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I care

Anatomie,
Physiologie
Impressum
Bibliografische Informationen Wichtiger Hinweis: Wie jede Wissenschaft ist die Medizin stän-
der Deutschen National­bibliothek digen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische
Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit
diese ­Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt
detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über wird, darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass Autoren, Her-
http://dnb.d-nb.de abrufbar. ausgeber und Verlag große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass
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werden. Jeder Benutzer ist angehalten, durch sorgfältige Prü-
fung der Beipackzettel der verwendeten Präparate und gegebe-
nenfalls nach Konsultation eines Spezialisten festzustellen, ob
die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die Beach-
tung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem
Buch abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei
selten verwendeten Präparaten oder solchen, die neu auf den
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erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers. Autoren und Verlag ap-
pellieren an jeden Benutzer, ihm etwa auffallende Ungenauig-
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Printed in Germany

Umschlaggestaltung: Horst Moser, independent


­Medien-Design, München
Umschlagillustration: Seinab Danboos, Münster
Layout: Katharina Fesl, Mathias Frisch, Pia Hofmann;
­Art-Direction: Horst Moser, independent
Medien-Design München
Zeichnungen: anchin mabel, Stuttgart/Zürich;
Karin Baum, Paphos, Zypern
Mind-Maps: Helene Janzen, Stuttgart
Anatomische Aquarelle aus: Schünke M, Schulte E,
­Schumacher U. Prometheus. LernAtlas der Anatomie.
Illustrationen von M. Voll und K. Wesker

Satz: L42 Media Solutions, Berlin


Druck: Aprinta Druck GmbH, Wemding

ISBN 978-3-13-165611-7
Auch erhältlich als E-Book:
eISBN 978-3-13-165621-6
Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Willkommen liebe Leserinnen und liebe Leser, Im zweiten Buchteil geht es dann weiter mit der Anatomie
und Physiologie der verschiedenen Organsysteme, wo Auf-
Sie lernen einen Beruf im Gesundheitswesen? Dazu gra- bau und Funktion der Organe detailliert besprochen werden.
tulieren wir Ihnen herzlich! Dieses Beschäftigungsfeld hat Darüber hinaus ist ein eigenes Kapitel dem Thema „Schwan-
aufgrund der demografischen Entwicklung Zukunft und es gerschaft, Geburt und Wochenbett“ gewidmet. Zum Ab-
stehen Ihnen viele interessante Handlungsfelder offen. Beru- schluss gehen wir in Buchteil 3 näher auf die Besonderheiten
fe im Gesundheitswesen sind aber nicht nur zukunftsfähig, ein, die es beim Heranwachsenden bzw. im Alter gibt. Hier
sondern werden von den Handelnden oft auch als sehr sinn- erfahren Sie z. B., ab welchem Alter ein Kind laufen sollte,
voll eingestuft – was die beste Voraussetzung dafür ist, um wann es zu sprechen beginnt und wann es Zähne bekommt,
langfristig mit seinem Beruf zufrieden zu sein. und gleichzeitig auch, wie sich Organe und Körper durch das
Sie beschäftigen sich aus einem anderen Grund mit den Älterwerden verändern.
Themen Anatomie und Physiologie? Hervorragend! Aus un-
serer Sicht gibt es nämlich kaum etwas Spannenderes als die Bei der Erstellung des Buches war es uns sehr wichtig, die
Frage zu beantworten, wie wir als Menschen funktionieren. Kapitel in einer klaren, verständlichen Sprache zu verfassen
In der Anatomie dreht sich alles darum, wie der Körper und die Inhalte in den verschiedenen Teilen optimal mitei-
innen und außen aussieht und wie die sichtbaren Struktu- nander zu vernetzen. In der Anatomie sagt ein Bild oft sehr
ren zusammenspielen. Die Physiologie und Biologie gehen viel mehr als Worte. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir
noch tiefer in die Materie hinein. Sie vermitteln ein grund- die Bilder aus unserem erfolgreichen Atlas zur Anatomie,
sätzliches Verständnis darüber, wie Prozesse im Körper ab- dem PROMETHEUS, in einer für das Lehrbuch angepassten
laufen – zum Beispiel wie es funktionieren kann, dass das Version in das Buch aufnehmen konnten.
Herz im Schnitt jeden Tag 100 000-mal schlägt (und das ein Das Buch wurde von uns mit dem Anspruch gestaltet, dass
Leben lang!), warum man Fieber bekommt oder Schmerzen Sie das für Ihre Ausbildung relevante Wissen gerne lernen.
verspürt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass Sie sich jederzeit ori-
In fast allen Berufen, die das Ziel haben, Krankheiten zu entieren, das Gelesene gut verstehen und das Wichtige iden-
vermeiden, oder, die sich therapeutisch mit kranken Men- tifizieren und sich merken können – mehr Informationen
schen beschäftigen, ist es entscheidend, über ein grundle- zum didaktischen Konzept finden Sie auf der Mindmap der
gendes Wissen zu Anatomie und Physiologie zu verfügen. hinteren Umschlagseite.
Denn nur so ist es möglich, qualifiziert zu handeln. Mit der für das Buch entwickelten App haben Sie die wich-
tigen Fakten als „Wissen to go“ immer dabei.
In diesem Buch werden Ihnen zunächst die Grundlagen ver- Bei der Realisierung von I care Anatomie, Physiologie ha-
mittelt, die zum Verständnis der Anatomie und Physiologie ben viele verschiedene Menschen wichtige Beiträge gelie-
hilfreich sind. Auf knapp 100 Seiten finden sich relevante fert. Wir im Verlag möchten uns ganz besonders bedanken
Ausschnitte aus den Fachgebieten Biologie, Physik, Chemie bei unseren Autoren, den Grafikern und unseren Fachbeirä-
und Biochemie sowie der Histologie (Gewebelehre). Hier ten, die alle mit großem Engagement sichergestellt haben,
erfahren Sie unter anderem, wie eine Zelle aussieht, welche dass das Buch in der vorliegenden Qualität fertiggestellt wer-
Funktion sie haben kann, aber auch warum das Blut durch den konnte.
unsere Adern fließt und warum wir Farben sehen können.

