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Waffen nach den katalanischen

Chroniken des XIII. Jahrhunderts.


Die folgenden Ausführungen bezwecken eine genaue Fest­
stellung der katalanischen Waffenterminologie des 13. Jahr­
hunderts aufgrund der großen Chroniken dieser Zeit sowie der
sonstigen katalanischen Literaturdenkmäler des Jahrhunderts,
die Material hierfür bieten1). Daneben läßt sich auch, be­
sonders aus den anschaulich-realistischen Schilderungen der
Chroniken, deren Verfasser mit dem Waffenhandwerk ja
bestens vertraut waren, auch eine Reihe von sachkundlichen
Ergebnissen gewinnen, die eine nicht unwesentliche Be­
reicherung unserer Kenntnis der Waffen der Pyrenäenhalb­
insel und des Mittelalters überhaupt bedeuten2). Die Waffen
der Nichtkatalanen wurden mitberücksichtigt. Die zeitliche
Grenze ist insofern nicht genau innegehalten worden, als die
Chronik Muntaners ganz in Betracht gezogen wurde, so daß
hier auch das erste Viertel des 14. Jahrhunderts mit einbe­
zogen ist. Zum Vergleich konnten die aus spanischen und
portugiesischen Texten des 13. Jahrhunderts gewonnenen
sachlichen und sprachlichen Feststellungen verwertet werden3).

I. Angriffswaffen.
Llança (lança) bezeichnet den schweren Reiterspeer,
der als Stoßwaffe verwendet wird4). Es gab aber auch eine
llança als Waffe der Fußsoldaten, die in den katalanischen
Texten in Gegensatz zu den spanischen recht häufig erwähnt
wird5), sie findet sich u. a. bei Schiffsbesatzungen6) und bei
den almugauers'1) genannten, leicht bewaffneten Söldner­
truppen der Katalanen8). Diese llança der Fußtruppen, die
offenbar leichter und kürzer war und einen geringeren Durch­
messer besaß als der Reiterspeer, war in vielen Fällen, wie
die verbale Terminologie zeigt, ein Wurfspeer9). Daneben
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 141

läßt Hielt jedoch uuolt diiH Vorhandensein einer kürzeren, abor


schweren Stoßwaffe gleicher Bezeichnung nachweisen10). Das
italienische Fußvolk und die Mauren führten relativ lange
Speere11). Die Bezeichnung llança würde somit einen Sammel­
begriff für ,Stangenwaffen‘ durstellon und drei Waffen um­
fassen: 1. den schweren Reiterspeer, 2. einen schweren Stoß-
speer der Fußtruppen und 3. einen leichteren Wurfspieß der
Fußleute.
Der Speer besteht aus dem Schaft (asta)12), dessen unteres
Ende mit aristol13) bezeichnet wird, und dem Speereisen
(ferre)14). Ein Lanzenfähnchen am Reiterspeer wird nicht
erwähnt15), war aber wohl vorhanden. Als Material des
Schaftes wird Eschenholz (frexa)12) angegeben.
Handhabung: ,Einen Speer ergreifen“17) ist pendre12) oder
apunyar12). Für das Tragen des Reiterspeeres (portar23),
leuar la lança en la ma21), vgl. la (sa) lança en la (sa) ma22))
ist die senkrechte Ruhelage anzusetzen23). Als dem Speer­
stoß vorausgehende, vorbereitende Bewegung findet sich:
metre se la llança d’avant24), metre se la llança denant25), bezw.
ab la llança denant22), was sich auf das Neigen des Speeres
bezieht, d. h. auf das Bringen des Speeres aus der senkrechten
Ruhelage in die zum Stoß geeignete Lage27), und zwar ruht
der Speer dann auf dem Unterarm und in der Hand: lança
sobre ma22), llança a sobre ma22), wobei er fest an die Seite an­
gepreßt auf der Hüfte einen Halt findet (llances a les cuxes)30).
Die vorbereitende Bewegung wird auch durch dreçar (la
llança vers X.)31) ausgedrückt. Das Erteilen der Stöße
(colp32), lancea33), llançada34)) bezeichnen: ferir35), ferir colp32),
ferir tal (wobei colp zu ergänzen ist)37), donar colp32), donar tal
(ergänze colp)32), donar lancea42), donar llançada41), trametre42).
Allgemeiner ist der Ausdruck fer les juntes ab les llances43).
Die Wirkung44) des Speerstoßes bietet nichts von den Be­
richten spanischer oder französischer Texte Abweichendes:
der Speer trifft den Schild, dessen Mitte ein beliebtes Ziel
ist45), dringt durch die Rüstung in den Körper und kann zur
anderen Seite wieder herausschauen46). Der Zweck des
Stoßes war insbesondere, den Gegner aus dem Sattel zu werfen
142 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIH. Jahrhunderts

(derrocar)12). ,Den Speer aus dem verletzten oder toten


Gegner herausziehen“ ist arancar15), traure 49) oder tirar50).
Halten Schild oder Rüstung dem Anprall stand, so kann der
Speerschaft zersplittern (rompre51), trencar52), trocejar53),
anar per peces51)) oder aber er bleibt heil (romandre sancera)55).
Das Verfehlen des Gegners beim Stoß bezeichnet errar55).
Von Kampfspielen ist die taula redona52) allgemein
üblich. Es ist dies ein ursprünglich französisches Kampf­
spiel, das im übrigen Spanien nicht oder nur wenig geübt
wurde58). Kat. torneig (torneg)59) bedeutet wie sp. und ptg.
torneo50) kein Kampfspiel, sondern eine Kampfhandlung,
tornejament51) ist dagegen wie sp. torneamiento52) und ptg.
torneamento Kampfspiel.
Um Wurfspeere handelt es sich überall, wo nach dem
taulat53) geworfen wird: tirar al taulat51), tirar a taulat55), trer
al taulat55), trer a taulat52), lansar a taulat55). Die bei diesen
ritterlichen Spielen69) verwendeten Wurfspeere werden
M 384,4 als estils bezeichnet70).
Der dart21) war eine leichte Wurfwaffe, die von Fuß-
knechten, Almugavers72) und Schiffsbesatzungen73) geführt
wurde. Er bestand aus Eisen (ferre21), ferro25)) und Schaft,
dessen unteres Ende wie bei der llança: aristol25), hieß. Ver­
bale Ausdrücke: ,ergreifen“: pendre22); ,werfen“: gitar25),
trer29); ,fliegen“: wZar80); auf den Anprall beziehen sich:
ferir51), fer colps52).
Die escona (muntera)83) war dem dart nicht unähnlich84)
und wurde außer vom Fußvolk85) (wiedie azcona der spanischen
und auch portugiesischen Texte) auch von Reitern geführt86;.
Das Lanzeneisen heißt ferre52). Eine escona ,führen“ ist
tener en la ma55), aportar en la ma 89), oder es heißt einfach
escona en la ma90). Das Werfen wird durch trametre91) oder
gitar92) ausgedrückt, während donar colp93) sich auf den An­
prall des Spießes bezieht. Das Herausziehen aus dem ge­
troffenen Ausrüstungsstück wird durch tirar91) angegeben.
Die atzegaya (,Schefflin‘), ebenfalls ein Wurfspieß, findet
sich nur bei Mauren95).
Das Schwert, (e)spaa, (e)spasa95), das von Christen wie
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 143

Mauren verwendet wird, ist nächst dem Speer die wichtigste


Ritterwaffe und kommt zur Anwendung, wenn der Speer
(oder auch die Keule) im Kampf erledigt97), oder wenn im
Handgemenge der Speer nicht als
Waffe geeignet ist9S). Schwertkämpfe
zu Pferde werden in den katalani­
schen Texten ebensowenig vermieden
wie in den spanischen9 9). Fußtruppen
führen ebenfalls Schwerter100). Auch
Namen sind den Schwertern eigen;
so heißt das Schwert des Königs
Jaume I. Tisó101), analog dem Tizón
genannten Schwerte des Cid102).
Als Fabrikationsort katalanischer
Abb. 1. Katalanisches Schwert,
13. Jahrhundert.
Klingen spielt das Städtchen Mons ó
eine Rolle103).
Die Kreuz- oder Parierstange hieß croera104), der Knauf
wird wohl wie beim bordó pom geheißen haben105). Die
Klinge war zweischneidig106). Ob stets eine Schwertscheide
(bayna)10'1) vorhanden war, ist nicht sicher. Im allgemeinen
wird das Schwert umgegürtet (cenyir)108) am Schwertgurt
(cinta) 109) getragen, doch finden sich auch Ritter mit um den
Hals gehängtem Schwerte110).
Handhabung: ,Das Schwert ziehen“ ist trer (traure)111), ein
Ausdruck, der keineswegs das Vorhandensein der Scheide
voraussetzt; ,das Schwert aus der Scheide ziehen“: trer de la
bayna113), ,das Schwert einstecken“: tornar en la bayna113).
Portar11*) und levar115) sind allgemeine Ausdrücke, denen die
Bedeutung ,führen, (gewohnheitsmäßig) gebrauchen“ zu­
kommt. ,Ein Schwert in der Hand halten“ wird durch espasa
en la ma118) ausgedrückt. Brandir111) bedeutet ,das Schwert
schwingen, zücken“. Mehr als vorbereitende Bewegung zum
Hieb ist metre ma a la espasa118) aufzufassen. Die eigentliche
Kampfeshandluńg bezeichnen ferir110), donar130), donar
colp131), donar tal (ergänzte cól/p)122), donar espadades133), fer
colp13*), trametre un colp135). Das Schwert kann im Kampfe
zerbrechen126).
144 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

