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Mittelalternative Liedersammlung
Von Alexander Werner
Version 1.0
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Inhalt
Vorwort & Impressum.................................................................................................... 4
Über Genre, Stilistik, Konflikte und Bennenungsproblem................................................. 4
Was dieses Buch will und bietet.................................................................................. 5
Impressum, Kontakt und Mithilfe an diesem Buch.......................................................... 6
Musik.......................................................................................................................... 7
Kleine Hilfe zum Aufbau des Notenbildes...................................................................... 7
Wie kann ich das Spielen? / Mein Instrument kann die Töne nicht! / Was ist ein Modus? /
Welcher Bordun?....................................................................................................... 8
Skalen und Modi....................................................................................................... 8
Verzeichnis der Melodien.............................................................................................. 11
Ai Vist Lo Lop......................................................................................................... 12
All Voll................................................................................................................... 13
Ay Linda Amiga....................................................................................................... 14
Bärentanz 1............................................................................................................ 15
Bärentanz 2............................................................................................................ 16
Branle d' Ecosse...................................................................................................... 17
Chaos.................................................................................................................... 18
Como Poden........................................................................................................... 19
Daverttanz............................................................................................................. 20
Der Galgen............................................................................................................. 21
Douce dame jolie.................................................................................................... 22
Ecce Rex Darius...................................................................................................... 23
Hameln.................................................................................................................. 24
Heyduckentanz....................................................................................................... 25
Hiemali Tempore..................................................................................................... 26
In Taberna............................................................................................................. 27
Madre Deus............................................................................................................ 28
Meienzit................................................................................................................. 29
Merseburger Zauberspüche....................................................................................... 30
Nevâ Ceng-i Harbi................................................................................................... 31
Orazel................................................................................................................... 32
Palästinalied........................................................................................................... 33
Pavane.................................................................................................................. 34
Propinan de Melyor.................................................................................................. 35
Quem A Omagen Da Virgin....................................................................................... 36
Saltarello 2............................................................................................................ 37
Saltarello 3............................................................................................................ 39
Santa Maria Strela Do Dia........................................................................................ 42
Serbokroatsich 1..................................................................................................... 43
Schirazula.............................................................................................................. 44
Skudrinka.............................................................................................................. 45
Branle des chevaux................................................................................................. 46
Totentanz............................................................................................................... 47
Totus Floreo........................................................................................................... 48
Tourdion................................................................................................................ 49
Traubentritt 1......................................................................................................... 50
Traubentritt 2......................................................................................................... 51
Ungaresca.............................................................................................................. 52
Villeman Og Magnhild.............................................................................................. 53
Wolfstanz............................................................................................................... 54
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Vorwort & Impressum


Über Genre, Stilistik, Konflikte und Bennenungsproblem

Die Mittelaltermarkt-Musik Szene ist eine der interessantesten der Welt. Erst sehr jung und
noch nicht weit über die Deutschsprachigen Grenzen hinausgetragen, wird sie von den einen,
nämlich der Frühe-Musik Szene mit Interpreten und Wissenschaftlern, als „schlechtes
Anhängsel“ mit musikalischer Ignoranz und Unbildung sowie kommerziellen Motiven
angesehen und den Anderen, den „Fans“ und Zuhörern ist es leider meist egal was für Musik,
hauptsache „fremd“ oder „ambientig“. Von der Frühen-Musik Szene wird sie belächelt und für
nicht berechtigt empfunden sie in ihrem eigenen Kontext einer Bewertung zu unterziehen. Die
Zuhörerschaft setzt nicht kaum mit ihr auseiander und wird ohne Kritik aufgenommen. Die
Interpreten selbst zeigen kein Bestreben zu einer Richtigstellung oder zur
Publikumsaufklärung, somit ist die Mittelaltermarktmusik eins der wenigen, vielleicht sogar das
einzige, Genre, dass sich über die Weltanschauung, Sozialisierung und Hörgewohnheiten seiner
Zuhörer definiert und eingrenzt und nicht über die musikalischen Eigenheiten oder zumindest
über einen gemeinsamen Grundgedanken.

Dies führt zu einem Dilemma. Die Mittelaltermarktmusik ist kein eigenständiger Musik-Stil und
wird nach Kriterien betrachtet, die sie nicht für sich beansprucht. Dies zeigt allein schon der
Name, der bei den meisten Personen, aus Werbezwecken oder aus Ignoranz, lediglich als
„Mittelaltermusik“ geführt wird, was sofort einen Konflikt mit historisch informierter
Aufführungspraxis hervorruft, die sich nun einem losen und weit bis garnicht definiertem Genre
gegenübersieht, das ihre möglichst wissenschaftliche Rekonstruktion der Musik von 900 bis
1450 mit Stilistiken und Vorstellungen zeitgenössischer Pop, Rock, Metal, RnB,
Außereuropäischen sowie Folklore und „Ernste Musik“ durch alle Jahrhunderte (mit Dur/moll-
Harmoniesystem), die auf historischen Instrumenten des Mittelalters, der Renaissance und
allerlei Exoten gespielt wird, gegenüberstellt.

