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LVE-Anhang zu §§ 24 ff LVR ÖNfL I-B 62/99

Hinweise zum Ausfüllen des Flugplan-Formulares

ALLGEMEIN (z.B. OELAC, OOTEK)


oder
Das im folgenden beschriebene Format und die Art, wie die diesem die ICAO-Funkbezeichnung des Luftfahr-
Daten einzusetzen sind, ist genauestens einzuhalten. zeughalters vorangesetzt wird
(z.B. SABENA OOTEK, AUSTRIAN OELAC)
Die Daten sind, beginnend beim ersten freien Feld ein-
zusetzen, nicht benützte Felder sind freizulassen. 2) das Luftfahrzeug keine Funkausrüstung hat

Alle Zeitangaben haben mit 4 Ziffern in UTC (Coordinated b) die ICAO-Bezeichnung des Luftfahrzeughalters, ge-folgt
Universal Time = koordinierte Weltzeit) zu erfolgen. von der Flugkennung (z.B. AUA802, KLM511,
NGA213)
Die jeweilige voraussichtliche Flugdauer ist mit 4 Ziffern wenn
(Stunden und Minuten) anzugeben. das verwendete Funktelephonie-Rufzeichen des Luft-
fahrzeuges aus der ICAO-Funkbezeichnung des Luft-
Die schraffierten Zeilen vor Feld 3 werden von der Melde- fahrzeughalters und der Flugkennung besteht
stelle für Flugverkehrsdienste/Flugberatungsstelle (z.B. AUSTRIAN802, KLM511, NIGERIA213)
(AIS/ARO), die den Flugplan weiterleitet, ausgefüllt.
c) Coderufzeichen bei Such- und/oder Rettungsübungen,
Anmerkung: z.B. SAREX 1, RESCUE 1
Unter der Bezeichnung "Flugplatz" werden auch andere
Abflug-/Landeplätze, die nicht Flugplatz sind, die jedoch Anmerkung:
von bestimmten Luftfahrzeugarten (z.B. Hubschraubern) Die Luftfahrzeugkennzeichen sind im Flugplan
verwendet werden, verstanden. unter REG/ mit dem Zusatz "RESCUE EXER-CISE"
bzw."RESCUE MISSION" anzuführen.
VORSCHRIFTEN FÜR DAS EINTRAGEN "SAREX 1"
DER ATS-DATEN OEGDA oder OEGMI
"RESCUE 1"
Der Pilot oder dessen befugter Vertreter hat die Felder 7-19 "SAREX 2" OEFBY
gemäß den internationalen Vorschriften (ICAO-Doc. 4444 "RESCUE 2"
und EUROCONTROL CFMU/Handbuch, Teil IFPS) “SAREX 3" OEBAX
ergänzt durch die von den einzelnen Staaten verlaut- “RESCUE 3"
barten Vorschriften auszufüllen. "SAREX 5(6,7)" für teilnehmende österreichi-
"RESCUE 5(6,7)" sche Militärluftfahrzeuge
Einige, Österreich betreffende und zwecks automatischer
Verarbeitung ergänzende Vorschriften sind bei den ein- Bei Verbandsflügen ist die Luftfahrzeugkennung des führen-
zelnen Punkten gesondert hervorgehoben (in Kursivschrift). den Luftfahrzeuges anzugeben. Im Feld 18 sind nach REG/
sämtliche Kennzeichen anzugeben.
Bei der Weiterleitung werden vorerst nur die Felder 7 -18
übermittelt (Eingereichter Flugplan - FPL); das FELD 19 ist Anmerkung:
erst auf Grund einer eventuellen Anforderung (RQS) seitens Bestimmungen über die Anwendung des Funktele-
einer ATS-Stelle bzw. der CFMU als Ergänzungsflugplan phonie-Rufzeichens sind im ICAO-Anhang 10, Teil II,
(SPL) zu übermitteln. Kapitel 5, enthalten.
Die ICAO-Bezeichnung und Funkbezeichnung der
Für VFR-Flüge innerhalb der FIR WIEN können die Luftfahrzeughalter sind im ICAO-Doc. 8585 "Designa-
Angaben in FELD 19 zwar unterbleiben, doch hat dies zur tors for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical
Folge, daß die Ausübung des Alarmdienstes und vor allem Authorities and Services" enthalten.
des Such- und Rettungsdienstes beeinträchtigt wird. (Siehe
hiezu die Bestimmungen LVR/LVE.)
FELD 8: FLUGREGELN UND ART DES FLUGES (1
Auf Anfrage informieren die Bediensteten im AIS/ARO oder 2 Zeichen)
über alle Vorschriften im Zusammenhang mit dem
Flugplan. Flugregeln

Einzusetzen ist
FELD 7: LUFTFAHRZEUGKENNUNG - zur Angabe der Flugregeln, unter welchen der Pilot den
(höchstens 7 Zeichen) Flug durchzuführen beabsichtigt - einer der folgenden
Einzusetzen ist Buchstaben:
I bei IFR
eine der folgenden, aus höchstens 7 Zeichen bestehenden V bei VFR
Luftfahrzeugkennungen: Y wenn zuerst IFR ) In FELD 15 ist der Punkt oder
) die Punkte, bei welchem(n) ein
a) Das Staatszugehörigkeits- und Eintragungszeichen (z.B. ) Flugregelwechsel geplant ist,
OELAC, OE9435, 4XBCD, N2567GA, OOTEK) Z wenn zuerst VFR ) anzugeben.
wenn Art des Fluges
1) das vom Luftfahrzeug verwendete Funktelephonie-
Rufzeichen mit dem Staatszugehörigkeits- und Einzusetzen ist
Eintragungszeichen übereinstimmt - zur Angabe der Art des Fluges - nach den Flugregeln, ohne

