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Das Studierendenmagazin des VSStÖ Linz. Seit 1966.

Ausgabe 11–WiSe 10/11

Bildung. Quo vadis?


Ein Plädoyer für die Gesamtschule
Seiten 4 & 5

Master mit Hürden Basics Prüfungsrecht Peter Pilz - Ein „Linker“ wider
Willen

Seite 2 Seite 3 Seite 6

Verband sozialistischer Student_innen Österreichs


http://linz.vsstoe.at
„Typisch österreichisch?“
Diese Woche soll die Novelle zum Gleich-
behandlungsgesetz im Nationalrat be-
editorial schlossen werden. Jedoch mit einigen
Hannah Stögermüller Änderungen, des schon im Oktober 2010
VSStÖ Vorsitzende
im Minister_innenrat beschlossenen Ent-
hannah.stoegermueller@oeh.jku.at
wurfes. frauen
Sarah Ortner
Gleiche Möglichkeiten für alle?! Diese Novelle sieht vor, dass Unterneh- ÖH Frauenreferentin
men ab einer Größe von 1000 Arbeit- sarah.ortner@oeh.jku.at

Während sich die meisten von uns gerade nehmer_innen verpflichtet werden das
durch den Prüfungsmarathon im Jänner Durchschnittseinkommen von Frauen und minierungsschutz ist im geänderten Ent-
plagen, geht die innenpolitische Bildungs- Männern betriebsintern offen zu legen. Es wurf nicht mehr vorgesehen. Damit war
diskussion munter weiter. Besonders sind jedoch keine Sanktionen für Arbeitge- gemeint, dass niemandem eine Dienstlei-
heftig wird über die „Neue Mittelschule“, ber_innen vorgesehen, die sich nicht daran stung wegen dessen Weltanschauung,
den bildungspolitischen Kompromissvor- halten. Vorgesehen ist außerdem, dass die Alter, Geschlecht, Religion oder sexueller
schlag der ÖVP zur Gesamtschule, disku- notwendige Anzahl der Arbeitnehmer_in- Orientierung verwehrt werden darf.
tiert. nen in den folgenden Jahren dann laufend
gesenkt wird. Im Jahr 2011 betrifft die Re- Somit ist es rechtlich weiterhin zulässig,
Warum die ÖVP so vehement gegen eine gelung rund 200 Betriebe und damit ledig- dass etwa einem Gast einer Pension auf-
Gesamtschule ist, hat folgende Gründe: lich rund 15 Prozent aller Arbeitnehmer_in- grund seiner sexuellen Orientierung vom_
einerseits steht die Angst vor einem Ni- nen. Das im ursprünglichen Entwurf noch von der Pensionsbesitzer_in der weitere
veauverlust im Vordergrund und die Ab- vorgesehene „Leveling up“ beim Diskri- Aufenthalt verwehrt werden kann.
schaffung einer „Wahlmöglichkeit“. Auch
die nötigen Kosten einer Umstellung des
Systems werden als Argument herange-
zogen.

