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Prof. Dr.

Nikolina Burneva: Geschichte und Kultur Deutschlands SS 2015

Zeitspannen Schwellenzeit zur „Moderne“ – I.



Aspekte  Reformation (1500 – 1648); Gegenreformation (1648 – …)
1. Demografie bis 1500: Seuchen, Hungerkatastrophen, Missernten, Misswirtschaft
1500-1618: langer Frieden die Bevölkerung verdoppelt sich fast;
1618–1648: Dreißigjähriger Krieg – Bevölkerungsrückgang um ein Drittel (von 17 auf 10 Mio) Erst um 1700 wiederhergestellt
2. Territoriale
Gliederung:
„Flickteppich“ von
Herzogtümern,
Bischoftümern,
Königreichen,
Grafschaften,
Reichsstädten,
Vogteien etc.

3. Staatsverfassung Zeit der Staatbildung: das Heilige Römische Reich Deutscher Nation besteht aus über 360 Staatsgebilde
4. Gesellschafts- Chaotisch: Quer durch Europa und durch das DR – die Front zwischen
ordnung KATHOLIKEN und PROTESTANTEN (Katholische Liga und Protestantische Union)
Auch die Aristokratie spaltet sich nach Konfession:
Spanien, Teil-Frankreich, Bayern // Niederlande, Preußen, Teil-Frankreich, England
5. Wirtschaft Die Niederlande - seefahrende Handelsmacht und Militärmacht, jedoch zersplittert in der Hand von Handelsgesellschaften und Städten
der Gulden = 9,6 g Feinsilber (sicherste europ. Währung im 17. -18. Jh.); nach „Glorious Revolution“ (1688) – der britische Pfund Sterling
6. Lebensqualität Hungernöte im 30-jährigen Krieg, Hexenverfolgung (verderben die Ernte, die Sitten etc.)
7. Weltanschauung Konfessionskrieg, Gegenreformation // beginnende Aufklärung
(-en) theatrum mundi, vanitas-Motiv // ratio, Zweckmäßigkeit, Nutzen
8. Kunst BAROCK: Ornamente, Emblemata,
Gotik (12.- Mitte 16.
Jh.)

Ein Emblem besteht aus:


inscriptio – pictura – subscriptio
(Überschrift – Bild – Unterschrift)
der / das Barock (16.- Mitte 18. Jh.)
Im Gegensatz dazu:
Vgl. dazu Referat und Präsentation zum Barock (einschließlich Quellen)

WEITERFÜHRENDE QUELLEN.
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fbwgenweb.mikepantel.com%2Fhistory%2Fmaps%2Fd1944.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbwgenweb.mikepantel.com%2Fhistory%2Fmaps
%2Fmaps.htm&h=826&w=1140&tbnid=xkT1WBWcmZW-FM
%3A&zoom=1&docid=r74rFQBMIQWk4M&ei=9F8cVbuNN8ansgHsp4CQDw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=3531&page=1&start=0&ndsp=10&ved=0CCoQrQMwAw

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-79558302.html

BAROCKDICHTUNG – auf der nächsten Seite:


Tränen des Vaterlandes
ANDREAS anno– ein
GRYPHIUS (1616-1664) 1636Barockdichter СЪЛЗИТЕ НА ОТЕЧЕСТВОТО
http://gutenberg.spiegel.de/autor/andreas-gryphius-226 (Anno 1636)
web | Светлината на света
Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret! Сега съвсем, напълно сме опустошени!
Превод на български: ВЕНЦЕСЛАВ КОНСТАНТИНОВ
Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun, Пълчища чужд народ, тръба слуха глуши,
http://liternet.bg/publish12/a_grifius/index.html
Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Kartaun Омазан в кърви меч, оръдие трещи,
Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret. Благата ни отнеха, с труд и пот стъкмени.
Die Türme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehret, Сред жар изтляват кули, църкви повалени.
Das Ratshaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun, В прах кметството лежи, съсечени бащи,
Die Jungfraun sind geschändt, und wo wir hin nur schaun, Момите са без чест и всичко се руши
Ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchführet. От огън, чума, смърт сърцата са сразени.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut, В града ни непрестанно прясна кръв тече.
Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut Реката вече три по шест лета влече
Von soviel Leichn schwer, sich langsam fortgedrungen. Зловонни трупове и бавно се отлива.
Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod, За напастта мълча, по-страшна от смъртта,
Was grimmer denn die Pest und Glut und Hungernot По-зла от чумата, пожара, бедността:
Daß auch der Seelenschatz so vielen abgezwungen.
Душевното богатство в хората погива.

1636
Vanitas vanitatum et omnia vanitas ВСИЧКО Е СУЕТА
(По Еклесиаст, 1:2)
web | Светлината на света

Където поглед спреш, откриваш суетата.


Ich seh, wohin ich seh, nur Eitelkeit auf Erden. Каквото днес строиш, събаря утре друг;
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein, Съзираш градове, но става пустош тук
Wo itzt die Städte stehn so herrlich, hoch und fein, И само млад пастир подвиква след стадата;
Da wird in Kurze gehn ein Hirt mit seinen Herden.
Каквото с плам цъфти, затъпква се в земята;
Wo itzt so prächtig blüht, wird bald zutreten werden Каквото вдига глас, ще отшуми без звук;
Der itzt so pocht und trotzt, läßt übrig Asch und Bein. И бронз, и мрамор горд превръщат се в боклук.
Nichts ist, was auf der Welt könnt unvergänglich sein. Днес щастие цари, ще го смени тъгата.
Itzt scheint des Glückes Sonn, bald donnert’s mit Beschwerde.
Великите дела помръкват като блян.
Der Taten Herrlichkeit muß wie ein Traum vergehn. Как слабият човек да крачи в ураган?
Sollt denn die Wasserblas, der leichte Mensch, bestehn? Ах, всичко, що броим за дивно и чудесно,
Ach was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,
Без стойност е сега, пуст вятър, сянка, прах,
Als schlechte Nichtigkeit, als Heu, Staub, Asch und Wind, Подобно полски цвят, забравен с грозен смях.
Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind‘. Безсмъртните неща не се познават лесно!
Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten.
1643