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INHALTSVERZEICHNIS SEITE

§ 1 Kollektivvertragsparteien ........................................................................................... 1
§ 2 Geltungsbereich.......................................................................................................... 1
§ 3 Geltungsdauer............................................................................................................. 1
§ 3a Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses ........................................................... 1
Beginn des Arbeitsverhältnisses ...................................................................................... 1
Beendigung des Arbeitsverhältnisses .............................................................................. 1
Todesfallunterstützung .................................................................................................... 2
Weiterverwendungszeit von Lehrlingen ........................................................................... 2
§ 3b Betriebszugehörigkeit und Elternkarenzen ............................................................ 3
Betriebszugehörigkeit ...................................................................................................... 3
Anrechnung von Elternkarenzen ..................................................................................... 3
Information bei Elternkarenz ............................................................................................ 3
§ 4 Arbeitszeit ................................................................................................................... 4
Normalarbeitszeit – Grundsätze ...................................................................................... 4
Festsetzung der Lage der Arbeitszeit .............................................................................. 4
Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Interessenabwägung............................................. 4
Tägliche Ruhezeit ............................................................................................................ 5
Mehrleistungen ................................................................................................................ 5
Arbeit am 24. und 31. Dezember ..................................................................................... 5
Nachtarbeit ...................................................................................................................... 6
Beschäftigung von Jugendlichen ..................................................................................... 7
Durchrechnungsmodelle .................................................................................................. 7
Schichtarbeit .................................................................................................................. 10
Sonntags- und Dekadenarbeit ....................................................................................... 10
4-Tage-Woche ............................................................................................................... 11
Rufbereitschaft .............................................................................................................. 11
Altersteilzeit ................................................................................................................... 11
Verkürzung der Normalarbeitszeit, Kurzarbeit ............................................................... 13
Arbeitszeit für Portiere, Bewachungspersonal, Werksfeuerwehren, Sanitätsdienste,
Chauffeure .............................................................................................................. 13
Zeitguthaben und -schulden bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ......................... 13
§ 5 Vergütung für Mehrleistungen, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Zulagen
und Zuschläge ............................................................................................................. 14
Grundvergütung für Vollzeitmehrarbeit, Überstunden-, Sonn- und Feiertagsarbeit ....... 14
Vergütung für Teilzeit- bzw. Vollzeitmehrarbeit und Überstunden ................................. 14
Vergütung von Teilzeitmehrarbeit .................................................................................. 15
Pauschale ...................................................................................................................... 16
Sonntagszuschlag ......................................................................................................... 16
Feiertagsentlohnung ...................................................................................................... 16
Zusammentreffen von Zuschlägen ................................................................................ 17
Weitergeltung bestehender Regelungen ....................................................................... 17
Schichtzulage bei Arbeiten in Wechselschichten ........................................................... 17
Nachtarbeitszulage ........................................................................................................ 17
§ 7 Freistellung und Arbeitsverhinderung .................................................................... 17
Aus- und Weiterbildung ................................................................................................. 17
Prüfungsvorbereitung .................................................................................................... 17
Arbeitsverhinderung ...................................................................................................... 18

III
§ 9 Abfertigung bei Vollendung des 65. Lebensjahres bei Männern und des
60. Lebensjahres bei Frauen ...................................................................................... 19
§ 9a Abfertigung bei Inanspruchnahme der vorzeitigen Alterspension bei
langer Versicherungsdauer gemäß § 253b in Verbindung mit § 607 ASVG ........... 19
§ 9b Abfertigung bei (Eltern-)Teilzeit ............................................................................ 20
§ 9c Abfertigung gemäß BMSVG .................................................................................... 20
§ 14c Dienstreise und Montage ..................................................................................... 21
Dienstreisebegriff ........................................................................................................... 21
Reiseaufwandsentschädigung ....................................................................................... 21
Reisen außerhalb der Normalarbeitszeit ....................................................................... 24
Verkehrsmittel, Fahrtkosten, Kilometergeld ................................................................... 25
Heimfahrten ................................................................................................................... 26
Sonderbestimmungen für Auslandsdienstreisen ........................................................... 27
Sondervereinbarungen, betriebliche Regelungen .......................................................... 29
Rechnungslegung, Verfall.............................................................................................. 29
§ 15 Entlohnung .............................................................................................................. 30
Allgemeine Bestimmungen ............................................................................................ 30
Beschäftigungsgruppen ................................................................................................. 30
Vorrückungsstufen ......................................................................................................... 33
Mindestgehalt ................................................................................................................ 35
Ist-Gehalt ....................................................................................................................... 36
Umstufung ..................................................................................................................... 37
Individuelle Erhöhungen ................................................................................................ 37
Lehrlinge ........................................................................................................................ 41
Pflichtpraktikanten ......................................................................................................... 42
Ferialpraktikanten .......................................................................................................... 42
Gehälter der Meister ...................................................................................................... 42
§ 16 Aliquote Gehaltsansprüche ................................................................................... 43
§ 17 Fälligkeit und Abrechnung ..................................................................................... 43
Fälligkeit ........................................................................................................................ 43
Abrechnung ................................................................................................................... 43
Information über Zeitguthaben bzw. -schulden .............................................................. 43
Rundung betrieblicher Beträge ...................................................................................... 43
§ 18 Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) .............................................. 44
Höhe der Sonderzahlungen ........................................................................................... 44
Fälligkeit ........................................................................................................................ 44
Zeiten ohne Entgeltanspruch ......................................................................................... 45
Änderung der Normalarbeitszeit .................................................................................... 45
§ 19a Urlaub .................................................................................................................... 45
§ 19b Bildschirmbrille, Telearbeit .................................................................................. 46
§ 19c Jubiläumsgeld ....................................................................................................... 46
§ 20 Diensterfindungen, Verbesserungsvorschläge.................................................... 47
§ 22 Verfall von Ansprüchen .......................................................................................... 47
§ 23 Vermittlung durch die Kollektivvertragsparteien ................................................. 48
§ 24 Günstigkeitsklausel, Aufhebung von Vorschriften .............................................. 48

IV
ANHANG A – Übergangsrechte ...................................................................................... 49
1) Übergangsrecht zu § 4 und § 5 (Arbeitszeit) ............................................................. 49
2) Übergangsrecht zu § 14c (Dienstreise und Montage) .............................................. 49
3) Übergangsrecht zu § 15 (Entlohnung) ...................................................................... 49

ANHANG B – Gemeinsame Erklärungen, Protokolle und Protokollanmerkungen ..... 51


1) Gemeinsame Erklärung der Kollektivvertragsparteien zur Bildungskarenz
(§ 11 AVRAG) vom 19.10.1998 ..................................................................................... 51
2) Gemeinsame Erklärung der Kollektivvertragsparteien zum Thema Pauschal-
entlohnungsvereinbarungen („All-in-Vereinbarungen“) vom 16.10.2002 ....................... 52
3) Abschlussprotokoll vom 12.12.2003 (EES).................................................................... 52
4) Gemeinsame Erklärung der Kollektivvertragspartner zur Aus- und Weiterbildung
vom 18.12.2003 ............................................................................................................. 52
5) Gemeinsame Erklärung der Kollektivvertragsparteien zu Vorrückungsstufe und
Mindestgehalt vom 18.5.2004........................................................................................ 52
6) Abschlussprotokoll 2006 – Vereinbarung über die Erprobung betrieblicher Arbeits-
zeitmodelle ab 1.5.2006................................................................................................. 53

ANHANG C – Erläuterungen ........................................................................................... 53


Anmerkung 3 zu § 9b KVAngEEI – Berechnung der Abfertigung nach Wechsel von
Vollzeit- zu Teilzeitbeschäftigung .................................................................................. 53
Anmerkung 5 zu § 15 Abs. 10 KVAngEEI – Dienstzettel ................................................... 54
Anmerkung 6 zu § 18 Abs. 9 KVAngEEI – Berechnung der Sonderzahlungen bei
Wechsel vom Lehr- in ein Angestelltenverhältnis .......................................................... 54

ANHANG D – Empfehlung betreffend Frühwarnsystem (§ 45a AMFG)


vom 16.10.1999 ......................................................................................... 54

ANHANG E – Dienstzettel-Muster ................................................................................... 55


1) Dienstzettel gemäß § 2 AVRAG .................................................................................... 55
2) Dienstzettel gemäß § 15 Abs. 10 KVAngEEI ................................................................. 56
3) Ergänzender Dienstzettel für Telearbeit gemäß § 19b KVAngEEI ................................ 56

ANHANG F – Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen ...................................... 58


§1 Anspruchsberechtigung .............................................................................................. 58
§2 Definition ..................................................................................................................... 58
§3 Höhe der Zulagen ....................................................................................................... 58
§4 Pauschale ................................................................................................................... 59
§5 Arbeitsplatzbewertung ................................................................................................ 59
§6 Geltendmachung......................................................................................................... 59
§7 Paritätischer Ausschuss.............................................................................................. 59

ANHANG G – Vereinbarung über Erhöhungen und Änderungen mit 1.5.2011 ........... 60

BEILAGEN – Erläuterungen des FEEI zum Kollektivvertragsabschluss.................... 63

STICHWORTVERZEICHNIS ............................................................................................. 68

REISEAUFWANDSENTSCHÄDIGUNGEN FÜR EU-STAATEN ...................................... 79

V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABGB ........................................ Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch


AMFG ....................................... Arbeitsmarktförderungsgesetz
AngG......................................... Angestelltengesetz
AIVG ......................................... Arbeitslosenversicherungsgesetz
APSG ........................................ Arbeitsplatzsicherungsgesetz
ArbVG ....................................... Arbeitsverfassungsgesetz
ARG .......................................... Arbeitsruhegesetz
ASchG ...................................... Arbeitnehmerlnnenschutzgesetz
ASVG ........................................ Allgemeines Sozialversicherungsgesetz
AVRAG ..................................... Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz
AZG .......................................... Arbeitszeitgesetz
BAG .......................................... Berufsausbildungsgesetz
BGBl. ........................................ Bundesgesetzblatt
BG-J.......................................... Beschäftigungsgruppenjahre
BMSVG ..................................... Betriebl. Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz
BR ............................................. Betriebsrat
EDR .......................................... Einheitliches Dienstreiserecht für ArbeiterInnen und Ange-
stellte (§ 14c KVAngEEI mit Übergangsrecht)
EES........................................... Einheitliches Entlohnungssystem für ArbeiterInnen und
Angestellte (§ 15 KVAngEEI mit Übergangsrecht)
EFZG ........................................ Entgeltfortzahlungsgesetz
EKUG........................................ Eltern-Karenzurlaubsgesetz
EStG ......................................... Einkommensteuergesetz
KJBG ........................................ Bundesgesetz über die Beschäftigung von Kindern und
Jugendlichen
KV ............................................. Kollektivvertrag
KVAngEEI ................................. Kollektivvertrag für Angestellte der Elektro- und Elektronik-
industrie
MSchG ...................................... Mutterschutzgesetz
NSchG ...................................... Nachtschwerarbeitsgesetz
UrlG .......................................... Urlaubsgesetz
VKG .......................................... Väter-Karenzgesetz

Hinweise:
- Wichtige Änderungen und Ergänzungen gegenüber der vorherigen Kollektivver-
tragsbroschüre sind durch graue Unterlegung hervorgehoben. Bei Änderung ganzer
Abschnitte ist nur die Überschrift grau unterlegt.
- Alle im Kollektivvertrag zitierten Gesetze sind abrufbar unter
http://www.ris.bka.gv.at/Bundesrecht/
- Generalkollektivverträge sind abrufbar unter
http://www.feei.at/kollektivvertraege/?full=623

VI
§ 1 KOLLEKTIVVERTRAGSPARTEIEN

Dieser Kollektivvertrag wird abgeschlossen zwischen dem


- Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und dem
- Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier.

§ 2 GELTUNGSBEREICH

(1) Dieser Kollektivvertrag gilt


a) räumlich: für das Gebiet der Republik Österreich;
b) fachlich: für alle Mitglieder des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie;
c) persönlich: für alle dem Angestelltengesetz unterliegenden Dienstnehmer sowie für
kaufmännische Lehrlinge und technische Zeichner-Lehrlinge. Für Pflichtpraktikanten
gilt ausschließlich § 15 Abs. 67.
(2) Dieser Kollektivvertrag gilt nicht:
a) für Vorstandsmitglieder, Direktoren, Geschäftsführer von Gesellschaften mit be-
schränkter Haftung, soweit vorgenannte nicht arbeiterkammerumlagepflichtig sind;
b) für Volontäre; Volontäre sind Personen, die zum Zweck einer beruflichen (technischen,
kaufmännischen oder administrativen) Vor- oder Ausbildung beschäftigt werden, sofern
dieser Umstand bei der Einstellung ausdrücklich festgelegt worden ist und sie nicht
länger als ein halbes Jahr in einem Unternehmen beschäftigt werden.

§ 3 GELTUNGSDAUER

Dieser Kollektivvertrag tritt am 1.5.2011 in Kraft.


Er wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann von jeder Vertragspartei unter Ein-
haltung einer 3-monatigen Kündigungsfrist zum Letzten eines Kalendermonats mit einge-
schriebenem Brief gekündigt werden.
Während der Kündigungsfrist sind Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag auf-
zunehmen.

§ 3a BEGINN UND ENDE DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Beginn des Arbeitsverhältnisses


(1) Dem Arbeitnehmer ist ein schriftlicher Arbeitsvertrag oder Dienstzettel 1 über die we-
sentlichen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis auszufolgen. Beschäftigungs-
zeiten in anderen Unternehmen in Beschäftigungsgruppe F sind anzuführen.
(2) Ein Arbeitsverhältnis auf Probe kann für die Höchstdauer von einem Monat vereinbart
und während dieser Zeit von jedem Vertragspartner jederzeit gelöst werden.
Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Kündigungsfristen2
[Abs. 3 und 4 gelten nur für Arbeiter.]

1
Muster auf Seite 55; Änderungen des Dienstzettels sind jedenfalls in den auf Seite 30 (§ 15 Abs. 10)
genannten Fällen vorzunehmen.
2
Die Berücksichtigung von Zeiten als Arbeiter sowie von Zeiten der gesetzlichen Elternkarenz bei der
Ermittlung der Kündigungsfrist ist auf Seite 3 geregelt (§ 3b).

1
Entgeltfortzahlung bei Beendigung
(5) Wird ein Arbeitnehmer während einer Arbeitsverhinderung gekündigt, ohne wichtigen
Grund vorzeitig entlassen oder trifft den Arbeitgeber ein Verschulden an dem vorzeitigen
Austritt des Arbeitnehmers, bleibt der Anspruch auf Fortzahlung des Entgeltes bis zur Aus-
schöpfung des Anspruches bestehen, wenngleich das Arbeitsverhältnis früher endet.
Erkrankt ein Arbeitnehmer hingegen während der Kündigungsfrist, enden alle Ansprüche
des Arbeitnehmers aus dem Kollektivvertrag mit dem letzten Tag der Kündigungsfrist.3
Freizeit anlässlich der Beendigung
(6) Bei Kündigung durch den Arbeitgeber hat der Arbeitnehmer während der Kündigungs-
frist in jeder Arbeitswoche Anspruch auf jedenfalls einen freien Arbeitstag, mindestens
jedoch 8 Stunden (bei Teilzeitbeschäftigung der aliquote Teil), unter Fortzahlung des Ent-
geltes. Dies gilt nicht bei Verzicht auf die Arbeitsleistung. Für Kündigungen bei Erreichen
des Pensionsalters gilt § 22 Abs. 2 AngG.
An welchem Tag die Freizeit beansprucht werden kann, ist zu vereinbaren. Kommt eine
Vereinbarung nicht zustande, sind die letzten 8 Stunden der Arbeitswoche frei (bei Teil-
zeitbeschäftigung der aliquote Teil).
Im Falle von Schichtarbeit gelten diese Bestimmungen sinngemäß.
Information bei Befristung
(7) Wenn mit dem Arbeitnehmer ein befristetes Arbeitsverhältnis von über 2 Monaten
Dauer (einschließlich eines allfälligen Probemonats) vereinbart wurde und der Arbeitgeber
dieses nicht über den Ablauf der Befristung hinaus fortsetzen möchte, hat er dies spätes-
tens 2 Wochen vor diesem Termin mitzuteilen.
Diese Mitteilung kann unterbleiben, wenn
- der Arbeitnehmer bereits die zustehende Freizeit anlässlich der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses verlangt hat oder
- von vornherein Klarheit darüber besteht, dass eine Verlängerung nicht beabsichtigt ist
oder
- der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mitgeteilt hat, das Arbeitsverhältnis nicht über die
Befristung hinaus fortsetzen zu wollen.
Erfolgt die Mitteilung nicht oder verspätet, sind mit dem Arbeitnehmer mindestens 3 freie
Tage zu vereinbaren. Nicht konsumierte freie Tage sind abzugelten.
Todesfallunterstützung
(8) Im Fall des Todes des Arbeitnehmers hat jeder gesetzliche Erbe, zu dessen Erhaltung
der Erblasser gesetzlich verpflichtet war, Anspruch auf eine Todesfallunterstützung im
Ausmaß eines Monatsentgeltes. Gibt es mehr als 3 anspruchsberechtigte Hinterbliebene,
gebühren insgesamt 3 Monatsentgelte; diese sind nach Köpfen aufzuteilen. Hat nur ein
Kind diesen Anspruch und war der Verstorbene Alleinerzieher (ohne Ehe- bzw. eingetra-
genen Partner), gebühren diesem Kind 2 Monatsentgelte.
Weiterverwendungszeit von Lehrlingen
(9) Lehrlinge sind nach ordnungsgemäßer Beendigung der Lehrzeit 6 Monate im erlernten
Beruf weiterzuverwenden; wenn diese Weiterverwendungszeit nicht mit dem Letzten eines
Kalendermonates endet, ist sie auf diesen zu erstrecken. Möchte der Arbeitgeber das
Arbeitsverhältnis nicht über die Weiterverwendungszeit hinaus fortsetzen, hat er es unter

3
Bei Tod des Arbeitnehmers gilt Abs. 8.

2
Einhaltung einer 6-wöchigen Kündigungsfrist zum Ende der Weiterverwendungszeit zu
kündigen.
Hat der Lehrling beim Arbeitgeber weniger als die Hälfte der für den Lehrberuf festgesetz-
ten Lehrzeit zurückgelegt, verkürzt sich auch die kollektivvertragliche Weiterverwendungs-
zeit auf die Hälfte (3 Monate und Erstreckung bis zum Monatsletzten).
Durch einvernehmliche Erklärung der Wirtschaftskammer des jeweiligen Bundeslandes
und der Regionalgeschäftsstelle der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journa-
lismus, Papier kann die kollektivvertragliche Weiterverwendungszeit bei Vorliegen der Vo-
raussetzungen gemäß § 18 Abs. 3 des Berufsausbildungsgesetzes verkürzt werden.4
Konnte der Arbeitnehmer in der verkürzten Zeit aus Gründen, die nicht er zu vertreten hat,
nicht zur Lehrabschlussprüfung antreten, ist er in allen Fällen bis zum erstanberaumten
Termin der Lehrabschlussprüfung, längstens aber 6 Monate, im erlernten Beruf weiterzu-
verwenden.

§ 3b BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT UND ELTERNKARENZEN5

Betriebszugehörigkeit
(1) [Gilt nur für Arbeiter.]
(2) Ansprüche, die von der ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses abhängen,
richten sich auch bei einem Wechsel vom Arbeiter- in ein Angestelltenverhältnis oder um-
gekehrt nach der Gesamtdauer der Betriebszugehörigkeit und der für den jeweiligen An-
spruch angerechneten Vordienstzeiten.
Anrechnung von Elternkarenzen
(3) Im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene gesetzliche Elternkarenzen sind für An-
sprüche, die von der ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses abhängen, im
Ausmaß von insgesamt bis zu 22 Monaten anzurechnen. Voraussetzung ist eine mindes-
tens 3-jährige Dauer des Arbeitsverhältnisses, wobei gesetzliche Elternkarenzen einzu-
rechnen sind.
Für den Anspruch auf Abfertigung Alt sind im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene
gesetzliche Elternkarenzen,
- die am 1.1.2003 oder später begonnen haben, im vollen Ausmaß,
- die vor dem 1.1.2003 begonnen haben, bis zu einem Höchstausmaß von insgesamt 10
Monaten
anzurechnen.
Die Anrechnung gesetzlicher Elternkarenzen für Vorrückungen ist in § 15 Abs. 19 geregelt.
Information bei Elternkarenz
(4) Im Fall einer gesetzlichen Elternkarenz mit einer Dauer von mehr als 10 Monaten hat
der Arbeitgeber im 6. oder 5. Monat vor dem Ende der Karenz den karenzierten Elternteil
schriftlich zu informieren, zu welchem Zeitpunkt die Karenz endet.

4
Die gesetzliche Weiterverwendungszeit kann gemäß § 18 Abs. 3 BAG verkürzt werden.
5
Die Anrechnung bestimmter Zeiten für das Urlaubsausmaß ist in § 3 des Urlaubsgesetzes sowie auf
Seite 45 (§ 19a Abs. 1) geregelt, die Anrechnung von Zeiten als Lehrling für die Abfertigung Alt in § 23
Abs. 1 des Angestelltengesetzes.

3
Erfolgt
- die Verständigung verspätet, kann der Arbeitnehmer bis zu 4 Wochen nach der
Verständigung die Arbeit antreten, jedoch frühestens mit Ende der Karenz, oder den
Austritt erklären.6
- keine Verständigung, muss der Arbeitsantritt oder der Austritt spätestens mit Ablauf
des Anspruchs auf Kinderbetreuungsgeld (wenn dieser über das Ende der Karenz hin-
ausgeht) erfolgen. Erfolgt der Arbeitsantritt nach dem Ende der Karenz, aber vor Ablauf
des Anspruchs auf Kinderbetreuungsgeld, hat der Arbeitnehmer diesen mindestens 4
Wochen vorher anzukündigen, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Unterliegt der Arbeitnehmer nicht den Bestimmungen des BMSVG (Abfertigung Neu), hat
er im Fall eines solchen Austrittes Anspruch auf eine Abfertigung Alt gemäß § 23a Abs. 3
und 4 AngG.
Die Unterlassung der Arbeit zwischen dem Ende der gesetzlichen Karenz und dem Wie-
derantritt der Arbeit gilt in jenen Fällen als nicht pflichtwidrig, in denen die rechtzeitige Ver-
ständigung unterblieben ist. Es besteht kein Kündigungsschutz über die gesetzliche Dauer
hinaus.

§ 4 ARBEITSZEIT

Normalarbeitszeit – Grundsätze
(1) Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen 38,5 Stunden.
Bestehende kürzere Normalarbeitszeiten bleiben aufrecht.
Die Normalarbeitszeit ist nach Möglichkeit auf 5 Tage zu verteilen.
Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen grundsätzlich bis zu 8
Stunden. Bei gleitender Arbeitszeit beträgt die tägliche Normalarbeitszeit bis zu 10 Stun-
den.
Festsetzung der Lage der Arbeitszeit
(2) Die Verteilung der Normalarbeitszeit sowie die Lage der Pausen sind im Einvernehmen
mit dem Betriebsrat festzulegen; in Betrieben ohne Betriebsrat im Einvernehmen mit den
Arbeitnehmern.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Interessenabwägung
(3) Bei der Verteilung der Normalarbeitszeit, insbesondere bei Schicht- und Nachtarbeit,
sind sowohl betriebliche Erfordernisse als auch wichtige persönliche Interessen der Arbeit-
nehmer zu berücksichtigen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Vereinbarkeit von
Beruf und Familie gewährleistet wird.
Dies gilt auch bei der zulässigen Anordnung von Voll- bzw. Teilzeitmehrarbeit, Überstun-
den sowie Dienstreisen. Arbeitnehmer können auch die Befolgung von arbeitsvertraglich
zulässigen Anordnungen verweigern, denen nachweisbar wichtige persönliche Interessen
entgegenstehen. Voll- bzw. Teilzeitmehrarbeit sowie Überstunden am selben Tag können
jedenfalls abgelehnt werden, außer in unvorhersehbaren Fällen.
Der Betriebsrat ist zu verständigen, wenn Überstunden für Gruppen von Arbeitnehmern
angeordnet werden. Ist die vorherige Verständigung nicht möglich, ist sie unmittelbar nach
Wegfall des Hinderungsgrundes nachzuholen.

6
Das gesetzliche Austrittsrecht (bis zu 3 Monate vor Karenzende) wird dadurch nicht eingeschränkt.

4
Während der Arbeitszeit dürfen Lebensmittel konsumiert werden, wenn dies ohne Unter-
brechung des Arbeitsflusses und Beeinträchtigung der Produktqualität möglich sowie hy-
gienisch zulässig ist.
Tägliche Ruhezeit
(4) Nach Beendigung der Tagesarbeitszeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine un-
unterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden.
Bei freiwilligem Schichttausch und in vergleichbaren Fällen kann die tägliche Ruhezeit bis
auf 10 Stunden gekürzt werden.
Bestehen auf Dienstreisen während der Reisezeit ausreichende Erholungsmöglichkeiten,
kann die tägliche Ruhezeit höchstens zweimal pro Kalenderwoche gekürzt werden. Beste-
hen keine ausreichenden Erholungsmöglichkeiten, darf diese Kürzung nicht auf unter 8
Stunden und nicht an 2 aufeinander folgenden Tagen erfolgen.
Mehrleistungen
Vollzeitmehrarbeit
(5) Die Vollzeitmehrarbeit kann wöchentlich bis zu 1,5 Stunden betragen. In jenen Betrie-
ben, in denen vor dem 1.11.1986 eine kürzere wöchentliche Normalarbeitszeit als 40
Stunden gegolten hat, verkürzt sich die Vollzeitmehrarbeit entsprechend (z.B. verbleiben
bei einer ursprünglichen wöchentlichen Normalarbeitszeit von 39 Stunden 0,5 Stunden
Vollzeitmehrarbeit).
Durch Vollzeitmehrarbeit darf die tägliche Arbeitszeit 9 Stunden nicht überschreiten; bei
Einarbeiten in Verbindung mit Feiertagen mit einem Durchrechnungszeitraum von bis zu
13 Wochen sowie bei 4-Tage-Woche 10 Stunden. Arbeitszeiten, für die ein Überstunden-
zuschlag von mehr als 50% gebührt, sind nicht Vollzeitmehrarbeit, sondern Überstunden.
Vollzeitmehrarbeit ist auf das gesetzlich erlaubte Überstundenausmaß nicht anzurechnen.
Teilzeitmehrarbeit
(6) Teilzeitmehrarbeit ist jene Arbeitszeit, die außerhalb der jeweils mit den Teilzeit-
beschäftigten vereinbarten Arbeitszeit liegt, sofern es sich nicht um Vollzeitmehrarbeit
oder Überstunden handelt. Auch für Teilzeitbeschäftigte liegt Vollzeitmehrarbeit erst dann
vor, wenn 38,5 Wochenstunden oder die für Vollzeitbeschäftigte geltende tägliche Normal-
arbeitszeit überschritten wird.
Überstunden
(7) Überstunden sind Arbeitszeiten, die vor Beginn oder nach Ende der gemäß Abs. 2 für
Vollzeitbeschäftigte festgelegten Normalarbeitszeit liegen, sofern es sich nicht um Vollzeit-
bzw. Teilzeitmehrarbeit handelt. Dies gilt auch für Teilzeitbeschäftigte, wobei die Arbeits-
zeitverteilung vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter zugrunde zu legen ist. Gibt es im Betrieb
keine vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten, liegen Überstunden erst dann vor, wenn Über-
stundenarbeit im Sinn des AZG vorliegt.
Arbeit am 24. und 31. Dezember
(8) Der 24. Dezember ist ganztags, der 31. Dezember ab 12 Uhr arbeitsfrei. Bei Schicht-
arbeit endet die Normalarbeitszeit der Nachtschicht vom 23. auf den 24. Dezember spä-
testens um 6 Uhr. Es gebührt die Fortzahlung des Entgeltes für die Normalarbeitszeit.
Wird aus betrieblichen Erfordernissen an diesen Tagen gearbeitet, gebührt innerhalb der
durch Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag für diesen Wochentag ansonsten fest-
gelegten Normalarbeitszeit zusätzlich:

5
- am 24. Dezember bis 12 Uhr ein Zuschlag von 50% und danach ein Zuschlag von
100%,
- am 31. Dezember nach 12 Uhr ein Zuschlag von 100%.
Nachtarbeit
Vereinbarung
(9) Nachtarbeit ist nur zulässig, soweit eine freiwillig abgeschlossene schriftliche Verein-
barung vorliegt. Lehnt der Arbeitnehmer eine solche Vereinbarung ab, darf das Arbeits-
verhältnis bei sonstiger Rechtsunwirksamkeit aus diesem Grund nicht beendet werden,
wobei die Glaubhaftmachung genügt. Eine unzulässige Beendigung liegt nicht vor, wenn
eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein anderes glaubhaft gemachtes Beendigungsmotiv
spricht. Unkenntnis des Arbeitgebers von der Ablehnung kann nicht geltend gemacht wer-
den. Die Rechtsunwirksamkeit kann nur gerichtlich
- binnen 14 Tagen ab Zugang der Beendigungserklärung oder
- unverzüglich nach Wegfall eines Hinderungsgrundes
geltend gemacht werden.
Ärztliche Untersuchung
(10) Arbeitnehmer können sich auf eigenen Wunsch ärztlich untersuchen lassen:
- vor Aufnahme der Nachtarbeit,
- bei Nachtarbeit im Sinn des § 12b Abs. 2 AZG7 in regelmäßigen Abständen, d.h. alle 2
Jahre bzw. nach Vollendung des 50. Lebensjahres oder nach 10 Jahren als Nacht-
arbeitnehmer jährlich.
Allfällige Kosten hat der Arbeitgeber zu ersetzen. Für die allenfalls nötige Freizeit hat der
Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
Versetzung
(11) Wird im Betrieb ein Tagesarbeitsplatz frei, ist dieser innerbetrieblich auszuschreiben.
Kann ein Arbeitnehmer, der Nachtarbeit leistet, die Tätigkeit am frei werdenden Arbeits-
platz – allenfalls nach zumutbarer Umschulung – verrichten, ist er bevorzugt zu berück-
sichtigen.
Arbeitnehmer, die regelmäßig Nachtarbeit leisten, sind auf ihren Wunsch sowie nach den
betrieblichen Möglichkeiten für die Dauer folgender Hinderungsgründe auf einen geeigne-
ten Tagesarbeitsplatz zu versetzen, wenn
- ihre Gesundheit durch die Nachtarbeit gefährdet ist (dazu ist ein ärztliches Attest vor-
zulegen) oder
- die Betreuung eines im gemeinsamen Haushalt lebenden Kindes bis zum vollendeten
12. Lebensjahr während der Nachtarbeit und für mindestens 8 Stunden während des
Tages nicht gewährleistet ist oder
- sie einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen (gemäß § 16 UrlG) ab der Pflegestufe
3 betreuen.
Die beiden letzteren Gründe können nicht herangezogen werden, wenn im gemeinsamen
Haushalt eine andere Person lebt, die eine entsprechende Betreuung bzw. Pflege durch-
führen kann. Weitere gleichwertige Gründe für eine vorübergehende Versetzung auf einen
Tagesarbeitsplatz können durch Betriebsvereinbarung geregelt werden.

7
Regelmäßig oder in 30 Nächten im Kalenderjahr in der Zeit von 22 bis 6 Uhr jeweils mindestens 3 Stun-
den.

6
Wenn die Gründe, die zu einer vorübergehenden Versetzung auf einen Tagesarbeitsplatz
berechtigen, bereits bei Abschluss der Vereinbarung über die Leistung von Nachtarbeit
vorgelegen sind, können diese nicht mehr herangezogen werden.
Ist eine vorübergehende Versetzung auf einen anderen geeigneten Tagesarbeitsplatz aus
betrieblichen Gründen nicht möglich oder erfolgt sie nicht innerhalb von 14 Tagen, ist der
Arbeitnehmer zum vorzeitigen Austritt berechtigt.
Berufliche Weiterbildung
(12) Bei der Einteilung der Nachtarbeit sind die Bedürfnisse eines Arbeitnehmers, der eine
berufsbildende Weiterbildungseinrichtung oder Schule besucht oder dies beabsichtigt,
nach den betrieblichen Möglichkeiten zu berücksichtigen.
Beschäftigung von Jugendlichen
(13) Die zulässige Wochenarbeitszeit von Arbeitnehmern bis zur Vollendung des 18. Le-
bensjahres (Jugendliche) kann auf die einzelnen Werktage einer Woche unterschiedlich
verteilt werden.
Werden Durchrechnungsmodelle (Abs. 14 bis 26) auch für Jugendliche angewendet, kann
die Wochenarbeitszeit innerhalb eines mehrwöchigen Zeitraumes so verteilt werden, dass
sie in einzelnen Wochen 45 und im Durchschnitt die Normalarbeitszeit von 38,5 Wochen-
stunden nicht überschreitet.
Die tägliche Arbeitszeit darf 9 Stunden (einschließlich Überstunden) nicht überschreiten.
Durchrechnungsmodelle
Erhöhte Normalarbeitszeit
(14) Bei betrieblicher Notwendigkeit kann durch Betriebsvereinbarung die durchschnitt-
liche wöchentliche Normalarbeitszeit in bis zu 6 zusammenhängenden Wochen auf bis zu
40 Stunden ausgedehnt werden; in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Verein-
barung mit den Arbeitnehmern. Innerhalb dieses Zeitraumes darf die Normalarbeitszeit in
einzelnen Wochen 45 Stunden, die tägliche Normalarbeitszeit 9 Stunden nicht überschrei-
ten. Der Ausgleich auf die durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitszeit von 38,5 Stun-
den hat innerhalb von bis zu weiteren 3 Monaten nach Ende der Periode mit erhöhter
Normalarbeitszeit zu erfolgen.
Einarbeitung ganzer Tage
(15) Zur Einarbeitung ganzer Tage kann die wöchentliche Normalarbeitszeit im verein-
barten Durchrechnungszeitraum auf bis zu 40 Stunden ausgedehnt werden. Die durch-
schnittliche wöchentliche Normalarbeitszeit darf im Durchrechnungszeitraum 38,5 Stun-
den, die tägliche Normalarbeitszeit 9 Stunden nicht überschreiten.
Die Einarbeitung ganzer Tage ist durch Betriebsvereinbarung festzulegen. Dabei ist ein
Durchrechnungszeitraum von bis zu einem Jahr zulässig. In Betrieben ohne Betriebsrat
kann die Einarbeitung mit den Arbeitnehmern schriftlich vereinbart werden. Dabei ist ein
Durchrechnungszeitraum von bis zu 3 Monaten zulässig. Dieser kann auf bis zu ein Jahr
ausgedehnt werden, wenn die eingearbeiteten ganzen Tage ausschließlich unmittelbar vor
oder nach einem Urlaub, Feiertag oder sonstigen bezahlten freien Tag verbraucht werden.
Die Lage der freien Tage ist vor oder während des Durchrechnungszeitraumes einver-
nehmlich festzulegen. Wenn nicht alle Zeitguthaben während des Durchrechnungszeit-
raumes konsumiert werden, sind die zuletzt erworbenen Zeitguthaben als Überstunden mit
dem jeweiligen Zuschlag abzugelten. Der Arbeitnehmer kann stattdessen den Zeitpunkt
des Zeitausgleiches (samt Zuschlag) mit einer Vorankündigungsfrist von 4 Wochen fest-
legen.

