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210 Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

Technische Hinweise zu
bewährten Behandlungsverfahren
für Klärschlamm
Dritter Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.5*)

Zusammenfassung Abstract
Im vorliegenden Arbeitsbericht werden die Auswirkungen der Technical information on proven treatment
novellierten Klärschlammverordnung auf die notwendigen vor- methods for sewage sludge
geschalteten Behandlungsschritte auf den Kläranlagen (Entwäs-
Third work report of DWA working group KEK-1.5
serung, Trocknung) beschrieben. Es werden Angaben gemacht
zu den Klärschlammmengen, zu Massenreduktion und Heiz- This work report describes the ramifications of revised sewage
wert, zu den Einflüssen auf die Entwässerbarkeit und Empfeh- sludge legislation in Germany requiring upstream treatment
lungen zu den Entwässerungsaggregaten, zur maschinentechni- methods for wastewater treatment plants (drainage and dry-
schen Auslegung, zu biologischen Schlammbehandlungsverfah- ing). It provides information about the quantity of sewage
ren sowie zum Einsatz von Trocknern. sludge, mass reduction and the calorific value, the effects on
Schlagwörter: Klärschlamm, Klärschlammverordnung, Entsorgung, drainage characteristics and recommendations for drainage sys-
Behandlung, Entwässerung, Trocknung, Heizwert, Maschine, Ausle- tems, mechanical design, biological sludge treatment methods
gung, biologisch and the use of dryers.
DOI: 10.3242/kae2019.03.004 Key words: sewage sludge, Sewage Sludge Ordinance, waste manage-
ment, treatment, drainage, drying, calorific value, machine, design,
biological

1 Einleitung
Durch die Regelungen der im Jahre 2017 neu gefassten Rechts- rer Größe“ wurden und werden daher Arbeitsberichte zu fol-
grundlagen zur Klärschlammbehandlung und -entsorgung genden Themen erarbeitet:
(Klärschlammverordnung, Düngegesetz, Düngeverordnung
und Düngemittelverordnung) ergeben sich gravierende Aus- ●● Auswirkungen der neuen Klärschlammverordnung auf die
wirkungen auf die erforderlichen Behandlungsverfahren vor ei- Klärschlammentsorgung [16]
ner Entsorgung des Klärschlamms. In der DWA-Arbeitsgruppe ●● Hinweise zur Erarbeitung von Konzepten für die Behand-
KEK-1.5 „Übergreifende Fragestellungen der Klärschlammbe- lung und Entsorgung von Klärschlamm [18]
handlung und -entsorgung auf Kläranlagen kleiner und mittle- ●● Technische Hinweise zu bewährten Behandlungsverfahren
von Klärschlamm
Mitglieder der DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.5 „Übergreifende Fragestel-
*) ●● Transportlogistik für Klärschlammbehandlung und -entsor-
lungen der Klärschlammbehandlung und -verwertung auf Kläranlagen gung
kleiner und mittlerer Größe“ sind: Dr.-Ing. Rolf Otte-Witte (Sprecher; El- ●● Rechtliche Rahmenbedingungen der interkommunalen Zu-
ze), Dipl.-Ing. Tim Boudewins (Bochum), Rechtsanwältin Claudia sammenarbeit und der Kooperation mit Dritten.
Brandt (Bremen), Dr.-Ing. Günter Fehr (Hannover), Dipl.-Ing. Matthias
Fink (Bad Camberg), Dipl.-Ing. Johann Flohr (Pforzheim), Dipl.-Ing. Ralf
Hilmer (Hildesheim), Thomas Knoll (Schwandorf), Dr.-Ing. Julia B. Kopp Grundsätzlich sind alle Kläranlagen ab 2029 zur P-Rückgewin-
(Lengede), Dipl.-Ing. Stefan Krieger (Kaiserslautern), Dipl.-Ing. agr. Tho- nung verpflichtet, wenn der Klärschlamm mehr als 20 g P/kg
mas Langenohl (Rheinbach), Dipl.-Ing. Falko Lehrmann (Lünen), Dipl.- TM enthält. Kläranlagen kleiner 100 000 EW können noch bis
Ing. Stefan Rehfus (Neu Eichenberg), Dr.-Ing. Markus Roediger (Stutt- 2032, Kläranlagen bis 50 000 EW unbefristet bodenbezogen
gart), Dipl.-Ing. Hans-Walter Schneichel (Mainz), Dr.-Ing. Thomas Siek-
mann (Thür), Gäste: Dipl.-Ing. Marthe Soncourt (Pforzheim), Dr.-Ing. verwerten. Zur Bewertung von Verfahren der Phosphorrückge-
David Montag (Aachen). – Kontakt in der DWA-Bundesgeschäftsstelle: winnung und der thermischen Behandlung wird auf die Litera-
Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl, E-Mail: reifenstuhl@dwa.de tur verwiesen [1]. In diesem Arbeitsbericht werden die Vorbe-

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WUSSTEN SIE
Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

SCHON, DASS
Stabilisierter Nassschlamm

Entwässerung
 maschinell
 biologisch in Beeten**  

Trocknung
 Teiltrocknung < 85 %TR  Kompostierung
 Volltrocknung > 85 %TR

anderweitige thermische Klärschlamm‐ Klärschlamm‐ alternative


der Flach-Feinsiebrechen,
Entsorgung* mitverbrennung verbrennung Technologien
‐ Verbrennung mit Ersatzbrennstoffen in Kohlekraftwerken (Monoverbren‐ ‐ Pyrolyse
‐ Zementwerke ‐ Vergasung
‐ Müllverbrennung nung) ‐ Carbonisierung

* nur bei P‐Gehalten < 20 g P/kg TM bzw. 
vorheriger  P‐Rück‐gewinnung aus Ab‐
wasser/Klärschlamm >= 50 % zulässig.
Bei Kläranlagen <= 50.000 EW im Einzelfall 
nach behördlicher Zustimmung auch ohne  P‐Rückgewinnung / ‐Recycling  bodenbezogenes
vorherige P‐Abreicherung aus den Rückständen P‐Recycling
**   ggf. vorherige Aufbereitung erforderlich    
(Störstoffabtrennung/‐zerkleinerung)

Abb. 1: Mechanische, biologische und thermische Behandlungs-


verfahren (ab 2029/2032)

Schlammvolumen nach Entwässerung und jährliche Trockenmasse zur Verwertung 
14 2.600
18 % TR
Schlammvolumen nach Entwässerung

12 2.400
10 24 % TR
2.200
22 % TR
8 2.000
6 30 % TR
1.800
[m³/d7]

4
2
1.600
1.400
die WalzenSandfang-Kompaktanlage,
0 1.200
‐2 1.000
Trockenmasse zur Verwertung

‐4 800
‐6 600
[MgTM/a]

‐8 400
‐10 200
‐12 0
0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 45.000 50.000
EWCSB [‐]

Volumen ASS [m³/d] TR = 18 % Volumen FS [m³/d] TR = 22 % Volumen FS [m³/d] TR = 30 %


Volumen ASS [m³/d] TR = 24 % Trockenmasse ASS [MgTM/a] Trockenmasse FS [MgTM/a]

ASS: aerob stabilisierter Schlamm, FS: Faulschlamm

Abb. 2: Abschätzung des Klärschlammanfalls nach Kläranlagen-


größe (bis 50 000 EW). Bezug: DWA-M 368, Tabelle 7 (Angaben
„Schlammanfall nach Entwässerung“ bezogen auf sieben Tage/
Woche (gilt nicht für Abwasserteiche und bewachsene Bodenfil-
ter))
und die Schneckenpresse

handlungsverfahren Entwässerung, biologische Behandlungs-


verfahren und Trocknung behandelt. Eine Übersicht gibt Abbil-
dung 1.

