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Öffentliches Recht – Fragenkatalog

1. Das von dem Menschen Gesetze wird als, von dem lateinischen Verb ponere stammend, als
positives Recht bezeichnet. Die Rechtswissenschaft kennt kein negatives Recht, von dem
eine Abgrenzung erfolgen könnte.
2. Man muss zwischen der Effektivität und der Geltung unterscheiden. Die Rechtsvorschrift ist
sehr wohl in Geltung = sie ist Bestandteil, sofern sie ordnungsgemäß erlassen worden ist, der
Rechtsordnung. Mit Geltung ist die spezifische rechtliche Existenz von Normen gemeint.
Untersucht man, ob eine Norm Geltung hat, so betrachtet man das Sollen. Die
Rechtsvorschrift ist jedoch nicht effektiv, da sich die Rechtsunterworfenen oder Staatsorgane
nicht daranhalten. Untersucht man, ob eine Norm effektiv ist, betrachtet man das Sein. Das
bedeutet, dass die Norm, auch wenn sie nicht effektiv ist, dennoch Geltung hat.
3. Einerseits wird versucht Zuständigkeiten so aufzuteilen, dass nicht ein und dieselbe
Angelegenheit von verschiedenen Normsetzern geregelt werden kann. Ebenso gibt es
spezielle Regeln, die der allgemeinen Regel vorgehen  Lex specialis Regel. Die dritte
Möglichkeit besteht darin, dass aktuelle Regelungen der früher erlassenen Regel vorgehen
 lex posterior Regel.
4. Rechtsgeschichte: Die Rechtsgeschichte befasst sich einerseits mit Rechtsordnungen, die
nicht mehr in Geltung sind, andererseits wird die Entwicklung bestimmter Rechtsgebiete
untersucht. Dabei untersucht sie zum Beispiel: welche historischen Fakten haben zu dem
recht geführt, dass wir heute haben.
Rechtsvergleichung: untersucht und vergleicht Regelungen in verschiedenen Rechtlichen
Systemen und Rechtsordnungen und versucht aus diesem Vergleich neue Erkenntnis zu
gewinnen.
Rechtspolitik: erarbeitet Vorschläge zur Verbesserung des positiven Rechts
5. Die Rechtsvergleichung untersucht und vergleicht Regelungen in verschiedenen rechtlichen
Systemen und Rechtsordnungen und versucht aus diesem Vergleich neue Erkenntnis zu
gewinnen. Die allgemeinen Rechtsgrundsätze wurden durch den Rechtsvergleich gewonnen
 Vergleich verschiedener staatlicher Rechtsordnungen
6. Ziel der Rechtsdogmatik ist es den Inhalt des geltenden positiven Rechts systematisch zu
erfassen und darzustellen. Dabei bedient sie sich der Auslegung und Interpretation.
7. Der Schadenersatz dient dem Schutz von privatem Interesse; die Interessenstheorie indiziert
damit den Rechtsbereich Privat Recht. Es herrscht Gleichordnung, daher indiziert auch die
Subjektionstheorie auf das Privat Recht. Es tritt auch kein Beteiligter mit Hoheitsgewalt auf,
daher indiziert auch die Subjektstheorie das Privatrecht.
8. Die Subjektionstheorie behauptet, dass im öffentlichen Recht juristische
Herrschaftsverhältnisse (Über und Unterordnung) herrschen während es im Privatrecht
Gleichordnung (=beide Vertragspartner sind gleichberechtigt) gibt.
9. Bei der Nationalratswahlordnung handelt es sich um Verfassungsrecht im materiellen Sinn,
da der Inhalt regelt, wer zur Rechtssetzung im Staat ermächtigt ist. Es handelt sich hier um
ein einfaches Bundesgesetz und nicht um Verfassungsrecht im formellen Sinne (= Form, wie
es erlassen wurde) und um kein Verfassungsgesetz
10. Ja hier handelt es sich um Verfassungsrecht im materiellen Sinne, da das
Volksabstimmungsgesetz den Inhalt, die Regelung und die Machtverteilung in einem Staat
zum Inhalt hat  spielt im Gesetzgebungsverfahren eine wichtige Rolle Das
Volksabstimmungsgesetz wurde in Form eines einfachen Bundesgesetz erlassen und ist
daher kein Verfassungsrecht im formellen Sinn.
11. Da unsere Verfassung kein Inkorporationsgebot kennt, also die Verpflichtung alle
Verfassungsbestimmungen in einer Urkunde zu normieren. Daher findet sich in zahlreichen
Bundesgesetzen Verfassungsbestimmungen. Für Verfassungsbestimmungen muss
mindestens 1/2 aller Nationalratsabgeordneten anwesend sein (=Präsenzquorum) und die
2/3 (Konsensquorum) muss dafür sind. Verfassungsbestimmungen müssen ausdrücklich als
solche gekennzeichnet werden
12. Grundfreiheiten sind im Primärrecht der EU verankertes supranationales Recht und dienen
der Verwirklichung eines Binnenmarktes.
Grundprinzipien sind Staatsideen, die der Verfassung zugrunde liegen. Verfassungsrechtlich
bedeutend ist, dass sie vor Abänderungen verfassungsrechtlich besonders geschützt sind.
Eine Abänderung ist nur durch ein gesamtänderndes Bundesverfassungsgesetz möglich. Es
handelt sich um die höchstrangigen Normen im österreichischen Verfassungsrecht.
Grundrechte sich verfassungsgesetzlich gewährleistete subjektive Rechte
13. Die Bundesregierung übernimmt mit der Erlassung von Bundesgesetzen als oberstes
Verwaltungsorgan des Bundes die Aufgaben der Gesetzgebung. Mit der Aufhebung von
verfassungswidrigen Gesetzen übernimmt sie ebenfalls Kompetenzen des
Verfassungsgerichtshof und besorgt somit als Verwaltungsorgan Aufgaben der Judikative.
Dadurch kommt es zur Verletzung des gewalttrennenden Grundprinzip. Nach dem
Gewalttrennenden Grundprinzip ist die Macht in einem Staat nicht zentrisch, sondern
organisatorisch verteilt und die Staatsfunktion werden auf die Judikative, Exekutive und
Legislative verteilt.
14. Nach dem gewalttrennenden Grundprinzip ist die Macht in einem Staat nicht zentrisch,
sondern organisatorisch verteil, die Staatsfunktion werden auf die Organe: Legislative,
Exekutive und Judikative aufgeteilt. Da die Trennung alleine einen Missbrauch zwar
verringert, aber nicht vollständig verhindern kann, wird die Trennung von einem System der
gegenseitigen Kontrolle und Abhängigkeiten ergänzt. Das bundesstaatliche Grundprinzip
sieht eine Aufteilung der staatlichen Funktion zwischen Land und Bund vor. Es gibt Organe
der Bundes- und Landesverwaltung sowie Landesgesetzgebung und
Bundesgesetzgebungsorgane. Auch hier besteht eine gegenseitige Kontrolle und
Abhängigkeit. Gerichtbarkeit ist überwiegend Bundessache; einzig alleine die
Landesverwaltungsgerichte fallen in den Zuständigkeitsbereich der Länder
15. Zunächst müssten sie einen Eingriff in das republikanische Grundprinzip vornehmen. Dieses
bezieht sich auf die Stellung des Staatsoberhauptes, dessen Macht eingeschränkt wird. Es
setzt vorraus, dass an der Spitze des Staates ein gewähltes Staatsoberhaupt steht, dessen
Amtsperiode beschränkt ist und der für seine Amtsführung verantwortlich ist. Ein
Abänderung des republikanischen Grundprinzips ist nur durch ein gesamtänderndes
Bundesverfassungsgesetz möglich, also es hat nicht nur durch Verfassungsrecht im formellen
Sinne, neben dem Präsenzquorum ½ der Abgeordneten muss anwesend sein auch und dem
Konsenzquorum 2/3 muss dafür sein, zu erfolgen und muss als Verfassungsbestimmung
bezeichnet werden, sondern in einem solchen Fall hat zusätzlich obligatorisch eine
Volksabstimmung stattzufinden.
16. Die begrenzte Amtsperiode ist ein Merkmal des republikanischen Grundprinzips. Eine
Verlängerung stellt einen Eingriff in das Grundprinzip dar, es bedarf auf jeden Fall einer
Teiländerung der Bundesverfassung, dh. Erhöhte Quoren (1/2 der Abgeordneten muss
anwesend sein und 2/3 muss zustimmen) sowie die bezeichnung als
Verfassungsbestimmung. Fraglich ist, ob eine Teiländerung ausreicht. Sollte das nicht der Fall
sein muss eine Gesamtänderung der Verfassung vorgenommen werden. Eine Solche