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Zwischenraum, einer der folgenden Buchstaben (der Buch- Einzusetzen ist


stabe wird durch die einzelnen Staaten individuell verwen- N* wenn keine Funk- und Navigationsausrüstung
det), wenn dies von der zuständigen ATS-Behörde verlangt (COM/NAV/APCH) vorhanden oder diese nicht
wird. In Österreich werden folgende Angaben verlangt: betriebsbereit ist
* für Flüge ohne Funkausrüstung ist ergänzend in
B bei österreichischen Militärflügen innerhalb FELD 18 STS/NORDO einzutragen
Österreichs oder
S bei Flügen im Fluglinienverkehr S wenn Funk- und Navigationsausrüstung (COM/
N bei Flügen im Bedarfsluftverkehr NAV/APCH) den Erfordernissen für die gesamte
G bei Flügen der Allgemeinen Zivilluftfahrt Flugstrecke entspricht und in Betrieb ist (siehe Anmer-
M bei Militärflügen kung 1)
X bei Flügen, die nicht unter die o.a. Beispiele und/oder
einzuordnen sind. einer oder mehrere der nachstehend angeführten Buchstaben
entsprechend der verfügbaren und betriebsbereiten Funk-
Anmerkung: und Navigationsausrüstung
Bei Dienstflügen des Bundes (z.B. Bundesministerium für
C LORAN C
Inneres, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) D DME (Entfernungsmeßgerät)
ist "X" einzusetzen. F ADF (Radiokompaß)
G GNSS (Global Navigation Satellit System)
z.B. IS = IFR, Linienflug H HF RTF (Kurzwellen-Sprechfunk)
VG = VFR, Privatflug I Trägheitsnavigation (Inertial Navigation)
VX = VFR, Dienstflug des Bundes J Datenverbindung (Data link)
VB = VFR, österreichische Militärflüge inner- (wird der Buchstabe J eingetragen, ist in FELD 18 die
halb Österreichs Ausrüstung unter Voransetzung von DAT/..., gefolgt
VM = VFR, jeder andere Militärflug. von einem oder mehreren Buchstaben, je nach Er-
fordernis, anzugeben)
K MLS (Micro Wave Landing System)
FELD 9: ANZAHL UND TYPE DER LUFTFAHR- L ILS (Instrumentenlandesystem)
ZEUGE, KATEGORIE FÜR WIRBEL- M Omega
SCHLEPPENBILDUNG O VOR (UKW-Drehfunkfeuer)
R* RNP (Required Navigational Performance)
Anzahl der Luftfahrzeuge (1 oder 2 Zeichen) (der Buchstabe R bedeutet, daß das Luftfahrzeug die
vorgeschriebene Ausrüstung für die Strecke, das
Die Anzahl der Luftfahrzeuge ist nur einzusetzen, wenn es Streckensegment und/oder für das betreffende Gebiet
sich um mehr als ein Luftfahrzeug handelt. mitführt)
* Die Ausrüstung für RNAV für IFR-Flüge in Europa
Luftfahrzeugtype (2 bis 4 Zeichen) ist verpflichtend. Ausgenommen sind Staatsluftfahr-
zeuge. Diese haben bei Fehlen von R ergänzend im
Einzusetzen ist FELD 18 TS/NONRNAV einzutragen.
die entsprechende Typenbezeichnung gemäß ICAO-Doc. Für Österreich gilt RNAV über FL195.
8643 "Aircraft Type Designator" T TACAN
oder U UHF RTF (Dezimeterwellen-Sprechfunk)
wenn keine ICAO-Typenbezeichnung festgelegt wurde bzw. V VHF RTF (Ultrakurzwellen-Sprechfunk)
bei Verbandsflügen mit Luftfahrzeugen verschiedener Typen W
X* Verwendung, wenn von ATS bestimmte Angaben
ZZZZ und in FELD 18 (Anzahl und) Type(n) der/des gefordert werden.
Luftfahrzeuge(s) unter Voransetzung der Abkürzung TYP/. * Für Flüge innerhalb der FIR WIEN ist der Buch-
stabe X einzusetzen, wenn das Luftfahrzeug mit
Kategorie für Wirbelschleppenbildung (1 Zeichen) einer Luftfahrzeugfunkstelle ausgerüstet ist, jedoch
an Bord niemand eine gültige Sprechfunkberechti-
Einzusetzen ist gung besitzt; in FELD 18 ist COM/NO RTF RA-
ohne Zwischenraum ein Schrägstrich, gefolgt von einem der
TING einzutragen.
folgenden Buchstaben, der die Kategorie für Wirbelschlep-
Y* 8.33 KHZ Sender (für IFR-Flüge über FL 245 in-
penbildung des Luftfahrzeuges angibt.
nerhalb Österreichs verpflichtend)
H-HEAVY, Luftfahrzeug mit einer höchstzulässigen * Soll für IFR-Flüge über FL 245 innerhalb der FIR
Startmasse von 136.000 KG (300.000 LB) WIEN im Feld 10 des Flugplanes eingesetzt werden.
oder mehr Ausnahmen/Abweichungen von der Rege-lung sind
im Luftfahrthandbuch veröffentlicht.
M-MEDIUM, Luftfahrzeug mit einer höchstzulässigen Das Fehlen des Buchstabens “Y” wird als Fehlen
Startmasse von weniger als 136.000 KG einer 8.33 KHZ bandfähigen Ausrüstung angenom-
(300.000 LB) jedoch mehr als 7.000 KG men.
(15.500 LB) Z andere Ausrüstung
(wird der Buchstabe Z eingetragen, ist in FELD 18 die
L-LIGHT, Luftfahrzeug mit einer höchstzulässigen Start- andere Ausrüstung genau anzugeben unter Voranset-
masse von 7.000 KG (15.500 LB) oder weniger. zung der jeweils zutreffenden Abkürzung COM/ oder
z.B.: J4/L, F50/M, B747/H, ZZZZ/L NAV/.)

