Sie sind auf Seite 1von 47

Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

251
Methoden der Aufgabensynthese: Definition

Methoden der Aufgabensynthese sind systematische und zielorientierte


Handlungsanweisungen zur Bildung von Prozessen (prozessuale Aufgaben-
synthese) und Stellen (strukturelle Aufgabensynthese).

Ausrichtung prozessual strukturell

252
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

253
Methoden der prozessuale Aufgabensynthese: Überblick

Methoden der prozessualen Aufgabensynthese auf Handlungsanweisungen


zur semi-formalen Prozessmodellierung.

Orientierung Datenfluss Kontrollfluss Objekt

254
Methoden der prozessuale Aufgabensynthese: Überblick

datenfluss- kontrollfluss- objektorientierte


orientierte Methoden orientierte Methoden Methoden
Darstellung von
Darstellung Darstellung von
Aufgabensequen-
Inhalt sukzessiver Abläufen zwischen
zen nach logisch-
Datenflüsse Objekten
inhaltlichem Ablauf
Prozesslandschaft
Datenflussdiagramm Ereignisgesteuerte Activity Diagramm
(SSA) Prozesskette (EPK) (UML)
Beispiele Flussdiagramme Business Process Vorgangsereignis-
(SADT) Model Notation schema (SOM)
... (BPMN) ...
...
Organisations-
Anwendungs- gestaltung Anwendungs-
Hauptziel
systemgestaltung Anwendungs- systemgestaltung
systemgestaltung
Quelle: Gadatsch 2007

255
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

256
Prozesslandschaft: Definition und Notation

Eine Prozesslandschaft (»Prozessogramm«) ist eine grafische Repräsen-


tation, die (gesamte) Prozesse in ihren zeitlichen und hierarchischen Abhän-
gigkeiten darstellt.

Prozess Kante

257
Prozesslandschaft: Beispiel
hierarchische Ordnung von Prozessen

Kernprozesse

Customer Relationship Management ...

... Verkauf ...

... Bestellung

Annahme Kommission Versand Fakturierung

zeitliche Abfolge von Prozessen

258
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

259
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Definition

Die »Ereignisgesteuerte Prozesskette*« ist eine weit verbreitete semi-formale


Methode der Geschäftsprozessmodellierung auf der Basis grafischer Nota-
tionen.

* Die EPK-Methode wurde ab 1992 am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität des Saarlandes entwickelt.

260
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

EPK-Elemente

Grundelemente Konnektoren Ressourcen Verbindungen


Funktion Organisations- Informationsfluss
AND-Konnektor
Ereignis einheiten Kontrollfluss
OR-Konnektor
Prozess- Ressourcen- Materialfluss
XOR-Konnektor
schnittstelle objekt Zuordnung

261
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Zahlungs-
Entgelt Entgelt
anweisung
überweisen überwiesen
überprüft

(auslösendes) (erzeugtes)
Funktion
Ereignis Ereignis

Funktion
 beschreibt eine konkrete (fachliche, organisatorische oder technische Auf-
gabe [Aktivität])
 unterschiedliche »Granularitäten« je nach Modellerfordernis
 darf nur einen Eingang und einen Ausgang haben
Ereignis
 Zustände die vor (»Auslöser«) oder nach (»Ergebnis«) einer Funktion auf-
treten
 darf nur einen Eingang und einen Ausgang haben
 EPK beginnt (»Startereignis«) und endet (»Endereignis«) mit Ereignissen

262
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Abrechnung

Prozessschnittstelle
 Hinweise auf andere, vor- oder nachgelagerte Prozesse
 Ein- und Ausgänge sind vom Typ »Ereignis«

263
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Kontrollfluss
Informationsfluss

Verbindung

Verbindungen
 Kontrollfluss: dient der logischen Verbindung von Ereignissen und Funk-
tionen
 Informationsfluss: dient der logischen Verbindung zwischen Informations-
objekten und Funktionen
 Verbindung: dient der logischen Verbindung von Informationssystemen /
Organisationseinheiten und Funktionen