Der ÖVP ist offensichtlich nicht klar, dass


es hier um eine Grundsatzfrage geht: sol- Master mit Hürden
len in Österreich alle Kinder die gleichen
Möglichkeiten bekommen oder nicht? In Das Bachelorstudium Sozialwirtschaft be-
einem Alter von zehn Jahren für ein Kind steht bekannterweise aus drei Säulen: Der
zu entscheiden, ob es in ein Gymnasium Gesellschafts- und Sozialpolitik, der Sozio-
darf oder es in die „Bildungssackgasse“ logie und den Wirtschaftswissenschaften.
Hauptschule geschickt wird, ist zu früh Schon im Bachelorstudium selbst lassen
– da sind sich Bildungsexpert_innen ei- sich erste Spezialisierungen vornehmen sozwi
nig. Hauptschüler_innen sind gegenüber und Schwerpunkte setzen. Die Vertiefung Gerhard Öller
Gymnasiast_innen benachteiligt: ledig- des jeweiligen Interessensgebiets erfolgt StV Sozwi Team
lich 25 % der Hauptschüler_innen be- dann in der Regel mit dem Masterstudium. gerhard.oeller@oeh.jku.at
suchen später eine Universität, bei den Im sozial- und wirtschaftswissenschaft-
Absolvent_innen einer AHS-Unterstufe lichen Bereich beinhaltet das Angebot an SozWi nicht vorgesehen sind. Welche Vo-
sind es 75 %. Darüber hinaus ist es in einer Masterstudien neben Sozialwirtschaft raussetzungen für welches Masterstudi-
Gesamtschule besser möglich, Talente zu etwa auch Soziologie, General Manage- um von Nöten sind, ist von Studium zu
fördern und benachteiligte Kinder zu un- ment, Global Business oder Politische Bil- Studium verschieden und den jeweiligen
terstützen. Die Einführung einer Gesamt- dung. Zu beachten ist hierbei, dass eine Curricula zu entnehmen.
schule ist wohl der wichtigste Schritt um Absolvierung des Bachelorstudiums Sozi- Idealerweise weiß mensch also schon so
vermehrte Chancengleichheit in Österrei- alwirtschaft nicht automatisch die Zulas- früh wie möglich bescheid, welchen Ma-
ch zu erreichen und der „Vererbung“ von sung zum Masterstudium bedeutet. Im ster mensch machen möchte und küm-
Bildung entgegenzuwirken. Gegensatz zu den Masterstudien Sozial- mert sich rechtzeitig um die vorausgesetz-
wirtschaft oder Politische Bildung setzen ten Studienleistungen, um mit Abschluss
WiWi-Masterstudien zumeist Studienlei- des Bachelorstudiums kein böses Erwa-
stungen voraus, die im Bachelorstudium chen zu erleben.

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AK-Sprechstunde am 26. Jänner!
mer. Wir holen die Expert_innen direkt
auf die Universität. Deshalb wird es ein-
mal monatlich persönliche Sprechstunden öh-news
mit AK-Mitarbeiter_innen direkt vor Ort Stefan Etzelstorfer
im Sozialreferat geben um Fragen des Ar- ÖH Vorsitzender
stefan.etzelstorfer@oeh.jku.at
soziales beitsrechts, des Kündigungsschutzes und
Mario Dujakovic des Dienstverhältnisses schnell und kom-
ÖH Sozialreferent petent zu beantworten. Zwischen diesen Tod für den freien Hochschulzugang
mario.dujakovic@oeh.jku.at persönlichen Sprechstunden unterstützt
das Team der Arbeiter_innenkammer das Zwei Änderungen sind es, die die geplante
Bereits zum dritten Mal gibt es im Rahmen Sozialreferat jederzeit durch E-Mail- und Novelle des neuen Universitätsgesetzes
des neuen AK-Projekts des ÖH-Sozialrefe- Telefonberatung, falls sehr spezielle Fra- mit sich bringt: Zum einen sollen Studi-
rats eine persönliche Sprechstunde zum gen nicht sofort vor Ort geklärt werden enanfänger_innen für die Erstzulassung
Thema Arbeitsrecht mit AK-Expert_innen können. einen Nachweis erbringen, dass sie eine
direkt vor Ort am Campus. Das Angebot
Studienberatung in Anspruch genommen
wird von Termin zu Termin zunehmends Die nächste Sprechstunde zum Thema „Ar- haben. Zum anderen wird die Bundes-
mehr angenommen und stößt auf breiten beitsrecht Basics“ hält Klaus Kirchberger regierung ermächtigt, künftig Zugangs-
Anklang bei den Studierenden. am 26. Jänner 2011 von 9:00-11:00 Uhr. beschränkungen in „stark überlasteten
Das ist Service, das wirklich hilft. Vorbei- Fächern“ zu schaffen. Während der Fokus
Im Wintersemester 2010/2011 startete schauen lohnt sich auf alle Fälle! auf eine Studienberatung bereits in der
im Sozialreferat erstmals ein Pilotprojekt
Mittelschule ein erster wichtiger Schritt
gemeinsam mit der Arbeiter_innenkam-
ist, stellen die künftigen Zugangsbe-
schränkungen einen Schlag ins Gesicht
künftiger Generationen dar. Der neu zu
schaffende § 124c UG sieht vor, dass auf
Antrag des Rektorats die Bundesregie-
rung durch Verordnung die Zahl der Stu-

