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Kaffee-Digest 2

Deutscher Kaffee-Verband

Löslicher Kaffee
Ein Wortvorab
Kaffeeist der zweitwichtigste Rohstoff im Welthandel, wichtigster Devi-
sengarantfürvieleagrarisch orientierte Erzeugerländer, attraktive Steu-
ereinnahmequelleundliebstesGefränk(nichtnur)derDeutschen.Meist
wird KaffeeöffentlicherGesprächsgegenstand,wenn sein Preis heftig in
die eine oder andere Richtung ausschlagt.

Und wenn es einen anderen Anlaß gibt, um über ihn zu berichten, man-
geltesoftanfaktischemHintergrundmaterial,anaktuellenDaten,anzu-
sammenhängenderlnformation,Umdiesem Defizitabzuhelfen,wirdvom
Deutschen Kaffee-Verband (DKV) ein umlangreicher Inlormations-
Service angeboten. Nachrichten, Berichte und auch Unterhaltsames er-
scheinenimDienst,,Kaffee-Text”,verfügbaresBtldmaterial wirdüberden
Dienst ,,Kaffeebild” angeboten.

Bei ,,Kaffee-Digest” handelt es sich um eine Reihe von Informations-


schriftenz”Schwerpunktthemen.IndervorliegendenZ.AuflagederBro-
schüre,,LöslicherKaffee”gehtes”mFaktenund Hintergründezumlösli-
chen Kaffee.Sowohl Herstellung alsauch Marktbedeutung von löslichen
Kaffeeprodukten werden für den interessierten Lesergenau und umfas-
send dargestellt. Weitere Ausgaben von ,,Kaffee-Digest“lolgen bei Be-
darf.Siekönnen,wieauchdieanderen DKV.Publikationen, bei der unten
angegebenen Adresse bestellt werden.

Undnocheins:WereinsoanregendesGetränkwiedenKaffeevertrin,ist
auchfürAnregungenimmeronen.BitteschreibenSieunsoderrufen Sie
“ns an, falls Sie Fragen oder Vorschläge zum ,.K#fee-Digest” haben.

Deutscher Kaffee-Verband e.V.


Pickhuben 3,20457 Hamburg
Telelan (040) 366256157
Telex 212695, Telefax (040) 365414

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Telefon (040) 3675 10
1. Einleitung
2. Geschichtliches
3. Marktbedeutung
3.1. Produktion van löslichem Kaffee
3.2. Bedeutung der Extraktkaffee-Industrie
3.2.1. In den Ursprungsländern
3.2.2. Die industrielle Herstellung von löslichem Kaifee
in der EG
3.2.3. Produktionsdaten für die Bundesrepublik Deutschland 6
3.3. 4ußenhandelsströme beim löslichen Kaffee 6
3.4. Verbrauch von löslichem Kaffee 10
3.5. Nationale Besonderheiten beim löslichen Kaffee 12
~rnEG-Raum
3.6. Verbraucherpreis für lösliche” Kaffee 13
4. Produktinformationen 14
4.1. Das Reinheitsgebot 14
4.2. Herstellung von Kaffee-Extrakten 14
4.2.1. Wahl des Rohkaffees 16
4.2.2. Rösten des Kaffees 16
4.2.3. Mahlendes Rbstkaffees 16
4.2.4. Extraktion der I0slichen Substanzen 17
4.2.5. Die Konzentrierung des Extraktes 17
4.2.6. Die Trocknung 18
4.2.7. Sprühtrocknung mit Agglomeration 18
4.2.6. Die Gefriertrocknung 19
4.2.9. Aromaerhaltung und Aromarückführung 21
4.2.10. Verpackung 22
4.3. Sortenvielfalt 23
4.4. Produktneuheiten 23
4.5. Distribution 24
5. Vorteile in der Zubereitung 25
6. Die Zusammensetzung von löslichem Kaflee 26
7. Literaturverzeichnis 27
2. Geschichtliches
Wenn man in früheren Zeiten eine Tasse Kaffee genießen wollte, so
mußtezuvoreinerechtaulwendigeAufgußprozedurdurchlaufenwerden:
ggl. Rösten, Mahlen, Aufgießen, durch ein Sieb abgießen. Satz beseiti-
gen, Sieb reinigen usw.

Die Kaffeezubereitung zu vereinfachen, war eine der Triebfedern fürdie


Entwicklung von ldslichem Kaffee. Hinzu kamen aber auch gewichtige
wirtschaftlicheGrilnde. RöstkaffeeinseinemVolumenzuverkleinern.um
ihn gunstig zu transportieren und zu lagern und ihn in Form Eines
veredeltenPradukteshaltbarzumachen.Daswaren Problemstellungen,
die den Forschergeist reizen mußten.

Schonim19.JahrhundertwurdendieerstenExtrakteoderEssenzenaus
Kalfeeaufgüssenhergestelli.DieGrundideewar, beimAufgießendiel&
lichenSubstanzenausdemMahlgutherauszuziehen,diefürdasGetr~nk
wertlosenTeile.den Kaffeesatz,abzutrennen,den Flüss~gauszugzu kon-
zentrieren,biseinmehroderwenigerpastenförmigerFlussigextraktoder
ein Trockenextiaki, ein Pulver, Übrigblieb.

Bis in die 30~ Jahre dieses Jahrhunderts waren die hergestellten Ex-
trakte allerdlngs von bescheidener Qualitäl. Die Kritik reichte von ge-
Schmacklochvöllig unbelriedigenden Produkten überteilweise klebrige
Konsistenz des Konzentrats bis hin zur unzureichenden Extraktion von
lbslichen Stoffen aus dem Rbstkalleemahlgut.

Endeder30erJahre kamderersehnteDurchbruchlürdenlöslichen Kaf-


fee. Rekordernten hatten zuvor in Brasilien fUr Absatzschwierigkelten,
LagerungsproblemeundPreisverfallgesargt.Mill~onenSackKaffeewur-
dendamalsindlesemLandins Meergeschilttetaderverbrannt. Von der
brasilianischen Regierung aufgefordert, entwickelte ein großer schwei-
zerischer Nahrungsmittelherstellerein neues Extraktions- und Trocken-
verfahren fUr löslichen Kaffee, das 1938 vorgestellt wurde.

Mit neuer qualitäts- und aromaschonender Technologie konnte ein


Kaffee-Extrakt produziert werden, der haltbar war, eine gute Aromabin-
dungaufwiesundalsPulvereingutesRieselverhalten besaß.Mithelßem
Wasser ausgegossen, ließ sich daraus eine dampfende Tasse voller
Aroma und Geschmack herstellen.
Von der Schweiz ausgehend, begann die Produktidee, die Welt zu er-
Schnelle Obern. Schon wenige Jahre später fand der lösliche Kaffee großen An-
Verbreifung klang in den USAund Großbritannien. Diedeutsche Bevölkerung bekam
ihre ersten Kontakte zum löslichen Kaffee über die beliebten ,,Gare-Pa-
kete” aus den USA und die amerikanischen Armeeangehörigen in der
Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg.

