(XML, HTML, Word, etc.)

Software zur Systemverwaltung

Measurement Andere
LabWindows/ LabVIEW Software
CVI Studio

Treibersoftware

NI DIAdem ist ein interaktives Werkzeug von National Instruments für die Aufbereitung,
Dokumentation und Verwaltung von Daten. DIAdem vereint durch seinen modularen Aufbau
leistungsfähige Funktionen für die Datenerfassung, -analyse und Berichterstellung mit einer einfachen
interaktiven Bedienbarkeit ohne Programmierung.

TestStand von National Instruments ist eine sofort ablauffähige Test Executive (Prüfplattform), die für
die Organisation, die Steuerung und den Betrieb automatisierter Prüfanwendungen beispielsweise zum
Testen von Prototypen oder solcher in den Bereichen Validierung und Produktion konzipiert ist.
TestStand ist zusammen mit DIAdem auch im Bereich Systemverwaltungssoftware einzuordnen und
soll hier nur kurz erwähnt werden.

DIAdem ist das ideale Werkzeug für die häufig wechselnden Aufgabenstellungen von Messtechnikern,
Ingenieuren und Wissenschaftlern. Messanwendungen können in einer grafischen Oberfläche definiert
werden, indem der Anwender verschiedene Blöcke miteinander verbindet. Die Blöcke selbst sprechen
dann die Hardware an, führen Speicherfunktionen oder einfache Berechnungen durch und sind
konfigurierbar. Eine Makrosprache und die integrierte Entwicklungsumgebung ermöglichen darüber
hinaus die Erstellung aufgabenspezifischer Systemlösungen mit auf die Anwendung und den
Endanwender zugeschnittenen Bedienoberflächen.

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Die Entwicklungsumgebung DIAdem

Modularer Aufbau
- DIAdem-DATA
- DIAdem-VIEW
- DIAdem-CALC
- DIAdem-GRAPH
- DIAdem-DAC
- DIAdem-VISUAL
- DIAdem-AUTO

Datenerfassung, Präsentation
und Offline-Verarbeitung

Hier sehen wir einen Ausschnitt aus der modular aufgebauten Entwicklungsumgebung DIAdem. Der so
genannte DIAdem-DAC-Teil bietet Möglichkeiten, Datenerfassungshardware einzubinden. Hier wird
gerade eine Datenerfassungskarte von National Instruments mit einem geeigneten Abtasttakt
konfiguriert, so dass die Messergebnisse schließlich mithilfe von DIAdem-VISUAL in einem Grafen
angezeigt werden können.

Durch einen zusätzlichen Speicherblock im DAC-Teil könnten die Daten nun gespeichert und in
DIAdem-DATA abgelegt werden. Dort werden Mess- und Berechnungsergebnisse in tabellarischer
Form gespeichert und können auch an andere Programme wie zum Beispiel Microsoft Excel übergeben
werden.

DIAdem-GRAPH kann Berichte und Präsentationsgrafiken erzeugen. Dabei werden den Grafiken
Formatierungen hinterlegt, so dass die Ergebnisse jeweils aktueller Messungen und Berechnungen
dargestellt werden können, ohne dass die Grafik dabei neu erstellt werden müsste.

DIAdem-CALC ermöglicht es, Offline-Berechungen durchzuführen. Der Funktionsumfang reicht


hierbei von einfachen Additionen oder Multiplikationen über Fourier-Transformationen bis hin zu
Crashtest-Analysen.

All diese Module zusammen bieten eine attraktive Entwicklungsumgebung zum einfachen
Konfigurieren von Anwendungen zur Datenerfassung und -verarbeitung, sowie Berichterstellung und
Datenbankanbindung. Die in DIAdem-AUTO eingebettete Makrosprache ermöglicht darüber hinaus die
Erstellung aufgabenspezifischer Systemlösungen mit auf die Anwendung und den Endanwender
zugeschnittenen Bedienoberflächen.

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Einfach messen mit NI – Teil I
• Aufgabenstellung:
- Messen von Vibration und Geräusch im Automobil
- Analyse der erfassten Frequenzen
- Möglichkeit der Simulation im Labor
• Demonstrationsmaterial
- Lüfter mit einstellbarer Geschwindigkeit
- Mikrofon zur Aufnahme des Lüftergeräusches

Wir haben gesehen, dass im Prinzip mit allen Entwicklungsumbebungen von National Instruments das
Ansteuern von Datenerfassungskarten, durch den flexiblen Treiber auch schnittstellenunabhängig,
möglich ist. Dieses Wissen soll nun bei der Erstellung eines ersten kleinen Projekts angewandt werden.

Die Aufgabenstellung:

• In einem Automobil sollen Vibrationen und Geräusche gemessen werden. Beispielsweise soll eine
Lautsprechermembran auf die während der Fahrt auftretenden Schwingungen hin untersucht
werden. So kann z. B. eine Aussage über die wiedergegebene Klangqualität getroffen werden,
gemessenes Luftgeräusch könnte Aufschluss über zu große Spaltmaße geben, und so weiter.
• Dazu ist es nötig, die erfassten Frequenzen am besten gleich während der Messdatenaufnahme auf
die enthaltenen Frequenzanteile hin zu untersuchen.
• Die Anwendung soll vorerst im Labor simuliert werden.

Das Demonstrationsmaterial:

• Ein Lüfterrad mit einstellbarer Geschwindigkeit simuliert das zu untersuchende Geräusch.


• Ein am Lüfter angebrachtes Mikrofon erfasst das Lüftergeräusch.

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Auswahl von Hard- und Software
• Anforderungen an die Software:

- Ansteuern von Analogausgängen


zum Einstellen der Lüftergeschwindigkeit

- Kontinuierliches Einlesen von


Analogeingängen für das Mikrofonsignal

- Fourier-Transformation des Signals zur


Analyse der Geschwindigkeit

Hardware

Demnach muss die verwendete Software folgenden Anforderungen genügen:

• Analogausgänge müssen zum Einstellen der gewünschten Lüftergeschwindigkeit ansteuerbar sein.


- LabVIEW enthält einfache Funktionen zum Ansteuern von Analogausgängen.

