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Dokumentationsband

ift-Sonderschau
„Quality follows function“

16. – 21. Januar 2017, München


Inhalt
Seite

Fachbeitrag

Quality follows function


Planung von Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit
in Abhängigkeit vom Einsatzzweck

1 Qualitätsstrategie für Bauelemente 2


2 Fenster und Türen in Schulbauten
und Bildungseinrichtungen 3
3 Fenster und Türen für altersgerechtes Wohnen
und Pflegeeinrichtungen 5
4 Wohnkomfort und Universal Design (UD) 8
5 Qualität in der Praxis 9
6 Gebrauchstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit 13
7 Literatur 14

Mitaussteller/Sponsoren A – Z 15

Medienpartner 28

Über das ift Rosenheim

Für gute Bauwerke braucht es Kompetenz, Technik und


Erfahrung, das gilt besonders für Fenster, Fassaden und
Türen. Das ift Rosenheim unterstützt seit 1966 mit über
200 Mitarbeitern die Branche als neutrales wissenschaft-
liches Institut mit technischen Dienstleistungen. Hierzu
gehören Prüfungen, Forschung, Zertifizierung und
Qualitätsmanagement sowie Normung, Weiterbildung
und Fachinformationen. Damit fördert das ift Rosenheim
die Entwicklung von gebrauchstauglichen, umweltverträg-
lichen und wirtschaftlichen Qualitätsprodukten, die das
Leben komfortabler, sicherer und gesünder machen.

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


Quality follows function | Fachbeitrag

Prof. Ulrich Sieberath – Institutsleiter ift Rosenheim


Dipl.-Ing (FH) Ingo Leuschner – Leiter ift-Sachverständigenzentrum
Dipl.-Ing. (FH) Knut Junge – Sachverständiger ift Rosenheim
Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz Wildenburg – Leiter PR & Kommunikation

Quality follows function


Planung von Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit
in Abhängigkeit vom Einsatzzweck

Das Planen und Bauen von Gebäuden und damit auch Fenstern sowie wie Öffnungsart, Konstruktion oder
die Anforderungen an Bauelemente werden immer Sicherheitseinrichtungen formuliert. Im Mittelpunkt
komplexer und sind je nach Einsatzort sehr unter- stehen das Konzept der „Anwendungsorientierten
schiedlich. Ein Bauelement für alle Fälle gibt es nicht, Bauqualität“ und dessen Auswirkungen auf Sicherheit,
denn die Ansprüche an Fenster, Türen oder Tore in Langlebigkeit und Kosten.
Schul-, Verwaltungs- oder Wohnbauten sind zu unter-
schiedlich. Zudem „verstecken“ sich die normativen Ein Bauelement für alle Fälle gibt es nicht, denn die Ansprüche
und gesetzlichen Anforderungen in einer Vielzahl von an Fenster, Türen oder Tore in Schul-, Verwaltungs- oder
Regelwerken. Unsicherheit bezüglich der Planung, Wohnbauten sind zu unterschiedlich. In Schulbauten fin-
Ausschreibung und Herstellung der „richtigen“ Bauteile den sich härteste Nutzungsformen bezüglich der mecha-
sind die Folge. Um Planer, Architekten, Hersteller und nischen Festigkeit und Dauerhaftigkeit. „Geeignete“ Fenster
Montagebetriebe bei dieser Aufgabe zu unterstüt- sind in Schulen deshalb unerlässlich, beeinflussen aber
zen, hat das ift Rosenheim Richtlinien entwickelt, die auch Temperatur, Luftfeuchte und Tageslicht und schaffen
kostenfrei im Shop der ift-Website zur Verfügung ste- so ein gutes „Lernklima“. In Wohnbauten stehen Sicherheit,
hen. Hier werden detailliert die Anforderungen be- Komfort und Behaglichkeit im Vordergrund; beim altersge-
schrieben und Empfehlungen für die technischen rechten Bauen kommen zusätzlich Barrierefreiheit, leichte
Kennwerte, die Abmessung und Aufteilung von Bedienung und die Nutzungssicherheit hinzu.

Bild 1 Von der Kindheit bis ins Alter – Fenster und Türen begleiten Menschen das ganze Leben lang.

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Fachbeitrag | Quality follows function

Um für Planer, Architekten, Bauherren sowie Hersteller 3. Bauelemente für Komfortwohnungen


und Montagebetriebe die Planung, Ausschreibung und (Einbruchsicherheit, thermischer Komfort, Schallschutz,
Herstellung der „richtigen“ Bauteile einfacher und sicherer Universal Design, Wertigkeit, Design, Automation,
zu machen, veranstalten die Messe München und das ift Energieeffizienz …)
Rosenheim die Sonderschau „Quality follows function“. 4. Qualität, Prüfverfahren, Nachweise und fachgerechte
Anhand von Exponaten werden geeignete Fenster und Montage
Türen für Schulen, Pflegeeinrichtungen, Verwaltungsbauten
oder den Wohnungsbau vorgestellt. Experten des ift
Rosenheim und der Mitaussteller informieren detailliert 1 Qualitätsstrategie für Bauelemente
über Anforderungen, Planungsgrundlagen, Konstruktionen
und Ausführungen in vier Themenfeldern: Eine vernünftige Produktqualität ist gerade bei lang-
lebigen und hochpreisigen Bauprodukten ein wich-
1. Schulbauten und Bildungseinrichtungen (Nutzungs- tiger Beitrag für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und
sicherheit, Tageslicht, Lüftung, Brand/Rauch ...) Kundenzufriedenheit und damit auch für den Erfolg eines
2. Altersgerechtes Bauen und Bauelemente für Pflege- Produktes. Natürlich braucht es hierfür einen kompe-
einrichtungen (Sicherheit, Einfachheit, Bedienkräfte, tenten Vertrieb, der Produktvorteile und angemessene
Hygiene, Barrierefreiheit …) Preise dem Kunden vermittelt. Hierbei hilft auch eine ge-
naue Beschreibung und Definition
der Produkte als Vergleichsbasis
für gut und schlecht. Wenn die
Produktbeschreibung nur „1 Stück
Fenster weiß, 80 x 120 cm mit
U-Wert 1,1 W/(m²K) inkl. Montage“
lautet, zählt am Ende nur der Preis.
Die Leistungseigenschaften von
Bauprodukten lassen sich diffe-
renziert mit den europäischen
Produktnormen beschreiben, die
nach dem Performanceprinzip auf-
gebaut sind (EN 14351-1 Fenster/
Außentüren, EN 13830 Fassaden
und EN 13241 Tore). Damit ist eine
angepasste Ausschreibung für un-
terschiedliche Einsatzzwecke mög-
lich, sofern die Anforderungen
von Bauherren detailliert beschrie-
ben oder durch Bauvorschriften
vorgegeben sind. Die CE-Kenn-
zeichnung macht keine Qualitäts-
aussagen und verpflichtet den
Hersteller nur zur Deklaration be-
stimmter Leistungseigenschaften.
Ob diese auch für spezielle Ver-
wendungszwecke passen, obliegt
dem Architekten, dem Bauherrn
oder auch dem Hersteller, wenn er
planerische Aufgaben übernimmt,
weil der Bauherr dies wünscht
oder erwartet.

Eine gute Qualität, Gebrauchs-


tauglichkeit und Funktionalität
von Fenstern, Türen und Fassa-
den ergeben sich, wenn die einzel-
Bild 2 Die Anforderungsmatrix der Produktnorm für Fenster (DIN EN 14351-1) ist eine gute nen Komponenten als System
Grundlage für die detaillierte Definition der Anforderungen). funktionieren und für den anvi-

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Quality follows function | Fachbeitrag

sierten Nutzungszweck angepasst sind. Hierfür ist ein


ganzheitliches Konstruieren und Überprüfen von Bau-
elementen sowie der zugehörigen Profile, Verglasung
und Beschläge notwendig. Das Planen und Bauen
von Gebäuden und Fenstern wird jedoch immer kom-
plexer. Die Anforderungen an Fenster und Türen fin-
den sich in verschiedensten Normen, im Baurecht,
in Sonderbauvorschriften, Gesetzen, Arbeitsstätten-
Richtlinien und anderen Anforderungen. Die Qualität und
Leistungsfähigkeit von Bauelementen hängt deshalb stark
vom Einsatzzweck ab. Bei der Planung, Ausschreibung,
Herstellung und Montage von Fenstern und Türen müs-
sen beispielsweise 20 Eigenschaften der Produktnorm
EN 14351-1 sowie weitere technische Eigenschaften pri-
orisiert und festgelegt werden. Dabei ist es allerdings ein
erheblicher Unterschied, ob ein Fenster in einem privaten Bild 3 Eine neue Reihe von ift-Richtlinien gibt Empfehlungen
Eigenheim, einem Verwaltungsbau oder einer Schule für Planung, Ausschreibung, Herstellung und Montage
von Fenstern und Türen für besondere Einsatzzwecke.
eingesetzt wird. Da die Produktnorm darüber keine
Auskunft gibt, führt eine „unpassende“ und lückenhafte
Ausschreibung zwangsläufig zu einer Überforderung der mechanischen Beanspruchungsklassen für Beschläge,
Bauteile bei der Nutzung. Planungsfehler, Mängel bei Fensterrahmen inkl. Eckverbindung sowie Verglasungen
der handwerklichen Ausführung und Montage kommen gelegt werden. Die Anforderungen und Planungen
oft noch hinzu. Eine neue Reihe von ift-Richtlinien stellt sollten auch die Abmessungen und Aufteilungen von
deshalb Einsatzempfehlungen für die unterschiedlichen Fenstern, Öffnungsarten, Konstruktionen und Sicher-
Nutzungsarten zur Verfügung und unterstützt so bei heitseinrichtungen berücksichtigen.
Planung und Ausschreibung.
Forschungsergebnisse zeigen den großen Einfluss von
natürlichem Tageslicht auf die physische und psychische
2 Fenster und Türen in Schulbauten und Gesundheit des Menschen. Medizinische Studien bele-
Bildungseinrichtungen gen, dass das Tageslicht den Stoffwechsel reguliert, die
Melatoninproduktion (Schlafhormon) unterdrückt, die
Die Anforderungen und Schutzziele an Fenster in Schul- „Gute-Laune-Hormone“ wie Seratonin und Noradrenalin
bauten finden sich in Normen, in Sonderbauvorschriften,
Gesetzen, Arbeitsstätten-Richtlinien und der Gesetzlichen
Unfallversicherung (GUV). Dennoch helfen diese bei der
Ausschreibung und Festlegung von Eigenschaften dem
Planer selten weiter, denn es fehlt der Bezug zu den in der
Produktnorm EN 14351-1 definierten Leistungsklassen. Dies
ist aber notwendig, damit eine fachlich korrekte technische
Beschreibung und Ausschreibung erstellt werden kann
und der Hersteller klar weiß, welche Fenster zu liefern sind.
Die anwendungsbezogene ift-Richtlinie FE-16/1 „Einsatz-
empfehlung für Fenster in Schulbauten“ gibt Empfehlungen
zur notwendigen Qualität der einzusetzenden Fenster so-
wie zu Klassifizierungen gemäß Produktnorm.

