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Die wohl schlimmste atomare Explosion

Europas

Am 26. April 1986, geschah eine der größten Katastrophen in der Geschichte Europas.
Der Reaktor des Atomkraftwerkes in Tschernobyl explodierte bei einem Test.

26. April 1986, 0:28 Uhr der Schichtleiter Akimow und der Kommandochef Djatlow
sind mitten in einem gefährlichen Test:
Was passiert bei einem Stromausfall im Kraftwerk? Läuft der Reaktor weiter?
Beide stehen sie vor dem beigefarbenen Monitor im Kommandoraum und überwachen
Die Werte, doch plötzlich erscheint in roten Zahlen, Reaktorleistung 1%.
Akimow will den Reaktor sofort abschalten, er ist überzeugt das
der Reaktor diesem enormen Unterdruck nicht standhält. Doch Djatlow ist sich sicher
das der Reaktor dies aushält.

,,Das entsprach damals unserer Mentalität, eine Aufgabe musste unbedingt erfüllt werden! Anstatt
das Experiment zu beenden machten sie einfach weiter.“
Erinnert sich Nikolei Steinberg (Arte)
Doch der Test gerät außer Kontrolle als die Mannschaft den Test abbrechen will, beginnt die
Katastrophe. Der Reaktor heizt sich stetig auf.
1:23:24 Uhr das Experiment beginnt,
1:23:40 Uhr die Entscheidung fällt: „Abbrechen!“
Als der Befehl zum Drücken des Abschaltknopfes kommt, dauert es bis zur Explosion noch ganze 3
Sekunden!
Berichtet Nikolei Steinberg weiter (Arte)

Für ihn war es das schlimmste Jahr seines Lebens.


So etwas würde er wohl nie wieder erleben.
Das Ausmaß der Explosion war unglaublich.

Ein einfacher Arbeiter aus dem Reaktor 4 berichtete:


Ich habe nicht begriffen was passiert war,
Ich dachte ich wäre in einer anderen Welt
Ich glaubte das alles geschehe nicht mit mir
Ich habe mich zusammengerissen mir gesagt ich lebe
Dann sah ich meinen halbtoten schreienden Kollegen neben mir,
er nahm meine Hand und sagte: ,,Lauf!“
Diesen Moment werde ich nie vergessen!

Der Reaktor sprengte das mehrere Tonnen schwere Dach in die Luft.
Er spuckte strahlende Trümmer, die hochgefährlich waren.

Es war wie eine Botschaft, eine Warnung das wir unser Verhältnis zur Technik ändern sollen!
Professor Igor Kusmin
Die Atomwolke flog über die Stadt Prypjat. Doch die Bewohner dort hatten keine Ahnung.
Nur die Polizisten trugen Strahlenschutzanzüge, da sie über die Explosion des Reaktors informiert
waren. Die Gefahr war nicht zu sehen oder zu spüren.

An diesem Samstag sind wir alle ganz normal auf den Straßen spazieren gegangen,
wir hatten einen kleinen Fluss dort konnte man Boot fahren und da waren wir den ganzen Tag, wir
Frauen mit unseren Kindern, das Wetter war so schön.
Bewohnerin von Prypijat (Arte)

Sie ahnte noch nicht das die folgenden Tage wohl die schlimmsten ihres Lebens werden.

Auch der Westen erfuhr zunächst nichts von der Katastrophe, Russland schwieg.
Erst nach 3 Tagen wurde die Stadt evakuiert, es bleibt eine verstrahlte Geisterstadt.

Katja Turovetes (Bild) sagte:


Was kann man schon mitnehmen in einem Koffer, ein kleiner Koffer und 3 Kinder.
Ich habe Sachen für die Kinder eingepackt, ich selbst fuhr in Kittel und Schlappen,
so wie ich war.

Es wurde versucht per Hubschrauber den Reaktor Torso zu schließen.


Doch selbst Roboter versagten aufgrund der starken Strahlung.
Also passierte das unglaubliche, Männer wurden auf das Dach geschickt um den Atom Müll zu
beseitigen. Keiner durfte länger als 45 Sekunden oben bleiben.

Niemand von uns war scharf darauf das zu tuen doch es war unser Beruf und wir wussten es bleibt
Uns nichts anderes übrig, Mir sind über viele Jahre die Männer im Traum erschienen die ich in diese
Hölle geschickt habe, 5000 waren es.
Jurij Samojlenko

Um das Kraftwerk wurde aus Beton ein gewaltiger Sarkophag gebaut, um die Strahlung
einzudämmen. Die Opfer kamen ins Moskauer Spezialkrankenhaus für Strahlungsopfer.
Fast alle starben dort. Nur wenige überlebten.

Nach etwa 9 Tagen begann die Haut rot zu werden.


Später fiel die Haut ab wir konnten erst noch aufstehen
aber später war das auch vorbei wir mussten gefüttert werden!
Arbeiter aus Reaktor 4 (Arte)

Schließlich wurde ein Bericht an die Ganze Welt ausgesandt der bestimmte Arbeiter beschuldigte
Fehler gemacht zu haben. Die Technik habe nichts damit zu tun.
Als Demonstration ließ die Sowjetunion die restlichen Reaktoren wieder anlaufen obwohl sie die
gleiche technisch riskante Bauweise aufwiesen. Diese wurden erst 4 Jahre später eingestanden.
Durch die Explosion und Verstrahlung der Gegend sind sehr viele Menschenleben verloren gegangen,
Pflanzen ungenießbar geworden und Tiere und Menschen zum Beispiel Mutiert.
es wird heutzutage mit ca. 4000 durch das Unglück verstorbenen Menschen gerechnet.
Aktuell finden Waldbrände in der Sperrzone von Tschernobyl statt. Die Rettungskräfte kämpfen seit
Tagen gegen die wütenden Feuermassen. Durch den Waldbrand könnten erneut radioaktive Teilchen
aufgrund von Feuer in die Luft gelangen und durch den Wind dann fortgetragen werden. Dies führt
wahrscheinlich dazu, dass in der Umgebung dann wieder Radioaktivität erscheinen wird und die
Leute die dort leben wegziehen müssten. Deswegen müssen diese Brände schnell gelöscht werden,
um die Radioaktivität in nähergelegen Städten und Dörfern zu vermeiden!
Dies war also eine der Größten Katastrophen der Geschichte und alles nur wegen des Leichtsinnes,
Eines Mannes.