Das Verhältnis zwischen SchwerthiebfcoZp127),es?)ađad®128)


und Schwertstich (estochj12 9) entspricht den Ergebnissen der
spanischen Schwertterminologie. Danach ist das Schwert im
13. Jahrhundert vor allem Hiebschwert. In der zweiten
Hälfte des Jahrhunderts erscheinen dann Belege für den
Schwertstich, die anzeigen, daß die Entwicklung vom Hieb­
schwert zum Stoßschwert, mit dem aber immer noch ge­
schlagen werden kann, bereits eingesetzt hat und zum Teil
durchgeführt ist130). Gleichzeitig tritt dann der bordó
(s. unten), das Stoß- oder Bohrschwert auf, das zuerst in
Italien entwickelt wurde. Bei einem Genuesen wird eine
espada bordonenca131) erwähnt. — Der Schwerthieb wird
meist als Vertikalhieb (colp de llonch)133) von oben nach unten
geführt133), doch kommt auch der Querhieb (colp de travers)131)
vor135). Das Schlagen mit flacher Klinge wird durch donar
de pla133) ausgedrückt. Klirren mit den Schwertern (sonar)
diente als Signalzeichen13’).
Dor bordó 138) ist das Stoßsohwort (,BohrHohwort‘), ent­
sprechend sp. estoque (SpW S. 50 und 59), afrz. estoc, borde-
laíse139). Die katalanischen Belege fallen sämtlich in die Zeit
nach der Mitte des 13. Jahrhunderts, was mit der Ent­
wicklung vom Hiebschwert zum Stoßschwert im Einklang
steht. Die Katalanen scheinen das Stoßschwert zunächst bei
den Franzosen kennengelernt zu haben110). Der bordó besaß
eine Knauf (pom)111), wurde umgegürtet wie die espasa
(portar eint112), auch einfach aportar113)) und gelangte zur
Anwendung, wenn Speer, Keule und Hiebschwert erledigt
waren111), wurde also auch neben der espasa vom Ritter mit­
geführt. Ist der bordó,gezogen' (trer113); Scheide vorhanden ?),
so heißt es bordó en la ma118). Beim Anreiten zum Stich wird
der Knauf des bordó gegen die Brust gestemmt117). Das
Stoßen oder Stechen bezeichnen trametre118), /erír149), donar
colp130), (er estochs131). Der Stich, der nach dem oberen Teil
des Körpers des Gegners geführt wird152), heißt estoch133) oder
colp131). Die Waffe kann den Gegner derart durchdringen,
daß die Spitze zur anderen Seite wieder herausschaut155).
Das Messer (Dolch), coltell133) oder auch coltel de tall157),
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 145

findet sich als Mörderwaffe188) und ist häufig als Waffe der
Almugavers159). Besondere Eigenschaften des coltell cathala-
nesch166) sind uns unbekannt. Das Herausziehen des Messers
aus dem Gürtel 181) bezeichnet trauré162), das Ergreifen metre
ma al coutel163), das Stechen ferir161) oder donar tal166), den
Stich selbst pich'166). Der Dolch heißt auch punyal161). Bei
einem Matrosen, der sich Pferd und Ausrüstung in einer
Schlacht angeeignet hat, findet sich brotxa als Dolch oder
Pfriem (Verb: donar colps)166).
Die misericòrdia, der , Gnadegott', wird vom Ritter ver­
wendet, wenn die übrigen Waffen erledigt sind, oder wegen der
Nähe des Gegners nicht zur Anwendung kommen können.
Stoßen: fer colp169).
Die maça (massa)116) war ein Stroitkolben aus Kupfer '
(oder mit Kupferblech beschlagen?)171), der zur ritterlichen
Ausrüstung gehörte172) und nach Erledigung von Speer173)
oder Schwert174) gebraucht wurde. Das Ergreifen der maça
bozoiclinot melre ma a la maça176), ,halten1; lener la maça al
puny116) (vgl. maça al puny111) und maça en la ma176)),
,zuschlagen': ferir116), donar166), donar colp161), donar tal162).
Das Ziel des Keulenschlags (colp)162) war der Helm des
Gegners184). Bei starkem Widerstand kann auch die maça
in Stücke gehen (rompre)166).
Der Bogen (arch) findet sich nur bei.Türken188) und bei
den Verteidigern der Stadt Neapel187). Der Pfeil hieß flecha166)
Verben: ferir166), tirar (ab arch)161).
Die Katalanen machen sehr ausgiebigen Gebrauch von der
Armbrust (ballesta, balesta)166). Nach Muntaner sind die
katalanischen Armbrustschützen, die auch ihre eigenen
Waffenmeister waren und Handwerkszeug (arreu) in einem
Behälter (caxa) mit sich führten, die besten überhaupt189),
doch sagt derselbe Chronist, daß die Genuesen die Katalanen
in bezug auf die Schnelligkeit des Schießens übertrafen190).
Auch bei den Mauren erscheint die Armbrust als eine Haupt­
waffe191). Die Armbrustschützen (ballester, balester)192)
waren beritten193) oder zu Euß194). Neben der einfachen
Armbrust, deren Sehne mit der Hand oder einem S-förmigen
10
146 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

Krapen (croch)195) gespannt wurde, treten die Geißfuß­


armbrust (balesta de dos peus133) oder ballesta- de palanca13'1'))
und die Windenarmbrust (balesta de torn)133) auf.
Die Sehne des Bogens der Armbrust heißt corda133); unter
ancorda233) ist die Hilfssehne zu verstehen, die beim Aus­
wechseln der- Sehne den Bogen gespannt hält.
Das Geschoß der Armbrust wird mit sageta231), cayrell232)
oder passador233), zwischen denen kein wesentlicher Unter­
schied bestanden haben kann204), mit treta203), vira233) oder
matras232) bezeichnet. Die (eiserne) Spitze der sageta wird
punta233) genannt. Auch Brandpfeile wurden mit der Arm­
brust abgeschossen209).
Das Spannen der ballesta wird durch parar213) ausgedrückt,
das Auslösen der Sehne beim Abschießen des Pfeils durch
deserrar (la ballesta)211) oder desparar212), das Abschießen
selbst bezeichnet trer213) oder tirar214). Mehr an das Auf-
treffen des Pfeils auf den Gegner wird gedacht bei ferir213),
donar colp213), donar tal212). Zur Bezeichnung des Schusses
(bezw. der Schußweite) dienen tre(y)t213), treta213), ballesta-
da220). Das Auftreffen auf den Gegner bezeichnet colp221).
Die Verwundung durch den cayrell heißt cayrellada222).
Unter den Kriegsmaschinen (giny)223) spielen die
Wurfmaschinen (pedreres)221), die in den katalanischen
Chroniken häufig erwähnt werden, bei der Belagerung von
festen Orten eine hervorragende Rolle. Sie erhielten auch
(wie Glocken und Schiffe) Eigennamen225). An einzelnen
Wurfmaschinen lassen sich folgende feststellen:
1. Der feneuol223) tritt nur in der Chronik Jaumes I. auf,
was vielleicht den Schluß zuläßt, daß er in der zweiten Hälfte
des 13. Jahrhunderts durch andere Maschinen ersetzt wurde,
die eine größere Schußweite besaßen, wie dies etwa bei dem
trabuquet der Fall war227). Der feneuol war eine mit Stricken
(cordes)223) ausgestattete Maschine zum Schleudern von
Steinen (pedres)223), deren Aufgabe in der Beschädigung von
Befestigungsmauern und Türmen230) sowie in der Stillegung
feindlicher Maschinen, z. B. der brigola, bestand231). Er
wurde wie die anderen Maschinen bei Bedarf erbaut (parar232),
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 147

