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Ergänzung zur Dokumentation

Kühlwasserzusätze
Neue Easy-Kits

2011-01-01

TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG


Technische Redaktion
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1. Neue Easy-Kits

Aufgrund der EU-Chemikalienverordnung 1907/2006 (REACH)


wird Laser Biocide 2594 nicht weiter hergestellt und fällt ersatzlos
weg. Deshalb hat TRUMPF Anfang 2011 neue Easy-Kits mit
Kühlwasserzusätzen für alle TRUMPF Laser und Maschinen mit
Kühlaggregaten eingeführt.

Bisher war die Vorgehensweise bei der Kühlwasserbehandlung


unterschiedlich, abhängig vom Laser- oder Maschinentyp.

Mit den neuen Easy-Kits gibt es eine einheitliche Vorgehensweise


für alle TRUMPF Laser und Maschinen:
ƒ Wasserwechselintervall = 1 Jahr: Einmal pro Jahr müssen die
Kühlkreisläufe gereinigt und das Wasser getauscht werden.
ƒ Zwischen den Wasserwechseln wird nicht nachdosiert.
ƒ Weltweit einheitliche Korrosionsschutzmittel: Water Care-
Copper (gelber Flaschenverschluss) und Water Care-
Aluminum (hellblauer Flaschenverschluss).
ƒ Das Reinigungsbiozid (roter Flaschenverschluss) ist
regional unterschiedlich. Es gibt 5 Varianten: Standard,
USA, Kanada, Niederlande und Belgien.
ƒ Der jährliche Reinigungslauf dauert 2 Stunden. Dabei wird das
Reinigungsbiozid höher dosiert (30 ml / 100 l) als bisher. Wenn
der Tank innen sauber ist und das Kühlwasser kein Glykol
enthält, wird das Reinigungsbiozid im laufenden Betrieb zuge-
geben und erst danach das Wasser abgelassen und gespült.
ƒ Die Leitfähigkeitsgrenze erhöht sich für das Wasser im Alu-
minium-Kühlkreislauf von 200 µS/cm auf 500 µS/cm. Im Kupfer-
Kühlkreislauf bleibt die Grenze bei 200 µS/cm. Die Messung
erfolgt nur einmal, direkt nach der Zugabe der Chemikalien.
ƒ Die neuen Easy-Kits reichen für einen Reinigungslauf und
einen Wasserwechsel. Die neuen Easy-Kits sind getrennt für
den Kupfer-Kühlkreislauf (Easy-Kit Cu) und den Aluminium-
Kühlkreislauf (Easy-Kit Al) in verschiedenen Größen erhältlich.
ƒ Alle Kühlaggregate von Lasern und Maschinen können mit den
neuen Easy-Kits versorgt werden. Unabhängig davon, ob es
sich um Standard- oder um Sonderkühlaggregate handelt und
unabhängig von der Anzahl der Kühlkreisläufe. Für jeden
Kühlkreislauf gibt es ein Easy-Kit in der passenden Größe,
abgestimmt auf die Wassermenge im Kühlkreislauf.
ƒ Für die Inbetriebnahme der Kühlkreisläufe neuer Laser und
Maschinen gibt es keine Starter-Kits mehr. Ab Werk liegen
immer Easy-Kits bei.
ƒ Die bisher verwendeten Kühlwasserzusätze können
aufgebraucht werden. Danach wird mit neuen Easy-Kits auf
den jährlichen Wasserwechsel umgestellt.
ƒ Alle bisher verwendeten Schilder, die sich auf die Kühlwasser-
zusätze beziehen, werden bei der Verwendung der neuen
Easy-Kits ungültig und sind zu entfernen. Den Easy-Kits liegen
neue Schilder bei.

Neue Easy-Kits 2011-01-01 M155DE


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2. Neue Vorgehensweise beim
Wasserwechsel

Mit den neuen Kühlwasserzusätzen ändert sich die Vorgehens-


weise beim Reinigen der Kühlkreisläufe und beim Wasserwechsel.
Die neue Vorgehensweise ist im Vergleich zum bisherigen
Vorgehen in der folgenden Tabelle dargestellt.
Die vorhandene Betriebsanleitung gilt weiter im Bezug auf detail-
lierte Informationen zu Filtern, Sieben, den Entlüftungsschrauben
an den Wasserpumpen und den einzelnen Arbeitsschritten beim
Befüllen und Entleeren der Tanks.

Kühlkreislauf reinigen und Wasserwechsel Kühlkreislauf reinigen und Wasserwechsel


mit den bisher verwendeten Kühlwasserzusätzen mit den neuen Kühlwasserzusätzen

Wartungsintervall: halbjährlich oder jährlich. Wartungsintervall: jährlich.


