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Dueles Studium Infossammlung by NSon 2011




Dueles Studium Infossammlung by NSon 2011
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Das duale Studium als Erstausbildung (Seite 1)

Mit dem nachfolgenden Artikel wollen wir Euch erste


Informationen rund ums duale Studium liefern. Gegenstand
ist nur das duale Studium als Erstausbildung.
Berufsbegleitende Studiengänge zu Fortbildungszwecken,
die eine abgeschlossene erste Ausbildung voraussetzen,
werden nicht thematisiert.

Von Nicola Pridik

1. Was ist ein duales Studium?


» Direkt zu den Hauptmerkmalen des dualen Studiums

2. Wer bietet duale Studiengänge an?

3. In welchen Fachrichtungen gibt es duale Studiengänge?

4. Welche Studienabschlüsse sind möglich?

5. Bewerbung für ein duales Studium

6. Vor- und Nachteile des dualen Studiums

7. Habe ich einen Anspruch auf BAföG?

8. Unterliege ich während eines dualen Studiums der


Sozialversicherungspflicht?

9. Wo finde ich weitere Informationen?

1. Was ist ein duales Studium?

Mit dem nachfolgenden Artikel wollen wir Euch erste Informationen


rund ums duale Studium liefern. Gegenstand ist nur das duale
Studium als Erstausbildung. Berufsbegleitende Studiengänge zu
Fortbildungszwecken, die eine abgeschlossene erste Ausbildung
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voraussetzen, werden nicht thematisiert.

a) Die Grundidee

Die Idee des dualen Studiums ist, Studierende zweigleisig


auszubilden: einerseits an einer Berufsakademie oder Hochschule
und andererseits in einem Unternehmen. Im Gegensatz zu einem
herkömmlichen Studium bekommt der praktische Anteil der
Ausbildung damit ein deutlich größeres Gewicht. Aber nicht nur
das. Üblicherweise erwerben die Studierenden darüber hinaus den
Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

b) Vielfältige Umsetzung

In der Praxis verbirgt sich hinter dem Begriff »duales Studium« ein
bunter Strauß an Studienkonzepten. Das liegt daran, dass für die
Bildung (in erster Linie) die Bundesländer verantwortlich sind.
Jedes Land entscheidet also selbst, ob und wie es duale
Studiengänge anbieten möchte. Hinzu kommt, dass auch die
Regelungen in den jeweiligen Landeshochschulgesetzen oder
Berufsakademiegesetzen nur einen Rahmen vorgeben. Die
konkrete Umsetzung und Ausgestaltung dualer Studiengänge ist
vielmehr Sache der einzelnen Bildungseinrichtungen.

c) Typische Merkmale des dualen Studiums

Trotz der Vielfalt im Detail gibt es Merkmale, die typisch für duale
Studiengängen sind. Sie lesen sich attraktiv, haben aber auch eine
negative Seite. Von daher sei bereits an dieser Stelle empfohlen,
auch einen Blick auf die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile
des dualen Studiums zu werfen.

Hauptmerkmale des dualen Studiums (Übersicht)


 Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf während des
Studiums »

 Wechsel von Theorie und Praxis während des Studiums »

 Kooperationsvertrag zwischen Akademie/Hochschule und


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Betrieb/Praxiseinrichtung »

 Vergütung durch die Unternehmen »

 Sonstige finanzielle Beteiligung der Unternehmen an der Ausbildung »

 Meist gute Studienbedingungen »

 Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf


während des Studiums

In der Regel ist vorgesehen, dass Ihr während der Studienzeit


den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf erwerbt.
Ihr seid also als Studierende zugleich auch Auszubildende in
einem Betrieb oder einer sonstigen Einrichtung der Praxis.
Meist legt Ihr während des Grundstudiums die Prüfung vor der
IHK oder Handwerkskammer ab. Ist das Studium in dieser
Weise organisiert, wird auch von
einem ausbildungsintegrierendenStudiengang gesprochen.

Praxisintegrierende Studiengänge dagegen erhöhen den


Praxisanteil der Ausbildung, ohne dies mit einem
Berufsabschluss zu verbinden. Hier seid Ihr auf der Grundlage
eines Praktikanten- oder Volontariatsvertrages in einem
Unternehmen tätig.

 Wechsel von Theorie und Praxis während des Studiums

Duale Studiengänge sind nicht nur unterschiedlich lang (zw. 6


und 10 Semestern), sie sind auch sehr unterschiedlich
organisiert, was den Studienverlauf angeht. Weit verbreitet ist
der Wechsel von jeweils 3-monatigen Theorie- und
Praxisphasen. Üblich sind aber auch längere Praxisphasen in
den ersten Semestern und längere Theoriephasen gegen Ende
des Studiums. In jedem Fall werden theoretische und
praktische Ausbildung parallel absolviert und nicht
nacheinander.

