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Privat Recht

108.
Als objektives Recht versteht man die für die Rechtsgemeinschaft verbindliche Ordnung des
menschlichen Zusammenlebens, die aus Rechtsnormen besteht, unter der Anforderung der
Gerechtigkeit steht und allenfalls mit staatlichem Zwang durchgesetzt werden kann.
Objektives Recht ist die Rechtsordnung selbst
Subjektives Recht ist die konkrete Befugnis des Einzelnen Normen des objektiven Rechts
durch Anrufung staatlicher Organe umzusetzen.
109. Die Unterscheidung zwischen Öffentlichen und Privat Recht erfolgt aus Gründen der
verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung, Behördenzuständigkeiten und
Amtshaftungsrecht.
110.
Materielles Recht:
Materielles Recht sind Rechtsnormen, die eine inhaltliche Ordnung für das menschliche
Zusammenleben treffen.
Formelles Recht ist die Summe der Normen, welche das Verfahren der Rechtsdurchsetzung
vor staatlichen Behörden regeln
111.
Rechtssubjekte können ihre rechtliche Beziehung zueinander nach eigenen Vorstellungen
und Willen frei gestalten. Diese Gestaltungsfreiheit wird als Privatautonomie bezeichnet.
Privatautonomie hat verschiedene Erscheinungsformen. Das Privatrecht stellt die für die
Privatautonome Rechtsgestaltung erforderlichen Institute zur Verfügung
112.
Ius cogens bedeutet zwingendes Recht. Zwingendes Recht kann durch Parteivereinbarungen
nicht abbedungen werden. Wird dennoch etwas abweichendes vereinbart ist dieses zur
Gänze oder teilweise nichtig. Im Zusammenhang von zwingendem Recht muss man relativ-
und absolut zwingende Rechtsätze unterscheiden. Bei absolut zwingendem Recht darf keine
Abweichung vereinbart werden, auch nicht wenn sie zugunsten einer Partei getroffen
werden. Man spricht von zweiseitig zwingenden Normen. Relativ zwingendes Recht lässt zu,
dass Abweichungen, die Zugunsten einer Partei vereinbart werden, getroffen werden
können
113.
Dispositives Gesetzes Recht.
Bei einem großen Teil privatrechtlicher Normen handelt es sich um dispositives
(nachgiebiges, abdingbares Recht) Gesetzesrecht, welches eine abweichende
privatautonome Rechtsgestaltung zulässt. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber etwas
anordnet, aber es zu lässt, wenn die Vertragspartner von der gesetzlichen Regel abweichen
und etwas anderes wirksam vereinbaren. Es könne drei Funktion des dispositiven Gesetzes
Recht unterschieden werden:
 Ergänzung unvollständiger Verträge
 Hilfe bei der Vertragsauslegung
 Richtigkeitsgewähr = dispositive Normen sollen zeigen, wie sich der Gesetzgeber eine
ausgewogene Berücksichtigung der Beteiligteninteressen vorstellt.
114.
Das AGBG gliedert sich in drei Teilen:
 Im ersten Teil von den Personenrechten
 Im zweiten Teil von den Sachenrechten
 Im dritten Teil von den gemeinschaftlichen Bestimmungen der Sachenrechte und
Personen
 Es folgt dem Institutionssystem
116.
Vorrausetzung für die Entstehung von Gewohnheitsrecht ist die tatsächlich länger
andauernde Ausübung von Regeln die von der Überzeugung getragen wird, dass dies
rechtens sei.
117.
Das internationale Privatrecht entscheidet nicht im Sachverhalt selbst, sondern nur darüber,
welches materielle Recht für Sachverhalte, die Bezug zu unterschiedlichen Rechtsordnungen
stehen, anzuwenden ist. Die internationale Zivilprozessordnung gibt Auskunft, ob
österreichische Gerichte überhaupt zuständig sind.
118.
Gerichtsurteile haben nicht die Kraft eines Gesetzes. Gerichtsurteile entfalten ihre
Bindungswirkung nur für den konkreten Rechtsstreit. Sie haben jedoch faktische Bedeutung,
da sich Gerichtsurteile meistens an eine höchstrichterliche Rechtsprechung oder eine
etablierte Lehrmeinung orientieren. Ausnahme bildet eine verbindliche Interpretation des
Gesetzes durch eine vom Gesetz selbst berufene Instanz. Beispiel ist hier der
Auslegungsmonopol des EuGH für die verbindliche Interpretation europäischer Rechtsakte.
Das nationale Gericht ist an das Gerichtsurteil des EuGH gebunden und darf davon nicht
abweichen

120.
Teleologische Interpretation
Systematische Interpretation
Historische Interpretation
Verbalinterpretation (grammatikalische/ grammatikalisch-logische Interpretation)

121.
Die Systematische Interpretation fragt nach dem Bedeutungszusammenhang und der
Gesamtkonzeption des Gesetzes. Sowohl die verfassungskonforme als auch die
unionsrechtskonforme Interpretation sind wichtige Unterfälle der Systematischen
Interpretation. Einfach Gesetze sind im Zweifel so zu verstehen, dass sie dem ihn
übergeordneten Verfassungsrecht nicht widersprechen. Das selbe gilt für Unionsrecht, dass
der österreichischen Rechtsordnung nicht widersprechen darf. Im Bezug auf Eu Richtlinen
spricht man von Richtlinienkonformer Auslegung, dh. Das Auslegungsergebnis des
nationalen Recht muss der Richtlinie entsprechen

122.
Rechtsnomen entstehen zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt und müssen daher in
ihrem Entstehungskontext gesehen werden. Bevor die Rechtsnorm in Kraft getreten ist
bestand eine andere, inhaltlich gleiche oder verschiedene Rechtslage. Die historische
Interpretation blickt auf den gesamten Entstehungshintergrund einer Norm einschließlich
der tatsächlichen Lebensverhältnisse zum Zeitpunmt Normentstehung.
123.
Die teleologische Interpretation fragt nach den Sinn und Zweck gesetzlicher Regelungen und
versucht ein Auslegungsergebnis zu erreichen, das diesem Sinn und Zweck möglichst gerecht
wird. Sind zwei verschiedene Auslegungsvarianten möglich ist jener den Vorrang zu geben,
welche den Sinn und Zweck in höheren Maß verwirklicht.

124. Die Authentische Interpretation durch den Gesetzgeber wird grundsätzlich nicht als
Interpretation verstanden. Es handelt sich um ein neues Gesetz, welches ein früheres besser
beschreiben soll.

125.
Werden Rechtslücken mit dem Gleichheitssatz aufgedeckt sind sie durch Analogie
(Ähnlichkeitsschluss) zu schließen. Wenn eine Analogie nicht möglich ist verweist der
Gesetzgeber auf die natürlichen Rechtsgrundsätze – den allgemeinsten Prinzipen und Werte,
die einer Rechtsordnung zugrunde liegen

126.
Bei der Gesetzesanalogie wird die Rechtsfolge einzelnen und bestimmten Norm auf einen
ungeregelten Sachverhalt angewendet, der aus teleologischen Gesichtspunkten gleich zu
bewerten ist. Bei der Gesamtanalogie, auch Rechtsanalogie, orientiert sich der
Rechtsanwender zu Lösung eines ungeregelten Sachverhaltes an eine Anzahl verschiedener
Rechtsnormen, aus denen er einen allgemeinen Grundsatz ableitet, der dann für den
ungeregelten Sachverhalt angewendet wird.

127.
Eine Sonderform planwidriger Unvollständigkeiten liegt vor, wenn ein Gesetz zu viel regelt.
Ein Tatbestand erfasst Fälle, die er aufgrund des Zwecks nach dem erkennbaren Plan des
Gesetzgebers nicht erfassen hätte sollen. In einem solchem fall kann das Gesetz teleologisch
gekürzt werden. Auf die vom Wortlaut des Tatbestandes, nicht aber seinen Sinn und Zweck
nach erfassten Fällen wird der Tatbestand nicht angewendet

128.
Unter einem Nasciturus versteht man ein gezeugtes aber noch ungeborenes Kind. Das AGBG
räumt den nacitururs bestimmte Rechtsposititsionen ein, die durch die spätere
Lebendgeburt abhängig sind

129.
Geschäftsfähig ist, wer sich durch eigenes rechtsgeschäftliches handeln berechtigen und
verpflichten kann

130.
Ein Kind bis zum vollendeten 7 Lebensjahr ist nicht geschäftsfähig. Das heißt es kann sich
weder selbst berechtigen oder verpflichten. Wird es denoch rechtsgeschäftlich tätig ist die
Rechtshandlung zur Gänze nichtig und kann auch nicht rückwirkend durch die Genehmigung
des gesetzlichen Vertreters wirkend gemacht werden. Aussnahmen sind:
 Ein Kind kann ein bloß zu seinem Vorteil gemachtes Versprechen annehmen
 Rechtsgeschäfte über alterstypische und geringfügige Angelegenheiten des täglichen
Lebens werden mit der Erfüllung der das Kind treffenden Pflichten rückwirkend
wirksam.
131.
Die 6-jährige Senata fällt in die Altersstufe eines Kindes und ist somit geschäftsunfähig. Sie
kann sich weder berechtigen noch verpflichten. Doch kann sie ein bloß zu ihrem Vorteil
gemachtes Versprechen wirksam annehmen. Bei dem Geld handelt es sich um ein solches
Versprechen (Taschengeldparagraph). Der Vertrag kommt zustande.

132.
Die 10-Jährige Franziska fällt in die Altersstufe eines unmündigen Minderjährigen. Sie kann
ein bloß zu ihrem Vorteil gemachtes Versprechen wirksam annehmen. Die Annahme des
Faultierbabys ist jedoch, neben dem Tierarztkosten, mit vielen anderen Kosten verbunden
wie zB Futterkosten oder dessen Betreuung. Somit wird sie dadurch auch verpflichtet. Damit
ist das Rechtsgeschäft zur Gänze schwebend unwirksam und hängt von seiner Wirkung von
der Genehmigung des gesetzlichen Vertreters, in diesem Fall den Eltern von Franziska, ab.
Diese sind von dem Geschenk wenig begeistert und die Genehmigung bleibt aus. Die
Schenkung bleibt nichtig.

133.
Lotte fällt in die Altersstufe eines mündigen Minderjährigen. Sie kann über Sachen, die ihr
zur freien Verfügung überlassen wurden, verfügen. Die Flöte hat Lotte von ihren Eltern
bekommen, damit sie den Querflötenunterricht besuchen kann  es liegt eine
Zweckbindung vor. Somit kann sie darüber, auch wenn sei Eigentümer ist, nur verfügen,
wenn ihre Eltern zustimmen. Bis dahin ist das Rechtsgeschäft zur Gänze schwebend
unwirksam. Ein Fall des Taschengeldparagrah scheidet aus, da es sich bei dem Verkauf um
keine geringfügige und alterstypische Angelegenheit des täglichen Lebens handelt. Die
Genehmigung der Eltern bleibt aus, somit bleibt das Geschäft nichtig. Elliot kann sich nicht
auf den Vertrag berufen und das Instrument herausverlangen.