Zahlreiche Innovationen und Produktverbesserungen begleiteten den


weiteren Wegdesiöslichen Kaffees.% konnteinden5OerJahren aufdie
zur Bewahrung des Aromas beigegebenen Kohlenhydrate verzichtet
Ständige werden. 1962 wurdeerstmaiig lbshcher KaffeeinderGlasverpackungan-
Produktver- geboten. 1964 wurde gefriergetrockneter löslicher Kaffee im US-Markt
besser”“ge” emgeführt, 1965 erfolgte das erste Angebot in der Bundesrepublik
Deutschland. Bis dahin wurde das Produkt nach dem Sprühtrocknungs-
verfahren hergestellt. Auch heute noch gilt die Gefriertrocknung als die
modernste und schonendsie Methodezur Haltbarmachung von Lebens-
mitteln.DersprühgetrockneteIöslicheKallee,den manweiterhinanbot,
und der eine sehr feine pulverige Struktur hatte, wurde 1968 durch das
VerfahrenderAgglomeration verbessert. Eine gröbere, kaffeetypischere
Struktur kennzerchnete die neuen Produkte. Die 70er Jahre brachten
Innovationen weitereQualitätsaptimierungen~nAromaundGeschmack.ImVerlaufder
8OerJahre bereichertenvölligneue Pradukteaufder Bas~svonIöslichem
Kaffeeden Markt. Durch diese Kaffee-Spezialitäten, diesehrerfolgrelch
als trinkfertig zubereiteie Mischungen von löslichem Kaffee mit Milch-
pulver,Zuckerundanderen,aufspezielleGeschmacksr~chtungenausge-
richtete Ingredienzen angeboten werden, ist der Markt für löslichen
Kaifee außerordentlich belebt worden.

Heute ist der lösliche Kaffee ein Produkt, das in allen Ländern der Erde
bekannt ist und geschätzt wird.
3. Marktbedeutung
Die weltweile Produktion von löslichem Kaffee beträgt heute lt. AFCA-
SOLE (Vereinigung der Hersteller von Ibslichem Kaffee der Europä-
ischen Gemeinschaft) rund 350.000 Tonnen jahrlieh. Da nachüblicher
Umrechnung 2,6 kg Rohkaffeefürdie Herstellung von einem Kilogramm
lbslichen Kaffee benotig1 werden, wird jährlich die stolze Menge von
910.000Tonnenoderl5MillionenSackRohkaffee(~60kg)zulösl~chem
Kaffeeverarbeitet.

EinkleinesSpiel mitzahlen: Packtmandie15Millionen SackRohkaffee


hintereinander, so erreicht diese Reihe die stattliche Länge von 12.000
Kilometern. Transportiert man die 15 Millionen Sack Rohkaffee mit der
Eisenbahn,sofUIItdieseMenge60.000Waggonszu 15Tonnen.EinZug
mitdleserWaggonamahI hättedielängevon 770 km,etwafastdie Ent-
fernung Hamburg-München. Würde der Kaffee in löslicher Form trans-
portiert, so hätte der Zug allerdings nur23.000 Waggons.

Noch ein paarweitereZahlen: Die Produktionsmengevon 350.000Ton- 190 MMhde”


oenreicht aus, um jährlich rund 190 Milliarden Tassen mit Kaffeegetränk Tassen lijskher
zu füllen.Alles in allem beanspruchtderlösliche Kaflee einen Anteil von Kalke jährlich
25% am weltweiten Kaffeekonsum.

Inzahlreichen LändernderErdegibtesProduktionsanlagentürIöslichen
Kaffee.In ihnen werden im Jahr, wie erwähnt, rund 350.000 Tonnen Iös-
licher Kaffee hergestellt.

In Entwicklungs-undSchwellenländernwerdenrund35%desweltweiten
Angebotesproduziert. Der Hauptanteil der Produktion entfällt allerdings
auf die Industriel&der.

VonderobengenanntenJahrespraduktionwerdenrund123,OOOTonnen
in den Ursprungsländern Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Ekuador, Elfen-
beinküste und einigen weiteren hergestellt. Die europäische Gemein-
schaftbeteiligtsich miieinerproduktionsmengevon iOO.OOOTonnenam M
Jahresergebnis. Die restliche Tonnage wird in den sonstigen Industrie-
ländern wie USA, Schweiz. Australien, Japan und Südkorea produziert.

Es ist davon auszugehen, daß die Produktionskapaziläten für löslichen


KaffeehöheralsdiegenannteJahresproduktionvonca.350.000Tonnen
anzusetzensind.SpezielIineinigenUrsprungsländernsinddietatsächli-
chen Produktionsdatendeutlich niedrigeralses die maximale Auslastung
zulassen würde.

Die ProduMion in den Ursprungsländern konzentriert sich im allgemeinen


lediglich auf die Verwendung der bestimmten dort vorhandenen Sorte.
Die Produktionsstätten in den Verbraucherl2ndem nutzen in der Regel
diegesamtePalettegeeigneterProvenienzen.DieMarktnaheerleichtert
die gezielte Zusammenstellung von Mischungen, wie sie die jeweiligen
Verbraucherwünschen. Denn es 1steine altbekannte Talsache, daß die
GeschmacksrIchtungen in den Konsumltindern außerordentlich unter-
schiedl!ch sind. In den Ursprungsl%dern produzIerter lbslicher Kaffee
wirddarumhäufigvordemVerkaufandieVerbrauchermit,ndenKonsum-
lindern hergestelltem Idslichen Kaffee aus anderen Provenienzen ge-
mischt.

Die grdßten Herstellungskapazitäten befinden sich in den beiden Lan-


dem Brasilien und USA. Brasiliens Output liegt bei 65.000 Tonnen
Extraktkaffee.Eswirdabervermutet,daßdiemax~maleKapazitätin Bra-
silien bei t?O.OOOTonnenanzusetzen sein durfte. In den USA kdnnen pro
Jahr rund 60.000 Tonnen produziert werden. Dann folgen Japan mit
45.000Tonnen Produktion,die EG-Linder Großbritannien und Bundes-
republik Deutschland mit30.000 bzw.26.000 Tonnen.

Weltweite Produktion von löslichem Kaffee


-InTOnnen-

Land
“~SpW”g~l&“d!$i
Brasilien
Mexiko
K&llbIe”
Elfenbeinküste
Sonstige
EuropBischeGemanschait
SonstigeIndustrieländer
“SA
hpl”
Schwr
Australien
Sudkoiea
Sonstige
Gesamtproduktion

Quelle: AFCASOLEund Lande11


MollsCammoditiesStudlesLtd
3.2. Bedeutunq der Extraktkaffee-Industrie

3.2.1. In den Ursurunasländern


Die Erzeugerländererhaflten sich mit der Einrichtung von Produklions-
anlagen für Extraktkaffee eine Steigerung ihrer Devisenerlöse aus den
Kaffee-Exporten.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten macht die Veredelung eines


RohstoHes~mUrsprungtheoretischdurchausSinn.SiesollArbeitsplätze Problem:
schaflen,denWertdesProdukteserhöhen,wassichdann beImExport in Überkapazitäten
besseren Erldsenausdrückensoll.WennallerdingsneueProduktionsan-
lagen in einem Markt mit erheblichen Überkapazitäten errichtet werden,
so kann durch den Kampf um Marktanteile und neue Absatzgebiete ein
ganzer Wirtschaftszweig unter Druck geraten. Preiserosion, Margenver-
fall und Qualitätsprobleme sind unweigerlich die Folge. Daran schließen
sich dann Abbau von KapazitBten und Verlust von Arbeitsplätzen an.

Um ihre Produkte absetzen zu können und ihre Kapazitäten halbwegs


auszulasten. drücken die Erzeugerländer ihre Waren LUsehr niedrigen
Preisen m den Markt. Der Veredelungsvorteil muß damitschwinden. Die
teuren Hochtechnologieanlagen zur Herstellung von löslichem Kaffee
rentierenslchindiesenLändernkaumnoch,undeineweltweiteWellevon
Seiriebsschließungen wardie Folge.

