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Graswurzelrevolution 444, Dezember 2019

URL: https://www.graswurzel.net/gwr/2019/12/der-albtraum-ist-aus/

Der (Alb)Traum ist aus?


Chile ist aufgewacht und sagt dem Neoliberalismus den Kampf an

6. Dezember 2019 | Anna Fünfgeld

444 dezember 2019 wir sind nicht alleine

Streetart in Santiago de Chile, November 2019, "Angesichts der Ausbeutung ist


Selbstorganisation die Lösung" - Foto: Anna Fünfgeld

„Chile despertó!“ Chile ist aufgewacht und es besteht die Hoffnung, dass der neoliberale
Traum, der für die Mehrheit der Chilen*innen noch nie ein solcher war, sein baldiges Ende
finden könnte.

Auslöser der landesweit größten Proteste in der Geschichte Chiles seit 1973 war eine
wiederholte Erhöhung der U-Bahn-Fahrpreise. Während man vor fünf Jahren noch etwa 500
Pesos für eine durchschnittliche Fahrt bezahlt hat, wurde der Preis nun von 800 auf 830 Pesos
angehoben und sollte bis Ende des Jahres nochmal um nahezu 200 Pesos erhöht werden. Die
Reaktion darauf war zunächst eine Reihe von dezentralen, größtenteils von Schülerinnen von
mehreren Mädchenschulen und Studierenden organisierten Protestaktionen bei denen über
einige Wochen wiederholt in kollektiven Aktionen die U-Bahnen gestürmt und Absperrungen
übersprungen und geöffnet wurden.

Am 18. Oktober hat sich daraus eine Großdemonstration ergeben, bei der nicht nur der Unmut
über die Fahrpreiserhöhungen sondern über das politökonomische System Chiles insgesamt
zum Ausdruck gebracht wurde (1). Seit Antritt der aktuellen Regierung des rechts-
konservativen Präsidenten Sebastián Piñera vor eineinhalb Jahren wurden nicht nur die Preise
des öffentlichen Nahverkehrs angehoben, sondern auch die Stromversorgung teurer, sowie
die Ausgaben im Bildungs- und Gesundheitssektor gekürzt. Die Folge dieser Politik ist eine
weitere Verschärfung der sozialen Ungleichheit in dem Land, das zwar als OECD-Mitglied als
einer der reichsten Staaten der Region gilt, gleichzeitig aber schon lange enorme Disparitäten
in der Verteilung von Einkommen und Vermögen aufweist. Während Mindestlohn und Renten
in den letzten Jahren kaum angehoben wurden und die hohen Gebühren im privaten
Gesundheits- und Bildungssystem weiterbestehen, wurden die Steuern für Großunternehmen
auf ein Minimum reduziert, die Abgeordnetendiäten sind vergleichsweise hoch und es
bestehen zahlreiche Korruptionsvorwürfe gegenüber Regierungsangehörigen. Weiterhin hat
der chilenische Senat kurz vor Ausbruch der Proteste das transpazifische
Freihandelsabkommen TPP-11 verabschiedet, was Anlass zur Sorge über weitere
Privatisierungen und den Abbau von ohnehin minimalen staatlichen Sozialleistungen gibt.

Verständlich wird das enorme Ausmaß der Proteste daher erst mit Blick auf die chilenische
Sozialstruktur sowie das politökonomische System des Landes. Unter der Pinochet-Diktatur
wurde Chile maßgeblich durch die Berufung einer großen Anzahl an in den USA ausgebildeten
Ökonomen, (den sogenannten Chicago Boys) in Ministerialämter zu einem neoliberalen
Experimentierfeld. Die Sozialsysteme, grundlegende Versorgungsinfrastrukturen sowie ein
Großteil der natürlichen Ressourcen sind seither in Chile privatisiert. Die Preiserhöhung vom
Oktober 2019 um umgerechnet 0,037 Euro war daher nur eine weitere Etappe hin zur
Prekarisierung weiter Teile der chilenischen Bevölkerung wie der Slogan „no son 30 pesos, son
30 años“ (deutsch: „es sind nicht 30 Pesos, es sind 30 Jahre“) verdeutlicht. In den 30 Jahren,
die seit dem Ende der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet vergangen sind, wurden zwar
demokratische Institutionen und eine Reihe an Freiheitsrechten implementiert, an der
neoliberalen Leitdoktrin des Landes hat sich jedoch nichts geändert.