dressar233)) und dann, wenn nötig, an die feindliche Mauer


herangeschafft (leuar)234). Zur leichteren Fortbewegung
wurde die Maschine mit einem Schlitten (madÀç ,Kufe“) aus­
gestattet235). Das Schleudern wird durch fonejar233) oder
tirar231), das Auftreffen durch ferir233) ausgedrückt; der Wurf
heißt treyt233). Zum Schutz der Maschinen wurden vor ihnen
Hürden (cledes240); vgl. encledar241)) oder umfangreichere
Gerüste (mantels)242) aufgestellt. Der Gegner schützte sich
durch vor die Mauer gehängte, mit Erde gefüllte Körbe
(orons)243), die die Wucht des Anpralls der geschleuderten
Steine abschwächten, und versuchte seinerseits den feneuol in
Brand zu stecken244).
2. Der ,Tribock“, trebuch (trabuch)243), hatte, wie wir ge-.
sehen haben, eine größere Schußweite als der feneuol. Das
Auftreten des trebuch fällt erst in die zweite Hälfte des 13.
Jahrhunderts. ,Aufstellen“: dreçar,246), endreçar247) oder
arborar243); ,schleudern“: tirar243), trer230) oder trabucar231);
,auftreffen“: ferir232). Geschoß: pedres253). Der trebuch diente
ebenfalls zum Zerstören von Mauern254) sowie zum Bekämpfen
der Maschinen des Gegners255).
3. Der trabuquet (trebuquet)233), offenbar ein kleiner ,Tri­
bock“257), ist bereits für die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts
belegt. ,Aufstellen“: parar233), dreçar233), /ar260);,schleudern“:
tirar231); ,drehen“ (in eine andere Richtung): girar232). Ge­
schoß: pedres233). Wie beim feneuol kommt der mantell als
Schutzgerät in Anwendung264).
4. Der manganéll233). , Auf stellen“: endreçar233). — Bei
Christen wird auch ein manganel turques erwähnt267).
5. Der almajanech233) war eine Steinschleuder (beachte:
la fonda del almajanech)233), die dem feneuol ähnlich war270).
,Heranschaffen“: leuar211); .schleudern“: tirar212), gitar213).
6. Die algarrada (alcarrada)214) findet sich ausschließlich
bei Mauren275). Unter pertxa213) ist wohl der Schwingbaum
der Wurfmaschine zu verstehen. ,Aufstellen“: dreçar211);
,schleudern“ tirar213); .auftreffen“: ferir213), donar (en)230);
,Aufschlag“: colp. 281) Geschoß: pera232).
7. Die brigola (bricola)233) besaß einen Schwingbaum
10*
148 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

(pertxa)iM), an dessen einem Ende an einem Seil (corđa)285)


die Schleuder (fona) hing2 86). Die Achse, um die der Schwing­
baum beweglich war, ruhte in zwei Backen (guauta), die von
Stangen (pertxa) getragen wurden287). Die caxa288) war

Abb. 2. Brigola (Kekonstruktionsversnch).

anscheinend ein am anderen Ende des Schwingbaums (am


kürzeren Hebelarm) befestigtes Gegengewicht289) in Form
einer mit Steinen gefüllten Kiste. (Siehe den Rokonstruk-
tionsversuch Abb. 2.)290) ,Erbauen*: bastir™1); ,aufstellen':
parartw); .Huhloutlern': tirar™1').
8. Die bigola (Geschoß: pedra)291).
Steine (pedra, pera, peyra) wurden auch vielfach mit freier
Hand geworfen295) und Steinblöcke (cantat, cantera) auf die
Gegner herabgestürzt.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 149

Als Rammgerät der Belagerer wird die ,Katze' (gata) und


zwar bei Franzosen erwähnt. Die Maschine war zum Schutz
gegen Feuer mit Häuten bedeckt. Die Belagerten bemühten
sich die Maschine in Brand zu stecken288). Ein weiterer
Mauerbrecher war der pich292).

Abb. 3. Verankerung der Eisenträger bei Herrichtung einer Fahrbahn fiir


den castell de fast über den Grabenrand hinaus.

An Eskaladiermaschinen (artificis)299) lassen sich fest­


stellen :
1. Der castell de fust299), aus Holz (fusta) gebaut300), besaß
in seinem unteren Teile mehrere Deckung gewährende Nischen
(uases; Bretterverschläge?) für die Soldaten, denen das Auf-
füllen von Gräben usw. beim Heranschaffen der Maschine an
die feindliche Festungsmauer oblag301), sowie mehrere Stock­
werke horizontaler Bretterschichten (solers), die mit Arm­
brustschützen und Schleuderern bemannt wurden302). Zum
Schutz war der castell mit Hürden (ćladises) u. ä. bedeckt303).
Die Maschine wurde durch Ziehen (tirar)9M) an Stricken
(cordes) an die Mauer herangeschafft (acostar)999). Dieses
Heranschaffen wird J 207,G näher geschildert300). Ich glaube
die Stelle folgendermaßen interpretieren zu dürfen: zwei
Anker (ancores) werden unter dem Schutze einer Deckung
(mantell de cledes) in der Nähe dos Grabonrandos vor der
Mauer mit den Ankerflügeln (ferres de les ancores) in den Erd­
boden eingelassen und mit Keilen oder Pfählen (maces)
gesichert. Jeweils wird dann durch den Ankerring (rodeta)
eine lange eiserne Stange geschoben (estaques grans de ferres),
so daß sie möglichst weit über den Graben reicht, und durch
150 Wiiflon nach đon katulniłl.Hchun Chroniken <loo NHI. Jahrhunderts

Holzpfähle (maces de fust) festgekeilt. Auf diesen Stangen


werden dann Schwellen (cales)307) festgebunden, über die der
(mit Rädern versehene) castell gezogen wird, (Vgl. die in
Abb. 3 skizzierte Rekonstruktion)308).
2. Der cadafal war dem-castell ähnlich309).
3. Mit escalà310) wird jedes leiterartige Gerät zum Ersteigen
der Mauern bezeichnet. Neben umfangreicheren Maschinen311)
und wendeltreppenartig aufsteigenden Leiterwerken mit einem
Balken (post) als Achse312) gehören dazu Strickleitern
(escala de corda) mit Haken (rampagol) zum Befestigen der
Leiter am Mauerrand313). Unter escalera31i) ist wohl eine
einfache Leiter zu verstehen.
4. Mit der escala zusammen wird die grua (,Kranich1,
Kran) als Eskaladiergerät erwähnt315).
Als Brücken wurden anscheinend almatrach und trauessar
verwendet316).
Die Belagerer suchten Deckung hinter Hürden (cledes)317)
oder hinter den größeren mantels313), die aus Hürden gebaut
wurden318) und besonders der Bedienungsmannschaft der
Maschinen Schutz bieten sollten.
Die Belagerten wehrten die Belagerungsmaschinen ab,
indem sie ihre eigenen Wurfmaschinen in Tätigkeit setzten,
mit Armbrüsten schossen, Steinblöcke auf den Gegner herab­
schleuderten320), oder Eeuer (foch), Pech (pega), siedenden
Teer (alquitfá fus)331), ungelöschten Kalk (calç viva)333),
Aas (fems podrits)333). Gegen die auf Sturmleitern herauf­
klimmenden Gegner fand auch eine Maschine Anwendung, die
llebrera33i) (,Hasenhund‘), die aus einem mit Steinen be­
schwerten Balken (biga) bestand, an dessen beiden Enden je
ein Mühlstein (mola de pedra, de mola redonda) saß. Das
Gerät wurde von der Mauer auf die Gegner herabgerollt.
Die Maschinen der Angreifer suchte man in Brand zu
stecken325).
An Pioniergeräten sind zu erwähnen: Hauen (exades333)
und piche333)), Mistgabeln (palafangues)333), Beile (des­
trals)3139), Hippen (days)330) und Bohrer zum Anbohren von
Schiffen (barobí)331).
WaH'en nach (Ion kntnluulHchcn Chroniken dun X1H. Jahrhundert« 151

II. Verteidigungswaffen.
An Schilden finden sich (e)scut, paués332) und darga
(adarga). Der escuí333) wird von Christen (Rittern und Fuß­
volk) wie auch von Heiden334) geführt, während die darga335),
die der in spanischen Texten erwähnten adaraga entspricht,
sich fast ausschließlich bei Mauren findet336). Die Almugavers
führten keinerlei Schild337). Die Mitte des escut war ein
beliebtes Ziel für den Speerstoß338), doch findet sich in den
untersuchten Texten keine dem sp. bloca, broca usw. ent­
sprechende Bezeichnung für den Schildbuckel339). Der escut
war mit dem Wappenzeichen (senyal) des Ritters ge­
schmückt340). Durch Übertragung kommt dann auch das
Wort escut zu der Bedeutung Wappen341). Wenn der Ritter
in den Kampf geht, ergreift er den escut (pendre)3i2) und
hängt ihn um den Hals (vermittels eines Riemens): posar se
lescut al coyll3i3). Auch die darga wird von den Mauren am
Halse hängend getragen344). Zum Kampf wird der Schild
mit dem (linken) Arm ergriffen (abraçar)345). Das Bringen
in die Verteidigungsstellung bezeichnet metre se l’escut
dauant3i0), bezw. metre se l’escut denant3il). ,Die Schilde zer­
schlagen“ ist trencar los escuts3i0). Der Ausdruck a escut e a
llança3i9) bedeutet ,im offenen Kampfe“.
Die Rüstung des Mannes im allgemeinen heißt wie im
Spanischen armadura350), doch wird auch im Katalanischen
der Unterschied zwischen arma (Waffe im allgemeinen,
speziell Angriffswaffe)351) und armadura nicht streng durch­
geführt und der Oberbegriff arma(s) steht auch für
jRüstung“382). Auch guarniment353) bezeichnet die Rüstung
des Mannes364), wird aber auch begrifflich weiter gefaßt und
bedeutet dann Ausrüstung jeglicher Art366). Die letztere Be­
deutung kommt auch dem Worte arnés350) zu. Das Anlegen
der Rüstung bezeichnet «m«r357) oder guarnir (se)350), — der
Ritter ist dann cubert de ferre (de cos)359) — das Abnehmen der
Rüstung desarmar300) oder desguarnir301). An einzelnen
Rüstungsstücken lassen sich feststellen:
1. Der Haubert: ausberch (asberch, alberch, esberch)302), aus
152 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