3.2.2.DieindustrielleHerstellunavon löslichemKaffee
&-der
In den Ländern der EG gibt es heute 17 Produktionsstätten für löslichen
Kaflee.1975beispielsweisewarenesnoch16Anlagenmehr.IndenStaa-
tenD~nemark,Gr~echenland,lrland,lialienundLuxemburgwirdkeinlös-
,i(

Du. ,I 11,111
~,I I ,,,ll.L 1,111”” ..,,.” 1111,.“L..l, Jll ,,, “1, “1.1‘äg12,4
Milliarden US-DollxCa. 8000 Personensind inder Extrakt-Kaffee-lndu-
strie beschänigt. Weit mehr als diese Anzahl arbeiten in Zulieterbetrie-
ben wie Glas. und Maschinenhersteller etc., sowie in Handels-, Hand-
werks-und Dienstleistungsbetrieben.

Obwohl die EG-interne Produktionsmenge die Nachfrage der Konsu-


menten im wesentlichen abdeckt, gibt es auch Bewegungen von Iös-
liehen Kaffees, die in die EG importiert und aus ihr exportiert werden.
Für 1991 werden diese mit ca. 16.000 Tonnen Importen und ca. 6.000
Tonnen Exoorten beziflert.

32.3. Produktionsdatenfür die Bund-Ep&l~Lk


Deutschland
DieHersiellerinderBundesrepublikDeutschlandproduzierten 1992ca.
26.100 Tonnen löslichen Kaffee.Das Ergebnis lag in elwa auf der Höhe
der Vorjahresmenge von ca. 26.400 Tonnen. Der Anteil der gelrierge-
trockneten Ware lag 1992 bei 57,9%. Der Rest entfiel auf agglomerierte
und spiuhgetrocknete Ware.

Diedeutschen Herstellerproduzierensehrexportorientiert. 16.200Ton-


nengingen 1992indenExport.DieEinfuhrenerreichteni9926.600Ton-
“en.

3.3. &&&a~e&tröme beimlöslichenKaffee


Exportweltmeister beim löslichen Kaffee ist Brasilien. Im Kaffeejahr
1991192 (Okt..Sept.) verschiffte das Land 47.370 Tonnen in alle Welt.
DasentspracheinemRohkaffeevolumenvon2,05MillionenSack.Haupt-
abnehmerwaren die USA, Sowjetunion und Großbritannien. Für sie wa-
renlast60%derBrasilausfuhrenbestimmt.Deij~hrlicheEigenverbrauch
dürfte in Brasilien bei 9.000 Tonnen liegen.

Kolumbien exportierte 1991192 ca. 9.500 Tonnen Extraktkaffee.Die El-


fenbeinküstebrachteesaufExportevon6.050Tannen.L~nderwteEkua-
dor,Indien,IndonesienundTansaniaz.B.exportierenebenialls.AlleKaf-
IeeproduzierendenLanderzusammenexoartierten 1991192rund77.200
Tonnen löslichen Kaffee

Unterden Industriestaaten zeichnen sich besonders die EG-Länder als


Exporteurevon löslichem Kaffeeaus. Die LlSA.vom Volumen der größte
Markt für dieses Produkt, sind als Exporteur vergleichsweise unbedeu-
tend.Nur7.575TonnenführlediesesLand 1991/92aus.Demstandenal-
lerdings Einfuhren von 22.250 Tonnen gegenüber.

EingroßerTeilderHandelsbewegungenderEG-Ländersind EG-interne
Transaktionen, also Exportellmporte zwischen verschiedenen EG-Part-
nern.
Dominierende Ursprungsländer für die EG-Staaten sind Brasilien, die
Elfenbeinküste, Kolumbien und Ekuador. Sie lieferten in 1991192 (Okt.-
Sept.)20.230Tonnen Extraktkaffee mden EG-Fiaum.Ca.6.000Tonnen
IöslicherKaffeewerdenausdemEG-RaumindiefolgendenHauptabneh-
merlander gelielert: USA, Japan, Schweden, Kanada und Saudi-Ara-
bien.

Der Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland zeichnet sich durch


eine starke Exportorientierung aus. So gingen 1992 in 66 Linder Aus-
fuhrenvon festem löslichen Kaffee im Umfang von uber 18.000 Tonnen.
E1nAnte1lvon13.500TonnenwarfürdieEG-Länderbestimmt.DerExport
in die USAlsl praktisch zum Erliegen gekommen, davon den USA in un-
gerechtlertigterWeisee~nStralzollaul Importevon IöslichemKaffeeaus
der EG erhoben wird. Der hohe ExportUberschuß -die Einfuhren lagen
1992bei8.600TonnenfestemIdslichenKaffee-wirdallgemeinalsKenn-
reichen fbrdie hohe Produktqualität der deutschen Ware gewertet.

Außenhandel mit löslichem Kaffee in der EG im Jahr 1991


-,“Tonnen-
Land Export
BelgienL”xem 2 413
BundesrepublIkOe”tschiand,l 7.342 16.696
Danemark 660 85
Frankreich 5.024 4.424
Griechenland 5.249 66
Großbritannien 17.044 3.192
Irland 1.711 33
Italien 1.812 60
Niederlande 2.592 8.210
Spanien 1.799 2.396
Portugal 398 23
/1 he Zahlenumfassendie 9esamtenEinfuhrenundAusfuhrenYO”ExiraMen ,sag.Bruuoaußen-
handel).Der Veredelungsverkehrist enthalten.

Quelle: OffizielleEG-AuRenhandelsstatist,ken

a
3.4.Verbrauch von löslichem Kaffee
Absatzhöhepunkte konnte der lösliche Kaifee in den 70~ Jahren er-
zielen.Seilgut 10 Jahren isiinden USAund Europaeine Stabilisierung
derVerkaulszahlenindieserProduktkategoriezu beobachten. Demste-
hen allerdings Wachstumsmärkte im asiatischen Raum gegenüber Au-
ßerdem erreichen neue hochspezialisierte Produkte auf der Basis van
löslichem Kaffee(sieheKapitel 4.4.) auch inden ,,traditionellen”Märkten
interessante Absatzsteigerungen.

Ineinigen Ländern istderVerbrauchvon Iöslichem~ffeegrößeralsder


von Ratkaffee. In Großbritannw werden rund 90%des Kaffees auf der
Basis von Extraktkaffee zubereitet. Australien und auch Südafrika kom-
men auf Anteile von über 90%. In Japan gehören mehr als 50%des ge-
trunkenen Kaffees in die Sparte ,.löslicher Kaffee”. In Kanada sind es
ebenfallsmehrals50%.BedeutendeM~rktefürlöslichenKaffeesinddar-
überhinaus Mexiko (Marktante!1 lbshcher Kaffee 70%), Griechenland
(57%), Schweiz (31%), USA (33%), Spanien (27%) und Frankreich
(26%). Alle Zahlen beziehen sich auf den Haushaltsverbrauch auf Tas-
senbasis.

Marktanteile
löslicherKaf
amGesamt-Kaffeemarkt
Weltweit liegt der Anteil von löslichem Kaffee am gesamten Katfeekon- Löslicher
sumbei25%,d.h.jedevierteTasseKaffee,diegetrunkenwird,basiertaul Kaffee
IbsllchemKaffee. DerVerbrauchvon löslichemKaffee beträglinden USA hatZS%Anteil
60.000Tonnen. DieJapanerkonsumieren50.000Tonnen,die Mexikaner am welt-
i9.000TonnenunddieSüdafrikaner17.000TonnenimJahr.inAustralien ver*ra”ctl
isimanden löslichen Produktenganz besonderszugeneigt, undderjähr-
liehe Konsumerreicht iO.OOOTonnen.Die Kanadierverbrauchen immer-
hin noch 9.000 Tonnen.