• Analogeingänge sollten so programmiert werden können, dass das Geräusch mit einer möglichst
hohen Abtastrate möglichst kontinuierlich erfasst werden kann.
- LabVIEW enthält Funktionen zum kontinuierlichen Einlesen.

• Zur Analyse des Geräusches muss eine Fourier-Transformation durchgeführt werden, die eine
Aussage über die Drehgeschwindigkeit gibt.
- Die mathematische Funktionspalette von LabVIEW enthält Fourier-Transformations-
Funktionen.

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Auswahl der Datenerfassungskarte
NEU

Die Datenerfassungskarten NI PCI-6013/6014


NI PCI-6013 NI PCI-6014
Analogeingänge 16 SE/8 DE 16 SE/8 DE
- Auflösung 16 Bit 16 Bit
- Maximale Abtastrate 200 kS/s 200 kS/s
- Eingangsspannungsbereich ±0,1V – ±10V ±0,1V – ±10V
Analogausgänge 2
- Auflösung 16 Bit
- maximale Update-Rate 10 kS/s
- Ausgangsbereich ±10V
Digitalein- /-ausgänge 8 8
Counter/Timer 2, 24 Bit 2, 24 Bit
Trigger Digital Digital

Die Hardware muss demnach folgenden Anforderungen genügen:

• Analogeingänge
• Analogausgänge

Zur Gruppe der Low-Cost-Datenerfassungskarten von National Instruments zählen die NI PCI-6013 und
NI PCI-6014. Beide Karten verfügen über 16 single-ended, bzw. 8 differenzielle Analogeingänge mit
einer Auflösung von 16 Bit. Mit der maximalen Abtastrate von 200 kS/s können Signale mit einer
Frequenz von bis zu 100 KHz erfasst werden.

Acht Digitalein-/-ausgänge und zwei Counter/Timer erweitern die Funktionalität und können eventuell
zur Auswertung digitaler Signale verwendet werden.

Die NI PCI-6014 hat zusätzlich noch zwei Analogausgänge mit einer Genauigkeit von 16 Bit und einer
maximalen Update-Rate von 10 kS/s. Somit ist die NI PCI-6014 ausreichend für die gewünschte
Anwendung.

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Auswahl der Datenerfassungskarte

Die Datenerfassungskarten NI PCI-6024E/6034E


NI PCI-6024E NI PCI-6034E
Analogeingänge 16 SE/8 DE 16 SE/8 DE
- Auflösung 12 Bit 16 Bit • On-Board
- Maximale Abtastrate 200 kS/s 200 kS/s Temperatursensor
- Eingangsspannungsbereich ±0,05V – ±10V ±0,05V – ±10V
Analogausgänge 2 2 • Höhere
- Auflösung 12 Bit 16 Bit Genauigkeit
- maximale Update-Rate 10 kS/s 10 kS/s
• RTSI
- Ausgangsbereich ±10V ±10V
Digitalein- /-ausgänge 8 8 • Non-Referenced
Counter/Timer 2, 24 Bit 2, 24 Bit Single Ended
Trigger Digital Digital

Die Karten NI-PCI-6024 und NI-PCI-6034 sind aus der E-Serie. An dieser Stelle ist, was die
Funktionalität betrifft auf den ersten Blick kein Unterschied zu der Karte NI-PCI-6014 zu sehen. Jedoch
verfügen E-Serien Karten über einen On-Board Temperatursensor, der die Messgenauigkeit bei
schwankenden Temperaturen erhöht.

Der Real-Time-System-Integration-Bus (RTSI) kann Triggersignale auf einen internen Bus zu einer
oder mehreren weiteren Karten weiterleiten.

Die Karte kann auch Non-Referenced Single Ended messen.

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Kontinuierliche Erfassung
Kartenpuffer Datenerfassungsspeicher LabVIEW-Speicher
10101010 00001111

01010101 11100011

11001100 01010101

11110000 11100011

Schreiben 00001111 ....

11100011 ...
DMA- 01010101

Req. 11100011

....
Lesen ....
10101010

10101010
00110011

11110000
11100011

Das Projekt erfordert eine kontinuierliche Erfassung des Mikrofonsignals. Das Abtasten des Signals
muss dabei deterministisch, also von Abtastzeitpunkt zu Abtastzeitpunkt in immer gleichen
Zeitabständen, erfolgen. Da Windows kein echtzeitfähiges Betriebssystem ist und sich immer auch auf
Bildschirmupdates, Tastatureingaben etc. konzentrieren muss, ist es sinnvoll, das Timing an die Karte
zu übergeben.

National Instruments' Datenerfassungskarten sind mit einem eigenen Timer versehen, der für
gleichbleibende Abtastraten sorgt. Die erfassten Daten können in einem Ringpuffer auf der Karte
abgelegt werden. Schon seit der Einführung des PCI-Busses setzt National Instruments auf DMA-
Transfer. Läuft der Ringpuffer nun mit Daten voll, stellt die Datenerfassungskarte einen so genannten
DMA-Request, also eine Aufforderung zum Senden der Daten, an Windows. Noch bevor der Puffer
überläuft, werden die erfassten Daten an den reservierten Datenerfassungsspeicher im Rechner
übergeben. Von dort kann LabVIEW die Daten zur weiteren Verarbeitung in seinen eigenen
Speicherbereich übernehmen.

Diesen Vorgang nennt man kontinuierliches gepuffertes Erfassen von Daten. Es wird sichergestellt, dass
die Messwerte unabhängig von Windows in deterministischen Zeitabständen erfasst und an den
Arbeitsspeicher übergeben werden.

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Kontinuierliche Erfassung (Fortsetzung)
Konfiguration Daten aus dem
der Karte Puffer holen

Nein
Start der Fertig?
Erfassung
Ja

Fehler Ressourcen
zeigen freigeben

Das Programmieren einer kontinuierlichen Erfassung in LabVIEW gestaltet sich relativ einfach.

• Zuerst muss die Datenerfassungskarte konfiguriert werden.


• Danach wird die Karte mittels eines Befehls dazu aufgefordert, mit der Datenerfassung zu
beginnen.
• Der nächste Schritt ist dann das Lesen der Daten aus dem Puffer. Dieser Schritt wird
kontinuierlich in einer Schleife ausgeführt, bis eine Abbruchbedingung erreicht ist. An dieser
Stelle findet später im Projekt auch die Analyse der Daten statt.
• Ist die Abbruchbedingung erreicht, werden die Ressourcen wieder freigegeben und eventuelle
Fehler angezeigt.