Anmerkung 1:
FELD 10: AUSRÜSTUNG
Die Standardausrüstung umfaßt in Österreich:
Funk- und Navigationsausrüstung (COM/NAV/APCH) VHF RTF, ADF, VOR, ILS und DME.
Der ATS-Behörde eines Staates steht es jedoch frei, eine

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andere Standard-Ausrüstung festzulegen. Flugplan gelten soll.


Ist Standardausrüstung und eine zusätzliche Ausrüstung
vorhanden, so ist zuerst der Buchstabe "S" und danach Anmerkung:
die zusätzliche Ausrüstung in alphabetischer Reihenfolge Voraussichtliche Abblockzeit ist der voraussichtliche
einzusetzen. Zeitpunkt, zu welchem das Luftfahrzeug die mit dem
Abflug in Verbindung stehenden Bewegungen beginnen
Anmerkung 2: wird.
Die Angaben über die Funk- und Navigationsausrüstung
sind für ATC-Zwecke (Freigaben, Streckenführungen)
wesentlich. FELD 15: FLUGSTRECKE
Einzusetzen ist
Surveillance-Ausrüstung die erste Reisegeschwindigkeit (siehe a) und die erste
Einzusetzen ist Reiseflughöhe (siehe b) - ohne Zwischenraum dazwi-schen,
ein oder zwei der folgenden Buchstaben, um die verfügbare, dann dem Pfeil folgend die Flugstreckenbeschreibung
betriebsbereite Ausrüstung zu bezeichnen: (siehe c) - entsprechend den Vorschriften ICAO Doc. 4444
und CFMU-Handbuch, Teil IFPS.
Surveillance (Überwachungs)-Ausrüstung a) Reisegeschwindigkeit (höchstens 5 Zeichen)
N keine vorhanden Einzusetzen ist
A Transponder - Modus A (4 Ziffern - 4096 Kodes) für den ersten Streckenabschnitt oder für die gesamte
C Transponder - Modus A (4 Ziffern - 4096 Kodes) und Flugstrecke die wahre Eigengeschwindigkeit (TAS) in
Modus C
X Transponder - Modus S ohne Übermittlung der Luft- Knoten, ausgedrückt durch N gefolgt von 4 Ziffern, z.B.
fahrzeugidentifizierung und ohne Druck- N0485
höhenübermittlung oder
P Transponder - Modus S mit Druckhöhenübermitt-lung, sofern von der jeweils zuständigen ATS-Behörde vor-
aber ohne Übermittlung der Luftfahr- geschrieben
zeugidentifizierung Stundenkilometer, ausgedrückt durch K gefolgt von 4
I Transponder - Modus S mit Übermittlung der Luftfahr- Ziffern, z.B. K0830
zeugidentifizierung, aber ohne Druckhö- oder
henübermittlung Mach Zahl in Hundertstel (nächstes Hundertstel)
S Transponder - Modus S mit Druckhöhenübermitt-lung ausgedrückt durch M gefolgt von 3 Ziffern, z.B. M082.
und Übermittlung der Luftfahrzeugiden- b) Reiseflughöhe (höchstens 5 Zeichen)
tifizierung Einzusetzen ist
z.B. S/A, SCH/C die geplante Reiseflughöhe für den ersten Strecken-
Anmerkung: abschnitt oder für die gesamte Flugstrecke als:
Innerhalb der FIR WIEN haben IFR-Flüge und Flugfläche (1013,2 HPA), ausgedrückt durch F,
Überland-Nachtsichtflüge einen betriebsbereiten SSR- gefolgt von 3 Ziffern, z.B. F085, F330
Transponder mitzuführen, der zu gewährleisten hat, daß Innerhalb Österreichs ist nur dann eine Änderung in
Abfragen nach Modus A in 4096 Kodes und Abfragen der Reiseflughöhe einzutragen, wenn dies unbedingt
nach Modus C in Verbindung mit einer automatischen erforderlich ist - in diesem Fall ist im Feld 18 zusätz-
Datenhöhenübermittlung beantwortet werden können. lich jener Meldepunkt einzutragen, ab welchem die
ADS (Automatic Dependent Surveillance)-Ausrüstung
Reiseflughöhe geändert werden soll, z.B. STS/LNZ
RFL170.
D ADS-Tauglichkeit oder
z.B. SCHJ/CD, SAFJ/SD Flughöhe (Altitude) in Hundert-Fuß-Einheiten,
ausgedrückt durch A, gefolgt von 3 Ziffern, z.B.
A045, A100
FELD 13: ABFLUGPLATZ UND ZEIT oder
(8 Zeichen) sofern von der jeweils zuständigen ATS-Behörde
Einzusetzen ist vorgeschrieben
die 4-buchstabige ICAO-Ortskennung des Abflugplatzes Flugfläche in Meter (Standard Meter)
oder (1013,2 HPA) in Zehn-Meter-Einheiten, ausgedrückt
wenn dem Abflugplatz keine ICAO-Ortskennung zugeordnet durch S, gefolgt von 4 Ziffern, z.B. S1130, S0990
wurde ZZZZ; oder
In diesem Fall ist in FELD 18 unter Voransetzung der Flughöhe (Altitude) in Zehn-Meter-Einheiten,
Abkürzung DEP/ der Name des Abflugplatzes einzusetzen ausgedrückt durch M, gefolgt von 4 Ziffern, z.B.
oder M0840
wenn der Flugplan von einem Luftfahrzeug im Fluge aufge- oder
liefert wurde AFIL; in diesem Fall ist in FELD 18 unter bei unkontrollierten VFR-Flügen durch die Buch-
Voransetzung der Abkürzung DEP/ die 4-buchstabige staben VFR.
ICAO-Ortskennung jener ATS-Stelle einzusetzen, von
welcher der Ergänzungsflugplan angefordert werden kann. c) Flugstreckenbeschreibung (einschließlich Ände-
rung der Geschwindigkeit, der Flughöhe und/ oder
Diesen Angaben folgt, ohne Zwischenraum der Flugregeln)
- bei einem Flugplan, der vor dem Abflug eingereicht
wurde, die voraussichtliche Abblockzeit Flüge auf ATS-Strecken
oder
- bei einem Flugplan, der im Fluge aufgeliefert (AFIL) Einzusetzen ist (ICAO Bestimmung)
wurde, die tatsächliche oder voraussichtliche Überflug- wenn der Abflugplatz auf der ATS-Strecke liegt bzw.
zeit über jenem Punkt der Flugstrecke, von dem der mit dieser verbunden ist, die Bezeichnung der ersten