In den Ländern der EG wurden im Jahre 1992 ca. 100.000 Tonnen Iösli-
eher Kaffeeverbraucht. DanachführendieBriten beim Löskaffeekonsum
mit 44.570 Tonnen. vor Frankreich mit 18.500 Tonnen, der Bundesrep.
Deutschland mit 13.200 Tonnen und Spanien mit 9.580 Tonnen.

Verbrauch von löslichem Kaffee in den EG-Ländern


-in Tonnen, Basis 1992 -
Land Verbrauch
BelgieniLuxemburg 1.670
Dänemark 500
BundesrepublikDeutschland’ 13.200
Frankreich 18.5üü
Griechenland 5.715
Großbritannien 44.570
Irland 1.330
Italien 1.445
Niederlande’ 1.774
Portugal 1.905
Spanien 9.580
Gesamt 101.189
” Kaffeespezialit#tenmit ihremreinen Kaflee-Anteilberücksichtigt

Quelle: AFCASOLE

In der Bundesrepublik Deutschland wird jede zehnte Tasse Kaffee aus


löslichem Kaffee zubereitet. 1992 verbrauchten die Bundesbürger
13.200Tonnen vondiesem Produkt. Sie gaben dafür rund 800 Millionen
DMaus. Die Herstellervon löslichem Kaffee ließen sich die Werbung für
ihre Produkte 1992 39 Millionen DM kosten.
Der Anteil von entkoifeiniertem löslichem Kaffee lag 1992 bei gut 10%
oder bei 1.400 Tonnen. Beim Rästkaffeebetrug der Anteil der entkoffei-
nterten Ware 12%.

Die Vereinigung 1990, im JahrderVereinigung.warderVerbrauchvon löslichem Kaffee


lk?ßAbsatzvon auf 12.500 Tonnen gestiegen. ll.BOOTonnen wurden in den allen Bun-
löslichem Kaffee desländern und700 Tonnen in den neuenverbraucht. Der Anteildes kof-
in derßundes- feinhaltigenlöslichenKafleeslag bei11.000Tonnen,dieenlkoffeinierten
republiksfe&?en Produkte brachten es auf einen Absatz von 1.500 Tonnen.

AufdemGebietderehemaligen DDRwurde keinlöslicher Kaffeeprodu-


zieri.Einextrem hoherPreisfürlöslichen KaIfeevon biszu350Mark.Ost
füreini<ilogrammhatteindenzuruckliegendenJahrenKonsumentenbe-
dürfnisse im Keim erstickt. Erst mit der Vereinigung haben sich Angebot
und Preise dem westdeutschen Niveau angenahert.

Löslicher Kaffee hat sich in den neuen Bundeslandern überraschend


schnell an das westdeutsche Konsumniveau angenähert, was einem
Jahresverbrauchvonca.i.500TonnenindenneuenBundesländernent-
spricht.

3.5. NationaleBesonderheitenbeimlöslichenKaffe&
EG-RaUm
GefriergetrockneteQualitätsproduktedominierenimdeutschensowieim
italienischenMarkt.wobeiderKonsumvonIöslichemKaffeein Italiennur
rundeinZehntelvomdeutschenerreicht.InallenanderenL~ndernunter-
schreitetder Anteil der gefriergetrockneten Ware die 30%.Schwelle, z.T
sogar recht weil. Die einfachen sprbhgetrockneten Produkte sind in
Irland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden noch sehr po-
pulär.Agglomer~erte,sprühgetrockneleExtraktebeherrschendieMärkte
in Spanien. Portugal, Belgien. Dänemark, Großbritannien und den Nie-
derlanden.

Grobgerechnetverteiltsich der EG-Marktzu knappeinemViertelauf ge-


friergetrocknete Produkte, zu knapp der HälHe auf agglomerierte Ware
undzu etwasmehralseinemViertelauf einfachesprühgeirocknete ldsli-
ehe Kaffees.

Spanien ist ein interessanter Markt für entkoffeinierte lösliche Kaffees.


Nennenswert ist der Anteil dieser Produkte, wie bereits erwähnt. auch in
der Bundesrepublik Deutschland. In den verbleibenden Ländern
schwankt der Marktanteil derentkoffeinierten Ware um die SSdMarke.
3.6.Verbraucheroreisfür~öslichen Kaffee
Die Preisentwicklung des löslichen Kaffeesrichtet sich zu allererst nach
denRohkaffeenotierungen.Je nach natlanalerGegebenheitmüssen bei
derBewertungdesEndpreisesKaffeesteuersätze,ZollgebUhrenundun-
terschiedliche Mehrwertsteuers#ze berbckslchtlgtwerden. Andere Fak-
toren sind die Qualit&t der Rohkaffeeblends, Verarbeitungs-, Vertriebs-
undWerbungskostensowied!eSpannenaufden unterschiedlichenVer-
triebsstulen.

Beieinwergleichenden Betrachtungder PreisefürlöslichenKaffee und


Röstkaffeeist zu beachten, daß aus 100 Gramm löslichem Kaffee ca. 55
Tassen Kafleegetränk aufgegossen werden können. Hierbei werden als
durchschnittliche Dosierung 1,8 Gramm lbshcher Kaflee Iüreine Tasse
von150Milliliterzugrundegelegt.Aus500GrammRöstkafleelassensich
70 Tassen Getrenk herstellen, wenn man von 7 Gramm Kaffeemehl je
Tasse ausgeht.

Lt. Statistischem Bundesamt lag derdurchschnittliche Verbraucherpreis De Tasse


fürdas 100.GrammGlas 1992 bei7,10 DM. Danach hättedIeTasse IOSII- loslicherl(affee
eher Kalleeca. 13 PfenniginderBundesrepublikDeutschlandgekostet. -ein preis-
EineTasseKallee,ausgerbstetemMahlgutaufgegossen, htitteebentalls !Neties
13 Pfennig gekostet. Fürwahr, m beiden Fällen ein preiswertes Vergnb- “ergnugen
gen fbr einen unvergleichlichen Genuß.
4. Produktinformationen

4.1. Das Reinheitsaebot


LöslicherKafleeislein Produkt.dasausschließlichausRöstkaffeeu”ter
Verwendung von Wasser hergestellt wird. Er enthält keinerlei Zusatz
kaffeefremder Bestandteile.

Löslicher Kaffee,auch Kaffee-Extrakt oder Instantkaffee genannt, muß


“eben den Aromastoffendes Kaffees auch die sonstigen löslichen Be-
standteile des Röstkaffeesenthalten.

Das Reinheitsgebot ist zentraler Bestandteil sowohl der Kaffee-Verord-


“u”galsaucheinerEG-DirektiveüberdenIöslichenKaffee.DerVerbrau-
cherkannalsosichersein,daßerbeimIöslichen KaffeewnGenußmittel
von unverfälschter Reinheit und hdchster Qualität bekommt, das mit mo-
der”erTechnologie aus 100% reinem Bohnenkaffee hergestellt wird.

4.2. Herstellunavon Kaffee-Extrakten


Austechnischer Sichtsind Kaffee-Extrakte mehroderwenigerslark ko”.
zentrierte Rdstkaffee-Aufgüsse.Am bekanntesten sind die Trocken-Ex-
trakte.SiewerdengemeinhinalsldslicherKaffeebezeichnet.Esgibtaber
auch flbsage Extrakte, die in gefrorenem Zustand im Gastronomie-
Bereich zum Einsatz kommen.