Änderung erfolgt nicht nur durch Verfassungsrecht im formellen Sinn, sondern es muss
zusätzlich obligatorisch eine Volksabstimmung durchgeführt werden. Da sich die konkrete
Ausgestaltung der Grundprinzipien durch einzelne Regelungen der Verfassung ergibt, kann,
wie bereits gesagt, nicht immer genau gesagt werden, ob eine Teil oder eine
Gesamtänderung der Verfassung erfolgt. Da eine Verlängerung der Amtsperiode jedoch
einen wesentlichen Eingriff in das republikanischen Grundprinzip erfolgt ist eher
anzunehmen, dass durch einen solchen Eingriff eine Gesamtänderung der Verfassung
erfolgt und somit eine Volksabstimmung durchzuführen ist.
17. Danie liegt falsch. Der Grundsatz des unmittelbaren Wahlrechts ist nicht betroffen. Dieser
besagt, dass die Abgeordneten des Nationalrates direkt vom Bundesvolk zu wählen sind.
Hier ist der Grundsatz des persönlichen Wahlrechts betroffen. Dieser besagt, dass jeder
Wähler seine Stimme persönlich abgeben muss und es keine Stellvertrung gibt. Aber es gibt
auch einen Widerspruch zu dem geheimen Wahlrecht, da dadurch eine dritte Person, der
Stellvertreter, Einsicht auf die individuell abgegebene Stimme bekommt.
18. Er hat nur zum Teil Recht. Bei der NRWO handelt es sich um ein einfaches Bundesgesetz: um
Verfassungsrecht im materiellen Sinne, da sie die Organisation im Staat regelt. Sie wurde
jedoch als einfaches Gesetz erlassen und steht somit im Stufenaufbau nach der
derogatorischen Kraft unter dem BVG
19. Ad Gleichberechtigung
Dies würde dem Grundsatz des gleichen Wahlrechts widersprechen, das besagt, dass jede
abgegebene Stimme den gleichen Wert hat.
Ad Stellvertreter
Dies würde sowohl gegen den Grundsatz des persönlichen Wahlrechts sprechen, welches
besagt, dass die Stimmabgabe persönlich zu erfolgen (also durch Max) hat und gegen den
Grundsatz des geheimen Wahlrechts, da ein dritter Einsicht auf die abgegebene Stimme
erhält.
20. Probleme könnten hinsichtlich des persönlichen und geheimen Wahlrechts auftreten.
Bezüglich des geheimen, da der Überbringer ohne großen Aufwand Kenntnis über die
individuell abgegebenen Stimmen erlangen könnte.
Grundsatz der Verhältniswahl, gleichen, unmittelbaren
21. Hier würde der Grundsatz des persönlichen Wahlrechts betroffen sein, der besagt, dass
jeder seine Stimme persönlich abgeben. Aber auch das geheime Wahlrecht wäre betroffen,
da ein Privater Einsicht über die individuelle Stimmenabgabe erlangt.
22. Dies würde den Grundsatz des freien Wahlrechts widersprechen. Dies besagt, dass jeder, frei
von Zwang oder äußeren Einflüssen, seine Entscheidung treffen soll.
23. Dies würde dem Grundsatz des geheimen Wahlrechts widersprechen, da dritte Einsicht auf
die individuell abgegebene Stimme erlangen.
24. Albert ist als Abgeordneter zum Nationalrat Träger des freien Mandats. Dies besagt, dass er
bei der Ausübung seines Berufs an keinen Auftrag gebunden ist. Der Klubzwang hat somit
keine rechtliche Grundlage und er kann frei entscheiden.
25. Es handelt sich hier um keine Weisung. Eine Weisung ist eine Verwaltungsinterne
Anordnung, die von einem übergeordneten Organ an ein untergeordnetes Organ erlassen
wird. Weder der Klubobmann noch die Abgeordneten sind Verwaltungsorgane, daher
handelt es sich um keine Weisung. Sie sind Träger des freien Mandats und somit bei der
Ausübung ihres Berufes an keinen Auftrag gebunden. Sie müssen seine Anordnungen nicht
befolgen, sondern können nach eigenen Willen frei entscheiden.
26. Die berufliche Immunität bedeutet, dass die Mitglieder der besagten Instanzen für
Abstimmungen rechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Auch können sie
für Äußerungen in ihrem Beruf nur durch das gesetzgebende Organ zu Verantwortung
gezogen werden. Die außerberufliche Immunität besagt, dass eine Hausdurchsuchung oder
eine Verhaftung nur mit der Zustimmung des gesetzgebenden Organs erfolgen darf, es sei
denn der Abgeordnete wird auf frischer Tat betreten. Auch sonstige behördlichen
Verfolgungen bedürfen der Genehmigung des gesetzgebenden Organs, es sei denn, die
Handlung, die verfolgt wird, steht offensichtlich in keinem Zusammenhang mit seiner
politischen Tätigkeit steht
27. Christian kann für seine Äußerung nur von dem gesetzgebenden Organ (=Nationalrat zur
Verantwortung gezogen werden  beruflichen Immunität.
Aufgrund der außerberuflichen Immunität, Äußerung findet außerhalb des Parlaments statt,
bedarf eine behördliche Verfolgung der Genehmigung des gesetzgebenden Organ (=der
Nationalrat)
28. Regierungsvorlage
29. Mitglieder des Nationalrates, der Bundesrat und die wahlberechtigten selbst
(Volksbegehren)
Europäische Kommission
30. Der vom Plenum gefasste Gesetzesbeschluss wird an den Bundesrat übermittelt. Dieser hat
die Möglichkeit Einspruch zu erheben (suspensives Veto). In einigen Fällen hat er jedoch kein
Mitsprache Recht und in einigen Fällen benötigt es die Zustimmung, z.b Abänderung von
Verfassungsbestimmungen die den Rat betreffen, des Bundesrates. Ebenso kann er einen
Gesetzesantrag stellen.
31. Er wird deshalb als Länderkammer bezeichnet, da jedes Land eine bestimmte Anzahl von
Mitgliedern entsendet, die vom jeweiligen Landtag gewählt werden.
32. Hier sollen die Länderkompetenzen auf den Bund übergehen wodurch es zu einer
Einschränkung der Länder in Gesetzgebund und Vollziehung kommt, daher bedarf es der
Zustimmung des Bundesrates. Daher kann der Nationalrat keinen Beharrungsbeschluss
fassen, da das Gesetzgebungsverfahren nicht fortgesetzt werden darf.
33. Durch eine Gesetzesinitiative
Die Abschaffung des Bundesrates ist nur durch Verfassungsrecht im formellen Sinn möglich,
es stellt einen gravierenden Eingriff in das bundesstaatliche Grundprinzip dar (betrifft
Verfassungsbestimmungen die den Bundesrat betreffen) und muss daher durch ein
gesamtänderndes Bundesverfassungsgesetz erfolgen. Daher müssen mindestens die Hälfte
der Abgeordneten anwesend sein (Präsenzquorum) und 2/3 der Abgeordneten müssen
zustimmen (Konsenzquorum). Das Verfassungsgesetz ist ausdrücklich als dieses zu
kennzeichnen.
Das Gesetzgebungsverfahren dürfte nicht fortgesetzt werden und es kann auch kein
Beharrungsentschluss gefasst werden, da es der Zustimmung des Bundesrates bedarf  es
betrifft Angelegenheiten des Bundesrats.
Sollte der Bundesrat zustimmen ist als nächster Schritt eine Volksabstimmung
durchzuführen, da es sich hier um ein gesamtänderndes Bundesverfassungsgesetz handelt.
Die absolute Mehrheit muss den Gesetzesbeschluss zustimmen, damit aus dem Beschluss
ein Gesetz werden. Geht die Abstimmung positiv aus so muss der Beschluss dem Kanzler und
dem Präsidenten zur Beurkundung vorzulegen. Der Bundespräsident hat mit seiner Urkunde
das verfassungsgemäße Zustandekommen zu beurkunden. Die Unterschrift des
Bundespräsidenten ist durch die Unterschrift des Kanzlers gegenzuzeichnen. Danach hat der
Kanzler für die Kundmachung des Beschlusses im Bundesgesetzblatt zu sorgen
Die Regelungen der Landesverfassung dürfen nicht den Regelungen der Bundesverfassung
widersprechen. Sollte keine bundesverfassungsgesetzlichen Regelungen bestehen, kann die
Landesverfassung die Angelegenheit frei regeln (relative Verfassungsautonomie). Da das
BVG nichts anderes kundtut kann das Land frei entscheiden
33. Es tritt am 23.10.2019 in Kraft
34. Es wird eine Legisvakanz angewendet