Die theoretischen Teile der Berufsausbildung werden entweder


an einer Berufsschule vermittelt oder sind in das Studium
integriert.

 Kooperationsvertrag zwischen Akademie/Hochschule und


Betrieb/Praxiseinrichtung

Die Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung


setzt voraus, dass Studien- und Praxiseinrichtung miteinander
kooperieren. Diese Kooperation reicht von einer Abstimmung
der organisatorischen Abläufe bis hin zu einem
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Ineinandergreifen der Ausbildungsinhalte. Meist geschieht dies


auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages
(Beispiel:Kooperationsvertrag FH Gießen/Friedberg)

 Vergütung durch die Unternehmen

Das Unternehmen, bei dem Ihr beschäftigt seid, zahlt Euch für
Eure praktische Tätigkeit monatlich eine Vergütung. Wie lange
dies geschieht und wie hoch Euer Einkommen ist, kann stark
variieren.

In der Regel wird die Vergütung während des gesamten


Studiumsgezahlt, also auch während der Zeiten, die Ihr mit
der theoretischen Ausbildung an der Hochschule oder
Berufsakademie verbringt. Handelt es sich um eine
Ausbildungsvergütung, steigt sie häufig mit den
Ausbildungsjahren. Ist die Ausbildung abgeschlossen, wird ein
Arbeits- oder Praktikantenvertrag abgeschlossen, der die
Fortsetzung der Vergütung regelt. Ohne Ausbildung wird Euer
monatliches Einkommen in einem Praktikanten-
/Volontariatsvertrag festgelegt.

Bei der Vergütungshöhe reichen die Varianten von der


tarifvertraglichen Festlegung für den jeweiligen
Ausbildungsberuf bis hin zu individuellen Vereinbarungen
zwischen Betrieb und Auszubildendem. Tendenziell verdient Ihr
eher mehr als ein "normaler" Auszubildender. In Thüringen ist
eine Mindestvergütung in Höhe des BAföG-Bedarfs für
Studierende an Akademien/Hochschulen vorgesehen (§ 1 Abs.
3 Thüringer Berufsakademiegesetz).

 Sonstige finanzielle Beteiligung der Unternehmen an der


Ausbildung

Die Unternehmen sind meist auch darüber hinaus finanziell an


Eurer Ausbildung beteiligt. So übernehmen sie häufig ganz
oder teilweise die Studiengebühren, sofern diese von
Hochschule oder Berufsakademie erhoben werden.

 Meist gute Studienbedingungen

Ob Ihr bei einem dualen Studium generell unter besseren


Studienbedingungen studiert als andere Studierende, kann in
dieser allgemeinen Form nicht beantwortet werden. Dafür sind
die Bildungseinrichtungen und Finanzierungsmodelle der
Ausbildung zu unterschiedlich.
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Die Berufsakademien werben allerdings meist mit


Rahmenbedingungen, die an Hochschulen nicht
selbstverständlich sind: Die Gruppe der Studierenden ist
überschaubar, die Ausstattung der Einrichtung gut und die
individuelle Betreuung durch das Lehrpersonal gesichert.
2. Wer bietet duale Studiengänge an?

In erster Linie waren es Berufsakademien, die duale Studiengänge anboten.


Die ersten Akademien wurden in den 70er Jahren in Baden-Württemberg
gegründet. Mit ihrem Erfolg setzte sich das Ausbildungskonzept des dualen
Studiums nach und nach auch in anderen Bundesländern durch. Baden-
Württemberg nimmt jedoch nach wie vor eine Vorreiterrolle ein. Als erstes
Bundesland führte es zum 1.3.2009 die Duale Hochschule Baden-
Württemberg ein. Unter ihrem Dach wurden die Berufsakademien Baden-
Württembergs vereint und erlangten endgültig den Status einer Hochschule.

Berufsakademien gibt es in öffentlicher und in privater Trägerschaft.


Nichtstaatliche Berufsakademien bedürfen der staatlichen Anerkennung.

» Berufsakademien (bzw. duale Hochschulen) in Deutschland


» Baden-Württemberg
» Bayern
» Berlin
» Brandenburg
» Hamburg
» Hessen (haben auch "Außenstellen" in anderen Bundesländern)
» Niedersachsen
» Saarland
» Sachsen
» Schleswig-Holstein
» Thüringen

(In den anderen Bundesländern gibt es nach unserem Wissensstand keine


Berufsakademien)

An Wirtschafts- und Verwaltungsakademien sind duale Studiengänge im


Fach Betriebswirtschaft zu finden. Weitere Informationen findet Ihr auf der
Website des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs- und
Wirtschaftsakademien.