Die Herstellung von Kaffee-Extrakten läßt sich anhand einer Folge von
verfahrenstechnischen Grundschritte” aufgleder”:

-Röste” des Rohkaffees


-Mahlendes Röstgutes
-Wäßrige Extraktion des Mahlgutes
-Konzentrierung des Flüssig-Extraktes
-Trocknu”g des Extraktes
-Abpackung zum konfektionierten Fertigprodukt

Weitere Einzeloperationen könne” bei der Herstellung von löslichem


Kalle erforderlich werden. Auf sie wird im Einzelfall eingegangen.
Herstellung von löslichem Kaffee
4.2.1. Wahl des Rohkaffees
Aufdie Üblicherweise werden Mischungen aus verschtedenen Rohkaffees zu-
M*chung sammengesteilt, die man in der Fachsprache ,,Blend” nennt. Fürhoch-
kmllmf es an wertige lösliche Kaffees werden reine Arabica-Mischungen bevorzugt.
Bei der Exportware werden je nach nationalen Geschmacksgewohnhei-
ten auch Robusta-Sorten eingesetzt.

4.2.2. Röstendes Kaffees


Die gereinigten Rohkaffee-Elends werden vornehmlich in Trommelrö-
ste-mchargenweise geröstet. Währenddes Röstvorgangs welchen die
Kaffeebohnen eine Temperatur von 200 bis 230 Grad Celsius und ihre
Farbe wechselt von blaugrün übergelb bis braun. Das Rbstgut verliert
seine Feuchtigkeit und die Bahnen dehnen sich krallig aus.

Temperatur und Dauer der Röstung bestimmen die Eigenschaften des


Endproduktes. Ist der gewünschte Röstgrad erreicht, wird die Röstung
gestoppt.DasGutwirdbefeuchtetundauleinKühlsiebgesch~ttet. Unter
Rühren wird kalte Luft durch die Röstkaffeebohnen geblasen.

Im Vergleich zum Röstkaffee fbr den Haushaltsaufguß wird der Kaffee,


derlürdie Herstellungvonldslichem Kaffeeeingesetztwird,dunklerge-
rdstet. Außerdem wird ein wesentlich höherer Wassergehalt im Aöstgui
angestrebt. Beides wirkt sich vorteilhaft Iürden nachfolgenden indusln-
eilen Extraktionsprozeß aus.

4.2.3. Mahlendes Ristkaffees


DiegeröstetenKaffeebohnenwerdeninMühlenzerkleinert.BeiderMah-
lung kommtesdaraufan,daßeinerseitseinesehrgleichmäßigeund an-
dererseits eine verhältnismäßig grobe Korngröße erreicht wird.

Gegenüber dem filtertein gemahlenen Röstkaffee,wie ihn der Konsu-


ment kennt, wirkt das Mahlgut fUr die Extraktion sehr grob zerkleinert,
eherwlegebrochen.MitderWahldiesesMahlgradeswirdverhindert,daß
esbeideranschließendenAuslaugung(Extraktion)desKaffeemehlsmlt
erhitztem Wasser in den dalür verwendeten %ulen zu Verstopfungen
kommt.
4.2.4. Extraktion der löslichen Substanzen

ZurExtraktionderKaffee-InhaltsstaRemußnachden EG-Bestimmungen
Trin~asserverwendetwerden. Esdarf nicht zu kalkhaltigsein. üblicher- Z”r
weiseerfolgtdie ExtraktioninrumeistsechsodermehrinSeriegeschal- Extraktion
teten Exlraktionss&len (Perkolatotenbatterie) nach dem Gegenstrom- ““r
pnnzip. Dierylindrischenaderam Ende konischzulaufenden Säulen be- E-hkwasser
stehen aus rostfreiem Stahl und sind in der Regel mehrere Meter hoch.
SIE werden abwechselnd mit Irischem Mahlgut befüllt und fm Takt vom
ausgelaugten Mahlgut (Kaffeesatz) entleert.

DieExtraktionerfolgtinderWeise.daß dasFrischwasser(dassog. Spei-


sewasser) mit einer Temperaturvon 170 bis 190 Grad Celsius und einem
Arbeitsdruck von 15 bis 20 Atmosphären in den Perkolator mit dem am
stärksten ausgelaugten Kaffeemahlgut geleitet wird (der anschließend
entleert wd). Dort werden Extraktstoffe aufgenommen. Anschließend
gelangtd~eFl~ssigke~talsdünnerExtrakiindien~chsteSäule.laugtdort
dasMahlgutaus,undsolort.AlsletrteStufewirddieExtraktionss~ulemit
demfrischenMahlguierreicht.Diese,.Frischsäule”verläßIderExtraktals
sog.,.Dünnsaf~miieinerTemperaturvon40bisUberBOGradCels1us. Die
KonzentrationderKaffeebestandteileimExtraktliegtnormalerweisezwi-
sehen 10 und 14%. kann aberauch höhersein.

Je nach eingesetztemverfahren sind die Extraktionszeiten,Temperatur Extraktion so


und Druckprofile unterschiedlich. Vorteilhaft ist aber umner, daß das schonend wie
frische Mahlgut nur mit mäßig heißem Wasser ausgelaugt wird, um die f7@?ktl
empfindlichen Substanzen, Insbesondere die Aromastofle, zu schonen.

Der abgezogene ,,Dünnsaft”wird zur Qualitätssicherung sofort gekühlt,


umdieBtldungvonunerwünschten,,Prozeßaromen“zuvermeiden.Nach
einerReinigung~mSeparator(Zentrifuge,F~~ter),umnichtgewollteFest-
stofle abzusondern, wird der Extrakt der weiteren Verarbeitung zuge-
fUhr1.

Dasausgelaugte Mahlgut (der Kaffeesatz) wird ineiner Pressevorn Was-


ser belreit und anschließend zur Energiegewinnung verbrannt.

4.2.5. Die Konzentrierung des Extraktes

VotdereigentlichenTrocknungdesExtrakteswirdeineKonzentrierungs-
stufe vorgeschaltet. Dabei wird durch Entzug von Wasser aus dem sog.
,,Dünnsalt” .,Dicksali” mit einem verfahrensabhängigen Feststoffgehaii
von bis zu 55%.
DieVorkonzentrierung wirdvorgenommen, weil ein höhererfeststoffan-
teil inder LCwmgzumeinendieKosten dereigentlichenTrocknung senkt
und zum anderen die Aromaerhaltung beim Trocknen verbessert

Das Konzentrieren kann durch Verdampfen des Wassers im Vakuum er-


folgen. Dabei werdenu.a.Apparaieeingesetzt, wiesieausderKondens-
milchherstellung bekanntsind.Gegebenenfallswerdenvorsolchenlher-
mischen Verfahren zur Konzentrierung die empfindlichen Aromastoffe
,,gestrippt”,d.h. sie werdenvorherdem Extraktentzogen. Späterwerden
sie dem Produkt wieder zugesetzt.

Aberauch andere, besonders schonende Verfahren, wie die Gefrierkon-


Aus,,Dünnsaf?” zentrierung, werden zur Vorkonzentrierung eingesetzt. Hierbei wrd
wird,,Dicksaff” durch Herunterkühlung die Eiskristallisation des im ,,Dünnsaft” vorhan-
denenWasserserreicht.DurchZentrifugierenoderauchdurcheinen an-
derenSeparationsschrittwerdendieEispartikelvom Extraktgetrennt. Mit
dieseraufwendigen Methode werdeniedoch keine so hohen Konzenira-
tionsgrade wie beim thermischen Prozeß erreicht. Eingesetzt wirddiese
Art der Extrakteindickung, wenn es um die Herstellung von besonders
hochwertigem löslichen Kaffee geht, wie es bei den gefriergetrockneten
Produkten der Fall ist.