7
Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen
(16) Zur Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen kann die wöchentliche Normalarbeits-
zeit um bis zu 5 Stunden (unter Einschluss der Vollzeitmehrarbeit gemäß Abs. 5 ergeben
sich bis zu 6,5 Stunden) ausgedehnt werden. Die einzuarbeitende Arbeitszeit ist grund-
sätzlich gleichmäßig auf die Wochen des Durchrechnungszeitraumes zu verteilen.
Die Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen ist durch Betriebsvereinbarung, in Betrie-
ben ohne Betriebsrat mit den Arbeitnehmern, schriftlich zu vereinbaren. Festgelegt werden
kann ein Durchrechnungszeitraum von bis zu
- 13 Wochen, wobei die tägliche Normalarbeitszeit 10 Stunden nicht überschreiten darf;
- einem Jahr, wobei die tägliche Normalarbeitszeit 9 Stunden nicht überschreiten darf.
Die Lage der freien Tage ist vor Beginn des Durchrechnungszeitraumes einvernehmlich
festzulegen. Wenn nicht alle Zeitguthaben während des Durchrechnungszeitraumes kon-
sumiert werden, sind die zuletzt erworbenen Zeitguthaben als Überstunden mit dem jewei-
ligen Zuschlag abzugelten. Der Arbeitnehmer kann stattdessen den Zeitpunkt des Zeitaus-
gleiches (samt Zuschlag) mit einer Vorankündigungsfrist von 4 Wochen festlegen.
Bandbreite
Allgemeine Bestimmungen
(17) Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann im Durchrechnungszeitraum unterschiedlich
verteilt werden; sie darf zwischen 32 und 45 Stunden betragen (Bandbreite). Ein Unter-
schreiten der 32 Stunden pro Woche ist dann möglich, wenn der Zeitausgleich in ganzen
Tagen erfolgt.
Im Durchschnitt darf die wöchentliche Normalarbeitszeit 38,5 Stunden nur insoweit über-
schreiten, als Übertragungsmöglichkeiten von Zeitguthaben (Abs. 24) vorgesehen sind.
Die tägliche Normalarbeitszeit darf 9 Stunden nicht überschreiten.
Die Bestimmungen über die Vollzeitmehrarbeit sind nicht anzuwenden.
Zulässigkeit und Durchrechnungszeitraum
(18) Die Einführung der Bandbreite bedarf der Zustimmung des Betriebsrates. Die Band-
breite ist auf deren Grundlage durch Betriebsvereinbarung zu regeln. Der Durchrech-
nungszeitraum kann bis zu 18 Monate betragen.
In Betrieben ohne Betriebsrat kann die Bandbreite durch schriftliche Vereinbarung mit den
Arbeitnehmern festgelegt werden, wobei der Durchrechnungszeitraum höchstens 3 Mona-
te betragen kann.
Zusätzliche Arbeit im Rahmen der Bandbreite darf nicht für Zeiten zwischen 22 und 6 Uhr,
für Samstage ab 14 Uhr sowie für Sonn- und Feiertage festgelegt werden.
Kombination mit anderen Arbeitszeitmodellen
(19) Eine Kombination der Bandbreite mit Schichtarbeit (Abs. 27) ist nur dann zulässig,
wenn der zugrunde liegende Schichtplan eine wöchentlich gleiche Normalarbeitszeit vor-
sieht. Zeitguthaben können dadurch erworben oder verbraucht werden, dass Abweichun-
gen vom Schichtplan durch Freischichten, Zusatzschichten bzw. eine Verkürzung oder
Verlängerung einzelner Schichten erfolgen.
Eine Kombination von Bandbreite mit 4-Tage-Woche, Gleitzeit oder Durchrechnungs-
modellen ist nicht zulässig.
Lage der Normalarbeitszeit
(20) Vor Beginn des Durchrechnungszeitraumes sind die Arbeitnehmer über die voraus-
sichtliche Entwicklung des Arbeitszeitbedarfes zu informieren. Die tatsächliche Lage der

8
Normalarbeitszeit an den einzelnen Tagen bzw. Wochen ist spätestens 2 Wochen vor der
jeweiligen Arbeitswoche festzulegen. Die 2-Wochen-Frist kann in Ausnahmefällen im Ein-
vernehmen mit dem Betriebsrat verkürzt werden; in diesem Fall können Arbeitnehmer
Änderungen der Lage der Arbeitszeit aus berücksichtigungswürdigen Interessen im Sinn
des § 6 Abs. 2 AZG ablehnen.
Entlohnung
(21) Während des Durchrechnungszeitraumes gebühren das Ist-Gehalt und alle pauscha-
lierten Ansprüche ungekürzt. Auf Stunden bezogene Teile des Entgeltes (z.B. Zulagen,
Zuschläge) sind nach den tatsächlich geleisteten Stunden abzurechnen.
Zeitzuschläge, Überstunden, Zeitkonto
(22) Nach der 40. bis einschließlich der 45. Wochenstunde gebührt ein Zeitzuschlag von
25%. Anstelle dieses Zeitzuschlages kann eine gleichwertige Verkürzung der Wochen-
arbeitszeit mit Gehaltsausgleich vereinbart werden.
Entsprechend Abs. 7 fallen auch in Wochen mit weniger als 38,5 Stunden Normalarbeits-
zeit Überstunden an, wenn die aufgrund der Bandbreite in dieser Woche geltende tägliche
oder wöchentliche Normalarbeitszeit überschritten wird.
Zeitguthaben, Zeitzuschläge sowie Zeitschulden sind auf einem Zeitkonto zu erfassen, das
dem Arbeitnehmer monatlich zu übermitteln ist.
Höchstausmaß des Zeitguthabens
(23) Während des Durchrechnungszeitraumes darf das Zeitguthaben einschließlich der
Zeitzuschläge 80 Stunden nicht überschreiten. Das Zeitguthaben kann einschließlich der
Zeitzuschläge bis zu 120 Stunden betragen wenn der Zeitausgleich für die 80 Stunden
übersteigende Stundenzahl in ganzen Wochen erfolgt.
Übertragung von Zeitguthaben
(24) Besteht am Ende eines Durchrechnungszeitraumes von bis zu 12 Monaten ein Zeit-
guthaben, können davon bis zu 40 Stunden (einschließlich Zeitzuschlägen) in den nächs-
ten Durchrechnungszeitraum übertragen werden. Ist kein weiterer vereinbart, kann der
Zeitausgleich innerhalb einer dreimonatigen Nachfrist erfolgen. Der Zeitpunkt des Zeitaus-
gleiches ist in derartigen Fällen am Ende des Durchrechnungszeitraumes festzulegen.
Bei Durchrechnungszeiträumen über 12 Monaten ist eine Übertragung von Zeitguthaben
in den nächsten Durchrechnungszeitraum nicht zulässig. Das Zeitguthaben darf innerhalb
einer allfälligen Nachfrist verbraucht werden. Diese muss innerhalb des höchstzulässigen
Durchrechnungszeitraumes von 18 Monaten liegen.
Nicht übertragene bzw. nicht in der Nachfrist ausgeglichene Zeitguthaben (Grundstunde
und Zeitzuschlag) sind als Überstunden mit einem Zuschlag von 50% auszubezahlen.
Teilzeitbeschäftigte
(25) Werden Teilzeitbeschäftigte in die Bandbreite einbezogen, schließt die zuschlagsfreie
Vollzeitmehrarbeit (Abs. 5) unmittelbar an die vereinbarte wöchentliche Normalarbeitszeit
an. Für darüber hinausgehende Arbeitszeiten bis einschließlich der 40. Wochenstunde
sind ausschließlich die Bestimmungen über die Teilzeitmehrarbeit (§ 5 Abs. 7 bis 9) anzu-
wenden.
Für Arbeitsleistungen nach der 40. bis einschließlich der 45. Wochenstunde gelten die
Bestimmungen über die Bandbreite. Das Unterschreiten der Untergrenze von 32 Stunden
pro Woche (Abs. 17) ist auch dann möglich, wenn mit dem Teilzeitbeschäftigten eine
Normalarbeitszeit von weniger als 35 Wochenstunden vereinbart wurde.

9
Sonstige Bestimmungen
(26) Pflegefreistellungen für jene Stunden, die 38,5 Wochenstunden überschreiten, sind
auf das Ausmaß des gesetzlichen Pflegefreistellungsanspruches nicht anzurechnen.
Wird in Zusammenhang mit dem Abschluss einer Betriebsvereinbarung über Bandbreite
eine Betriebs(teil)versammlung einberufen, haben Arbeitnehmer für die erforderliche
Dauer Anspruch auf Entgeltfortzahlung ohne Anrechnung auf bestehende Vereinbarungen
bzw. betriebliche Übungen.
Soweit keine allgemeine Betriebsvereinbarung über die Beschäftigung von überlassenen
Arbeitnehmern besteht, kann die Bandbreite nur vereinbart werden, wenn die Bandbreiten-
Betriebsvereinbarung Bestimmungen über eine allfällige Beschäftigung von überlassenen
Arbeitnehmern in den betroffenen und den mit diesen in einem Arbeitszusammenhang
stehenden Bereichen enthält.
Schichtarbeit
(27) Bei mehrschichtiger oder kontinuierlicher Arbeitseinteilung ist aufgrund einer
Betriebsvereinbarung ein Schichtplan zu erstellen. In Betrieben ohne Betriebsrat kann
Schichtarbeit mit den Arbeitnehmern nur schriftlich und mit Zustimmung der Kollektivver-
tragsparteien eingeführt werden. Die Arbeitszeit ist so einzuteilen, dass im Durchschnitt
eine wöchentliche Normalarbeitszeit von 38,5 Stunden innerhalb eines Schichtturnusses
nicht überschritten wird. Die tägliche Normalarbeitszeit darf 9 Stunden, bei einer 4-Tage-
Woche 10 Stunden sowie in den Fällen des § 4a Abs. 3 AZG 12 Stunden nicht überschrei-
ten.
Durch Betriebsvereinbarung können innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von bis
zu einem Jahr Schichtturnusse mit einer durchschnittlichen wöchentlichen Normalarbeits-
zeit von bis zu 40 Stunden vorgesehen werden. Die Überschreitungen der wöchentlichen
Normalarbeitszeit von 38,5 Stunden sind durch Freischichten bzw. eine Verkürzung einzel-
ner Schichten auszugleichen. Ansprüche aus dem Nachtschwerarbeitsgesetzes werden
durch Freischichten nicht berührt. In Betrieben ohne Betriebsrat kann diese Durchrech-
nung mit den Arbeitnehmern schriftlich vereinbart werden. Dabei ist ein Durchrechnungs-
zeitraum von bis zu 3 Monaten zulässig. Dieser kann auf bis zu ein Jahr ausgedehnt wer-
den, wenn der Zeitausgleich ausschließlich unmittelbar vor oder nach einem Urlaub, Feier-
tag oder sonstigen bezahlten freien Tag verbraucht wird.
Für Arbeitnehmer in vollkontinuierlichen Betrieben kann die wöchentliche Normalarbeits-
zeit in einzelnen Wochen auf bis zu 56 Stunden ausgedehnt werden, wenn am Wochen-
ende eine oder 2 Schichten von 10 bis 12 Stunden Dauer im Schichtplan vorgesehen sind
und mindestens 3 von 5 Wochenenden vollkommen arbeitsfrei sind.
Sonntags- und Dekadenarbeit
(28) Bei vollkontinuierlicher Schichtarbeit bzw. Dekadenarbeit gilt der Sonntag als Werk-
tag und der dafür zustehende arbeitsfreie Tag als Sonntag, wenn dieser Ersatzsonntag
aus der Arbeitszeiteinteilung klar hervorgeht. Dies gilt nicht, wenn bestehende Vereinba-
rungen anderes vorsehen. Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf den Ersatzsonntag, gebührt
für die an diesem Tag erbrachte Arbeit ein Zuschlag gemäß § 5 Abs. 11.8
(29) Für im öffentlichen Interesse betriebene Großbaustellen oder Baustellen der Wild-
bach- und Lawinenverbauung im Hochgebirge kann mittels Betriebsvereinbarung Deka-
denarbeit (§ 4c AZG) vereinbart werden (in der Regel 10 aufeinanderfolgende Arbeitstage
und 4 arbeitsfreie Tage).

8
Seite 16.

10
Die wöchentliche Normalarbeitszeit darf auf bis zu 59 Stunden ausgedehnt werden. Inner-
halb eines 2-wöchigen Durchrechnungszeitraumes dürfen jedoch 38,5 Stunden im Durch-
schnitt nicht überschritten werden. Die tägliche Normalarbeitszeit darf bis zu 9 Stunden
betragen.
Innerhalb eines 4-wöchigen Durchrechnungszeitraumes hat der Arbeitnehmer Anspruch
auf eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von mindestens 36 Stunden. Für die
Berechnung dieser durchschnittlichen wöchentlichen Ruhezeit dürfen nur jene Ruhezeiten
herangezogen werden, die mindestens 24 zusammenhängende Stunden umfassen. Zwi-
schen 2 aufeinander folgenden Dekaden muss jeweils eine Ruhezeit von mindestens 36
Stunden liegen.
Für die Dauer der Zuteilung zur Dekadenarbeit gilt diese für die Arbeitnehmer als Festle-
gung ihrer Normalarbeitszeit. Durch die Dekadenarbeit darf keine Entgeltschmälerung ein-
treten.
4-Tage-Woche
(30) Die tägliche Normalarbeitszeit kann bei regelmäßiger Verteilung der gesamten
wöchentlichen Arbeitszeit auf 4 Tage bis zu 10 Stunden betragen. Dies ist durch Betriebs-
vereinbarung, in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Einzelvereinbarung, festzu-
legen. Der arbeitsfreie Tag darf nicht auf einen Feiertag fallen.
Durch Betriebsvereinbarung kann zugelassen werden, dass die Arbeitszeit an den Arbeits-
tagen durch die Leistung von Überstunden auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt wird; in Be-
trieben ohne Betriebsrat nur, wenn die arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit analog den
Bestimmungen des § 7 Abs. 4a AZG festgestellt wurde.
Rufbereitschaft
(31) Rufbereitschaft außerhalb der Arbeitszeit darf innerhalb eines Zeitraumes von 3
Monaten an bis zu 30 Tagen vereinbart werden, wenn die Bezahlung der Rufbereitschaft
durch Betriebsvereinbarung geregelt ist. In Betrieben ohne Betriebsrat ist die Bezahlung
der Rufbereitschaft mit den Arbeitnehmern schriftlich zu vereinbaren.
Altersteilzeit
Grundsätze
(32) Wird mit einem Arbeitnehmer Altersteilzeit im Sinn des § 27 des Arbeitslosenversi-
cherungsgesetzes vereinbart, gelten folgende Regelungen, solange diese gesetzliche Be-
stimmung auf laufende Altersteilzeit-Vereinbarungen anzuwenden ist:9
a) Der Arbeitnehmer hat bis zur Höchstbeitragsgrundlage (§ 45 ASVG) Anspruch auf Ge-
haltsausgleich von mindestens 50% der Differenz zwischen dem im letzten Jahr vor
der Herabsetzung der Normalarbeitszeit gebührenden durchschnittlichen Entgelt und
dem der verringerten Arbeitszeit entsprechenden Entgelt. Bei der Feststellung des
Entgeltes vor Herabsetzung der Arbeitszeit sind pauschale oder regelmäßige Zulagen,
Zuschläge und Überstunden gemäß den Richtlinien des Arbeitsmarktservice einzube-
ziehen.
b) Sieht die Vereinbarung unterschiedliche wöchentliche Normalarbeitszeiten vor (insbe-
sondere bei geblockter Arbeitszeit), ist das Entgelt für die durchschnittliche Normal-
arbeitszeit fortlaufend zu bezahlen.
c) Der Arbeitgeber hat die Sozialversicherungsbeiträge entsprechend der Beitragsgrund-
lage vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit zu entrichten.

9
Zum Teilzeitmehrarbeitszuschlag bei Altersteilzeit siehe Seite 16 (§ 5 Abs. 9 lit. c).

11
d) Die Berechnung eines Jubiläumsgeldes ist auf der Grundlage der Normalarbeitszeit vor
deren Herabsetzung vorzunehmen.
e) Eine bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zustehende Abfertigung Alt ist auf der
Grundlage der Arbeitszeit vor deren Herabsetzung zu berechnen. In die Berechnung
der Abfertigung Alt sind regelmäßige Entgeltbestandteile (z.B. Überstunden) in jenem
Ausmaß einzubeziehen, in dem sie vor Herabsetzung der Arbeitszeit geleistet wurden.
f) Vor Abschluss der Altersteilzeit-Vereinbarung ist der Betriebsrat zu informieren.
Geblockte Altersteilzeit
(33) Wenn die Altersteilzeit-Vereinbarung vorsieht, dass so lange im Ausmaß der Normal-
arbeitszeit gearbeitet wird (Einarbeitungsphase), bis ausreichend Zeitguthaben erworben
wurden, um anschließend durch den Verbrauch dieser Zeitguthaben den Entfall der Ar-
beitsleistung bis zur Beendigung der Altersteilzeit zu ermöglichen (Freistellungsphase),
gilt:
a) Mangels einer Einigung über den Zeitpunkt des Verbrauches von Urlaub, der während
der Einarbeitungsphase entstanden ist, kann der Arbeitnehmer diesen Urlaub unmittel-
bar vor Ende der Einarbeitungsphase antreten.
Die Kollektivvertragsparteien empfehlen, eine Regelung für den Urlaub in der Freistel-
lungsphase zu treffen. Beispielsweise kann für jede Urlaubswoche, die in der Freistel-
lungsphase entstehen wird, die Einarbeitungsphase um die vereinbarte durchschnittli-
che wöchentliche Normalarbeitszeit verkürzt werden. Für die Zeiträume, die dadurch
nicht eingearbeitet sind, wird der Urlaubsverbrauch vereinbart.10
b) Fallen in die Einarbeitungsphase Abwesenheitszeiten ohne bzw. mit halbem Entgelt-
anspruch, werden dafür keine bzw. nur die halben Zeitguthaben erworben. Die Einar-
beitungsphase verlängert sich, bis ausreichend Zeitguthaben für die Freistellungs-
phase erworben wurden.
c) Bestehen zum Ende des Arbeitsverhältnisses Zeitguthaben an Normalarbeitszeit, sind
diese auf der Grundlage des zu diesem Zeitpunkt gebührenden Stundenentgeltes zu
bezahlen; der Gehaltsausgleich ist nur einzubeziehen, wenn das Arbeitsverhältnis aus
betrieblichen Gründen oder durch berechtigten vorzeitigen Austritt (auch gemäß § 25
Konkursordnung, jedoch nicht wegen dauernder Dienstunfähigkeit bzw. Gesundheits-
gefährdung) beendet wird. Es gebührt kein Zuschlag im Sinn des § 19e AZG. Endet
das Arbeitsverhältnis durch den Tod des Arbeitnehmers, gebührt diese Abgeltung den
Erben.
Empfehlungen der Kollektivvertragsparteien
(34) Die Kollektivvertragsparteien empfehlen,
a) im Falle eines Anspruches auf eine Zusatzpension eine Regelung zu treffen, die eine
Minderung der Versorgung vermeidet;
b) eine Regelung zu vereinbaren, die eine Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung aus außer-
ordentlich wichtigen persönlichen Gründen ermöglicht (wirtschaftliche Notlage z.B. aus
familiären Gründen), soweit dem Arbeitgeber dadurch keine Pflicht zur Rückzahlung
der bereits aufgrund der Altersteilzeit erhaltenen Leistungen trifft und betriebliche
Gründe der Rückkehr nicht entgegenstehen.

10
Hinweis des FEEI: Der OGH (8 ObA 23/09d) hat entschieden, dass bei geblockter Altersteilzeit auch in
den Urlaubswochen der Einarbeitungsphase ein Zeitguthaben für die Freistellungsphase („Urlaubszeit-
guthaben“) entsteht. Der Urlaubsanspruch der Freistellungsphase wird durch den Konsum dieses „Ur-
laubszeitguthabens“ verbraucht. Aus diesem OGH-Urteil folgt, dass es nicht notwendig ist, den Urlaub
der Freistellungsphase in die Einarbeitungsphase vorzuverlegen.

12
Verkürzung der Normalarbeitszeit, Kurzarbeit
(35) Die Verkürzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit für alle oder Gruppen von
Arbeitnehmern kann in Betrieben mit Betriebsrat nur einvernehmlich mit dem Betriebsrat
erfolgen. In Betrieben ohne Betriebsrat kann dies mit den Arbeitnehmern nur schriftlich
und mit Zustimmung der Kollektivvertragsparteien vereinbart werden.
Werden Beihilfen nach dem Arbeitsmarktservicegesetz beantragt, ist in allen Fällen eine
Vereinbarung der Kollektivvertragsparteien erforderlich.
Geringere Normalarbeitszeiten als 38,5 Wochenstunden gelten dann nicht als Teilzeit,
wenn sie für den ganzen Betrieb oder Betriebsteile gelten und nicht erheblich von den 38,5
Wochenstunden abweichen.
Arbeitszeit für Portiere, Bewachungspersonal, Werksfeuerwehren, Sanitätsdienste,
Chauffeure
(36) Für Portiere, hauptberufliches Bewachungspersonal, hauptberufliche Werksfeuer-
wehren, Arbeitnehmer im Sanitätsdienst und Chauffeure kann die wöchentliche Normal-
arbeitszeit auf bis zu 60 Stunden ausgedehnt werden, wenn regelmäßig Arbeitsbereit-
schaft besteht und diese mindestens 40% der Arbeitszeit beträgt. Ausgenommen mit
Chauffeuren kann unter dieser Voraussetzung eine tägliche Normalarbeitszeit von bis zu
12 Stunden vereinbart werden.
Mit diesen Arbeitnehmern kann bis zu einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von 60 Stun-
den eine Pauschalentlohnung vereinbart werden. Ab 38,5 Stunden gebührt ein Zuschlag
von mindestens 30% des Stundengehaltes gemäß § 15 Abs. 5a. 11 Bei Pauschalentloh-
nungen von
- Portieren, hauptberuflichem Bewachungspersonal, hauptberuflichen Werksfeuerweh-
ren und Arbeitnehmer im Sanitätsdienst gebührt für in das Pauschale einbezogene
Sonntags- und Nachtarbeit keine zusätzliche Vergütung;
- Chauffeuren dürfen Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen sowie an Werktagen zwi-
schen 22 und 6 Uhr nicht in das Pauschale einbezogen werden.
Für Arbeitszeiten, die durch das Pauschale nicht abgegolten sind, gelten die Bestimmun-
gen über die Überstundenentlohnung.
Bei regelmäßiger Beschäftigung an Sonntagen gebührt in jeder Woche eine Wochenruhe
im Sinn des § 4 ARG von mindestens 36 Stunden, in der ein ganzer Tag eingeschlossen
sein muss. Die Wochenruhe hat jede 3. Woche einen Sonntag einzuschließen.
Für Chauffeure darf die tägliche Lenkzeit zwischen zwei Ruhezeiten bis zu 9 Stunden be-
tragen. In unvorhergesehenen Fällen ist zur Ermöglichung der Rückkehr eine Lenkzeit von
bis zu 10 Stunden zulässig.
Für Chauffeure, in deren Arbeitszeit nicht regelmäßig und im Ausmaß von mindestens
40% Arbeitsbereitschaft fällt, kann die wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 52 Stunden aus-
gedehnt werden, wenn zumindest in der über 48 Stunden hinausgehenden Arbeitszeit
Arbeitsbereitschaft geleistet wird. Alle über die Normalarbeitszeit von 38,5 Wochenstun-
den und die Vollzeitmehrarbeit hinausgehenden Arbeitszeiten sind Überstunden.
Zeitguthaben und -schulden bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
(37) Besteht vor dem Ende eines Arbeitsverhältnisses ein Zeitguthaben bzw. eine Zeit-
schuld, soll diese(s) nach Möglichkeit abgebaut werden.

11
Stundengehalt = Monatsgehalt (auf Basis 38,5 Stunden) : 167.

13
Bestehen am Ende eines Arbeitsverhältnisses Zeitguthaben aus durchgerechneter Nor-
malarbeitszeit (z.B. Gleitzeit, Bandbreite, Einarbeitungen, Schichtarbeit), Vollzeitmehrar-
beit oder Überstundenarbeit, sind die zuletzt erworbenen Zeitguthaben als Überstunden
mit dem jeweiligen Zuschlag abzugelten. Wurde der Überstundenzuschlag im Zeitgutha-
ben bereits berücksichtigt oder ausbezahlt, gebührt für das Zeitguthaben nur die Grund-
vergütung. Bei Entlassung aus Verschulden des Arbeitnehmers oder Austritt ohne wichti-
gen Grund entfällt bei durchgerechneter Normalarbeitszeit und Vollzeitmehrarbeit der
Überstundenzuschlag.
Bestehen am Ende eines Arbeitsverhältnisses Zeitguthaben aus Teilzeitmehrarbeit, ge-
bührt die Grundvergütung mit einem Zuschlag von 50% (§ 19e AZG). Wurde der Teilzeit-
mehrarbeitszuschlag
- ausbezahlt, gebührt ein Zuschlag von 25%;
- im Zeitguthaben bereits berücksichtigt, gebührt ein Zuschlag von 20%.
Bestehen am Ende eines Arbeitsverhältnisses Zeitschulden aus durchgerechneter Nor-
malarbeitszeit (z.B. Gleitzeit, Bandbreite, Einarbeitungen, Schichtarbeit), wird bei Entlas-
sung aus Verschulden des Arbeitnehmers oder Austritt ohne wichtigen Grund das zu viel
erhaltene Gehalt auf Basis der Bezahlung für Normalarbeitszeit gegen offene Forderungen
gegengerechnet bzw. hat der Arbeitnehmer den noch offenen Betrag zurückzuzahlen. In
allen anderen Fällen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verfällt die Zeitschuld.

§ 5 VERGÜTUNG FÜR MEHRLEISTUNGEN, SONN- UND FEIERTAGSARBEIT SOWIE


ZULAGEN UND ZUSCHLÄGE

Grundvergütung für Vollzeitmehrarbeit, Überstunden-, Sonn- und Feiertagsarbeit


(1) Die Grundvergütung für eine Stunde Vollzeitmehrarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit
sowie für Überstunden ist zu berechnen bei
- Vollzeitbeschäftigung durch Teilung des Monatsgehaltes durch 143;12
- Teilzeitbeschäftigung durch Teilung des Monatsgehaltes durch 4,33 sowie die verein-
barte Wochenstundenzahl und Multiplikation mit 1,168.
In die Grundvergütung sind weitere Gehaltsbestandteile einzubeziehen, die für die Nor-
malarbeitszeit unter anderen Begriffen dauernd bezahlt werden.
Mit dieser Berechnungsart werden die für Vollzeitmehrarbeit, Überstunden sowie den
Sonntagszuschlag und die Feiertagsarbeit gebührenden Sonderzahlungen (Weihnachts-
und Urlaubsgeld) abgegolten.
Durch Betriebsvereinbarung, in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Vereinbarung
mit den Arbeitnehmern, kann eine andere Berechnungsart festgelegt werden, sofern sie
zumindest gleichwertig ist.
Vergütung für Teilzeit- bzw. Vollzeitmehrarbeit und Überstunden
(2) Die Vergütung für Vollzeit- bzw. Teilzeitmehrarbeit und Überstunden setzt sich aus der
Grundvergütung und einem Zuschlag zusammen.
Zuschlag bzw. Zeitausgleich für Vollzeitmehrarbeit
(3) Der Zuschlag für Vollzeitmehrarbeit beträgt 50% der Grundvergütung. Wird Vollzeit-
mehrarbeit durch Zeitausgleich abgegolten, gebührt dieser im Verhältnis 1:1.
Zuschlag für Überstunden
(4) Der Überstundenzuschlag beträgt 50% der Grundvergütung.

12
38,5 x 52 : 14 = 143.

14
Ein Überstundenzuschlag von 100% gebührt hingegen für folgende Überstunden:
a) Überstunden zwischen 20 und 6 Uhr;
b) die 3. und folgende Überstunde an einem Tag, soweit sie nach 19 Uhr liegt; für die
Zählung dieser Stunden ist an diesem Tag geleistete Vollzeitmehrarbeit einzubeziehen;
c) bei mehrschichtiger Arbeit für die 3. und folgende Überstunde, die außerhalb des Zeit-
raumes der 1. Schicht fallen; für die Zählung dieser Stunden ist an diesem Tag geleis-
tete Vollzeitmehrarbeit einzubeziehen;
d) Überstunden nach Beendigung der Nachtschicht;
e) Überstunden an Sonntagen (bei vollkontinuierlicher Schichtarbeit bzw. Dekadenarbeit
ist Abschnitt § 4 Abs. 2813 zu beachten);
f) Überstunden an Feiertagen sowie am 24. bzw. 31. Dezember14 (das sind jene Stun-
den, die außerhalb der durch Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag für diesen Wo-
chentag ansonsten festgelegten Normalarbeitszeit liegen);
g) Überstunden, die der Arbeitnehmer leistet, wenn er nach dem Verlassen des Betriebes
bzw. des Einsatzortes und vor Ablauf der Ruhezeit (§ 12 AZG) zurückberufen wurde.
Zeitausgleich für Überstunden
(5) Anstelle der Bezahlung von Überstunden kann aufgrund einer Betriebsvereinbarung
bzw. einer Vereinbarung mit den Arbeitnehmern eine Abgeltung durch Zeitausgleich erfol-
gen. Wurde für Überstunden Zeitausgleich vereinbart, gilt:
- Für Überstunden mit einem Zuschlag von 50% gebührt ein Zeitausgleich im Verhältnis
1:1,5;
- für Überstunden mit einem Zuschlag von 100% im Verhältnis 1:2.
- Erfolgt die Abgeltung von Überstunden durch Zeitausgleich im Verhältnis 1:1, ist der
Überstundenzuschlag auszubezahlen.
Verbrauch von Zeitguthaben aus Vollzeitmehrarbeit und Überstunden
(6) Soweit der Zeitraum des Ausgleiches von Zeitguthaben nicht durch Betriebsverein-
barung festgelegt ist, ist er zu vereinbaren. Kommt keine Vereinbarung zustande, kann der
Arbeitnehmer den Ausgleich des Zeitguthabens vor oder nach dem nächsten Urlaub, Fei-
ertag oder einer Freistellung gemäß § 7 antreten. Aus zwingenden betrieblichen Erfor-
dernissen kann der Arbeitgeber verlangen, dass der Zeitausgleich frühestens 4 Wochen
später in einem vom Arbeitnehmer gewählten Zeitraum verbraucht wird; stattdessen kann
der Arbeitnehmer auch die Abgeltung in Geld verlangen.
Vergütung von Teilzeitmehrarbeit
(7) Die Vergütung von Teilzeitmehrarbeit setzt sich aus der Grundvergütung und dem Teil-
zeitmehrarbeitszuschlag zusammen.
Grundvergütung für Teilzeitmehrarbeit
(8) Die Grundvergütung für eine Stunde ist bei Teilzeitbeschäftigten durch Teilung des
Monatsgehaltes durch 4,33 sowie die vereinbarte Wochenstundenzahl zu berechnen.
In die Grundvergütung sind weitere Gehaltsbestandteile einzubeziehen, die für die Nor-
malarbeitszeit unter anderen Begriffen dauernd bezahlt werden.
Die Grundvergütung für Teilzeitmehrarbeit ist
- entweder um 16,8% zu erhöhen und der Teilzeitmehrarbeitszuschlag von diesem er-
höhten Betrag zu berechnen oder

13
Seite 10.
14
Arbeitszeit und Zuschläge für Arbeit am 24. und 31. Dezember sind auf Seite 5 (§ 4 Abs. 8) geregelt.

15
- zuzüglich des Teilzeitmehrarbeitszuschlages mit dem Durchschnittsbetrag der letzten
12 Kalendermonate vor dem Auszahlungsmonat in das Weihnachts- und Urlaubsgeld
einzubeziehen. Hat das Arbeitsverhältnis (die Teilzeitbeschäftigung) noch nicht 12 Ka-
lendermonate gedauert, ist der Durchschnitt des Zeitraumes seit Beginn des Arbeits-
verhältnisses (der Teilzeitbeschäftigung) zugrunde zu legen.
Durch Betriebsvereinbarung kann eine andere Berechnungsart festgelegt werden, sofern
sie zumindest gleichwertig ist.
Mit diesen Berechnungsarten werden die für Teilzeitmehrarbeit gebührenden Sonderzah-
lungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld) abgegolten.
Teilzeitmehrarbeitszuschlag
(9) Der Teilzeitmehrarbeitszuschlag beträgt 25% der Grundvergütung. Er fällt nicht an
a) wenn aufgrund einer Betriebsvereinbarung oder Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer
die Teilzeitmehrarbeit innerhalb des Kalendervierteljahres oder eines anderen – durch
Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat mit Zustimmung der Kollektiv-
vertragsparteien – festgelegten Zeitraumes von bis zu 3 Monaten, in dem sie angefal-
len ist, durch Zeitausgleich abgegolten wird;
b) bei Gleitzeit,
- wenn die vereinbarte Arbeitszeit innerhalb der Gleitzeitperiode im Durchschnitt nicht
überschritten wird;
- für jene Zeitguthaben, die in die nächste Gleitzeitperiode übertragen werden kön-
nen;
c) bei
- Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen,
- Altersteilzeit für in der Altersteilzeitvereinbarung im Vorhinein festgelegte über die
durchschnittliche Normalarbeitszeit hinaus geleistete Stunden (insbesondere bei
geblockter Altersteilzeit),
- auf Wunsch des Arbeitnehmers vereinbarten geblockten Teilzeitarbeitsmodellen
(z.B. zum Zweck einer längeren Ausbildung oder Erholungsphase). Der Teilzeit-
mehrarbeitszuschlag entfällt nur, wenn die genaue zeitliche Lage der Vollzeit- und
Freizeitphase sowie die Lage der Teilzeitmehrarbeit und des Zeitausgleiches von
Anfang an feststehen.
Pauschale
(10) Wird eine Pauschale für Vollzeitmehrarbeit bzw. Überstunden vereinbart, sind bei
dessen Berechnung die durchschnittlich geleisteten Stunden zu berücksichtigen, wobei die
jeweiligen Zuschläge einzubeziehen sind.
Sonntagszuschlag
(11) Für jede an einem Sonntag in der Normalarbeitszeit erbrachte Arbeit gebührt
- neben dem Gehalt
- pro Stunde ein Zuschlag in der Höhe der Grundvergütung für eine Überstunde gemäß
Abs. 1 zuzüglich jener anfallenden Zulagen und Zuschläge, die in der Grundvergütung
nicht berücksichtigt sind.
Dies gilt nicht für Pauschalvereinbarungen, durch die Sonntagsarbeit ausdrücklich abge-
golten ist.
Feiertagsentlohnung
(12) Für jede an einem gesetzlichen Feiertag innerhalb der durch Betriebsvereinbarung
oder Arbeitsvertrag für diesen Wochentag ansonsten festgelegten Normalarbeitszeit er-
brachte Arbeitsleistung gebühren:
- das Feiertagsentgelt (§ 9 Abs. 2 bis 4 ARG) und

16
- das Feiertagsarbeitsentgelt (§ 9 Abs. 5 ARG), und zwar pro Stunde in der Höhe der
Grundvergütung für eine Überstunde gemäß Abs. 1 zuzüglich jener anfallenden Zula-
gen und Zuschläge, die in der Grundvergütung nicht berücksichtigt sind.
Zusammentreffen von Zuschlägen
(13) Beim Zusammentreffen mehrerer Zuschläge gemäß Abs. 4, 11 und 12 gebührt nur
der jeweils höchste Zuschlag.
Weitergeltung bestehender Regelungen
(14) Soweit bisher Überstundenvergütungen ab einer kürzeren Normalarbeitszeit bezahlt
wurden, bleiben diese Regelungen unberührt, wenn sie nicht durch Betriebsvereinbarung
geändert werden. Gleiches gilt für bisher höhere Mehrarbeits- und Überstundenvergütun-
gen sowie Vergütungen für Sonn- und Feiertagsarbeit.
Schichtzulage bei Arbeiten in Wechselschichten
(15) Die Arbeitnehmer erhalten bei Schichtarbeit für
- die 2. Schicht pro Stunde mindestens ..............€ 0,392
- für die 3. Schicht pro Stunde mindestens .........€ 1,823
Nachtarbeitszulage
(16) Für jede in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr geleistete Arbeitsstunde wird, sofern es
sich nicht um Überstunden handelt, eine Zulage von mindestens € 1,823 bezahlt. Besteht
Anspruch auf Nachtarbeitszulage, gebührt keine Schichtzulage.