2 Klärschlammmengen
Der Klärschlammanfall ist von der Art der Stabilisierung und
vom Grad der Entwässerung abhängig. Abbildung 2 zeigt den
Zusammenhang für Kläranlagen bis 50 000 EW.

3 Trockenmasse, Massenreduktion und Heizwert


Ziel ist es, zunächst zu untersuchen, wie das zu behandelnde geringste Wartungs- und Betriebskosten
Klärschlammvolumen weiter reduziert werden kann. Abbil-
dung 3 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Klärschlamm-
sowie eine sehr gute Zugangsmöglichkeit
volumen, ausgehend von 1000 l für Liter mit 35 kg/m³ Tro- zu allen bewegten Teilen haben? Nein?
ckenmasse, das sich in Abhängigkeit von der Entwässerung Dann wird es aber Zeit!
und der Trocknung einstellt.
Die Kurve veranschaulicht deutlich, dass sich das Schlamm-
volumen für dieses Beispiel über die mechanische Entwässe-
rung auf einen Trockenrückstand von 25 % bereits um ca.
85 % verringert. Durch eine anschließende Trocknung wird
das Schlammvolumen dann noch um weitere ca. 10 % redu-
ziert.

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212 Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

trockneten Schlamms vermindert und entsprechend andere lo-


gistische Gegebenheiten zu berücksichtigen sind (andere Fahr-
zeuge). Details wird der in Vorbereitung befindliche Arbeitsbe-
richt Teil 4 „Transportlogistik“ enthalten.

4 Maschinelle Entwässerung für Kläranlagen


kleiner und mittlerer Größe

4.1 Einflüsse auf die Entwässerbarkeit


Bei der maschinellen Schlammentwässerung kann der physika-
lisch ungebundene, freie Wasseranteil mechanisch abgetrennt
werden. Die Menge an freiem Wasser, das heißt letztlich das er-
reichbare Entwässerungsergebnis, wird von den Klärschlamm-
eigenschaften bestimmt. Wichtigste Einflussgrößen sind der
Anteil des Überschussschlammes an der Schlammfracht und
die Art der P-Elimination.
Bei Anlagen mit gemeinsamer aerober Stabilisation fällt
nur Überschussschlamm an. Es werden Entwässerungsergeb-
nisse in der Regel zwischen 18 und 24 % TR erreicht. Bei der
Entwässerung von Faulschlämmen werden Entwässerungser-
gebnisse zwischen 22 und 30 % TR erreicht. Die besseren Ent-
wässerungsergebnisse von Faulschlämmen sind vor allem da-
Abb. 3: Volumenverminderung durch Abtrennen von Schlamm- rauf zurückzuführen, dass bei einer anaeroben Schlammsta-
wasser (Bezug: DWA-M 366, Bild 1) bilisierung in der Regel eine Vorklärung eingebunden ist.
Hierbei fällt leicht entwässerbarer Primärschlamm an, und
Da der Energieeinsatz der mechanischen Trennverfahren der schlecht entwässerbare Überschussschlammanteil vermin-
(Entwässerungsverfahren) deutlich geringer ist als der Ener- dert sich entsprechend. Außerdem ist zu beachten, dass die
gieeinsatz der thermischen Verfahren (Trocknung), sollten die Masse der Feststoffe umso stärker vermindert wird, je höher
Schlämme vor der Trocknung so gut wie möglich mechanisch der Grad des Abbaus organischer Substanz bei der Schlamm-
entwässert werden. Weitere Informationen sind den Merkblät- faulung ist. Die zu entsorgende Schlammmenge wird gerin-
tern DWA-M 383 „Kennwerte der Klärschlammentwässerung“ ger, auch wenn sich das Entwässerungsergebnis mit zuneh-
und DWA-M 366 „Maschinelle Schlammentwässerung“ zu ent- mender Faulzeit verschlechtern kann. Vor diesem Hinter-
nehmen. grund sollten Faulzeiten . 30 d vermieden werden (siehe
Mit zunehmender Wasserabtrennung durch Entwässerung DWA-M 383).
und Trocknung steigt der Heizwert des Klärschlamms, der für Der Einfluss von Phosphat auf die Wasserbindung von Klär-
die Verfahrensauswahl der thermischen Behandlung von Be- schlämmen ist im DWA-M 383 beschrieben. Konstant hohe
deutung sein kann. Der Heizwert des entwässerten Klär- Phosphatgehalte im Faulschlammwasser haben in vielen Fällen
schlamms hängt vom Trockenrückstand und vom Anteil der or- einen negativen Einfluss auf Schlammentwässerung und/oder
ganischen Substanz (GV) im Klärschlamm ab. In Tabelle 1 wer- auf Polymerbedarf. Bei Anlagen mit biologischer P-Elimination
den Größenordnungen des Heizwerts angegeben. (PO4-P . 100 mg/l) war der Bedarf an polymeren Flockungs-
Entwässerter Klärschlamm lässt sich zum einen durch Zu- mitteln im statistischen Mittel um 3 kg WS/Mg TM höher und
führung weiterer Energieträger für die thermische Behandlung das erreichte Entwässerungsergebnis um 4 %-Punkte TR gerin-
aufwerten. Zum anderen wird in Verbrennungsanlagen durch ger als bei den Schlammproben aus Kläranlagen mit chemi-
Abwärmenutzung der Gesamtstrom auf 40–65 % TR zuvor teil- scher Phosphorfällung [2]. Es wird empfohlen, die Art der P-
getrocknet oder es wird die Volltrocknung eines Teilstroms Elimination im Jahresverlauf zu bewerten. Oftmals ist eine Ver-
durchgeführt, um ein Entzünden des Klärschlamms überhaupt minderung der Entwässerbarkeit im Winterbetrieb (November
zu erreichen. Alternative Technologien zur thermischen Be- bis Mai) zu beobachten, dann könnte sich der Umstieg auf ei-
handlung, wie zum Beispiel Pyrolyseverfahren, Vergasungsan- ne P-Fällung positiv auf die Entwässerungsergebnisse auswir-
lagen oder Drehrohröfen, erfordern eine Volltrocknung vor ken. Der deutliche Mehrverbrauch an Fällmitteln ist den Kos-
oder im Zuge der thermischen Behandlung. ten für die Entwässerung und Verwertung im Einzelfall gegen-
Entgegen der Erwartung, dass für (teil-)getrockneten Klär- überzustellen.
schlamm aufgrund des höheren Heizwertes geringere Annah-
mepreise berechnet werden, ist dies in der derzeitigen Praxis 4.2 Entwässerungsaggregate
in Deutschland oft nicht gegeben. Nur für die Mitverbrennung
in Zementwerken wird vollgetrockneter Schlamm benötigt. Auf Anlagen kleiner 50 000 EW kommen derzeit überwiegend
Dieser Weg ist aber künftig für Schlämme mit P-Gehalten über Zentrifugen, Schneckenpressen oder Bandfilterpressen zum
20 g/kgTR nicht mehr möglich. Wirtschaftliche Vorteile, die Einsatz. Maschinentechnische Beschreibungen, Betriebshin-
unter anderem für eine Trocknung sprechen, sind in der Redu- weise und Kenngrößen sind im DWA-M 366 zu finden. Für die
zierung der zu transportierenden und zu entsorgenden Massen einzelnen Entwässerungsaggregate sind folgende Betriebshin-
zu sehen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Dichte des ge- weise zu beachten [3]:

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Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm 213

Trockenrückstand des entwässerten Klärschlamms TR in %
20% 25% 30% 35% 40% 45% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
GV in %
50%       280       950    1.620    2.290    2.960    3.630    4.300    5.640       6.980      8.320      9.660    11.000 
55%       500    1.225    1.950    2.675    3.400    4.125    4.850    6.300       7.750      9.200    10.650    12.100 
60%       720    1.500    2.280    3.060    3.840    4.620    5.400    6.960       8.520    10.080    11.640    13.200 
65%       940    1.775    2.610    3.445    4.280    5.115    5.950    7.620       9.290    10.960    12.630    14.300 
70%    1.160    2.050    2.940    3.830    4.720    5.610    6.500    8.280     10.060    11.840    13.620    15.400 

Heizwertbereich > 4.500 KJ/Kg (angestrebter Mindestwert für selbstgängige Verbrennung)


Heizwertbereich > 10.000 KJ/Kg (angestrebter Mindestwert für Mitverbrennung in Zementwerken)

Nutzbarer Energieinhalt des entwässerten und getrockneten Klärschlamms (in KJ / Kg) in Abhängigkeit von Trockenrückstand und Glühverlust
Berechnet als Heizwert Hu der Originalsubstanz (Wasser und Aschefrei) für einen Heizwert der organischen Substanz von 22.000 KJ/kg oTM
Verwendete Berechnungsformel: Hu,roh = Hu,waf   * TR/100 * (100 ‐ Awf)/100 ‐ 2400 *(100 ‐ TR)/100

Tabelle 1: Heizwert Hu der Originalsubstanz des Klärschlamms (Hu OS) in Abhängigkeit vom Trockenrückstand TR und Anteil organischer
Substanz in der Trockenmasse (oTM); Hu oTM  22 MJ/Kg

Dekanter/Zentrifuge Bandfilterpresse

19-03- 037
●● Schleuderziffer
. 300 mm
KA
größer 2800 g, Trommeldurchmesser Kunde: für
●● Empfehlung Kugler
hohen Entwässerungsgrad: Maschinen mit
mehr als zwölf Druckwalzen
●● hohe Flexibilität gegenüber schwankenden Schlammeigen- ●● höhere Trockenrückstände im Eingang der Aggregate sind
schaften 4c für die
günstig c Filtration
m y k Sonderfarbe
●● Entwässerung von „dünnen“ Rücklaufschlämmen ist mög- ●● Einfluss auf die Entwässerungsleistungsfähigkeit über die
lich. Stellgrößen Schlammdurchsatzmenge, Flockungsmittel-
●● Einfluss auf die Entwässerungsleistungsfähigkeit erfolgt menge, Bandgeschwindigkeit und Dicke der Schlamm-
über die Stellgrößen Schlammdurchsatzmenge, Flockungs- gelieferte PDF
schicht
mittelmenge, Trommeldrehzahl, Differenzdrehzahl, Wehr- ●● Verkleben/Verschmieren des Filtertuchs durch falsche Poly-
scheibeneinstellungen, Dosierstelle und Konzentration Po- 176 x 60 mm
mer-Dosierung, Achtung bei hohen Fett- und Eiweißantei-
lymer len im Schlamm
●● Betriebsdruck oder Schneckendrehmoment sind gute Leis- ●● optimales Filtertuch auswählen, Bandspannung prüfen,
tungsindikatoren Bandreinigung prüfen
●● Verweilzeit des Schlammes im Schwerefeld beachten ●● Spritzwasserverbrauch zur Filterbandreinigung ca.
●● Der Einsatz von TR-Sonden einschließlich frachtproportio- 5–10 m³/h pro m Bandbreite bei 5–8 bar
naler Regelung der Beschickung wird empfohlen. ●● Wegen Aerosolbildung wird Kapselung mit Abluftabsau-
●● Bei Maschinen mit Steilkonus (15–20°): Wegen der Stau- gung empfohlen
scheibe wird ein Grobstoff-Zerkleinerer in der Zulauf-Rohr- ●● Wechsel des Filterbands nach 1000–4000 Betriebsstunden
leitung empfohlen. in Abhängigkeit von Schlammeigenschaften, -aufgabe und
●● Regelmäßige Wartungen gemäß Anforderungen Gemeinde- Bandsteuerung.
unfallverband (GUV) und Berufsgenossenschaft (BG) und
Reparaturen durch Fachfirmen Schneckenpresse
●● Verschleißschutz an den hochdrehenden Maschinenteilen
●● Schallemission sind in der Regel größer 80 dB(A) – Kapse- ●● Lange Verweilzeit des Schlammes in der Maschine, nur we-
lung sinnvoll. nig maschinentechnische Veränderungen pro Tag sinnvoll,

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Beförderte Feststoffe
Ideal für: • Überschussschlamm • Flotatschlamm
• Kanalspül- & Sandfanggut • Gärreste
Ablaufendes
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214 Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