35.
Das Gesetz wird rückwirkend angewendet, also Sachverhalte erfasst, die sich bereits vor
seiner Kundmachung ereignet haben. Jedoch herrscht hier eine große Problematik da die
Vorhersehbarkeit von Rechtsfolgen nicht gegeben ist. Daher normiert Abs 7 EMRK, dass
niemand aufgrund einer Handlung oder Unterlassen, die zur Zeit ihrer Begehung sowohl
nach nationalen als auch internationalen Recht nicht strafbar war.

34.
Es werden Rückwirkungsverbote normiert: eine Person darf nur verhaftet werden, wenn die
Begehung oder das Unterlassen nach nationalen oder internationalen Recht strafbar
gewesen ist. Ebenso darf keine höhere Strafe, als die zum Zeitpunkt der Begehung der
strafbaren Handlung angedrohte Strafe. Ebenso wird ein analogienverbot im Strafrecht
normiert, damit keine neuen tatbestände geschaffen werden können

35.
Rückwirkende Gesetze, sofern sie gütligt zustande gekommen sind, haben Geltungsanspruch
und sind somit grundsätzlich möglich. Sie müssen aber dem Gleichheitsgrundsatz, der
sowohl in der B-VG als auch im Stgg normiert ist, entsprechen. Ebenso muss Artikel 7 der
EMRK beachtet werden. Der für Strafgesetze ein Rückwirkungsverbot gebietet. NULLA
POENA SINE LEGE. Daher darf niemand für eine Handlung besraft werden, die zum
Zeitpunkt seiner Begehung nach nationalen und internationalen Recht nicht strafbar
gewesen ist.

36.
Sowohl bei dem Bundespräsidenten als auch bei dem Minister handelt es sich um oberste
Organe. Diese sind weisungsungebunden und zwischen ihnen besteht auch keine bestimmte
Rangfolge. Somit kann der Präsident dem Minister auch keine Weisung erteilen. Der
Bundespräsident kann zudem den Minister nur auf Vorschlag des Kanzlers entlassen

37.
Ja, der Nationalrat hat die Möglichkeit dem Bundesminister das Vertrauen zu entziehen
(Misstrauensvotum). In einem solchen Fall hat der Bundespräsident den Amtsverlust des
Ministers auszusprechen.