§ 7 FREISTELLUNG UND ARBEITSVERHINDERUNG

Aus- und Weiterbildung


(1) Arbeitnehmer haben ab dem vollendeten 1. Jahr der Beschäftigung im Unternehmen
pro Kalenderjahr Anspruch auf Dienstfreistellung unter Fortzahlung des Entgeltes für Bil-
dungsmaßnahmen im Ausmaß von 4/5 ihrer wöchentlichen Normalarbeitszeit, ab dem
1.1.2012 5/5 ihrer wöchentlichen Normalarbeitszeit.
Unter Bildungsmaßnahmen sind Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen zu verstehen,
die Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die für die betriebliche Tätigkeit des Arbeit-
nehmers und/oder für angestrebte zukünftige Tätigkeiten im Unternehmen Verwendung
finden können. Inhalt der Bildungsmaßnahmen kann auch die Vermittlung sozialer Fertig-
keiten oder die Gesundheitsförderung im Sinn des Arbeitnehmerschutzes sein. Innerbe-
triebliche Bildungsmaßnahmen haben grundsätzlich Vorrang vor externen Bildungsmaß-
nahmen. Der Arbeitgeber hat auf eine ausgewogene Teilnahme von Männern und Frauen
entsprechend ihrer Anzahl im Betrieb besonders Bedacht zu nehmen.
Inhalt und Zeitpunkt der Bildungsmaßnahmen sind zwischen Arbeitgeber und Arbeitneh-
mer zu vereinbaren. Wenn es zu keiner Einigung über die Bildungsmaßnahme kommt, ist
der Betriebsrat beizuziehen.
Die Genehmigung einer vom Arbeitnehmer beantragten Dienstfreistellung für eine Bil-
dungsmaßnahme bedeutet nicht, dass Kosten der Veranstaltung oder einer damit verbun-
denen Reise vom Arbeitgeber getragen werden.
Der Betriebsrat ist über Vereinbarungen über die Rückerstattung von Ausbildungskosten
zu informieren, wenn er dies verlangt.
Prüfungsvorbereitung
(2) Arbeitnehmer erhalten auf Verlangen zur Vorbereitung und Ablegung von Prüfungen im
Rahmen einer facheinschlägigen Weiterbildung an einer berufsbildenden mittleren oder

17
höheren Schule, einer Fachhochschule oder Universität sowie für die Berufsreifeprüfung
unbezahlte Freizeit im Ausmaß von bis zu 2 Wochen pro Kalenderjahr. Kommt es zwi-
schen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu keiner Einigung über den Verbrauch, gelten die
Schlichtungsregeln des § 4 UrlG. Diese unbezahlte Freizeit unterbricht das Arbeitsverhält-
nis nicht.
Arbeitsverhinderung
(3) Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung sei-
nes Entgeltes bei:
a) eigener Eheschließung ............................................................................ 3 Arbeitstage;
b) Eheschließung eines Kindes, Stief- oder Adoptivkindes, eines Eltern-
teiles sowie von Geschwistern, wenn die Hochzeit auf einen Arbeitstag
fällt ........................................................................................................... 1 Arbeitstag;
c) Entbindung der Ehefrau bzw. der Lebenspartnerin 1 Arbeitstag;
d) Wohnungswechsel im Fall eines bereits bestehenden eigenen Haus-
haltes oder im Fall der Gründung eines eigenen Haushaltes .................. 2 Arbeitstage;
e) Tod des Ehegatten/der Ehegattin bzw. eines Elternteiles ....................... 2 Arbeitstage;
f) Tod des Lebenspartners/der Lebenspartnerin, wenn ein gemeinsamer
Haushalt bestanden hat ........................................................................... 2 Arbeitstage;
g) Tod eines Kindes ...................................................................................... 2 Arbeitstage;
h) Tod eines Geschwister-, Stief-, Groß- oder Schwiegerelternteiles .......... 1 Arbeitstag;
i) Teilnahme an dem Begräbnis in den Fällen der lit. e bis h, wenn der
Tag des Begräbnisses auf einen Arbeitstag fällt ...................................... 1 weiterer
Arbeitstag;
j) Teilnahme an Abordnungen zu Begräbnissen, wenn eine solche im
Einvernehmen mit dem Arbeitgeber erfolgt ............................................. die notwendige
Zeit;
k) Begräbnis innerhalb der Europäischen Union außerhalb des Wohnortes des Arbeitneh-
mers in den Fällen der lit. e bis h:
die notwendige Zeit für die Hin- und Rückfahrt zum Begräbnisort im Höchstausmaß ei-
nes weiteren Arbeitstages.
Ansprüche im Sinn der lit. a sowie c bis h bestehen auch dann, wenn das jeweilige Ereig-
nis auf einen ohnedies arbeitsfreien Tag des Arbeitnehmers fällt. Sie müssen jedoch im
Zusammenhang mit dem Ereignis konsumiert werden.
Die eingetragene Partnerschaft ist der Ehe gleichzuhalten.
Der Eintritt eines derartigen Ereignisses ist dem Arbeitgeber nachzuweisen und, soweit
möglich, vorher mitzuteilen.
(4) Der Arbeitnehmer behält ferner den Anspruch auf das Entgelt, wenn er durch andere
wichtige, seine Person betreffende Gründe ohne sein Verschulden während einer verhält-
nismäßig kurzen Zeit an der Leistung seiner Dienste verhindert ist. Dies gilt insbesondere
für das Aufsuchen eines Arztes oder Ambulatoriums; für Behördenwege sowie zum 1.
Antritt zur Führerscheinprüfung (ausgenommen die Klasse A), falls dies außerhalb der
Arbeitszeit nicht möglich ist.
Keine Entgeltfortzahlung gebührt, wenn der Arbeitnehmer aufgrund öffentlichrechtlicher
Vorschriften vollen Ersatz erhält.

18
§ 9 ABFERTIGUNG BEI VOLLENDUNG DES 65. LEBENSJAHRES BEI
MÄNNERN UND DES 60. LEBENSJAHRES BEI FRAUEN

(1) Hinsichtlich der Abfertigung bei Vollendung des 65. Lebensjahres bei Männern und des
60. Lebensjahres bei Frauen gelten die Bestimmungen des § 23a Abs. 1, 2, 4 und 5 des
Angestelltengesetzes mit folgenden Ergänzungen:
Anstelle der Voraussetzung einer 10-jährigen Dauer des Dienstverhältnisses gemäß § 23a
Abs. 1 des Angestelltengesetzes tritt die Voraussetzung einer 5-jährigen Dauer des
Dienstverhältnisses.
(2) Bei Ermittlung der Voraussetzung einer 5-jährigen Dauer des Dienstverhältnisses sind
auch unmittelbar vor dem Angestelltenverhältnis liegende ArbeiterInnendienstzeiten beim
gleichen Dienstgeber zu berücksichtigen.
(3) Werden anlässlich der Auflösung des Dienstverhältnisses Versorgungsleistungen, wie
Pensionszuschüsse, Firmenpensionen und ähnliche Zuwendungen, vom Arbeitgeber oder
einer von ihm ganz oder teilweise unterhaltenen Unterstützungseinrichtung gewährt, so
ruhen diese Versorgungsleistungen während des Abfertigungszeitraumes. (Das ist die
Anzahl der Abfertigungsmonate, die gemäß § 23 Abs. 1 des Angestelltengesetzes auf-
grund der Dienstzeit als Angestellter vorgesehen ist.) Bestehende, gemäß § 23 des Ange-
stelltengesetzes zulässige Vereinbarungen, die eine Anrechnung von Versorgungsleistun-
gen auf Abfertigungsansprüche vorsehen oder die bei Zahlung einer Versorgungsleistung
den gänzlichen oder teilweisen Wegfall der Abfertigung vorsehen, gelten auch für den
Abfertigungsanspruch im Sinn des Abs. 1. Derartige Vereinbarungen können auch in Hin-
kunft abgeschlossen werden.
(4) Bestehende, für die Angestellten günstigere Vereinbarungen bleiben unberührt.

§ 9a ABFERTIGUNG BEI INANSPRUCHNAHME DER VORZEITIGEN ALTERS-


PENSION BEI LANGER VERSICHERUNGSDAUER GEMÄSS § 253b IN VERBINDUNG
MIT § 607 ASVG

(1) Über die Bestimmungen des Angestelltengesetzes hinaus besteht der Anspruch auf
Abfertigung auch für jene Fälle, in denen Angestellte wegen Inanspruchnahme der vorzei-
tigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer gemäß § 253b ASVG selbst kündigen.
Für diesen Fall gilt § 23a Abs. 2, 4 und 5 des Angestelltengesetzes mit folgenden Ergän-
zungen sinngemäß.
(2) Der Anspruch auf Abfertigung besteht nur dann, wenn bei Beendigung des Dienstver-
hältnisses eine mindestens 5-jährige ununterbrochene Dienstzeit vorliegt. Bei Ermittlung
dieser 5-jährigen Dienstzeit sind auch unmittelbar vor dem Angestelltenverhältnis liegende
ArbeiterInnendienstzeiten beim gleichen Dienstgeber zu berücksichtigen. Wird das Dienst-
verhältnis vor Vollendung einer 10-jährigen Dienstzeit beendet, besteht der Anspruch auf
Abfertigung überdies nur dann, wenn das Dienstverhältnis seitens des Angestellten unter
Einhaltung jener Kündigungsfrist und jenes Kündigungstermins aufgekündigt wird, den der
Dienstgeber aufgrund des Dienstvertrages oder mangels einer Vereinbarung aufgrund des
§ 20 Abs. 2 des Angestelltengesetzes einzuhalten hätte.
(3) Werden anlässlich der Auflösung des Dienstverhältnisses Versorgungsleistungen, wie
Pensionszuschüsse, Firmenpensionen und ähnliche Zuwendungen, vom Arbeitgeber oder
einer von ihm ganz oder teilweise unterhaltenen Unterstützungseinrichtung gewährt, so
ruhen diese Versorgungsleistungen während des Abfertigungszeitraumes. (Das ist die
Anzahl der Abfertigungsmonate, die gemäß § 23 Abs. 1 des Angestelltengesetzes auf-
grund der Dienstzeit als Angestellter vorgesehen ist.) Bestehende, gemäß § 23 des Ange-
stelltengesetzes zulässige Vereinbarungen, die eine Anrechnung von Versorgungsleistun-

19
gen auf Abfertigungsansprüche vorsehen oder die bei Zahlung einer Versorgungsleistung
den gänzlichen oder teilweisen Wegfall der Abfertigung vorsehen, gelten auch für den
Abfertigungsanspruch im Sinn des Abs. 1. Derartige Vereinbarungen können auch in Hin-
kunft abgeschlossen werden.

§ 9b ABFERTIGUNG BEI (ELTERN-)TEILZEIT

(1) Wird
- das Dienstverhältnis während einer Elternteilzeit im Sinn des Mutterschutzgesetzes
bzw. Väter-Karenzgesetzes vom Angestellten gekündigt15 oder
- innerhalb von 5 Jahren vor Beendigung des Angestelltendienstverhältnisses anstelle
einer Vollzeitbeschäftigung eine Teilzeitbeschäftigung vereinbart,
ist das Entgelt aus der Vollzeitbeschäftigung bei Berechnung der Abfertigung Alt nach
folgenden Grundsätzen zu berücksichtigen:
Es ist die Zahl der Abfertigungsmonate aufgrund der Gesamtdienstzeit als Angestellter zu
ermitteln. Danach ist das aliquote Verhältnis von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigungszeit
innerhalb des gesamten Arbeitsverhältnisses festzustellen. Die Anzahl der Monatsentgelte
ist gemäß dem so ermittelten Verhältnis aufzuteilen. Entsprechend dieser Aufteilung sind
dann unter Zugrundelegung der monatlichen Berechnungsgrundlagen nach Vollzeit- und
Teilzeitbeschäftigung die Abfertigungsanteile zu ermitteln und die Gesamtabfertigung fest-
zustellen. Zur Ermittlung der Berechnungsgrundlage für Vollzeitbeschäftigung ist das letzte
Monatsentgelt aufgrund der Teilzeitbeschäftigung entsprechend aufzuwerten (im Verhält-
nis tatsächlicher Stundenzahl pro Woche zur Normalarbeitszeit bei Beendigung des
Dienstverhältnisses).
Das so aufgewertete Monatsentgelt verringert sich jedoch um jene Erhöhung des Monats-
gehaltes, die im Zusammenhang mit der Umstellung auf Teilzeit erfolgte und in dieser be-
gründet war.16
Durch Betriebsvereinbarung oder, wo kein Betriebsrat errichtet ist, durch Einzelvereinba-
rung, können gleichwertige andere Regelungen über die Berücksichtigung von Vollzeitbe-
schäftigung abgeschlossen werden.
Sollte eine gesetzliche Regelung betreffend Abfertigung bei Übertritt von Vollzeit- in Teil-
zeitbeschäftigung erfolgen, werden Gespräche über eine entsprechende Abänderung die-
ses Kollektivvertrages aufgenommen.
(2) Abs. 1 gilt sinngemäß für jene Fälle, in denen eine Verringerung einer Teilzeitbeschäfti-
gung vereinbart wird.
Abs. 1 gilt nicht für jene Fälle, in denen bei Übertritt in Teilzeitbeschäftigung eine Abferti-
gung erfolgt.

§ 9c ABFERTIGUNG GEMÄSS BMSVG

(1) Die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages, die die Abfertigung betreffen und am
1.7.2002 bestanden haben, gelten für ArbeitnehmerInnen, die dem Betrieblichen Mitar-
beiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) unterliegen, nur, soweit sie für diese

15
Hinweis des FEEI: „Wird das Dienstverhältnis während einer Teilzeitbeschäftigung nach MSchG oder
VKG infolge Kündigung durch den Arbeitgeber, unverschuldete Entlassung, begründeten Austritt oder
einvernehmlich beendet, so ist bei Ermittlung des Entgeltes (Abs. 1) die frühere Normalarbeitszeit des
Angestellten zugrunde zu legen.“ (§ 23 Abs. 8 AngG).
16
Seite 53, Anmerkung 3 (Berechnungsbeispiel).

20
ArbeitnehmerInnen durch das BMSVG nicht außer Kraft gesetzt wurden. Dies gilt sinn-
gemäß auch für die seither abgeschlossenen Regelungen.
(2) Vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Übertritt aus dem Abfertigungsrecht
des Angestelltengesetzes in jenes des BMSVG, ist der Arbeitnehmer berechtigt, innerhalb
eines Monats ab Unterzeichnung der Übertrittsvereinbarung ohne Angabe von Gründen
von dieser zurückzutreten. Dies gilt nicht, sofern die Übertrittsvereinbarung inhaltlich durch
eine Betriebsvereinbarung gemäß § 97 Abs. 1 Z. 26 ArbVG (Festlegung von Rahmen-
bedingungen für den Übertritt in das Abfertigungsrecht des BMSVG) bestimmt ist.

§ 14c DIENSTREISE UND MONTAGE17

Dienstreisebegriff
(1) Eine Dienstreise bzw. Montage (im Folgenden: „Dienstreise“) liegt vor, wenn der
Arbeitnehmer im Auftrag des Arbeitgebers die Betriebsstätte oder seinen Wohnsitz ver-
lässt; sie beginnt mit diesem Zeitpunkt und endet, wenn er im Auftrag des Arbeitgebers
dorthin zurückkehrt. Zeiten einer Reisebewegung außerhalb der Normalarbeitszeit sind in
dem in Abs. 18 bis 22 festgesetzten Ausmaß Zeiten einer Dienstreise. Heimfahrten im
Sinn von Abs. 29 bis 34 sind gleichfalls Dienstreisen. Reisen von Lehrlingen in die (Inter-
nats-)Berufsschule gelten nicht als Dienstreisen.
Werden mit dem Arbeitnehmer Arbeitsleistungen in mehreren Betriebsstätten vereinbart,
ist eine bestimmte Betriebsstätte einvernehmlich als Ausgangspunkt für Dienstreisen
schriftlich festzulegen (Stammbetriebsstätte). Reisen zu anderen Betriebsstätten sind da-
her Dienstreisen.
(2) Durch Betriebsvereinbarung kann für Dienstreisen
- ein einheitlicher Ausgangspunkt für alle an einem Dienstort tätigen Arbeitnehmer (z.B.
in Wien der Stephansdom) oder
- der Wohnsitz des Arbeitnehmers als Ausgangspunkt
festgesetzt werden. In Betrieben ohne Betriebsrat kann dies mittels schriftlicher Einzel-
vereinbarung geschehen.
(3) Kann betrieblich kein Einvernehmen über das Vorliegen einer Betriebsstätte erzielt
werden, ist auf Wunsch des Arbeitgebers, des Betriebsrates bzw. in Betrieben ohne Be-
triebsrat auf Wunsch eines betroffenen Arbeitnehmers eine Vermittlung durch die
Kollektivvertragsparteien durchzuführen. Baustellen gelten nicht als Betriebsstätten.
Für Arbeitnehmer, die für räumlich fortschreitende Arbeiten (z.B. Fernleitungsbau) aufge-
nommen werden, gilt das jeweils für das Baulos zuständige Bau- bzw. Montagebüro (Bau-
leitung) als Betriebsstätte.
(4) Die Dienstreise-Bestimmungen bilden ein für ArbeiterInnen und Angestellte einheit-
liches Dienstreiserecht. Die Formulierungen wurden daher ungeachtet des persönlichen
Geltungsbereiches dieses Kollektivvertrages gewählt.
Reiseaufwandsentschädigung
Allgemeines
(5) Für den zusätzlichen Aufwand, der sich bei einer Dienstreise ergibt, erhält der Arbeit-
nehmer eine Reiseaufwandsentschädigung. Diese besteht aus einem Taggeld und einem
Nächtigungsgeld.

17
Gruber/Winkelmayer, Kommentar zum Dienstreiserecht der Elektro- und Elektronikindustrie (LexisNexis,
Wien 2006).
Übergangsrecht auf Seite 49.

21
Inlandsdienstreisen
Inlandstaggeld
(6) Bei Inlandsdienstreisen besteht ein Anspruch auf Inlandstaggeld in der Höhe von
€ 44,9318 für jeweils 24 Stunden.
Dauert die Dienstreise weniger als 24 Stunden, gebührt für
- bis zu 5 Stunden ...................................... kein Inlandstaggeld;
- mehr als 5 bis höchstens 8 Stunden .... 1/3 des Inlandstaggeldes (€ 14,98);
- mehr als 8 bis höchstens 12 Stunden .... 2/3 des Inlandstaggeldes (€ 29,95);
- mehr als 12 Stunden ............................... volles Inlandstaggeld (€ 44,93).
Für die das Vielfache von 24 Stunden überschreitende Zeit gilt diese Aliquotierungsregel
ebenfalls.
Nahbereichstaggeld
(7) Wenn die Beschäftigung ausschließlich innerhalb eines Umkreises von 10 km Luftlinie
um die Betriebsstätte (Nahbereich) erfolgt, beträgt das Taggeld abweichend von Abs. 6
bei einer Reisedauer von
- mehr als 5 bis höchstens 8 Stunden .... € 10,84;
- mehr als 8 bis höchstens 11 Stunden .... € 13,60;
- mehr als 11 Stunden ............................... € 22,46.
Keinen Anspruch auf Nahbereichstaggeld haben Arbeitnehmer
- der Beschäftigungsgruppen H bis K oder
- die zu einer anderen Betriebsstätte des Unternehmens reisen; für Montagearbeiten
bzw. Arbeiten auf Baustellen gebührt das Nahbereichstaggeld jedoch.
Ferner besteht kein Anspruch auf Nahbereichstaggeld für Dienstreisen, die überwiegend
für technische und kaufmännische Beratung, Softwareentwicklung, Geschäftsanbahnung
im Ein- und/oder Verkauf, Abwicklung von Behördenverfahren und damit zusammenhän-
gender Tätigkeiten erfolgen, sowie für Dienstreisen zu vergleichbaren Zwecken.
Werden Mittag- und/oder Abendessen einschließlich der Getränke kostenlos beigestellt
oder die Kosten erstattet, entfällt bei einer Dauer der Tätigkeit von bis zu 11 Stunden das
Nahbereichstaggeld. Dauert die Tätigkeit mehr als 11 Stunden, ist es um 50% pro Mahl-
zeit zu kürzen. Beigestellte Mahlzeiten müssen angemessen sein; gesundheitliche oder
religiöse Gründe des Arbeitnehmers dürfen nicht entgegenstehen.
Nächtigungsgeld
(8) Wenn eine Nächtigung angeordnet wird oder erforderlich ist, besteht Anspruch auf
Nächtigungsgeld. Dieses beträgt € 15,14 pro Nacht; für die ersten 7 Kalendertage einer
Dienstreise € 24,92 pro Nacht.
Verlässt der Arbeitnehmer das Reiseziel wegen Wochenendruhe (Wochen-, Ersatzruhe),
Feiertagsruhe, Zeitausgleich, Urlaub, Krankheit, Dienstverhinderung aus wichtigen persön-
lichen Gründen oder zur höchstens eintägigen Berichterstattung, beginnt die Zählung der
Kalendertage nach der Rückkehr zum Reiseziel nicht neu. Dies gilt auch dann, wenn wäh-
rend solcher Zeiten kein Nächtigungsgeld bezahlt wird. Die Zählung der Kalendertage be-
ginnt hingegen neu, wenn die Dienstreise an einem anderen Ort fortgesetzt wird.

18
Gemäß Abs. 1 des Übergangsrechtes (Seite 49) beträgt das Inlandstaggeld für jeweils 24 Stunden bei
Einstufung in Beschäftigungsgruppe
- I oder J: € 45,71;
- K erstmals am 1.5.2006 oder später: € 45,71;
- K vor 1.5.2006: € 52,24.

22
Ist der Arbeitnehmer nicht in der Lage, um das Nächtigungsgeld ein angemessenes Quar-
tier zu erhalten, sind die Nächtigungskosten gegen Beleg zu erstatten, wobei die Kosten
so gering als möglich zu halten sind.
Auslandsdienstreisen
(9) Als Reiseaufwandsentschädigung für Auslandsdienstreisen gebühren die jeweiligen
Tag- und Nächtigungsgelder der Gebührenstufe 3 der Bundesbeamten für jene Staaten, in
die der Arbeitnehmer zur Erfüllung seines Auftrages reist (Zielländer). Für die Durchreise
durch einen Staat auf dem Weg in das Zielland gebührt dem Arbeitnehmer die Reiseauf-
wandsentschädigung des Ziellandes.
Ab dem 29. Tag der Dienstreise dürfen Tag- und Nächtigungsgeld um 10% unter dem
Tag- und Nächtigungsgeld der Gebührenstufe 3 der Bundesbeamten liegen.
Bei Reisen in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Stand 1.5.2008) gebühren Tag-
und Nächtigungsgelder in der Höhe des jeweiligen Inlandstaggeldes bzw. -nächtigungs-
geldes, soweit sich daraus ein höherer Anspruch als nach Abs. 1 oder 2 ergibt.19
Erfolgt die Dienstreise mit dem Flugzeug, gilt als Zeitpunkt des Grenzübertrittes der tat-
sächliche Abflugszeitpunkt vom zuletzt benützten Flughafen im jeweiligen Staat; bei der
Rückkehr in das Inland der Ankunftszeitpunkt am 1. inländischen Flughafen. Zwischen-
landungen auf der Durchreise sind nicht zu berücksichtigen (siehe Abs. 1).
(10) Bei Auslandsdienstreisen besteht ein Anspruch auf das volle Auslandstaggeld für den
betreffenden Staat für jeweils 24 Stunden.
Dauert der Aufenthalt im betreffenden Staat weniger als 24 Stunden, gebührt bis zu einer
Dauer von
- bis zu 5 Stunden ...................................... kein Auslandstaggeld,
- mehr als 5 bis höchstens 8 Stunden .... 1/3 Auslandstaggeld,
- mehr als 8 bis höchstens 12 Stunden .... 2/3 Auslandstaggeld,
- mehr als 12 Stunden ............................... volles Auslandstaggeld.
Für die das Vielfache von 24 Stunden überschreitende Zeit gilt diese Aliquotierungsregel
ebenfalls.
(11) Für die gesamte Reisezeit abzüglich der Dauer des (der) Auslandsreiseanteile(s)
steht das Inlandstaggeld gemäß Abs. 6 zu. Dabei sind für die durch das Auslandstaggeld
abgedeckten Reiseanteile folgende Stunden abzuziehen:
- 1/3 Auslandstaggeld .......... 4 Stunden,
- 2/3 Auslandstaggeld .......... 8 Stunden,
- volles Auslandstaggeld .... 24 Stunden.
(12) Sonstige mit der Auslandsdienstreise im Zusammenhang stehende Aufwendungen
(z.B. Porto, Telefon, Kleiderreinigung) sind im notwendigen Ausmaß zu vergüten.
(13) Die Reiseaufwandsentschädigung gebührt grundsätzlich in EURO. Die Bezahlung in
Fremdwährung ist in Betrieben mit Betriebsrat im Einvernehmen mit diesem, sonst im Ein-
vernehmen mit dem Arbeitnehmer schriftlich zu regeln, wobei auf länderspezifische
Besonderheiten bzw. auftragsbezogene Bedingungen Rücksicht zu nehmen ist.

19
Tabelle für Dienstreisen im EU-Raum auf Seite 79 (unter Berücksichtigung des Übergangsrechtes).

23
Gemeinsame Bestimmungen für In- und Auslandsdienstreisen20
(14) Werden Mittag- und/oder Abendessen einschließlich der Getränke kostenlos beige-
stellt oder die Kosten erstattet, kann das Taggeld pro Mahlzeit um 30% gekürzt werden
(Abweichendes gilt gemäß Abs. 7 für das Nahbereichstaggeld). Wird im Ausland das
Frühstück erstattet oder kostenlos beigestellt, kann das Taggeld um 15% gekürzt werden.
Beigestellte Mahlzeiten müssen nach inländischem Standard angemessen sein; gesund-
heitliche oder religiöse Gründe des Arbeitnehmers dürfen nicht entgegenstehen.
Für Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen, die vollständig als Dienstzeit bezahlt werden
und bei denen der Arbeitgeber die Kosten aller Mahlzeiten und Nebenleistungen trägt,
kann das Taggeld um 90% gekürzt werden.
(15) Ein Anspruch auf Taggeld und/oder Nächtigungsgeld besteht nicht
- bei unberechtigtem Fernbleiben;
- wenn eine Dienstverhinderung bzw. Arbeitsunfähigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig
herbeigeführt wird. Bei einem Arbeitsunfall entfällt das Taggeld nur bei vorsätzlicher
Herbeiführung, das Nächtigungsgeld entfällt nicht.
(16) Ein Anspruch auf Nächtigungsgeld besteht nicht, wenn
- ein Hotelzimmer oder angemessenes Quartier beigestellt wird;
- die Kosten der Nächtigung – gegen Beleg – erstattet werden;
- in die Zeit von 22 bis 6 Uhr mindestens 3 Stunden der Reisebewegung fallen und ein
Schlafwagen oder First- bzw. Business-Class-Flug in Anspruch genommen wird;
- der Arbeitnehmer trotz vom Arbeitgeber vorgesehener auswärtiger Nächtigung zu
Hause nächtigt. In diesem Fall gebührt ein Fahrtkostenersatz (Kilometergeld) für die
Strecke vom Reiseziel nach Hause und zurück, der mit dem jeweiligen Nächtigungs-
geld begrenzt ist. Ist der Fahrtkostenersatz niedriger als das Nächtigungsgeld, gebührt
die Differenz als pauschaler Auslagenersatz.
(17) Wird dem Arbeitnehmer kein (angemessenes) Quartier beigestellt, hat er ein ange-
messenes Quartier zu wählen, welches möglichst nahe zum nicht ständigen Arbeitsplatz
liegt.
Ein Quartier ist angemessen, wenn es den Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutz-
gesetzes und der Arbeitsstättenverordnung entspricht. Darüber hinaus sind folgende Erfor-
dernisse zu erfüllen: Ein- oder gegebenenfalls Zweibettzimmer mit getrennten Betten und
mindestens 8 m2 Wohnfläche je Arbeitnehmer, WC, Einrichtungen zum Zubereiten und
Erwärmen von Speisen (ausgenommen in Hotels), Tisch, versperrbarer Kasten mit Ablage
und Aufhängemöglichkeiten, Vorhänge oder andere Einrichtungen, die vor dem Einblick
von außen schützen, nach Möglichkeit gemeinschaftliche Aufenthaltsräume, regelmäßige
Reinigung des Zimmers und der Bettwäsche.
Reisen außerhalb der Normalarbeitszeit
Reiseentgelt
(18) Für Zeiten der Reisebewegung (einschließlich notwendiger Wartezeiten) außerhalb
der Normalarbeitszeit gebührt der aliquote Teil des Ist-Gehaltes21 ohne Zulagen und Zu-
schläge; es besteht kein Anspruch auf Überstundenvergütung. Die Berechnungsgrundlage
für das Reiseentgelt ist mit dem Mindestgehalt der Grundstufe der Beschäftigungsgruppe
G begrenzt. Für Reisen an Sonn- und Feiertagen gebührt ein Zuschlag von 50%.

20
Der Anspruch auf Tag- und Nächtigungsgeld im Krankheitsfall bzw. bei Spitalsaufenthalt ist auf Seite 27
(§ 14c Abs. 32) geregelt.
21
Minutengenaue Berechnung bei Vollzeitbeschäftigung:
Ist-Grundgehalt : 167 = Ist-Stundengehalt; Ist-Stundengehalt : 60 = Ist-Minutengehalt.

24
Für Bahnfahrten und Flüge, bei denen mindestens 3 Reisestunden in die Zeit zwischen 22
und 6 Uhr fallen, gebührt diese Vergütung nur bis 22 Uhr bzw. ab 6 Uhr.
Lenkentgelt
(19) Wenn der Arbeitnehmer während einer Dienstreise ein Fahrzeug im Auftrag des
Arbeitgebers selbst lenkt, gebührt ihm für die außerhalb der Normalarbeitszeit geleistete
Lenkzeit anstelle des Reiseentgeltes die Überstundenvergütung. Der Berechnung der
Überstundenvergütung ist höchstens das Mindestgehalt der Grundstufe der Beschäfti-
gungsgruppe H22 zugrunde zu legen.
Gemeinsame Bestimmungen für Reise- und Lenkentgelt
(20) Für Reise- bzw. Lenkzeiten außerhalb der Normalarbeitszeit gebührt mindestens ein
Stundengehalt bzw. die Vergütung für eine Überstunde. Wenn der Hin- oder der Rückweg
innerhalb der Normalarbeitszeit zurückgelegt wird, gebührt mindestens eine halbe (Über-)
Stunde. Liegen sowohl Hin- als auch Rückweg zur Gänze innerhalb der Normalarbeitszeit,
besteht kein Anspruch auf Reise- bzw. Lenkentgelt.
Innerhalb eines Umkreises von 10 km Luftlinie um die Betriebsstätte gilt:
- Unabhängig von der tatsächlichen Reise- bzw. Lenkzeit ist höchstens eine (Über-)
Stunde zu bezahlen. Bei größerer Differenz zwischen der Luftlinie und der kürzesten
Wegstrecke ist eine betriebliche Regelung zu vereinbaren.
- Für Reisen zwischen Betriebsstätten des Unternehmens gebührt kein Reise- bzw.
Lenkentgelt; für Fahrten zu Montagearbeiten bzw. Arbeiten auf Baustellen hingegen
schon.
Bei Nächtigung bzw. Nächtigungsmöglichkeit innerhalb von 2 km Luftlinie vom nicht stän-
digen Arbeitsplatz besteht kein Anspruch auf Reise- bzw. Lenkentgelt für die Strecke zwi-
schen Quartier und diesem Arbeitsplatz.
(21) Mit Arbeitnehmern,
- deren Tätigkeit überwiegend mit Reisen verbunden ist und die ihre Arbeitszeit sowie
den Arbeitsort weitgehend selbst bestimmen (z.B. Vertriebsmitarbeiter) oder
- die in Beschäftigungsgruppe K eingestuft sind,
kann Abweichendes schriftlich vereinbart werden. Dabei sind die tatsächlich erforderlichen
und geleisteten Reise-/Lenkzeiten ausreichend zu berücksichtigen.
(22) Durch Betriebsvereinbarung kann festgelegt werden, dass die Berechnung des
Reise- bzw. Lenkentgeltes auf Basis des Mindestgehaltes der Grundstufe der jeweiligen
Beschäftigungsgruppe erfolgt. In Betrieben ohne Betriebsrat kann der Arbeitgeber mit den
Kollektivvertragsparteien eine derartige Regelung treffen.
Arbeitnehmern, deren Arbeitsverhältnisse vor dem In-Kraft-Treten der Betriebsvereinba-
rung begonnen haben, gebührt in diesem Fall das Reise- bzw. Lenkentgelt mindestens auf
der Basis des am Tag des In-Kraft-Tretens der Betriebsvereinbarung zustehenden Grund-
gehaltes, erhöht um die jeweiligen kollektivvertraglichen (Ist-)Gehaltserhöhungen, jedoch
ohne Berücksichtigung von Vorrückungen und freiwilligen Gehaltserhöhungen, bis sich
aus der Betriebsvereinbarung eine höhere Berechnungsgrundlage ergibt.
Verkehrsmittel, Fahrtkosten, Kilometergeld
(23) Ist auf der Dienstreise ein Verkehrsmittel zu benützen, hat der Arbeitgeber dieses
Verkehrsmittel unter Bedachtnahme auf die Interessen des Arbeitnehmers zu bestimmen
und die daraus entstehenden Kosten zu übernehmen.

22
€ 3.061,49 gemäß Abs. 4 des Übergangsrechtes (Seite 49).

25
(24) Der Arbeitnehmer erhält die Fahrtkosten der Bahn 2. Klasse bzw. des Autobusses
ersetzt. Bei Bahnfahrten sind die Fahrtkosten 1. Klasse zu ersetzen
- bei Fahrten über 200 Bahn-km zwischen Ausgangs- und Zielbahnhof oder
- wenn mindestens 3 Fahrtstunden in die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr fallen.
Nur wenn der Arbeitgeber die Benützung vorher ausdrücklich bewilligt hat, sind die Kosten
von Schlafwagen-, Schiffsfahrten, Flügen oder Fahrten mit Zügen mit besonderen
Zuschlägen (z.B. ICE, TGV) zu ersetzen.
(25) Wenn die Verwendung eines Privatautos vom Arbeitgeber vor Beginn der Dienstreise
bewilligt wurde, steht Kilometergeld zu.
Die Höhe des Kilometergeldes ist nach der innerhalb eines Jahres (Kalender-, Geschäfts-
jahr oder sonstiger Jahreszeitraum) für Dienstreisen zurückgelegten Strecke gestaffelt und
beträgt:
- für die ersten 15.000 km ....... € 0,420 pro km,
- ab 15.001 km ........................ € 0,395 pro km.
Trägt der Arbeitgeber einen Teil des Aufwandes direkt (z.B. Treibstoff, Versicherung, Re-
paratur, Park-, Mautgebühren), kann das Kilometergeld entsprechend verringert werden.
Bei der Verringerung ist der von den Kraftfahrervereinigungen veröffentlichte Kosten-
schlüssel zu berücksichtigen.
Die Kollektivvertragsparteien empfehlen, dass bei einem gravierenden Missverhältnis zwi-
schen dem Kilometergeld und den Kosten für Park- oder Mautgebühren der Arbeitgeber
diese Kosten direkt trägt.
(26) Aus der Genehmigung der Verrechnung von Kilometergeld kann kein dienstlicher
Auftrag zur Verwendung des Privatautos abgeleitet werden. Die Kilometergeldverrechnung
bedingt keine Ansprüche über das Kilometergeld hinaus sowie keinerlei Haftung des
Arbeitgebers für Schäden, die aus der Benützung des Privatautos durch den Arbeitnehmer
entstehen. Wenn der Arbeitgeber jedoch Tätigkeiten so anordnet, dass die Benützung des
Privatautos notwendig ist,
- bleiben bei Unfallschäden die Ansprüche aus dem ABGB und dem Dienstnehmerhaft-
pflichtgesetz aufrecht;
- gebührt das Kilometergeld für die gesamte Strecke (Wohnsitz – Reiseziel – Wohnsitz).
(27) Die Abrechnung der Kilometergelder hat nach Wunsch des Arbeitgebers entweder
nach jeder einzelnen Fahrt oder in Form eines Fahrtenbuches zu erfolgen. Fahrtenbücher
sind auf Verlangen des Arbeitgebers, jedenfalls aber am Ende des Jahres sowie beim
Ausscheiden des Arbeitnehmers zu übergeben.
(28) Mit Arbeitnehmern, die aufgrund ihrer Tätigkeit regelmäßig mit dem Privatauto reisen
(z.B. Monteure, Vertriebsmitarbeiter), können andere gleichwertige Vereinbarungen über
den Fahrtkostenersatz schriftlich getroffen werden.
Heimfahrten
Heimfahrt
(29) Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Heimfahrt zum ständigen inländischen
Wohnsitz für jeweils
- 2 Dienstreise-Monate, wenn das Reiseziel über 70 km Luftlinie von der Betriebsstätte
entfernt ist und innerhalb Europas liegt;
- 9 Dienstreise-Monate, wenn das Reiseziel außerhalb Europas liegt, sofern die Beendi-
gung dieser Dienstreise nicht innerhalb der nächsten 3 Monate zu erwarten ist.
Der Anspruch entsteht jeweils mit Ablauf von 2 bzw. 9 Dienstreise-Monaten.
Für die Heimfahrt sind vom Arbeitgeber die Ansprüche gemäß Abs. 5 bis 28 zu erfüllen.