Anpassung an schwankende Schlammqualitäten durch Ver- den oder die Entwässerbarkeit wird analytisch bestimmt. Pro-
änderung der Schneckendrehzahl oder des Anpressdrucks gnosekennwerte werden im DWA-M 383 vorgestellt. Die Ana-
des Auslaufkonus möglich (Reaktionszeit üblicherweise ca. lyse sollte möglichst im Winter durchgeführt werden, da in der
45 Minuten) Regel dann die Entwässerungseigenschaften schlechter sind als
●● Einfluss auf die Entwässerungsleistungsfähigkeit über die im Sommer. Die Beurteilung der Entwässerbarkeit sollte den
Stellgrößen: Durchsatzmenge, Flockungsmittelmenge, Ausschreibungsunterlagen als Information beigefügt und als
Schneckendrehzahl, Anpressdruck des Austragskonus, Zu- Grundlage zur Festlegung von Garantiewerten genutzt werden.
laufdruck (0,1–0,3 bar), Schneckendrehmoment, Ein- Werden Schlämme verschiedener Herkunft miteinander ver-
misch-Energie bei Einsatz eines Inline-Mischers für Poly- mischt, wird empfohlen, die Entwässerbarkeit der Einzel-
mer schlämme zu bestimmen und hieraus Entwässerungskennwer-
●● Bei zu geringer Polymer-Dosierung kann es zur deutlichen te für die Mischschlämme abzuleiten. Für einen stabilen Ent-
Verminderung beim Austrags-TR und Abscheidegrad oder wässerungsbetrieb ist eine sorgfältige Durchmischung der Ent-
bei einer Überdosierung zum Verschmieren des Siebkorbs wässerungsvorlage notwendig.
mit vermindertem Durchsatz kommen.
●● Höchster Feststoffgehalt im Austrag bei einem mengen- Rückbelastung der Kläranlage
oder frachtbezogenen Auslastungsgrad von 50–60 % der
Nennleistung, das heißt Reserven einplanen Vor der weiteren Auslegung ist zunächst die Rückbelastung der
●● Abscheidegrad im Normalfall zwischen 95 und 97 %, bei Kläranlage zu betrachten.
Forderung über 99 % ist eine Nachbehandlung des Filtrats
zum Beispiel über ein nachgeschaltetes Sieb notwendig, ●● Welche Konzentrationen/Frachten an Stickstoff (NH4-N),
fallweise höherer Polymereinsatz Kohlenstoff (CSB) und Phosphat werden anfallen?
●● robuste Maschinentechnik, geringe Störanfälligkeit, niedri- ●● Kann die Rückbelastung im Tagesbetrieb der Kläranlage zu-
ger Stromverbrauch geleitet werden? Das heißt, ist das CSB/N-Verhältnis im Zu-
●● Veränderte Parametereinstellung haben aufgrund hohen lauf der biologischen Reinigung immer ausreichend?
Füllgrads der Trommel eine verzögerte Auswirkung auf den ●● Welches Speichervolumen ist für Schlammwasser vorhan-
Trockenrückstand im Austrag. den bzw. erforderlich?
●● geringer Verschleiß aufgrund geringer Drehzahl, Lippenaus-
tausch nach 4000–8000 Betriebsstunden. Der Zustand der Dabei ist zu beachten, dass bei der Stapelung von aerob stabi-
Dichtlippen beeinflusst das erreichbare Entwässerungser- lisierten Überschussschlämmen die Rückbelastung für CSB und
gebnis signifikant. NH4-N signifikant ansteigen kann. Bei der Entwässerung aus
●● Vollständig gekapselt, leiser Betrieb mit  65–70 dB(A) dem Rücklaufschlammstrom ist die Rückbelastung dagegen ge-
ring („quasi“ Ablaufqualität).
4.3 Planungsprozess und maschinentechnische Auslegung
Auswahl der Maschinentechnik
In der Planung und Auslegung einer maschinellen Entwässe-
rung ist es erforderlich, entgegen der „Fließrichtung“ des Des Weiteren ist zu klären: Welcher Automatisierungsgrad ist
Schlamms vorzugehen. sinnvoll, das heißt, ist ein selbstständiges Abfahren der Ma-
schine gewünscht? Wie wird das Wechseln der Container für
Anforderungen des Entsorgungsweges den entwässerten Schlamm gemanagt? Welche Leistungsre-
serve ist vorzuhalten? Und: Welche Flexibilität ist von dem
●● Welcher TR-Gehalt des Schlamms (. 20 % TR, . 25 % TR, Aggregat für die Entwässerung verschiedener Schlämme er-
teilgetrocknet . 40 % TR, vollgetrocknet . 85 % TR) muss forderlich? Daraus ist die Betriebszeit pro Woche und Tag
erreicht werden? festzulegen, woraus sich der erforderliche Durchsatz der Ma-
●● Schadstoffgehalte, Störstoffe, biologische Stabilität/Geruch schinen ableiten lässt.
●● Konsistenz (pumpfähig, streufähig, stichfest). Hinsichtlich der erreichbaren Entwässerungsergebnisse ist
zu berücksichtigen, dass nur ausreichend groß dimensionierte
Anforderungen an Zwischenspeicherung und Verladung Entwässerungsaggregate das freie Wasser bei der maschinellen
Entwässerung vollständig abtrennen können (zum Beispiel
In einem weiteren Schritt sind die Anforderungen an den Trans- Trommeldurchmesser der Zentrifuge . 400 mm). Bei Band-
port wirtschaftlich und technisch zu prüfen. Wie hoch ist der und Schneckenpressen wird aufgrund des geringeren Energie-
Schlammanfall, welche täglichen Entwässerungszeiten sind ge- einsatzes oftmals ein um bis zu 2 %-Punkte TR geringeres Ent-
plant, wie wird der entwässerte Schlamm gespeichert (Contai- wässerungsergebnis erreicht (siehe DWA-M 366, Tabelle 7).
ner, Zwischenlager, Schubbodencontainer, Hochsilo)? Welche Generell werden Abscheidegrade von . 98 % empfohlen;
Anforderungen sind für den Transport zu berücksichtigen? mindestens sind jedoch 95 % zu erreichen (DWA-M 366, DWA-
M 383). Der Abscheidegrad kann zum Beispiel bei einer nach-
Beurteilung der Entwässerbarkeit geschalteten Prozesswasserbehandlung eine Rolle spielen.
Für eine optimale Entwässerung sind die richtige Polymer-
Für die Auslegung der Maschine und der Polymeraufberei- Produktauswahl und eine sachgerechte Polymeraufbereitung
tungsanlage ist es notwendig, die Entwässerbarkeit des entscheidend (ausführliche Informationen dazu in DWA-
Schlamms zu beurteilen. Dabei kann auf vorhandene Betriebs- M 350). Es sollten 45 min Reifezeit für die Polymere und ein
daten mobiler Entwässerungskampagnen zurückgegriffen wer- Verbrauch der Polymerlösung möglichst innerhalb von vier

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Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm 215