Anstatt aber nun abzugrenzen wurde versucht die Musikrichtung, die inzwischen gut 20 Jahre
lang groß genug ist um beachtet zu werden, mit biegen und brechen in die tatsächliche
Mittelaltermusik einzugliedern was zur Folge hat, dass man nun einer Situation gegenübersteht
in der

a)Spezialisten, Musikwissenschaftlicher und historisch informierte Interpreten tatsächlich


mittelalterlicher Musik die Mittelaltermarktmusik mit Haltungen von Spott über
Nichternstnehmung bis hin zur Verachtung sehen und sie als hauptsächlich durch
„musikalische Unbildung“ verunglückte „echte“ Mittelaltermusik ansehen, die der Öffentlichkeit
Fehlinformationen über ihr Fachgebiet darbietet und damit Geschichtsverfälschung betreibt.
Die Gründe mögen oft falsch sein, die Resultate jedoch entsprechen der Realität, denn:

b)Das Publikum und der ganze Rest, vom Handwerker über Chartshörer zum
Hochschulprofessor und auch, das ganz deutlich gesagt, Interpreten und Musiker jeglicher
Stilrichtungen Klassischer, E- U- F- Musik und aktueller Musik jeglicher Qualität vom
uninteressierten „Aus Zwang“-Klavierschüler bis hin zum Professor an Musikhochschulen eine
Musik als mittelalterlich akzeptiert, die in Wirklichkeit aus einem frei konstruierten
Freizeitangebot, nämlich dem heutigen Mittelaltermarkt, entstanden ist und mittlerweile neben
tatsächlich mittelalterlicher Musik (die es selbstverständlich dort auch gibt!) u.a. auch Rock-
Klangideale und Musikvorstellungen, Fantasy&LARP Ästhetik, Revolutionslieder des 19.
Jahrhundert, Wandervogel und Pfadfinder -Musik, außereuropäischer Folklore und vielem
„Fremdartigen“ -sowie alle denkbaren Kombinationen zwischen all Diesem- besteht.
4
c)Die Interpreten schließlich selbst manchmal glauben tatsächlich Mittelaltermusik zu machen,
sich also bei b) befinden, oder, was häufiger ist, nicht die Absicht haben solche zu machen, wie
Eingangs schon erwähnt, sondern ein Publikum und eine eigene Musikvorstellung zu bedienen
und zu kultivieren, die die Perspektive sieht aus fremden Klängen mehr oder weniger alter,
oder zumindest exotischer, Instrumente sowie unüblicher Stimmführungssysteme (nämlich
nicht die seit der Renaissance übliche) zeitgemäße und für den aktuellen Hörer(!) bestimmte
Musik zu erschaffen. Dabei stehen sie allerdings dem Problem gegenüber keine
Publikumsaufklärung betreiben zu können und auch nicht zu wollen, da sich dies inzwischen
gegen ihren Erfolg richtet, der sich auf ein Publikum stützt, dass genau solche Formulierungen
und Vorstellungen erwartet, sowie die Chance bei eben erwähnten
„Mittelaltermarkt“-Veranstaltern, und aus der Szene hervorgegangen Subbewegungen wie
Konzertveranstaltern, ein Engagement zu bekommen.

***
Die musikalische Praxis sieht natürlich anders aus. Aus oben erwähnten Stilrichtungen hat sich
eine Musik gebildet, die nur durch das definiert und zusammengehalten wird was ihr Publikum
als „dazugehörig“ betrachtet. Hier trifft also Folk-Rock (wie etwa Schandmaul) auf Spaß und
Revolutionslieder des 19. Jahrhunderts und ähnlich(Spektakulatius, LARP-MusikGruppen) auf
eine, oft als DIE Kern-Marktmusik bezeichnete, sehr viel bis kaum mittelalterlich inspirierte
Dudelsack/Trommel Musik (von selbst recherchierenden und erschaffenden Corvus Corax bis
Techno-Phrasen spielenden Schelmish). Der Einfachkeit halber wird dies eben zu
„Mittelaltermusik“ zusammengefasst, weil das Publikum diese Musik auf Mittelaltermärkten,
oder ähnlich, kennen und hören gelernt hat und der Meinung ist, tatsächlich das Mittelalter zu
erleben.

Die eigenständige Musikrichtung, die inzwischen auch verknüpft was nicht zusammen gehört,
ist also anscheinend durchaus mit historisch informierter Mittelaltermusik verknüpft, aber nur
in ihren Quellen und Ursprüngen. Sie erhebt weder Anspruch bei diesen Ursprüngen zu bleiben
noch ein historischs richtiges Musikbild abzuliefern. Aus diesem Grund benutzt dieses Buch,
und legt die Verwendung dieses Begriffes nahe, die Genrebezeichnung

Mittelalternativ

Es drückt sowohl die Verbundenheit mit dem Mittelalter, und all seinen Vorstellungen die man
heute davon hat, aus, aber grenzt auch sofort wieder davon ab und weist auf die
Andersartigkeit hin. Zudem klingt es toll und auch einem Außenstehender entlockt dieses
Wortspiel ein Lächeln und hilft es zu behalten.

Zugleich fordert das Buch aber damit auf, sich selbst von der Falschaussage zu distanzieren
mit dem Mittelalter und seine Musik tatsächlich zu tun haben und sich damit zu verkaufen und
zu präsentieren. Die Musik bedient ein Publikum, und vor allem auch kommerzielle
Veranstalter, die genau diese und nichts anderes wollen. Die Etablierung eines eigenen
Genrebegriffes trägt dazu bei diese Musik zu fördern, was nur eine Bereicherung für alle
Beteiligten sein kann, egal ob diese Beteiligten bisher beteiligt werden wollten oder nicht.

Was dieses Buch will und bietet

Der Codex Verus, was übrigens „wahres Buch“ oder damit auch „reales Buch“ bedeutet, ist eine
Liedersammlung, die das Repertoire der mittelalternativen Musik sammeln und veröffentlichen
will. Das heißt also all die Stücke die von Gruppen des Genres gespielt werden, egal ob diese
nun orginal Melodien des Mittelalters oder der Renaissance, noch später oder aktuelle
„vermündlichte“ Neukompositionen sind. Getreu des Vorbildes, des Realbooks aus dem
Jazzbereich, versucht es damit die „Standards“ allen Interessierten kostenlos zur Verfügung zu
stellen. Dabei muß angemerkt werden, dass dies hier streng genommen nicht legal ist, so wie
das orginale Realbook auch. Dies hat die positive Konsequenz, dass die musikalische Praxis
wiedergegeben werden kann ohne auf Urheberrecht Rücksicht nehmen zu müssen. Zwar sind
5
alle tatsächlich „alten“ Melodien die hier veröffentlicht werden Urheberrechtsfrei, aber
manchmal haben sich Spielweisen und Bearbeitungen von heutigen Gruppen etabliert, ohne
das man es noch weis. So entspricht es also durchaus der Praxis das Stück einer anderen
Gruppe zu spielen, nur völlig allein für sich selbst zum Spaß, und zu meinen es wäre ein
Orginal aus dem Mittelalter, aber in Wirklichkeit begeht man damit eine
Urheberechtsverletzung, zumindest sobald man es öffentlich macht, etwa in sein eigenes
Programm mit auffnimmt oder auch nur auf einem Mittelaltermarkt mit allen zusammen spielt.
Die Praxis zeigt, dass dies in der mittelalternativen Musikszene durchaus der Fall ist, aber nach
aktuellem Recht illegal. Deswegen dieser Hinweis.