Basics Prüfungsrecht dienplätze für alle Bachelor- und Diplom-


studien festlegen kann. Das qualitative
Aufnahmeverfahren kann entweder ein
wird. Prüfungen die durch die Verwen- Aufnahmeverfahren vor der Zulassung
dung unerlaubter Hilfsmittel für ungültig oder ein Auswahlverfahren nach der Zu-
erklärt wurden, gelten als Antritt. Sollte es lassung (bis längstens zwei Semester da-
dir aus körperlichen Gründen jedoch nicht nach) sein. Die Mindestzahl an Studien-
möglich sein die Klausur in der vorgeschrie- plätzen darf dabei die durchschnittliche
jus benen Form zu absolvieren, dann hast du Anzahl der Studierenden dieses Studiums
Sabrina Seyrl Anspruch auf eine alternative Prüfungsme- der letzten fünf Jahre nicht unterschrei-
VSStÖ -Jus-Gruppe thode, vorausgesetzt du kannst eine länger ten. Der für das Auswahlverfahren rele-
sabrina.seyrl@reflex.at andauernde Beeinträchtigung nachwei- vante Lehrstoff ist von den Universitäten
sen. Weiters hast du nach Ablegen einer online bereit zu stellen.
Die Semesterferien rücken immer näher Prüfung das Recht sechs Monate danach in
und somit beginnt für viele Studierende diese Einsicht zu nehmen und sie zu foto- Immer noch liegt Österreich mit seiner
auch die heiße Klausurenphase an der kopieren (Multiple-Choice-Klausuren sind Akademiker_innenquote weit unter dem
Universität. Umso wichtiger erscheint es, von diesem Recht ausgeschlossen). Bei ne- OECD-Schnitt. Die hochschulpolitische
dass sich Student_innen vor allem jetzt gativer Beurteilung hast du außerdem die Konzeptlosigkeit der Bundesregierung
ihrer Rechte bewusst werden. Hier ein kur- Möglichkeit eine schriftliche Begründung und allen voran von Wissenschaftsmini-
zer Überblick über das, was dir unbedingt zu verlangen und dein Prüfungsprotokoll sterin Beatrix Karl (ÖVP) ist fatal. Wir brau-
bekannt sein sollte: Jede_r Studierende muss daraufhin ein Jahr lang aufbewahrt chen künftig nicht weniger, sondern mehr
kann fünf Mal zu einer Prüfung antreten werden. Menschen mit einem tertiären Bildungs-
wobei der 5. Antritt jedenfalls kommissi- Das Team des VSStÖ Linz wünscht dir in abschluss und daher selbstverständlich
onell ist. Das bedeutet, dass die Prüfung diesem Sinne viel Erfolg für die nächsten einen freien Hochschulzugang.
von mehreren Prüfer_innen begutachtet Wochen!

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Bildung. Quo vadis?
Ein Plädoyer für die Gesamtschule
Die ÖVP präsentiert ein Bildungskonzept, in dem Eliten gefördert werden sollen. Der Ausbau der Neuen
Mittelschule, aber Erhalt des Gymnasiums mag auf den ersten Blick als Schritt in die richtige Richtung er-
scheinen. Bei genauerem Hinsehen kann die Lösung der Bildungsmisere allerdings nur die Gesamtschule
sein.