Noch immer kontrolliert eine relativ kleine Anzahl an Familienclans (u.a. Matte, Angelini Rossi,
Mackay, Bendeck und Luchsinger) zentrale Geschäftszweige und verfügt über weitreichenden
politischen Einfluss. Die Zusammenhänge zwischen dem Fortbestehen dieser oligarchischen
Herrschaftsstruktur und dem aktuellen Geschehen zeigen sich auch in der Person Sebastián
Piñeras. Piñera, der der Partei Renovación Nacional (deutsch: Nationale Erneuerung)
angehört, hat bereits während seiner ersten, von 2010 bis 2014 andauernden, Präsidentschaft
den radikal-neoliberalen Kurs des Landes verteidigt, als er die im Rahmen der
Bildungsproteste von 2011/12 geforderten Reformen des noch aus der Militärdiktatur
stammenden Bildungssystems verweigerte und stattdessen ein repressives Vorgehen gegen
teils noch minderjährige Schüler*innen und Studierende anordnete. Der Bruder des
Präsidenten, José Piñera, ist einer der Chicago Boys, die in den 80er-Jahren einen
Ministerposten im Kabinett von Pinochet innehatten. Als Arbeitsminister hat er damals das
Rentensystem vollständig auf das Kapitalumlageverfahren umgestellt. Und die Abschaffung
genau dieses Rentensystems (Administradoras de Fondos de Pensiones, AFP), das mit einer
Durchschnittsrente von etwa 110.000 Pesos (ca. 128 Euro) für weite Teile der Bevölkerung die
Altersarmut bedeutet, ist eine der zentralen Forderungen der Demonstrierenden.

Wie die Renten, sind auch die Einkommen einer großen Anzahl der Chilen*innen so niedrig,
dass für viele Menschen die Lebensmittel in den Supermärkten sowie andere Alltagsgüter,
deren Preisniveau oft nahezu identisch mit jenem in Deutschland ist, nicht erschwinglich sind.
Sie sind auf alternative Märkte angewiesen. Ähnlich verhält es sich mit den Mieten in
Großstädten wie Santiago. Die lebendige Hausbesetzer*innen-Szene in der Stadt ist damit
nicht nur Ausdruck einer politisierten und gut organisierten Subkultur, sondern auch
unmittelbare materielle Notwendigkeit – für Chilen*innen wie auch Immigrant*innen.

Die Plünderungen von großen Supermarktketten und Einkaufszentren, zu denen es im Zuge


der Proteste immer wieder kommt, sind, anders als in vielen Medienberichten dargestellt,
keineswegs Ausdruck eines blinden Vandalismus oder kriminellen Spaßprotests, sondern
ebenfalls als politischer Akt und materielle Notwendigkeit einzuordnen. Das spiegelt sich
unter anderem darin wider, dass es bei den Plünderungen keineswegs ausschließlich um
Luxusgüter ging, sondern genauso auch um Grundnahrungsmittel. Auf Grundlage von in
sozialen Medien kursierenden Videos wird zudem angenommen, dass ein Teil der
Plünderungen von Polizei und Militär organisiert wurde, um eine weitere Eskalation der
Proteste herbeizuführen.

In das Kabinett seiner zweiten Amtszeit hat Präsident Piñera mehrere Politiker*innen der
rechten, Pinochet-treuen Partei Unión Demócrata Independiente (deutsch: Unabhängige
Demokratische Union) berufen. Dazu zählte bis vor kurzem auch Andrés Chadwick, Cousin des
Präsidenten und ehemaliger Präsident der Jugendorganisation der Pinochet-Diktatur (Frente
Juvenil de Unidad Nacional). Chadwick stand damals nachweislich über den Chefideologen der
Militärdiktatur, Jaime Guzman, auch in Kontakt mit der deutschen Kolonie Colonia Dignidad,
in der Gegner*innen des Regimes gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Als
Innenminister hat er das repressive Vorgehen von Militär und Polizei gegen die
Demonstrierenden mitorchestriert bis er wie mehrere andere Minister*innen aufgrund der
anhaltenden Proteste das Kabinett Ende Oktober verlassen musste.

Angesichts der ideologischen Nähe großer Teile des Kabinetts zur Militärdiktatur ist es wenig
verwunderlich, dass die Regierung bereits am ersten Protesttag ein umfassendes Arsenal an
gewaltsamer Repression demonstriert hat. Es wurde ein zunächst fünfzehntägiger
Ausnahmezustand ausgerufen, welcher die Einschränkungen fundamentaler Rechte
ermöglichte. Zum ersten Mal seit dem Ende der Diktatur wurde das Militär mit Panzern auf
die Straße geschickt um Demonstrationen niederzuschlagen.

Proteste in Santiago de Chile, Oktober


2019 – Foto: Felipe y Jairo Castilla [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Militär und Spezialeinheiten der Polizei machten dabei nicht nur Gebrauch von Wasserwerfern
und Unmengen von Tränengas, sondern ebenso von mit Schrotkugeln versetzten Flinten. Etwa
eine Woche lang wurde zudem eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, der sich die
Mehrheit der Chilen*innen jedoch nicht gebeugt hat. „No tenemos miedo“ (deutsch: „Wir
haben keine Angst“) war eine der zentralen Losungen der ersten Demonstrationstage. Damit
haben sich die Menschen gegenseitig ermutigt, sich von dem gewaltsamen Vorgehen von
Militär und Polizei nicht einschüchtern zu lassen.