Eisen363), war offenbar der gleiche arabisch-maurische


Maschenwerkpanzer wie im übrigen Spanien364). Neben
ausberch findet sich die dem Spanischen und Portugiesischen
entsprechende Bezeichnung lloriga365) nur einmal. Der
Haubert besaß Schöße (faldes)366'), da er geschlitzt sein
mußte, um das Reiten zu gestatten. Der obere Teil des
Haubert, der über den Kopf gezogen wurde und unter dem
Helm saß, das Hersenier, heißt capmall36r). Das -mall in
capmall weist auf die ineinander geflochtenen Ringe hin,
aus denen das Hersenier wie der Haubert bestand368). Unter
ventalla ist ein breiter Panzerstreifen zu verstehen, der am
Hersenier hing und so festgebunden werden konnte, daß
er den unteren Teil des Gesichts schützte369).
2. Die almexia, nur von Mauren getragen370), besaß Ärmel
(manega)371) und wird ausdrücklich als Rüstungsstück ge­
kennzeichnet372). ,Anziehen1: vestir373), ,ausziehen1: des-
puylar37i).
3. Mit cuyraces 37S) (stets Plural) wird der an die Stelle des
Haubert tretende Brustharnisch ausRinggefłecht oder Stoff376)
bezeichnet, der den Belegen gemäß in der zweiten Hälfte des
13. Jahrhunderts auftritt. -
4. Der gonió oder gonió de cor.s377) war wohl ein Panzerhemd.
,Anziehen': uesíir378) (armat dej379).
, 5. Der camisol336) mag ein Panzerhemd gewesen sein ähnlich
dem spanischen camisote (s. SpW S. 108).
6. Der casot war das einzigste Kleidungs- oder Rüstungs­
stück der Almugavers, das den Oberkörper bedeckte381).
M 158,32 wird der linnene casot über espalleres und camisol,
aber unter der gramalla getragen382).
7. Die espatlleres333) schützten die Schultern wie die spani­
schen fojas (SpW S. 108). Sie wurden auch aus weichen
Stoffen hergestellt384).
8. Die gorgera336) ist der Teil des Panzers, der den Hals
schützt.
9. Der buch336) ist eine den Leib schützende Platte, die dem
Belege gemäß im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts vor­
handen ist.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 153

10. cota ,Waffenrock'387).


11. Der perpunt388) wurde von Christen und Mauren ge­
tragen (uestir383), armat de390), armat ab331)), war mit dem
Wappenzeichen (senyal) des Ritters geschmückt392) und
aus weichen Stoffen hergestellt393). Er wurde (durch Rie­
men?) geschnürt394) und besaß keine Ärmel395). Dieses
Rüstungsstück wurde über dem Haubert oder dem gonió
getragen, die er seinerseits wieder gegen Witterungsschäden
und Beschädigungen schützte, aber auch unter dem gonió338).
Der perpunt scheint auch vielfach ohne Haubert getragen
worden zu sein397).
Die gramalla338) war ein Übergewand399), Untergewänder
waren die unter dem perpunt getragene gonela800) und der aus
weichem Stoff hergestellte, unter dem gonió getragene
guardacors801).
Der Leibgurt heißt cinta103) (bei Reitern und Fußvolk) und
cintura803) (bei Fußvolk). Eiserne Handschuhe (guant
d’acer808), wohl aus Leder mit aufgenähten Eisenplättchen)
waren gegen Ende des 13. Jahrhunderts bekannt.
Beinbekleidung: Im spanischen Cidgedicht (12. Jahr­
hundert) tragen die Katalanen calças, während die Kastilier
huesas sobre calças tragen (SpW S. 109). In unseren Texten
finden sich bei den Katalanen calces de ferre808), die Bein und
Fuß bedecken wie afrz. chausses808) und wie diese aus Eisen­
ringgeflecht zu denken sind, während die Almugavers calses
de cuyr(o)801) tragen, die aber nur die Beine bedecken, wie
dies auch bei den (ledernen?) gamberes808) der Fall war. An
den Füßen haben die Almugavers avarques803) aus Leder.
Statt calses de cuyr findet sich M 105,11 der Ausdruck anti-
pares810). — Auch die sp. huesas811), kat. osses (hoses) genann­
ten hohen Stiefel waren den katalanischen Rittern im 13.
Jahrhundert nicht mehr fremd412).
An Helmtypen finden sich:
1. Der eZw.413) Besonders hervorgehoben wird ein Helm aus
Zaragoza bei einem Mauren414). Die Stirnseite des elm
heißt cara818). Der elm war offenbar durch Riemen am cap­
mall festgebunden. Beim Abnehmen des Helmes, oder wenn
154 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

man dem Gegner den Kopf abschlagen will, muß man zunächst
diese Riemen lösen (deslassar)t16). ,Aufhaben, tragen' ist
portar411), aportar al cap418), oder man sagt elm en son cap413),
son elm en la testa420).
2. Der capell, meist capell de ferre genannt421) und dann aus
Eisen, wurde auch aus anderem Material hergestellt. Bei
einem Almugaver findet sich ein capell de cuyr422), andere
capells waren aus Linnen oder anderem Gespinst423). Verbale
Ausdrücke: ,nehmen': pendre424), ,aufsetzen': uestir428); Rest­
binden': laçar428); ,abnehmen': desarmar427). — Der capell
jubat (aus eisernem Ringgeflecht ?), der anscheinend auch den
Hals schützte, wurde von katalanischen und aragonesischen
Rittern unter dem capéll de ferre getragen, er scheint daher
dem capmall ähnlich, aber nicht wie dieser mit dem Panzer
fest verbunden gewesen zu sein (der Beleg gehört bereits ins
14. Jahrhundert)428).
3. Die capélina wurde wie elm und capell festgebunden429).
4. Dio cervellera430), eine Bisonkiyppo.
5. Die barbuda431), wohl ein Helm, bei dem der Nasenschutz
über das ganze Gesicht hin verbreitert ist (mit Löchern für die
Augen)432).
6. Auf den Typ der ,Topfhelme' weist die bei dieser Helm­
art unter dem Helm, aber über dem Hersenier getragene
,Beckenhaube', öacineí433). Der capir6, der D 650 1, 19434)
über dem bacinet getragen wird, ist eine Mütze oder Haube,
die in dem vorliegenden Sonderfall einer heimlichen Reise zur
Unkenntlichmachung des bacinet als ritterlichem Rüstungs­
stück dient.
Über Reitzeug und Pferderüstung erfahren wir folgen­
des: Der Sattel wird beim Pferd des Ritters (ćavall) wie beim
Damenpferd (palafré)438) mit sélla bezeichnet436). Der Pack­
sattel heißt sélla de trossa431). Das Satteln wird durch
enséllar438) oder llevar les selles als cavalls433) ausgedrückt.
Bnsellarnent440) ist das gesamte Sattelzeug im Gegensatz zu
arnés441), das die Ausstattung und Ausrüstung des Pferdes
überhaupt, das ganze ,Reitzeug' bedeutet. ,Sich in den
Sattel schwingen', ist pujar en sélla442) oder muntar443). Der
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 155

Sattelbogen heißt arçó, der vordere wird mit arçó de la sella


denantiif) bezeichnet. Über den Pferderücken wurden Decken
(cubertes)445) gelegt, die häufig mit Wappenzeichen (senyalsii6),
sóbre-senyalsii1')) geziert waren. Neben cubertes werden trepes

Abb. 4. Katalanischer Sattel, 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

erwähnt44"), die wohl auch ala Decken nnzuHohon wind. An


dem Brustriemen (pitral)iiV) hingen oft Glöckchen(campa-
nelles)*50). Eine am Sattel befestigte Kette (cadena) ermöglicht
einem französischen Ritter eine derartige Befestigung, daß er
beim Anprall des Speeres nicht aus dem Sattel geworfen
wird451). Der Steigbügel heißt esirep452).
Das Gebißstück wird durch fre bezeichnet453), die Hebel-
stangeń am Gebißstück durch braç del freKi), die Zügel durch les
regnes (oder la regna)155). Für den Kampf empfiehlt R. Muntaner
zwei Paar Zügel, ein Paar gewöhnliche aus Leder und ein Paar
eiserne (Kette), mit Leder überzogen, damit die Zügel nicht
so leicht mit dem Schwert durchhauen werden können456).
Über die Art der Sättel457) und der Zäumung finden sich
keine näheren Angaben. Nur soviel ist sicher, daß ein cavall
alforrat a la genetiai5í), d. h. Genettensättęl und Genetten-
zäumung459), auf die auch die Bezeichnung der maurischen
Reiter als genets*60} hinweist, bereits in den sechziger Jahren
des 13. Jahrhunderts von den Katalanen verwendet wurden.
Die Pferderüstung findet sich in den katalanischen Texten
wie in den spanischen des 13. Jahrhunderts und wird durch
156 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

guarniments bezeichnet461), oder es heißt etwa cubert ăe ferre


de cos e de cavall™2). Das Stirnstück der Pferderüstung
(,Roßstim‘) wird fester®463) genannt.
Die Sporen heißen (e)speronsiM), ,das Pferd mit den Sporen
antreiben“ ist esporonar™5), auch brocar™6) oder punyir (dels
(e)sperons)™r).