Auch das Angebot dualer Studiengänge an Hochschulen nimmt zu.


Insbesondere Fachhochschulen engagieren sich für das alternative
Studienkonzept.

» Hochschulen mit dualen Studienangeboten

Hinweis: Hier werden Berufsakademien nicht aufgelistet (dafür bitte die Links
weiter oben verwenden). Falls Studiengänge fehlen, nehmen wir Hinweise
gerne per Mailformular entgegen. Danke!
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3. In welchen Fachbereichen gibt es duale Studiengänge?

Derzeit werden insbesondere in folgenden Fachrichtungen duale Studiengänge


angeboten:
 Ingenieurwissenschaften/Technische Fächer
 Wirtschaftswissenschaften
 Informatik/Wirtschaftsinformatik
 Pflege- und Sozialwesen
Da das Studienangebot ständig erweitert wird, lohnt es durchaus, auch nach
dualen Studiengängen in Fächern zu suchen, die sich hier nicht einsortieren
lassen - z.B. mittels unser Datenbank (folgender Link).

» Alle Studiengänge, die als duales Studium möglich sind

4. Welche Studienabschlüsse sind möglich?

Wer heute ein duales Studium aufnimmt, wird es in der Regel mit einem
Bachelor (BA) abschließen. Diplom-Studiengänge gibt es zwar noch, sie sind
jedoch aufgrund des fortschreitenden Bologna-Prozesses ein Auslaufmodell.

Wird der Bachelor von einer Hochschule verliehen, ist er ein akademischer
Grad. Der Bachelor an Berufsakademien hat dagegen den Charakter einer
(staatlich anerkannten) Studienabschlussbezeichnung. Diese ist dem
Hochschul-Bachelor zwar hochschulrechtlich gleichgestellt - ob allerdings auch
von einer Gleichwertigkeit gesprochen werden kann, ist u.U. fraglich. So
solltet Ihr lieber nicht selbstverständlich davon ausgehen, dass Ihr auch mit
einem Berufsakademie-Bachelor problemlos an eine Hochschule wechseln
könnt, um dort einen Master anzuschließen oder gar zu promovieren. Es muss
nicht zu Problemen kommen, kann aber. Von daher: Informiert Euch
möglichst vorher bei der anvisierten Hochschule, ob sie Euch mit dem BA-
Bachelor aufnimmt oder nicht.

In Baden-Württemberg wurden die Berufsakademien zum 1.3.2009 unter


dem Dach der Dualen Hochschule zusammengefasst. Sie erlangten damit den
Status einer Hochschule und dürfen nunmehr ebenfalls Hochschulgrade
verleihen.

5. Bewerbung für ein duales Studium

a) Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Um ein duales Studium aufnehmen zu können, müsst Ihr in der Regel die
allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die fachgebundene Hochschulreife
besitzen. Häufig genügt auch die Fachhochschulreife. Darüber hinaus ist
ein Ausbildungs-/Praktikanten- oder Volontariatsvertrag mit einem Betrieb
oder einer sonstigen Praxiseinrichtung vorzulegen.
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Ob Ihr weitere Voraussetzungen erfüllen müsst, ist von der jeweiligen


Bildungseinrichtung abhängig.

b) Wie gehe ich bei der Bewerbung vor?

Die eigentliche Hürde, die es zu nehmen gilt, ist der Abschluss des
(Ausbildungs-)Vertrages mit dem Praxisunternehmen. Ist Euch dies gelungen,
ist die Aufnahme an der Berufsakademie/Hochschule so gut wie sicher.
Vereinzelt müsst Ihr allerdings auch hier noch mit Vorstellungsgesprächen
rechnen.

Zunächst heißt es also, einen Betrieb oder ein sonstiges Unternehmen der
Praxis zu finden, welches mit einer Bildungseinrichtung kooperiert. Die
Unternehmen werben vielfach für die Möglichkeit des dualen Studiums. Habt
Ihr ein spezielles Unternehmen im Auge, bei dem Ihr gerne arbeiten würdet,
so lohnt es sich z. B., mal auf dessen Internetseite zu recherchieren, ob es
das duale Studium unterstützt. Ist dies nicht der Fall, könnt Ihr noch
versuchen, es mit Eurem Wunsch nach einem dualen Studium wenigstens zu
konfrontieren. Vielleicht nutzt es ja die Gelegenheit, anlässlich Eurer
Nachfrage mal über das Eingehen einer Kooperation nachzudenken.