264
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Entgelt Alternativen Assessment


abgerechnet prüfen durchführen

  XOR

Entgelt Zahlung F1-Hilfe Adminhilfe Bewerber Bewerber


verbuchen veranlassen sinnvoll sinnvoll akzeptiert abgelehnt

AND-Konnektor OR-Konnektor XOR-Konnektor

Konnektoren
 dienen zur Aufspaltung und Vereinigung des Kontrollflusses
 können entweder mehrere Eingänge oder mehrere Ausgänge haben
 Ein-/Ausgänge sind alle vom Typ »Ereignis« oder alle vom Typ »Funktion«
 Arten:
 AND-Konnektor (Konjunktion): alle Verzweigungen sind zu wählen
 OR-Konnektor (Adjunktion): mindestens eine Verzweigung ist zu wählen
 XOR-Konnektor (Disjunktion): genau eine Verzweigung ist zu wählen
 OR- und XOR-Konnektoren nicht nach Ereignissen
265
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Ereignisverknüpfung

auslösende
Ereignisse  xor

erzeugte
Ereignisse  xor

266
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Funktionsverknüpfung

auslösende
Funktionen  xor

erzeugte
 xor
Funktionen

267
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Kunden- Bestellung Bestell-


stamm aufnehmen daten

Informationsobjekte
 Hinweise auf ein- und ausgehende Dokumente, Daten, Dateien
 nur Funktionen zuordenbar

268
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Bestellung
Vertrieb
aufnehmen

Organisationseinheiten
 für Funktionen verantwortliche aufbauorganisatorische Einheiten (Stellen,
Abteilungen)
 nur Funktionen zuordenbar

269
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Grafische Notation

Bestellung
ERP
aufnehmen

Informationssysteme
 Software zur (teil-)automatisierten Bearbeitung von Funktionen
 nur Funktionen zuordenbar

270
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Beispiel

Entgelt
abgerechnet

FA »FiBu« 
Entgelt- Zahlungsanwei-
verbuchung FA »Personal«
sung erstellen
ERP
Zahlungsanwei-
sung erstellt

Zahlungsanwei-
Sachbe. Bank
sung prüfen

Zahlungsanwei-
sung geprüft

Entgelt
Sachbe. Bank
überweisen

Entgelt
überwiesen

271
Ereignisgesteuerte Prozesskette: Bewertung

 einfach erlernbare, verständliche, umfassende Standardmethode zur Dar-


stellung der Ablauforganisation
 Anwendung auf alle standardisierbaren Prozesse in und zwischen Unter-
nehmen
 integrierbar mit aufbauorganisatorischen Methoden (Organigramm, Auf-
gabenstrukturplan)
 durch Konversion in BPMN auch Umsetzung in formale Ausführungs-
sprache
 Verfügbarkeit von EPK-Software zur Modellierung bzw. von EPK-Modulen
zur Implementierung betriebswirtschaftlicher Standardsoftware

272
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

273
Business Process Modeling Notation: Definition

Die »Business Process Model and Notation (BPMN)*« ist eine weit ver-
breitete semi-formale Methode der Geschäftsprozessmodellierung, die Ge-
schäftsprozesse in Prozessdiagrammen, Kollaborationsdiagrammen, Choreo-
graphiediagrammen und Konversationsdiagrammen wiedergibt.

* Die BPMN-Methodik wurde ab 2002 von IBM (Stephen White) entwickelt und inzwischen von OMG übernommen
und weiterentwickelt. Vgl. White, S. A. (2004), Introduction to BPMN, IBM Corporation.

274
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

BPMN Elemente
(Schwimm-) Fluss- Verbindungs-
Artefakte
Bahnen Objekte Objekte

Aktivitäten Annotation
Pools Sequenzflüsse
Ereignisse Datenobjekte
Lanes Nachrichtenflüsse
Verzweigungen Gruppen

275
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

Lane 2
Pool
Lane 1

Becken Bahn

 Becken und Bahnen (»pools« und »lanes« )


 beschreiben einen Teilnehmer (»participant«) am Geschäftsprozess
 Becken: Haupteilnehmer
 Bahnen: Einzelteilnehmer/Teilnehmeruntergruppe

276
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

Bestellung
Aufgabe
annehmen

Bestellung
kollabierter Subprozess
+

Bestellung
Bestellung Ware expandierter Subprozess
annehmen versenden

 Aktivitäten (»activities«)
 Aufgaben, die im Geschäftsprozess zu erledigen sind
 elementare Aktivitäten heißen Aufgaben (»tasks«)
 komplexere Aktivitäten werden zu expandier- und kollabierbaren Sub-
prozessen zusammengefasst (»subprocesses«)
277
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

Blanko-Startereignis

Blanko-Zwischenereignis

Blanko-Endereignis

...

