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Für Studium und Praxis

Band 2
zweite, neu bearbeitete Auflage

Herausgegeben vom
Deutschen Stahlbau-Verband· Köln

Stahlkonstruktionen
Einführung· Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahl-
bau· Kalkulation im Stahlbau· EDV im Stahlbauunternehmen . Ein- und
Mehrgeschoßbauten . Großräume, Sporthallen und Versammlungs-
hallen . Verkehrsbauten/Hangars/Bahnsteighalien und Bahnsteig-
überdachungen/Parkbauten in Stahlbauweise . Industrie- und Lager-
hallen . Stahlbau in der Lager- und Fördertechnik . Stahlbrückenbau .
Stahlwasserbau . Kesselgerüste . Stahlbau für Hochofenanlagen .
Stahlfundamente . Großrohrleitungen und Behälterbau . Rohrbrückenl
Apparatebau . Offshore-Technik· Schachtbau/Stollenbau/Tunnelbau .
Stahlschornsteine . Maste und Türmel Antennentragwerke . Parabol-
antennen· Reaktorsicherheitsbehälter aus Stahl· Gerüstbau .
Räumlich gekrümmte Träger und Tragwerke

Stahlbau-Verlagsgesellschaft mbH . Köln 1985


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Vorwort
Im Stahlbau Handbuch, Band 1 - Grundlagen, wird die gesamte Stahlbautechnik behandelt, aufbauend
auf den Grundlagen der Ingenieurmathematik, Statik, der Werkstoffe und Normen. Die neu esten
Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung sind dabei in Verbindung mit den theoretischen Grundla-
gen zu Einzelthemen zusammengefaßt, die spezifische Konstruktion und Konstruktionsmethoden, wie
Verbund, Rohbau und Stahlleichtbau, Verbindungstechnik und angrenzende Bauelemente ebenso be-
handeln, wie die Fragen der Bauphysik, des Korrosionsschutzes und des Brandschutzes.
Die veränderten AufgabensteIlungen im Bauwesen haben dabei den Verbundbau und die Bauphysik
besonders in den Vordergrund gerückt.
Der Band 1 hat in der Fachwelt ein überraschend positives Echo gefunden. Wissenschaft und Praxis
haben es begrüßt, daß mit diesem Werk eine Lücke in der Stahlbauliteratur geschlossen wurde.
Wir hoffen deshalb, daß auch der Band 2 des Stahlbau Handbuches, der im wesentlichen den wichtig-
sten Anwendungsgebieten des Stahlbaus gewidmet ist, eine gute Aufnahme finden wird.
Neben Fragen der Bauausführung, der Kalkulation und dem rechnergestützten Entwickeln, Konstru-
ieren und Fertigen im Stahlbau werden fast alle in der Praxis vorkommenden Stahlkonstruktionen
ausführlich behandelt.
Die drei erstgenannten Bereiche geben dabei einen Einblick in die Arbeit in einem modernen Stahlbau-
unternehmen. Die klassischen Produkte des Stahlbaues sind durch moderne Entwicklungen, wie z.B.
Stahlfundamente, Parabolantennen, Offshoretechnik und Sicherheitshüllen für Kernkraftwerke, er-
gänzt worden.
Da - aus didaktischen Gründen - im Band 1 einige Theorien und Berechnungsweisen bewußt ausgelas-
sen wurden, soweit sie speziellen Konstruktionsformen zukommen, wurden sie nunmehr an geeigneten
Stellen in den entsprechenden Abschnitten aufgenommen. Weitere darüber hinausgehende Hinweise
können den ausführlichen Literaturverzeichnissen entnommen werden.
Während zu den Grundlagen in Band 1 in erster Linie Wissenschaftler zu Wort gekommen sind, kommt
die Mehrheit der Autoren dieses Bandes aus der Praxis.
Die zahlreichen Beispiele zeigen das umfangreiche Feld der Einsatzmöglichkeiten für den Stahlbau. Die
Philosophie zum Einsatz der Baustoffe Stahl und Beton sollte sein,
• denjenigen Baustoff dort einzusetzen, wo er technisch und wirtschaftlich am geeignetsten ist, d. h.
dort, wo er für das jeweilige Bauvorhaben unter gesamtheitlicher Betrachtung die optimale Lösung
ermöglicht.
Bei einer neutralen und fachkundlichen Berücksichtigung dieser Faktoren hat der Stahl in Zukunft
verbesserte Chancen, da
• die ökonomische Lebensdauer unserer Bauten erheblich geringer ist als die technische,
• durch Nutzungsänderungen immer häufiger Um- und Anbauten während der Lebensdauer unserer
Bauten verlangt werden,
• das Umweltbewußtsein zu Bauweisen zwingt, die ein Minimum an Belästigungen und Immissionen
ermöglichen,
• die Möglichkeit der industriellen Fertigung von Bauteilen und Einheiten beim Stahlbau diesen be-
günstigt,
• in Zukunft ein rationeller Einsatz der Ressourcen die Wiederverwendbarkeit der Baustoffe erforder-
lich macht, was beim Stahl als alleintragender Baustoff entweder direkt oder indirekt in idealer Weise
gegeben ist.
Die zahlreichen Beispiele dieses Bandes sollen in dieser Hinsicht Anregungen geben.
Der Deutsche Stahlbau-Verband DSTV als Herausgeber dankt allen, die am Zustandekommen dieses
Werkes mitgearbeitet haben, insbesondere den Autoren, der Druckerei Passavia in Passau, die wie-
derum die Drucklegung und die Ausstattung übernommen hat, und nicht zuletzt der Stahlbau-Verlags-
gesellschaft mbH, insbesondere dem Verlagsleiter Lothar Resow für die redaktionelle Bearbeitung.
ISBN 3-923726-09-0 Auch diesmal gebührt ein besonderer Dank Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Otto Steinhardt in Karls-
Das Werk ist urheberrechtlich geschützi. Die dadurch begründeten Rechte, besonders die der übersetzung, des ruhe, der in mühevoller Kleinarbeit in zahlreichen Gesprächen mit den Autoren die notwendige Ab-
Nachdrucks, der Bildentnahme, der Funksendung, der Wiedergabe auf photomechanischem oder'ähnlichem Wege, stimmung und Koordinierung vorgenommen hat. Er hat mit seiner reichen Erfahrung als Hochschulleh-
der Speicherung und Auswertung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei Verwertung von Teilen des rer und praktisch tätiger Ingenieur maßgeblich mit dazu beigetragen, daß auch dieser Band 2 wiederum
Werkes, dem Verlag vorbehalten. aus "einem Guß" erscheint.
Bei gewerblichen Zwecken dienender Vervielfältigung ist an den Verlag gemäß § 54 UrhG eine Vergütung zu zahlen, Wir hoffen und wünschen, daß beide Bände des Werkes "Stahlbau Handbuch - für Studium und
deren Höhe mit dem Verlag zu vereinbaren ist. Praxis" sowohl für Lehre und Studium als auch für die Arbeit im Alltag für alle, die sich mit Stahlbau
Rechtsansprüche aus der Benutzung der vermittelten Daten sind ausgeschlossen. befassen, eine Hilfe sein wird.
© Köln 1985 Stahlbau-Verlagsgesellschaft mbH
Dipl.-Ing. Herbert Eller (t)
Printed in Germany
Umschlaggestaltung: R. D. Weyer
Gesamtherstellung: Passavia Druckerei GmbH Passau
Inhaltsverzeichnis VII

Inhaltsverzeichnis

Einführung ............................................................... .
O. Steinhardt
19 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Bearbeitet von K. Reimers
Einleitung ................................................................ . 3
19.1 Entwurf von Stahlbauten ................................................ . 5
19.2 Ablauforganisation ..................................................... . 9
19.2.1 Allgemeines .................................................... . 9
19.2.2 Aufbauorganisation eines Stahlbauunternehmens ....................... . 10
19.2.3 Ablauforganisation - Methoden und Mittel zur Planung und Steuerung ....... . 11
19.2.4 Steuerung von Komplettbauten ..................................... . 17
19.3 Konstruktion ......................................................... . 18
19.3.1 Allgemeines .................................................... . 18
19.3.2 Projektierung - Systemfindung - statische Berechnung ................... . 19
19.3.3 Konstruktive Bearbeitung ......................................... . 20
19.3.4 Typisierung, Rationalisierung, Entfeinerung ................... "........ . 24
19.3.5 Stücklistenorganisation ............................................ . 26
19.3.6 Aufgaben der Objektführung ....................................... . 29
19.4 Fertigung ............................................................ . 30

i~:1:~ ~:~g~~~:~I~~~'::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 30
31
19.4.3 Fertigungsstellen ................................................ . 34
19.4.4 Maschinenausstattung der Fertigungsstellen (Verlauf der Produktion) ........ . 38
19.4.5 Planung und Steuerung ............................................ . 42
19.4.6 Prüfen und Abnahm' ............................................. . 44
19.5 Montage ............................................................. . 45
19.5.1 Einleitung ...................................................... . 45
19.5.2 Organisatorische und administrative Aufgaben ......................... . 45
19.5.2.1 Montageplanung ...................................... : .. . 46
19.5.2.2 Einsatzleitung für Personal und Gerät ......................... . 51
19.5.2.3 Baustellenführung (Steuerung) .............................. . 52
19.5.2.4 Montagegerätelager ....................................... . 53
19.5.2.5 Baustellenabrechnung .............................. .' ...... . 54
19.5.3 Montagetechnik ................................................. . 54
19.5.3.1 Stahlbautechnik auf der Montage ............................ . 55
19.5.3.2 Montagegeräte ..............................."............ . 55
19.5.3.3 Montagemethoden .............................. , ........ . 62
19.5.4 Unfallverhütung/Arbeitsschutz ..................................... . 66
19.5.5 Prüfung und Abnahme ............................................ . 68
19.6 Toleranzen ........................................................... . 68
19.6.1 Herstellungstoleranzen ............................................ . 69
19.6.2 Bauwerkstoleranzen ........ : ..................................... . 70

20 Kalkulation im Stahlbau
Bearbeitet von H.J. Hartwig
20.1 Aufgaben ............................................................ . 73
20.1.1 Leistungsverzeichnis .............................................. . 73
20.1.2 Kalkulationsschema .............................................. . 74
20.1.3 Kalkulation und Unternehmensplanung ............................... . 74
20.2 Darstellen der technischen Lösung ......................................... . 76
20.2.1 Ausführungsunterlagen ........................................... . 76
20.2.2 Angebotsunterlagen .............................................. . 76
--I
VIII Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis IX
20.3 Bewerten der technischen Lösung ......................................... . 78 22.3 Tragwerksformen von Geschoßbauten ...................................... . 123
20.3.1 Technische Bearbeitung ........................................... . 78 22.3.1 Grundrißformen ................................................. . 123
20.3.2 Material und Fremdleistungen ...................................... . 79 22.3.2 Aufrißformen ................................................... . 126
20.3.3 Fertigung in der Werkstatt ......................................... . 79 22.3.3 Aussteifungen von Stahlskelettbauten ................................ . 131
20.3.4 Montage - Baustellenarbeiten ...................................... . 81 22.3.3.1 Horizontale Aussteifungen ................................. . 132
20.3.5 Mitlieferungen .................................................. . B4 22.3.3.2 Vertikale Aussteifungen ................................... . 134
20.3.6 Sondereinzelkosten ............................................... . 84 22.3.3.3 Wandscheiben ........................................... . 137
20.3.7 Kalkulationsergebnis ...................•.......................... 84 22.4 Konstruktive Ausbildung ................................................ . 140
20.4 Preis- und Kostenentwicklung im Stahlbau ................................... . 85 22.4.1 Anschlüsse und Knoten ........................................... . 141
20.4.1 Preise für Material und Zu lieferung .................................. . 85 22.4.2 Stöße ......................................................... . 148
20.4.2 Personalkosten .................................................. . 85 22.4.2.1 Trägerstöße ............................................. . 148
20.4.3 Preisgleitklausel ................................................. . 86 22.4.2.2 Stützenstöße ............................................ . 149
20.5 Auftragsabwicklung und Kostenkontrolle ................................... . 86 22.4.3 Stützenfüße und Verankerungen .................................... . 150
20.5.1 Auftragskalkulation .............................................. . 86 22.4.3.1 Stützenfüße ............................................. . 150
20.5.2 Ausführungsplanung ............................................. . 87 22.4.3.2 Verankerungen .......................................... . 151
20.5.3 Kostenträgerrechnung ............................................ . 87 22.5 Geschoßdecken ....................................................... . 152
20.5.4 Kostenkontrolle ................................................. . 87 22.5.1 Stahlblechdecken ................................................ . 152
20.6 Kalkulationsbeispiel .................................................... . 87 22.5.2 Betondecken ................................................... . 156
20.6.1 Technische Daten ................................................ . 90 22.5.3 Sonderbauarten ................................................. . 159
20.6.2 Kalkulationsergebnis ............................................. . 90 22.6 Wände und Ausfachungen ............................................... . 159
22.6.1 Massivwände ................................................... . 159
21 EDV im Stahlbauunternehmen 22.6.2 Gemauerte Wände ............................................... . 160
Bearbeitet von K. Reimers/G. Pegels 22.6.3 Montierbare Wände .............................................. . 161
21.1 Einleitung ............................................................ . 22.6.3.1 Vorhangfassaden ......................................... . 161
93 22.6.3.2 Fassadenverkleidungen .................................... . 163
21.2 Gegenwärtiger Stand der EDV-Anwendung in den Stahlbauunternehmen .......... . 93
21.3 Voraussetzungen für den Einsatz integrierter Datenverarbeitung .................. . 22.6.3.3 Fenster ................................................ . 163
95
21.4 Auswahlkriterien zur Hard- und Software ................................... . 22.6.3.4 Montierbare Innenwände .................................. . 165
96
168
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21.5 Systementwicklungen - Rechnergestütztes Entwerfen, Konstruieren und Fertigen .... . 22.7
98 ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: ::::::::::::::
21.6 Das Bochumer CAD/CAM-System für den Stahlbau ........................... . 168
99
21.6.1 CAD - heute einsteigen oder noch abwarten? .......................... . 22.7.2 Fahrtreppen .................................................... . 170
99
21.6.1.1 Konzeption eines durchgehenden CAD/CAM-Systems für 22.7.3 Aufzüge ....................................................... . 171
Großbetriebe, mittelständische Unternehmen und Ingenieurbüros .... 99 23 Großräume, Sporthallen, Versammlungshallen
21.6.1.2 Einsatzbereiche für CAD/CAM, Eignungsanalyse des Bearbeitet von K. Idelberger
Produktspektrums, Nutzenprognose .......................... . 100
21.6.2 CAD/CAM-Leistungen ........................................... . 23.1 Baustatische Grundkonzeption, Systematik, Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen 179
103
21.6.2.1 Eingabedaten ........................................... . 23.1.1 Weitgespannte Hallentragwerke ..................................... . 179
103
21.6.2.2 Perspektiv-, Explosions- und übersichtszeichnungen ............. . 23.1.2 Mittelweit und kurz gespannte Hallentragwerke ......................... . 180
105
21.6.2.3 Werkstattzeichnungen (Hauptpositionszeichnungen) ............. . 23.1.3 Die Traglasttheorie ............................................... . 180
106
21.6.2.4 Einzelteilzeichnungen und Naturgrößen ....................... . 23.1.4 Systematik, Begriffsbestimmungen ................................... . 181
106
21.6.2.5 Stücklistenwesen, Arbeitsvorbereitung ........................ . 23.2 Messehallen und Fahrzeug-Depots ......................................... . 182
107
21.6.2.6 NC-Steuerlochstreifen und Online-Steuerung ......... : ......... . 23.2.1 Flächen- und Grundrißaufteilungen .................................. . 182
108
21.6.2.7 Verknüpfungen zur Datenverarbeitung im kaufmännischen Bereich 23.2.2 Tragwerke: Vollwand-/Fachwerkträger, Raumfachwerke ................. . 182
(Materialwirtschaft, Auftragsverfolgung etc.) ................... . 23.2.3 Beispiele für Messehallen .......................................... . 182
108
21.6.3 Entscheidungshilfen für die Auswahl von Soft- und Hardware sowie 23.2.3.1 Sanierung dreier Messehallen in Köln ......................... . 182
die stufenweise Einführung der EDV ................................. . 23.2.3.2 Neue Messehallen in Düsseldorf ............................. . 184
109
23.2.3.3 Zusätzliche Messehallen in München .......................... . 185
22 Ein- und Mehrgeschoßbauten 23.2.3.4 Zusätzliche Messehalle "CeBit" in Hannover ................... . 186
23.2.4 Nahverkehrsfahrzeug- und Feuerwehr-Depots .......................... . 187
Bearbeitet von W. Schulz
23.2.5 Beispiele für Fahrzeugdepots ....................................... . 187
22.1 Entwicklung der Stahlgeschoßbauten ....................................... . 111 23.2.5.1 Omnibus-Betriebshof mit Vollwandbindern in Erlangen
22.2 Planungsgrundlagen für den Geschoßbau .................................... . 114 und Fachwerkbindern in Fürth ............................. . 187
22.2.1 Der Entwurf .................................................... . 114 23.2.5.2 Feuerwehrdepot und übungshalle mit Raumfachwerken in Düsseldorf 188
22.2.2 Die Stahlkonstruktion als Tragwerk ................ '.' ................ . 114 23.3.0 Typologie der Sportbauten, Gliederungsprinzipien dieses Abschnitts
22.2.2.1 Die Anforderungen an die "baustatischen Modelle" des Stahlskelett- und der folgenden Abschnitte ........................................... . 189
und Hochhausbaus ....................................... . 114 23.3 Freitribünen .......................................................... . 189
22.2.2.2 Das Material ......................................... _ .. . 116 23.3.1 Grundriß, Querschnitt ............................................ . 189
22.2.2.3 Die Verbindungen ........................................ . 117 23.3.2 Tragwerke (übersicht mit Kommentar) ............................... . 190
22.2.2.4 Eigenschaften des Stahltragwerkes ........................... . 119 23.3.3 Beispiele für Tribünendächer ....................................... . 192
22.2.3 Wirtschaftlichkeit und Kosten von Stahlgeschoßbauten ................... . 119 23.3.3.1 Tribüne mit Sichelbindern in Ad Dammam, S.A. . ............... . 192
22.2.4 Die Industrialisierung ............................................. . 120 23.3.3.2 Kragtribüne, mit Gebäuden gekoppelt, in New York .............. . 193
22.2.5 Der integrierte Ausbau ............................................ . 121 23.3.3.3 Tribüne mit Kragträgern bei Shuzenji, Japan .................... . 193
22.2.6 Brand-, Korrosions- und Schallschutz ................................. . 122 23.3.3.4 Tribüne mit Kragträgern und Frontalunterzug in Glasgow ......... . 194
x Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis XI
23.3.3.5 Tribüne mit abgespannten Kragträgern in Wilmington, Delaware, USA 195 23.7.3 Beispiele für Sporthallen, Mehrzweck- und Festhallen ................... . 232
23 3.3.6 Tribüne mit Zylinderschalendach in Split, Y .................... . 196 23.7.3.1 Turnhallen-Schulklassen-Kombination mit Einspannportalen
23.4 Eislaufhalien; feststehend und geschlossen/halboffen/beweglich zu öffnen .......... . 197 in Stäfa, CH ............................................ . 232
23.4.1 Grundriß, Querschnitt ............................................. . 197 23.7.3.2 Dreifach-Sporthalle und Schwimmhalle mit Einspannportalen
23.4.2 Tragwerke (zeichnerisch~ Übersicht) ................................. . 198
in Nyon, CH .............. , ............................ . 232
23.4.3 Beispiele für Rollsport/~Islaui?allen ...................... : ........... . 199 23.7.3.3 !--eiclüathletikhalle mit Einspannportalen der Sporthochschule
23.4.3.1 Eislaufhalle rmt Zwelgelenk-Portal und Zugband m Bahngen ....... . 199
23.4.3.2 Überdachtes Eisstadion mit seilverspanntem Vollwand-Kastenträger mKoln ................................................ . 234
in Braunlage ............................................. . 23.7.3.4 Sporthalle mit Zweigelenk-Portalen in Sierre, CH ............... . 234
200 23.7.3.5 Veranstaltungshalle mit Zweigelenk-Portalen in Kansas City, USA .. 235
23.4.3.3 Eisstadion und Mehrzweckhalle mit Fachwerkträger
in Lake Placid, USA ...................................... . 23.7.3.6 Mehrzweckhalle mit freiaufliegenden Vollwandbindern in Hof ..... . 236
200 23.7.3.7 Sporthalle mit freiaufliegenden Vollwandbindern in Schwenningen .. 237
23.4.3.4 Eislaufhalle mit Dreigurtbinder in Ahaus ...................... . 201
23.4.3.5 Kunsteisbahn-Halle mit Fünfgurtbindern in Neckarsulm ........... . 23.7.3.8 Sporthalle mit freiaufliegenden, untergespannten Vollwandbindern
201
23.4.3.6 Kunsteisbahn-Halle mit Raumfachwerkplatte in Heilbronn ........ . inLorch '" ............................................ . 238
202 23.7.3.9 Sporthalle mit freiaufliegenden Fachwerkbindern in Gummersbach .. 239
23.4.3.7 Eissportstadion mit Raumfachwerkrost in Frankfurt .............. . 203
23.4.3.8 Hallen-Eisstadion und -Schwimmbad mit Raumfachwerk-Tonne 23.7.3.10 Großveranstaltungs-Mehrzweckhalle mit freiaufliegenden
in Akita, Japan .......................................... . Fachwerkbindern in Stuttgart .............................. . 240
204 23.7.3.11 Sporthalle mitfreiaufliegenden Fachwerkbindern in Baden-Baden .. . 241
23.4.3.9 Überdachung einer Eis-Freifläche mit Flächentragwerk in München .. 205
23.5 Tennishallen, oft mit Squashcourts kombiniert, feststehend und geschlossen/beweglich 23.7.3.12 Palais Omnisport - Alls port -Palast mit Fachwerkträgerrost in
und zu öffnen ......................................................... . Paris, F ............................................... . 242
206 23.7.3.13 Mehrzweckhalle mit Fachwerk-Kragbindern für die TH
23.5.1 Einfügung in die Umgebung ........................................ . 206
23.5.2 Beleuchtung .................................................... . in Kopenhagen, DK ............................. , .. ...... . 243
206 23.7.3.14 Sporthalle mit Dreigurt-Fachwerkbindern in Osnabrück .......... . 243
23.5.3 Grundriß, Querschnitt; Typen; Öffnungsweisen ......................... . 206
23.5.4 Bewegliche Tragwerke (zeichnerische Übersicht mit Kommentar) ........... . 23.7.3.15 Kunstturnhalle mit Dreigurt-/Fünfgurt-Fachwerkträgern
207
23.5.5 Beispiele für Tennishallen mit beweglichen Tragwerken .................. . in Magglingen, CH ....................................... . 244
208 23.7.3.16 Sport halle mit Dreigurtbindern in Sitten, CH .................. . 245
23.5.5.1 Tennishalle mit teleskopierbaren Zweigelenk-Portalen in Ulm ...... . 208
23.5.5.2 Tennishalle mit feststehenden Dreigelenk-Portalen und Schiebedach 23.7.3.17 Großveranstaltungs-Mehrzweckhalle mit Dreigurtbindern .
in Bad Lauterberg u. a ...................................... . in Dortmund ........................................... . 246
209 23.7.3.18 Vierfach-Sporthalle mit Dreigurt-Fachwerkbindern in Ettlingen ... . 247
23.5.6 Feststehende Tragwerke (zeichnerische übersicht mit Kommentar) ......... . 210
23.5.7 Beispiele für feststehende, geschlossene Tennishallen .................... . 23.7.3.19 Große Sport halle mit Dreigurt-Bindern oder Halbportalen
211
23.5.7.1 Tenniszentrum mit gegiebelten Zweigelenk-Portalen in Sindelfingen .......................................... . 248
in SI. Moritz-Bad, CH ..................................... . 23.7.3.20 Sporthalle mit freiaufliegenden Dreigurt-Halbportalen in Stockach .. 249
211 23.7.3.21 Vierfach-Sporthalle mit FaItwerk-Dachkonstruktion in Köln ...... . 250
23.5.7.2 Tennishalle mit polygonalen ZweigeIenk-Portalen in Karisruhe ..... . 211
23.6 Schwimmhallen, feststehend geschlossen/beweglich und zu öffnen ................. . 23.7.3.22 Mehrzweckhalle mit geschweißtem Raumfachwerk in Traun, A .... . 251 -,'. ,
212 23.7.3.23 Hallenbad und Sporthallen mit geschraubtem Raumfachwerk
23.6.1 Grundriß, Querschnitt, Wasserfläche - feststehende Schwimmhallen ......... . 212 .10,:,
23.6.2 Feststehende Tragwerke (zeichnerische Übersicht mit Kommentar) ......... . in Warendorf .................................... ,: ...... . 252
212 23.7.3.24 Von der Antike bis zur Moderne: EIIipsen- und Kreisarenen ~...... . 254
23.6.2.1 Gruppe Seil-Tragwerke .................................... . 212
23.6.2.2 Gruppe Vollwand-Tragwerke ............................... . 23.7.3.25 Allzweck-Riesenhalle "Astrodome" mit Rippenkuppel
213
23.6.2.3 Gruppe Fachwerk-Tragwerke ............................... . in Houston, USA ........................................ . 254
215
23.6.2.4 Gruppe Raumfachwerke ................................... . 23.7.3.26 Sporthallen-Kuppel und Freitribünen-Kragdach mit Raumfachwerk
216
23.6.2.5 Gruppe Kuppeln ......................................... . in AI Ain, V.A.-Emirate .................................. . 256
216 23.7.3.27 Sporthalle mit ZweigeIenk-Halbportalen auf Kreisgrundriß
23.6.3 Beispiele für feststehende geschlossene Schwimmhallen ................... . 217
23.6.3.1 Schwimmhalle mit Zweigelenk-Vollwand-Portalen in Stuttgart ..... . in Bochum und in Baunatal ................................ . 257
217 23.7.3.28 Hallenstadion mit Membrandach in Wien, A ................... . 258
23.6.3.2 Schwimmhalle mit unterspannten Vollwandbindern in Sonthofen .... . 217
23.6.3.3 Hallenbad mit Vollwandbinder-Trägerrost in Lahnstein ........... . 23.7.3.29 Reit-, Sport- und Vielzweckhalle als Tonnengewölbe in Münster ... . 258
218 23.7.3.30 Veranstaltungshalle und Vierfach-Sporthalle mit Flächentragwerk
23.6.3.4 Schwimm- und Sport hallen mit Fachwerkbindern an der Universität
in Bremen .............................................. . in Karlsruhe ............................................ . 260
219 23.8 Sonstige Großräume .................................................... . 262
23.6.3.5 Hallenbad mit Fachwerk-Portalen (Trägerrost)
23.8.1 Multifunktionale Zentren .......................................... . 262
in Zürich-Oerlikon, CH .................................... . 220
23.6.3.6 Schwimmhalle und Mehrzwecksaal mit Fachwerk- und Dreieck- 23.8.2 "Bürgerhaus Hochdahl" mit Fachwerkträgerrost in Erkrath bei Düsseldorf .... . 262
bindern in Dortmund ................................. , 23.8.3 "Modeon", Stadthalle mit Raumfachwerk in Marktoberdorf ............... . 264
220 23.8.4 Kirchen, Kathedralen, Moscheen .................................... . 265
23.6.3.7 Sport- und Kulturzentren mit Raumfachwerken in fünf Städten
23.8.5 Technologie-Zentrum mit Fachwerkträgern an der Uni Dortmund .......... . 266
Saudi-Arabiens .......................................... . 222
23.6.3.8 Thermalbad mit dreilagiger Ringnetz-Kuppel in Badenweiler ....... . 23.8.6 Einkaufszentren ................. '................................ . 267
223
23.6.4 Grundriß, Querschnitt und Wasserfläche - bewegliche Schwimmhallen ....... . 224 23.8.7 "Zelfbedienings-Warenhuis ,Maxis'" in Amsterdam-Muiden, NL ........... . 268
23.6.5 Bewegliche Tragwerke (zeichnerische Übersicht mit Kommentar) ........... . 224 23.8.8 "Centre Commercial Mammouth" in BoIIene, F ........................ . 269
23.6.6 Beispiele für wandelbare Schwimmbäder .............................. . 228 24 Verkehrsbauten
23.6.6.1 Wandelbare Schwimmhalle in Veenendaal, NL .................. . 228
23.6.6.2 Schiebedach-Schwimmhalle in Senlis und Corbie, F .............. . 229 24.1 Flugzeug-HaUen (-Hangars)
23.7 Sporthallen, Mehrzweck - und Festhallen .................................... . 230 Bearbeitet von P. Rudolph
23.7.1 Grundriß, Querschnitt, Drei- und vierfach teilbare Hallen ................ . 230
23.7.2 Tragwerke (zeichnerische übersicht) ................................ . 24.1.1 Allgemeine funktionelle und konstruktive Merkmale ..................... . 273
231
24.1.1.1 Funktion der Flugzeughallen ................................ . 273
XII Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis XIII