133.
Eine Vorsorgevollmacht ist eine im Zustand der Geschäftsfähigkeit erteilte Vollmacht, die in
ihrem Inhalt dann wirken soll, wenn der Vollmachtgeber, die zur Besorgung der anvertrauten
Angelegenheiten benötigte Entscheidungsfähigkeit verliert

134.
Die Handlungsfähigkeit einer volljährigen Person wird durch einen gesetzlichen Vertreter
grundsätzlich nicht eingeschränkt. Bei Friedrich handelt es sich um eine nicht
entscheidungsfähige Person. Wenn eine solche rechtsgeschäftlich tätig wird ist das
Rechtsgeschäft zur Gänze schweben nichtig, wenn es in den Wirkungskreis des gesetzlichen
Vertreter, in dem Falle Herta, fällt. Daher: Es hängt von seiner Wirksamkeit von der
Genehmigung des gesetzlichen Vertreters ab. Das Rechtgeschäft, welches Friedrich
abschließt, liegen in dem Wirkungskreis von Herta, somit sind sie zur Gänze schwebend
unwirksam und hängen von ihrer Genehmigung ab. Bei den Kauf handelt es sich um ein
Rechtsgeschäft des täglichen Lebens, das die Lebensverhältnisse nicht übersteigt – somit
kann Friedrich den Ring behalten, da das Rechtsgeschäft rückwirkend wirksam geworden ist.
Bei dem anderen Rechtsgeschäft bedarf es der Genehmigung von Herta
135.
Eine Patientenverfügung verliert ihre Verbindlichkeit, wenn sie nicht spätestens alle 5 Jahre
neu errichtet wird.

136.
Josef ist eine entscheidungsunfähige Person. In einem solchen Fall entscheidet der
gesetzliche Vertreter mit dem entsprechenden Wirkungskreis über den Eingriff. Doch Josef
gibt zu erkennen, dass er nicht operiert werden möchte (arg: Josef immer wieder aus dem
Krankenhaus flüchtet, um einer Operation zu entgehen). Besteht Franz, sein gesetzlicher
Vertreter, dennoch auf die Behandlung so bedarf es der Genehmigung des Gerichtes. Ein
Gericht kann die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters ersetzen oder einen anderen
Vertreter bestellen

137.
Ein Unternehmen ist eine auf Dauer angelegte Organisation selbständiger wirtschaftlicher
Tätigkeit. Die Firma ist der in das Firmenbuch eingetragene Name eines Unternehmers, kann
sowohl eine juristische als auch natürliche Person sein, unter dem er seine Geschäfte
betreibt und seine Unterschrift abgibt.

152.
Innenverhältnis:
Zwischen Karoline und Albert liegt ein Auftrag (Dienstvertrag) vor. Ein Auftrag ist ein
zweiseitiges Rechtsgeschäft und begründet ggf. eine Pflicht zum tätig werden. Karoline darf
für Albert tätig werden, da er ihr eine rechtsgeschäftliche Vollmacht eingeräumt hat. Eine
Vollmacht ist die rechtsgeschäftliches eingeräumte Vertretungsmacht und bedeutet ein
rechtsgeschäftliches Können im Außenverhältnis. Der vertretene Alber wird durch die
Abgabe der Willenserklärungen von Karoline berechtigt und verpflichtet. Die Vollmacht wird
durch ein einseitiges Rechtsgeschäft erteilt und Karoline muss nicht zustimmen, da sie ja nur
berechtigt, aber nicht verpflichtet wird, für Albert tätig zu werden. Die Vollmacht wurde vom
Vollmachtgeber der Karoline intern erteilt  es liegt eine Innenvollmacht vor.
Der Vertrag kommt nicht zwischen Karoline und Bernd zu Stande, da sie im fremden Namen
handelt (arg: sie verkauft den Geländewagen in seinem Namen – Offenlegungsgrundsatz).
Auch zwischen Bernd und Alber kommt kein Vertrag zustande, da Karoline den Umfang ihrer
Vollmacht übersteigt, da sie in seinem Namen Autos bis zu einem Preis von 50 000 Euro
verkaufen darf. Eine nachträgliche Genehmigung oder Vorteilszuwendung bleibt aus, da
unwirksam Vertretene Albert davon nichts wissen will.
Prüfung der Anscheinsvollmacht:
Bernd hat Karoline in seinem Betrieb angestellt und somit zurechenbar einen wirksamen
äußeren Anschein geschaffen, dass bei Dritten den Anschein erweckt, dass sie die Vollmacht
hat. Der Käufer Bernd ist gutgläubig; er vertraut auf das bestehen der Vollmacht. Somit ist
der Vertrag durch die Anscheinsvollmacht zwischen dem vertretenen Albert und dem Käufer
bernd zustande gekommen

153.
Sabine ist die unmittelbare Stellvertreterin von Julian. Zwischen Julian und Sabine liegt eine
Ermächtigung vor (arg: er bittet,… wenn sie zufällig die Gelegenheit dafür bietet) Eine
Ermächtigung ist ein einseitiges Rechtsgeschäft und gestattet es Julia lediglich tätig zu
werden. Sabine darf für Julian tätig werden, da er ihr eine Vertretungsmacht eingeräumt hat.
Eine Vertretungsmacht ist eine rechtsgeschäftliche Vollmacht und bedeutet, ein
rechtsgeschäftliches Können im Außenverhältnis. Julian wird durch die Abgabe der
Willenserklärung von Sabine berechtigt und verpflichtet. Die Vollmacht wird durch ein
einseitiges Rechtsgeschäft begründet, da Sabine nur berechtigt, aber nicht verpflichtet wird
für Julian tätig zu werden. Die Vollmacht wurde von Julian der Sabine intern erteilt  es leigt
eine Innenvollmacht vor.
Der Vertrag zwischen Julian und Hannah kommt nicht zustande, da Sabine den Umfang ihrer
eingeräumten Vollmacht überschreitet, als sie das Buch statt um 30 Euro um nur 25 Euro in
Julians Namen verkauft. Eine nachträgliche Genehmigung oder Vorteilszuwendung bleibt
aus, da Julian das Buch lieber behält als zu verkaufen.
Prüfung der Anscheinsvollmacht:
Es liegt kein Anschein vor, der durch Julian zurechenbar verursacht worden ist, dass bei
einem Dritten den Glauben erwecken kann, dass Sabine eine Vollmacht habe.

Der Falsus Procurator (Sabine) haftet der hanna bei Verschulden. Er hat ihr den Schaden zu
ersetzen, der Hannah dadurch entstanden ist, dass sie auf den gültigen Abschluss des
Vertrages mit dem vertretenen vertraut hat  Vertrauenschaden. Sie darf jedoch nicht
besser dastehen, als sie bei Erfüllung des Vertrages dagestanden wäre (hypothetisches
Erfüllungsinteresse). Der Vertrauensschaden beträgt zwar 3 Euro das Hypothetische
Erfüllungsinteresse jedoch nur 2 Euro somit kann sie 2 Euro Schadenersatz von Sabine
verlangen

154.
Der rechtsgeschäftliche Wille muss frei gebildet sein. Dies fehlt, da Helmut aus gegründeter
Furcht zu dem Abschluss des Vertrags veranlasst wurde. Die Bedrohung ist wirksam, dass
sich Helmut eingeschüchtert fühlt (arg: Helmut ist davon eingeschüchtert) Die Bedrohung ist
kausal (Helmut nimmt das Angebot von Rudolf nur wegen der Bedrohung an) und
widerrechtlich. Widerrechtlich umfasst auch erlaubte Mittel (die Anzeige beim Finanzamt ist
grundsätzlich nicht widerrechtlich) wenn sie in dem konkreten Zusammenhang inadäquat
sind. Den Abschluss des Vertrages mit einer Anzeige beim Finanzamt zu verknüpfen ist in
diesem Zusammenhang wiederrechtlich. Die Bedrohung erfolgt durch einen Dritten
(Franziska). Der Vertrag ist dennoch anfechtbar, da Rudolf von der Drohung wusste. Der
Vertrag ist nicht von vorhinein nichtig, sondern Helmut muss, um sich von dem Vertrag zu
lösen, den Vertrag entweder vor Gericht anfechten oder die Anfechtbarkeit einredeweiße
geltend machen. Die Verjährungsfrist der Anfechtbarkeit beträgt bei einer Bedrohung 3
Jahre ab Wegfall der Drohung.
 Helmut kann den Vertrag anfechten

155.
Der rechtsgeschäftliche Wille muss frei gebildet sein. Dies fehlt, da Klaus durch eine List von
Vinzent zu dem Abschluss des Rechtsgeschäfts verleitet worden ist. Die List ist kausal (arg:
Klaus kauft deshalb einen Verlobungsring). Vinzent spiegelt falsche Tatsachen vor, da er ihm
erzählt, dass seine Tochter ihn heiraten möchte. List setzt nicht Schädigungsabsicht voraus
 Vinzent billigt es, dass Klaus den Ring irrtümlich kauft. Klaus kann den Vertrag wegen List
anfechten

156.
Der rechtsgeschäftliche Wille von Christian beruht auf einem Irrtum. Es liegt ein
Geschäftsirrtum im engeren Sinne vor. Der irrende Christian irrt über den Gegenstand des
Rechtsgeschäfts über eine wesentliche Eigenschaft – es handelt sich nicht um einen echten,
sondern vergoldeten Silberring. Der Irrtum wird von Julius veranlasst, da er ihm die Vitrine
mit den Goldringen gezeigt hat, in dem der Silberring gelegen ist. Die
Anfechtungsvorrausetzungen wegen Irrtums sind somit erfüllt. Julian muss die Anfechtung
des Vertrages entweder durch eine gerichtliche Anklage oder Einrede geltend machen. Es
handelt sich hier um einen wesentlichen Irrtum, da Christian mit Wegfall des Irrtums das
Rechtsgeschäft nicht abgeschlossen hätte. Er kann somit die Anfechtung des gesamten
Vertrages verlangen.

157.
Der rechtsgeschäftliche Wille von Magnus unterliegt einem Geschäftsirrtum im engeren
Sinne, da er über die Identität des Geschäftspartners irrt – eigentlich wollte er bei Knoze
bestellen und nicht bei Konze. Der Irrtum war kausal den Vertragsabschluss, da er bei Konze
ansonsten nie bestellt hätte. Der Irrtum wird noch rechtzeitig aufgeklärt (arg: mit der
Herstellung des Fracks ist noch nicht begonnen worden), da die Schneidern noch keine
vermögensmäßigen Dispositsioen getroffen hat. Die Vorrausetzungen für die
Irrtumsanfechtung sind somit erfüllt. Es handelt sich um einen wesentlichen Irrtum (arg:
Magnus hätte das Frack nie bei Konze bestellt), da bei Wegfall des Irrtums Magnus den
Vertrag nicht abgeschlossen hätte. Er hat somit die Möglichkeit den gesamten Vertrag
anzufechten. Er muss die Anfechtung entweder gerichtlich durch eine Klage oder Einrede
geltend machen.

