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DK 531.717.8.084: 620.164.1.05-032.

5DEUTSCHE NORM August 1984

Prüfplatten DIN
Prüfplatten aus Naturhartgestein
Anforderungen Prüfung 876
Teil 1

Surface plates; granite surface plates, requirements, inspection Mit DIN 876 T 2/08.84
Ersatz für
Marbres de contröle; marbres en röche, exigences, contröle
DIN 876/05.72
Лицензировано ФГУП "СТАНДАРТИНФОРМ" с разрешения DIN для ФГУП "УНИИМ" заказ №2014-К26 от 09.04.2014.

Maße in mm

1 Anwendungsbereich und Zweck


Diese Norm gilt für Prüfplatten aus Naturhartgestein, die in der Längenprüftechnik, insbesondere für das Prüfen von Form¬
und Lageabweichungen, als Ebenheitsnormal benutzt werden.

2 Maße, Bezeichnung
Tabelle 1. Maße

Iii l e
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über bis min.


f2l25Q^250
250 50
Prüffläche 250 400 60
400 630 100
630 1000 150
e 1000 1600 200
1600 2000 250
Bild 1. Maße 2000 2500 300

Prüfplatte DIN 876 - 2000 x 1000 - H - 00


Benennung
DIN-Hauptnummer_
Länge x Breite (/ x b) jeweils in mm
Werkstoff Naturhartgestein
Genauigkeitsgrad

3 Anforderungen
3.1 Allgemeines
Die Anforderungen an die Ebenheit der Prüffläche gelten unter der Voraussetzung, daß die Prüfplatte auf 3 vom Hersteller
festgelegten und gekennzeichneten Auflagepunkten aufliegt. Zur Begrenzung der Durchbiegung bei Belastung und aus
Sicherheitsgründen können zusätzliche Unterstützungen vorgesehen werden. Für Prüfplatten bis / = 400mm brauchen
keine besonderen Auflagepunkte vorgesehen zu sein, sie können auf der ganzen Fläche der Unterseite aufliegen. Die Prüf¬
platten müssen gegen Abrutschen und Abkippen gesichert sein. Die Prüfplatte darf keiner einseitigen Erwärmung oder
Abkühlung unterworfen werden, der Temperaturunterschied in der Platte darf 2 K nicht überschreiten. Nach einer feuchten
Reinigung muß sie mindestens 2 h trocknen.

') Die Breite b ist zu vereinbaren und in der Normbezeichnung anzugeben.

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Normenausschuß Länge und Gestalt (NLG) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, Berlin 30 DIN 876 Teil 1 Aug 1984 Preisgr. 5
08.84 Vertr.-Nr. 0005
Seite 2 DIN 876 Teil 1

3.2 Ebenheit der Prüffläche Darüber hinaus gelten die folgenden Festlegungen:
Für die Prüffläche mit Ausnahme des Randabfallbereichs
nach Abschnitt 3.7 gelten die in Tabelle 2 genannten Eben¬
heitstoleranzen U.
Tabelle 2. Ebenheitstoleranzen

Genauigkeitsgrad
l^m
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00
'('^ooo)
T>^ Führungsseite Bild 3. Spann-Nut

0 4^ ' )
\ 1000/

1 -Kennzeichnung der
'°('^ooo) Führungsseite
( Beispiel )

2 2oL ' \ Bild 2. Führungsnut


\ 1000/
Tabelle 5. Form- und Lagetoleranzen
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Für l ist der Zahlenwert der Länge in mm einzusetzen. für Führungsnuten

Rechtwinklig- Geradheits¬
In Tabelle 3 sind die Ebenheitstoleranzen für einige Werte Genauigkeits¬
keitstoleranz toleranz
von l zusammengestellt. grad der
h U2)
Führungsnut
Tabelle 3. Werte für U |im |j.m