 Ereignisse (»events«)
 beschreibt das Eintreten eines Zustandes
 nach der Position: Start-/Zwischen-/Endereignis
 nach der Wirkung: eingetretenes/auslösendes Ereignis
 nach der Art: Blanko-, Zeit-, Ausnahme-, Nachrichten-, ... Ereignis

278
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

eingetretene Ereignisse ausgelöste Ereignisse


Startereignisse Zwischenereignisse Endereignisse
Blanko -
Nachricht   - 
Zeit   - -
Link - - -
Signal

Bedingung - -
Fehler   - 
Kompensation  
Abbruch - - -
Mehrfach -
Mehrfach/Paralell
Mehrfach/Parallel - -
279
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

zentrale Ereignisarten
Blanko untypisierte, generelle Ereignisse
Nachricht Empfang und Versand von Nachrichten
Zeit zeitpunkt- oder zeitraumbezogene zeitliche Ereignisse
Link Verbinden von Sequenzflüssen (grafisches Hilfsmittel)
Signal ungerichtete Nachricht
Bedingung Bedingung für Start/Fortsetzung des Prozesses
Fehler Auslösen und Behandeln von definierten Fehlern
Kompensation Rückgängigmachung von vorangegangenen Aufgaben
Abbruch Abbruch eines Teilprozesses (»Transaktion«)
eines von mehreren eingetreten Ereignissen startet den
Mehrfach
Prozess; alle ausgelösten Ereignisse treten ein
alle von mehreren eingetretenen Ereignissen starten den
Mehrfach/Parallel
Prozess; alle ausgelösten Ereignisse treten ein

280
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

Blanko-Verzweigung

+ AND-Verzweigung

OR-Verzweigung

X XOR-Verzweigung

EVENT-Verzweigung

 Verzweigungen (»gateways«)
 Entscheidungspunkte (»split / fork«)
 Zusammenführung von Flüssen (»join / merge«)

281
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

konditionaler Standard-
Sequenzfluss
Sequenzfluss Sequenzfluss

Sequenzflüsse (»sequence flow« )


 Verbindung von Ereignissen, Aufgaben und Verzweigungen
 Sonderformen
 konditionaler Fluss (»conditional flow«): wird durchlaufen, wenn eine
Bedingung erfüllt ist
 Standard-Fluss (»default flow«): wird durchlaufen, wenn kein anderer
Fluss zur Verfügung steht

282
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation
Pool 1
Pool 2

Nachrichtenflüsse (»message flow« )


Indikation von Informationsaustausch zwischen verschiedenen Pools oder
Aktivitäten verschiedener Pools

283
Business Process Modeling Notation: Grafische Notation

Zahlung Zahlung Zahlung Zahlung


überprüfen überprüfen überprüfen anweisen

 
maschinelle
Überprüfung der
Fehlerfreiheit
Prüfdatum Prüfdatum

Annotation Datenobjekt Gruppe

Artefakte (»artifacts« )
weitere den Prozess beschreibende Elemente und Eigenschaften:
 Annotation (»annotation«): zusätzlicher Kommentar zu einem anderen
Element
 Datenobjekt (»data object«): Indikation der von Aktivitäten benötigten oder
erzeugten Daten
 Gruppe (»group«): Zusammenfassung zusammengehöriger Elemente
284
Business Process Modeling Notation: Beispiel

buchhaltung management
Personal-

Zahlungs- Zahlungs-
Abrechnung + anweisung anweisung
Unternehmen

+ erstellen senden
Finanz-

Entgelt-
verbuchung
+
Bank

Zahlungs- Zahlungs-
Entgelt
anweisung anweisung
überweisen
empfangen prüfen

285
Business Process Modeling Notation: Verbindung zu Ausführungssprachen

(teil-)automatisierte Umsetzung
BPMN BPEL

semi-formale formale, ausführbare


Prozessbeschreibung Prozessbeschreibung

 BPMN definiert (nahezu) automatisierte Umsetzung in der Ausführungs-


sprache Business Process Execution Language (BPEL)
 Ziel: Ausführbarkeit des modellierten Prozesses in korrespondierenden
Anwendungssystemen
286
Business Process Modeling Notation: Bewertung