24.1.1.2 Historische und funktionelle Entwicklung ....................... 273 24.3.2.7 Lüftung und Heizung ..................................... . 339
24.1.1.3 Einteilung in Tragwerkstypen ................................ 274 24.3.2.8 Be- und Entwässerungsanlagen ............................. . 340
24.1.1.4 Raumabschluß und Ausstattung .............................. 274 24.3.2,9 Mechanische Einrichtungen, Automatik ..................... ,. 340
24.1.2 Hangartypologie .................................................. 275 24.3.3 Konstruktion ................................................... . 341
24.1.2.1 Gelenkrahmen - Gelenkbogen ............................... 276 24.3.3.1 Allgemeines ............................................ . 341
24.1.2.2 von Rückgebäude einseitig auskragende Hallendächer ............. 277 24.3.3.2 Lasten und Grundmaße ................................... . 341
24.1.2.3 Symmetrische Doppelkraghallen .............................. 278 24.3.3.3 Statische und konstruktive Systeme .......................... . 344
24.1.2.4 Rahmenbinder auf rückverlagertem torparallelem Hauptunterzug .... 279 24.3.3.4 StützensteIlungen und Spannweiten .......................... . 344
24.1.3 Ausgewählte Beispiele von Hangars seit 1970 ........................... 280 24.3.3.5 Stützen, Träger und Unterzüge ......... ", ................. . 345
A Stockholm-Arlanda (S) .......................................... 280 24.3.3.6 Geschoßdecken und Dächer ............................... . 347
B FrankfurtiMain (D) ............................................ 281 24.3.3.7 Wände und Fassaden ..................................... . 348
C CharIes de Gaulle Paris H 1 (F) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 283 24.3.3.8 Fahrwege und Rampen ...................... ' ............ . 350
D Jeddah (Saudi-Arabien) ......................................... 284 24.3.3.9 Gehwege, Treppen und Aufzüge ......... , , ................. . 351
E Rio de Janeiro (BR) ............................................ 285 24.3.3.10 Gründungen ...................................... , .... . 352
F Hannover-Langenhagen (D) ...................................... 286 24.3.3.11 Brandschutz ....................................... , .... . 352
G Charles de Gaulle Paris H 3 (F) .................................... 287 24.3.3.12 Oberflächenbehandlung .................................. . 353
H Berlin-Tegel (D) .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 288 24.3.3.13 Montage ........ , ..................................... . 354
I Zürich-Kloten (CH) ............................................ 289 24.3.4 Beispielsammlung .......... , ..................................... . 354
K Singapur-Changi ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 290 24.3.4.1 Parkhaus am Hauptbahnhof in Bann ......................... . 354
L Miami (USA) ................................................. 292 24.3.4.2 Parkhaus für die TH Aachen ............................... . 356
M Teheran-Mehrabad (Iran) ........................................ 293 24.3.4.3 Parkhaus für den Flughafen München ........................ . 359
N Amman (Jordanien) ............................................ 294 24.3.4.4 Kurzinformationen zu Parkbauten aus Stahlkonstruktionen ....... . 362
o Tokyo (J) .................................................... 295 24.3.4.5 Parkdecks in Stahlbauweise ................................ . 364
P Malaysia-Subang MAS-Hangar ................................... 296 24.3.4.6 Überblick über Stahlparkbauten in der Bundesrepublik
Q Bremen-Lemwerder (D) Airbus-Industrie ........................... 297 und West-Berlin ........................................ . 365
24.1.4 Ansätze zukünftiger Entwicklung ..................................... 297
24.1.4.1 Kompakthangar Tail- In . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 297 25 Industrie- und Lagerhallen
24.1.4.2 Kompakthangar Nose - In (Mobil Hangar) ...................... 298 Bearbeitet von H. Zutt
24.1.4.3 Mobil-Dock Egypt Air in Kairo (Ägypten) ...................... 302 25.1 Allgemeine Anforderungen .............................................. . 367
24.2 Bahnsteighallen und Bahnsteigüberdachungen für Personenbahnhöfe 25.1.1 Beleuchtung von Hallen ........................................... . 368
Bearbeitet von K. Endmann 25.1.2 Wärmeschutz ............................... ' .................... . 374
25.1.3 Heizung und Lüftung ............................................. . 374
24.2.1 Allgemeines ..................................................... 303 25.1.4 Schallschutz .................................................... . 379
24.2.2 Entstehung der Bahnsteighallen und -überdachungen ..................... 303 25.1.5 Brandschutz .................................................... . 381
24.2.3 Entwicklung von Bahnsteighallen und -dächern .......................... 304 25.1.6 Kran- und Fördertechnik .......................................... . 382
24.2.3.1 Hallen mit fachwerkartigen Dachbindern ....................... 304 25.1.6.1 Laufkrane (Brückenkrane) ................................. . 383
24.2.3.2 Hallen mit fachwerkartigen Bogenbindern ...................... 306
~~;~~t;Ch~:tg~~~~e.::::::::::::::::
387
24.2.3.3 Hallen mit Rahmenkonstruktionen ............................ 308 25.1.7 :::::::::::::::::::::::::::::: 388
24.2.3.4 Hallen mit Tragwerken aus Kreishohlprofilen (Rohren) ............ 316 25.1.8 Architektonische Gestaltung ....................................... . 389
24.2.4 Einzelüberdachungen .............................................. 317 25.1.9 Konstruktionsgewicht ............................................. . 392
24.2.5 Konstruktive Einzelheiten .......................................... 321 25.2 Hallensysteme, statischer Aufbau .......................................... . 393
24.2.5.1 Statische Systeme und spezielle Lastfälle ........................ 321 25.2.1 Allgemeines .................................................... . 393
24.2.5.2 Gründung, Lager und Ausbildung von Einzelstützen ............... 322 25.2.2 Systeme der vertikalen Lastabtragung ................................ . 394
24.2.5.3 Rahmenbinder, Pfetten und Dachkonstruktionen ................. 324 25.2.2.1 Pfettendach ............................................. . 394
24.2.5.4 Korrosionsschutz .......................................... 324 25.2.2.2 Pfettenlases Dach ........................................ . 394
24.2.5.5 Ein- und Anbauteile ....................................... 324 25.2.2.3 Raumtragwerke .......................................... . 394
24.2.5.6 Montagevorgänge ......................................... 327 25.2.2.4 Sheddach ............................................... . 395
24.3 Parkbauten in Stahlbauweise 25.2.2.5 Lastabtragung in den Stützenachsen .......................... . 395
Bearbeitet von P. Boue/R. Overlack 25.2.3 Stabilisierung in Querrichtung ...................................... . 397
24.3.1 Einleitung ....................................................... 329 25.2.3.1 Rahmen ................................................ . 398
24.3.1.1 Weshalb Parkbauten? ..................................... 329 25.2.3.2 Binder auf eingespannten Stützen ............................ . 400
24.3.1.2 Schichtung der Abstellflächen nach oben und unten .............. 330 25.2.3.3 Binder auf Pendel stützen sowie langer Dachverband .............. . 400
24.3.1.3 Eigenschaften von Parkhäusern in Stahlbauweise ................ 331 25.2.3.4 Systeme für Hallen mit Kranen vorwiegend
24.3.1.4 Parkhaustypen ........................................... 331 hoher Tragfähigkeit ....................................... . 401
24.3.1.5 Anforderung der Benutzer ................................. 337 25.2.4 Stabilisierung in Längsrichtung ...................................... . 401
24.3.2 Entwurfsgrundlagen ............................................... 337 25.2.4.1 Horizontale Verbände, Horizontalträger und horizontale Scheiben .. . 402
24.3.2.1 Allgemeines .................... , ......................... 337 25.2.4.2 Vertikalverbände oder Rahmen in den Stützenachsen ............. . 402
24.3.2.2 Vorschriften und Richtlinien ................................ 337 25.3 Konstruktion ......................................................... . 404
24.3.2.3 Verkehrsführung ......................................... 338 25.3.1 Dach .......................................................... . 404
24.3.2.4 Parkstände und Fahrgassen ................................. 339 25.3.1.1 Dacheindeckung und Dachaufbauten ......................... . 404
24.3.2.5 Nebenanlagen ........................................... 339 25.3.1.2 Pfetten ......................... \/~ ...................... . 405
24.3.2.6 Energie und Beleuchtung .................................. 339 25.3.1.3 Dachbinder ................ , ................. .-.......... . 412
XlV Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis XV
25.3.1.4 Shedträger .............................................. . 429 26.2.3.3 Bandschleifenwagen ...................................... .
25.3.1.5 Verbände ............................................... . 552
432 26.2.3.4 Bunker- und Grabenaufnahmegeräte ......................... . 552
25.3.2 Wand ......................................................... . 433 26.2.3.5 Mischbettgeräte .......................................... .
25.3.2.1 Wandelemente .......................................... . 552
433 26.2.3.6 Schiffsbelader ........................................... . 556
25.3.2.2 Wandkonstruktionen ...................................... . 434 26.2.3.7 Schiffsentlader ........................................... .
25.3.3 Stützen ........................................................ . 557
434 26.2.3.8 Konstruktion und Berechnung der Stahltragwerke für Umschlaggeräte 557
25.3.3.1 Vollwandstützen ......................................... . 436 26.2.3.9 Die Tragwerke der Bauteile von Umschlaggeräten ............... . 557
25.3.3.2 Fachwerkstützen ......................................... . 436 26.2.4 Schlußbemerkung .................... " ........................... . 560
25.3.3.3 Stützenfüße ............................................. . 437
25.3.3.4 Berechnungsbeispiel einer eingespannten Fachwerkstütze ......... . 441 27 Stahlbrücken
25.3.3.5 Konstruktionsbeispiele .................................... . 447 Bearbeitet von M. Fischer
25.3.4 Fundamente .................................................... . 448 27.1 Brückensysteme ...................................................... . 561
25.3.4.1 Bemessung der Blockfundamente ............................ . 449 27.1.1 Systemübersicht ............................................... . 561
25.3.4.2 Einleitung der Stützendruckkräfte ............................ . 451 27.1.1.1 Haupttragsysteme in Brückenlängsrichtung .................. . 561
25.3.4.3 Beispiel ................................................ . 451
25.4 Kranbahnen .......................................................... . 27.1.1.2 Anordnung der Haupttragsysteme im Querschnitt ............. . 563
455 27.1.1.3 Zusammenwirken der Haupttragsysteme (H) im Querschnitt ..... . 563
25.4.1 Allgemeines und Vorschriften ...................................... . 455 27.1.1.4 Querschnittsformen des Fahrbahnbalkens .................... . 564
25.4.2 Kranschienen und deren Befestigungen ............................... . 455 27.1.2 Leistungsfähigkeit der Brückensysteme und ihre Einsatzgebiete .......... . 565
25.4.3 Horizontale Führung der Laufkrane .................................. . 458 27.1.2.1 Einsatz in Abhängigkeit von der Stützweite ................... . 565
25.4.4 DIN 4132, Zusammenfassung der wesentlichen Bestimmungen ............. . 459 27.1.2.2 Einsatz der Systeme in Abhängigkeit von der Nutzungsart ....... . 573
25.4.5 Kranbahnträger ................................................. . 462 27.2 Eisenbahnbrücken .................................................... . 574
25.4.6 Berechnungsbeispiel .............................................. . 465 27.2.1 Allgemeines .................................................. . 574
25.4.7 Konstruktionsbeispiele ............................................ . 472
25.5 Beispiele ausgeführter Hallen ............................................. . 474 ~~:g ~~~~~~~~~~~:~.:::::::::::::::::::::::::::::::::::::: :::': ::::::: 576
577
~~:~:~:~ ~~~~~~~n~~.::::: :::::::::::::::::::::::::::::':: :::::::
26 Stahlbau in der Lager- und Fördertechnik 577
Bearbeitet von R. Möll/H. Altmann 578
26.1 Stahlbau in der Lagertechnik / Regalanlagen in Stahlbauweise 27.2.3.3 Haupttragsystem ....................................... . 580
Bearbeitet von R. Möll 27.2.3.4 Längsverbände ........................................ . 587
27.3 Straßenbrücken ...................................................... . 589
26.1.1 Wozu werden Regale benutzt? ...................................... . 491 27.3.1 Entwicklung und Anwendungsbereiche ............................. . 589
26.1.2 Lagertechnik ................................................... . 492 27.3.2 Orthotrope Stahlfahrbahn und Fahrbahnbelag ........................ . 592
26.1.2.1 Die Komponenten der Lagertechnik .......................... . 492 27.3.2.1 Orthotrope Stahlfahrbahn ................................ . 592
26.1.2.2 Das Regal .............................................. . 493 27.3.2.2 Fahrbahnbelag ........................................ . 595
26.1.3 Hochregale ..................................................... . 494 27.3.3 Seile, Bündel, Kabel ............................................ . 596
26.1.3.1 Anpassung der Konstruktion an die Fertigung ................... . 494 27.3.4 Haupttragkonstruktionen ................................. , ...... . 599
26.1.3.2 Der Palettenträger als Hauptkonstruktionselement ............... . 496 27.3.4.1 Vollwandige Balkenbrücken .............................. . 599
26.1.3.3 Die Knicklänger der Regalscheiben ........................... . 498 27.3.4.2 Fachwerkbalkenbrücken .......................... :....... . 602
26.1.3.4 Die Längsstabilisierung, ein spezifisches Problem der Hochregale .... . 499 27.3.4.3 Schrägseilbrücken ...................................... . 604
26.1.4 Palettenregale ................................................... . 501 27.3.4.4 Bogenbrücken ......................................... . 609
26.1.4.1 Aufbau und System ....................................... . 501 27.3.4.5 Rahmenbrücken ............ '........................... . 613
26.1.4.2 Die Einspanngrade der Regalstützen für das Rahmensystem 27.3.4.6 Hängebrücken ......................................... . 613
in Längsrichtung des Regals ................................. . 501 27.3.5 Verbundbrücken .............................................. . 616
26.1.4.3 Der Paletten träger ........................................ . 504 27.3.5.1 Anwendungsbereich .................................... . 616
26.1.4.4 Einfache Bemessungsformeln für das Regal in Längsrichtung ....... . 505 27.3.5.2 Vollwandige Balkenbrücken in Verbundbauweise ............. . 616
26.1.4.5 Die Schubsteifigkeit der Gitterscheiben ........................ . 508 27.3.5.3 Hinweis auf weitere Hauptsysteme mit einer Betonfahrbahnplatte
26.1.5 Fachbodenregale ................................................ . 509 im Verbund ........................................... . 619
26.1.5.1 Der Fachboden als Komponente ............................. . 509 27.3.6 Zum Tragsicherheitsnachweis von Straßenbrücken .................... . 621
26.1.5.2 Das Systemprofil als Komponente ............................ . 511 27.3.7 Schwingungen aus Windwirkungen ................................ . 622
26.1.5.3 Großversuche zur Bestätigung der Rechenansätze für die Ermittlung 27.3.8 Unterhaltung, Instandsetzung und Sanierung von Brücken ............... . 624
der Tragfähigkeit kompletter Regalanlagen ..................... . 514 27.4 Stahlhochstraßen ..................................................... . 627
26.2 Stahlbau in der Fördertechnik / Tagebau und Umschlaggeräte 27.4.1 Merkmale und Systeme ......................................... . 627
Bearbeitet von H. Altmann 27.5 Fußgängerbrücken .................................................... . 629
26.2.1 Einleitung ...................................................... . 27.5.1 Allgemeines .................................................. . 629
519 27.5.2 EinigeBeispiele ............................................... . 630
26.2.2 Tagebaugeräte .................................................. . 519 27.6 Brücken für Rohrleitungen, Transportbänder oder Kabel ...................... . 636
26.2.2.1 Gewinnungsgeräte ........................................ . 520 27.6.1 Allgemeines .................................................. . 636
26.2.2.2 Absetzer ............................................... . 528
26.2.2.3 Direktversturzgeräte ...................................... . 27.6.2 Tragsysteme und Belastungen .................................... . 637
531 27.7 Bewegliche Brücken ................................................... . 642
26.2.2.4 Konstruktion und Berechnung der Stahltragwerke für Tagebaugeräte . 532
26.2.3 Umschlaggeräte ................................................. . 27.7.1 Allgemeines ................................................... . 642
545 27.7.2 Klappbrücken ................................................. . 642
26.2.3.1 Schaufelradlader ......................................... . 546
26.2.3.2 Absetzer ..................... ; ......................... . 27.7.2.1 Parallelogrammgeführter Waage balken ..................... . 642
550 27.7.2.2 Klappbrücken mit Gegengewicht an der Klappe ............... . 643
XVI Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis XVII
27.7.3 Hubbrücken ................................................... 645 28.6.1.8 Sektorschütz ............................................ 709
27.7.4 Drehbrücken .................................................. 648 28.6.1.9 Trommelschütz ............... .' .......................... 710
27.8 Zerlegbare Stahlbrückengeräte ........................................... 649 28.6.2 Talsperren-Verschlüsse ........................................... 710
27.8.1 Allgemeines ................................................... 649 28.6.2.1 Zylinderschütz ........................................... 711
27.8.2 SKB-Brücke ................................................... 650 28.6.2.2 Tiefschütze ............................................. 711
27.8.3 SE-Brücke .................................................... 650 28.6.2.3 Sonderkonstruktionen ..................................... 713
27.8.4 D-Brücke ..................................................... 651 28.6.3 Verschlüsse für Wasserkraftanlagen .................................. 714
27.8.5 Straßenbrückengerät SS 80 ........................................ 652 28.7 Verschlüsse für Wasserstraßen ............................................ 715
27.8.6 Stahlflachstraße und Behelfskurzbrücke .............................. 652 28.7.1 TorefürKammerschleusen ........................................ 715
27.9 Brückenvorschubgeräte ................................................. 653 28.7.1.1 Tore mit Drehbewegung um eine lotrechte Achse ................ 715
27.9.1 Allgemeines ................................................... 653 28.7.1.2 Tore mit Drehbewegung um eine waagrechte Achse .............. 716
27.9.2 Vorbauschnäbel ................................................ 654 28.7.1.3 Tore mit vertikaler Hub- oder/und Senkbewegung ............... 717
27.9.3 Vorschubrüstungen für den feldweisen Vorbau ........................ 655 28.7.1.4 Tore mit waagrechter Bewegung: Schiebetore ................... 720
27.9.4 Vorschubgeräte für den Freivorbau mit Ortbeton ...................... 657 28.7.2 Verschlüsse für Tordurchlässe, Umläufe, Grundläufe, Seitenkanäle,
27.9.5 Vorschubverlegegerät für Fertigteile ................................ 658 Sparbecken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 723
27.10 Lagerung und Lager von Brücken .......................................... 659 28.8 Verschlüsse für besondere Zwecke ......................................... 723
27.10.1 Anforderung an die Lagerung ..................................... 659 28.8.1 Sperrtore ...................................................... 724
27.10.2 Bewegungen ................................................... 659 28.8.2 Sieltore ........................................................ 724
27.10.3 Anordnung und Auswahl der Lager ................................. 661 28.8.3 Docktore ...................................................... 726
27.10.4 Lagerarten .................................................... 662 28.9 Schiffshebewerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 727
27.10.5 Bemessung der Lager ............................................ 665 28.10 Notverschlüsse ........................................................ 728
27.11 Fahrbahnübergänge .................................................... 667 28.10.1 Einteilige Notverschlüsse ......................................... 729
27.12 Zur Gestaltung von Stahlbrücken .......................................... 668 28.10.2 Mehrteilige Notverschlüsse ....................................... 729
27.12.1 Allgemeines ................................................... 668 28.10.2.1 Stautafeln (Dammtafeln) .................................. 729
27.12.2 Der Werkstoff Stahl und die Gestalt ................................. 669 28.10.2.2 Nadelverschluß ......................................... 729
27.12.3 Stahlkonstruktion und Farbe ...................................... 671 28.11 Feste Teile ........................................................... 729
28 Stahl wasserbau
Bearbeitet von G. Schmaußer/G. Wickert
28.1 Allgemeines .......................................................... 673 29 Kesselgerüste
28.2 Abgrenzung des Stoffes ................................................. 674 Bearbeitet von K. Stirböck
28.3 Verschluß-Typen ...................................................... 675 29.1 Einführung ............................................................ 735
28.4 Einsatzgebiete und Zuordnung ............................................ 677 29.2 Entwurf .............................................................. 737
28.4.1 Wehre ........................................................ 678· 29.3 Statisches System des Gesamttragwerkes ..................................... 739
28.4.2 Talsperren ..................................................... 678 29.3.1 Kesselgerüst ..................................................... 739
28.4.3 Wasserkraftanlagen .............................................. 678 29.3.2 Zur Kesselgerüstdecke ............................................. 745
28.4.4 Wasserstraßen .................................................. 679 29.3.3 Abhängungen .................................................... 748
28.4.5 Schiffshebewerke ................................................ 679 29.3.4 Kesselhauswände ................................................. 750
28.4.6 Sonstige Einsatzgebiete ........................................... 679 29.3.5 Kesselhausbühnen ................................................ 752
28.5 Gestaltungs- und Berechnungsgrundlagen ................................... 680 29.4 Konstruktion .......................................................... 754
28.5.1 Verschlußkörper ................................................ 680 29.4.1 Fußpunkte und Verankerung ........................................ 755
28.5.1.1 Struktur ................................................ 680 29.4.2 Kesselgerüststützen ............................................... 757
28.5.1.2 Gewicht und Abmessungen ................................. 683 29.4.2.1 Offene Form ............................................. 757
28.5.1.3 Statische Berechnung ..................................... 684 29.4.2.2 Geschlossene Form ........................................ 758
28.5.1.4 Werkstoffe .............................................. 684 29.4.3 Gerüstriegel und Diagonalen ........................................ 762
28.5.2 Lager ......................................................... 685 29.4.4 Kesseldecke ..................................................... 772
28.5.2.1 Rollen ................................................. 685 29.4.4.1 Kesseldeckenhauptträger ................................... 773
28.5.2.2 Drehlager .............................................. 689 29.4.4.2 Kesseldeckenzwischenträger ................................. 776
28.5.2.3 Kontaktlager ............................................ 695 29.4.4.3 Kesseldeckenrandträger .................................... 776
28.5.2.4 Führungsorgane .......................................... 695 29.4.4.4 Verbände in Ebene der Kesseldecke ........................... 777
28.5.2.5 Verriegelungen .......................................... 697 29.4.4.5 Kesselhausdach ........................................... 777
28.5.3 Dichtungen ..................................................... 698 29.4.5 Rauchgaskanal (Luvo) Tragrost ...................................... 779
28.5.4 Korrosionsschutz ................................................ 702 29.4.6 Kesselhauswände ................................................. 779
28.6 Verschlüsse für Stauanlagen .............................................. 702 29.4.7 Kesselhausbühnen ................................................ 783
28.6.1 Wehr-Verschlüsse ............................................... 702 29.5 Fertigung ............................................................. 787
28.6.1.1 Gleitschütz ............................................. 702 29.5.1 Diagonalen ...................................................... 787
28.6.1.2 Rollschütze ............................................. 703 29.5.2 Stützen, Fußpunkte und Stoßverbindungen ............................. 788
28.6.1.3 Rollschütz mit Aufsatzklappe ............................... 704 29.5.3 Kesselgerüstriegel ................................................. 794
28.6.1.4 Hakendoppelschütz ....................................... 705 29.5.4 Kesseldecken-Tragrost ............................................. 795
28.6.1.5 Segmentschütz ........................................... 707 29.6 Montage .............................................................. 797
28.6.1.6 Segmentschütz mit Aufsatzklappe ............................ 708 29.6.1 Voraussetzungen ................................................. 797
28.6.1.7 Klappenschütz ........................................... 709 29.6.2 Ausführung ..................................................... 801
Inhaltsverzeichnis XIX
XVIII Inhaltsverzeichnis
32.2.4.1 Allgemeines ............................................. . 868
30 Stahlbau für Hochofenanlagen
32.2.4.2 Stollenpanzerungen unter Innendruckbelastung ................. . 869
Bearbeitet von B. Katzer/F. Lenger
32.2.4.3 Stollenpanzerung unter Außendruckbelastung .................. . 875
30.1 Einleitung ............................................................ . 803 32.2.4.4 Ausführung ............................................. . 878
30.2 Geschichtliche Entwicklung .............................................. . 803 32.2.5 Verteilrohrleitungen .............................................. . 881
30.2.1 Entwicklung des Aggregats Hochofen ...... : ......................... . 803 32.2.5.1 Allgemeines ............................................. . 881
30.2.2 Entwicklung der dazugehörigen StahlkonstruktIonen ........... : ......... . 806 32.2.5.2 Verteilrohrleitungssysteme ................................. . 881
30.3 Gliederung der heutigen Stahlkonstruktionen nach betrieblichen Erfordermssen 809
32.2.5.3 Die Bauelemente der Verteilrohrleitungen ..................... . 884
30.3.1 Übergichtkonstruktion ............................................ . 809 888
32.2.6 Rohrverzweigungen .............................................. .
30.3.2 Hochofengerüst ................................................. . 810 888
32.2.6.1 Allgemeines ............................................. .
30.3.3 Gießhallen mit Abstichbühnen ...................................... . 811 32.2.6.2 Rohrverzweigungen mit biegesteifen Versteifungssystemen ........ . 892
30.3.4 Staubsackgerüst ................................................. . 811 899
32.2.6.3 Steifenlose Verzweigungen ................................. .
30.3.5 Begichtungsanlagen .............................................. . 811 899
32.2.6.4 Biegungsfreies und Einbügelsystem ........................... .
30.4 Statische und konstruktive Gesichtspunkte ................................... . 811 32.2.6.5 Stutzen und Mannlöcher ................................... . 900
30.4.1 Wahl des statischen Systems und der Bauweise .......................... . 811 32.2.7 Fertigung und Montage ........................................... . 902
30.4.1.1 Übergichtkonstruktion .................................... . 814 32.3 Behälterbau .......................................................... . 908
30.4.1.2 Das Hochofengerüst ...................................... . 815 32.3.1 Einführung ..................................................... . 908
30.4.1.3 Die Gießhallen .......................................... . 815 909
32.3.2 Zylindrische Flüssigkeitsbehälter .................................... .
30.4.1.4 Das Staubsackgerüst ...................................... . 815 909
32.3.2.1 Allgemeines ............................................. .
30.4.1.5 Die Begichtungsanlagen ................................... . 815 32.3.2.2 Oberirdische zylindrische Flachbodentankbauwerke .............. . 909
30.4.2 Berechnung und Konstruktion ...................................... . 816 32.3.2.3 Oberirdische liegende zylindrische Behälter .................... . 919
30.4.2.1 Übergichtkonstruktion .................................... . 817 32.3.2.4 Erdgedeckte liegende zylindrische Behälter .................... . 921
30.4.2.2 Hochofengerüst .......................................... . 818 32.3.3 Kugelbehälter ................................................... . 930
30.4.2.3 Gießhallen .............................................. . 819 32.3.3.1 Allgemeines .............................................. . 930
30.4.2.4 Staubsackgerüst .......................................... . 819 32.3.3.2 Stützengelagerte Kugelbehälter .............................. . 933
30.4.2.5 Begichtungsanlagen ....................................... . 820 32.3.3.3 Flächengelagerte Kugelbehälter ............................. . 936
30.5 Beispiele ............................................................. . 820 32.3.4 Zylindrische Schüttgutbehälter ...................................... . 941
30.6 Entwicklungstendenzen ................................................. . 823 32.4 Werkstoffe ........................................................... . 941
31 Stahlfundamente 33 Rohrbrücken, Apparategerüste
Bearbeitet von R. Praefcke Bearbeitet von G. Freudenberg
825
31.1 Einleitung ........................................................... . ! I
33.1 Rohrbrücken .......................................................... . 947
31.2 Anforderungen an Fundamente für schnellaufende Maschinen .................. . 825 33.1.1 Definition und Abgrenzung ................. '....................... . 947
31.3 Gegenüberstellung verschiedener Fundamentarten ., " ........................ . 825 33.1.2 Spezielle Belastungen ............................................. . 948
31.4 Vorteile von Stahlfundamenten .......................................... . 827 33.1.3 Statische Systeme, Querschnitte ...................................... . 948
31.5 Konstruktiver Aufbau der Stahlfundamente ................................. . 828 33.1.4 Selbsttragende Leitungsrohre ....................................... . 949
31.6 Ausgangsdaten für die Fundamentauslegung ................................ . 828 33.1.5 Vollwandbrücken ................................................ . 950
31.7 Entwurf eines Stahlfundamentes ......................................... . 829 ; I 33.1.6 Fachwerkrohrbrücken ............................................ . 951
31.8 Berechnung eines Stahlfundamentes ...................................... . 829 33.1.7 Bogenbrücken .................................................. . 953
31.8.1 Art der erforderlichen Berechnungen ............................... . 829 33.1.8 Seilsysteme, abgespannte Systeme ................................... . 954
31.8.2 Vom Fundament aufzunehmende Belastungen ....................... . 830 33.1.9 Begleitkonstruktionen und Ausstattung ............................... . 956
31.8.3 Rechenmodelle ............................................... . 831 33.1.9.1 Stützen und Festpunkte .................................... . 956
31.8.4 Praktische Vorgehensweise in mehreren Schritten ..................... . 831 33.1.9.2 Kompensatoren .......................................... . 957
31.9 Herstellung und Qualitätsanforderungen ................................... . 833 33.1.9.3 Ausstattung ............................................. . 957
31.10 Montage ............................................................ . 834 33.2 Apparategerüste ....................................................... . 958
31.11 Ausgeführte Stahlfundamente ........................................... . 834 33.2.1 Definition und Abgrenzung ........................................ . 958
31.11.1 Stahlfundamente für 515 MW -Turbo-Generatorsatz .................... . 834 33.2.2 Belastungen, Berechnungen ........................................ . 959
31.11.2 Sonderformen .................................................. . 835 33.2.3 Auflagerung von Apparaten ........................................ . 959
33.2.4 Bühnenkonstruktion .............................................. . 960
32 Großrohrleitungen und Behälterbau 33.2.4.1 Bauweisen .............................................. . 960
Bearbeitet von F. Mang/K. Bremer 33.2.4.2 Bühnenträger ........................................... . 961
32.1 Einführung ........................................................... . 839 33.2.4.3 Abdeckung ............................................. . 962
32.1.1 Schalentheoretische Grundlagen und Stabilität der Schalen ................ . 839 33.2.5 Gerüstkonstruktion .............................................. . 963
32.1.2 Gekrümmte Träger und Versteifungsringe ............................. . 840 33.2.5.1 Allgemeine Hinweise ...................................... . 963
32.2 Großrohrleitungen ..................................................... . 844 33.2.5.2 Verankerungen .......................................... . 963
32.2.1 Einführung .............................. ························ 844 33.2.5.3 Stützen und Riegel ........................................ . 963
32.2.2 Freiliegende Rohrleitungen ........................................ . 845 33.2.5.4 Fachwerke .............................................. . 964
32.2.2.1 Allgemeines .................................... · ... ······ 845 33.2.6 Ausstattung .................................................... . 965
32.2.2.2 Ringversteifte Rohrleitungen ............................... . 847 33.2.6.1 Treppen und Steigleitern ................................... . 965
32.2.2.3 Sattelgelagerte unversteifte Rohrleitungen ..................... . 858 33.2.6.2 Katzträger .............................................. . 966
32.2.3 Eingeerdete Rohrleitungen ........................................ . 863 33.2.6.3 Apparateringe ........................................... . 966
32.2.4 Stollenpanzerung ................................................ . 868 33.2.6.4 Rundbühnen ............................................ . 966
xx Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis XXI
34 Offshore-Technik 35.3.1 Berechnung von Tunneln im Lockergestein ........................... . 1061
Bearbeitet von D. Dutta/F. Mang und M. Reuter 35.3.1.1 Einwirkungen auf den Tunnel und statisches System ............. . 1061
34.1 Einleitung und geschichtliche Entwicklung .................................. . 969 35.3.1.2 Bemessung und Sicherheit der Tunnelauskleidung ..............• 1063
34.2 Konstruktionstypen von Offshore-Bauwerken .................... : .......... . 970 35.3.2 Tunnelauskleidungen aus Stahl ..................................... . 1064
34.2.1 Ortsfeste, mit dem Meeresboden fest verbundene Seebauwerke ........... . 971 35.3.2.1 Grundsätzliche Hinweise zum Einsatz von Stahl ................ . 1064
34.2.1.1 Jacket-Konstruktion ..................................... . 971 35.3.2.2 Konstruktive Gestaltung stählerner Tunnelauskleidungen ........ . 1065
34.2.1.2 Turmplattformen ........................................ . 973
34.2.2 Bewegliche, schwimmfähige, auf dem Meeresboden absetzbare Plattformen .. . 974 36 Stahlschornsteine
34.2.2.1 Hubinseln (jack-up) ..................................... . 974 Nach F. W. Wilkesmann t. Bearbeitet von Ö. Bucak
34.2.2.2 Flutbare Plattformen ..................................... . 975 36.1 Einführung ......................................................... . 1071
,34.2.3 Beweglich verankerte schwimmende Einheiten ........................ . 976 36.2 Systeme ........................................................... . 1073
\ 34.2.3.1 Halbtaucher ............................................ . 977 36.3 Belastung .......................................................... . 1078
34.2.3.2 Tension-leg Plattformen (Plattformen mit vorgespanntem 36.4 Berechnung ............................... : ........................ . 1078
Verankerungsnetz ....................................... . 977 36.5 Kopfausbildung ..................................................... . 1078
34.2.4 Freischwimmende Einheiten ...................................... . 978 36.6 Mantelblech ........................................................ . 1080
34.2.5 Single-Point-Mooring-Anlagen (SPM) ............................... . 979 36.6.1 Richtungsänderungen im Mantelbereich ............................ . 1081
34.3 Beanspruchung und Lastnahmen ......................................... . 980 36.6.2 Mantelöffnungen .............................................. . 1082
34.3.1 Konstruktions- und funktionsbedingte Lasten ......................... . 980 36.7 Montagestöße ....................................................... . 1086
34.3.2 Umweltbedingte Lasten .......................................... . 980 36.8 Anschlußstutzen ..................................................... . 1089
34.3.2.1 Wind ........................................... ······· 981 36.9 Fußausbildung ...................................................... . 1090
34.3.2.2 Seegang ............................................... . 982 36.10 Fundamente ........................................................ . 1095
34.3.2.3 Meeresströmung ........................................ . 986 36.11 Schwingungen ....................................................... . 1096
34.3.2.4 Meeresbewuchs ......................................... . 987 36.11.1 Allgemeines über Schwingungen ................................. . 1096
34.3.2.5 Schnee, Vereisung, Eisgang ................................ . 988 36.11.2 Querschwingungen an Schornsteinen .............................. . 1101
34.3.2.6 Temperatur ............................................ . 989 36.11.3 Wirbelerregte Schwingungen .................................... . 1101
34.3.2.7 Verankerung ........................................... . 989 36.11.4 Maßnahmen zur Herabminderung von Querschwingungen ............. . 1103
34.3.2.8 Veränderung der Gründung ............................... . 989 36.11.4.1 Systemveränderungen ................................. . 1103
34.3.3 Lastfälle zur Dimensionierung ..................................... . 990 36.11.4.2 Aerodynamische Maßnahmen ........................... . 1104
34.4 Werkstofffragen in der Offs hore-Technik ................................... . 990 36.11.4.3 Mechanische und dynamische Dämpfer .................... . 1106
34.5 Knotenpunkte einer Offshore-Rundhohlprofilkonstruktion ..................... . 996 36.12 Schwingungen hintereinander stehender Schornsteine bzw. Schwingungen
34.5.1 Spannungs- und Dehnungskonzentrationsfaktor ....................... . 1001 an Schornsteinen in Gruppenanordnung ................................... . 1113
34.5.2 Verfahren zur Ermittlung der Spitzenspannung ........................ . 1005 36.13 Sonderbauwerke ..................................................... . 1116
34.5.3 SCF-Parameterformeln .......................................... . 1008 36.13.1 Aufwindkraftwerk Manzanares/Spanien ........................... . 1116
34.6 Dimensionierung ..................................................... . 1014 36.13.2 Naturzugkühlturm mit Seilnetzmantel für Kernkraftwerk Schmehausen ... . 1118
34.6.1 Statischer Spannungsnachweis ..................................... . 1015 36.14 Abschlußbetrachtungen ............................................... . 1120
34.6.2 Stabilitätsnachweis .............................................. . 1015
34.6.3 Rißfortschritt, Korrosionsermüdung und Betriebsfestigkeitsnachweis ....... . 1016 I·
37 Maste und Türme, Antennentragwerke
34.6.4 Schwingungsverhalten und Verformungen '" ......................... . 1023 , I Bearbeitet von K. Dinkelbach/H. Mors
34.7 Unterwasser-Rohrverlegung ............................................ . 1023 Einführung .............................................................. . 1125
37.1 Stahlmaste für Freileitungen
35 Schachtbau, Stollenbau, Tunnelbau Bearbeitet von H. Mors
Bearbeitet von H. Link 37.1.1 Einleitung .................................................... . 1125
35.1 Schachtausbau ....................................................... . 1037 37.1.2 Das Tragsystem der Freileitungen ................................. . 1128
35.1.1 Berechnung von Schachtauskleidungen .............................. . 1037 37.1.3 Entwurf des Mastbildes ......................................... . 1129
35.1.1.1 Belastungs- und Berechnungsannahmen ...................... . 1037 37.1.4 Konstruktion und Herstellung der Maste ............................ . 1136
35.1.1.2 Standsicherheitsnachweise ................................. . 1039 37.1.5 Berechnung der Maste, Belastungsannahmen ......................... . 1141
35.1.L3 Zulässige Spannungen der Baustoffe ......................... . 1042 37.1.6 Traglastversuche ............................................... . 1144
35.1.2 Schachtauskleidungen mit Stahl .................................... . 1043 37.1.7 Gründungen, Entwurf und Berechnung ............................. . 1146
35.1.2.1 Reine Stahlauskleidungen ................................. . 1043 37.1.8 Erdungen .................................................... . 1149
35.1.2.2 Stahl-Beton-Verbundauskleidungen ......................... . 1045 37.1.9 Montage ..................................................... . 1149
35.1.2.3 Der Stahl-Beton-Verbundausbau mit Dehnfugen ............... . 1048 37.2 Antennentragwerke
35.1.2.4 Ringausbau und Stahlbeton mit Stahldichthaut ................. . 1049 Bearbeitet von K. Dinkelbach/H. Mors
35.2 Druckstollen und -schächte von Wasserkraftanlagen .......................... . 1052 37.2.1 Einleitung .................................................... . 1159
35.2.1 Stählerne Stollen- und Schachtpanzerungen ........................... . 1052 37.2.2 Bauformen ................................................... . 1160
35.2.1.1 Allgemeine Hinweise ..................................... . 1052 37.2.3 Funktechnische Anforderungen und bauliche Ausführung ............... . 1161
35.2.1.2 Werkstoffe ............................................. . 1053 37.2.4 Vorschriften und Belastungsannahmen ............................. . 1162
35.2.1.3 Konstruktion und Herstellung .............................. . 1053 37.2.5 Entwurf und Berechnung der Antennentragwerke ..................... . 1165
35.2.2 Berechnung von Stollen- und Schachtpanzerungen ..................... . 1055 37.2.5.1 Türme ............................................... . 1165
35.2.2.1 Bemessung der Panzerung für Innendruck ..................... . 1055 37.2.5.2 Abgespannte Maste ..................................... . 1166
35.2.2.2 Bemessung der Panzerung für Außendruck .................... . 1057 37.2.5.3 Schwingungen ......................................... . 1167
35.3 Tunnelbau .......................................................... . 1061 37.2.5.4 Querschwingungen bei Zentralrohrmasten .................... . 1168
1 XXII Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis XXIII
37.2.6 Isolatoren .................................................... . 1169 39.7 Fertigung und Errichtung der RSB ........................................ . 1236
37.2.7 Abspannseile (Pardunen) ........................................ . 1172 39.8 Prüfungen ........................................................... . 1238
37.2.8 Aufzüge - Besteigen der Maste ................................... . 1173
37.2.9 Flugwarnanstrich und Flugwarnbeleuchtung ......................... . 1173 40 Gerüstbau
37.2.10 Kabelbefestigung .............................................. . 1174 Bearbeitet von F. Nather
37.2.11 Schutzerdung der Stahlkonstruktionen .............................. . 1174
37.2.12 Montage-Vorrichtungen ......................................... . 1174 40.1 übersicht ........................................................... . 1241
40.1.1 Einführung .................................................... . 1241
38 Parabolantennen 40.1.2 Normen und Merkblätter ......................................... . 1242
Bearbeitet von W. Schönbach 40.1.3 Rechtliche Fragen ............................................... . 1242
38.1 Geschichtliches, Verwendungszweck ...................................... . 1179 40.2 Werkstoffe .......................................................... . 1242
38.2 Belastungen, Anforderungen ............................................ . 1180 40.2.1 Stähle und Leichtmetalle ......................................... . 1242
38.2.1 Vorschriften ................................................... . 1180 40.2.2 Gußwerkstoffe ................................................. . 1243
3''::3.2 Äußere Lasten ................................................. . 1180 40.2.3 Sonstige Werkstoffe ............................................. . 1243
38.2.3 Spezifikationsforderungen ........................................ . 1181 40.3 Verbindungen ........................................................ . 1244
38.3 Berechnungen und Vermessungen ........................................ . 1182 40.3.1 Arten und Besonderheiten ........................................ . 1244
38.3.1 Verformungsberechnungen ....................................... . 1182 40.3.2 Gerüstkupplungen .............................................. . 1244
38.3.1.1 Steifigkeiten, Lastfälle, Absolutverformungen ................. . 1182 40.3.3 Trägerklemmen ................................................ . 1247
38.3.1.2 Konturgenauigkeit der Parabolfläche ........................ . 1184 40.3.4 Knotenkonstruktionen ............................................ 1249
38.3.1.3 Antennengewinn, Justierung, E- Verlauf über a ................. . 1186 40.3.5 Sonstige Verbindungen ........................................... . 1249
38.3.2 Dynamische Berechnungen ....................................... . 1187 40.4 Arbeitsgerüste ....................................................... . 1250
38.3.3 Festigkeitsberechnungen ......................................... . 1189 40.4.1 Gerüst- und Bauarten ............................................. 1250
38.3.4 Vermessungen ................................................. . 1190 40.4.2 Lastannahmen .................................................. . 1251
38.3.5 Computer Aided Design (CAD) im Antennenbau ...................... . 1191 40.4.3 Nachweis der Tragfähigkeit ............................... .": ...... . 1253
38.4 Antennenkonstruktionen ............................................... . 1191 40.5 Traggerüste ......................................................... . 1255
38.4.1 Systeme ...................................................... . 1191 40.5.1 Einführung .................................................... . 1255
38.4.2 Azimutkonstruktion ............................................. . 1193 40.5.2 Gerüstgruppen ......................................... .'....... . 1256
38.4.2.1 Laufschienensystem ...................................... . 1193 40.5.3 Einige Einflüsse auf die Tragfähigkeit ................................ . 1256
38.4.2.2 Drehsäulensystem ....................................... . 1195 40.5.3.1 Fertigungs- und Montageungenauigkeiten ..................... . 1256
38.4.2.3 Einlagerkonstruktion ..................................... . 1197 40.5.3.2 Schubsteifigkeit von Gerüstverbänden ....................... . 1259
38.4.3 Elevationskonstruktion .......................................... . 1197 40.5.3.3 Zwängungsbeanspruchungen ............................... . 1261
38.4.3.1 Reflektor, Reflektorstützkonstruktion ....................... . 40.5.4 Standsicherheitsnachweise ........................................ . 1262
1197 ... 40.5.5 Bauarten typisierte Rüstgeräfe aus Stahl ............................. .
38.4.3.2 Reflektorbelag, Subreflektor, Vierbock ....................... . 1200 1264
38.4.4 Einrichtungen, Anstrich .......................................... . 1202 40.5.5.1 überblick ............................................. . 1264
38.4.5 Konstruktionsgewichte, Technische Daten ............................ . 1202 40.5.5.2 Schwere Rüstträger ...................................... . 1265
38.4.6 Systemwahl .................................................... . 1204 40.5.5.3 Schwere Rüststützen ..................................... . 1267
38.5 Ausgeführte Parabolantennen ........................................... . 1205 40.5.5.4 Rahmenstützen .......................................... . 1269
38.5.1 Vorbemerkung ................................................. . 1205 40.6 Stählerne Rüstgeräte für neuere Herstellungsverfahren im Massivbrückenbau ....... . 1270
38.5.2 Nachrichtenantennen ............................................ . 1205 40.6.1 Einführung .................................................... . 1270
38.5.3 Radioteleskope ................................................. . 1208 40.6.2 Abschnittsweises Herstellen im Freivorbau ........................... . 1270
38.5.4 Antennen für sonstige Forschungszwecke ............................. . 1212 40.6.3 Abschnittsweises Herstellen mit Vorbaurüstung in Ortbeton .............. . 1273
38.6 Radome zum Schutz der Antennen ........................................ . 1214 40.6.4 Feldweises Herstellen mit Vorbaurüstung in Ortbeton ................... . 1274
38.6.1 Luftgetragene Radome ........................................... . 1215 40.6.5 Sonstiges ...................................................... . 1278
38.6.2 Schalenkonstruktionen ........................................... . 1215
38.6.3 Netzwerke .................................................... . 1216 41 Räumlich gekrümmte Träger und Tragwerke
38.6.3.1 Geometrie ............................................. . 1216 Bearbeitet von W. Heil
38.6.3.2 Berechnung ............................................ . 1217 41.1 Einführung .......................................................... . 1283
38.6.3.3 Bemessung und Spannungsnachweis ......................... . 1218 41.2 Geschichtlicher Rückblick 1283
38.6.3.4 Beispiel: Radom mit 49 m Durchmesser ...................... . 1219 41.3 Kreisförmig gekrümmte Trä~~~ . : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : : 1284
39 Reaktorsicherheitsbehälter aus Stahl 41.3.1 Voraussetzungen ............................................... . 1284
Bearbeitet von A. Andersen 41.3.2 Die Differentialgleichungen und ihre Lösungen ........................ . 1284
41.3.2.1 Torsion und Biegung ..................................... . 1285
39.1 Einleitung ........................................................... . "1223 41.3.2.2 Wölbkrafttorsion ........................................ . 1286
39.2 Allgemeines über Reaktorsicherheitsbehälter ............................... . 1223 41.3.2.3 Formänderungsgrößen ................................... . 1298
39.3 Konstruktion ........................................................ . 1223 41.3.2.4 Berücksichtigung eines geraden Trägerfeldes .................. . 1299
39.4 Werkstoffe .......................................................... . 1228 41.3.3 Berechnung von gekrümmten Durchlaufträgern mit Hilfe eines statisch
39.5 Lastfälle, Belastungen und Beanspruchungsstufen ............................ .
39.6 Tragsicherheitsnachweis ................................................
39.6.1 Dimensionierung ...............................................
.
.
1229
1230
1231
I unbestimmten Grundsystems ...................................... .
41.3.3.1 Voraussetzungen ........................................ .
1299
1299
41.3.3.2 Umrechnung allgemeiner Lasten in Streckenlast q und
39.6.2 Erdbebenberechnung ............................................. . 1232 Streckentorsionsmoment m T • • . • • • • . • • • • • • . • • . • . • • • . • . . • • • • • 1300
39.6.3 Spannungsanalyse und -bewertung .................................. . 1233 41.3.3.3 Rechengang ............................................ . 1301
39.6.4 Stabilitätsnachweis .............................................. . 1235 41.3.3.4 Berechnungsbeispiel ..................................... . 1303
XXIV Inhaltsverzeichnis Einführung

41.3.4 Berechnung kreisförmig gekrümmter Träger mit Hilfe des Übertragungs-


matrizenverfahrens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 1306
41.4 Berechnung driIlweicher, räumlich gekrümmter Tragwerke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 1309
41.4.1 Allgemeines .................................................... 1309
41.4.2 Voraussetzungen ................................................ 1310 Einführung
41.4.3 Das Übertragungsmatrizenverfahren für den schubelastischen Biegeträger .... 1310
41.4.3.1 Der Grundgedanke des Übertragungsmatrizenverfahrens .......... 1310 o. Steinhardt
41.4.3.2 Die Übertragungsmatrix für den schubelastischen Stab nach
Theorie 1. Ordnung ....................................... 1311 Wie vom Herausgeber im Vorwort zu diesem 2. Band des Handbuches schon angedeutet wurde, wird in
41.4.3.3 Die Punktrnatrix (Bekannte Unstetigkeiten) .................... 1312 den Kapiteln 19 bis 41 u.a. auch über einige "konstruktionsgebundene" baustatische und festigkeits-
41.4.3.4 Behandlung der Randbedingungen ........................... 1313 theoretische Ergänzungen berichtet (z.B. als spezielle Hinweise in den Kapiteln 25 und 26, ferner bei
41.4.3.5 Behandlung von Zwischenbedingungen ........................ 1314 den besonderen Darlegungen der Kapitel 32, 34 und 40 und schließlich in der geschlossenen Behand-
41.4.4 Das Übertragungsmatrizenverfahren für drillweiche, räumlich gekrümmte lung der "Kreisringträger" in Kapitel 41), um ansonsten aber der praktischen Verwirklichung von
Tragwerke ..................................................... 1315 Stahlbauwerken auf verschiedenen Anwendungsgebieten tunlichst breiten Raum zu geben. - Dabei
41.4.4.1 Grundsätzliche Vorgehensweise ............................. 1315 zeigt sich fallweise nicht nur eine gewisse Verlagerung der "Gewichtungen" als Folge der Bereicherung
41.4.4.2 Die Übertragungsmatrix ................................... 1316 eines zeitgemäßen und oft auch neuartigen Erfahrungsschatzes, wie er jeweils durch maßgebende Inge-
41.4.4.3 DiePunktmatrix ......................................... 1317 nieure in der industriellen Praxis gewonnen wird. Noch eindeutiger als der Inhalt von Band 1 dieses
41.4.4.4 Behandlung der Rand- und Zwischenbedingungen ............... 1318 Handbuches unterliegen die Ausführungen der einzelnen Kapitel vom nunmehr herausgegebenen Band 2
41.4.5 Berechnungsbeispiel .............................................. 1321 bezüglich Richtigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen praktischen Erfahrungsschatzes der Verant-
wortlichkeit der zuständigen Autoren. Es erweist sich zudem, daß die etwa seit zwei Jahrzehnten
Sachregister. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 1325 stattfindende "zweite industrielle Revolution" der Informatik und Mikroelektronik - z.B. speziell als
Autorenverzeichnis ....... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 1335 "EDV im Stahlbauunternehmen" - sowohl die technischen als auch die kaufmännischen Bereiche in
zunehmendem Maße erfaßt.
Beide zuletzt genannten Gesichtspunkte, nämlich Innovationen und technisch-wissenschaftliche Verar-
beitung, führen - für den jeweils charakteristischen Anwendungsfall, bei dem (fallweise) die Divergenz
zwischen mathematisierbarer Struktur und wirklicher Konstruktion durch eine zuverlässige Parameter-
wahl "ausreichend sicher" eingegrenzt werden muß - nur dann zur optimalen Lösung einer Ingenieur-
aufgabe, wenn diese Lösung funktional zuverlässig, wirtschaftlich und "wohlgestaltet", d.h. auch men-
schengerecht und umweltfreundlich ist.
In den Kapiteln 19,20 und 21 findet man zunächst zahlreiche Aspekte einer Ganzheitsbetrachtung, die
- gründend auf den "Methoden der Ingenieurmathematik" (Bd. 1, Kap. 2) - die überdisziplinäre Wis-
senschaft Kybernetik (= Sammlung von Denkmethoden und -modellen) in dem Teilgebiet der "Infor-
mationstheorie" verwendet, welche letztere sich bekanntlich gerade auch der Wahrscheinlichkeitsrech-
nung und Statistik bedient: eine Entscheidungslogik also, in welcher "Nachrichten" nicht direkt in Form
von Denkinhalten, sondern in besonderer (vorzugsweise "digitaler") Sprache als physikalische Signale
transportiert werden. Die Algorithmentheorie kann dabei Programme der logischen Informationsver-
knüpfung und ihrer Transformation entwickeln, wobei allerdings - gerade bei technischen und wirt-
schaftlichen Fragen - die Formalismen das Artspezifische und Verhaltungsgemäße der Phänomene zu
beachten und zu integrieren haben. So benötigen fallweise "baustatische Programme", CAD- und
CAM-Konzepte und EDV-Einsätze im kaufmännischen Bereich sehr sorgfältige Vorbereitungen und
sachkundige betriebseigene Überwachungen. Es besteht kein Zweifel am äußerst förderlichen Einfluß
der Datenverarbeitung auf die wirtschaftliche Stahlbau produktion, wenn die charakteristischen Merk-
male der nachfolgend umrissenen Anwendungsfelder studiert und in ihrem Wesen richtig verstanden
werden. (Gewarnt werden muß aIlerdings vor einer zu innigen Verschmelzung der "Hominiden" mit
den "Computern", wobei sämtliche "Sklavenarbeit" des täglichen Lebens zugunsten von Muße und
Wohlbehagen den letztgenannten blind anvertraut werden. Denken und Gedächtnis bestimmen
(psychologisch) nämlich die Abhängigkeit des Seelischen (also auch der Kreativität) vOn eigenen Erfah-
rungen, so daß - gerade auch für den Ingenieur - der Empirismus gegenüber dem Nativismus, der
"Fremdgespeichertes" einfach "abzurufen" wünscht, gerade auch durch die Mitteilungen dieses 2. Ban-
des seine besondere Bedeutung und seinen Wert erhält.)
Geschichtlich gesehen, sowie besonders eng mit der Entwicklung einer Stahlbau-Architektur verknüpft,
sind die "Ein- und Mehrgeschoßbauten" (Kapitel 22), sie sind zudem Wegbereiter zu den ingenieurge-
mäßen "Großräumen und Hallen" (Kapitel 23, vergleiche hierzu 23.1.4); beiderlei Bauformen dienen
dem Wohn- bzw. Versammlungsbedürfnis des Menschen; bauphysikaIische Anforderungen und "Um-
weltbedingungen" (vgI. Bd. 1, Kap. 14, 16 und 17) sind hier besonders sorgfältig zu beachten.
Kapitel 24 widmet sich, in 3 Hauptabschnitten, den Verkehrsbauten, als "Stationen" der Luftfahrt, der
Eisenbahn und der Automobile.
In einem weiteren Schritt stellt sich der Stahlbau vor als geeigneter und wesentlicher Bestandteil der
Investition bei der Produktion, sowie bei der Lager- und Fördertechnik (Kapitel 25, und Abschnitte
26.1 und 26.2). Es erweist sich dabei, daß zukünftig in gesteigertem Umfang Wege zur "Integration vOn
Maschinen- und Stahlbau" [1), wie sie u.a.a. "normenmäßig" (z.B. in den DIN 18804 und 4132)
vorbereitet sind, weiter ausgebaut werden können.
2 Einführung Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau 3
Der Stahlbrückenbau (Kapitel 27) ist nach wie vor - und dies ~nsbesondere weg~~ seiner klar ersicht-
lich Abstraktion (von der komplexen, wirklichen KonstruktIOn zur mathematlslerbaren !rags~ruk­
turl):nd der dabei vorzunehmenden "Parameter-Red?zierung" als ganz wesentliche~ ,,~tudlenobJekt"
anzusehen. Hier können alle Möglichkeiten der En~wlcklung der Baukun~t -: und dies I. d. R. vo~ den
Augen der Öffentlichkeit :- in du.rch~ichtiger Klarheit a~geboten werden; em msbesondere auch fur das
Studium der jungen Ingenieure nutzhcher "Gegenstand .
Die in den Kapiteln 28 bis 39 behandelten Anwendungsgebiete des Stahlbaus (Stahlwasserbau, Kesse.l- 19 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie
gerüste, Hochofenanlagen, Stahlfunda~ente, ~ehält.er- un? Rohrl~itungsbau, Maste und Türme m im Stahlbau
Stahl, Parabolantennen sowie ReaktorsIcherheitsbehalter) bieten - Je n~ch den besonderen Anforde-
rungen und Baubedingungen - die aus der Sicht von Experten wesenthchen Daten und Aspe~te, die K. Reimers
einen Einstieg des Entwurfsingenieurs in seinen jeweils speziellen Fall zu fmden und zu erleichtern
vermögen. . . . . . .
Herausgestellt sein mag noch das Kapitel 40 (Stahlgerustbau), weil ~s sowohl eIgene Besonderhel~en Einleitung
aufweist als auch Hilfsfunktionen für zahlreiche andere BaukonstruktIonen zu erfullen hat. Zudem smd
hier - im Vergleich mit "Regelkonstruktionen" - oft zusätzliche Überlegunge.n zur Standsic~erhe.it Das Kapitel Bauausführung ist das Bindeglied zwischen den theoretischen Grundlagen der Stahlbau-
(z.B. infolge von großer Schlankheit, geometrischen und strukturellen ImperfektIOnen) notwendig, wie technik des Bandes 1 und den produktbezogenen Ausführungen der Kapitel 22-41 von Band 2. Es
dieses auch durch eine spezielle "Normung" etc. zum Ausdruck kommt. . behandelt alle Fragen der Herstellung von Stahlkonstruktionen, aufgeteilt in Konstruktion, Fertigung
Einleitend zum Schlußkapitel41 (räumlich gekrümmte Träger und Tragwerke), das u.a. eme geschlos- und Montage, wird jedoch eingeleitet von einem Abschnitt über Entwurf von Stahlbauten, da häufig
sene baustatische Darstellung der auf Biegung und Torsion beanspruchten Kreisringträger und der bereits in dieser Phase die Entscheidung für oder gegen den Stahl als Baustoff fällt, und einem Ab-
torsionsweichen, gekrümmten Trägersysteme bietet, sei festgestellt, daß - zusammen mit d~r Behand- schnitt über Ablauforganisation, da heute bei der wirtschaftlichen Produktion von Stahlbauten der
lung der "in der Belastungsebene stark gekrümmten (stabartigen) Trä.ger" (Kapitel 32) - dlegru.ndle- Ablauforganisation und damit der Steuerung eine, der Technik gleichrangige Bedeutung zukommt.
genden Ausführungen des l.Bandes (Kapitel 3 und 4 bzw. Abschnitt 10.2) Ihre Ve.rvollstandlgu~g Bei der Abhandlung der Themen über die Bauausführung werden daher die Kenntnisse über die
erfahren. Dieses Kapitel bietet - gerade für das Studium - wertvolle überlegungen, die aber auch fur entsprechenden Kapitel des Bandes 1 vorausgesetzt und nur, wo erforderlich, Querverweise gegeben.
viele Anwendungsfälle des Stahl- und Maschinenbaus zu brauchbaren "Berechnungsweisen" genutzt Ebenso werden produktspezifische Fragen nur soweit es zum Verständnis der Darstellu.!!g der Bauaus-
werden können. führung erforderlich ist mit behandelt, um unnötige überschneidungen zu vermeiden. Dabei orientie-
Abschließend sei der Handbuch-Benutzer auf das die Orientierung fördernde "Stichwortverzeichnis" ren sich die Aussagen überwiegend an der Produktion des allgemeinen Stahlbaues, .wie er in den
aufmerksam gemacht; ferner gilt grundsätzlich, daß dieses nun abgeschlossene Werk für "Studium und Kapiteln 22 bis 26 behandelt wird, da diese Produkte rund 90% des dem Stahlbau zuzurechnenden
Praxis" einen Leitfaden darstellt, der durch (manchmal notwendiges) zusätzliches Verarbeiten ?er Produktvolumens ausmachen. Außerdem wird auf den Brückenbau (Kap.27) eingegangen obwohl
fallweise weiterführenden "Literatur", zu welcher jeweils Einstiege am Schluß der einzelnen Kapitel dessen Anteil bei etwa 5% liegt, da von ihm wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung der
angeboten werden, bereichert werden kann. Stahlbau technik ausgehen.