38.
Nein es geht nicht so einfach. Der Minister kann nur auf Vorschlag des Bundekanzlers
entlassen werden. Ein neuer Minister kann ebenfalls nur auf Vorschlag des Kanzlers
bestimmt werden und durch den Bundespräsidenten ernannt werden. Eine
Austauschmöglichkeit durch die Partei besteht demzufolge nicht.

38.
Nein, so einfach geht das nicht. Einzelne Bundesminister kann nur der Bundespräsident auf
Vorschlag des Bundeskanzlers entheben. Den neuen Minister kann ebenfalls nur der
Bundespräsident auf Vorschlag des Kanzlers ernennen. Die Partei kann hier nicht einfach
selbst eingreifen.

39.
Der Bundespräsident ist politisch verantwortlich. Das bedeutet, dass er vor Ablauf seiner
Funktionsperiode durch eine Volksabstimmung abgesetzt werden kann. Eine
Volksabstimmung ist durchzuführen, wenn es die Bundesversammlung beschließt.

Der Bundespräsident ist rechtlich verantwortlich. Er kann beim Verfassungsgerichtshof


wegen schuldhafter Rechtsverletzung durch Ausführung seiner Amtstätigkeit angezeigt
werden. Verurteilt ihn der Verfassungsgerichtshof, so hat er seinen Amtsverlust
auszusprechen. Die Anklage erfolgt durch einen Beschluss der Bundesversammlung.

40.
Die Bundesversammlung ist ein Organ und setzt sich aus dem Bundesrat und dem
Nationalrat zusammen. Eine Volksabstimmung ist dann durchzuführen, wenn es die
Bundesversammlung beschließt. Zweck dieser ist es, den Bundespräsidenten vor Ablauf
seiner Funktionsperiode abzusetzen. Eine Anklage des Präsidenten wegen erfolgter
schuldhafter Rechtsverletzung durch seine Amtstätigkeit, erfolgt durch einen Beschluss der
Versammlung.

41.
Oberstes Organ der Landesverwaltung ist die Landesregierung. Diese besteht aus dem
Landeshauptmann und den sonstigen Mitgliedern (Landesräte). Die Landesregierung wird
vom Landtag gewählt. Um die Landesregierung wählen zu können müsste Laura eine
Landtagsabgeordnete sein.

42.
Im Bereich der mittelbaren Bundesverwaltung ist der Landeshauptmann, der ein Landes
Organ im organisatorischen Sinn ist, da er einer staatlichen Einheit zugeordnet ist, als
Bundesorgan im funktionellen Sinn tätig, da er Angelegenheiten des Bundes besorgt. Es wird
nur darauf geachtet, ob Aufgaben für eine rechtliche Einheit besorgt werden, daher spricht
man von einem Organ im funktionellen Sinn.

43.
Die Verfassung sieht in zahlreichen Bereichen vor, dass die Vollziehung des Bundes auf
unterer Ebene durch Landesorgane zu erfolgen hat. Dies wird in der Regel durch den
Landeshauptmann und den ihm unterstellten Behörden (Bezirksverwaltungsbehörden –
Magistrate und Bezirkshauptmannschaft) vollzogen. Somit wird der Tiroler
Landeshauptmann, der ein Landesorgan im organisatorischen Sinn ist, da er einer staatlichen
Einheit zugeordnet ist, in dieser Angelegenheit als ein Bundesorgan im funktionellen Sinn
tätig, da er Aufgaben des Bundes zu besorgen hat.. In dieser Angelegenheit unterliegen die
Landesbehörden den Weisungen des Bundes gebunden und unterstehen der Aufsicht des
Bundes. Dieses Phänomen bezeichnet man als die mittelbare Bundesverwaltung

44.
Es handelt sich hier um eine Bundesverwaltung, da der Bund sowohl zur Vollziehung als auch
Gesetzgebung zuständig ist. Auf untergeordneter Ebene erfolgt die Vollziehung des Bundes
durch den Landeshautpmann und den ihm unterstellten Behörden, so auch die
Bezirksverwaltungsbehörde (Mittelbare Bundesverwaltung). Bestünden jedoch eigene
Bundesbehörden, hätte sich Sophie an diese wenden müssen (unmittelbare
Bundesverwaltung). Bei der Behörde handelt es sich um ein landesorgan im
organisatorischen Sinne, sie ist einer staatlichen Behörde zugeordnet, wird als Bundesorgan
im funktionellen sinn tätig, da es Angelegenheiten des Bundes besogt  Es liegt eine
mittelbare Bundesverwaltung vor.

b)
Da das Landesorgan im organisatorischen (die Bezirksverwaltungsbehörde) als Bundesorgan
im funktionellen Sinn tätig wird besteht keine Über und Unterordnung zwischen dieser und
der Landesregierung. Daher kann die Landesregierung der Behörde keine Weisungen
erteilen.

45.
Die Angelegenheiten des Bundes oder der Länder, die auf die Gemeinde übertragen werden
und von ihr zu besorgen sind können entweder in den eigenen Wirkungsbereich der
Gemeinde übertragen werden oder in den übertragenen Wirkungsbereich. Jener Bereich, in
dem die Gemeindeorgane Angelegenheiten des Bundes oder der Länder frei von Weisung
staatlicher Organe besorgen, wird als eigener Wirkungsbereich der Gemeinde definiert.
Dieser umfasst Angelegenheiten, die im ausschließlichen oder überwiegenden Interesse der
in der Gemeinde verkörperten, örtlichen Gemeinschaft gelegen und geeignet sind, durch die
Gemeinschaft innerhalb ihrer örtlichen Grenzen besorgt zu werden. In diesem Bereich
unterliegen die Gemeindeorgane der Aufsicht des Bundes oder Länder.

46.
Er kann seine politischen Vorstellungen nur dann frei von staatlichen Weisungen umsetzen,
wenn diese Angelegenheiten im eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde liegen. In diesem
Bereich untersteht er aber der Aufsicht des Bundes.
Handelt er jedoch im übertragenen Wirkungsbereich der Gemeinde – werden Aufgaben des
Bundes oder des Landes auf ihn übertragen - so ist er an die staatlichen Weisungen
gebunden.

47.
Die Vollziehung darf nur aufgrund von Gesetzen handeln. Staatliches Handeln ist nur dann
erlaubt, wenn es eine einfach gesetzliche Grundlage für das Handeln gibt. Dies dient der
Freiheitssicherung des einzelnen. Die Normierung des Legalitätsprinzips bewirkt eine
Bindung der Vollziehung an die mittelbar demokratisch erlassenen Gesetze. Dadurch soll
gewährleistet werden, dass das staatliche Handeln auf den Willen, der vom Volke gewählten
Repräsentanten beruhen muss.