Hamburg. Wilhelm Gièse.

Anmerkungen
4) B = Ramon Lull, Libre de Blanquema. Palma de Mallorca
1914.
D = Bernat Desclot, Crònica del rey en Pere e dels seus
antecessors passats (in Chroniques étrangères relatives aux
expéditions françaises pendant le XHIe siècle, publ. par
J. A. C. Buchon. Paris 1840, S. 565ff.).
F = Ramon Lull, Felix, De les maravelles del man, hrg. v.
J. Roselló, I. Palma de Mallorca 1903.
J = Libre dels feyts esdeuenguts en la uida del molt alt senyor
Rey, En Jaume lo Conqueridor. (Biblioteca catalana.)
Barcelona 1877.
M = Ramon Muntaner, Chronik, hrg. v. K. Lanz. (Biblio­
thek des Literarischen Vereins VIII.) Stuttgart 1844.
OC = Ramon Lull, Libre del Orde de Cavalleria (in R. Lull,
Obres I. Palma de Mallorca 1906).
U = Usatges (in Anuari de l’Institut d’Estudis Catalans, 1907,
S. 285ff.). — Zitiert wird stets: Seite, Zeile.
2) Eine unvollständige und sachlich vielfach nicht einwandfreie Dar­
stellung der Waffen der Katalanen im 13. Jahrhundert hat J.
Puiggarí in seinen Estudiós de indumentària española (Barcelona
1890), S. 154—160 gegeben.
3) Siehe meine Studien Waffen nach der spanischen Literatur des
12. und 13. Jahrhunderts, Hamburg, 1925 (= SpW) und Portugiesische
Waffenterminologie des XIII. Jahrhunderts (im Festband für Caroline
Michaelis de Vaseoncelos, Coimbra). Die vergleichsweise beigefügten
provenzalischen Termini sind Texten des 13. Jahrh. entnommen.
4) llança-. J24, 14; 33, 23; D 576r, 15; 580 1, 5u; 602r, 32; 603r,
12 u. a.;M 194, 3; 207, 6; 229, 27; 230, 14 u. a.; lança: J 46, 24; 50, 13;
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 157

70, 8; 70, 17 u. a.;D 604r, 9u; OC 232, 16; 233, 16; 234, 7;M 250, 30.
B 153, 17 kann es sich um einen Jagdspieß handeln. D 593 1, 22
findet sich als Maßangabe: hun star (= distar) de llança. Über a escut
e a llança ,ím offenen Kampfe“ vgl. Note 349. — Vgl. sp. lança (SpW
S. 4ff.); ptg. lança.
6) J 99, 17; 118, 28; D 573r, 34; 5741, 1; 5841, 25 (servents);
5861, 4u (servents); 6461, 1; 7161, 35 servents ab llances; 717r, 37
servents; M 144, 2; 245, 5; 403, 6; 497, 6; 500, 7 servent; 500, 24;
503,1 homens de peu. Weitere Belege Note 6 und 8. Vgl. SpW S. 6. —
Der mit der llança ausgerüstete Soldat heißt llancer (D 586r, 11;
706r, 3; M 402, 13). Neben llança erscheint lança (U 291, 32 lanza).
•) D 658r, 8u; 6591, 8; 6591, 15; 6671, 8; 6671, 14; M 143, 37;
244, 39; 255, 25.
’) Die Almugavers sind stets zu Fuß (M 20, 9; 20, 15; 362, 6;
369, 10; 391, 1; 478, 4; 500, 23; wennM 391, 34ein Almugaver beritten
erscheint, so handelt es sich um den speziellen Fall, daß er ein herren­
loses Pferd 'Vom Gegner erbeutet hat). Genauen Aufschluß über
Kampfesart und Ausrüstung der Almugavers gibt D 626r, 27:
Aquestes gents qui han nom Almugavers son gents que no viven sino de fet
de armes, ne no stan en viles ne en ciutats, sino en muntanyes e en boschs;
e guerreien tots jorns an Sarrayns, e entren dins la terra dels Serrayns
huna jornada o dues lladrunyant e prenent dels Serrayns molts, e de llur
haver; e de aço viven; e soffren moltes malenances que als altres homens
no porien sostenir; que be passaran a vegades dos jorns sens menjar, si
mester los es; e menjaran de les erbes dels camps, que sol no s'en prehen
res. E los Adelits quels guien, saben les terres els camins. E no aporten
mes de huna gonella o huna camisa, sia stiu o ivern; e en los cames porten
hunes calses de cuyro, e als peus hunes avarques de euyro. E porten bon
coltell e bona correja, he un fogur a la cinta. E porta cascu huna llança
e dos darts, e un cero de cuyro en que aporten llur vianda. Vgl. hierzu
D 645r, 13; 646r, 27; 6481, 3 no vestia sino huna cota, sens camisa... e
aportava al cap hun capell de cuyr tot trepat, e en les cames hunes calses
de cuyr, e hunes avarques de cuyr als peus; 648 1, 20 quem façats retre
ma llança e mon dart e mon coltell. Vgl. auch M. Jähns, Handbuch
einer Geschichte des Kriegswesens, Leipzig 1880, S. 816 und 1037.
< arab. jjUJI.
8) D 6271, 3; 645r, 13; 645r, 36; 645r, 48; 646r, 27; 6481, 20;
6481, 34; M 250, 27; 292, 11; 340, 21; 343, 11.
9) trer: M 245, 5; gitar: U 291, 31 Si alcun hom gitara lanza ho
sageta; M 143, 31;-volar: M 255, 25. Vgl. allancejar: M 503, 17 (von
pahons, Fußtruppen, gesagt).
10) Die Almugavers führen jeder eine llança und zwei darts (Wurf­
spieße), was darauf hinweist, daß die llança hier kein Wurfspieß sein
kann (D 6271, 3; 645r, 13; 646r, 27; 6481, 20); vgl. auch M 503, 1
llur llança e llur dart bei Fußknechten. — Wenn die Almugavers ihre
158 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

llances in der Mitte durchbrechen (M 250, 28; 250, 35; 251, 1; 500, 24),
so handelt es sich um den Sonderfall eines Nahkampfes, bei dem im
Gedränge die llança unhandlich geworden ist und die gekürzte Waffe
bessere Dienste leistet. In dem gleichen Falle greift der Ritter zum
Schwert (D 576r, 15; 6941, 27).
u) M 497, 6 daquels seruents toscans e manthesans ab llances llongues.
— D 573r, 34 und 5741, 1 lances grans bei Serrayns negres.
12) J 98, 22 (Maßangabe: .iiij. astes de lança de lonch); D 710 1, 4;
718 1, 6u (hastes); M 321, 23; 321, 33 (Maßangabe: mes de dos astes de
llança luny). Asta steht vielfach für llança (D7101,4;vgl.D7181,6u
mit 7181, 2u und M 321, 23 mit 321, 33). — Sp. asta (SpW S. 10).
13) D 573r, 35; M 245, 5. <* ARISTULA (REW 649). — Sp.
cuento (SpW S. 13), ptg. conto.
14) ferre: D 645r, 21; 645r, 32; 645r, 49; 6591, 22; 664r, 9u; OC
232, 18; M 340, 2ff., 343, 11; fere: D 573r, 36; ferro-, M 245, 5; fero:
D 573r, 34. — Sp. fierro und cuchilla (SpW S. 8), ptg. ferro. — Ein
eigentümlicher Brauch der Almugavers war das .Wecken1 (despertar
■ferres), d. h. Wetzen der Speereisen an Steinen vor dem Kampf:
M 340, 1 cridaren-, desperta ferres! e tots a colp van ferir dels ferres de les
llances e dels darts per les peres, si que Joch ne jeya cascu exir; 340, 8;
340, 11; 343, 10 E com los almugauers vaeren, que eren prop de ferir,
cridaren tuyt: desperta ferres! e tuyt donaren dels ferres de les llances per
terra, si que paria, que fos una gran lluminària.
16) Das dem sp. pendón (SpW S. 13) entsprechende penó (J 271, 6;
271, 25; 344, 14; 425, 4) ist stets das Feldzeichen (vgl. D 599r, 4u
peno real).
16) D 659 1, 22 gitaven los llances de frexa ab ferres febrits, que cascuna
valia hun morabati d’aur.
17) Wollte der Ritter den Speer nicht gebrauchen, so übergab er ihn
einem Knappen (J 222, 4).
18) D 6341, 21; 645r, 13.
19) D 645r, 38 ab la llança apunyada, pres hun salt a travers vers la
mar.
2«) D 7191, 7.
»>) J 455, 13.
22) J 70, 17; 99, 18; D 674r, 10; M 413, 6.
23) Vgl. SpW S. 19.
24) D 608 r, 6u.
24) D 5801, 5u; 6941, 3u.
»«) D 648 1, 39.
2’) Vgl. SpW S. 26.
2») J 70, 8; 70, 23.
20) M 207, 6 cauállers ... qui vengren ab llances a sobre ma, quel
volien ferir.
30) M 388, 15 estegren ab les llanbes a les cuxes arreats de jerir.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts ] 59

31) J 99, 21 und 99,26 (maurische Ritter zu Fuß); D 6941, 19.