158.
Die geschuldete Leistung ist nicht einmal die Hälfte der Gegenleistung Wert (arg: Monroe
250 Euro Sean Connery 100 Euro). Der Gegenleistungspflichtige Alex kann die Aufhebung des
Vertrages verlangen (laesio enormis). Peter kann dem entgegenwirken, indem er auf den
gemeinen Wert aufzahlt. Die Werte der Leistungen sind zum Zeitpunkt des
Vertragsabschlusses festzustellen.

159.
Die Schenkung zielt auf die unentgeltliche Übertragung des Eigentums an einer Sache auf
jemanden anderen ab. Für die Gültigkeit der Schenkung muss Anna die Bücher dem Karlo
übertragen oder einen rechtlichen Notariatsakt errichten. Dient dem Übereilungsschutz des
Schenkenden. Dies ist jedoch noch nicht der Fall, da es nur zu einer Vereinbarung gekommen
ist. Somit ist die Schenkung ungültig und Karlo kann die Übergabe der Bücher nicht
verlangen.

160.
Ein gemischter Vertrag kombiniert die Merkmale verschiedener Vertragstypen auf die Weise
miteinander, dass sich die Bestandteile voneinander nicht trennen lassen. In einem solchen
Falle wird entweder ein Vertragstyp als so dominant eingestuf, dass die gesetzlichen
Regelungen die für diesen Vertrag gelten für den Gesamtvertrag gelten
(Absorbtionstheorie). Wenn die passenden gesetzlichen Regelungen der verschiedenen
Verträge miteinander kombiniert werden und gemeinsam zu Vertragsergänzung
herangezogen werden spricht man von der Kombinationstheorie.
161.
Informationsrecht
Rücktrittsrecht
Vertragsbedingungen und Vertragsdurchführung

162.
Es handelt sich hier um einen Motivirrtum. Ein Motivirrtum erfasst Umstände, die außerhalb
der Geschäftsinhaltes liegen. Bei dem Kauf des Ringes handelt es sich um ein entgeltliches
Rechtsgeschäft, daher rechtfertigt ein Motivirrtum keine Anfechtung des Vertrages wegen
eines Irrtumes. Tobi ist ein Verbraucher, da er nicht als Unternehmer tätig ist (negative
Verbraucherdefinition). Die GmBh ist ein Unternehmen. Es entsteht ein Verbrauchervertrag
zwischen den beiden. Da er den Ring online bestellt handelt es sich um ein
Fernabsatzvertrag. Ein Fernabsatzvertrag ist ein Vertrag der ausschließlich unter der
Verwendung von Fernkommunikationsmittel im Rahmen eines organisierten Dienstleistungs-
oder Vertriebssystem geschlossen wurde  dies ist der Fall, da er den Ring im Internet
bestellt. Somit steht ihm ein 14 tägiges Rücktrittsrecht zu. Claudia macht eine Woche später
Schluss mit ihm, daher befindet er sich noch innerhalb der Rücktrittsfrist und kann den Ring,
ohne großartige Begründung zurückschicken.

163.
In dem Sachverhalt geht es um die Unmöglichkeit der Leistung. Die Leistung ist unmöglich,
wenn ihr ein dauerndes Hindernis entgegensteht, das ist der Fall, da das Handy kaputt
gegangen ist. Die Leistung wurde nachträglich Unmöglich  nach Vertragsabschluss und vor
vor Übergabe. Bei dem Handy handelt es sich um eine Stückschuld, dh. Der
Leistungsgegenstand wurde anhand individuell konkreter Merkmale definiert und kann nicht
durch eine andere Leistung ersetzt werden. Der Schuldner Valerie hat die Unmöglichwerden
der Leistung verursacht und haftet daher dem Gläubiger. Er hat Konrad Ersatz des
Erfüllungsinteresse zu leisten, dh. Hat er ihn mit Geldbeträgen so zu stellen, wie er
dagestanden wäre, wenn der Vertrag ordnungsgemäß erfüllt worden. Konrad hat das
Wahlrecht. Er kann entweder am Vertrag festhalten, seine Leistung, die er Valerie schuldet,
bezahlen, und aus dem Titel des Ersatz des Erfüllungsinteresse den vollen Betrag der
untergegangenen Schulderleistung verlangen  also 600 Euro (Austauschanspruch). Oder er
kann sich mit dem Differenzenanspruch zufrieden geben, dh. Seine Leistung nicht bezahlen
und sich mit dem Differenzenanspruch zufrieden geben. Der Wert der eigenen ersparten
Leistung wird vom dem Wert des vollen Betrages der untergegangen Schuldnerleistung
abgezogen  600 – 500 = 100 Euro.

164.
In dem Sachverhalt geht es um die Unmöglichkeit der Leistung. Eine Leistung ist unmöglich,
wenn ihr ein dauerndes Hindernis entgegensteht. Die Sache geht zwischen dem
Vertragsabschluss und er Übergabe unter daher greifen die Regeln der nachträglichen
Unmöglichkeit. Es handelt sich hier um eine Stückschuld, da die Leistung anhand individuell
konkreter Merkmale definiert ist (arg: Vorführwagen). Sie kann nicht durch eine andere
Leistung ersetzt werden. Der Schuldner hat den Untergang der Leistung nicht verursacht,
sondern sie geht durch Zufall unter. Normalerweise würde der Vertrag zerfallen aber, da an
die Stelle der Leistung ein stellvertretendes Comodum tritt hat der Gläubige Albert die
Möglichkeit am Vertrag festzuhalten, seine Leistung, die er Sebastian schuldet, zu erbringen
und die Herausgabe des Comodum (also der 14.000 Euro verlangen).
165.
Lukas gerät in objektiven Schuldnerverzug, da ihn für seine Nichtleistung kein Verschulden
trifft. Karoline hat das Wahlrecht: Sie kann entweder weiter am Vertrag festhalten, daher
weiterhin auf Zahlung bestehen, oder unter Setzung einer angemessenen Nachfrist den
Rücktritt vom Vertrag anstreben. Verstreicht die Frist ungenutzt hat sie die Möglichkeit die
den Laptop bereicherungsrechtlich zurückzuverlangen. Ebenso fallen bei Geldschulden
Verzugszinsen an, die Lukas zu bezahlen hat. Wenn die Höhe dieser nicht festgelegt worden
sind gelten die gesetzlich vorgesehenen Zinssätze.

166.
Anton gerät in subjektiven Schuldnerverzug, da er für seine Nichtleistung Verschulden trifft
(arg: er hat vergessen). Larissa besteht weiterhin auf die Erfüllung des Vertrages. Daher hat
Anton ihr den Verspätungsschaden zu ersetzen. Der Verspätungsschaden sind die
Transportkosten für die zweite Abholung, also 300 Euro.

167.
Viktoria gerät in subjektiven Schuldnerverzug, da sie an ihrer Nichtleistung Verschulden trifft,
da sie unachtsam ist und in ein Auto läuft  daher liegt sie im Spital. Kevin teilt ihr mit, dass
er unter Setzung einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten. Die Frist
verstreicht ungenutzt, da Viktoria darauf vergisst, den Fernseher innerhalb der Frist zu
liefern, somit kann er vom Vertrag zurücktreten. Daher hat sie Kevin jenen Nachteil zu
ersetzen, der dadurch entstanden ist, dass der Vertrag überhaupt nicht erfüllt worden ist
(Ersatz des Erfüllungsinteresse) Das beträgt 100 Euro.

168.
Alwin gerät in subjektiven Schuldnerverzug, da er an seiner Nichtleistung Verschulden triff
(er vergisst darauf) und das Geld auch noch nach dem vereinbarten Termin bezahlt werden
kann. Da der Schuldner Verschulden an seiner Nichtleistung trifft treffen ihn neben den
Rechtsfolgen des objektiven Schuldnerverzug auch Schadensersatzpflichten. Unabhängig
davon kann Christoph, da es sich um Geldschulden handelt, Verzugszinsen von 4 Protzent,
sofern nicht etwas anderes vereinbart worden ist, verlangen. Christop setzt eine
angemessene Nachfrist für die zahlungen, ansonsten erklärt er seinen Rücktritt vom Vertrag.
Da Alwin dennoch nicht zahlt kann Christoph vom Vertrag zurücktreten und die Herausgabe
des Laptops bereicherungsrechtlich verlangen. Er kann ebenso Ersatz des Erfüllungsinteresse
verlangen, daher hat ihm Christoph den Nachteil zu ersetzten, der ihm entstanden ist, da der
Vertrag überhaupt nicht erfüllt worden ist. Das Erfüllungsinteress sind 200 Euro. Ebenso
kann er die Herausgabe mit der Rei vindicatio  Eigentumsklage verlangen, da zwischen den
beiden die vereinbarung vorlag, dass das Eigentum an der Sache erst mit Bezahlung des
Vollen Kaufvertrages übergeht (Eigentumsvorbehalt). Da nicht alles bezahlt worden ist, kann
er diese anwenden.

169.
Thomas gerät in Annahmeverzug, da er die im gehörig angebotene Leistung nicht zur
abgemachten Zeit annimmt. Die Rechtsfolgen des Annahmeverzuges sind die widrigen
Folgen  Er trägt Gefahr, dass, wenn die Sache im Annahmverzug untergeht, er dennoch
den Kaufpreis bezahlen muss, obwohl er den Laptop nicht bekommt. Die Sache ist zufällig
untergegangen, da die Wohnung infolge eines Blitzschlages abgebrannt ist. Bei dem Laptop
handelt es sich um eine Stückschuld.

170.
Ein Rechtsmangel liegt vor, wenn der Schuldner dem Gläubiger nicht die vereinbarte oder
ihm geschuldete Rechtsposition verschafft. Die Gewährleistungsfrist bei einem Rechtsmangel
fängt ab dem Zeitpunkt der Kenntnis des Mangels an zu laufen.

171.
Ein Mangel liegt vor, da der Akku des Laptops weniger als zwei Stunden haltet. Bei einem
fünf Monate alten Laptop ist dies eine gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaft, dass der Akku
länger als 2 Stunde haltet. Der Mangel war bereits im Zeitpunkt der Übergabe vorhanden
(Produktionsfehler). Ein Austausch ist nicht möglich, da es sich um eine Stückschuld handelt.
Eine Verbesserung ist möglich, weil er repariert werden kann (Akku kann ausgetauscht
werden). Da Fritz jedoch die Verbesserung verwehrt kann Sophie die sekundären
Gewährleistungsbehelfe geltend machen: Sie hat das Recht auf eine Preisminderung, da ein
geringfügiger Mangel vorliegt  die Auflösung des Vertrages angesichts des geltend
gemachten Mangel wäre inadäquat. Bei der Preisminderung handelt es sich um ein
Gestaltungsrecht von Sophie: der Preisnachlas bewirkt eine Herstellung des subjektiven
Äquivalenz. Der Preisnachlas hat in dem Verhältnis zu erfolgen, in dem der gemeine Wert
der Mangellossen Sachen zum gemeinen Wert der mangelhaften Sache steht  relative
Berechnungsmethode

172.
Das Saxxophon ist mangelhaft, da es nicht dem Vertrag entspricht. Eine gewöhnlich
voraussgesetzte eigenschaft des Saxophon ist, dass der Lack nicht absplittert. Der Mange war
bereits im Zeitpunkt der Übergabe gegeben (Fehlerbeschichtung bei der Herstellung). Bei
dem Saxophon handelt es sich um eine Stückschuld, daher kommt ein Austausch nicht in
Frage. Auch die Reperatur scheidet aus, da der Mangel irreparabel ist. Auf zweiter Ebene der
Gewährleistungsbehelfe kann er die Preisminderung oder, da es sich nicht nur um einen
geringfügigen Mangel handelt (die Auflösung der Vertrages wäre angesichts des geltend
gemachten Mangel nicht inadäquant), die Aufhebung des Vertrages verlangen (Wandlung).