Wir wünschen Ihnen bei Ihrer Ausbildung sehr viel Freude und viel Erfolg!

Ihr Verlagsteam

PS: Wenn Ihnen das Buch gefällt: I care gibt es auch


für die Pflege und für die Krankheitslehre.
Wir sind sehr gespannt auf Ihre Reaktion
und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen, der für

„wir wollen immer besser werden“.


uns unter dem Motto steht

www.thieme.de/icare/feedback

scannen Sie mich und schreiben Sie


uns, was Sie bewegt
5
Fachbeiräte Mitarbeiter­verzeichnis
Prof. Dr. Frank Schmitz Claus-Henning Bley
Institut für Anatomie und Zellbiologie Krankenhaus Bad Soden
Universität des Saarlandes Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin
Medizinische Fakultät und Schmerztherapie
66421 Homburg/Saar Kronberger Str. 36
65812 Bad Soden
Dr. Karin Schwarz
Institut für Anatomie und Zellbiologie Maik Centgraf
Abt. Neuroanatomie, AG. Prof. Schmitz Mainzerhofplatz 1
Kirrbergerstraße, Geb. 61 99084 Erfurt
66424 Homburg/Saar
Dr. med. Angela Cieslik
Pfälzer Str. 7
69123 Heidelberg

Juliana Hack
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Klinik für Unfall-, Hand-und Wiederherstellungschirurgie
Baldingerstr.
35043 Marburg

Lisa Hohloch
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetterstr. 55
79106 Freiburg

Cornelia Holzheimer
Dipl.-Medizinpädagogin
Klinikum Stuttgart, Bildungszentrum
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Hegelstr. 4
70174 Stuttgart

Henrike Horn
Große Ulrichstr. 19
06108 Halle (Saale)

Cosima Kircher
Dipl.-Pflegepädagogin (FH)
Klinikum Stuttgart, Bildungszentrum
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Hegelstr. 4
70174 Stuttgart

Pascal Kleiner
Klinikum Landkreis Tuttlingen
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
Zeppelinstr. 21
78532 Tuttlingen

Dr. med. Agnes Schneider


Klinikum Wolfsburg
Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie
Sauerbruchstr. 7
38440 Wolfsburg