1) Wasser aus Tanks komplett ablassen. 1) Reinigungsbiozid (ST40/ST70/93033) zum
gebrauchten Wasser zugeben: 30ml / 100l.
2) Tanks putzen, wenn Ablagerungen im Tank sind. Ausnahmen:
3) Filter tauschen, Siebe reinigen. a) Kühlkreisläufe die mit Glykol betrieben werden.
b) Kühlkreisläufe mit Ablagerungen im Tank.
4) Tanks zu 60 % mit demineralisiertem Wasser füllen. In beiden Fällen muss das Kühlwasser vollständig
Reinigungsbiozid Sanitizer ST40 zugeben: abgelassen werden.
15ml / 100l. Bei a) wird der Kühlkreislauf mit demineralisiertem
Wasser gespült (Tankfüllung mindestens 60 %).
5) Reinigungslauf 1 Stunde.
Bei b) wird der Tank geputzt.
6) Wasser komplett ablassen. In beiden Fällen wird anschließend der Tank
vollständig mit demineralisiertem Wasser befüllt
7) Filter tauschen, Siebe reinigen. (Tankfüllung 100 %) und das Reinigungsbiozid
8) So oft mit demineralisiertem Wasser klarspülen, bis zugegeben.
Leitfähigkeit nach dem Umwälzen kleiner 20µS/cm. 2) Reinigungslauf 2 Stunden.
9) Tanks vollständig auffüllen. 3) Wasser aus Tanks komplett ablassen.
10) Kühlwasserzusätze zugeben: Korrosionsschutz 4) So oft mit demineralisiertem Wasser klarspülen, bis
und Laser Biocide und Wasser einige Minuten Leitfähigkeit nach dem Umwälzen kleiner 20 µS/cm.
umwälzen.
5) Filter tauschen und Siebe reinigen, wenn vorhanden.
11) Die Reinigung auf dem Schild "Wassertausch"
vermerken. 6) Tanks vollständig auffüllen.
Achtung: Kühlkreisläufe, die mit Glykol betrieben
wurden, müssen wieder mit Glykol betrieben werden.
Ausnahme: Maschinenkühlkreislauf der TruMatic
7000.
7) Kühlwasserzusätze zugeben: nur
Korrosionsschutz. (Cu = gelb, Al = hellblau) und
Wasser einige Minuten umwälzen.
8) Leitfähigkeit messen.
Grenzwert im Kupfer-Kühlkreislauf 200 µS/cm.
Grenzwert im Aluminium-Kühlkreislauf 500 µS/cm.
9) Die Reinigung auf dem Schild "Kühlkreislauf reinigen"
vermerken.

Hinweis: Hinweis:
y Während des gesamten Vorgangs kann mit der y Während des Reinigungslaufes (Schritte 1 – 2) kann
TRUMPF Anlage nicht produziert werden. mit der TRUMPF Anlage produziert werden.
y Beim Ablassen, Spülen und Neubefüllen kann mit der
TRUMPF Anlage nicht produziert werden.
Tab. 1

M155DE 2011-01-01 Neue Vorgehensweise beim Wasserwechsel 3


3. Ausreichend Kühlwasser bereitstellen

Demineralisiertes Wasser Das Kühlwasser ist bei Inbetriebnahme neuer TRUMPF Anlagen
bereitstellen und bei der jährlichen Wartung vom Kunden bereitzustellen.
Weil die Kühlkreisläufe bei der Inbetriebnahme gereinigt werden
müssen, ist die benötigte Wassermenge größer als bisher.
Die pro Kühlkreislauf benötigten Kühlwassermengen sind in den
folgenden Tabellen dargestellt. Dabei wird angenommen, dass drei
Spülzyklen ausreichend sind, um die Leitfähigkeitsgrenze von
20 µS/cm zu unterschreiten. Es können aber auch mehr oder
weniger Spülzyklen notwendig sein.
Hinweis
Nach jedem Spülgang das Wasser so vollständig wie möglich aus
den Kühlkreisläufen entfernen. Je besser das gelingt, umso
weniger Spülzyklen sind notwendig, um die Leitfähigkeitsgrenze zu
unterschreiten.

Wassermenge pro Kühlkreislauf in Prozent TruFlow, TruCoax, TruFlow, TruCoax, TruDisk, nur
vom Tankvolumen. Das Schlauchvolumen Maschinen Maschinen: interner Laser-
bleibt unberücksichtigt. frostgeschützt Kühlkreislauf
Kühlkreisläufe frostgeschützt: - 60 % TruDisk werden nie
Zusatzspülung, um Glykolreste zu entfernen mit Glykol betrieben.
Tank füllen 100 % 100 % 100 %
Reinigungslauf mit Reinigungsbiozid für 2 Stunden
Ca. 3x Spülen ( bis < 20 µS/cm !) 3x 60 % 3x 60 % 3x 100 %
Tank auffüllen bis 100 % 40 % ca. 10 % Wasser, -
Frostschutz: mindestens 30 Gewichts-% Rest = Glykol
Glykol im Kühlwasser
Benötigte Wassermenge bei Inbetriebnahme 320 % 350 % 400 %
Wassermenge bei Inbetriebnahme Tab. 2

Oben stehende Tabelle gilt nicht für den Maschinenkühlkreislauf


der TruMatic 7000. Dieser wird betriebsbereit gefüllt geliefert.

Wassermenge pro Kühlkreislauf in Prozent TruFlow, TruCoax, TruFlow, TruCoax, TruDisk, nur
vom Tankvolumen. Das Schlauchvolumen Maschinen Maschinen: interner Laser-
bleibt unberücksichtigt. frostgeschützt Kühlkreislauf
Kühlkreisläufe frostgeschützt: - 60 % TruDisk werden nie
Zusatzspülung, nachdem das Glykolgemisch mit Glykol betrieben.
abgelassen wurde
Kühlkreisläufe frostgeschützt: - 100 %
Tank füllen
Reinigungslauf mit Reinigungsbiozid für 2 Stunden
Ca. 3x Spülen ( bis < 20 µS/cm !) 3x 60 % 3x 60 % 3x 100 %
Tank auffüllen bis 100 % 40 % ca. 10 % Wasser, -
Frostschutz: mindestens 30 Gewichts-% Rest = Glykol
Glykol im Kühlwasser
Benötigte Wassermenge bei jährlicher 220 % 350 % 400 %
Wartung
Wassermenge bei jährlicher Wartung Tab. 3

Ausreichend Kühlwasser bereitstellen 2011-01-01 M155DE


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