Die neue Mittelschule ist nichts anderes als zu nutzen. Mehr Sport und mehr Kultur in teuer sind. Eine weitere Form der Selektie-
die dringend notwendige Anpassung der die Schulen zu bringen ist dabei erklärtes rung besteht bei dem Angebot von Privat-
Hauptschule an moderne Lehr- und Lernkon- Ziel. Mit der neuen Mittelschule sollen Bil- schulen beziehungsweise dem Bestehen
zepte. Seit 2008 gibt es für Hauptschulen dungschancen erhöht und möglichst vielen von Sonderschulen. Bildung darf nicht vom
die Möglichkeit in das Projekt „Neue Mittel- ein Zugang zu höherer Bildung geebnet wer- Einkommen der Eltern abhängig gemacht
schule“ zu wechseln, allerdings für maximal den. Die neue Mittelschule ist ein Schritt in werden, sondern muss es ermöglichen, dass
zehn Prozent der Hauptschulen österreich- die richtige Richtung, aber nur durch eine alle dieselbe Bildung erfahren können. Son-
weit. Viel mehr Schulen als erwartet wollten Gesamtschule, also eine einzige Schule für derschulen sind eine Ausgrenzung und Form
das Konzept übernehmen. Die ÖVP lenkt mit zehn bis 14-Jährige kann Chancengleichheit der Diskriminierung von Personen, die eben-
ihrem Bildungskonzept ein und ermöglicht erreicht werden. falls die Möglichkeit bekommen müssen, die
nun allen Hauptschulen neue Mittelschu- Schule besuchen zu können, die sie wollen.
len zu werden. Der größte Unterschied zur Warum Gesamtschule? Das Konzept der Gesamtschule zielt darauf
derzeit existierenden Hauptschule ist wohl ab, dass die grundlegendste Bildungsent-
der Lehrplan. Dieser ist an der neuen Mittel- Im derzeitigen Bildungssystem wird die scheidung nicht mit 10, sondern erst mit
schule gleich wie an Gymnasien. Neben dem grundlegende Entscheidung über den spä- 14 getroffen wird. Die Gesamtschule bie-
Lehrplan gibt es aber auch sechs Stunden teren Bildungsweg mit 10 Jahren getroffen. tet die Möglichkeit, dass alle Schüler_innen
pro Woche mehr und diese werden von AHS- Wer ins Gymnasium geht, wird danach ver- eines Jahrgangs, unabhängig von ihrem
Lehrer_innen abgehalten. Weiters steht mutlich auf die Universität wechseln. Nur Elternhaus, gemeinsam unterrichtet wer-
Team- und Projektarbeit im Vordergrund. 25 Prozent der österreichischen Student_in- den. Schwächere Schüler_innen können
Eine stärkere Differenzierung und persön- nen haben eine Hauptschule abgeschlos- von ihren Mitschüler_innen profitieren. Das
liche Betreuung soll Jugendliche individuell sen, 75 Prozent haben eine AHS-Unterstufe pädagogische Konzept, das hinter der Ge-
fördern. Eine gemeinsame Nachmittags- absolviert. In ländlichen Gebieten ist es oft samtschule steht, ist dem der neuen Mit-
betreuung ist für alle Schüler_innen eine unzumutbar in ein Gymnasium zu gehen, telschule ähnlich. Die individuelle Förderung
Möglichkeit die Zeit nach der Schule sinnvoll da die Anreise weit ist und Internatsschulen des_der Einzelnen steht im Vordergrund.