Über das Repertoire und das Warum.


Die ursprünglichen Vorlagen für mittelalternative Musik waren einstimmige Lieder und ein paar
wenige Instrumentalstücke, oft aus dem Hochmittelalter (Minnesang, Troubadore, Spanische
geistliche Musik), da man diese auf dem Standardinstrument, dem dorischen
„Markt“-Dudelsack, liebevoll auch Marktschwein genannt, am besten spielen konnte. In diese
Klangvorstellung haben sich Renaissancetänze, Melodiefragmente aus anderen Epochen oder
zeitgenössische Eigenkompositionen gemischt, die aber in gleicher Aufführungspraxis
dargeboten werden.

Mit der Sammlung dieser Stücke in einem Buch werden diese weiter verbreitet und somit mehr
Musikern zugänglich gemacht. Eine Entwicklung die zu Begrüßen ist, wie man an Jazzstandards
sieht.

Die Aufführungspraxis zeigt, dass sich inzwischen feste Stimmungen und Tonarten etabliert
haben und man somit in der Lage ist spontan zusammen Stücke zu spielen „die man halt so
kennt“, was viel Raum für musikalische Entfaltung mit Unbekannten Mitspielern bietet. Ebenso
hat man mit diesen Stücken eine Grundlage für Improvisation, Stilbildung und Klangideal für
weitere Stücke, etwa Eigenkompositionen.

Impressum, Kontakt und Mithilfe an diesem Buch

Verantwortlich für den Inhalt ist

Alexander Werner
Email: alx_werner@gmx.net
Seite diese Buches: http://codexverus.p4x.de

Wenn ihr Wünsche und Vorschläge für Stücke, Verbesserungsvorschläge, entdeckte Fehler,
Wutanfälle etc. für mich habt, dann schickt mir einfach eine Mail.
6

Musik
Kleine Hilfe zum Aufbau des Notenbildes

Der Codex Verus bemüht sich um so viele Informationen wie nötig für ein gutes Verständnis zu
liefern aber auch nur so viele, wie ein möglichst interpretationsfreihes Notenbild zulässt. Auf
musikalische Hinweise wie Akzente, Tempoangaben oder gar Lautstärke wurde verzichtet. Dies
ist allein der Gestaltung des Spielers überlassen.

Die Taktstriche sind, im Gegensatz zu historisch informierter Aufführungspraxis, legitim, da sie


in diesem Kontext moderne Stücke mit moderner Notation und Spielweise in einem modernen
Rhythmus einordnen.

Die Melodien sind so einfach wie möglich und so nah am Orginal wie Möglich gehalten. Bei
vielen Stücken gibt es bereits etablierte Verzierungen, bei denen man annimmt diese würden
zum tatsächlichen Stück gehören. Auf diese wurde hier, sofern bekannt, verzichtet. Es ist nur
die klare Melodie erkenntlich, die man nach eigenem Ermessen ausbauen und verzieren sollte.
An dieser Stelle sei auch auf die bald von mir erscheinende Instrumental und
Allgemeinmusikalische Schule für Marktmusik verwiesen in der gängige Ausbautechniken
solcher Melodien erläutert werden.

Die Buchstaben über den Noten bedeuten einzelen Teile und sind lediglich ein Hinweis wie das
Stück geliedert werden könnte. Hier bieten sich in der konkreten Aufführung vielleicht
Wiederholungen, plötzliche Schlüsse oder Einstiegspunkte für Improvisationen an.

Über jedem Stück steht der Titel des Stückes. Viele der Stücke werdet ihr vielleicht unter
einem anderen Namen kennen. Dies liegt meist daran, dass populäre Gruppen wie Corvus
Corax oder In Extremo diesen Stücken ihren eigenen Titel gegeben hat. In diesem Fall stehen
die Alternativtitel, ebenso wie manche Anmerkungen, unter dem Notentext.

Rechts über den Noten steht der Autor bzw. die Quelle des Stückes. Hier die Bedeutungen der
Abkürzungen:

CB – Carmina Burana. „Lieder aus Benedikt-Beuern“. Eine Sammlung von vielen Texten um
das Jahr 1230 von denen ein geringer Teil Noten hat. Nicht zu verwechseln mit den Carmina
Burana von Carl Orff. Der hat lediglich die Texte neu vertont.

CSM – Cantigas de Santa Maria. Eine große Liedersammlung mit über 400 Liedern über die
heilige Maria. Gesammelt vom König Alfonso X "Der Weise" (1221-1284).

LBL - London, British Library Add. 29987 (14. Jh). Praktisch die größte Sammlung an rein
instrumentaler mittelalterlichen Musik. Aus Italien, Spätmittelalter.

LD – Ludus Danielis. Ein mittelalterliches Mysterienspiel, sozusagen eine Art Oper, über die
biblische Geschichte von Daniel in der Löwengrube. 1230, ist mit den Carmina Burana
verwandt.