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ATS-Strecke bestimmten Fällen, den intern festgelegten Vorschrif-ten


oder entsprechend, eingesetzt werden.
wenn der Abflugplatz nicht auf der ATS-Strecke liegt
bzw. mit dieser verbunden ist, die Buchstaben DCT Für die Flugstreckenbeschreibung sind nur nachfolgend
(siehe Anmerkung) gefolgt von dem Punkt, ab dem auf angeführte Eintragungen (1) bis (5) zu verwenden und die
der ersten ATS-Strecke geflogen wird, gefolgt von der einzelnen Eintragungen durch Zwischenräume zu trennen:
Bezeichnung der ATS-Strecke
und 1) ATS-Strecke (2 bis 7 Zeichen)
in chronologischer Reihenfolge alle weiteren ATS-
Strecken. Die für die Strecke oder Teil der Strecke festgelegten
Außerdem ist einzusetzen Kurzbezeichnungen einschließlich, wo zweckmäßig, der
jeder Punkt, bei dem entweder eine Änderung der Kurzbezeichnung der Standard-Instrumenten-An- bzw -
Geschwindigkeit, der Flughöhe, der ATS-Strecke Abflugstrecke,
und/oder der Flugregeln geplant ist, z.B. BCN1, B1, R14, UB10, KODAP2A, A15W

gefolgt - nach jeder Änderung - von der Bezeichnung 2) Markierungspunkte (2 bis 11 Zeichen)
des nächstfolgenden oder des Streckenabschnittes, auch
wenn der Flug auf der ATS-Strecke fortgesetzt wird Die für den Punkt (Funknavigationsanlage) festgelegte
Bezeichnung (Kennung) (2 bis 5 Zeichen) z.B. LN, INN,
Anmerkung: HADDY
Wenn ein Übergang von einer unteren zu einer oberen oder
ATS-Strecke, die die gleiche Richtung haben, geplant wenn keine Bezeichnung (Kennung) festgelegt wurde
ist, ist die Angabe des Übergangspunktes nicht
erforderlich. in vollen Graden (7 Zeichen)
2 Ziffern für die geographische Breite in Graden, gefolgt
oder von N (Nord) oder S (Süd);
gefolgt von den Buchstaben DCT (siehe Anmerkung), 3 Ziffern für die geographische Länge in Graden, gefolgt
wenn der nächste Punkt, zu dem geflogen wird, au- von E (Ost) oder W (West).
ßerhalb einer festgelegten ATS-Strecke liegt, es sei denn, Zur Vervollständigung der Datengruppe sind ge-gebe-
beide Punkte werden durch geographische Koordinaten nenfalls jeweils die ersten Stellen mit Nullen aufzufüllen,
definiert. z.B. 46N078W, 08N005W
Flüge außerhalb festgelegter ATS-Strecken in Graden und Minuten (11 Zeichen)
4 Ziffern für die geographische Breite in Graden und
Einzusetzen sind Minuten, gefolgt von N (Nord) oder S (Süd);
Punkte, die normalerweise nicht mehr als 30 Minuten 5 Ziffern für die geographische Länge in Graden und
Flugzeit oder 370 KM (200 NM) voneinander entfernt Minuten, gefolgt von E (Ost) oder W (West).
liegen, einschließlich jener Punkte, ab denen eine Änderung Zur Vervollständigung der Datengruppe sind ge-gebe-
der Geschwindigkeit, der Flughöhe, des Kurses oder der nenfalls jeweils die ersten Stellen mit Nullen aufzufüllen,
Flugregeln geplant ist. z.B. 4620N07805W, 0820N00531W
mittels Angabe der Richtung und Entfernung von
Wenn von der (den) zuständigen ATS-Behörde(n) vor- einer Funknavigationshilfe (8 oder 9 Zeichen)
geschrieben, so ist bei Flügen, die vorwiegend in Ost/West- Die Kennung der Funknavigationshilfe (normaler-weise
Richtung und zwischen 70EN und 70ES operie-ren, die VOR) (2 oder 3 Buchstaben), dann die miß-weisende
Flugstrecke durch Punkte in geographischen Koordinaten in Peilung von der Funknavigationshilfe (3 Ziffern) und die
ganzen oder halben Breitengraden und jeweils im Abstand Entfernung in NM von der Funk-navigationshilfe (3
von 10 Längengraden anzugeben. Ziffern), wobei zur Vervollstän-digung der Datengruppe
gegebenenfalls jeweils die ersten Stellen der Ziffern-
Außerhalb der vorgenannten Breiten, ist die Flugstrecke gruppe mit Nullen aufzu-füllen sind,
durch Punkte in geographischen Koordinaten in ganzen
Breitengraden und jeweils im Abstand von 20 Längengraden z.B. DUB180040 = VOR DUB 180E MAG, 40 NM
anzugeben. Entfernung.