Dr. med. Anja Schulte


Kantonsspital St. Gallen
Qualitätsmanagement
9007 St. Gallen
Schweiz

6
Inhaltsverzeichnis

1  Grundlagen

1 Aufbau und Funktion 2.6 Anorganische Verbindungen 3.9 Elektrizität und ­Magnetismus . . 44
des menschlichen Körpers – im menschlichen Körper . . . . . 33 3.10 Optik . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
ein Überblick . . . . . . . . . . 12 2.7 Klinische Chemie: ­Laborwerte . . 35 3.11 Schwingungen und ­Wellen . . . . 48
1.1 Geschichtlicher Überblick . . . . 12 3.12 Strahlung . . . . . . . . . . . . . . 50
1.2 Das Fach Anatomie . . . . . . . . . 12 3 Physik im menschlichen
1.3 Das Fach Physiologie . . . . . . . . 13 ­Organismus und in der 4 Biologie . . . . . . . . . . . . . 54
1.4 Kennzeichen des Lebens . . . . . 13 ­Medizin . . . . . . . . . . . . . 36 4.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . 54
1.5 Körperachsen und -ebenen . . . . 14 3.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . 36 4.2 Zytologie – die Lehre der Zelle . . 54
1.6 Terminologie und Sprache . . . . 15 3.2 Mechanik: die Wirkung von 4.3 Genetik . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Druck im menschlichen Körper . 36
2 Chemie und Biochemie . . . 18 3.3 Wärme und Wärmetransport 5 Gewebe im menschlichen
2.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . 18 im menschlichen Körper . . . . . 38 Körper . . . . . . . . . . . . . . 78
2.2 Chemische Elemente . . . . . . . 18 3.4 Aggregatzustände . . . . . . . . . 39 5.1 Prinzipieller Aufbau eines
2.3 Chemische Bindungen . . . . . . . 20 3.5 Löslichkeit und Diffusion . . . . . 40 Gewebes . . . . . . . . . . . . . . . 78
2.4 Chemische Reaktionen . . . . . . 23 3.6 Energie, Arbeit und ­Leistung . . . 42 5.2 Epithelgewebe . . . . . . . . . . . 79
2.5 Organische Verbindungen im 3.7 Grenzflächenkräfte . . . . . . . . 42 5.3 Binde-, Stütz- und ­Fettgewebe . . 84
menschlichen Körper . . . . . . . 23 3.8 Strömungen von Flüssigkeiten 5.4 Muskelgewebe . . . . . . . . . . . 90
und Gasen . . . . . . . . . . . . . . 43 5.5 Nervengewebe . . . . . . . . . . . 98

2   Anatomie und Physiologie der Organsysteme

6 Herz . . . . . . . . . . . . . . . 108 8.2 Brustfellhöhle und 9.4 Mundhöhle und


6.1 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . 108 Mediastinum . . . . . . . . . . . 145 Speicheldrüsen . . . . . . . . . . 175
6.2 Lage, Form und Größe . . . . . . 108 8.3 Nase, Nasen- und 9.5 Spei­seröhre . . . . . . . . . . . . 185
6.3 Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . 110 ­Nasennebenhöhlen . . . . . . . 147 9.6 Magen . . . . . . . . . . . . . . . 187
6.4 Feinbau . . . . . . . . . . . . . . 113 8.4 Rachen . . . . . . . . . . . . . . . 150 9.7 Dünndarm . . . . . . . . . . . . . 192
6.5 Gefäßversorgung und 8.5 Kehlkopf . . . . . . . . . . . . . . 152 9.8 Dickdarm . . . . . . . . . . . . . 197
Innervation . . . . . . . . . . . . 114 8.6 Luft­röhre und Bronchien . . . . 155 9.9 Bauch­speicheldrüse . . . . . . . 203
6.6 Funktionen . . . . . . . . . . . . 116 8.7 Lunge . . . . . . . . . . . . . . . . 158 9.10 Leber . . . . . . . . . . . . . . . . 206
6.7 Regulation der Herzleistung . . 121 8.8 Atemmechanik . . . . . . . . . . 164 9.11 Gal­len­blase . . . . . . . . . . . . 216
8.9 Gasaustausch und Transport 9.12 Verdauung . . . . . . . . . . . . . 218
7 Kreis­lauf- und der Atemgase . . . . . . . . . . . 166 9.13 Ernährung . . . . . . . . . . . . . 222
Gefäßsystem . . . . . . . . . 124
7.1 Blutgefäßsystem . . . . . . . . . 124 9 Verdauungs­system . . . . . 170 10 Niere und ableitende
7.2 Lymphgefäßsystem . . . . . . . 141 9.1 Aufgaben und Aufbau des ­Harnwege, Wasser- und
­Verdauungssystems . . . . . . . 170 Elektrolyt­haushalt . . . . . 230
8 Atmungssystem . . . . . . . 145 9.2 Bauch- und Beckenhöhle . . . . 171 10.1 Nieren . . . . . . . . . . . . . . . 230
8.1 Aufgaben und Aufbau des 9.3 All­gemeiner Wandbau des 10.2 Ableitende Harnwege . . . . . . 243
­Atmungssystems . . . . . . . . . 145 ­Verdauungssystems . . . . . . . 174