In obigem Programmablaufplan wurden die im später zu sehenden Programmcode verwendeten


virtuellen Instrumente (VIs) der Entwicklungsumgebung LabVIEW genutzt. Hier soll gezeigt werden,
dass der Weg vom Programmablaufplan zum fertigen Projekt in LabVIEW aufgrund der
datenflussorientierten Programmierung sehr leicht ist.

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Ausgabe von Analogdaten
Daten
• Einstellung der generieren
Geschwindigkeit durch
Anlegen einer Spannung an
den Analogausgang
Nein
Fertig?

Ja

AO auf 0
setzen

Mit dem Analogausgang soll die Lüftergeschwindigkeit eingestellt werden. Hier ist keine
kontinuierliche Ausgabe nötig, da der Lüfter kein bestimmtes Geschwindigkeitsprofil abfahren soll. Um
eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen, wird der Lüfter einfach mit einer festen Spannung
angesteuert.

Das heißt für die Programmierung in LabVIEW, dass in der Schleife, in der die Daten kontinuierlich
erfasst werden, außerdem noch die Steuerspannung für den Lüfter gesetzt wird.

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Programmierung

Diese Folie zeigt den LabVIEW-Programmcode für das besprochene Projekt.

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Demo

Ermitteln der
Lüftergeschwindigkeit
mit LabVIEW

Demo: Ermitteln der Lüftergeschwindigkeit mit LabVIEW

• Die Lüftergeschwindigkeit wird dadurch verändert, dass der Analogausgang der


Datenerfassungskarte auf unterschiedliche Spannungen gesetzt wird.

• Der Analogeingang erfasst das Lüftergeräusch durch Auslesen des


Mikrofonsignals.

• LabVIEW führt eine Fourier-Transformation zur Geschwindigkeits-ermittlung


durch.

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Weitere Eigenschaften
• Digital-I/Os
- Zur Erkennung eines Leitungsstatus
- Schreiben auf einen digitalen Kanal (z. B. Ansteuern
eines Relais)

• Zähler
- Zählen von Ereignissen
- Auswerten von Quadraturencodern
- Zeit- und Frequenzmessungen

Wie zuvor erwähnt, bieten alle Multifunktionskarten von National Instruments auch Digitalein- und -
ausgänge sowie Zähler.

• Digitalein- und -ausgänge können sowohl zum Erkennen eines Leitungsstatus sowie zum Setzen
von Ausgangsbits verwendet werden. Damit können digitale Zustände überprüft oder
beispielsweise auch Schalter angesteuert werden.

• Zähler arbeiten wie Digital-I/Os auch mit TTL-Signalen. Multifunktionskarten von National
Instruments arbeiten mit einem so genannten DAQ-STC Counter, der von einem 20-MHz-
Zeitgeber gesteuert wird.

- Unter dem Zählen von Ereignissen versteht man beispielsweise das Hochzählen des
Zählerregisters bei jeder erfassten steigenden Flanke des TTL-Signals.
- Bei Zeit- und Frequenzmessungen kann der Zähler auf der Basis seines internen Takts
die Zeit zwischen zwei steigenden oder einer steigenden und einer fallenden Flanke
messen und somit Frequenzen oder Periodendauern bestimmen.
- Quadraturencoder liefern TTL-Signale. Der Zähler kann also zur Bestimmung von
Motorrotationen genutzt werden.

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Einfach messen mit NI – Teil II
• Aufgabenstellung:
– Messen einer Motorrotation
– Möglichkeit der Simulation im Labor

• Demonstrationsmaterial:
– Demobox

Wir wollen nun einen Quadraturencoder unter Zuhilfenahme eines Zählers auswerten.

Die Aufgabenstellung:

• Die Rotation eines Motors soll gemessen werden. Der Motor verfügt über einen
Quadraturencoder, dessen Pulse ausgelesen werden sollen.
• Das Projekt soll vorerst im Labor simuliert werden.

Das Demonstrationsmaterial:

• Eine Demobox enthält einen Quadraturencoder, dessen Achse durch einen Drehknopf gedreht
werden kann.

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Quadraturencoder
– Achse und Scheibe rotieren
– Kodierung sperrt das Licht
Lichtsensor oder lässt es durch
Lichtquelle
– Lichtsensor generiert zwei
Kodierungssignale
Achse Codierung
Kanal A

Kanal B
Rotierende Scheibe

Ein Quadraturencoder ist eine Scheibe, die an der rotierenden Achse des Motors angebracht wird. In
diese Scheibe sind zwei Spuren von zueinander versetzten Löchern eingeprägt. Diese Lochcodierung
wird mit Licht bestrahlt, welches auf der anderen Seite der Scheibe von Lichtsensoren wieder
ausgelesen wird.

Die Lichtsensoren generieren dann die Kodierungssignale des Quadraturencoders. Es entstehen zwei
Rechtecksignale, Kanal A und Kanal B. Durch die zueinander verschobenen Löcher der Codierung der
Scheibe eilt Kanal B im Vergleich zu Kanal A je nach Richtung entweder um 90 Grad voraus oder hinkt
um 90 Grad hinterher.

Ein Zähler kann also die Pulse der Spur A zählen, um die Position der Achse zu bestimmen. Über Spur
B wird bestimmt, ob sich die Achse in oder gegen den Uhrzeigersinn dreht.

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Demo

Auslesen eines Quadraturencoders


mit
DIAdem

Demo: Auslesen eines Quadraturencoders mit DIAdem

Der Quadraturencoder wird so angeschlossen, dass die Pulse der Spur A gezählt werden. Spur
B dient zur Richtungserkennung.

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Programmierung

Das Erstellen der Anwendung in DIAdem ist recht einfach.

Der Block NI-DAQ IN ist konfigurierbar und spricht die Datenerfassungskarte mit all ihren Funktionen
an. Ist die Datenerfassung konfiguriert, können die Inhalte des Zählerregisters an einen Anzeigeblock
übergeben werden.