Charakterisierend für Schulen sind neben dem Schallschutz


und dem hohen Lüftungsbedarf die Nutzung von
Tageslicht in Verbindung mit Blend- und Sonnenschutz
und vor allem die hohen mechanischen Belastungen.
Die Wärmedämmung hat auf Grund der hohen internen
Wärmequellen geringere Bedeutung. Wer sich an die eige-
ne Schulzeit erinnert, weiß wie „kreativ“ bzw. unsachgemäß
Kinder und Jugendliche alle Einrichtungsgegenstände
Bild 4 Fensterteilung mit kleinen Flügelabmessungen und oberen,
nutzen. Deshalb sollte in Klassenzimmern besonderes automatisch angetriebenen Kippflügeln zur Lüftung für
Augenmerk auf die Nutzungssicherheit und die höchsten Fenster in Schulen

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aktiviert, die Abwehrkräfte verbessert, den Schlaf-/ Auch der Lüftungsbedarf ist enorm, denn pro Person kön-
Wachrhythmus steuert sowie die Leistungsfähigkeit nen ca. 30 m³ Frischluftbedarf angenommen werden, um
und Lernfähigkeit steigert. Im Licht dieser Fakten sollten den CO2-Gehalt der Luft im Klassenzimmer unter dem
energetische und bauliche Aspekte eigentlich in den Grenzwert von 1.000 ppm zu halten (Pettenkoferzahl). Bei
Hintergrund treten. Aber die störenden Einflüsse von einem Klassenraum mit ca. 60 m² und 3 m Höhe ergibt sich
Blendungseffekten und der Überhitzung im Sommer sind bei 30 Personen ein Luftwechsel von 5. Dieser kann durchaus
natürlich zu vermeiden, da die Beleuchtungsstärke im mit natürlicher Fensterlüftung durch eine Kombination von
Freien von 5.000 bis über 100.000 Lux reicht und damit Permanentlüftung mit Kippflügeln und einer Stoßlüftung
eine Regelung der Lichtintensität erfordert. Dennoch steht in den Pausen mit Drehflügeln erreicht werden. Wichtig ist
an 85 % der Tage ein Tageslichtangebot von min. 5.000 die Vermeidung eines direkten Luftzuges in den Lernzeiten,
Lux zur Verfügung. Dies reicht zur Ausleuchtung der meis- der durch gekippte Oberlichter und Zulufteinrichtungen
ten Räume aus, falls keine Verschattung durch Gebäude, im Brüstungsbereich möglich ist. Eine CO2-Steuerung mo-
Pflanzen oder Verschmutzung der Verglasungen stö- torisch angetriebener Fensterflügel oder auch eine ein-
ren; bei starker Verschmutzung innen und außen kann das fache CO2-Ampel helfen die Luftqualität zu kontrollieren.
Tageslicht bis zu 50 % vermindert werden. Als Basis für eine Gegliederte Fenster mit Ober- und/oder Unterlichtern
einfache Lichtplanung für Fenster dienen folgende Aspekte: und dazwischenliegenden Drehflügeln in Schulräumen
war früher üblich und bietet folgende Vorteile:
•• farbneutrale Verglasung mit einem
Lichttransmissionsgrad von ca. 65 % bis 75 %, •• Begrenzung der maximalen Flügelgrößen und
•• normal geschnittene Räume (Verhältnis Breite : Tiefe -gewichte (mech. Belastung),
etwa 1 : 2), •• gut dosierbare, effiziente Lüftung mit Kippflügeln an
•• Breite der Fensterfront entspricht etwa der Raumbreite Ober- und Unterlicht (selbst wenn einzelne Flügel
und sollte ca. 20 % der Raumfläche betragen, nicht benutzbar sind),
•• Breite und Höhe der Fenster etwa 1,5 m bis 2,5 m mit •• Sicherheitsaspekt bzgl. Absturz beim Unterlicht und
deckennaher Fensteroberkante und Brüstungshöhe höher im Raum angeordnete Drehflügel,
etwa 0,90 m, •• geringe Anfälligkeit kleiner Kippflügel bzgl.
•• keine Glasteilung durch Sprossen, Fehlbedienung,
•• möglichst geringe Abschattung durch Verbauung •• für Kinder leicht zugängliche und bedienbare Flügel.
oder Pflanzen,
•• integrative Planung von Sonnen-, Blendschutz und Informationen zur Wartung und Pflege, mit denen sich
Tageslichtlenkung. Nutzung, Dauerhaftigkeit und Sicherheit verbessern las-
sen, gehören ebenfalls dazu. Regelmäßige Kontrolle,
Eine genauere Planung mit Lichtsimulationen bieten er- Pflege und Wartung sind deshalb notwendig, um schwer-
fahrene Ingenieurbüros an. wiegende Nutzungseinschränkungen und Gefahren ab-
zuwenden. Dazu ist die Einbeziehung und Einweisung
des „Hausmeisters“ ein wich-
tiger Baustein. Folgende
Planungshinweise für Fenster
und Türen in Schulen sind
Grundlage für eine sichere
und langjährige Nutzung:

•• einfache Konstruktionen
mit robusten Ausführungs-
details (Beschläge, Profile
etc.),
•• geeignete Öffnungsarten,
•• großformatige Flügel mit
hohem Eigengewicht
vermeiden,
•• große mechanische
Festigkeit (hohe Dauer-
funktions- und mechani-
Bild 5 Durch Lichtlenkungssysteme (Lamellen) lässt sich die Ausleuchtung eines
sche Festigkeitsklassen),
Klassenzimmers bei ausreichendem Tageslicht gut regeln. Oben: ohne Lamelle,
Mitte: Blendung im Bereich des Fensterbandes, unten: optimale Ausleuchtung •• Einsatz von geprüfter
(Bilder: alware – Ingenieurbüro Bauphysik und Gebäudesimulation, Braunschweig) Beschlagtechnik,

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Tabelle 1 Eignung verschiedener Fensterarten in Schulgebäuden


(Auszüge aus Tabellen 6 und 11 ift-Richtlinie FE-16/1 „Fenster in Schulbauten“)

•• Einsatz von Festverglasungen mit Sicherheitsglas, wo gen. Fenster in Pflegeeinrichtungen für Betagte müssen
möglich, in der Hauptsache den drei Leitgedanken „Hinkommen –
•• Verwendung von dezentralen Lüf tungseinrichtungen Reinkommen – Klarkommen“ entsprechen. Viele Aspekte
(Fensterlüfter). dieses Leitgedankens werden schon bei der Planung und
Gestaltung der Fenster definiert. Für die Planung und
Auslegung von Fenstern in Pflegeeinrichtungen sind fol-
gende Kriterien zu beachten:
3 Fenster und Türen für altersgerechtes
Wohnen und Pflegeeinrichtungen •• Bewohner mit geringer Kraft in Hand und Arm,
•• eingeschränkte Beweglichkeit der Personen,
Die allermeisten Menschen wollen auch im Alter ein •• Einschränkungen beim Sehvermögen,
selbstbestimmtes Leben führen und wünschen sich ei- •• Ausblicke in die Umgebung auch aus Sitzhöhe,
nen geeigneten Wohnraum. Gerade Fenster und Türen •• eingeschränkte geistige Auffassung/eingeschränktes
haben eine große Bedeutung, weil diese Sonne, Luft Sicherheitsbewusstsein der Nutzer,
und Geräusche in den Raum bringen, was vor allem für •• hoher Tageslichtbedarf und erhöhte
Personen sehr wichtig ist, die viel Zeit im Inneren verbrin- Innenraumtemperaturen.

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Fachbeitrag | Quality follows function

Diese Auslegungskriterien führen zu typischen baulichen


Ausführungen mit einfachen Details und kleinen Flügel-
formaten. Die Ausstattung mit Antrieben und Fensterlüftern
ist für die leichte Bedienung, Frischluftversorgung und
Begrenzung der Raumluftfeuchte sinnvoll.