 (einfach) erlernbare, umfassende Standardmethode zur Darstellung der Ab-


lauforganisation
 Anwendung auf alle standardisierbaren Prozesse in und zwischen Unter-
nehmen
 Umsetzung in formale Ausführungssprache als Vorteil
 Verfügbarkeit von BPMN-Software zur Modellierung bzw. von BPMN-Mo-
dulen zur Implementierung betriebswirtschaftlicher Standardsoftware

287
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

288
Aufgabenstrukturplan: Definition

Ein Aufgabenstrukturplan ist eine vollständige und systematische Glie-


derung der in der Aufgabenanalyse ermittelten Teilaufgaben, der zur Stel-
lenbildung (im weiteren Ablauf auch zur Prozessbildung) herangezogen wer-
den kann.

struktur- objekt- prozess-


Gliederungsmerkmal
orientiert orientiert orientiert

289
Aufgabenstrukturplan: Funktion

 systematische Darstellung der Ergebnisse der Aufgabenanalyse


 Grundlage für Stellenbildung ( Gliederung nach Aufgabenträger)
 Grundlage für Prozessbildung ( Gliederung nach Prozess)

290
Aufgabenstrukturplan: Genereller Aufbau

 systematische Darstellung der Ergebnisse der Aufgabenanalyse

Gesamt-
aufgabe

Teilaufgabe Teilaufgabe Teilaufgabe


1. 2. 3.

Teilaufgabe Teilaufgabe Teilaufgabe Teilaufgabe


2.1 2.2 3.1 3.2

Teilaufgabe Teilaufgabe Teilaufgabe Teilaufgabe


2.1.1 2.1.2 3.2.1 3.2.2

291
Aufgabenstrukturplan: Gliederungsmerkmale

Gliederungsmerkmale Aufgabenstrukturplan
strukturorientiert objektorientiert prozessorientiert

Teilaufgaben werden
gemäß der Aufbau- Teilaufgaben werden
organisation gegliedert Teilaufgaben werden gemäß ihrer logisch
(Teilaufgaben der gemäß der Objektstruk- zeitlichen Ablaufs
Bereiche, Hauptab- tur gegliedert (z.B. gegliedert (z.B.
teilungen, Abteilungen, Motorenentwicklung, Grundbau, Rohbau,
Gruppen und Stellen) Bremsenentwicklung, Innenausbau)
 Grundlage für Stellen- Fahrwerksentwicklung)  Grundlage für
und Abteilungsbildung Prozessbildung

292
Gliederung

4.2 Methoden der Aufgabensynthese


4.2. 1 Prozessuale Aufgabensynthese
4.2.1.1 Überblick
4.2.1.2 Prozesslandschaft
4.2.1.3 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
4.2.1.4 Business Process Modeling Notation (BPMN)
4.2.2 Strukturelle Aufgabensynthese
4.2.2.1 Aufgabenstrukturplan
4.2.2.2 Organigramm
5. Technologien der Organisation
5.1 Umfang der Unterstützung
5.2 Relevante Systemkategorien
5.2.1 Visualisierungssysteme
5.2.2 Modellierungs- und Analysesysteme
5.2.3 Workflowmanagementsysteme
5.2.4 (Betriebswirtschaftliche) Anwendungssysteme

293
Organigramm: Definition und Kategorisierung

Ein Organigramm ist eine grafische Darstellung der Aufbauorganisation des


Unternehmens, dass im Anschluss an die Aufgabenanalyse durchgeführte
Stellenbildung wiedergibt.

Darstellungsart vertikal horizontal

294
Organigramm: Grafische Notation

Ausführungsstelle bzw. -einheit/Leitungsstelle bzw. -einheit

Stabsstelle bzw. –einheit

Über-/Unterordnung Linienkompetenz

Über-/Unterordnung Fachkompetenz

295
Organigramm: Darstellungsart

vertikales Organigramm horizontales Organigramm

GL HA
Bereich HA
Bereich Bereich Bereich
HA

HA HA HA HA
GL Bereich HA
HA HA HA HA
HA
HA HA Bereich
HA

296
Organigramm: Beispiel

Vorsitzender

Geschäftsführung

Sekretariat

Beschaffung Produktion Absatz

297