Das Konfigurationsfenster des Blocks NI-DAQ IN bietet die Möglichkeit, auszuwählen, von welchem
Zähler der Quadraturencoder ausgewertet werden soll. Im obigen Beispiel ist dies Zähler 0 von Gerät 3.
Der Zähler wird in der hier gezeigten Konfiguration dann so programmiert, dass er Spur A zählt und
den Digitaleingang DIO 6 zur Richtungserkennung nutzt.

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Zusammenfassung

Einzelwert- Kontinuierliche Signal-


erfassung Erfassung analyse

Entwicklungsumgebungen
LabVIEW, DIAdem, LabWindows/CVI,
Measurement Studio

Digitalein- Analogein- Counter/


und -ausgänge und -ausgänge Timer

Wir haben gesehen, dass die verschiedenen Entwicklungsumgebungen von National Instruments Daten
sowohl als Einzelwerte als auch kontinuierlich erfassen und gegebenenfalls auch analysieren können.
Eine Multifunktionskarte bietet, je nach Ausstattung, Analog- und Digitalein- und -ausgänge sowie
Counter- und Timer-Funktionen.

Durch die offene Treiberarchitektur von NIs Hardware können die Datenerfassungskarten mit jeder
Programmiersprache angesprochen werden. Der Mesasurement and Automation Explorer, ein im
Lieferumfang enthaltenes Konfigurationswerkzeug, ermöglicht Test und Konfiguration der installierten
Komponenten.

Mit den NI-Entwicklungsumgebungen LabVIEW, DIAdem, LabWindows/CVI sowie Measurement


Studio werden umfangreiche Funktionsbibliotheken mitgeliefert, deren einfache Funktionsaufrufe das
Erstellen von Datenerfassungsanwendungen erleichtern.

• Virtuelle Kanäle ermöglichen das Auslesen von Sensoren ohne aufwändiges Programmieren von
Skalierungen.
• Die offene Treiberarchitektur ermöglicht den Austausch der Datenerfassungskarten durch andere
Module mit höherer Funktionalität.
• Die Integrität von NIs Hard- und Software erleichtert das Programmieren von Mess- und
Automatisierungsanwendungen.

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Ausblick – Software
• Erstellen eines HTML-, Word- oder Excel-Berichts

• Speichern der Daten und Durchführen einer Offline-


Analyse

• Veröffentlichung der Anwendung im Internet (Netzwerkpanel) – Demo

Das Ansteuern von Hardware deckt nur einen Teil der Anforderungen ab, die heute an ein modernes
Messdatenerfassungssystem gestellt werden. Grundsätzlich ist natürlich ein anspruchsvolles Design der
Anwendung wünschenswert. Dies wird von allen Entwicklungsumgebungen von National Instruments,
auch durch die teilweise dreidimensionalen Bedienelemente, unterstützt.

Oft ist es auch nötig, die erfassten Daten oder die berechneten Ergebnisse in Berichten abzulegen.
Deshalb bieten NIs Entwicklungstools Werkzeuge zur Berichterzeugung im HTML-, Word- oder auch
Excel-Format.

Datenanalyse ist in vielen Anwendungen genauso wichtig wie das Erfassen der Daten selbst. Dies kann
in einigen Fällen online, also gleich während der Erfassung, geschehen, bei aufwändigen Datensätzen
aber auch offline, also im Nachhinein.

In Zeiten des Internets wachsen die Anforderungen an eine Anwendung natürlich auch in Bezug auf
Netzwerktechnologien. Ein vernetzter Messrechner in der Produktion soll beispielsweise von einem
Bürorechner aus überwacht und auch bedient werden können. Mit der Netzwerkpanel-Funktion in
LabVIEW kann das Frontpanel der Anwendung im Internet als HTML-Seite publiziert werden,
wodurch die Bedienung der in der Benutzeroberfläche enthaltenen Bedienelemente auch von anderen
Rechnern aus ermöglicht wird – ohne zusätzlichen Programmieraufwand.

Diese beispielhafte Auflistung einiger Zusatzfunktionen der verschiedenen Programmierumgebungen


soll die softwareseitige Skalierbarkeit von National Instruments' Produkten sichtbar machen.

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Ausblick – Hardware
• Triggerung einer Erfassung
- Digitaler Trigger
- Analoge Triggerung auf Schwelle (Software)
- Analoger Hardware-Trigger (E-Serie)

• Synchronisation von Karten


- RTSI-Bus synchronisiert Kanäle

Auch National Instruments' Hardware bietet neben den schon erwähnten Funktionen weitere
Möglichkeiten.

Schon die "Low-Cost"-Serie ermöglicht es, eine Datenerfassung oder auch das Ausgeben von Daten
durch einen digitalen Trigger zu steuern. Triggerung auf eine analoge Schwelle kann per Software
realisiert werden. Der Eingangswert eines Kanals wird dabei ständig auf das Erreichen einer bestimmten
Schwelle überprüft. Wird diese Schwelle überschritten, beginnt die Datenerfassung.

Einige Karten der E-Serie bieten auch eine in die Hardware integrierte Triggerstufe. Wird die Trigger-
Schwelle bereits von der Datenerfassungshardware überprüft, erhöht dies die Leistungsfähigkeit.

Der ab den Modulen der E-Serie auf allen Datenerfassungskarten integrierte RTSI-Bus (Real-Time
System Integration Bus) ermöglicht die Synchronisation von Karten und Kanälen.

Das Zusammenspiel verschiedener Module untereinander könnte dann wie folgt aussehen: Auf eine
analoge Schwelle hin soll eine Datenerfassung gestartet werden. Karte 1 wartet auf die Schwelle und
startet bei Erreichen dieser die Datenerfassung. Gleichzeitig soll auf einer zweiten Karte ein Signal
synchron ausgegeben werden. Das Signal ScanStart muss dann über den RTSI-Bus an Karte 2
übergeben werden und kann somit auf die Datenerfassung synchronisiert werden. Beide Prozesse laufen
dann parallel, mit demselben Taktsignal.

