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Versuchsprotokoll

E4 – Wechselstromwiderstände
Dmitrij Feller 533716

Versuchspartner:
Benedikt Kolbe

Versuchsort: New 14, 313


Versuchsplatz 2

07.12.2010
Inhalt
1 Vorbetrachtung ....................................................................................................................... 3
1.1 Abstract ........................................................................................................................... 3
2 Messwerte und Auswertung ............................................................................................... 3
2.1 Aufgabe 1 – Überprüfung der Tonfrequenz-RC-Generators ........................................... 3
2.2 Aufgabe 2 – Bestimmung der Kapazität des Kondensators ............................................ 4
2.3 Aufgabe 3 – Bestimmung der Induktivität L und des Ohmschen Widerstandes R der
Spule 5
2.4 Aufgabe 4 – Bestimmung des Resonanzverhaltens des RSL und PSK bei
Frequenzänderung ..................................................................................................................... 7
3. Fehleranalyse und kritische Selbsteinschätzung .................................................................... 9
4. Verwendete Hilfsmittel .......................................................................................................... 9
1 Vorbetrachtung

1.1 Abstract

Bei diesem Versuch beschäftigten wir uns mit Wechselstromwiderständen. Insbesondere


treffen wir Aussagen über das das Resonanzverhalten von Schwingkreisen.
Alle für die Durchführung und Auswertung relevanten Formeln und deren Herleitung
sowie Erklärungen der physikalischen Grundlagen sind dem Skript ab Seite 14ff zu
entnehmen.

2 Messwerte und Auswertung

2.1 Aufgabe 1 – Überprüfung der Tonfrequenz-RC-Generators

Wir überprüfen die tatsächliche Ausgangsspannung und die Frequenzskale mit Hilfe eines
Zweikanal-Oszilloskops. Dazu wählen wir jeweils die Stufe , die innerhalb des Messrasters
auf dem Bildschirm das größtmögliche Signal bewirkt. Die Spannung berechnet sich so nach

, (4.7)

mit der Gesamthöhe des Signals in cm. Es wurde die Spannung (Spitze Spitze)
abgelesen und zur Bestimmung der Signalfrequenzen die Periodendauer über mehrere
Perioden. Die Messwerte sowie die daraus berechneten Periodendauern bzw. Frequenzen
sind in der Tabelle 1 zu finden.
Für die berechnete Frequenz f[kHZ] 2h[cm] Vi[V] U_ss[V]
gilt : 0,55 3,6 5 18,00
2,14 3,6 5 18,00
2,32 3,6 5 18,00
f[kHZ] Periodenlänge T Länge[cm] Vi[ms] f'[kHz] uf'
Der Effektivwert der 0,03 2 5,8 10 0,03 0,00119316
Ausgangsspannung ergibt 0,11 4 7,2 5 0,11 0,00454281
sich zu 0,52 4 7,6 1 0,53 0,02100337
1,00 8 8 1 1,00 0,05830952
14,49 6 8,2 0,05 14,63 0,69238058
Tabelle 1: Werte zur Überprüfung des Generators
Der Gerätebeschreibung ist zu
entnehmen, dass die Genauigkeit des Oszilloskops für die Horizontal- und Vertikalablenkung
beträgt. Das ergibt die Messunsicherheiten:
Zusammen mit dem zufälligen Fehler von einem halben Skalenteil kommt man auf einen
Effektivwert der Ausgangsspannung von:
Wenn man wieder von den Abweichung am Oszilloskop ausgeht und einem halben
Skalenteil als zufälligen Fehler, kommt man auf die Unsicherheit von f‘ die in der Tabelle 1
angegeben ist.

2.2 Aufgabe 2 – Bestimmung der Kapazität des Kondensators

Es wurden der Spannungsabfall über einem Präzisionswiderstand ( ). Der Strom


berechnet sich nach:

(4.8)
Für den kapazitiven Widerstand gilt:

mit der Kapazität C des Kondensators und dem Effektivwert des Kondensatorstroms . In
Abbildung 1 wird der Effektivwert des Kondensatorstroms in Abhängigkeit von der Frequenz
dargestellt.

