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Mind over Matter

Zusammenfassung

Artur und Hannah, zwei Mitarbeiter einer mysteriösen Behörde, die übernatürliche Phänomene
untersuchen. Ähnlichkeiten zu fiktionalen FBI Agenten sind nicht zu vermeiden. Aber wie in jeder X-
File Episode geht es a) um "das Monster", die ab-normale Person, welche die übernatürlichen
Fähigkeiten besitzt und b) darum, das Monster zu verstehen oder unschädlich zu machen.

Also ist natürlich Pascal unser Protagonist. Ein kleiner Junge, der zusammen mit seiner
alleinerziehenden Mutter in einem Problemviertel lebt, und der selbst in der Brennpunktschule, die
er besucht, von seinen Mitschülern als Außenseiter und Sonderling verschrien ist und gemieden wird.
Im Unterricht schaut er meist träumend aus dem Fenster, die Lehrer haben ihn schon mehr oder
weniger aufgegeben (außer einer jungen Lehrerin?), er hat sich in ein Mädchen aus der Parallelklasse
verliebt, eine begabte Geigerin, aber ihr Vater untersagt seiner Tochter jeglichen Kontakt zu dem
"schrägen Vogel". Fazit: Die "Geiselnahme" findet entweder in der Schul-Cafeteria statt oder es
befinden sich außer Pascal noch weitere Schüler in dem Fast-Food-Restaurant (vielleicht ist es auch
ein Schulausflug? Und einer der gestressten Lehrer zieht plötzlich die Waffe?) - der Geiselnahme
muss auf jeden Fall eine der üblichen Mobbing-Aktionen vorangehen, in denen kleine Jungs wahre
Meister sind, und ihr Opfer ist natürlich Pascal. Er wird von den großen Bullies in die Enge getrieben,
dann eskaliert die Situation. Überraschend, beeindruckend, aber niemand kommt zu Schaden, auch
der Lehrer/ "Geiselnehmer" ist bald wieder vernehmungsfähig, also nichts passiert?

Hannah Balisch, Kommissarsanwärterin, hat die undankbare Aufgabe, alle 23 prä-Teenies zu


befragen, die bei dem Vorfall anwesend waren, die immer noch verängstigten Kinder berichten
übereinstimmend, dass ihr Lehrer plötzlich eine Pistole gezogen und in die Decke geschossen habe,
dann habe er sie alle gezwungen sich auf den Boden zu legen und schließlich sei die Polizei
gekommen und habe den Lehrer erschossen (zum Glück irren sie hier, er wurde lediglich
angeschossen), Hannah steht vor einem Rätsel, wie können alle Kinder übereinstimmend von einem
Erlebnis berichten, dass definitiv nicht stattgefunden hat? Das sich ausschließlich in ihrer Fantasie
abgespielt haben muss? Der Lehrer hat an den Vorfall keine Erinnerung mehr, ist also keine große
Hilfe. Auch der hinzugezogene Psychologe weiß nicht weiter. Massenpsychose? Kann sein. Akte
geschlossen.

Auftritt Artur. Er setzt sich einfach neben Hannah, als sie gerade den 21. Schüler befragt (wen), ganz
selbstverständlich, als sei er nur mal eben schnell draußen gewesen, um Kaffee zu holen (immerhin
hat er Hannah eine Tasse mitgebracht. Hannah ist angepisst, lässt sich aber nichts zunächst
anmerken, nach der Befragung stellt sie Artur aber zur Rede. Was fällt ihm ein? Wer ist er eigentlich?
Nun, er arbeitet direkt für den MAD und sein Name ist Artur, ohne h, Bauer, angenehm. (Was hat
Artur hierher geführt? Was kann er beitragen?) Also: Das Happy Meal mit dem Erdbeer-Shake hat ihn
hergebracht. Hannah ist perplex, dann schaut sie sich die Protokolle an: Tatsächlich: Scheinbar hatten
alle Kinder dasselbe Happy Meal bestellt - das ist allerdings nicht korrekt: Nur sieben Kinder haben
genau diese Kombination bestellt. So steht's jedenfalls im Computer des Restaurants. Hannah ist
verblüfft, irgendwie auch beeindruckt, aber was hat das zu bedeuten? Artur weiß es auch nicht so
genau, aber es kann kein Zufall sein, dieselbe Massenpsychose und dasselbe Mittagessen?! (was
lenkt ihre Aufmerksamkeit auf Pascal? Vollführt er eins seiner Kunststücke? Etwas Harmloses?)
Später bringt Hannah Pascal nach Hause, sie ist von seinem Elternhaus schwer beeindruckt,
gepflegter Garten, wie aus dem Bilderbuch, das Haus ist frisch gestrichen, geblümte Gardinen in den
Fenstern, auch innen ist alles proper, frisch gebohnert, von Pascals Eltern, bzw. von seiner Mutter
keine Spur, aber sie ist bestimmt nur kurz Einkaufen, Hannah sieht sich Pascal noch einmal genauer
an, das Hemd ungebügelt, ein Loch in der Hose, verschlissene Sandalen, ist dies hier wirklich sein
Zuhause, aber natürlich, auf dem Familienfoto auf dem Kaminsims ist er schließlich zusammen mit
seinen Eltern zu sehen, eine Modell-Familie, wie aus dem Prospekt, auch Pascal sieht auf dem Foto
irgendwie aufgeräumter auf. Hannah steigt in den Wagen und fährt los. Die Nachbarhäuser haben
allesamt schon bessere Tage gesehen, Pascals Elternhaus sticht aus diesem elenden Ensemble
heraus, wie ein strahlend weißer Zahn aus einer vergilbten Gebiss-Ruine.