173.
Bei einem Kaufvertrag oder Tauschvertrag zwischen Vertragsparteien, die als Unternehmer
tätig sind gelten bei Mängel besondere Regeln: Der Übernehmer muss dem Übergeber
innerhalb angemessener Zeit eine Mangelrüge aussprechen. Ansonsten kann er keine
Gewährleistungsbehelfe geltend machen, Schadensersatz statt Gewährleistung oder Irrtum
berufen.

174.
Laptop Gewährleistung
Der Laptop ist mangelhaft, da es nicht dem Vertrag entspricht. Er ist mangelhaft, weil es eine
gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaft ist, dass der Laptop keinen Kurzschluss hat und in
Flammen aufgeht. Auf erster Ebene kann Konrad den Austausch verlangen (es liegt eine
Gattungsschuld vor, da die Verbesserung nicht möglich ist  Sache ist kapput. Auf zweiter
Ebene hat er die Wahlmöglichkeit  es liegt kein geringfügiger Schaden vor, da die
Aufhebung des Vertrages angesichts des geltend gemachten Schaden nicht inadäquant wäre.
Er kann zwischen Preisminderung und Wandlung entscheiden.
Laptop Schadensersatz
Viktor hat den Mangel verursacht, da er den Laptop fallen gelassen hat  sein Verhalten
war kausal. Er handelt rechtswidrig, da er gegen den Vertrag vertrag verstößt. Sein Verhalten
kann ihm vorgeworfen werde, da er fahrlässig handelt. Daher kann Konrad Schadensersatz
statt Gewährleistung geltend machen.

Schadensersatz Schreibtisch.
Der Schreibtisch wird beschädigt  Mangelfolgeschaden, tritt aufgrund des Mangels ein. Für
den beschädigten kann eine Wiederherstellung auf den ursprünglichen Zustand verlangt
werden.

175.
- Primärer Zweck des Schadensersatzrecht ist es dem geschädigten einen Anspruch auf
Ausgleich für seinen erlittenen Schaden gegen den Schädiger zu verschaffen
(Anspruchsfunktion)
- Das Schadensersatz verfolgt aber auch den Zweck durch die Androhung von Ersatzpflichten
zu sorgfältigen Verhalten aufzurufen, damit solche Schäden nicht eintreten
(Präventionsgedanke).

176.
Ein immaterieller Schaden ist kein Vermögensschaden und somit auch nicht in Geld messbar.
Es handelt sich um einen Gefühlsschaden. Dieser muss nur in bestimmten, explizit im Gesetz
geregelten Ausnahmefällen ersetzt werden.

177.
Der Schadensbegriff des ABGB ist gegliedert. Das bedeutet, dass bei jedem
Verschuldensgrad, also auch bei Fahrlässigkeit, der positive Schaden zu ersetzen ist. Der
entgangene Gewinn ist nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit zu ersetzen.

178.
Gehilfenhaftung
Ersatzfähigkeit reiner Vermögensschäden
Beiweislastverteilung

179.
Bei beiden handelt sich um eine Mischung zwischen Vertrag und Deliktshaftung. Zwischen
dem geschädigten und dem Schädiger besteht noch kein Vertrag. Der Schädiger haftet für
den Einsatz aller seiner Gehilfen nach §1313a AGBG.

180.
Herbert ist ein unmündiger minderjähriger und damit deliktsunfähig  er kann nicht aus
eigenem rechtswidrigem Verhalten schadensersatzpflichtig werden. Er kann gegenüber von
Julia nicht schadensersatzpflichtig werden. Bei unmündigen Minderjährigen haften im
Normalfall die Aufsichtspersonen, die ihre Aufsichtspflicht verletzen, dh. Herberts Eltern.
Doch mangels Verschuldens der Aufsichtspflichten, er hat sich bisher immer artig verhalten
und man kann von einem 13 jährigen erwarten, dass er nicht mit Steinen auf Autos schießt,
kann Herbert subsidiär zur Haftung herangezogen werden  Billigkeitshaftung

181.
Rechtswidrigkeit liegt vor, wenn das Verhalten:
- Gegen gesetzlich angeordnete Verhaltensanordnungen (Schutzgesetze)
- Gegen die guten Sitten
- Gegen rechtsgeschäftliche Pflichten verstößt
- Oder wenn es sich um einen Eingriff in ein absolut geschütztes Rechtsgut handelt und
eine Interessensabwägung nicht gegen die Rechtswidrigkeit spricht

182.
Vorsatz, wenn eine rechtswidrige Handlung bewusst begangen worden ist
Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die Person ihre Sorgfaltspflichten außer Acht gelassen hat. Hier
unterscheidet man zwischen leichter Fahrlässigkeit, das ist ein Fehler, welcher auch
sorgfältigen Menschen passieren kann, und grober Fahrlässigkeit, dabei handelt es sich um
einen Fehler, den sorgfältigen Menschen nicht passieren

183.
Ein Schaden liegt vor, da das Kraftwerk einen Schaden von 1000000 erlitten hat. Das Handeln
von Bob ist nach der csqn Formel kausal, da ohne seine Handlung der konkrete Erfolg
ausgeblieben wäre. Die Adäquanztheorie ist jedoch nicht positiv geprüft, da solche
Ursachen, nicht typischerweise zu solchen Schäden führen. Die Rechtswidrigkeit liegt vor, da
er in ein absolut geschütztes Rechtsgut, dem Eigentum des Strom GmbH eingreift. Sein
Verhalten kann ihm persönlich zum Vorwurf gemacht werden. Er handelt leicht fahrlässig, da
es sich hier um einen Fehler handelt, der auch sorgfaltspflichtigen Menschen passieren kann.

184.
Karoline hat einen Schaden erlitten, da ihr Auto beschädigt wurde und die Reparaturkosten
200 Euro betrage. Das Handeln von Ulrich ist nach der csqn Formel kausal, da der konkrete
Schaden ohne die Handlung von Ulrich nicht eingetreten wäre. Die Adäquanztheorie ist
positiv geprüft, solche Ursachen führen typischerweise zu solchen Schäden. Er handelt
rechtswidrig, da er gegen vertragliche Schutz und sorgfaltspflichten verstößt. Er handelt
schuldhaft, da er leicht fahrlässig (er ist unachtsam) handelt, wodurch er einen Fehler
begeht, den auch sorgfaltspflichtigen Menschen passieren kann.

Ulrich wird von Max als Erfüllungsgehilfe eingesetzt, da sich der Geschäftsheer (Ulrich) seiner
zur Erfüllung bestehender Schuldverhältnisse bedient. Somit haftet er für das Verschulden
von Ulrich. Karoline hat einen Schadensersatzanspruch von 2000 Euro gegen Max.

185.
Paula hat einen Schaden erlitten, da sie schwer verletzt wird. Das Verhalten von Bernd ist
nach der csqn Formel kausal, da ohne seine konkrete Handlung der Schaden nicht
eingetreten wäre. Die Adäquanztheorie ist positiv geprüft, da solche Ursachen
typischerweise zu solchen Schäden führen. Bernd handelt rechtswidrig, da er in ein absolut
geschütztes Rechtsgut, der körperlichen Unversehrtheit von Paula, eingreift und eine
Interessensabwägung nicht gegen die Rechtswidrigkeit spricht. Er handelt schuldhaft, da er
seine Sorgfaltspflichten außer Acht lässt, genauer: er handelt grob fahrlässig.
Paula hat somit gegen Bernd einen deliktischen Schadenersatzanspruch.

Da zwischen Paula und Bernd kein Vertrag besteht wird Bernd der Paula gegenüber als
Besorgungsgehilfe tätig. Gustav hat sich wissentlich einer gefährlichen Person bedient, er
weiß, dass Bernd Alkoholprobleme hat. Somit haftet er für sein Verschulden. Paula hat somit
auch einen vertraglichen Schadensersatzanspruch gegenüber Gustav.

186
Rudolf hat einen Schaden erlitten, da er schwer verletzt wird. Die Handlung von Georg ist
nach der csqn Formel kausal, da ohne seine Handlung der konkrete Erfolg nicht eingetreten
wäre. Die Adäquanztheorie ist positiv geprüft, da solche Ursachen typischerweiße zu solchen
Verletzungen führen. Georg handelt rechtswidrig, da er in ein absolut geschütztes Rechtsgut,
der körperlichen Unversertheit von Rudolf, eingreift und eine Interessensabwägung nicht
gegen die Rechtswidrigkeit spricht. Sein Verhalten kann ihm vorgeworfen werden, da er grob
fahrlässig handelt, ein sorgfaltspflichtiger Mensch fährt nicht betrunken mit dem LKW. Somit
hat Rudolf einen deliktischen Schadensersatzanspruch gegenüber Georg.

Da kein Vertrag zwischen Rudolf und der GmbH vorliegt wird Georg als Besorgungsgehilfe
tätig. Die Firma hat sich jedoch nicht einer untüchtigen oder wissentlich einer gefährlichen
Person bedient, arg: schon seit mehr als zehn Jahren als Kraftfahrer angestellt. Somit haftet
sie für das Verschulden von Georg nicht.

187.
Leopold hat einen Schaden erlitten, da er sich verletzt hat. Das Verhalten von Andreas ist
nach der csqn Formel kausal, da ohne seine Handlung der konkrete Erfolg nicht eingetreten
wäre. Die Adäquanztheorie ist positiv geprüft, da solche Ursachen typischerweise zu solchen
Verletzungen führen. Andreas handelt rechtswidrig, da er in das absolut geschützte
Rechtsgut von Leopold, seiner körperlichen Unversertheit, eingreift. Sein Verhalten kann ihm
vorgeworfen werden; er handelt leicht fahrlässig, da er einen Fehler, der auch sorgfätligen
Menschen passieren kann, begeht  er vergisst das Schild aufzustellen.

Zwischen Nina und Leopold ist besteht noch kein Vertrag. Doch die Verletzung des absolut
geschützten Rechtsgut entsteht durch eine aufgrund der Verhandlungssituation geschaffene
Gefahr (culpa in contrahendo). Somit haftet Nina nach 1313a für die Einsetzung aller
Gehilfen, die sie zur Erfüllung der Vorvertraglichen Pflichten eingesetzt hat, und Leopold
kann von Nina Schadenersatz verlangen.