Trad. - Traditionell. Die Herkunft ist (noch) nicht genau ermittelt. Ab und zu will man den
Autor auch garnicht wissen. Manchmal steht eine Zeit oder ein Ort dabei.
7
Ganz unten auf der Seite steht noch etwas wie „2M-Dorisch+kl7“. Dies gibt hinweis darüber
mit welchen Tönen und mit welchem Bordunton man das Stück spielt und welche Zusatztönen
gebraucht werden. (Hier 2. Modus: Dorisch + kleine Septime). Manche Stücke haben einen
solche Tonumfang, dass nicht klar ist, um welchen Modus es sich handelt. Bei diesen Stücken
wurde trotzdem einem Modus der Vorzug gegeben, und zwar den auf, welchen besser eine
weitere Improvisitation passen würde.

Wie kann ich das Spielen? / Mein Instrument kann die Töne nicht! / Was ist ein
Modus? / Welcher Bordun?

Da die in der mittelalternativen Musik eingesetzten Instrumente meist diatonische, das heißt
auf eine Skala, mit wenigen Zusatztönen, festgelegt sind, vielleicht sogar noch einen Bordun
haben, der sie endgültig festlegt kann man keine universell spielbare Notation herausbringen.

Stattdessen wurden die Stücke in ihrer jeweils einfachsten Form aufgeschrieben, soll heißen
mit so wenig Vorzeichen wie möglich, um die Lesbarkeit zu erhöhen. So sind z.B. die meisten
der Markt-Schlager wie der Bärentanz oder der Traubentritt in „D-Dorisch“ (s.u.) geschrieben.
Viele Dudelsäcke sind alledings in A-Dorisch gestimmt. Das heißt man muß diese Stücke erst
noch transponieren, was sich allerdings nicht als allzu schwer erweisen dürfte.

Mit ein wenig Übung sollte es möglich sein die Melodien ausschließlich nach ihrem Verlauf und
nicht nach ihren absoluten Tonhöhen zu spielen, da die „Verspielrate“ aufgrund fehlender Töne
recht gering ist. Um dies zu unterstützen wurde bei jedem Stück der Modus / die Skala
angeben, derer sich das Stück bedient. Das heißt also die fesstehende Tonleiter plus evtl.
Zusatztöne.

Es folgt eine minimale(!) Übersicht über Borduntöne, Modi und sonstigem wichtigen, die ihr
beherrschen müsst um hieraus zu spielen. Dies ist essientiell wichtig beim spielen von
Melodien außerhalb des Dur/moll Systems. Prinzipiell beleidigt es eigentlich die Leute, die
genügend Musikbildung haben um das auch ohne Erklärung zu verstehen und es verwirrt die
Leute, die es noch nicht wissen. Aber so zeigt es wenigstens wo die Schwerpunkte gesetzt
werden.

Skalen und Modi

Die allermeisten Stücke habe einen feststehenden Tonvorrat aus dem sie ihre Melodien bilden.
Seit dem Spätmittelalter haben diese einem großen Tonumfang mit vielen Vorzeichen, später
wurden es dann noch mehr. In der Mittelalternativen Musik geht ein Stück jedoch selten über
eine Oktave Tonumfang hinaus und verlässt auch nur selten den, recht kleinen, Tonvorrat. Das
macht es möglich sehr schnell Stücke zu erlernen und darüber zu improvisieren, weil man im
Prinzip immer nur „richtige“ Töne spielen kann.

So sind auch die Instrumente gebaut. Der typische Marktdudelsack etwa hat meist eine None
(Oktave plus einen Ton) Tonumfang was es zumindest möglich macht zwei Skalen, also
Tonvorräte, vollständig auszuspielen. Üblich ist z.B. ein Tonumfang von c1 bis d2. Damit ist es
nun möglich von c1 bis c2 zu spielen, was den ersten Modus, Ionisch, ergibt. Dabei wird der
Bordun auch auf C gestimmt, auf den Grundton. Dieser wird jedoch sehr selten gebraucht.
Weitaus wichtiger ist der Bordunton auf D, und die damit verbundene Skala von d1 bis d2, was
eine dorische Skala, der zweite Modus ist. Hat man ein Instrument was auf A-Dorisch (bzw G
Ionisch) gestimmt gelten natürlich andere Töne. Aber der Modus, also das Verhältnis der Töne
und Tonschritte untereinander, ist das gleiche. Alles ist sozusagen „verschoben“. Aus welchen
Ganztonschritten und Halbtonschritten welche Modus besteht wird an dieser Stelle nicht
erklärt, da gibt es genügend Quellen zu, selbst im Internet. Einfach mal nach „Modi“ oder
„Kirchentonleitern“ schauen.
8
Hier noch eine kleine Übersicht über die wichtigsten Tonskalen, ausgehend von einem D-
Dorischen Instrument (aufgepasst? Das heißt das C ist der tiefste Ton, aber Bordun und
Grundton ist das D). Die Töne die als Beispiele hier stehen werden in den Stücken in diesem
Buch auch tatsächlich immer verwendet, wenn es sich um diesen Modus handelt. Achtung,
Zusatztöne beachten, falls sie dabei stehen (siehe unten Beispiel 2)!

1. Modus, Ionisch: Das heutige Dur. Ganz selten in Gebrauch, ab und an in Renaissance-
Tänzen wie Branle des chevaux. Bordun auf C. Grundton ist C.

2. Modus, Dorisch: Wohl der wichtigstes Modus des mittelalternativen. Fast alle Standards sind
im 2. Modus (Traubentritt, Bärentanz, Ai vist lo lop) Bordun auf D hoch, Grundton ist D, also
der 2. tiefste.

3. Modus, Phrygisch: Klingt für “ungeübte“ Ohren leicht seltsam. Bordun müsste auf E hoch,
geht meist nicht, also besser ausmachen und ohne spielen. Grundton ist E. Wird manchmal
gebraucht, ist aber unüblich, da die meisten Musiker der Szene nicht in der Lage sind ihren
Bordun auf einen Phrygischen Modus zu stimmen bzw. einfach nicht daran denken, dass
dies überhaupt möglich ist.