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Real-Time System Integration (RTSI)
MUX ADC • Real-Time System
DAC RTSI Integration Bus (RTSI-
Digital-I/O Bus)
Counter
Computer-I/O – Synchronisation
mehrerer Datenerfas-
sungskarten
– Timing- und Trigger-
Signale können von
mehreren Karten
gleichzeitig verwendet
werden

Der Real-Time System Integration Bus ermöglicht es NI-Hardware, miteinander zu kommunizieren,


ohne dabei den "Umweg" über das Betriebssystem gehen zu müssen. RTSI ist ein internes Bussystem,
das die Karten durch ein aufsteckbares Kabel rechnerintern miteinander verbindet. Dabei ist der
Anwender nicht auf Datenerfassungskarten alleine beschränkt. Motion-Karten für die Motoransteuerung
und Framegrabber zur Bilddatenerfassung wie auch andere NI-Hardware reihen sich mit in die Familie
der RTSI-gestützten Module ein.

Die so verbundenen Karten können nun aufeinander synchronisiert werden, indem sie Timing- und
Trigger-Signale untereinander austauschen.

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Skalierbare Datenerfassung
Treiber ermöglicht plattformübergreifenden Einsatz der Applikation

PXI

PCI, ISA

IEEE-1394
USB

PCMCIA

Laptop Tragbarer PC Desktop Industrie-PC

Skalierbarkeit ist einer der wichtigsten Vorteile von NIs Hard- und Software. Unabhängig von den
Anforderungen an die Applikation bietet National Instruments hochwertige Lösungsmöglichkeiten. Alle
Messkarten nutzen den gleichen, gemeinsamen Satz an Funktionen, die plattformübergreifend auf
verschiedenen Bussystemen einsetzbar sind.

Dies kann ausschlaggebend sein, wenn Sie Industrie-PC- oder PXI-Systeme verwenden und trotzdem
planen, die Anwendung dazu auf einem Laptop mit einer DAQCard oder PCMCIA- Karte zu
entwickeln. Vielleicht wollen Sie Ihre Messkarten auch über das Internet ansteuern. Mit NIs Hard- und
Software wird die Applikation an die Hardware gebunden, ist aber ständig für Erweiterungen bereit.
Durch die einheitliche Treiberarchitektur kann die Anwendung ohne Treiber-Updates um weitere
Geräte erweitert oder auch auf andere Rechnersysteme portiert werden.

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Ausbaumöglichkeiten
• Anschlusstechnik
• DDK – Tool zur Treiberentwicklung
• Signalkonditionierung
– Aufbereitung physikalischer Größen
• Software-Toolkits und -Toolsets
– Beispielsweise: VISION, Internet Toolkit,...
• PCI eXtension for Instrumentation (PXI)
– RTSI-Bus integriert
– Weitere Synchronisationsmöglichkeiten
– Industriestandard

Neben Karten zur Datenerfassung bietet National Instruments auch Hard- und Software für viele
weitere Zwecke:

• Anschlusstechnik

• DDK-Tool – das Driver Development Toolkit.

• Produkte für die Signalkonditionierung. Signalkonditionierung bietet die Möglich-keit,


Messsignale vor der Digitalisierung aufzubereiten.

• Software-Toolkits für die verschiedenen Entwicklungsumbebungen. Diese erweitern den


Funktionsumfang der verschiedenen Standardbibliotheken.

• PCI eXtension for Instrumentation (PXI). PXI steht für ein Industrierechnersystem im
CompactPCI-Format, das speziell auf messtechnische Anforderungen zugeschnitten ist.

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Anschlusstechnik
• Kabel
- geschirmt
- ungeschirmt
• Anschlussblöcke
- geschirmt
- ungeschirmt
- BNC
- Schraubkelmmen
- ...

Für die Verschiedenen Datenerfassungskarten bietet National Instruments auch die nötige
Anschlusstechnik. Je nach Anforderung gewährleisten

• Geschirmte Kabel
• Ungeschirmte Kabel
• Flachbandkabel
• Geschirmte Anschlussblöcke
• Ungeschirmte Anschlussblöcke
• BNC Anschlüsse

die sichere Anbindung der Signale an die Datenerfassungskarte.

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Das Measurement Hardware Driver Development Kit
Programmierung auf Registerebene für OEMs
Beispielprogramme
• Beispielprogramme für Standard-
anwendungen
• API (in C/C++) zum Zugriff auf Hardware- API auf Registerebene
register von Datenerfassungskarten
• Generische Schnittstelle für Busschnittstelle
– Momentan: Windows, Linux, PocketPC Betriebssystemspezifische Funktionen
– Evaluiert: WinCE, Mac OS X, QNX
– Möglich: RTX, VxWorks u. a. Datenerfassungshardware

Das Measurement Hardware Driver Development Kit (DDK) von National Instruments enthält
Entwicklungswerkzeuge und eine Schnittstelle zur Programmierung auf Registerebene zur
Treiberentwicklung für NI-Datenerfassungshardware. Dieses Paket eignet sich besonders für OEM-
Kunden, die Anwendungen erstellen, deren Anforderungen den Funktionsumfang von
Standardbetriebssystemen übersteigen. Das Treiberentwicklungswerkzeug (DDK) ermöglicht den
Zugriff auf das Register-Mapping jeder Karte und liefert Beispiele zu Standard-Mess- und
-Steuerfunktionen. Zudem arbeitet das Toolkit mit Multifunktionskarten der E-Serie sowie
Analogausgabe-, Digital-I/O- und Counter/Timer-Karten zusammen.

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Signalkonditionierung
• Verstärkung
• Filterung
• Linearisierung
• Messumwandleranregung
• Messbrückenvervollständigung
• Isolierung
• Schalter
• Multiplexer und Matrix

Signalkonditionierung bietet die Möglichkeit, die vom Sensor erfassten Signale aufzubereiten und an die
Möglichkeiten der Datenerfassungskarte anzupassen.

• Ein Thermoelement zur Erfassung von Temperaturen liefert Spannungen im Millivolt-Bereich.