32) D 602r, 32; 603r, 11; 610r, 26 u. a.; M 292, 15; 321, 32.
33) J 513, 23.
3‘) M 253, 36 (lançades); 502, 4.
35) J 46, 24; D 580 1, 5u; 608r, 6u; 619 1, 28; 634 1, 23 u. a.; OC
234, 7; M 250, 30; 321, 34; 388, 15; 503, 14.
36) M 499, 7.
37) D 576r, 14; 718r, 10.
3S) D 6341, 28; 645r, 19; 645r, 31; 645r, 36; 645r, 47; 6591, 24;
718r, 16; M 230, 5; 321, 32.
3S) M 343, 20.
40) J 513, 23.
41) M 502,4.
42) D 659 1, 38 (trametre hun colp de llança; trametre huna llança).
43) D 718r, 5.
44) Beispiele für den Reiterspeer: D 634 1, 25 ana ferir hun Serrayn
de la llança, de tal virtut que la darga li passa e tot lo cos, quel abate mort
en terra; 647 1, 6 u ana ferir dos cavallers francesos a travers ab la llança;
si que abdos los passa, eis abate en terra morts; für den Speer der Fuß-
leute: D 645 r, 19 (un almugauer) dona li tal colp per mig los pits, quel
esberech e tots los guarniments li passa; si que tot lo ferre li mes al cos....
(31) dona li tal colp sobrel bacinet ..., quel ferre li mes dins lo cervell...
(36) dona li hun colp de la llança per la ventalla, per mig lo coli, si que li
trenca les venes... (4T) dona li tan gran colp de la llança sots les faldes
del alberch, si que tot lo ferre li passa per la cuxa.
45) M 250, 30 mig del escut.
4S) M 413, 29 passar les llances del altre part (ähnlich: D 580 1, 5u;
6591, 40).
4’) J 100, 4.
48) D 6341, 27; 6341, 6u (arranchar).
«•) D 6341, 3u; M 230, 14.
6°) D 646 1, 1.
61) D 619 1, 30; M441, 5.
6a) M 503, 14.
»») M 292, 10; 340, 21.
64) M 321, 31.
6t) D 719 1, 5u.
56)( D 648 1, 44.
“’) OC 214, 35; M 294, 8; 299, 6; 310, 37; 320, 16; 320, 24; 321, 9
25 lalmirall per honor del rey de Castella e de la regina feu cridar taula
redona a Calathayu, e mes la taula per junyir, e hach feyt fer un castell
de fusta al cap del camp, don el exis com cauáller vingues .... (321, 12)
£1 axi con estauen los reys e tota la gent, un cavaller de ventura vench molt
gint arreat ab bon continent, aparellat de junyir: e tantost com aquells
del castell de fusta lo vaeren, tocaren la trompeta, e tantost lalmirall exi
IGO Wallen nach deinkatalanlHchon Chroniken <Ioh XIII. Jahrhundert«

del castell axi mateix be arreat e gentilment, e parech be caualler de gran


auantaje .... (23) Los fels portaren dos astes molt grosses (spezielle
Turnierwaffen ?) dl dit en B. A. D., e pres aquella que li plach, e laltra
donaren al almirall. 7? puix los fels meterensen el mig de la tela, e
faeren senyals a cascu, que mogués, e pensaren de moure la hu contra
laltra...
íS) Siehe SpW S. 39, dort auch eine genaue, Beschreibung des
Kampfspieles nach der Gran Conquista de Ultramar.
»•) J 150, 1; 301, 9; 305, 19; 363, 9; OC 204, 4; D 603r, 9; 621 1, 3;
634 1, 2 u. a.; M 193, 23; 229, 10; 500, 21.
•») SpW S. 40.
81) M 294, 1—2; 294, 5 jeuse la pus bella festa e lo pus bell feyt darmes,
que hanch en tornejament se faes del temps del rey Artus en ença. —
M 294,8 (und vielleicht auch OC 214, 34) steht torneig (torney) für
tornejament (französischer Einfluß).
62) SpW S. 40.
63) Hohes Brettergerüst entsprechend sp. tablado (s. SpW S. 41),
ptg. tabolado; bastir un taulat: D 624r, 13; arborar un taulat: M 283, 18.
6‘) D 587 r, 34; 624r, 13.
65) M 540, 19 (vgl. tirar M 284, 4).
«) F 129, 12.
•’) M 310, 37.
•«) OC 214, 35.
69) Im 14. Jahrhundert nehmen auch vornehme Bürgersöhne daran
teil: be C cauallers o fills de cauallers e donrrats ciutadans que tirauen a
taulat (M 540, 19).
”) M 284, 4 tiraua cascu délls tres estils e una taronja, e lestil darrer
era tan gros com una asta de llança-, estil < HASTA + -ILE.
71) D 604r, 9u (maurische Ritter zu Fuß); 645r, 14; 717r, 37
(servents); M 80, 21; 245, 4; 280, 10; 292, 15; 503, 1 (homens de peu);
s. ferner die Noten 72 und 73. < prov. dart < fränk. DAROp; vgl. sp.
dardo (SpW S. 42).
72) D 6271, 4 (cascu ... dos darts); 6481, 20; 6481, 34; M 193, 20
que colp de dart hi hauia que exia de ma dalmugauer, quel caualler e lo
cauall passaua tot doltra ab los guarniments e ab tot; 250, 37; 251, 1;
340, 2; 340, 18; 344, 19; 364, 25 ab los darts feyen tant grans colps, que
res no hauia durada; 500, 27.
’3) D 667 1, 10; M 143, 38 colp de dart si troba que passa lom ab les
cuyraces, e ab tot; 244, 40; 255, 25.
7i) M 340, 2ff. (Über despertar ferres vgl. Note 14).
75) M 245, 5.
76) M 245, 5.
”) D 645r, 14; M 245, 4.
’8) M 143, 37.
’») M 244, 40.
Wnffoii »ncli <lon kiitnlnnlKchoii Chroniken <lon XIII, Jnhrliundorta ] 61

80) M 255, 26.


81) M 344, 21.
82) M 364, 25; vgl. colp (de dart)-. D 646r, 28; M 143, 38; 193, .20;
292, 5; 344, 20.
") escona muntera: D 650 1, 22; 659 1, 23; 718r, 32; M 156,11;
156, 15; 158,30; 159, 1; 262, 23; schona muntera: D 653r, 6; escona:
D 718r, 39; 7191, 2; scona: D 648 1, 41; esquona: D 718r, 37. Vgl.
sp. azcona (SpW S. 45), ptg. azcona (monteira), prov. ascona (Jaufre
(Ausg. Breuer) Vers 3844; 4312). < bask. azkon (REW 848), das
(entgegen RIEV XVI, 341) unter dem Einfluß von az- oder aitz-, das
bei Hieb- und Schneidewerkzeugen im Baskischen häufig ist (vgl.
R. M. Azkue in Homenaje a Menéndez Pidal III, 87), aus einem
älteren aucona entstanden ist (über aucona s. L. Spitzer RIEV
XVII, 94, der aucona aber für eine Verschreibung aus ancona hält).
Die Form aucona möchte ich nun auf FALX + -ONE zurückführen.
Eine sachliche Stütze bietet afrz. taue (m.) .Wurfspeer* (A. Sternberg,
Die Angrijfswajfen im altjranz. Epos, Marburg 1886, S. 40). Ich
werde in der RIEV ausführlicher hierauf zurückkommen.
81) Die gleiche Waffe, die D 6481, 34 als dart bezeichnet wird, wird
D 6481, 41 scona genannt.
85) D 6481, 41 bei einem Almugaver.
88) M 156,11 e nos yrem com a escuder vostre en un allre cauall ab una
escona muntera en la ma; 156, 13 en B. de P. qui caualcara en un altre
cauall.... e portara altra escona muntera u. a.
8’) D 718r, 40; 7I8r, 42.
88) M 262, 23.
89) D 6501, 22; 718r, 33.
9°) M 158, 30; 159, 1; 413, 18.
91) D 648 1,41 trames li la scona als pits del cavall, si que li 'n mes be
dos palms entre los pits e la espalla; 718r, 32; 719 1, 2.
9ä) D 659 1, 21.
") D 6591, 24.
91) D 718r, 39.
*s) J 136, 24; D 6341, 30 (adzagaya; ferir); M 441, 5 ab latzegaya
en la ma. Vgl. sp. azagaya (SpW S. 46). < berber. ilčjJI.
»«) espaa: J24, 22; 44, 8; 56,2; 57,13; 99,18; 100,5; 134, 23; 135,6;
135, 8; 221, 13; 222, 1; 230, 25; 236, 10; 493, 6; 493, 24; OC 231, 5
(beim Ritterschlag); 232, 7; 232, 11; 233, 16; espa: D 667r, 5; spaa:
J 25, 3; 70, 18; OC 234, 8; spą: D 576r, 17—19; 655 1, 6; 6941, 32;
717 I, 5; 7I9r, 29; espasa: J 29, 22; D 603r, 12; 646 1, 3; 667 1, 15;
667 1, 4u; 718r, 7; 7191, 5u; B 153, 17; 229, 10; M 206, 37; 229, 27;
245, 3; 245, 15; 250, 31; 251, 3; 251, 11 u. a.; spasa: D 599r, 3u;
604r, 12u; 610r, 27; 619 1, 31; 692 1, 28; M 230, 9; 547, 8. Vgl. sp.
espada (SpW S. 47ff.), ptg. espada, prov. espaza. Siehe Abb. 1:
Schwert des h. Paulus nach einer Altarseitentafel des Museums in
11
162 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