Tagsüber wie nachts waren in allen Ecken der Stadt die Rhythmen der Cacerolazos zu hören,
eine traditionelle Protestform in Chile, bei der ein eingängiger Rhythmus auf Töpfen und
anderem Küchengeschirr geschlagen wird. Seit mehr als einem Monat (Stand 21.11.2019)
werden täglich Demonstrationen, Cacerolazos, Barrikaden, Straßenblockaden und andere
Protestaktionen abgehalten – nicht nur in Santiago, sondern auch in vielen anderen Städten
und in ländlichen Regionen Chiles.

Trauriges Resultat der ersten drei Protestwochen sind mindestens 23 Tote und zahlreiche
Verletzte. Mindestens fünf der Toten wurden nachweislich von staatlichen Sicherheitskräften
getötet und zwei Menschen sind während der Haft umgekommen. Die anderen Fälle sind nicht
abschließend geklärt und es wird vermutet, dass weitere Menschen durch
Schusswaffeneinsatz von Militär und Polizei getötet wurden und die Zahl der Todesfälle noch
weitaus höher sein könnte. In den sozialen Medien kursieren zahlreiche
Vermisstenmeldungen. Weiterhin gibt es Berichte über sexualisierte Gewalt und
systematische Folterungen durch Militär und Polizei. Das Chilenische Institut für
Menschenrechte (Instituto Nacional de Derechos Humanos, INDH) gibt an, dass zwischen 17.
Oktober und 21. November 462 Anzeigen gegen staatliche Sicherheitskräfte eingegangen
sind. 13 Anzeigen wurden wegen Tötungsdelikten bzw. versuchter Tötung erstattet, 341
Anzeigen beziehen sich auf Folterungen und 74 Fälle sexualisierter Gewalt durch Polizei und
Militär wurden angezeigt.

Laut dem INDH wurden zwischen dem 17. Oktober und 21. November 2019 über 6362
Menschen inhaftiert und mehr als 2500 verletzt. Es wurden über 1500 Schussverletzungen in
den Krankenhäusern registriert, die meisten davon gehen auf den Einsatz von Schrotkugeln
zurück. Offiziell ist es den Polizeikräften nur gestattet, Schusswaffen im Beinbereich
einzusetzen. Dass trotzdem zahlreiche Menschen Schussverletzungen am Kopf und am oberen
Teil des Körpers aufweisen, lässt darauf schließen, dass hier ein systematischer Rechtsbruch
vorliegt. Trauriges Resultat dieses brutalen Vorgehens ist, dass bereits mindestens 223
Menschen durch Schrotkugelschüsse ihr Augenlicht ganz oder teilweise verloren haben. Es
wurde nun eine Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen nach Chile
gesandt, um die Vorfälle zu untersuchen.

Kurz vor dem Eintreffen der Beobachtungsmission wurden sowohl der Ausnahmezustand als
auch die Ausgangssperre aufgehoben. Die Regierung hat zudem ein Maßnahmenpaket
bestehend aus einer Reihe von sozialpolitischen Reformen angekündigt und veranlasst, dass
die letzte U-Bahn-Preiserhöhung rückgängig gemacht wurde. Was die Protestierenden
fordern sind allerdings nicht ein paar kosmetische Reformen, sondern grundlegende sozio-
ökonomische und politische Veränderungen. Daher ist ein Abflauen der Proteste nicht in Sicht;
allein am 2. November demonstrierten über eine Million Menschen auf den Straßen
Santiagos. In relativ kurzer Zeit haben die Proteste ein enormes Ausmaß angenommen und es
hat sich eine breite und plurale Bewegung herausgebildet, die in der grundlegenden
Forderung nach einer gerechteren Gesellschaft vereint und entschlossen ist, diese Forderung
weiterhin auf die Straßen zu tragen und sich nicht von dem gewaltsamen Vorgehen der
Sicherheitskräfte abhalten zu lassen.