Ebenheitstoleranz in [im l
I 4 2+
für Genauigkeitsgrad 100
l
00 0 1 2 l
II 6 4+
60
160 3 5 12 24
l
250 3 5 13 25 III 12 8+
400 3 6 14 28 40
630 4 7 17 33
20 40 Für l ist der Zahlenwert der Länge in mm einzusetzen.
1000 4 8
1600 6 11 26 52
2000 6 12 30 60 Tabelle 6. Werte für U
2500 7 14 35 70
Geradheitstoleranz U in |j.m
bei Genauigkeitsgrad
l
3.3 Ebenheit einer Teiiprüffläche
Für Teilflächen an beliebiger Stelle innerhalb der gesamten I II III
Prüffläche mit Ausnahme des Randabfallbereichs nach
Abschnitt 3.7 gelten die in Tabelle 4 festgelegten Eben¬ 630 9 15 24
heitstoleranzen ^2- 1000 12 21 33
1600 18 31 48
Tabelle 4. Ebenheitstoleranzen t2 2000 22 38 58
2500 27 46 71
Eb enheitstole ranz t2 in | im
Größe der für Genaui gkeitsgrad
Die Anzahl, die Art, die Breite a nach DIN 650 und bei Füh¬
Teilprüffläche
rungsnuten zusätzlich die Lage der Führungsseiten, gege¬
00 0 1 2
benenfalls eine Parallelitätstoleranz zu einer Seitenfläche
und der Genauigkeitsgrad sind besonders zu vereinbaren.
250 X 250 3 5 13 25

3.5 Gewinde- und Paßeinsätze


3.4 Nuten Gew/indeeinsätze bis maximal M 8 und Paßeinsätze dürfen
Zum Fixieren von Prüfmitteln und Prüfgegenständen dürfen nach besonderer Vereinbarung in der Prüffläche vorhan¬
nach besonderer Vereinbarung Spann- bzw. Führungs¬ den sein. Sie sind mindestens 1 mm tief zu senken.
nuten in die Prüffläche eingearbeitet sein. Sie müssen nach
DIN 650, Toleranzfeld H12 für Spann- und HSfür Führungs¬
nuten, ausgeführt sein. Handelt es sich um Führungsnuten, 2) Die Formeln sind auch für größere Längen l als in
muß die Führungsseite von oben oder an der Stirnseite Tabelle 1 angegeben anwendbar. Die erhaltenen Werte
gekennzeichnet sein. sind auf ganze |im aufzurunden.
DIN 876 Teil 1 Seite 3

3.6Seitenflächen
Anforderungen an die Ebenheit und die Rechtwinkligkeit
der Seitenflächen sind besonders zu vereinbaren. Die Sei¬
tenflächen dürfen mit Gewindeeinsätzen zur Befestigung
von Prüfmitteln oder Körperschutzleisten versehen sein.

3.7Randabfall und Kanten


Ein Randabfall im Bereich bis 2% der Breite ö, höchstens
jedoch 20 mm von den Kanten, ist bei den tolerierten Flä¬
chen zulässig. Die Kanten der tolerierten Flächen sind bei
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Platten mit einer Länge l bis 250 mm mit einem Radius von
mindestens 2 mm zu runden und darüber mit einem Radius
von mindestens 4 mm. Alle anderen Kanten und Ecken müs¬
sen mit mindestens 2,5 mm gefast oder gerundet sein.

3.8Werkstoff und Ausführung


Werkstoff: Fehlerfreies, möglichst feinkörniges und homo¬
genes Naturhartgestein (H), Sorte nach Vereinba¬
rung.
Ausführung: Geschliffen und tolerierte Flächen geläppt,
Prüfmittel dürfen sich nicht anschieben lassen.
4.2 Ebenheit einer Tellprüffläche
4 Prüfung Für die Teilprüffläche beschränkt sich die Prüfung auf das
Prüfen der Geradheitsabweichung von Profillinien an belie¬
Die Prüfungen sind in unbelastetem Zustand durchzufüh¬
biger Stelle der Prüffläche, wobei die Länge der geprüften
ren, wobei die Prüfplatte auf den vorgesehenen Auflage¬
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Profillinie mindestens 2Zb und höchstens 354 mm (Länge