48.
Das Volk hat an der Rechtsprechung mitzuwirken
- Bei den mit schweren Strafen bedrohten Verbrechen, die das Gesetz zu bezeichnen
hat, sowie bei allen politischen Verbrechen und Vergehen entscheiden
Geschworenen über die Schuld des Angeklagten
- Im Strafverfahren wegen anderer strafbarer Handlungen nehmen Schöffen an der
Rechtsprechung teil, wenn die zu verhängende Strafe ein vom Gesetz zu
bestimmendes Maß überschreitet.
Hier besteht ein Zusammenhang mit dem demokratischen Grundprinzip, welches besagt,
dass Menschen nur an solche Normen gebunden sind, die sie auch selbst erlassen haben.

49.
Dem Rechnungshof obliegt die Kontrolle über das Gebaren, dh. Über das Vermögen insb.
Des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Er hat über seine Tätigkeit und seinen
Prüfungsergebnissen zu berichten.
Die Volksanwaltschaft kann Missstände in der Verwaltung aufgreifen und Empfehlungen
erteilen, wie diese zu beseitigen sind. Er hat über seine Tätigkeit und seine Ergebnisse dem
Nationalrat zu berichten. Ebenso hat sie behauptete oder von ihr befürchtete
Menschenrechtsverletzungen zu prüfen.
Der Staatsanwalt vertritt im gerichtlichen Strafverfahren den Staat als Kläger.

50.
Grundrechte richten sich primär gegen den Staat unabhängig, ob er hoheitlich handelt oder
Rechtsakte setzt, die auch private setzen könne. Das Land handelt hier wie ein Privater und
muss sich somit dennoch an die Grundrechte halten (Fiskalgeltung der Grundrechte)

51.
Dies würde in die Gleichheitsrechte eingreifen. Aus dem Gleichheitsgrundsatz wird
abgeleitet, dass alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich sind. Aus dem Gleichheitssatz
werden aber Maßnahmen erlaubt, welche die faktische Gleichstellung zwischen Mann und
Frau fördern.

52.
Nein hier wirken die Grundrechte nicht. Nehmen Private Rechtsakte vor, wirken die
Grundrechte nicht unmittelbar, da es keine unmittelbare Drittwirkung von Grundrechten
gibt. Wenn Regelungen, die privatrechtliche Rechtsakte regeln, auch nur indirekt Bezug auf
die Grundrechte nehmen können sie für Rechtsakte unter Privaten gelten (mittelbare
Drittwirkung von Grundrechten)

53.
Ein Gesetzesvorbehalt ist eine verfassungsgesetzlich normierte Regelung, die den einfachen
Gesetzgeber dazu ermächtigt, in Grundrechte einzugreifen oder diese auszugestalten.

53.
Die Verfassung normiert bestimmte Rechtsformen für das Handeln von Verwaltungsorganen,
die hoheitlich handeln. Da das in der Verfassung verankerte Rechtsschutzsystem an diese
Rechtsformen anknüpft und gegen diesen Schutz bietet darf hoheitliches
Verwaltungshandeln auch nur in diesen Rechtsformen erfolgen  Geschlossenheit des
Rechtsquellensystems. Mit der Schaffung einer neuen Form des Verwaltungshandeln würde
in die Verfassung eingegriffen werden und es gäbe keine Schutzmechanismen für diese. Hier
wäre das rechtsstaatliche Grundprinzip betroffen
54.
Weisungen
Bescheid
Verordnung
Akt Unmittelbarer verwaltungsbehördlichere Befehls und Zwangsgewalt
Eine Behörde kann auch im Rahmen der Privatwirtschafsverwaltung tätig werden.
+

55.
Bei der Geschwindigkeitsverordnung handelt es sich um eine Durchführungsverordnung. Als
ihn der Polizist anhaltet handelt es sich um einen Akt des unmittelbaren
verwaltungsbehördlichen Befehles und Zwangsgewalt. Bei dem Befehl des Innenminister
handelt es sich um eine Weisung, die von einem vorgesetzte Organ gegen einem
untergeordneten Organ erlassen wird.

56.
Nein, bei der StVO handelt es sich um ein einfaches Bundesgesetz. Eine
Durchführungsverordnung ist eine Verordnung die aufgrund von Gesetzen erlassen werden
– also eine einfachgesetzliche Grundlage brauchen, die durch Verordnung nur noch
konkretisiert werden darf

57.
Ein Feststellungsbescheid stellt das bestehen oder nichtbestehen eines Rechtes bzw.
Rechtsverhältnisses verbindlich fest, ist aber nicht, so wie z.b der Leistungsbescheid, welcher
eine Verpflichtung zu einem bestimmten Tun, Unterassen oder dulden anordnet,
vollstreckbar.

58.
Hierbei handelt es sich um einen Leistungsbescheid, der eine Verpflichtung zu einem
bestimmten tun anordnet. Dieser ist vollstreckbar

59.
Ist eine Weisung generell abstrakt, so kann er auch als Erlass bezeichnet werden. Weisungen
sind Verwaltungsinterne Anordnung, die von einem vorgesetzten Organ einem
untergeordneten Organ gegenüber erlassen werden.

60.
Bei dieser Anordnung handelt es sich um eine generell abstrakte Weisung. Diese wird von
einem vorgesetzten Organ gegenüber nachgeordneten Organen erlassen. Da die Weisung
generell abstrakt ist kann sich auch als Erlass bezeichnet werden.

61.
Ulrike hat keinen Anspruch am Bescheiderlassungsverfahren der Verwaltungsbehörde
teilzuhaben. Das AVG normiert, dass Personen, welche an einer Sache, die in dem Verfahren
entschieden werden soll, aufgrund eines rechtlichen Interesses oder Rechtsanspruches
beteiligt sind, in das Verfahren miteinzubeziehen sind  in dem Verfahren nehmen sie die
Stellung der Partei an. Diese Kriterien werden von Ulrike nicht erfüllt
62.
Nein. Die Schutznormtheorie besagt, dass im Zweifel derjenige ein subjektives Rechet hat, in
dessen Interesse eine Regelung überwiegend überlassen worden ist. Das ist hier jedoch nicht
der Fall, da weder Zweifel besteht, noch die Regelung in dem Interesse von Ulrike erlassen
worden ist

63.
verbindlich
Er ist für die Partei unanfechtbar
Er ist für die Behörde unwiderruflich und unabänderbar
Es kann keine erneute Entscheidung in derselben Sache getroffen werden.