Wer kein konkretes Unternehmen im Auge hat, kann bei der in Aussicht
genommenen Hochschule oder Berufsakademie nach einer Liste der
Kooperationspartner fragen. Vielfach findet Ihr diese auch im Internet.

Habt Ihr einen potenziellen Kandidaten für eine Bewerbung gefunden, so gibt
dieses Unternehmen Euch Auskunft darüber, welche Unterlagen Ihr vorlegen
müsst und welches Verfahren Euch bevorsteht. Ihr werdet schnell merken,
dass die Hürde nicht einfach zu nehmen ist. Die Anforderungen an Euch sind
hoch und die Konkurrenz reichlich vorhanden. Dies verwundert nicht, wenn
man sich überlegt, dass die Unternehmen ja nicht nur irgendeinen befristeten
Ausbildungs- oder Praktikantenvertrag mit Euch abschließen wollen, sondern
nach Mitarbeitern suchen, die lang- oder zumindest mittelfristig bei ihnen
arbeiten werden. Die Bewerbungshürde, die andere Studierende nach
Abschluss des Studiums erwartet, ist bei einem dualen Studium daher - wenn
auch unter etwas anderen Vorzeichen - bereits vor dem Studium zu nehmen.

Auf den Internetseiten der Berufsakademien/Hochschulen könnt Ihr teilweise


Vertragsvordrucke einsehen. Nur für den Fall, dass Ihr vorher mal schauen
wollt, was Ihr voraussichtlich mit dem Unternehmen vereinbaren werdet
(Beispiel: Ausbildungsvertrag BA Mannheim).

Habt Ihr den Vertrag in der Tasche, könnt Ihr Euch an der
Berufsakademie/Hochschule bewerben. Ein Studienbeginn ist in der Regel
ein- bis zweimal im Jahr möglich. Bewerbungsschluss ist jeweils einige
Wochen vorher. Da Ihr zu dieser Zeit schon einen Ausbildungsvertrag
unterschrieben haben müsst und das Bewerbungsverfahren in den Betrieben
natürlich auch seine Zeit dauert, sollte Ihr Euch sehr frühzeitig um die
Bewerbung kümmern.
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6. Welche Vor- und Nachteile hat ein duales Studium?

a. Praxisnähe, aber weniger Wissenschaftlichkeit

Vorteil: Das duale Studium bereitet durch den praktischen


Ausbildungsanteil besser auf die spätere Berufspraxis vor als ein
herkömmliches Studium. Ihr müsst also keinen "Praxisschock" nach dem
Studium befürchten. Auch lernt Ihr bereits während der Ausbildung all
das, was neben fachlichen Fähigkeiten für die erfolgreiche
Berufsausübung wesentlich ist und was häufig mit dem Begriff der
"Schlüsselqualifikationen" umrissen wird: Teamfähigkeit, praktisches
Denken, kreative Auseinandersetzung mit Kollegen, Umgang mit
Kunden, Organisation von Arbeitsabläufen etc. Mit Einführung der
Bachelorstudiengänge im Zuge des Bologna-Prozesses hat sich der
Vorteil ein wenig relativiert, denn Bachelorstudiengänge sind ohnehin
praxisorientierter als die Studiengänge nach dem alten Studiensystem
und sehen regelmäßig auch den Erwerb von Schlüsselqualifikationen vor.
Es bleibt aber dabei, dass der praktische Studienanteil in dualen
Studiengängen auch nach dem neuen Studiensystem größer ist als in
sonstigen Studiengängen.

Nachteil: Die Erhöhung des Praxisanteils reduziert die Möglichkeit der


wissenschaftlichen Vertiefung, für die ohnehin nicht viel Zeit bleibt.

b. Zwei Ausbildungen in einer, aber weniger Freiheit im Studium

Vorteil: Die Integration der Berufsausbildung in das Studium bedeutet


einen zeitlichen Gewinn gegenüber der Variante, das Studium an eine
Berufsausbildung anzuschließen.

Nachteil: Das Ausbildungskonzept verlangt Euch viel Zeit und Kraft ab.
Ihr habt keine Semesterferien und auch sonst weniger Freiheiten als
andere Studierende, einfach weil Euer Zeitplan enger gestrickt ist und
gleich an zwei Orten, nämlich in der Hochschule/Akademie und im
Betrieb Euer hundertprozentiger Einsatz gefragt ist.

c. Finanzielle Absicherung, aber mehr Abhängigkeit von


ArbeitgeberInnen
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Vorteil: Ihr seid während des Studiums finanziell versorgt (das gilt
jedoch nicht bei allen dualen Studiengängen in gleicher Weise, bei
manchen ist die Vergütung nicht so hoch).

