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Anhang verfügbar.

Für diese wurde die Erstausgabe von Boris Dobrokhotov des Muzgiz Verlag3 Moscow
genommen.

Das «Klagetrio» von Sergej Rachmaninoff hat eine


Sonatensatzform. Die ersten 19 Takte sind in der
Vortragsbezeichnung «Lento lugubre» geschrieben. Diese
dienen als Einleitung, wo das Thema vom Klavier
vorgestellt wird. Währenddessen haben die Streicher eine
durchgehende 32-tel Begleitung, das am Anfang einen
nebligen und rauchigen Klang hat und danach in den 19
Takten immer klarer und gemeinsam mit dem Klagemotiv
immer lauter wird.
Bei Takt 20 beginnt die Exposition auf g-moll mit einer
sextolen Begleitung am Klavier. Das Cello spielt das
Thema, das mit der Klavierbegleitung zusammenfliesst.
Das «Più mosso» bei Takt 20 auf der Sikorski Ausgabe4
deutet eventuell auf ein fliessenderes Tempo hin. Jedoch
wird man während der Einleitung folglich der Intensivierung
und Verdichtung der Musik schon schneller, wodurch
wahrscheinlich dieses «Più mosso» auf der Ausgabe von
Boris Dobrokhotov nicht notiert ist. Das Stück entwickelt
sich weiter, bis ein Stimmungswechsel bei Takt 36 von
einem «Più vivo» in das Seitenthema «Con anima»
überleitet. Dieses Seitenthema wird nachdem es von der
Geige gespielt wurde, in immer intensivere Harmonien
entwickelt. Die Tritoni in der linken Hand des Pianisten
erzeugen eine starke Spannung, die schlussendlich durch
das Seitenthema, in einer fast schon ausbruchsartigen Art auf dem Cello, aufgelöst wird. Danach folgt eine
technisch sehr anspruchsvolle Stelle für alle Beteiligten, die beim «Appassionato» ihren Höhepunkt erreicht.
Obwohl Rachmaninoff zum Zeitpunkt der Komposition noch in einem sehr jungen Alter von 18 Jahren war, ist in
diesem Werk sein sehr ausdrucksstarker Schreibstil, wie auch der hohe Anspruch an Fingerfertigkeit schon sehr
ausgeprägt.
Bei Takt 96 beginnt die Durchführung mit dem Themakopf vom Cello auf und ab gespielt in einer fast schon
aggressiven Art. Dort sind sich die zwei verschiedenen analysierten Ausgaben auch nicht einig, bezüglich der
Dynamik und den Phrasen. Wir entschieden uns für einen Mittelweg, sodass die erwähnten Aspekte stilistisch
sinnvoll gespielt werden. Beim «Risoluto» auf Takt 100 bearbeitet das Klavier das Klagemotiv immer weiter, bis es
sich mit den Streichern wieder vereint. Die Harmoniewechsel verursachen immer wieder sehr starke
Farbveränderungen bis es bei Takt 140 in eine sehr «schmerzliche» Harmonie gleitet und das Werk danach in
einen weiteren Ausbruch übergeht. Dieser baut sich immer weiter auf, bis dann der Spannungshöhepunkt auf
Takt 163 erreicht wird. Diese Harmonie darf sich dann in ein D-Dur auflösen. Über D-Dur beginnt das Cello mit
dem g-moll Thema, das die helle Harmonie abdunkelt und die Reprise einleitet.
Das Stück endet in einem «Alla marcia funebere» in einer sehr düsteren Stimmung, die dann mit einer Fermate auf
dem letzten Akkord endet, bis diese ausklingt. Auch nachdem das Stück zu Ende ist, hält sich die düstere
Atmosphäre weiterhin, sodass lange danach eine schwere Stille liegen bleibt.

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