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Durch Projekt- und Teamarbeiten wird ei- Eine Bilanz des Scheiterns Akademiker_innenquote, der Anteil der Aka-
genständiges Denken gelernt und nicht stu- demiker_innen an der 25- bis 64- jährigen
pides Auswendiglernen. Für diese modernen Nicht nur an den Schulen, auch an den Bevölkerung, liegt in Österreich konstant bei
pädagogischen Konzepte braucht es aber Unis läuft einiges schief. Begonnen hat 18%, was deutlich unter dem OECD Schnitt
auch eine neue Ausbildung der Lehrenden. dies mit der Angelobung der Ministe- von 27% liegt. Ihr Konzept von “aus weniger
Einerseits müssen alle Lehrer_innen diesel- rin Elisabeth Gehrer unter der Regierung mach mehr” erscheint aber größtenteils als
be Ausbildung bekommen. Die Trennung der Schwarz-Blau. Neben der Einführung der unlogisch: die Studienplätze zu beschrän-
Ausbildung in pädagogischen Hochschulen Studiengebühren im Jahr 2000, hat sie ken und noch weniger Studierende auf den
und in Universitäten wäre somit nicht mehr die Rechte der Studierenden durch neue Universitäten zu zulassen ist äußerst kon-
notwendig. Weiters muss natürlich auch der Gesetze massiv beschnitten. Die Abschaf- traproduktiv. Denn auch bei der Zahl der
Lehrplan an die neuen Anforderungen ange- fung der Direktwahl der Bundesvertre- Studienanfänger_innen liegen wir weit un-
passt werden. tung und das neue Universitätsgesetz ter dem OECD Durchschnitt: In Österreich
seien als Beispiele genannt. Weitergeführt begannen 42 Prozent eines Altersjahrgangs
Neue Hürden im Bildungssystem wurde dies von Gehrers Nachfolger Jo- im Jahr 2007 ein Hochschulstudium, in der
hannes „Gio“ Hahn. Die Ermöglichung von OECD 56 Prozent. Mit der vor Weihnach-
Die von der ÖVP geforderte Mittlere Reife, Zugangsbeschränkungen durch die No- ten in Begutachtung gegangenen weiteren
ein Prüfung am Ende der 8. Schulstufe in den velle des Universitätsgesetz (UG) 2009 ist UG Novelle soll es in Zukunft möglich sein
Hauptgegenständen, würde unser Schulsy- neben dem gescheiterten E-Voting Projekt den Zugang zu „überlasteten“ Studienrich-
stem noch sozial selektiver machen, als es nur ein Beispiel. Beatrix Karl, derzeitige tungen zu beschränken. Die Kürzung der Fa-
ohnehin schon ist. Schüler_innen, die diese ÖVP-Wissenschaftsministerin setzt die- milienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre ist einer
Hürde nicht schaffen, wird es unmöglich ge- sen Weg fort. der größten Anschläge auf die Studieren-
macht eine höhere Schule zu besuchen. Eine den seit Jahren. Zahlreichen Studierenden
weitere, von der ÖVP gewünschte Hürde, Zugangsbeschränkungen und Familien- wird damit die Existenzgrundlage entzogen
ist die Wiedereinführung der Aufnahme- beihilfenkürzung und es wird viele Studierende dazu zwin-
tests an Gymnasien. Diese wurde von Bruno gen ihr Studium aufzugeben beziehungs-
Kreisky in den 70er Jahren abgeschafft, da Seit Beatrix Karl als Wissenschaftsmini- weise (mehr) arbeiten zu müssen und das
sie viele Kinder vom Besuch eines Gymnasi- sterin tätig ist, fordert sie immer wieder Studienende zu verzögern. Eine moderne
ums abhielt. die Einführung von flächendeckenden Zu- Hochschulpolitik sieht anders aus. Fakt ist,
gangsbeschränkungen, die sie als einzige ein umfassendes Bildungskonzept fehlt in
Die vor kurzem veröffentlichte PISA-Studie Möglichkeit darstellt, um die Zustände an Österreich. Ein Bildungskonzept, das allen
hat, wie so viele nationale und internatio- den Universitäten zu verbessern. Kindern und Jugendlichen, unabhängig von
nale Studien zuvor, wieder einmal bewiesen, ihrem Hintergrund, dieselben Chancen und
dass Österreichs Schulsystem stark sozial se- Die Tatsache, dass internationale Verglei- Möglichkeiten bietet ein selbstbestimmtes
lektiv ist und dies allen Schüler_innen scha- che aber immer wieder zeigen, dass Ös- Leben zu führen.
det. Mit Prüfungen wird ein Schulsystem terreich zu wenige Absolvent_innen hat,
aber nicht besser, sondern schafft nur mehr ignoriert sie völlig oder versucht die ge-
Barrieren. Ganz nach dem Motto:“Vom vie- ringe Anzahl von Akademiker_innen mit
len Wiegen wird das Schwein nicht fett“. dem hohen Drop Out zu rechtfertigen. Die