Abbildung 1

Aus der graphischen Darstellung können wir für den Anstieg der geraden
ablesen

Offensichtlich gilt

.
Die Unsicherheit ergibt sich aus den Unsicherheiten des Anstiegs und der Spannung .
Hierbei ergibt sich die Unsicherheit maßgeblich durch den Einfluss der Spannung.

2.3 Aufgabe 3 – Bestimmung der Induktivität L und des Ohmschen


Widerstandes R der Spule

Nun wurde der Kondensator durch eine Spule ersetzt und wieder der Spannungsabfall über
dem Widerstand gemessen, um den Spulenstrom zu berechnen(4.8). Für den
Scheinwiderstand der Reihenschaltung der Spule mit der Induktivität und ihrem Ohmschen
Widerstand R gilt:

Abbildung 2
Im ersten Bereich zwischen 10Hz und 100Hz berechnen wir den ohmschen Widerstand. Das
aus der Abbildung 2 entspricht dann dem

Im zweiten Bereich zwischen 100Hz und 500Hz berechnen wir aus dem Anstieg der Geraden
die Induktivität .

Abbildung 3

Hier ergibt sich nun:

Die Unsicherheiten der Frequenzquadratwerte wurden vernachlässigt, da sie sehr klein sind
gegen die Unsicherheiten der Scheinwiderstände.
2.4 Aufgabe 4 – Bestimmung des Resonanzverhaltens des RSL und PSK
bei Frequenzänderung

Im Resonanzfall heben sich induktiver und kapazitiver Widerstand gegenseitig auf. Bei
genügend kleinem können sie dabei größer als die am Generator anliegende
Gesamtspannung werden. Das Verhältnis wird dabei
Spannungsüberhöhung genannt. Im Ergebnis ist also das Maximum der Daten in Abbildung
4 einheitenlos und ergibt sich zu:
.
Die Phasenverschiebung von Strom und Spannung wurde annähernd zu bestimmt.

Abbildung 4

Zum Schluss wird nun noch das Resonanzverhalten von RSK und PSK untersucht. Die
Resonanzfrequenzen sind dann erreicht, wenn die Kurvenverläufe in Abbildung 5 extrem
werden.
Abbildung 5

Es ergeben sich die folgenden Werte:

Aus der Thomson-Gleichung

erhält man nun die theoretische Resonanzfrequenz von:


.

Dieser Wert überschneidet sich nicht innerhalb der Unsicherheitsgrenzen nicht mit den
davor ermittelten Werten für die Resonanzfrequenz. Ein Grund ist der, dass der theoretische
Wert aus zwei fehlerbehafteten Größen berechnet wurde, die einen Einfluss auf die
Resonanzfrequenz haben.
3. Fehleranalyse und kritische Selbsteinschätzung

Vernachlässigt wurden sämtliche Fehler, die aus thermodynamischen Effekten resultieren.


So wurden z.B. Energieverluste durch Temperaturentwicklung komplett vernachlässigt. Man
kann aber davon ausgehen das die daraus resultierenden Unsicherheiten klein gegen die
systematischen und zufälligen Fehler sind. Die Daten des Oszillographen wurden teilweise
bei extrem schlechter Fokussierung des Elektronenstrahls abgelesen. Da der Fehler des
Oszilloskops bei 3% liegt, ist dieser recht hoch und für einen großen Anteil der
Messabweichungen verantwortlich. Der Unterschied zwischen dem theoretischen und dem
experimentelen ohmschen Widerstand der Spule liegt darin, dass man einen hohen
Vorwiderstand von z.B. gebraucht hätte um den Schwingkreis vom niederohmigen
Signalgenerator zu entkoppeln. Der Generator erhält so die Eigenschaft einer
Konstantstromquelle und belastet den Schwingkreis fast nicht. Für die Energieverluste am
Schwingkreis ist dann nur ohmsche Spulenwiderstand verantwortlich.

4. Verwendete Hilfsmittel

MS Word
MS Excel
Qti Plot
Skript “Physikalisches Grundpraktikum, Elektrodynamik und Optik“