Der Abstand zwischen den angegebenen Punkten soll eine 3) Änderung der Geschwindigkeit oder Flughöhe
Stunde Flugzeit nicht übersteigen. Falls erforderlich, sind (höchstens 21 Zeichen)
zusätzliche Punkte festzulegen.
Der Punkt, bei dem eine Änderung der Geschwin-digkeit
Für Flüge, die vorwiegend in Nord/Süd-Richtung operieren, (TAS 5 % bzw. 0,01 Mach oder mehr) oder eine Ände-
ist die Flugstrecke durch Punkte in geographischen Koordi- rung der Flughöhe geplant ist - ausgedrückt gemäß Punkt
naten in ganzen Längengraden und jeweils im Abstand von (2) -, gefolgt von einem Schrägstrich und der Reise-
5 Breitengraden anzugeben. geschwindigkeit und Reiseflughöhe - ausgedrückt gemäß
Punkt (a) und (b) - ohne Zwischenraum, auch dann, wenn
Einzusetzen sind die Änderung nur einer dieser beiden Angaben geplant
die Buchstaben DCT (siehe Anmerkung) zwischen aufein- ist.
ander folgenden Punkten, es sei denn, beide Punkte werden
entweder durch geographische Koordinaten oder Richtung Beispiel: LN/N0284A045
und Entfernung zu einer Funknavigationsanlage definiert. MAY/N0305F180
HADDY/N0420F330
Anmerkung zu DCT: 4602N07805W/N0500F350
Für jene Teile der Flugstrecke, die innerhalb der FIR 46N078W/M082F330
WIEN liegen, dürfen die Buchstaben DCT nur in DUB180040/N0350M084

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4) Flugregelwechsel (höchstens 3 Zeichen) C/52N050W/M220F580F620


Anmerkung 1:
Der Punkt, bei dem der Flugregelwechsel geplant ist - Flugpläne für Flüge innerhalb der FIR WIEN, die
ausgedrückt gemäß Punkt 2) bzw. - bei gleichzeitiger auf einem anderen als dem Abflug- oder Zielflug-
Bekanntgabe oder Änderung der Geschwindigkeit und platz “air work” (Übungsflüge etc.) durchzuführen
Reiseflughöhe - ausgedrückt gemäß Punkt 3), gefolgt von beabsichtigen, sind, um den Erfordernissen der
einem Zwischenraum und einer der folgenden Buch- automatischen Flugplandatenauswertung zu ent-
stabengruppen: sprechen, in Teilstücke gegliedert einzureichen.
VFR wenn von IFR zu VFR Das folgende Beispiel dient der Erläuterung.
IFR wenn von VFR zu IFR Detaillierte Informationen werden bei Flugplan-
z.B. SBG VFR abgabe im Rahmen der Flugberatung gegeben.
SBG/N0280F050 IFR
Beispiel: Flug von LOAV mit “air work” in Linz. Es
Anmerkung 1: wird ohne Unterbrechung zum Abflugplatz
Für jene Teile der Flugstrecke, die innerhalb der retour geflogen. Dieser Flugplan ist in 2
FIR WIEN liegen, dürfen im FELD 15 nur ATS- Flugpläne aufzuteilen. In FELD 18 ist unter
Strecken, vordefinierte Streckenführungen und in “STS” die wesentliche Information, daß ein
der AIP verlautbarte 3- bzw. 5-buchstabige Melde- Folgeflugplan vorhanden ist, mit der Abkür-
punkte eingesetzt werden. zung “FC” einzutragen. Die nur für Linz
wesentliche Information wird unter “RMK”
angeführt.
Anmerkung 2:
Der Flugregelwechsel innerhalb der FIR WIEN ist 1. Flugplan
im FELD 15 nur nach einem verlautbarten Melde- (FPL-OEDOU-ZG
punkt einzutragen. -PARO/L-S/C
Ist jedoch ein Flugregelwechsel abseits eines -LOAV0900
verlautbarten Meldepunktes geplant, ist im FELD -N0120 VFR VALIK/N0120f080 IFR B6 LNZ
15 der Meldepunkt und im FELD 18 nach STS/ -LOWL0100 LOWS LOAV
Richtung und Entfernung zu diesem Meldepunkt, -STS/VALIK Z FC RMK/2 APCH)
wo der tatsächliche Flugregelwechsel stattfinden 2. Flugplan
wird, anzugeben, z.B. bei einem IFR-Flug (FPL-OEDOU-YG
STS/SBG090020Y, bei einem VFR-Flug -PARO/L-S/C
STS/SBG090020Z. -LOWL1000
Erfolgt der Abflug nach IFR und erfolgt der Flug- -N0120F090 G104 SNU VFR
regelwechsel auf VFR bereits über dem Abflugfix, -LOAV0120 LOWS
ist diesem nach der 3-buchstabigen Bezeichnung -0)
ein D anzufügen, z.B. bei DEP LOWI - RTTD VFR,
bei DEP LOWW - SNUD VFR. Anmerkung 2:
Z-Flüge, die über einem Ablauffix des Zielflug- Nachtsichtflug
platzes (STO, SNU, WGM, BRK, GRZ, LNZ etc.) 1. Bei Nachtsichtflug im Platzbereich
auf IFR übergehen, haben im Feld 15 nach der FELD 15 ist einem VFR-Flug entsprechend
Angabe des Flugregelwechsels keine ATS-Strecken auszufüllen z.B. N0080VFR (sowie dem örtli-
anzugeben. chen Abkommen entsprechende Abkürzungen).
z.B. ....VFR SNU/N0120F050 IFR 2. Bei Nachtsichtüberlandflug
....VFR STO/N0100F070 IFR FELD 15 ist einem IFR-Flug entsprechend
....VFR LNZ/N0100F060 IFR auszufüllen z.B. N0080F095 G4 SBG (als RQ
Für Y-Flüge mit DEP in Österreich und Streichung FL können VFR-Flugflächen verwendet werden
des IFR-Status außerhalb der FIR, muß der “can- z.B. 065).
cellation point” im FELD 18 unter STS/ eingetra-
gen werden.
z.B. ....STS/KPT Y FELD 16: ZIELFLUGPLATZ UND VORAUS-
SICHTLICHE GESAMTFLUGDAUER,
5) Reisesteigflug (höchstens 28 Zeichen) AUSWEICHFLUGPLATZ(-PLÄTZE)
Der Buchstabe C, gefolgt von einem Schrägstrich; Zielflugplatz und voraussichtliche Gesamtflugdauer
dann - ohne Zwischenraum - (8 Zeichen)
der Punkt, ab dem der Beginn des Reisesteigfluges
geplant ist - ausgedrückt gemäß Punkt 2) - gefolgt von Einzusetzen ist
einem Schrägstrich die 4-buchstabige ICAO-Ortskennung des Zielflugplatzes
dann und, ohne Zwischenraum, die voraussichtliche Gesamt-
die Geschwindigkeit, die während des Reisesteig-fluges flugdauer
beibehalten wird - ausgedrückt gemäß Pkt. a) oder
und wenn dem Zielflugplatz keine ICAO-Ortskennung zuge-teilt
die beiden Flughöhen, die während des Reisesteigfluges wurde ZZZZ
besetzt sind - jede Flughöhe ausgedrückt gemäß Punkt b) und
oder ohne Zwischenraum, die voraussichtliche Gesamtflug-dauer;
die Flughöhe, über der der Reisesteigflug geplant ist, der Name des Flugplatzes ist unter Voransetzung der
gefolgt von den Buchstaben PLUS - ohne Zwischenraum Abkürzung DEST/ in FELD 18 einzusetzen.
Beispiel: C/48N050W/M082F290F350
C/48N050W/M082F090PLUS
Anmerkung:

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1) bei einem Flugplan, der im Fluge aufgegeben wurde, ist M - SSR mode Satelliten-Kanal
die voraussichtliche Gesamtflugdauer die voraussicht- z.B. DAT/SH
liche Flugdauer ab dem ersten Punkt der Flugstrecke, für
welche der Flugplan gilt. DOF/ Abflugdatum (in Österreich verpflichtend)
2) Voraussichtliche Gesamtflugdauer ist z.B. 981008 (yymmdd)
bei Instrumentenflügen die voraussichtlich benötigte
Flugzeit vom Start bis zur Ankunft über dem Ablauf- RIF/ Einzelheiten über die Flugstrecke zum geänderten
punkt des Instrumentenanflugverfahrens oder falls für Zielflugplatz, gefolgt von der Ortskennung dieses
den Zielflugplatz keine Navigationshilfe vorhanden ist, Flugplatzes. Für die geänderte Flugstrecke ist eine
bis zum Erreichen des Zielflugplatzes, neue Freigabe im Fluge erforderlich.
bei Sichtflügen die voraussichtlich benötigte Flugzeit z.B. RIF/DTA HEC KLAX
vom Start bis zum Erreichen des Zielflugplatzes. RIF/ESP G94 CLA APPH
RIF/LEMD
Ausweichflugplatz(-plätze) (4 Zeichen)
Anmerkung:
Einzusetzen ist (sind)
Diese Eintragung ist zu verwenden, wenn
die 4-buchstabige(n) ICAO-Ortskennung(en) von nicht mehr
als 2 Ausweichflugplätzen, getrennt durch einen Zwischen- bereits vor dem Abflug bei einem Instrumenten-
raum flug auf Grund der Höchstflugdauer vorgesehen
oder ist, daß möglicherweise zu einem anderen
wenn dem Ausweichflugplatz keine ICAO-Ortskennung Zielflugplatz (der normalerweise weiter entfernt
zugeteilt wurde ZZZZ liegt) geflogen wird. Durch die Angabe des
neuen Zielflugplatzes und der berichtigten
der Name des/der Flugplatzes(-plätze) ist (sind) unter Streckenführung im Flugplan sowie der Mit-
Voransetzung der Abkürzung ALTN/ in FELD 18 ein- teilung an die zuständigen Flugverkehrskontroll-
zusetzen. stellen wird eine Freigabeänderung erleichtert.