Nachteil: Je mehr Geld ein Unternehmen in die Finanzierung Eurer


Ausbildung steckt, desto stärker macht Ihr Euch von dem Unternehmen
abhängig. Es bestehen nicht nur hohe Erwartungen an Eure Leistungen,
sondern auch an Eure Bereitschaft, künftig weiterhin für das
Untenehmen tätig zu sein.

d. "Arbeitsplatzsicherheit", aber kaum "Blick über den Tellerrand"

Vorteil: Ihr könnt in der Regel davon ausgehen, nach Abschluss des
Studiums einen Arbeitsplatz zu haben, der Euch finanziell etwas bietet
und Aufstiegsmöglichkeiten bereithält.

Nachteil: Welchen beruflichen Weg Ihr nehmen werdet, ist in weiten


Teilen bereits festgelegt, wenn Ihr die Ausbildung beginnt: Ihr werdet
(zumindest vorerst) in genau diesem Unternehmen, in welchem Ihr Eure
Ausbildung absolviert, tätig sein. Manch einer stellt erst während des
Studiums fest, in welche Richtung es beruflich gehen soll, entwickelt
möglicherweise sogar Interessen außerhalb des Studienfaches, probiert
sich aus, versucht dieses und jenes. Wer sich für ein duales Studium
entscheidet, hat diesbezüglich wesentlich weniger Spielraum.

e. Gute Studienbedingungen, aber Bewerbungshürden

Vorteil: An den Berufsakademien studiert Ihr meist unter optimalen


Rahmenbedingungen. Die Gruppe der Studierenden ist klein, die
Ausstattung der Akademien bestens. Das Interesse der Betriebe ist groß,
dass Ihr eine gute Ausbildung erhaltet.

Nachteil: Es gibt nur eine geringe Zahl an Ausbildungs- und


Studienplätzen und diese nur in bestimmten Fachrichtungen. Konkurrenz
ist reichlich vorhanden und das Bewerbungsverfahren um einen
Ausbildungsplatz entsprechend hart.

7. Habe ich einen Anspruch auf BAföG?

An den meisten Berufsakademien kann das Studium mit BAföG gefördert


werden. Eine Ausnahme gilt für die Berufsakademien in Hessen,
Niedersachsen und Hamburg sowie deren Außenstellen in anderen
Bundesländern. (Entscheidend ist, nach welchem Landesrecht die Hochschule
bzw. Außenstelle staatlich anerkannt wurde.) Hier ist die Förderung
grundsätzlich nicht möglich. Aber auch sonst ist die Wahrscheinlichkeit, dass
Ihr tatsächlich BAföG beziehen werdet, relativ gering. Das liegt daran, dass
die Ausbildungsvergütung, die Ihr von den Unternehmen erhaltet, auf den
Förderbetrag angerechnet wird.

Frau Andrea Seidel, Steuerfachwirtin aus Naumburg macht allerdings auf


Folgendes aufmerksam:
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Wenn die Studenten mit ihrem Ausbildungsbetrieb einen


Ausbildungsdienstvertrag abschließen, dann sind diese Einkünfte immer
Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Das heißt wiederum, dass man von
den Einkünften Werbungskosten absetzen kann. Die meisten Studenten
werden im dualen Studium hohe Dienstreisekosten haben, weil sich die
Bildungseinrichtung und das Unternehmen nicht am gleichen Ort befinden.
Die Kosten können so hoch sein, dass sie die Einnahmen weit übersteigen und
so ein Verlust aus dieser Einkunftsart entsteht. Das wiederum ist die
Grundlage für die Berechnung des BAföG mit der Folge, dass ein Förderbetrag
gezahlt werden kann. Leider ist dies häufig auch den BAföG-Ämtern nicht
bekannt. Wichtig: Grundlage für die Einkommensanrechnung ist der
Steuerbescheid! Die Studierenden müssen also eine
Einkommensteuererklärung abgeben.

Ansonsten kann die potenzielle Fördermöglichkeit in folgendem


Zusammenhang eine Rolle spielen: Habt Ihr Geschwister, die BAföG erhalten,
so erhöht sich für sie wahrscheinlich der Förderbetrag. Da Ihr als BAföG-
förderungsfähiges Kind zählt, wird das anzurechnende Einkommen Eurer
Eltern nämlich auf Euch und Eure Geschwister zu gleichen Teilen verteilt.
Mehr dazu hier.

8. Unterliege ich während eines dualen Studiums der


Sozialversicherungspflicht?