Laut der Studie „Wohnen im Alter“ besteht ein kurzfri-


stiger Mehrbedarf von 2,5 Millionen altersgerechten
Wohnungen, der bis 2020 auf drei Millionen steigen wird.
In 50 % der Wohnungen befinden sich Schwellen, die
als Hindernis empfunden werden, insbesondere beim
Zugang zu Balkon oder Terrasse. Die Barrierefreiheit und
Bedienbarkeit von Fenstern und Türen hat deshalb eine
besonders große Bedeutung für die Autonomie älterer
Menschen. Bereits eine kleine Schwelle oder ein schwer-
gängiger Türgriff kann zum unüberwindbaren Hindernis
Bild 6 Empfohlene Fensterteilung und Öffnungsart für Fenster auf dem Weg zur geliebten Terrasse werden.
in Pflegeeinrichtungen

Tabelle 2 Konstruktive Auswirkungen auf die Fenster in Abhängigkeit unterschiedlicher körperlicher und geistiger
Einschränkungen (Tabelle 4 aus ift-Richtlinie FE-17/1)

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Quality follows function | Fachbeitrag

Wie für Schüler und Erwachsene ist natürlich auch für Wohnung vielleicht im dritten Stock liegt und der Balkon
Senioren eine gute Tageslichtversorgung sehr wichtig nicht zugänglich ist. Deshalb ist eine einbruchhemmende
für das physische und psychische Wohlbefinden. Fenster Grundausstattung für Fenster und Türen sinnvoll. Bei
ermöglichen den Kontakt zur Außenwelt, dem „norma- elektronischen Geräten (Türöffner, Zutrittsüberwachung
len“ Alltagsleben, den Blick auf den Spielplatz, die Straße etc.) ist speziell auf eine altersgerechte Nutzung zu ach-
oder den Garten – wichtig, wenn man nicht mehr einfach ten (große Bildschirme, haptische und visuell erkennbare
nach draußen gehen kann. Damit auch Rollstuhlfahrer Bedienelemente mit einfacher Nutzung). Diese sollten aber
den Ausblick genießen können, muss ein Fenster je auch gleichzeitig den „Ausbruch“ verhindern, weil es durch
Raum für eine Brüstungshöhe von ca. 60 cm geplant wer- die demografische Entwicklung eine wachsende Zahl von
den. Der Planer muss dann allerdings beachten, dass es Demenzpatienten gibt, die zur eigenen Sicherheit die
sich um ein absturzsicherndes Bauteil handelt. Auch das Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen nicht un-
Sicherheitsbedürfnis wächst mit zunehmendem Alter und kontrolliert verlassen sollen.
körperlichen Einschränkungen. Deshalb spielen Sicherheit
und Einbruchschutz eine große Rolle, auch wenn die Eine ausführliche und praxisorientierte Beschreibung ge-
objektiven Gefahren oft nicht gegeben sind, weil die eigneter Fenster und Türen für altersgerechtes Bauen und

Tabelle 3 Bewertung unterschiedlicher Schwellenausführungen für ältere Menschen


(Tabelle 6 aus ift-Richtlinie FE-17/1)

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Bild 9 Wohnraumgestaltung nach Universal Design-Prinzipien am


Beispiel einer Küche bringt allen Nutzern und Generationen
mehr Sicherheit und Komfort. (Bild: Küchen-Quelle GmbH)

Für diese Zielgruppe sind Gebäude eine langfristige


Investition und sollten deshalb nicht nur zukunftssicher
und langlebig, sondern auch demographiefest gebaut
werden. Demographiefest bedeutet, dass Gebäude und
Bauelemente von Jung und Alt sowie Menschen mit und
ohne Handicap gleichermaßen einfach, sicher und komfor-
tabel genutzt werden können – erst dies sichert eine wert-
haltige Immobilie, die auch in 20 Jahren noch genutzt oder
Bild 7 Schwellen sind für ältere Menschen oft ein unüberwindbares angemessen verkauft werden kann.
Hindernis.
Komfort (thermische Behaglichkeit und automatische
Pflegeeinrichtungen mit vielen Tabellen und Bildern bieten Systeme), Schallschutz, Gesundheit, Sicherheit und Barrie-
die ift-Richtlinien FE-17/1 und TU-10/1. Diese sind kostenlos refreiheit stehen beim „Komfortwohnen“ an oberster Stel-
als Download unter www.ift-rosenheim.de/shop/ift-richtli- le – alles Anforderungen, die gut mit den Designprinzipien
nien verfügbar. des UD beschrieben und geplant werden können. Heute
wird UD bereits häufig bei Gegenständen des täglichen
Bedarfs sowie elektronischen Geräten angewendet.
4 Wohnkomfort und Universal Design (UD) Im Wohnbereich werden Küchen und Bäder schon
nach UD-Kriterien geplant. Auch werden funktionale
Menschen im Alter 55+ verfügen über eine erhebliche Bauelemente wie Türen, Tore, Fenster und Baubeschläge
Kaufkraft („Silver Ager“), messen der eigenen Immobilie ei- von diesem Trend beeinflusst. Die Gestaltungsmerkmale
nen hohen Stellenwert zu und investieren deshalb in die des Universal Design können gut durch folgende sieben
Sanierung bestehender oder den Bau neuer Immobilien. Prinzipien beschrieben werden:
Damit beeinflussen sie Produkte und Dienstleistungen.
1. Breite Nutzbarkeit
Das Design ist für Menschen mit unterschiedlichen
Fähigkeiten nutzbar und marktfähig.
2. Flexibilität in der Benutzung
Das Design unterstützt eine breite Palette individueller
Vorlieben und Möglichkeiten.
3. Einfache und intuitive Benutzung
Die Benutzung des Designs ist leicht verständlich –
unabhängig von der Erfahrung, dem Wissen,
den Sprachfähigkeiten oder der momentanen
Konzentration des Nutzers.
4. Sensorisch wahrnehmbare Informationen
Die Benutzung des Designs ist leicht verständlich – unab-
hängig von der Erfahrung, dem Wissen, den Sprachfähig-
Bild 8 Das Fenster mit Ausblick nach außen ist für ältere Menschen keiten oder der momentanen Konzentration des Nutzers.
oft der Lieblingsplatz der Wohnung.

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Quality follows function | Fachbeitrag

Schließsysteme und eine Haus-Zentralverriegelung mit


Sensoren auch in Wohngebäuden Standard sein, die bei
Beschädigung oder Einbruch unverzüglich eine Nachricht
senden. Sensorik und Elektrik werden ein deutliches Plus
für die Gesundheit bringen, indem eine ausreichende
Lüftung dezentral und natürlich über Fenster sicherge-
stellt wird. Diese öffnen und schließen sich bei Bedarf
selbstständig, wenn die Sollwerte für Luftfeuchte und
CO2-Gehalt erreicht sind. So gehören Tauwasser und
schlechte Luft der Vergangenheit an. Im Sommer können
die automatischen Fenster zur natürlichen Nachtkühlung
genutzt werden, ohne dass man bei einem Gewitter
aufstehen muss, da der Regensensor eine automatische
Schließung veranlasst. Auch der Komfort durch automa-
tische Fenster und Türen wird dann selbstverständlich
sein, insbesondere für ältere Personen oder Menschen
mit Handicap. Die Bedienung erfolgt unkompliziert und
Bild 10 Universal Design am Beispiel einer automatisch gesteuerten intuitiv per Smartphone und erfüllt so das menschliche
dezentralen Fensterlüftung mit einfacher Bedienung Bedürfnis, das eigene Wohnumfeld individuell und selbst-
(Bild: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG) bestimmt zu beeinflussen.

5. Fehlertoleranz Damit Bauherren oder Mieter diese komplexeren


Das Design minimiert Risiken und die negativen Produkte einfach und sicher nutzen können, müssen sich
Konsequenzen von zufälligen oder unbeabsichtigten Hersteller intensiv mit der Entwicklung einfacher und in-
Aktionen. tuitiver Bedienung auseinandersetzen. Die Entwicklungen
6. Niedriger körperlicher Aufwand im Bereich der Unterhaltungselektronik und der Smart-
Das Design kann effizient und komfortabel mit einem phones setzen bereits heute Standards und prägen so
Minimum an Ermüdung benutzt werden. auch den Bau- und Wohnbereich. Für die Entwicklung
und Nutzung innovativer Produkte und Bauelemente bie-
7. Größe und Platz für Zugang und Benutzung tet das Designprinzip des UD einen umfassenden Ansatz.
Angemessene Größe und Platz für den Zugang, die
Erreichbarkeit, die Manipulation und die Benutzung Alle Bauelemente mit elektrischen Antrieben und
unabhängig von der Größe des Benutzers, seiner Steuerungen sind baurechtlich Maschinen und müs-
Haltung oder Beweglichkeit vorsehen. sen auch die Anforderungen der Maschinenrichtlinie
erfüllen, die (allgemein gesprochen) die funktionale
Kaufentscheidungen werden auch von Emotionen be- und elektrische Nutzungssicherheit sicherstellt. Deshalb
einflusst. Für Gebäude heißt dies Sicherheit, Komfort, muss ein Bauelement inkl. der elektrischen Teile auf ihre
Gesundheit und Image. Sicherheit bei Fenstern gehört Nutzungssicherheit (mechanisch, elektrisch und funkti-
zum Standard. In naher Zukunft werden automatische onal) bewertet werden. Im Rahmen des Prüfverfahrens
können vom ift Rosenheim alle Prüfungen
zur Nutzungssicherheit angeboten werden.
Die elektrische Sicherheit soll Menschen und
Tiere vor elektrischem Schlag, Brand und
Verbrennung schützen. Es dürfen auch keine
gesundheitsschädlichen Ausgasungen bei
der Erwärmung im Betrieb entstehen. Die
funktionale Sicherheit soll Gefahren durch
bewegte Teile und als Folge von Software-
und Bauteilfehlern vermeiden.