7
Inhaltsverzeichnis

10.3 Wasser- und Elektrolyt­- 13.6 Knochen, Gelenke und Muskeln 15.3 Auge . . . . . . . . . . . . . . . . 496
haushalt . . . . . . . . . . . . . . 250 des Halses . . . . . . . . . . . . . 374 15.4 Ohr . . . . . . . . . . . . . . . . . 509
10.4 Säure-Basen-Haushalt . . . . . . 256 13.7 Knochen, Gelenke und Muskeln 15.5 Geschmackssinn . . . . . . . . . 517
des Rumpfes . . . . . . . . . . . . 376 15.6 Geruchssinn . . . . . . . . . . . . 518
11 Hormonsystem . . . . . . . 258 13.8 Knochen, Gelenke und Muskeln 15.7 Tast- und Berührungssinn . . . 520
11.1 Einteilung und Wirkungsweise der oberen Gliedmaße . . . . . 398 15.8 Temperatursinn . . . . . . . . . 520
der Hormone . . . . . . . . . . . 258 13.9 Knochen, Gelenke und Muskeln 15.9 Schmerzwahrnehmung . . . . . 520
11.2 Steuerung der Hormonbildung 263 der unteren Gliedmaße . . . . . 420 15.10 Tiefensensibilität . . . . . . . . . 521
11.3 Endokrine Organe und Gewebe 265
14 Nervensystem . . . . . . . . 444 16 Haut, Haare und Nägel . . 522
12 Blut und Immunsystem . . 289 14.1 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . 444 16.1 Haut . . . . . . . . . . . . . . . . 522
12.1 Blut . . . . . . . . . . . . . . . . . 289 14.2 Gliederung des 16.2 Haare . . . . . . . . . . . . . . . . 529
12.2 Immunsystem . . . . . . . . . . 314 Nervensystems . . . . . . . . . . 444 16.3 Nägel . . . . . . . . . . . . . . . . 530
12.3 Lymphatische Organe . . . . . . 327 14.3 Zentrales Nervensystem 16.4 Hautdrüsen . . . . . . . . . . . . 531
12.4 Impfungen . . . . . . . . . . . . . 335 (ZNS) . . . . . . . . . . . . . . . . 446
12.5 Entzündung . . . . . . . . . . . . 337 14.4 Peripheres Nervensystem 17 Geschlechtsorgane . . . . . 536
(PNS) . . . . . . . . . . . . . . . . 465 17.1 Geschlechtsmerkmale . . . . . . 536
13 Bewegungs­system . . . . . 340 14.5 Autonomes Nervensystem . . . 474 17.2 Weibliche Geschlechts­organe . 536
13.1 Aufgaben und Aufbau des 14.6 Somatisches Nerven­system . . 482 17.3 Männliche Geschlechts­organe . 550
­Bewegungssystems . . . . . . . 340 14.7 Übergeordnete ­Funktionen
13.2 Skelettsystem . . . . . . . . . . . 340 des ZNS . . . . . . . . . . . . . . 484 18 Schwangerschaft, Geburt
13.3 Skelettmuskulatur . . . . . . . . 354 und Wochenbett . . . . . . 560
13.4 Anfassen erlaubt! . . . . . . . . 363 15 Sinnesorgane . . . . . . . . . 494 18.1 Schwangerschaft . . . . . . . . . 560
13.5 Knochen, Gelenke und Muskeln 15.1 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . 494 18.2 Geburt . . . . . . . . . . . . . . . 580
des Kopfes . . . . . . . . . . . . . 366 15.2 Sinneszellen und R
­ ezeptoren . . 494 18.3 Wochenbett . . . . . . . . . . . . 585
18.4 Stillen . . . . . . . . . . . . . . . 587