1. Schriftenreihe des "Instituts für Fördertechnik" der Universität Karlsruhe, H2 (1978) und H5 (1983). Anteile der Stahlbauproduktion l ) (Stand 1983)
Skelett-, Stütz- und Trägerkonstruktionen 45%
Hallen mit und ohne Einbauten 29%
Maste, Türme und Gerüstkonstruktionen 14%
Brücken
3%
Stahlwasserbauten
2%
Behälter für feste Stoffe und Sonstiges 7%

100%
I) ohne Bauelemente (z. B. Türen, Tore, Fenster).

Auf die, für die anderen Produkte benötigten Sondereinrichtungen und Herstellungsmethoden wird in
den folgenden Kapiteln dieses Bandes eingegangen.
Wie aus den Angaben des statistischen Bundesamtes hervorgeht, verteilt sich der Umsatz der Branche
relativ gleichmäßig über alle Betriebsgrößen, \Vobei Schwerpunkte in der Gruppe von 20-200 Beschäf-
tigten und über 500 Beschäftigten vorhanden sind. Erhebungen des Deutschen Stahlbauverbandes
haben ergeben, daß die eingesetzte Technologie weitgehend von der Betriebsgröße unabhängig ist, so
daß diese Aussage auch für die Kapitel Konstruktion, Fertigung und Montage gelten kann. Dabei
werden auch Anlagen, Fertigungsmethoden und Montagetechniken dargestellt, deren Einsatz erst von
einer bestimmten Größenordnung an sinnvoll und wirtschaftlich ist. Zur Darstellung der Ablauforgani-
sation dagegen werden Betriebsgrößen von mehr als 500 Beschäftigten und Objekte von mehr als 200 t
Stahlkonstruktion zugrunde gelegt.
Macht man sich an Bild 19-1 deutlich, welchen Anteil der Stahlbau an einer Bauaufgabe im Hochbau
sowohl bei den Rohbaukosten als auch bei den Gesamtkosten hat, so wird deutlich, daß die Vorteile der
Stahlbauweise nicht allein bei den verursachten Kosten liegen können, sondern bei einer Reihe weiterer
Faktoren, die die Kosten der vor- und nachlaufenden Gewerke und Leistungen beeinflussen und
Einfluß bei der Beurteilung der Nutzung des Bauvorhabens haben. Daher wird das Kapitel "Bauaus-
führung" mit dem Abschnitt 19.1 - "Entwurf von Stahlbauten" eingeleitet, in dem auf diese Fragen
ausführlich eingegangen wird.
Die Erweiterung der vom Stahlbau zu erbringenden Leistungen einerseits und die Veränderung in der
Technologie zu immer größeren und schwereren Einzelstücken mit entsprechend kurzer Montagezeit

I andererseits lassen neben die technische Optimierung die optimale Abiwcklung, und damit eine funk-
4 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Entwurf von Stahlbauten 5

Gesamtbau Bauvorhaben erforderliche Kooperation mit Unternehmen der Bauindustrie eingegangen werden. Der
Stahlbauer sollte bestrebt sein, bei einer vorhandenen Baustoffkonkurrenz die Massenermittlung für ein
anzubietendes Objekt selbst oder von einem Ingenieurbüro durchführen zu lassen und sich dazu von
den Baufirmen die Einheitspreise einholen. Die andere Möglichkeit besteht bei Verzicht auf eine
Alternative in Stahlbeton, mit Baufirmen eine Bietergemeinschaft mit Ausschließlichkeit einzugehen,
die im Auftragsfalle in eine Arbeitsgemeinschaft einmündet.

Bild 19-1 Kostenanteil des Stahlbaues 19.1 Entwurf von Stahlbauten


Um die Fragen des Entwurfes von Stahlbauten behandeln zu können, muß die Rolle des Stahlbaues im
tionierende Ablauforganisation treten. Diese hat die Aufgabe der Koordinierung aIIer Aktivitäten eines Baugeschehen und die Struktur der Nachfrage dargesteIlt werden. Vom gesamten Bauvolumen des
Unternehmens, um das richtige Teil in der benötigten Stückzahl zum richtigen Zeitpunkt an die erfor- Jahres 1983 von 203 Mrd. DM entfielen 77% auf den Hochbau und 23% auf den Tiefbau. Beim
derliche EinbausteIle zu bringen, wo das geeignete Gerät mit der richtigen Anzahl von geeigneten Hochbau sind 62 % (entsprechend 48% vom Gesamtvolumen) dem Wohnungsbau zuzurechnen, so daß
Arbeitskräften zur Verfügung stehen soII und die Voraussetzungen für den Montagebeginn und Einbau nur noch 13% (entsprechend z. Z. 20 Mrd. DM) auf den öffentlichen Hochbau und 25% (entsprechend
gegeben sein müssen. Da die beste technische Leistung in Konstruktion, Fertigung oder Montage einer 38 Mrd. DM) auf den Wirtschaftsbau entfallen. Nur die bei den letztgenannten Bereiche sind für den
funktionierenden organisatorischen Abwicklung bedarf, wird über diese Fragen in Abschnitt 19.2: Stahlbau von Bedeutung, wobei dessen Umsatz in diesen Bereichen z.Z. ca. 4 Mrd. DM jährlich
"Ablauforganisation" ausführlich berichtet. beträgt.
Die Stagnation der Baunachfrage im Inland und der zunehmende Konkurrenzdruck im Export, der Bei der Planung von Bauvorhaben sind zwei grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen zu unter-
häufig durch Auflagen zu heimischer Fertigung im Empfängerland noch verstärkt wird und Stahlbauex- scheiden:
port überwiegend nur noch im Rahmen kompletter Anlagen möglich macht, zwingt die Stahlbauindu-
strie zu laufender Rationalisierung, der jedoch durch die Einzelfertigung enge Grenzen gesetzt sind. Bei 1. Die Bauaufgabe wird in einem Wettbewerb - meistens einem Architektenwettbewerb - ausgeschrie-
bestimmten Produktgruppen, wie den genormten Hallenbauten oder dem Mastbau, ist eine Standardi- ben, wobei der Planende und Anbieter im Rahmen der funktionellen Forderungen und gegebenen
sierung und Typisierung möglich, die meist jedoch wegen der auch dort häufigen Abweichungen bei der Randbedingungen einen Entwurf konzipiert, bei dem die Baustoffwahl entweder indirekt durch die
"schubladenfertigen" Zeichnung und Stückliste endet und nicht zu einer Fertigung auf Lager führt. gewählten "Raster" oder fallweise auch bereits direkt entschieden ist. Dieses Vorgehen ist überwiegend
Damit erstreckt sich die Möglichkeit zur Rationalisierung im normalen Stahlbau der Einzelfertigung, im öffentlichen Hochbau anzutreffen.
neben Verbesserungen des Ablaufes auf 2. Im Rahmen der Formulierung der Bauaufgabe wird diese durch Vorüberlegungen und Randbedin-
• Investitionen in der Fertigung, gungen schon so weitgehend definiert, daß Geometrie, "Rasterung" und Baustoff des Haupttragwerkes
• konstruktive Verbesserungen, bereits festliegen, wenn der Bauherr an den Markt, und damit an die Bauausführenden herantritt.
• fertigungstechnische Verbesserungen, Dieses trifft meistens zu für gewerbliche und industrieIIe Bauten (Wirtschaftsbau).
über die in den Abschnitten 19.3: "Konstruktion" und 19.4: "Fertigung" berichtet wird. Dabei ist zu
beachten, daß durch die Kostenentwicklung des Materials im Verhältnis zu den Lohnkosten (Bild 19-2) In beiden Fällen erfolgt die Auswahl des Baustoffes für das Haupttragwerk zu einem Zeitpunkt, an
nicht mehr die Materialeinsparung oberstes Ziel ist, sondern mehr die Tendenz der Entfeinerung dem der Bauausführende noch nicht in den Entscheidungsprozeß einbezogen ist. Die folgenden Aus-
verfolgt wird. Dies bedeutet z.B., daß eine Fußplatte bei Verzicht auf Aussteifungen besser entspre- führungen wenden sich daher vor aIIem an diejenigen Architekten und Ingenieure, die in der ersten
chend dicker auszuführen ist, ein Stegblech dicker ausgeführt wird, wenn dabei die Beulsteife entfällt Phase der Planung und des Entwurfes eines Bauvorhabens die Strukturierung beeinflussen, die ersten
oder durch Berechnung nach Theorie zweiter Ordnung in der Mehrzahl der Fälle bei Trägerauflagern wichtigen Festlegungen über Geometrie und Rasterung treffen und in Voruntersuchungen die Wirt-
die Auflagersteifen entfallen können. schaftlichkeit der einen oder anderen Bauweise beurteilen soIIen.

Randbedingungen für einen wirtschaftlichen Entwurf


Die Aufgabe, Bauwerke für die verschiedensten Funktionen zu planen und zu bauen, kann heute nicht
mehr unabhängig von der Situation unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeldes betrachtet
werden. Dieses ergibt Randbedingungen und Restriktionen, die sich in drei Gruppen zusammenfassen
lassen.

• Der Umweltschutz hat heute einen so hohen Stellenwert erhalten, daß ihm Architekten und Inge-
nieure sowohl bei der Wahl der Baustoffe als auch bei der der Bauweise Rechnung tragen müssen.
• Rohstoffe und Energien stehen uns langfristig mit unterschiedlicher Frist nur in begrenztem Umfang
zur Verfügung, so daß die Wiederverwendbarkeit der verwendeten Baustoffe immer mehr an Bedeu-
tung gewinnt.
c • Die technische Lebensdauer unserer Bauwerke übersteigt heute bei weitem manchmal um ein Viel-
~

.3 faches die ökonomische Lebensdauer, so daß auch Veränderbarkeit, Abbruch und Beseitigung bei
der Baustoffwahl und Bauweise berücksichtigt werden müssen.

Unabhängig von diesen Randbedingungen müssen die Entwürfe zu wirtschaftlichen Lösungen der
Bauaufgabe führen, da heute und in Zukunft die Optimierung von Preis und Leistung entscheidend für
1960 1980 Bild 19-2 Kostenentwicklung Lohn - Material die Durchführung einer Bauaufgabe und/oder für die zu wählende Bauweise ist. Dafür müssen Planer
Darüber hinaus hat sich die Straffung der eigenen Produktpalette und Schwerpunktbildung bei der und Architekten über ein gleichrangiges Wissen von den verschiedenen Baustoffen und den zu diesen
Größenordnung der Aufträge als erfolgreiches Instrument der Rationalisierung erwiesen. Die organisa- passenden Bauweisen verfügen und, über die reinen Baukosten hinaus, die wirtschaftliche Nutzung der
torischen Maßnahmen lassen sich dabei besser darauf abstimmen und die Effizienz der Bearbeitung Baumaßnahme, ihren Einfluß auf die Umwelt und die Möglichkeit zur Nutzungsänderung in die Ent-
erhöhen. Außerdem kann eine Kooperation mit Firmen der eigenen Branche und entsprechend anderer scheidungsfindung mit einbeziehen.
Struktur eine gute Ergänzung der eigenen Kapazität und Möglichkeiten ergeben. Jeder Planer sollte sich dessen bewußt sein, daß er z.B. bei der Wahl eines bestimmten Stützenrasters
Schließlich soll hier noch kurz auf die, für die gesamtheitliche oder rohbaufertige Abwicklung von oder einer Fassade bereits eine Festlegung für die eine oder andere Bauweise, und damit den zugehöri-
6 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Entwurf von Stahlbauten 7
gen Baustoff trifft, die kaum durch Sonderentwür~e und Alternati~en geändert werden kann. Di~s~s Bei Deckenträgern beginnt die Mischzone etwa bei 6 m Spannweite und geht etwa bei 12 m in den
trifft auch auf die wieder seltener werdenden funktIOnalen Ausschreibungen zu. Daher sollten bereis m Optimalbereich des Stahls über, wobei zusätzlich die Situation im Hinblick auf Einfeld- und Mehrfeld-
der Vorentwurfsphase Vergleichsuntersuchull:gen und. übersc~lagsrech~ungen angestellt werden, u.m träger und die Möglichkeit des Trägerverbundes zu beachten ist, die das Optimum des Stahls bis weit in
die zur Erfüllung der funktionalen Aufgabe wlrtschafthchste Losung zu fmden. Der folgende Abschmtt die Mischzone zu verlagern vermag (Bild 19.1-3).
soll dazu Mittel und Wege aufzeigen.
Am Beispiel des Geschoßbaues werden an~and ein~r K:riterienliste die z~ bewertend.en Fakt?ren d~rge­
stellt. Eine objektbezogene Bewertung dieser Kntenen stellt dann eme Entscheidungshilfe bel der
Wahl der Bauweise und der Baustoffe dar. Die im folgenden aufgeführte Bewertungstabelle, Bild I I I
19.1-1, wurde für ein bedeutendes Krankenhausobjekt als wichtige Entscheidungshilfe herangezogen I I I
und führte zu dem Ergebnis, wie die Bewertung zeigt, daß Stahlkonstruktion mit Verbunddecken die I I I
I I I
wirtschaftlichste Lösung dieser Bauaufgabe ergab.

Stahlbau Stahlbetonbau
Temperaturempfindlichkeit o o
Schwindverhalten o -1
Schallschutz o o
4 Witterungsabhängigkeit +2 -2
5 Erdbebenempfindlichkeit +1 o
Schwingungsernpfindlichkeit o +1
Korrosionsschutz außen: Bild 19.1-2 Optimale Deckenspannweiten Bild 19.1-3 Optimale Deckenträgerspannweiten
Wetterfester Stahl (COR-TEN, PATINAX) o o
Baustahl -1 o In Bild 19.1-4 wird der Versuch unternommen, aufgrund von, in einem Stahlbauunternehmen bei der
8 Korrosionsschutz innen o o Planung und Ausführung von Geschoßbauten, gewonnenen Erfahrungen - auch für,die Wahl der
9 Feuerbeständigkeit F90/F 120 o o horizontalen Stützenrasterung unter Einbeziehung der Einzeleinflüsse von Decke, Deckenträger und
10 Funktionelle Freiheit +2 -1 Unterzug - eine OptimierungSbetrachtung anzustellen, die zu dem dargestellten Ergebnis'führt. Danach
11 Gestalterische Freiheit +2 o kann gesagt werden, daß der reine Stahlbetonbereich durch Stützweiten je bis zu 6 m einzugrenzen ist,
12 Vorfertigungsgrad +2 -1 während der Optimalbereich des Stahls dort beginnt, wo mindestens eine der Stützweiten > 10 m ist. Im
13 Flexibilität in der Nutzung +2 -1 sogenannten Mischbereich kommen dann bei üblichen Geschoßhöhen u. a. folgende Kriterien zum
14 Neutralität bezüglich Fassadenausbildung +2 o Tragen:
15 Erweiterungsmöglichkeiten +2 -2
16 Umbaufähigkeit +2 -2
17 Installationsfähigkeit (Durchlässigkeit - InstaJlationsfreiraum) +1 -1
18 Nutzungseinschränkung durch Stützen o -1 ~'.

19 Stützendimensionen max. 30 x 30 cm 60 x 60 cm
20 Dimensionen Deckentragwerk bei gleichem Installationsfreiraum o -1
21 Genauigkeit +1 o
22 Schnelligkeit des Bauens +1 o
23 Belastung Fundamente +1 o
24 Durchbiegung (bei geeigneten Ausbauelementen) o o
25 Transportmöglichkeit (Gewicht, Abmessungen) +2 -1
26 Lohnintensivität o -1
27 Marktschwankungen o -1
28 Demontierbarkeit +2 -2 Bild 19.1-4 Optimale Stützenraster
29 Zwang zur Serie nein ja
30 Stahlverbrauch pro m3 umbauter Raum 12-18 kg/m' 10-16 kg/m'
31 Betonanteil nur Geschoßdecken, 100%
Kerne, Schächte • Die Forderung nach schlanken Stützen,
o neutral + 1, +2 günstig I, 2 ungünstig • Freiheit der Installationsführung im Deckenträger- oder Unterzugbereich,
• Installationsführung in Stützen,
Bild 19.1-1 Bewertungstabelle Stahlbau/Stahlbetonbau • Begrenzung der Bauhöhen für Träger und Unterzüge,
• Integrierung von Abfangungen und Auswechselungen,
Bei der Wertung ist zu berücksichtigen, daß es direkte und indirekte Einflüsse gibt, die bis hin zur • die Begrenzung des Eigengewichtes,
Verzinsungsdauer des eingesetzten Kapitals bei früherer Bezugsfertigkeit gehen kann. Beim Vergleich • die Möglichkeit zur Veränderbarkeit.
der Baustoffe Stahl und Beton als tragender Baustoff muß darauf hingewiesen werden, daß jeder
Bauweise bestimmte geometrische Bereiche zuzuordnen sind, in denen eine eindeutige Überlegenheit Viele aktuelle Beispiele bedeutender Architekten und Ingenieure zeugen von der Möglichkeit, mit
einer der bei den Baustoffe vorhanden ist. Zwischen diesen Bereichen gibt es eine Mischzone, in der Stahlkonstruktionen zu wirtschaftlichen und gestalterisch ausgezeichneten Lösungen einer Bauaufgabe
sowohl der eine als auch der andere Baustoff eine wirtschaftliche Lösung der Bauaufgabe ergibt, wobei zu gelangen. Als Beispiele sollen dafür die vier, in den folgenden Bildern gezeigten Objekte aus letzter
die Entscheidung in diesem Bereich dann aufgrund weiterer Kriterien getroffen werden muß. Im Zeit gelten.
folgenden wird für die Faktoren Deckenspannweiten, Deckenträgerspannweiten und Stützenraster der Bild 19.1-5 zeigt die Hochhäuser der Deutschen Welle in Köln, deren 120 m hoher Büroturm und 85 m
jeweilige Optimumsbereich für Stahl und der Mischbereich für Stahl/Beton angegeben.
hoher Studioturm mit Ausnahme der stabilisierenden Stahlbetonkerne als Stahlskelettkonstruktion
Die Mitwirkung des Stahls (im Sinne des Stahlbaues) in einer Decke bezieht sich nur auf das Blech. errichtet wurden. Die insgesamt 4500 t Stahlkonstruktion wurden beim Büroturm in 10 Monaten und
Insbesondere bei einer Stahlverbunddecke, wie z. B. der Holoribverbunddecke, liegt der wirtschaftlich-
ste Spannweitenbereich zwischen 2 und 6 m (Bild 19.1-2). beim Studioturm in 12 Monaten mit exakten Baurhythmen die auf den Stahlbetonbau der Kerne
abgestimmt waren, termingerecht errichtet. [4]
8 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Ablauforganisation

• eine fast beli~bige Veränderbarkeit du~ch nachträgliche Verstärkungen oder Umänderungen, und
9 l
Bild 19.1-6 zeigt das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm, das im Jahre 1979 mit dem Europäischen
Stahlbaupreis ausgezeichnet wurde. Dieses Bauwerk ist ein Beispiel für einen sehr wirtschaftlich mit • eine volle WIederverwendbarkeit des Materials nach Abbruch, sei es direkt oder indirekt als Schrott
Stahl ausgeführten Rohbau, bei dem die neu esten Erkenntnisse der Stahlbauweise in Form von rippen- für die Stahlerzeugung.
losen Verbindungen und Verbunddecken und -trägern realisiert werden konnten. Das Stahlgewicht pro
m 3 beträgt hier.- ohne Decken - ca. 1600 kg und liegt damit nur unwesentlich höher als das Gewicht
des Bewehrungsstahls einer vergleichbaren Stahlbetonkonstruktion. Die Anordnung von Trägern und
Unterzügen in gestapelter Lage ermöglichte eine Leitungsführung in dem hochinstallierten Gebäude
ohne einen einzigen Deckenträger- oder Unterzugdurchbruch.
Bild 19.1-7 zeigt einen Industriegeschoßbau von den gewaltigen Abmessungen 400m Länge, 80m
Breite und 31 m Höhe für ein deutsches Automobilunternehmen, in dem eine vollautomatische Lackie-
rerei installiert ist. Die mit 5'(, Monaten für ca. 17000 t Stahlkonstruktion ungewöhnlich kurze Monta-
gezeit war einer der wesentlichsten Gründe, von den noch in der Ausschreibung eingereichten Baustoff-
alternativen der Stahlkonstruktion den Vorzug zu geben. Um diese Leistungen zu'erreichen, arbeiteten
drei bekannte deutsche Stahlbauunternehmen zusammen. Außerdem waren rund 80000 m2 Verbund-
decken einzubauen.

Bild 19.1-8 Flugzeugwartungshalle VI in Frankfurt

Bei einer neutralen und fachkundigen Berücksichtigung aller Faktoren und Kriterien wird Stahl in
Zukunft daher häufiger als bisher zur wirtschaftlichen Lösung einer Bauaufgabe beitragen.

19.2 Ablauforganisation

Bild 19.1-6 Bundeswehrkrankenhaus Ulm 19.2.1 Allgemeines


Die vom Stahlbau zu erbringende Leistung ist umfangreicher und vielseitiger geworden, und seine
Techn?logie hat sich so. verändert, daß. ne?en der Forderung nach einer technischen Optimierung die
nach e.lner gut funktlOmerenden .orgamsatlOn getreten ist. Daher werden in diesem Abschnitt übergrei-
fend die Fragen der AblauforgamsatlOn behandelt und mit einigen Definitionen eingeleitet.
Vora~sse~zung f~r die erfolgreiche Praktizierung einer Ablauforganisation ist eine geeignete Aufbau-
orgamsatlOn - einem tragenden Skelett vergleichbar. Aufgrund der Unternehmensstruktur und seiner
Produ~tpal~tte erfolg~ die Festlegu~g ~nd Fortschreibung der organisatorischen Gliederung der Berei-
che, selen diese funktionaler oder dlvlslOnaler Art. Im Stahlbau ist überwiegend die funktionale Gliede-
rung anzutreffen mit den Bereichen
• Personal,
• Rechnungswesen,
• Materialwirtschaft,
• Verkauf,
Bild 19.1-5 Hochhäuser Deutsche Welle in Köln Bild 19;1-7 Lackiererei - Opel Rüsselsheim • Konstruktion,
• Fertigung,
• Montage.
Die Definierung der Abläufe - dem Leitungssystem und seinen Medien in einem Bau vergleichbar - ist
Als letztes Beispiel soll die Wartungshalle 6 auf dem Flughafen Frankfurt genannt werden, Bild 19.1-8, dann Aufgabe der Ablauforganisation.
die aufgrund der Ergebnisse eines Ideenwettbewerbes als Stahlkonstruktion ausgeführt wird. War vor Nach VDI-Begriff umfaßt die Pro?uk~ion alle. Tätigkeiten zur Herstellung eines Produktes, also, auf
etwa 12 Jahren beim Bau der Halle 5 der Massivbau mit einer spektakulären Spannbetonkonstruktion den ~tahlbau bezogen, von der Projektler1!ng biS zur Montage und Abrechnung. Die Fertigung dagegen
erfolgreich, so erwies sich bei der Ausschreibung der Halle 6 im Jahre 1978 der Unterschied zwischen bezeichnet nur den Herstellungsprozeß In der Werkstatt, bzw. im Betrieb. Auch auf die Begriffe
mehreren verschiedenen eingereichten Stahlkonstruktionen und den günstigsten Spannbetonkonstruk- P!a~1U~g undrSt~~e.~ung soll kurz eingegangen werden. Unter Planung werden z.B. für die Fertigung alle
tionen mit 40 % als beträchtlich. Bei Abmessungen dieser Größenordnung - Länge 270 m mit einer dlejemgen AktlVItaten verstande~? die ~er Zurverfügungstellung der Kapazitäten dienen, angefangen
Mittelstütze, Breite 86 m, li. Höhe 23 rn-ist der Stahlbau die wirtschaftlichere Bauweise. von den ~all~n und Krana~lagen ube~ die Maschinen, Flurfördereinrichtungen und sonstigen Betriebs-
In einer Zeit zunehmenden Umwelt bewußtseins und angesichts der zu erwartenden Verknappung von anlagen biS hin zu der Bereitstellung einer nach Zahl und Qualität ausreichenden Mitarbeiterschaft. Die
Energie und Roh~toffen sowie einer gewissen Sättigung des Bedarfs an Bauleistungen kommt einer Planung scha~ft. s~mit die yor.ausset~un~ für die Herstellung der Produkte. Die Steuerung dagegen
ökonomischen und rohstoff- und energie bewußten Bauweise ganz besondere Bedeutung zu. Der Stahl- umfaßt. alle dlejen:gen Tatlgkelten, d~e sich mit der. Abwicklung der einzelnen Aufträge befassen, d. h.
bau ist durch den heutigen Stand seiner Technologie und Verarbeitung in der Lage, die sich daraus z. B. ml.t. der termln.gere 7hten Anfertigung der statischen Berechnung und der Zeichnungen, mit der
ergebenden Forderungen zu erfüllen, durch rech~zeltlgen Matenalbelstellung z~m Fertigungsbeginn, mit einem, dem Terminplan entsprechenden
• eine weitgehende, immissionsarme Vorfertigung in den Werkstätten, F~rt1gun~sdurchlauf und der termingerechten Anlieferung der Konstruktion auf der Baustelle. Auf
• eine kurze, geringe Behinderungen und Belästigungen ergebende Montage auf der Baustelle, Emzelhelten zu Planung und Steuerung wird in den jeweiligen Abschnitten gesondert eingegangen.
10 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Ablauforganisation 11
Der Zwang zur ständigen Rationalisierung macht eine gewisse Begrenzung der Produktpalette und des
Spektrums der Größenordnung der Aufträge erforderlich. Die Konzeption, sowohl der Werksanlage als Da Verkauf ~nd Konstruktion si~h d!rekt und spezifisch sowohl auf eine Produktgruppe als auch auf die
auch der Maschinenausstattung, erfordert eine gewisse Spezialisierung, um eine Opimierung der Bear- Kundschaft eInzusteIlen haben,.lst eIne Unterteilung bei so verschiedenen Produkten, wie z. B. Brük-
beitungsvorgänge in Teilbereichen zu erreichen. Gerade in der sehr variablen Einzelfertigung des kenbau, Stahlhochbau ~nd Ko.mplettbau .von einer bestimmten Größenordnung an zweckmäßig. Bei
Stahlbaues sollte trotz dieser Entwicklung eine möglichst große Bandbreite der Produkte erhalten ?em . ~ontageberelch hangt dl.e Fr~ge eIner produktspezifischen Unterteilung von dem Anteil des
bleiben, die es ermöglicht, sowohl eine Hallenkonstruktion von vieIleicht 250 t Gewicht genauso j~welhge~ P~od~ktes ab, das dIe me.lsten.Spe~lal~era~e und -techniken zum Einsatz bringt. Nur wenn
wirtschaftlich zu fertigen wie eine Kesselgerüstkonstruktion von 5000 t. Dieses Ziel kann einerseits eIne k?ntInUlerhche Auslastung gewahrleIstet Ist, Ist eIne Aufteilung zweckmäßig. Bei dieser funktiona-
nur bei entsprechender Auftragsmischung, andererseits aber auch nur mit einer für diese Aufgaben len Gh~derung el~es.~tahlbauunterneh~ens ist jedoch darauf zu achten, daß trotz der bereichsbezoge-
gerüsteten Ablauforganisation erreicht werden. nen Ghederun~ dIe ubergrelfenden projektbezogenen Aktivitäten und Einflüsse nicht in den Hinter-
Zu den Einflüssen, die die Entwicklung im Stahlbau und damit auch dessen Organisation beeinflussen, grund treten. BIld 19.2-2 ~acht deutlich, ~aß interdiszipl.inär zu den Bereichen die Projektführung und
gehören u.a. die Verschiebung der Anteile von Material zu Lohn zuungunsten des Lohnanteiles, die -verantwort~ng geregelt seIn mu~. Ohne dIe Verantworthchkeiten der Bereichsführungen einzuschrän-
ständig steigenden Stückgewichte der auszuliefernden und zu montierenden Bauteile mit der Folge ken, kann dIese Aufgabe von O~jektfuhrern. aus d~m Konstruktionsbüro oder einer Komplettbauabtei-
längerer Werkstattliege- und Bearbeitungszeiten und das immer weitere Einbeziehen der elektroni- lung wahrgen?mmen werd~n. SIe .umfaßt dIe Objektverfolgung und Koordinierung aIler Aktivitäten
schen Datenverarbeitung in die Steuerungsprozesse und Abläufe. Darüber hinaus wächst der durch das von. der .tec~n.lschen BearbeItung bIS zur Abrechnung. Dabei sollte soviel wie möglich dezentral und nur
Stahlbauunternehmen abzuwickelnde Leistungsumfang ständig, da im Sinne der Problemlösung - SOVIel wIe notIg zentral geregelt werden.
Bauen mit Stahl - häufig aIle Leistungen eines raumabschließenden Rohbaues zu erbringen sind. Um
die im Spannungsfeld-bereichsbezogene Optimierung der Arbeitsvorgänge gegenüber objektbezogener
Koordinierung - liegenden Lösungsansätze deutlich zu machen, werden diese Fragen in folgenden 19.2.3 Ablauforganisation - Methoden und Mittel zur Planung und Steuerung
Unterabschnitten behandelt:
Ziel einer Abla~forganisation ist es, die bereichsweise entstandenen Abläufe nach einheitlichen über-
• Aufbauorganisation eines Stahlbauunternehmens geordneten Geslcht.spunkten zu gestalten und integrierend in den Gesamtablauf einzubeziehe~: Zum
• Ablauforganisation - Methoden und Mittel b~sser~n ,:,erstandms. der angewendeten Methoden und der eingesetzten Mittel der Ablauforganisation
• Steuerung von Komplettbauvorhaben ~Ird ell~leltend auf dIe Kostenentstehung und die Durchlaufzeiten eingegangen. Dabei ist es erforder-
hch, zWI.schen festg.elegten und. ~eru~sacht~n Kosten zu unterscheiden. Festgelegte Kosten~beruhen auf
19.2.2 Aufbauorganisation eines Stahlbauunternehmens Entscheld.u ngen bel Pla.nungsta.tIg~elten; sIe w~rd~n den, die Planung ausführenden Abteiiungen zuge-
~rdnet. B.lld 19.2-3 zeIgt quahtatlv d.as Verhaltms von festgelegten zu verursachten Kosten. Es zeigt
Bei den folgenden Ausführungen wird davon ausgegangen, daß das Stahlbauunternehmen selbständig SIch dabeI, daßI ca. 60% der. Kosten eIner Stahlkonstruktion in der Konstruktion und Arbeitsvorberei-
organisiert und nicht Teil eines größeren Konzernverbandes ist. Da meist nur ein Werk vorhanden ist, tung ~estgelegt ) werden, wahrend c~. 80% der Kosten durch Material, Fertigung und Montage verur-
sind alle Funktionen und Bereiche in die Aufbauorganisation einzubeziehen. Bild 19.2-1 zeigt das sac~t ) ,,:,e.rden. HIeraus folgt, daß fur Planung und Steuerung und die dabei auch zu verwirklichende
Organisationsschema eines Stahlbauunternehmens in funktionaler Gliederung, in dem keine produkt- RatIOnalISIerung Methoden und Mittel im Planungsbereich bei Konstruktion und Arbeitsvorbereitung
spezifische Unterteilung der Bereiche vorgenommen ist. Dabei sind alle ausführenden Bereiche in Form ansetzen mussen.
der Linienorganisation der Leitung unterstellt, während nur die Organisation und das Sicherheitswesen,
ggf. auch die Qualitätsstelle als StabssteIlen angebunden sind. Unabhängig von der Produktpalette
--
10 0
soIlten die Bereiche Rechnungswesen, Personal, Materialwirtschaft und Fertigung als geschlossene 98 100
y_--
~
100
Einheiten organisiert sein. Dieses gilt für die Fertigung auch bei sehr unterschiedlichen Produkten, da ./ 90
nur so die einleitend erwähnte Flexibilität zur Anpassung an wechselnde Anteile der Produkte am 0 ./

-- .-- ---
Gesamtvolumen erreicht werden kann. 78

V 1---- 80
66
0 ./
y .... 60
festgelegteK~ I 53 Kosten in %
0 i festgelegte verursachte

J I 20 10 Klärung
I 40 8 TB/Stat ik/Konstruktion
Bild 19.2-1 Aufbauorganisation eines Stahlbauunternehmens o / I 10 + 0 2 + 34 Material wirtschaft

~--
10 3 Arbeitsvorbereitung
~---- 10 28 Fertigu ng
verursachte Kosten
10 + 0 0+15 Feinpla nung/Montage
oU --- =---.J
I
Klärung
I Zeit--

ITB/Statik/Konstruktion I(einschließlich Grobplanung für Fertigung und Montage


[TI CI] (Materialwirtschaft; B = Bestellung, E :: Eingang)
Au ttra serteilun IArbeitsvorbereitung
/Fe"igung

Projekte IFeinplanung IMontage


Bild 19.2-3 Kostenfestlegung - Kostenverursachung

Bild 19.2-2 Zusammenwirken von Bereich- und Projektführung 1) Einflußnahme z.B. auf Material und Stundenverbund.
2) Kosten, die z. B. durch die TB-Gehälter entstehen.
--- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------,

12 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Ablauforganisation 13

r------ ca. 35% ca. 45%


I· ca. 20% gengerüst, welches durch den Terminplan (grob) bestimmten Zeiträumen zugeordnet ist (Bild 19.2-6).
Frühzeitig erfolgt dann eine Abstimmung mit der Montageabteilung zur Festlegung des Montageablau-
r- fes und der Bauabschnitte, um die Strukturierung der technischen Bearbeitung darauf abstellen zu
I
I Montage können. Bei Aufträgen, für die das Material beim Walzwerk bestellt werden muß, ist die Zeitspanne für
L
die Materialbeschaffung meist terminbestimmend.
r--~----~~~~~---------4I--­ -,
I Einzelteilfertigung, I
Zusammenbau. Schweißen I Tätigkeit Erläuterung
L_·_~--------------------------1-·- ...J Klärung Die Teilabstimmung über Geometrie, Anlagenlasten und deren Lasteinleitungspunkte sowie Randbedin-
gungen, die die Dimensionierung beeinflussen
Konstruktion, Materialbeschaffung, I Bild 19.2-4 statische Berechnung Wahl des statischen Systems, Schnittkraftermittlung und Bemessung unter Berücksichtigung der An-
Arbeitsvorbereitung I
---' schlußkonfiguration
Durchlaufzeiten
Materialbestellung Optimierung der sich aus der statischen Berechnung ergebenden Profile und Bleche zu optimalen BestelJ-
z.B. 6 Wochen 8 Wochen 4 Wochen im Stahlhochbau
größen und der Minimierung der einzelnen Aufpreise
Konstruktion Konstruktive Bearbeitung der Stahlkonstruktion, ggf. ohne Detailausarbeitung zum Einreichen zur Ge-
Für den Ablauf und dessen Optimierung ist auch die Durchlaufzeit von Aufträgen von Bedeutung. So nehmigung bei Kunden und Prüfern, werkstattfertige Ausarbeitung mit Stücklisten
zeigt Bild 19.2-4 die Verteilung der Durchlaufzeit auf Konstruktion/Materialbeschaffung/ Arbeitsvor- Genehmigung Zu berücksichtigender Zeitabschnitt für Genehmigungsphase bei Kunden und Prüfern
bereitung, Fertigung und Montage. Die Fertigung nimmt dabei nicht nur die längste Zeit in Anspruch, Materialeingang Bei Werksbestellungen zu beachtender Zeitabschnitt für die Materialbeschaffung, die häufig bei Abnah-
mematerialien zum terminbestimmenden Faktor wird
sie ist auch von ihrer Struktur her diejenige mit dem geringsten Flexibilitätsgrad. Die Folge der Arbeits-
Fertigung Zeitraum von der Zurverfügungstellung der Konstruktionszeichnungen und Stücklisten bis Zum Ende der
gänge, die nacheinander ablaufen müssen, bestimmen die Durchlaufzeit und die an den jeweiligen Korrosionsschutzarbeiten
Fertigungsstellen vorgehaltenen Kapazitäten das Arbeitsvolumen. Konstruktion und Montage dagegen Versand Entsprechend Versandplan geordnete Bereitstellung der Konstruktion, bei Exporten entsprechende Kol-
können durch Einschaltung externer Kapazitäten wesentlich flexibler geplant und gesteuert werden. lierung, Signierung und Bündelung
Die Relation der bei einem mittleren Stahlbau unternehmen vorzuhaltenden Kapazitäten an produkti- Transport Bei Überschreitung der üblichen Landemaße Ermittlung von Transportmöglichkeiten und -zeiten
ven Stunden betragen etwa pro Jahr für Montage Zeitabschnitt von Beginn der Baustelleneinrichtung bis zur übergabe der Konstruktion, entweder an
Konstruktion 60000 h Folgegewerke oder des kompletten Bauvorhabens an den Bauherrn
Fertigung 200000 h Bild 19.2-6 Bestandteile eines Terminplanes
Montage 120000 h
Dieses entspricht einem Wert von etwa Wichtigstes Steuerungsinstrument im Stahlbau ist die Zeichnung in Verbindung mit der Stückliste. Sie
3 h je Tonne für Konstruktion, stellt meist eine Konstruktionseinheit dar, die baulich zusammengehörige Teile, z.B. eine Bühne, oder
10 h je Tonne für Fertigung, versandfertige Konstruktionen, z.B. einen Hallenbinder, enthält. Dabei wird zwischen Haupt- und
6 h je Tonne für Montage. Anbauteil unterschieden, um für den Versand und die Montage nur noch diejeiligen Positionen behan-
deln zu müssen, die selbständige Teile darstellen. Die Bestandteile einer Stückliste sind aus Bild 19.2-7
Bei dieser Größenordnung beträgt die Zahl der monatlich zu bearbeitenden Blatt/Zeichnungen kon- ersichtlich.
ventioneller Art zwischen 150 und 200 bei etwa 8000 bis 12000 Positionen, was etwa 25000 bis 40000
Identifikation Angaben
Steuerungsvorgängen entspricht. Bei Einzel- oder Bauteilzeichnungen ändert sich die Zahl der Zeich-
nungen entsprechend in Richtung auf die Zahl der Positionen. TeiJebezeichnung Hauptposition, Anbauposition
Form des Vormaterials Profilbezeichnung
Werkstoff Werkstoffangabe (nach D1N 17100)
Ort Tätigkeit Mittel für Planung und Steuerung
Häufigkeit Stückzahl
Materialwirtschaft Materialbestellung mit Festlegung:
Abmessungen Länge, ggf. Breite, Zugaben
Zukauf Werk I Händler oder Lager
Oberfläche Anstrichfläche
Verkauf Projektierung, Kalkulation, Angebot Auftragsmeldung, Startinformation -
Auftragshereinnahme mit Fixierung aller Randbedingungen Vorgaben Gewicht Einheitsgewicht, Gesamtgewicht
Konstruktion Termine und Ablauf festlegen Terminplan Materialbeschaffung Materialanforderung, -bestellung und -zuteilung
statische Berechnung mit Optimierung Bemerkungen Bearbeitungshinweise
Materialanforderung Materialbestell-Liste
Konstruktionszeichnungen erstellen Zeichnungen und Stücklisten Bild 19.2-7 Bestandteil einer Stückliste
Lieferfolge festlegen Lieferprogramm
Fertigung Fertigungsfolge festlegen Nach Vorliegen des Terminplanes (fein), der detaillierte Angaben zu den einzelnen Baugruppen, -ab-
Belegung der Fertigungsstellen planen Fertigungsbelegungsplan schnitten oder -teilen enthält, kann von der Fertigung der Belegungsplan, entsprechend differenziert
Vorgabezeiten ermitteln Kapazitätsauslastung
Bearbeitungsangaben festlegen Arbeitspapiere/Lohnscheine
nach Fertigungsstellen aufgestellt werden (siehe auch U. Abschn. 19.4), um über die Summierung der
Versand, Abwicklung des Versandes Verpackung/Kollierung
Aufträge die Auslastung der Fertigung und seiner Fertigungsstellen zu ermitteln. In einem Abgleichvor-
Transport Kolli-Liste - Versandpapiere gang werden dann ggf. Verschiebungen erforderlich. Die in der Fertigung selbst verwendeten Doku-
Montage Ablauf der Montage planen und festlegen Montageablaufplan mente zeigen die Bilder 19.2-8 - Prämienlohnvorgabe, 19.2-9 - Bearbeitungsfolge mit Kennziffern
Technik - Geräte - Hilfsmittel Versandplan/Einsatzpläne und 19.2-10 - die Objektverfolgungskarte. Bild 19.2.,.11 zeigt den Ausschnitt aus einem Montageein-
Detailpläne und Zeichnungen satz- und Terminplan, in dem die Einsatzdauer von Personal und Gerät sowie deren Anzahl fixiert sind.
Arbeitspapiere/Lohnscheine
Der Ablauf wird abgeschlossen mit der, gleichzeitig der Abrechnung dienenden Versanddokumenta-
Bild 19.2-5 Auftragsablauf nach Bereichen tion, die aus dem Versand- und Lieferschein bestehen kann. Im Export müssen diese um die Kollilisten
ergänzt werden.
Die übersicht in Bild 19.2-5 zeigt einen, im Stahlbau typischen Auftragsablauf und die in den einzelnen Die Verknüpfung dieser Abläufe und die Einbeziehung der Dokumente in die Ablauforganisation zeigt
Bereichen ausgeübten Tätigkeiten unter Angabe der für Planung und Steuerung verwendeten Doku- das Ablaufschema von Bild 19.2-12.
mente. Da die Ausstattung der Unternehmen mit Datenverarbeitungsanlagen sehr unterschiedlich ist Der .so dargest~llte Ablauf eines einzelnen Auftrages bedarf nun wiederum der überlagerung und
und die entsprechenden Programmsysteme noch in der Entwicklung sind, wird auf die Art der Erstel- Abslimmung mit den anderen, gleichzeitig in verschiedenen Stadien der Abwicklung befindlichen Auf-
lung der Dokumente nicht besonders eingegangen (siehe Kapitel 21). Auf einige, der für Planung und trägen, um einerseits den Terminvorstellungen des Kunden gerecht zu werden und andererseits auch
Steuerung wichtigsten Dokumente wird im folgenden kurz eingegangen. Mit den Vorgabewerten in eine möglichst gleichbleibende Auslastung des Unternehmens, insbesondere der Fertigung und seiner
Stunden aus der Angebotskalkulation erhalten Konstruktion, Fertigung und Montage ihr erstes Men- einzelnen Fertigungsstellen, zu erreichen.
1 14 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Ablauforganisation 15
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Oberpostdirektion ~5L- 14015
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KA PERS.NR. LA 5TO. 1/100 addiert MV AV Betrieb
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16 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Ablauforganisation 17
l
19.2.4 Steuerung von Komplettbauten
Die bisherigen Ausführungen über die Fragen der Ablauforganisation basieren auf der Produktion von
Stahlkonstruktionen im Unternehmen. Im Sinne der Weiterentwicklung der Stahlbaufirmen zu Unter-
nehmen, die eine weitergehende Bauleistung unter Verwendung von Stahl erbringen, müssen Voraus-
setzungen geschaffen werden, um die zusätzlichen Aufgaben und Aktivitäten für Rohbau und Ausbau
abwickeln zu können. Werden die für den Stahlbau erforderlichen Aufgaben im Unternehmen arbeits-
teilig von den einzelnen Bereichen oder Abteilungen erbracht, so werden im Gegensatz dazu alle für
den Komplettbau - sei es in rohbau- oder schlüsselfertiger Form - erforderliche Leistungen zugekauft.
Dieser Umstand setzt eine eigene organisatorische Lösung voraus, um neben der und in Abstimmung
auf die Stahlbauproduktion die Leistungen des raumabschließenden Rohbaues und ggf. des Ausbaues
erbringen zu können.
Im folgenden werden aus zwei Blickrichtungen diese Aufgaben aufgezeigt, ohne daß eine bestimmte
organisatorische Lösung angeboten wird, da es zu viele verschiedene, auf das jeweilige Unternehmen
zugeschnittene Möglichkeiten gibt. Eines jedoch gilt für alle Unternehmensstrukturen gleichermaßen,
daß die Aktivitäten für den Komplettbau in einer Stelle oder Abteilung zusammengefaßt und von dieser
koordiniert werden müssen.
Die eine Betrachtungsweise geht von den Gewerken aus, die neben der tragenden Stahlkonstruktion
erfaßt werden müssen. Für den raumabschließenden Rohbau gehören dazu die

Erdarbeiten,
Grundleitungen,
Fundamente,
Stahlbetonarbeiten für Kerne, Bodenplatten und Wände, ggf. Fassaden und Fenster,
Decken,
Dacheindeckungen, -dichtungen,
Blitzschutz,
Brandschutz,
Korrosionsschutz,
ggf. Tore und Türen in den Außenwänden.