Stunden sichergestellt werden. Der erforderliche Polymerbe- Das heißt, für die Wahl des Entwässerungsaggregates sind
darf ist ein Teilergebnis bei der Beurteilung der Entwässerbar- die Energiekosten deutlich untergeordnet. Die Kosten für die
keit. Leistungsreserven von 20 % sind vorzuhalten. Zudem Klärschlammentsorgung dominieren und fordern auch für klei-
wird der Einsatz von TR-Sonden einschließlich frachtproporti- ne und mittlere Kläranlagen einen optimalen Entwässerungs-
onaler Regelung empfohlen. betrieb sowie die Kenntnis der Entwässerungseigenschaften.
Oft wird die Fragestellung auf die Wahl zwischen Zentrifu- Hierzu ist es erforderlich, die oben aufgeführten Hinweise zu
gen und Schneckenpressen/Bandfilterpressen reduziert. Wer- beachten und eine passende Lösung zu erarbeiten. Zudem er-
den die ermittelten Leistungen [m³/h, kg TR/h] so gering, dass fordert eine maschinelle Entwässerung qualifiziertes Personal
zum Beispiel bei Zentrifugen ein Trommeldurchmesser unter und eine ausreichende Betriebsdokumentation.
300 mm erforderlich wird, wird der Einsatz von Filterpressen
empfohlen, auch wenn ein um bis zu 2 %-Punkte TR geringe-
5 Biologische Schlammbehandlungsverfahren
res Entwässerungsergebnis zu berücksichtigen ist. Ebenfalls
wird davon abgeraten, bei entsprechender Größe die Maschine Biologische Schlammbehandlungsverfahren zur Stabilisierung
nur einmal pro Woche zu betreiben. Eine Durchsatzleistung von Klärschlamm sind in DWA-M 368 beschrieben. Als weiter-
von mindestens 10–15 m³/h ist für Dekanter günstig. Entspre- gehende biologische Schlammbehandlungsverfahren werden
chende Speichervolumen für das Zentrat sind vorzuhalten. Es im Folgenden die Schlammentwässerung in Pflanzenbeeten
kann auch sinnvoll sein, die Verfahrensvariante der Rücklauf- und die Klärschlammkompostierung dargestellt.
schlammentwässerung zu betrachten. Die Maschinensteuerung Bei der Behandlung in Pflanzenbeeten handelt es sich um ein
von Zentrifugen erlaubt es, diese auf verschiedene Schlamm- Verfahren zur Entwässerung von Klärschlämmen, das verfah-
qualitäten einzustellen, das heißt, sie sind gut geeignet für Ver- renstechnisch als Alternative zur maschinellen Entwässerung
bundlösungen mit mobilen Einsätzen. eingesetzt werden kann. Dagegen stellt die Kompostierung ein
Schneckenpressen sollten mit 50–60 % der Nennlast betrie- Verfahren zur Nachbehandlung von bereits entwässerten Klär-
ben werden. Die Einplanung von Leistungsreserven (Maschi- schlämmen dar. Bei beiden Verfahren erfolgt eine weitergehen-
nengröße, Betriebszeit pro Woche) ist zwingend anzuraten. de Massenreduktion durch Abbau organischer Substanz und ei-
Aufgrund der langen Verweilzeit des Schlammes in der Maschi- ne damit verbundene Stabilisierung/Hygienisierung.
ne sind regeltechnische Eingriffe nur langsam wirksam. Wenn Anders als Klärschlammentwässerungsverfahren, die in der
die Logistik für den entwässerten Klärschlamm gegeben ist, Regel dem Wasserrecht („räumlich-funktionaler Zusammen-
kann es durchaus sinnvoll sein, die maschinelle Entwässerung hang mit der Abwasserbehandlungsanlage“) zugeordnet wer-
von Montag bis Donnerstag durchgängig zu betreiben. Der den, handelt es sich bei Anlagen zur Kompostierung von Klär-
Freitag verbleibt dann als Leistungsreserve. schlämmen um Abfallbehandlungsanlagen, die abhängig von
Bei der Auslegung von Entwässerungsaggregaten definiert der Größe nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BIm-
der Betreiber die erforderliche Leistung und lässt sich entspre- SchG) zu genehmigen sind.
chende Aggregate anbieten. Die Festlegung der Nenn- zur Bei der Klärschlammkompostierung wird der organische
Nutzleistung obliegt den Anbietern. Es wird empfohlen, die Anteil des Klärschlamms unter Zugabe eines strukturgeben-
Maschinen nicht höher als mit 60–70 % der Nennlast zu beschi- den Materials (zum Beispiel Grünschnitt, Sägemehl etc.) ei-
cken und entsprechende Reserven vorzuhalten. Die Nutzlast ist nem Rotteprozess unterzogen, bei dem durch einen gesteuer-
abhängig von den Schlammeigenschaften. Bei schlechteren ten biologischen Abbau der organischen Substanz die Masse
Entwässerungseigenschaften des Schlamms (Winterbetrieb) verringert und gleichzeitig durch Selbsterhitzung (bis ca.
kann durch eine Reduktion der Beschickung reagiert werden. 65 °C) ein höherer Trockenrückstand und eine Hygienisierung
Zudem sollten Versuche mit baugleichen Aggregaten bei unter- des Materials erreicht wird [5, 6]. Abgabefertige Klär-
schiedlichen Durchsätzen durchgeführt werden. Ein Up- als schlammkomposte können landwirtschaftlich und landbau-
auch Downscaling ist zu fehlerbehaftet. lich verwertet werden, sofern die stofflichen Vorgaben
Bei den Jahreskosten für Entwässerung und Entsorgung (Grenzwerte der Klärschlammverordnung und Düngemittel-
[4a, b] entfallen ca. 65 % der Kosten auf die Entsorgung, ca. verordnung) eingehalten werden.
17 % für polymere Flockungsmittel, 9 % für Kapitaldienst und Bei der Entwässerung in Pflanzenbeeten hat sich der Ein-
nur 2 % für Energie an (Abbildung 4). satz von Schilf (phragmites australis) bewährt [7]. Zu Verfah-
rensmerkmalen, Ausführungsdetails und Betrieb sei auf [8, 9]
Für die Wirtschaftlichkeit einer  verwiesen. Eine betriebsbegleitende Qualitätssicherung zur
Entwässerungsanlage  Überprüfung des Entwässerungserfolges und der qualitativen
maßgeblich:
‐ erreichtes  Eigenschaften des Materials ist ebenso anzuraten wie die Bil-
Entwässerungsergebnis dung von ausreichenden Rückstellungen für eine spätere Ent-
‐ benötigter Polymereinsatz
sorgung des Klärschlamms. Das Verfahren ist flächenintensiv
(. 0,5–1,5 m²/EW), zusätzlich sollten Reserven für eine späte-
Beispiel:
Kläranlage mit 100.000 EW, 
re Nachlagerung des Materials bei der Flächenplanung berück-
Entsorgungskosten 100 €/Mg, sichtigt werden.
Verbesserung des TR von 25 auf  In der Regel werden keine Zuschlagstoffe für die Schlamm-
26% spart ca. 20.000 €/a 
Entsorgungskosten konditionierung wie Kalk, Eisen oder Polymere benötigt. Pri-
märenergiebedarf und Folgeemissionen aus dem Betrieb der
Anlagen sind gering [10]. Für einen erfolgreichen Betrieb ist
Abb. 4: Beispielhafte Verteilung der Jahreskosten für eine Zentri- eine gute Schlammstabilisierung erforderlich (zum Beispiel
fugenanlage [4b] ausreichend hohes aerobes Schlammalter bei . 1–1,5 mg O2/l,