4.2.6. DieTrocknung
Im eigentlichen Trocknungsprozeß wird aus dem aufkonzentrierten
Kaffee-Extrakt das trockene Endprodukt hergestellt, der Lösliche Kaffee.
Die beiden heute gebräuchlichsten Techniken sind die Sprüh- und die
c

4.2.7. Sprühtrocknuna mit Aaalomeration


Zerstäubung Die Sprühtrocknung ist das ält%? Trocknungsverfahren. Der zu trock-
/m &iß,u#s~~~ nende Extrakt wird dabei in großen zylindrischen Türmen -zwischen 20
und40Metern hachund4bis7Metern breit-imoberenTeil unterDruck
über eine Zerstäubungseinrichtung versprüht. Ein gleichgerichteter
Heißluflstromvonelnigen hundertGradentziehtdenimTrrockenturmher-
absinkendenSprühpartikelndasWasser.DasWasserverdunstet.undes
entstehen kleinetrockene Extrakt-Hohlkügelchen, in denen das Kaffee-
Aroma wie versiegelt ist.
Im unteren, zumeist konisch zusammenlaufenden Trockenturmteil wird
das Pulver dann abgezogen und der weiteren Verarbeitung zugeführt.

Größe und Eigenschaft der fertigen Extraktpartikel werden von der Ge-
staltung und der Betriebsweise des Trockenturms, sowie der Konzentra-
tion des zu versprühenden ,,Dicksaftes”beeinflußt. Je höher beispiels-
weisederTurmist,deslagrößerePariikel könnengetrocknetwerden. Der
Wasserqehalt des trockenen Pulvers liest in der Reael zwischen 3 und
5

Die heute gebräuchliche Darbietungsform des sprühgetrockneten Kaf-


fec-Extraktesistder agglomerierte lösliche Kaffee.Die ersten agglome-
rierten Produkte kamen Ende der 60~ Jahre auf den Markt.

UnterAgglomerationverstehtmandieZusammenlagerung~nteinkörni-
gemMaterialzugröberen Partikeln. Daserreichtman beimlöslichen Kaf-
fee dadurch, daß eine Befeuchtung eine Verklebung der feinen Sprüh-
trockenteilchen bewirkt. Das kann im Trockenturm selbst oder in einer
separaten Kammer, beispielsweise mit nachgeschalteter Bandanlage,
geschehen.

Vor dem Agglomerieren, auf einer Bandanlage beispielsweise, werden


die sprühgetrockneten Hohlkbgelchen gemahlen. Ihre Oberfläche wird
angerauht. Das Feingutwird alsSchleieraufeine Bandanlage gefördert,
indemgleichzeitig Wasserdampfdagegengeblasenwird. Diegrobagglo-
merierten Teilchen fallen auf das Stahlband, werden erneut benetzt und
nach Erreichen der gewünschten Partikelgröße getrocknet und gekühlt.

Agglomerierter löslicher Kaffee hat ein besseres Produktaussehen-er


wirkt eherwie gemahlener Rostkaffee-und darüberhinausden Vorteil
einernoch besseren Löslichkeit

4.2.8. Die Gefriertrocknung


Mitte der 60er Jahre wurde neben der schon lange bekannten Sprüh-
trocknung die besonders produktschonende Gefriertrocknung in die
kommerzielle Pws umgesetzt.

DieGefriertrocknungerfolgtin derRegel invierverfahrensschritten: Zu- 2 Stufe”:


erst wird der konzentrierte Flüssigextrakt aufgeschäumt. Anschließend Gefrieren.
wirdereingelroren.NachderGranulierung(Mahlung)desgefrorenenEx- Eis durch
traktesiolgtalsleiztesdie,,Heraustrocknung”des Eises. Dasgeschieht Sublimation
unter ZufUhrung von Wärme durch Verdampfung des Eises im Hoch- entfernen
vakuum.
Die Entfernung des Eises erfolgt bei diesem Trocknungsverfahren durch
Subl,mation,d.h.diegefrorenenWasserbestandteilegehen unmittelbar,
ohneden IlüssigenZuslandzu passieren, inden gaslbrmigen Aggregat-
zustand ober.

Aufgrundder höheren Kosten-dieselrocknung istrunddoppeltso teuer


wiedieSprühtrocknung-wlrddieGefriertrocknungvorrangigfürdieHer-
stellung von hbherwertigem löslichen Kaffeeeingesetzt.

Die Verfahrensschritte fix die sprüh- und gefriergetrockneten löslichen


Kaffeesunterscheidensich biszurHerstellungdesDünnextraktesnicht.
FUr die Konzentrierung des Dünnextraktes -also die Herstellung des
Dickextraktes-,derfürdieGefrlertrocknung benötigtwird,setztmannor-
malerweise aul die schonende Gefrierkonzentrierung oder eine Kombi-
nation aus Geirier- und thermischer Konzentrierung.

DasExtraktkonzeniratwird,bevoresbeietwaminus45GradCelsiusein-
gekoren wird, zur Regelung des Schüttgewichies aulgesch8umt. Dabei
entsteht eine Softeis-ähnliche Konsistenz.

Das Einfrieren geschieht unter industriellen Gesichtspunkten üblicher-


weise auf Kühlbändern, aber auch an Kühlwalzen.

In den sog. Stahlband-Gelrierapparaten wird das Gefriergut auf den An-


fangeinesüberzweiTrommeln gespannten Endlosbandesaufgebracht.
Soein Band hat ungefähreineBreitevon einemMeterund kann biszu 30
Meternlangse~n.UnterschledlichtemperierteKältezonenauldem Band
sorgenfür eine stufenweise Gefrierung des Gutes bisauf minus45 Grad
Celsius. Von der Einfnerdauer hingt die Farbe des gefriergetrockneten
Produktes ab: Zu schnell bedeutet zu hell.

An der Stelle, wo sich das Stahlband über die Endtrommel biegt, platzt
der Eisstrang ingroßen Bruchstücken ab. Umdie Extraktpartikel im End-
produktaufdiegewünschteGrößezu bringen,mußschonvorderGefrier-
trocknungdieTellchengrdßefestgelegtwerden.Dazu werdendiegroßen
unregelm&ßlgen Extraktbruchstiicke gemahlen. Man spricht hier von
Granulieren.

Einfachistdasnicht,denndieMahIungmuR beieinerumgebungstempe-
-45 GradCelsius raturvon blszu minus 45 Grad Celsius erfolgen. Außerdem entsteht bei
jedemMahlvorgangWarme,dieunbedingtabgeleitetwerdenmuß,bevor
sie Schaden durch Antauen des Mahlgutes anrichten kann. Beim an-
schließendenAbs~ebenwerdenFeinanteileausgesondertunddemKon-
zentralvordem Einfrieren wiederzugefugt.
Danach schließt sich der wichtigste Schritt an, die Gefriertrocknung.
Dazu werden diegranulierten Partikel bei dersog. statischen Trocknung
inSchalengef~llt.dieinGestellwagengeschobenwerden.Anschließend
wird das Granulatgut Uber eine Schleuse in ebne Vakuumkammer, zu- Bd Trock”““g
meistinFormeinesTunnels,gebracht.DurchZufUhrungvonWärme-die entweicht
Heizplatten. auf denen die Schalenabgestelll werden, kdnnen bis zu 901 das Ei* ais
100GradCels1usheißsein-entweichtdasEisalsWasserdampfausdem Wassedarnpf
Gefriergut. In den Partikeln darf die Temperatur dabei Nie auf Schmelz-
temperatur ansteigen, damit sich das in ihnen enthaltene Eis nicht ver-
fltissigen kann.

Der beim Sublimationsvorgang entstehende Wasserdampf schlägt sich


an den von einem Kühlmittel durchflossenen Kondensatoren nieder,
Diese werden aneinem bestimmten Rhythmus aus dem Prozeß genom-
men und abgetaut. Nach Durchlauf der Vakuumkammer werden die ge-
trockneten festen ExtraktpartIkel ausaeschleust und der Zwischenlaae-
rung bzw. Verpackung rugefbhrt.