FELD 18: SONSTIGE ANGABEN REG/ Staatszugehörigkeits- und Eintragungszeichen,


wenn dieses mit der in FELD 7 eingetragenen
Einzusetzen ist (sind) Luftfahrzeugkennung nicht übereinstimmt.
0 (Null) wenn für diesen Punkt keine Angaben vorliegen
oder SEL/ SELCAL Kode (falls von der zuständigen ATS-
Angaben, die auf Grund vorheriger Eintragungen oder aus Behörde verlangt).
anderen Gründen erforderlich sind, unter Voransetzung der
jeweils zutreffenden 3-buchstabigen Kurzbezeichnung, OPR/ Name des Luftfahrzeughalters, wenn dieser nicht
gefolgt von einem Schrägstrich. aus der in FELD 7 eingetragenen Luftfahrzeugken-
nung hervorgeht.
RFP/Q. Replacement Flight Plan - entsprechen den ver-
lautbarten Vorschriften für Ersatzflugpläne. STS/ Angaben über einen Grund für Sonderbehandlung;
(Siehe AIP Österreich.) es sind ausschließlich folgende Angaben erlaubt:
EET/ Wesentliche Punkte oder FIR Grenzen (ICAO- STS/EMER - für Flüge in einer Notsituation
Ortskennungen) und kumulierte voraussichtliche STS/HUM - für Fluge im humanitären Einsatz
Flugdauer zu diesen Punkten bzw. FIR Grenzen, STS/HOSP - für Flüge mit kranken oder ver-
wenn dies auf Grund regionaler Luftfahrtabkommen letzten Personen, die sofortiger
erforderlich ist oder von der zuständigen ATS- ärztlicher Hilfe bedürfen, ein-
Behörde verlangt wird. schließlich der Flüge, die zur
z.B. EET/CAP0745 XYZ0830 = Flugzeit bis lebenserhaltenden ärztlichen Ver-
“CAP” 7H 45MIN, bis XYZ 8H 30MIN. sorgung von Kranken oder Ver-
EET/EINN0240 = Flugzeit bis FIR-Grenze letzten dringend erforderlich sind.
2H 40MIN Hierunter fallen sowohl Flüge, die
Transplantate, Blutkonserven und
Anmerkung: Medikamente transportieren, als
Für Flüge innerhalb der FIR WIEN ist die auch Flüge, die durchgeführt wer-
Angabe der voraussichtlichen Flugdauer zu den müssen, um am Zielort einen
einem bestimmten Punkt, z.B. bei Flugregel- Patienten, Transplantate, Blut-
wechsel, nicht erforderlich. Auch Überflug- konserven oder Medikamente
zeiten der FIR Grenze Wien werden nicht ver- aufzunehmen
langt. STS/SAR - für Flüge im Such- und Rettungs-
dienst
DAT/ Wesentliche Angaben betreffend Datenkanal- STS/HEAD - für Flüge mit Staatsoberhaupt
tauglichkeit, einer oder mehrere der folgenden STS/STATE - für Regierungsflüge, nach den
Buchstaben ist zu verwenden: S, H, V und M Bestimmungen des BMWV. Das
S - für Satelliten-Kanal sind Flüge, die ausschließlich zur
H - HF-Kanal Beförderung von Staats- und Re-
gierungschefs sowie Ministern
V - VHF-Kanal
und Regierungsmitgliedern in

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amtlicher Mission durchgeführt ALTN/ Name des/der Ausweichflugplatzes(-plätze) für


werden den Zielflugplatz, wenn unter FELD 16 ZZZZ
STS/PROTECTED - für sicherheitsempfindliche eingetragen ist.
Flüge, deren Flugplan nur einem festgelegten
Empfängerkreis, der die Daten unbedingt benötigt, RVR/ Pistensichtweite (Runway Visual Range) in Me-
zugänglich gemacht werden soll. tern. (CFMU-Handbuch)
Anmerkung:
Rückflüge nach Notfalleinsätzen, die die o.a. RALT/ Name des/der Ausweichflugplatzes(-plätze) auf der
Kriterien nicht erfüllen, unterliegen nicht der Strecke.
Vorrangbehandlung.
Die Anforderung für Sonderbehandlung darf CODE/ Flugzeugadresse (ausgedrückt in der Form eines
nicht widerrechtlich, zwecks Umgehung von alphanumerischen Schlüssels von sechs hexa-
Flugverkehrsmaßnahmen, verlangt werden.
dezimal Zeichen), wenn von der zuständigen ATS-
Stelle verlangt.
STS/ NONRNAV
Die Ausrüstung für RNAV ist für IFR-Flüge in z.B.: “F00001" ist die niedrigste Flugzeugadresse
Europa verpflichtend. Ausgenommen sind Staats- enthalten in einem spezifischen Block, welcher von
luftfahrzeuge. Diese haben bei Fehlen von R ergän- der ICAO verwaltet wird.
zend im FELD 18 STS/NONRNAV einzutragen.
RMK/ Angaben in Klartext, die von der zuständigen ATS-
Für Österreich gilt RNAV über FL195. Behörde verlangt oder als notwendig erachtet
werden - allgemeine Informationen gemäß ICAO.
STS/ EXM833
für Flüge, die zwar über keinen 8.33 KHZ band-
fähigen Sender, aber über eine garantierte Aus- Anmerkung:
nahmebewilligung verfügen. Die Verantwortung Für Flüge zu österreichischen Zielflugplätzen sind
liegt beim Flugzeughalter bzw. zuletzt beim Piloten, Angaben, die der Information der Flugverkehrskon-
daß solch ein Flug nur für die Flugstrecke die trolle dienen, anzugeben, z.B. RMK/2 APCH
Ausnahmebewilligung besitzt, aber keine Berechti-
gung hat, in ein "8.33 KHZ Gebiet" ein- bzw. FELD 19: ERGÄNZENDE ANGABEN
durchzufliegen.
RPL-Flüge werden als 8.33 KHZ bandfähige Flüge E/ Höchstflugdauer
angenommen. Sollten RPL-Flüge ohne 8.33 KHZ Es ist mit 4 Ziffern die Höchstflugdauer in Stunden und
bandfähiger Ausstattung fliegen, so ist am Tage des Minuten einzusetzen.
Fluges, nicht früher als 20 Stunden vor EOBT, eine
CHG-Meldung abzusetzen. P/ Personen an Bord
Es ist die Gesamtzahl der Personen an Bord (Passagiere
TYP/ Luftfahrzeugtype(n), gegebenenfalls Anzahl der und Besatzung) einzusetzen, wenn dies von der zustän-
Luftfahrzeuge, wenn unter FELD 9 ZZZZ eingetra- digen ATS-Behörde verlangt wird. Wenn die Gesamt-
gen ist. zahl der Personen zum Zeitpunkt der Flugplaneinrei-
chung nicht bekannt ist, ist TBN (to be notified - noch
PER/ Leistungsdaten des Luftfahrzeuges (falls von der bekanntzugeben) einzusetzen.
zuständigen ATS-Behörde verlangt).
Anmerkung:
COM/ Wichtige Angaben, die sich auf die COM-Aus- Wenn auf den Alarmdienst und den Such- und Rettungs-
rüstung beziehen, wenn dies von der zuständigen dienst nicht verzichtet wird, ist ein vollständiger Flug-
ATS-Behörde verlangt wird, z.B. "COM/ UHF plan abzugeben, d.h. in Österreich ist die Gesamtzahl
only" oder "NO RTF-RATING", wenn in FELD 10 der Personen an Bord einzusetzen;
"X" eingetragen ist. im Fluglinien- und Bedarfsluftverkehr, wo diese An-
gaben aus betrieblichen Gründen nicht immer rechtzeitig
NAV/ Wichtige Angaben, die sich auf die Navigations- bekannt sind, wird toleriert, wenn diese Angaben
ausrüstung beziehen, wenn dies von der zuständi- unterbleiben.
gen ATS-Behörde verlangt wird.
z.B. NAV/INS. NOTAUSRÜSTUNG:

DEP/ Name des Abflugplatzes, wenn in FELD 13 ZZZZ R/ Notfunk


eingetragen ist; oder die 4-buchstabige ICAO- Es ist der entsprechende Buchstabe zu streichen, wenn
Ortskennung jener ATS-Stelle, von der ergänzende keine Ausrüstung vorhanden ist für
Flugplandaten (Ergänzungsflugplan) angefordert UHF Frequenz 243,0 MHZ -U
werden können, wenn in FELD 13 AFIL eingetra- VHF Frequenz 121,5 MHZ -V
gen ist. ELT -E

DEST/ Name des Zielflugplatzes, wenn unter FELD 16 Anmerkung:


ZZZZ eingetragen ist. Für Sichtflüge innerhalb der FIR WIEN ist das Mit-

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führen eines funktionsbereiten Notsenders (ELT) vor- D/ Schlauchboote


geschrieben. Wird kein ELT mitgeführt, ist unter FELD 18 Buchstabe D und C sind zu streichen, wenn keine
RMK/NO ELT einzutragen. Schlauchboote vorhanden sind, ansonsten ist unter D die
Anzahl und das Fassungsvermögen an Personen aller
S/ Notausrüstung mitgeführten Schlauchboote einzusetzen.
Wenn keine Notausrüstung vorhanden ist, sind alle Falls die mitgeführten Schlauchboote nicht abgedeckt
Angaben zu streichen. Ansonsten ist der entsprechende sind, ist C zu streichen, ansonsten ist die Farbe der
Buchstabe zu streichen, wenn keine Ausrüstung vorhan- Abdeckung einzusetzen.
den ist für
Arktis - P Meer - M A/ Luftfahrzeugfarbe und Markierungen
Wüste - D Dschungel - J Einzutragen sind die Farbe und besondere Markierun-
gen.
J/ Schwimmwesten
Wenn keine Schwimmwesten vorhanden sind, sind alle N/ Bemerkungen
Angaben zu streichen. Der Buchstabe N ist zu streichen, wenn keine Be-
Ansonsten ist zu streichen merkungen erforderlich sind. Zusätzliche Notaus-
L - Schwimmwesten ohne Lichter rüstung oder Bemerkungen zur vorhandenen Not-
F - Schwimmwesten ohne Fluor. ausrüstung sind einzutragen.
Wenn bei den Schwimmwesten kein Notfunk vorhanden
C/ Pilot
ist, ist U bzw. V bzw. beides zu streichen (wie Punkt R/
Name des verantwortlichen Piloten.
Notfunk)
U bzw. V - Schwimmwesten ohne Notfunk
Eingereicht von
(entsprechend R/).
Der Name der Dienststelle, Firma oder der Person, die den
Flugplan eingereicht hat, ist einzutragen.

Der Flugplan gilt als entgegengenommen, wenn bei persönli-


cher Flugplanabgabe der Flugplan vom Einrei-chenden
(Piloten oder Vertreter) und vom entgegen-nehmenden
Bediensteten der ARO unterschrieben ist. Bei Flugplan-
einreichung auf anderem Wege (Telefon, Telefax, Funk),
wird dies vom entgegennehmenden Bediensteten entspre-
chend vermerkt.

Zusätzliche Angaben, sofern erforderlich

Erreichbarkeit bis EOBT - Tel/Fax

Um eine Flugberatung bzw. SLOT-Meldung dem Piloten


oder dessen Vertreter übermitteln zu können, der seinen
Flugplan über Telefax eingereicht hat, ist das Feld vor der
Flugplanübermittlung vom Piloten auszufüllen.

Bitte um Beratung via Fax

Wenn der Pilot das erste Feld angekreuzt hat, bekommt er


von der AIS/ARO-Stelle eine Beratung, die alle NOTAM
enthält, die nicht älter als 90 Tage sind.

Wenn der Pilot das zweite Feld (+3) angekreuzt hat,


bekommt er von der AIS/ARO-Stelle eine Beratung, in der
sich alle in Kraft befindlichen NOTAM befinden.

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