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216 Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

was zu höheren Stromkosten führt, wenn die Kläranlage zu- trocknet werden soll, hängt jedoch auch vom nachgeschalteten
vor nur teilstabilisierend gefahren wurde). Die Bemessung thermischen Behandlungsverfahren ab.
und Beschickungsplanung erfordern eine Einzelfallbetrach- Je nach Trocknungsziel unterscheidet man die Voll- von der
tung. Teiltrocknung. Eine Teiltrocknung liegt dann vor, wenn mit ei-
Es können Feststoffgehalte zwischen 15–30 % TR erreicht nem Trocknungsverfahren ein Trockenrückstand zwischen 30
werden. Gleichzeitig erfolgt ein Abbau der im Klärschlamm und 85 % erreicht wird. Bei der thermischen Trocknung tritt
enthaltenen organischen Trockenmasse um bis zu 50 %. Die zwischen 45 und 65 % TR die sogenannte „Leimphase“ auf, die
kombinierten und zeitlich parallel ablaufenden Effekte führen die Handhabung des Materials bei mechanischer Belastung er-
zu einer deutlich reduzierten Reststoffmenge [11, 12]. Im ent- schwert.
wässerten Reststoff reichert sich Phosphor bis zu 14 % P2O5 in Teilgetrockneter Klärschlamm ist mikrobiologisch nicht sta-
der Trockenmasse an [7]. Durch die Mineralisierung ist eine bil und nur für eine Zwischenlagerung in offenen Behältern bei
Erhöhung der Konzentrationen von Schwermetallen zu erwar- niedrigeren Schüttungen mit kurzen Verweilzeiten geeignet, da
ten. Dies ist zu berücksichtigen, sofern im Nassschlamm bereits grundsätzlich die Gefahr von Glimmbränden sowie Staubex-
Grenzwertausschöpfungen . 70 % vorliegen und dauerhaft ei- plosionen besteht. Außerdem kann der Transport bereits
ne bodenbezogene Verwertung beabsichtigt ist. In der Regel schwierig sein. Teilgetrocknete Schlämme müssen daher so
werden organische Schadstoffe aufgrund mikrobieller Aktivität schnell wie möglich einer weiteren Verwendung – zum Beispiel
in den Pflanzenbeeten reduziert [13]. Verbrennung – zugeführt werden.
Reststoffe aus Pflanzenbeeten können sowohl getrocknet Bei einer Volltrocknung auf einen TR . 85 % ist das End-
als auch direkt in verschiedenen Typen von Verbrennungsanla- produkt biologisch weitgehend stabil und kann in geschlosse-
gen thermisch behandelt werden. Maßgeblicher Faktor ist die nen Silos kurzzeitig zwischengelagert und in der Regel pro­
Förderfähigkeit des Materials, weshalb der Einsatz wenig stör- blemlos transportiert werden. Das Produkt hat je nach Verfah-
stoffanfälliger Techniken, wie seelenlose Schnecken, Trogket- ren staub- bis granulatartigen Charakter. In aller Regel ist es
tenförderer, Schubböden oder ähnlich, sinnvoll ist. Sofern die aus Gründen der besseren Handhabbarkeit bei nachfolgenden
Verfahrenstechnik für eine thermische Behandlung ein weitge- Verwertungs-/Entsorgungsschritten vorteilhaft, wenn ein gra-
hend störstofffreies Material erfordert, sind die größeren Pflan- nulatförmiges Produkt erzeugt wird.
zenteile und Rhizome (Wurzeln) durch Zerkleinerung, Sie-
bung, Lagerung oder ähnlich aufzubereiten [11]. Der Heizwert 6.2 Relevante Eigenschaften der Schlämme
der Reststoffe aus Pflanzenbeeten entspricht dem von gut aus- für den Trocknungsprozess
gefaultem Klärschlamm.
Auch bei der Entwässerung in Pflanzenbeeten ist die Rück- Im Hinblick auf Geruchbelastungen sind ausreichend stabili-
belastung der Kläranlage aus den Prozesswässern zu beach- sierte Schlämme (siehe DWA-M 368: Biologische Stabilisierung
ten. Die Rückbelastung der Kläranlage bezüglich CSB und von Klärschlamm) problemlos zu trocknen. Vor der Auswahl ei-
BSB5 ist durch die Vorreinigung des Filtrats im Schilfbeet so- nes geeigneten Trocknungsverfahrens sind die besonderen Ei-
wie den hohen Abscheidegrad bezüglich Feststoffen in der Re- genschaften des Klärschlamms mit Einfluss auf die Trocknung
gel geringer als bei einer maschinellen Schlammentwässe- zu untersuchen. Hierzu gehört vor allem die Ammoniumkon-
rung. Eine stärkere Rückbelastung kann bezüglich Stickstoff- zentration zur Bewertung der Brüdenbelastung (siehe DWA-
und Phosphorverbindungen (nur bei biologischer P-Eliminati- M 379).
on) auftreten. Mit Kalk konditionierte Schlämme sind für die Trocknung
Das System bietet ein hohes Speichervermögen für Nass- und die anschließende Verbrennung nicht zu empfehlen (Men-
schlämme. Große Speicherbehälter sind in der Regel nicht er- generhöhung, Staubbildung, pH-Wert-Verschiebung verursacht
forderlich. Ein Betrieb kann auch in den Wintermonaten ohne erhöhte Ammoniak-Emissionen).
Unterbrechung erfolgen. Dadurch kann das System auch in Durch die Annahme von Fremdschlämmen können regiona-
Kombination mit einer Nassschlammverwertung anstelle eines le Trocknungsanlagen mit höheren Durchsätzen und damit ge-
zusätzlichen Aufbaus von Stapelraum angewendet werden, um ringeren spezifischen Trocknungskosten betrieben werden. Da-
zum Beispiel ausbringungsfreie Zeiträume aufgrund der Ein- bei sind jedoch folgende Punkte für das Klärschlammaufkom-
schränkungen des Düngerechts zu überbrücken. men zu berücksichtigen:

●● größere Schwankungen im Entwässerungsgrad und in der


6 Weitergehende Klärschlammbehandlung
Klärschlammzusammensetzung
durch Trocknung
●● Störstoffe vor allem bei Verladen, Zwischenlagern und
Trocknen
6.1 Klärschlammtrocknung
●● Störstoffe wie zum Beispiel Fasern, Borsten, Haare, Kunst-
Klärschlammtrocknungsanlagen dienen dem weitergehenden stoffe etc. können aus dem Abwasser in der Kläranlage in
Wasserentzug aus einem in der Regel zuvor mechanisch ent- den Schlamm gelangen. Zur Verringerung des Störstoffan-
wässerten Klärschlamm. Ziel dabei ist es, die Masse zu reduzie- teils werden Siebe oder Rechenanlagen mit Spaltweiten
ren, den Heizwert von ca. 2 MJ/kg auf . 4,5 MJ/kg zu erhö-  2 mm empfohlen (siehe DWA-M 379: Klärschlammtrock-
hen und/oder die biologische Stabilität zu verbessern. Teilwei- nung).
se wird auch eine Reduktion der im Schlamm enthaltenen Mi- ●● Beim Einsatz von ungenügend aufbereiteten Co-Substraten
kroorganismen angestrebt (Hygienisierung). Durch eine können weitere problematische Bestandteile hinzukom-
Heizwerterhöhung auf . 4,5 MJ/kg wird bereits eine selbst- men, wie zum Beispiel Fette und geruchsintensive Stoffe
gängige Verbrennung erreicht. Wie weit der Klärschlamm ge- (siehe DWA-M 380: Co-Vergärung), was zu höheren Belas-