188.
Trägt der Geschädigte ein Mitverschulden am Schaden, dh. Kann ihm sein Verhalten
subjektiv vorgeworfen werden, führt das dazu, dass sein Schadensersatzanspruch
verhältnismäßig gekürzt wird, nämlich unter Abwägung der Verschuldensvorwürfe des
Schädigers und des Geschädigten. Lässt sich das Verhältnis nicht bestimmen, tragen beide
Teile den Schaden zu gleichen Teilen

189.
Der Anspruch auf Schadensersatz verjährt innerhalb von 3 Jahren ab Kenntnis von Schaden
und Schädiger. Gleichzeitig beginnt mit Schadenseintritt eine absolut 30-Jährige Frist zu
laufen.

190.
Eine Verschuldenshaftung nach AGBG scheidet aus, da Stephan nicht schuldhaft handelt.
Es kommt eine Haftung nach dem EKHG in Frage. Es liegt ein Schaden durch den Unfall beim
Betrieb eines Kraftfahrzeug vor. Als Halter des Kraftfahrzeug haftet Stephan für den Schaden.
Da kein unabwendba

191.
Erfasst sind nur Personenschäden und Sachschäden. Sachschäden auch nur dann, wenn es
sich bei dem Schaden um eine vom Produkt verschiedene Sache handelt und diese nicht
überwiegend in einem Unternehmen verwendet worden ist. Der Selbstbehalt beträgt 500
Euro

171.
Der Laptop hat einen Mangel, da er nicht dem Vertrag entspricht. Das der Akku länger als
nur zwei Stunden haltet ist eine gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaft. Der Mangel war
bereits im Zeitpunkt der Übergabe angelegt, da es sich um einen Produktionsfehler handelt.
Auf erster Ebene steht Fritz nur eine Verbesserung des Laptops zu, da der Austausch
aufgrund der Stückschuld ausgeschlossen ist. Da Sophie die Ansprüche von Fritz abwehrt
gelangt er zu den sekundären Gewährleistungsbehelfen. Auf zweiter Ebene hat er die
Möglichkeit sowohl eine Preisminderung als auch die Wandlung vom Vertrag zu fordern. Es
handelt sich um keinen geringen Mangel, da die Auflösung des Vertrages angesichts des
geltend gemachten Mangel nicht inadäquat ist. Da Preisminderunf führt zur Herstellung der
subjektiven Äquivalenz. Die

172.
Das Instrument hat einen Mangel, da es nicht dem Vertrag entspricht. Das der Lack nicht
schon sieben Monate nach der Abholung absplittert ist eine gewöhnlich vorausgesetzte
Eigenschaft. Der Mangel war bereits im Zeitpunkt der Übergabe vorhanden, da es sich um
einen Produktionsfehler handelt. Auf erster Ebene der Gewährleistungsbehelfe kann Karl auf
kein Gewährleistungsbehelf zurückgreifen, da das Instrument weder verbessert werden
kann, es handelt sich um einen irreparablen Mangel, noch ausgetauscht werden kann, es
handelt sich um eine Stückschuld. Auf der zweiten Ebene kann er zwischen der
Preisminderung und der Wandlung entscheiden, da kein geringer Mangel vorliegt. Die
Auflösung des Vertrages angesichts des geltend gemachten Mangel ist nicht inadäquat. Die
Preisminderung hat in jenem Verhältnis zu erfolgen, in dem der gemeine Wert der
mangelfreien Sache zu dem gemeinen Wert der mangelhaften Sache steht  relative
Berechnungsmethode.

173.
Wenn das Rechtsgeschäft für beide Vertragspartner ein unternehmensbezogenes Geschäft
ist muss der Übernehmer dem Übergeber eine Mangelrüge, den Mangel anzeigen, innerhalb
angemessener Frist aussprechen. Sollte er das nicht machen hat er weder die Möglichkeit
Gewährleistungsbehelfe oder Schadensersatz statt Gewährleistung geltend zu machen, noch
sich auf Irrtum berufen.
174.
Gewährleistung:
Der Laptop hat einen Mangel, da er nicht dem Vertrag entspricht. Das der Laptop nicht kurz
nach dem Kauf einen Kurzschluss hat und in Flammen aufgeht ist eine gewöhnlich
vorausgesetzte Eigenschaft. Der Mangel war bereits im Zeitpunkt der Übergabe angelegt, da
Viktor den Laptop bereits davor fallen gelassen hat. Von den primären
Gewährleistungsbehelfen steht Konrad weder die Verbesserung, der Laptop ist in Flammen
aufgegangen und kann somit nicht repariert werden, noch der Austausch, es handelt sich bei
dem Laptop um eine Stückschuld, zur Verfügung. Auf zweiter Ebene kann er sowohl die
Preisminderung als auch die Wandlung vom Vertrag geltend machen, da es sich um keinen
geringen Mangel handelt. Die Auflösung des Vertrages wäre angesichts des geltend
gemachten Mangel nicht inadäquat. Die Preisminderung hat in jenem Verhältnis zu erfolgen,
in dem der Wert der mangelfreien Sache zu dem Wert der mangelhaften Sache steht 
relative Berechnungstheorie.

Schadensersatz:
Ein Schaden liegt vor, da Konrads Schreibtisch zerstört worden ist. Das Verhalten von Konrad
ist nach der csqn Formel kausal, da ohne seine Handlung der konkrete Schaden nicht
eingetreten wäre. Die Adäquanztheorie ist positiv geprüft, da solche Ursachen
typischerweise zu solchen Schäden führen. Die Rechtswidrigkeit liegt im Eingriff in ein
absolut geschütztes Rechtsgut, dem Eigentum von Konrad. Eine Interessensabwägung
spricht nicht gegen die Rechtswidrigkeit des Eingriffes. Sein Verhalten kann ihm subjektiv
vorgeworfen werden. Er handelt leicht fahrlässig, da er einen Fehler begeht, den auch
sorgfaltspflichtigen Menschen passieren kann. Somit haftet

192.
Mangels Verschulden scheidet eine Verschuldenshaftung nach dem AGBG aus
Bei dem Sodasteam handelt es sich um ein Produkt, um eine körperliche bewegliche Sache,
einschließlich ihrer Energie. Der Hersteller haftet für Fehler, also wenn das Produkt nicht die
Sicherheit bietet, die man sich von diesem erwarten kann. Es handelt sich hier um einen
Produktionsfehler. Der Steam ist nicht vom Produzenten zu ersetzen. Bei dem Schaden
handelt es sich um eine von dem Produkt verschiedene Sache, welches nicht überwiegend in
einem Unternehmen verwendet worden ist. Der Selbstbehalt bei Sachschäden beträgt 500
Euro. Somit kann Lisa 100 Euro von dem Hersteller verlangen.

193
Ein Schadensersatzanspruch nach dem PHG ist erloschen, da seit dem In Verkehr bringen des
Produktes über 10 Jahre vergangen sind.

194.
Alex hat durch einen Zufall unrechtmäßig einen Vorteil aus dem Vermögen von Niko
gezogen. Niko stehen Verwendungsansprüche zu. Alex hat Niko für die verbrannten Buchen
Wertersatz zu leisten.

195.
Geschäftsführung im Notfall
Nützliche Geschäftsführung
Unntüze Geschäftsführung
Unerlaube Geschäftsführung

196.
Es liegt hier ein Fall der Geschäftsführung ohne Auftrag vor  die eigenmächtige Besorgung
von Angelegenheiten eines anderen in der Absicht dessen Interessen zu fördern. Zwischen
Gerfried und Elisabeth liegt kein Vertrag vor. Lisa handelt mit einem Animus rem alter
gerendi. Es handelt sich hier um eine Geschäftsführung im Notfall. In einem solchen Fall,
wenn der Geschäftsführer im Notfall handelt, die Zustimmung des Geschäftsherrn nicht
rechtzeitig eingeholt werden konnte und Elisabeth ihr Handel für notwendig halten, kann
sich, auch wenn ihre Bemühungen fruchtlos bleiben würden, Ersatz von G verlangen. Aber
auf jeden Fall hat sie einen Anspruch auf den Ersatz der 500 Euro für das Fällen des Baumes

197
Spezialität
Typenzwang
Publizität

198
Sachbesitzer ist, wer die Innehabung entweder unmittelbar oder mittelbar hat und einen
Animus rem sibi habendi hinsichtlich der Sache hat.

199.
Redlich besitzt wird annehmen darf, dass sich die bessesene Sache sein Eigentum ist
Rechtmäßig besitzt, wer einen Titel nachweisen kann, der zum Besitz berechtigt

200.
Kristina ist Rechtsbesitzerin, da sie mit einer gewissen Dauerhaftigkeit das Recht als das ihre
Ausübt. Es liegt eine eigenmächtige Störung der Innehabung vor. Sie wird somit durch das
gerichtliche Besitzstörungsverfahren geschützt. Dabei muss sie nur den Besitz und die
Störung nachweisen
Sollte sie erst sechs Wochen später gegen Lukas vorgehen so wird sie nicht viel Erfolg haben,
da die Besitzstörungsklage innerhlab von 4 Wochen geltend gemacht werden muss.

201
Wenn ein Rechtsobjekt mehreren Rechtssubjekten gehört spricht man von Miteigentum.
Jeder Miteigentümer hat einen idellen Anteil an der im Miteigentum stehenden Sache und
kann frei über diesen verfügen.
Das Wohnungseigentum ist eine besondere Form des Miteigentums. Sie verleiht den
Miteigentümer einer Liegenschaft das dingliche Recht, eine Wohnung, Kfz stellplatz oder
eine Räumlichkeit ausschließlich zu nutzen und allein darüber zu verfügen

202.
Eigentumsklage (rei vindicatio)
Klage aus dem rechtlich vermuteten Eigentum
Eigentumsfreiheitsklage
Exszindierungsklage
Aussonderungsklage
Löschungsklage
Eigentumsfeststellungsklage

203.
Es handelt sich hier um eine unkörperliche Beeinträchtigung (=Immission), die das nach den
örtlichen gewöhnliche Maßen überschreitet und die Benutzung der örtlichen Grundstück
wesentlich beeinträchtig (Herbert findet keinen Schlaft). Die Vorrausetzungen werden
kumulativ erfüllt, daher hat Norbert einen Anspruch auf Unterlassung.
Sollte der Lärm von einer behördlichen genehmigten Diskothek ausgehen, kann Herbert,
obwohl die Einwirkung das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschreitet
und die Benutzung des örtlichen Grundstückes dadurch wesentlich beeinträchtigt wird, nicht
dagegen vorgehen. Jedoch hat er einen verschuldensunabhängigen Ausgleichsanspruch (= er
kann Geld verlangen)
204.
Im Falle einer negativen Immission, also bei einer gewünschten gegebenen Einwirkung, die
einem vorenthalten wird, kann der Eigentümer des Grundstückes gegen von Bäumen oder
anderen Pflanzen verursachten Entzug von Licht und Sauerstoff vorgehen, wenn die
Vorrausetzungen erfüllt werden, die auch für Immissionen gelten. Daher: Die Einwirkung
muss das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschreitet und die örtliche
Benützung des Grundstückes wesentlich beeinträchtigen

205.
Unter dem Prinzip der kausalen Tradition versteht man dass die rechtsgeschäftliche
Übertragung von Eigentum ein wirksames Verpflichtungsgeschäft als Titel und einen
rechtlich anerkannte Erwerbsart als Modus verlangt

206.
Traditio brevi Manu
Der Erwerber der Sache hatte die Erwerbssache bereits, die er davor nur innehatte
Besitzerkonstitut
Der Erwerber kommt mit dem Veräußerer zur Übereinkunft, dass ihm dieser zukünftig die
Innehabung vermittelt
Besitzanweisung
Ein Dritter, der eine Sache innehat, wird vom Eigentümer angewiesen die Sache nun für den
Erwerber innezuhaben.