Seit einem Urteil des Bundessozialgerichts vom 1.12.2009 - B 12 R 4/08 R -


(USK 2009-86) ist in Sachen Sozialversicherungspflicht danach zu
differenzieren, welcher Art das duale Studium ist.
 Bei ausbildungsintegrierten dualen Studiengängen, in denen Ihr
neben dem Studium in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausgebildet
werdet, seid Ihr "zur Berufsausbildung Beschäftigte". Die Folge: Es
besteht Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung, und
zwar auch dann, wenn Ihr keine Vergütung erhaltet (was eine seltene
Ausnahme sein wird). Nach Abschluss der Berufsausbildung besteht die
Versicherungspflicht bis zum Abschluss des Studiums fort, wenn das
Unternehmen Euch weiterhin eine Vergütung zahlt. Tut es das nicht,
unterliegt Ihr als Studierende der Kranken- und
Pflegeversicherungspflicht.

 Bei praxisintegrierten dualen Studiengängen, in denen Ihr zwar auch


zahlreiche Praxisphasen in einem Unternehmen absolviert, jedoch keinen
Ausbildungsberuf erlernt, überwiegt dagegen der Studierendenstatus. Ihr
seid also nur als Studierende kranken- und pflegeversicherungspflichtig.
In der Renten- und Arbeitslosenversicherung besteht dagegen keine
Versicherungspflicht.
Näheres erfahrt Ihr in dem Rundschreiben zur versicherungsrechtlichen
Beurteilung von Studierenden in dualen Studiengängen vom 5. Juli 2010.

9. Wo finde ich weitere Informationen?


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Informationen zu den einzelnen Studiengängen erhaltet Ihr natürlich bei den


einzelnen Berufsakademien und Hochschulen.
 Studis Online-Datenbank mit dualen Studiengängen »
 Datenbank von AUBI-plus mit Firmen, die Ausbildungsplätze für duale
Studiengänge anbieten »
 Ausbildung Plus (ein Webportal, das u.a. auch viele Informationen zum
dualen Studium enthält) »
 Duale Hochschule Baden-Württemberg »
 Duales Studium in Hessen »
 Duale Hochschule Rheinland-Pfalz »
 Hochschule dual: duales Studium in Bayern »
 Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes, der Deutschen
Rentenversicherung Bund und der Bundesagentur für Arbeit zur
versicherungsrechtlichen Beurteilung von Studierenden in dualen
Studiengängen vom 5.7.2010 »

Ich habe mich bei der LuHa beworben - allerdings nicht auf Dualen Maschbau sondern auf Dualen
Flugzeugbau.
An sich kann ich dir aber in der Theorie denke ich weiterhelfen.

Falls es dafür nicht schon zu spät ist.

Also das Telefoninterview dauert in etwa 20-30 Minuten und ist im Prinzip ein normales
Bewerbungsgespräch.
Sie hat eine Liste von Fragen, die sie abarbeitet (das merkt man sehr stark) und hört sich dann
deine Antworten an.
Ist im prinzip kein 100%iges Gespräch sondern mehr sowas wie ein Ausfragen.

Es geht um die typischen Sachen in nem Bewerbungsgespräch - ob du dich schon über das
Studium informiert hast und über die Uni, über dein Fach, über die Firma im allgemeinen.
Sie stellt auch viele Fragen zu dir und deiner Person (was denken deine Freunde von dir?;was
erhoffst du dir von einem Dualen Studium?;warum gerade LuHa? usw usf.)
Deine persönlichen Stärken und Schwächen?
Wie gesagt - nen typisches Bewerbungsgespräch halt.

ABER ganz wichtig: falls du von irgendwem ne genaue aufstellung der fragen bekommst, die ihm
selbst gestellt wurden - verlass dich nicht drauf - die variieren !!

Wenn du dann als einer von 11 nach Hamburg eingeladen wirst dann biste schonmal recht gut.
Also bei uns war es so, dass das 2 Tage ging, Hotel und Fahrt wurden von der LuHa gestellt.
Am ersten Tag wars sowas wie ein überdimensionaler IQ-Test, quasi wie der Internetvortest, bloß
größer.
Am 2. Tag sind die typischen, teils unlösbaren, Assessment Center aufgaben (Vortrag innerhalb
kurzer Zeit ausarbeiten und vortragen - Gruppendiskussionen - Einzeldiskussionen usw.).
Danach wurden wir noch durch die Hallen der LuHa am Flughafen geführt und haben im Anschluss
die Auswertung bekommen.
ACHTUNG: Die ganzen 2 Tage is ne Psychotante dabei und die entscheidet am Ende im Prinzip, ob
du genommen wirst oder nicht.
Ich mochte sie absolut nicht, weil sie einfach übertrieben überheblich und eingebildet war -
dementsprechend wenig mochte sie mich auch.
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Hallo zusammen,

ich habe das ganze Prozedere bereits erfolgreich hinter mich gebracht und fange nun Mitte August
bei Lufthansa Technik und der HAW Hamburg ein Duales Studium an. Studiengang Mechatronik. :-
)

Meinen Informationen nach nehmen sie jährlich bundesweit jeweils 4 Leute in Maschinenbau,E-
technik,Flugzeugbau und Mechatronik für den Standort in HH.
Wobei das auch nach dem Bedarf von LHT variiert.