punkten ausgerichtet sein muß. Der Randabfallbereich
der Diagonalen derTeilprüffläche) betragen muß. Die dabei
nach Abschnitt 3.7 bleibt bei der Prüfung außer Betracht.
ermittelten Geradheitsabweichungen dürfen die Werte der
4.1 Ebenheit der gesamten Prüffläche Ebenheitstoleranzen nach Tabelle 4 nicht überschreiten.
Als Geradheitsnormal kann z.B. ein Lineal nach DIN 874
Grundlage der Ebenheitsprüfung ist ein unter Berücksichti¬
Teil 1 verwendet werden.
gung der Basislänge Zß der Prüfeinrichtung maßlich festge¬
legtes Meßpunktraster, z. B. nach Bild 4. Geeignete Prüfge¬
räte sind Pendelneigungsmesser, Autokollimationsfern- 5Kennzeichnung
rohr oder Laser-Interferometer. Mit diesen Geräten werden Prüfplatten nach dieser Norm müssen an einer Seiten¬
unmittelbar Winkelabweichungen gemessen, die bezogen fläche mit
auf die Basislänge Zß in Höhenabweichungen umgerechnet —DIN 876,
werden. Als Basislänge ist Zß = 100 mm zu bevorzugen, für
—dem Genauigkeitsgrad und
die Standflächen, die in einer Ebene liegen sollen, gilt als
Richtwert: Durchmesser 10 mm. Prüfplatten der Genauig¬ —dem Zeichen oder Namen des Herstellers
keitsgrade 1 und 2 dürfen auch mit Hilfe eines Lineals des gekennzeichnet sein.
Genauigkeitsgrades 00 nach DIN 874 Teil 1 geprüft werden.
6Anwendungshinweise
Im Bereich der Prüfplattenaufstellfläche muß der Fußboden
eben und dauerhaft unnachgiebig sein, für große Platten
mit großem Eigengewicht und hoher Belastung kann für die
Aufstellung ein besonderes Fundament erforderlich sein.
Prüfplatten aus Naturhartgestein sind wegen ihrer geringen
Wärmeleitfähigkeit nicht zum Temperieren der Prüfgegen¬
stände geeignet.

Zitierte Normen
DIN 650Werkzeugmaschinen; T-Nuten, Maße
DIN 874 Teil 1 Lineale; Flachlineale aus Stahl, Maße, Technische Lieferbedingungen

Weitere Normen
DIN 102Bezugstemperatur der Meßzeuge und Werkstücke
DIN 874 Teil 2 Lineale; Haarlineale, Maße, Technische Lieferbedingungen
DIN 876 Teil 2 Prüfplatten; Prüfplatten aus Gußeisen, Anforderungen, Prüfung

Frühere Ausgaben
DIN 876 Teil 1 : 06.50
DIN 876 Teil 2: 10.31x
DIN 876: 10.31, 05.72
Seite 4 DIN 876 Teil 1

Änderungen
Gegenüber DIN 876/05.72 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a)Aufteilen des Inhalts In Teil 1 „Prüfplatten aus Hartgestein" und in Teil 2 „Prüfplatten aus Gußeisen".
b)Änderung der Benennung von „Meßplatten" in „Prüfplatten".
c)Für die Größen der Prüfplatten werden keine festen Maße, sondern nur Bereiche für die Länge l festgelegt.
d)Festlegung von Anforderungen an eine Teilprüffläche.
e)Festlegung von Anforderungen an Führungsnuten, falls vorhanden.
f)Festlegung von Anforderungen an die Aufnahme der Prüfplatte.
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g)Festlegung von Prüfungen.


h)Aufnahme von Anwendungshinweisen.
i)Festlegung von Anforderungen an Gewinde- und Paßeinsätze, falls vorhanden.
j) Aufnahme einer Kennzeichnung.