64.
Da Anna nicht innerhalb der festgelegten Rechtsmittelfrist ein Rechtsmittel ergriffen hat ist
der Bescheid rechtskräftig = er ist verbindlich und kann von Anna nicht mehr angefochten
werden, für die Behörde unabänderbar und unwiderruflich und es kann keine erneute
Entscheidung in derselben Sache erfolgen

In einem solchen Fall ist die Behörde Säumig. Anna kann eine Säumnisbeschwerde an das
zuständige Verwaltungsgericht erheben, welches dann entscheidet. Da dieses auch seine
Entscheidungspflicht verletzt hat kann Anna einen Fristsetzungsantrag bei dem
Verwaltungsgerichtshof einbringen.

63.
Es besteht kein Rechtsmittel gegen eine Organstrafvefügung. Diese wird gegenstandslos,
wenn der festgelegte Geldbetrag nicht innerhalb gesetzter Frist eingezahlt wird. Dann
kommt es zu einem Verwaltungsstrafverfahren.

Frei gesprochen werden kann sie nicht, da ein Bescheiderlassungsverfahren mit einer
Straferkentnis (=Bescheid) oder der Einstellung des Verfahrens endet. Sie wird aber nicht
verurteilt.

64.
Sie kann eine Beschwerde bei einem Verwaltungsgericht erheben. Primäre Aufgabe des
Verwaltungsgericht ist über die Beschwerde gegen eine Entscheidung einer
Verwaltungsbehörde zu entscheiden. Das Sachentscheidung des VG wird auch als Erkenntnis
bezeichnet. Es handelt sich hier um eine Bundessache, daher muss sie Beschwerde bei dem
Bundesverwaltungsgericht einbringen. Weil das Bundesdenkmal eine speziell eingerichtete
Behörde unmittelbare Bundesverwaltung

65
Hierbei handelt es sich um eine Beschwerde. Die Nachbarin muss innerhalb von 4 Wochen
eine Beschwerde bei einem Landesverwaltungsgericht einbringen, da es sich um mittelbare
Bundesverwaltung handelt.
Ja, da einem Bescheidbeschwerdeverfahren eine aufschiebende Wirkung zukommt.
Während eines laufenden Verfahren, darf von einem verliehenen Recht noch nicht Gebrauch
gemacht werden und eine Leistungsverpflichtung noch nicht vollstreckt werden.

Sie hat die Möglichkeit gegen das Erkentis des Landesverwaltungsgericht beim
Verwaltungsgerichtshof zu erheben. Dieses hat die Möglichkeit das Erkenntnis des
Landesverwaltungsgericht aufzuheben – Kassationsprinzip. Aber sie hat auch die
Möglichkeit, wegen Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter subjektiver Rechte,
Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof zu erheben. Dieser hat auch die Möglichkeit das
Erkentnis aufzuhebne  Kassationsprinzip

66.
Gegen einen Akt der unmittelbaren verwaltungsbehördlichen Befehls- und Zwangsakt kann
man eine Maßnahmenbeschwerde an das zuständige Verwaltungsgericht erheben. Dies
kann nur prüfen, ob der Akt rechtswidrig war oder nicht.

Gegen ein Erkenntnis eines Verwaltungsgericht kann Revision an das Verwaltungsgerichtshof


erhoben werden. Dieses hat die Möglichkeit die Entscheidung des Verwaltungsgericht
aufzuheben. Ebenso hat er wegen Verletzung von verfassungsgesetzlich gewährleisteter
subjektiver Rechte die Möglichkeit Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof zu erheben

67.
Es handelt sich hier um einen Akt der unmittelbaren verwaltungsbehördlichen Befehls und
Zwangsgewalt. Er kann eine Maßnahmenbeschwerde beim zuständigen Verwaltungsgericht
erhebven

68.
Im gerichtlichen Strafverfahren gilt das Inquisitionsprinzip: Der Kläger (=Staatsanwalt) und
das Urteil aussprechende Organ (Richter) sind getrennt.
Es gilt die Unschuldsvermutung: bis die Schuld einer Angeklagten Person nachgewiesen
worden ist, gilt sie unschuldig. Ebenso wäre der Grundsatz des Parteigehörs angegriffen, da
dem Angeklagten nicht die Möglichkeit eingeräumt wird sich selbst zu verteidigen.

69.
Manuel ist der unmittelbare Täter = er begeht die Straftat
Susanne ist Bestimmungstäterin= Sie stiftet Manuel zu Begehung der strafbaren Tat an
Patrick ist Beitragstäter, da er an der Begehung der strafbaren Handlung mitwirkt = er borgt
Manuel das Messer.

70.
ER handelt vorsätzlich  Josef hält die Verwirklichung des gesetzlichen Tatbildes für
ernstlich möglich und findet sich damit ab

71.
- Die Staatsanwaltschaft kann entweder die Ermittlungen einstellen, weil die
Beweislast nicht ausreicht oder die Handlung nicht strafbar ist.
- Sie kann Anklage erheben
- Bei schweren bis mittelschweren Strafen kann sie mit der beklagten Person zu
Übereinkunft kommen, dass das Verfahren bei Erbringung einer Leistung eingestellt
wird (Diversion). Stimmt die Person zu, so zählt dies nicht als Geständnis, das
Verfahren wird jedoch eingestellt und sie ist nicht angeklagt
72.
Hier entscheidet das Landesgericht als Geschworenengericht (besteht aus 3 Berufsrichter
und einer Geschworenenbank = 8 Laienrichter) auftreten

Hier entscheidet das Landesgericht als Schöffengericht (1-2 Berufsrichter und 2 Laienrichter
=Schöffen)

Hier entscheidet das Bezirksgericht als Einzelrichter

73.
Es handelt sich hier um ein verkürztes Gerichtsverfahren (Mandatsverfahren). Der
Bezirksrichter oder Einzelrichter eines Landesgericht hat die Möglcihkeit aufgrund der
Ermittlungsergebnisse aus dem Ermittlungsverfahren und der Angklage einer Person ohne
Hauptverhandlung ein schriftliche Strafverfügung zu erlassen. Diese darf jedoch max 1 Jahr
Freiheitsstrafe oder Geldstrafe sein. Christina ignoriert die schriftliche Strafverfügung, erhebt
jedoch keinen Einspruch, daher ist sie vorbestraft, da die Straverfügung wie ein Urteil gilt.

74.
Die vorbeugende Maßnahme, ist eine Art der Sanktion, aber keine Strafe  sie knüpft nicht
unmittelbar an der Schuld einer Angeklagten Person an, sondern an dessen besonderer
Gefährlichkeit.