Sind auch die Leistungen für den schlüsselfertigen Bau zu erbringen, so gehören zusätzlich folgende
Leistungen des Ausbaues dazu:
Installationen für
Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Fernmeldetechnik sowie der gesamte Innenausbau.
Auch wenn für diese Bereiche eine Abstützung auf externe Fachingenieure und Fachfirmen erfolgen
kann, muß auch im Unternehmen selbst eine ausreichende Fachkenntnis vorhanden sein.
Die zweite Betrachtungsweise geht von der Art der Tätigkeiten und ihrem zeitlichen Ablauf aus.
Ausschreibungen für solche Objekte sind häufig funktionale Ausschreibungen, die zur Angebotserstel-
lung eine umfangreiche Entwurfsbearbeitung erfordern. Daher beginnt die Steuerung von Komplett-
bauten bereits in der Angebotsphase, da die Entwurfsbearbeitung ja nur überschlägig unter Zuhilfe-
nahme von Schätzwerten, Erfahrungswerten und, z. T. von Subunternehmerangeboten, durchgeführt
werden kann. Dabei muß auf eine exakte Leistungsbeschreibung und -abgrenzung mit Qualitätsfestle-
gungen geachtet werden, um eine klar definierte Angebots- und, später, Auftragsgrundlage zu haben.
Dazu bedarf es neben einem guten, durchgearbeiteten Leistungsverzeichnis, welches später auch der
Abrechnung dient, auch entsprechender Entwurfszeichnungen und Erläuterungen. Nach Auftragsein-
gang ist eine sehr detaillierte und vollständige Entwurfsbearbeitung im eigenen Hause vorzunehmen,
um für alle Leistungen, die durch Subunternehmer auszuführen sind, eindeutige Leistungsbeschreibun-
gen und Zeichnungen zu erhalten, ohne sich auf Ausarbeitungen dieser Unternehmer abstützen zu
müssen. Ergänzt werden müssen diese Unterlagen durch entsprechende Vertragsbedingungen des
Stahlbauunternehmens. Ausschreibungen, Vergaben und Verträge bilden dann in Verbindung mit ver-
bindlich vereinbarten Terminplänen, bzw. Bauablaufplänen, die bei komplexeren Bauvorhaben auch
als Netzplan erstellt werden können, das Rüstzeug für die Objektsteuerung, die von einem entspre-
chend eingesetzten Objektführer vollzeitig wahrgenommen werden sollte. Vom Zeitpunkt des Beginns
der Bauarbeiten auf der Baustelle ist ein Bauleiter einzusetzen, der in Korrespondenz zur Objektfüh-
rung die Steuerung vor Ort übernimmt. Die Stahlbaufirmen, die es bisher gewohnt waren, für einen
kurzen Zeitabschnitt nur während der Stahlbaumontage eine Baustelle zu besetzen, da die Führungs-
aufgabe vor Ort häufig mit einem Richtmeister gelöst werden kann, müssen bei der Abwicklung von
Komplettbauten eine der, der Bauindustrie vergleichbaren Bauleitungslösung praktizieren, selbst wenn
die in Bild 19.2-13 dargestellte Lösung nicht vollständig übernommen werden kann. Nur eine, mit
entsprechenden Vollmachten ausgestattete Bauleitung, die mit Beginn der Bauarbeiten ihre Tätigkeit
18 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Konstruktion 19

aufnimmt und erst beendet, wenn die letzten Leistungen der Subunternehmer erbracht und abgenom- 19.3.2 Projektierung - Systemfindung - statische Berechnung
men sind, bietet die Gewähr für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Steuerung und Abwicklung von
Wie bereits im Abschnitt 19.1 - "Entwurf von Stahlbauten" - ausgeführt, ist eine frühzeitige Mitwir-
Komplettbauten [5].
kung des Ingenieurs bei der Umsetzung der Funktionsanforderung in eine bauliche Lösung zweckmä-
ßig. Er kann bereits in dieser Phase durch Alternativuntersuchungen zur Findung einer wirtschaftlichen
Stahlbau Betonbau Lösung beitragen. Extern kann dieses durch Beratung von Bauherren, Architekten- und Ingenieurbü-
vom von vom von
Hause Baustelle Hause BausteIJe
ros in der Entwurfsphase erfolgen. Intern dagegen ist diese Aufgabe im Rahmen der Angebotsbearbei-
x x
tung nur möglich, wenn die Ausschreibungen entsprechende Freiräume für Entwurfsbearbeitung oder
Materialbeschaffung
x x
Alternativen zulassen. Für die folgende Darstellung wird dieses vorausgesetzt.
Steuerung der MateriaI1ieferungen
x x x
Am Beispiel einer einfachen Halle sollen die überlegungen zur Systemfindung deutlich gemacht
Einsatz von Mitarbeitern
x
werden.
~=_G_ x
Beschaffung von Hilfs- und Betriebsstoffen x x
Abrechnung der Leistungen
Planung der Baustelle
Verhandlungen (intern)
X
x
X x
x
x
x
x
I
§
Verhandlungen (extern) x x x

Bild 19.2-13 Steuerung und Entscheidungen 1


1--4.7500 = 30000--J L6. 5000 = 30000--J

19.3 Konstruktion
Bild 19.3-1 Systemwahl für eine Halle

19.3.1 Allgemeines Der Grundriß sei 20 x 30 m bei einer Traufhöhe von 5 m (siehe Bild 19.3-1). Für die Systemüberlegun-
gen in Querrichtung ist zu untersuchen, ob ein statisch unbestimmtes System, wie der Zweigelenkrah-
Nachdem in den Kapiteln des ersten Bandes alle Fragen der Baustatik, der Werkstoffe, der Verbin- men mit seinen Horizontalkräften an den Fußpunkten und Momenten aus Vertikallasten in den Stützen
dungstechnik und der Sicherheitsnachweise in grundlegenden Ausführungen b~handelt werden und vertretbar ist gegenüber der dargestellten Variante mit eingespannter Stütze und Zweigelenkbinder mit
auch auf die konstruktive Gestaltung, VerbundkonstruktJOnen, RohrkonstruktJOnen und den Stahl- Zugband. Dabei sind die Kosten für die Fundamente in Abhängigkeit von der anstehenden Bodenquali-
leichtbau eingegangen wird, sollen hier mehr die allgemeingültigen Grundsätze der konstruktiv-techni- tät mit in die überlegungen einzubeziehen. Ebenso ist die Frage zu untersuchen, ob ein Rahmenabstand
schen Bearbeitung dargestellt werden, während den Kapiteln 22-41 die produktspezifischen Darstel- von 7,5 m mit Dachpfetten wirtschaftlicher ist als ein Rastermaß von 5,0 m mit direkter Dachplattenauf-
lungen vorbehalten sind. lagerung.
Im Stahlbau, mit seiner fast ausschließlichen Einzelfertigung, kommt der Konstruktion eine besondere Sinngemäß sind so bei allen Optimierungs- und Systemfindungsuntersuchungen die Fragen der Raste-
Bedeutung zu, wie Bild 19.2-13 über Kostenfestlegung zeigt, da in diesem Bereich knapp 50% der rung, der Kräfteein- und -ableitung, der Art und der Lage der Stabilisierung, sei es durch Verbände
Kosten festgelegt werden. Da heute und in Zukunft der Preis einer Konstruktion über den Erfolg des oder Rahmen und, im Brückenbau, die Abstände von Hauptträgern, Querträgern und; Steifen zu
Angebotes entscheidet, fällt dem Ingenieur eine doppelte Aufgabe zu, nämlich diejenige technisch.e behandeln und festzulegen. Dabei sind die Auswirkungen der zu treffenden Entscheidungen sowohl auf
Lösung zu wählen, die auch die wirtschaftlichste ist. Dabei ist wegen der, gegenüber dem GesamtpreIs die an den Stahlbau anschließenden Elemente, wie Dach und Wand, als auch auf die Ausbildung der
überproportional gestiegenen Lohnkosten (siehe Bild 19-2) eine Konstruktion zu bevorzugen, die Fundamente mit zu untersuchen. Ziel der Systemfindung muß es sein, bei Beachtung einer Gewichtsop-
wenig arbeitsintensiv ist, auch wenn dafür etwas mehr Material zum Einsatz kommt. timierung eine möglichst kleine Zahl einfacher Bauglieder zu erhalten.
Neben der Beachtung sämtlicher einschlägigen geltenden Normen, Vorschnften, Regeln und kunden- Nach der systematischen Erfassung der äußeren Lasten schließen sich die Schnittkraftermittlung und
seitigen Forderungen sind von Bedeutung: der Standsicherheitsnachweis an, die, je nach der vorliegenden Konstruktion, um die Stabilitätsuntersu-
chungen für das Knicken, Beulen und Biegedrillknicken zu ergänzen sind. Bei der folgenden Bemes-
• System wahl, sung ist die Relation zwischen den im Stahlbau am häufigsten eingesetzten Stahlsorten, St37 und St52,
• Wahl der Stahlsorte (St37 oder St 52),
hinsichtlich des Materialpreises (Aufpreis derzeit um DM 150,- je t), der Beschaffungsmöglich-
• Beschaffungsmöglichkeiten des Materials,
keit und des Abrechnungsmodus zu beachten, ebenso wie die in der Fertigung bei Verarbeitung von
• Transportmöglichkeiten der Bauteile,
St52 erforderlichen Mehraufwendungen für Vorwärmen, andere Zusatzwerkstoffe usw. Auch die Pro-
• Fertigungsmöglichkeiten im eigenen Betrieb,
filwahl entscheidet mit über die Wirtschaftlichkeit einer Konstruktion. Es gilt, ausgefallene, d. h. selten
• vorgesehener Korrosionsschutz,
verwendete Profile wegen der längeren Lieferzeiten und der höheren Aufpreise für Mindermengen zu
• Montagesituation mit Geräteeinsatzmöglichkeiten,
vermeiden, bei großen Abmessungen zwischen Walz- und Schweißprofilen unter Beachtung von Tole-
• vertragliche Regelungen, insbesondere der Abrechnung.
ranzen, Streckgrenzenabsenkung und Lieferzeiten zu entscheiden und möglichst wenige unterschied-
Alle diese Faktoren fließen bereits in die konstruktive Bearbeitung ein und müssen bei dieser und der liche Profile einzusetzen. Dabei sind besonders die Krafteinleitungs- und Auflagerpunkte unter dem
damit verbundenen Objektführung berücksichtigt werden. Gesichtspunkt einer aussteifungsarmen konstruktiven Lösung zu behandeln. Bild 19.3-2 zeigt am
Um diese vielschichtige AufgabensteIlung und die Lösungsmöglichkeiten besser behandeln zu können, Beispiel eines Stützenfußes, daß heute die unausgesteifte dickere Fußplatte die wirtschaftlichere Lösung
werden die Unterabschnitte wie folgt gegliedert: gegenüber der ausgesteiften dünnen Fußplatte darstellt. Ebenso verhält es sich mit den rippenlosen
19.3.2 Projektierung - Systemfindung - statische Berechnung, Verbindungen, die durch das vom Deutschen Stahlbau-Verband herausgegebene Ringbuch "Typisierte
19.3.3 Konstruktive Bearbeitung, Verbindungen im Stahlhochbau" mit Tragfähigkeitstabellen für rippen lose Trägerverbindungen zu ei-
19.3.4 Typisierung - Rationalisierung - Entfeinerung, ner Entfeinerung der Konstruktion durch den Wegfall der meisten Aussteifungsrippen geführt hat. Um
19.3.5 Stücklistenorganisation, eine erfolgreiche Optimierung einer Konstruktion durchführen zu können, müssen außerdem die ob-
19.3.6 Aufgaben der Objektführung. jekt- und firmenspezifischen Randbedingungen in die Bearbeitung einbezogen werden. Hubkapazitäten
Dabei wird die Kenntnis der Ausführungen des ersten Bandes vorausgesetzt und auf die produktspezifi- der Montagegeräte und der Krane für die Fertigung bestimmen ebenso die maximalen Stückgewichte
schen Abhandlungen der Kapitel 22-41 verwiesen. und die Abmessungen der zu transportierenden Einheiten wie die Transportmöglichkeiten über Schiene
20 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Konstruktion 21
l
-lf- a) Einzelteile als Hauptpositionen ohne Anbauteile,
11 b) Einzelteile als Hauptpositionen mit Anbauteilen,
d
11" c) Einzelteile als Anbaupositionen,
[I
d) Zusammenbau von Hauptpositionen (a) oder/und b))
mit anderen Hauptpositionen (a) oder (b)).
Diese Systematisierung ist sehr wichtig, da sie in Verbindung mit der Stücklistenorganisation Grundlage
für die Steuerungsvorgänge in der Fertigung ist.
Die andere grundsätzliche Betrachtung betrifft das Zeichnungssystem. Früher war es im Stahlbau
üblich, auf den Werkstattzeichnungen größere zusammenhängende Teile einer Konstruktion im Maß-
stab 1: 10, seltener 1: 15, darzustellen, wobei die Begrenzung meist nur durch Maßstab und Papierfor-

I Bild 19.3-2 Fußpunktausbildung einer Stahlstütze


mate (Pausmaschine) gegeben war. Im Zuge von Rationalisierungen und Vereinheitlichungen werden
heute nur noch Blattgrößen von maximal AO verwendet.!) Der im Bild 19.3-4 dargestellte Ausschnitt

oder Straße, da nur sehr selten am Werksgelände oder/und auf der Baustelle ein Wasserstraßenan-
schluß vorhanden ist. Daher sind Baustellenstöße und Zusammenbauzustände der auszuliefernden
Bauteile vor Abschluß der statischen Berechnung und Beginn der Konstruktionsarbeit festzustellen.
Den Abschluß der statischen Berechnung bildet die Festlegung und Bemessung der wichtigsten An-
schlüsse und ihrer Verbindungsmittel, weil dadurch häufig auch Einflüsse auf die Querschnittsgestal-
tung der zu verbindenden Bauglieder ausgehen. Einzelheiten zur Verbindungstechnik enthält Band 1,
Kapitel 9. Ergänzt wird die statische Berechnung durch eine mit den Positionen der Statik versehene
Übersichtszeichnung, die Grundlage der weiteren konstruktiven Bearbeitung ist und auch der Material-
bestellung dient.

19.3.3 Konstruktive Bearbeitung


An den Anfang dieses Abschnittes sollen zwei grundsätzliche Betrachtungen gestellt werden, da sie das
Verständnis für die folgenden Ausführungen erleichtern. Das eine betrifft die Definition der Teile, die
wegen unterschiedlicher Stücklistenorganisation verschieden bezeichnet werden. Jede Stahlkonstruk-
tion besteht aus Einzelteilen, die in der ersten Bearbeitungsstufe für sich bearbeitet werden, siehe Bild 19.3-4 Ausschnitt aus einer Gesamtzeichnung
Schema Bild 19.3-3. In der zweiten Stufe werden Einzelteile zu Bauteilen zusammengebaut, wobei für
Bezeichnung Fertigung Versand Montage Bauwerk
zeigt ein Beispiel für eine Konstruktionszeichnung dieser Art. Die Festlegung der darzustellenden
Vorbearbeitung Zusammenbau Bereiche bzw. Ausschnitte und damit der Strukturierung des Zeichnungsaufbaues werden heute mehr
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe als früher von der Bauabschnittsgliederung, Montageabrufen und den Fertigungsabläufen (z. B. vorzu-
Einzelteil montierende Einheiten, Vorfertigung) bestimmt. Andererseits hat im Zuge der Automatisierung der
(Pfetten)
Hauptposition Fertigung mit dem Einsatz von Ne-gesteuerten Bearbeitungsanlagen die Anwendung von Einzelblatt-
Einzelteil oder Bauteilzeichnungen an Bedeutung zugenommen. Dabei wird, wie in Bild 19.3-5 gezeigt, entweder
Hauptposition ein Einzelteil oder ein Bauteil mit seinen Anbauteilen allein dargestellt, wobei dann nur noch eine

f r . ,'
(Bindegurt)

Einzelteil schematische Zusammenstellungszeichnung für den Zusammenhang sorgt. Diese Entwicklung wird
Anbauposition 1
-
(Stegverstärkung)
noch weiter ausgebaut werden, wenn das interaktive Arbeiten mit der Datenverarbeitung im Konstruk-
tionsbüro Eingang findet (siehe Kapitel 21). Zeichnung und Stückliste werden damit immer mehr zum
Anbauposition 2
(Rippen)
Kontroll- und Steuerungsinstrument, da die eigentliche Sachinformation über Datenträger direkt auf
Anbauposition 3 _\ die Bearbeitungsmaschine übertragen wird.
,,,.,~'"
(Anschlußwinkeil (Halle)
~--------------------------2B10'----------------------__~

Einzelteil 1001,L100·10 .. 160 I


~==========~~~~~' ~~~~
Hauptposition
Einzelteil
Anbauposition
(Diagonale)

J 0)
~_.
v
c
3, I 300 .. 2981
__.-_. __ .__. '
...---t-l ~ i ~:
. M------l ~--_. __ ...... !::::"
IBindeblechel
(Stützen) ~~ ~ \: ~~
(BeispIele)

Bild 19.3-3 Teilegliederung im Stahlbau !+-----------1136 ------------+---I---------1566-------'-=_l_"


169
~5i~95~---------------------------2791---------------------------"-95~~

das Leitteil auch die Bezeichnung Hauptposition oder Hauptteil und für das untergeordnete Teil auch r-----------------------------2991----------------------------~

Anbauposition oder Anbauteil verwendet wird. Wie das Schema von Bild 19.3-3 zeigt, werden dann in Bild 19.3-5 Einzelblattzeichnung
einern weiteren Schritt ebenfalls im Zusammenbau aus Einzelteilen und Bauteilen bzw. verschiedenen
Hauptpositionen transportfähige Einheiten zusammengebaut, deren weiterer Zusammenbau erst bei
der Montage vor Ort erfolgt. Dabei können, je nach Art der Konstruktion und des Zusammenbauzu- I) LedigHch der Brückenbau verwendet auch BJattgrößen, die die Höhe eines AOwBlattes haben, in der Länge jedoch nach dem
standes, alle Kombinationen vorkommen: dargestellten Bauteil frei gewählt werden können.
22 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Konstruktion 23
Durch die große Verschiedenheit der Produkte im 'Stahlbau bedingt, ist für ein mittleres bis größeres
Unternehmen eine eigene Lagerhaltung für das Vormaterial nur in sehr begrenztem Umfang möglich, Diese Richtlinie basiert auf einem Bewertungsprinzip, welches u. a. den Spannungszustand, die Bedeu-
so daß der überwiegende Teil der benötigten Profile und Bleche vom Stahlhändler oder vom Walzwerk tung des Bauteiles, die Temperatur sowie die Werkstoffdicke einbezieht. Im Brückenbau ist außerdem
bezogen werden muß. Wegen der zwischen 4 und 10 Wochen betragenden Lieferzeiten des Materials ist die DASt-Richtlinie 014 "Empfehlungen zum Vermeiden von Terrassenbrüchen in geschweißten Kon-
der erste Schritt der konstruktiven Bearbeitung die Materialbestellung (Bild 19.3-6), wobei neben der struktionen aus Baustahl", Ausgabe Januar 1981, zu beachten, um zu ermitteln, ob durch einzelne
statischen Berechnung die übersichtszeichnungen, Anschlußskizzen und Detailskizzen als Unterlage Parameter bedingt bei der Materialbestellung zusätzlich eine Z-Güte vereinbart werden muß, die eine
zur Längenbestimmung dienen. Dabei ist in Abstimmung mit dem Statiker und dem Einkauf auf die bestimmte Brucheinschnürung in Dickenrichtung gewährleistet.
Beschaffungsmöglichkeiten ebenso zu achten wie auf eine Profilwahl, die möglichst Aufpreise für Bei der Strukturierung des Zeichnungsaufbaues gilt es, zwischen den Interessen einer gemeinsamen
Mindermengen, überlängen und überbreiten vermeidet, ebenso wie für Sondergüten und -qualitäten. Darstellung zusammengehöriger Teile und den sich aus Montage- und Fertigungsablauf ergebenden
Forderungen einen Ausgleich zu finden. Dabei sollte eine zusammengefaßte Fertigung gleicher Teile,
Auftrag·Nr. z. B. über Sammelstücklisten oder Normteile ebenso möglich sein, wie ein montagegerechter Abruf und
Versand.
Auftrag: . OFJ) Slu!lfjor! 140f.5 Eine bewährte Lösung ist diejenige, bei der die Zeichnung die in sich geschlossene Darstellung enthält
und die erforderliche Bauabschnittsgliederung durch eine Unterteilung der Stücklisten erreicht wird.
Beltell·liste
Sliilzen Die Erstellung der Zeichnung geschieht im allgemeinen in zwei Phasen.
Nr .. 1. dem sogenannten Aufreißen der Konstruktion mit Darstellung aller Teile mit der Lösung aller
Verbindungspunkte und Wahl der Verbindungstechnik. Diese Aufgabe kann nur ein erfahrener Kon-
Gewicht in kg V. Abmessungen und längen strukteur übernehmen.
Pos. Gegenstand Stück Querschnitt länge Werkstoff
jem gesamt E. (Vorrat bzw. lieferung) 2. dem Ausarbeiten, bei dem die gesamte Vermaßung erfolgt, die für die Herstellung der Teile benötigt

~~r I; ~:~ 2&;1


wird, unter Beachtung aller Regeln und Vorschriften, wie Randabstände, gegenseitige Abstände der
Schrauben usw. Außerdem werden alle Bearbeitungshinweise eingetragen, die für die Fertigung oder
20 C!J I Montage von Bedeutung sind, wie z.B. Ausklinken, Einpassen, Anpassen usw.
~3 ....... Iu~ ~!a]:l.
Auf der Zeichnung erfolgen weiterhin alle Angaben, die für die Ausführung von Schweißungen erfor-
..... 2[ .. !OJ/G~G~F~J .Lf. . /.fE-Rzt o ~o,J 1 Z() 6st37:? . derlich sind, wie Nahtvorbereitung, Schweißnahtdicke, Länge der Schweißnaht und eventueHe Schweiß-
nahtnachbehandlung. Bei komplizierteren und abnahmepflichtigen Konstruktionen kann es notwendig
22 ......:) /!1ß L Ht-f13()0 Ie:: iM ..... s/n:? werden, einen gesonderten Schweißplan zu erstellen. Dieser kann sowohl von einem im technischen
...~ "Ic!f!? 1/, Büro als auch in der Fertigung tätigen Schweißfachingenieur angefertigt werden. Der in Bild 19.3-7
. L . /.fl-R 300 I'>' U,3S/J}-J dargestellte Auszug gibt an, welche Angaben ein Schweißplan im allgemeinen enthält .
2~.])/119. t NE"- B 2'20 .~ .. !~5 .~ 1 Sln:z . .... . EBÜ Gulleutstraße Auftrag 41057
25 K /rO!5 I<; . !3.~ .

.
1 IIE-52&0 ..... $./37: t .1 .. .
1 ?G~Ir;/!().? . ..1 . lIf~135op .... 181 Sf.n~z .... . Bauteillage Arbeitsfolge Naht- Schweiß- ~oll
~-
Schweiß- Bemer-
Schweißposition form system Zo. zusatz kung
. ~L. :v/tos 1 . lI.fJJ24p ~... .60,3 $/~4-31 - Kehln. QT-Gurt/QT·Steg schw. 22 E Admira 02, 05
- Stoß HT-Gurt/Widerl.-QT-Gurt il
?ß . . ??{1'Z I Hb-R 3()J? Jt . . 3.{.3 . ~89Sf$.~:) . Wurzel-FülI- ll. Decklagen schw. 23 ~ E Forta K70P, 03"
04,05
E
:C\lU
~ 0

27 :!)!J~~ I flf~E>:3CJQ Ie:: 1'1. .. Z§f~?~J . - LastvtI.QT-GurtanHT-Stegschw. 24 -4. E Forta K70P


"0
°0
>-
30 . !q~l~~(j~K 3 .Hf~B}Q9 .~ .. SJ~z:.J ...... . I
f280hne
Schräge)
1:4 23 - Bauteil um 90° weiterdrehen
04,05

~l2 ~Ii
- Nähte HT·Steg/QT·Steg
f/'1~. I4
c
}Wie NähteNr.17-21
. (Hf3>3()Q 11] lS SISU Gegenseite schweißen ci)
- Bauteil in Ausgangslage bringen ~
:p/11f . L/j~~l!>~2.Q ... . Ig. .......•. 6. f}ls2-L .
I~!
' - Stoß HT-Gurt/WL-QT-Gurt aus- i:
fugen, Gegenlagen schweißen ci) 25 txj E Rö Forta K70P
33 E/l'7 . . . f IIE-B 400 155. .)IS2-J , 03",04,05 c

u-?{ . jg~j?;t~;;8 -+ ~

jl.
- Lastvtl. QT-Gurt/HT-Steg
ßE-.13 5"CO 1q. 1 Jl5?:~ ... Gegenl. schw.
E FortaK70P
04,05
E
:co;lU
~o
- Randträger auf FB aufbauen 0 0
~w - Randträger-Halskehlnähte 26
-+ E Admira 02, 05
>;;
··········1· mit 2 Schweißern von Mitte
nach außen schweißen
Bild 19.3-6 Materialbestell-Liste
Bild 19.3-7 Auszug aus einem Schweißplan
Andererseits sollten Vergleichsuntersuchungen bei Grenzfällen aufzeigen, ob ein zusätzlicher Stoß in
der Werkstatt teurer oder billiger ist als der erforderliche Aufpreis bei der Materialbeschaffung. Um eine Vielzahl von Beispielen zu vermeiden, die doch nur die Wiedergabe von ausgeführten Einzel-
Bei der Materialbestellung ist ebenfalls festzulegen, welche Vorbehandlung das Material (nur bei Ble- lösungen beinhalten können, werden im folgenden die wichtigsten Konstruktionsregeln für den Stahl-
chen möglich) im Hinblick auf den späteren Korrosionsschutz erhalten soll, z. B. Strahlen oder Strahlen bau verbal aufgeführt, um so dem Leser die Möglichkeit zu geben, unter Einbeziehung der Grundlagen-
und Beschichten (Shopprimer). kenntnisse des ersten Bandes und Verwendung der produktspezifischen Eigenheiten der Kapitel 22-41
Soweit nicht bereits bei der statischen Berechnung erfolgt, ist bei der Materialbestellung für ge- zu einer optimalen Lösung zu kommen.
schweißte Konstruktionen die DASt-Richtiinie 009 "Empfehlungen zur Wahl der Stahlgütegruppen für
geschweißte Stahlbauten anzuwenden. • Die konstruktive Lösung soll möglichst gut dem Kräfteverlauf angepaßt sein, wenig Schwerlinienver-
satz enthalten und in den Anschlüssen einen einwandfreien Kraftfluß ermöglichen.
24 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Konstruktion 25
• Die Wahl der Verbindungsart soll fertigungs- und montagetechnische Belange berücksichtigen. Bei Zielvorstellung dabei ist, den Zeitaufwand für die technisch~ Bearbeitung ~u verringern und das vor-
Baustellenverbindungen bedeutet dies im allgemeinen eine geschraubte Verbindung, während für die handene Potential auf die kreative Phase eines Entwurfes, einer KonstruktIOn und auf die ObJektfuh-
Werkstattverbindung die Wahl in Abhängigkeit von der sonstigen Bearbeitung der Konstruktion ge-
troffen werden muß. rung zu konzentrieren, durch
• Bei geschraubten Verbindungen sollen möglichst wenige unterschiedliche Durchmesser verwendet • die Vermeidung von Wiederhol arbeit, .
werden, auch wenn dieses in einigen Fällen zu einer überbemessung des Anschlusses führt. • Einbau von Standardlösungen für Detailpunkte einer KonstruktIOn,
• Soweit möglich, sollen Bauteile nur eine Fertigungslinie passieren, d. h., Bevorzugung von Teilen, die • Abgabe von Routinearbeit an die Datenverarbeitung, .
nur Bohrungen enthalten und damit nicht über den Zusammenbau oder die Schweißplätze laufen • Verringerung der Zahl der Klein- und Einzelteile für Aussteifungen durch Anwendung steifenloser
müssen, oder von Teilen, die keine Bohrung enthalten und damit nach dem Ablängen unmittelbar Konstruktionen, .
durch den Zusammenbau laufen können. • Einsatz von Vordruckzeichnungen zur Verringerung der Zeichenarbeit.
• Anwendung von Kontaktstößen bei Stützen zur Minimierung des Schweißnahtvolumens.
• Anpassung der Querschnitte an den Kräfteverlauf durch entsprechende Abstufung der Profile oder Einen wichtigen Beitrag dazu hat das vom De.utschen Stahlbau- Ve~band und vom D,7utschenAusschuß
Bleche bei Beachtung des Schwerlinienverlaufes. (Es kann durchaus billiger sein, ein Profil ohne Stoß für Stahlbau herausgegebene Ringbuch "Typlslerte Verbindungen Im .Stahlhochbau [6] geleistet, da es
über mehrere Felder durchlaufen zu lassen.) mit der darin enthaltenen Standardisierung eine Vielzahl von Anschlussen u?d Verbindungen festle~t,
• Beachtung der Stabilisierung von Konstruktionsteilen quer zur Haupttragrichtung, insbesondere die darüber hinaus bauaufsichtlich geprüft und damit in der Bundesrepubltk Deutschland allgemein
auch bei Fällen, in denen Knicken, Kippen oder Biegedrillknicken zu beachten sind, mit einer Stabilisie- eingeführt sind. Sie haben inzwischen auch Eingang in die ~eisten.'Yerksnormengefu~den. Eine In
rung durch möglichst einfache konstruktive Lösungen. dem Ringbuch festgelegte Typenc?dierung. ermöglicht. es,. diese .tYPlslerten Anschlusse In eine EDV-
• Festlegung einer möglichst rippenfreien Konstruktion unter Beachtung des DSTV-Ringbuches "Ty- Bearbeitung einzubeziehen, über die in Kapttel21 ausfuhrltch benchtet wad. .
pisierte Verbindungen im Stahlhochbau" und der "Europäischen Empfehlungen für steifenlose Stahl- Die Typisierung von Verbindungen soll außerde.m die Entsch~ldu~gsfmdung des !<onstrukteurs bel der
tragwerke und dünnwandige VolIwandträger". Wahl eines Anschlusses verkürzen. Bei konventioneller Arbeitsweise hat er 8 fr.ele Parameter festzule-
• Optimierungsuntersuchungen zwischen Materialdicke und Rippenabstand bei orthotropen Platten, gen, bei Anwendung eines typisiert~n Anschlusses nur einen. Außerdem WIrd die Zahl der verwendba-
mit dem Ziel, die Zahl der einzelnen Bauglieder möglichst gering zu halten bei Inkaufnahme einer ren Profile im Sinne einer Auswahlhste redUZiert. . .
Vergrößerung der Materialdicke. Im manuellen Bereich bedeutet neben der nur partiell einsetzbaren Vordruckzeichnung die Vordruck-
• Vereinfachung der Trägerauflager durch Auflagerung auf Knaggen zur Reduzierung der Schrauban- klebefolie für Anschlüsse, Detailpunkte, Schweißnahtdetails und vieles .andere. mehr, eme ArbeItser-
schlüsse. leichterung und Zeiteinsparung. Die im vorherigen Unterabschmtt be~etts erwahnte ausstelfungsarme
• Wahl einfacher Verankerungskonstruktionen zum Beton sowohl im Fundament als auch an Wänden Konstruktion soll im Zusammenhang mit Bestrebungen um Ratlonahsleru~g und Entfemerung noch
(Kerne) durch einbetonierte Stahlt eile. einmal angesprochen werden. Früher war es üblich, bei Trägerauflagern, Tragerkreuzungen, Rahmen-
• Bevorzugter Einsatz von hochfesten Schrauben (Güte 10.9) zur Verringerung der Schraubenzahl. knoten usw. die Lastabtragung über eingeschweIßte. Rippen vorzune~men, ~Ie sehr arbel:s- und damit
• Beachtung der Anreißmaße (Wurzelmaße) nach DIN 997. lohnintensiv sowohl im Konstruktionsbüro als auch m der Fertlgung smd. Wie die Ergebmsse der mehr
• Gute Zugänglichkeit der Bearbeitungsstelle, wie Schweißnähte und Schraubanschlüsse, unter Beach- als zehn Jahre laufenden Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet, über die auf dem Stahlbautag 1976 m
tung der erforderlichen Werkzeuge. Stuttgart erstmals berichtet wurde [~], zeigen, kann auch bei Amvendung des Traglastverfahrens auf
• Festlegung der Teilgrößen durch Angabe des Ortes der Ausführung einer Verbindung, z.B. Monta- eine große Zahl von Aussteifungen dieser Art vefZlchtet werden, Bild 19.3-8.
geverschraubung oder Montageschweißung, mit begleitender Optimierungsuntersuchung zwischen zu- mit Streifen ohne Streifen
sätzlichen Stoß- und Transportkosten.
• Ausführung korrosionsschutzgerechter Konstruktion in bezug auf Zugänglichkeit und späterer Un-

'f-~==!~q:_'
terhaltung.
• Bei Ausführung des Korrosionsschutzes als Feuerverzinkung ist zu beachten, daß Hohlquerschnitte
Löcher enthalten müssen und unsymmetrische Querschnitte zu Verformungen neigen.
• Bei einer späteren Brandschutzverkleidung ist bereits bei Festlegung der Konstruktion auf die mögli-
gedrungene Biegeträger
~:, W
ffi
che Ausführung dieser Verkleidung, z. B. Spritzputz, Platten oder Matten, zu achten. P/2 12

über diese Angaben hinaus haben sich eine Vielzahl von produktspezifischen konstruktiven Lösungen
im Laufe der technischen Entwicklung ergeben, die in den entsprechenden Kapiteln nachzulesen sind,
bzw. in Spezialveröffentlichungen über solche Produkte.

Deckenträgerunterzug + Kreuzung
Auflagerung Unterzug
19.3.4 Typisierung, Rationalisierung, Entfeinerung
Die Bemühungen um Rationalisierung im Stahlbau haben in der Fertigung und auch auf der Montage I

r
Stütze
nennenswerte Fortschritte gebracht. Im Bereich der konstruktiven Bearbeitung jedoch, insbesondere
bei Zeichnung und Stückliste, sind sie noch unzureichend. Noch immer wird in der Einzelteilfertigung
des Stahlbaues die Zeichnung, sei es die Gesamtzeichnung oder die Bauteilzeichnung, und die zugehö-
rige Stückliste überwiegend von Hand erstellt. Auch die Anbieter von Normkonstruktionen _ insbeson-
dere Normhallen - müssen wegen der vielen Individualwünsche objektspezifische Zeichnungen anfer-
.1

I
_L
tigen. I.

Bestrebungen in den vergangenen Jahren, genormte Anschlußteile, wie Winkel, Kopf- und Fußplatten, Rahmenecken
--'-;0
auf Lager zu fertigen und dann bei Bedarf zu verwenden, haben sich nicht durchgesetzt. Einerseits
waren sie nur auf einzelne Firmen bzw. Werksnormen beschränkt, andererseits machten objektspezifi-
sche Modifikationen die Einzelanfertigung auch von Anschlußteilen erforderlich. Anzutreffen sind
, . lRiegel Riegel

heute in den Firmen Regellösungen, Standardisierungen von Konstruktionen und Anschlüssen in den
verschiedensten Stufen der Verwirklichung, die die Bearbeitung im Konstruktionsbüro vereinfachen
-fI I--Stütze Stütze

sollen, ohne daß eine Vorfertigung der Teile erfolgt.