208.
Aufgrund des gültigen Kaufvertrages liegt ein Titel vor. Es ist eine Versendung an die Adresse
von Tina vereinbart worden  Die Sache wird mit dem Willen des Übernehmers an einen
anderen Ort als den Erfüllungsort übersendet. Dadurch geht das Eigentum an dem Tablet auf
Tina über, als Max das Tablet bei der Post, dies entspricht der Verkehrsausübung,
aufgegeben hat.

Es liegt ein Verbrauchervertrag vor, da Tina der Kauf des Tablets für Tina kein
unternehmensbezogenes Geschäft war. Ein Gültiger Kaufvertrag liegt vor, somit ist der Titel
erfüllt. Die Übertragung des Eigentums erfolgt erst zu dem Zeitpunkt, ab dem Tina das Tablet
vom Postboten übernimmt. Als das Tablet, bevor es Tina übernommen hat, beschädigt
worden ist war das Tablet noch nicht im Eigentum von Tina
208.
Eine Verfügungsberechtigung des Veräußerers liegt vor:
- Wenn der Veräußerer eine rechtsgeschäftliche Ermächtigung des Eigentümers hat
- Der Veräußerer der Eigentümer ist
- Oder der Veräußerer kraft des Gesetzes zur Verfügung berechtigt ist

209
Der derivative Erwerb der Fanny scheitert an der dinglichen Berechtigung des Vormannes.
Paula hatte keine Verfügungsberechtigung. Daher kommt ein gutgläubiger originärer
Eigentumserwerb in Frage: Aufgrund des Kaufvertrages liegt ein Titel vor. Das Fahrrad wurde
ihr übergeben, somit ist der Modus erfüllt. Das Fahrrad ist eine bewegliche Sache. Fanny ist
redlich, da sie nicht weiß oder vermuten kann, dass Paula nicht die Eigentümer der Sache ist.
Hier liegt ein entgeltliches Rechtsgeschäft vor. Fanny hat das Fahrrad von einem
Vertrauensmann erworben (Erwin hat Paula das Fahrrad anvertraut). Fanny erwirbt somit
originär Eigentum an dem Fahrrad

210.
Der derivative Eigentumserwerb von Stefan scheitert an der dinglichen Berechtigung von
Nora, da sie weder Eigentümer, noch kraft Gesetz oder einer rechtsgeschäftlichen
Ermächtigung des Eigentümer zur Veräußerung berechtigt war. Daher kommt ein
gutgläubiger Eigentumserwerb in Frage:
- Augrund des Kaufvertrages liegt ein titel vor
- Die Briefmarken wurden Stefan übergeben, der Modus ist somit erfüllt
- Es handelt sich bei den Briefmarken um eine bewegliche Sache
- Stefan ist redlich, da er nicht weiß oder vermuten kann, dass Nora nicht die
Eigentümer der Briefmarken ist
- Es liegt ein entgeltliches Rechtsgeschäft vor
Aber er erwirbt die Sache von einem Dieb (arg: Nora hat die Briefmarken gestohlen) daher
scheitert der originäre Eigentumserwerb und es kommt eine Ersitzung in Frage:
Eine eigentliche Ersitzung scheitet aus, da Stefan die Briefmarken von einem unechten und
unredlichen Besitzer erworben hat dafür daher sechs Jahre hätten vergehen müssen. Auch
die uneigentliche Ersitzung kommt nicht in Frage, da die Ersitzungsfrist bei beweglichen
Sachen 30 Jahren beträgt . Andreas ist somit noch immer eigentümer des Buches und kann
sie mit der Rei vindicatio herausverlangen.

211.
Der derivative Eigentumserwerb von Carlos scheitert an der fehlenden dinglichen
Berechtigung von Naomi – sie war nicht verfügungsbefugt. Der gutgläubige originäre
Eigentumserwerb scheitert, da Carlos die Kassa nicht von einem Unternehmer im
gewöhnlichen Betrieb seines Unternehmens erworben hat – eine Kassa in eine Restaurant zu
kaufen ist kein gewöhnliches Geschäft. Somit kommt eine Ersitzung in Frage. Augrund der
Tatsache, dass der Besitz von Carlos qualifiziert ist:
- Rechtmäßig, da er einen Titel nachweisen kann, der zum Besitz berechtigt
- Redlich, da er davon ausgehen darf, dass sie die bessesene Sache in seinem Eigentum
befindet.
- Echt, da er nec vi nec clam und nec procarium von Naomi erworben hat
Es kommt somit eine eigentliche Ersitzung in Frage. Da er von einem unredlichen und
unechten Vertragspartner erworben hat beträgt die Ersitzungsfrist bei beweglichen Sachen 6
Jahre. Laut dem Sachverhalt ist diese bereits abgelaufen und somit ist Carlos Eigentümer der
Kassa.

212.
Der derivative Eigentumserwerb des Fritzes scheitert an der fehlenden dinglichen
Berechtigung von Gustav – Gustav hat keine Verfügungsbefugnis. Daher kommt ein
gutgläubiger Eigentumserwerb in Frage: Aufgrund des Kaufvertrages liegt ein Titel vor. Der
Geldschein wird Fritz übergeben somit ist auch der Modus erfüllt. Fritz ist Eigentümer
geworden, weil für den gutgläubigen Erwerb des Eigentums an Geld nur Voraussetzung ist,
dass er redlich (er kann nicht wissen oder muss vermuten, dass es sich bei dem Geldschein
um einen gestohlen handelt) ist und ein entgeltliches Rechtsgeschäft vorliegt. Beide
Vorrausetzungen sind erfüllt und somit erwirbt er originär Eigentum
213.
Es liegt eine irreversible Verarbeitung vor, da ein Kasten nicht mehr in seine Einzelteile
zerlegt werden kann. Timo verarbeitet eine fremde Sache mit seiner eigenen obwohl keine
Vereinbarung vorliegt. Da sich die Hauptsache nicht ausmachen lässt entsteht ein
Miteigentum an der neuen Sachen; die ideellen Anteile richten sich nach den Wert der
Beträge. Die Sache gehört zu einem Drittel Florian und zu zwei Drittel Timo. Da Florian das
geringere Verschulden triff, hat er das Wahlrecht. Er kann entweder das Alleineigentum an
der Sache verlangen und Timo Wertersatz für seine Arbeitsleistung bezahlen, oder er kann
die Sache Timo überlassen und Wertersatz verlangen (300 Euro).

214.
Baurecht
Dienstbarkeit
Pfandrecht
Reallast

215.
Das Pfandrecht ist das beschränkt dingliche Recht des Gläubigers, sich aus einer bestimmten
Sache zu befriedigen, wenn die damit gesicherte Forderung trotz Fälligkeit nicht beglichen
wird. Das Pfandrecht ist die dingliche Besicherung der Forderung.
Wenn Max dem Hans das Auto zurückgibt erlischt das Pfandrecht, da ein Verstoß des
Publizitätsprinzip vorliegt  er hat keinen Besitz mehr
Eine Vorrausetzung für das Pfandrecht ist der Bestand der gesicherten Forderung. Unter
Akzessorietät versteht man, dass die Forderung auf die Weise mit dem Pfandrecht
verbunden ist, dass ihre Existenz Voraussetzung für das Entstehen und den Bestand des
Pfandrechts sind. Somit würde das Pfandrecht untergehen, sollte Max ihm die Forderung
erlassen.

216.
Titel
Modus und Publizität  Eintragung in das Grundbuch
Bestand der gesicherten Forderung
Verfügungsbefugnis des Bestellers
217.
Bei beiden handelt es sich um eine Dienstbarkeit, ein beschränkt dingliches Nutzungsrecht
eine fremde Sache auf eine bestimmte Art zu nutzen oder bestimmte Einwirkungen des
Eigentümers auf die Sache zu untersagen. Der Fruchtnießer hat das dingliche Recht eine
Sache unter Schonung ihrer Substanz unbeschränkt zu nutzen. Der Gebrauchsnutzer hat das
beschränkt dingliche Recht eine Sache bloß zur Befriedigung der Bedürfnisse der
Berechtigten zu nutzen.

218
Franz hat die Dienstbarkeit ersessen: Er war redlich, da er davon ausgehen konnte, dass sich
die besessene Sache in seinem Eigentum befindet. Der Besitz war echt, da er ihn weder nec
vi nec clam oder nec precarium erworben hat. Es liegt somit eine uneigentliche Ersitzung vor.
Die Ersitzungszeit von 30 Jahren ist vergangen, somit ist er Eigentümer der Serivitut
geworden. Franz wird bei der ausübung seines Servitut gehindert und unternimmt nichts
dagegen  die Verjährungsfrist in einem solchen Fall beträgt 3 jahre. Es kommt zur
Freiheitsersitzung und Robert wird Eigentümer des Servitut. Franz hat kein dingliches Recht
am Servitut mehr und kann somit nicht die Entfernung des Schrankens verlangen.

219.
Ehefähig ist, wer volljährig und entscheidungsfähig ist. Das Gericht kann eine Person, die das
16 Lebensjahr vollendet hat, unter bestimmten Voraussetzungen für ehefähig erklären.

220.
Die Eheschließung muss vor einem Standesbeamten stattfinden
Die Ehe muss in das Ehebuch oder das Zentrale Personenstandsregister eingetragen werden.
Die Erklärungen, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, der Verlobten muss gleichzeitig
und persönlich erfolgen
Die Ehegatten haben zu unterschreiben
Zeugen müssen grundsätzlich anwesend sein, dies entfällt, wenn die Verlobten darauf
verzichtet.

221.
Unter Schlüsselgewalt versteht man, dass der haushaltsführende und einkommenslose
Ehepartner für alltägliche Haushaltsgeschäfte eine gesetzliche Vertretungsmacht im
Verhältnis zum anderen hat. Ist dem dritten dieser Umstand bewusst, so gilt das als
Offenlegung iS des Stellvertretungsrecht und nur der andere Ehepartner wird verfpflichtet.
Wenn dem Vertragspartner dies jedoch nicht bewusst ist, kann er sich an beide Ehepartner
halten.

222.
Das Prinzip der Gütertrennung besagt das jeder Ehepartner Eigentümer des von ihm in die
Ehe eingebrachten und während der Ehe erworbenen bleibt.