75.
In Österreich gilt das Inquisitionsprinzip: Der berechtigte Ankläger und das Urteil abgebende
Organ sind getrennt. Die Staatsanwaltschaft vertritt im gerichtlichen Strafprozess den Staat
als Ankläger, entscheidet aber nicht – sie kann Detlef nicht zu lebenslanger Haft verurteilen
Wird ein Rechtsmittel zugunsten des Angeklagten erhoben gilt das Verschlechterungsverbot.
Das bedeutet, dass er durch die Entscheidung des Gerichtes nicht schlechter gestellt werden
kann, als wie er ohne Anfechtung des Urteils dagestanden wäre. Somit braucht Detlef keine
Angst haben, es kann nur besser ausgehen für ihn.

76.
Im rechtlichen Sinne spricht man von einem Staat wenn,
- Innerhalb eines bestimmten Gebiet (Staatsgebiet)
- Eine Staatsgewalt
- Auf eine bestimmte Bevölkerung (Staatsvolk)
Ausgeübt wird Auch die völkerrechtliche Anerkennung spielt eine wichtige rolle – sie wirkt
jedoch nicht konstitutiv, sondern deklaratorisch.

77.
Abtrennung wird auch sezession gennant. Das bedeutet, dass sich ein Teil des Staates von
diesem trennt, der alte Staat bleibt bestehen und der abgetrente Teil bildet einen eigenen
Staat
78.
Person kann die Staatsbürgerschaft durch die Abstammung eines Staatsbürger (ius sanguini)
erlangen.
Und die örtliche Beziehung zu einem Staat, hergestellt entweder durch die Geburt oder
einen länger andauernden Aufenthalt innerhalb des Staatsgebiets (ius soli)

79.
Organ, verstanden als rechtliches Bündel an Zuständigkeiten.
Organwalter, ist eine natürliche Person, die eine Organfunktion innehat

79.
Der Bundesminister wird hier in der Form eines Kollegialorgan tätig. Sehen rechtliche
Regelungen vor, dass eine Organfunktion von mehreren natürlichen Personen ausgeübt
wird, spricht man von einem Kollegialorgan

80.
Völkervertragsrecht
Völkergewohnheitsrecht
Allgemeine Rechtgrundsätze

81.
Wenn eine Regelung des Völkerrechts, genau so wie sie normiert worden ist ohne inhaltliche
Änderung in nationales Recht umgewandelt wird spricht man von der generellen
Transformation  die innerstaatlichen Behörden haben diese Regeln anzuwenden und die
Staatsbürger haben sich an diese Regelung zu halten. In Bezug auf die EMRK fand eine
generelle Transformation statt.
Österreich hat aber auch die Möglichkeit seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen durch die
Erlassung von speziell innerstaatlichen Regeln nachkommen. Solche haben nationale
Behörden anzuwenden und Staatsbürger haben sich an diese zu halten.  spezielle
Transformation

82.
Der Europarat ist zwar eine internationale, aber keine supranationale Organisation. Daher
können seine Organe keine Rechtsakte setzen, die die Mitglieder unmittelbar berechtigen
oder verpflcihten (supranationales Recht). Daher bedarf es einen Transformationsakt

83.
Kapitalverkehrsfreiheit
Dienstleistungsfreiheit
Warenverkehrsfreiheit
Personenverkehrsfreiheit (Arbeitnehmerfreizügigkeit, Niederlassungsfreiheit)

84.
Nein, das wäre europarechtlich nicht zulässig, da es gegen das Diskriminierungsverbot
spricht. Das indirekte Diskriminierungsverbot verbietet Regelungen, die zwar nicht direkt auf
die Abstammung einer Person abstellen, aber genau zu solch einer Diskriminierung führen.
Das wäre in dem Sachverhalt der Fall. Solche Regelungen dürfen nur dann normiert werden,
aus Gründen des Allgemeininteresses, angemessen und erforderlich – das ist hier nicht der
Fall

84.
Eu richtlinien verpflichten die Mitgliedstaaten zur Erreichung gemeinsamer Ziele. Die
Umsetzung wird den Mitgliedstaaten jedoch frei überlassen – dies erfolgt meist durch die
Erlassung von nationalen Gesetzen und verordnungen. Aber: wenn für eine EU Richtline eine
zeitliche Frist festgelegt worden ist, diese ungenutzt verstreich und der Inhalt bestimmt
genug ist, dann können sich einzelne gegenüber dem Mitgliedstaat darauf berufen und die
Richtline wird unmittelbar anwendbar. Somit hat Franz Recht.

85.
Damit sich ein einzelner gegenüber dem Mitgliedstaat der EU darauf berufen kann muss
- Eine zeitliche Frist für die Umsetzung festgelegt worden sein,
- Diese ungenutzt verstreichen
- Der Inhalt bestimmt genug sein
In Vertragsverletzungsverfahren entscheidet der EUGH auf Antrag der europäischen
Kommission

86.
Die Rechtssetzung erfolgt durch das Europäische Parlament und dem Rat der europäischen
Union auf Vorschlag der Kommission

87.
In Vorabentscheidungsverfahren entscheidet der europäische Gerichtshof über die
Gültigkeit des Vertages und die Gültigkeit und Auslegung des Sekundärrechts der Eu. Dies
dient der Sicherung der Einheit des Unionsrecht. Das Verwaltungsgericht kann sich, da ihm
sich eine solche Frage aufgetan hat, an den EuGH wenden. Bei dem Verwaltungsgericht
handelt es sich um eine ständig eingerichtet unabhängige Behörde und somit ist das
„Gericht“ vorlageberechtigt.

88.
Das Gericht ist in der Folge hinsichtlich der Frage der Gültigkeit bzw Auslegung des
betreffenden Unionsaktes an das Urteil des EuGH gebunden und kann keine eigen
Entscheidung treffen. Trifft es dennoch eine andere entscheidung kann ein auf Antrag der
europäischen Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen den Mitgliedstaat
eingeleitet werden.

88.
Der Verfassungsgerichtshof hat das anhängige Verfahren zu unterbrechen und die Frage
dem EuGH vorzulegen  stellt einen Vorabentscheidungsantrag an den Europäischen
Gerichtshof  es handelt sich um ein letzinstanzliches Gericht, daher ist es verpflichtet dies
zu tun. Der Verfassungsgerichtshof ist in der Folge hinsichtlich der Gültigkeit bzw. Auslegung
des betreffenden Unionsaktes an das Urteil des europäischen Gerichtshofs gebunden.