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Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm 217

tungen im Brüdenkondensat und ungünstigen rheologi- behandlung erforderlich, die dann auf die jeweiligen Volu-
schen Eigenschaften führen kann. menströme und niedrigere Schadstoffkonzentrationen ausge-
legt sein muss.
Relevante Eigenschaften der Trockner Der Bandtrockner ist bei Wärmeträgertemperaturen von 60
bis 150 °C einsetzbar, mit steigender Temperatur nehmen die
Der Trocknungsprozess besteht im Wesentlichen aus zwei ver- notwendige Trocknungsfläche und damit die Herstellungskos-
fahrenstechnischen Schritten: ten deutlich ab. Auch verringert sich beim Übergang von der
Niedertemperatur- auf die Mitteltemperaturbandtrocknung der
1. Der Strukturierung des entwässerten Klärschlamms zur spezifische elektrische Energieverbrauch deutlich. Bei gleicher
Ausbildung einer möglichst großen Oberfläche, die es er- Wasserverdampfung erfordern niedrige Wärmeträgertempera-
laubt, die Trocknungswärme an und in das Produkt zu turen neben höheren Investitionen einen höheren Stromver-
transportieren brauch für die Luftumwälzung und Abluftbehandlung [14].
2. Dem Trocknungsprozess selbst durch Verdunsten bzw. Ver- Durch die Nutzung von Abwärme zum Beispiel aus Blockheiz-
dampfen des Klärschlammwassers. kraftwerken verbessert sich die Wirtschaftlichkeit.
Das Kondensat kann bei der Trocknung von kläranlagenei-
Für die Auslegung eines Trockners ist zum einen die zur Verfü- genem Schlamm in diese zurückgeführt werden. Sollen
gung stehende Wärmemenge entscheidend und zum anderen Bandtrockner auf einem Kraftwerksgelände betrieben werden
das Temperaturniveau und die Differenz zwischen Heizmedi- und steht keine effektive Abwasserbehandlung zur Verfügung,
um und Schlammtemperatur. Je höher die Temperatur und je wird mittels eines Zu-/Abluftbetriebs die anfallende Abwasser-
größer die Temperaturdifferenz ist, desto kompakter kann der menge minimiert und der Wasserdampf aus der Klärschlamm-
Trockner gebaut werden. Bei niedrigen Trocknungslufttempe- trocknung über die Luft abgeführt. Dadurch fällt nur noch das
raturen ist zu berücksichtigen, dass oftmals hohe Luftdurchsät- Abwasser der Wäscher der Abluftbehandlungsanlage an, aller-
ze erforderlich sind. Abbildung 5 zeigt eine Entscheidungsma- dings erhöht sich der Abluftvolumenstrom. Es ist projektspezi-
trix. fisch zu prüfen, ob die Ammoniumsulfatlösung aus dem sauren
Scheibentrockner, Schneckentrockner, Trommeltrockner, Wäscher in der Landwirtschaft verwertet werden kann.
Dünnschichttrockner und Wirbelschichttrockner sind typi- Bei Solartrocknern (Hallentrockner) liegt die Temperatur
sche Hochtemperaturtrockner, Bandtrockner typische Mittel- der Trocknungsluft in der Regel zwischen 5 und 25 Grad über
temperaturtrockner und Solartrockner typische Niedertem- der Umgebungstemperatur, höchstens jedoch bei 50 °C. Je nach
peraturtrockner. Niedertemperaturtrockner haben Vorteile Wärmequelle unterscheidet man zwischen solaren, abwärme-
gegenüber Mittel- und Hochtemperaturtrocknern wegen ih- unterstützten oder allein mit Abwärme betriebenen Trock-
rer technischen Einfachheit, nachteilig ist der höhere Platz- nungsanlagen. Während der Trocknung wird der Schlamm
bedarf. Generell steigt mit sinkendem Temperaturniveau durch unterschiedliche, automatisierte Wendemaschinen ge-
auch die Menge an Abluft, wobei deren Schadstoffkonzen­ mischt und gewendet und dabei von oben belüftet (über-
tration geringer wird. In Abhängigkeit von Schlammqualität, strömt). Der Luftaustausch mit der Umgebung kann durch freie
Temperaturniveau und Standortbedingungen ist eine Abluft- Konvektion oder Ventilatoren erfolgen. Eine Abluftbehandlung

Energieangebot ausreichend für thermische 
Trocknung?
Erforderlich ca. 870 KWh/t WVD 
nein

Grundfläche  Abwärme  Abwärme  Abwärme  Abwärme 


ausreichend für  70 bis 80 ° C 80 bis 150 ° C > 150 ° C > 150 ° C
Solartrocknung ?

Hallentrocknung  Hallentrocknung Für VT und TT: Für VT: Für TT:


(rein solar)  (Abwärme gestützt)  Bandtrockner, Wirbelschichttrockner,  Scheibentrockner, 
bis zu bis zu Paddeltrockner Trommeltrockner,  Dünnschichttrockner,
1 t WVD / (m²a) 5 t WVD / (m²a) Dünnschichttrockner Schneckentrockner

rein solare  Abwärme gestützte  Abwärme gestützte  Abwärme gestützte  Abwärme gestützte 


Hallentrocknung  Hallentrocknung  Trocknung Trocknung  Trocknung
50 bis 75% TR 60 bis 75% TR bei TT 60 bis 85 % TR bei TT
Nur TT 85 bis > 90 % TR bei VT 85 bis > 90 % TR bei VT 85 bis > 90 % TR 60 bis 85 % TR
TT: Teiltrocknung; VT : Volltrocknung; WVD: Wasserverdampfung
Abb. 5: Entscheidungsmatrix für Trocknungsverfahren in Abhängigkeit vom thermischen Energieangebot und vom Trocknungsziel

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218 Fachbeiträge Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm

ist vorzusehen. Der Schlammein- und -austrag kann automati- [2] Kopp, J.: Düngemittelverordnung und Polymereinsatz – Hinweise
siert sein oder durch einen Radlader erfolgen. zum optimalen Einsatz und zur Aufbereitung, DWA-Klärschlammta-
ge 20.–22. Juni 2017 Würzburg
Je nach Trocknungsverfahren entstehen Granulate mit un-
terschiedlicher Korngrößenverteilung sowie Schüttdichten. Die [3] Denkert R.: Maschinelle Klärschlamm-Entwässerung – DWA-M 366,
sich in der Praxis einstellenden Schüttdichten für vollgetrock- ÖWAV Klärschlammseminar „Verwertung, Behandlung, Phosphor-
rückgewinnung“, Wels, 22.–23. November 2012
netes Material liegen zwischen 350 und 600 kg/m³. Teilge-
trocknetes Material weist in der Regel eine Schüttdichte zwi- [4] a) Müller-Schaper, J.: Aktueller Stand der Entwicklung bei Entwässe-
schen 600 und 700 kg/m³ auf. Solargetrockneter Schlamm er- rung und Trocknung, DWA-Landesverband Nord, Seminar „Perspek-
reicht Werte von 700 bis 900 kg/m³. Die Schüttdichte ist beim tiven der Klärschlammverwertung“, Bremen, 13.–14. September
2016; b) Müller-Schaper, J.: zitiert im Vortrag von J. Kopp „Techni-
Transport des Trockenguts zu beachten [15]. sche Hinweise zu bewährten Behandlungsverfahren“, DWA-Landes-
verband Nord, Seminar „Perspektiven der Klärschlammverwer-
Relevante Aspekte für eine nachfolgende tung“, Bremen, 4.–5. September 2018
thermische Behandlung [5] Kehres, B., et al.: Betrieb von Kompostierungsanlagen mit geringen
Emissionen klimarelevanter Gase, Bundesgütegemeinschaft Kom-
Weit verbreitet für die Verbrennung von kommunalem Klär- post e. V., 2010
schlamm ist die Technik der stationären Wirbelschicht. Diese An-
[6] Hupe, K.; Stegmann, R.: Pro und Kontra aerobe und anaerobe Be-
lagen sind in der Regel mit einer thermischen Teiltrocknung aus- handlung von Biomasse, Fachtagung „Quo vadis III – Die aktuellen
gestattet, sodass entwässerte und teilgetrocknete Klärschlämme Entwicklungen in der Abfallwirtschaft“, Lübeck, 5.–6. Mai 1998
(teilweise nur bis 30 % TR) angenommen werden können.
[7] Gödecke, D.: Überblick zur Klärschlammvererdung, Vortragsunterla-
Eine Rostverbrennung benötigt in der Regel einen TR von
gen vom 14. März 2017, Magdeburg, DWA-Landesverband Nord-
über 55 %. Ost, Klärschlamm-Netzwerk
Bei der Mitverbrennung in Kohlekraftwerken kann sowohl
teil- als auch vollgetrockneter Klärschlamm verwertet werden. [8] Klärschlammbehandlung in Pflanzenbeeten, Arbeitsbericht des
ATV-DVWK-Fachausschusses AK-2 „Stabilisation, Entseuchung,
Weitere Inforationen sind im Merkblatt DWA-M 387 „Thermi- Konditionierung, Eindickung und Entwässerung von Schlämmen“,
sche Behandlung von Klärschlämmen – Mitverbrennung in Korrespondenz Abwasser 2001, 48 (7), 991–996
Kraftwerken“ vom Mai 2012 zu finden.
[9] Jordan, R.: Vegetative Behandlung anaerob stabilisierter Klär-
Für die Anforderungen bei Monoverbrennungsanlagen wird
schlämme, Institut für Siedlungswasserwirtschaft, TU Braun-
auf das Merkblatt DWA-M 386 „Thermische Behandlung von schweig, Heft 73, 2006
Klärschlämmen – Monoverbrennung“ vom Dezember 2011 ver-
wiesen. In der Regel sind Monoverbrennungsanlagen ausgelegt [10] Uggetti, E.; Ferrer, I.; Arias, C.; Brix, H.; García, J.: Carbon Footprint
of Sludge Treatment Reed Beds, Ecological Engineering 2012, 44,
für eine Kapazität von mehr als 15 000 Mg TM/a. Kleinere Anla- 298–302
gen sind teilweise umgesetzt oder in der Entwicklung. Die Anga-
ben des Merkblatts bezüglich genehmigungsrechtlicher Anforde- [11] Rehfus, S.; Freesemann, T.: Biologische Schlammentwässerung als
nachhaltige und sichere Alternative,. 20 Jahre Erfahrung aus Räu-
rungen sind auf kleine Anlagen nicht direkt übertragbar.
mung und Verwertung, Vortragsunterlagen vom 9. September 2015,
Zementwerke fordern in den meisten Fällen einen Trocken- DWA-Landesverband Nord-Ost, Klärschlamm-Netzwerk, Berlin
rückstand von über 90 % sowie einen Granulatdurchmesser klei-
[12] Philipp, W.; Strauch, D.: Untersuchung über den Einsatz von Pflan-
ner 10 mm. Bei einer gemeinsamen Vermahlung des Klär-
zen zur Klärschlamm-Entwässerung, Forschungsbericht Nr.
schlamms mit Kohle in Schüsselmühlen und einer Nachtrock- 10301227 des Umweltbundesamtes, Teilvorhaben 2: Seuchenhygi-
nung über Rauchgas kann auch teilgetrockneter Klärschlamm mit enische Untersuchungen, Berlin, 1988
. 70 % TR verwertet werden. Die entsprechenden Spezifikatio-
[13] Bester, K.; Xihuan, C.; Pauly, U.; Rehfus, S.: Abbau von organischen
nen der Zementwerke für das Trockengranulat hinsichtlich Tro- Schadstoffen bei der Klärschlammbehandlung in Pflanzenbeeten,
ckenrückstand und Korngrößen müssen berücksichtigt werden. Korrespondenz Abwasser, Abfall 2011, 58 (11), 1050–1057
Die Anforderungen der Entsorgung bestimmen generell die
[14] Heindl, A.: Praxishandbuch Bandtrocknung – Grundlagen, Anwen-
Anforderungen an die technische Behandlung, das heißt, die
dung, Berechnung, Springer, Berlin, 2016
Planungsschritte laufen entgegengesetzt zur Verfahrensfüh-
rung des Klärschlamms. [15] DIN 19569-10:2017-02: Kläranlagen – Baugrundsätze für Bauwer-
Um auch für kleinere Kläranlagen die Möglichkeit der eige- ke und technische Ausrüstungen – Teil 10: Besondere Baugrundsät-
ze für Anlagen zur Trocknung von Klärschlamm, Beuth, Berlin, 2017
nen dezentralen thermischen Klärschlammverwertung zu
schaffen, sind diverse Verfahren in der Entwicklung, die sich [16] Auswirkungen der neuen Klärschlammverordnung auf die Klär-
auch für kleinere Durchsätze eignen sollen. Die DWA-Arbeits- schlammentsorgung, Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-
1.5, Korrespondenz Abwasser, Abfall 2018, 65 (8), 703–709
gruppe KEK-1.4 hat hierzu Arbeitsberichte „Neue Technologien
zur Schlammbehandlung“ veröffentlicht [17]. [17] Verfahren und Trends in der Thermischen Klärschlammbehandlung,
Arbeitsbericht er DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.4, Teil 1: Korrespondenz
Abwasser 2016, 63 (7), 598–606; Teil 2: Korrespondenz Abwasser
Literatur 2016, 63 (8), 691–696
[1] Pinnekamp, J.; Montag, D.: Klärschlammentsorgung und Phosphor- [18] Hinweise zur Erarbeitung von Konzepten für die Behandlung und
Rückgewinnung, in: Hoffmann, E.; Morck, T. (Hrsg.): Tagungsband Entsorgung von Klärschlamm, Zweiter Arbeitsbericht der DWA-Ar-
der 30. Flockungstage 2017, Schriftenreihe SWW, Band 151, S. 33– beitsgruppe KEK-1.5, Korrespondenz Abwasser, Abfall 2019, (66)
43, Verlag Siedlungswasserwirtschaft Karlsruhe, 2017 (1), 34-39 A

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