26
(30) Wird die Heimfahrt nicht spätestens 2 Monate nach Ablauf der 2 bzw. 9 Dienstreise-
Monate angetreten, verfällt der Anspruch. Wenn die Heimfahrt aus betrieblichen Gründen
nicht angetreten werden kann, gebührt bis zu einer Heimfahrt für jeden darüber hinaus-
gehenden vollen Dienstreise-Monat die Hälfte bzw. 1/9 der Ansprüche als finanzielle Ab-
geltung. Abgegoltene Monate zählen nicht für den Anspruch auf Heimfahrt.
(31) Anlässlich jeder Heimfahrt besteht Anspruch auf 48 Stunden Freizeit ohne Schmä-
lerung des Entgeltes. Liegt das Reiseziel außerhalb Europas, besteht Anspruch auf einen
anschließenden Urlaub.
Heimfahrt aus besonderen Gründen
(32) Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Heimfahrt zum ständigen inländischen
Wohnsitz, wenn
- er erkrankt und die Heimfahrt nachweislich von einem Arzt empfohlen wurde;
- er einen mindestens einwöchigen Urlaub antritt oder
- ein naher Familienangehöriger (Ehe- bzw. Lebenspartner, Kind, Adoptiv- bzw. Stief-
kind, Eltern) schwer erkrankt oder stirbt.
Bleibt ein erkrankter Arbeitnehmer am Reiseziel oder in dessen näherer Umgebung in
Pflege, sind volles Tag- und gegebenenfalls Nächtigungsgeld zu bezahlen. Ist ein Spitals-
aufenthalt erforderlich, ist 1/3 des Taggeldes zu bezahlen; unvermeidliche Quartierkosten
hat der Arbeitgeber gegen Nachweis zu ersetzen.
Bei einer Heimfahrt aus besonderen Gründen sind vom Arbeitgeber die Ansprüche gemäß
Abs. 5 bis 28 zu erfüllen. Bei Urlaubsantritt werden diese Ansprüche auch dann vergütet,
wenn keine Heimreise erfolgt.
Fahrtkostenersatz im Inland
(33) Wenn das Reiseziel innerhalb Österreichs liegt und mehr als 70 km Luftlinie von der
Betriebsstätte entfernt ist, sind nach dem 1. Dienstreise-Monat in jenen Monaten, in denen
keine Heimfahrt gemäß Abs. 29 bis 32 in Anspruch genommen wurde, die Fahrtkosten für
eine Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn 2. Klasse) zu ersetzen.
Kein Anspruch auf diesen Fahrtkostenersatz besteht für jene Dienstreise-Monate, für die
ein Anspruch auf eine Abgeltung wegen einer verzögerten Heimreise gemäß Abs. 30 ge-
bührt.
Rücktransport im Todesfall
(34) Stirbt der Arbeitnehmer während einer Dienstreise, hat der Arbeitgeber auf Verlangen
eines nahen Familienangehörigen (Abs. 32) vorschussweise die notwendigen Kosten des
Rücktransportes bis zu einer Höhe von € 8.000,- zu übernehmen. Soweit Dritte (z.B. Ver-
sicherungen) diese Kosten tragen, sind sie dem Arbeitgeber zurückzuzahlen. Auf Verlan-
gen eines nahen Angehörigen hat der Arbeitgeber auch bei der administrativen Abwick-
lung des Rücktransportes behilflich zu sein.
Sonderbestimmungen für Auslandsdienstreisen
Reisevorbereitungen
(35) Vor Antritt einer Auslandsdienstreise ist dem Arbeitnehmer die zur Vorbereitung erfor-
derliche Zeit freizugeben; notwendige und unvermeidliche Aufwendungen (wie z.B. Visa-
Gebühren, Kosten von Impfungen) sind zu ersetzen.
Dienstzettel
(36) Vor Beginn einer über einmonatigen Auslandsdienstreise sind dem Arbeitnehmer
mittels Dienstzettels insbesondere mitzuteilen:
- Beginn und voraussichtliches Ende der Dienstreise,

27
- Höhe des Tag- und Nächtigungsgeldes,
- allfällige besondere Bezüge (z.B. Auslandszulage),
- Art der Verkehrsmittel,
- Überweisungsart und Währung des Entgeltes,
- Entlohnungs- und Abrechnungszeiträume,
- Art und Höhe der Versicherung.
Diese Mitteilung kann entfallen, wenn aufgrund betriebsinterner Regelungen keine Not-
wendigkeit dazu besteht.
Sondervereinbarungen
(37) Es können insgesamt gleichwertige Sondervereinbarungen für einzelne Auslands-
dienstreisen getroffen werden. Vom Kollektivvertrag bzw. betrieblichen Regelungen ab-
weichende oder diese ergänzende Punkte sind schriftlich festzuhalten (z.B. in Form einer
Ergänzung des Dienstzettels). Der Betriebsrat ist darüber zu informieren.
Verteilung der Arbeitszeit, Wochen(end)ruhe
(38) Die Verteilung der in Österreich geltenden täglichen und wöchentlichen Normal-
arbeitszeit kann für Arbeitnehmer, die im Ausland tätig sind, abweichend geregelt werden,
soweit sich dies aus den Gesetzen und Übungen in dem betreffenden Staat sowie aus der
Zusammenarbeit mit Arbeitnehmern dieses Auslandsstaates oder sonstigen Erfordernis-
sen ergibt.
Gilt in dem betreffenden ausländischen Staat nicht der Sonntag als wöchentlicher Ruhe-
tag, sondern ein anderer Wochentag, tritt dieser an die Stelle des Sonntages.
Vorschuss, Kreditkarte
(39) Der Arbeitnehmer kann vom Arbeitgeber einen Vorschuss auf die voraussichtlichen
Reisekosten (Reiseaufwandsentschädigung, Fahrtkosten) verlangen, der gegen die nach-
herige Reisekostenabrechnung verrechnet wird.
Anstelle eines Vorschusses kann vom Arbeitgeber auch eine Firmenkreditkarte ausge-
geben werden, sofern der Arbeitgeber das Haftungsrisiko (z.B. bei Verlust) trägt. Erfolgt
die Kreditkarten-Abbuchung nicht vom Konto des Arbeitgebers, hat dieser die Reiseauf-
wendungen vor der Abbuchung durch das Kreditkartenunternehmen zu ersetzen.
Unfall- und Krankenrücktransportversicherung
(40) Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die Kosten einer Unfall- und Krankenrück-
transportversicherung für die Dauer der Auslandsdienstreise zu ersetzen. Dieser Kosten-
ersatz entfällt oder verringert sich entsprechend, wenn der Arbeitgeber auf eine andere Art
und Weise für die Abdeckung dieser Risken gesorgt hat (z.B. durch eine eigene Versiche-
rungsdeckung). Von dieser anderweitigen Vorsorge ist der Arbeitnehmer schriftlich zu
informieren. Die Mitteilung pro Auslandsdienstreise kann entfallen, wenn aufgrund
betriebsinterner Regelungen keine Notwendigkeit dazu besteht.
Die Deckungssummen der Unfallversicherung sind mindestens:
- dauernde Invalidität .... € 45.000,-;
- Tod ............................. € 22.500,-.
Die Unfallversicherung hat nur jene Risken zu erfassen, die nach den österreichischen
Versicherungsbedingungen unter das normale Unfallrisiko fallen und von der österreichi-
schen Sozialversicherung nicht gedeckt sind.
Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer oder dessen Angehörigen Vorschüsse auf Ver-
sicherungsleistungen gewährt hat, sind diese Ansprüche gegen Dritte (z.B. Versicherun-
gen) bis zur Höhe des jeweiligen Vorschusses an den Arbeitgeber (auf dessen Verlangen)
abzutreten.

28
Höhere Gewalt
(41) Bei einer konkreten persönlichen Gefährdung (durch Krieg, Unruhen etc.) ist der
Arbeitnehmer berechtigt, die Heimreise anzutreten. Dabei hat er möglichst vor Antritt der
Heimreise das Einvernehmen mit dem Arbeitgeber bzw. der örtlichen Führungskraft herzu-
stellen. Ist dies nicht möglich, ist der Arbeitgeber vom Antritt der Heimreise so bald als
möglich zu verständigen.
(42) Wird der Arbeitnehmer durch höhere Gewalt an der Heimreise gehindert und verliert
er dadurch die Verfügungsmöglichkeit über sein Gehalt, hat der Arbeitgeber den Angehöri-
gen auf ihr Verlangen für die Dauer von bis zu 6 Monaten jenes Gehalt vorschussweise
als Überbrückungshilfe zu zahlen, das der Arbeitnehmer ohne Auslandsdienstreise erhal-
ten hätte. Für bis zu weitere 6 Monate ist den Angehörigen auf ihr Verlangen vorschuss-
weise ein Betrag in der Höhe des auf dieser Basis berechneten pfändungsfreien Einkom-
mens zu bezahlen. Nach der Heimkehr des Arbeitnehmers kann der Arbeitgeber die Über-
brückungshilfe gegen Ansprüche des Arbeitnehmers verrechnen.
Angehörige im Sinn dieser Bestimmung sind Ehe- bzw. Lebenspartner, die mit dem Arbeit-
nehmer unmittelbar vor Beginn der Dienstreise im gemeinsamen Haushalt gewohnt ha-
ben; mangels solcher – in dieser Reihenfolge – Kinder und Adoptivkinder, Eltern,
Geschwister, Stiefkinder.
Nachgewiesene gesetzliche Unterhaltsansprüche hat der Arbeitgeber auf Verlangen vor-
schussweise zu erfüllen; die ausgezahlten Beträge vermindern den Vorschuss gemäß Ab-
satz 1.
Sondervereinbarungen, betriebliche Regelungen
(43) Für Arbeitnehmer,
- deren Tätigkeit überwiegend mit Reisen verbunden ist und die ihre Arbeitszeit sowie
den Arbeitsort weitgehend selbst bestimmen (z.B. Vertriebsmitarbeiter) oder
- die zu länger dauernden Auslandstätigkeiten entsandt werden oder
- die in Beschäftigungsgruppe K eingestuft sind oder
- in Betrieben ohne Betriebsrat
können einvernehmlich andere, den kollektivvertraglichen Ansprüchen insgesamt gleich-
wertige Formen der Entschädigung schriftlich vereinbart werden (z.B. Pauschalen, Aus-
landszulagen oder andere Vergütungen).
(44) Über die Anpassung bestehender oder die Gestaltung neuer betrieblicher Regelun-
gen für Dienstreisen bzw. Montage (insbesondere bei Pauschalierung) können Betriebs-
vereinbarungen abgeschlossen werden. In Betrieben ohne Betriebsrat kann der Arbeit-
geber mit den Kollektivvertragsparteien derartige Regelungen treffen.
Rechnungslegung, Verfall
(45) Die schriftliche Abrechnung von Ansprüchen aus Dienstreisen hat für jeden abgelau-
fenen Kalendermonat bis zum Ende des nächsten Kalendermonats zu erfolgen. Die An-
sprüche verfallen, wenn diese Abrechnung nicht innerhalb von 6 Kalendermonaten nach
Rückkehr von der Dienstreise erfolgt. Im Fall unverschuldeter Verhinderung an der Ab-
rechnung beginnt diese Frist ab Wegfall des Hinderungsgrundes.

29
§ 15 ENTLOHNUNG23

Allgemeine Bestimmungen
(1) Die Höhe der Mindestgrundgehälter wird bestimmt durch
- die Einstufung in eine bestimmte Beschäftigungsgruppe und
- die Anzahl der erworbenen bzw. anrechenbaren Beschäftigungsgruppenjahre.
(2) Bei Vollendung des 2., 4., 7. und 10. Beschäftigungsgruppenjahres wird das Mindest-
grund- und Ist-Grundgehalt des betreffenden Arbeitnehmers um den jeweiligen Vorrü-
ckungswert erhöht.
(3) Darüber hinaus werden in jedem Kalenderjahr die Ist-Grundgehälter bestimmter Arbeit-
nehmer um einen Anteil aus dem Leistungsvolumen24 erhöht.
(4) Die kollektivvertragliche Ist-Gehalts-Erhöhung ist in Anhang G25 geregelt.
(5) In der Folge ist unter „Mindestgehalt“ das Mindestgrundgehalt und unter „Ist-Gehalt“
das Ist-Grundgehalt zu verstehen.
(5a) Zur Berechnung des Stundengehaltes ist bei einer wöchentlichen Normalarbeitszeit
von 38,5 Stunden das Ist-Gehalt durch 167 zu teilen; bei teilzeitbeschäftigten Arbeitneh-
mern ist das Ist-Gehalt durch 4,33 und durch die vereinbarte Wochenstundenzahl zu tei-
len.
(6) Alle Formulierungen beziehen sich auf beide Geschlechter.
Beschäftigungsgruppen
Einstufung
(7) Die Arbeitnehmer sind vom Arbeitgeber unter Mitwirkung des Betriebsrates in eine der
11 Beschäftigungsgruppen einzustufen.
(8) Die Einstufung hat unter Berücksichtigung
- der Gesamtheit der verrichteten Tätigkeiten,26
- wo vorgesehen, einer abgeschlossenen (Berufs-)Ausbildung,
- wo vorgesehen, einer Projektleitungs- oder Führungsaufgabe
zu erfolgen.
(9) Die Einstufung darf nicht dazu führen, dass gleiche oder gleichwertige Tätigkeiten, die
vorwiegend Männer bzw. Frauen verrichten, unterschiedlich eingestuft oder bezahlt wer-
den.
(10) Die Einstufung in die Beschäftigungsgruppe, die Anzahl der angerechneten Beschäf-
tigungsgruppenjahre und die Höhe des Mindest- und des Ist-Gehaltes sowie allfällige Än-
derungen sind den Arbeitnehmern mittels Dienstzettels mitzuteilen.27
(11) [Gilt nur für Arbeiter.]

23
Gruber/Winkelmayer, Kommentar zum Angestellten-Kollektivvertrag der Elektro- und Elektronikindustrie
(LexisNexis, Wien 2004).
Übergangsrecht ab Seite 49.
24
Seite 37 (Individuelle Erhöhungen).
25
Seite 60.
26
Zu beachten ist das Protokoll vom 12.12.2003 (Seite 52).
27
Seite 54, Anmerkung 5.

30
Beschäftigungsgruppendefinitionen
(12) Die Beschäftigungsgruppen sind wie folgt definiert:
Beschäftigungsgruppe A
Arbeitnehmer, die sehr einfache, schematische Tätigkeiten ausführen. Die Abfolge der
Arbeitsschritte ist vorgegeben.
Die Arbeitnehmer benötigen keine Zweckausbildung.
Beschäftigungsgruppe B
Arbeitnehmer, die einfache schematische Tätigkeiten nach Richtlinien und Anweisungen
ausführen. Die Abfolge der Arbeitsschritte ist im Wesentlichen vorgegeben.
Die Arbeitnehmer benötigen eine Zweckausbildung.
Weiters Arbeitnehmer ohne Zweckausbildung, die für mehrere Tätigkeiten der Beschäfti-
gungsgruppe A herangezogen werden oder besondere Fertigkeiten anwenden.
Ferner Arbeitnehmer der Beschäftigungsgruppe A nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Beschäftigungsgruppe C
Arbeitnehmer, die einfache Tätigkeiten nach Richtlinien und Anweisungen ausführen. Die
Abfolge der Arbeitsschritte kann von ihnen im Rahmen der Richtlinien und Anweisungen
variiert werden.
Die Arbeitnehmer benötigen eine Zweckausbildung und Arbeitserfahrung.
Beschäftigungsgruppe D
Arbeitnehmer, die Tätigkeiten nach allgemeinen Richtlinien und Anweisungen ausführen.
Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung (insbesondere Lehrabschlussprü-
fung oder Abschlussprüfungszeugnis über das Erlernen „wesentlicher Teile eines Lehr-
berufes“ bei integrativer Berufsausbildung), auch solche mit einer Lehrabschlussprüfung in
technologisch verwandten bzw. technologisch ähnlichen Berufen, wenn diese Qualifikation
zumindest für Teile der Tätigkeit von Bedeutung ist.
Weiters Arbeitnehmer, die gleichwertige Kenntnisse und Fertigkeiten durch eine qualifi-
zierte Ausbildung in einem Betrieb und einschlägige Arbeitserfahrung erworben haben.
Für Berufsanfänger nach Abschluss der Schulausbildung kann das Mindestgehalt dieser
Beschäftigungsgruppe für höchstens 12 Monate um bis zu 5% unterschritten werden.
Beschäftigungsgruppe E
Arbeitnehmer, die Tätigkeiten nach allgemeinen Richtlinien und Anweisungen selbständig
ausführen.
Für diese Tätigkeiten sind Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich, die typischerweise
durch eine mehrjährige fachliche Schul- oder Berufsausbildung sowie praktische Arbeitser-
fahrung oder durch qualifizierte Ausbildung in einem Betrieb und längere einschlägige
Arbeitserfahrung erworben wurden.
Ferner Absolventen von berufsbildenden höheren Schulen, wenn diese Qualifikation für
erhebliche Teile der Tätigkeit von Bedeutung ist. Bei diesen Arbeitnehmern kann, sofern
noch keine Berufstätigkeit verrichtet wurde, während der ersten 18 Monate das Mindest-
gehalt dieser Beschäftigungsgruppe um bis zu 5% unterschritten werden.
Beschäftigungsgruppe F
Arbeitnehmer, die schwierige Tätigkeiten selbständig ausführen.
Für diese Tätigkeiten sind vertiefte Fachkenntnisse und längere praktische Arbeitserfah-
rung erforderlich.

31
Ferner Absolventen von berufsbildenden höheren Schulen, wenn sie die für schwierige
und selbständig ausgeführte Tätigkeiten erforderliche Arbeitserfahrung erworben haben.
Beschäftigungsgruppe G
Arbeitnehmer, die schwierige und verantwortungsvolle Tätigkeiten selbständig ausführen.
Für diese Tätigkeiten sind besondere Fachkenntnisse erforderlich, die typischerweise Ar-
beitnehmer besitzen, die
a) - eine Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) absolviert und
- eine langjährige Arbeitserfahrung in Beschäftigungsgruppe F erworben haben,
- entsprechende Verantwortung tragen und
- praktische und theoretische Fachkenntnisse besitzen, die über das im Rahmen der
Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) vermittelte Fachwissen hinausgehen
oder
b) eine berufsbildende höhere Schule absolviert und die für die selbständige Ausführung
schwieriger und verantwortungsvoller Tätigkeiten erforderliche Arbeitserfahrung erwor-
ben haben.
Ferner Arbeitnehmer, die mit der dauernden Führung von mindestens 3 Arbeitnehmern
betraut sind. Mindestens 2 der geführten Arbeitnehmer müssen der Beschäftigungsgruppe
F angehören.
Weiters Arbeitnehmer, die in beträchtlichem Ausmaß mit der Leitung von Projekten betraut
sind und dabei im Sinn der Tätigkeitsmerkmale der Beschäftigungsgruppe tätig werden.
Für Berufsanfänger nach Abschluss der Hochschulausbildung kann das Mindestgehalt
dieser Beschäftigungsgruppe für höchstens 18 Monate um bis zu 5% unterschritten wer-
den.
Beschäftigungsgruppe H
Arbeitnehmer, die schwierige und verantwortungsvolle Aufgaben mit beträchtlichem Ent-
scheidungsspielraum selbständig ausführen.
Für diese Aufgaben sind umfangreiche Fachkenntnisse und längere einschlägige Arbeits-
erfahrung erforderlich.
Ferner Arbeitnehmer, die mit der dauernden Führung von mindestens 4 Arbeitnehmern
betraut sind. Mindestens einer der geführten Arbeitnehmer muss der Beschäftigungs-
gruppe G und mindestens 2 müssen der Beschäftigungsgruppe F angehören.
Weiters Arbeitnehmer, die in beträchtlichem Ausmaß mit der Leitung von Projekten betraut
sind und dabei im Sinn der Tätigkeitsmerkmale der Beschäftigungsgruppe tätig werden.
Beschäftigungsgruppe I
Arbeitnehmer, die schwierige und besonders verantwortungsvolle Aufgaben mit hohem
Entscheidungsspielraum oder solche Aufgaben mit Ergebnisverantwortung für ihren Be-
reich selbständig ausführen.
Ferner Arbeitnehmer, die mit der dauernden Führung von mindestens 6 Arbeitnehmern
betraut sind. Mindestens einer der geführten Arbeitnehmer muss der Beschäftigungs-
gruppe H und mindestens 2 müssen der Beschäftigungsgruppe G oder mindestens 4 der
Beschäftigungsgruppe F angehören.
Weiters Arbeitnehmer, die in beträchtlichem Ausmaß mit der Leitung von Projekten betraut
sind und dabei im Sinn der Tätigkeitsmerkmale der Beschäftigungsgruppe tätig werden.
Beschäftigungsgruppe J
Arbeitnehmer, die mit einem eigenen Aufgabengebiet mit Ergebnisverantwortung und sehr
hohem Entscheidungsspielraum betraut sind.

32
Ferner Arbeitnehmer, die mit der dauernden Führung von mindestens 8 Arbeitnehmern
betraut sind. Mindestens 2 der geführten Arbeitnehmer müssen der Beschäftigungsgruppe
I und mindestens 3 der Beschäftigungsgruppe H oder mindestens 6 der Beschäftigungs-
gruppe G angehören.
Weiters Arbeitnehmer, die in beträchtlichem Ausmaß mit der Leitung von Projekten betraut
sind und dabei im Sinn der Tätigkeitsmerkmale der Beschäftigungsgruppe tätig werden.
Beschäftigungsgruppe K
Arbeitnehmer in leitender, das Unternehmen in ihrem Wirkungsbereich entscheidend be-
einflussender Stellung. Weiters Arbeitnehmer mit verantwortungsreicher, schöpferischer
Tätigkeit.
Meister sind wie folgt einzustufen:
Kurz-
BG
bezeichnung
Hilfsmeister MI F
Meister ohne abgeschlossene Fachschule M II o G
Meister mit M II m H
- abgeschlossener facheinschlägiger berufsbildender mittlerer
oder höherer Schule;
- oder facheinschlägigem 4-semestrigen Werkmeisterkurs mit
mindestens 8 Wochenstunden Kursdauer;
- oder facheinschlägiger Meister- bzw. Konzessionsprüfung.
Es genügt auch eine schulische Ausbildung für einen technologisch
verwandten bzw. technologisch ähnlichen Beruf.
Obermeister M III I
(13) Nach erfolgreicher Ablegung der Lehrabschlussprüfung ist der Arbeitnehmer min-
destens in Beschäftigungsgruppe D einzustufen.
Kann der Arbeitnehmer nach Beendigung der Lehrzeit aus Gründen, die nicht er zu ver-
treten hat, nicht zur Lehrabschlussprüfung antreten, hat er ab Beendigung der Lehrzeit
Anspruch auf Bezahlung des Mindestgehaltes der Beschäftigungsgruppe C. Nach erfolg-
reicher Ablegung der Lehrabschlussprüfung ist er mindestens in Beschäftigungsgruppe D
einzustufen. Besteht der Arbeitnehmer die Lehrabschlussprüfung beim 1. Antreten, ist die
Differenz zwischen dem Entgelt auf Basis der Beschäftigungsgruppe D und dem bezahlten
Entgelt ab Beendigung der Lehrzeit nachzuzahlen.
(14) Die kollektivvertraglichen Beschäftigungsgruppen können durch Betriebsvereinba-
rung erweitert werden. Dabei ist es möglich, über die Mindestgehälter der darüber liegen-
den Beschäftigungsgruppen hinaus zu gehen. Bei jeder betrieblichen Beschäftigungs-
gruppe müssen die Mindestbestimmungen des Kollektivvertrages eingehalten werden.
Insbesondere dürfen die Mindestgehälter der jeweiligen Beschäftigungsgruppe nicht un-
terschritten werden. Weiters müssen Gehaltserhöhungen mindestens um die jeweiligen
Vorrückungswerte vorgesehen werden, und zwar spätestens zu den im Kollektivvertrag
festgelegten Zeitpunkten. Es ist eine Beschäftigungsgruppenbezeichnung zu wählen, die
den Zusammenhang mit der entsprechenden kollektivvertraglichen Beschäftigungsgruppe
klar sichtbar macht.
Vorrückungsstufen
Allgemeines
(15) In den Beschäftigungsgruppen B bis K gibt es jeweils eine Grundstufe und 4 Vor-
rückungsstufen. Die Vorrückungsstufen werden nach 2, 4, 7 und 10 Beschäftigungsgrup-
penjahren erreicht.

33
Beschäftigungsgruppenjahre
(16) Beschäftigungsgruppenjahre sind jene Zeiten, in denen ein Arbeitnehmer im Unter-
nehmen in der jeweiligen Beschäftigungsgruppe eingestuft ist, sowie anrechenbare Vor-
dienstzeiten. Zeiten der Einstufung in einer höheren Beschäftigungsgruppe sind auch für
die Einstufung in eine niedrigere Beschäftigungsgruppe anzurechnen.
Wechselt ein Betrieb oder Betriebsteil in den Geltungsbereich dieses Kollektivvertrages,
sind unmittelbar vor dem Kollektivvertragswechsel in diesem zurückgelegte Beschäfti-
gungszeiten nach den Regeln des Abs. 20 (Vordienstzeiten) anzurechnen. Abweichendes
kann durch Betriebsvereinbarung mit Zustimmung der Kollektivvertragsparteien, in Betrie-
ben ohne Betriebsrat durch Vereinbarung mit den Kollektivvertragsparteien, festgelegt
werden.
(17) Dienstzeiten als Vorarbeiter, die im Unternehmen vor der Übernahme in das Meister-
verhältnis zurückgelegt wurden, sind zur Hälfte als Beschäftigungsgruppenjahre für jene
Beschäftigungsgruppe anzurechnen, in die der Arbeitnehmer erstmals als Meister einge-
stuft wird. Jedoch können höchstens 5 Beschäftigungsgruppenjahre angerechnet werden.
Dies gilt sinngemäß auch, wenn ein Meister von der Beschäftigungsgruppe F in die Be-
schäftigungsgruppe G oder H umgestuft wird.
(18) Zeiten des Präsenz-, Ausbildungs- und Zivildienstes, während derer das Arbeits-
verhältnis bestanden hat, sind in jenem Ausmaß anzurechnen, welches § 8 Arbeitsplatz-
sicherungsgesetz für die Berücksichtigung eines österreichischen Präsenz-, Ausbildungs-
und Zivildienstes vorsieht.
(19) Zeiten von im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommenen gesetzlichen Elternkaren-
zen,
- die am 1.5.2011 oder später begonnen haben, sind jeweils im Ausmaß von bis zu 16
Monaten,
- die vor dem 1.5.2011 begonnen haben, jeweils im Ausmaß von bis zu 10 Monaten
anzurechnen. Nimmt ein Elternteil für dasselbe Kind mehrere Elternkarenzen in Anspruch,
werden dafür insgesamt höchstens 16 bzw. 10 Monate angerechnet.
Anrechnung von Vordienstzeiten
(20) Beschäftigungszeiten bei anderen in- oder ausländischen Unternehmen bzw. im
öffentlichen Dienst sind anzurechnen, wenn die dort erfüllte Aufgabe der Tätigkeitsbe-
schreibung der jeweiligen oder einer höheren Beschäftigungsgruppe entsprochen hat.
Es dürfen höchstens 6 Beschäftigungsgruppenjahre angerechnet werden.
(21) Der Arbeitnehmer hat anrechenbare Zeiten beim Eintritt in das Unternehmen auf Auf-
forderung des Arbeitgebers bekannt zu geben und innerhalb von 4 Monaten durch erfor-
derlichenfalls übersetzte Dokumente (z.B. Zeugnis, Arbeitsbestätigung) nachzuweisen.

34
Mindestgehalt
Höhe, Vorrückungszeitpunkt
(22) Mindestgehaltstabelle (Werte in €, 1.5.2011)
Grund- nach 2 nach 4 nach 7 nach 10 Vorrückungswerte
BG
stufe BG-J BG-J BG-J BG-J 2,4 BG-J 7,10 BG-J
A 1.500,89 – – – – – –
B 1.521,60 1.552,04 1.582,48 1.597,70 1.612,92 30,44 15,22
C 1.670,09 1.720,20 1.770,31 1.795,37 1.820,43 50,11 25,06
D 1.783,80 1.837,32 1.890,84 1.917,60 1.944,36 53,52 26,76
E 2.044,14 2.125,90 2.207,66 2.248,54 2.289,42 81,76 40,88
F 2.304,58 2.396,77 2.488,96 2.535,06 2.581,16 92,19 46,10
G 2.655,53 2.761,76 2.867,99 2.921,11 2.974,23 106,23 53,12
H 2.918,47 3.035,22 3.151,97 3.210,35 3.268,73 116,75 58,38
I 3.570,87 3.713,72 3.856,57 3.928,00 3.999,43 142,85 71,43
J 3.928,13 4.085,26 4.242,39 4.320,96 4.399,53 157,13 78,57
2 BG-J 4,7,10 BG-J
K 5.193,06 5.400,78 5.504,64 5.608,50 5.712,36 207,72 103,86
(23) Bei teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern sind das Mindestgehalt und die Vorrückungs-
werte durch 38,5 zu teilen und mit der vereinbarten Wochenstundenzahl zu vervielfachen.
(24) Die Vorrückung in die nächsthöhere Vorrückungsstufe findet am Ersten jenes Kalen-
dermonats statt, in dem der Arbeitnehmer die dafür erforderliche Anzahl an Beschäfti-
gungsgruppenjahren erreicht.
Fällt der Geltungsbeginn einer neuen kollektivvertraglichen Mindestgehaltstabelle mit dem
Zeitpunkt einer Vorrückung zusammen, ist der Vorrückungswert der neuen Mindestge-
haltstabelle heranzuziehen.
Anrechnungen auf das Mindestgehalt
(25) Regelmäßige Überzahlungen des Mindestgehaltes sowie Sozialzulagen (wie z.B.
Familien-, Haushalts-, Kinderzulagen) und sonstige Zulagen gelten als Bestandteil des
Monatsgehaltes und sind auf das Mindestgehalt anrechenbar. Regelmäßige Überzahlun-
gen, die unter die Akkord- bzw. Prämienbestimmungen (Abschnitte XII und XIII des Kol-
lektivvertrages für die Arbeiter der Elektro- und Elektronikindustrie) fallen oder Zulagen,
die Arbeitsbelastungen abgelten (z.B. SEG-Zulagen, Abgeltung für Rufbereitschaft), sowie
Fahrtkosten- und Essenszuschüsse sind nicht Bestandteil des Monatsgehaltes und sind
daher auf das Mindestgehalt nicht anrechenbar.
(26) Anrechenbar sind ferner regelmäßige Provisionen. Am Ende eines jeden Kalender-
jahres ist zu prüfen, ob der Jahresbezug des Arbeitnehmers (Monatsgehälter, Sonder-
zahlungen, Fixum, Provisionen etc.) die Summe der in diesem Kalenderjahr gebührenden
Mindestgehälter zuzüglich des 2-fachen Dezembermindestgehaltes zumindest erreicht. Ist
dies nicht der Fall, ist der Differenzbetrag unverzüglich nachzuzahlen. Sofern bereits wäh-
rend des laufenden Kalenderjahres ersichtlich wird, dass eine erhebliche Nachzahlungs-
pflicht entstehen wird, ist eine Akontierung vorzunehmen. Diese Akontierung kann mit
künftigen Bezügen gegenverrechnet werden.
(27) Auf den Jahresbezug sind solche Teile von Remunerationen anrechenbar, durch die
das Weihnachtsgeld und das Urlaubsgeld (gemäß § 18) um mehr als das Dezembergehalt
überschritten werden.

35
Ist-Gehalt
Wirkung von Vorrückungen
(28) Zum Zeitpunkt der Vorrückung in die nächsthöhere Vorrückungsstufe ist auch das
Ist-Gehalt um den jeweiligen Vorrückungswert zu erhöhen. Abs. 23 (Teilzeitbeschäftigte)
gilt sinngemäß.
Wird von den Ausnahmeregelungen des Abs. 30 und/oder 31 Gebrauch gemacht, ist den-
noch die Vorrückung hinsichtlich des Mindestgehaltes vorzunehmen.
Ausnahmen von der Erhöhung der Ist-Gehälter
(29) Abs. 28 gilt nicht für:
- Provisionsvertreter,
- jene Arbeitnehmer, die vor der Vorrückung selbst gekündigt haben, es sei denn, es
handelt sich um eine Kündigung, bei der ein Anspruch auf Abfertigung im Sinn des
Angestelltengesetzes entsteht.
(30) Jeweils zum Ende des Kalenderjahres ist die Zahl jener Arbeitnehmer zu ermitteln,
für die im folgenden Kalenderjahr eine Erhöhung der Ist-Gehälter aufgrund einer Vorrü-
ckung in die nächsthöhere Vorrückungsstufe vorgesehen ist. Von dieser Zahl sind Arbeit-
nehmer gemäß Abs. 29 abzuziehen. Von der verbleibenden Personenzahl können jeweils
bis zu 5% ausgenommen werden (5%-Klausel). Die ermittelte Zahl ist bei Reststellen von
mindestens 0,5 aufzurunden, anderenfalls abzurunden.
In Betrieben mit bis zu 5 Arbeitnehmern kann jeweils für 2 aufeinanderfolgende Kalen-
derjahre ein Arbeitnehmer von der Vorrückung gemäß Absatz 28 ausgenommen werden,
in Betrieben mit mehr als 5 Arbeitnehmern 2 Arbeitnehmer.
Anstelle der Kalenderjahre können mittels Betriebsvereinbarung – in Betrieben ohne Be-
triebsrat durch Vereinbarung mit den Arbeitnehmern – auch andere Zeiträume festgelegt
werden.
Bei der Auswahl jener Arbeitnehmer, die von der Vorrückung ausgenommen werden, sind
folgende Kriterien zu berücksichtigen:
- unterdurchschnittliche Leistung und/oder
- überdurchschnittliche Überzahlung.
Die 2-malige aufeinander folgende Ausnahme eines Arbeitnehmers ist nur in besonderen
Fällen zulässig.
Jeweils zum Ende des Kalenderjahres ist die Zahl der möglichen Ausnahmen für das
Folgejahr festzustellen; sodann sind die betroffenen Arbeitnehmer auszuwählen. In Unter-
nehmen mit Betriebsrat ist diesem eine Namensliste bis spätestens 31. Dezember zu
übermitteln. Erfolgt diese Mitteilung nicht oder nicht rechtzeitig, können keine Arbeitneh-
mer ausgenommen werden. Auf Wunsch des Betriebsrates oder betroffener Arbeitnehmer
ist eine Beratung durchzuführen.
(31) Durch Betriebsvereinbarung können in wirtschaftlich begründeten Fällen weitere Aus-
nahmen oder ein Aufschub von der ist-gehalts-wirksamen Vorrückung in die nächsthöhere
Vorrückungsstufe festgelegt werden. In Betrieben ohne Betriebsrat kann eine entspre-
chende Vereinbarung mit den zuständigen Kollektivvertragsparteien abgeschlossen wer-
den.
(32) Frühestens 6 Monate nach Beginn des Arbeitsverhältnisses kann anlässlich einer
Erhöhung des Ist-Gehaltes eines Arbeitnehmers vereinbart werden, diese Erhöhung auf
bis zu 2 unmittelbar nachfolgende Vorrückungen anzurechnen. Höchstens kann die
Anrechnung auf
- die 1. und 2.,

36
- die 2. und 3.,
- nur die 3. oder
- nur die 4.
Vorrückung vereinbart werden. Ist der Betrag der individuellen Erhöhung geringer als der
Vorrückungswert bzw. die Summe der Vorrückungswerte, sind die kollektivvertraglichen
Vorrückungen zu den vorgesehenen Terminen in der verbleibenden Resthöhe durchzu-
führen. Weitergehende Anrechnungsvereinbarungen sowie Anrechnungen von Erhöhun-
gen aus dem Leistungsvolumen (Abs. 37 bis 62) oder aus einer sonstigen kollektivvertrag-
lichen Regelung sind nichtig.
Umstufung
Vorrückungsstufe
(33) Liegt das bisherige Mindestgehalt unter dem Mindestgehalt der Grundstufe der
neuen Beschäftigungsgruppe oder entspricht es diesem, ist der Arbeitnehmer in die
Grundstufe einzureihen.
(34) Liegt das bisherige Mindestgehalt über dem Mindestgehalt der Grundstufe der neuen
Beschäftigungsgruppe, kann der Arbeitnehmer
a) in die Grundstufe eingereiht werden;
b) in die Vorrückungsstufe nach 2 Beschäftigungsgruppenjahren eingereiht werden.
Das Ist-Gehalt darf nicht niedriger sein als jenes, welches bei Verbleib in der bisherigen
Beschäftigungsgruppe unter Berücksichtigung von Vorrückungen und Änderungen der
Mindestgehälter gebührt hätte.
Durch Betriebsvereinbarung kann eine einheitliche Vorgehensweise (Variante a oder b)
geregelt werden.
(35) Liegt das Ist-Gehalt über dem Mindestgehalt der Vorrückungsstufe nach 2 Beschäf-
tigungsgruppenjahren der neuen Beschäftigungsgruppe, kann der Arbeitnehmer in die
Vorrückungsstufe nach 2 Beschäftigungsgruppenjahren eingereiht werden. Sein Ist-Gehalt
ändert sich dadurch nicht.
In diesem Fall sind anlässlich der Umstufung und bis zu 6 Monate danach abgeschlosse-
ne Anrechnungsvereinbarungen gemäß Abs. 32 nichtig.
Beginn der neuen Beschäftigungsgruppenjahre
(36) Erfolgt die Umstufung in eine andere Beschäftigungsgruppe nicht zum Zeitpunkt ei-
ner Vorrückung, gilt bei Umstufung
- aus der Grundstufe oder der Vorrückungsstufe „nach 2 BG-Jahren“: Die seit der letzten
Vorrückung verstrichene Dienstzeit in der bisherigen Beschäftigungsgruppe ist anzu-
rechnen; erfolgte noch keine Vorrückung, ist die Zeit der Beschäftigungsgruppen-
zugehörigkeit anzurechnen;
- nach dem 4. bzw. 7. Beschäftigungsgruppenjahr: 2/3 der Dienstzeit seit der letzten
Vorrückung in der bisherigen Beschäftigungsgruppe sind anzurechnen;
- nach dem 10. Beschäftigungsgruppenjahr: Die 1. Vorrückung erfolgt 2 Jahre nach der
Umstufung;
- von der Beschäftigungsgruppe A in eine höhere Beschäftigungsgruppe: 2/3 der Zeit
der Betriebszugehörigkeit sind anzurechnen.
Individuelle Erhöhungen
Allgemeine Bestimmungen
(37) Einmal jährlich ist ein Anteil der Gehaltssumme zu ermitteln (Leistungsvolumen) und
ausschließlich für individuelle Gehaltserhöhungen bzw. bei Leistungslöhnen für Erhöhun-
gen der Kompetenzzulagen zu verwenden; in Ausnahmefällen kann mit Zustimmung des

37
Betriebsrates das Leistungsvolumen auch für Erhöhungen des Akkordrichtsatzes verwen-
det werden.
(38) Mit Zustimmung des Betriebsrates der Arbeiter und des Betriebsrates der Angestell-
ten kann durch Betriebsvereinbarung eine gemeinsame Berechnung und Ausschüttung
des Leistungsvolumens für ArbeiterInnen und Angestellte eingeführt werden.
Leistungsvolumen
Bemessungsgrundlage
(39) a) Die Bemessungsgrundlage zur Ermittlung des Leistungsvolumens bilden die
Grundgehälter (bei All-in-Bezügen/Pauschalbezügen diese) für September aller am 30.
September (Ermittlungsstichtag) im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer. Die Grund-
gehälter jener Arbeitnehmer, die sich im gesamten September in jeglicher Art von Ka-
renz, Präsenz- oder Zivildienst von (voraussichtlich) mindestens 6-monatiger Dauer
befinden, sind nicht in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen.
b) Bei Jahresbezugsvereinbarungen ist 1/14 des Jahresbezuges für die Ermittlung des
Leistungsvolumens heranzuziehen.
c) Bei Teilzeitbeschäftigten sind Mehrstunden mit der im Durchschnitt der letzten 12
Kalendermonate (September des Vorjahres bis einschließlich August) geleisteten An-
zahl zu berücksichtigen.
d) Die Grundgehälter von Arbeitnehmern, deren Arbeitsverhältnis im September begon-
nen hat, sind auf den vollen Kalendermonat hochzurechnen. Die Grundgehälter jener
Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis am 30. September geendet hat, sind nicht einzu-
beziehen.
e) Bei Provisionsbeziehern ist jeweils das vereinbarte Fixum für September heranzuzie-
hen, mindestens aber das jeweilige Mindestgehalt für September.
f) Bei Arbeitnehmern, die Akkordlöhne oder akkordähnliche Prämien erhalten, ist 1/3 der
Summe der in den Monaten Juli bis September erzielten Grund- und Leistungslöhne
heranzuziehen. Die Kompetenzzulagen sind mit der im September gebührenden Höhe
in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen.
Ausmaß
(40) Das Leistungsvolumen beträgt, sofern nicht Günstigeres vereinbart ist,
- 0,35% der Bemessungsgrundlage gemäß Absatz 39 lit. a bis e sowie
- 0,27% der Bemessungsgrundlage gemäß Absatz 39 lit. f.
Auswahl- und Aufteilungskriterien
(41) Die Auswahl der Arbeitnehmer für individuelle Erhöhungen aus dem Leistungsvolu-
men ist nach folgenden Kriterien vorzunehmen:
a) Leistung (z.B. Quantität, Qualität, fachliche und soziale Kompetenz);
b) Verbesserung der Struktur der Gehälter, insbesondere in Hinblick auf die Gleichstel-
lung von Frauen und Männern, gegebenenfalls auch die Berücksichtigung niedriger
Einkommen;
c) mindestens 15% der über den 30. September hinaus beschäftigten Arbeitnehmer müs-
sen eine Erhöhung ihrer Gehälter aus dem Leistungsvolumen erhalten;
d) ein Arbeitnehmer darf dann nicht ausgewählt werden, wenn er bereits im letzten und
vorletzten Kalenderjahr eine Erhöhung seines Gehaltes aus dem Leistungsvolumen
erhalten hat. Dies gilt nicht bei Leistungslöhnern.
(42) Bei der Aufteilung des Leistungsvolumens auf die ausgewählten Arbeitnehmer ist
das Gehalt eines Arbeitnehmers höchstens um 7% zu erhöhen. Die auf die einzelnen Ar-
beitnehmer entfallenden Erhöhungen müssen zueinander in einem ausgewogenen Ver-
hältnis stehen.