Bild 19.3-8 Beispiele steifenloser Konstruktionen
26 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Konstruktion 27

Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich auch im Brückenbau ab. Hier werden z. T. die Abstände der
Längsträger vergrößert bei Erhöhung der Dicke des Fahrbahnbleches, Längsträger und Konsolen aus A8f,t v":3 AIfQAS" N~vbtt . . ( ?o",1'"""t Nu"')' "yf
Blechstegen eingesetzt unter Verzicht auf den Untergurt. Dadurch wird nicht nur die Zahl der Bauteile Slakt< 30. AO.S"

sondern auch der Bearbeitungsaufwand verringert, wenn man beispielsweise an Zahl und Ausbildung
der Kreuzungspunkte denkt. AQBv ,,<'tBI
LId.
N,-
Arf der Arbeiten Npv. ]Je ~. ~"". 1.:bv. Hti-"'l A",;t Ha; ~ ......: u L; A" s. -f. akt
19.3.5 Stücklistenorganisation
l(i;"vlJ~~
Die gesamtheitliche Darstellung der Ablauforganisation wurde bereits im Abschnitt 19.2: Ablauforga- 5f ..-I.8 .."o4 ..... "
nisation behandelt. An dieser Stelle wird daher nur auf den Teil der Stücklistenorganisation eingegan-
gen, der in unmittelbarer Beziehung zum Konstruktionsbüro steht. 11..1'VI;' i b"Mt".<t
Weiterhin wird die Stückliste in diesem Abschnitt in ihrer, meist heute noch üblichen Form behandelt, Kel.<l"'l.Ik'f. 'Cccr(,ti/J . - -
auch wenn eine anschließende Verarbeitung mittels EDV erfolgt, da die Weiterentwicklung und Einbe- 'e/;(.t'~I·'(.Io.c'f
ziehung in ein voll integriertes System im Kapitel 21 dargestellt ist.
H4Itv,"(t . .'w.~A-","c;,
Stückliste und Zeichnung im Stahlbau sind nicht nur technische Dokumentation einer Konstruktion,
sondern wichtigster Teil im Steuerungssystem eines Produktionsablaufes. Als erstes soll deshalb der T <.1"""'5
Informationsgehalt einer Stückliste am Beispiel Bild 19.2-9 dargestellt werden. Die sogenannten Kopf- VrvSa ",.(/lylUf l/,'"f -
daten enthalten im allgemeinen Angaben über
/h" .. f 4'7 e
• Objekt und Auftraggeber mit Auftragsnummer und Auftragsstichwort,
• Bearbeiter mit Datum und ggf. Kontrolle und Abnahme,
• zugehörige Zeichnungen, andere Stücklisten und Schraubenlisten,
• Oberflächenvorbereitung und Beschichtungen. i

Im Positionsteil folgen dann Angaben zu den Teilen mit .. ,


• Positionsnummer (Hauptteil/ Anbauteil), xy
• Materialbezeichnung, snOJOI

• Stückzahl, Bild 19.3-9 Terminplan


• Länge bzw. Abmessungen,
• Werkstoffgüte,
• Materialbestellung/Zuteilung,
• Anstrichfläche,
• Gewicht, Verteiler: M
Auftrf1gtJ~ber:

• Bearbeitungshinweise. M'D 5\;'\i~"r~


,lU'''09 Nr S.,~,

Von diesen Angaben werden bei anschließender Erfassung in einer EDV-Anlage Gewichts- und An-
sloMbol,J
Objekt
I'\~~",,,;:. 11\ )\"'!\i,,,r-l- J.
BLATTVERZEICHNIS
"'1.\-0/\5 l-n
B." .."n..,,,,, .... ch ..."
, wzricl'>"'" Z", c. ..~/,''''gl Be/"eb
strichflächenberechnung ebenso errechnet, wie die Kopfangaben und genauen Profilbezeichnungen Zei"'"p N.
BuchSlOb .. Zahl Ho" .. Stucl<l
"" C; .. ",i~M
A"·9~rb .. d ..1 Wf>.IVf"99 ,urUck fo4Q(lllJrj; ~_rk"lnP

1\-)0;\ \J",\e:r~ ;;"0..


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durch Code-Nummern abgerufen werden können.
~ 2-- .1.--\ .Aß.'J I--
Ergänzt wird die Stückliste durch Schraubenlisten, meist unterteilt in Werkstattschrauben und Monta-
geschrauben, die eine Zusammenfassung aller in der Werkstatt und auf der Montage benötigten Schrau- 01- ~ 7S ~ 0'l'~1 ~. ~. lo·~ ~
ben je Zeichnung enthält. Im Regelfall wird je Zeichnung nur eine Stückliste erstellt. Für den Fall, daß 01. • \.- ~1 ,-.. ~ 0 1,.1\, .., ~
N )'/,i,t -«- Z. /Ir,. '1, fe,-:-r
von einer Zeichnung Lieferungen für mehrere, zeitlich auseinanderliegende Bauabschnitte erfolgen
müssen, ohne, daß eine gemeinsame Fertigung wirtschaftlich ist, so wird je Bauabschnitt eine Stückliste
mit der entsprechenden Stückzahl erstellt.
01.1
oS
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,
« lJiiA;'\-
'Il"I IJt';,\'.1
-., '1 11\[..,"1 ~-T
An zweiter Stelle werden die wichtigsten Steuerungsimpulse angesprochen, die von den Informationen
0(, '> 1/t 10.'1 ~
der Stückliste ausgehen. In Verbindung mit der im Unterabschnitt 19.3.3 behandelten Materialbestel- 01 " C'" '1/.,'1 -,- '7 l 1&> ~
lung erfolgt durch die Materialwirtschaft eine sogenannte Materialzuteilung, indem die Materialbestell- oß • 3/", ~ , - 2 A.;?,' f4,+
positionen den Stücklistenpositionen zugeordnet werden, unter Berücksichtigung der Beschaffungsart - 0'\ .. \,.. 00',,'1 -,- l L,rß ." ~
- , \ - -_._--_..._._. l'i __ lf%,,- lti'1,
_._-- h-~ ~jI~ -,- ->-
Werksbestellung, Händlerlager oder eigenes Lager - und den gewählten Kombinationen, die die Zu- 1\0 -~- ~
._- lOt:T-
sammenfassung gleichartiger Profile zu längeren Stäben oder gleicher Bleche zu größeren Blechtafeln - , ---_ 2 ~
bedeuteten. Erst nach diesem Vorgang ist die Stückliste in Verbindung mit der Zeichnung vorbereitet,
um von der Arbeitsvorbereitung der Fertigung weiter behandelt zu werden.
Neben der Stückliste, die ja bereits den Abschluß der technischen Bearbeitung darstellt, werden eine
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iOr.+
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Reihe von Steuerungs- und Informationsmitteln benutzt, die in den einzelnen Unternehmen unter-
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" t,- 'A -, '.:, IA') ~
schiedlich sind. Der wesentliche Inhalt ist jedoch vergleichbar, so daß die folgenden Beispiele zur
Erläuterung dienen können.
\
j 1>5 • ~[ ;q -, ) - 0 Il&~ ~
Der Terminplan in strukturierter Form, meist nach Fertigstellung der Statik, Festlegung der Bauab-
t ~1. -u- iÄ
0
o~ -,- "; JA .... ru-
;.cg ,-
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.- ~ tot. "I
0
schnitte und der Montagefolge erstellt, legt die wichtigsten Aktivitäten von der Klärung über die
-11-
.. _._--
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Aufstellung der statischen Berechnung, die Materialbestellung/Beschaffung und die konstruktive Bear- ---.!!i -- ... _.... .f-l- .. ~o~og -,- ~ l.~11 tt:T
beitung bis zur Fertigung und Montage fest, wie Bild 19.3-9 zeigt. I--
Ein Blattverzeichnis, Bild 19.3-10, gibt einen überblick über den beabsichtigten Aufbau der Untertei-
lung eines Auftrages, in Zeichnungen in Verbindung mit den Daten zur Weitergabe an die Fertigung, Bild 19.3-10 Blattverzeichnis
I

28 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau


Konstruktion 29

ggf. auch an Auftraggeber und Prüfinstanzen. Schließlich wird noch, bevor die Stückliste erstellt ist, eine
I~ ~ ~ Vorabinformation benötigt, die es den ausführenden Bereichen, insbesondere der Fertigung ermöglicht,
Kapazitäten zu planen und Zuordnungen von Bauabschnitten und Konstruktionsteilen zu Zeichnungen
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'C"
1:J zu erhalten. Diese Funktion kann das in Bild 19.3-11 gezeigte Lieferprogramm erfüllen, wenn es
~:, "t(~ I jeweils ca. 4 Wochen vor Fertigungsbeginn vorliegt und mit Schätzgewichten aus der Materialbestellung
~ versehen ist, in Bild 19.3-11 bereits ergänzt um die Planungsdaten der Fertigung.
.'~" Zum Abschluß und unter Hinweis auf Kapitel 21 über das rechnergestützte Entwerfen, Konstruieren
V)
f!
<Xl
und Fertigen wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Datenverarbeitung nur Hilfsmittel sein kann
und eine klar definierte und logische Organisation und entsprechende Abläufe voraussetzt. Die Stückli-
stenorganisation ist Kernstück der Ablauforganisation in einem Stahlbauunternehmen und muß mit

~~.
ihren gesamten Verknüpfungen sehr exakt dargestellt werden, z. B. in einem Pflichtenheft, bevor an den
'-- <!' partiellen oder umfassenden Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung herangegangen wird. Eine
t-
~
~<>J ~ Stückliste muß außerdem so konzipiert sein, daß jede Änderung zu jedem Zeitpunkt möglich ist, da in
c 'g'I' der Einzelfertigung des Stahlbaues durch die Parallelität von Konstruktion und Fertigung des Stahl-
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'Cl" UiS ~
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baues mit der weiteren Ausbau- oder Anlagenplanung Änderungen nicht vermeidbar sind.
Cl.
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19.3.6 Aufgaben der Objektführung
Durch die heutige Situation im Baugeschehen bedingt, ist die Aufgabe Stahlbau erfolgreich zu produ-
I-
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l:
Q.

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zieren und zu verkaufen, vielschichtiger geworden. Die Konkurrenz der Baustoffe und Bauweisen
erfordern eine scharfe Kalkulation und eine Ausnutzung aller Rationalisierungsmöglichkeiten. Die
Problemlösung einer Bauaufgabe verlangt heute vom Stahlbauer die Einbeziehung weit über den reinen
" a Stahlbau hinausgehender Leistungen vom Fundament über den raumabschließenden Rohbau bis hin
a:
~
c
~ ~f\ zur schlüsselfertigen Leistung. Außerdem erfordert die Arbeitsteilung in Verbindung mit dem Einsatz
~ neuer Technologien zusätzliche Koordinierung, die noch von immer kürzer werdenden Lieferterminen
~
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0
überlagert wird.
Die heutigen Aufgaben der Objektführung verlangen auf der Grundlage eines guten technischen Wis-
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J::
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lli-- I<
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sens organisatorische Fähigkeiten, die durch entsprechende betriebswirtschaftliche Kenntnisse ergänzt
sein sollten. Ihre Wahrnehmung erfordert, wie Bild 19.2-2 deutlich macht, bereichsübergreifende
Tätigkeiten, ohne die jeweiligen Bereichsverantwortlichkeiten zu verringern. Das Schema von Bild
'"
LI)
ct
19.3-12 soll die AufgabensteIlung und die Art der Tätigkeit deutlich machen. Dabei kann am über-
J:: Aufgabe Art der Aktion
S ~ Partner
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lJ ::r aus- veran- koordi- infor- kontrol-
führen lassen nieren mieren lieren
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Technik
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I...-
Klärung
stat. Berechnung
x
x x x
Bauherr, Architekt, Prüfer

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im Hause und mit
...l!.Lu ~ konstr. Bearbeitung x x x externen Büros
~ Materialbestellung x x x Einkauf
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lJ· laufende Abstimmung x x x x
.::: extern und intern
"J.. ~ '" .0
Cl einschließlich
Änderungen
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Cl) Dokumentation x x
c '"2 ~ •S Abwicklung

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Gliederung X x in Bauabschnitte mit Montage
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'""
~
Terminplanung
Startinformation x x mit im Hause Beteiligten
x
'"
I~c .. Änderungen
Prüfung, Abnahme x
x
x
x
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Terminverschiebungen an Beteiligte
extern und intern
I~ "
'"'" Transporte x x in Abstimmung mit Kunden u. Fertigung
U"
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Arbeitsgemeinschaft x x mit Argepartnern
r.;: J
Kosten
Cl)
~
" (,I. Auftragsschreiben x mit Angebot und Kalkulation
~ :J Änderungen x Nachtragsangebote
I~
~ Nebenlieferungen x x Zukäufe über Einkauf
t-:
~ :t
-J Vorgaben x im technischen Büro
für Fertigung und Montage
~ ~ lI)
!
.\
Mitkalkulation x x
~ ,li Abrechnung x x X

I Bild 19.3-12 Aufgaben der Objektführung

I
~I
30 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Fertigung 31
sichtlichsten in einen technischen Teil, einen Abwicklungsteil und einen kommerziellen Teil unterschie- 19.4.2 Die Werksanlage,
den werden. Die Art der Aktivitäten reicht von Selbstausführen über Veranlassen, Koordinieren und 19.4.3 Die Fertigungsstellen - Tätigkeiten und Bearbeitungsvorschriften,
Informieren bis zur Kontrolle. Die Partner sind dabei sowohl externe Fachleute als auch Führungskräfte 19.4.4 Maschinenausstattung der Fertigungsstellen,
und Mitarbeiter anderer Bereiche im eigenen Unternehmen. Bild 19.3-12 behandelt nur Aufgaben des 19.4.5 Planung und Steuerung,
herkömmlichen Stahlbaues. 19.4.6 Prüfung und Abnahme.
Für Komplettbauten, bei denen in unterschiedlichem Umfang Leistungen anderer Gewerke zu den
Aufgaben der Objektführung zählen, erweitert sich entsprechend die AufgabensteIlung, wobei sich in Die folgenden Ausführungen sind so gehalten, daß sie die technische und organisatorisch wünschens-
der Praxis bewährt hat, die Gesamtobjektführung eines Komplettbauobjektes von der der Stahlbauob- werte Zuordnung und funktionelle Gliederung angeben.
jektführung zu trennen. Ähnlich sollte mit der Wahrnehmung der Aufgaben der Bauleitung verfahren
werden, die auch von der des reinen Stahlbaues zu trennen ist.
In Abschnitt 19.2 wird auf diese Aufgaben ausführlicher eingegangen. 19.4.2 Die Werksanlage
Werksanlagen eines Stahlbaubetriebes sind im allgemeinen dadurch bestimmt, daß die Mehrzahl der
Unternehmen von einer vorgegebenen gewachsenen räumlichen Situation auszugehen hatten und nur
wenige Unternehmen durch Verlagerung oder Neugründung in der Lage waren, "auf der grünen
Wiese" neu zu bauen. Die grundsätzliche Gliederung einer Stahlbaufertigung macht das Schaubild
19.4-2 deutlich. Danach wird die Lagerung der Vormaterialien materialbezogen, getrennt nach Flach-
19.4 Fertigung material und stabförmigen Material vorgenommen, um Lagereinrichtungen und Hebezeuge speziell
dem Lagergut anpassen zu können. Trotz des geringen Flächenbedarfes hat sich das Stehlager für
Bleche wegen der schwierigen Handhabung nicht durchsetzen können, so daß das Flachlager die übliche
19.4.1 Allgemeines Form darstellt (Bild 19.4-3). Es setzt eine gute Disposition und Organisation voraus, um die Umstapel-
vorgänge auf ein Minimum zu begrenzen, ebenso wie beim Lager für stabförmiges Material (Bild
Im Rahmen der gesamten Bauausführung im Stahlbau, nach einer Definition des VDI "Produktion" 19.4-4). .
genannt, beginnt die Fertigung mit der übernahme fertiger Zeichnungen und Stücklisten von der
Konstruktion und dem, durch die Materialwirtschaft bereitgestellten benötigten Material und endet mit
der Auslieferung der werkstattfertigen Konstruktion, wobei meistens noch eine Mitwirkung für den,
von einer eigenen Abteilung durchzuführenden Versand, erfolgt. Zusammenbau
Meßgröße im Stahlbau, insbesondere in der Fertigung, ist immer noch die Zahl der produktiven Stun- Bleche
den/Tonne (h/t). Dabei gelten als produktive Stunden diejenigen, die einem Auftrag direkt zuzuordnen
sind. Bei Vergleichen verschiedener Stahlbauunternehmen muß jedoch auf eine gen aue Abgrenzung
und Definition geachtet werden, unter Berücksichtigung des jeweiligen Mechanisierungs- und Automa-
tisierungsgrades. Diese sind in der Einzelteilfertigung durch den Einsatz von Ne-gesteuerten Säge-,
Bohr- und Trennanlagen am größten, während der Zusammenbau, besonders bei der Stahlbaueinzel-
fertigung, einer Mechanisierung bisher schwer zugänglich ist.
Zusammenbau
Die für den Stahlbau allgemein aufgezeigte Tendenz der größer und schwerer werdenden Einzelteile Profile
stellt an die Fertigung hohe Anforderungen in bezug auf Krankapazitäten, Arbeitsplatzausstattung,
insbesondere Zulagen und Arbeitsmethoden, da dadurch die Arbeit konzentrierter geleistet werden
muß und eine Verteilung auf viele Einzelteile und Arbeitsplätze weniger möglich ist. Andererseits muß Lager Vorbearbeitung Zwischenlager,
Versand
die Fertigung im Hinblick auf die Senkung der Herstellungskosten bemüht sein, die Durchlaufzeit und I Vorfertigung-----'I--Zusammenbau - - f - - - -
damit Liegezeiten der Konstruktion zu verkürzen. Bild 19.4-2 Schema einer Stahlbaufertigung
Die Stahlbaufertigung ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Transportvorgängen (Bild 19.4-1),
vom Einlagern des Vormaterials im eigenen Lager über die Transportvorgänge in der Einzelteilbearbei-
tung zum und im Zusammenbau, der Konservierung bis hin zum Fertiglager und Verladen. Diese
Aufzählung zeigt, daß der Anordnung der Betriebsteile zueinander und der Förderart - Flurförderung
oder Kranförderung - große Bedeutung zukommt. Um die Darstellungen und Aussagen möglichst
unabhängig von einer bestimmten Betriebsanlage geben zu können, wird folgende Gliederung gewählt,
die eine bausteinhafte Betrachtung und Behandlung der Stahlbaufertigung ermöglicht.

Kran
U~~DODDDDC I
Strahlen II

~f
11
111
Schweißen Bohren etc.

~L" Ij Zwischen-
I
~ . .~
1 1
lager
Anlieferung • Bearbeitung Auslieferung
r Bild 19.4-4 Hebezeug für Profillager
8 bis 12 Transportvorgänge

j~nnnr
I
1}
Bild 19.4-1 Transportvorgänge in der Stahlbaufertigung
Bild 19.4-3 Hebezeug für Blechlager
32 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Fertigung 33
1-
In der ersten Bearbeitungsphase, die ebenfalls noch materialspezifisch erfolgt und heute durch den
Einsatz von NC-gesteuerten Maschinen für das Sägen (teilweise auch Bohren) und Durchlaufanlagen
weitgehend automatisiert ist, wird. das Säg~n (Bohre~), Entzundern und Besc~ichten - be.i Blechen nur
Entzundern und Beschichten - mIt eIner Im allgemeInen 20 [.lm starken FertJgungsbeschlchtung (shop Bearbeitungsphasen
primer) vorgenommen. Da zur Zeit noch nicht von allen Abnahmeinstitutionen das überschweißen von r-Lager------+-'+--2--t-3 _ I - Versand,
Fertigungsanstrichen zugelassen ist, entfällt in solchen Fällen das Beschichten in dieser Phase. Die noch Bild 19.4-7 Werksanlage in Längsanordnung Bearbeitungsphasen
gelegentlich anzutreffende Trennung von Entzu~derung vor ~er Fertigung ~nd Beschichtung nach der -f-l-+--2 --+--3---t-Versand----l
Fertigung wird den Anforderu.ngen eInes.ne~zelthchen Korro.slOnsschutzes mcht ~erecht, wenn me~r ~ls Lager
24 Stunden zwischen den belden Arbeltsgangen hegen. Langere ZeItraume SInd nur dann zulasslg, Bild 19.4-8 Werksanlage in Winkelform
wenn die Bildung von Flugrost bis zum Aufbringen der ersten Beschichtung durch die Applikationsbe-
dingungen, z. B. Fertigung in geschlossener Halle, ausgeschlossen ist. . .. ..
In der zweiten Bearbeitungsphase fIndet dann dIe weItere TeIlebearbeItung statt, fur GroßteIle 111 Form
der Fließfertigung über NC-gesteuerte Bohr- und Brennschneidanlagen, für alle anderen Teile auf teils
mechanisierten, teils von Hand gesteuerten Bearbeitungsmaschinen. Für die Profilbearbeitung werden
häufig durch entsprechende Bearbeitungszentren und -anlagen die Bearbeitungsphasen 1 und 2 in der
Weise zusammengefaßt, daß das Sägen und Bohren auf einer Anlage mit einer Meßstrecke erfolgt. r2-t--3 --t--V""nd -I Bild 19.4-9 Werksanlage in U-Form
Anstelle des Bohrens ist bei vorwiegend ruhend zugbeanspruchten Bauteilen für Materialdicken bis
16 mm und bei druckbeanspruchten Teilen ohne Begrenzung der Materialdicke auch das Stanzen von
Löchern möglich. Das Vormateriallager ist meist nicht überdacht und mit einer Kranbahn versehen, deren Krane eine
Erfolgt die Bearbeitung bis zur Bearbeitungsphase 2 materialbezogen, so wird die Bearbeitung in Tragfähigkeit von max. 10 t haben bei einer Spannweite von 25-30 m, je nach Lagerrichtung. Aufgrund
Phase 3 auftragsbezogen vorgenommen, wie Bild 19.4-5 schematisch veranschaulicht. Die bei diesem begrenzter Stapelhöhen reicht eine Hakenhöhe von 5-6 m aus. Der Lagerbestand eines überwiegend
übergang entstehenden Fragen des Materialflusses und der Materialverteilung macht das Fließschema auftragsbezogenen disponierten Lagers sollte zwischen 1,5 und 2,5 Monatsproduktionen liegen. Die
von Bild 19.4-2 deutlich und zeigt, daß dieser Verteilungspunkt entscheidenden Einfluß auf die Kon- Flächenbelegung sollte 1 t je m 2 nicht überschreiten, um eine gute Zugänglichkeit zu gewährleisten.
zeption der Werksanlage mit der Zuordnung der Hallen zueinander und der Anordnung der Fördermit- Die Bearbeitungsphasen 1-3 finden in geschlossenen, heizbaren Hallen statt. Als Hallenbreite haben
tel hat. Auf der Grenze zwischen den Phasen 2 und 3 liegt die werkstatt mäßige Einzelfertigung, d. h., sich 20-25 m für die Vorbearbeitung und 25-30 m für den Zusammenbau bewährt, wobei die genaue
die Vorfertigung mit Schweißerei und Zusammenbau aller derjenigen kleineren Konstruktionsteile, die Festlegung von der Anordnung der Hallen zueinander abhängig ist. Bei durchgehenden Kranbahnen
entweder an die Hauptkonstruktion angebaut werden, zu Hauptkonstruktionen zusammengebaut wer- bestimmt sich die Breite aus dem Lagerkonzept und die Hakenhöhe der Krane aus der Vorbearbeitung
den, wie z. B. Fachwerke, oder die für die großen Zusammenbauzulagen zu klein sind. und der üb erfahrung von Maschinen und Konsolkranen, die häufig als Ergänzung zu den Laufkranen
Es hat sich für den Zusammenbaubereich und seine Ausrüstung als vorteilhaft erwiesen, auch hier über einzelnen Arbeitsplätzen und Maschinen angeordnet werden. Bild 19.4-10 zeigt beispielhaft eine
zwischen Arbeitsplätzen für Blechkonstruktionen und Profilkonstruktionen zu unterscheiden. Da je- typische Anordnung der Arbeitsplätze und Maschinen, die der in Bild 19.4-6 dargestellten Hallen- und
doch die Nachfrage am Markt eine, den jeweiligen Kapazitäten dieser Fertigungsbereiche entspre- Materialförderkonzeption entspricht. Dabei wird von Hauptlinien für Bleche und Profile ausgegangen,
chende Auftragshereinnahme selten ermöglicht, müssen in diesen Zusammenbaubereichen wechselsei- die möglichst ungestört in den Zusammenbau- und Schweißereibereich münden sollen, jedoch die in
tig auch andere Produkte gefertigt werden können. Mit dem Konservierungsbereich und dem Fertigla- Bild 19.4-2 gezeigte Verzweigung ermöglichen. Bis zum Ende der Bearbeitungsstufe 2 reicht eine
ger endet dann der Ablauf einer Stahlbaufertigung. Krantragfähigkeit von 10 t aus. Für den Bereich der Bearbeitungsphase 3, also den Zusammenbau und
die Schweißerei, sollte die Tragfähigkeit der Krane in Abhängigkeit von den Produkten gewählt wer-
r::j::J+ -~-- ---
-
,- -- +A, den, wobei sich für Profilkonstruktionen mindestens 2 Krane von je 15 t Tragfähigkeit bei einer Haken-
höhe von etwa 7 m und für Blechkonstruktionen je ein Kran von 25 t und 50 t bei einer Hakenhöhe von
H+ --- + ± ---
---
T-
L_ --;-
+A, 9 m bewährt haben. Bei einem Produktespektrum, wo die Stückgewichte den Krantragfähigkeiten
entsprechen, bzw. diese überschreiten und den Einsatz von 2 Kranen erfordern, ist eine Korbsteuerung

Verteilung
L +
L_ ~-

+A
~ Lager---!--Vorbearbeitung----l-- Zusammenbau~
J
der Krane unerläßlich. Nur in kleineren Betriebseinheiten oder wenig genutzten Bereichen kann eine
Flursteuerung sinnvoll sein.

Vorfertigung
Bild 19.4-5 Prinzip des Fertigungsablaufes I I 1 Brennanlage (Streifen)
I
1. Ebene - - - - Flurförderung
2. Ebene -+-- Kranförderung f.\ [
~Ir:;"\
01I I 2 Entzunderung u. Fertigungsbeschichtung

1° I @@

I
3 Brennantage (Formschnittel
4 Bohranlage
Bild 19.4-6
Hallen- und Transportschema einer Stahlbaufertigung
I 0 I
I
I 5 Schere
----j --------~@-- 6 Abkantbank

Bild 19.4-6 zeigt ein nach vorerwähnten Grundsätzen entwickeltes Hallenschema, wie es bei einer
°1I 0 0i
G) I
@ @ @ :
7 Profilbiegeanlage
8 Presse

Neuplanung einer Stahlbaufirma auch verwirklicht wurde. Eingezeichnet sind gleichzeitig auch die I I @ @ [® 9 Schweißturm
10 Zusammenbau
Förderanlagen, unterteilt nach Flurförderung über Rollgänge und Querschlepps und Kranförderung.
Sie zeigen deutlich, wie über die Fördermittel die notwendige Querverteilung aus der materialbezoge-
I I@
132. J.14
1 11
12
Schweißerei
Fräse
13 Magazin
nen Lagerung und Bearbeitung in die auftragsbezogene Bearbeitung realisiert wurde. Phase 1 Phase 2 Phase 3 Versand
14 mechanische/elektrische Werkstätten
Neben dem innerbetrieblichen Materialfluß ist die Anbindung an die öffentlichen Verkehrswege und 1----1
Lager
·1 I 15 Vorrichtungsbau
Zusammenbau 16 Entzundern {Freistrahlen u. Beschichten)
-mittel von entscheidender Bedeutung für das Werks anlagen konzept. So sollten möglichst jeweils für 17 Versand
den Materialeingang am Materiallager und für den Fertigteilversand am Fertiglager Gleis- und Straßen-
anschlüsse vorhanden sein. Ein eigener Wasserstraßenanschluß verbessert die Konkurrenzfähigkeit, I Bild 19.4-10 Fertigungsstellen - Beispiel einer Maschinenanordnung
insbesondere bei der Produktion von Großteilen, für die ein anderer Transportweg nicht mehr möglich Bei der Flächenberechnung sollte auf großzügig angelegte Pufferflächen zwischen den einzelnen Ferti-
ist, setzt jedoch auch eine entsprechende Verladeanlage voraus. gungsstellen geachtet werden, die mindestens eine halbe Tagesproduktion aufnehmen, jedoch auch auf
Die folgenden Bilder 19.4-7 bis 9 geben in Blockform die sich aus Materialfluß, Planung und Verkehrs- direktem Wege durchlaufen werden können. Die Ausstattung einer Werksanlage mit Anlagen für die
anbindung ergebenden Möglichkeiten für eine Werksanlage an einigen Beispielen wieder.
j Herstellung des Korrosionsschutzes ist abhängig von der zu fertigenden Produktpalette. Für Werksanla-
34 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Fertigung 35
gen, in denen überwiegend Konstruktionen für den Hoch- und Industriebau gefertigt werden, die über Norm-Reinheitsgrade vorbereiteter Stahloberflächen nach DIN 55928, Teil 4, Tabelle 1
eine Strahl- und Beschichtungsanlage am Anfang der Fertigung verfügen, ist am Ende der Fertigung nur
Norrn- Ent- Wesent!. Merkmale der vorbereiteten StahIoberfIäche für alle Reinheitsgrade: Vorreinigung nach
noch ein Bereich zum Aufbringen des Grundanstriches vorzusehen. Ist keine entsprechende Anlage am Rein- rostungs- Abschn.4.2 soweit erforderlich; Nachreinigung nach den Abschnitten 4.3.1 bis 4.3.3 stets eingeschlossen
Anfang der Fertigung vorhanden, so ist eine Durchlaufstrahlanlage für fertige Konstruktionen, z. B. heits- verfahren
Binder und Fachwerke, mit einer nachfolgenden Beschichtungsanlage erforderlich, die noch, je nach grad
Produktespektrum, um eine Freistrahlhalle, in der alle Arbeiten von Hand ausgeführt werden, ergänzt Sa I Lediglich loser Zunder, loser Rost und lose Beschichtungen sind entfernt
wird. Bei Herstellung von Brücken, Stahlwasserbauten und anderen Spezialkonstruktionen, bei denen -
Sa 2 Strahlen Nahezu aller Zunder, nahezu aller Rost und nahezu alle Beschichtungen sind entfernt, d. h. auf der
eine Strahlentrostung am Ende der Fertigung vorgeschrieben ist, muß eine Freistrahlhalle mit der nach Oberfläche dürfen nur so viele fest haftende Reste von Zunder, Rost und Beschichtungen verbleiben
Möglichkeit zum anschließenden Aufbringen der Grund- und Folgebeschichtungen vorhanden sein. Abschn. (keine zusammenhängende Schicht), daß der Gesamteindruck den photographischen Vergleichsmustern
Das Fertiglager sollte möglichst zwischen einer halben und einer Monatsproduktion aufnehmen kön- 4.3.1.3 entspricht
nen, da der Fertigungsrhythmus etwa die doppelte Zeit benötigt wie der Montagerhythmus und daher -
Sa2 1h Zunder, Rost und Beschichtungen sind so weit entfernt, daß Reste auf der Stahloberfläche lediglich
aus dem Vorlauf der Fertigung eine Zwischenlagerung vor Montagebeginn notwendig wird. als leichte Schattierungen infolge Tönung von Poren sichtbar bleiben
Die gesamte Werksanlage ist mit Ringleitungen für die wichtigsten Energien zu versehen. Neben -
Starkstrom als Drehstrom 380 V und Wechselstrom 220 V tritt häufig noch ein Schwachstromnetz von Sa 3 Zunder, Rost und Beschichtungen sind vollständig entfernt (ohne Vergrößerung betrachtet)
42 V für Geräte, die in geschlossenen Behältern eingesetzt werden, und ein hochfrequentes 200- V-Netz
zum Betrieb von Schleifmaschinen.
Auch die Gase Sauerstoff und Acetylen für Brennschneid-, Schweiß-, Richt- und Vorwärmarbeiten
werden in Ringleitungen den Fertigungsstellen zugeführt, ebenso wie Druckluft und - seltener _ Beispiele für Korrosionsschutz nach Maß
Schutzgase für das Schutzgasschweißen. Die dazu nötigen Versorgungsanlagen, wie Trafo-Station, Flüs- Korrosions- Atmosphärentyp und Einsatzbedingungen Grund- Deck- Mittlere Norm-
sig-Sauerstoff-Anlage und Acetylenentwickler oder Acetylenflaschenbündelstation, werden möglichst bean- beschich- beschich- Gesamt- Reinheits-
zentral und für die Anlieferung gut zugänglich angeordnet. spruchung tungen tungen schicht- grad**
Zur Instandhaltung und Wartung aller Maschinen und Anlagen sowie zur Ausführung kleinerer pro- dicke, ~m
duktiver Arbeiten sind Hilfswerkstätten vorzusehen, die meist in eine elektrische und mechanische I gering Im Innern Bauteile mit Spezial-Brandschutz-
geschlos- Spritzputzurnmantelung, profilfolgend
- - - Sa 2
Werkstatt unterteilt sind und zusammen eine Mitarbeiterzahl von ca. 5% der produktiven Belegschaft sener und festhaftend (Flugrost ist
-.
der Fertigung haben. Gebäude unbedenklich)
-
2 Bauteile mit dämmschichtbildenden
19.4.3 Fertigungsstellen Brandschutzbeschichtungen und mit
Brandschutzummantelungen
Lagern und Beschichten (ausgenommen solche nach Zeile 1)
-
Bei überwiegender Einzelfertigung im Stahlbau und der übergroßen Profilpalette ist eine freie Lager- 3 Unzugängliche Bauteile, z. B. zwischen I - 45 Sa2 1h
haltung nur sehr begrenzt für häufig eingesetzte Abmessungen von Profilen und Blechen möglich, so Wandschalen und in abgeschlossenen
Zwischendeckenbereichen, Luftfeuchte
daß ca. 80% des Lagerbestandes für Objekte bestelltes Material sind. Bei Herstellung von Serienpro- bis 70%
dukten, wie z. B. Normhallen, kann der freie Vorrat entsprechend größer sein. Um eine rationelle -
4 Zugängliohe Bauteile, Luftfeuchte
Materialwirtschaft zu erreichen, ist ein Materialfluß in einer Richtung anzustreben, wenn die Verkehrs- ..
bis70%
anbindungen dieses zulassen. Bleche, Formstahl und Stabstahl (DIN 1025-1029) sollten wegen speziel- -
ler Lagertechniken, Anschlagmittel und Krananlagen getrennt gelagert werden, da auch die Vorbear- 5 Zugängliche Bauteile, Luftfeuchte I I 90 Sa2 1 h
beitung in getrennten Fertigungslinien abgewickelt wird. über70%
Für die Anordnung einer Entzunderungs- und Beschichtungsanlage vor Beginn der Fertigung ist die 6 Unzugängliche Bauteile, Luftfeuchte
vorhandene Produktpalette entscheidend. Außerdem ist zu beachten, daß die Walzwerke nur Flachma- über 70%
terial entzundert und geprimert liefern können, nicht jedoch Formstahl. Daher haben die im allgemei-
nen Stahlbau tätigen Unternehmen heute in den meisten Fällen eine Entzunderungs- und Beschich-
-:;- mittel
Land- und Stadtatmosphäre ohne und mit durch-
1 2' 135 Sa2 1h
schnittlicher Immission, keine ständige oder über- 2' 2' 160 Sa2 1h
tungsanlage zum Aufbringen von Fertigungsbeschichtungen vor der Fertigung installiert, der häufig mäßig lang andauernde erhöhte Luftfeuchte
noch eine gasgefeuerte Vortrocknung vorgeschaltet ist. Der Durchgangsquerschnitt wird vom größten 8 Industrie- und Großstadtatmosphäre, ständige oder 2' 2' 180 Sa2 1h
Profil bestimmt und beträgt in der Regel ca. 1 m Breite und 0,5 m Höhe, wobei die Träger flach liegen. wiederholt andauernde erhöhte Luftfeuchte,
Die Entrostungsgrade für den Stahlbau richten sich nach den eingesetzten Grundbeschichtungen, auf Schwitzwasserbildung
die wiederum die Fertigungsbeschichtungen abgestimmt sein müssen, siehe auch folgende Tabelle 1 aus -9 erhöht
Meeresatmosphäre
DIN 55928 Teil 4. 2 3 225 Sa2 1Jz
10 extrem Chemische Beanspruchung und besonders

.
Im Stahlbau bewährte Korrosionsschutzsysteme erfordern meist einen Norm-Reinheitsgrad zwischen 2 2 (I) 1(2) 270 Sa2 1h
aggressive Industrieatmosphäre
und 2'/, bei Verwendung von Öl, Alkydharz oder Epoxidharz als Bindemittel. Zinkstaub- und Zinksili- ) oder 1 Dlckschlchtanstnch
katfarben dagegen erfordern einen Norm-Reinheitsgrad von SA2'/'-3. Die zwischen dem Strahlen und **) nach DIN 55 928, Teil 4
Beschichten während der Fertigung eingesetzten Fertigungsanstriche mit einer Schichtdicke zwischen
15 und 20 11m müssen, sofern anschließend geschweißt wird, überschweißbar sein, entsprechend DASt-
Richtlinie 006, überschweißen von Fertigungsbeschichtungen im Stahlbau.

Kennzeichnen, Trennen und Lochen chengüten der Schnittkanten von 60 11m Rauhtiefe. Als Brenngase sind Acetylen, seltener Propan mit
Sauerstoff üblich. Materialdicken bis zu 250 mm können ohne Sondereinrichtung bearbeitet werden.
Das früher im Stahlbau übliche Vorzeichnen, d.h., das übertragen der Bearbeitungsangaben von der Für Sonderstähle wird auch das Plasmaschneiden eingesetzt. In Verbindung mit dem Trennen können
Zeichnung auf das Material durch Anreißen (Reißnadel) und Ankörnen (Körner) ist durch die Auto- auch durch entsprechende Brenneranordnung die Schweißfasen entweder gleichzeitig oder im Nachlauf
matisierung der ersten Bearbeitungsphase mit NC-gesteuerten Bearbeitungsanlagen zurückgedrängt hergestellt werden. Die Steuerungen bei Brennanlagen erfolgen entweder durch Lochstreifen (NC-
worden und erfolgt nur noch für diejenigen Arbeiten, die von den Anlagen nicht geleistet werden Steuerung) oder durch Schablonen, bzw. Zeichnungen für Brennmaschinen mit mechanischer oder
können. So erfolgt das Trennen bei Formstählen und Stabstählen durch Sägen - seltener mit Trenn- optischer Abtastung bei einem übersetzungsverhältnis von meist 1; 1, aber auch 1: 5 bis 1; 10, wobei
scheiben - mit einer Genauigkeit von ±1,0 mm und von Blechen auf Brennschneidanlagen mit Oberflä- die Genauigkeit dann entsprechend abnimmt.
36 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Fertigung 37
Für kleine Blechteile mit Materialdicken bis zu 12 mm werden Schlagscheren eingesetzt, die mit An- Etwa zwei Drittel der Hallenfläche einer Stahlbauwerkstatt werden für den Zusammenbau benötigt.
schlägen als Begrenzung arbeiten oder angezeichnetes Material voraussetzen. Dabei haben sich fest im Boden verankerte Zulagen - ca. 0,9 m hohe Trägerstränge im Abstand von
Die für die Verbindungen erforderlichen Löcher werden bei Formstahl überwiegend mit Bohranlagen 3-4m quer zur Halle auf eine Höhe ausgerichtet - bewährt (Bild 19.4-11). Dadurch erhält ein ausge-
hergestellt. Dabei werden auch die meisten der erforderlichen Kennzeichnungen, z. B. für das An- legtes Bauteil sofort eine waagerechte Lage und jede notwendige überhöhung oder Soll-Lage kann
schweißen von Aussteifungen, durch ein dem Körnen vergleichbares kurzes Anbohren vorgenommen. schnell gegen diesen Horizont hergestellt werden.
Unter Beachtung bestimmter Randbedingungen wie Materialdicken, Durchmessergrenzen und Nach- Steuerungsinstrument für den Zusammenbau ist die Zeichnung (siehe auch Unterabschnitt 19.4.5), in
bearbeitung werden Löcher auch durch Stanzen hergestellt, siehe DIN 18800, Teil 7. der nach vorheriger Abstimmung mit der Fertigung und der Montage bereits festgelegt ist, weIche
Der Steuerung der Bohranlagen kann halbautomatisch durch von Hand einstellbaren Anschlag oder Verbindungen in der Werkstatt und weIche auf der Baustelle herzustellen sind (durch Kennzeichnung
Meßwagen, durch NC-Lochstreifen oder, besonders bei Blechen, auch durch Schablo~en erfolgen. Die von z.B. Montageschrauben oder Montageschweißungen). Zusätzlich enthält die Stückliste die Kenn-
Kennzeichnung der einzelnen Positionen mittels Schlagzahlen - früher vom Vorzeichner per Hand zeichnungen Hauptteil und Anbauteil (Bild 19.2-7). Beide Informationsträger werden von der Arbeits-
ausgeführt - wird heute weitgehend durch teil mechanisierte Signiereinrichtungen vorgenommen, die vorbereitung aufbereitet und mit der Festlegung der Folge der Arbeitsgänge und bei Leistungslohn mit
hydraulisch bis zu 10 Zeichen in das Einzelteil einprägen. Die übertragung der restlichen Kennzeich- der Zuordnung der Vorgabezeiten versehen. Für den Zusammenbau werden - wo erforderlich - Zu-
nung, wie Ausklinkungen, Abwicklungen und Aussparungen, und von während des Zusammenbaues sammenbaufolgen angegeben, die bei Schweiß konstruktionen in einem Schweißplan vom Schweißfach-
erforderlichen Kennzeichnungen wird durch die Vorzeichner vorgenommen. Dieses erfolgt entweder ingenieur festgelegt sind (Bild 19.3-7). Dieser Plan enthält auch alle Angaben über die Werkstoffbear-
durch die Meß- und Reißwerkzeuge oder durch übertragung der auf Karton vorgezeichneten Naturgrö- beitung, Art der Zusatzwerkstoffe, den Umfang der Wärmebehandlungen und Prüfungen.
ßen auf das Material. Das schwerste Teil einer transportfähigen Konstruktionseinheit bestimmt den Liege- und Zusammen-
bauplatz in der Fertigung. Die Vorbearbeitung der Hauptteile und der Anbauteile einer oder mehrerer
Verformen Zeichnungen muß so gesteuert werden, daß ein ungehinderter Zusammenbau erfolgen kann. Dieser
Materialverformung im Stahlbau erfolgt überwiegend im kalten Zustand mit Rundwalzen für Bleche beginnt mit dem Zusammenfügen, Einpassen und Heften von geschweißten Teilen bzw. Anbauteilen
und Profile, auf Abkantbänken für das Kanten von Blechen und mit hydraulischen Pressen für örtlich oder dem Anschrauben von Winkeln, Platten, Laschen usw. Hier erfolgt auch die erste Kontrolle auf
begrenzte Formänderungen. Wegen der weiteren uneingeschränkten Verarbeitbarkeit, insbesondere Maßhaltigkeit und Richtigkeit. Bei Verbindungen mit Paßschrauben werden die kleiner vorgebohrten
das Schweißen, dürfen Dehnungen bzw. Stauchungen der äußersten Materialfaser bestimmte Werte Löcher auf die endgültigen Durchmesser mit Reibahlen aufgerieben, um die erforderliche Passung der
nicht überschreiten, siehe DIN 18800Teil 1, Tabelle 16. gesamten Lochgruppe zu erreichen. Zur Einhaltung der beim Gesamtbauwerk geforderten Toleranzen
Erfordert die Konstruktion eine stärkere Verformung, so ist eine Erwärmung auf ca. 900°C (Rotglut) werden, z. B. bei Kraftwerkskonstruktionen, mehrere aneinander anschließende Stützenteile in Strän-'
vorzunehmen. Umformungen werden von Hand oder maschinell mit dem Schmiedehammer nach ent- gen ausgelegt, justiert und erst danach endgültig geheftet und geschweißt (Bild 19.4-12). Auch im
sprechender Erwärmung vorgenommen. Außerdem wird Wärme beim Richten mit der Flamme von in Brückenbau werden grundsätzlich aneinander anschließende Bauteile gemeinsam aufgelegt und gehef-
der Fertigung befindlichen Konstruktionen eingesetzt, da häufig bei der Bearbeitung Walzspannungen tet, um danach wieder als einzelnes Bauteil, meist in einer Drehvorrichtung geschweißt zu werden (Bild
freiwerden oder Schweißeigenspannungen zu Verformungen führen, die durch Rückschrumpfen besei- 19.4-13). Die Schweißfolge wird dabei so gewählt, daß möglichst lange ein freies Schrumpfen gegeben
tigt werden müssen. Die im Glühofen vorzunehmenden Glühvorgänge für das spannungsfreie Glühen, ist und die Schweißeigenspannungen und die sich daraus ergebenden Verformungen minimiert werden
bzw. Normalglühen, kommen im Stahlbau äußerst selten vor. (s. auch Band 1 Kapitel 9).
Die spanabhebende Bearbeitung erfolgt im Stahlbau überall dort, wo die vorerwähnten Bearbeitungs-
techniken wegen größerer Toleranzen oder konzentrierter Krafteinleitungen nicht ausreichen oder nach
dem Zusammenbau eine entsprechend abgerichtete Fläche erforderlich machen. So werden besonders
aus mehreren Teilen zusammengesetzte Stützen, insbesondere Kastenstützen, winklig gefräst, planpar-
allele Flächen durch Langhobler gehobelt oder Anschlußteile zum Maschinenbau gedreht, sei es als
Ausdrehung von Lageröffnungen oder als Ringflächen für Drehkränze von Kranen. Die Sägeschnitte
der vorerwähnten Sägeanlagen liefern Schnittgüten, die denen bei gefräster Bearbeitung gleichwertig
sind.