5 Qualität in der Praxis

Bauelemente müssen unter extremen


Randbedingungen jahrzehntelang ihre
Bild 11 Die ift-Qualitätszeichen stehen für eine überprüfte Qualität und führen
via QR-Code zu transparenten und neutralen Produktinformationen. funktionalen und ästhetischen Aufgaben

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 9 von 28


Fachbeitrag | Quality follows function

und Gutachten. Hier werden typische Fehler bei Fertigung


und Montage erkennbar. In der Regel handelt es sich da-
bei um eine Kombination aus mangelnder Planung, feh-
lendem Fachwissen, Zeit- und Kostendruck sowie Lücken
bei Ausschreibung und Angebot.

5.1 Qualitätsaspekte Herstellung

Hersteller können in der Regel auf geprüfte und be-


währte Fenster-, Türen- und Fassadensysteme von
sogenannten Systemgebern zurückgreifen. Diese lie-
fern nicht nur die Profile, Dichtungen und Beschläge,
Der „RAL-Montageleitfaden“ gilt als Stand der sondern auch die notwendigen Prüfnachweise sowie
Technik und beschreibt die theoretischen und Vorgaben für den Einsatz und die Verarbeitung, mit de-
baupraktischen Grundlagen für die Montage nen die geprüfte Gebrauchstauglichkeit und Qualität
von Fenstern und Außentüren. Dies umfasst erreicht werden können. In Verbindung mit einer pro-
Informationen zur Abdichtung, Dämmung und fessionellen Qualitätssicherung und werkseigenen
Befestigung sowie die statischen und bauphysika- Produktionskontrolle ist eine „Null-Fehler-Strategie“
lische Grundlagen wissenschaftlich fundiert und pra- möglich. Teil dieser Strategie ist auch der regelmäßige
xisnah. Ergänzt wird dies durch Standarddetails und Einsatz professioneller Prüfgeräte und -verfahren. Die
viele Praxisbeispiele. Damit ist der Montageleitfaden Überprüfung der Luft- und Schlagregendichtheit hat
ein unentbehrlicher Praxishelfer für die Planung sich dabei als Testmethode sehr gut bewährt, da eine
und Ausführung einer fachgerechten Fenster- und Vielzahl von Verarbeitungsfehlern hier auffällt.
Türenmontage und steht in Deutsch und Englisch
zur Verfügung. Systemgeber, Hersteller, Architekten
und Fachplanern sowie Montageexperten haben
5.2 Geprüfte und überwachte Qualität
folgende Nutzen:
1. Praxisbezogene Erklärungen für eine fach- Die Empfehlung zufriedener Kunden hilft bekanntermaßen
gerechte Montage sind direkt für individuelle beim Vertrieb, aber potenzielle Fensterkäufer sind kritisch,
Montageanleitungen nutzbar. informieren sich im Internet und fragen nach technischen
2. Die bauphysikalischen, statischen und tech- Kennwerten und Qualitätsmerkmalen. Genau hier setzen
nischen Grundlagen werden ausführlich inkl. Qualitätszeichen an, beispielsweise das RAL-Gütezeichen
der notwendigen Formeln und technischen oder eine Zertifizierung des ift Rosenheim. Hinter den
Kennwerte beschrieben und werden durch ift-Qualitätszeichen stehen klar definierte Kriterien und
Abbildungen, Diagramme und praxisbezogene Prüfungen, eine regelmäßige Fremdüberwachung und
Beispiele ergänzt. eine transparente Kommunikation der Bewertungskriterien
3. Die am Markt verfügbaren Materialien und und technischen Kennwerte auf der ift-Website. Denn
Montagesysteme werden ausführlich und Kompetenz und Neutralität schaffen Vertrauen bei Bau-
neutral mit Vor- und Nachteilen beschrieben. herren, Architekten und Behörden.
4. Die wichtigsten Einbaudetails werden mit- Die freiwillige Qualitätsüberwachung des ift Rosenheim
tels Zeichnung sowie den bauphysikalischen bietet für Hersteller ein hohes Maß an Sicherheit, weil
Kennwerten (Isothermen, fRSI-Faktor etc.) erklärt die Verfahren auch den Konformitätsverfahren der
und dienen als Vorlage für die projekt- und Bauproduktenverordnung (BauPVO) genügen und
firmenbezogene Werkplanung. durch eine akkreditierte sowie baurechtlich anerkannte
Produktzertifizierungsstelle ausgeführt werden. Das ist
besonders wichtig, wenn sicherheitsrelevante Produkte
erfüllen. Die Auswahl der richtigen Fenster, die Analyse wie Brand- und Rauchschutzelemente oder Fluchttüren
und Planung der Zusammenhänge von Gebäude, gefertigt oder montiert werden.
Bauphysik und Statik sowie die richtige Ausführung kri-
tischer Details und der Montage stellen die Weichen für
ein problemloses Bauteilleben. Kleine Ursachen können 5.3 Qualitätsaspekte Montage
oft große Auswirkungen auf die Dauerhaftigkeit und
Gebrauchstauglichkeit haben – das zeigen die Ergebnisse Eine gute Montage beginnt mit der fachgerechten Planung
aus der Arbeit des ift Rosenheim bei Fremdüberwachung und Montagedetails, die zum Fenster, den Abmessungen

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Quality follows function | Fachbeitrag

Bild 12 Geprüfte und auf Fenster und Wand abgestimmte Regeldetails sind Grundlage einer guten Planung und besser geeignet als unklare
Handskizzen. (Bild: Finstral/ift)

und der Einbausituation passen. Dazu gehören die 5.4 Qualitätsaspekte Befestigung
Auswahl geeigneter und geprüfter Befestigungs- und
Abdichtungssysteme sowie deren fachgerechte Die Befestigung kann heute nicht mehr ungeplant gemäß
Verarbeitung. Die technischen Grundlagen und Vorlagen dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht!“
finden sich im Leitfaden zur Montage. Kompetente erfolgen. Denn die Belastungen sind durch höhere Glas-
Montagefirmen sind in der Lage, Musterdetails mit den und Fenstergewichte, größere Abmessungen, „liegende“
Gegebenheiten vor Ort zu vergleichen und Anpassungen Fensterformate, geringere Tragfähigkeit hochwärme-
zu entwickeln, die statisch und bauphysikalisch funktio- dämmender Außenwände sowie die Montage in der
nieren. Dies gilt besonders für anspruchsvolle Montage- Dämmzone deutlich gestiegen. Deshalb sind altbekann-
aufgaben wie Fenster in energieeffizienten Außenwänden, te Befestigungsregeln (Anordnung von Tragklötzen,
Vorwandmontage, barrierefreie Haus-, Terrassen- und Einhaltung von Befestigungs- und Eckabständen)
Balkontüren oder bei Sonderanforderungen wie absturzsi- oft nicht mehr ausreichend. Eine steigende Zahl von
chere oder einbruchhemmende Bauelemente und natür- Schadensfällen zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.
lich generell in der Altbausanierung. Eine Montageplanung
für die Altbausanierung sollte folgende Aspekte berück- Damit nicht für jede Montage eine objektspezifische
sichtigen: statische Bemessung im Rahmen der Werkstatt-
und Montageplanung durchgeführt werden muss,
•• Bewertung des bauphysikalischen Gleichgewichts, da ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Der
sich durch die Fenstererneuerung die Luftdichtheit Leitfaden zur Montage definiert in Kapitel 5 deshalb
und die Oberflächentemperaturen der Außenwand drei Anwendungsfälle, die auf technischen Grundlagen
ändern (nutzerunabhängige Lüftung, Dämmung von und baurechtlichen Anforderungen basieren. Damit
Leibung, Anordnung Heizkörper etc.). wird die Anwendung vereinfacht und gleichzeitig ein
•• Der Wärmeschutzstandard der Gebäudehülle entspricht hohes Maß an Rechtssicherheit erreicht. Der Standard
häufig nicht den heutigen Anforderungen beschreibt die bekannten Befestigungsregeln mit ei-
(Wärmebrücken optimieren → Dämmung der ner umlaufenden Befestigung. Der Sonderfall 2 basiert
Leibungen bei UAW > 1,0 W/(m²K) notwendig). auf baurechtlichen bzw. nachweispflichtigen Rahmen-
bedingungen (Befestigung absturzsichernder Fenster,
•• Das baulich vorhandene Erscheinungsbild (Fenster- Brandschutzanforderungen oder Einbau einbruchhem-
bänke, Leibung, Rollläden) soll nach Möglichkeit erhal- mender Elemente).
ten/unverändert bleiben (Denkmalschutz, Aufwand/
Kosten, Verschmutzung).
•• Planung und Organisation der Nutzung und Zugänglich- 5.5 Qualitätsaspekte Abdichtung
keit (evtl. zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig)
Bauelemente in der Gebäudehülle sind Belastungen
•• Notwendigkeit von Sonnenschutz beim Ersatz durch
durch Feuchtigkeit sowohl von außen wie innen ausge-
größere Fenster
setzt. Während die Bewitterung von außen als logische
•• Tragfähigkeit des vorhandenen Untergrunds (Wand- Belastung erkannt wird, bleibt die Feuchtebelastung
baustoff), in den nachfolgend montiert werden soll. durch das Raumklima oft unbeachtet (Tauwasser →

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Fachbeitrag | Quality follows function

Bild 13 Der Leitfaden zur Montage ist Grundlage einer guten Planung: Befestigung und Lastabtragung gemäß Leitfaden zur Montage,
Unterscheidung Standardfall/Sonderfall 1