Was den Bewerbungsablauf anbelangt möchte ich mich im Grunde den Vorrednern anschließen
und das bestätigen was auch auf der Homepage der Lufthansa steht. (www.be-lufthansa.de):
1.Online-Anmeldung und Tests
2.Telefoninterview ( davon 15min auf Englisch !! )
3.Assessment Center (2 Tage: 1.Tag: schriftlicher Einstellungstest,vielleicht dem onlinetest ähnlich
aber wesentlich detaillierter und komplexer -- 2.Tag: "soft skills", d.h. Gruppengespräche,
Rollenspiele, etc.)
4.Vertragsangebot

Detailliertere Infos zu den Tests darf ich aus Verschwiegenheitsgründen nicht geben. Aber das
reicht meines Erachtens nach auch völlig aus, denn darauf vorbereiten kann man sich sowieso fast
nicht, finde ich.
Von einem NC weiß ich nichts, was aber natürlich nicht bedeuten muss, dass keiner existiert.
(wen's interessiert: ich hab ein bayrisches abi mit 1,7 gemacht - leistungskursfächer: mathe +
physik)
Viel wichtiger ist meiner Meinung nach, dass man locker und ruhig bleibt (nicht versuchen "cool"
zu sein...das geht schief) und einfach man selbst ist.
Teamgeist scheint dabei auch noch so ein wichtiges Stichwort zu sein.

Ich hoffe, das hat irgendwem von euch weitergeholfen. Ihr könnt gerne weiterposten, ich schau
bald mal wieder vorbei.
Ich wünsche euch viel Glück bei eurer Bewerbung! Evtl. sieht man sich ja schon bald in Hamburg!
Ich würd mich freuen!

Die Bewerbungen laufen unterschiedlich ab.

Für ein Duales Studium Fraport AG / FH Frankfurt zum Bachelor of Arts im


Luftverkehrsmanagement musst du dich unbedingt mit einer klassischen, schriftlichen
Bewerbungsmappe bewerben (zumindest war das letztes Jahr noch so).

Für das duale Studium Lufthansa / EBS zum Bachelor of Science in Aviation Management werden
Bewerbungen nur online angenommen über das Karriere Portal be-lufthansa.com. Da werden dann
genz gezielte Informationen gefordert. Dein Profil wird gespeichert und du kannst es immer wieder
aktualisieren. Wenn du dir dann sicher bist, dass alle nötigen Informationen vorhanden sind, wird
die Bewerbung abgeschickt.

Bei der Lufthansa kommt dann relativ schnell die Aufforderung, den Online-Test zu absolvieren. Bei
der Fraport ist das angeblich auch so, war bei mir aber nicht so, weil meine Mutter Fraport-
Mitarbeiterin ist. (Von Leuten, die beide Test gemacht haben, habe ich gehört, dass der
Lufthansatest deutlich anspruchsvoller sein soll).

Bei beiden Firmen kommt dann die schriftliche Prüfung.