38
(43) Wird das Leistungsvolumen zur Erhöhung von Akkordrichtsätzen verwendet, ist das
1,3-fache des auf die Erhöhung des Akkordrichtsatzes entfallenden Wertes, multipliziert
mit der Anzahl der betroffenen Leistungslöhner auf das Ausmaß des Leistungsvolumens
anzurechnen.
(44) Durch Betriebsvereinbarung können ergänzend weitere Auswahl- und/oder Auftei-
lungsbestimmungen geschaffen und/oder die obigen Bestimmungen vertieft werden.
Information der Arbeitnehmer
(45) Jedem ausgewählten Arbeitnehmer ist die Erhöhung schriftlich mitzuteilen. In der
Mitteilung ist darauf hinzuweisen, dass die Erhöhung aus dem kollektivvertraglichen Leis-
tungsvolumen stammt.
Verfahren zur Ermittlung und Aufteilung des Leistungsvolumens
(46) Der Arbeitgeber hat das Verfahren zur Ermittlung und Aufteilung des Leistungsvolu-
mens jeweils am 1. Oktober einzuleiten und bis 31. Dezember desselben Kalenderjahres
abzuschließen.
(47) Die Gehälter der im Zuge des Verfahrens ausgewählten Arbeitnehmer sind jeweils
zum 1. Jänner des folgenden Kalenderjahres zu erhöhen.
(48) In Betrieben mit Betriebsrat ist das Leistungsvolumen bis spätestens 25. Oktober
dem Betriebsrat mitzuteilen.
Bis 31. Dezember des betreffenden Jahres ist eine Betriebsvereinbarung abzuschließen,
in der die ausgewählten Arbeitnehmer (entweder allgemein oder namentlich) und die Er-
höhung ihrer Gehälter anzuführen sind.
(49) In Betrieben ohne Betriebsrat ist eine Namensliste der ausgewählten Arbeitnehmer
mit Angabe der Erhöhungen der Gehälter der einzelnen Arbeitnehmer zu erstellen und zu
Kontrollzwecken aufzubewahren. Die Höhe des Leistungsvolumens sowie die Zahl der
ausgewählten Arbeitnehmer ist den Arbeitnehmern (z.B. durch Aushang) mitzuteilen.
(50) Scheiden ausgewählte Arbeitnehmer bis 31. Dezember aus, ist der entsprechende
Teil des Leistungsvolumens spätestens bis 31. Jänner des folgenden Kalenderjahres an
andere Arbeitnehmer zu vergeben. Die sich daraus ergebenden Erhöhungen sind – allen-
falls rückwirkend – mit Wirkung ab 1. Jänner vorzunehmen. Dies gilt nicht bei der Verwen-
dung des Leistungsvolumens für Erhöhungen des Akkordrichtsatzes.
(51) Wird bis 31. Dezember keine Betriebsvereinbarung abgeschlossen oder bereits im
Vorfeld eine rechtzeitige Einigung vom Arbeitgeber oder dem Betriebsrat bezweifelt, ist auf
Wunsch einer der beiden Seiten eine Vermittlung gemäß den Abs. 53 bis 56 einzuleiten.
In Betrieben ohne Betriebsrat ist auf Verlangen einer Kollektivvertragspartei, die den
begründeten Verdacht hat, dass die Bestimmungen zur Ermittlung des Leistungsvolumens
bzw. die Auswahl- oder die Aufteilungskriterien verletzt wurden, eine Vermittlung einzu-
leiten.
(52) Durch Betriebsvereinbarung kann der Beginn des Verfahrens vorverlegt werden. Der
weitere Verfahrensablauf ist entsprechend anzupassen. Wenn dadurch zwischen den
Stichtagen der Ermittlung des Leistungsvolumens und der Erhöhung der Gehälter der
ausgewählten Arbeitnehmer eine kollektivvertragliche Erhöhung liegt, ist das Leistungs-
volumen entsprechend aufzuwerten.
Vermittlung durch die Kollektivvertragsparteien
(53) Die Vermittlung hat durch fachkundige Vertreter der Kollektivvertragsparteien zu
erfolgen. Die Vermittler sind zur Verschwiegenheit über alles zu verpflichten, was ihnen im
Rahmen der Vermittlung bekannt wird.

39
(54) Der Arbeitgeber bzw. der Betriebsrat hat die Vermittler bei ihrer Tätigkeit zu unter-
stützen, die zur Vermittlung notwendigen Unterlagen (z.B. Unterlagen zur Ermittlung der
Höhe des Leistungsvolumens, Namensliste mit Angabe der Erhöhungen der Gehälter der
einzelnen Arbeitnehmer) zur Verfügung zu stellen und die Gründe für die Auswahl der
betreffenden Arbeitnehmer zu nennen.
(55) Wenn die Auswahl- oder Aufteilungskriterien nicht beachtet wurden, wirken die Ver-
mittler (Abs. 51/2) auf den Arbeitgeber ein, das Leistungsvolumen gemäß den Bestimmun-
gen dieses Kollektivvertrages auszuschütten. Diese Ausschüttung ist – allenfalls rückwir-
kend – mit Wirkung ab 1. Jänner (gemäß Abs. 47) vorzunehmen.
(56) Wurde nicht das gesamte Leistungsvolumen ausgeschüttet, gilt:
a) Vom Arbeitgeber, in Betrieben mit Betriebsrat mittels Betriebsvereinbarung, sind die
Gehälter allenfalls auch weiterer Arbeitnehmer so zu erhöhen, dass das Leistungsvo-
lumen vollständig ausgeschüttet wird. Die Erhöhungen sind – allenfalls rückwirkend –
mit Wirkung ab 1. Jänner (gemäß Abs. 47) vorzunehmen.
b) Ferner hat der Arbeitgeber eine Einmalzahlung zu leisten. Zunächst ist das 42-Fache
des ursprünglich nicht ausgeschütteten Teiles des Leistungsvolumens zu ermitteln.
Dieser Betrag ist sodann auf die zum Ausschüttungszeitpunkt beschäftigten, nicht
(auch nicht nachträglich gemäß lit. a) ausgewählten Arbeitnehmer nach Köpfen aufzu-
teilen und spätestens bis 30. Juni des Folgejahres auszuzahlen.
Anpassung des Leistungsvolumens wegen erheblicher betrieblicher Veränderungen
(57) Ist die Zahl der Arbeitnehmer am 31. Dezember um mehr als 20% höher oder tiefer
als am 30. September, ist die Ermittlung und Aufteilung des Leistungsvolumens an die
geänderten Verhältnisse anzupassen. In einem solchen Fall ist unter sinngemäßer Anwen-
dung der Abs. 46 bis 52 ein neues Ermittlungs- und Aufteilungsverfahren durchzuführen.
Dem Verfahren sind die Verhältnisse im Kalendermonat nach dem Eintritt der Änderung
der Arbeitnehmerzahl zugrunde zu legen. Die Gehaltserhöhungen sind – allenfalls rück-
wirkend – mit Wirkung ab 1. Jänner (Abs. 47) vorzunehmen.
(58) Dies gilt nicht im Fall des Zusammenschlusses von Betrieben bzw. Betriebsteilen im
Sinn des § 31 Abs. 6 ArbVG (Zusammenschluss zu einem neuen Betrieb).
Eintritt eines Unternehmens oder Betrieb(steil)es in den Geltungsbereich des Kollektiv-
vertrages
(59) Tritt ein Unternehmen, Betrieb oder Betriebsteil im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31.
Dezember in den Geltungsbereich des Kollektivvertrages ein, ist unter sinngemäßer An-
wendung der Abs. 46 bis 52 ein Verfahren durchzuführen. Dem Verfahren sind die
Verhältnisse im Kalendermonat nach Geltungsbeginn des Kollektivvertrages zugrunde zu
legen. Die Gehaltserhöhungen sind – allenfalls rückwirkend – mit Wirkung ab 1. Jänner
vorzunehmen.
Verringerung des Leistungsvolumens aus zwingenden wirtschaftlichen Gründen
(60) Liegen zwingende wirtschaftliche Gründe (insbesondere Existenzgefährdung) vor,
kann das Leistungsvolumen des betreffenden Jahres entsprechend der wirtschaftlichen
Notwendigkeit – erforderlichenfalls bis auf Null – reduziert und/oder die Durchführung der
Erhöhungen aufgeschoben werden.
(61) In Betrieben mit Betriebsrat ist darüber eine Betriebsvereinbarung abzuschließen und
– bei sonstiger Rechtsunwirksamkeit – an die Kollektivvertragsparteien zu übermitteln.
(62) In Betrieben ohne Betriebsrat kann der Arbeitgeber die Kollektivvertragsparteien um
Zustimmung zur Verringerung des Leistungsvolumens und/oder Aufschiebung der Erhö-
hungen ersuchen. Den Kollektivvertragsparteien sind die zur Beurteilung der wirtschaft-
lichen Lage des Unternehmens bzw. Betriebes notwendigen Unterlagen vorzulegen. Die
40
Kollektivvertragsparteien haben die Unterlagen vertraulich zu behandeln und so rasch als
möglich zu entscheiden, ob bzw. in welcher Höhe das Leistungsvolumen reduziert bzw.
die Erhöhungen aufgeschoben werden können.
Lehrlinge
Lehrlingsentschädigung
(63) Die monatliche Lehrlingsentschädigung beträgt in € (1.5.2011):
Lehrjahr I II
1. Lehrjahr 517,38 687,57
2. Lehrjahr 687,57 929,25
3. Lehrjahr 929,25 1.145,96
4. Lehrjahr 1.257,16 1.330,90
Die Spalte II gilt für Lehrlinge, deren Lehrverhältnis nach bestandener Reifeprüfung be-
gonnen hat.
Die monatliche Lehrlingsentschädigung beträgt bei integrativer Berufsausbildung (§ 8b
BAG) in € (1.5.2011):
Verlängerung um bis zu Teil-
Lehrjahr
1 Lehrjahr 2 Lehrjahre qualifizierung
1. Lehrjahr 517,38 517,38 517,38
2. Lehrjahr 638,80 588,87 574,11
3. Lehrjahr 788,56 687,57 630,84
4. Lehrjahr 972,36 890,68
5. Lehrjahr 1.257,16 1.014,35
6. Lehrjahr 1.257,16
Bei nachträglicher Verlängerung bleibt die Lehrlingsentschädigung so lange unverändert,
bis sich nach der vorstehenden Tabelle Anspruch auf die Lehrlingsentschädigung eines
höheren Lehrjahres ergibt. Kollektivvertragliche Erhöhungen der Lehrlingsentschädigung
sind jedoch vorzunehmen.
Anrechnung von Vorlehre und teilqualifizierender Ausbildung
(64) Wird die Vorlehre oder teilqualifizierende Ausbildung (einschließlich der Berufsschule
im Sinn der Anforderungen des Berufsausbildungsgesetzes) erfolgreich zurückgelegt, ist
sie bei späterer Absolvierung einer Lehrausbildung im gleichen oder einem verwandten
Lehrberuf mindestens im Ausmaß des 1. Lehrjahres anzurechnen. Besteht kein Anspruch
auf diese Anrechnung, darf die spätere Lehrlingsentschädigung jedenfalls nicht niedriger
sein, als die während der Vorlehre oder teilqualifizierenden Ausbildung zuletzt bezahlte.
Internatskosten
(65) Die Internatskosten, die durch den Aufenthalt eines Lehrlings bzw. eines Vorlehrlings
oder Teilqualifizierungslehrlings in einem für die Schüler der Berufsschule bestimmten
Schülerheim zur Erfüllung der Berufsschulpflicht entstehen, hat das Unternehmen zu
bevorschussen und zu ersetzen. Wenn nachweisbar kein Platz im Schülerheim verfügbar
ist, sind Quartierkosten gegen Beleg zu bevorschussen und zu ersetzen; dieser Anspruch
ist mit der Höhe der Kosten des Schülerheimes begrenzt.
Erfolgsprämien
(66) Erhält der Arbeitgeber für einen Lehrling eine Förderung gem. der Richtlinie zu § 19c
des Berufsausbildungsgesetzes, gebühren diesem Lehrling folgende Erfolgsprämien:

41
Praxistest Ö Prämie Lehrabschlussprüfung Ö Prämie
negativ
positiv € 300,-
positiv weitere € 300,-
negativ
negativ
positiv bei 1. Antritt € 150,-
Absolviert der Lehrling die Lehrabschlussprüfung beim erstmaligen Antritt und erhält der
Arbeitgeber eine Förderung gemäß der Richtlinie, ist diesem Lehrling eine zusätzliche
Prämie zu zahlen; sie beträgt bei
- gutem Erfolg ....................... € 100,-,
- ausgezeichnetem Erfolg ..... € 125,-.
Sofern der Lehrling bereits vor dem 1.5.2010 zum Praxistest zur Mitte der Lehrzeit ange-
treten ist, gebühren ihm die Erfolgsprämien anlässlich der erfolgreichen Lehrabschluss-
prüfung.
Wird dem Unternehmen die Förderung wegen eines in der Richtlinie genannten Aus-
schlussgrundes (z.B. schwerwiegende Übertretung des Berufsausbildungsgesetzes) nicht
bezahlt, hat der Lehrling dennoch Anspruch auf die Erfolgsprämie(n).
Alle Lehrlinge des entsprechenden Lehrjahres sind verpflichtet, am Praxistest teilzuneh-
men, soweit dem nicht berücksichtigungswürdige Gründe entgegenstehen. Die Nichtteil-
nahme stellt jedoch keinen Grund für die (vorzeitige) Beendigung des Lehrverhältnisses
dar. Die für die Ablegung der Prüfungen erforderliche Zeit ist Arbeitszeit.
Pflichtpraktikanten
(67) Pflichtpraktikanten sind Schüler, die aufgrund schulrechtlicher Vorschriften ein
Pflichtpraktikum einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule absolvieren (in der
Regel bis zu 1 Monat pro Kalenderjahr). Ihre monatliche Vergütung beträgt bei einer Nor-
malarbeitszeit von 38,5 Wochenstunden mindestens € 687,57. Dies gilt auch, wenn nur
eine teilweise Arbeitspflicht besteht.
Pflichtpraktikanten sind weiters Studenten, die aufgrund studienrechtlicher Vorschriften ein
Pflichtpraktikum einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität absolvieren. Ihre mo-
natliche Vergütung beträgt bei einer Normalarbeitszeit von 38,5 Wochenstunden mindes-
tens € 929,25. Dies gilt auch, wenn nur eine teilweise Arbeitspflicht besteht.
Ferialpraktikanten
(68) Ferialpraktikanten sind Personen, die ohne Vorliegen schulrechtlicher Vorschriften
während der Schulferien mit vereinbarten Ausbildungsanteilen in einem Arbeitsverhältnis
beschäftigt werden. Ihr Monatsgehalt beträgt bei einer Normalarbeitszeit von 38,5 Wo-
chenstunden für längstens 1 Monat in € mindestens (1.5.2011):
ohne Matura mit Matura
erstmalige Beschäftigung ohne Berufserfahrung
517,38 687,57
bzw. kein vorher absolviertes Pflichtpraktikum
in allen anderen Fällen 687,57 929,25
Gehälter der Meister
(69) Die Gehälter von Meistern, Obermeistern und Montageleitern, deren Tätigkeit vor-
wiegend und regelmäßig in der Führung und Anweisung von Arbeitergruppen besteht,
müssen den Mindestlohn des am höchsten eingestuften, ihnen unterstellten Arbeiters in
einem bestimmten Ausmaß übersteigen, und zwar bei einem
- Meister oder Montageleiter um 10%,
- Obermeister um 15%.

42
Die Gehälter der Meister, Obermeister und Montageleiter müssen mindestens den Akkord-
richtsatz der unterstellten Arbeiter erreichen.

§ 16 ALIQUOTE GEHALTSANSPRÜCHE

(1) Beginnt das Arbeitsverhältnis nicht am Monatsersten, sondern am ersten betriebsübli-


chen Arbeitstag eines Monats, steht das ungekürzte Monatsgehalt zu. Gleiches gilt sinn-
gemäß bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
(2) Besteht während des Arbeitsverhältnisses nicht für alle Tage eines Kalendermonats
Anspruch auf Gehalt, ist pro Kalendertag mit Gehaltsanspruch 1/30 des Monatsgehaltes
zu zahlen. Für einzelne Stunden ohne Gehaltsanspruch ist bei Vollzeitbeschäftigten pro
Stunde 1/167 vom Monatsgehalt abzuziehen.
Variable Entgeltbestandteile können nach tatsächlicher Leistung oder unter Berücksichti-
gung obiger Regelungen abgerechnet werden.
(3) Davon abweichende, jedoch gleichwertige Regelungen können durch Betriebsverein-
barung festgelegt werden, in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Vereinbarung
mit den Kollektivvertragsparteien.

§ 17 FÄLLIGKEIT UND ABRECHNUNG

Fälligkeit
(1) Gehalt und alle pauschalierten Ansprüche sind spätestens am Letzten des laufenden
Kalendermonats zu zahlen.
Ansprüche aus Dienstreisen, deren schriftliche Abrechnung bis zum 20. eines Monats
erfolgt, sind spätestens am Monatsletzten zu zahlen, bei späterer Abrechnung am Letzten
des Folgemonats.
Alle anderen Ansprüche sind spätestens am Letzten des Folgemonats zu zahlen, insbe-
sondere:
- Vergütungen für Überstunden, Voll- und Teilzeitmehrarbeit,
- Zulagen, Zuschläge, Prämien udgl.
Abrechnung
(2) Der Abrechnungszeitraum ist der Kalendermonat. Für variable Entgeltbestandteile
kann ein abweichender monatlicher Abrechnungszeitraum (z.B. jeweils bis zum 20. des
Monats) durch Betriebsvereinbarung, in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche
Vereinbarung mit den Arbeitnehmern, festgelegt werden.
(3) [Gilt nur für Arbeiter.]
Information über Zeitguthaben bzw. -schulden
(4) Wenn bei Anwendung flexibler Arbeitszeitmodelle sowie der Abgeltung von Voll- bzw.
Teilzeitmehrarbeit oder Überstunden durch Zeitausgleich die Lage und Dauer des Zeit-
ausgleiches nicht festgelegt sind, ist der Arbeitnehmer im Nachhinein über die Differenz
zwischen der Normalarbeitszeit und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit des Abrech-
nungszeitraumes sowie über den Gesamtsaldo (Zeitguthaben bzw. -schuld) schriftlich zu
informieren.
Rundung betrieblicher Beträge
(5) Bei der Erhöhung von in betrieblichen Regelungen vorgesehenen Beträgen von weni-
ger als 5 Euro sind diese auf mindestens 3 Nachkommastellen kaufmännisch zu runden,
soweit durch Betriebsvereinbarung nichts anderes vorgesehen ist. Kann die Gehalts-

43
verrechnung von Betrieben ohne Betriebsrat nur 2 Nachkommastellen berücksichtigen, ist
auf diese kaufmännisch zu runden.

§ 18 SONDERZAHLUNGEN (URLAUBS- UND WEIHNACHTSGELD)

(1) Der Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachts-
geld.
Höhe der Sonderzahlungen
(2) Als Urlaubs- sowie Weihnachtsgeld gebührt jeweils ein Monatsgehalt, bei Lehrlingen
auf der Grundlage der Lehrlingsentschädigung.
Aufgrund dieses Kollektivvertrages oder einer Betriebsvereinbarung zu zahlende
- Schicht- und Nachtarbeitszulagen sowie
- Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen
sind mit dem Durchschnitt der jeweils letzten 3 Monate einzubeziehen. Durch Betriebs-
vereinbarung kann ein anderer Betrachtungszeitraum festgelegt werden. Entgelte für
Mehrleistungen sind nicht einzubeziehen.
Provisionsbeziehern gebührt anstelle des Monatsgehaltes das Fixum, mindestens jedoch
das Mindestgehalt.28
Fälligkeit
Urlaubsgeld
(3) Das Urlaubsgeld gebührt dem Arbeitnehmer neben dem gesetzlichen Urlaubsentgelt
und ist spätestens mit der Abrechnung für Juni vollständig zu zahlen. Tritt der Arbeitneh-
mer vor der Juni-Abrechnung einen Urlaub von mindestens 5 Urlaubstagen an, ist jeweils
aliquotes Urlaubsgeld zu zahlen (z.B. bei 25 Arbeitstagen Urlaubsanspruch pro Urlaubs-
jahr gebührt pro Urlaubstag 1/25 des Urlaubsgeldes).
Durch Betriebsvereinbarung kann ein einheitlicher Zeitpunkt der Auszahlung des Urlaubs-
geldes ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Urlaubsverbrauch festgelegt werden; spätes-
tens ist das Urlaubsgeld jedoch am 30. Juni zu zahlen. In Betrieben ohne Betriebsrat kön-
nen derartige Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern schriftlich getroffen werden.
Weihnachtsgeld
(4) Das Weihnachtsgeld ist spätestens am 30. November zu zahlen.
Aliquote Sonderzahlungen
(5) Beginnt das Arbeitsverhältnis während des laufenden Kalenderjahres, gebühren das
Urlaubs- und Weihnachtsgeld aliquot (1/52 pro begonnene Kalenderwoche). Das aliquote
Urlaubsgeld ist gemäß Abs. 3 fällig, spätestens jedoch mit dem Weihnachtsgeld. Für nach
dem 30. November eintretende Arbeitnehmer sind das aliquote Urlaubs- und Weihnachts-
geld mit dem Monatsgehalt für den Dezember zu zahlen.
(6) Endet das Arbeitsverhältnis während des Kalenderjahres, gebühren das Urlaubs- und
Weihnachtsgeld aliquot (1/52 pro begonnene Kalenderwoche). Wurde das Urlaubs- bzw.
Weihnachtsgeld bereits bezahlt, ist der auf den restlichen Teil des Kalenderjahres ent-
fallende Teil bei der Endabrechnung abzuziehen. Wurde das Urlaubs- bzw. Weihnachts-
geld noch nicht oder nur zum Teil bezahlt, ist der fehlende Teil bei der Endabrechnung zu
zahlen.

28
Die Anrechnung von Sonderzahlungen auf Mindestgehälter von Provisionsbeziehern ist auf Seite 35
(§ 15 Abs. 26) geregelt.

44
Zeiten ohne Entgeltanspruch
(7) Zeiten ohne Entgeltanspruch vermindern das Urlaubs- und Weihnachtsgeld aliquot (je
vollendete Woche 1/52) nur
- in den gesetzlich ausdrücklich angeführten Fällen (z.B. Präsenz- oder Zivildienst, Wo-
chengeldbezug, Karenz im Sinn des Mutterschutz- bzw. Väter-Karenzgesetzes, Frei-
stellung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes29 oder erweiterte Betriebsrats-Bildungsfrei-
stellung30) oder
- bei ungerechtfertigtem Fernbleiben oder
- wenn der Arbeitnehmer aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften vollen Entgeltersatz
einschließlich Sonderzahlungen erhält.
Für Zeiten, in denen aufgrund einer Vereinbarung Arbeitsleistung und Entgeltanspruch
entfallen, kann der Entfall des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes vereinbart werden. Für
unbezahlten Urlaub für eine Betriebsrats-Bildungsfreistellung im Sinn des § 118 ArbVG
kann die aliquote Verminderung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes jedoch nicht wirksam
vereinbart werden.
Notwendige Korrekturen des Urlaubsgeldes sind mit dem Weihnachtsgeld vorzunehmen
(Nachzahlung bzw. Gegenverrechnung).
Änderung der Normalarbeitszeit
(8) Für Arbeitnehmer, die während des laufenden Kalenderjahres von einer Vollzeit- in
eine Teilzeitbeschäftigung bzw. umgekehrt wechseln oder deren Teilzeitbeschäftigungs-
ausmaß sich ändert, sind das Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf der Grundlage des durch-
schnittlichen Beschäftigungsausmaßes während des Kalenderjahres zu berechnen. Wurde
das Urlaubsgeld vor der Änderung der Normalarbeitszeit gezahlt, ist die Korrektur mit dem
Weihnachtsgeld vorzunehmen (Nachzahlung bzw. Gegenverrechnung).31
(9) Endet die Lehrzeit während des Kalenderjahres, setzen sich Urlaubs- und Weihnachts-
geld aliquot aus der zuletzt zustehenden Lehrlingsentschädigung und dem November-
gehalt zusammen. Notwendige Korrekturen des Urlaubsgeldes sind mit dem Weihnachts-
geld vorzunehmen (Nachzahlung bzw. Gegenverrechnung).32

§ 19a URLAUB

(1) Das Urlaubsausmaß beträgt bei einer Dienstzeit von weniger als 25 Jahren 30 Werk-
tage und erhöht sich – unter Einbeziehung allenfalls gemäß § 3 UrlG anzurechnender Vor-
zeiten – nach Vollendung des 25. Jahres auf 36 Werktage. Nach 2-jähriger Dauer des
Arbeitsverhältnisses sind 3 Jahre einer Schulausbildung anzurechnen, die erfolgreich mit

29
§ 12 Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz (AVRAG).
30
§ 119 Abs. 3 Arbeitsverfassungsgesetz.
31
Beispiel: 3 Monate 38,5 Wochenstunden, 9 Monate 20 Wochenstunden
3 (Monate) x 38,5 Std. = 115,5 Std.; 9 (Monate) x 20 Std. = 180 Std.; Summe: 295,5 Std.
295,5 Std. : 12 (Monate) = 24,63 Wochenstunden im Jahresdurchschnitt.
Beträgt die Teilzeitbeschäftigung im Auszahlungsmonat 20 Wochenstunden, ist das Monatsgehalt durch
20 zu teilen und mit 24,63 zu vervielfachen, um das Urlaubsgeld zu berechnen. Gegebenenfalls ist
regelmäßig geleistete Teilzeitmehrarbeit mit jenem Euro-Betrag zusätzlich zu berücksichtigen, der sich
aus dem Durchschnittsbetrag der in den letzten 12 Kalendermonaten ausbezahlten Vergütung von Teil-
zeitmehrarbeit (inklusive Teilzeitmehrarbeitszuschlag) ergibt.
32
Seite 54, Anmerkung 6 (Berechnungsbeispiel).

45
Reifeprüfung (Matura) abgeschlossen wurde.33 Fallen derartige Schulzeiten und Zeiten
von Arbeitsverhältnissen zusammen, ist diese Zeit nur einmal zu berücksichtigen.
(2) Bei der Bemessung des Urlaubsentgeltes gilt der Generalkollektivvertrag über den
Begriff des Entgeltes gemäß § 6 UrlG.34
Regelmäßig geleistete Überstunden sind bei der Bemessung des Urlaubsentgeltes in der
Regel zu berücksichtigen. Als regelmäßig gelten Überstunden dann, wenn sie in mindes-
tens 7 der letzten 12 Kalendermonate vor Urlaubsantritt geleistet wurden. Kalendermo-
nate, in denen der Arbeitnehmer überwiegend berechtigt abwesend war (z.B. wegen
Krankheit, Urlaub oder sonstiger bezahlter Dienstverhinderung), sind auszuscheiden. Der
Rückrechnungszeitraum ist um ausgeschiedene Monate zu verlängern. Regelmäßig ge-
leistete Überstunden sind nicht zu berücksichtigen, wenn sie infolge einer wesentlichen
Änderung des Arbeitsanfalles (z.B. wegen Auslaufens eines Auftrages) nicht oder nur in
geringerem Ausmaß zu leisten gewesen wären.
Am 30.4.2011 bestehende, davon abweichende Berechnungsmethoden bleiben aufrecht,
so lange nicht durch Betriebsvereinbarung der Übergang zur Regelung des vorstehenden
Absatzes vereinbart wird; in Betrieben ohne Betriebsrat kann dies mit den Arbeitnehmern
schriftlich vereinbart werden.
(3) Während des Urlaubes darf der Arbeitnehmer keine dem Erholungszweck des Urlau-
bes widersprechende Erwerbstätigkeit leisten. Zum Verbrauch von Urlaub während der
Kündigungsfrist kann der Arbeitnehmer nicht verpflichtet werden.

§ 19b BILDSCHIRMBRILLE, TELEARBEIT

(1) Arbeitnehmern, die bei einem nicht unwesentlichen Teil ihrer Arbeit ein Bildschirmgerät
benutzen, ist auf Grund einer ärztlichen Verordnung eine Bildschirmbrille zur Verfügung zu
stellen bzw. sind die notwendigen Kosten zu ersetzen.35
(2) Telearbeit liegt vor, wenn sich der Arbeitsplatz ganz oder teilweise in einer außer-
betrieblichen Arbeitsstätte (z.B. Wohnung des Arbeitnehmers) befindet und elektronische
Kommunikations- sowie Bürotechnologie für die Tätigkeit bestimmend ist.
Telearbeit ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich und
schriftlich zu vereinbaren.
Über die Bedingungen der Telearbeit können Betriebsvereinbarungen abgeschlossen wer-
den. Wenn keine Betriebsvereinbarung gilt, sind Vereinbarungen insbesondere über Ar-
beitsstätte, Arbeitszeit, Arbeitsmittel, allfällige Aufwandserstattungen, Haftungsregelungen,
über den Kontakt zum Betrieb und eine Beendigung der Telearbeit zu treffen. Der von den
Kollektivvertragsparteien ausgearbeitete Muster-Dienstzettel ist dabei zu Grunde zu le-
gen.36

§ 19c JUBILÄUMSGELD

(1) Nach einer ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses gebühren zum


- 25-jährigen Dienstjubiläum ..... 1 Monatsgehalt,

33
Durch diese Bestimmung wird die Höchstanrechnung von 2 Schuljahren neben Dienstzeiten gemäß § 3
Abs. 3 UrlG erweitert.
34
http://www.feei.at/kollektivvertraege/?full=623
35
Weitere Regelungen zur Bildschirmarbeit enthält § 68 ASchG.
36
Seite 56 (Anhang E, Punkt 3).

46
- 35-jährigen Dienstjubiläum ..... 2 Monatsgehälter,
- 45-jährigen Dienstjubiläum ..... 3 Monatsgehälter
als Jubiläumsgeld.
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen dem 40. und 45. Dienstjahr gebührt ein
der zurückgelegten Dienstzeit in diesem 5-Jahres-Zeitraum entsprechender aliquoter An-
teil von 3 Monatsgehältern; dieser Anspruch besteht nicht, wenn das Arbeitsverhältnis
durch verschuldete Entlassung oder Austritt ohne wichtigen Grund endet.
(2) Bestehen betriebliche Regelungen über Jubiläumszahlungen oder andere nur von der
Dauer des Arbeitsverhältnisses abhängige, nicht laufend gewährte besondere Zahlungen,
gelten diese statt der obigen Regelung, soweit sie insgesamt zumindest gleich günstig
sind.

§ 20 DIENSTERFINDUNGEN, VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE

(1) Wenn der Arbeitnehmer eine Diensterfindung im Sinn des § 7 Abs. 3 des Patentgeset-
zes gemacht hat, ist diese dem Arbeitgeber anzubieten. Der Arbeitgeber hat innerhalb von
3 Monaten vom Tag der Anbietung an zu erklären, ob er die Erfindung für sich in Anspruch
nimmt. Bis zur Anmeldung der Patentrechte ist der Arbeitgeber zur Geheimhaltung der
Erfindung verpflichtet. Bei Inanspruchnahme der Erfindung hat er die gesetzlich vorgese-
hene Entschädigung an den bzw. die Erfinder und die Patentgebühren zu zahlen. Der Ar-
beitnehmer ist auf sein Verlangen bei der Eintragung in das Patentregister als Erfinder zu
nennen.
(2) Über die Vergütung für Verbesserungsvorschläge können Betriebsvereinbarungen ab-
geschlossen werden.

§ 22 VERFALL VON ANSPRÜCHEN

(1) Für die Verjährung und den Verfall aller Ansprüche zwischen Arbeitgeber und Arbeit-
nehmer gelten ausschließlich die gesetzlichen Vorschriften. Auch für Rückforderungen zu
Unrecht geleisteter Entgelte gilt die 3-jährige Verfallsfrist.
(2) Abweichend davon müssen
- Vergütungen für Teilzeit- bzw. Vollzeitmehrarbeit sowie Überstunden,
- Sonntagszuschläge,
- Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen
bei sonstigem Verfall binnen 6 Monaten nach ihrer Fälligkeit bzw. Bekanntwerden münd-
lich oder schriftlich geltend gemacht werden; dies gilt nicht soweit sie Teil von Gleichbe-
handlungsansprüchen im Sinn des Gleichbehandlungsgesetzes sind.37
Bei einer Pauschale für Vollzeitmehrarbeit bzw. Überstunden läuft die Verfallsfrist ab dem
Ende jenes für die Ermittlung der durchschnittlichen Überstundenzahl maßgeblichen Be-
trachtungszeitraumes, in dem die Überstundenleistung erfolgte. Wurde kein Betrachtungs-
zeitraum vereinbart, läuft die Verfallsfrist ab dem Ende des Kalenderjahres.
(3) Eine Verzichtserklärung des Arbeitnehmers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
auf seine Ansprüche kann von diesem innerhalb von 5 Arbeitstagen nach Aushändigung
der Endabrechnung rechtswirksam widerrufen werden.