223
Trotz des gesetzlichen Güterstand der Gütertrennung ist bei Auflösung der Ehe das eheliche
Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse auf Antrag nach Billigkeit zu teilen

224
- Die eheliche Lebensgemeinschaft muss seit mindestens einem halben Jahr
aufgehoben sein
- Beide müssen die unheilbare Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses zugestehen
- Einigung über wesentliche Scheidungsfolgen (Scheidungsvergleich)
- Gemeinsames Scheidungsbegehren

225
Maria kann die Scheidung begehren, da Markus durch eine schwere Eheverfehlung – den
Seitensprung - die Ehe schuldhaft so tief zerrüttet hat, dass die Wiederherstellung einer
ihrem Wesen entsprechenden Lebensgemeinschaft nicht erwartet werden kann 
Unheilbare Zerrüttung liegt vor, wenn die Gemeinschaft der Ehepartner objektiv beendet ist
und dies mindestens einem Ehepartner bewusst ist. Ausgelöst wird zu durch eine schwere
Eheverfehlung. Die Scheidung wegen Verschulden erfolgt durch Anklage eines Ehepartners
mit Gerichtsurteil

226.
Eine Klage des Timo auf Scheidung wegen Verschulden kommt nicht in Frage, da aus dem
Verhalten von Viktoria geschlossen werden kann, dass sie die Verfehlung von Timo verziehen
hat oder nicht als ehezerstörend empfunden hat
Viktoria kann die Scheidung begehren, da Timo wegen einer schweren Eheverfehlung, er
beginnt eine Beziehung mit einer anderen Frau, die Ehe schuldhaft so tief zerrüttet hat, dass
die Widerherstellung einer ihrem Wesen entsprechenden Lebensgemeinschaft nicht
erwartet werden kann.

227.
Ehezerrüttendes Verhalten infolge einer psychischen Krankheit oder einer vergleichbaren
Beeinträchtigung
Ansteckende oder ekelerregende Krankheit
Auflösung der ehelichen Gemeinschaft

228.
Scheidung wegen Verschuldens.
Eine Scheidung wegen Verschuldens scheidet aus, da die Eheverfehlung der Maria nicht kraft
Verschuldens zurechenbar ist  es handelt sich hier um eine psychische Störung
Scheidung aus anderen Gründen
Roman kann die Scheidung begehren, da die Ehe infolge eines Verhaltens von Maria, das
nicht als Eheverfehlung betrachtet werden kann, weil es auf einer psychischen Krankheit
beruht, so tief zerrüttet ist, dass die Wiederherstellung einer dem Wesen der Ehe
entsprechenden Lebensgemeinschaft nicht erwartet werden kann. Maria hätte jedoch einen
Einspruch, wenn sie die Auflösung der Ehe außergewöhnlich hart treffen würde

229.
Scheidung wegen Verschuldens
Martin kann wegen Fannys Eheverfehlung keine Scheidung wegen Verschulden begehren, da
er selbst eine Verfehlung begangen hat, da sein Scheidungsbegehren bei richtiger
Würdigung des Wesens einer Ehe sittlich nicht gerechtfertigt ist.
Scheidung aus anderen Gründen
Da die häusliche Geminschaft zwischen den beiden – Fanny ist ausgezogen – nicht mehr als
drei Jahre aufgehoben ist, kann Marting keine Heimtrennungsklage geltend machen.
Variante:
In diesem Fall ist die häusliche Gemeinschaft zwischen den beiden seit mehr als drei Jahren
aufgehoben. Daher kann Max wegen tiefgreifender unheilbarer Zerrüttung der Ehe die
Scheidung begehren. Fanny hat jedoch ein Widerspruchsrecht, wenn sie die Scheidung der
Ehe härter träfe, als den klagenden Ehegaten die Abweisung des Scheidungsbegehrens, da
MARTIN die Zerrüttung verursacht hat.

231.
Nach der Scheidung tragen die Ehegatten grundsätzlich den Familiennachnamen weiter, den
sie während der Ehe getragen haben. Sie haben jedoch die Möglichkeit, jenen
Familiennamen wieder anzunehmen, den sie vor Eingang in die Ehe trugen

232.
Da Stefan der allein schuldige ist hat er Gundula, soweit ihre Einkünfte aus Vermögen und
die erträgnisse einer Erwerbstätigkeit nicht ausreicht, den anch den Lebensverhältnissen der
Ehegatten angemessene Unterhalt zu gewähren. Doch wenn Stefan durch die
Gewährleistung des Unterhaltes von Gundula seine Verpflichtungen den eigenen
angemessenen Unterhalt gefährden, so braucht er nur so viel zu leisten, als es die Billigkeit
entspricht.

233.
Da beide Ehegatten gleich schuld sind, haben sie grundsätzlich keine Unterhaltsansprüche.
Aber: Max, sollte er sich nicht selbst unterhalten können, kann von Franziska Unterhalt
verlangen, wenn und soweit dies mit Rücksicht hat auf die Bedürfnisse und die Vermögens
und Erwerbsverhältnisse von ihr der Billigkeit entspricht

234.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Ehegatten, obwohl ihn kein Verschulden an
der Scheidung trifft, Unterhaltspflichtig gegenüber dem anderen werden:
- Soweit und solange einem geschiedenen Ehegatten auf Grund der Pflege und
Erziehung eines gemeinsamen Kindes nicht zugemutet werden kann, sich selbst zu
erhalten, hat ihm der andere, unabhängig von seinem Verschulden an der Scheidung
Unterhalt nach dessen Lebensbedarf zu gewähren
- Hat sich der Ehegatte während der Ehe auf Grund der einvernehmlichen Gestaltung
der ehelichen Lebensgemeinschaft der Haushaltsführung und gegeben falls der
Pflege und Erziehung gemeinsamen Kindes oder der Betreuung eines Angehörigen
eines der Ehegatten gewidmet und kann ihm auf Grund des dadurch bedingten
Mangels an Erwerbsmöglichkeiten nicht zugemutet werden sich selbst zu erhalten,
hat ihm der andere Ehegatte unabhängig vom Verschulden an der Scheidung den
Unterhalt nach dessen Lebensbedarf zu gewähren.
235.
Mutter im rechtlichen Sinn ist die Frau, die das Kind zu Welt bringt, also Maria. In diesem Fall
ist Maria jedoch nicht die biologische Mutter.

236.
Ein Kind kann immer nur einen Vater im rechtlichen Sinn haben. Jedoch können rechtliche
und biologische Vaterschaft auseinanderfallen  in einem solchen Fall hätte ein Kind „zwei“
Väter

237.
Vater des Kindes ist der Mann:
- Der mit der Mutter im Zeitpunkt der Geburt des Kindes verheiratet ist oder als
Ehemann der Mutter nicht früher als 300 Tage vor der Geburt des Kindes verstorben
ist
- Der die Vaterschaft anerkannt hat oder
- Dessen Vaterschaft gerichtlich festgelegt ist

238.
Der Vätertausch ist die Möglichkeit des Kindes bei bereits feststehender Vaterschaft die
Feststellung der Vaterschaft eines anderen Mannes zu begehren. Dadurch wird die
bestehende Vaterschaft automatisch beseitigt

239.
Ist an der Mutter innerhalb von nicht mehr als 300 und nicht weniger als 180 Tagen vor der
Geburt eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung durchgeführt worden so ist die Frau
- Die mit der Mutter im Zeitpunkt der Geburt des Kindes in eingetragener
Partnerschaft verbunden ist oder als eingetragene Partnerin der Mutter nicht früher
als 300 Tage vor der Geburt des Kindes verstorben ist oder
- Die die Elternschaft anerkannt hat oder
- Deren Elternschaft gerichtlich festgelegt worden ist.

240.
Waltraud und Wilhelm müssen beide entscheidungsfähig sein und das 25 Lebensjahr
vollendet haben. Die Annahme kommt durch einen schriftlichen Vertrag zwischen
Annehmenden und dem Wahlkind. Da Konrad entscheidungsunfähig ist wird der Vertrag
durch den gesetzlichen Vertreter geschlossen. Der Vertrag wird nur durch eine gerichtliche
Bewilligung zustande. Diese darf erst erteilt werden, wenn die Eltern des minderjährigen
Wahlkindes (Lena und Lukas) zustimmen

241.
Wer mit der Obsorge für ein minderjähriges Kind betraut ist, hat es zu pflegen und zu
erziehen, sein Vermögen zu verwalten und es in diesen sowie allen anderen
Angelegenheiten zu Vertreten.
Der Mutter

242.
Maria und Josef sind Verheiratet und somit beide mit der Obsorge und gesetzlichen
Vertretung betraut. Es handelt sich hier um eine Vertretungshandlung eines Elternteils in
Vermögenangelegenheiten. Zu ihrer Rechtwirksamkeit bedarf es der Zustimmung des
anderen Obsorge betrauten Elternteils und der Genehmigung des Gerichts, da die
Vermögensangelegenheit nicht zum ordentlichen Wirtschaftsbetrieb gehört
243.
Der Unterhaltsanspruch richtet sich in erster Linie gegen die Eltern. Unter bestimmten
Voraussetzungen können jedoch auch die Großeltern subsidiär unterhaltspflichtig werden

244.
Durch ein förmliches Gerichtsverfahren, dem sogenannten Verlassenschaftsverfahren. Das
Verfahren endet mit der Einantwortung der Verlassenschaft an den Erben durch
Gerichtsbeschluss

245.
Bei der unbedingten Erbtrittsanerklärung haftet der Erbe für alle Schulden der
Verlassenschaft. Die bedingte Erbtrittserklärung führt zu einer beschränkten Haftung des
Erben für die Verlassenschaftsschulden bis zu Wert der Verlassenschaftsaktiven.

246.
Testierfähig ist man mit erreichen der Volljärigkeit. Ein mündiger Minderjähriger kann vor
einem Gericht oder notar mündlich testieren.

247.
Die Verfügung muss von dem, der seinen letzten Willen abgibt, unterzeichnet werden und
mit einem eigenhändig geschriebenen Zusatz versehen werden „dies ist mein letzter Wille“.
Dies hat in der Anwesenheit von drei gleichzeit anwesenden zeugen stattzufinden. Die
Zeugen, deren Identität aus der Urkunde hervorgehen muss, haben auf der Urkunde mit
einem auf ihre Eigenschaft als Zeugen hinweisen und eigenhädnig geschriebenen zusatz zu
unterschreiben. Die Zeugen dürfen ncith befangen sein

248.
Ein Erbvertrag kann nur zwischen Ehegatten oder eingetragenen Partnern sowie über drei
Viertel der Verlassenschaft geschlossen werden. Ein solcher vertrag muss als Notariatsakt
und mit allen Erfordernissen eines schriftlichen Testamentes errichtet werden. Ein
Erbvertrag kann nicht einseitig widerrufen werden

249.
Den Kindern fällt die gesamte Verlassenschaft zu gleichen Teilen – jeweils zur Hälfte. Da
Klaus vor Valentin gestorben ist fällt sein Anteil, also ½ , auf seine Kinder Edgar und Elfriede
sowie Ernestine zu gleichen Teilen zu  1/3. Da Ernstine verstorben ist treten ihre
Nachkommen zu gleichen Teilen in ihren Erbteil von 1/6 als 1/12

250.
Gertrude erbt als Ehegattin neben den Kindern zu einem Drittel der Verlassenschaft. Die
Kinder – Anton und Theresa erben somit 2/3 . Gertrude erwirbt somit 10000 Euro. Die
Kinder Anton und theresa die 20000 Euro, die auf gleiche teile auf sie aufgeteilt weden also
10000 pro Kopf und Nase
Erbfolge von Theresa.
Die Mutter von Theresa lebt noch. Der andere

249.
Gesetzliche Erben sind die in nächster Linie mit dem Verstorbenen Verwandten – also seine
Kinder. Sie erben zu gleichen Teilen, daher bekommt jeder die Hälfte. Sein Sohn Klaus ist vor
ihm Verstorben, daher fällt sein Anteil auf seine Kinder zu gleichen Teilen zu. Also bekommt
jeder jeweils 1/3 von seiner 1/2. Ernestine ist schon verstorben, daher fällt ihr Anteil von 1/3
auf ihre zwei Kinder zu die jeweils die Hälfte ihres Anteils erben, sie erben zu 1/12.