Vieh (um 1300 entstanden). SpW S. 48 sind u. a. Schwerter aus dem


ehemaligen Museo-Armería Estruch y Cumella in Barcelona abgebildet.
— Ganz entsprechend Abb. 1 sind die portugiesischen im Comentário
do Apocalipse des Klosters Lorväo abgebildeten Schwerter (12. Jahrh.)
gestaltet (wiedergegeben in Història da Literatura portuguesa ilustrada,
hrsg. von A. Forjaz de Sampaio (im Erscheinen) I, 27).
97) OC 234, 8; D 619 1, 30 E l’infant rompe sa llança e mes ma a la
spasa; 718r, 4 quant hagueren fetes les juntes ab les llances ... feriren
se regeament ab les masses e ab les espases; M 441, 11 hach rota la llança;
e puys va metre ma a la espasa; vgl. M 230, 9; 250, 31. M 499, 11
E puys la maça se rompe, e mes la ma a la espasa.
”) D 576r, 15 Puix vau que la llança no li valia res, tant era la pressa
quels Francesos li feyen; e mes ma a la spa; 694 1, 27 tant eren en mig la
pressa que nos podien valer ab llances. E trasqueren les spases.
") Vgl. SpW S. 54.
i»«) M 403, 6.
ioi) J 222, 2 tiso.
i°2) SpW S. 49; vgl. Menéndez Pidal, Cantar de Mio,Cid, II,
Madrid 1911, S. 658H. und 867.
i°3) j 222, 1 espaa de Monso. — Monsó (sp. Monzón) liegt am Flusse
Cinca in der Provinz Huesca. — Vgl. auch ,Katalanschmieden‘
(Näheres SpW S. 111, Note 5).
i°4) M 545, 2 besa la croera de la espasa (der König bei der Krönung);
croera < CRÜX + -ARIA. Vgl. OC 232, 7 feyta en semblança de creu.
i’6) Vgl. sp. manzana.
i°8) OC 232, 11 Vespaa es tallant de cada part.
i°7) M 545, 3. Vgl. sp. vaina u. ä., ptg. bainha.
io») J 29, 22 (Ritterschlag); 57, 13; 99, 19; 230, 25; D 7171, 4;
OC 231, 5 (Ritterschlag); M 229, 27 portar la espasa cinta; 403, 6
(Fußtruppen); 413,18; 545, 2 (senyir). Vgl. sp. ceñir. — ,Das Schwert
ablegen“: descenyir (M 251, 11).
i»9) M 125, 7; 389, 9.
uo) D 604r, 12u pendent en son coli (vornehmer Maure); B 153, 18
un caualler (= Vemperador) venc a peu, e portava sa lança en sa ma
e sa espasa per son coli. Das Tragen des Schwertes um den Hals ist
also hier kein Zeichen geringeren Ranges wie in Frankreich, wo die
Knappen das Schwert umhingen, die Ritter dagegen gürteten (vgl.
V. Bach, Die Angriffswaffen in den altfranzösischen Artus- und
Abenteuerromanen, Marburg 1887, S. 21). Auch in spanischen Texten
finden sich Ritter, die das Schwert um den Hals hängen (SpW S. 54).
ui) J 44, 8 e udlch metre ma a la espàa, e nos tinguem la espaa ab la
ma que no la poch traure; 134, 23; 236, 16; 493, 24; 6941, 28; M 381, 21.
— M 337, 27 bedeutet trer das Herausziehen des Schwertes aus der
dem Gegner beigebrachten Wunde (va trer la espasa del cap daquell),
in) M 545, 2.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 163

na) M 545, 8.
u4) J 222, 3 vna espaa .... que era molt bona e auenturosa a aquels
qui la portauen; 236, 10.
ii3) J 222, 4 e uolgem la (— espaa) mes leuar que la lança.
n«) J 24, 22; 25, 3; 70, 19; 221, 16; M 206, 37; 245, 3; 251, 23;
335, 16; 398, 32; 441, 11. Das Schwert wird mit der Rechten geführt:
M 336, 6 ab la espasa en la ma destra.
117) M 545, 3 e brandi la tres vegades (beim Krömmgsakt). Vgl. ptg.
brandir.
i*’) J 44, 8; 100, 4; D 576r, 17; 6191, 31; M 441, 11; 499, 12; vgl.
M 230, 9.
113) J 135, 6; 135, 8; D 619 1, 31 (f. de mortals col/ps) ; 718r, 6 (f. de

grans colps e de mortals); OC 234, 8; B 229, 10; M 251, 3; 335, 28.


13») M 250, 32; 391, 11.
131) D 6671, 4u; M 335, 25; 398, 37; 441, 14; 441, 17.
132) M 399, 2.
123) J 224,8 (espaades); M 502,4.

i»4) D 576r, 18; 6941, 53.


i»») D 646 1, 3.
iss) M 251, 3 tant feri de la espasa que tota nana en peces (vgl. M
499, 21 lespasa li vola de la ma alt al caure que feu, de que non tenia pus
de la mitat; que laltra mitat nera anada, que hauia feyt dos trozos).
Bleibt das Schwert heil, so kann dies durch romandre sancera (D
719 1, 5u) ausgedrückt werden.
i»’) D 6191, 31; 718r, 1; M 250, 33; 399, 3 u. a.
i»») espadada: M 502, 4; espaada: J 24, 8. Vgl. sp. ptg. espadada. —
Vgl. auch pich; M 398, 37 quel cap li mena en un pich (,mit einem
Streich').
129) M 245, 15; vgl. M 403, 30 (espasa bordonenca).
i»») Siehe SpW S. 57ff.
isi) jj 403, 29 ell tenia una espasa bordonenca en la ma; e gitaua tals
estochs...
i»2) D 6671, 3u.
133) Hieb auf den Kopf: M 335, 25 (per mig del cap); 441, 17;

Schultern: D 646 1, 3 (per mig de les espatlles); linken Arm: M 391, 11;
399, 2.
134) D 667 1, 3u.

135) M 398, 37 dona li tal colp de la espasa pel coll, quel cap li mena en
un pich.
136) M 398, 32. -
13’) D 599r, 3u e puix sonaren (die ersten, die auf die feindliche
Mauer gelangt waren) a la ost que pensassen de entrar en la ciutat; e
cridaren „Via dins! via dins! que tot es nostre!“
i33)D6291, 11; 694r, 30; 694r, lOu; 718r, lOu; 7191, 16;M230,13;
230, 24; 245, 3; 245, 14; 292, 15; 344, 35; 499, 27; 501, 1; 501. 5.
11*
164 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

< BURDO + -ONE. — Sp. bordón ist eine ganz andere Waffe, ein
Gerät zwischen Stock und Keule (s. SpW S. 70).
139) Diese, Bohrschwerter“, die, wie erwähnt, italienischen Ursprungs
sind (vgl. ital. stocco), wurden in Frankreich von Italienern verfertigt
und bald auch in Deutschland eingeführt. Vgl. M. Jähns, Ent­
wicklungsgeschichte der alten Trutzwaffen, Berlin 1899, S. 292.
14°) In acht. Belegstellen wird der bordó von Franzosen geführt,
M 344, 35 und 499, 24 dagegen von Katalanen. Die ersteren Belege
hegen zeitlich früher.
141) M 499, 33.
142) M 499, 26.
143) D 6291, 11; 7191, 16.
144) Nachdem der Infant M 499, 7 einen Gegner mit dem Speer
erledigt hat, greift er zur maça, die (499, 12) in Stücke geht, worauf er
die espasa ergreift, die ihm (499, 21) aus der Hand geschleudert wird.
Er zieht darauf den bordó (499, 26).
146) M 499, 26.
144) M 245, 3; 499, 27.
147) M 499, 33 ab lo pom del bordo els pits va enuers eil (= Gegner).
14s) D 719 1, 16.
149) D 7181, lOu; 719 1, 16; M 501, 1.
'»") M 401), 33.
“>) M 501, 5.
162) cara: M 501, 1; spatles: D 694r, lOu; costelles: D 7181, 9u;
lonzes: D 7191, 16; mig dels pits: M 499, 34.
153) M 245, 15 estochs de bordons-, 501, 5.
164) M 292, 15 colps de bordons; 501,.6.
iss) jj 7181, 9u les cuyraces li esvay e de tras li passa be quatre dits;
M 499, 34 e vali tal colp donar per mig dels pits, que del altra part lo li
passa, e caech en terra mort.
ue) coltell: D 627 1,2; 649 1,21; 648 1, 34; 648 1, 47;690r, 9;690r, 25;
709r, 4; 7191, 11; coltel: J 351, 16; coutel: J 44, 6; 44, 13. Vgl. sp.
cuchiéllo, cuchillo (SpW S. 51), ptg. cuitelo u. ä.
1B7) M 343, 17.
1BB) J 351, 16; D 690r, 9; 690r, 25.
1B9) D 627 1, 2; 649 1, 21; 648 1, 34; 648 1, 47. Auch sonst bei Fuß-
Soldaten: D 709r, 3 homens de peu; 7191, 11 servent.
19°) M 125, 7.
161) D 709r, 4 ab llurs coltells a la cintura.
162) J 44, 15 nol poch traure; D 648 1, 46; 690r, 9. Eine Scheide
läßt sich nicht nachweisen.
1B3) J 44, 6; 44,13.
«*) J 351, 16.
l6B) M 343, 17.
1BB) M 343, 18.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 165

is?) m 4Q3, g. Vgl. Sp. cuchillo puñal, ptg. cuitello punhal.