37
Der Verfall von Ansprüchen aus Dienstreisen ist auf Seite 29 (§ 14c Abs. 45) geregelt.

47
§ 23 VERMITTLUNG DURCH DIE KOLLEKTIVVERTRAGSPARTEIEN

Bei grundsätzlichen Fragen der Auslegung dieses Kollektivvertrages, die über den Anlass-
fall hinaus von Bedeutung sind, soll vor Anrufung des Arbeits- und Sozialgerichtes eine
Vermittlung durch fachkundige Vertreter der Kollektivvertragsparteien erfolgen. Die Ver-
mittler sind zur Verschwiegenheit über alles verpflichtet, was ihnen im Rahmen der Ver-
mittlung bekannt wird.
Arbeitgeber und Betriebsrat haben die Vermittler bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, die zur
Vermittlung notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen und die Gründe für die je-
weiligen Entscheidungen zu nennen, über die die Vermittler zu befinden haben.

§ 24 GÜNSTIGKEITSKLAUSEL, AUFHEBUNG VON VORSCHRIFTEN

Bestehende betriebliche Vereinbarungen, die den Arbeitnehmer günstiger stellen als die-
ser Kollektivvertrag, bleiben unberührt.

Dieser Kollektivvertrag ersetzt den am 1.5.2010 in Kraft getretenen Kollektivvertrag.

48
ANHANG A – ÜBERGANGSRECHTE

1) ÜBERGANGSRECHT ZU § 4 UND § 5 (ARBEITSZEIT)

Verweisungen in Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsverträgen auf die mit Wirkung ab


1.5.2009 geänderten Kollektivvertragsbestimmungen beziehen sich ab 1.5.2009 sinnge-
mäß auf die entsprechenden neuen Kollektivvertragsbestimmungen.

2) ÜBERGANGSRECHT ZU § 14c (DIENSTREISE UND MONTAGE)38

Reiseaufwandsentschädigungen
Inlandstaggeld
(1) Ab 1.5.2006 gilt für Arbeitnehmer der Beschäftigungsgruppen I bis K:
Einstufung fixiertes Inlandstaggeld bis der
in Beschäftigungsgruppe Dauerrechts-Betrag höher ist
I oder J
K erstmals am 1.5.2006 oder € 45,71 / 24 Stunden
später
K vor 1.5.2006 € 52,24 / 24 Stunden
Reiseaufwandsentschädigungen bei Reisen in die am 1.5.2004 beigetretenen EU-
Mitgliedstaaten sowie nach Rumänien oder Bulgarien
(2) Die Tag- und Nächtigungsgelder der Gebührenstufe 3 der Bundesbeamten sind für
- die am 1.5.2004 beigetretenen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ab 1.1.2007,
- Rumänien sowie Bulgarien ab 1.1.2009
schrittweise um jeweils € 3,00 pro Kalenderjahr anzuheben, bis der Wert des Inlandstag-
geldes bzw. -nächtigungsgeldes erreicht ist.
So lange dieses Auslandstaggeld unter dem Inlandstaggeld liegt, gilt ab dem 29. Tag der
Dienstreise ein um 10% abgesenkter Wert.
Ab dem 29. Tag der Dienstreise gilt ein um 10% unter dem Nächtigungsgeld der Gebüh-
renstufe 3 der Bundesbeamten liegender Wert; dieser darf jedoch das ab dem 8. Tag ge-
bührende inländische Nächtigungsgeld nicht unterschreiten.
Reisen außerhalb der Normalarbeitszeit
[Abs. 3 nicht mehr anwendbar.]
Lenkentgelt
(4) Der Berechnung des Lenkentgeltes ist das jeweilige Monatsgehalt, höchstens jedoch
der Betrag von € 3.061,49 zugrunde zu legen. Sobald das Mindestgehalt der Grundstufe
der Beschäftigungsgruppe H diesen Betrag übersteigt, gilt § 14c Abs. 19.
[Abs. 5 bis 8 nicht mehr anwendbar.]

3) ÜBERGANGSRECHT ZU § 15 (ENTLOHNUNG)49

§ 1 Einstufung in Beschäftigungsgruppen
[Nicht mehr anwendbar.]

38
Der vollständige Text des Übergangsrechtes ist abrufbar unter http://www.feei.at/img/db/docs/3044.pdf

49
§ 2 Vorrückungsstufen
Einreihung am 1.5.2004
Vorrückung
(1) Für Angestellte, deren Dienstverhältnisse vor dem 1.5.2003 begonnen haben, gilt: Er-
folgt die Einstufung in die neue Beschäftigungsgruppe gemäß der Überleitungstabelle (§ 1
Abs. 1), richtet sich der Anspruch auf die fixierten Biennien des Übergangsrechtes (§ 2
Abs. 2) sowie auf die Vorrückungen des EES-Dauerrechtes (§ 15 KVAngEEI) nach der
Vorrückungstabelle. Ausgangspunkt für den Termin der fixierten Biennien bzw. der Vor-
rückung ist der letzte Vorrückungsstichtag aus dem Biennalsystem vor dem 1.5.2004.
Vorrückungstabelle
Eintritt vor 1.5.2003 Übergangsrecht EES-Dauerrecht
Verwendungsgruppen-Jahre (VG-J) Fixiertes Biennium 1./2. Vorrückung* 3./4. Vorrückung**
am 30.4.2004 Jahre nach dem letzten Vorrückungsstichtag vor dem 1.5.2004
1. und 2. VG-J 2, 4 6 9, 12
nach 2 VG-J 2 4 7, 10
nach 4 VG-J – 2, 4 7, 10
nach 6 VG-J 2, 4 – –
nach 8 VG-J 2 – –
nach 10 VG-J – – –
* § 15 Abs. 22 KVAngEEI – Vorrückungswerte „2,4 BG-J“.
** § 15 Abs. 22 KVAngEEI – Vorrückungswerte „7,10 BG-J“.

[Die in Abs. 2 festgelegten Werte der fixierten Biennien sind auch der Tabelle in Abs. 3
entnehmbar. Daher wird Abs. 2 nicht mehr wiedergegeben.]
Individuelles Mindestgehalt
(3) Das zum 30.4.2004 gebührende Mindestgehalt zuzüglich der Kollektivvertragserhö-
hung vom 1.5.2004 im Ausmaß von 2,6% darf nicht unterschritten werden. Dieser Betrag
erhöht sich nur zu den in der Vorrückungstabelle (§ 2 Abs. 1) vorgesehenen Zeitpunkten
um allfällige fixierte Biennien (§ 2 Abs. 2). Günstigere Regelungen aus dem EES-Dauer-
recht (§ 15 KVAngEEI) werden hievon nicht berührt.
39
VG-Jahre I II III IV IVa V Va VI
1. u. 2. 1.254,52 1.423,64 1.713,12 2.212,55 2.433,99 2.978,12 3.276,03 4.330,99
n. 2 1.309,65 1.489,13 1.800,38 2.326,88 2.559,64 3.135,54 3.449,17 4.666,35
n. 4 1.364,78 1.554,62 1.887,64 2.441,21 2.685,29 3.292,96 3.622,31 5.001,71
n. 6 1.620,11 1.974,90 2.555,54 2.810,94 3.450,38 3.795,45 5.337,07
n. 8 1.685,60 2.062,16 2.669,87 2.936,59 3.607,80 3.968,59 5.672,43
n. 10 1.751,09 2.149,42 2.784,20 3.062,24 3.765,22 4.141,73
Fix. Bien. 55,13 65,49 87,26 114,33 125,65 157,42 173,14 335,36
MI M II o M II m M III
1. u. 2. 1.977,00 2.292,61 2.423,74 2.753,12
n. 2 1.977,00 2.292,61 2.423,74 2.907,44
n. 4 2.046,07 2.418,90 2.523,62 3.061,76
n. 6 2.115,14 2.545,19 2.623,50 3.216,08
n. 8 2.184,21 2.671,48 2.723,38 3.370,40
n. 10 2.253,28 2.797,77 2.823,26 3.524,72
Fix. Bien. 69,07 126,29 99,88 154,32
[Abs. 4 bis 10 nicht mehr anwendbar.]
[§§ 3 bis 5 nicht mehr anwendbar.]

39
Alle Werte in €.

50
§ 6 Anpassung betrieblicher Regelungen
(1) Betriebliche Regelungen bleiben – soweit innerbetrieblich nichts anderes bestimmt wird
– vom In-Kraft-Treten des Einheitlichen Entlohnungssystems unberührt. Die Kollektivver-
tragsparteien empfehlen, derartige Regelungen bei Bedarf an die Bestimmungen des Ein-
heitlichen Entlohnungssystems anzupassen.
(2) Betriebliche Regelungen im Sinn dieser Bestimmungen sind Betriebsvereinbarungen;
ferner sonstige betriebliche Regelungen oder Übungen, bei denen eine einheitliche Vor-
gehensweise gegenüber allen Arbeitnehmern oder Gruppen von Arbeitnehmern ohne
Rücksicht auf eine formale Grundlage eingehalten wird. Über derartige betriebliche Rege-
lungen können Betriebsvereinbarungen abgeschlossen werden.
[§ 7 nicht mehr anwendbar.]
§ 8 Vermittlung durch die Kollektivvertragsparteien
(1) Bei grundsätzlichen Fragen der Auslegung dieses Übergangsrechtes soll vor Anrufung
des Arbeits- und Sozialgerichtes eine Vermittlung durch fachkundige Vertreter der
Kollektivvertragsparteien erfolgen. Die Vermittler sind zur Verschwiegenheit über alles
verpflichtet, was ihnen im Rahmen der Vermittlung bekannt wird.
(2) Arbeitgeber und Betriebsrat haben die Vermittler bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, die
zur Vermittlung notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen und die Gründe für die
jeweiligen Entscheidungen zu nennen, über die die Vermittler zu befinden haben.

ANHANG B – GEMEINSAME ERKLÄRUNGEN,


PROTOKOLLE UND PROTOKOLLANMERKUNGEN

1) GEMEINSAME ERKLÄRUNG DER KOLLEKTIVVERTRAGSPARTEIEN ZUR


BILDUNGSKARENZ (§ 11 AVRAG) VOM 19.10.1998

Die Kollektivvertragsparteien kommen überein, das durch Gesetz eingeführte neue Instru-
ment der Bildungskarenz durch gemeinsame Empfehlungen zu unterstützen.
Die Einzelheiten der Bildungskarenz sollen betrieblich durch Betriebsvereinbarung gere-
gelt werden. Der Zugang zu den Maßnahmen der Bildungskarenz soll innerbetrieblich so
geregelt werden, dass eine weitest mögliche Übereinstimmung zwischen den Unterneh-
menszielen und einer entsprechenden im Betrieb umsetzbaren Ausbildung mit dem Bil-
dungs- und Qualifikationsinteresse der Arbeitnehmer erreicht wird.
In diesem Sinn sollen in erster Linie Karenzierungen zur Ausbildung unterstützt werden,
bei denen aufgrund der Ausbildungsinhalte und der Ausbildungszeit eine hohe Wahr-
scheinlichkeit besteht, dass nach Beendigung der Ausbildung eine Verbesserung des Bil-
dungs- und Qualifikationsniveaus vorliegt.
Die Kollektivvertragsparteien sind darin einig, die Möglichkeiten der Bildungskarenz insbe-
sondere bei Wiedereinstieg in eine berufliche Tätigkeit vorzusehen. Bestehende Kündi-
gungsschutzbestimmungen sollen dabei auch während der Bildungskarenz aufrecht erhal-
ten werden.
Der Arbeitgeber soll Anträge der Arbeitnehmer auf Bildungskarenz genehmigen und eine
entsprechende Vereinbarung abschließen, wenn das betriebliche Interesse nicht nachteilig
berührt wird und aufgrund der Ausbildung eine Gewähr dafür besteht, dass die fachein-
schlägige Weiterbildung im Unternehmen verwendbar ist.
In diesem Fall soll das Unternehmen nach einer zu vereinbarenden Weiterverwendungs-
zeit allfällig aufgelaufene Kosten für Sozialversicherung und sonstige Aufwendungen im
Zusammenhang mit der Bildungskarenz übernehmen. Unter diesen Voraussetzungen soll

51
die Karenzzeit auch bei Ansprüchen, die sich nach der Dienstzeit richten, angerechnet
werden.

2) GEMEINSAME ERKLÄRUNG DER KOLLEKTIVVERTRAGSPARTEIEN ZUM


THEMA PAUSCHALENTLOHNUNGSVEREINBARUNGEN („ALL-IN-VEREIN-
BARUNGEN“) VOM 16.10.2002

(1) Die Kollektivvertragsparteien betrachten Pauschalentlohnungsvereinbarungen (All-in-


Vereinbarungen) prinzipiell als sinnvolles Element der Vertragsgestaltung.
(2) Durch den Abschluss von Pauschalentlohnungsvereinbarungen (All-in-Vereinbarun-
gen) dürfen gesetzliche oder kollektivvertragliche Ansprüche nicht geschmälert werden.
(3) Bei Pauschalentlohnungsvereinbarungen (All-in-Vereinbarungen) ist die tatsächlich
erforderliche und geleistete Mehrarbeit ausreichend zu berücksichtigen. Über das Gehalt
hinaus gehende sonstige überkollektivvertragliche Bezüge und eine allfällige Berücksichti-
gung bei den Sonderzahlungen sind anrechenbar.
(4) Bei der Gesamtwürdigung der Umstände im Einzelfall ist das Ausmaß der faktischen
Gestaltungsmöglichkeit der Angestellten hinsichtlich der Lage und des Ausmaßes der Ar-
beitsleistung zu berücksichtigen.

3) ABSCHLUSSPROTOKOLL VOM 12.12.2003 (EES)

Zu § 15 Abs. 8 und 12 KVAngEEI:


Die Kollektivvertragsparteien halten fest, dass – in Übereinstimmung mit der Rechtspre-
chung – die „Berücksichtigung der Gesamtheit der verrichteten Tätigkeiten“ (siehe § 15
Abs. 8 KVAngEEI; Einstufung) nicht nur die Bewertung der Dauer der einzelnen Tätigkei-
ten, sondern auch deren Bedeutung für den Arbeitgeber zu umfassen hat.
Zu § 1 Abs. 1 des Übergangsrechtes zu § 15 KVAngEEI:
Die Kollektivvertragsparteien kommen überein, dass einzelvertragliche Besserstellungen
gegenüber § 19 des Rahmenkollektivvertrages für Angestellte der Industrie in der für den
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie geltenden Fassung vom 1.11.2003
(Verwendungsgruppenschema) unberührt bleiben und bei der Anwendung der Überlei-
tungstabelle zugrunde zu legen sind.

4) GEMEINSAME ERKLÄRUNG DER KOLLEKTIVVERTRAGSPARTNER ZUR AUS-


UND WEITERBILDUNG VOM 18.12.2003

Die Kollektivvertragsparteien betonen die Wichtigkeit von Aus- und Weiterbildungsmaß-


nahmen der Unternehmen und der ArbeitnehmerInnen. Sie empfehlen, Bildungsinteressen
der ArbeitnehmerInnen zu fördern und betrieblich mögliche Rücksicht zu nehmen. Sie
heben hervor, dass die diskriminierungsfreie Einbeziehung gerade von Frauen in Aus- und
Weiterbildungsmaßnahmen ein wichtiges gemeinsames Anliegen ist. Ebenso wichtig ist
es, durch rechtzeitige Weiterqualifizierung zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit
älterer ArbeitnehmerInnen beizutragen.

5) GEMEINSAME ERKLÄRUNG DER KOLLEKTIVVERTRAGSPARTEIEN ZU VOR-


RÜCKUNGSSTUFE UND MINDESTGEHALT VOM 18.5.2004

[Nicht mehr anwendbar.]

52
6) ABSCHLUSSPROTOKOLL 2006 – VEREINBARUNG ÜBER DIE ERPROBUNG
BETRIEBLICHER ARBEITSZEITMODELLE AB 1.5.2006

Die Kollektivvertragsparteien beabsichtigen, im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes mit eini-


gen Betrieben Arbeitszeitmodelle zu erarbeiten und dort befristet zu erproben. Sie werden
Betriebe auswählen, die für die Elektro- und Elektronikindustrie charakteristisch sind.
Zu diesem Zweck können mit Zustimmung der Kollektivvertragsparteien Betriebsvereinba-
rungen abgeschlossen werden, die im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes von den kollektiv-
vertraglichen Bestimmungen befristet abweichen. In solchen Betriebsvereinbarungen kön-
nen darüber hinaus Regelungen getroffen werden, die laut Arbeitszeitgesetz vom Kollek-
tivvertrag ausdrücklich zugelassen werden müssen.

ANHANG C – ERLÄUTERUNGEN

ANMERKUNG 3 zu § 9b KVAngEEI – Berechnung der Abfertigung nach Wechsel von


Vollzeit- zu Teilzeitbeschäftigung

Beispiel:
Dauer des Dienstverhältnisses 16 Jahre, davon
- Vollzeitbeschäftigung: 14 Jahre
- Teilzeitbeschäftigung: 2 Jahre
Kollektivvertragliche Normalarbeitszeit: 38,5 Wochenstunden
Teilzeitbeschäftigung: 20 Wochenstunden
Letztes Monatsgehalt: € 1.000
1. Feststellung des gesamten Abfertigungsausmaßes: 6 Monatsentgelte
2. Ermittlung der prozentuellen Anteile von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung an der Ge-
samtdienstzeit:
14 Jahre = 87,5%
2 Jahre = 12,5%
3. Übertragung der Anteile nach Punkt 2 auf die Anzahl der Abfertigungsmonate nach
Punkt 1:
87,5% = 5,25 Monatsentgelte
12,5% = 0,75 Monatsentgelte
4. Ermittlung der Monatsbasis für Vollzeitbeschäftigung durch Aufwertung des letzten
Monatsgehaltes:
€ 1.000 (für 20 Stunden/Woche) : 20 x 38,5 = € 1.925
einschließlich Sonderzahlungsanteile: (€ 1.925 x 14 : 12 =) € 2.245,83
5. Ermittlung der Monatsbasis für Teilzeitbeschäftigung einschließlich der Sonder-
zahlungsanteile: (€ 1.000 x 14 : 12 =) € 1.166,67
6. Zuordnung der jeweiligen Monatsbasis für Voll- und Teilzeit zur Anzahl der Abferti-
gungsmonate nach Punkt 3:
€ 2.245,83 x 5,25 = € 11.790,61
+ € 1.166,67 x 0,75 = € 875,00
€ 12.665,61
Sind regelmäßige Entgeltbestandteile (z.B. Mehrleistungsstunden) zu berücksichtigen, ist
wie bei einer Abfertigung nach Vollzeitbeschäftigung (Basis letztes Monatsgehalt) vor-
zugehen. Maßgeblich sind die Verhältnisse vor der Beendigung des Dienstverhältnisses.

53
Wurde seinerzeit wegen der Umstellung auf Teilzeitbeschäftigung eine relative Gehalts-
erhöhung vorgenommen (kein dem Teilzeitausmaß entsprechend aliquotiertes, sondern
höheres Gehalt), wäre der seinerzeitige Erhöhungsbetrag von dem nach Punkt 4 aufge-
werteten Monatsgehalt (€ 1.925) abzuziehen.

ANMERKUNG 5 zu § 15 Abs. 10 KVAngEEI – Dienstzettel

Das Muster für den Dienstzettel auf Seite 55 berücksichtigt die erforderlichen Angaben
gemäß § 2 Abs. 2 Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz (AVRAG) unbeschadet allfäl-
liger weiterer im Einzelfall bestehender arbeitsvertraglicher Vereinbarungen.
Änderungen in den im Dienstzettel festgehaltenen Angaben, soweit nicht auf Normen ver-
wiesen wird, sind unverzüglich, spätestens innerhalb eines Monats, mitzuteilen, wofür hin-
sichtlich Änderungen in Einstufung oder Gehalt der bisherige kollektivvertragliche Dienst-
zettel (Muster siehe Seite 56) dienen kann.
Die Bestimmungen betreffend Dienstzettel in Kollektivverträgen bleiben in ihrem jeweiligen
Umfang unberührt. Im Übrigen wird auf § 2 AVRAG verwiesen. Wenn ein schriftlicher
Dienstvertrag alle erforderlichen Angaben enthält, entfällt der Anspruch auf Ausstellung
eines Dienstzettels gemäß AVRAG.

ANMERKUNG 6 zu § 18 Abs. 9 KVAngEEI – Berechnung der Sonderzahlungen bei


Wechsel vom Lehr- in ein Angestelltenverhältnis

Urlaubsgeld Juni 2011:


€ 1.257,16 (Lehrlingsentschädigung für das 4. Lehrjahr, Spalte I).
Ablauf der Lehrzeit am Dienstag, den 31.8.2011; danach Übernahme als Angestellter.
Erfolgreiche Ablegung der Lehrabschlussprüfung (Erstantritt) am Donnerstag, den
8.9.2011. Daher gemäß § 15 Abs. 13 KVAngEEI rückwirkend ab 1.9.2011 Gehalt BG Dn0:

€ 1.783,80.
Sonderzahlungen:
243 Tage (Lehrling) x € 1.257,16 : 365 Tage = € 836,95
122 Tage (Angestellter) x € 1.783,80 : 365 Tage = € 596,23
€ 1.433,18
2 Sonderzahlungen = € 2.866,36
Urlaubsgeld (Lehrlingsentschädigung): – € 1.257,16
Weihnachtsgeld: € 1.609,20

ANHANG D – EMPFEHLUNG
betreffend Frühwarnsystem (§ 45a AMFG) vom 16.10.1999

Die Kollektivvertragsparteien empfehlen eine möglichst rechtzeitige Vorgangsweise im


Sinn des § 45a AMFG (gesetzliche Mindestmeldefrist 30 Tage) zur Unterstützung der zur
Vermeidung von Arbeitslosigkeit vorgesehenen Maßnahmen.

54
ANHANG E – DIENSTZETTEL-MUSTER

1) DIENSTZETTEL GEMÄSS § 2 AVRAG40

Dienstzettel

1. ArbeitgeberIn ...................................................................................................................
Firma: ..............................................................................................................................
Anschrift: .........................................................................................................................
2. ArbeitnehmerIn
Name: ....................................................................... geboren am: .................................
Anschrift: .........................................................................................................................
3. Beginn des Arbeitsverhältnisses: .....................................................................................
Die Probezeit dauert bis* ..................................................................................................
Das Arbeitsverhältnis ist unbefristet / bis ......................................................... befristet.*
4. Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses gelten die Bestimmungen des Angestell-
tengesetzes.
Kündigungstermine:* ........................................................................................................
5. Vorgesehene Verwendung: .............................................................................................
6. Einstufung:
- Beschäftigungsgruppe: ............................................ Vorrückungsstufe: ....................
- angerechnete Beschäftigungsgruppenjahre: ..............................................................
- voraussichtlich nächste Vorrückung am: ....................................................................
- Bei Einstellung nachgewiesene Verwendungszeiten in Beschäftigungsgruppe F:* ....
7. Das Bruttogehalt / Fixum* beträgt € ............................................................... pro Monat.
Fälligkeit: .........................................................................................................................
Provisionsregelung / Prämie:* ..........................................................................................
Allfällige sonstige Entgeltbestandteile:* ............................................................................
Die Bezüge werden auf das von der/dem ArbeitnehmerIn bekannt gegebene Konto
überwiesen.
8. Gewöhnlicher Arbeits(Einsatz)ort: ...................................................................................
9. Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt laut Kollektivvertrag ................... Stunden.*
Bei Teilzeitbeschäftigung: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt ..................... Stunden.*
10. Das Ausmaß des jährlichen Erholungsurlaubes richtet sich nach den Bestimmungen
des Urlaubsgesetzes und allenfalls anzuwendenden Bestimmungen des Nachtschwer-
arbeitsgesetzes sowie des Kollektivvertrages.
11. Für das vorliegende Arbeitsverhältnis gilt das Angestelltengesetz. Weiters gelten der
Kollektivvertrag für Angestellte der Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Betriebs-
vereinbarungen*. Diese sind (Ort) .................................... zur Einsichtnahme aufgelegt.
12. Name und Anschrift der Betrieblichen Vorsorgekasse: ...................................................

............................................................ , am .................................

40
Kann auch als Dienstvertragsmuster verwendet werden.
* Nicht Zutreffendes streichen.

55
2) DIENSTZETTEL GEMÄSS § 15 Abs. 10 KVAngEEI

Dienstzettel

Name: ...................................................................................................................................
Gemäß § 15 Abs. 10 des Kollektivvertrages für Angestellte der Elektro- und Elektronik-
industrie werden Sie in die Beschäftigungsgruppe ….. eingestuft.
Aufgrund Ihrer Dienstzeiten werden Ihre Beschäftigungsgruppenjahre ab ...........................
gerechnet.
Das Monatsbruttogehalt beträgt € .........................................................................................

.........................................................., am .........................................

3) ERGÄNZENDER DIENSTZETTEL FÜR TELEARBEIT GEMÄSS § 19b KVAngEEI

Ergänzender Dienstzettel für Telearbeit gemäß § 19b KVAngEEI

1. Zwischen der Firma ................................................................................... (Arbeitgeber)


und Herrn/Frau ....................................................................................... (Arbeitnehmer)
wird Telearbeit an einer außerbetrieblichen Arbeitsstätte im Sinn des § 19b des Kollek-
tivvertrages vereinbart.
Ort der außerbetrieblichen Arbeitsstätte: .........................................................................
2. Normalarbeitszeit
a) Die Lage der Normalarbeitszeit richtet sich nach der betrieblichen Normalarbeits-
zeit.
b) Abweichend von der betrieblichen Normalarbeitszeit wird folgende Lage der Nor-
malarbeitszeit vereinbart: ...........................................................................................
Anmerkung: Im Rahmen der Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes ist auch eine andere Vertei-
lung der Normalarbeitszeit möglich. Die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates bleiben aufrecht.
c) Abweichende Vereinbarung über die Erbringung der Normalarbeitszeit: ...................
Anmerkung: Selbstbestimmte Normalarbeitszeit kann vereinbart werden, wenn der tägliche Rah-
men der Normalarbeitszeit, die Dauer und das Höchstausmaß von Übertragungsmöglichkeiten und
die Dauer und Lage der fiktiven Normalarbeitszeit geregelt sind, und im Übrigen die arbeitszeitge-
setzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
d) Die Normalarbeitszeit wird wie folgt zwischen betrieblicher und außerbetrieblicher
Arbeitszeit aufgeteilt: ..................................................................................................
Mehrarbeit: Überstunden und Mehrarbeit an der außerbetrieblichen Arbeitsstätte wer-
den nur vergütet, wenn sie ausdrücklich angeordnet werden.
Arbeitszeitaufzeichnungen: Alle geleisteten Arbeitszeiten sind vom Arbeitnehmer
aufzuzeichnen, soweit die Arbeitszeit vom Arbeitnehmer bestimmt wird. Privat bedingte
Unterbrechungen der Arbeitszeit sind dabei festzuhalten. Der Arbeitnehmer hat die
Aufzeichnungen unmittelbar nach dem Monatsletzten vorzulegen.
3. Folgende Tätigkeiten werden in Telearbeit verrichtet: ....................................................
4. Folgende für die Arbeitsleistung notwendige dem ergonomischen und sicherheits-
technischen Standard entsprechende Arbeitsmittel werden vom Arbeitgeber für die
Zeit der Tätigkeit an der außerbetrieblichen Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt: ..........

56
Diese Arbeitsmittel werden vom Arbeitgeber installiert und gewartet.
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, diese Arbeitsmittel nur im Rahmen der vereinbarten
Telearbeit zu benutzen und die Benützung durch Dritte auszuschließen.
Die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel sind bei Beendigung der Telearbeit bzw.
über Aufforderung dem Arbeitgeber unverzüglich zurückzustellen bzw. ist ihm zu
ermöglichen, die Arbeitsmittel zu übernehmen.
5. Aufwandserstattung
a) Folgende durch die außerbetriebliche Arbeitsstätte erforderlichen Aufwendungen
werden dem Arbeitnehmer erstattet: ..........................................................................
b) Der Aufwandsersatz wird, wie folgt, pauschaliert: ......................................................
6. Haftung
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel so zu ver-
wahren, dass eine Beschädigung durch Dritte möglichst ausgeschlossen ist.
Auf den Schutz von Daten und Informationen ist in gleicher Weise zu achten und zu
sorgen, wie dies für den Betrieb vorgesehen ist. Vertrauliche Daten, Informationen und
Passwörter sind so zu schützen, dass Dritte keine Einsicht und keinen Zugriff nehmen
können.
Für Schäden, die der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber im Zusammenhang mit dem Be-
trieb der außerbetrieblichen Arbeitsstätte zufügt, haftet er nach den Bestimmungen des
Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes. Dies gilt auch für die im gemeinsamen Haushalt mit
dem Arbeitnehmer lebenden Personen.
7. Kontakt zum Betrieb
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Telearbeitnehmern hinsichtlich Aus- und Weiterbil-
dungsangebot die betrieblichen Informationen zukommen zu lassen. Der Arbeitgeber
ist darüber hinaus verpflichtet, die ArbeitnehmerInnen an einem vorhandenen, gemein-
samen betrieblichen Informationssystem teilnehmen zu lassen.
8. Beendigungsmöglichkeit der Telearbeit
Die Telearbeit kann bei Weiterbestand des Dienstverhältnisses von beiden Seiten un-
ter Einhaltung einer 3-monatigen Ankündigungsfrist eingestellt werden. Aus wichtigen
Gründen, wie Verlust der Wohnung vor diesem Zeitpunkt, verkürzt sich die Ankündi-
gungsfrist entsprechend.
Anmerkung: Gilt nur in Fällen, in denen die Telearbeit während eines aufrechten Angestelltenverhältnis-
ses im Betrieb vereinbart wird und der Arbeitnehmer die Räumlichkeit für die außerbetriebliche Arbeits-
stätte zur Verfügung stellt.
9. Sonstige Vereinbarungen
.........................................................................................................................................

..................................... , am .....................

Anmerkung: Ein Dienstzettel kann entfallen oder entsprechend verkürzt werden, wenn die obigen Gegen-
stände durch Betriebsvereinbarung geregelt sind.

57
ANHANG F – SCHMUTZ-, ERSCHWERNIS- UND GEFAHRENZULAGEN

§ 1 Anspruchsberechtigung
Anspruchsberechtigt sind Angestellte im Sinn des § 17 KVAngEEI (Meister, Obermeister
bzw. Montageleiter), weiters technische Angestellte in Produktionsanlagen, Werkstätten,
auf Montagestellen für industrielle, gewerbliche und bauliche Anlagen sowie in Labora-
torien und Prüfanstalten, die regelmäßig mehr als 1/3 ihrer monatlichen Normalarbeitszeit
in diesen Bereichen tätig sind, soweit der Arbeitgeber des Angestellten gemäß dem für
sein Unternehmen (seinen Betrieb) geltenden Arbeiterkollektivvertrag seinen Arbeitern bei
Beschäftigung in diesen Bereichen SEG-Zulagen zu bezahlen hat bzw. hätte.
§ 2 Definition
(1) Schmutzzulage: Für Arbeiten, die im Vergleich zu den allgemein üblichen Arbeitsbedin-
gungen eine außerordentliche Verschmutzung von Körper und Bekleidung des Angestell-
ten zwangsläufig bewirken, gebührt eine Schmutzzulage.
(2) Erschwerniszulage: Für Arbeiten, die im Vergleich zu den allgemein üblichen Arbeits-
bedingungen eine außerordentliche Erschwernis mit sich bringen, gebührt eine Erschwer-
niszulage.
(3) Gefahrenzulage: Für Arbeiten, die infolge schädlicher Einwirkungen von gesundheits-
gefährdenden Stoffen oder Strahlen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Gasen, Dämpfen,
Säuren, Laugen, Staub oder Erschütterungen oder infolge einer Sturz- oder anderen Ge-
fahr zwangsläufig eine Gefährdung von Leben, Gesundheit oder körperlicher Sicherheit
des Angestellten mit sich bringen, gebührt eine Gefahrenzulage.
§ 3 Höhe der Zulagen
(1) Für die Feststellung der allgemein üblichen Arbeitsbedingungen (im Sinn des § 2) sind
die allgemein üblichen Arbeitsbedingungen der Arbeiter heranzuziehen. Die Zulagen ge-
bühren nur für arbeitsbedingte Belastungen und werden, soweit die übrigen Bestimmun-
gen dieses Anhanges einen Zulagenanspruch begründen, nur für jene Arbeitszeiten be-
zahlt, in denen die entsprechenden Arbeiten geleistet werden.
(2) Die Zulagen gebühren überdies nur, wenn die Arbeit unter Belastung im Sinn des § 2
am Arbeitstag länger als 2 Stunden andauert.
(3) Soweit aufgrund der vorangegangenen Bestimmungen ein Anspruch auf eine Zulage
besteht, gebührt eine Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage in der Mindesthöhe,
wie sie kollektivvertraglich für die Arbeiter vorgesehen ist.
(4) Die Höhe der Zulage richtet sich nach der bei gleicher Belastung im Betrieb geltenden
Arbeiterregelung, sofern diese die Mindesthöhe nach Abs. 3 erreicht. Ist der Grad der Be-
lastung des Angestellten geringer als die des Arbeiters unter der gleichen Belastungsart,
entsteht nur ein entsprechend verringerter bzw. wenn die Verringerung des Belastungs-
grades einen Zulagenwert ergibt, der unter der kollektivvertraglichen Mindesthöhe läge,
überhaupt kein Anspruch.
(5) Ist die Zulage für die Arbeiter nicht in festen Beträgen erstellt (sondern zum Beispiel in
Prozenten vom Lohn), haben die Angestellten einen Anspruch in der Höhe der in feste
Beträge (Euro und Cent) umgerechneten Arbeiterregelung, wobei die vorstehenden
Bestimmungen sinngemäß anzuwenden sind. Diese Umrechnung ist so vorzunehmen,
dass die durchschnittliche Zulagenhöhe der unter der gleichen Belastung arbeitenden Ar-
beitergruppe für jede Belastungsart festgestellt wird. Der so ermittelte Durchschnitt bildet
die Zulage für die Angestellten, die unter der gleichen Belastung arbeiten.

58
(6) Über den Personenkreis der Anspruchsberechtigten, über die Zeitdauer und den Grad
der Belastung sowie über die Art der Umrechnung im Sinn des Abs. 5 können Betriebs-
vereinbarungen abgeschlossen werden.
§ 4 Pauschale
(1) Die Abgeltung der Belastung im Sinn des § 2 kann in Form einer Pauschalierung vor-
genommen werden. Bei dieser Pauschalierung ist von den regelmäßigen oder in regelmä-
ßigen Abständen wiederkehrenden Arbeitsbelastungen auszugehen. Zur erstmaligen Fest-
stellung des Pauschales ist eine Belastungsbeurteilung vorzunehmen, für die hilfsweise
die durchschnittliche Belastung bzw. der durchschnittliche Zulagenverdienst des letzten
Jahres vor Festsetzung des Pauschales heranzuziehen ist. Bei wesentlichen und dauern-
den Änderungen der Belastung während dieses Zeitraumes, etwa aufgrund einer neuen
Verwendung, ist der Zeitraum ab dieser Änderung zu berücksichtigen.
(2) Das Pauschale ist neu zu errechnen, wenn sich die regelmäßige Belastung ändert, es
sei denn, bei Berechnung des Pauschales wurde von vornherein auf die am betreffenden
Arbeitsplatz bestehenden unterschiedlichen Belastungen Bedacht genommen. Fällt die
Belastung nicht nur vorübergehend weg, entfällt das Pauschale.
(3) Innerbetrieblich können für die Durchrechnung andere Durchrechnungszeiträume, etwa
3 Kalendermonate, vereinbart werden.
§ 5 Arbeitsplatzbewertung
(1) Die §§ 1 bis 4 kommen nicht zur Anwendung, wenn im Betrieb für die Angestellten ein
Arbeitsplatzbewertungssystem besteht, in dem die Belastungen im Sinn des § 2 bereits
abgegolten sind.
(2) Besteht nur bei den Arbeitern ein Arbeitsplatzbewertungssystem, in dem die Belastung
für SEG berücksichtigt ist, kann durch Betriebsvereinbarung die Übertragung der aufgrund
des Bewertungssystems ermittelten Geldsätze für SEG auf die Angestellten vereinbart
werden. Liegt keine derartige Betriebsvereinbarung vor, ist die Zulagenhöhe der Angestell-
ten im Sinn dieses Anhanges zu ermitteln.
§ 6 Geltendmachung
Die Angestellten haben ihren Anspruch aufgrund einer Zeitaufstellung geltend zu machen
bzw. nachzuweisen, aus der die Art der Belastung und die genaue Zeitdauer hervorgehen
muss.
Der Anspruch verfällt, wenn er nicht binnen 6 Monaten nach Beendigung des Monats, in
dem die Belastung eingetreten ist, in Form einer Zeitaufstellung nachgewiesen wird.
§ 7 Paritätischer Ausschuss
Kommt es aus diesem Anhang zu Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, ist
vor Anrufung des Arbeitsgerichtes ein paritätischer aus je 3 Vertretern der Arbeitgeber-
und Arbeitnehmerseite zusammengesetzter Ausschuss zu befassen, dessen Mitglieder
tunlichst aus dem Kreis der Kollektivvertragsparteien zu entnehmen sind.