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Peter Pilz -
Ein „Linker“ wider Willen
Auf seinem Blog brüstet er sich damit, ei- offensichtlich ebenfalls auf Panik als auf Ar-
nen Beitrag geleistet zu haben, den großen gumente und stellt sich auf eine Ebene mit
blinden Fleck der Grünen ein bisschen aus Strache, Haider und Co. Dass die so genann-
der Welt geschafft zu haben. Er fordert zum te „Ghettobildung“ aufgrund der großteils
Beispiel völlige Assimilation und ist dagegen, prekären Beschäftigung von Migrant_in-
innenpolitik dass aus einer Stadt „Klein-Istanbul“ wird nen immer eine Frage des Einkommens ist,
Mario Dujakovic (das ist ein wörtliches Zitat). Er spricht von scheint egal zu sein, denn „30% sind genug“.
Öh Sozialreferent „georgischen, serbischen und afrikanischen Dass Kapitalverbrechen großteils ebenfalls
mario.dujakovic@oeh.jku.at Banden“. Ziemlich ungewohnte Töne, gera- aufgrund einer massiven Ungleichverteilung
de von einem Grünen. materieller Ressourcen zurückzuführen ist,
Am 2. Jänner 2011 versuchte der grüne Na- ist egal, anscheinend sind gewisse Men-
tionalratsabgeordnete Peter Pilz die grüne Die österreichischen Grünen befinden sich schen einfach so.
Haltung in Sachen „Ausländer_innenpoli- in einem Umfragetief. Ob eine inhaltliche
tik“, wie er es formulierte, zu beschreiben. Neuausrichtung, à la Peter Pilz, diesen Trend Dass Rassismus nicht nur mehr ein gesell-
Der Abgeordnete, der vor Medien immer wirklich umkehrt, ist zu bezweifeln. Er be- schaftliches Phänomen darstellt, sondern
stolz kommunistische Insignien in seinem dient sich hier ganz offen bereits existie- auch mittlerweile in ehemals als progressiv
Büro präsentiert, glänzte jedoch nicht mit render Ressentiments gegen bestimmte bekannte Kreise eindringt, ist eine Entwick-
neuen Ideen, sondern schockierte vielmehr Nationen und nimmt somit Menschen lung, die besorgniserregend ist und nur sym-
mit FPÖ-Parolen, die er als notwendigen schlichtweg in Sippenhaft. Statt auf kon- ptomatisch für einen fehlenden, konstruk-
„grünen Realismus“ bezeichnete. struktiven Dialog setzt der Abgeordnete tiven und realitätsnahen Diskurs ist.

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MEHR.
FÜR UNSERE JUNGEN.

DR. JOHANN KALLIAUER


AK-Präsident

DIE AK – EINE STARKE PARTNERIN FÜR DIE JUGEND!