Bild 14 Fugenausbildung in Abhängigkeit von der Belastung

Seite 12 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


Quality follows function | Fachbeitrag

Schimmelpilzbildung). Die fachgerechte innere und äu-


Montageplaner ßere Abdichtung der Anschlussfuge zum Baukörper muss
viele Funktionen erfüllen. Je nach Außenwandsystem und
Die fachgerechte Montage von Fenstern wird im Einbausituation ergeben sich unterschiedliche Anschlüsse
„RAL-Montageleitfaden“ detailliert beschrieben; es zwischen Bauteil und Wand. In Abhängigkeit der zu erwar-
gibt geeignete Abdichtungs- und Montagesysteme, tenden Beanspruchung aus Gebäudestandort, Einbaulage,
die nach der ift-Richtlinie MO-01/1 geprüft wurden. Fensterkonstruktion, Nutzung und Anschlussausbildung
Die Umsetzung auf konkrete Montagesituationen und muss eine objektspezifische Differenzierung erfolgen,
Baukörperanschlüsse wird durch den kostenlosen die bei der Auswahl des richtigen Dichtsystems folgende
Online-Montageplaner erleichtert. Mit nur wenigen Aspekte berücksichtigt:
Klicks können Verarbeiter, Planer und Monteure auf
einem PC oder Tablet einen Montagepass erstellen, der 1. Zu erwartende Bewegungen/Verformungen
eine Empfehlung für die fachgerechte bauphysikalische (Deckendurchbiegung, Längenänderung aufgrund
Planung des Fenstereinbaus ist. Auf dem ift-Montage- Temperatur oder Feuchte),
pass wird der fRsi-Wert als relevante Kenngröße angege- 2. Beschaffenheit der Fugenflanken und der angren-
ben, der gemäß EnEV und DIN 4108-2 über 0,7 liegen zenden Materialien,
muss. Zusätzlich werden eine Querschnittzeichnung, die
innere Oberflächentemperatur, der Isothermenverlauf
3. Fugengeometrie,
und die Verarbeitungshinweise für die verwendeten 4. vorhandene Bautoleranzen,
Materialien zur Verfügung gestellt. 5. gestalterische Belange (Sichtfugen).
www.ift-rosenheim.de/ift-montageplaner

6 Gebrauchstauglichkeit und
Wirtschaftlichkeit

Leider werden Produktentscheidungen oft nur auf Basis der


Errichtungskosten getroffen, obwohl die Wirtschaftlichkeit
langlebiger Bauelemente wie Fenster und Türen (40–50
Jahre) in erster Linie durch die Nutzungsphase und weniger
durch die Herstellphase (inkl. der Montage) bestimmt wird.
Die wesentlichen Kostenfaktoren sind die Energiekosten
für Heizen, Kühlen und Lüften sowie die Reinigungskosten,
die stark von der Fensterkonstruktion und den Materialien
Befestigungsplaner beeinflusst werden. Neben dem Energieverbrauch und
In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen
Befestigung durch höhere Fenstergewichte, größere sind auch die Gebrauchstauglichkeit, Langlebigkeit,
Abmessungen, „liegende“ Fensterformate, geringere Reparaturfähigkeit und der Nutzen relevant. Dies be-
Tragfähigkeiten hochwärmedämmender Außenwände deutet, dass der Hersteller nicht nur bei der Auswahl der
sowie die Montage in Wärmedämm-verbundsystemen Komponenten und Rohstoffe, sondern auch bei der
(WDVS) und Leichtbauwänden gestiegen. Dadurch Dokumentation das Thema Dauerhaftigkeit berücksich-
gibt es zunehmend Montagesituationen, bei denen tigen und Hinweise zur sinnvollen Instandhaltung und
die Beachtung der bekannten Befestigungsregeln Reinigung formulieren muss.
(Anordnung von Tragklötzen, Einhaltung von Befes-
tigungs- und Eckabständen) nicht mehr ausreicht. Die Reinigung der Oberflächen soll deren Schutzfunktion
Zur Vereinfachung für die Auswahl der richtigen Befesti- und das ursprüngliche Aussehen möglichst lange er-
gung hat das ift Rosenheim den kostenlosen halten. Bei zu langen Reinigungsintervallen können
Befestigungsplaner entwickelt. Mit wenigen Klicks Verschmutzungen in Verbindung mit der Bewitterung
werden durch die Abfrage der wichtigsten Parameter (Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Temperatur) zu frühzei-
die Kräfte ermittelt, die die Befestigungsmittel ab- tigen optischen und funktionalen Beeinträchtigungen
tragen müssen. Auf Basis der berechneten Werte und damit zu höheren Kosten führen. Im Rahmen
kann zusammen mit dem Hersteller ein geeignetes der Instandhaltung ist zu beachten, dass Bauteile,
Befestigungsmittel ausgewählt werden. die dem Verschleiß unterliegen (Dichtungen und
Beschläge), leicht auswechselbar sein müssen. Angaben
www.ift-rosenheim.de/ift-befestigungsplaner dazu sollten Bestandteil der Instandhaltungs- und
Reinigungsanweisungen der Hersteller sein.

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 13 von 28


Fachbeitrag | Quality follows function

Dies gilt auch für Informationen zum bestimmungsge-


mäßen Gebrauch, da eine Nichtbeachtung zu frühzeitigen
Schäden und damit zur geringeren Nutzungszeit führt.
Eine Beschreibung häufiger Fehlbedienungen ist hierfür
von Vorteil – beispielsweise wenn die Öffnungsweite der
Fenster durch Klötze im Fensterfalz „begrenzt“ wird und
dadurch zu Leibungs- und Falzhindernisschlägen führt,
die häufig einen ernsthaften Schaden verursachen.

7 Literatur

[1] DIN EN 14351-1 [14] Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG)


Fenster und Türen – Produktnorm, [15] Forschungsbericht „Universal Design im globalen
Leistungseigenschaften demographischen Wandel“, Thomas Bade und Dipl. Des.
Beuth Verlag GmbH, Berlin Sandra Hirsch, Technische Universität München, Fakultät
[2] Kommentar zur DIN EN 14351-1 Fenster und Türen – für Architektur, Institut für Entwerfen und Bautechnik,
Produktnorm, Leistungseigenschaften, Lehrstuhl für Industrial Design, Univ.-Prof. Dipl. Des. Fritz
Prof. Ulrich Sieberath; Prof. Christian Niemöller Frenkler
3. Auflage, ift Rosenheim November, 2013 [16] Wohnen im Alter, Studie Forschungsheft 147,
[3] GUV-Vorschrift 81, Unfallverhütungsvorschrift Schulen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2011
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV),
Berlin
[4] DIN 58125 : 2002-07
Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung
von Unfällen
Beuth Verlag GmbH, Berlin
[5] ift-Richtlinie FE-16/1
Einsatzempfehlung für Fenster in Schulbauten
ift Rosenheim, September 2015
[6] ift-Richtlinie FE-17/1
Einsatzempfehlung für Fenster in Pflegeeinrichtungen
ift Rosenheim, April 2016
[7] ift-Richtlinie TU-10/1 (in Arbeit)
Einsatzempfehlungen für Innentüren in Schulen
ift Rosenheim, Februar 2017
[8] ifz Info TU-07/1
„Barrierefreie Türen für den privaten Wohnbereich“
ifz Rosenheim, Oktober 2011
[9] Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von
Fenstern und Haustüren,
RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. und
Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks, März 2014
[10] (RAL) Guideline for installation of windows and external
pedestrian doors
ift Rosenheim 12/2016
[11] ift-Fachinformation NA-02/3
Green Envelope 2.0 – Nachhaltigkeit für Fenster, Fassaden,
Türen und Glas
ift Rosenheim, März 2014
[12] ift-Fachinformation UM-02/1
Universal Design einfach – sicher – nachhaltig, Chancen
und Konsequenzen für Bauelemente
ift Rosenheim, Januar 2013
[13] EN 15804
Nachhaltigkeit von Bauwerken – Umweltdeklarationen für
Produkte – Regeln für Produktkategorien
Beuth Verlag GmbH, Berlin

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Alumat Frey GmbH | Mitaussteller A – Z

Produkt

Die schwellenlose ALUMAT Magnet-Doppeldichtung Typ MFAT –


Die Lösung für absolut barrierefreie, nachhaltige und demographiegerechte
Übergänge für alle Außentüren
Anbieter

Alumat Frey GmbH


Im Hart 10
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (8341) 4725
Fax: +49 (8341) 74219
E-Mail: info@alumat.de
www.alumat.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Die Dichtheit der ALUMAT-Nullschwelle wird durch zwei


Magnetprofile erzeugt, die bei geschlossenerTür magnetisch
hochgezogen werden. Bei offener Tür liegen die Magnet-
profile plan im Alu-Bodenprofil. Neben dieser dop-
pelten Ab-dichtungsfunktion sorgen zwei weite-
re Dichtungen für einen zuverlässigen Schutz gegen
Regen, Wind und Schall. Die verstellbare Silikondichtung
im Wetterschenkel hält den meisten Schlagregen ab
und schiebt beim Schließen der Tür eventuell auf der
Nullschwelle liegenden Schmutz nach draußen. Am
Flügelüberschlag sorgt eine zusätzliche Lamellen-
Dichtung für eine umlaufende Dichtungsebene. Für
eine optimale Wärmedämmung ist das Alu-Bodenprofil
3-fach thermisch getrennt und mit einer lastabtragenden
Wärmedämmung bis zur Rohdecke ausgestattet. Das in
die Magnetkanäle eindringende Wasser wird direkt durch
Entwässerungsöffnungen im Alu-Bodenprofil in eine
Wassersammelkammer geführt. Von dort gelangt es durch
Wasserablaufstutzen gezielt nach außen. Die Nullschwelle
ist mit jeder Holz-, Kunststoff- oder Alu-Drehkipptür, kom-
patibel.
7. Bauwerksabdichtung werkseitig vormontiert gemäß
1. Nullschwelle nach Universal Design zur sicheren DIN 18195 und Flachdachrichtlinie möglich
Nutzung von Haus-, Terrassen- und Balkontüren 8. Kein Verschleiß, keine Mechanik, montagefertige
2. Schwellenlos nach DIN 18040 ohne untere Türan- Lieferung
schläge 9. 20 Jahre Garantie auf die Magnetzugkraft
3. Schlagregendicht bis E1200 (1-flg.) und bis E900 10. Zahlreiche Zusatzprofile wie z.B. ein Alu-Rinnenrahmen,
(Stulp), Luftdurchlässigkeit Klasse 4 ein Fußabstreifer oder ein Alu-Überbrückungsprofil
4. Schallschutz bis 46 dB können direkt in die Nullschwelle eingeklipst werden.
5. Kompatibel mit Dreh-/Kipptüren, ein- und zweiflügelig, 11. Lastabtragende Wärmedämmung bis zum Rohfuß-
Stulp und mit festverglasten Seitenteilen boden ist standarmäßig im Lieferumfang enthalten.
6. RC 2-geprüft mit Siegenia Titan AF (auch bei Stulp- 12. Für alle Holz-, Holz/Alu, Kunststoff und Alutüren im
ausführung) Neu- und Altbau