89.
Nein, da der Beitritt Österreichs zur EU eine Gesamtveränderung in der Bundesverfassung
bewirkte, daher musste zusätzlich obligatorisch eine Volksabstimmung stattfinden. Der
Grund dafür ist:
- Vielen Rechtsorganen der EU wird weitgehend supranationale Rechtssetzung
zugesprochen. Diese sind jedoch nicht auf die Art und Weise demokratisch
legimitiert, wie es das demokratische Grundprinzip vorschreibt
- Österreich ist zwar im Rat vertrete, stellt aber nur ein Mitglied, das darüber hinaus
nicht auf die Weise demokratisch legimitiert ist, wie es die abgeordneten der
innerstalcihen Gesetzgebungsorgane sind
- Es gibt ebenfalls kein dem Bundesstaatlichen Grundprinzip entsprechende Strukutr
- Gegen verbindliche Unionsakte stehen dem Bürger kein Rechtsschutz durch nationale
Gerichte offen, oder ein vergleichbarer durch Europäische gerichte offen 
einschneidung in das rechtsstaatliche Grundprinzip
90.
Widerspricht innerstaatliches nationales Recht, dem unmittelbar anwendbaren unionsrecht
kommt, es zu keiner Derogation, sondern das inerstaatliche Recht wird zurückgedrängt. Dies
bedeutet, dass es auf solche Sachverhalte keine Anwendung mehr findet, aber auf alle
anderen, nicht europarechtlichen Bezug, ist es ganz normal anzuwenden. Wenn die
unmittelbar anwendbare Unionsregelung aufgehoben wird, ist die nationale Regelung
wieder auf alle Sachverhalte anzuwenden.

91.
Regelungen, die bloß einen Gebotsteil, aber keinen Sanktionsteil haben werden als Lex
imperfecta bezeichnet

92.
In bezug auf die Ort, auf den die Rechtsnorm anwendung findet spricht man vom örtlichen
Anwendungs und Geltungsbereich

93.
Ein Fehler bei der erzeugung einer Norm führt auf abstrakter Sicht zur nichtigkeit der Norm.
Der Verfassungsgerichtshof hat jedoch die möglichkeit ein Fehlerkalkül anzuwenden. Das
sind Regelungen, welche bewirken, dassDas Gesetz ist hier nicht anwendbar, da kein Wille
eines Staatlichen Organs vorliegt. Ein Fehlerkalkül kann vom Verfassungs

Nein das Gesetz ist nicht anwendbar. Ein Fehler bei der Rechtserzegung bewirkt aus abstrakt
theoretischer Sicht, dass die Norm nichtig ist. Der Verfassungsgerichtshof hat dann die
möglichkeit ein Fehlerkalkül zu erlassen. Dies ist eine Regelung die bewirkt, dass ein Fehler
bei der Rechtserzeugung nicht zu nichtigkeit der Regelung führt. Die Regelung hat Geltung
und ist somit anzuwenden. Die Vorraussetzungen dafür sind: dass eine Wille eines
Staatsorganes vorliegt und dieser nach außen hin veröffentlich wurde. Bei Gesetzen ist dies
die Kundmachung im Bundesgesetzblatt. Doch es fehlt beides und somit ist das Gesezt
nichtig.

Im Stufenaufbau nach der rechtlichen Bedingtheit, haben sie keinen Zusammenhang. Dieser
Zusammenhang ergibt sich aus der rein inhaltllichen Betrachtung der Norm und der nach ihr
erzeugten Norm. Hier besteht somit kein Zusammenhang.
Im Stufenbau nach der derogatorischen Kraft steht das Bundesverfassungsgesetz über dem
teiländernden Bundesverfassungsgesetz. In diesem System stellt man auf das Verfahren ab,
also auf welche Arte – nach welchen rechtlichen Vorschriften – erzeugt worden ist. Normen
mit einer höhren derogatorischen Kraft (rechtliche kraft andere Normen aufzuheben oder
abzuändern) stehen über normen mit geringerer derogatorischen Kraft

Bei der Grundnorm handelt es sich um eine Annahme die obersten Normen einer
Rechtsordnung abzuleiten. Sie sind kein Bestandteil des positiven Rechtes und können somit
auch nicht abgeändert werden

Ist die Überlegung, dass ein erzeugungsmäßig niedrigere Rechtsnorm under Bedachtnahme
auf die sie zu bestimmende Vorschrift auszulegen ist. Im Zweifel

Vorraussetzung bei der Verfassungskonformen Interpretation ist, dass eine Über und
Unterordnung zwischen den Normen besteht. Dies ist bei Bundesgesetzen nicht der Fall, sie
sind gleichgestellt und somit kann die Methode nicht angewendet werden.

Bei der Versteinerungstheorie wird die Kompetenztatbestände mit einfachgesetzlichen


Regelungen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kompetenzbestimmung des B-VG
versteinert#

Authentische Interpretation durch den Gesetzgeber

EMRK 7 normiert rückwirende REgelüifüaoskdfüaoijfüi

Die Authentische Interprettation erfolgt durch den Gesetzgeber um eine frühere Regel
besser zu erklären. Der Begriff Interpretation ist irreführen, da es sich um ein neues Gesetz
handelt, welches das alte besser beschreibt.

Ein Analogie ist ein ähnlichkeitsschluss. Eine Rechtsfolge eines geregelten

Franz hat die Dienstbarkeit ersessen. Er ist redlich, da er davon ausgehen kann, dass sich die
bessesene Sache in seinem Eigentum befindet. Und er besitzt echt, da er die diensbarkeit
nec vi nec clam und nec precarium erowrben hat. Es kommt zur uneigentlichen Ersitzung.
Die ersitzungszeit in einem solchen Fall beträgt 30 Jahre. Diese sind abgelaufen
Franz wird bei der Ausübung seiner Dienstbarkeit gehindert. Er unternimmt nichts dagegen.
Die Verjährungsfrist in diesem Fall beträgt 3 Jahre. Dadurch ersitzt Robert
(Freiheitsersitzung) die Dienstbarkeit un

Beide sind beschränkt dingliche Rechte eine Fremde Sache auf eine bestimtte art zu nutzen
oder Einwirkungen des Eigentümers zu untersagen. Bei beiden handelt es sich um
persönlcihe Dienstbarkeiten. Der unterschied bestent darion, dass der

Hypothek:
Title
Eintragung ins grundbuch (Modus )
Aksesorität
Verfügungsbefungis

Gustav erwirbt nicht originär Eigentum, da es zu keiner Vermischung mit anderen


Geldscheinen kommt. Er kann noch erkannt werden. Fritz erwirbt originä Besitz. Bei dem
Geldschein handelt es sich um eine bewegliche Sache. Diese erwirbt er in einem entgeltichen
Rechtsgeschäft. Er ist redlich, da er nicht weiß oder vermuten muss, dass G nicht Eigent