3   Heranwachsen und Altern

19 Kindliche Entwicklung . . . 592 19.5 Jugendalter . . . . . . . . . . . . 598 20.3 Alterstheorien . . . . . . . . . . 605


19.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . 592 19.6 Entwicklung der Organe . . . . 599 20.4 Veränderungen der
19.2 Neugeborenenperiode und Organsysteme im Alter . . . . . 606
Säuglingsalter . . . . . . . . . . . 592 20 Physiologie des Alterns . . 604
19.3 Kleinkindalter . . . . . . . . . . 596 20.1 Jung oder alt? . . . . . . . . . . . 604
19.4 Kindesalter . . . . . . . . . . . . 597 20.2 Alter und Altern . . . . . . . . . 605

Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . 612

8
1
Grundlagen
1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick����������������������������� 12
2 Chemie und Biochemie�������������������������������������������������������������������������������������������������� 18
3 Physik im menschlichen Organismus und in der Medizin ����������������������������������������� 36
4 Biologie��������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 54
5 Gewebe im menschlichen Körper�������������������������������������������������������������������������������� 78
1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick

1 Aufbau und Funktion des


menschlichen Körpers –
ein Überblick

veröffentlichte Andreas Vesalius, der Leibarzt Karls V., mit


„Vesals Anatomie“ ein erstes umfassendes anatomisches
Werk, das die bestehenden wissenschaftlichen Ansätze der-
artig revolutionierte, dass er als Begründer der modernen
1.1  Geschichtlicher Überblick Anatomie angesehen werden kann.
Die wieder erstarkende Anatomielehre hatte in der fol-
Die Anatomie ist eine der ältesten Naturwissenschaften und genden Zeit jedoch einen schwierigen Stand und die Zahl
die zentrale Wissensgrundlage für jeden Arzt. Das Wort der Kritiker war nicht gering. Dies führte dazu, dass immer
„Anatomie“ leitet sich aus dem Griechischen ab (von „ana- wieder Lehren widerrufen werden mussten und Naturwis-
temnein“) und bedeutet übersetzt so viel wie „zerschnei- senschaftler sogar umgebracht wurden.
den“ oder „zergliedern“. Im 19. Jhd. spaltete sich die klassische Anatomie, wie sie
Bereits in der Antike beschäftigten die Menschen sich mit bisher existiert hatte, in die Unterdisziplinen Anatomie und
der Lehre vom Aufbau von Organismen. Die ersten wissen- Physiologie, die fortan als selbstständige Wissenschaften
schaftlich erwähnten Sektionen wurden bereits im 3. Jahrhun- nebeneinander existierten. Während die Physiologie sich
dert v. Chr. in Alexandria durchgeführt. Der berühmteste Arzt bevorzugt mit den funktionellen Aspekten beschäftigt, steht
in der Antike war Hippokrates von Kos, der auch als Begründer bei der Anatomie die Struktur im Vordergrund. Beide As-
der Medizin angesehen wird. Er verfasste in seinen Schriften pekte gehören jedoch zusammen und bedingen einander.
„Corpus hippocraticum“ auch umfangreiche anatomische Be- Struktur und Funktion gehen Hand in Hand.
schreibungen. Prägend für die medizinische Lehre war außer-
dem der Grieche Galenos von Pergamon (deutsch Galen), der
Leibarzt von Marc Aurel war. Er praktizierte im 2. Jahrhundert 1.2  Das Fach Anatomie
n. Chr. und fasste das medizinische Wissen der damaligen Zeit,
u. a. auch von Hippokrates, in einem Gesamtwerk zusammen. Das Fach Anatomie umfasst folgende Teildisziplinen:
Körperöffnungen am Menschen waren aus religiösen Gründen ●● makroskopische Anatomie: Die makroskopische Ana-
nicht gestattet, Galen erhielt seine Erkenntnisse stattdessen, tomie beschäftigt sich mit allen Dingen des Körpers, die
indem er Knochen und Skelette studierte und Sektionen an so groß sind, dass man sie mit bloßem Auge – bzw. mit
Tieren vornahm. Seine Lehre prägte die Medizin deutlich mehr einer Lupe – erkennen kann. Dabei betrachtet man den
als 1000 Jahre. Nach Galen ist übrigens die Galenik, die Lehre Körper nicht nur von außen, sondern setzt gezielte Schnit-
der Herstellung von Arzneimitteln, benannt. te, um auch innere Strukturen und Organe beurteilen zu
Das Mittelalter bedeutete für die Anatomie jedoch – ge- können. In der makroskopischen Anatomie gibt es wie-
nauso wie für die meisten anderen Wissenschaften auch derum unterschiedliche Herangehensweisen. Es gibt die
– einen Rückschlag. Im 16. Jhd. wurden dann aber immer beschreibende Anatomie (deskriptive Anatomie), bei der
häufiger Körperöffnungen (Sektionen) vorgenommen, der Körper äußerlich beschrieben wird, die systematische
um den menschlichen Körper zu erforschen. Im Jahr 1543 Anatomie, bei der man Organsysteme, die von der Funk-