Dieser Besuch wirft jede Menge Fragen auf, aber helfen sie etwa dabei, den Fall zu lösen? Nein. Also
konzentriere Dich auf das Wesentliche. Beim "besten Döner der Stadt" diskutieren Hannah und Artur
die Ergebnisse der Befragung. Beide glauben, dass Pascal mehr weiß, als er sagt, zumindest wirkt er
nicht traumatisiert, wie seine Mitschüler, aber was könnte er wissen? Was ist denn überhaupt
geschehen? Artur kramt sein Handy hervor und beginnt zu suchen. Schließlich schiebt er das Handy
zu Hannah, ein Video, ein Spielplatz, eine Gruppe von Kindern im Vorschulalter, die schreiend
durcheinander laufen und dabei wild mit den Armen fuchteln, so als würden sie von einem
Heuschrecken-Schwarm angegriffen, aber da ist nichts zu sehen, keine Heuschrecken und auch keine
Vögel, nichts; im Hintergrund hört man aufgeregte Erwachsene ("Mein Gott! Was ist da los? Tu doch
was? usw.) - dann ist das Video zu Ende. Kein Hinweis, wo es aufgenommen wurde. (Führt diese Spur
nicht schnurstracks zu Pascal? Wie kann es sein, dass ein solches Video nicht viral geht?)

Während Hannah und Artur noch immer über ihrem Fall brüten (ist es denn "ihr" Fall? Ist überhaupt
etwas passiert?) bringt Pascal seine Mutter ins Bett, oder besser: er dirigiert sie dorthin. Die
Wohnung hat sich drastisch verändert, überall steht schmutziges Geschirr, eine einzige, arg vergilbte
Blümchengardine hängt schief im Fenster, leere Flaschen und volle Aschenbecher, nur das
Familienfoto steht unverändert da, immer noch auf dem Kaminsims, neben einer leeren Wodka-
Flasche, der Inhalt der Wodka-Flasche befindet sich in Pascals Mutter, er bugsiert sie ins Bett, deckt
sie zärtlich zu und geht in sein Zimmer, ein typisches Jungenzimmer, etwas chaotisch aber nicht so
verwahrlost wie der Rest der Wohnung, auf dem alten Desktop PC sieht er sich ein Video an, eine
junge Solo-Geigerin (Cecilie) spielt Bach, das Publikum lauscht gebannt, aber nicht so gebannt, wie
Pascal, er hat nur Augen für das blonde Mädchen, das komplett in ihr Spiel versunken ist.

Schließlich schläft er vor dem Bildschirm ein. Schnitt auf Cecilie, die unter den Augen ihres strengen
Vaters (am Flügel) ein Stück einübt, Herr Berg lässt seiner Tochter keinen schiefen Ton durchgehen,
die anderen Schüler schauen ängstlich zu (einer von ihnen wird der nächste sein), Pascal steht vor
der Tür zum Musikzimmer und lauscht. Von hinten schleichen sich zwei größere Jungs heran (Freddy
und Kevin), Pascal ist so in Cecilies Spiel vertieft, dass er die beiden Bullies gar nicht bemerkt. Freddy
grinst seinen Kumpel frech an, Kevin nickt. Die Tür zum Musikzimmer fliegt auf und Pascal stolpert
herein, er purzelt geräuschvoll zwischen die aufgetürmten Stühle und Cecilie unterbricht ihr Spiel.
Herr Berg ist außer sich. Er marschiert zu dem am Boden liegenden Störenfried, packt ihn am Ohr,
zieht ihn zu sich nach oben und sieht ihm tief in die Augen, Cecilie hat die Geige sinken lassen und
schaut zu, auch die anderen Schüler haben sich umgedreht, erleichtert und schadenfroh, dass sich
der Zorn des Meisters über jemand anderem entlädt, die Tür zum Musikzimmer öffnet sich wieder
und Pascal wird in den Gang ausgespien.