Damit die volle Bandbreite des Analog-/Digitalwandlers ausgenutzt und das Signal-
/Rauschverhältnis reduziert werden können, sollte das Signal verstärkt werden.
• Oft kommt es vor, dass Signale verrauscht sind oder nur ein gewisser Frequenzbereich für die
Analyse interessant ist. Filtermodule bieten die Möglichkeit, ungewollte Signalbestandteile schon
vor der Wandlung herauszufiltern.
• Viele Sensoren verhalten sich aufgrund physikalischer Eigenschaften nicht linear. Generell kann
die Linearisierung zwar per Software vorgenommen werden, linerarisiert man allerdings auf der
Hardwareseite, spart dies Rechenzeit.
• Messumwandleranregung ist nötig, wenn ein Sensor ohne Spannungs- oder Stromversorgung kein
Signal liefern kann.
• Viele Messmethoden zum Auswerten von Sensordaten beruhen auch auf Messbrücken. So
arbeiten Dehnungsmessstreifen oft in einer Wheatstone-Brücke.
• Signale müssen isoliert, gemultiplext oder per Schalter oder Matrix verschaltet werden.

Für all diese Anwendungsbereiche bietet National Instruments hochwertige Komponenten zur
Signalkonditionierung und -aufbereitung.

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Module zur Signalkonditionierung
Modul Kanäle Kanalart Signalarten/Besondere Eigenschaften
SCXI-1100 32 Analogeingang Thermoelemente; Volt/Millivolts; Strom
SCXI-1102/B/C 32 Analogeingang Thermoelemente; Volt/Millivolts; Strom; RTD; Thermistor
SCXI-1104/C 32 Analogeingang Mittlerer Spannungsbereich, Millivolt/Volt

SCXI-1112 8 Analogeingang Thermoelemente


SCXI-1120/D 8 Isolierter Analogeingang Niedrige, mittlere und hohe Spannungen, Strom, Thermoelemente

SCXI-1121 4 Isolierter Analogeingang Thermoelemente, RTD, Thermistor, hohe Spannungen


SCXI-1122 16 Isolierter Analogeingang Thermoelemente, RTD, Thermistor, hohe Spannungen
SCXI-1125 8 Isolierter Analogeingang Thermoelemente, RTD, Thermistor, hohe Spannungen
SCXI-1126 8 Isolierter Frequenzeingang Frequenz-Spannungs-Wandlung

SCXI-1140 8 Analogeingang Track-and-Hold


SCXI-1141/2/3 8 Analogeingang Drei verschiedene programmierbare Filter 4. Ordnung
SCXI-1520 8 Analogeingang Dehnungsmessstreifen, Druck- und Kraftsensoren

SCXI-1530/1 8 Analogeingang Signalkonditionierung für piezoelektrische IC-


Beschleunigigungsmesser

SCXI-1540 8 Analogeingang LVDT/RVDT-Konditionierung


SCXI-1124 6 Analogausgang Isolierter Analogausgang

SCXI-1163R 32 Halbleiterrelais Halbleiterrelais


SCXI-1163 32 Digitalausgang Isolierter Digitalausgang

SCXI-1162/HV 32 Digitaleingang Isolierter Digitaleingang für 5 V TTL und hohe Spannungen

SCXI (Signal Conditioning eXtension for Instrumentation) ist eine Produktfamilie von National
Instruments, die die Konditionierung von Signalen ermöglicht. Hier ein Überblick über die erhältlichen
Module.

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Module zur Signalkonditionierung (fortgesetzt)
Modul Kanäle Kanalart Signalarten/Besondere Eigenschaften
SCC-AI0x 2 ISO Analogeingang Volt/Millivolt, Isolierter Analogeingang
SCC-AI1x 2 ISO Analogeingang Volt/Millivolt, Isolierter Analogeingang

SCC-A10 2 DI Analogeingang Millivolt/Volt, Dämpfung


SCC-LP01 2 DI Analogeingang Volt/Millivolt, Lowpass Filter

SCC-FV01 2 DI Analogeingang Volt/Millivolt, Frequenz-nach-Spannung


SCC-TC01 1 DI Thermocuouple Eingang Temperaturmessung
SCC- RTD01 2 DI RTD Eingang Temperaturmessung
SCC-G01 2 DI Dehnungsmessstreifen ¼ - Brücke
SCC-CI20 2 DI Strommessung Eingänge zur Strommessung
SCC-AO10 1 ISO Analogausgang Isolierter Spannungsausgang
SCC-AO20 1 ISO Analogausgang Isolierter Stromausgang

SCC-DI01 1 ISO Isolierter Digialeingang Digitaleingang

(Auszug)

SCC (Signal Conditioning for DAQ Sytems) ist eine Produktfamilie von National Instruments, die die
Konditionierung von Signalen ermöglicht. Hier ein Überblick über die erhältlichen Module.

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Toolkits, Toolsets und Module

Vision
Real-Time Module Development DSC Module
Module

Entwicklungsumgebungen
LabVIEW, LabWindows/CVI,
Measurement Studio

Spectral
Measurements Order Analysis
...
Toolset Toolset

Für die Entwicklungsumgebungen LabVIEW, LabWindows/CVI und Measurement Studio stehen


verschiedene Toolkits, Toolsets und Module zur Verfügung, die den Funktionsumfang der Umgebungen
erweitern.

• Das LabVIEW Real-Time Module bietet die Möglichkeit, kompilierten Programmcode auf ein
Echtzeitbetriebssystem herunterzuladen und dort deterministisch auszuführen.
• Die Vision-Bibliothek enthält umfangreiche Funktionen zur Bildanalyse.
• Das LabVIEW Datalogging and Supervisory Control Module (DSC), das Order Analysis Toolset,
das Spectral Measurements Toolset und einige mehr runden die Palette ab.

Weitere Toolsets sind:

• Das Sound and Vibration Toolset. Dieses Toolset erweitert die Umgebung um Funktionen für
Geräuschpegelmessungen, fraktionale Oktavanalyse, erweiterte Frequenzanalyse und Transienten-
Analyse.
• Das Enterprise Connectivity Toolset. Dieses Toolset bietet Werkzeuge zur Datenbankanbindung
und Anbindung ans Internet.