250.
Erbfolge nach Serverin
Gesetzlichen Erben sind die in nächster Linie mit dem Verstorbenen Verwandten und seine
Ehegattin. Gertrude als Ehefrau erbt die Verlassenschaft von Severin zu einem Drittel. Seine
Kinder Anton und Theresa, das Erbrecht besteht, da es sich um eine Lebendgeburt handelt,
erben zu gleichen Teilen, also 1/3. Somit bekommt sowohl die Ehefrau als auch die Kinder
10000.
Erbfolge Theresa
Theresa hat keine Kinder hinterlassen, daher erbt das zweite Parental. Dies ist ihre Mutter –
sie erbt 5000 Euro. Da der Vater von Theresa schon verstorben ist, erbt sein Nachkommen,
also Anton, die Hälfte. Also erbt er auch 5000 Euro

251.
Die letztwillige Verfügung ist nicht gültig, da der Zeuge Fritz, befangen ist – er wird in der
letztwilligen Verfügung erwähnt. Auch Paul ist befangen, da er der Partner von Fritz ist. Es
kommt zur gesetzlichen Erbfolge und Veronikas Kinder Kurt und Konrad erben zu gleichen
Teilen

252.
Die Lebensgefährtin war in den letzten drei Jahren vor dem tod vom Michael im
gemeinsamen Haushalt

253.
Der eingetragene Partner Ernestine erbt neben der Mutter von Martina (2Parental) die
Verlassenschaft zu 2/3. Sollte der Vater von Veronika verstorben sein, so erbt Ernestine auch
seinen Anteil 1/6.

254.
Sowohl Mercedes als auch Julia sind Vermächtnisnehmer. Sie haben aufgrund der
letzwilligen Verfügugen einen Anspruch auf den ihnen zugesprochen Sachen und können
diesen gegen die Verlassenschaft bzw den Erben geltend machen, aber haben kein Recht, die
gesamte Verlassenschaft bzw einen quotenmäßigen anteil in Besitz zu nehmen. Sie erben
durch singularsukzession. Bei lisa handelt es sich zwar um seine Lebensgefähritn, aber sie
lebten nicht 3 Jahre vor seinem Tod in einem gemeinsmane Haushalt (arg: er kennt sie seit 2
Jahren)  sie hat kein außerordentliches Erbrecht. Da er keinen anderen gesetzlichen Erben
hat werden die bedachten Vermächtnisnehmer (Mercedes und Lisa) verhältnsimäßig als
Erben betrachtet. Ihre Quote richtet sich nach den vermachten Gegensätnden also 1:3. Franz
erbt somit zu ¾ und Julia ¼

255.
Gelangt kein gesetzlicher ERbze zur Verlassenschaft, so fällt dem Lebensgefährten des
Verstrobrenen die ganze

249.
Karoline und Klaus fallen in das erste Parental (Kinder) und erben zu gleichen Teilen  jeder
bekommt die Hälfte.
Klaus ist gestorben, daher erben seine gesetzlichen Erben seinen Anteil zu gleichen Teilen.
Dies sind seine drei Kinder. Jeder von ihnen erbt 1/6. Da Ernestine schon gestorben ist fällt
ihr Anteil auf ihre gesetzlichen Erben über, dass sind ihre Kinder. Diese erben jeweils zu
1/12.

250.
Gesetzliche Erbfolge Severin
Die Ehegattin Gertrude erbt neben den Kindern die Verlassenschaft zu einem Drittel. Der
Rest wird zwischen den beiden Kindern aufgeteilt. Theresa ist zum Erbe berechtigt, da sie
lebend geboren worden ist. Die zwei drittel werden somit gerecht auf die Kinder aufgeteilt.
Jeder bekommt ein Drittel und somit 10000 Euro.
Gesetzliche Erbfolge Theres
Theresa hat keine Kinder, daher fällt die Verlassenschaft den mit ihr in zweiter Linie
Verwandten, also ihren Eltern und deren Nachkommen. Da Ihr Vater schon verstorben ist,
tritt sein Nachkomme (Franz) das Erbe an seiner Stelle auf. Somit erbt jeder 5000.

251.
Aufgrund der letzwilligen Verfügung  ist formgültig, da handgeschrieben und
unterzeichnet  ist Anton Vemächtnisnehmer. Er hat einen Anspruch gegen den Erben auf
die Herausgabe des Buches geltend machen. Er erwirbt durch Sinkularsukzession.
Gesetzliche Erbfolge: Da es keinen Nachkommen von Michael gibt, fällt die Verlassenschaft
seinen Eltern und deren Nachkommen zu. Da aus dem Sachverhalt nicht hervorgeht, dass die

252.
Ein gültiges Nottestamen liegt vor:Aus der Sicht von Rudolf droht unmittelbar die
begründete Gefahr, dass er stirbt oder die Testierfähigkeit verleirt, bevor er seinen letzten
Willen auf andere weise zu erklären vermag. Daher kann er in Gegenwart von zwei Zeugen,
die Sanitäter, mündlich seinen letzten willen erkären.
Bei der Anordung, dass Tina sein Haus erben soll, handelt es sich um ein Vermächtnis. Sie hat
kein Recxht die gesamte Verlassenschaft oder einen quotenmäßigen Anteil in Anspruch zu
nehmen. Sie erwirbt durch Sinkularsukzession
Hypothtetische Erbfolge:
Die Kinder von R – fallen ins 1 Parental - erben die gesamte Verlassenschaft zu gleichen
Teilen. Da T schon gestorben tritt an seiner stelle Die Enkelin e sein Erbe an und erwirbt die
häflte der Verlassenschaft.
Pflichteil:
Als Pflichtteil gebührt jeder pflichtberechtigten Person (Kinder von R) die Hälfte dessen, was
ihnen nach der gesetzlichen ERbolge zustünde. Somit stehen Tina und Emelie 90 000 zu. Tina
wurde als Vermächtnisnehmer bedacht somit ist ihr Pflichtteil erfüllt, da dass Haus einen
wert von 1400 000. Emilie wurde nicht bedacht, somit hat sie einen schuldrechtlichen auf
Geld gerichteten Anspruch auf 90 000 Euro gegen die Verlassenschaft /Erben
Bei der Nationalrechtwahlordnung handelt es sich um Verfassungsrecht im materiellen Sinn.
Verfassungsrecht im Materiellen Sinn bezeichnet Regelungen, die den Aufbau, die
Organisation oder die Machtverteilung in einem staat regeln. Die
Nationalrechtswahlordnung fällt in diese Kategorie. Sie ist in form eines einfachen
Bundesgesetz erlassen und somit kein Verfassungsrecht im formellen Sinn.

209.
Der derivative Eigentumserwerb von Fanny scheitert an der fehlenden dinglichen
Berechtigung von Paula. Paula ist nicht berechtigt, die Sache zu veräußern.
Eine originärer Eigentumserwerb kommt in Frage:
 Durch den Kaufvertrag liegt ein rechtsgeschäflticher titel vor
 Die Sache wird Fanny übergeben
 Es handelt sich um eine bewegliche Sache
 Fanny erwirbt die Sache in einem entgeltlichen Rechtsgeschäft (Kaufvertrag).
 Weder weiß sie noch muss sie annehmen, dass der Veräußerer nicht Eigentümer des
Fahrrads ist. Sie ist schutzwürdig, da sie das Fahrrad von einem Vertrauensmann
erwirbt. Somit kommt es zum sofortigen originären Eigentumserwerb und Fanny wird
Eigentümer des Fahrrads

207.
Ein Titel liegt vor, aufgrund des Kaufvertrages. Max übergibt das Tablet an den Postboten.
Das Eigentum geht hier bereits zu diesem Zeitpunkt über, da die Sache mit Willen von Tina
an einen anderen Ort als den Erfüllungsort übersendet wird. Die Art der übersendung
ebntsprciht der getroffenene Vereinbarung.
Bei Einem Verbrauchervertrag geht das Eigentum bei Versendung erst über, wenn es der
Verbraucher übernimmt.

194.
Es kommt hier zu einer rechtsgrundlosen Vermögensverschiebung durch Zufall (Gewitter)
wodurch der Bereicherte unrechtmäßig einen Vorteil aus dem fremden Vermögen zieht. Der
Verkürzte hat hier die möglichkeit Wertersatz für die Buchen zu verlangen, da ihm
Verwendungsansprüche zustehen.

Bei dem Fernseher handelt es sich um ein Produkt  ein


Mit Inverkehrbringen des Produktes fängt eine zeitlich absolut

Bei beiden handelt es sich um eine mischung aus Vertrags- und Deliktshaftung. Zwischen
dem Geschädigten und dem Schädiger besthet noch kein Vertrag, dennoch wird für die
Einsetzung aller Gehilfen gehaftet.

Materielles Recht: trifft eine inhaltiche Ordnung für das menschliche Zusammenleben
Formelles Recht: beschreibt die Summe der Rechtsnormen, die das Verfahren der
Rechtsdurchsetzung vor staatlichen Behörden regelt.

Jeder Ehegatte bleibt Eigentümer des von ihm in die Ehe eingebrachten und während der
Ehe erworbenen

Franz hat das Wegservitut ersessen: Er war redliucher


Titel
Modus
Akzessorität
Verfügunsgberecghtiguntifgaüodihfjaüoidhfü08IHFÜAijfüaoknvüaoihf+a09jfüaojfüakfüaojfjü
adijfüaosfüaskjfüaosijfüaw0jfüwKOFAÜOSIDHJFÜA0JFÖKJÜKJL HALOLO mein
Name ist Willima und ich bin zehn Jahre alt. Meine
Schreibüodifaüosidjfapsodjfnüaw0oifjaüw0eijfaüd0ifjjaü0weifjaüeijfüaiefüaoiwefüaoiefjüaoij
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MEIN NAME IST WILLIAM UND ICH BIN NICHT SO DU ICH BU HALLO MEIN NAME IST WILLIM