59
ANHANG G – VEREINBARUNG ÜBER ERHÖHUNGEN UND ÄNDERUNGEN MIT
1.5.2011

Mindestgehälter, -zulagen, -reiseaufwandsentschädigungen und Lehrlingsentschä-


digungen
(1) Mindestgehälter, -zulagen, -reiseaufwandsentschädigungen und Lehrlingsentschädi-
gungen ergeben sich aus § 5 Abs. 15 und 16, § 14c sowie § 15 KVAngEEI.
Ist-Gehälter
(2) Die tatsächlichen Monatsgehälter (Ist-Gehälter), ausgenommen die Lehrlingsentschä-
digungen, sind um 2,8% zu erhöhen (sofern nicht ein Optionsmodell gemäß Abs. 3 oder 4
angewandt wird). Erreichen die so erhöhten Ist-Gehälter nicht die neuen Mindestgehälter,
sind sie entsprechend anzuheben. Überstundenpauschalen sind um den Prozentsatz zu
erhöhen, um den sich das jeweilige Ist-Gehalt erhöht.
Einmalzahlungsoption
(3) Statt der Erhöhung gemäß Abs. 2 kann durch eine bis 15.7.2011 abzuschließende
Betriebsvereinbarung festgelegt werden, dass eine Erhöhung der Ist-Gehälter um 2,6%
und eine Einmalzahlung erfolgt. Erreichen die so erhöhten Ist-Gehälter nicht die neuen
Mindestgehälter, sind sie entsprechend anzuheben. Überstundenpauschalen sind um den
Prozentsatz zu erhöhen, um den sich das jeweilige Ist-Gehalt erhöht.
Höhe der Einmalzahlung
Zusätzlich zu der Ist-Gehaltserhöhung gebührt eine Einmalzahlung in der Höhe von min-
destens 8,4% des
a) Ist-Gehaltes im April 2011 des einzelnen Angestellten oder
b) durchschnittlichen Ist-Gehaltes im April 2011 der Angestellten im Betrieb oder
c) durchschnittlichen Ist-Lohnes/-Gehaltes im April 2011 aller Arbeiter und Angestellten
im Betrieb.
Wahl der Einmalzahlungsvariante
In der Betriebsvereinbarung ist festzulegen, welche Variante zur Anwendung gelangt. Im
Falle von Variante c ist die Zustimmung von Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrat erfor-
derlich. Die Gehälter von Teilzeitbeschäftigten sind im Falle der Varianten b und c für die
Berechnung des Durchschnittes außer Betracht zu lassen. Teilzeitbeschäftigte haben An-
spruch auf den ihrem Beschäftigungsausmaß – einschließlich der im Durchschnitt im Zeit-
raum von Jänner bis einschließlich April 2011 geleisteten Mehrarbeit – entsprechenden
aliquoten Teil der Einmalzahlung. In Altersteilzeit Beschäftigte haben Anspruch auf den
ihrem vereinbarten durchschnittlichen Beschäftigungsausmaß entsprechenden aliquoten
Teil der Einmalzahlung zuzüglich des Anteiles, der dem Lohnausgleich entspricht.
Anspruchsberechtigte
Anspruchsberechtigt sind alle Arbeitnehmer, die am 30.9.2010 in einem Arbeitsverhältnis
standen, das am 15.9.2011 aufrecht ist; ferner Arbeitnehmer, die am 30.9.2010 in einem
Lehrverhältnis und am 15.9.2011 in einem Arbeitsverhältnis beim selben Arbeitgeber ste-
hen.
In der Betriebsvereinbarung ist festzulegen, ob das Ist-Gehalt von Arbeitnehmern, deren
Arbeitsverhältnis nach dem 30.9.2010, aber vor dem 1.5.2011 begonnen hat und am 15.9.
2011 aufrecht ist,
a) um 2,8% zu erhöhen ist und keine Einmalzahlung gebührt oder
b) um 2,6% zu erhöhen ist und eine Einmalzahlung gebührt.

60
Auf Arbeitnehmer, die am 1.5.2011 und am 15.9.2011
a) in gesetzlicher Elternkarenz sind,
b) Präsenz- oder Ausbildungsdienst nach dem Wehrgesetz bzw. Zivildienst leisten oder
c) in einem Lehrverhältnis stehen,
ist die Einmalzahlungsoption nicht anzuwenden; für sie gilt Abs. 2.
Information
Die angestrebte Wahl der Einmalzahlungsoption ist bis 20.5.2011 durch Aushang im Be-
trieb bekannt zu geben.
Auszahlung
Ab 1.5.2011 sind die Gehälter um 2,6% zu erhöhen. Die Einmalzahlung ist bis 30.9.2011
auszuzahlen. Kommt es entgegen der ursprünglichen Absicht zu keiner Anwendung der
Einmalzahlungsoption, ist die Differenz zwischen der Erhöhung der Gehälter um 2,6% und
2,8% für die Monate ab Mai 2011 spätestens zum 31.7.2011 nachzuzahlen.
Verteilungsoption
(4) Statt der Erhöhung gemäß Abs. 2 kann durch eine bis 15.7.2011 abzuschließende
Betriebsvereinbarung festgelegt werden, dass eine Erhöhung der Ist-Gehälter um 2,6%
und zusätzlich eine individuelle Erhöhung der Gehälter einzelner Arbeitnehmer erfolgt.
Erreichen die so erhöhten Ist-Gehälter nicht die neuen Mindestgehälter, sind sie entspre-
chend anzuheben, wobei diese Erhöhung auf den Verteilungsbetrag nicht anrechenbar ist.
Überstundenpauschalen sind um den Prozentsatz zu erhöhen, um den sich das jeweilige
Ist-Gehalt erhöht.
Zusätzlich zu der Ist-Gehaltserhöhung sind mindestens 0,4% der Gehaltssumme zur in-
nerbetrieblichen Verteilung in Form von Ist-Gehaltserhöhungen zu verwenden (Vertei-
lungsbetrag).
Ab 1.5.2011 ist die Erhöhung um 2,6% vorzunehmen. Die Entgeltdifferenz aufgrund der
Betriebsvereinbarung oder gemäß Abs. 2 ist rückwirkend ab 1.5.2011 zu berechnen und
spätestens zum 31.7.2011 auszuzahlen.
Die Gehaltssumme des Monats April 2011 ist unter sinngemäßer Anwendung der Bestim-
mungen des § 15 Abs. 39 lit. a bis e zu ermitteln.
Die Betriebsvereinbarung hat entweder allgemein oder im Einzelnen die Anspruchsbe-
rechtigten anzuführen, die Art und Weise der Verteilung zu bezeichnen und die Überprüf-
barkeit sicherzustellen.
Die Verteilungsoption soll zur Verbesserung der Gehaltsstruktur beitragen. Insbesondere
niedrige und einvernehmlich als zu niedrig angesehene Gehälter sollen stärker berück-
sichtigt werden. Dieser Umstand kann sich sowohl aus der Gehaltshöhe als auch aus dem
Verhältnis Gehaltshöhe zu erbrachter Leistung bzw. zur Qualifikation ergeben. Es sind
auch Aspekte der Kaufkraft zu berücksichtigen.
Die angestrebte Wahl der Verteilungsoption ist bis 20.5.2011 durch Aushang im Betrieb
bekannt zu geben.
Provisionsvertreter
(5) Liegt bei Provisionsvertretern das Fixum unter dem bisherigen kollektivvertraglichen
Mindestgehalt, ist es um den Eurobetrag zu erhöhen, um den sich das vor dem 1.5.2011
auf den Provisionsvertreter anwendbare kollektivvertragliche Mindestgehalt aufgrund der
kollektivvertraglichen Gehaltserhöhung erhöht. Bei nicht vollzeitbeschäftigten Vertretern
verringert sich diese Erhöhung entsprechend dem zeitlichen Anteil der vereinbarten Ar-
beitszeit an der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit.

61
Andere Bezugsformen
(6) Andere Bezugsformen als das Monatsgehalt (Fixum), wie z.B. Provisionsbezüge, Min-
destprovisionen, Mindestgarantien bei Provisionsbeziehern, Prämien, Sachbezüge etc.,
bleiben unverändert.
Zulagen
(7) Zulagen, soweit diese im Kollektivvertrag namentlich angeführt sind, werden um 2,8%
erhöht. Nach durchgeführter Erhöhung ist zu prüfen, ob die kollektivvertraglichen Mindest-
beträge erreicht werden. Ist dies nicht der Fall, ist auf diese aufzustocken.
Schlussbestimmung
(8) Die Erhöhungen gemäß Abs. 1 bis 7 sind mit Wirkung ab 1.5.2011 vorzunehmen. Nach
der termingerechten Durchführung gelten diese Absätze als erfüllt.

Alle rahmenrechtlichen Änderungen sind in den Kollektivvertragstext eingearbeitet.

Wien, am 15.4.2011

Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Obfrau: Geschäftsführer:
Mag. Brigitte Ederer Dr. Lothar Roitner

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Vorsitzender: Bundesgeschäftsführer-Stv.:
Wolfgang Katzian Karl Proyer

Wirtschaftsbereich Elektro- und Elektronikindustrie/IT/Telekom

Vorsitzender: Wirtschaftsbereichssekretärin:
Ing. Martin Krassnitzer Eva Scherz

62
BEILAGEN

ERLÄUTERUNGEN DES FEEI ZUM KOLLEKTIVVERTRAGSABSCHLUSS

1. ERHÖHUNGEN MIT 1.5.2011

1.1 Mindestgehälter und Lehrlingsentschädigungen


Die Mindestgehälter sind zwischen 2,8 und 3,2% gestiegen, die Lehrlingsentschädigungen
um 2,8%.
1.2 Ist-Gehälter
Um den betrieblichen Gegebenheiten optimal Rechnung zu tragen, stehen für die Erhö-
hung der Ist-Grundgehälter der vor dem 1.5.2011 aufgenommenen Mitarbeiter folgende
Varianten zur Wahl:
- Erhöhung um 2,8% oder
- Nutzung der Verteilungsoption (2,6% + 0,4% Verteilungsbetrag für individuelle Erhö-
hungen) oder
- Nutzung der Einmalzahlungsoption (2,6% + 8,4% des April-Bezuges als Einmalzah-
lung).
Die Nutzung der Verteilungs- bzw. Einmalzahlungsoption erfordert den Abschluss einer
Betriebsvereinbarung. Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter sind zu beachten.
Detaillierte Informationen zu den Optionen sowie Muster für die Betriebsvereinbarungen
sind abrufbar unter http://www.feei.at/kollektivvertraege/?full=1939
1.3 Zulagen
Zulagen, die im Kollektivvertrag namentlich genannt sind (Schmutz-, Erschwernis-, Ge-
fahren-, Schicht- und Nachtarbeitszulagen), sind um 2,8% zu erhöhen.
1.4 Reiseaufwandsentschädigungen, Kilometergeld
Die Reiseaufwandsentschädigungen (Tag- und Nächtigungsgeld) für das Inland wurden
um 2,2% erhöht.
Für Angestellte der Beschäftigungsgruppen I bis K gilt gemäß dem Übergangsrecht das
fixierte Inlandstaggeld von € 45,71 bzw. € 52,24 pro 24 Stunden unverändert weiter.
Für die Berechnung des Reiseentgeltes gilt als Obergrenze der Berechnungsgrundlage
die Grundstufe der Beschäftigungsgruppe G (seit 1.5.2011: € 2.655,53). Für das Lenk-
entgelt gilt gemäß dem Übergangsrecht als Obergrenze der Berechnungsgrundlage wei-
terhin der Betrag von € 3.061,49.
Das Kilometergeld beträgt
- für die ersten 15.000 km ............. € 0,420 pro km,
- ab 15.001 km .............................. € 0,395 pro km.

2. ÄNDERUNGEN IM RAHMENRECHT MIT 1.5.2011

2.1 Beginn des Arbeitsverhältnisses (§ 3a Abs. 1 und 2)


Im Zuge der weiteren Vereinheitlichung der Kollektivverträge der Arbeiter und Angestellten
wurden Bestimmungen über den Beginn des Arbeitsverhältnisses aus dem Kollektivver-
trag der Arbeiter übernommen.
Beschäftigungszeiten, die in anderen Unternehmen in der Beschäftigungsgruppe F
zurückgelegt wurden, sind im Dienstzettel eigens anzuführen. Dies deshalb, weil laut § 15
Abs. 12 eine der Voraussetzungen für die Einstufung in Beschäftigungsgruppe G darin

63
besteht, dass der Mitarbeiter unter anderem „eine langjährige Arbeitserfahrung in Beschäf-
tigungsgruppe F erworben“ hat.
2.2 Entgeltfortzahlung bei Beendigung (§ 3a Abs. 5)
Weiters wurde aus dem Arbeiter-Kollektivvertrag die Bestimmung über Fälle der Entgelt-
fortzahlung nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses übernommen. Diese Regelung ent-
spricht jener des § 9 Abs. 1 AngG, ändert also nichts an der bisherigen Rechtslage.
Ebenfalls nur der Klarstellung dient die Bestimmung, dass mit dem letzten Tag der Kündi-
gungsfrist alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis enden, wenn ein Mitarbeiter während
der bereits laufenden Kündigungsfrist erkrankt.
2.3 Freizeit anlässlich der Beendigung (§ 3a Abs. 6)
Bisher war für Angestellte § 22 AngG maßgeblich („Freizeit während der Kündigungsfrist“
– 1/5 der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit). Laut Kollektivvertrag gilt nunmehr ein-
heitlich für Arbeiter und Angestellte:
Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis, hat der Mitarbeiter während der Kündi-
gungsfrist in jeder Arbeitswoche Anspruch auf einen freien Arbeitstag, mindestens jedoch
auf 8 Stunden Freizeit (bei Teilzeitbeschäftigung auf den aliquoten Teil) unter Fortzahlung
des Entgeltes. An welchem Tag diese Freizeit in Anspruch genommen werden kann, ist zu
vereinbaren. Mangels einer Vereinbarung sind die letzten 8 Stunden der Arbeitswoche (bei
Teilzeitbeschäftigten der aliquote Teil) frei.
Keine Freizeit unter Fortzahlung des Entgeltes steht zu, wenn der Mitarbeiter einen An-
spruch auf eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung hat, sofern eine Be-
scheinigung über die vorläufige Krankenversicherung vom Pensionsversicherungsträger
ausgestellt wurde. Dies folgt aus § 22 Abs. 2 AngG, auf den im Kollektivvertrag verwiesen
wird.
Beispiel: Ein vollzeitbeschäftigter Mitarbeiter wird unter Einhaltung einer 6-wöchigen
Kündigungsfrist gekündigt. Seine wöchentliche Normalarbeitszeit ist so verteilt, dass er
von Montag bis Donnerstag jeweils 8 Stunden und an Freitagen immer 6,5 Stunden ar-
beitet.
Ö Arbeitgeber und Mitarbeiter vereinbaren, dass in den 6 Wochen jeweils die Monta-
ge unter Fortzahlung des Entgeltes frei sind.
2.4 Information bei Befristung (§ 3a Abs. 7)
Der bisherige § 13a („Information bei befristeten Dienstverhältnissen“) wurde klarer ge-
gliedert.
2.5 Todesfallunterstützung (§ 3a Abs. 8)
Starb ein Mitarbeiter im aufrechten Arbeitsverhältnis, mussten die unterhaltsberechtigten
gesetzlichen Erben bisher gemäß § 10 zwischen einer Gehaltszahlung im Todesfall und
erhöhten Abfertigungsansprüchen wählen. Dieses Wahlrecht, das ungeklärte Rechtsfra-
gen aufwarf, wurde samt den erhöhten Abfertigungsansprüchen beseitigt. Stattdessen gibt
es eine neue Gehaltszahlungs-Regelung. Nunmehr gilt:
- Jeder unterhaltsberechtigte gesetzliche Erbe erhält eine Todesfallunterstützung im
Ausmaß eines Monatsentgeltes.
- Gibt es mehr als 3 unterhaltsberechtigte gesetzliche Erben, gebühren insgesamt 3 Mo-
natsentgelte, die nach Köpfen aufzuteilen sind.
- War der verstorbene Mitarbeiter Alleinerzieher eines einzigen unterhaltsberechtigten
Kindes, gebühren diesem Kind 2 Monatsentgelte.
Beispiel: Ein Mitarbeiter mit einem Monatsentgelt von zuletzt € 3.000,- stirbt und hin-
terlässt eine Ehefrau und 3 Kinder, die alle unterhaltsberechtigt sind.

64
Ö Der Arbeitgeber hat an die Hinterbliebenen insgesamt € 9.000,- direkt zu zahlen,
da die Todesfallunterstützung nicht in die Erbmasse fällt. Jeder Hinterbliebene er-
hält somit € 2.250,-.
2.6 Weiterverwendungszeit von Lehrlingen (§ 3a Abs. 9)
Der bisherige § 13 („Behaltepflicht“) wurde weitgehend übernommen und um folgende (an
§ 18 Abs. 2 des Berufsausbildungsgesetzes angelehnte) neue Bestimmung ergänzt:
Hat der Lehrling beim Arbeitgeber weniger als die Hälfte der Lehrzeit zurückgelegt, dauert
die (kollektivvertragliche) Weiterverwendungszeit bis zum Letzten jenes Kalendermonats,
in dem der 3. Monat der Weiterverwendungszeit endet.
Beispiel: Die 3,5-jährige Lehrzeit endet am 15.6.2011. Nur 1 Jahr davon verbrachte
der Lehrling beim derzeitigen Arbeitgeber.
Ö Der 3. Monat endet im September 2012. Die Weiterverwendungszeit dauert daher
bis 30.9.2012.
2.7 Betriebszugehörigkeit (§ 3b Abs. 2)
Die allgemeine Bestimmung, dass sich dienstzeitabhängige Ansprüche beim Wechsel vom
Arbeiter- in den Angestellten-Status nach der Gesamtdauer der Betriebszugehörigkeit und
allfälliger angerechneter Vordienstzeiten richten, dient der Klarstellung.
2.8 Anrechnung von Elternkarenzen (§ 3b Abs. 3, § 15 Abs. 19)
Die bisherigen Bestimmungen über die Anrechnung von Elternkarenzen (§ 8a Abs. 1,
§ 19c Abs. 4) wurden hinsichtlich der dienstzeitabhängigen Ansprüche inhaltlich unver-
ändert in § 3b Abs. 3 übernommen.
Nur die Anrechnung von Elternkarenzen bei Vorrückungen (§ 15 Abs. 19) wurde erweitert:
Im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene gesetzliche Elternkarenzen (d.h. Karenzen
nach dem Mutterschutzgesetz oder dem Väter-Karenzgesetz), die am 1.5.2011 oder spä-
ter beginnen, sind jeweils im Ausmaß von bis zu 16 Monaten auf Vorrückungen anzurech-
nen.
Beispiel: Karenzbeginn 1.5.2011, Karenzende 28.2.2013
Ö Die Zeit bis 31.8.2012 ist vorrückungswirksam. Von 1.9.2012 bis 28.2.2013 bleibt
die „Vorrückungs-Uhr“ stehen.
Im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene gesetzliche Elternkarenzen, die vor dem
1.5.2011 begonnen haben, sind hingegen unverändert im Ausmaß von bis zu 10 Monaten
auf Vorrückungen anzurechnen.
Nimmt ein Elternteil für ein Kind mehrere Elternkarenzen in Anspruch, werden dafür insge-
samt höchstens 16 bzw. 10 Monate angerechnet.
2.9 Information bei Elternkarenz (§ 3b Abs. 4)
Der bisherige § 8a Abs. 2 wurde inhaltlich in den wesentlichen Punkten unverändert über-
nommen.
Im 6. oder 5. Monat einer mehr als 10-monatigen gesetzlichen Elternkarenz hat der Arbeit-
geber karenzierte Mitarbeiter schriftlich auf den Zeitpunkt des Karenzendes hinzuweisen.
Erfolgt die Verständigung weniger als 5 Monate vor Karenzende, kann der Mitarbeiter
wählen, ob er nach dem Karenzende wieder die Arbeit antritt oder aus dem Arbeitsver-
hältnis austritt.
Erfolgt keine Verständigung, kann der Mitarbeiter nach dem Karenzende, aber vor dem
Ablauf des Anspruchs auf Kinderbetreuungsgeld ebenfalls zwischen Arbeitsantritt und

65
Austritt wählen. Entscheidet er sich für den Arbeitsantritt, kann der Arbeitgeber allerdings
verlangen, dass der Mitarbeiter den Arbeitsantritt noch bis zu 4 Wochen aufschiebt.
Mitarbeiter, die einen Anspruch auf Abfertigung Alt haben und den Austritt wählen, behal-
ten diesen Anspruch.
Wer weder den Austritt erklärt noch die Arbeit nach dem Ende der gesetzlichen Eltern-
karenz wieder antritt, hat mangels Arbeitsbereitschaft keinen Entgeltanspruch. Eine Arbeit-
geber-Kündigung ist nicht nur während der gesetzlichen Elternkarenz, sondern auch inner-
halb der ersten 4 Wochen nach deren Ende nur dann wirksam, wenn vorher die Zustim-
mung des Arbeitsgerichtes eingeholt wurde.
2.10 Ausbildungskosten (7 Abs. 1)
Die Bestimmung, dass der Betriebsrat über Vereinbarungen über die Rückerstattung von
Ausbildungskosten zu informieren ist, wenn er dies verlangt, wurde aus dem bisherigen
§ 14b inhaltlich unverändert übernommen.
2.11 Urlaubsausmaß (§ 19a Abs. 1)
Laut § 3 Abs. 3 des Urlaubsgesetzes sind
- Dienstzeiten bei einem anderen Arbeitgeber höchstens im Ausmaß von 5 Jahren und
- sich damit nicht überschneidende Zeiten an einer inländischen allgemeinbildenden
höheren bzw. berufsbildenden mittleren oder höheren Schule zusätzlich höchstens im
Ausmaß von weiteren 2 Jahren
für die Bemessung des Urlaubsausmaßes anzurechnen.
In § 19a Abs. 1 (bisher § 8) ist nun klargestellt, dass beim Zusammentreffen von Dienst-
zeiten bei anderen Arbeitgebern und Zeiten einer mit Matura abgeschlossenen Schulaus-
bildung höchstens weitere 3 Jahre (statt laut Gesetz 2 Jahre) für die Bemessung des Ur-
laubsausmaßes anzurechnen sind. Die erweiterte Anrechnung von Schulzeiten gilt erst ab
dem 3. Dienstjahr.
Beispiel: 5 Jahre HTL, danach 10 Jahre bei anderen Arbeitgebern; Dauer des derzei-
tigen Arbeitsverhältnisses 17 Jahre
Ö Für das Urlaubsausmaß sind anzurechnen: 3 Jahre HTL, 5 Jahre bei anderen
Arbeitgebern, 17 Jahre des derzeitigen Arbeitsverhältnisses, somit insgesamt 25
Jahre
Ö Das Urlaubsausmaß beträgt 36 Werktage (= 30 Arbeitstage).
2.12 Urlaubsentgelt (§ 19a Abs. 2)
Die Regelung über die Berücksichtigung regelmäßig geleisteter Überstunden bei der Be-
messung des Urlaubsentgeltes (bisher § 12b) wurde beibehalten. Bestehende andere
Berechnungsmethoden bleiben so lange aufrecht, bis die kollektivvertragliche Bestimmung
übernommen wird.
2.13 Bildschirmbrille (§ 19b Abs. 1)
Die Definition des „Bildschirmarbeitsplatzes“ (bisher § 19b Abs. 1) wurde gestrichen, weil
§ 67 Abs. 1 des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes diesen Begriff definiert.
Der Anspruch auf eine Bildschirmbrille (bisher § 19b Abs. 2) ist nun an 2 Voraussetzungen
geknüpft:
- wie bisher ärztliche Verordnung und
- zusätzlich Verwendung eines Bildschirmgerätes bei einem nicht unwesentlichen Teil
der Arbeit.

66
Weiters kann der Arbeitgeber nun wählen, wie er diesen Anspruch erfüllt:
- wie bisher Ersatz der notwendigen Kosten, wenn der Mitarbeiter eine Rechnung vor-
legt, oder
- Bereitstellung als Sachleistung.
Mit diesem Wahlrecht haben wir dem Trend Rechnung getragen, dass immer mehr Unter-
nehmen mit Optikern oder großen Brillenanbietern Rahmenverträge über die Lieferung
von Bildschirmbrillen abschließen. Mitarbeitern, die sich dennoch nicht an den Vertrags-
partner wenden, sondern privat eine Bildschirmbrille kaufen, werden in diesem Fall die
Kosten einer entsprechenden Brille des Vertragspartners ersetzt. Darüber hinausgehende
Kosten werden in der Regel das notwendige Ausmaß übersteigen und müssen deshalb
nicht ersetzt werden.
2.14 Telearbeit (§ 19b Abs. 2)
Die Definition der Telearbeit (bisher § 19a) wurde modernisiert.
2.15 Jubiläumsgeld (§ 19c)
Der bisherige Abs. 3 wurde gestrichen, weil die Regelung über die Betriebszugehörigkeit
in § 3b Abs. 2 übernommen wurde.
Der bisherige Abs. 4 wurde gestrichen, weil die Regelung über die Anrechnung von El-
ternkarenzen in § 3b Abs. 3 übernommen wurde.
2.16 Sondervereinbarungen und Arbeitsordnungen
Der bisherige § 20 gab grundlegende Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes, die
auch in § 24 („Günstigkeitsklausel“) angesprochen werden, wieder und konnte deshalb
ersatzlos entfallen.
2.17 Diensterfindungen, Verbesserungsvorschläge (§ 20)
Die bisherigen §§ 14 („Diensterfindungen“) und 14a („Verbesserungsvorschläge“) wurden
ohne inhaltliche Änderungen textlich optimiert übernommen.

3. WEITERE VEREINHEITLICHUNG IM JAHR 2012

Mit 1.5.2012 soll die Vereinheitlichung der Kollektivverträge der Arbeiter und Angestellten
weitestgehend abgeschlossen werden. Unter anderem wird dann auch die Reihenfolge
der Bestimmungen vereinheitlicht. Bis dahin ist infolge der Neufassung mehrerer Bestim-
mungen die Nummerierung der Paragraphen nicht durchgehend.

Dr. Bernhard Gruber Dr. Peter Winkelmayer

67
STICHWORTVERZEICHNIS

Anrechnung bei dienstzeitabhängigen Ansprü-


chen · 3
A Arbeitnehmerschutz
Bildungsfreistellung · 17
Abfertigung · 19 Dienstreise, Quartier · 24
Abfertigung Neu (BMSVG) · 20 arbeitsfrei
Alterspension, vorzeitige · 19 31. Dezember, halbtags · 5
Anrechnung von Versorgungsleistung · 19, 20 Weihnachten · 5
Betriebsvereinbarung · 20 Arbeitsgericht
Elternkarenz-Ende, Austritt wegen unterlasse- EES-Übergangsrecht, Auslegung · 51
ner Information · 4 Kollektivvertragsauslegung, Vermittlung vor An-
Elternteilzeit · 20 rufung · 48
Günstigkeitsklausel · 19 SEG-Zulagen · 59
Regelpensionsalter · 19 Arbeitskräfteüberlassung
Teilzeit · 20 Bandbreite, Betriebsvereinbarung · 10
Wechsel von Voll- zu Teilzeitbeschäftigung, Arbeitsmittel
Berechnung · 53 Telearbeit · 57
Wegfall wegen Versorgungsleistung · 19, 20 Arbeitsplatzbewertung
Abordnung zu Begräbnis SEG-Zulagen · 59
Arbeitsverhinderung · 18 Arbeitsunfähigkeit
Abrechnung Nächtigungsgeld · 24
Abrechnungszeitraum · 43 Taggeld · 24
Dienstreise · 29 Arbeitsunfall
Entlohnung · 43 Dienstreise · 24
Kilometergeld · 26 Arbeitsverhältnis
All-in-Vereinbarungen · 52 Beendigung · 1
Altersteilzeit · 11 Beendigung, Gehalt · 43
Teilzeitmehrarbeit · 16 Beendigung, Leistungsvolumen · 38, 39
Anrechnung Befristung, Ablaufmitteilung · 2
Arbeiterdienstzeiten bei Abfertigung · 19 Beginn · 1
Arbeiterdienstzeiten bei dienstzeitabhängigen Beginn, Gehalt · 43
Ansprüchen · 3 Beginn, Leistungsvolumen · 38
Ausbildungsdienst (WehrG), Beschäftigungs- Beginn, Sonderzahlungen · 44
gruppenjahre · 34 Beginn, Urlaubsgeld · 44
Bezüge, überkollektivvertragliche · 52 Ende, Sonderzahlungen · 44
Bildungskarenzdauer, dienstzeitabhängige An- Arbeitsverhinderung · 18
sprüche · 52 Beendigung, Entgeltfortzahlung · 2
Elternkarenz, Beschäftigungsgruppenjahre · 34 Nächtigungsgeld · 22, 24
Elternkarenzen bei dienstzeitabhängigen An- Taggeld · 24
sprüchen · 3 Urlaubsentgelt · 46
Ist-Gehaltserhöhung, Vorrückung · 36 Arbeitszeit · 4
Präsenzdienst, Beschäftigungsgruppenjahre · 31. Dezember · 5
34 Altersteilzeit · 11
Provisionen auf Mindestgehalt · 35 Arbeitszeitmodelle, Erprobung · 53
Remunerationen auf Mindestgehalt · 35 Auslandsdienstreise · 28
Schulzeiten für Urlaubsausmaß · 46 Beruf, Familie · 4
Sonderzahlung · 52 Bewachungspersonal · 13
Sozialzulagen auf Mindestgehalt · 35 Chauffeure · 13
teilqualifizierende Ausbildung auf Lehre · 41 Dekadenarbeit · 10
Umstufung · 37 Durchrechnungsmodelle · 7
Versorgungsleistung auf Abfertigung · 19, 20 Jugendliche · 7
Vorarbeiterdienstzeiten, Beschäftigungs- Kurzarbeit · 13
gruppenjahre · 34 Mehrleistungen · 5
Vordienstzeiten, Beschäftigungsgruppenjahre · Nachtarbeit · 6
34 Normalarbeitszeit · 4
Vorlehre auf Lehre · 41 Portiere · 13
Zivildienst, Beschäftigungsgruppenjahre · 34 Rufbereitschaft · 11
Zulagen auf Mindestgehalt · 35 Ruhezeit, tägliche · 5
Arbeiterdienstzeiten Sanitätsdienst · 13
Abfertigung · 19 Schichtarbeit · 10
Sonntagsarbeit · 10

68
Übergangsrecht · 49 Normalarbeitszeit, Lage · 8
Verkürzung der Normalarbeitszeit · 13 Pflegefreistellung · 10
Vier-Tage-Woche · 11 Teilzeit · 9
Weihnachten · 5 Überstunden · 9
Werksfeuerwehr · 13 Zeitguthaben · 9
Zeitguthaben, Beendigung · 13 Zeitkonto · 9
Zeitguthaben/-schuld, Information an Arbeit- Zeitzuschlag · 9
nehmer · 43 Baubüro
Zeitschuld, Beendigung · 13 Betriebsstätte · 21
Arztbesuch Baustelle
Arbeitsverhinderung · 18 keine Betriebsstätte · 21
Ausbildung Lenkentgelt · 25
Ausbildungsveranstaltung, Taggeld-Kürzung · Nahbereichstaggeld · 22
24 Reiseentgelt · 25
Bildungsfreistellung · 17 Beendigung
Einstufung · 31, 32 Postensuchtage · 2
Erklärung, gemeinsame, Kollektivvertragspar- Beendigung, Arbeitsverhältnis · 1, siehe auch
teien · 52 Austritt, Befristung, Entlassung, Kündi-
teilqualifizierende, Anrechnung auf Lehre · 41 gung, Tod
Telearbeit · 57 Abfertigung · 19
Ausbildungsdienst (WehrG) Abfertigung, Teilzeit · 20
Anrechnung für Vorrückung · 34 Befristung, Ablaufmitteilung · 2
Einmalzahlungsoption · 61 Entgeltfortzahlung · 2, 64
Auslagenersatz, pauschaler · 24 Frühwarnsystem · 54
Auslandsdienstreise · 23, 27 Gehalt · 43
Arbeitszeit · 28 Postensuchtage · 2, 64
Gewalt, höhere · 29 Probezeit · 1
Kreditkarte · 28 Tod · 2
Sondervereinbarungen, allgemeine · 28 Befristung
Tag-, Nächtigungsgeld, Europäische Union · 49 Arbeitsverhältnis, Ablaufmitteilung · 2
Taggeld · 23 Begräbnis
Überbrückungshilfe · 29 Arbeitsverhinderung · 18
Versicherung · 28 Behaltepflicht
Vorschuss · 28 Lehrlinge · 2
Wochenende · 28 Behördenweg
Auslegung Arbeitsverhinderung · 18
Kollektivvertrag · 48 Beifahrer
Ausschuss, paritätischer Reiseentgelt · 24
SEG-Zulagen · 59 Beratung
Austritt Vorrückung, Fünf-Prozent-Klausel, Betriebsrat ·
Altersteilzeit, Zeitguthaben · 12 36
Elternkarenz-Ende · 4 Berichterstattung
Entgeltfortzahlung · 2 Nächtigungsgeld, Inland · 22
Jubiläumsgeld · 47 Berufsanfänger
Nachtarbeit · 7 Entlohnung · 31
Zeitguthaben · 14 Berufsausbildung, integrative
Zeitschuld · 14 Einstufung · 31
Auswahlkriterien Lehrlingsentschädigung · 41
Leistungsvolumen · 38, 40 Berufsschule
Dienstreise · 21
Beschäftigungsgruppen · 30
B betriebliche · 33
Einstufung · 49
Bahn Beschäftigungsgruppenjahre · 34
Fahrtkostenersatz · 26 Umstufung · 37
Nächtigungsgeld · 24 Betriebspension
Reiseentgelt, Nacht · 25 Altersteilzeit · 12
Bandbreite · 8 Ruhen wegen Abfertigung · 19
Betriebsversammlung · 10 Betriebsrat
Durchrechnungszeitraum · 8 Ausbildungskosten-Rückerstattungsvereinba-
Entlohnung · 9 rung, Information über · 17
Kombinationen · 8 Auslandsdienstreise, Fremdwährung, Zustim-
Leiharbeit, Betriebsvereinbarung · 10 mung · 23