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 15 von 28


Mitaussteller A – Z | Gayko Fenster-Türenwerk GmbH

Produkt

GAYKOSafeGA® 5000SL

Anbieter

GAYKO Fenster-Türenwerk GmbH


Dortmunder Straße 6
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (2739) 873-0
Fax: +49 (2739) 873-150
E-Mail: info@gayko.de
www.gayko.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Produktvorteile

Nur wenige Hersteller haben sich so intensiv mit dem


Thema Sicherheit und Qualität auseinander gesetzt wie
GAYKO. Die deutschlandweit einzigartige und intelligente
SafeGA® Sicherheitstechnologie von GAYKO setzt einen
Meilenstein in der Fenster- und Türenbranche, gebaut
nach bewährten und geprüften Richtlinien, die schon vie-
le Einbrüche verhindert haben.

SafeGA® ist die kompromisslose ausgezeichnete Sicher-


heitsausstattung von GAYKO. Das bedeutet Rundum-
sicherheit vor Gewalteinwirkung auf höchstem Niveau.
Denn Fenster mit dem Sicherheitssystem GAYKOSafeGA®
überzeugen mit deutlich erhöhter Einbruchhemmung.
Mit einer ganzen Reihe aufeinander abgestimmter tech-
nischer Innovationen schafft GAYKO eine völlig neue
Fenstergeneration, entwickelt für die neuen Anforderungen
an Wärmeschutz, Schallschutz und Sicherheit. Neu im
GAYKO-Produktportfolio ist die Ausstattung GAYKOSafeGA®
5000SL. Diese Ausstattung ermöglicht das Lüften im ge-
kippten Zustand mit den bewährten Sicherheitsstandards.

Bereits im Standard haben GAYKO-Fenster echte Quali-


tätsvorteile durch die seit Jahren bewährte und pa-
tentierte Konstruktion mit GAYKOESP und GAYKOGVS.
Diese einzigartigen Spitzentechnologien GAYKOESP und
GAYKOGVS waren Voraussetzung, um das hochwertige
GAYKOSafeGA® Sicherheitskonzept zu entwickeln. Sicher-
heitsglas und der bessere Sicherheitsgriff GAYKOBSG run-
den das Sicherheitskonzept ab. Dank der individuellen
Ausstattungsvarianten bietet GAYKOSafeGA® für jeden GAYKO Fenster- und Haustüren haben die entscheiden-
eine optimal auf die Bedürfnisse ausgerichtete Lösung. den inneren Werte und sind gebaut für Generationen.

Seite 16 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


GUTMANN AG | Mitaussteller A – Z

Produkt

GUTMANN Einbruchhemmung – Sicherheit mit System

Anbieter

GUTMANN AG
Nürnberger Str. 57
91781 Weißenburg
Tel.: +49 (9141) 992-0
Fax: +49 (9141) 992-212
E-Mail: info@gutmann.de
www.gutmann.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

GUTMANN bietet für den Einbruchschutz eine große


Auswahl von Holz-Aluminium-Systemen an, die je nach
optischer und technischer Anforderung in vielen Varianten
ausgeführt werden können. Alle Varianten erfüllen die ak-
tuellen Anforderungen gemäß DIN EN 1627:2011 und errei-
chen je nach Ausführung die Klassifizierung RC 2 oder RC 3
(entspricht der früheren Klassifizierung WK 2 bzw. WK 3).

RC 2:
• Alle Varianten GUTMANN MIRA, MIRA contour, MIRA
contour integral sind durch Prüfungen oder gutachter-
liche Stellungnahmen abgedeckt.
• Flügelgrößen von ganz klein bis ganz groß:
Größenbegrenzung nur durch Beschlagvorgaben.
• Holzarten ab 0,43 kg/dm³ spezifischem Gewicht
(„ab Fichte“)
• Holzdicken ab 68 mm
• Einfalz- und Doppelfalz-Konstruktionen
• Verschiedene Öffnungsarten: Dreh, Drehkipp, Stulp,
Oberlicht, Festverglasung, Paneele
• Mit Beschlägen von GU, Maco, Roto, Siegenia und
Winkhaus möglich
• Beschlagachse ab 9 mm
• Einbruchhemmende P4A Scheibe nach innen und
außen einbaubar

RC 3:
• Grundauswahl an Holz-Aluminium-Systemen, z.B.
GUTMANN MIRA, MIRA contour, MIRA therm 08
umsetzbar
• Flügelgrößen von klein bis groß: Größenbegrenzung
nur durch Beschlagvorgaben
• Holzdicke ab 78 mm

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Mitaussteller A – Z | GUTMANN AG

Produkt

Türschwelle GUTMANN WESER ZERO – Wohnen mit Komfort

Anbieter

GUTMANN AG
Nürnberger Str. 57
91781 Weißenburg
Tel.: +49 (9141) 992-0
Fax: +49 (9141) 992-212
E-Mail: info@gutmann.de
www.gutmann.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Sowohl für öffentliche Gebäude als auch für barrierefreie


Wohnungen besteht die Forderung, untere Türanschläge
zu vermeiden. Wenn technisch nicht anders lösbar, darf die
Höhe der Türschwellen max. 20 mm betragen. Dennoch
stellen diese 20 mm ein Hindernis dar, welches es zu über-
winden gilt.

Mit der neuen Schwelle GUTMANN WESER ZERO gehört


auch diese „Stolperstufe“ der Vergangenheit an. In Kombi-
nation mit einem hochwertigen Senkdichtungssystem ist
es gelungen, eine verlässliche Dichtigkeit zu erzielen.

• Absolut barrierefrei
• Gute Wärmedämmung durch thermische Trennung
mit PVC-freiem Kunststoffprofil
• Ausgereiftes Zubehörprogramm
• Lieferung als Komplett-Montageset
• Drei verschiedene Standardlängen, stufenlos kürzbar
• Für 78 mm und 88 mm Holzbreite
• Geprüfte Schlagregendichtheit
• Auch für nach auswärtsöffnende Türen geeignet
• Einsatzmöglichkeit sowohl im Neubau als auch in der
Renovierung

Seite 18 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


Gutmann AG | Mitaussteller A – Z

Produkt

GUTMANN Einbruchhemmung – Sicherheit mit System

Anbieter

GUTMANN AG
Nürnberger Str. 57
91781 Weißenburg
Tel.: +49 (9141) 992-0
Fax: +49 (9141) 992-212
E-Mail: info@gutmann.de
www.gutmann.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

GUTMANN bietet mit seinem Aluminium-Türsystem


S80+HW, ausgestattet mit modernsten Schließsystemen
und einem umfangreichen Zubehörprogramm Lösungen
für einbruchhemmende Türen. Je nach optischer und tech-
nischer Anforderung erfüllt das Türsystem S80+HW höchs-
te architektonische Ansprüche und überzeugt mit funktio-
nellen Eigenschaften.

Alle Varianten erfüllen dabei die aktuellen Anforderungen


gemäß DIN EN 1627:2011 und erreichen je nach Aus-
führung die Klassifizierung RC 2 (entspricht der früheren
Klassifizierung WK 2).

• Ein- und zweiflügelige Türen sind gemäß den aktuellen


Anforderungen gemäß DIN EN 1627:2011 in Widerstands-
klasse RC 2 geprüft.Fluchttüren (Panikttüren) in
Rettungswegen mit Sicherheitsausstattung
• Barrierefreie Schwelle im Bodenbereich
• Standard-Türprofile mit verdeckt liegenden
Sicherheitskomponenten, von außen nicht erkennbar
• Rationelle Verarbeitung durch einheitliche Eckwinkel
für Rahmen und Flügel sowie kompatibles Zubehör
aus Türserie S70+HW
• Durchbruchhemmende Verglasung Typ P 4A, für
Paniktüren mit speziellem Aufbau

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Mitaussteller A – Z | Hautau GmbH

Produkt

Primat E kompakt 195 mit Zeitschaltuhr 230 V

Anbieter

Hautau GmbH
Wilhelm-Hautau-Str. 2
31691 Helpsen
Tel.: +49 (5724) 393-0
Fax: +49 (5724) 393-125
E-Mail: info@HAUTAU.de
www.hautau.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Wird in Klassenräumen zu wenig gelüftet, lassen Konzen-


tration und Leistungsfähigkeit nach. Deshalb müssen die-
se Räume regelmäßig und effizient gelüftet werden. Mit
einer automatisierten natürlichen Lüftung können Räume
bedarfsgerecht und effizient mit Frischluft versorgt wer-
den. Mit dieser effizienten Art von Lüftung ist eine nach-
haltige Reduzierung des Energiebedarfs möglich.