Später, in der Pause, sitzt Pascal mal wieder abseits und leckt seine Wunden, sein Knie blutet, Cecilie
setzt sich neben ihn und zückt ihr Taschentuch, sie legt es vorsichtig auf Pascals Knie und entschuldigt
sich bei ihm für ihren Vater. Sie sehen sich tief in die Augen. Der Schmerz ist vergessen. Cecilie hat
Pascal mit zu sich nach Hause genommen. Pascal bestaunt die elegante Einrichtung, alles ist
blitzeblank, kein Staubkörnchen irgendwo, der Saft im Kühlschrank ist frischgepresst, köstlich, Cecilie
zeigt ihm ihr Zimmer, schüchtern, wie ein Pilger in der Grabeskirche, sieht Pascal sich um, dann bittet
er Cecilie, ihm etwas auf ihrer Geiger vorzuspielen, sie bringt sich in Position und spielt los,
himmlische Musik erfüllt das Zimmer, leicht, elegant, alle Last fällt von Pascals Schultern, er ist im
siebten Himmel, aus welchem ihn Cecilies Vater jäh auf den Boden der Tatsachen zurückholt, Herr
Berg steht im Türrahmen und seine Augen werfen Blitze auf den unkeuschen Eindringling, Cecilie ist
erschrocken und ringt um Worte, aber ihr Vater gebietet ihr zu schweigen, da greift sich Pascal
kurzerhand die Geige und legt los, Cecilie und ihr Vater lauschen ungläubig, wie ein Meister spielt
Pascal ihnen auf, Bach, Vivaldi, was auch immer, als er schließlich endet, schluckt Herr Berg einmal,
entschuldigt sich für die Störung und verlässt das Zimmer, zutiefst schockiert und geläutert. Cecilie ist
sprachlos vor Staunen, aber auch ein bisschen verärgert, Pascal weiht sie schließlich in sein
Geheimnis ein, alles Einbildung, er gibt ihr eine kleine (harmlose) Probe seines Könnens, dann küssen
sie sich.

Intermezzo: Pascal auf dem Heimweg, das Knie mit Cecilies Taschentuch notdürftig verbunden
tänzelt er zu barocken Geigenklängen leichtfüßig durch eine blühende (surreale) Frühlingslandschaft.
Zuhause warten bereits zwei Männer in grauen Anzügen (wir nennen die Beiden der Einfachheit
halber Lolek und Bolek) auf Pascal. Sie begrüßen ihn wie alte Bekannte. Pascals Mutter liegt auf dem
Sofa, diesmal hat sie nicht zuviel getrunken, Lolek & Bolek haben sie zu einem handlichen Bündel
verschnürt (Alternativ: Die Beiden klingeln an der Wohnungstür, verschaffen sich Zutritt, und füllen
die verängstigte Mutter mit einer Flasche Absolut ab). Allerdings haben sie nicht mit Pascals kleinen
Tricks gerechnet, er lenkt sie mit einer kleinen Show-Einlage ab (Stichwort: Gorilla/ Löwe, Bär,
irgendein wildes Tier und flieht aus dem Haus, direkt in Arturs Arme, (Artur und Hannah haben sich in
der Zwischenzeit etwas unauffällig verhalten, welche Ermittlungsschritte könnten die beiden
unternommen haben? Die Geiselnahme lief am Vortag im Fernsehen, daher Pascals "Inspiration", sie
haben den Youtuber ausfindig gemacht, der das Video ins Internet gestellt hat, sie stellen fest, dass
Pascals Mutter nicht seine leibliche Mutter ist, sondern eine Mitarbeiterin des BND/ MAD? Sie
machen Pascals leibliche Mutter ausfindig (auf einem Friedhof, in einer geschlossenen
psychiatrischen Anstalt, sie verfolgen eine Spur -welche?- die sie direkt zu einem "Institut für
Verhaltenspsychologie" führt, ein hermetisch abgeriegelter, streng bewachter Betonblock mitten auf
dem platten Land, ein Mann kontaktiert die beiden, der sich als Pascals Vater ausgibt, gegen Geld
verspricht er ihnen weitere Informationen, die er tatsächlich auch liefern kann, aber später kümmern
sich Lolek und Bolek um ihn und bringen ihn zum Schweigen, Artur und Hannah versuchen in das
Institut einzudringen, sie werden jedoch gestellt und dem "Institutsleiter" (der einarmige Mann)
vorgeführt, er lässt sie mit einer gutgemeinten Warnung davon kommen ("der Junge darf nicht außer
Kontrolle geraten"), er gibt auch später Lolek & Bolek die Order, das Ziel-Objekt zu liquidieren,
"bevor wir die Kontrolle verlieren", beim ersten Versuch gelingt es Pascal noch, die beiden
abzuschütteln, er schlüpft über Nacht bei Cecilie unter, wird aber von seinen Verfolgern beim
Betreten des Hauses beobachtet, sie bringen Cecilie in ihre Gewalt und zwingen Pascal, sich zu
stellen, Hannah befreit das Mädchen und Artur hält die Beiden Attentäter so lange auf, bis Pascal sich
in Sicherheit bringen konnte, es kommt zum Showdown auf dem Jahrmarkt, schließlich ist es der
einarmige Mann, der sich persönlich um die Angelegenheit kümmert und Pascal in seine Gewalt
bringt, Artur und Hannah (und Cecilie) müssen ohnmächtig mitansehen, wie der einarmige Mann mit
Pascal davon fährt, wir sehen Pascal im Institut, "unter totalem Reizentzug"). End of Show.