DasstatischeTrocknungsverfahren-eswirdsagenannt, weildiePartikel
wehrend der Trocknung im Ruhezustand verbleiben -dauert zwischen
vier und acht Stunden.

Moderne kontinuierlich arbeitende Gefnertrocknervom Typ Tellertrock-


ner oder Kaskadentrockner, bei denen das Trockengut standig bewegt
wird, erlauben Trocknungszeiten von nur 10 Minuten. Dabei macht man
sichzunutze.daß einembewegtenGuthöhereTemperaturenzugemutet
werdenkbnnen,ohneespartiellzuUberhitzen.Allerdingswerden beidie-
semVerfahrendiePartikelst8rkerstrapariertundesentstehteinhöherer
Feinanteil.

4.2.9. Aromaerhaltunqund Aromarückführung


Die Erhaltung der empfindlichen, leichtflüchtigen Aromastoffe während
des Herstellungsprozesses von Extraktkaliee ist sehr wichtig, denn es
gibt viele Möglichkeiten, wie die fItichlIgen Substanzen wahrend der
Trocknung mit dem entwchenden Wasser verloren gehen können.
Durch umfangreiche Forschungsarbeiten und Verfahrensverbesse-
rungen ist es gelungen, den lbslichen Kaffeegeschmacklich ständig zu
verbessern.

Dazu werdendemKaffeeaufeinerderTrocknungvorangehendenVerar-
beltungsslufe Aromastoffeentzogen. Späterwerden sie im wteren Ver-
arbeltungsgang wieder hinzugefugt. Die Vorschriften sind streng: Die
marücklührung darf nur aus reinem Kaffee gewonnene Aromastoffe
enthalten.

Zahlreiche Verfahren sind bekannt, mit denen die Aromen entweder aus
dem Rösikaffee oder aus der Extrakiilüssigkeit gewonnen werden kbn-
nen. Das sogenannte ,,Aroma-Slripping” kann beispielswew durch
Dampfdestillationoderdurch Abtrennender beimKonzentrIeren entwei-
chenden Aromastoffe geschehen.

InderBundesrepublikDeutschlandwirdvielfachdasdemProdukleigene
Kaffeeöl zur Aromarückführung verwendet. Gerbsteter K$?e enthält
durchschnittlich zwischen 10 und 14% Kaffeebl. In dem 01 sind große
TeilederleichtflüchtigenAromastoffesawiederGeschmackskomponen-
ten enthalten. Gewannen wird das Kalieeöl durch Auspresse? des Röst-
gutesaderdesExtrakttonsrückstandes. Dassagewon”eneOl.gegebe-
nenfallszusätzlich angereichert mit den durch Destillation gewonnenen
Aromen, wird dann vor der Verpackung auf das fertige lösliche Produkt
gesprüht.

Bei den schonenden Verfahren de ““11’“‘““‘1LC’1L11C,Y,,~


nung ist die Aromaerhaltung von Natur aus hervorragend.

Vom löslichen Kaffee muß genau wie vom Röstkaflee Luftsauerstoffund


Schutz bvr Feuchtigkeit ferngehalten werden. Beides läßt das Produkt altern. Ver-
Feuchtigkit packungenmüssenvordieseoEinllüssenschüt~en.Siesollenaberauch
und3wersfoff den Handhabungsvorstellungen von Anbietern sowie Verbrauchern ge-
nügen. Gleichzeitig stellen sie ein Vermarktungsinstrument dar.

DerfürdenEndverbraucherbestimmteiöslicheKaffeewirdauf leistungs-
fähigen Verpackungsstraßen üblicherweise in Gläsern mit Schraubver-
schlUssenabgepackt. Für den Automatenbetrieb wird das Produkt auch
in Beuteln abgefbllt. KIelne Tuben sow Portionspackungen erg5nzen
die Angebotspalette.

Der Verpackungsvorgang läuft folgendermaßen ab: Die dosierte Menge


löslicher Kaltee wird in die gut gereinigten Gläsergefbllt. Dann wird der
GlasrandmitLeimbestrichenunde~nmitSchulzfolieausgesiatteterDek-
kelaufgeschraubt. Hierbeierfolgleineweitestgehend wasserdampf- und
gasdichteVerklebungderSchutzmembranmitdemGlasmündungsrand.
NachfolgendwirddieEtiketiierungvorgenommen.Anschließendwerden
die Gläser auf einen Kartonboden gesetzt, zu kleinen Einheiten zusam-
mengefaßt und im SchrumpHunnel von einer Kunststoffolie fest um-
schlossen. Diese Einheiten werden dannauf Palettengestapelt. So kdn-
nen sie mitdem LKWzu denZwischenlagernoderVerkaulsstetten trans-
portiert werden.

AufdteMöglichkeit,demfertigenIdslichenKaffeevorderVerpackungdie
Aromastoffe wieder hinzuzufügen, wurde bereits eingegangen. Sie ge-
ben dem Extraktkaffeedie erwünschte Duftnote und tragen bei einigen
Verfahrensvarianten auch zur Verbesserung des Geschmacks bei. Bei
den Produkten, bei denendasKaffeearomawiederzurbckgeiuhrtwurde.
wirdvw4fachSchutzgas(Kohlend~oxid,Slickstoff) beiderAbpackungzur
Qual~t.3tsbewahrung eingesetzt.

In gut geschlossenen Packungen hat löslicher Kaffee eine ausgezeich-


neteHaltbarke~t.E~ngeöffnetesGlassolItevomKonsumentenaberzügig
innerhalb weniger Wochen aulgebrauchtwerden.

4.3.Sortenvielfalj
Ldslicher Kaflee wird in vielen Varianten angeboten. So gtbt es aromati-
sche Spitzenkaffees, kräftige Mokkas, mild-behandelte oder entkolfei-
nie& Kaflees sowie zahlreiche Spezialitäten.

Alle Sorten ermbglichen den individuellen Kaffeegenuß praktisch fül


jeden und rund um die Uhr.

4.4.Produktneuh&~
Neue und innovative Produkte, die sich sowohl an die Liebhaber von
Kalleespezialitälen als auch an die Konsumenten der jüngeren Genera-
tlonrichten, beleben den ldslichen Kaffeemarkt in der Bundesrepublik
Deutschland. Begonnen wurde mit der Einftihrung der Spez~alitaten
Mitteder80erJahre. Heute können Deutschlands Kalleetrinkergarn~cht
genug bekommen von so interessanten Produkten wie Idslicher
Espresso, Cappuccino, Eiskaffee. Kalle-Spezialitäten mit besonderen
Geschmacksrichtungen und Cafe au lait.

Sokonntesich IöslicherEspressoalsGetränknachdenMahlzeitensehr
schnell einen festen Platz in der Gunst der Verbraucher erobern. Ohne
aufwendige Maschine und langwieriges Handling läßt sich der kleine,
heiße, starke, schwarze Kaffee nach dem Essen mühelos servieren.
Sehr erfolgreich ist die Kaffeespezialität ,,Cappuccino”, deren Basis
ebenfalls löslicher Kaffee ist. Die Tasse Cappuccino, ursprünglich uus
Italien stammend und ausEspresso und geschäumter Milch bestehend,
ist mit dem neuen Produkt ganz einfach zuzuberetten. Es wird eine Per-
tion in die Tasse gefüllt, mit heißem Wasser aufgegossen, und fertig ist
der leckere Cappuccino mitseinercharakteristischen Schaumkrone.