Zusammenbau und Schweißen


Schwerpunkt der Stahlbaufertigung ist der in der dritten Bearbeitungsphase stattfindende Zusammen-
bau, in den das Schweißen voll integriert ist. Dienten alle Arbeitsvorgänge der Phasen 1 und 2 der
Bearbeitung des Einzelteiles, so werden im Zusammenbau diese zu transportfähigen Einheiten endgül-
tig zusammengebaut oder, wie bei Brücken und schweren Hochbaukonstruktionen, in einer Werksmon-
tage provisorisch, jedoch in endgültiger Form zusammengelegt.
Bild 19.4-12 Zusammenbaubereich in einer Bild 19.4-13 Drehvorrichtung für Schweiß-
Stahlbauwerkstatt konstruktionen

Die im Stahlbau häufigsten Schweißverfahren sind das Handschweißen, meist mit Hochleistungselek-
troden, das Unterpulverschweißen für größere Nahtvolumen und das Schutzgasschweißen mit Mischga-
sen oder CO z. Einzelheiten der Zulassung der Betriebe zum Schweißen regelt DIN 18800 Teil 7 mit
dem Großen und Kleinen Eignungsnachweis zum Schweißen sowie die Dienstvorschrift DS 804 der
Deutschen Bundesbahn für die Herstellung von Eisenbahnbrücken.
Den Abschluß des Zusammenbaues bildet die Maßkontrolle, die sich auf die Hauptmaße und wichtige
Kontrollmaße, wie Diagonalmaße, erstreckt und auch das Anbringen von entsprechenden Meßmarken
beinhaltet. Diese ermöglichen, bei der Baustellenmontage das Ausrichten der Teile so vorzunehmen,
daß die gleiche Lagezuordnung und damit Soll-Lage erreicht wird wie in der Werkstatt. Wo erforder-
lich, werden diese Messungen in entsprechenden Meß- und KontroIIblättern dokumentiert.

Bild 19.4-11 Zulage im Zusammenbau


38 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Fertigung 39
Konservieren und Versand dern, gibt es auch Krane mit Drehkatzen. Für den mechanisierten Blechtransport kommen entweder
·· ·gkeit von der Produktpalette und der Werksausstattung werden die Korrosionsschutzarbei- Vakuumheber oder ebenfalls Magnettraversen zum Einsatz (Bild 19.4-3). Für sehr große Blechtafeln
I n Abh angl . . H hb ... . d d d gibt es auch Traversen mit vielen, flächig angeordneten Einzelmagneten.
ten unterschiedlich gehandhabt. Bei Unternehmen.' dl~ im allge~eme~ oc au tatJg sm ~n as
Material vor der Fertigung strahlen und primern, reicht Im allgememen ~m Ausbesser? der FertIgungs- Für die Walzstah/konservierung im allgemeinen zu Beginn der Fertigung werden heute nur noch konti-
beschichtung von Hand aus, bevor die Grundbeschichtung und ggf. die Deckbeschichtungen aufge- nuierlich arbeitende Anlagen eingesetzt, auf denen das Material auf Rollgängen transportiert wird.
Kernstück ist die Entzunderungsanlage mit Wiederaufbereitung des Strahlgutes (Stahlkies oder Draht-
bracht werden.
W· d .edoch keine Entzunderung und Primerung vor der Fertigung vorgenommen oder werden. Pro- korn), welches eine Rauhtiefe von etwa 40 flm ergibt. Als Einzweckanlage für Träger beträgt die
dul~te~ wie z.B. Brücken, Wasserbauten o .. ä., gefertigt, bei denen ein Entzundern nach ~er Fertigung Arbeitsbreite 1000 mm bei einer Höhe der Maschinendurchlauföffnung von 500 mm. Bei Mehrzweck-
anlagen im Stahlbau für Träger und Bleche wird meist eine Arbeitsbreite von 2000-2500 mm bei
vorgeschrieben ist, sind Durchlauf- und Freistrahlanlagen am Ende der Fer~lgung erforderhch. .
gleicher Durchlaufhöhe gewählt. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist variabel zwischen 0,5 und 6 m/min
Die anfangs gemachten Ausführungen über Entrostu.ngsgrade und Beschlchtu~gsstoffe gelten ~mnge­
einstellbar und abhängig von dem gewünschten Entrostungsgrad. Für den Entrostungsgrad Sa 2,5
mäß auch an dieser Stelle, lediglich mit dem Unterschied, daß am Ende der Fertigung ke~ne Ferygungs-
beträgt die mittlere Arbeitsgeschwindigkeit V = 1,2 bis 1,5 m/min. In Verbindung mit der meist vorge-
beschichtung mehr aufgebracht wird, sondern gleich die erste Grundbeschl.chtung mit ~mer Dicke von
schalteten Vortrocknung und einer nachgeschalteten Farbspritzanlage entsteht eine Konservierungsli-
50 flm. Seltener werden auch Dickschichtanstric~e von .80-100 f.l.m Dicke emgesetzt. Bisher w~rd~n als
nie, wie sie Bild 19.4-14 zeigt. Wegen der bei Stahlbaubetrieben meist vorhandenen Freilager emp-
häufigste Beschichtungen für Grundanstriche Blelmenmge oder Zmkchromat auf Kuns.tharzbasls emge-
fiehlt sich eine Vortrocknungsanlage vorzusehen, da durch die auf ca. 35°C angehobene Materialtem-
setzt, die jedoch aufgrund von Aufla~en. seit.de~ 1. Januar 1981 nur noch bedmgt emges.etzt werden
peratur die Bearbeitungs- und Trocknungszeiten erheblich sinken. Die Beschichtung findet dann in
können. Als Ersatz wird nunmehr hauflg Zmkslhkat verwendet, welches Jedoch zur ~elt noch eme
einer vollautomatisch arbeitenden Spritzkabine statt, in der die Spritzpistolenwagen profilabhängig
schwierige Verarbeitbarkeit mit sich bringt. Für hochwertige Beschichtungen werden Zmkstaubfarben
gesteuert werden, um eine optimale Farbausnutzung zu gewährleisten. Die Ergiebigkeit eines bis ca.
eingesetzt, die jedoch einen Entrostungsgrad Sa 2,5-3 erfordern. . .
20 flm aufgetragenen shop primers beträgt etwa 7-8 m 2 /kg. Im Bereich der Spritzanlage übernimmt ein
Deckanstriche werden fast ausschließlich auf der Baustelle aufgebracht, um bel deren Verar~eltung alle Wanderrost die Auflagerung und Förderung des Materials.
Transport- und Montagesch~den der Grun~an~triche ausbesser? zu können. In letzte.r Zelt beste.hen
auch Tendenzen, den KorrosIOnsschutz bereits Im Werk aufzubnngen~ wegen der gun~tJgeren Apph~a­
tionsbedingungen in der geschlossenen Halle. Anst~lle des vorbe.schnebenen Korrosl~nsschutzes wlr~
für ausgewählte, häufig feingliedrige Stahlkonstr.uktlOnen auch die ~euerverzmkung emgesetzt. Dabei
.,
werden die unbehandelten, jedoch fertig bearbeiteten Stahlbauteile m Belzbadern von Rost u.nd z:un-
der befreit und im Zinkbad bei ca. 350°C feuerverzinkt, wob.ei die V:erweildauer von der Matenals}arke
abhängig ist. Die Schichtdicke beträgt meist 85 flm, was emem .Zmkauftrag von. etwa 60? g/~ ent-
spricht. Zu beachten ist dabei, daß Hohlraume, Zu- und Abflußloche~ erhalten~ die Badgroße~ m den
Verzinkereien im allgemeinen mit 12 m Länge und etwa 2,5 m Breite und Tiefe begr~nzt sm~ und
Bauteile wenig Eigenspannung enthalten sollt~n. Unsymmetri.sch zusammengebaute Profile ~nd emsel-
tige durchlaufende Schweißnähte sollten vermieden werden, siehe auch DIN 50976 - KorroslOnsschu~z
durch Feuerverzinken auf Einzelteilen. Die Verzinkung selbst hat eme sehr hohe Lebensdauer. Sie
kann jedoch mit einem zusätzlichen Anstrich unter Verwendung eines Haftvermittlers als sogenanntes
Duplex-System noch erheblich erhöht werden. . .
Nach beendeter Fertigung stellen Kollierung und Verpackung, Versandmarkierung, ZWlschenlag~rung
und Verladung die letzten Tätigkeiten im Stahlbauwerk dar. Da der Export von Sta.hlkons.truktlOnen Bild 19.4-14 Konservierungsanlage für Bleche
einen Anteil von 10-30% an der Gesamtproduktion des Stahlbaues ausmacht, soll die Kolherung und und Profile
Verpackung für den Seetransport kurz angesprochen werden. Unabhänßig von den meist vorhandenen
Einzelvorschriften gilt, daß Stahlbauteile nur unter 1 m Länge in Kisten verpackt we~den sollten, In der Vorzeichnerei wird für die dort verbliebenen Arbeitsvorgänge nur Handwerkszeug, wie Streich-
während Großteile, ggf. mit entsprechenden Anschlagpunkte~ vers.ehen, ~nverpackt bleiben, .ebenso maß, Anschlagwinkel, Maßstab, Reißklotz und Reißnadel sowie Körner und Kreiskörner zum Anzeich-
wie alle übrigen Teile, die gebündelt werden. Dabei haben sich mit Gewmdestangen .gegenemander nen des Materials und Markieren der Arbeitsgänge verwendet. Lediglich für die Zahlen und Buchsta-
verschraubte Winkel bügel im Abstand von 2-3 m bewährt. Besondere Aufmerksamk~lt erfordert a~­ ben der Kennzeichnung der Positionen - früher von Hand mit Schlagzahlen vorgenommen _ werden
ßerdem die versand- und spezifikationsgerechte Markierung, entweder als Farbmarkierung oder mit heute auch hydraulisch angetriebene Prägeeinheiten eingesetzt, die bis zu 10 Zeichen in einem Arbeits-
gang in das Material prägen. Diese Geräte werden auch in Verbindung mit den im folgenden beschrie-
Schildern. . d·. 11 . benen Bohr-, Stanz- und Brennanlagen eingesetzt.
Das Fertiglager übernimmt Puffer- und Ordnungsfunktionen, da die FertJgung wegen er Im a ~emel-
nen längeren Durchlaufzeiten gegenüber der Monta~e Wochen oder Monate ~.or. Mon~agebeg~nn zu Für das Ablängen von Profil- und Stabstahl werden Sägeanlagen eingesetzt, deren Abmessungen und
fertigen beginnt und eine Zwischenlagerung erforderhch macht. Außerdem e.~m~ghcht em ausreichen- Leistungsdaten von dem gewünschten Profilspektrum abhängen. Für Profilstahl ist ein Bearbeitungs-
der Vorlauf der Fertigung, in wirtschaftlichen Losgrößen zu fertigen, unabhanglg v?n ?e~, durch die querschnitt von ca. 1000 mm Breite und ca. 300 mm Höhe üblich, um ein Profil HEB 1000 noch sägen
Bauabschnittsgliederung des Montageablaufes bedingten Abrufsrhythmus. So kann em r.lchtJg gesteuer- zu können. Bild 19.4-15 zeigt eine solche Anlage, die meist mit einer gesteuerten Längenmeßeinrich-
tes Fertiglager zur Optimierung der Fertigungskosten und der Montagekosten durch ememontagege- tung versehen ist. Um Hubvorgänge mit dem Kran zu minimieren, sorgt ein System von Rollgängen und
rechte Belieferung der Baustellen beitragen. Querschleppeinrichtungen für die Zu- und Abfuhr und die Pufferung des Materials.
Entscheidender Schritt der Mechanisierung und Teilautomatisierung im Stahlbau war der Einsatz NC-
gesteuerter Bohranlagen, die häufig auch mit Sägeanlagen kombiniert werden. Ein in der Arbeitsvorbe-
reitung vorprogrammierter Lochstreifen steuert nach der Zufuhr des Trägers in die Anlage alle Bear-
19.4.4 Maschinenausstattung der Fertigungsstellen (Verlauf der Produktion)
beitungsvorgänge automatisch. Drei Spindelebenen für die Bohrer können unabhängig voneinander die
Es werden hier die wesentlichsten, für eine Stahlbaufertigung heute eingesetzten Maschinen anhand bei den Flansche und den Steg des Trägers bohren, wobei der Bohrerwechsel teils von Hand _ teils auch
von Bildern und Leistungsdaten behandelt, wobei die jeweils aktuellsten Angaben .der Herstell~r ~er­ vorprogrammiert mittels Mehrspindelköpfen abläuft. Bild 19.4-16 zeigt eine solche NC-gesteuerte
wendet wurden. Die Darstellung kann sich jedoch nur auf eine Auswahl beschranken, da fur Jede Bohreinheit, die zwischen 4-8 Löcher pro Minute, einschließlich aller Einstellzeiten ausführen kann.
Bearbeitungsart nur ein Beispiel ausgewählt wurde. . . . Unter Beachtung der durch DIN 18800 Teil 7 gezogenen Grenzen können für das Lochen von mittel-
Im Bereich des Vormateriallagers werden heute, neben den konventIOnellen Laufkranen mit emer schweren Profilen, und vor allem von Stabstahl, Stanzanlagen sehr wirtschaftlich eingesetzt werden. Sie
Katze und Lasttraverse, mit Seilschlingen für Träger und Klauen für Bleche, auch Magn~ttravers.en werden entweder als Einzelmaschinen oder auch in Fertigungslinien integriert angeboten. Die zu verar-
eingesetzt. Bild 19.4-4 zeigt einen Kran für Trägertransport mit Doppelkatze und hydrauhscher Fuh- beitenden Profilgrößen hängen vom Arbeitsdruck des Stanzwerkzeuges und von der Flanschdicke der
Profile ab.
rung der Hubbalken und Magnettraversen. Bei Materialtransporten, die ein Drehen der Träger erfor-
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40 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Fertigung 41

st~n Stützenkopf .entspricht .un? auch die Brennanlagen Genauigkeiten erreichen, die die früheren
Langshobelmaschmen uberflusslg machen. So sind heute neben den Drehmaschinen der Werkserhal-
tung und fur Bereiche desMaschinenbaues im wesentlichen nur noch Kopffräsen im Einsatz, um bei
zusammengesetzten SchweißprofIlen (Kastenquerschnitte) für Stützen und Riegel rechtwinklige, auf
exaktes Maß gebrachte Kontaktstoße, bzw. Kontaktabschlüsse zu erreichen.
Die Maschinenausstattung im Zusammenbau beschränkt sich im wesentlichen auf die Schweißmaschi-
nen und -anlag~n verschiedenster Art mit den dazugehörigen Hilfseinrichtungen, die beweglichen
B?hranlag~n, sei es als Radialbohrmaschinen, als Bohrmaschinen an Konsolkranen oder auf die Werk-
stucke frei setzbare Bohrmaschinen .und eine Vielzahl von Vorrichtungen, die Zusammenbau und
f!"andhabung erleichtern sollen: So zeigt Bild 19.4-13 eine Drehvorrichtung, in die ganze Brückenteile
emgelegt werden konnen, um die Schweißnähte in Wannenlage schweißen zu können.

Bild 19.4-15 Profilsäge mit Längenmeßeinrichtung Bild 19.4-16 NC-gesteuerte Bohranlage

Für das Trennen von Blechen werden überwiegend Brennanlagen eingesetzt, da bei dieser Technik die
Möglichkeit zur Automatisierung am größten ist und eine Begrenzung der Materialabmessungen ent-
fällt, während Schlagscheren mehr für das Herstellen kleinerer Blechzuschnitte, z. B. Knotenbleche,
aber auch bei Serienteilen mit Anschlag wirtschaftlich eingesetzt werden können. Dabei ist die Mate-
rialdicke im allgemeinen mit 12-15 mm begrenzt. Für die Bearbeitung großer Blechtafeln kommen
handgesteuerte Streifenbrennanlagen mit Arbeitsflächen von 40-45 m x 6 m, die das wechselweise
Bearbeiten bzw. Auflegen und Abräumen von zwei Blechtafeln erlauben, zum Einsatz. Werden häufi-
ger Formschnitte benötigt, so wird eine NC-Steuerung zweckmäßig, die, wie Bild 19.4-17 zeigt, auch .......
..... ... 1111
.!i~
mit einer Markiereinrichtung, entweder mit Körner oder mit Pulvermarkierung versehen werden sollte, Bild 19.4-19 Abkantbank Bild 19.4-20 Schweißturm mit UP-Anlage
um jegliches Vorzeichnen an diesen Blechen zu vermeiden. Für Formschnitte kleinerer Abmessungen
haben sich Brennanlagen mit fotoelektrischer Abtastung gemäß Bild 19.4-18 bewährt, die nach einer Verfahren Elektrode Durchmesser Abschmelz-
Naturgrößenvorlage mit Mehrfachbrennereinsatz arbeiten. . leistung
mm kg/h
Metall- Lichtbogenschweißen von nackt 350 mrn lang 1,4
Hand mit Stabelektroden 1,9
dick umhüllt, TiEs, 450 mm lang 2,0
2,6
dick umhüllt, Kb, 450 mm lang 1,8
2,3
Hochleistungselektrode FeTi
160%,450 mm lang 2,9
4,0
5,2
Unter-Schiene-Schweißen I-rn-Stab, dick umhüllt 4 1,6
5 2,0
Schwerkraftschweißen 700-mm-Stab, dick umhüllt 5 3,4
6 4,5
Anlage für nackte Drahtelektroden nackte Drahtelektrode 4 2,5
Anlage für Netzmanteldraht- Netzmanteldrahtelektrode 4 7,8
elektroden 5 10,5
Bild 19.4-17 Brennanlage mit Signiereinrichtung Bild 19.4-18 Optisch gesteuerte Brennanlage 6 13,5
Anlage für das nackte Drahtelektrode 4 10,8
U nteT- Pulver- Schweißen 5 14,0
Zur Formgebung des Vormaterials für den Stahlbau, Blech ode'f Profil, gibt es eine Vielzahl von MAG/CO,-Schweißen nackte Drahtelektrode 1,0 4,0
Maschinen, von denen die wesentlichsten kurz angesprochen werden sollen. 1,6 6,0
Das spanlose Verformen für gerundete Formen erfolgt mit Rundwalzen für Bleche, Profilwalzen für 2,4 10,0
Form- und Stabstähle, deren Abmessungen und Leistungsdaten den jeweiligen Anforderungen ange- MAG/CO,-Schweißen mit Falzdrahtelektrode 8,6
Falzdrahtelektrode
paßt sind. 11,5
Punktförmige Verformungen werden mit hydraulischen Pressen (vertikal) oder Boxern (horizontal) MAG/CO,-Schweißen mit Fülldrahtelektrode 2,0 7,0
Fülldrahtelektrode 2,4 9,6
hergestellt, wobei die früher üblichen Excentermaschinen nicht mehr verwendet werden. 3,2 11,2
Für das Kanten von Blechen werden Abkantpressen oder -bänke eingesetzt, deren Stempellänge bis zu Elektro-Gas(EG)-Schweißen Drahtelektrode 1,6 8,0
12 m betragen kann bei Materialdicken bis 30 mm in Abhängigkeit von der Zugfestigkeit des Materials 3 9,0
(Bild 19.4-19). 4 11,0
Für das Warmverformen kommen Schmiedehämmer zum Einsatz, deren Antrieb meist pneumatisch Elektro·Gas(EG)-Schweißen Fülldrahtelektrode 2,4 14,0
erfolgt und über eine entsprechende Steuerung eine Schlagzahl von 60 bis 300 Schlägen pro Minute Elektro·Schlacke(ES)-Schweißen Drahtelektrode 3 12,0
ermöglicht. 4 14,0
Anmerkung folgende Seite
Spanabhebende Formgebung wird im Stahlbau nur noch für wenige bestimmte Anwendungsbereiche
eingesetzt, nachdem die Sägeanlagen eine Schnittgüte und Winkligkeit gewährleisten, die einem gefrä- Bild 19.4-21 Abschmelzleistungen verschiedener Lichtbogenverfahren
42 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Fertigung 43
Anmerkung: Bild 19.4-21 wirtschaftlich abwickeln zu können. Für die Planung der Kapazitäten einer Stahlbauwerkstatt mittlerer
Die Abschmelzleistung der mechanisierten Verfahren kann gesteigert werden
Größe mit ca. 200000 produktiven Fertigungsstunden pro Jahr, bei einem Anteil von Profil- zu Blech-
beim Unter-Pulver- und MAG-Schweißen durch Zusatz von SChweißdraht, Stahlpulver oder Drahtkorn
2 oder 3 Drahtelektroden parallel, konstruktion zwischen 40 zu 60%'bis 60 zu 40%, gelten folgende Richtwerte: Bild 19.4-23.
beim Elektro-Gas- und Elektro-Schlacke-Schweißen durch 2 oder 3 Drahtelektroden parallel.
Fertigungsstelle Stunden pro Jahr %
Vorbehandlung (Entzundern + Beschichten) 4000
Bild 19.4-20 zeigt einen Schweißturm, an dessen Ausleger eine Unterpulverschweißanlage installiert
Ne Sägen/Bohren 5000 2,5
ist, der es ermöglicht, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Hohlkörpern, Rohren und Behältern
NCBrennen 5000 2,5
UP-Schweißungen auszuführen. UP-Anlagen gibt es auch als ortsbewegliche Anlagen, die auf dem
sonstige Einzelteilfertigung und mechanische Bearbeitung 26000 13
Werkstück selbst verfahren werden können. Die folgende Tabelle in Bild 19.4-21 gibt einen groben
Zusammenbau 70000 35
überblick über die Leistungsdaten der verschiedenen Schweißverfahren und -maschinen.
Schweißen 60000 30
Für den nach der Fertigung vorzunehmenden Korrosionsschutz werden Durchlaufanlagen eingesetzt,
Korrosionsschutz (Entzundern + Beschichten) 20000 IO
die im Prinzip denen für die Vorbehandlung entsprechen und nur in den Abmessungen von ca. 1 m + Signieren) 10000
Versand (Kollieren 5
Breite und 3 m Höhe abweichen. Die anschließend vorzunehmende Beschichtung muß dann jedoch
200000 JOO
wegen der großen Formenvielfalt der Teile von Hand mit Spritzpistolen, meist nach dem Airless-
Verfahren vorgenommen werden. Bei feingliedrigeren Teilen, wie Geländer u.ä., hat sich auch das Bild 19.4-23 Richtwerte für Kapazitäten der Fertigungsstellen
elektrostatische Spritzen bewährt. Der Einsatz teilautomatisierter Spritzanlagen ist nur bei einem
gleichbleibenden Serienprodukt möglich. Im Stahlbau werden als Arten der Entlohnung sowohl Zeitlohn als auch Leistungslohn verwendet.
Für die Durchführung von Strahl- und Beschichtungsarbeiten an Großteilen werden sogenannte Frei- Trotz der Schwierigkeit bei der VorgabezeitermittIung in der Einzelfertigung überwiegen die Leistungs-
strahlhallen verwendet, bei denen das von Hand mit Pistolen verarbeitete Strahlgut durch entspre- lohnsysteme und bei diesen wiederum der Prämienlohn, da eine detaillierte Akkordvorgabe kaum
chende Vorrichtungen im Boden der Halle aufgefangen und zur Wiederaufbereitung befördert wird. möglich ist und einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordert. Zu den grundlegenden Aufgaben
Eine Gummischürzenauskleidung der Halle sorgt für den Schutz der Hallenkonstruktion. Bei Strahl- einer Arbeitsvorbereitung gehören die Durchführung von Zeitaufnahmen der Arbeitsvorgänge, die
und Beschichtungsarbeiten sind bestimmte Grenzwerte von relativer Feuchte und Temperatur zu be- auch bei jedem verändertem Arbeitsablauf oder Einsatz von neuen Maschinen erforderlich sind>. Um
achten, die von den eingesetzten Stoffen abhängen. Aufgrund der Immissionsschutzregelungen sind Schwachstellen im Arbeitsablauf zu ermitteln, bedient man sich der Multimomentaufnahmen, wobei für
darüber hinaus Festlegungen für Absaugung und Luftwechsel sowie Entstaubung zu beachten. ausgewählte Punkte im Arbeitsprozeß in bestimmten Zeitintervallen der jeweilige Status von A-rbeits-
kraft, Maschinen und Werkstück festgehalten wird. Eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum
19.4.5 Planung und Steuerung und eine entsprechende Auswertung führt meist zu interessanten, auf andere Weise kaum feststellbaren
Erkenntnissen über den Arbeitsablauf, die Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen sein können.
Werksanlage, Maschinenausstattung und Bearbeitungsmöglichkeiten und -techniken sind die eine Vor- Die technische Bearbeitung durch das Konstruktionsbüro endet mit dem Erstellen der Stücklisten und
aussetzung für die fachgerechte Fertigung - Planung und Steuerung sind die andere Voraussetzung für Zeichnungen. Diese sind gleichzeitig Arbeitsunterlage für die Arbeitsvorbereitung und, mit deren
die wirtschaftliche und termingerechte Herstellung einer Stahlkonstruktion. Dabei werden unter Pla- Eintragungen und Unterlagen versehen, Steuerungsinstrument für den Auftragsablauf in der Fertigung.
nung alle diejenigen Aktivitäten zusammengefaßt, die sich mit der Zurverfügungstellung aller Einrich- Die Bearbeitung durch die Arbeitsvorbereitung umfaßt im wesentlichen drei Tätigkeiten. Die Ermittlung
tungen einer Werksanlage, der Festlegung der Fertigungsstellen im Materialfluß und deren Kapazitäten der Vorgabezeiten für die ~inzelnen Arbeitsvorgänge erfolgt anhand von Katalogen, die nach allgemei-
befassen. Die Steuerung dagegen umfaßt alle mit dem Durchlauf eines Auftrages durch die Fertigung nen REFA-RichtIinien firmen spezifisch erstellt sind. Dabei wird meist in die in Bild 19.2-7 dargestell-
zusammenhängenden Tätigkeiten. Bild 19.4-22 zeigt, wie unterschiedlich, je nach Produktespektrum ten Fertigungsvorgänge unterteilt, die dann wiederum in Fertigungsteilvorgänge untergliedert sind.
Alle ermittelten Werte und Angaben werden in einem Anhang zur Stückliste eingetragen sowie die
Auft ragsa rt en entsprechenden Lohnscheine ausgeschrieben. Für Maschinen, deren Geschwindigkeit vom Mitarpeiter
Fertigungsstellen % A, A, AJ A,
nicht direkt zu beeinflussen ist, werden Richtzeiten für die Maschinenbelegung ermittelt und der Lei-
stungsgrad für den Prämienlohn über die Nutzungsdauer mit Hilfe automatischer Schreiber errechnet.
Einzelleil-(vorl- Im zweiten Schritt werden die zu durchlaufenden Fertigungsstellen und die Folge der Arbeitsvorgänge
fertigung 20 20
30 festgelegt. Aus diesen Ermittlungen und Festlegungen ergibt sich die Belegung der einzelnen Ferti-
gungsstellen je Auftrag.
~
~
Ne-Sägen/Bohren 1
50 Zur Vorbereitung der Fertigung gehören weiter alle überlegungen, wie und auch ggf. mit welchen

I~
Hilfsmitteln die Herstellung der Konstruktion am wirtschaftlichsten durchgeführt werden kann. So

~
Zusammenbau 30 31
werden in der Arbeitsvorbereitung alle Vorrichtungen und Hilfskonstruktionen in enger Zusammenar-
beit mit den Fach- und Führungskräften des Betriebes entwickelt und konstruiert, wie sie auf den
Bildern 19.4-11 bis 13 dargestellt sind.
--.... 25 In Verbindung mit der Materialverwaltung wird geprüft, ob das für die jeweilige Zeichnung benötigte

~
15 Material vorhanden ist, da der Fertigungsbeginn einer Konstruktion - meist einer Zeichnung - nur
18
sinnvoll ist, wenn das dafür benötigte Material abrufbereit am Lager ist.
Schweißen 26
Damit beginnt dann die Steuerung des jeweiligen Auftrages, bzw. seiner Konstruktionseinheiten, nach-
dem ein Abgleich zwischen vorhandener Kapazität der Fertigungsstellen und der Belegung durch die zu
1/ ~ 15
fertigenden Aufträge (siehe auch Bild 19.4-23) die Realisierungsmöglichkeit aufzeigt. Die Reihenfolge
Passivierung 27
und die Terminierung bestimmt dabei der von der Montageabteilung zu erstellende Versandplan.
Verladen 23
20 20 über den Abruf und die Bereitstellung des Materials beginnt der Fertigungsprozeß, gesteuert von der
sonstige Bearbeitung
Bild 19.4-22 Auftragspezifische Belegung der Stückliste mit den Lohn- bzw. Arbeitsscheinen, .die die Art und den Umfang der auszuführenden
Fertigungsstellen Arbeiten der Fertigungsstelle angeben. Mit der Abarbeitung dieser Leistung und ihrer Fertigmeldung
bleibt der Überblick über den jeweiligen Leistungsstand erhalten, der meist in wöchentlichen Meister-
die Inanspruchnahme einzelner Fertigungsstellep durch verschiedene Aufträge sein kann. Um eine konferenzen abgestimmt wird.
möglichst hohe Auslastung aller Fertigungsstellen zu erreichen, muß einerseits das Produktespektrum In Zusammenarbeit mit der Versandabteilung werden entsprechend den Angaben des Versandplanes
nach Art und Auftragsgröße begrenzt, andererseits aber auch Planung und Steuerung flexibel gehand- die Transporte und Fahrzeuge disponiert und die entsprechenden Versandpapiere und ggf. KolIilisten
habt werden, um eine möglichst große Bandbreite der Anteile, z.B. von Profil- zu Blechkonstruktionen, erstellt.
j
44 Entwurfs planung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Montage 45
19.4.6 Prüfen und Abnahme Da diese Prüfungen keine Dokume ntation liefern, werden entsprech
Das Produkt Stahlkon struktion ist eingebun den in eine Vielzahl von end den Vorschriften für das
bauaufsichtlich eingefüh rten Nor- jeweilige Produkt hochbean spruchte Schweißnähte, vorwiegend im
men und anderen Regelung en, so daß sich neben deren Einhaltun g Zugbereich einer Durchstrahlungs-
nur drei Bereiche der eigenverant- prüfung (Röntgen oder Isotopen ) unterzog en, auf deren Filmen mögliche
wortlichen Kontrolle Prüfung und Abnahm e ergeben. Es sind dieses Schweißnahtfehler .identifi-
die Kontrolle auf geometn e- und ziert und durch Vergleich mit Beispielen aus entsprech enden Bewertun
zeichnungs gerechte Ausführu ng, der Technologie, insbeso.ndere ~er gskatalogen hmslchthch Ihrer
Schweiß technik und. des Korro- Güte klassifiziert und beurteilt werden. Für diese Durchstrahlungsp
sionsschutzes. Selbstverständlich sind im Vorfeld der FertIgung die rüfungen werden Prüfpläne vom
erforderh chen Matenale mgangs- Schweißfachingenieur angefertigt, wie Bild 19.4-24 zeigt.
kontrolle n unter Verwend ung der Werksbescheinigungen oder Werkszeu Der letzte Bereich der Prüfunge n und Abnahm en betrifft den
gnisse nach DIN 50049 vor- des Korrosionsschutzes, für dessen
zunehme n. Ausführu ng DIN 55928 mit ihren neun Teilen alle Einzelheiten regelt.
Die überprüf ung auf zeichnungsgerechte Fertigung beinhalte t u.a. Nach Ausführung der Stahlbau-
Kontroll en auf yollzä~ligkeit der bearbeitu ng ist auf eine einwandfreie Säuberun g der Bearbeitungsstelle
Teile, Richtigkeit der Anschlüsse nach Durchme sser und An~ahl der n zu achten, sofern keine Strahl-
Bohrung en sowie ~uf die ~aßhal­ entrostun g des fertig zusamme ngebaute n Teiles mehr erfolgt. Bei
tigkeit der Einzelteile, Bauteile und Konstruk tionen. Da?el werden Strahl- und Beschichtungsarbeiten
entsprech ende StIC?-, Dlag?nal - sind die Umgebungseinflüsse, die relative Feuchte und Tempera tur
und Kontrollmessungen ausgeführt und dokumen tiert. Bel zusamme zu kontrollieren, da diese Arbeiten
ngelegten Konstruk tlOnen,d le fur nur bis zu bestimmt e Grenzwe rten ausgeführt werden dürfen. Die
den Transpor t wieder getrennt werden, kennzeichnen Meßmark en Kontrolle beginnt mit der überprü-
oder Körnerm arkierung en die Soll- fung des Reinheits grades der Entrostu ng, dessen Grad von dem zum
Lage der Bauteile zueinand er. Einsatz kommend~n Beschich-,
.. . . .. tungsmaterial abhängt. Die mittlere Rauhtief e sollte mcht größer als
Prüfunge n und Abnahm en erstrecke n sich schwerpunktmaßlg . 40 flm betragen. Bel Emsatz von I
auf die. schwelßtechmsche Bearbeitu ng, Fertigungsbeschichtungen soll die Dicke 20 flm nicht übersteigen,
da ihre Technologie eine sehr genaue Beachtun g der schwelßtechmsche um eine einwandfreie Bearbeitu ng
n Regeln und Vorschnf ten beim Brennen und Schweißen zu gewährleisten, siehe auch DASt-Ri
erfordert und die Zuverlässigkeit und das Können des einzelnen chtlinie 006.
Schweißers die Güte entscheid end Schichtdickenmessungen und das Anlegen von Kontrollflächen beenden
beeinflussen. die Prüfungen des Korrosions-
schutzes, wenn man voraussetzt, daß die Verträglichkeit der Beschich
Grundlag e für diese Prüfunge n ist der Schweißplan bzw. die allgemein tungsmaterialien im Rahmen der
en Regeln für die Ausführu ng Planung des Korrosionsschutzes erfolgte.
von Schweißarbeiten.
Vor der Ausführu ng sind u.a. zu kontrolli eren:
• Nahtvorb ereitung, 19.5 Montage
• Zusamm enbauzus tand,
• Spalt breiten,
o Heftarbe iten, 19.5.1 Einleitung
.. ggf. Vorwärm temperat ur und
• Wahl und Einstellung der Schweißstromquellen sowie der Zusatzwe . . Die Montage umfaßt alle Vorgänge zur Errichtun g von Stahlbau konstruk
rkstoffe und, soweit erforderlich, tionen bzw. von Bauwerken
deren Vorwärmung. mit Stahlkon struktion am Aufstellungsort. Dabei wird die, überwieg
end bei Stahlbaufirmen anzutref-
fende Organisa tionsform (s. auch Abschn. 19.2) der funktionalen Gliederu
Während der Schweiß arbeiten ist u. a. ng mit selbständigen Berei-
chen für Konstruk tion, Fertigung und Montage den folgenden Ausführu
ngen zugrunde gelegt. Art und
• auf die Einhaltu ng der Schweißfolge, Größe des jeweiligen Bauwerk es und die Verhältnisse und Bedingun
gen am Montage ort lassen eine
• auf die Lage des Bauteiles, bezogen auf die Position der Schweißn allgemeingültige Abgrenz ung zwischen Werkstat tfertigun g und Montage
aht, .. nicht zu. So kann in einem Fall
• auf die Wärmefü hrung und ggf. den erforderl ichen Witterungsschutz eine weitgehend in der Werkstat t zusamme ngebaute Konstruk tion -
(Schutzgasschweißen nur In der zur Baustelle transportiert und mit
Halle oder mit entsprech endem Schutz) wenigen Kranhüb en montiert - wirtschaftlich sein, während die Baustelle
nverhältnisse in einem ande-
zu achten. ren Fall den Zusamm enbau der Einzel- und Bauteile auf der Baustelle
erfordern. Dabei sind stets die
Nach Ausführu ng der Schweißarbeiten erstreckt sich die Kontrolle durch Möglichkeiten der Fertigung sstätte in bezug auf Krankapa zität, Hallenab
Augenschein auf: messungen und Transpor t zur
Baustelle zu beachten . Immer jedoch sollte eine frühzeitige Untersuc
hung, unter Berücksichtigung der
o die Schweißnahtdicken, Paramete r, Fertigungs- und Transpor tkosten sowie Kraneinsatzzeiten 11
• die Abbindu ng der Schweiß nahtende n, und Montagestundenverbrauch
angestellt werden, um bereits während der technischen Bearbeit ung
die notwendigen Festlegungen für
• die Säuberun g von Schlacke und Werkstat t- und Montage anteil und -arbeit treffen zu können.
• mögliche Rißbildungen. Da die auf der Baustelle eingesetzte Stahlbau technik im wesentlic
hen der der in der Fertigung ange-
wandten Technik entspricht und in ihren Grundlag en in Band
Diese Prüfung kann erforderlichenfalls durch die Anwendu ng des Farbeind 1 behandelt wird, können sich die 11

1
ringverfa hrens, des Magnet- Ausführu ngen des Abschnit tes "Montag etechnik " auf die Behandlu
pulverve rfahrens oder des Ultrascha llverfahr ens ausgedeh nt werden. ng von Montageprinzipien und
-methode n, die eingesetzten Montage geräte, Krane und Hilfskonstruktion
en beschränken. Dabei wird
besonders auf Fragen der Wirtschaftlichkeit und des montagefreundlich