4. Modus, Lydisch. Bordunton und Grundton ist auf der eigentlichen Quarte, hier also F. So gut
wie nie gebraucht.

5. Modus, Mixolydisch. Der zweithäufigste Modus. Hat im Gegesatz zum Dorischen eine große
Terz, also eine erhöhte dritte Stufe. Wäre eigentlich von G aus, aber damit hat man nur
noch eine halbe Oktave Tonumfang. Man kann aber mit der Skala von D bis D (Bordun D)
spielen, muß aber ein Instrument haben, dass in der Lage ist sowohl kleine als auch große
Terz zu spielen. Alternativ kann man auch mit der Skala des 1. Modus spielen und den
siebten Ton, also das H, als kleine Septime, also B spielen.

6. Modus, Äolisch. Sozusagen „moll“. Ensteht manchmal „zufällig“ wenn im 2. Modus die kl6
statt gr6, sozusagen „mal zwischendurch“ benutzt wird. Stammton im Buch ist das A. Im
Mittelalter eher, aufgrund dieser Zufälligkeit, selten, bei heutigen, neumündlichen, Stücken
verbreiteter.

Das Prinzip ist also: Man sollte Versuchen aus seinem Instrument die größte Vielfalt
herauszuholen. Je mehr Halbtöne man außerhalb der Grundskala hat (normal bei Dudelsäcken
der Marktschwein-Bauart sind Einer bis Drei) desto mehr Skalen kann man auf dem selben
Bordunton spielen.
Das ist wichtig um die Stücke in diesem Buch zu spielen, da man transponieren muss und
wissen sollte wie man welche Skala (und welche Extra-Halbtöne) man auf seinem Instrument
spielen kann. Diese sind im Index unten auf der Seite mit dem Stammton-Intervall System
angegeben:
1 – Prime, kl2 – kleine Sekunde, gr2 – große Sekunde, kl3 – kleine Terz, gr3 – große Terz, 4
– reine Quarte, T – Trionus, 5 – Quinte, kl6 – kleine Sexte, gr6 – große Sexte, kl7 kleine
Septime, gr7 – groß Septime.

Ein Beispiel aus der Praxis:


Der Traubentritt ist ein Dorisches Stück. Dorische Skala heißt auf dem 2. tiefsten Ton des
Sacks liegt der Grundton. Das vorhandene Instrument ist momentan in A-Dorisch gestimmt,
also einer der üblichen Günzel/Fischer/Werauchimmer-Säcke. Die Noten sind jedoch mit D als
Grundton angegeben, was daran liegt, dass Dorisch auf D keine Vorzeichen hat. Von D nach A
hoch ist eine Quinte unterschied, also 5 Ganztonschritte. Entweder kann man jetzt das Stück
umschreiben und jeden Ton eine Quinte hochsetzen (nicht vergessen dass das ursprüngliche H
nicht zu F wird sondern zu Fis) oder man merkt sich, was besser wäre, dass nun A statt D der
Grundton ist und versucht von diesem Ton aus direkt im Vom-Blatt spielen zu transponieren,
indem man dem Melodieverlauf folgt und nicht jeden Ton einzeln zu spielen versucht.
9
Beispiel 2:
Unter dem Stück „Serbokroatisch 1“ steht „Dorisch +T“. Also von D bis D mit Bordun auf D,
allerdings muß das Instrument in der Lage sein den Tritonus, also ein Gis, spielen können. Wie
man am Vorzeichen in den Noten sieht, ist hier auch das Gis angegeben (Achtung Klassiker!
Genau hingucken, ein Kreuz bedeutet nicht zwangsläufig immer ein Fis). Hat man nun wieder
Den Dudelsack aus Beispiel Eins bei der Hand hieße das wieder von A bis A, Bordun auf A,
allerdings muß man ein Dis zusätzlich zum D spielen können.

Zusammenfassend: Will man also ein Stück für sein Instrument transponieren muss man, ob
man nun vom Blatt transponiert oder es erst umschreibt, den Grundton des Stückes erkennen,
dieser ist am Modus ersichtlich, da alle Modi im Codex Verus jeweils mit der gleichen Tonskala
notiert wurden.

Als letztes noch eine Anmerkung: Am Ende des Buches findet sich eine alphabetische Liste der
Stücke, im Hauptinhaltsverzeichnis sind diese nach erscheinen einsortiert, da der Codex Verus
ständig überarbeitet wird. Neue Versionen findet ihr auf der Internetseite zum Buch, ebenso
wie eine Versionsübersicht, damit ihr nicht jedes mal alle neu ausdrucken müsst.

Es folgen nun die einzelnen Melodien. Viel Spaß mit ihnen beim Spielen, Arrangieren und
Improvisieren.

Alexander Werner
10

Verzeichnis der
Melodien
11
Ai Vist Lo Lop

Ai Vist Lo Lop
[ A ] Trad. (Frankreich)

a 44 k k k k k k k k k k k k kkk kk k k j J
5 [ B ]

a k k k z ks k k k k k k k k k k k k k k
9

a k k k z ks k k k k k k k k k k k j

M2-Dorisch
12
All Voll

All voll
y
Oswald von Wolkenstein

a 43 k k k k j k k k k k k k k k k j

s ksz ks ks s k ks ks ks s
8
3
a8 k ks k k k ks k k k

s s
15

a ks ks ks k ks k ks k ks k k k k ks k k z kz

M2-Dorisch
13
Ay Linda Amiga

Ay Linda Amiga
Trad.

a 24 k k k k k k k k k k k k kk kkkk k kk k k

a kkkk k k k k k k k z ks k k k k k
9

k k k k k k z ks
17

a k k k k k k k k k dk j
21

a Variation
k k kkk kk kkkkk k
22

a 44 k k k k k k k k k k k

a kkkkk k k k k k k z ks k k k k k
26

k k k k k k z ks
30

a kkkkk k kkkkj

Trägt auch die Titel "Vor Vo llen Schüsseln"(InEx) oder "Für Minne" (CC). s. Variationen
6M-Äolisch+gr7 | Var. 6M-Äolisch
14
Bärentanz 1

