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Prof. Dr.

Nikolina Burneva
Geschichte und Kultur Deutschlands WS 2015/16

DENKER, DICHTER UND KÜNSTLER DER AUFKLÄRUNG

Deutscher
Philosoph, Mathematiker, Diplomat, Historiker und politischer Berater der frühen
Aufklärung, gilt als der universale Geist seiner Zeit.
Wir leben in der „besten aller möglichen Welten“;
Das Übel ist:
- Metaphysisch (Welt ist endlich),
- Physisch (Mensch ist „geschaffen“, also unvollkommen,
LEIBNIZ - Moralisch (Mensch hat die Gabe der Freiheit, also auch zu sündigen)
(1646 – 1716) Harmonie und Monadenlehre
Französischer Philosoph.
- Kritik an den Missständen des Absolutismus und der Feudalherrschaft
- Kritik am weltanschaulichen Monopol der katholischen Kirche
- Aufruf zur Abschaffung der Leibeigenschaft
- Kulturgeschichtliche Akzente in der Historiografie (über Ludwig XIV.)
VOLTAIRE Königlicher Kammerherr bei Friedrich II. von Preußen ab 1750:
(1694 – 1778)

Friedrich II. Tafelrunde


Mitarbeit an der „Encyclopédie“ von Diderot und d’Alembert (ab 1746)
Ein französischsprachiger Genfer Schriftsteller,
Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist.

„DE R

SOZIALVERTRAG“ (1762) →
- Gleichheit vor dem Gesetz für alle Menschen,
- „Zurück zur Natur“ (Kultur- und Zivilisationskritik),
- Wandern als existenzielle und intellektuelle
Jean Jacques
Form,
ROUSSEAU
- Subjektivismus in der Lebensführung und in der
(1712 – 1778)
Aussage („Confessiones“ = „Изповеди“),
- Die Menschen sind böse. Die Gesellschaft erzieht
in ihnen Vernunft, Mitleid, moralische Reflexion.
- Sentimentalismus als Gegenreaktion zum
nüchternen Nützlichkeitsdenken der Aufklärung
(сантиментализъм – реакция срещу трезвото
прагматично мислене на Просвещението)
- „Kritik der reinen Vernunft“ (Erkenntnistheorie): Was sind die Bedingungen
der Möglichkeit von Erkenntnis? – Wahrnehmung (Sinnlichkeit) & Verstand
(Analyse),
- „Kritik der praktischen Vernunft“ (Ethik): kategorisches Imperativ –
Handle so, dass deine Taten jederzeit zur Grundlage einer
gesamtmenschlichen Verfassung werden können!
- „Kritik der Urteilskraft“ (Ästhetik).
Immanuel KANT „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten
(1724-1804) Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne
Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit,
wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der
Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu
bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines
eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“
– BEANTWORTUNG DER FRAGE: WAS IST AUFKLÄRUNG? (1784)

„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“

Vgl. Referate zu Friedrich II. dem Großen und zur Romantik.

Alle hier vorgestellten Personen werden in den Kursen „Kulturanthropologie Deutschlands“ und „Geschichte
der deutschen Literatur“ eingehender behandelt.