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PCI eXtension for Instrumentation
Controller
• Nutzt Standardbetriebssystem Präzisionsmessgeräte
• Hardware verwendbar mit • FlexDMM PXI-4770
LabVIEW, LabWindows/CVI, • Downconverter PXI-5660
Visual Basic,... • DSA

Standarddatenerfassung

Die PXI-Spezifikation (PXI = PCI eXtensions for Instrumentation) baut auf CompactPCI auf und wurde
speziell auf die Belange der Mess- und Automatisierungstechnik zugeschnitten. Sie definiert eine
robuste, PC-basierte Plattform speziell für Systeme aus den genannten Bereichen. PXI nutzt den PCI-
Bus (PCI = Peripheral Component Interconnect), welcher einen De-facto-Standard für die heutige
Hard- und Softwareentwicklung von MSR-Systemen darstellt, und kombiniert ihn mit der Spezifikation
des robusten, modularen Formfaktors von CompactPCI. Zudem ergänzt PXI das System um elektrische,
mechanische und Softwarebestimmungen, welche die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit des
Gesamtsystems erheblich steigern. Ebenso wird dadurch die Integration einer PXI-Plattform
vereinfacht. National Instruments ist ein Gründungsmitglied der VXI-Gruppe und wird weiterhin an der
Leitung der PXI System Alliance (PXISA) beteiligt sein – ein Konsortium von mehr als 60
Unternehmen zur Pflege der PXI-Spezifikation.

Die Spezifikation von PXI wurde von National Instruments entwickelt und 1997 als offener
Industriestandard herausgegeben. So kann jeder Hersteller PXI-Produkte auf den Markt bringen. Auf
dem von der PICMG gepflegten Standard CompactPCI basierende Module und PXI-Module können
konfliktfrei in ein und demselben System untergebracht werden, da die Kompatibilität zwischen
CompactPCI und PXI – wie bereits erwähnt – ein Grundelement der PXI-Spezifikation ist. Die
vollständige Spezifikation und weitere Informationen erhalten Sie unter ni.com/pxi .

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Modulare Instrumentierung und Schaltmodule
Digitalisierer Erfassung dynamischer Signale
• 100 MS/s, • Dynamikbereich von 120 dB
• 32 MB/Kanal • Alias-freie Bandbreite von 45 kHz
• ICP-Konditionierung
• 8 bis 21 Bit

Digitalmultimeter HF-Signalanalysator
• 6½-Stellen-DMM • HF-Messungen mit 2,7 GHz
• Spannung, Widerstand, Strom • Echtzeitbandbreite von
20 MHz
• SFDR von 80 dB

Arbiträrer Funktionsgener.
Schaltmodule • Update-Rate von 40 MS/s
• PXI- & SCXI-Module • 12-Bit-Digital-/Analogwandler
• DC-Bandbreite von bis • Digitale Bitmuster von 16 Bit
zu 18 GHz

• Digitalisierer sind speziell auf das Erfassen von Daten ausgelegte, also auf Produktionstests und
automatisierte Messungen abgestimmte, Module.

• Digitalmultimeter sind speziell für hochgenaue Messungen entwickelt. Das FlexDMM


NI-4070 erreicht eine Genauigkeit von 6 ½ Dezimalstellen bei 60 S/s.

• Arbiträre Funktionsgeneratoren können beliebige Signalverläufe bis zu einer Frequenz von


40 MS/s ausgeben.

• Der HF-Signalanalysator PXI-5660 ist auf das Erfassen hoher Frequenzen ausgelegt. Seine
maximale Abtastrate für Hochfrequenzmessungen liegt bei 2,7 GHz.

• Module für die Erfassung dynamischer Signale zeichnen sich durch einen Dynamikbereich von bis
zu 129 dB aus.

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LabVIEW Zone (www.ni.com/labviewzone)

*Ideen entwickeln *Artikel *LabVIEW-Kenntnisse erweitern

*Code austauschen *Interaktive User Groups *Expertennetzwerk

LabVIEW Zone – das Forum für LabVIEW-Entwickler

Seit bereits mehr als 16 Jahren wird LabVIEW für die Anwendungserstellung eingesetzt. Aus der
anfänglich geringen Anzahl von "Pionieren", die hie und da mal eine Anwendung programmierten,
wurde inzwischen eine schnell wachsende Gemeinschaft von LabVIEW-Entwicklern, die eine Vielzahl
unterschiedlicher Applikationen erstellt haben, Code untereinander austauschen und auf verschiedenste
Weise zusammenarbeiten. Diese Entwicklergemeinschaft und die von ihr zur Verfügung gestellten
Codes trugen auch erheblich zur Beliebtheit von LabVIEW bei.
Um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Programmierern zu fördern und zu vereinfachen
hat NI nun die LabVIEW Zone ins Leben gerufen, in der Sie folgende Rubriken finden:

• Diskussionsforum (In diesem Forum können Sie mit anderen Anwendern rund um den Globus
Erfahrungen, Tipps und Tricks austauschen.)
• Austauschen von Code (Stellen Sie Ihr neuestes Meisterwerk auf dieser Seite zur Verfügung oder
suchen Sie selbst nach einer Anwendung.)
• User Groups (Hier finden Sie Termine von Anwendertreffen, Seminaren und anderen
Veranstaltungen in Ihrer Region)
• Artikel (Vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in der Anwendungsentwicklung mit LabVIEW und lesen
Sie den neuesten Artikel unseres Online-Magazins "Developer Insights"!)
• Spiele, Wettbewerbe und mehr (Vergleichen Sie Ihre Fertigkeiten mit denjenigen anderer
LabVIEW-Entwickler und nehmen Sie am monatlich stattfindenden Programmierwettbewerb teil!)

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LabVIEW – eigene Beispiele

Beim Erstellen von Anwendungen fehlt oftmals der richtige Ansatz – sei es weil eine neue
Programmiersprache eingesetzt wird oder weil es ein neuartiges Problem zu bewältigen gilt. LabVIEW
enthält genauso wie alle anderen Entwicklungsumgebungen von National Instruments eine
umfangreiche Beispieldatenbank mit Lösungen zu Standardanwendungen wie kontinuierliche
Datenerfassung, Netzwerkanwendungen, Analysefunktionen und vieles mehr.
Alle Toolkits und Toolsets liefern einen erweiterten Beispieldatensatz, der speziell für den
Einsatzzweck des jeweiligen Tools konzipiert ist.

Standard-LabVIEW-Beispiele kommen aus den Bereichen:


• Signalanalyse/Signalverarbeitung
• Erstellen von Benutzeroberflächen
• Kommunikation mit externen Applikationen
• Grundlagen
• Hardwarein- und -ausgänge
 Analogeingänge
 Analogausgänge
 Zähler
 Digitalein- und -ausgänge
 SCXI
• Industrielle Anwendungen
und viele mehr.