Baerentanz 1
[ A ] Trad.

a 44 k k k k k k k k j kkk kkk j k kk

s
5

a k k kz k k k k z ks k k k k k j j J
9 [ B ]

a J k k j k k j k k j k k j
13

a k k j k k j k z ks k k j j J

2M-Dorisch
15
Bärentanz 2

Baerentanz 2
4 k k k k
[ A ]
j k k k k k k j k k J
Trad.

a4
5
J k k k k[ B ]
j k k k k k k j k k J
a
k j k k k k k k j k k
a k k k
9

ak k k k k k k k k k k k k k
13 [ C ]

j j j

k k k k k k j
18

a j j

6M - Äolisch
16
Branle d' Ecosse

Branle d'Ecosse
[A] Arbeau

a 44 k k k k k k j k k k k k k j

k
5

a k k k k k k k k k k k k k j k k k k

k k k k k k
10 [B]

a k k j k k k k k k j j
15

a j j k k j j k k j j j k k

k k k k j
20

a j k k k k k k j

Auch schon im 5. Modus mit erhöhtem Leitton gesichtet


2M-Dorisch
17
Chaos

Chaos
4 k kkk k
[ A ]
k kkj k kkk k k kkj J Trad.

a4 t t t t t t t t
5
J k k k k k k k k
[ B ]
k k k k k k k k k k k k
a t t
k kkkkkkJJ k kkk kk kkkkk k k kkk kk
8 [ C ]

a tt
12
kkkkk k JJ j j
[ D ]
kkkkk k j kz k
a t
kkkkk k J
16

6M-Äolisch
18
Como Poden

Como Poden
s k k kz k k k k k k
[A] CSM
6 4
a888 2 k k k kk k k k k k k k

s k k k k k k k k k k
4

a k k k k k k k k k
[B]
k k
a k k k k kt k k k k k k k kt k k k k k k k k kt k k k
6

a k k k k kt k k k k k k k k ks k k k k
9 [A]

k k k z k k k k k k k k ks k k k k k
11

a k kk kkkkkk k

2M-Dorisch
19
Daverttanz

Daverttanz
s k ks k k
[ A ] Trad.

a 68 k ks k ks k ks k z k ks k k
t
5

a k ks k ks k ks k z k ks k k k kz kz J

a J k kt k kt k k kz
9 [ B ]

t k ks k ks k ks k z
k s k k k kz
13

a k k k k ks k k k kz kz J
t
17 [ C ]

a J kz kz k k k kz kz kz k k k kz

k k k k k k
21

a kz kz k k k kz kz kz J
25 [ D ]

a J kz kz jz kz kz jz kz kz jz
31

a kz kz jz J J kz kz jz kz kz jz
37

a kz kz jz kz kz jz J
M2-Dorisch
20
Der Galgen

Der Galgen
4 k z k k k
[ A ]
k k j kz k k k k k j Trad.

a4 t t
5

k z kk k k k j kz k k k j j
a t t

M6-Äolisch
21
Douce dame jolie

Douce dame jolie


Guillaume de Machaut

a 44 k k k k k
k k kt k kt kt k k k k
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6

a k k k k k k k k k kz k k k jz k
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10

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14

a j z k k k k j k k k k
t t t t t t
18

a k k k k k jz
t t

2M-Dorisch
22
Ecce Rex Darius

Ecce Rex Darius


a 44 k k k k k k
LD

kkkkkkk kkkkkkk k kkkkk


5 3

a kkkkkkk kkkkkkk k kkk k kkkkkk k


9

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13

a kkkkkkk kkkkkkk kkkkkkk kkkkkkk


17

a k kkk k kkkkk k k kkk k kkkkkkk

kkkkkkk
21

a kkkkkkk kkkkkkk kkkkkkk


3
k k k k k k k
25

a k k k k k k k k k k k k k k k
3

k k k k k k k k
28

a k k k k k k k k k k k k k k k k
3

a kkkkkkkkkk kkkkkkk k kkkj


31 3
3

Evtl. Wiederholungen in dieser Version falsch transskribiert


M2-Dorisch
23
Hameln

Hameln
Trad

a 44 j k k i jz ks ks i
5

a j k k i jz ks ks i

ks ks
9

a jz i jz ks ks i
13

a j k k i jz ks ks i j k k

kk i
18

a i jz ks ks i jz
tt
23

a jz k i jz ks ks i
k
27

a jz ks ks i J jz i

ks ks
31

a jz i j j i
35

a jz ks ks i
M2-Dorisch
24
Heyduckentanz

Heyduckentanz
k k ks k k k k k k ks k k k kk kkkkkkk
[ A ] Trad.
4
a4

k s s
4 [ B ]

a kkkkkk kk JJ k k k kkkk k k k kkkk

ks k s k k J
7 [ C ]

a k k k k k k k k k k k k J J ks k ks k k k
s k k k k ks k k k k
11

a k k k k k k kz k k k k
14

a k kz k k k k

M2-Dorisch
25
Hiemali Tempore

Hiemali Tempore
ksz ks ks ks ks ks k
CB (Text)

a ks ks ks ks ks ks k ks ks ks ks
6

a ks k z J J ks ks ks ks ks ks k s
k ks ks s
k ks ks k
11

a ks ks ks ks k k J

Melodie vermutlich von In Extremo


M2-Dorisch
26
In Taberna

In Taberna
[ A ] Carmina Burana / Trad.

a 44 k k k k k k k k k k k k k k k k
5

a k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k
10

a k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k
15

a k k k k k k k k J

M2-Dorisch
27
Madre Deus

Madre Deus
a 44 k k k ks ks ks ks ks ks k k
[ A ] Trad.