Anarchistischer und feministischer Einfluss

Obschon die Proteste von einer breiten Bevölkerungsmehrheit getragen werden, die
verschiedene politische Strömungen vereint, zeigt sich in der sich neu herausbildenden zivilen
Organisationsstruktur sowie in den Praktiken des Protests der große Einfluss anarchistischer
und feministischer Gruppen. Insbesondere seit der in den 1990ern aufkommenden
Solidaritätskampagne mit den Gefangenen linker, bewaffneter Gruppen, die gegen die
Militärdiktatur gekämpft haben (u.a. MIR, FPMR, Movimiento Juvenil Lautaro) ist der
Anarchismus zu einer vergleichsweise breiten gesellschaftlichen Bewegung in Chile geworden.
Mittlerweile wurde in Santiago ein Netz antiautoritärer Basisstrukturen (cabildos autonomos)
entwickelt, bei dem sich die Menschen in Räten zusammentun, um Alternativen für
verschiedene Politikbereiche zu entwickeln. Es bestehen Räte zu Bildungs-, Renten- und
Gesundheitsfragen, feministische Versammlungen und Vernetzungstreffen zur gegenseitigen
Unterstützung in Notsituationen. Die Versuche etablierter politischer Parteien sich diese
Basisstrukturen anzueignen werden von einer großen Mehrheit der Menschen abgelehnt.

Die Erkenntnis des Scheiterns des Repräsentationssystems in Chile und der Inaktivität der
linken Parteien hat dazu geführt, dass weite Teile der Protestierenden es ablehnen einer
Organisation oder Partei die Aufgabe der Repräsentation ihrer Interessen zu übertragen. Was
gefordert und praktiziert wird sind hingegen antiautoritäre und plurale Basisstrukturen, mit
denen selbstorganisierte Solidarstrukturen aufgebaut werden. Es finden regelmäßige
Workshops, Versammlungen, Informationsveranstaltungen und Nachbarschaftstreffen statt,
die horizontal und mit wechselnden Sprecher*innen organisiert sind. Weiterhin bilden explizit
feministische Interventionen wie Märsche, Barrikaden und Performances einen wichtigen
Bestandteil der Proteste.

Die Straßenkämpfe und Barrikaden, die hauptsächlich von den anarchistischen Gruppen
getragen werden, werden von der Mehrheit der Protestierenden als wesentliches,
ermöglichendes Element des Protests betrachtet. Erst hierdurch wurde ein Weiterführen der
Proteste entgegen der Ausgangssperren und gewaltsamen, staatlichen Repressionen (die sich
gleichermaßen auch gegen friedlichen Protest richten) möglich.

In einem Land, das auf zivile Proteste für bessere Lebensbedingungen unmittelbar mit
systematischer Gewalt und Menschenrechtsverletzungen antwortet, in dem Militärs auf den
Straßen patrouillieren und Polizei und Militär Menschen erschießen und foltern, kurz, in dem
der staatliche Gewaltapparat nach wie vor in der Tradition der Militärdiktatur handelt, ist das
Fortbestehen der Proteste und die Sicherheit der Demonstrierenden jeden Alters ohne
Straßenkampf und Barrikaden für viele kaum denkbar. Trotz des extrem gewaltsamen
Vorgehens der Staatsmacht sind jeden Tag tausende Menschen auf den Straßen und bei den
Treffen der Basisorganisationen anwesend. Die Menschen fordern nicht weniger als eine
Absetzung des Präsidenten, eine neue, gerechtere Sozialpolitik, das Ende der neoliberalen
Doktrin und eine verfassungsgebende Versammlung, die die alte Verfassung aus der Zeit der
Pinochet-Diktatur ersetzen soll.

Letztere wurde am 15. November durch ein Abkommen des Kongresses zumindest formell auf
den Weg gebracht. Dass dieses Abkommen unter der Beteiligung verschiedener politischer
Parteien zustande kommen konnte wird zu großen Teilen auf die wirtschaftlichen Interessen
des Unternehmertums zurückgeführt, das angesichts eines kurzfristigen Werteverfalls des
Pesos und nach unten korrigierter Wachstumsraten den Druck auf die rechten Parteien erhöht
hat, die Situation zu befrieden. Nicht nur deswegen stehen sowohl die Oppositionsparteien
wie auch die Mehrheit der Protestierenden dem Abkommen skeptisch gegenüber. Das
Abkommen sieht auch die Möglichkeit eines Verfassungskonvents vor, der zu großen Teilen
aus Parlamentsangehörigen bestehen würde. Gleichzeitig wurden mit dem enormen
Netzwerk an Basisorganisationen und Solidarstrukturen, das sich in nur einem Monat
herausgebildet hat, politische Alternativen jenseits des Repräsentationssystems geschaffen,
die sich nicht mehr so einfach wegdenken lassen. Was in den Straßen Santiagos derzeit zu
spüren ist, ist eine kollektive Entschlossenheit diesen Moment in die chilenische Geschichte
eingehen zu lassen.

Der Geist der Revolution ist allgegenwärtig. Und sie ist tanzbar.

Anna Fünfgeld, Santiago de Chile

Anna Fünfgeld ist Politikwissenschaftlerin und freie Mitarbeiterin von Radio Dreyeckland.