Erläuterungen
Zur Zeit wird im ISO/TC 3/SC 3 ebenfalls an zwei Normen über Prüfplatten gearbeitet. Einige Ergebnisse jener Arbeit sind in
der hier vorliegenden Norm eingeflossen, jedoch konnte sich derzuständige Unterausschuß im Normenausschuß Länge und
Gestalt (NLG) nicht zu einer vollständigen Übernahme der geplanten Internationalen Normen entschließen, insbesondere
weil in Deutschland engere Toleranzen gewünscht wurden.

Zu Abschnitt 2
Da in der Vergangenheit die genormten Maße kaum zur Anwendung kamen, werden hier nur Bereiche für die Länge l angege¬
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ben, so daß die eigentliche Länge und Breite in der Bezeichnung bzw. bei der Bestellung angegeben werden muß.
Die Mindestmaße für die Dicke e gelten für den Neuzustand. Durch Nacharbeit können diese Maße bei einer gebrauchten Prüf¬
platte unterschritten sein.

Zu Abschnitt 3
Grenzwerte für die Durchbiegung bei bestimmten Belastungen festzulegen wurde als nicht zweckmäßig erachtet, weil erstens
die Auflagebedingungen zu verschieden sind und zweitens eine Prüfung mit einem speziellen, nicht werkstattüblichen Gerät
durchgeführt werden müßte. Als wichtiges Merkmal für die Durchbiegung ist die Dicke e wesentlich einfacher zu prüfen. Die
Werte der Tabelle 1 stellen nach überschlägigen Berechnungen eine Durchbiegung in noch akzeptabler Größe sicher. Es ist
jedoch zu beachten, daß die hauptsächlich verarbeiteten Hartgesteinsorten Granit und Diabas sich erheblich in ihrem Elastizi¬
tätsmodul unterscheiden. £;G|.anit=39 200 bis 64 700 N/mm^, £Diabas=94 200 bis 96 700 N/mm^. Daraus resultiert, daß bei glei¬
chen Maßen, gleicher Aufstellung und gleicher Belastung eine Granitplatte eine etwa doppelt so große Durchbiegung wie eine
Diabasplatte aufweisen wird.

Zu Abschnitt 3.3
Um eine ausreichende Genauigkeit in kleinen Bereichen auch bei großen Prüfplatten sicherzustellen, wurde die Ebenheits¬
toleranz t2 für beliebige Teilflächen von 250 mm x 250 mm festgelegt.

Zu Abschnitt 4.1
Meßpunktraster zur Ebenheitsprüfung, die sich über die Seitenlinien und die Diagonale „schließen" lassen, werden mit Hilfe
von pythagoreischen (Dreiecks-)Zahlenkombinationen gebildet. Einige solcher Verhältnisse werden im folgenden gegeben:

Tabelle 7.

m:n:o a

20:21 :29 43,603°


3: 4: 5 36,870°
8:15:17 28,072°
5:12:13 22.620°
12:35:37 1 8,925°
7 : 24 : 25 1 6,260°
Bild 5, 9:40:41 1 2,680°

Zu Abschnitt 5
Damit nach dem Erscheinen der Internationalen Normen über Prüfplatten, die für die Genauigkeitsgrade auch arabische Zah¬
len verwenden, bei einer Prüfplatte keine Zweifel über deren Zuordnung zu einer Norm auftreten, wurde beschlossen, daß die
Kennzeichnung von Prüfplatten nach dieser Norm die DIN-Hauptnummer DIN 876 mit umfassen muß. Diesem Vorschlag für
die Kennzeichnung ist man auch für die geplanten Internationalen Normen über Prüfplatten gefolgt.

Internationale Patentklassifikation
E04C 2-04
B25H 7-02