12
Kennzeichen des Lebens

tion her miteinander zusammenhängen, zusammenfasst, ●● Aufgrund des Stoffwechsels, aber auch als Reaktion auf
die topografische Anatomie, bei der die Lagebeziehungen äußere Einflüsse entwickeln und wachsen Lebewesen mit
verschiedener Strukturen zueinander die wesentliche Rol- der Zeit.
le spielen, und die vergleichende Anatomie, bei der die ●● Lebewesen können sich selbst aktiv bewegen oder zeigen
Körper verschiedener Tierarten verglichen werden. zumindest innerhalb ihres Körpers Bewegungen (z. B. Zi-
●● mikroskopische Anatomie: In der mikroskopischen Ana- lienschlag).
tomie benötigt man ein Mikroskop, um die Strukturen zu
erfassen. Hier werden Gewebe und Zellen beurteilt. Auch
hier müssen spezielle Schnitte angefertigt oder Zellen ge-
1.4.1  Subsysteme des Lebens
wonnen werden, die dann auf einem Objektträger im Mi- Der menschliche Körper ist aus einer Vielzahl von Untersys-
kroskop betrachtet werden. Man kann zwischen der Zy- temen aufgebaut.
tologie (Lehre von den Zellen) und Histologie (Lehre vom
Gewebe) unterscheiden. Atome und Moleküle • Auf allerkleinster Ebene finden sich
●● Embryologie: Die Embryologie ist eine Sondergruppe in- Atome. Atome sind die Grundbausteine jeder Materie. Mo-
nerhalb der Anatomie. Sie beschäftigt sich mit der Entste- leküle sind Verbindungen einzelner Atome. Die genaue Zu-
hung anatomischer Strukturen während der Embryonal- sammensetzung der Moleküle bestimmt die Eigenschaften
entwicklung. des Gegenstandes:
●● Aggregatzustände (flüssig, fest, gasförmig)
Alle 3 Unterarten der Anatomie sind gleichermaßen wich- ●● (molekulares) Gewicht
tig, um ein möglichst vollständiges Verständnis für den ●● Farbe
menschlichen Körper zu erhalten. Das Lehrfach Anatomie ●● Reaktionsfähigkeit
ist in der heutigen Ausbildung junger Mediziner und Pfle-
gekräfte immer noch stark repräsentiert. Im rein ärztlichen Näheres zu Atomen erfahren Sie im Kap. „Chemie und Bio-
Bereich ist neben der eigentlichen Lehre, die als Vorlesung chemie“ (S. 18).
abgehalten wird, auch ein Praktikum fester Ausbildungsbe-
standteil. Hierbei lernen junge Mediziner den menschlichen Zellen • Zellen sind die kleinsten Einheiten eines belebten
Körper im sog. Präparierkurs durch gezielte Schnittpräpara- Organismus. In diesen Zellen finden sich verschiedene Or-
tion unter fachkundiger Anleitung anschaulich kennen. ganellen, die jeweils unterschiedliche Funktionen haben:
z. B. die Bereitstellung von Energie (Mitochondrium) oder
die Weiterverarbeitung von aufgenommenen Nährstoffen
Ohne zu wissen, wie Gesundes aussieht, und Kleinstteilen (Vesikel, endoplasmatisches Retikulum).

kann man Krankes nicht erkennen.