~;.~~~se."o
9 en Konstruierens eingegangen.
Die Montage steht am Ende der Stahlbau produkti on und wird dadurch
zwangsläufig mit der Summe der
Fehler bzw. Änderun gen aus Konstruk tion und Fertigung konfront iert
ST.B11r rOST B13r ST B15r1 und hat zudem meistens auch die
kürzesten Termine zur Verfügung. Außerde m treten während der
ST 011":U 1
ST. c11r ST C13r
ST 013,.
ST C15r
ST 015r
wieder Bauzustä nde und Belastun gen auf, die von den endgültig
einzelnen Montagephasen immer
en Werten des fertigen Bauwerkes
völlig abweichen. Auch unter Berücksichtigung der Schwierigkeit, erstes
Li I)I M I}I l(I r "'''"-, wo Schutzm aßnahme n nur in geringem Umfang möglich sind, zeigt
zes und der Unfallve rhütung, so daß diesen Fragen ein eigener Unterabs
Da der Stahlbau nur ein Bindeglied bei der Errichtun g von Bauvorh
Gewerk über der Erde zu sein,
sich die Bedeutun g des Unfallschut-
chnitt gewidmet ist. 11
ST. B12r ST. B14r ST. B 16r aben zwischen den Fundame nten
ST. C12r der Gründun g und den Gewerke n des raumabsc hließend en Rohbaue
ST. C14r ST. C16r s und des Ausbaue s darstellt,
ST.012r ST.014,. ST.016r kommt den Kontrolle n und Abnahm en vor Beginn urid zum Abschluß
der Stahlbaumontage große
Bedeutun g zu, so daß mit diesem Unterabs chnitt das Kapitel Montage
Schnitt A-A abgeschlossen wird. 11
UG. B6r UG. B7 r UG. BBr OT:f"h';, .
UG.C6r UG. C7,. UG. CB!" / "B ,,,C , 19.5.2 Organisatorische und administrative Aufgaben
l
9
UG.06r UG. 07 r UG.OBr
I /I---lnw ll -/-11
----;jlr B·Stöße Bild 19.4-24 Ausschni tt aus einem
Organisation und Gliederu ng einer Montage abteilung werden im
wesentlichen von den Aufgaben
bestimmt, die bei der vorausge setzten und in Deutschl and meist anzutreff
Röntgenp rüfplan enden Struktur der Stahlbau- 111
unterneh men eine weitgehe nde Selbständ igkeit verlangt. Sie setzt zwar
die Einbindung in das Gesamt-
J
46 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Montage 47

unternehmen und den guten Informationsaustausch besonders mit der Konstruktion und der Fertigung Raum ein, da für eine erfolgreiche Montage die Erfassung aller Randbedingungen und die Festlegung
voraus, ist jedoch in Montagetechnik und Montageablauf überwiegend unabhängig. Dabei wird von aller Aktivitäten von entscheidender Bedeutung ist. Außer den aufgezeigten Aufgaben wird die Monta-
einer Gliederung der Montageabteilung nach Bild 19.5-1 ausgegangen, die den dort zu erledigenden gearbeitsvorbereitung auch in die Angebotskalkulation eingeschaltet. Sie bearbeitet reine Montagean-
Aufgaben entspricht. Zum besseren Verständnis dieser Gliederung und der wichtigsten Tätigkeiten gebote meist selbständig. Im folgenden werden zu den Einzelaufgaben jeweils kurze Erläuterungen
innerhalb der Montage soll das Ablaufschema nach Bild 19.5-2 dienen, welches für die Abwicklung der gegeben, die einerseits den Zusammenhang mit anderen Aufgaben aufzeigen und andererseits Inhalt
Montage eines normalen Stahlhochbaues gilt. und Umfang deutlich machen.
• Baustellensituation:
Vor Beginn aller Planungsarbeiten ist die Erfassung des Baustellenzustandes erforderlich, um die sich
aus der Örtlichkeit ergebenden Randbedingungen zu erfassen, die Abhängigkeiten von den vorlaufen-
den Arbeiten festzustellen und Einzelheiten über Zufahrten, Energieversorgung, Personalunterbrin-
Bild 19.5-1 Aufbauorganisation einer Montageabteilung gung zu ermitteln. Außerdem ist in Abstimmung mit dem Bauherrn und den Baufirmen die Baufort-
schrittsrichtung festzulegen (siehe DSTV-Arbeitshilfe 5.2, Baustellen).
Hauptaufgaben Einzelaufgaben .. Randbedingungen:
Information vor Ort Situation/Zustand In einer mit allen Beteiligten der Stahlbaufirma aus Konstruktion, Fertigung, Qualitätsstelle, Material-
Zufahrten
wirtschaft und Transport vorgenommenen Startinformation sind alle vertraglichen und technischen
Energieversorgung Randbedingungen zu fixieren und ihre Auswirkungen auf die einzelnen Produktionsbereiche des Un-
Baufortschrittsrichtung
ternehmens zu überprüfen.
Information aller Beteiligten vertragliche und technische Randbedingungen • Termine:
Rahmenterrnin Aufgrund der vorgegebenen Rahmentermine sind die für die einzelnen Produktionsbereiche zur Verfü-
Bauabschnitte/-gruppen gung stehenden Einzeltermine unter Berücksichtigung von Materiallieferzeiten und Fertigungs- und
Stückgewichte - Transport Montagezeiten zu fixieren.
Einsatzpläne Personaleinsatzplan .. Bauabschnitte:
Geräteeinsatzplan Es ist die zu wählende Unterteilung in Bauabschnitte bzw. Baugruppen festzulegen, um diese Struk-
Hubfolgeplan turierung des Auftrages bereits in der technischen Bearbeitung und Materialbestellung einfließen zu
Geräteliste lassen.
Terminpläne Montageterminplan • Stückgewichte:
Versand/Abrufplan Aufgrund der gegebenen Transport- und Montagebedingungen sind erste überlegungen über Stückge-
Stundenvorgabe wichte und Bauteilabmessungen sowie Transportmöglichkeiten zu erörtern und ggf. festzulegen, unter
Situationspläne Baustelleneinrichtungsplan Abwägung von Fertigungs-, Transport- und Montagekosten.
Einlagerungsplan
Auf der Grundlage dieser getroffenen Festlegungen können von der Montagearbeitsvorbereitung fol-
Großgeräteaufstellung
gende Unterlagen erarbeitet werden.
Elektro
Konstruktionspläne Montagehilfskonstruktion in der Konstruktion • Personaleinsatzplan:
Hilfsgerüste Aufgrund des vorgesehenen Bauablaufes in Abhängigkeit vom Geräteeinsatz wird der vorgesehene
Verschubbahn Personaleinsatz gegliedert nach der Anzahl der eigenen und fremden Mitarbeiter, ggf. gegliedert nach
Anschlagvorrichtungen Schlossern und Schweißern in einem Plan über die Zeitachse aufgetragen, siehe Bild 19.2-11. Der so
Begehungen graphisch dargestellte Personaleinsatz kann dann in einer kalenderbezogenen Tabelle mit wochweiser
Beschreibungen
Stundenvorgabe festgehalten werden, um für die Kostenkontrolle eine wochweise Gegenüberstellung
Montagebaubetrieb
der Soll- und Ist-Werte zu ermöglichen (Bild 19.5-3).
Montageanwendung UVV
Prüf- und Kontrollpläne Schweißplan .. Geräteeinsatzplan:
Vermessungsplan Aufgrund der technischen und terminlichen Randbedingungen und der am Markt vorhandenen Hubge-
Vertragsabschlüsse Subunternehmer - Argeverträge
räte (ggf. auch der eigenen Hubgeräte) wird ein Geräteeinsatzplan erstellt, der die exakte Dauer des
Geräteeinsatzes erfaßt und gleichzeitig damit das Gerätebudget fixiert. Zur Vereinfachung der Abrech-
Baustellenführung Einarbeitung in Unterlagen nung bei Arbeitsgemeinschaften wird auf das Montagegerätebuch, Ausgabe 1971 verwiesen [7].
Einweisung in Baustelle
Aktenführung auf der Baustelle / im Montagebüro
• Hubfolgeplan:
Um den Großgeräteeinsatz bei einer Schwerteilmontage, wie sie z. B. bei einem Kesselgerüst für Kohle-
Berichterstattung Tagesberichte - Wochenberichte kraf~werke der Fall ist, genau fixieren zu können, empfiehlt sich die Aufstellung eines Hubfolgeplanes,
Fehlermeldungen der Im Detail Art und Umfang der zu hebenden Teile mit Gewichtsangaben und Abmessungen sowie
Abrechnung Mitkalkulation/Stundenvorgabe zeitlicher Zuordnung enthält (Bild 19.5-4).
Schichtenzeuel
Baukasse
• Geräteliste:
Budgetüberwachung Subunternehmer, Tagelohn
über die Disponierung des Großgerätes hinaus ist die Disposition des gesamten anderen Montagegerä-
tes erforderlich, die zweckmäßigerweise in Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Baustellenleiter an-
Bild 19.5-2 Ablaufschema Montage hand von Gerätelisten erarbeitet wird (Bild 19.5-5).
• Montageterminplan:
19.5.2.1 Montageplanung In Abstimmung auf den Gesamtterminplan und unter Berücksichtigung der Fertigungstermine ist ein
Nur bei einer ständig im Werk anwesenden Montageplanung lassen sich die Belange der Montage zu Montageterminplan zu erstellen, der so detailliert ist, daß daraus die Montagefolge und die zeitliche
Beginn der technischen Bearbeitung ausreichend berücksichtigen. Z.uordnung d.e~ M~ntageschritte, unterteilt nach Bauabschnitten oder Baugruppen hervorgeht. In Ver-
In dem Ablaufschema Montage nehmen die Tätigkeiten der Montagearbeitsvorbereitung den größten bmdung damit Ist die Stundenvorgabe (s. Personaleinsatzplan) zu kontrollieren.

j
48 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Montage 49
Hontage-Vorgabestunuon Daustolle Stand: 10, v, R/I
....................... Besteller: VKW DiJsse!dor( 'Seile 4- T 25" Dalum:
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mit Zubehör
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Autogen·Werkzeug
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Anreißwerkzeug
~
TheodoHt Nr.~
r- /0 SlalivNr. _ _ _
~
~~cllarbeiten
===
Aulogenausstattung mit Zubehör Slellsichtprisma Nr. _ _ _
Brenner1<asten komplett Nivellierinstrument Nr. _ _ _
n Ottenbach i' Schneidbrenner mit Zubehör
Brennerwagen
Schrottbrenner 800 lang
StatIV Nr. _ _ _
Winkelprisma Nr. _ _ _
Nivellier·Latle3m
Nlvellier-Zollstock 2 m ===
===
Bild 19.5-3 Stundenvorgabe - Baustelle
A
/I
mit Zubehör
Fugenhobel gerade m. Zubehör
Fugenhobel gebogen m. Zubehör
"
Haltmagnet mit Meßlatte
Bandmaß 2S m Je
BandmaBSOm
ZoIJstöcke2m ===
===
Bild 19.5-5 Geräteliste - Anforderung
~I
50 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Montage 51
• Versand-IAbrufplan: . . . . auszugehen hat, zu enthalten und legt die bei der Errichtung des Bauwerkes erforderlichen Kontroll-
Als detaillierteste terminliche und sachlIche UnterglIederung gIlt der Versand- oder Abrufplan, der dIe messungen und Abschlußmessungen für die Abnahme fest.
benötigten Konstruktionsteile zeichnungsweise mit den wichtigsten Abmessungen und Gewichten ent- • Subunternehmer:
hält und neben der Reihenfolge eine, auf den Tag fIxIerte Aniieferung an der Baustelle enthalt, ggf.
Die Montageplanung wirkt, soweit erforderlich, an den Vergaben an Subunternehmer des Montagebe-
ergänzt um Reihenfolge und Richtung der Teile. reiches, wie Kranfirmen, Montagefirmen usw., mit und ggf. auch im Hinblick auf die arbeitsmäßige
• Baustelleneinrichtungsplan: . . Verzahnung bei Vergaben von über den Stahlbau hinausgehenden Leistungen des Komplettbaues.
Dieser Plan ist eine Zusammenfassung aller für die Örtlichkeit auf der Baustelle wichtigen InformatIO- • Arbeitsgemeinschaftsvertrag:
nen in Verbindung mit den für die Stahlbaumontage zu treffend~n Vorkehru~ge.n zur Unterbri?gung
Die Montageplanung wirkt ebenfalls beim Abschluß von Montageverträgen bei Arbeitsgemeinschaften,
der Mitarbeiter (Tagesunterkünfte), zur Versorgung der MItarbeIter (SamtarelOnchtungen) sowIe den
entweder mit anderen Stahlbaufinnen oder mit Firmen der Bauindustrie und anderer Gewerke mit, um
für die Versorgung der Baustelle erforderlichen Elektroinstallationen. Ggf. wird zu diesem Plan ein
die notwendige Verzahnung der Arbeiten bei der Vertragsgestaltung sicherzustellen.
gesonderter Elektroplan erstellt.
• Signierung:
• Einlagerungsplan: . . . Als Ergebnis der durchgeführten Planungen hat sich eine sprechende Signierung der Bauteile, die der
Da die Fertigung im allgemeinen länger dauert als. dl~ Montage w~rden P~ffer zWIschen FertIgung und
Strukturierung der Montageeinheiten und der Montagefolge entspricht, bewährt, für die die entspre-
Montage benötigt. Bei entsprechenden Platzve~haltmssen s?llte ~Iese ZWlschenlager~ng a.uf ~er Bau- chenden Festlegungen zwischen Montage und Fertigung getroffen werden müssen.
stelle erfolgen. Aufgrund unterschiedlicher ReIhenfolge bel FertIgung und Montage Ist fur ~lOen sol-
chen Fall ein Einlagerungsplan zu erstellen, der den montagegerechten Abruf der TeIle ermoglIcht. Diese Darstellung enthält die wesentlichsten Aufgaben und Tätigkeiten einer Montagearbeitsvorberei-
tung des allgemeinen Stahlbaues, die natürlich für andere Gebiete, wie den Brückenbau, Mastbau,
• Großgeräteaufstellungsplan: . Tankbau, der produktspezifischen Ergänzung bedarf.
Aufgrund der sehr großen Abmessungen der heutigen Hubger~te ist es meist erforderlich: einen eIge-
nen Großgeräteaufstellungsplan zu erstellen, um mcht nur dIe fur dIe Aufstellung der Gerate erforder-
lichen Voraussetzungen, z.B. zum Auslegen des Auslegers, zu ermitteln, sondern auch die für die 1~.5.2.2 Einsatzleitung für Personal und Gerät
Abpratzung erforderlichen Fundamente festzulegen.
Die Montagearbeitsvorbereitung führt die Planung noch weitgehend objektbezogen ohne feste Termin-
• Hilfskonstruktionen: . . . .. .. . . zuordnung und ohne Abgleich verschiedener Baustellenabläufe untereinander durch. Mit der über-
Hierunter sind sowohl Konstruktionen zu verstehen, dIe zeItweIse 10 dIe endgultIge KonstruktIOn zur
nahme des Objektes durch einen Montageinspektor und/oder Baustellenleiter erfolgt der aktuelle
Stabilisierung eingebaut werden und von der Montagearbeitsvorbereitung konstruiert wer~en, als auch
Bezug zur Ausführung und die Zuordnung zu festen Terminen. Der sich daraus ergebende, zeitlich
Hilfsgerüste und -konstruktionen, die für eine zeitweise. Abstützung der KonstruktIOn benotlgt werden.
fixierte Einsatz von Personal und Gerät muß durch die Einsatzleitung mit den jeweils gleichzeitig
Die dafür erforderlichen Berechnungen und KonstruktIOnszeIchnungen - auch unter Verwendung von
laufenden Montageobjekten abgeglichen werden, unter Berücksichtigung vorhandener eigener Mög-
Normteilen - sind von der Montageplanung zu erstellen. lichkeiten und Kapazitäten.
• Verschubbahn: Dabei wird angestrebt, daß das eigene Personal entsprechend seiner Qualifikation und Eignung, unter
Da Konstruktionen häufig nicht in der endgültigen Lage montiert werden können, sind entsprechende Berücksichtigung des Zusammenhaltes der Kolonnen und Richtmeister ununterbrochen im Einsatz ist
Verschubkonstruktionen zu schaffen, für die die notwendigen technischen Unterlagen in der Montage- und Spitzen durch Zeitarbeitskräfte abgedeckt werden. Bei besonders großen Schwankungen im Perso-
A Verstellt werden. nalbedarf besteht die Möglichkeit, durch Abschluß von Werkverträgen in sich geschlossene Leistungen
• Anschlagvorrichtungen: ... .. komplett an Subunternehmer zu vergeben, was nach gegenwärtiger Rechtslage die anzustrebende Lö-
Möglichst frühzeitig sind mit dem Technischen Büro die für den !ransport un~ fur .dIe !fubvorgange sung darstellt.
notwendigen Anschlagvorrichtungen an der KonstruktIOn abzustImmen, um dIese 10 dIe Hauptkon- Um das Ziel eines wirtschaftlichen Personaleinsatzes mit geringen Wechsel- und Reisezeiten zuerrei-
struktion integrieren zu können. chen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• Begehungen (Arbeitswege): . . .. • Exakte Planung des Personalbedarfes nach Anzahl, Qualifikation und Einsatzdauer,
Ähnliches gilt für die, für die Montage erforderlichen Begehungen, wIe LeItern, Laufstege, Buhnen • laufende Kontrolle des Arbeitsprogrammes, unter Berücksichtigung aller eingetretenen Störungen
usw. Diese sollten so frühzeitig geplant werden, daß die entsprechenden Befestigungspunkte Im Rah- und Veränderungen und der sich daraus ergebenden Personalveränderungen,
men der Hauptkonstruktion mit bearbeitet werden können. • Wochenanfangsmeldung über Personalstand aller Baustellen zur Berücksichtigung von Ausfällen
• Standsicherheitsnachweise von Montagezuständen: durch Krankheit und sonstige Anlässe,
Für alle während der Montage auftretenden Bauzustände, die nicht durch die endgültige statische • Vornahme einer exakten Urlaubsplanung,
Berechnung erfaßt werden, sind entsprechende Nachweise zu führen. • regelmäßiger Kontakt zu Subunternehmern mit genauer Kenntnis von deren Leistungsfähigkeit.

• Montagebeschreibung: . . . Für den Geräteeinsatz gilt sinngemäß das gleiche. Um den optimalen Einsatz der Geräte zu erreichen,
Ergänzend zu den einzelnen Plänen und Zeichnungen soll d!e ~ontagebeschrelbu~g alle ~lchtIgen muß der Geräteeinsatz unabhängig von der Gesamtmontagezeit bedarfsbezogen nach Dauer und An-
Angaben enthalten, die für den Ablauf der Montage erforderlIch slOd und Im wesentlIchen dIe Ergeb- zahl der einzelnen Geräte erfolgen (z. B. Schweißmaschineneinsatz erst mit Beginn der Schweißarbeiten
nisse aller Arbeitsvorbereitungsarbeiten und technischen überlegungen zum Inhalt hat. Außerdem soll in der nächsten Baustellenwoche). Dabei muß außerdem die regelmäßige Wartung und vorbeugende
sie den Extrakt der für die Montage wichtigen Vertragsbedingungen, technischen Bedingungen aus Instandhaltung mit eingeplant werden, da Montagegeräte einer sehr harten Beanspruchung ausgesetzt
Konstruktion, Fertigung und Kontrolle enthalten. Dabei sind eventuell in den Werksnormen des Au~­ sind.
traggebers getroffenen Festlegungen einzubeziehen. Einen Extrakt dieser Beschr~.ibung enthäl~ dIe Um den eigenen Gerätebestand bei Bedarf durch Anmietung ergänzen zu können, muß die Einsatzlei-
Montageanweisung, die entsprechend den gesetzlichen Regelungen der Unfallverhutungsvorschnften tung über gute Kenntnisse der entsprechenden Fachfirmen verfügen. Dabei führt längerfristiges Dispo-
für die Berufsgenossenschaft zu erstellen ist. nieren von anzumietendem Gerät immer zu besseren Konditionen. Großgeräte, insbesondere große
Autokrane, müssen bereits kurz nach Auftragshereinnahme vordisponiert werden, da die Anzahl ver-
• Schweißplan: fügbarer Geräte am Markt begrenzt ist. Eigene Autokrane sind bei Stahlbaufirmen heute nur noch in
Vergleichbar mit den Schweißplänen im Fertigungsbereich kann es erforde~lich sein, auch f~r d~n ~all geringer Zahl mit geringerer Tragfähigkeit vorhanden, da die Fremdanmietung eine wirtschaftlichere
der Montageschweißung einen Schweißplan zu erstellen, der die notwendIgen Angaben fur dIe elO- Lösung darstellt. Dagegen nimmt die Zahl der firmeneigenen schweren Hochbaukrane zu.
wandfreie Durchführung der Schweißarbeiten enthält, und zwar unter Berücksichtigung der besonderen über die aufgezeigten Aufgaben bei Beginn einer Baustelle hinaus ist die Einsatzleitung der Montage
Montageumstände . während der gesamten Montagezeit Drehscheibe für alle Informationen zwischen den Baustellen und
• Vermessungsplan: dem Werk, sowohl für den Montagebereich als auch für Fragen, die die Fertigung und das technische
Dieser Plan hat im allgemeinen die vermessungstechnischen Voraussetzungen, von denen der Stahlbau Büro betreffen. Zur Unterstützung der Baustellenführung muß von der Einsatzleitung außerdem der
52 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Montageabteilung
Montage 53
,-
Subunternehmereinsatz überwacht und die gesamte Baustellenabrechnung (s. Unterabschnitt 19.5.2.5)
stahlbau Verteiler
aufbereitet und für das Rechnungswesen mit den notwendigen ergänzenden Informationen versehen Montagewochenbericht
werden. z. E. z. K. Geseh.

19.5.2.3 Baustellenführung (Steuerung)


I M
Ud.-Nr. " Wochen-Nr.: 33 Jahr: Iq.r'7 T8/TH
Die Verantwortung für die Baustellenführung wird einem Montageinspektor bzw. -ingenieur übertra- T
bis: /lS", ~, GLIT
gen, der damit alle von der Montageplanung geleisteten Vorarbeiten übernimmt. Bei kleineren Baustel-
q . .f .
len nimmt er diese Aufgabe vom Werk aus wahr, während er bei Großbaustellen als Bauleiter vor Ort
tätig wird. Die eigentliche Aufgabe als Baustellenleiter für die Stahlbaumontage wird im allgemeinen
Für die Zeit vom:

Auftrags-Nr.: l( 11 O/~
Tel.-Nr. 01/1 / lJ'S'1f'j- RM

einem Richtmeister übertragen, der gleichzeitig auch der Disziplinarvorgesetzte für alle auf der Bau-
stelle für den Stahlbau tätigen Mitarbeiter ist. Bei kleinen Baustellen kann diese Aufgabe auch einem
Auftrag: OP.J) - J1,,;. fl rf~f I /Ve-... ba;: ?!f(,
Monteur übertragen werden. Diesen Personen werden auch, entsprechend § 775 der Reichsversiche- Vorkalk.
J~ Montagebeginn: ./.-'7. G. ~'7 Endtermin:
Gesamtgew.: I
rungsordnung, die Pflichten des Unternehmers übertragen.
Montageingenieur und Richtmeister arbeiten sich in die von der Arbeitsvorbereitung erstellte Planung Monlagesld.!1 Gesamt: Aulokran-Budget:
ein und vervollständigen diese um alle sich aus der aktuellen Information des Baustellenbeginns erge- Fa.Al I Fa.B Fa. A I Fa. B Fa. A I Fa.B Fa.lI J Fa.B
benden Informationen. Dazu gehören u.a. die feste Terminzuordnungen bei allen Terminplänen und
Stalus FOhrungskräfte Schlosser Schweisser Fremdpersonal Gesamt
Versandunterlagen. Von der Baustellenführung sind außerdem die Voraussetzungen zu überprüfen, zu
schaffen, bzw. zu veranlassen, damit die Montage entsprechend der Planung ablaufen kann. Dazu Bestand Ende
der Woche /l 34- .).\
gehören im wesentlichen folgende Aktivitäten: I I I I
Fa A Fa B KONSTRUKTION Pa A Fa B
• Überprüfung aller von der Montageplanung angenommenen Randbedingungen und Voraussetzun-
gen entsprechend Unterabschnitt 19.5.2.1,
• Überprüfung, ggf. Korrektur der von der Montageplanung vorgelegten Ablaufplanung mit den aktu-
Anlieferung bis Ende
Vorwoche 17.>..'-' L<tO ~ 'f/l .J, /11
Montiertes Gewicht bis
Ende der Vorwoche n_t- 2.)0
Anlieferung in der Montiertes Gewicht in
ellen Informationen kurz vor Baustellenbezug,
• Überprüfung aller örtlichen Voraussetzungen auf der Baustelle entsprechend den bei der Planung Berichtswoche <-&& ,J)O - der Berichtswoche ?2.. ~ 'I/?
angenommenen Situationen, insbesondere hinsichtlich Baustelleneinrichtung, Kranstandplätze und
Zufahrten, SUMME o,q2-, 1~--V 0'1-/1, )-1/1 SUMME ln- MB
• Überprüfung aller durch andere Gewerke zu erbringenden Vorleistungen, wie z.B. Fundamente, Stundenverbrauch Vorgabe FestpreiS FestpreiS Tagelohn Autokran
Treppenhauskerne usw. Summe Fa_A Fa.B Ji ,1o-t 'ur..
Nach Beginn der Montagearbeiten besteht die Aufgabe der Baustellen1eitung aus zwei Komplexen: der Bis Ende der
technischen und der organisatorischen Abwicklung. Vorwoche r-O~) ".{ .)2-3,1'2- '+2- z..O~- GO.
Für die technische Abwicklung gilt es, so viel wie möglich von der Montageplanung zu realisieren, um In der
nur noch so wenig wie möglich improvisieren zu müssen. Dabei soll die Planung der Baustellenführung Berichtswoche ./ltf'b .12- </(; :;/1 ./1
einen Freiraum belassen, um die Abwicklung den jeweiligen Gegebenheiten auf der Baustelle möglichst
~)f ~
Bis Ende der
optimal anpassen zu können. .. .. . Berichtswoche {P 11f 3 f{ J?a> 2-rJ, 2.4
Bei Abweichungen von den Vorgaben der Montageplanung 1st Immer Rucksprache mit der Montag~ar­ yz-
beitsvorbereitung und dem technischen Büro zu nehmen, um von der Montage vor Ort eventuell DIcht
Besuche: flt1A-~ .f (1/, 4. /(, ).
übersehbare Bauzustände erkennen und überprüfen zu können. -(:. /"kY's, lA...,...,'f ~OI-t.J~kH()L<... L....t Io,c{ t·'v' ,
Für den Bereich der organisatorischen Abwicklung ist das enge Zusammenwirken von Montageinspek- - ~

tor und Baustellenleiter unerläßlich. Zu dieser Abwicklung gehören im wesentlichen: 7

• Meldung an die Berufsgenossenschaft zur Eröffnung der Baustelle, Bild 19.5-6 Beispiel eines Montagewochenberichtes
• eine fachgerechte, sich auf das Wesentliche beschränkende Berichterstattung,
• ein wöchentlicher Soll/Ist-Vergleich der Termine, Stunden und Kosten, unter Berücksichtigung des
Baufortschrittes (Bild 19.5-6), 19.5.2.4 Montagegerätelager
• die Aufschreibung von Änderungen und bauseitigen Forderungen für die Anmeldung von Nachträ- Im Montagegerätelager sind alle eigenen Montagegeräte getrennt von denen der Fertigung zusammen-
gen bzw. eine durch den Bauherrn gegenzuzeichnende Tagelohnaufschreibung, gefaßt, bei großen Stahlbauunternehmen auch getrennt nach Produktgruppen, da z.B. der Großbrük-
• die Aufschreibung von Fehlern zum Aufzeigen von Schwachstellen der Fertigung, der Konstruktion kenbau sehr viele Spezialgeräte erfordert, welche für andere Montagen nicht einsetzbar sind. Entschei-
oder der Montage, mit der Möglichkeit zur Berücksichtigung und künftigen Vermeidung, dend für eine wirtschaftliche und schnelle Führung eines Montagegerätelagers sind:
• Stundenaufschreibung und Auslösungsabrechnung über Schichtzettel,
• eine geordnete Baukassenführung, • Eine stets aktualisierte Bestandsführung,
• eine exakte Geräteabrechnung (Anforderung, Rückversand, Reparatur). • eine Gerätekartei, die jederzeit Auskunft über den Standort (Baustelle) der Geräte gibt, mit den
notwendigen Angaben über Versand, Rückversand und Weiterleitung (Bild 19.5-7),
Der die Firma gegenüber dem Auftraggeber vertretende Baustellenleiter und auch der Montageinspek- • eine Stammdatei der Geräte, aus der die technischen Daten und erfolgten Wartungen und Reparatu-
tor sollen mit den entsprechenden Stellen und Beauftragten des Auftraggebers vertrauensvoll zusam- ren hervorgehen.
menarbeiten. Sie haben die Kontrollen und Abrechnungen vorzubereiten und durchzuführen. In einem Das Montagelager muß über einen Grundbestand von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien verfü-
Abnahmeprotokoll wird die ordnungsgemäße Übergabe der Leistung und eventuell noch zu beseiti- gen, um unverzüglich die Baustellen damit versorgen zu können. Ergänzt wird diese Bestandsführung
gende Mängel bescheinigt. Eine Fertigmeldung an das Werk enthält dann zusammengefaßt alle für die durch Rahmenverträge mit entsprechenden Zulieferfirmen, bei denen sowohl das Montagelager als
Nachkalkulation wichtigen Daten. auch die Baustelle nach Bedarf Lieferungen abrufen können.
Abhängig von der Größenordnung der Montageabteilung können die Geräte entweder in einer mon ta-
geeigenen Werkstatt gewartet und repariert werden oder, wie bei mittelgroßen Betrieben üblich, in
einer für Werk und Montage zentral geführten Reparaturwerkstatt.
54 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Montage 55

I nvento r- Karte Hochbau/Industriebau und Brückenbau angesprochen, da die dabei eingesetzten Prinzipien und Geräte
als repräsentativ für den allgemeinen Stahlbau gelten können und auf die für Sondergebiete zusätzlich
Inventar·Nr.: Alte·Nr., Benennung: Kennzahlen/Typ; erforderlichen Montageeinrichtungen in den Kapiteln 22-41 eingegangen wird.
2292 Winkelschleifer Msf 665d 19.5.3.1 Stahlbau technik auf der Montage
Fabr.-Nr. 184573
220 V, 1650 W, 7, 8 A Ziel einer Optimierung zwischen Konstruktion, Fertigung und Montage ist es, den Montageanteil so zu
Hersteller: Fein Baujahr I
1927 8500 U/min gestalten, daß er technisch einfach handhabbar, eine geringe Fehlerquelle bietet und in einer möglichst
liefeT-Dat.1 178 '/! kurzen Zeit abzuwickeln ist - wobei Größe und Gewicht der Einzelteile von den eingesetzten Hubgerä-
lieferant:
Gorant. bis I
ten bestimmt werden. Dazu werden als Verbindungsmittel im Hochbau fast ausschließlich Schrauben
Ansm.-Wen.
der verschiedensten Arten und im Brückenbau - je nach Typ der Brücke - Schweißnähte und Schrau-
Zubehör:
ben anteilig eingesetzt. Nietverbindungen werden heute nur noch in Sonderfällen angewandt.
Miete/Togl
Um die vorgeschriebene Soll-Form einer Konstruktion des schweren Hochbaues und des Brückenbaues
Ausgabe.Datu m
Aus-
leihe
Repo-
rotur
Wor-
tung Abteilung. Norne Rückgabe-Datum Bemerkungen möglichst exakt zu erreichen, werden die Konstruktionen oder große Teile davon in Abschnitten in der
Werkstatt ausgelegt und die Verbindungen dabei der Sollform exakt angepaßt, z.B. durch Aufreiben
·18. 10. ")7- )( t,i,.,o/rtvv 1&,?- . f; der kleiner vorgebohrten Löcher der Einzelteile im zusammengebauten, geometrisch richtigen Zustand
q, )f mittels Reibahlen auf den Solldurchmesser, um für die einzuziehenden Paßschrauben die nötige Pas-
,1 (p, )( If 00 l eJ Y u.. S Co!. <-, Jq7 sung zu erreichen. Bei großen Brückenbauwerken und schwierigen Hochbaukonstruktionen, wie Kraft-
'1. -3. ) q )( E - vi..(erkHaft 41;,~, )9 werksgerüsten, müssen diese Arbeiten z. T. auch auf der Baustelle ausgeführt werden. Dazu ist dann der
Aufbau einer entsprechenden Zulage vor Ort erforderlich.
1v, <., )ct I<. !lo%re ... s. (,!. if. J?O Bei der Anwendung von Schweißverfahren muß auf die atmosphärische Beeinflussung geachtet werden,
'<,~, 4. J'o )( t - lrerklyaft 30. If. 6'0 insbesondere beim Einsatz von Schutzgasschweißungen. Zur Vermeidung des Auskreuzens der
/1<1, ~. Ra J\. r4 . . b~(rkc- It o"hsf o (6c.d,. Schweißnahtwurzel bzw. des Gegenschweißens oder Unterlegens von Plättchen hat sich das Keramik-
schweißen auf der Baustelle bewährt.
Abweichend von der Fertigung im Werk treten bei den Montagevorgängen immer wieder Tragsysteme
und Belastungen auf, die im fertigen Bauwerk nicht vorhanden sind. Daher müssen, entweder bereits
Bild 19.5-7 Beispiel einer Montagegeräteinventarkarte bei der Hauptberechnung oder im Rahmen der Montageplanung, detaillierte Berechnungen jedes
einzelnen möglichen Bauzustandes, sowohl für die Hauptkonstruktion als auch für die Hilfskonstruktio-
nen, vorgenommen werden. An dem in Bild 19.5-8 dargestellten Beispiel eines Freivorbaues wird
19.5.2.5 Baustellenabrechnung dieses besonders deutlich.
Wichtigster Faktor der Montagekosten sind die Lohnkosten, da, je nach Erzeugnis, 70 bis 90% Lohn-
.bzw. lohnabhängige Kosten sind. Daher kommt der Verfolgung der Lohnkosten bzw. der geleisteten
Stunden entscheidende Bedeutung zu. Bei dem laufend durchzuführenden Soll/Ist-Vergleich der Stun-
den (Bild 19.5-3) bei der Mitkalkulation, unter Berücksichtigung des Baufortschrittes, d.h. der er-
brachten Leistung in den Berichtszeiträumen, werden somit 70-90% der Kosten erfaßt. Die nächst-
wichtigen Kosten sind die Gerätekosten. Zur Verbesserung der Genauigkeit können deshalb auch
Großgeräte wie Autokrane und Hilfskonstruktionen budgetiert und in die Mitkalkulation einbezogen
werden.
Zur Erfassung der Gerätekosten wird auf das Montage-Gerätebuch (7) verwiesen, in dem für die
gängigsten, im Stahlbau verwendeten Geräte die monatlichen Vorhaltekosten unter Berücksichtigung
der Nutzungsdauer für Abschreibung, Verzinsung, Reparatur und Lagerung angegeben sind. Die dort
genannten Sätze dienen auch zur Verrechnung von Gerätebeistellungen und Gerätekosten in Arbeits-
gemeinschaften.
Die Lohnkostenermittlung erfolgt über Schichtenzettel und Lohnlisten, in denen auch die Reisezeiten, Bild 19.5-8 Freivorbau einer Brücke
Auslösungen, Fahrgelder, Überstundenzuschläge und Heimfahrten festgehalten werden. Die dem Auf-
traggeber zusätzlich zu berechnenden Tagelohnstunden sind gesondert zu erfassen. Stahlbautechnisch sind von der Montage ebenfalls alle für Transport, Krananschlag und Hilfsabfangun-
Neben der Abrechnung der Baukasse sind alle Fremdleistungen zu erfassen, sei es für Beschaffungen gen oder -abstützungen sowie alle für Sicherheitsvorkehrungen notwendigen Konstruktionen zu ent-
auf der Baustelle, Einsatz von externen Arbeitskräften oder Subunternehmerleistungen. Dabei kommt wickeln, die in Konstruktion und Fertigung entsprechende Berücksichtigung finden müssen. Dazu
der exakten Erfassung von Kranstunden große Bedeutung zu, da z.B. ein 1000-t-Kran ca. DM 2000,-/ gehören u. a.:
Std. kostet. Leistungen anderer Gewerke, wie sie im Komplettbau anfallen, werden im allgemeinen
gesondert und unabhängig von der Montage des Stahlbaues von den entsprechenden Komplettbauab- • Angabe von Auflagerpunkten und deren Aussteifungen für Zwischenauflagerungen im Bauzustand,
teilungen und den von diesen eingesetzten Bauleitungen abgerechnet. Schließlich gehört zu einer Bau- • Festlegung von Anschlagösen bzw. Anschlagpunkten für Umschlag und Montage,
stellenabrechnung auch die Erfassung abhanden gekommenen Gerätes und die Abrechnung von Versi- • Entwicklung, Berechnung und Konstruktion von Hilfsabstützungen und -konstruktionen,
cherungsleistungen, sei es aus der Haftpflichtversicherung, der Montagegeräteversicherung oder der • Angabe von Befestigungspunkten für Begehungen, Geländer, Gerüste und Aufstiege.
Bauwesenversicherung. Alle für die Montagevorbereitung und -durchführung erforderlichen Überlegungen müssen in den
statischen Berechnungen, Zeichnungen und schriftlichen Erläuterungen dokumentiert sein (s. Unterab-
schnitt 19.5.2.1).
19.5.3 Montagetechnik
Die Entwicklung von Montagetechnik und Montagemethoden und den Montagegeräten wird bestimmt
von der Tendenz im Stahlbau, immer größere Einheiten im Werk zu fertigen, ggf. mit Sondertranspor- 19.5.3.2 Montagegeräte
ten zur Baustelle zu befördern und dort mit, in den letzten Jahren immer leistungsfähiger gewordenen Zu den Montagegeräten zählen aUe Geräte, die für den Vorzusammenbau und die Montage der Stahl-
Hubgeräten zu montieren. Bei dem folgenden Beispiel werden nur die Produktgruppen allgemeiner konstruktion auf der Baustelle erforderlich sind. Die Geräte werden in folgende Gruppen aufgeteilt:
56 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Montage 57

• Normale Geräte zur Bearbeitung von Stahl, wie sie in der Fertigung auch verwendet werden (z.B.
Bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Schweißmaschinen, Autogenwerkzeuge usw.),
• Geräte, die überwiegend auf der Montage eingesetzt werden und zum Teil für diesen Zweck speziell
entwickelt wurden (z. B. Schlagschrauber, Winden, Pressen/Pumpen, Züge, Panzerrollen/Wälz-
wagen, Bolzenschußgeräte),
• Hilfskonstruktionen, sowohl wiederverwendbare (Trestlegeräte, Verschubbahnen, Stapelträger) als
auch objektspezifische (Vorbauschnäbel, Hilfsverbände, Abstützungen),
• Hubgeräte jeder Art, wie Derricks, Autokrane, Turmdrehkrane,
• sonstige Geräte und Einrichtungen für die Arbeitssicherheit, Baustelleneinrichtung, Energieversor-
gung, das Messen und Verständigen.
Auf die Bearbeitungsgeräte wurde bereits im Abschnitt 19.4 - Fertigung - eingegangen. Über alle
anderen Geräte wird anhand von bildlichen Darstellungen im folgenden beispielhaft berichtet und, wo
erforderlich, durch Text und Zahlenangaben erläutert.
Schlagschrauber Bild 19.5-11 BKS-Zug Bild 19.5-12 Montagewinde
werden mit Druckluft, Strom oder hydraulisch angetrieben und dienen dem schnellen Verschrauben
von Schraubenverbindungen. Sie lassen sich zum Vorspannen hochfester Schrauben auf ein bestimmtes Zum Verschieben hoher Lasten, z.B. vormontierter Brücken, werden Panzerrollen oder Wälzwagen
Drehmoment einstellen. verwendet, deren Tragfähigkeiten bis zu 100 t betragen. Bei Anwendung von Teflon (Reibungsbeiwert
Pressen 0,04-0,06) oder Molikote (Reibungsbeiwert 0,08-0,01) wird die Tragkraft durch die Größe der Fläche
zum Anheben und Absetzen von Konstruktionen gibt es für einen großen Lastbereich von 25 t bis über der Gleitschlitten bestimmt (Bild 19.5-13).
500 t die verschiedensten Bauarten, sowohl für den Handbetrieb als auch den elektrisch/hydraulischen Mehrmalig verwendbare, vorgearbeitete Gerüste (z. B. Trestlestützen) sind nach dem Baukastenprinzip
Antrieb. geschaffenes Montagegerät, welches überwiegend für Vertikalunterstützungen verwendet wird und der
geforderten Tragfähigkeit durch Kombination angepaßt werden kann (Bild 19.5-14).

,.~; ~::il
'·:...·l.,--
ii:.l&{V~:1
~
~

Bild 19.5-13 Panzerrollen für Schwerlastverschub Bild 19.5-14 Montageböcke aus Trestlegeräten

Die Anwendung von Panzerrollen oder Gleitschlitten setzt im allgemeinen eine Verschubbahn voraus,
die auf Stapelträger aufgelagert ist, deren Abmessungen und Aufbau sich nach den Pressen und deren
Hub richtet. In Einzelfällen kann auch der Untergurt einer Brücke als Gleitebene verwendet werden
(Bild 19.5-15).