k kkk kk i J

s s k k k k k k k z k ks k
5 [ B ]

a J k k k k z k k ks k k j
9

a k k k k k k ks ks ks ks k k k k k k k k j J

M2-Dorisch
28
Meienzit

Meienzit
2 ks k k k k k k ks k s ks s s ks ks ks ks ks ks Neidhardt

a4 t tt t k k k

ks k
7

a ks ks ks ks j k J k kkkk kkkk k k t
k k k k k ks k s ks s s ks ks ks ks ks ks s s
15

a t t t k k k k k
20

a ks ks j z

M2-Dorisch
29
Merseburger Zauberspüche

Merseburger Zaubersprueche
4 k z ks k k k jz Trad. (20. Jahrhundert)

k k k k k k k k
a4 i
s
5

a kz k k k k jz kk k kkkkk jz kk
kk
a k z ks k k k k z k k k k k k k z t k k j z kk
9

kz k k k k kz k k k s s
13

a t k k k k kkkk i

M2-Dorisch
30
Nevâ Ceng-i Harbi

Nevâ Ceng-i Harbi


s k k
[A] Trad.

a 44 k k k k k k k k k k k k k k k k k k
s
4

a k kkk k k k Nk Nk k k k Nk Nk k k k Nk Nk k k

a k N k N k k k k k k k k k k k k ks k k k k k k k k k k k
8

ks
12

a k k k k k k
13 [B]

akk kk k k kkkkk k kkkkk k kkkkkkkk


17

a kkkkk k kkkkk k kkkkk k kkkkk k

Achtelpaare werden oft ternär(geswingt, triolisch) gespielt.


M2-Dorisch
31
Orazel

Orazel
Trad.

a 24 k k k k k k kz k k k k k k
5

a k k k k k k kz k k k k k k J

k k k
a J kz k k k
9
k k k k k k

k k k kz k k k
a kz k k k
13

k k J

k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k
17

a J

k k k k k k k k k k k
21

a k k k k k k k k k k k J
25

a k k k k k k k k k k k k k k k k k k k J
29

k ks ks k k k k k k k k k k k k k k k k J
a

M2-Dorisch
32
Palästinalied

Palaestinalied
Walter von der Vogelweide

a 44 k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k

a kkkkk kk i k kkk kk k kkkkk kk

k k k kk
8

a k k k kkk kkkkk kk i

k k kkkk kkkk k kkkj


12

a k kj k k k kk

16

a kkkkk kk i i

M2-Dorisch
33
Pavane

Pavane
[ A ] 1. Trad.

a 44 k z ks k k j k k k k k k j k k
5 2. [ B ]

a j k k J J k z ks k k kkkkk kk k k k k
9 1. 2.

a j k k J i

M2-Dorisch
34
Propinan de Melyor

Propinan de Melyor
Anonym/Trad. 1500

a 24 k k k k kkk k kk kkkk kkkk kkk


s s k k k kkkk kk
8

a kz k kz k k k k k k k k k 14 k
kk j
a 24 k k k k k k k k k k k k k k ks k k k k dk
16

Wird auch als Spielmannsfluch (InExtremo) und als Spielmannstanz (Corvus Corax) verwendet.
M2-Dorisch
35
Quem A Omagen Da Virgin

Quem A Omagen Da Virgin


[A]

a 44 k k k z ks k ks ks k z ks k k k z ks ks ks k j
CSM

s s s
5

a k k k z k k ks k k z ks k k k z k ks ks ks ks j
s s
[B]

a k k k z k k kt kt k z ks k k f kt k z ks k k j
9

s k k k k z ks k ks f k k z ks ks s s s
13

a k k k z k k k k j
tt t

M2-Dorisch
36
Saltarello 2

Saltarello 2
6 k k k k k k k k k s k k k k k k k k k k kkkk k LBL

a8 k k k t t
k k k k k k k k k k k k k k z k k k k k k k k k k ks
6

a t t
11
k k k k k k kkk k kkkk k k k k
k
a k k k k k t t t k kk
k k k k kz k k k k ks k k k k kkkk k kkkk ks
16

a t t t
21

k k k k k k k k k k kkkk k kkkk k kkkk k


a k t t t t
26

k k k kz
k k k k ks k k k k kkkk k k k k k ks
a t t t
31
k k k k k k k k k kkk k kkkk k kkkkkk
a k k k t t t
36
k k k k kz kkkk k kkkk k kkkk k kkkk ks
a t t t
41
k k k k k k k k k kkk k kkkk k kkk k
a k k k t t t k t
Ablauf hier ausnotiert.
M1-Ionisch oder M6-Äolisch oder beides gemischt.
37
46

k k k kz kkkk k kkkk k kkkk k kkk s


a t t t k k
51
k k k k k k k k k kkk k kkkk k kkk kk
a k k k t t t k

k k z k k k k k k k k k kt k k k k k k k k k k
a k kk
56

t t t
61

k k k s k k k k k k k k k k kkkk k kkkk k
a k k k t t t
66
k k k k k k k k kz k k k k k k k k k kt k k k k k
a t t t
71
k k k s k k k k k k kkk k
a k k k kk k k
k k k k k k t t
t
k k k k k k k k k k k k k k k kz
76

a t
38
Saltarello 3

Saltarello 3
LBL

a 42 k k k k k k k k j k kkkkkkk k j
4

a k k k k k k k k j j kz k k k k k k k k k
t
6

a j j k k k k k k k k j
j
8

a k k k k k k k k k j k k k k k k k k j
10

a j kz k k k k k j j j k k k k
t
12

a k k k k k k k k k k k k k k j k k
14

a k k k k k k j j kz k k k k k k k k j
t k
16

a j j k k k k k k k k k k k k
18

a k k k k k k j k k k k k k k k j j
Ablauf hier ausnotiert
M2-Dorisch
39

k
20

a kz k k k k k j j j k
t
j zz k k k k k k k k k k k k k k k k k k k kz k k k k k
22

