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Contents

Z → SS.............................................................................................................................................2

R → A...............................................................................................................................................3

L → LH............................................................................................................................................3

PF → P / F........................................................................................................................................3

M, BM, TM......................................................................................................................................3

d und t angeglichen...........................................................................................................................4

das t wird wie ein p...........................................................................................................................4

N, DN, GN........................................................................................................................................4

G → GH / J.......................................................................................................................................6

CH → SCH, J...................................................................................................................................7

H → J................................................................................................................................................8

E........................................................................................................................................................9

Ä → E.............................................................................................................................................10

EI → EE.........................................................................................................................................11

I → Ü..............................................................................................................................................11

E → Ö.............................................................................................................................................11

AU → OO.......................................................................................................................................12
Z → SS
- Nach langem Vokal wird r zu einem imma immer

R→A kurzen a: wir [viːɐ̯] → wir, wia [viːa̯],


Tür [tyːɐ̯] → Tür, Tüa [tyːa̯]

- Ein r nach kurzem Vokal wirkt auf


den Vokal verlängernd. Im Vergleich
zum Hochdeutschen ist dabei
auffällig, dass der Vokal offen bleibt,
obwohl er lang ausgesprochen wird.
Im Schriftbild können solche Vokale
durch Verdopplung des Vokals selbst
und Verdopplung des folgenden
Konsonanten dargestellt
werden.Wort [vɔʁt] → Wort [vɔːa̯ʁt],
Woat [vɔːt], Wooatt [vɔːa̯t]

- Nach einem Schwundvokal (bzw.


kurzem unbetontem Vokal) wird r
zusammen mit dem Schwundvokal
zu a. herbei [həʁˈbaɪ] → habei [ha
ˈbaɪ]

leider [ˈlaɪdəʁ] → leida [ˈlaɪda]

habt ihr [ˈhaptiʁ] → habta [ˈhapta]

L → LH

PF → P / F
Ein b fällt vor m aus. Dies geschieht

M, BM, TM im Berlinischen sehr häufig, da die


Endung -em durch den Ausfall des
Schwundvokals zu -m verkürzt wird.

grobem [ˈgroːbəm] → grobm, groom


[ˈgroːʔm̩]

jedem [ˈjeːdəm] → jedm, jeem

d und t [ˈjeːʔm̩]
angegliche
n
atmen [ˈaːtmən] → atmen, apmen

das t wird [ˈaːʔmən]


wie ein p

Ein b fällt vor n aus. Jedoch wird

N, DN, GN hierbei das n zu m.

haben [ˈhaːbən] → habn, habm, haam


[ˈhaːʔm̩]

Ein p fällt vor n zwar nicht aus, das n


wird jedoch zu m. (Kompliziert
gesagt, fällt das p schon aus, und ein
Knacklaut bleibt übrig.)

hupen [ˈhuːpən] → hupn, hupm


[ˈhuːʔm̩]
Vor ft wird n ebenfalls zu m.

Auskunft [ˈaʊ̯skʊnft] → Auskumft


[ˈaʊ̯skʊɱft]

Ein d fällt vor n aus.

jeden [ˈjeːdən] → jedn, jeen [ˈjeːʔn]

Nach g, k, ch („ach“-Laut) und ng


wird n zu ng. Hierbei fällt das g
oftmals aus.

legen [ˈleːgən] → legn, legng, leeng


[ˈleːʔŋ̍]

hocken [ˈhɔkən] → hockn, hockng


[ˈhɔkŋ̍]

machen [ˈmaxən] → machn, machng


[ˈmaxŋ̍]

singen [ˈzɪŋən] → singn, singng


[ˈzɪŋŋ̍]

sagen [ˈzaːgən] → sagn, sagng, saang


[ˈzaːʔŋ̍]

Das n kann jedoch dann wieder


gesprochen werden, wenn das Wort
mit Vokal, einem d oder einem t
fortgesetzt wird.

Signal [zɪˈgnaːl] → Signal, Singnal


[zɪˈŋnaːl]

Abend [ˈaːbn̩t] → Abnd, Abmnd,


Aamnd [ˈaːmn̩t]

eigentlich [ˈaɪ̯ gn̩tlɪç] → eigntlich,


eigngtlich, eingntlich [ˈaɪ̯ ŋn̩tlɪç]
Das g wird nach Vokal zu einem Wejen wegen

G → GH / J frikativen Laut. Stimmhaft wird es


dann nach e, i, ä, ö, und ü zu j, und
nach a, o und u zu einem r / gh,
ähnlich dem arabischen ‫( غ‬gheyn).

Liege [ˈliːgə] → Lieghe, Lieje [ˈliːjə]

Frage [ˈfʁaːgə] → Fraghe, Frare


[ˈfʁaːʁə]

Stimmlos wird frikativ gewordenes g


dann dementsprechend zu einem Ich-
Laut oder einem Ach-Laut:

liegt [liːkt] → lieght, liecht [liːçt]

fragst [fʁaːkst] → fraghst, frachst


[fʁaːxst]

In der hochdeutschen Endung -ig ist


diese Frikativwerden bereits
vorhanden. Wird das Wort nach -ig
fortgesetzt, bleibt das g, wie auch im
Hochdeutschen, plosiv, wird also
nicht frikativ.