Kaffeetrinken kann heute aberauch übererfrischende Kaltgetränke ent-


Eiskaffee deckt werden. Eine Eiskaffee-Spezialität, die mit gekühlter Milch aufge-
gossen wird oder aber als Fertiggetrank im Handel zu erwerben ist,
kommt bei Zungen Verbrauchern sehr gut an.

Selbst die Genießer von türkischem Mokka können durch ein lösliches
Türkischer Produkt zufriedengestellt werden. Diese neue Spezialität besteht aus
Mokka IöslichemKaffeeundteinemgemahlenen Rdstkaffee.Mitheißem Wasser
aufgegossen erhalt der Verbraucher ein GeIrank, das daher den typi-
schen Kafleesatzenthält,derden türkischen Mokka auszeichnet.

SpezMäten Ausgesprochenpositiv habendie KonsumentenauchdieKaffeespeziali-


mitbesonderem täten mit besonderen Geschmacksrichtunaen auiaenommen. Kaffees
Geschmack mit Amarelto-, Vanille-, Irish Cream- oder Häseinullgeschmack, um nur
einige zu nennen, bieten Geschmackserlebnisse, die immer mehr aus-
probieren wollen.Auch hierüberzeugt wiederdie IelchteZubereitung.

Der Phantasiesind kaumGrenzen gesetzt, mitwelchen weiteren Produk-


ten die Anbieter von löslichem Kaffeein Zukunft den Markt überraschen
werden.

4.5.Distribution
InderBundesrepublikDeutschlandwirddergrößteTeildesIöslichenKaf-
fees in den Haushalten getrunken. Sch2tzungen beziffern den Außer-
Haus-Verbrauch auf rund 15%.

Absatz DerVerkaufanden Endverbraucherläuft inersterlinie überden Lebens-


über mitteleinzelhandel. Am liebsten kaufen die Verbraucher ihren löslichen
Lebensmittel KaffeebeimDiscounterader~mVerbrauchermarkl.Zwischen70undBO%
einzelhandel des Absatzes an den Endverbraucherläuft in den alten und neuen Bun-
desländern überdiese Einkaufsstätten.

ImNichlhaushaltsbereichverteiltsichderExtraktkaffeeaufGroßverbrau-
cherundAuiomatenbetreiber.GewisseMengenfließenindieindustrielle
Verarbeitung.

^.
5. Vorteile in der Zubereitung
Löslicher Kaffee bietet den schnellen und individuellen KaffeegenuR.Er Schneller;
istjederzeitverfügbar,vielfäliig inseinen%rtenundunübertroffeninden einfachec
Convenience-Eigenschaften. bequeme!

Heißes Wasser-es sollte nicht sprudelnd kochen -, ein Löffel löslicher


Kaffee und schon läßt sich überall und jederzeit eine Tasse heißes Kaf-
feegetränkzubereiten.ImDurchschnittliegtdieDosierungfüreineTasse
von 150 Millilitern bei 1,8 Gramm löslichem Kaffee.Je nachdem,ob man
ein etwas stz?keres oder ein etwas schwächeres Getränk aufgießen
möchte, läßt sich diese Menge individuell variieren.
6. DieZusammenaetzuna von löslichem Kaffee
Ein Kaffeegetränk, hergestellt aus löslichem Kaffee. weist qualitativ die
gleicheZusammensetzungwiee,n Rdsikaffee-Aulgußauf.Dergeringfti-
gigerhöhteGehallvon KohlenhydrateninderTasselOslIchen Kaffeesist
anzweierlei HinsichtvorteIlhaft: Zum einen wird dadurch die Aromabin-
dung verbessert und zum anderen erhbht sich die Vertr@chkeit.

Alle guten Eigenschatten des Kaffees sind auch beim löslichen Produkt
LöslicherKaffee vorhanden: Die wesentlichen aromabestimmenden Bestandteile des
mrfallen guten Röstkafleessind in Ihm enthalten. ebenso Koffein und andere physiolo.
Eigenschaffen gisch wichtige Mineralstoffe. Spurenelemente und Vitamine. Eisen,
&?s Kaffees Kalium,Magnesium,Mangan,N~acinundwe~tereSubstanzenwerdenpro
Tasse löslichem Kaffee automatisch mitgeliefert.

Laut Professor Heyden, einem berühmten US-Wissenschaftler, besieht


in der physiologischen Wirkung auf den menschlichen Organismus zwi-
schen einem Getränk aus löslichem Kaffee und einem aus Rdstkaffee
kein Unterschied.

Verzichteiman auiMilchundZucker,soistldslicherKaffeepraktisch kalo-


rienfrei.

KoffeinhaltigerIöslicherKaffeeentfaltetdiegleichen muntermachenden
und anregenden Wirkungen wie das Röstkaffeegetränk. Die zentralerre-
gendeWirkungdesKoffeinsistausrahllosen wissenschaftlichen Unter-
suchungen bekannt.SofördertdieseSubstanzdieKreaiivitat,die Wahr-
nehmungsfähigkeit,dasAssoziaiionsvermdgenunddieBewegungsakti-
vität. Man ftihll wh nach dem Genuß einer Tasse Kaffee besonders fit
Der Verdauung tut sie dartiber hinaus auch noch gut.

Fbrempfindliche Personen gibt es den entkoffeinwten sowie den mild-


behandelten löslichen Kaffwdem durch besondereVerfahren viele so-
genannte Röstreizstoffe entzogen worden sind.
7. Literaturverzeichnis
AFCASOLE, Paris
Vereinigung der Herstellervon löslichem Kaffee der Europaischen
Gemeinschaft
VerschIedene Informationen und Statistiken

Bundesverband der Herstellervon Löslichem


Kaffeee.V.. Hamburg
Presseinformationen

Der Kaffee vom Kaffeebaum in die Tasse


Herausgeber: Nestle
Frankfurt 1977

EO. Licht, Ratzeburg


International Coffee Report
VerschIedene Ausgaben

Garloff H., Lange H., Viani Fl.


Kaffee
Lebensmitteltechnologie (Hrsg. R. Heiss)
3. Auflage 1990

Gnauck. Dieter
Löslicher Kaffee
Erläuterungen zur Kaffeeverordnung mit Einführung
in das EG-Lebensmittelrecht
Hamburg 1990

Kaffee-Bericht 1992
Deutscher Kaffee-Verband e.V., Hamburg

Kaffee-Digesl 1
Daten und Hintergründe
Welt, Europa und
Bundesrepublik Deutschland
Deutscher Kaffee-Verband e.V.
5. wanderte Auflage 1992

Kaffee-Digesi 3
Der Außer-Haus-Verbrauch
von Kaffee
Deutscher Kaffee-Verband e.V.
1. Auflage 1992
Kaffe-Text4193 u.a.
Deutscher Kaffee-Verband e.V.

Kaffee-Text 2190
Kaffee-Produkt der Entwicklungsländer,
Welthandelsgut und Genußmittel
Deutscher Kaffee-Verband e.V.

Kaffeegenuß -Individuell um
Bundesverbandder Herstelle
Ldslichem Kaffeee.V.

Löslicher Kailee
Herstellung eines Produktes unter Auswertung
neuester Forschungsergebnisse auf dem
Gebiet der Lebensmittelchemie und -technologie
Bundesverbandder Herstellervon
Löslichem Kaffee e.V.

Maier, Hans Gerhard


KaIlee
BerliniHamburg 1981

Nestle
Presseinformationen

Nestle
Verbraucherintormationen

Nestle
Wachstum mit neuen Produkten

Rothfos,Bernhard
Kaflee - Der Verbrauch
Hamburg 1984
Kaffee-Digest 2
LöslIcher Kaffee
2. Auflage ,994

TextundGestaltunp
H.-G. Müller-Henoiges
Christiane Lichtenberg