~ "'''',

...... .:...: ~: ';~\;:>tj~:f~&~~i~'~;~;C-


Bild 19.5-9 Schlagschrauber im Einsatz Bild 19.5-10 Hydraulische Pressen
Greif- und BKS-Züge
dienen zum Verspannen und Ausrichten der Konstruktion. Sie sind leicht zu handhaben und ermög·
lichen Spannkräfte bis zu 50 kN.
Winden j'
dienen zum vertikalen und horizontalen Transport von Lasten, wo Krane nicht eingesetzt werden
können. Ihre Leistung bestimmt sich durch Antrieb, Trommeldurchmesser und Lagenzahl der Seile. Bild 19.5-15 Normierte Stapelträger
11
V>
00
-

75 Auslegerlängen: 7 m bis 70 m. Arbeitszustand: abgestützt. Arbeitsbereich: 360 0 und nach hinten.


m Auslegerkopf: 130-t-Kopf; bei montiertem Einklappkopf ist die max. Traglast auf 64 t begrenzt.
~ 7
~ -I--- Aus- 14 m 21 m 28 m 35 m 42 m 49 m 56 m 63 m 70 m
r------ r--- ladung 3600 nach 360 0 nach 360" nach 3600 nach 360" nach 360" nach 360" nach 360" nach 360" nach

---r---- ----~
~~
65

60
3,8
4
130
125
hinten
130
127,6
hinten

108 108
hinten hinten hinten hinten hinten hinten hinten

~
4,5 115,5 122 108 108 92 92
I---- 5 107 116,6 102 104 92 92 77 77 63 63
55 91 105,6 88,5 95 81 82,4 77 17 63 63 50 50 38 38

-------- r-------- ~ I~ 77
65,3
94
82
75,5
64,5
86
76.8
71
62
73,2
65,5
67.5 67,8
60 62,4
63
57
63
59
50
50
50
50
38
36.8
38
37,2
29 29
28,8 28,8 21 21
r-- I--- 50

"'~ I~
56 71 55,2 67.6 54 58.4 53 56.2 50,7 54,8 46,4 47,4 35,6 36,2 28,4 28,4 20,7 20,7

~ 10 48,5 61.4 48 59,6 47 52 46.5 50,6 44,6 50 42,6 44,6 34 35 28 28 20,4 20,4

""1\ 45 11 42.6 53,4 42 52,4 41.3 47 41 45.7 39,5 45.5 38,5 41,8 32,4 33,8 27,6 27.6 20 20,1

11 r-------- t--
"'--
~ I~ ~ 12
13
37,7 47
34 41,8
37
33,2
46,4
41.6
37
33
42,4
38,4
37
33
41.5
37,8
35.2 41,4
31.4 37,8
34,1
30,6
39
36
30,8
29
32,6
31,2
27 27
26.2 26,2
25,4 25,4
19,6
19,1
18,5
19,7
19,3
18,8
~ 14 30,7 37,6 30,1 37.2 30 35 30 34,6 28,2 34,4 27,6 33 27 29,6

~ I~ ~ 35
15
16
27,3
25
33,6
30,8
27,3
25
32,2
29,6
27,3 31,8
25 29,2
25,5
23,3
31.6
29
25
22.9
30,4
28
24,8
23
28
26,4
24,3 24,3
22,7 23
17,9 18.3
17,3 17,7

r-----. ~ ~ ~ 1\\ 17
18
23,3 28,4
21,3 26,2
23.2 27,6
21.3 25,6
23 27
21,3 25
21,5
19,9
26,8
24,8
21,1
19,9
26
24,2
21,1 24,6
19.9 23
21,2 21,9
19,8 20,8
16.7 17,1
16 16,4
30 19 19,9 24,2 19.9 24 19,9 23.2 18,5 23 18,5 22,4 18.5 21,4 18,5 19,7 15,4 15,7

I~ I--- 1'---- '\ 1\ 20 18.6 22,5 18.5 22,4 18.5 21,6 17,2 21,4 17,2 21 17,2 20 17,2
16
18.7
17,7
14,7
14
15,1
14,4

"''\"
21 17.5 20,8 17,5 20,1 16 19,8 16 19.5 16 18,8
25

~
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'\ 1\ 22 16.5 19,8 16,5 18,9 15,1 18,6 15 18,2 15 17,6 15 16,7 13.2 13.8

fll r-
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20

15
23
24
25
26
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15,5

13.5
12,5
18,4
14,5 17,2
16,2
15,2
15,5 17,8
14,5 16,8
13,5 15.9
12,7 15
12 14,2
14,1
13,3
12.5
11,8
11,2
17,4
16,4
15,5
14.6
13,8
14
13,3 16
17

12,5 15,1
11.8 14,2
11,1 13,4
14
13,3
16,5
15,6
12,5 14.6
11.8
11,1
13,8
13,1
14
13
12,2
11,4
10,7
15,8
14,9
14,1
13,4
12,6
12,4 13.2
11.7 12,6
10,9 12
10,2 11,4
9,6 10,9
~ \ I' 28 11.2 13.5 10,6 13,2 10,5 12,8 10,4 12,4 lO,l 12 9 10,3

Ji
10 29 10.6 12.8 10,\ 12,5 10 12 9,8 11,6 9,5 11,3 8,5 9.8

\ 5
30
32
34
10
9 11
12.2 9.6
8,7
8
11.8
10.8
9,8
9,5 11,4
8,6 10,4
7,S 9,4
9,3
8,3
7,4
11
10
9
9 10,7
9,5
7,2 8,5
8

6.3
9,3
8,3
7,4
36 7,3 9 7,1 8,5 6,7 8,1 6.5 7.6 5,6 6.6
0 38 6,5 7,8 6 7,4 5,8 6.8 5 5.9
0 30 35 40 45 ;0 m ;5 40 6 7 5,3 6.6 5,2 6,1 4,4 5,2
Anmerkungen zu den Traglasttabellen. 42 5,6 6.4 4,8 6 4,6 5,5 3,9 4,6
44 5,1 5,8 4,3 5,4 4,1 4.9 3,5 4,1
1. Die angegebenen Traglasten überschreiten nicht 75 % der Kipplast. 46 3,9 4,8 3,7 4,4 3 3,6
2. Bei 75% Kipplast ist die Standsicherheit unter Berücksichtigung 48 3,4 4,3 3.2 3,9 2,6 3,2
der Windstärke 9,Q, 25 kp/m 2 bzw. 20 m/s Staudruck errechnet. 50 2,8 3,5 2,2 2.8
3. Der Kranbetrieb ist bei 75 % Kipplast bis Windstärke 7 erlaubt. 52 2,4 3 1.8 2,4
4. Die Traglasten entsprechen den deutschen Vorschriften und der F. E. M. 54 2 2,6 '.5 2
5. Die Traglasten sind in Tonnen angegeben. 55 1,8 2,4 1,3 1.8
6. Das Gewicht des Lastaufnahmemittels ist den Traglasten abzuziehen.
7. Das Ballastgewicht beträgt ca. 33 t.
8. Die Ausladung ist von Mitte Drehkranz gemessen.
9. Traglastangaben für die Auslegerkombination "SN fest abgespannt" auf Anfrage.
, ,

Bild 19.5-18 Lasttabelle für einen 130-t-Gittermast-Autokran


60 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Montage 61
DIN 15018
Nutzlastmoment 2380 kNm
Load moment
Couple de charge utile
Ausladung 56,S m
Radius
3000
Portee
Tragfähigkeit 16,0 t
Lifting capacity
Force de levage

DIN 15018
Nutzlastmoment 2000 kNm
Load moment
Ausladung 55,Om
Radius
Tragfähigkeil 12,5 t
Lifting capacity

----~~i--~10~~~-o2~0---L-t~3~0--tL--~4~0~-1--'5tOJ-~'m~60
-L-
52
LI L2
I
L3 L4 L5 L6
I
-L- Ausleger LI L2 L3 L L5 L6
46 IH---H:l'H Ausladung
Jib/Fleche Radius
Portee
...L- IH--H~'H Ausladung 27,6m SO,8m 56,Sm
40
Radius/Portee
AuslcgerlJib LI L2 L3 L4 Ausladung
Ausladung/Radius 37,6 m 43,4 m 49,2m 55,Om Radius(m)
-L- 1H--I-t'l;H
Tragfähigkeit(t) 15018 15018 15018 15018 15018 15018 12,5 12,5 12,5 12,5 3,8 (3,0)
34
Liftingcapacily 120/1 120/11 120/1 120/11 120/1 120/11 120/1 120/11 120/1 120/11 120/1 120/11 11,0
Force de levage
-L- 12,0
18,65 16,00 12,9
28 13,0
17,85 15,35 14,0
12,5 14,0
-L- 17,25 14,90 13,75 !J,80 14,9
12,5 12,0 15,0
22 16,5014,25 13,2511,45 16,0 12,5 12,5 12,0 11,1 16,0
15,8513,65 12,8811,10 11,009,50 17,0 12,2 12,1 11,2 10,4 17,0
-L- 15,1813,10 12,5010,75 10,68 9,25 18,0
16 11,4 11,3 10,5 9,7 18,0
14,4212,40 12,05 10,40 10,389,00 9,30 8,00 19,1 10,7 10,6 9,8 9,1 19,0
13,8211,90 11,7010,10 10,128,80 9,05 7,85 20,0 10,1 9,9 9,2 8,5 20,0
13,10 11,25 11,26 9,75 9,858,55 8,85 7,60 7,50 6,25 21,1 9,5 9,4 8,7 8,0 21,0
12,60 10,85 11,00 9,50 9,658,37 8,65 7,45 7,35 6,15 21,8 9,0 8,9 8,2 7,6 22,0
11,68 10,05 10,45 9,05 9,258,05 8,35 7,30 7,15 6,00 5,80 5,00 23,2 8,6 8,4 7,8 7,2 23,0
11,15 9,60 10,15 8,75 9,05 7,85 8,20 7,05 7,00 5,90 5,70 4,90 24,0 8,1 8,0 7,4 6,8 24,0
9,80 8,40 9,48 8,10 8,507,40 7,78 6,70 6,70 5,62 5,50 4,73 26,0
~ 8,75 7,50 8,75 7,55 8,10 7,00 7,42 6,50 6,42 5,42 5,35 4,60 27,6
7,7
7,4
7,6 7,1 6,5 25,0
5,2 m Drehradius 7,3 6,7 6,3 26,0
11Son derausführung 7,82 6,75 7,426,45 6,90 5,95 6,10 5,13 5,10 4,36 30,0 7,1 6,9 6,4 6,3 27,0
7,05 6,10 6,90 5,95 6,50 5,55 5,75 4,87 4,90 4,20 32,0 6,7 6,6 6,3 6,2 28,0
6,50 5,60 6,505,60 6,20 5,30 5,60 4,70 4,75 4,05 33,S 6,5 6,4 6,3 5,9 29,0
5,805,03 5,65 4,85 5,15 4,35 4,45 3,85 36,0 6,3 6,3 6,2 5,7 30,0

?
5,254,55 5,20 4,45 4,85 4,10 4,25 3,65 38,0 6,3 6,3 6,0 5,5 31,0
4,954,25 4,95 4,25 4,65 3,95 4,15 3,55 6,3 6,1 5,8 5,3 32,0
39,2
5,8 5,7 5,4 5,0 34,0
4,75 4,10 4,52 3,85 4,05 3,47 40,0 5,5 5,3 5,0 4,6 36,0
4,35 3,70 4,20 3,60 3,85 3,30 42,0 5,2 5,1 4,8 4,4 37,6
3,90 3,55 3,90 3,35 3,60 3,12 44,0 4,7 4,5 4,1 40,0
3,70 3,15 3,70 3,20 3,50 3,03 45,0

11
4,5 4,2 3,9 42,0
3,55 3,10 3,40 2,95 46,0 4,3 4,1 3,7 43,4
3,25 2,85 3,20 2,75 48,0 3,8 3,5 46,0
2,90 2,50 2,90 2,50 50,8 3,6 3,3 48,0
3,5 3,2 49,2
2,80 2,40 52,0 3,0 52,0
2,55 2,20 54,0 -O,55t 2,9 54,0
2,30 2,00 56,S I' 2,8 55,0

Bild 19.5-19 Lasttabelle Turmdrehkran mit Nadelausleger I Bild 19.5-20 Lasttabelle Turmdrehkran mit Katzausleger
I
,J
62 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Montage 63
19.5.3.3 Montagemethoden
In Abhängigkeit von den statischen Systemen werden meistens die Stützen beim leichten Hallenb'im als
erstes montiert und im Fundament entweder nur für den Bauzustand oder endgültig eingespannt (Bild
19.5-21). Danach erfolgt die Binder- oder Rahmenriegelmontage und, mit den Verbänden, das Aus- v;
l
richten der tragenden Konstruktion. Wandriegel und Pfetten sowie Ausbaukonstruktionen vervollstän-
digen das Stahltragwerk. Die Montagerichtung wird bestimmt durch die Wahl der Festpunkte und 0'09
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erfolgt von diesen meist mittig liegenden Punkten nach außen.
Beim schweren Hallenbau sind, durch die meist vorhandenen Kranbahnen bedingt, die Stützen im
Fundament eingespannt und für sich sofort standfest (Ausnahmen in Bergsenkungsgebieten: Systeme
mit Pendelstützen und nur einer festeingespannten Stütze). Hier erfolgt die Montage nach der Möglich-
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keit der Kranstandplätze und Ausladungen, so daß häufig Stützen und Kranbahnträger eines gesamten
Hallenabschnittes fertig montiert und ausgerichtet werden, ehe die Dach- und Wandkonstruktion even-
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tuell mit leichteren Kranen nachmontiert wird (Bild 19.5-22). i I
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Bild 19.5-21
Montage einer leichten, mehrschiffigen Halle

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Bild 19.5-22 Montage einer schweren Kranhalle '"'"


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Beim schweren Industriegeschoßbau, wie für die Lackiererei einer Automobilfirma (Bild 19.5-23), I 0
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ohne Stabilisierung durch Betonkerne, erfolgt die Grobmontage scheibenweise über die gesamte Höhe @- ~.
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und Breite, während die nachlaufenden Arbeiten des Verschraubens, Verschweißens, Ausrichtens und
Blechverlegens für Verbunddecken und Betonierens abgetrennt nach Höhen und Achsen, entsprechend ®-- '" c
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der Skizze nach Bild 19.5-23 vorgenommen werden.
Bei Geschoßbauten für Krankenhäuser, Schulen und Verwaltungen stehen für die Aufnahme der
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Horizontalkraft aus der Stahlkonstruktion meist ein oder mehrere Stahlbetonkerne zur Verfügung (Bild
19.1-5), die dann auch die feuersicheren Treppenhäuser und Fahrstuhlschächte enthalten. Hier erfolgt
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die Montage der Stahlkonstruktion geschoßweise im Nachlauf zum Betonkern, in dem meist Stahlplat-
ten zur Aufnahme der Anschlüsse von Konsolen und Blechen einbetoniert sind. Dadurch ist in einer
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Richtung sofort eine Stabilisierung im Montagezustand vorhanden, während die andere Richtung provi- ®- .cu'"
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sorisch während des Bauzustandes durch in der Decke liegende Horizontalverbände oder in der Außen- ,.
wand angeordnete Vertikalverbände ausgesteift werden. @-IL 1
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Im Kraftwerksbau ist heute die Montage mit Autokranen die am häufigsten anzutreffende Methode
(Bild 19.5-24). Von einem einmal festgelegten Standort mit den erforderlichen Hilfsfundamenten
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für die Abpratzungen für das Groß gerät (hier ein 1000-t-Autokran) wird die gesamte Schwerkonstruk- ....
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tion des Kesselgerüstes mit der Kesseldecke montiert. Dabei bestimmen Ausladung und Tragfähigkeit
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64 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau 65
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Bild 19.5-27 Brückenmontage mit Eisenbahnkranen

Bild 19.5-26 Hubrnontage einer Kesseldecke


Bild 19.5-24 Montage eines Kesselgerüstes Bild 19.5-25 Kraneinsatz als Deckengerät

des Gerätes die Stoßteilung der Stützen und die der mehr als 6 m hohen Deckenträger. Die Montage der
Bühnen und der Hauskonstruktion erfolgt dann mit einem sogenannten Deckengerät und außenstehen-

1
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den Turmdreh- und Autokranen geringerer Leistung (Bild 19.5-25). Als Sonderfall einer Montageme-
thode kann die Montage der Kesseldecke des Kraftwerkes Mehrum angesehen werden (Bild 19.5-26).
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J.
Diese wurde mit einem Gesamtgewicht von ca. 1800t auf der Erde vormontiert und mit Hubstangen
und einer entsprechenden Hydraulikpresseneinrichtung an den schon vorher in Stahlbeton errichteten 1 "
Stützen 120 m hochgezogen und an entsprechend vorbereiteten Kopfkonstruktionen verankert.
Einfachste Methode im Brückenbau ist, die im Werk vollständig fertiggestellte Brücke mit Auto- oder
r Bild 19.5-28 Brückenmontage durch Querverschub
Eisenbahnkranen auf die vorbereiteten Widerlager abzusetzen (Bild 19.5-27). Meist erfordern jedoch
die Abmessungen der Bauwerke Baustellenstöße, die heute sowohl voll geschweißt als auch mit hochfe-
sten Schrauben verbunden werden. Da heute Schweißnähte und Verbindungen mit hoch festen Schrau-
ben bezüglich ihres Tragverhaltens gleichwertig sind, bestimmt die Wirtschaftlichkeit den Einsatz der
jeweiligen Verbindungsart, wobei auch Kombinationen beider Verbindungstechniken vorkommen, z. B.
dadurch, daß das Deckblech einer Brücke geschweißt und Steg und Untergurt verschraubt sind.
Die gerade im Eisenbahnverkehr meist nur stundenweise möglichen Sperrpausen erfordern oft einen
Zusammenbau der Brücke außerhalb der Gleisanlage. Bei Fachwerk- und Vollwandbrücken ist je nach
Örtlichkeit ein Querverschub der gesamten Brücke mit Vorzusammenbau parallel zum alten überbau
möglich (Bild 19.5-28) oder, bei Anordnung entsprechender Umfahrungen, ein Zusammenbau in der
Achse der späteren Brückenlage und anschließendem Längsverschub über die gesamte Bauwerkslänge
(Bild 19.5-14).
Die Montage einer Stab bogen brücke erfordert, durch das statische System bedingt, besondere Maßnah-
men, da Bogen und Versteifungsträger im Bauzustand sehr weich sind und deshalb meist unterstützt
werden müssen. Erst nach Schließen des Bogens und Anschluß aller Hänger an den Versteifungsträger
übernimmt das System seine volle Funktion. Bild 19.5-30 vermittelt eindrucksvoll die Situation beim
Einfahren eines Brückenträgermittelteiles einer im Freivorbau von beiden Seiten montierten Brücke.

Bild 19.5-30
Bild 19.5-29 Montage einer Stabbogenbrücke Einsetzen eines Brückenmittelteils im Freivorbau
I 66 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau
Montage 67
19.5.4 Unfallverhütung/ Arbeitsschutz
Auf dem Gebiete des Arbeitsschutzes sind verschiedene Institutionen tätig, deren Aufgabenkreis und
Zuständigkeiten kurz angesprochen werden.
Die Gewerbeaufsicht wird als staatliche Aufsichtsbehörde für alle gewerblichen Betriebe, die fremde
Arbeitnehmer beschäftigen, aufgrund der Gewerbeordnung tätig. Sie ist für den technischen Betriebs-
schutz, die Gewerbehygiene und den Personenschutz zuständig wie auch für alle genehmigungs- oder
überwachungsbedürftigen Anlagen. Außerdem überwacht sie die Einhaltung der Arbeitsstättenverord-
nung.
Die Berufsgenossenschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und löst aufgrund der Reichs-
versicherungsordnung die Unternehmerhaftung ab. Sie ist zuständig für alle Mitgliedsbetriebe, betreibt
vorbeugende Unfallverhütung durch Erlaß von Unfallverhütungsvorschriften, Schulung, Überwachung
der Betriebe und Unfallforschung sowie die Versorgung von Unfallverletzten bis zur Wiedereingliede-
rung in das Berufsleben und ggf. Rentenzahlung.
Für den Stahlbau zuständig sind:
1. Süddeutsche Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft, Mainz
2. Maschinenbau- und Kleineisenindustrie-Berufsgenossenschaft, Düsseldorf
3. Nordwestliche Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaft, Hannover.
Da die Leistungen der Berufsgenossenschaften durch die Mitgliedsbetriebe finanziert werden müssen
und die Beiträge nach der Unfallhäufigkeit bemessen werden, kommt dem vorbeugenden Unfallschutz
eine besondere wirtschaftliche Bedeutung zu, da sich bei den Unfällen zu dem Ausfall an Arbeitskraft
auch noch die Kosten für die Berufsgenossenschaft addieren.
Der Technische Uberwachungsverein (TÜV) wird aufgrund von gesetzlichen Einzelbestimmungen nur
für Einzeleinrichtungen in den Betrieben, wie z.B. Dampfkesselanlagen, Aufzugsanlagen, Krane, Ace-
tylenerzeuger, tätig. Er stellt anerkannte Sachverständige für überwachungsbedürftige und prüfpflich-
tige Anlagen nach § 24 der Gewerbeordnung.
Von den 3 für den Stahlbau zuständigen Berufsgenossenschaften werden Sammlungen aller für Bauar-
beiten wichtigen und zu beachtenden Veröffentlichungen zum Thema "Unfallverhütung" und "Ar-
beitsschutz" herausgegeben.
Besonders hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) 43 -
Bauarbeiten (VBG 37), die UVV 2 - Leitern und Tritte (VBG 74), die UVV 18.1- Winden, Hub- und
Bild 19.5-31 Begehungen und Aufstiege bei einer Bild 19.5-32 Laufsteg
Zuggerät (VBG 8) und die UVV 18.3 - Hebebühnen (VBG 14), in denen auch auf die jeweils Kesselgerüstmontage
mitgeltenden Normen verwiesen wird. Die Anforderungen an die Sicherheit am Bau und die Unfallver-
hütung sind in den letzten Jahren laufend gestiegen und erfordern detailliert geplante Sicherheitsvor-
kehrungen.
Zur persönlichen Grundausrüstung eines Mitarbeiters auf der Baustelle gehören:
Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Handschuhe, zu denen beim Schweißer noch Schutzschirm und
Sicherheitskleidung kommen. Für alle mehr als 1 m über Niveau tätigen Mitarbeiter sind darüber hinaus
Sicherheitsgeschirre, wie Haltegurte und Auffanggurte, vorgeschrieben, die als Fallstopgeräte bei ent-
sprechender Befestigung eine Fallsicherung ergeben.
Zur Arbeitssicherheit auf der Montage kann ganz grundsätzlich gesagt werden, daß die dazu erforder-
lichen Maßnahmen das sichere Erreichen der Arbeitsstelle und dessen unfallsichere Ausrüstung ge-
währleisten soll. Insbesondere im Stahlbau ergeben sich zur Erfüllung dieser Forderungen nicht unbe-
trächtliche Schwierigkeiten, weil im allgemeinen die Stahlkonstruktion das erste, über Flur in die Höhe
reichende Bauteil ist.
Als erstes sind daher die Aufstiege zu den Verbindungsstellen, z. B. den Verschraubpunkten, sicher
auszubilden, entweder als in die Konstruktion integrierte Steigeisen oder durch entsprechende Leitern
(Bild 19.5-31).
Als zweites sind die horizontalen Begehungen sicher auszubilden, entweder durch in Geländerhöhe
gespannte Seile, die parallel zu begehbaren Trägern angeordnet werden, oder durch aufgelegte Lauf-
stege (Bild 19.5-32).
Drittens sind die Arbeitsplätze durch entsprechende Arbeitsgerüste zu umgeben, die ein gefahrloses
Arbeiten an der jeweiligen Einbaustelle ermöglichen (Bild 19.5-33).
Zur gefahrlosen Anbringung aller Begehungen und Gerüste sollen bereits bei Planung, Konstruktion
und Fertigung die dafür nötigen Vorrichtungen wie z.B. Ösen, Einsteckschuhe, Konsolen usw. vorgese-
hen werden und angebaut sein.

Bild 19.5-33 Arbeitsgerüst


68 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Toleranzen 69
I
19.5.5 Prüfung und Abnahme Im weiteren sind diejenigen Toleranzen zu erwähnen, die sich aus Entwurf, Wahl des statischen Sy-
stems, Lastannahmen, statischer Berechnung und Bemessung ergeben. Hier wirken eine Reihe von
Zusammenfassend zu den bereits gemachten Ausführungen sollen hier noch einmal stichwortartig die Faktoren zusammen, die auch der Grund sind für die Sicherheitsspanne zwischen zulässiger Spannung
vor, während und am Ende einer Stahlbaumontage wichtigsten Kontrollen und Abnahmen angespro- und Fließgrenze bzw. für den Sicherheitsbeiwert bei der neu vorgesehenen Bemessung mit Gebrauchs-
chen werden. Dabei ist auch die rechtliche Bedeutung von Kontrollen und Abnahmen zu beachten, die lasten.
bei entsprechender Dokumentation Grundlage bei Auseinandersetzungen zwischen am Bau beteiligten Bei der Wahl eines statischen Systems werden Idealisierungen vorgenommen, z.B. gelenkige Knoten
Firmen oder mit dem Auftraggeber bzw. dessen Architekten in bezug auf Haftung, Mängelbeseitigung, bei Fachwerkbindern oder Trägeranschlüssen oder gelenkige Lagerung von Stützen mit später voll
Folgeschäden und alle Fragen der Gewährleistung sind. untergossener Fußplatte, die eine bestimmte Bandbreite der Aussagen zur Folge hat.
Vor Beginn der Montage ist im allgemeinen ein Aufrnaßprotokoll der vom Stahlbau zu übernehmenden Der Bereich der Herstellungstoleranzen wird im folgenden Unterabschnitt 19.6.1 behandelt, wobei
Leistungen des Bauunternehmers zu verlangen, welches folgende Angaben enthalten soll: entsprechend der Definition in DIN 18203, "MaßtoIeranzen im Hochbau" Teil 2, nur vorgefertigte
• Lage der Fundamente zu den Hauptachsen, Bauteile aus Stahl angesprochen werden.
CI Lage der Fundamente, Widerlager zueinander,
Toleranzen bei der Herstellung von Stahlbauten stellen die Abmaße für Bauwerkstoleranzen, entspre-
• Höhenlage der Fundamente/Widerlager, chend DIN 18202, Blatt 4, "MaßtoIeranzen im Hochbau - Abmaße für Bauwerksabmessungen" dar,
• Lage von Aussparungen und bestimmten Festpunkten, die in Unterabschnitt 19.6.2 behandelt werden. An diese Rohbautoleranzen schließen sich dann die
• Lage von Stahlbetonkernen mit Achsen und Lage von Einbauteilen für späteren Stahlbauanschluß Toleranzen des raumabschließenden Rohbaues für Wände, Fassaden, Fenster und des Ausbaues an, die
bzw. Gesimsen bei Brücken. hier nicht behandelt werden, für deren Einhaltung jedoch der Stahlbau die Voraussetzung zu schaffen
hat.
Es hat eine Überprüfung bezüglich der Vollständigkeit und des Vorhandenseins aller für die Abwick-
lung der Montage erforderlichen Genehmigungen und genehmigten Unterlagen zu erfolgen, wie freige-
gebene Zeichnungen, Zulassungen für bestimmte Verfahren und Verbindungsmittel, Genehmigungen 19.6.1 Herstellungstoleranzen
zum Schweißen und Brennen, Vorlage von Schweißplänen usw. Entsprechend der Darstellung in den vorhergehenden Abschnitten werden hier die Toleranzen bei der
Die Kontrollen während der Stahlbau montage lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Vorbearbeitung des Materials, durch Maschinen und den Menschen, beim Zusammenbau der Einzel-
In die technischen a) und in die geometrischen b) Kontrollen. teile und beim Schweißen behandelt. Dabei werden sowohl Erfahrungswerte als auch Werte, die sich
a) Technische Kontrollen; dazu gehören u. a. aus der Genauigkeit der Maschinen ergeben, angegeben. Als äußerste Grenzwerte sind die Angaben
der Tabelle aus der DIN 18203, Teil 2, zu werten.
• Kontrolle auf Vollständigkeit aller Verbindungsmittel,
• Kontrolle des Anziehmomentes bei Verbindungen mit vorgespannten, hochfesten Schrauben, Abmaße in mrn bei Nennmaßbereich in mm
• Kontrolle der Baustellenschweißungen auf Übereinstimmung mit den Angaben in Zeichnungen und Genauigkeits- über 315 über 1000 über 2000 über 4000 über 8000 über 12000 über 16000 über 20000
gruppe bis315 bis 1000 bis 2000 bis 4000 bis 8000 bis 12000 bis 16000 bis 20000
ggf. im Schweißplan,
• Kontrolle der bereits im Werk aufgebrachten Beschichtungen für den Korrosionsschutz bzw. der auf A ±2 ±3 ±4 ±6 ±8 ± 10 ± 12 ±14 ± 16
der Baustelle vorzunehmenden Ausbesserungen. B ±1 ±2 ±3 ±4 ±5 ±6 ±7 ±8 ±9

b) Geometrische Kontrollen; dazu gehören u. a. Im allgemeinen ist anzustreben, mit den Toleranzen der Genauigkeitsgruppe A auszukommen. Engere
• Überprüfung der Achsabstände in bei den Richtungen und Winkligkeit mit Hilfe von Diagonalmes- Toleranzen sollten nur dort vereinbart werden, wo es die Funktion des Bauwerkes erfordert. Mit der
sungen, heutigen Fertigungstechnologie im Stahlbau ist jedoch eine Einhaltung der in der obigen Tabelle
• lotrechte und waagerechte Ausrichtung der Haupttragglieder, enthaltenen Werte und in vielen Fällen sogar eine Unterschreitung ohne besonderen Aufwand möglich.
.. Überprüfung wichtiger Höhenmarken und Mittenmarken bei hohen Gebäuden und Gerüsten von In der Vorbearbeitung sind folgende Toleranzwerte einhaltbar:
Industriebauten. Ne-Sägen ± 1,Omm Länge
Sägen mit Messung von Hand ±2,Omm Länge
(Dabei einzuhaltende Toleranzen siehe Abschnitt 19.6) Ne-Bohren und Stanzen ±0,3 mm Lage des Loches
Alle Kontrollen und Abnahmen haben den Sinn, daß sich die jeweilige Teilleistung unter Beachtung Ne-Brennen ±l,Omm Länge/Breite
zulässiger Toleranzen und der vorgesehenen Verbindungsmittel und -techniken in die gesamte Baulei- >10m ± 1,5 mm Länge/Breite
stung problemlos einfügt, um Folgegewerke nach Zeichnung fertigen und montieren zu können (kein Rauhigkeit 60f,lm Oberfläche
"Aufrnaß am Bau") und dadurch unnötige Nachrichtarbeiten, .Änderungen oder Zwangspunkte zu Schlagschere ±1,5 mm Länge/Breite
vermeiden. Abkanten ±2,Omm Lage der Kante

Im anschließenden Zusammenbau ist dafür zu sorgen, daß keine einseitige Summierung, sondern ein
19.6 Toleranzen weitgehender Ausgleich von Abmessungsabweichungen erfolgt.
Bei der Herstellung von Stahlbauten sind eine Vielzahl von Toleranzen zu beachten. Um Schrumpfungen und Verformungen kompensieren zu können, werden Längenzugaben gemacht, die
Zunächst sind alle diejenigen Toleranzen zu beachten, die das verwendete Material, die Verbindungs- darüber hinaus auch ein exaktes Ablängen von Bauteilen nach dem Schweißen ermöglichen. Zur
mittel und die Zusatzwerkstoffe betreffen. Bei den Werkstoffen gibt es Toleranzen für die chemischen Kompensation von Winkelschrumpfungen werden teilweise entsprechende Vorverformungen erzeugt.
Analysenwerte und die Festigkeitswerte. (Siehe DIN 17100 und besondere Lieferbedingungen der Bei den Verbindungsmitteln, insbesondere Schrauben, sind folgende Toleranzen zwischen Loch und
einzelnen Hüttenwerke.) Erreichen mehrere Werkstoffkennwerte gleichzeitig die zulässigen Grenz- Schraube (Passungen) einzuhalten:
werte, wie z. B. geringe Dehnung, hohe Zugfestigkeit und hoher Kohlenstoffgehalt, so sind bei der rohe Schrauben nach DIN 7990/6914 2mm Lochspiel (1mm bei Stößen in seitenverschieblichen
Verarbeitung, insbesondere beim Schweißen, zusätzliche Maßnahmen zu treffen, wie z.B. Vorwärmen, Rahmen);
geänderte Schweißfolge usw. Paßschrauben mit Abmessungen Passung H 11 nach DIN 7154 nach DIN 7968 (Lochspiel2 0,3 mm).
Aus dem Walzvorgang entstehen Walztoleranzen, die bei der Konstruktion und Fertigung zu beachten Bei Schweißverbindungen sind folgende Abweichungen zugelassen:
sind. In den jeweiligen Abmessungsnormen für Walzerzeugnisse sind die zulässigen Abweichungen
angegeben. So müssen bei Blechen nicht nur Toleranzen in der Materialdicke, sondern auch in der • Örtliches Überschreiten der Nahtdicke bis zu 25 %,
Ebenheit der Fläche beachtet werden, während bei Profilen neben Toleranzen der Materialdicke auch • Örtliches Überschreiten der Nahtdicke bei Stumpfnähten bis 5 %,
Abweichungen bei der Parallelität der Flansche, in der Höhe der Profile sowie Außermittigkeiten der bei Kehlnähten bis 10%,
Stege in festgelegten Grenzen hingenommen werden müssen. sofern die geforderte Nahtdicke insgesamt erreicht wird.
70 Entwurfsplanung und Herstellungstechnologie im Stahlbau Literatur 71
H
Bei der Herstellung der Bauteile und Konstruktionen in der Werkstatt kann von folgenden Erfahrungs- Riegelanschlußhöhe f>H=±
werten für Längentoleranzen ausgegangen werden: 4000
Bauteilabmessungen von z. B. Bindern, Stützen und Trägern ± 2 mm. h
Werden, wie bei Hochhäusern oder Kraftwerkskonstruktionen, Ausgleichsfelder eingeführt, sind Ab- Feldhöhe der Riegel f>h =±
3000
weichungen im einzelnen bis zu ± 5 mm tragbar, da sie durch die entsprechenden Paßfelder ausgegli-
chen werden können. A
Abstand zwischen Stützenlängsachsen f>A=±
überhöhungen von Konstruktionen werden je nach deren Länge mit ± 5 bis ± 10 mm eingehalten. 3000
Für Schweißkonstruktionen gibt DIN 8570 "Freimaßtoleranzen für Schweißkonstruktionen" Blatt 1,
Ausgabe 10/74, die Grenzwerte für Längenabweichungen und Winkelabweichungen an. L
Riegellänge bzw. Bohrgruppenabstand f>L= ±
4000
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß die heutige Stahlbautechnologie in der Lage ist, jedes,
die Werkstatt verlassende Bauteil mit einer Abmessungsabweichung in für das Bauwerk wichtigen L
Achsen und Punktrelationen von ± 2 mm zu liefern. Deshalb werden heute nur noch in Ausnahmefällen Riegelschieflage RS =±
2000
Konstruktionen in der Werkstatt voll ausgelegt, wie z.B. weitgespannte Fachwerkkonstruktionen
> 50 m Spannweite mit Paßschraubenverbindungen. Diagonalunterschied (Kontrolle der
D
Rechtwinkligkeit, nur anwendbar bei einem f>D=±
Seitenverhältnis zwischen 1 : 0,5 und 1: 2) 1000
19.6.2 Bauwerkstoleranzen
über die tatsächlichen Maße und Maßabweichungen ist Protokoll zu führen und bei der Kontrolle noch
Leitgedanke bei allen Festlegungen für Bauwerkstoleranzen sollte sein, einerseits die Funktionsfähig- folgende Toleranzen bei der Lotabweichung einzuhalten:
keit des Bauwerks zu gewährleisten, andererseits die Einbaumöglichkeiten von Sekundärelementen des H
Lotabweichung insgesamt S=±
raumabschließenden Rohbaues unter Beachtung der bei diesem geltenden Toleranzen zu garantieren. 3000
Daher wird eine allgemeingültige Regelung, wie sie die DIN 18202 "Maßtoleranzen im Hochbau",
Blatt 4 - Abmaße für Bauwerksabmessungen - darstellt, für ausreichend angesehen. DIN 18802 h
Lotabweichung innerhalb einer Feldhöhe s = ±
enthält u. a. eine Tabelle mit zulässigen Abmaßen von horizontalen Strecken zwischen Meßpunkten zu 2000
Bauwerken, und zwar für drei Genauigkeitsklassen.
Für Bauwerke mit besonderen Funktionen, wie z.B. Brücken, kerntechnische Anlagen oder Kraft- Bezüglich der Festlegung von Toleranzen, den Genauigkeitsgruppen oder bei der Formulierung speziel-
werke, sind spezielle, den Erfordernissen entsprechende Festlegungen zu treffen. Als Beispiel dafür ler Anforderungen sollte stets der Aufwand zur Erfüllung der Forderungen, und damit die Wirtschaft-
werden im folgenden die Toleranzen und erforderlichen Kontrollen für Kesselgerüste entsprechend der lichkeit der Herstellung in Relation gesetzt werden. Es sollten nur solche Toleranzen gefordert werden,
VBG-Richtlinie für die Herstellung und Bauüberwachung von Hochleistungsdampfkesseln, Ausgabe die entweder aus funktionalen Gründen oder aus konstruktiven Gründen gerade noch notwendig sind.
1974, wiedergegeben, wobei bei allen Kontrollmessungen die Verformungen, die aus äußeren Einwir- Jede weitergehende Forderung trägt nur zur Verteuerung des Bauwerkes bei, ohne es in seiner Substanz
kungen, wie Sonneneinstrahlung, Wind usw., entstehen, zu beachten sind. zu verbessern.

Literatur
1. Rationalisieru~g der Stahlbaufertigung. Vorträge aus der Fachsitzung II des Deutschen Stahlbautages Mainz 1972 "Das moderne
Stahlbauunternehmen" . Deutscher Stahlbau- Verband/Stahlbau- Verlagsgesellschaft mbH Köln.
2. Das moderne Stahlbau unternehmen. Ablauforganisation und Auftragssteuerung. Vorträge aus der Fachsitzung 11 des Deutschen
Stahlbautages Hamburg 1974. Deutscher Stahlbau-VerbandlStahlbau- Verlagsgesellschaft mbH Köln.
3. Das moderne Stahlbauunternehmen. Wandlungen in Entwurf und Konstruktion. Vorträge aus der Fachsitzung II des Deutschen
Stahlbautages Stuttgart 1976. Deutscher Stahlbau-VerbandlStahlbau- Verlagsgesellschaft mbH Köln.
Riegelhöhe 4. Hirsch, D., Dr.·lng. Reimers, K., Dipl.-lng.: Hochhäuser für die Deutsche Welle in Köln. Bauingenieur 53 (1978) S. 365-372.
Riegelabstand 5. Reinig, A.: Bauabwicklung - Eine Herausforderung an den Unternehmer. "Der Stahlbau" 4 (1979) S. 99-100.
A Stützenabstand 6. Ringbuch des DSTVIDASt, 2. Auflage (1978). Typisierte Verbindungen im Stahlhochbau. Deutscher StahlbauverbandlStahlbau-
Riegellänge Verlagsgesellschaft mbH Köln.
S, s2 Abweichungen von 7. Montage-Gerätebuch Ausgabe 1971. Bearbeitet von WalteT Zimmer, Duisburg. Hrsg. vom Deutschen Stahlbauverband (DStV).
der Lotrechten Stahlbau- Verlagsgesellschaft mbH Köln. Neuauflage in Vorbereitung, erscheint 1984.
RS Riegelschieflage
OK Oberkante
Riegel

Bildnachweis

Bild 19.4-3/4 Mannesmann Demag Fördertechnik, Wetter. Bild 19.4-14 A. Gutmann. Hamburg. Bild 19.4-15 H. Kaltenbach,
Lörrach. BM 19.4-16 u. 19.4-20 DEUMA Deutzer Maschinenfabrik GmbH, Netphen. Bild 19.4-17118 Messer Griesheim,
+ 1,0 FrankfurtlMain. Bild 19.4-19 Scharringhausen Maschinenbau GmbH. Philippsburg-Rheinsheim. Bild 19.5-21 Donges Stahlbau
GmbH, Darmstadt. Bild 19.5-25 Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG. Bild 19.5-26 Trexler, Peine. Bild 19.5-30 Krupp
Rheinhausen. Bild 19.1-5/6171819 19.4-11 I 12113 19.5-81911 0/111121 13/ 14115116117 122/24127 128/29/31/32133 Stahlbau Lavis
Bild 19.6-1 Toleranzangaben für ein Kesselgerüst Offenbach.

Bild 19.6-1 gibt das Schema eines Kesselgerüstes wieder, für dessen Hauptabmessungen folgende
Toleranzen einzuhalten sind:
72
Kalkulation im Stahlbau 73
I
20 Kalkulation im Stahlbau
H.-J. Hartwig

20.1 Aufgaben
Die Kalkulation im Stahlbau hat die Aufgaben, für Projekte die Selbstkosten und Angebotswerte zu
ermitteln sowie für Aufträge die Selbstkosten und das Ergebnis darzustellen. Dabei können die kalkula-
torischen Selbstkosten als Vorgaben für die einzelnen Teilleistungen verwendet werden.
Diese Aufgaben werden arbeitsteilig und schrittweise erfüllt:
• Darstellen und Beschreiben der Teilleistungen und der gesamten Leistung nach Art und Menge,
• Bewerten der Teilleistungen nach Tagespreisen,
• Einschätzen künftiger Preis- und Kostenentwicklungen,
• Kalkulieren der Teilleistungen (Kalkulationsschema),
• Darstellen des Preisangebotes,
• Darstellen des Auftrages,
• Darstellen der innerbetrieblichen Vorgaben für die einzelnen Teilleistungen.
20.1.1 Leistungsverzeichnis

.Den Leistungsbegriff kennen wir aus der Verdingungsordnung für Bauleistungen VOB, die im Teil A
die Vergabe regelt, im Teil Ballgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
darstellt und im Teil C die allgemeinen technischen Vorschriften für Bauleistungen behandelt [1]. In
DIN 18335 - Stahlbauarbeiten - finden wir u. a. auch, weIche Nebenleistungen ohne Erwähnung zur
vertraglichen Leistung des Stahlbaus gehören. Die Leistungsbeschreibung ist eine zentrale Ingenieur-
aufgabe bei der Angebotsbearbeitung ebenso wie bei der Auftragsabwicklung. Von allen Vertragsbe-
standteilen besitzt die Leistungsbeschreibung den ersten Rang.
Sie enthält eine Baubeschreibung, ein nach Teilleistungen gegliedertes Leistungsverzeichnis, Über-
sichts- und Entwurfszeichnungen mit den wichtigsten Bauwerksabmessungen und mit Angaben des
Standortes.
Bei der Kalkulation sind außerdem die besonderen und die zusätzlichen Vertragsbedingungen, wie
beispielsweise Preismodus - Festpreis oder Gleitpreis -, Zahlungsmodus und Ausführungsfristen, zu
berücksichtigen.
Das Schema eines Leistungsverzeichnisses ist einfach: Eine Ordnungsnummer, eine Beschreibung und
eine Mengenangabe kennzeichnen Art und Menge dieser Teilleistung, ein Einheitspreis und ein Ge-
samtpreis ihren Wert.
Für die Stahlbaukalkulation zeigt Tabelle 20.1-1 beispielhaft ein Leistungsverzeichnis, in dem jede
Teilleistung nach Baugruppen unterteilt ist und das hierfür folgende Angaben enthält:
TabeUe 20.1-1 Leistungsverzeichnis

Kalkulation· Anfrage Hr.: • Auftrags Hr.: 8latt :


Kenn.ort :
S"is :
Auftragoeber :
10 .. :
Gegenstand: leistun gs.erzeichn!s Oat •• :
Seschreibung der Teilleistung K•• ge Einheitspreis P r eis
Pos. Saugruppe Senennung Ge.icht F1ä~he Kalkula-

1 2.1
t • ion-8lat E DK/E OK
2.2 2,3 U 2.5 3 4 5
1 74 Kalkulation im Stahlbau
TabeUe 20.1-2 Kalkulationsschema und Auftragskostenarten
Kalkulation und Unternehmensplanung 75

• Baugruppennummer, Bauteilnummer,
• Benennung, Kurztext, Kalkulation' Anfrag. Nr.: • Auftrags Nr.: Blatt :
• Gewicht,
• Anstrichfläche, Kennvort : Buh:
• Hinweis auf das Kalkulationsblatt. Auftraggeber: Na .. :
Öffentliche und private Auftraggeber verwenden zunehmend standardisierte Leistungsbeschreibungen
Geg.nstand : Oatu. :
im Bauwesen, deren Systematik auf Datenverarbeitung und Vergleichbarkeit ausgerichtet ist. Der
B.zug Po •• Po •• Po •• Pos,
Stahlbauer findet in [2] eine Orientierung über die vorhandenen Standardleistungsbücher und -kata-
loge. -.
~

~
m

Auftr.gskos hnarhn 5.... %


va.
Z.il.
Po ••

20.1.2 Kalkulationsschema
1 Walz.aterial
Die Kalkulation ist ein innerbetriebliches Rechnungssystem, mit dem Leistungen bewertet werden 2 AllgOieinl$ Material
[3,4]. 3 Anstrichstoffe
Ein Kalkulationsschema, das nach Auftragskostenarten gegliedert ist, zeigt Tabelle 20.1-2. Es gilt für
~ Elektroden
die Angebotskalkulation ebenso wie für die Auftragskostenerfassung, damit die Auftragskostenarten
vergleichbar bleiben. Das Schema genügt auch den Anforderungen, die das innerbetriebliche Rech- 5 Werksto ffbehandlung
6 fertig. Zulieferung.n
nungswesen nach dem Preisrecht erfüllen muß [5].
In jeder Kalkulation wird mit Einzelkosten und mit Gemeinkostenzuschlägen gerechnet. Die Zuschläge 7 fertigunos .. terial 1 bis 6
sind unternehmensinterne KaIkulationswerte, die für die jeweilige Produktgruppe vorgegeben sind. Sie B Mahrialzuschlag 7
werden aus den Gemeinkosten eines Zeitraumes, beispielsweise eines Geschäftsjahres, abgeleitet und 9 Mitlieferungen
unter Einschätzung künftiger Entwicklungen für die Vor- und Nachkalkulation gemeinsam festgelegt, 10 f ertigungslöhn.
meistens in Proze