Königreich → Könichreich

Auslautendes g verkürzt ein


vorhergehendes a oder u.

Tag [taːk] → Tagh, Tach [tax]

Zug [tsuːk] → Zugh, Zuch [tsʊx]

Anlautend kann g immer zu j werden,


jedoch bei jüngeren Sprechern
seltener vor r, l, o und ei.

genau [gəˈnaʊ̯] → jenau [jəˈnaʊ̯]

gar [gaːɐ̯] → jaa [jaː]

grün → jrün
Als Ich-Laut kann ch zu sch werden.

CH → SCH, J

ordentlich [ˈɔʁdn̩tlɪç] → oadntlïsch,


oonntlüsch [ˈɔːn̩tlʏʃ]

Bei schnellerem Sprechtempo


können die Nachsilben -lich und -ig
beide stimmhaft werden, also zu -lij
und -ij. Dies wird, wenn überhaupt,
mit einem Apostroph transkribiert.

richtig [ˈʁɪçtɪç] → rïchtij, rüchti’


[ˈʁʏçtɪʝ]

wirklich [ˈvɪʁklɪç] → wïrklij, würkli’


[ˈvʏʁklɪʝ]

gleich [glaɪ̯ ç] → gleij, glei’ [glaɪ̯ ʝ]

Auch mich, dich, sich und nich


können dann stimmhaft enden.

mich [mɪç] → mij, mi’ [mɪʝ]

Zwischen Vokalen wird h zu j, was

H→J jedoch in der Regel nicht


transkribiert wird.

Ehe [ˈeːhə] → Ehe, Eje [ˈeːjə]


Wenn ich das schon wieder sehe …
→ Wenn ick dit schon wieda sehe...,
Wennik dit schon wieda seje …
Vor Konsonant fällt e als

E Schwundvokal in der Regel aus.

Deckel [ˈdɛkəl] → Deckl [ˈdɛkl̩ ]

bessere [ˈbɛsəʁə] → bessre [ˈbɛsʁə]

Insbesondere wird aus einem


unbetonten er als letzte Silbe am
Wortende (bzw. am Ende eines
Wortteils) ein a, denn das r wird nach
Vokal zu a, und das e fällt aus. Dies
wird nicht immer transkribiert.

besser [ˈbɛsəʁ] → besser, bessa


[ˈbɛsa]

verbessern [fɛɐ̯ˈbɛsɐn] → verbessern,


vabessan [faˈbɛsan]

herbei [hɛɐ̯ˈbaɪ̯ ] → herbei, habei [ha


ˈbaɪ̯ ]

Ein e fällt jedoch nicht nach r, chn,


tm aus.

interessant → intressant → interssant

rechnen → rechnen → rechnn

atmen → atmen → apmen → apmn


Nach kurzem i oder u wird sogar ein
Schwundvokal eingefügt.

Teil [taɪ̯ l] → Teil, Teiel [ˈtaɪ̯ əl]

aus [aʊ̯s] → aus, aues [aʊ̯əs]

Nach Doppel-n wird -en


apostrophiert. Das n wird dabei
doppelt ausgesprochen.

können [kœnən] → könn’ [kœnː]


Ein ä wird im Berlinischen immer

Ä→E wie ein e gesprochen.

Mädchen [ˈmɛːtçən] → Mädchen,


Medchen [ˈmeːtçən]

Aus diesem Grunde wird ein kurzes e


durch ein darauf folgendes r nicht
gelängt, da dies phonetisch einem ä
entsprechen würde. Stattdessen wird
ein kurzes e vor r lang gesprochen.

fern [fɛʁn] → fern, fean [feːɐ̯n]

ei [aɪ̯ ] wird oft zu ee [eː] kleene kleine

EI → EE (Monophthongierung), und zwar


wenn es dem mittelhochdeutschen ei
entspricht:

allein [alˈaɪ̯ n] → alleïn, alleen [a


ˈleːn]

drei [draɪ̯ ] → dree (hier entspricht das


ei dem mhd. î)

Offenes i kann zu einem ü tendieren.

I→Ü

Fisch [fɪʃ] → Fïsch, Füsch [fʏʃ]

nichts [nɪçts] → nïscht, nüscht [nʏʃt]


Milch [Mɪlç] → Mïlsch, Mülsch
[Mʏlʃ]

Die Transkription der Lautung auf ü


ist selten und meistens auf
feststehende Formen wie nüscht
beschränkt. In anderen Fällen
verbleibt die hochdeutsche
Rechtschreibung bei anderer
Lautung, vgl. „Licht“ [lɪçt].

Offenes e kann zu einem ö tendieren.

E→Ö

Die Zahl 11: elf → ölf

au [aʊ̯] wird oft zu oo [oː]

AU → OO (Monophthongierung), und zwar


wenn es dem urgermanischen au
entspricht:

auch [aʊ̯x] → åuch, ooch [oːx]


(<Urg. *auk)

aus [aʊ̯s] → oos (hier entspricht das


au dem urg. û: *ût)