a t t
24

a k k k k k k j k k k k k k k k k j
26

a k k k k k k k k j j kz k k k k k k k k k
t
28

a j j k k k k k k k k j
j
30

a k k k k k k k k k j k k k k k k k k j

k k
32

a j kz k k k k k j j j
t
k k k k k k k k k k j k k
34

a
j zz k k k k k k k k k k k k k k k k k k k kz k k k k k
36

a t t
38

a k k k k k k j k k k k k k k k k j
40

a k k k k k k k k j j kz k k k k k k k k k
t
40
42

a j j k k k k k k k k j
j
44

a k k k k k k k k k j k k k k k k k k j
46

a j kz k k k k k j j j
t
41
Santa Maria Strela Do Dia

Santa Maria Strela Do Dia


[A]

a 44 k ks ks k ks ks k ks ks k ks ks
CSM

k k k k

k ks ks k ks ks
4

a ks ks ks ks k k k k k k

k k k z ks
[B]

a k ks ks k ks ks
7

ks ks ks ks k k

k skk k k k k z ks kt kt ks ks k k k k kz k
10
k
a tt tk
t
k k ks k k k k k z ks k k ks k k k
[A]
k k ks ks k ks ks
14

a ttt tt t

a k k k k k ks ks k ks ks ks ks ks ks k k
18

M2-Dorisch
42
Serbokroatsich 1

Serbokroatisch 1
d4[A] Trad.

a 4 k k k k k k k k 54 ks k ks ks ks k k e k k 44 k dk k k k k k k
4
d5 J
a 4 ks k ks k k k k
5
d [ B ]

a J 44 k k ks k ks k 54 k k ks k ks k k J
d
a J 54 k k k k k k k k k k k k k k k k e k k k k k dk k k k k k k
7 [ C ]

10
d
a ks k ks k k k k J
11
e J 4 [D] J
a 4k k k k k k k k k k j kkkkkkkk i

s
a J 44 k z k k k k ks k k k k k k k z k k k ks k z k k
15 [ E]

18

a i J

M2-Dorisch+T
43
Schirazula

Schirazula
Trad.

a 44 k k k k k k k k k k k k k j k k
5

a k k k k k k k k k k k k k k k k k
9

a k k k k k k k k k k k k k k k k k k
13

a k k k k k k k kk k k k k j k

Trägt auch Namen wie "Schiarazula" oder "Schirazula Marazula". Selten auch "Karascha"
M2-Dorisch
44
Skudrinka

Skudrinka
[ A ] Trad.

a 44 k k k k k k k k k k k k k kk kkk j
5

a k k k k k k k k k k k k k k j j J

k
a J kkk kkkk k kkk kk k k k kk kkk j
9 [ B ]

k kkkkk k k
13

a k k kk kk k k k k j j J

M2-Dorisch
45
Branle des chevaux

Branle des chevaux


k k k k
[A]
k k k k k k k k j k k k k
Arbeau

a j
6
k k k k k k k k j j
a
9
k k k k k
[B]
k k k k k k k k k j j
a
13
k k k k k k k k k k k k k k j j
a
ff [C]
k k k k k k k k j k k k k
k k k k
17

a
21
f f k kkk kk k k j k k k k k ek j
a

Auch: Tanz der Pferde


M1-Ionisch+kl3+kl7
46
Totentanz

Totentanz
[ A ] Trad.

a 43 k k k k k k k k k k k k k k k k j k kkkk
6

a k k k k k k k k k k k j
9 [ B ]

ak kkkk k kkkk k kkkk k j k kkkk


14

a k kkkk k k k k j

M2-Dorisch
47
Totus Floreo

Totus Floreo
a 44 ksz kss ks ks k k k ks k s j
CB

ksz kss ks ks k k
4

a k k s ks j j j ks ks k s k s j
s s ks
7

a ksz ks ks ks k k ks ks ks ks j k s k k k k
s s ks
10

a ks ks ks ks j s k
k k k k
s
ks ks k ks j

alt. Titel: Tempus est Iocundum


M2-Dorisch
48
Tourdion

Tourdion
[ A ]

4 k k k k k k k ks k k k k k k k k k k k k k k k k k k k k
Trad.

a4

k
5

a k k k k jz
7
kz k k k k
[ B ]
k k kkkk kkk k k kz k k k k
a t t t t
k k k k k k jz
11

M6-Äolisch
49
Traubentritt 1

Traubentritt 1
[ A ] 1. Trad.

a 44 k k k k k k k k k k k k k k k k k k k j k J
5 2. [ B ]

a J j kkkk k k k k k k k k k kkk k
9

a kkkkk kk k kkkkk J i

M2-Dorisch
50
Traubentritt 2

Traubentritt 2
k k k ks k k k j k k k ks k k k j
[ A ] Trad.
4
a4 t t
s s s s ks k z j ks k ks k ks k
5

a k k k k j kz j
9

a j J

M2-Dorisch
51
Ungaresca

Ungaresca
k k k k k k k k k k k k k
[A] Trad.
4
a4 j j
5
k k k k k k k k k k k k k j j
a
9
j
[B]
k k k k k k k k k k k k k k k k
a
13
k k k k j j k k k k k k k k k
a
17
k k k kk k k k k k k k k j j
a

M1-Ionisch
52
Villeman Og Magnhild

Villeman Og Magnhild
kz kz
norweg. trad.

a 68 k z k k k k k k k z k z j z kz k k
t
t t t
7

a k k k k kz kz jz kz k k kz k k kz k k
t
t t t t
13

a jz kz k k k k k k k k k k kz kz kz
t t t t t

Manchmal auch binär gespielt (z.B. InExtremo)


M2-Dorisch
53
Wolfstanz

Wolfstanz
a 43 k z k k k z ks k k z ks k k k k k z ks k k z ks k
[A] Trad.

t
k z ks k k z kt k k z ks k k k k
7

a k z ks k j z

ks k kz ks k
13

a kz k k kz jz J
t
[B]
j k k j k k j j kk
17

a J k k k k k

kk k k k j kk j kk j
22

a j jz kk

j k k k k
28

a k k k j k k k jz J
33 [C]

a J j k j k j k j k j k j k
39

a j k j k j k j k j k
jz
45

a j k j k k k k jz J
M2-Dorisch