Das obere Fenster ist mit einem 230 V-Oberlichtantrieb


ausgestattet. Der Antrieb ist aufgrund seiner schlanken
Bauform auch bei schmalen Fenster- und Fassadenprofilen
einsetzbar. Der Antrieb ist sehr geräuscharm und so auch
in geräuschsensiblen Umgebungen, wie zum Beispiel in
Schulen, anwendbar. Eine erhöhte Sicherheit wird über
den optionalen Anschluss an den Zentralverschluss des
Fensters erreicht. Die 230 V-Zeitschaltuhr ermöglicht das
automatische Öffnen und Schließen zu den eingestellten
Zeiten, wie z. B. in den Pausen. Bei Bedarf ist jederzeit eine
manuelle Bedienung über Tasten am Gerät möglich.

Seite 20 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


KAWNEER Aluminium Deutschland Inc. | Mitaussteller A – Z

Produkt

AA 720 Brand-/Rauchschutztür mit Anti-Panikfunktion

Anbieter

KAWNEER Aluminium Deutschland Inc.


Stenglingser Weg 65
58642 Iserlohn
Tel.: +49 (2374) 936-0
Fax: +49 (2374) 936-412
E-Mail: ran.info@arconic.com
www.kawneer.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Sicherheit im Sinne von Schutz für Leib und Leben be-


inhaltet vor allem, Fluchtmöglichkeiten offen zu halten.
Rauchfreie und vor zu hohen Temperaturen geschützte
Fluchtwege und Türen, die in Paniksituationen stets den
weg freigeben, sind integraler Teil solcher Konzepte.

Das Exponat stellt ein zweiflügeliges Türelement mit


Brand- und Rauchschutzklasse EI230 S200 C5 nach der
europäisch harmonisierten EN 16034 mit integrierter
Anti-Panik-Funktion dar. Wie in der Norm gefordert, sind
die Anforderungen „selbstschließend“ und „Fähigkeit zur
Freigabe“ ebenfalls abgebildet.

Das Produkt aus der Serie AA 720 FR zeichnet sich insbe-


sondere durch hervorragende Verarbeitungseigenschaf-
ten aus. So wird aus einer thermisch getrennten
Standardtür durch Hinzufügen weniger Komponenten
eine geprüfte Brand- und/oder Rauchschutztür. Darüber
hinaus stellt dieser Systemgedanke die gleiche Optik bei
Türen ohne und mit Anforderungen an die Rauch- und
Brandschutzeigenschaften sicher.

KAWNEER liefert Premiumsysteme für Fenster, Türen,


Schiebetüren und Fassaden in Standard-, Brand-/Rauch-
schutz- oder einbruchhemmender Ausführung. Bei al-
len Systemen wird größter Wert auf ein ausgewogenes
Verhältnis von Ökologie und Ökonomie gelegt. Größt-
mögliche Verarbeitungsfreundlichkeit, Recyclingfähigkeit
und Kompatibilität der Systeme stehen bei der Entwicklung
stets im Fokus.

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 21 von 28


Mitaussteller A – Z | KAWNEER Aluminium Deutschland Inc.

Produkt

AA 720 HIreflex 1.3 Fenster für den Einsatz in Schulbauten

Anbieter

KAWNEER Aluminium Deutschland Inc.


Stenglingser Weg 65
58642 Iserlohn
Tel.: +49 (2374) 936-0
Fax: +49 (2374) 936-412
E-Mail: : ran.info@arconic.com
www.kawneer.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

In Schulen und anderen Bildungseinrichtungen – ange-


fangen vom Kindergarten bis hin zur Universität – wird
besonderes Augenmerk auf das Raumklima einerseits
aber auch auf die Sicherheit im Sinne von Robustheit der
Einrichtungsgegenstände gelegt. Modulare Lüftungs-
konzepte sind daher ebenso zu berücksichtigen wie po-
tenzieller Fehlgebrauch.

Das Exponat berücksichtigt die Vorgaben der ift-Richtlinie


FE-16/1 „Fenster in Schulbauten“. Die Fensterflügel sind
mit einem „Kipp vor Dreh“-Beschlag und entsprechen-
den, abschließbaren Hebeln ausgestattet, so dass die
Drehfunktion für Schüler nicht erreichbar ist. Das modu-
lare Lüftungskonzept berücksichtigt eine Grundlüftung
mit Falzlüftern, nutzerunabhängige Bedarfslüftung per 4. Nachhaltigkeit durch einzigartige Recyclingfähigkeit
Luftqualitätssensor und motorisch betriebenen Oberlich- von Aluminium. Darüber hinaus benötigt das
tern und die manuelle Bedarfslüftung über die Kippstellung. KAWNEER System AA 720 HIreflex 1.3 keine Einschub-
Die Drehstellung können berechtigte Personen zur Quer- isolatoren, um hervorragende Wärmedurchgangs-
lüftung in den Pausen bzw. als zweiten Rettungsweg im werte zu erfüllen.
Notfall öffnen. 5. Außenliegender Sonnenschutz gewährleistet gleich-
zeitig Blendschutz, sommerlichen Wärmeschutz und
Produktvorteile im Hinblick auf den Einsatz in Schulen: die Möglichkeit der Verdunkelung bei Einsatz von
Beamer/Projektor.
1. Modulares Lüftungskonzept für optimales Lernklima
mit Lüftungsampel
2. Möglichkeiten für potenziellen Fehlgebrauch und
Verletzungsgefahr minimiert z.B. durch Verriegelung
der Drehstellung
3. Robuste Fenster durch Aluminium als Rahmen-
material, besonders robuste Beschläge (Klasse 3 nach
EN 1191/12400) und bruchsichere Verglasung für den
harten Einsatz in Schulen

Seite 22 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


Sedlmeyr Spezialtüren GmbH | Mitaussteller A – Z

Produkt

Drehtür einflüglig mit Seitenteilen

Anbieter

Sedlmeyr Spezialtüren GmbH


Waldstraße 14
86316 Rinnenthal
Tel.: +49 (8208) 229
Fax: +49 (8208) 1572
E-Mail: office@spezialtueren.de
www.spezialtueren.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Technische Eigenschaften:
• Feuerhemmend T 30 DIN 4102
• Feuerhemmend El2 30-C5 (T30) – 1 flügelig
• Feuerhemmend EI 30 C ÜA gemäß Ö-Norm
• Feuerhemmende EI 30 C Zulassung gemäß VKF
• Rauchschutz RS DIN 18095
• Schallschutzklasse SSK4 DIN 4109
• Klimaklasse d DIN EN 1121
• Widerstandsklasse RC3 DIN EN 1627
• Beschusshemmend FB 4 S DIN EN 1522
• Drehtürantrieb verdeckt eingebaut GEZE Powerturn
• mit Zugangskontrolle nach DIN 18065 „Kraftbetätigte
Türen“
• Fingerschutzrollo Gebrauchsmuster Nr. 20 2015 102 877
sowie Patentanmeldung Nr. 10 2015 108 765.0
• Barrierefrei nach DIN 18040
• Panik DIN EN 179 einwärts

Wohnungszugangstür mit Seitenteilen, rahmenlos in Wand


verbaut, Außenseite Eiche massiv beplankt mit historischen
Balkenbrettern, Innenseite weiß deckend, verdeckte Bänder,
Schloss mit Dreifachverriegelung mit Zutrittskotrolle:
5. Schutz gegen Beschuss
1. Barrierefreie Schwelle zur sicheren Nutzung der 6. Schutz durch Absicherung der Nebenschließkante
Eingangstür 7. Klimastabilität, für unbeheizte Raume geeignet
2. Einfaches und sicheres Öffnen der Tür durch automa- 8. Moderne Optik durch ansprechende Türblattfläche
tisch angetriebenen Antrieb inkl. Zutrittskontrolle 9. Hochschalldämmend für Besprechungsräume und
3. Robuste Tür mit Einbruchhemmung. Wohnungen
4. Schutz durch Feuerhemmung 10. Hohe Lichtdurchlässigkeit durch Seitenteilverglasungen

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 23 von 28


Mitaussteller A – Z | Sommer Informatik GmbH

Produkt

GlasGlobal, WinIso, WinSLT

Anbieter

Sommer Informatik GmbH


Sepp-Heindl-Straße 5
83026 Rosenheim
Tel.: +49 (8031) 24881
Fax: +49 (8031) 24882
E-Mail: info@sommer-informatik.de
www.sommer-informatik.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


Sommer Informatik GmbH
orientierte Vorteile Sepp-Heindl-Straße 5 * Tel.: +49 8031 24881
83026 Rosenheim * Fax: +49 8031 24882

GlasGlobal
Professionelle Bauphysiksoftware für Fenster, Fassade und Glas
Die Software zur Berechnung des statischen Nachweises Professional software for window, facade and glass

von Verglasungen nach DIN 18008 Teil 1 – 5 WinIsoFEM


Software zur Berechnung von zweidimensionalen Wärme- und
Dampfdiffusionsströmen, Isothermen, UF-Werte und Psi-Werte.
Funktionen:
Professional software to calculate two-dimensional heat flow with
• Wind- und Schneelasten anhand der Postleitzahl ermitteln DXF-Import, U-value, Isotherms, Thermal Bridges, Condensation

• Lastannahmen nach DIN EN 1991-1-1, -3, -4


• Glasdicken-Empfehlung und -Optimierung www.winisofem.de

WinSLT
Software zur Berechnung von Solarstrahlung, Lichttransmission und
WinIso Temperaturen in Verglasungen.