Ausführliches über Zellen und die Funktionen der Organel-
len gibt es im Kap. „Biologie“ (S. 54).

Gewebe und Organe • Einzelne Zellen schließen sich zu Zell-


verbänden zusammen und können sich spezialisieren. Auf
1.3  Das Fach Physiologie diese Weise entstehen verschiedene Gewebearten. Dabei
kann man 4 Grundgewebearten unterscheiden:
Die Physiologie beschäftigt sich mit den Vorgängen, die das ●● Epithelgewebe,
Leben beeinflussen. Genauer gesagt, stellt sich die Physio- ●● Binde-, Stütz- und Fettgewebe,
logie die Frage, wie der Körper funktioniert und wie Stoff- ●● Muskelgewebe und
wechselvorgänge in unserem Körper ablaufen und unterei- ●● Nervengewebe.
nander zusammenhängen. Sie ist daher sehr eng mit dem
Fach Biochemie verknüpft. Die Physiologie steht aber natür- Genaueres zu den unterschiedlichen Geweben finden Sie im
lich auch in enger Beziehung zur Anatomie. Kap. „Gewebe im menschlichen Körper“ (S. 78).
Physiologie ist also die Lehre von den biochemischen und Die sinnvoll zusammengeschlossenen spezialisierten
physikalischen Prozessen in den Zellen und Geweben von (= dif­ferenzierten) Gewebe bilden in ihrer Gesamtheit abge-
Lebewesen. schlossene Funktionseinheiten – die Organe.
Mediziner verwenden übrigens sehr häufig den Begriff
„physiologisch“; sie meinen damit den „Normalzustand“ Organsysteme • Einzelne Organe, die eine gemeinsame Funk­
von Geweben und Organen, so wie sie bei gesunden Men- tion haben, lassen sich zu sog. Organsystemen zusammen-
schen vorkommen. Das Gegenteil von physiologisch ist pa- fassen. Beispiele hierfür sind:
thologisch. ●● Herz-Kreislauf-System (Herz, Lunge, Blutgefäße)
●● Atmungssystem (Nase, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien,
Lunge)
1.4  Kennzeichen des Lebens ●● Verdauungssystem (Magen, Dünn-/Dickdarm, Pankreas,
Leber und Gallenwege/-blase)
Damit wir etwas als ein „lebendiges Wesen“ oder „Lebewe- ●● harnproduzierende/-leitende Organe (Nieren, Harnleiter,
sen“ bezeichnen, müssen einige Grundvoraussetzungen er- Blase, Harnröhre)
füllt sein: ●● Nervensystem (zentrales Nervensystem mit Gehirn und
●● Lebewesen sind in der Lage, ihre Umwelt wahrzunehmen Rückenmark, periphere Nerven, autonomes Nervensys-
und auf diese zu reagieren. tem mit Sympathikus und Parasympathikus)
●● Lebewesen können ihre Spezies durch Fortpflanzung ver-
mehren. Psyche • Eine nicht zu unterschätzende Komponente spielt
●● Um zu überleben und eine gewisse Unabhängigkeit gegen- bei uns Menschen auch die Psyche. Die Psyche beeinflusst
über äußeren Einflüssen behaupten zu können, müssen uns in der Entscheidung bei Handlungen sowie in unserem
Lebewesen über einen eigenen Stoffwechsel verfügen. Denken und Fühlen.
13
1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick

1.5  Körperachsen und -ebenen Patho  Ebenen in der medizinischen Bildgebung


Neben diesen anatomischen Ebenen werden Ihnen in der medizi-
Um den menschlichen Körper bzw. Veränderungen mög- nischen Diagnostik auch weitere Begriffe unterkommen, dies gilt
lichst genau lokalisieren zu können, sollte man sich eini- insbesondere für die Aufnahmetechnik bei einer Computertomo-
ge wenige Grundbegriffe einprägen, die im medizinischen grafie oder Magnetresonanztomografie. Hier können folgende
Sprachgebrauch gängig sind. Dazu stellt man sich den Kör- Aufnahmen angefertigt werden:
●● sagittale Aufnahme: in der Sagittalebene
per des Menschen vereinfacht in einem dreidimensionalen
●● axiale Aufnahme: in der Transversalebene
Koordinatensystem vor (▶ Abb. 1.1). Hier gibt es 3 Haupt-
●● koronare Aufnahme: in der Frontalebene
achsen, die jeweils senkrecht aufeinander stehen:
●● Longitudinalachse (Längsachse → von oben nach unten
und umgekehrt) Richtungsangaben • Um Richtungen zu bezeichnen, gibt es
●● Transversalachse (Querachse → von rechts nach links und
in der anatomischen Terminologie konkrete Begriffe (▶ Abb.
umgekehrt) 1.2). Zur besseren Lesbarkeit werden die folgenden Begriffe
●● Sagittalachse (Pfeilachse → von vorn nach hinten und um-
im Buch aber nur vereinzelt verwendet:
●● Longitudinalebene
gekehrt)
––kranial (von cranium = Schädel): nach oben (kopfwärts)
Ausgehend von den Hauptachsen kann man weiterhin ––superior: obenliegend
3 Hauptebenen unterscheiden: ––kaudal (von cauda = Schwanz): nach unten (steiß- bzw.
●● Frontalebene (Ebene, die entsteht, wenn man sich die fla-
fußwärts)
che Hand vor die Augen hält) ––inferior: untenliegend
●● Sagittalebene
●● Transversalebene (Ebene, die entsteht, wenn man die
Hand waagrecht an die Stirn legt) ––anterior oder ventral (von ventrum = Bauch): vorne (zur
●● Sagittalebene (Ebene, die entsteht, wenn man die senk-
Bauchseite hin)
recht gehaltene Hand zwischen den Augen auf die Nase ––posterior oder dorsal (von dorsum = Rücken): hinten
legt). Die Ebene kann auch rechts und links von der Mit- (zum Rücken hin)
te durch den Körper gehen. Befindet sie sich genau in der ––frontal: zur Stirn hin
Mitte des Körpers, spricht man von der Medianebene. ––okzipital: zum Hinterhaupt hin
––volar/palmar: zur Handfläche hin
––plantar: zur Fußsohle
●● Transversalebene
––sinister: links
––dexter: rechts
Abb. 1.1Achsen und Ebenen. ––lateral: außen
––medial: zur Mitte hin
––median: in der Körpermitte
Frontalebene ––tibial: zum Schienbein hin (am Unterschenkel)
––fibular: zum Wadenbein hin (am Unterschenkel)
––radial: zur Speiche hin (an der Hand bzw. am Unterarm)
––ulnar: zur Elle hin (an der Hand bzw. am Unterarm)

Weiterhin unterscheidet man die Attribute:


●● superfizial:oberflächlich
●● profund: tief
●● proximal: rumpfnah (zum Rumpf hin)
●● distal: rumpffern (vom Rumpf weg)
Transver-
●● zentral: im Zentrum
salachse
●● peripher: in der Umgebung

Bewegungen • Um die Körperachsen können Gliedmaßen,


Sagittal- genau genommen Gelenke, bewegt werden:
Transversalebene
●● Um die Transversalachse kann man beugen (Flexion) und
achse
strecken (Extension).
Sagittalebene ●● Um die Longitudinalachse führt man eine Drehbewegung
durch, die entweder nach innen (Innenrotation) oder nach
außen (Außenrotation) erfolgen kann.
●● Um die Sagittalachse lassen sich Gliedmaßen vom Körper
weg (Abduktion, von lat. abducere = wegführen) oder zum
Körper hin bewegen (Adduktion, von lat. adducere = hin-
führen).

Aber nicht jedes Gelenk lässt Bewegungen in all diesen Rich-


tungen zu. Gelenke, die in alle Richtungen bewegt werden
können, nennt man Kugelgelenk. Ein Kugelgelenk ist z. B. die
Schulter. Details zu Bewegungen und Gelenken finden Sie im
Longitudinalachse Kap. „Bewegungssystem“ (S. 348).
Nach: Schwegler J, Lucius R: Der Mensch, Anatomie und Physiologie. Thieme 2011.

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