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NI Knowledge Base

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Die NI Knowledge Base unter http://www.ni.com enthält zahlreiche Einträge und Hilfen zum Erstellen
verschiedener Projekte.

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NI Application Notes

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In der Developer Zone (http://zone.ni.com) sind unter anderem Application Notes mit Hinweisen zur
Entwicklung komplexer Anwendungen abgelegt.

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NI Example Database

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Die Developer Zone enthält auch zahlreiche Programmierbeispiele für alle Programmiersprachen.

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Das Alliance Program

Die Produkte von National Instruments bieten einmalige Leistungsfähigkeit, Flexibilität und
Produktivität bei der Entwicklung von Mess- und Automatisierungssystemen. Bei eng gesteckten
Terminplänen, begrenzten technischen Ressourcen oder anderen Engpässen bevorzugen Sie vielleicht
eine persönliche Beratung oder Dienstleistungen der Systemintegration. In diesem Fall empfiehlt sich
unser Alliance Program – ein weltweites Netzwerk von Experten, die Ihnen gerne mit Ihrem Fachwissen
beratend zur Seite stehen.

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Kundenschulung
• LabVIEW
• DIAdem
• LabWindows/CVI
• TestStand
• Bildverarbeitung
• Schnupperkurse

Trainingskurse bei National Instruments ermöglichen NI-Kunden das schnelle und effiziente
Kennenlernen unserer Anwendersoftware. Erfahrene Ingenieure geben ihnen grundlegende und
spezifische Hilfestellungen, so dass die Teil-nehmer nach kurzer Einführungszeit bereits
anwenderorientierte Mess- und Prüfapplikationen erstellen können. In den Kursen für Fortgeschrittene
werden die Techniken vertieft und neue Möglichkeiten für komplexere Applikationen aufgezeigt.
Für unsere Produkte LabVIEW, TestStand, LabWindows/CVI, IMAQ Vision und zur Datenerfassung
mit LabVIEW bieten wir zwei- und dreitägige Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene an.
National Instruments gibt Ihnen auch die Möglichkeit, die Kurse direkt in Ihrem Unternehmen im Haus
- Onsite - durchzuführen. Gerne unterbreiten wir Ihnen dazu ein Angebot.

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Kontakt
ni.com/germany
ni.com/switzerland
ni.com/austria

Deutschland:
National Instruments Germany GmbH
Konrad-Celtis-Straße 79
D-81369 München
Telefon: (+49) 89 / 741 31 30
Fax: (+49) 89 / 714 60 35
E-Mail: info.germany@ni.com

Schweiz:
National Instruments Switzerland
Sonnenbergstraße 53
CH-5408 Ennetbaden
Telefon: (+41) 56 / 200 51 51
Fax: (+41) 56 / 200 51 55
E-Mail: ni.switzerland@ni.com

Österreich:
National Instruments Ges.m.b.H.
Plainbachstraße 12
A-5101 Salzburg-Bergheim
Telefon: (+43) 662 / 45 79 90-0
Fax: (+43) 662 / 45 79 90-19
E-Mail: ni.austria@ni.com

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Aktuelle Veröffentlichungen:

[1] Roland Heinze: Experten im Disput Simulation und Echtzeit, Open Automation 4-
5/2002, p. 24-27.
[2] Heiner Illig: Modular für die Messtechnik, F&M 09/2002, p. 12-14.
[3] Stephan Ahrends: Multifunktions-I/O-Karten einer neuen Generation, Elektronik
Informationen 09/2002, p. 26-28.
[4] Ingo Schumacher: Datenerfassung-, verarbeitung und –management – alles aus
einer Hand, etz 16/2002.
[5] Christian Hamp: Ereignisreiches LabVIEW, Technische Rundschau 19/2002, p.
44-46.
[6] Stephan Ahrends: Simultan und genau? Aber schnell bitte, Technische Rundschau
20/2002, p. 42-44.
[7] Rahman Jamal, Jochen Klier: Vernetzte Mess- und Automatisierungstechnik,
MegaLink, 11/2002.
[8] Rahman Jamal: Grenzenlose Messtechnik, Aktuelle Technik 11/2002, p. 25-27.
[9] Rahman Jamal, Heiner Illig: Speed und Präzision im Board-Format. Elektronik
23/2002, p. 78-82.
[10] Rahman Jamal: Design-Flow-begleitendes Messen, Design & Verification Tool
Guide 2002, p. 12-13.
[11] Jochen Klier: PC-Messtechnik für höhere Leistungsbereiche, Elektronik
Information 11/2002, p. 64-65.
[12] Christian Spiss: Komplexe Schaltvorgänge vereinfachen, productronica 11/2002, p.
52-53.
[13] Georg Heckelmann: Die Plattform wird mächtiger, elektroAUTOMATION
12/2002, p. 32

Bücher:

[1] R. Jamal, A. Hagestedt: LabVIEW – Das Grundlagenbuch, Addison-Wesley, 2001,


3. Auflage
[2] R. Jamal, H. Pichlik: LabVIEW – Programmiersprache der vierten Generation,
Prentice Hall Verlag, 1999, 2. Auflage
[3] R. Jamal, H. Jaschinski: Virtuelle Instrumente in der Praxis – Messtechnik,
Begleitband zum Kongress VIP 2001, Hüthig-Verlag, 2001
[4] R. Jamal, H. Heinze: Virtuelle Instrumente in der Praxis – Automation,
Begleitband
zum Kongress VIP 2001, VDE-Verlag, 2001

Aktuelle Seminarhandbücher:

[1] Die Macht der Plattform, Seminar von National Instruments, September 2002
[2] Was bringt Windows XP für die Mess- und Automatisierungstechnik?, Seminar
von National Instruments, Februar 2002
[3] Hard- and Software Platforms for Real-Time Applications, Seminar von National
Instruments, Januar 2002
[4] Messen statt schätzen - Signale einfach aufbereiten und richtig erfassen, Seminar
von National Instruments, September 2001
[5] Wegweisende Technologien in der Mess- und Automatisierungstechnik, Seminar
von National Instruments, Februar 2001
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