Professional software for calculation of solar radiation, light trans-


Die Standardlösung für die Berechnung von Uf-Werten mission and temperatures in glazing.

und Ψ-Werten von Fenster, Türen und Fassaden


Funktionen:
www.winslt.de

• Uf-Werte von Fenster- und Fassadenprofilen nach GlasGlobal


Software zur Glasbemessung nach DIN 18008 Teil 1 / 2 Horizon-
EN ISO 10077-2 tal- & Vertikalverglasung, 3 Punkthalter, 4 Absturz, 5 Begehbar

• Ug-Werte von Isolierglas nach EN 673 Professional static software in accordance with DIN 18008 part
1 / 2 Horizontal & vertikal glazing, 3 Point fixing, 4 Barrier glazing,
• Psi-Werte von Wärmebrücken und Abstandhaltern 5 Walk-on

nach EN ISO 10077-2


• U-Werte beliebiger Konstruktionen nach EN ISO 6946
• Berechnung von Isothermen/Oberflächentemperaturen www.glas-global.de

Kostenlose Demoversion!
nach DIN 4108-2 Free demo!

info@sommer-informatik.de * www.sommer-informatik.de

WinSLT
Unsere Softwarelösung zur Berechnung lichttechnischer, Funktionen:
solarer und wärmetechnischer Kennwerte von Verglasun- • Umfangreiche Datenbank
gen kombiniert mit Sonnenschutz. Ein beliebiger Aufbau • Ug- und g-Werte beliebiger Scheibenaufbauten
wird nach den Normen EN ISO 673, 410 und 13363-2 be- • Temperaturverlauf der Scheibe
rechnet.

Seite 24 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


tremco illbruck GmbH & Co. KG | Mitaussteller A – Z

Produkt

illbruck i3 Fenster-Abdichtungssystem – Kraftvolle Sicherheit in der


Befestigung bis RC 3!

Anbieter

tremco illbruck GmbH & Co. KG


Von-Der-Wettern-Str. 27
51149 Köln
Tel.: +49 (0) 2203 57 55-0
Fax: +49 (0) 2203 57 55-090
E-Mail: info.de@tremco-illbruck.com
www.tremco-illbruck.com

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Das Thema Einbruchschutz gewinnt an Bedeutung


und damit die Befestigung der Fenster. Gerade bei der
Befestigung in hochwärmedämmendem Mauerwerk
schwindet die Tragfähigkeit der Dübel.

Die i3-Systemlösung für ift-geprüfte Einbruchhemmung


bietet mit dem innovativen SP351 Fenstermontage-
Kleber im System mit TP652 illmod trioplex+ Sicherheit.
Dabei erfüllt SP351 als ift-geprüfter Spritzklotz sowohl die
Anforderungen an die Befestigung von Fenstern als auch
an den Einbruchschutz bis Klasse RC 3. Aussparen des TP652

Dabei sah der Prüfaufbau keinerlei Fensterbefestigungs-


schrauben vor. Das ift testete so direkt und ausschließlich
die Belastungen auf den Spritzklotz. Dabei vereint der SP351
eine sehr hohe Festigkeit und eine gewisse Elastizität, die
den Einbruchsversuchen keine Chance geben. Dazu bestä-
tigen gutachterliche Stellungnahmen den bedenkenlosen
Einsatz von SP351 bei einbruchhemmenden Bauteilen als
druckfeste Hinterfütterung in der Praxis.

Im i3-System wird das Multifunktion-Dichtungsband TP652


wie gewohnt rund um den Blendrahmen montiert und
raumseitig an den gewünschten Positionen dreieckig aus-
gespart. Dadurch entsteht eine Ausnehmung für die späte-
re Verklotzung. Nachdem die Fenster eingesetzt und aus-
gerichtet wurden, werden die Ausnehmungen im TP652
anschließend mit dem SP351 verfüllt. Dies gewährleistet Ausnehmung mit SP351 füllen
die Sicherheit und Einbruchhemmung bis RC 3.

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 25 von 28


Mitaussteller A – Z | UL International Germany GmbH

Produkt

Produkttests und Zertifizierungen

Anbieter

UL International Germany GmbH


Admiral-Rosendahl-Straße 9
63263 Neu-Isenburg
Tel.: +49 (69) 489810-0
Fax: +49 (69) 489810-168
E-Mail: EU.BuildingLifeSafety@ul.com
www.ul.com/bms

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

UL ist ein unabhängiges, weltweit operierendes Unter-


nehmen auf dem Gebiet der Sicherheitswissenschaft mit
mehr als 120 Jahren Erfahrung.

UL liefert Lösungen für den Marktzugang für Europa, den


Nahen Osten und Nord- und Südamerika und bietet die
höchste rechtliche Akzeptanz und Anerkennung in der
Sicherheitstechnik-Industrie für Gebäude und Leben.

UL nutzt Forschung und Standards für die kontinuier-


liche Verbesserung, um die sich ständig weiterentwic-
kelnden Sicherheitsbedürfnisse zu erfüllen. Weiterhin
erstellt UL neue Zertifizierungsprogramme und hilft
beim Entwickeln von entscheidenden Normen, um neue
Risiken und Innovationen in der Lebenssicherheits- und
Sicherheitsbranche anzugehen.

Wir bieten technische Unterstützung durch unsere In-


genieure, Einschätzungen von Produktionsmöglichkeiten,
Qualitätssicherung, Compliance Tests und Zertifizierun-
gen für Nachhaltigkeit und Umwelt. Mehr Informationen
über die Zertifizierung, Prüfung, Inspektion, Beratungs-
dienstleistungen unter: www.ul.com/bms

Seite 26 von 28 © ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“


Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG | Mitaussteller A – Z

Produkt

activPilot Comfort PAD

Anbieter

Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG


August-Winkhaus-Straße 31
48291 Telgte
Tel.: +49 (2504) 921-0
Fax: +49 (2504) 921-340
E-Mail: fenstertechnik@winkhaus.de
www.winkhaus.de; www.schloeffnen.de

Produktbeschreibung und anwendungs-


orientierte Vorteile

Sorglos Lüften in Schulgebäuden

Wird in Klassenräumen zu wenig gelüftet, lassen Konzen-


tration und Leistungsfähigkeit nach. Fenster mit activPi-
lot Comfort PAD ermöglichen einen ständigen, zugfreien
Zustrom von natürlicher Außenluft und erlauben zugleich
ein bedarfsweises Stoßlüften in den Pausen. Das System ist
sicher und einfach zu bedienen.

Das Fenster mit Parallel-Abstell-Dreh-Beschlag (PAD) lässt


sich drehöffnen, „schlöffnen“ und schließen. In „geschlöff-
neter“ Stellung entsteht ein umlaufender, ca. 6 mm brei-
ter Spalt zwischen Flügel und Rahmen für den konstan-
ten Luftaustausch. Bei geringen Luftgeschwindigkeiten
ermöglicht dies eine Luftwechselrate von ca. 10,7 m³/h
und Meter Fugenlänge bei 2 PA Druckdifferenz zwischen
der inneren und äußeren Gebäudehülle. Sogar während
des „Schlöffnens“ kann ein hoher Einbruchschutz erreicht
werden. Eine abschließbare Griffolive verhindert, dass das
Fenster von Unberechtigten drehgeöffnet werden kann,
um z.B. Gegenstände hinauszuwerfen. Vorteile eines ge- •• Energieeffizientes Lüften im Winter
schlöffneten Fensters im täglichen Schulbetrieb: •• Erhöhte Einbruchhemmung während des Lüftens in
„geschlöffneten“ Stellung bis RC 2 möglich
•• Hohe Luftwechselrate sorgt für gesundes Raumklima •• Das geschlöffnete Fenster hat die gleiche Einbruch-
und beugt Schimmelbildung vor. hemmung wie im geschlossenem Zustand.
•• Kein Durchzug und schlagende Fenster •• Wirksamer Insektenschutz: Frischluft kann ohne
•• Gesundes, zugfreies Lüften auch während des Probleme hineingelangen, wobei lästige Insekten drau-
Unterrichts ßen bleiben.
•• Weniger Außenlärm während des Unterrichts: •• Besserer Schutz vor Schlagregen im Vergleich zum ge-
Im Vergleich zum gekippten Fenster dringt in der gesch- kippten Fenster
löffneten Stellung weniger Schall von außen ein. •• System arbeitet manuell und benötigt keine elektrische
•• In den heißen Sommermonaten kann das „Schlöffnen“ Energie.
in den Nachtstunden damit zur erfrischenden •• Geringer Wartungsaufwand
Abkühlung der Räume beitragen.

© ift Rosenheim 2017 | Sonderschau „Quality follows function“ Seite 27 von 28


Medienpartner

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Hinweise:
Grundlage dieser Dokumentation sind die Angaben der beteiligten Firmen
und die Arbeiten und Erkenntnisse der ift Rosenheim GmbH, Rosenheim.
Ohne ausdrückliche Genehmigung des ift Rosenheim ist es nicht gestat-
tet, die Ausarbeitung, oder Teile hieraus, nachzudrucken oder zu verviel-
fältigen. Irgendwelche Ansprüche können aus der Veröffentlichung nicht
abgeleitet werden.

© ift Rosenheim 2017


„Quality follows function“
ift-Sonderschau

Veranstalter:

Mitaussteller/Sponsoren

Alumat Frey GmbH, Kaufbeuren GAYKO Fenster-Türenwerk GmbH, Wilnsdorf

Hautau GmbH, Helpsen


GUTMANN AG, Weißenburg

KAWNEER Aluminium Deutschland Inc., Iserlohn

Sedlmeyr Spezialtüren GmbH, Rinnenthal

Sommer Informatik GmbH, Rosenheim


tremco illbruck GmbH & Co. KG, Köln

UL International Germany GmbH, Neu-Isenburg Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG, Telgte