69
Bandbreite, Zustimmung · 8 Beschäftigungsgruppenjahre, Kollektivvertrags-
Beschäftigungsgruppen, Einstufung, Mitwir- wechsel · 34
kung · 30 Bildungskarenz · 51
Bildungsfreistellung, Sonderzahlungen · 45 Dekadenarbeit · 10
Dienstreise, Information über Sondervereinba- Dienstreise, Sondervereinbarungen · 29
rungen · 28 Einarbeitung ganzer Tage, Versetzung auf
Leistungsvolumen, Aufteilung, Vermittlung · 39 Tagesarbeitsplatz · 7
Leistungsvolumen, gemeinsames für Arbeiter Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen · 8
und Angestellte, Zustimmung · 38 Einmalzahlungsoption · 60
Leistungsvolumen, Mitteilung · 39 Entlohnung im Eintritts-/Beendigungsmonat ·
Leistungsvolumen, Vermittlung, Unterstützung · 43
40 Entlohnungssystem, Anpassung betrieblicher
Verkürzung der Normalarbeitszeit, Zustimmung Regelungen · 51
· 13 Erhöhte Normalarbeitszeit · 7
Vorrückung, Fünf-Prozent-Klausel · 36 Grundvergütung, Berechnungsart · 14, 16
Betriebsrat, Betrieb ohne Leiharbeit, Bandbreite · 10
Abrechnungszeitraum · 43 Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung,
Bandbreite · 8 zwingende wirtschaftliche Gründe · 40
Beschäftigungsgruppenjahre, Kollektivvertrags- Leistungsvolumen, Aufteilung · 39
wechsel · 34 Leistungsvolumen, Auswahl- und Aufteilungs-
Betriebsstätte · 21 kriterien · 39
Dienstreise, Ausgangspunkt · 21 Leistungsvolumen, gemeinsames für Arbeiter
Dienstreise, Fremdwährung · 23 und Angestellte · 38
Dienstreise, Sondervereinbarungen · 29 Leistungsvolumen, nachträgliche Ausschüttung
Einarbeitung ganzer Tage · 7 · 40
Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen · 8 Leistungsvolumen, Zeitplan · 39
Entlohnung im Eintritts-/Beendigungsmonat · Lenkentgelt · 25
43 Nachtarbeit, Versetzung auf Tagesarbeitsplatz
Erhöhte Normalarbeitszeit · 7 ·6
Grundvergütung, Berechnungsart · 14 Reiseentgelt · 25
Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung Rufbereitschaft, Bezahlung · 11
· 40 Rundung betrieblicher Beträge · 43
Leistungsvolumen, Namensliste · 39 Schichtarbeit · 10
Leistungsvolumen, Vermittlung · 39 Schichtturnus, durchschnittlich 40 Wochenstun-
Lenkentgelt · 25 den Normalarbeitszeit · 10
Reiseentgelt · 25 SEG-Zulagen · 59
Rufbereitschaft, Bezahlung · 11 Sonderzahlungen, Betrachtungszeitraum · 44
Rundung betrieblicher Beträge · 44 Teilzeitmehrarbeit, Zeitausgleich · 16
Schichtarbeit · 10 Telearbeit · 46
Teilzeit, Abfertigung · 20 Überstunden, Ausgleichszeitraum · 15
Teilzeitmehrarbeit, Zeitausgleichszeitraum · 16 Überstunden, Zeitausgleich · 15
Urlaubsentgelt · 46 Überstundenvergütung, kürzere Normalarbeits-
Urlaubsgeld, einheitlicher Auszahlungszeit- zeit · 17
punkt · 44 Umstufung · 37
Verkürzung der Normalarbeitszeit · 13 Urlaubsentgelt · 46
Vier-Tage-Woche · 11 Urlaubsgeld, einheitlicher Auszahlungszeit-
Vorrückung, Ausnahme/Aufschub, Kollektivver- punkt · 44
tragsparteien · 36 Verbesserungsvorschläge, Vergütung · 47
Vorrückung, Fünf-Prozent-Klausel, Zeitraum · Verteilungsoption · 61
36 Vier-Tage-Woche · 11
Zwölf-Stunden-Tag bei Vier-Tage-Woche · 11 Vollzeitmehrarbeit, Ausgleichszeitraum · 15
Betriebsstätte Vorrückung, Ausnahme, wirtschaftlich begrün-
Dienstreise · 21 dete Fälle · 36
Betriebsvereinbarung Vorrückung, Fünf-Prozent-Klausel, Zeitraum ·
Abfertigung · 20 36
Abfertigung Neu, Übertrittsrahmenbedingungen Zwölf-Stunden-Tag bei Vier-Tage-Woche · 11
· 21 Betriebsversammlung
Abrechnungszeitraum · 43 Bandbreite, Entgeltfortzahlung · 10
Arbeitszeitmodelle, Erprobung · 53 Betriebszugehörigkeit · 3
Dienstreise · 21 Einstufung in BG B · 31
Bandbreite · 8 Bewachungspersonal
Beschäftigungsgruppen, betriebliche · 33 Arbeitszeit · 13
Bildschirmbrille · 46, 66

70
Bildungsfreistellung · 17 Heimreise, Gefährdung, Ausland · 29
Betriebsrat, Sonderzahlungen · 45 Kilometergeld · 24, 25, 26
Bildungskarenz · 51 Krankheit · siehe Krankheit
Bildungsmaßnahmen · 17 Kreditkarte, Ausland · 28
Kürzung, Nächtigungsgeld, Ausland · 23
Kürzung, Taggeld, Aus-/Weiterbildungsveran-
C staltungen · 24
Kürzung, Taggeld, Ausland · 23
Chauffeure Kürzung, Taggeld, Mahlzeiten · 22, 24
Arbeitszeit · 13 Lehrling · 21
Lenkentgelt · 25, 49
Mahlzeiten · 24
D Mahlzeiten, Taggeldkürzung · 22
Mautgebühren · 26
Deckungssumme Montage · 22, 25
Unfallversicherung, Auslandsdienstreise · 28 Montagebüro · 21
Dekadenarbeit · 10 Nachtfahrt, -flug, Nächtigungsgeld · 24
Diensterfindung · 47 Nachtfahrt, -flug, Reiseentgelt · 25
Dienstjubiläum · 46 Nachtfahrt, Wagenklasse · 26
Dienstreise · 21 Nächtigungsgeld, Ausland · 23
Abrechnung · 29 Nächtigungsgeld, Inland · 22
Abrechnung, Kilometergeld · 26 Nahbereich, Reise-, Lenkentgelt · 25
Arbeitsunfähigkeit · 24 Nahbereichstaggeld · 22
Arbeitsunfall · 24 Parkgebühren · 26
Arbeitsverhinderung · 22, 24 Privatauto, Bewilligung · 26
Arbeitszeit, Ausland · 28 Quartier · siehe Quartier
Aufwendungen, Ausland · 23 Rechnungslegung · 29
Ausbildungsveranstaltung · 24 Reiseaufwandsentschädigung · 21, 49
Ausgangspunkt, einheitlicher · 21 Reiseentgelt · 24
Ausgangspunkt, Wohnsitz · 21 Reisevorbereitung, Ausland · 27
Auslagenersatz, pauschaler · 24 Risikoabdeckung, Ausland · 28
Ausland · siehe Auslandsdienstreise Rücktransport nach Tod · 27
Bahn, Lenkentgelt · 25 Schiff, Bewilligung · 26
Bahn, Nächtigungsgeld · 24 Schlafwagen, Bewilligung · 26
Bahn, Wagenklasse · 26 Schlafwagen, Nächtigungsgeld · 24
Baubüro · 21 Sondervereinbarung, Reise-, Lenkentgelt · 25
Baustelle · 21, 22, 25 Sondervereinbarungen, allgemein · 29
Begriff · 21 Sondervereinbarungen, Ausland · 28
Berichterstattung · 22 Sonntag, Reiseentgelt · 24
Berufsschule · 21 Spital · 27
Betriebsrat, Information über Sondervereinba- Tag-, Nächtigungsgeld, Europäische Union · 49
rungen, Ausland · 28 Taggeld · siehe Taggeld
Betriebsstätte · 21 Tod, Rücktransport · 27
Betriebsvereinbarung · siehe Betriebsvereinba- Überbrückungshilfe für Angehörige · 29
rung Übergangsrecht · 49
Deckelung, Lenkentgelt · 25 Unfall mit Privatauto · 26
Deckelung, Reiseentgelt · 24 Urlaub · 22
Dienstzettel, Ausland · 27 Verfall von Ansprüchen · 29
Entfall, Nächtigungsgeld · 24 Verkehrsmittel · 25
Entfall, Taggeld · 24 Vermittlung, Betriebsstätte · 21
Europäische Union, Tag-, Nächtigungsgeld · Versicherung, Ausland · 28
23, 49 Vorschuss, Reisekosten, Ausland · 28
Fahrtenbuch · 26 Vorschuss, Rücktransportkosten nach Tod · 27
Fahrtkosten · 25 Vorschuss, Versicherungsleistungen, Ausland ·
Fahrtkostenersatz · 24, 27 28
Feiertage · 22, 24 Währung, Tag-, Nächtigungsgeld · 23
Flug · siehe Flug Wartezeiten, Reiseentgelt · 24
Gefährdung, persönliche · 29 Weiterbildungsveranstaltung · 24
Gewalt, höhere · 29 Wochenende, Ausland · 28
Grenzübertritt · 23 Wochenende, Nächtigungsgeld, Inland · 22
Haftung, Kreditkarte · 28 Zeitausgleich · 22
Haftung, Privatauto · 26 Dienstverhinderung · siehe
Heimfahrt · 26 Arbeitsverhinderung

71
Dienstzettel · 1, 55 Einmalzahlungsoption · 60
Auslandsdienstreise · 27 Einstufung · 49
Einstufung · 30 Eintrittsmonat · 43
Muster · 55 Erhöhung, Ist-Gehalt · 30
Muster, Einstufung · 56 Fälligkeit · 43
Muster, Telearbeit · 56 Fünf-Prozent-Klausel · 36
Telearbeit · 46 Gehaltsansprüche, aliquote · 43
Direktor Gleichbehandlung, Geschlecht · 30
KV-Geltungsbereichs-Ausnahme · 1 Ist-Gehalt · 36, 60
Durchrechnungszeitraum Kollektivvertragsrunde · 63
SEG-Zulagen · 59 Lehrlingsentschädigung · 41
Leistungsvolumen · 38
Meister · 42
E Mindestgehalt · 35
Mindestgehalt, individuelles · 50
EhepartnerIn Regelungen, betriebliche, Anpassungsempfeh-
Entbindung, Arbeitsverhinderung · 18 lung · 51
Krankheit, Tod, Dienstreise, Heimfahrt · 27 Rundung betrieblicher Beträge · 43
Tod, Arbeitsverhinderung · 18 Stundengehalt · 30
Überbrückungshilfe, Auslandsdienstreise · 29 Teilzeit, Mindestgehalt · 35
Eheschließung Übergangsrecht · 49
Arbeitsverhinderung · 18 Umstufung · 37
Einarbeitung ganzer Tage · 7 Vermittlung, Übergangsrecht, Auslegung · 51
Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen · 8 Verteilungsoption · 61
Teilzeitmehrarbeit · 16 Vorrückung · 33, 36, 50
Einmalzahlung Erben
Einmalzahlungsoption · 60 Todesfallunterstützung · 2
Leistungsvolumen, Sanktion · 40 Erfolgsprämien
Einstufung · 30 Lehre · 41
Dienstzettel · 55 Erhöhte Normalarbeitszeit · 7
Übergangsrecht · 49 Erhöhungen, individuelle (Leistungsvolumen) ·
Eltern 38
Eheschließung, Arbeitsverhinderung · 18 Erklärungen, gemeinsame der Kollektivver-
Krankheit, Tod, Dienstreise, Heimfahrt · 27 tragsparteien · 51
Tod · 18 Ermittlungsverfahren
Überbrückungshilfe, Auslandsdienstreise · 29 Leistungsvolumen · 39
Elternkarenz Erschwerniszulage · siehe SEG-Zulagen
Anrechnung · 65 Europäische Union
Anrechnung bei dienstzeitabhängigen Ansprü- Begräbnis außerhalb des Wohnortes · 18
chen · 3 Reiseaufwandsentschädigung · 23, 49
Einmalzahlungsoption · 61
Information über Karenzende · 3, 65
Leistungsvolumen · 38 F
Sonderzahlungen · 45
Elternteilzeit Fahrtenbuch · 26
Abfertigung · 20 Fahrtkosten · 25
Entbindung Fahrtkostenersatz · 24, 27
Arbeitsverhinderung · 18 Fälligkeit · 43
Entgeltfortzahlung Feiertage
Beendigung des Arbeitsverhältnisses · 2, 64 Einarbeitung · 8
Bildungsfreistellung · 17 Entlohnung · 16
Entlassung Nächtigungsgeld, Inland · 22
Entgeltfortzahlung · 2 Reiseentgelt, Zuschlag · 24
Jubiläumsgeld · 47 Vier-Tage-Woche · 11
Zeitguthaben · 14 Fernbleiben
Zeitschuld · 14 ungerechtfertigtes, keine Sonderzahlungen · 45
Entlohnung · 30, 60, siehe Sonderzahlung Flug
Abrechnung · 43 Bewilligung · 26
Anrechnung auf Mindestgehalt · 35 Grenzübertritt · 23
Beendigungsmonat · 43 Nächtigungsgeld · 24
Berufsanfänger · 31 Reiseentgelt, Nacht · 25
Beschäftigungsgruppen · 30 Freizeit
Beschäftigungsgruppen, betriebliche · 33 Dienstreise, Heimfahrt · 27

72
Kündigung · 2, 64
Prüfungsvorbereitung · 18
I
Fremdwährung
Impfkosten
Auslandsdienstreise · 23
Frühwarnsystem Auslandsdienstreise · 27
Information
Empfehlung · 54
Führerscheinprüfung Aus- und Weiterbildung, Telearbeitnehmer · 57
Arbeitsverhinderung · 18 Ausbildungskosten, Rückerstattungsvereinba-
Führung rung, Betriebsrat · 17
Beschäftigungsgruppen · 32 Befristungsablauf, Arbeitnehmer · 2
Fünf-Prozent-Klausel Elternkarenz-Ende, Arbeitnehmer · 3
Vorrückung · 36 Leistungsvolumen, Arbeitnehmer · 39
Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung,
Kollektivvertragsparteien · 40
Leistungsvolumen, Betriebsrat · 39
G Risikoabdeckung, Auslandsdienstreise, Arbeit-
nehmer · 28
Geburt
Zeitguthaben/-schuld, Arbeitnehmer · 43
Arbeitsverhinderung · 18 Inlandstaggeld · 22, 49
Gefährdung, persönliche Ist-Gehalt · 36, 60, siehe Entlohnung
Auslandsdienstreise · 29 Erhöhung · 63
Gefahrenzulage · siehe SEG-Zulagen
Gehalt · siehe Entlohnung
Geheimhaltung
Diensterfindung · 47
J
Geschäftsführer
KV-Geltungsbereichs-Ausnahme · 1 Jubiläumsgeld · 46
Geschwister Jugendliche
Eheschließung, Arbeitsverhinderung · 18 Arbeitszeit · 7
Tod, Arbeitsverhinderung · 18
Überbrückungshilfe, Auslandsdienstreise · 29
Gesundheitsförderung K
Bildungsfreistellung · 17
Gewalt, höhere Karenz · siehe Elternkarenz
Auslandsdienstreise · 29 Bildungskarenz · 51
Gleichbehandlung Leistungsvolumen · 38
Bildungsfreistellung · 17 Kilometergeld · 25
Geschlecht, Einstufung, Gehalt · 30 Fahrtkostenersatz · 24
Geschlecht, Leistungsvolumen, Gehalt · 38 Kinder
Gleitzeit Eheschließung, Arbeitsverhinderung · 18
Normalarbeitszeit · 4 Krankheit, Tod, Dienstreise, Heimfahrt · 27
Teilzeitmehrarbeit · 16 Tod, Arbeitsverhinderung · 18
Großeltern Überbrückungshilfe, Auslandsdienstreise · 29
Tod, Arbeitsverhinderung · 18 Kollektivvertragsparteien
Grundvergütung All-in-Vereinbarungen, gemeinsame Erklärung ·
Teilzeitmehrarbeit · 15 52
Vollzeitmehrarbeit, Überstunde, Sonn-, Feier- Altersteilzeit, Urlaub, Empfehlung · 12
tag · 14 Altersteilzeit, Zusatzpension, Rückkehr zur
Günstigkeitsklausel Vollzeitbeschäftigung, Empfehlung · 12
Abfertigung · 19 Arbeitszeitmodelle, Erprobung, Zustimmung ·
bestehende Vereinbarungen · 48 53
Dienstjubiläum · 47 Aus- und Weiterbildung, Empfehlung · 52
Auslegung, EES-Übergangsrecht · 51
Beschäftigungsgruppenjahre, Kollektivvertrags-
H wechsel, Vereinbarung · 34
Beschäftigungsgruppenjahre, Kollektivvertrags-
Haftung wechsel, Zustimmung · 34
Arbeitnehmer, Telearbeit · 46, 57 Betriebsstätte, Vermittlung · 21
Kreditkarte · 28 Bildungskarenz, Empfehlung · 51
Privatauto · 26 Bildungskarenz, Empfehlungen · 51
Heimfahrten Bildungskarenz, gemeinsame Erklärung · 51
Dienstreise · 26 Entlohnung im Eintritts-/Beendigungsmonat ·
43

73
Entlohnung, betriebliche Regelungen, Anpas- Internatskosten · 41
sungsempfehlung · 51 KV-Geltungsbereich · 1
Frühwarnsystem, Empfehlung · 54 Lehrabschlussprüfung, Einstufung · 31, 32, 33
Kilometergeld, Empfehlung · 26 Lehrlingsentschädigung · 41
Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung, Lehrlingsentschädigung, Erhöhung · 63
Betriebsvereinbarung, Übermittlung · 40 Lehrlingsentschädigung, Sonderzahlungen · 44
Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung, Vorlehre, Anrechnung · 41
Zustimmung · 40 Weiterverwendungszeit · 2
Leistungsvolumen, Vermittlung · 39 Leiharbeit
Lenkentgelt, Vereinbarung · 25 Bandbreite, Betriebsvereinbarung · 10
Reiseentgelt, Vereinbarung · 25 Leistungsvolumen · 38
Schichtarbeit, Zustimmung · 10 Anpassung · 40
Teilzeitmehrarbeit, Zeitausgleichszeitraum, Zu- Anrechnung auf Vorrückung · 37
stimmung · 16 Aufteilungsverfahren · 39
Verkürzung der Normalarbeitszeit, Zustimmung Auswahl-, Aufteilungskriterien · 38
· 13 Ermittlungsverfahren · 39
Vermittlung, EES-Übergangsrecht · 51 Information der Arbeitnehmer · 39
Vorrückung, Ausnahme/Aufschub, Vereinba- KV-Wechsel · 40
rung · 36 Vermittlung, Kollektivvertragsparteien · 39
Kollektivvertragswechsel Verringerung, zwingende wirtschaftliche Grün-
Beschäftigungsgruppenjahre · 34 de · 40
Krankenhausaufenthalt · siehe Lenkentgelt · 25
Spitalsaufenthalt Übergangsrecht · 49
Krankenrücktransportversicherung
Auslandsdienstreise · 28
Krankheit M
Dienstreise, Heimfahrt · 27
Nächtigungsgeld · 22, 27 Mahlzeiten
Rücktransportversicherung · 28 Taggeld, Kürzung · 22, 24
Taggeldkürzung bei Spitalsaufenthalt · 27 Mautgebühren · 26
Urlaubsentgelt · 46 Mehrleistungen
Kreditkarte Definitionen · 5
Auslandsdienstreise · 28 Sonderzahlungen · 14, 44
Kündigung Vergütung · 14
Abfertigung · 19 Meister
Entgeltfortzahlung · 2 Beschäftigungsruppenjahre · 34
Kündigungsschutz, Bildungskarenz · 51 Einstufung · 33
Postensuchtage · 2 Gehälter · 42
Telearbeit · 57 Mindestgehalt · 35
Urlaubsverbrauch · 46 Erhöhung · 63
Vorrückung, Ausnahme · 36 individuelles · 50
Kurzarbeit · 13 Mitteilung · siehe Information
Kürzung Mitwirkung
Nächtigungsgeld, Ausland · 23 Beschäftigungsgruppen, Einstufung, Betriebs-
Taggeld, Ausland · 23 rat · 30
Taggeld, Mahlzeiten · 22, 24 Montage · 21, 49
Montagebüro, Betriebsstätte · 21
Nahbereichstaggeld · 22
L Reise-, Lenkentgelt · 25

LebenspartnerIn
Entbindung, Arbeitsverhinderung · 18 N
Krankheit, Tod, Dienstreise, Heimfahrt · 27
Tod, Arbeitsverhinderung · 18 Nachtarbeit · 6
Überbrückungshilfe, Auslandsdienstreise · 29 Nachtarbeitszulage · 17
Lehre Nachtfahrt, -flug
Ausbildung, teilqualifizierende, Anrechnung · Fahrtkostenersatz für Bahn · 26
41 Nächtigungsgeld · 24
Berufsausbildung, integrative · 41 Reiseentgelt · 25
Dienstreise · 21 Nächtigungsgeld
Einmalzahlungsoption · 61 Dienstzettel, Auslandsdienstreise · 28
Ende, Sonderzahlungen · 45 Entfall · 24
Erfolgsprämien · 41 Europäische Union · 23, 49

74
Höhe, Ausland · 23 Dienstreise, Nächtigungsgeld · 24
Höhe, Inland · 22 Dienstreise, Nächtigungskostenerstattung · 23
Krankheit · 27 Dienstreise, Reise-, Lenkentgelt · 25
Kürzung ab 29. Tag, Ausland · 23 Dienstreise, Spitalsaufenthalt · 27
Nahbereich Kosten, Lehrling · 41
Nahbereichstaggeld · 22
Reise-, Lenkentgelt · 25
Namensliste R
Leistungsvolumen · 39
Vorrückung, Ausnahme · 36 Rechnungslegung, Dienstreise · 29
Normalarbeitszeit · 4 Regelungen, betriebliche · siehe auch Sonder-
Änderung, Sonderzahlungen · 45 vereinbarungen
Ausland · 28 Entlohnung, Anpassungsempfehlung · 51
Reiseaufwandsentschädigung
Ausland · 23
P Erläuterungen · 63
Europäische Union · 49, 79
Parkgebühren · 26 Inland · 21
Partnerschaft, eingetragene Reiseentgelt · 24
Arbeitsverhinderung · 18 Nachtfahrt, -flug · 25
Pauschale · siehe Überstundenpauschale Reisevorbereitung
Bandbreite · 9 Auslandsdienstreise · 27
Dienstreise · 29 Remunerationen
Dienstreise, Auslagenersatz · 24 Anrechnung auf Mindestgehalt · 35
Fälligkeit · 43 Rückerstattung
Kilometergeld · 26 Ausbildungskosten · 17
SEG-Zulagen · 59 Rücktransport
Sonderzahlung · 52 Dientsreise, Tod · 27
Vollzeitmehrarbeit, Berechnung · 16 Rücktritt
Pilotprojekt Übertritt zu Abfertigung Neu · 21
Arbeitszeitmodelle, Erprobung · 53 Rufbereitschaft · 11
Portiere Ruhen
Arbeitszeit · 13 Versorgungsleistung wegen Abfertigung · 19
Postensuchtage · 2, 64 Ruhezeit, tägliche · 5
Praktikanten Rundung
Ferialpraktikanten · 42 betriebliche Beträge · 43
Pflichtpraktikanten · 42
Pflichtpraktikanten, KV-Geltungsbereich · 1
Prämien S
Erfolgsprämien · 41
Fälligkeit · 43 Sanitätsdienst
Präsenzdienst Arbeitszeit · 13
Anrechnung für Vorrückung · 34 Schichtarbeit · 10
Einmalzahlungsoption · 61 Postensuchtage · 2
Leistungsvolumen · 38 Schichtzulage · 17
Sonderzahlungen · 45 Schiffsfahrten
Probezeit · 1 Bewilligung · 26
Projektleitung Schlafwagen
Einstufung · 32 Bewilligung · 26
Provision Nächtigungsgeld · 24
Leistungsvolumen · 38 Schlichtung
Sonderzahlungen · 44 Prüfungsvorbereitung · 18
Provisionsvertreter Schmutzzulage · siehe SEG-Zulagen
Vorrückung, Ausnahme · 36 Schriftform
Prüfung Abrechnung, Dienstreise · 29
unbezahlte Freizeit · 17 Arbeitsvertrag · 1
Prüfungsvorbereitung · 17 Dienstreise, Ausgangspunkt · 21
Dienstreise, Sondervereinbarung · 25
Dienstreise, Stammbetriebsstätte · 21
Q Dienstzettel · 1
Elternkarenz-Ende, Information · 3
Quartier Fahrtkostenersatz · 26
Dienstreise, Angemessenheit · 24 Leistungsvolumen, Erhöhung, Information · 39

75
Reiseaufwandsentschädigung, Fremdwährung Krankheit · 27
· 23 Kürzung ab 29. Tag, Ausland · 23
Risikoabdeckung, Dienstreise · 28 Kürzung, Aus-, Weiterbildungsveranstaltung ·
Sondervereinbarungen, Dienstreise · 28, 29 24
Verkürzung der Normalarbeitszeit, Betrieb Kürzung, Mahlzeiten · 22, 24
ohne Betriebsrat · 13 Teiler
Zeitguthaben/-schuld, Information an Arbeit- Berechnung der Grundvergütung · 14
nehmer · 43 Teilqualifikations-Ausbildung
Schule Anrechnung auf Lehre · 41
Berufsschule, Dienstreise · 21 Einstufung · 31
Einstufung · 31, 32 Internatskosten · 41
Schülerheim, Internatskosten · 41 Lehrlingsentschädigung · 41
Schulzeiten-Anrechnung, Urlaubsausmaß · 66 Teilzeit
Urlaubsausmaß, Schulzeiten-Anrechnung · 46 Abfertigung · 20
Schwiegereltern Elternteilzeit · 20
Tod, Arbeitsverhinderung · 18 Ist-Gehalt · 36
SEG-Zulagen Leistungsvolumen · 38
Arbeitsgericht · 59 Mindestgehalt · 35
Arbeitsplatzbewertung, Betriebsvereinbarung · Sonderzahlungen · 45
59 Teilzeitmehrarbeit, Vergütung · 15
Ausschuss, paritätischer · 59 Verkürzung der Normalarbeitszeit, geringfügige
Betriebsvereinbarung · 59 · 13
Durchrechnungszeitraum · 59 Teilzeitmehrarbeit
Höhe · 58 Definition · 5
Pauschale · 59 Gleitzeit · 16
Sonderzahlungen · 44 Grundvergütung · 15
Verfall · 47, 59 Verfall · 47
Sondervereinbarungen Zuschlag, Beendigung · 14
Auslandsdienstreise · 28 Zuschlag, Einarbeitung i.V.m. Feiertagen · 16
Dienstreise · 29 Zuschlag, geblockte Teilzeitarbeitsmodelle · 16
Reise-, Lenkentgelt · 25 Zuschlag,Altersteilzeit · 16
Sonderzahlungen · 44 Telearbeit · 46
Änderung der Normalarbeitszeit · 45 Dienstzettel · 56
Fälligkeit · 44 Tod
Grundvergütung, Abgeltung · 16 Arbeitnehmer, Dienstreise,Rücktransport · 27
Grundvergütung, Mehrleistungen, Sonn-, Feier- Arbeitnehmer, Unfallversicherung · 28
tagsarbeit · 14 Arbeitsverhinderung · 18
Höhe · 44 Dienstreise, Heimfahrt · 27
Pauschale · 52 Todesfallunterstützung · 2, 64
Zeiten ohne Entgeltanspruch · 45 Topf · siehe Leistungsvolumen
Sonntag · siehe Wochenende
Auslandsdienstreise · 28
Reiseentgelt, Zuschlag · 24 U
Sonntagsarbeit · 10
Sonntagszuschlag · 16 Überbrückungshilfe
Verfall · 47 Dienstreise, Ausland · 29
Spitalsaufenthalt Übergangsrecht
Taggeld · 27 Arbeitszeit · 49
Stammbetriebsstätte Dienstreiserecht · 49
Dienstreise · 21 Entlohnungssystem · 49
Stundengehalt · 30 Überstunden
Definition · 5
Lenkentgelt · 25
T Pauschale, Berechnung · 16
Überstundenpauschale, Erhöhung · 60
Taggeld Urlaubsentgelt · 46
Auslandsdienstreise, Inlandsanteil · 23 Verfall: · 47
Dienstzettel, Auslandsdienstreise · 28 Vergütung, Fälligkeit · 43
Entfall · 24 Zeitausgleich · 15
Europäische Union · 23, 49 Zuschlag · 14
Höhe, Ausland · 23 Übertritt zu Abfertigung Neu
Höhe, Inland · 22, 49 Rücktritt · 21
Höhe, Nahbereich · 22

76
Umstrukturierung Ausnahme/Aufschub, wirtschaftlich begründete
Leistungsvolumen · 40 Fälle · 36
Umstufung · 37 Ist-Gehalt · 36
Unfall · siehe Arbeitsunfall Ist-Gehalt, Ausnahmen · 36
Privatauto · 26 Ist-Gehaltserhöhung, Anrechnung · 36
Unfallversicherung Übergangsrecht · 50
Auslandsdienstreise · 28 Vorrückungsstufe · 33, 50
Unterhaltsansprüche Vorrückungsstufe, Umstufung · 37
Vorschuss, Auslandsdienstreise · 29 Vorrückungstabelle · 50
Untersuchung, ärztliche Vorrückungswerte · 33
Nachtarbeit · 6 Vorrückungszeitpunkt · 35
Urlaub · 45 Vorschuss
Ausmaß · 66 Reisekosten, Auslandsdienstreise · 28
Dienstreise, Heimfahrt · 27 Rücktransportkosten, Tod, Dienstreise · 27
Nächtigungsgeld, Inland · 22 Unterhaltsansprüche, Auslandsdienstreise · 29
Verbrauch während Kündigungsfrist · 46 Versicherungsleistungen, Auslandsdienstreise ·
Urlaubsgeld · siehe Sonderzahlungen 28
Vorstand
KV-Geltungsbereichs-Ausnahme · 1
V
Verbesserungsvorschläge W
Vergütung, Betriebsvereinbarung · 47
Verfall · 47 Wartezeit
Heimfahrt · 27 Elternkarenz, Anrechnung bei dienstzeitab-
SEG-Zulagen · 59 hängigen Ansprüchen · 3
Verkehrsmittel · 25 Wartezeiten, Reiseentgelt · 24
Dienstzettel, Auslandsdienstreise · 28 Weihnachten
Vermittlung der Kollektivvertragsparteien · 48 arbeitsfrei · 5
Auslegung, EES-Übergangsrecht · 51 Weihnachtsgeld · siehe Sonderzahlungen
Dienstreise, Betriebsstätte · 21 Wieterbildung
Leistungsvolumen · 39 Bildungsfreistellung · 17
Verschwiegenheit Bildungskarenz · 51
Vermittler, Leistungsvolumen · 39 Erklärung, gemeinsame, Kollektivvertragspar-
Versetzung teien · 52
Nachtarbeit · 6 Nachtarbeit · 7
Versicherung Telearbeit · 57
Auslandsdienstreise · 28 Weiterbildungsveranstaltung,Taggeldkürzung ·
Dienstzettel, Auslandsdienstreise · 28 24
Versorgungsleistung Weiterverwendungszeit nach Lehre · 2, 65
Anrechnung auf Abfertigung · 19, 20 Werksfeuerwehr
Ruhen wegen Abfertigung · 19 Arbeitszeit · 13
Verständigung · siehe Information Wirtschaftliche Schwierigkeiten
Verteilungsoption · 61 Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung
Verwendungsgruppen · siehe Beschäftigungs- · 40
gruppen Vorrückung, Ausnahme/Aufschub · 36
Vier-Tage-Woche · 11 Wochenende · siehe Sonntag
Visa-Gebühren Auslandsdienstreise · 28
Auslandsdienstreise · 27 Nächtigungsgeld, Inland · 22
Vollzeitmehrarbeit Wochengeld
Definition · 5 Sonderzahlungen · 45
Verfall · 47 Wohnsitz
Vergütung · 14 Dienstreise, Ausgangspunkt · 21
Volontär Wohnungswechsel
KV-Geltungsbereichs-Ausnahme · 1 Arbeitsverhinderung · 18
Vorarbeiter · 34
Vordienstzeiten
Anrechnung · 34 Z
Beschäftigungsgruppenjahre · 34
Vorlehre Zeitausgleich
Anrechnung auf Lehre · 41 Nächtigungsgeld, Inland · 22
Vorrückung · 33 Überstunden · 15
Ausnahme, Fünf-Prozent-Klausel · 36 Vollzeitmehrarbeit · 14

77
Zeitguthaben Verfall · 59
Beendigung · 13 Vollzeitmehrarbeit · 14
Verbrauch · 15 Zusammentreffen · 17
Zeitschuld Zustimmung
Beendigung · 13 Arbeitszeitmodelle, Erprobung, Kollektivver-
Zivildienst tragsparteien · 53
Anrechnung für Vorrückung · 34 Auslandsdienstreise, Fremdwährung, Betriebs-
Einmalzahlungsoption · 61 rat · 23
Leistungsvolumen · 38 Bandbreite, Betriebsrat · 8
Sonderzahlungen · 45 Beschäftigungsgruppenjahre, Kollektivvertrags-
Zulagen, Zuschläge · 14 wechsel, Kollektivvertragsparteien · 34
Arbeitsgericht · 59 Leistungsvolumen, Aufschiebung/Verringerung,
Bandbreite · 9 Kollektivvertragsparteien · 40
Fälligkeit · 43 Leistungsvolumen, gemeinsames für Arbeiter
Höhe · 58 und Angestellte, Betriebsrat · 38
Nachtarbeit · 17 Schichtarbeit, Kollektivvertragsparteien · 10
Pauschale · 59 Teilzeitmehrarbeit, Zeitausgleichszeitraum, Kol-
Reiseentgelt · 24 lektivvertragsparteien, · 16
Schichtzulage · 17 Verkürzung der Normalarbeitszeit, Betriebsrat ·
Sonderzahlungen · 44 13
Sonntag · 16 Verkürzung der Normalarbeitszeit, Kollektivver-
Teilzeitmehrarbeit · 16 tragsparteien · 13
Überstunde · 14 Zweckausbildung · 31

78
REISEAUFWANDSENTSCHÄDIGUNGEN FÜR EU-STAATEN (WERTE 2011/12 IN €)

Änderungen sind in Fettdruck hervorgehoben


STAAT TAGGELD NÄCHTIGUNGSGELD
INLANDSTAGGELD 1. – 7. TAG ab 8. TAG
ÖSTERREICH
44,93 24,92 15,14
EU 1. – 28. Tag ab 29. Tag 1. – 28. Tag ab 29. Tag
BELGIEN 24,92 20,43
Brüssel 32,00 28,80
DÄNEMARK 41,40 37,26
DEUTSCHLAND 27,90 25,11
Grenzorte* 24,92 16,29
FINNLAND 41,40 37,26
FRANKREICH 24,92 21,60
Paris, Straßburg 32,70 29,43
GRIECHENLAND 24,92 20,97
IRLAND 33,10 29,79
44,93 44,93
ITALIEN 27,90 25,11
Rom, Mailand 36,40 32,76
Grenzorte* 24,92 16,29
LUXEMBURG 24,92 20,43
NIEDERLANDE 27,90 25,11
PORTUGAL 24,92 20,43
SCHWEDEN 41,40 37,26
SPANIEN 30,50 27,45
VER. KÖNIGR. (UK) 36,40 32,76
London 41,40 37,26
1.5.2011 1.1.2012 1.5.2011 1.1.2012 1.5.2011 1.1.2012 1.5.2011 1.1.2012
BULGARIEN 40,00 43,00 36,00 38,70 24,92 24,92 20,43 20,43
ESTLAND, LETT-
31,00 31,00 27,90 27,90
LAND, LITAUEN
MALTA 44,93 44,93 30,10 30,10 27,09 27,09
POLEN 25,10 25,10 22,59 22,59
RUMÄNIEN 27,30 27,30 24,57 24,57
SLOWAKEI 42,90 44,93 38,61 44,93 15,14 15,14
Pressburg 44,93 44,93 21,96 21,96
SLOWENIEN 44,93 44,93 20,97 20,97
24,92 24,92
Grenzorte* 42,90 38,61 15,14 15,14
TSCHECHIEN 44,93 44,93 21,96 21,96
Grenzorte* 42,90 38,61 15,14 15,14
UNGARN 41,60 44,60 37,44 40,14 26,60 26,60 23,94 23,94
Budapest 44,93 44,93 44,93 44,93 26,60 26,60 23,94 23,94
Grenzorte* 41,60 44,60 37,44 40,14 24,92 24,92 16,29 16,29
ZYPERN 43,60 44,93 39,24 44,93 30,50 30,50 27,45 27,45

* Orte, deren Ortsgrenze von der österreichischen Grenze nicht mehr als 15 km Luftlinie
entfernt ist (§ 25 Abs. 3 RGV).

79
MINDESTGEHÄLTER AB 1.5.2011 (WERTE IN €)

Grund- nach 2 nach 4 nach 7 nach 10 Vorrückungswerte


BG
stufe BG-J BG-J BG-J BG-J 2, 4 BG-J 7, 10 BG-J
A 1.500,89
B 1.521,60 1.552,04 1.582,48 1.597,70 1.612,92 30,44 15,22
C 1.670,09 1.720,20 1.770,31 1.795,37 1.820,43 50,11 25,06
D 1.783,80 1.837,32 1.890,84 1.917,60 1.944,36 53,52 26,76
E 2.044,14 2.125,90 2.207,66 2.248,54 2.289,42 81,76 40,88
F 2.304,58 2.396,77 2.488,96 2.535,06 2.581,16 92,19 46,10
G 2.655,53 2.761,76 2.867,99 2.921,11 2.974,23 106,23 53,12
H 2.918,47 3.035,22 3.151,97 3.210,35 3.268,73 116,75 58,38
I 3.570,87 3.713,72 3.856,57 3.928,00 3.999,43 142,85 71,43
J 3.928,13 4.085,26 4.242,39 4.320,96 4.399,53 157,13 78,57
2 BG-J 4,7,10 BG-J
K 5.193,06 5.400,78 5.504,64 5.608,50 5.712,36 207,72 103,86

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