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achtung satire! gut-böse-jenseits
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Viktor Orban schaut jetzt noch zur NMHH. Gefährder der Jugend Der ORF traut sich etwas: Alfons Haider
dürfen hier keinen Platz haben vor 5 Stunden
wird bei der nächsten Staffel Dancing
Stars gemeinsam mit einem Mann aufs
Tanzparkett gehen. Mag sich trivial anhö-
ren, ist es aber nicht. Bei diesem Format,
das in über 100 Ländern ausgestrahlt wird,
gab es noch nie ein männliches Tanzpaar,
sehr wohl aber Frauenpaare. Außerdem
Viktor Orban schaut jetzt noch zur NMHH. Gefährder der
Jugend dürfen hier keinen Platz haben! vor 5 Stunden - Kommen- wird das Tanz-Niveau der Sendung geho-
tieren - Gefällt mir ben, da es technisch anspruchsvoller ist,
Ice-T So schlimm sind meine Lieder aber auch wenn zwei Männer miteinander tanzen.
wieder nicht... vor 3 Stunden
Fotos von Viktor anzeigen (9)
Viktor eine Nachricht senden
Mit viktor chatten
-RVH0DQXHO%DUURVRDarüber sollten wir noch re- Böse
den, eventuell. vor 2 Stunden
Viktor anstupsen

Freunde Schreibe einen Kommentar ... Österreich erreicht beim „Index of Econo-
723 Freunde Alle anzeigen
mic Freedom“ den 10. Platz, punktegleich
mit Schweden. Dieser Index, erstellt von
Viktor Orban der Heritage Foundation und dem Wall-
Christian Josef Ludwig
Konrad Pühringer Scharinger Viktor nahm am Ã:LHWRWDOLWlULVWGHLQH5HJLHUXQJ´
street Journal, misst, wie groß die wirt-
4XL]WHLOXQGHU]LHOWHIROJHQGHV(UJHEQLV
schaftliche Freiheit ist, also wie hoch bzw.
Deine Regierung geht kreativ mit Mediengesetzen um.
Die Medien zu kontrollieren ist der erste Schritt zu
niedrig die Steuern sind. Fazit: Die Steuern
Kim Josef Jose Manuel einem totalitären Regime. Weiter so!
Jong-il Pröll Barroso sind niedrig, lediglich das Pensionssystem
10. Jänner 2011 um 23.46 über Quiz Monster - Kommentieren - steht nicht auf sicheren Beinen. Schade
Gefällt mir - Nehmen Sie an diesem Quiz teil
dass Österreich mit Schweden im Bil-
Mahmud Ahmadineschad und Kim Jong-il gefällt dies dungsvergleich nie gleichauf ist.
Schreibe einen Kommentar ...

Jenseits

Karl-Heinz Grasser schlägt zurück. Er ver-


mutet, dass das Steuerhinterziehungs-
verfahren wegen seiner Privatstiftung in
Liechtenstein reine Willkür ist. Er fordert
nun, dass sich die Sondereinheit und die
zuständigen Staatsanwält_innen zur Auf-
klärung zwei Monate nur mit seinem Fall
beschäftigen sollen, damit er endlich wie-
der eine weiße Weste hat. Blöd nur, dass er
als Finanzminister mit Einsparungen dafür
gesorgt hat, dass weniger Geld für die Ju-
stiz zur Verfügung steht.

linz.vsstoe.at 7
Schwerpunkt-Vorstellung
Mi, 26. Jänner 2011 :: 10:00 Uhr
Halle C (Kepler Gebäude bei Ch@t)
Die fachverantwortlichen Jus-Professor_innen präsentieren sämtliche elf
Studienschwerpunkte für das Diplomstudium Rechtswissenschaften.

Eine Veranstaltung der VSStÖ-Jus-Gruppe

http://linz.vsstoe.at http://facebook.com/vsstoe.linz http://twitter.com/vsstoelinz

Impressum
Medieninhaber_in und Herausgeber_in:
Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs
Sektion Linz: J.W.Kleinstr. 72, 4040 Linz
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Fotos: Peter Kollroß http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/at/

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das VSStÖ Grundsatzprogramm Römisches Recht How To Gender

beim COGITO mitschreiben Bürgerliches Recht

beim VSStÖ mitmachen Strafrecht


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