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Vom Bild zum heutigen Film

Als vor einigen Jahren die Bilder „laufen lernten“ und es erste Kameras
gab, begann die Zeit der Stummfilme.
Zu Beginn dieser Stummfilmzeit war die Filmtechnik selbstverständ-lich
noch nicht ausgereift. Doch die Erfindung von zusammenhängen-den
Bildern, -der Film war entstanden- , war eine solch große Sensa-tion,
daß die Zuschauer nur dafür Eintritt bezahlten, jemanden über die
Leinwand gehen oder tanzen zu sehen.
Doch als die anfängliche Begeisterung abflaute, hatten einige Filmge-
sellschaften die Idee, Atelierstudios einzurichten.

In New York und Philadelphia entstanden die ersten Atelierstudios.


Sie wurden gebraucht, um mit Unterstützung des Sonnenlichts kurze,
theaterähnliche Filme zu drehen.
Allerdings hatte man außer acht gelassen, dass an der amerikani-schen
Ostküste nicht immer die Sonne schien.
Auf der Suche nach einem geeigneten Ort stießen die Filmemacher auf
Hollywood. Einen besseren Ort hätte man nicht finden können.
Die Sonne schien jeden Tag und die Umgebung Hollywoods bot eine
unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Zudem war der Landerwerb
preiswert.
So wurde Hollywood zur „Filmwelt“ schlechthin.

Hollywood beherrschte zwar das Kino, doch auch in Europa entwickel-te


sich eine wichtige Filmindustrie.
Doch 1913 wurden allein in Deutschland mehr Filme gedreht als in den
USA.
Da es aber damals noch kein Radio oder Fernsehen gab, blieben nur
Plakate und Zeitungen übrig, um Besucher zum Eintritt ins Filmtheater
anzuregen.

Diese Plakate waren oft so kunstvoll wie die Filme ( s. Beilage) selbst.

Die wahrscheinlich größten Studios sind die Paramount-, die Goldwyn


Mayer-, die 20th Century Fox- sowie die Warner Brothers Filmstudios.
Doch 1927 gab es eine erstaunliche Nachricht. Es hieß, dass die
Filmemacher auf ein praktikables Verfahren zur Aufzeichnung und
Wiedergabe von Bild und Ton gestoßen sind.

Millionen neugieriger Personen strömten in die Kinos. Sie lachten über


das neue Erlebnis.
Viele Schauspieler stürzten, wegen ihrer piepsigen Stimmen, von der
Karriereleiter des Films. Doch denjenigen die es schafften, bot sich ein
neues Erlebnis.
Allerdings gab sich der Stummfilm zunächst so leicht nicht geschla-gen.
So endete erst vier Jahre später, als 1927 der Tonfilm aufkam, mit „Der
arme Millionär“, die Ära des Stummfilmes. Die Hürde zum heuti-gen Film
war genommen.

Doch mit dem Film stieg auch das Niveau des Kinos.
Es entstanden „Filmpaläste“, in denen man nicht nur Filme sehen
konnte, sondern auch gut speisen, ins hauseigenen Museum oder zum
Tanzen gehen konnte. Man tat also alles, um die Leute für das „neue
Kino“ zu begeistern.
Im Jahre 1930, als die USA rund 122 Millionen Einwohner zählte, gingen
Woche für Woche ca. 95 Millionen Menschen ins Kino. Auch Coca-Cola
und Popcorn gab es damals schon. Bisher waren alle Filme in
schwarzweiß zu sehen.
Als später schließlich der Farbfilm erfunden wurde, begann die Zeit der
gut funktionierenden „Technicolor-Dreistreifen-Kamera“.