Die Fraport hat letztes Jahr 2 Auswahltage mit je 80 Teilnehmern veranstaltet.
Prüfungsinhalte: Deutsch, Mathe (Grundrechenarten der Unterstufe im Kopf), Englisch (Wörter mit
ihren Übersetzungen durch Linien verbinden) und der "Büro-Test" (an Hand von Tabellen
Informationen zusammenstellen). Anspruchsniveau insgesamt sehr niedrig.
Die Einladung zum Mündlichen folgt sehr schnell. Ihr sitzt dann mit 3 anderen Bewerbern
gemeinsam 4 Prüfern gegenüber (1 davon selbst Azubi), später kommen 4 weitere Bewerber und
ihr macht eine Gruppendiskussion zu einer Aufgabenstellung, die ihr bereits 2 Wochen vorher
zugeschickt bekommt.
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Bei der Lufthansa müsst ihr für die schriftliche Prüfung an die European Business School. Von den
anfangs etwa 2000 Bewerbern beim Online-Test werden nur etwa 100 hierher eingeladen.
Prüfungsinhalte: Mathe (sehr schwer), Reasoning (Logik-Test, auch sehr anspruchsvoll), Toefl (Test
of English as foreign Language)
Es dauert dann etwa 1 Monat, bis ihr die Ergebnisse bekommt und - hoffentlich - zum mündlichen
eingeladen werdet. Wie viele eingeladen werden, wird nicht verraten. An meinem Auswahltag
waren wir zu viert, am Tag vorher waren angeblich 12 da, und es sollte noch zwei weitere Tage
geben. Wie viele genommen werden, erfahrt ihr auch nicht. Der Tag im Lufthansa Aviation Center
beginnt mit einer Info-Veranstaltung, die deutlich offener und persönlicher ist, als die kurze
EInleitung der Fraport-Prüfer. Es folgt eine Gruppendiskussion. Danach müsst ihr dann noch ein
persönlcihes Einzelgespräch sowohl mit 2 Vertretern der EBS uns später mit 2 Vertretern der
Lufthansa absolvieren. Es hieß die Ergebnisse würden etwa 1 Monat brauchen - ich wurde 2 Tage
später angerufen, dass es geklappt habe und nur noch die obligatorische Zustimmung des
Betriebsrates fehle. Der Vertrag wurde mir dann recht schnell zugeschickt.

Fraport - Lufthansa im Vergleich


Auslandseinsatz? Bei Lufthansa Pflicht, bei Fraport nicht möglich.

Studium? Lufthansa: European Business School (eine der besten Wirtschafts-Unis in Deutschland);
Fraport: FH Frankfurt (eine der schlechtesten Wirtschafts-FHs in Deutschland)

Azubi-Vergütung: Bei Lufthansa deutlich höher (Einstieg bei 730€, geht bis 840€ im 3.Jahr, danach
gute Übernahme Chancen), außerdem seid ihr LH-Mitarbeiter und profitiert damit von den
durchaus attraktiven Sonderkonditionen (nicht nur beim Fliegen).

Verhältnis: Also zumindest ich habe das Auswahlverfahren bei der Lufthansa als deutlich "wärmer",
freundlicher und persönlicher empfunden. Bei der Fraport saßen die 4 Prüfer am anderen Ende vom
Raum, bei der Lufthansa saßen wir gemeinsam an einem Tisch. Bei der Fraport traf der Begriff
"interview" sehr gut zu - es war eine Ausfragerei. Bei der Lufthansa war es ein Gespräch mit
deutlich mehr Möglichkeiten für eigene Rückfragen. Außerdem gab es bei der Lufthansa ein
erstklassiges Mittagessen - bei der Fraport nicht mal ein Glas Wasser!

Und noch etwas zu Qualifikationen:

Sprachen sind zwar toll, aber nicht alles! Ich spreche Deutsch (Muttersprache) und Englisch (sehr
gut, bzw. Leistungskurs). Ich habe noch Grundkenntnisse aus 3 1/2 Jahren Schulfranzösisch und
als Schüler eines altsprachlichen Gymnasiums das Latinum und 9 Jahre Latein gelernt. Ob mir
Latein im Wirtschaftsalltag allerdings viel nützen wird, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem ich nur 2
Sprachen tatsächlich spreche hat mich die Lufthansa mit ihrem sehr hohen Anforderungsprofil
angenommen (Bewerbungsgespräch war übrigens teilweise auf Englisch).

Vielmehr solltet ihr soziale Qualifikationen präsentieren können, die zeigen, dass ihr über soziale
Kompetenzen verfügt! Hebt diese in euren Anschreiben immer hervor! Mitgliedschaften in Vereinen
oder bei Pfadfindern zeigen, dass ihr mit Menschen umgehen könnt und vorallem auch in der
Gruppe arbeitet. Wer darüberhinaus sich wirklich engagiert und Verantwortung im Verein oder auch
in der Gemeinde übernimmt, zeigt seine Fähigkeit auch später ein Team zu leiten. Sehr wertvoll
kann auch die Mitgliedschaft in einer Partei (sollte vielleicht nicht gerade eine extremistische
Randgruppierung sein) - denn dann habt ihr euch unter Umständen schon mal ausführlich mit
Wirtschaft und - das haben Parteien so an sich - Politik beschäftigt.

Ein weiterer UNterschied zwischen Lufthansa und Fraport: Fraport will wissen wann ihr euer
Ehrenamt aufgebt, um euch auf das Studium zu konzentrieren. Lufthansa will wissen, wie intensiv
ihr euer Ehrenamt weiterbetreibt und wie eure Lösung aussieht, wenn ihr es einestages doch für
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das Studium opfern müsstet! Für mich als vielseitig engagierten eindeutig der angenehmere
Arbeitgeber!