168) M 391, 13 e ab una brotxa que tenia dona li be XIII colps. Ptg.
brocha bedeutet , Gnadegott1.
169) OC 234, 5 Misericòrdia es donada a cavaller, -per so que si li
deffallen armes, ques torn a la misericòrdia: car si es tant a son enemich
que noi pusca ferir ab lança, ni ab spaa, ni ab massa, que li faça colp ab la
misericòrdia. — Vgl. sp. misericòrdia (SpW S. 64), ptg. brocha.
17°) maça: D 678r, 27; 704 1, 22; 704 1, 4u; OC 233, 16; 233, 34;
234, 1; B 160, 16; M 245, 15; 251, 4; 251, 15; 252, 14; 307, 14; 343, 33;
414, 4; 499,9; 503, 15; massa: D 718r, 7; 719 1, 3; 719 1, 19; 719r, 23;
OC 234, 8. Vgl. sp. ptg. maça (SpW S. 67), prov. massa.
ln) D 7191, 3 massa de coure.
17a) Nur B 160, 16 handelt es sich um die Keule eines Hirten.
173) D 718r, 4 quant hagueren fetes les funtes ab les llances .... feriren
se regeament ab les masses e ab les espases; M 499, 7 feri lo primer de la
llança.... e puys mes la ma a la maça (nachdem der Streitkolben er­
ledigt ist, wird dann 490, 12 zum Schwort gegriffen).
”<) OC 234, 8.
176) M 251, 4; 299, 8.
179) D 7041, 24.
’”) D 678r, 27.
I7“) M 344, 10; 414, ß; ß03, 14.
”») D 718r, 6; 719 1, 20; OC 234, 1; 234, 8; 251, 4.
18») D 7191, 19; OC 234, 1.
181) D 719 1, 3; 719 1, 21; M 245, 15; 251, 5; 251, 15; 252, 14;499,9.
182) M 343, 33.
183) D 718r, 7; M 503, 16. Siehe auch Note 181.
184) D 7191, 3; 719 1, 19 (donar al cap); M 251, 6; 251, 15; 252, 14;
499, 9. Beim Verfehlen des Gegners wird der Kopf seines Pferdes
getroffen: D 7191, 20; M 343, 33.
res) ji 499, ii la maça ne mes morts en terra quatre. E puys la
maça se rompe.
186) M 369, 10.
187) D 660r, 13. — Vgl. sp. ptg. arco (SpW S. 71).
iso) ballesta: D 5861, 4u; 5941, 7; 602r, 8u; 623 1, 19; 623r, 25;
6341, 18; 660r, 14; 660r, 19; 6621, 11; 6621,13; 664r, 9u; 6851, 5u;
7061, 28; 709r, 11; 7101, 25; 716 1, 35; M 80, 20; 85, 10; 244, 9ff.;
245, 15; 280, 11; 297, 7;balesta: J 45, 6; 65, 19; 72, 7; 112, 20; 152, 24;
177, 21; 201, 18; 203, 10; 206, 21; 221, 24; 248, 24; 273, 5 ; 273, 9;
273, 16; 273, 24; 307, 19; 307, 21; 459, 8. Vgl. sp. ballesta (SpW S. 74),
ptg. baesta, prov. balesta. — Vgl. auch ballester. — Ballesteria bedeutet
.Schießstănde für Armbrüste1 (D 597 1, 32) und .Waffenmeisterei“
(M 244, 20 obrador de ballestaria).
189) M 244, 6 tostemps, qualque sia almirall o capita de galees de
Cathalans, fara que saui, que no port torsols en les galees, mas quels
166 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

ballesters estien en taula, quels ballesters en taula van hi reposats e ab


llurs ballestes e tretes be adobades e enpenades. E mentre los galeots
voguen, ells estan atersats ab llurs ballestes-, quels ballesters cathalans
tots son tals que de nou sabrien fer una ballesta, si que caseu la sap aterçar,
e sap fer una vira e un matras e corda e ancorda, e lligar, e tot ço que
a ballesta pertany, que Cathalans no entenen, que sia ballester negu,
sino sap fer del començament tro a la fi tot ço qui a ballesta pertany;
e axi porta tot son arreu en caxa, com si hauia tenir obrador de ballesteria;
e negunes altres gents aço no han, quels Cathalans ho aprenen ab la
mamella, e les altres gents del mon nou fan-, per que los Cathalans son los
pus subirans ballesters del mon. — Unter torsol (vgl. 244, 32 que hi
haja deu galees per centenar ab tersols) ist wohl eine maschinelle Ein­
richtung oder Werkstätte zur Reparatur von Armbrüsten und zum
Drehen von Bolzen zu verstehen (Abi. von * TORTIARE auf -EOLUS,
vgl. REW 8803), aterçar wäre dann .drehen, herrichten1.
no) 401, 22 quels Genouesos anauen be bastats de passadors, e quen
despendrien molts-, quélls han una manera, que no fan sino trer, e des­
pendrien ells mes cayrélls en una batalla, que no farien Cathalans en deu.
Vgl. M 402, 19 ells (= Genouesos) gitauen tants de cayréls, que quax
lo cel tolren a hom de ver.
ín) J 112, 20; 177, 18ff.; 201, 18; D 603r, 7; 604r, 8u; 706r, 14;
7211, 18; 721r, 11.
192) ballester-, D 573r, 41; 584 1, 25; 584r, 2u; 585 1, 4u; 586 1, 19;
586r, 11 u. a.; M 82, 10; 82, 19; 85, 4; 144, 3; 180, 11; 245, 1 u. a.;
balester-, J 24, 15; 72, 8; 180, 19; 180, 25; 203, 4 u. a. Hervorgehoben
werden die .eingeschriebenen1 (geprüften) Armbrustschützen, die
ballesters en taula-, M 144, 3; 144, 8; 188, 15; 244, 5ff.; 245, 15; 255, 26;
489, 3.
i") J 180, 9; 273, 3; D 5731, 3u; 574r, 11; 5861, 1; 706r, 9; M
395, 11. Über die Ausrüstung der berittenen Schützen gibt J 273, 3
Auskunft: uench un balester corren, e uench a caual, e son perpunt
vestit, e son capel de ferre el cap.
194) D 586 1, 4u (servents ab ballestes)-, 6701, 10 (b. de peu)-, 683r, 24
(a peu); 716 1, 35 (servents); M 478, 5. Hierher gehören auch die
Fälle, wo die ballestas von Schiffen aus verwendet werden: D 714 1, 26;
M 255, 26; 297, 7 u. a. —- Angaben über die Ausrüstung der Armbrust­
schützen zu Fuß finden sich D 683 r, 25: tots guarnits e cuberts de ferre,
que nois paria sino los ulls.
195) M 80, 21. Vgl. Salvat: ,Eina per armar la ballesta, que estira
ab forsa la corda fins a montarla a la nau‘.
196) J 177, 19 (Mauren); 220, 2; D 691r, 21; 706r, 16 (Mauren);
7211, 19 (Mauren); 721r, 2 (Maure). Sp. ballesta de dos pies (SpW
S. 76).
19?) M 511, 17. Der Geißfuß war ein gegliederter Hebel.
19a) J 119, 13; D 622r, 10 (ab xixanta cavallers e ab xixanta servents,
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 167

lots ab ballestes de torn); M 490, 30; 511, 17. Sp. ballesta de torno
(SpW S. 76).
iss) jf 244, 13 (s. Note 189). Sp. cuerda (SpW S. 75).
20°) M 244, 13 (s. Note 189). Sp. avancuerda (SpW S. 75).
201) J 72, 8; 72, 10; 152, 25; 248, 12; 306, 15. Sp. ptg. saeta, prov.
sajeta. — Sageta findet sich vielfach, ohne daß sich feststellen ließe,
ob der Pfeil zum Bogen, zur Armbrust oder zu einer Maschine gehört:
J 208, 22 (Mauren); 217, 8; 220, 19; 220, 22; 441, 21; V 291, 31;
M 370, 17 (Bogen?); verbale Ausdrücke: trer: M 370, 17; tirar-. J
441, 21; ferir: J 217, 18; 220, 19; M 370, 19.
2°2) cayrell: D 660r, 18; 691r, 21; M 80,21; 401, 24 (Genuesen);
403, 4 (Genuesen); cayrel: J 306, 13; M 402, 20 (Genuesen). Cayrell
findet sich, ohne daß sich die zugehörige Waffe sicher feststellen läßt:
D. 658r, 7u; 6591, 2; 6671, 9; 6671, 14; 674r, 32 (gitar)-, 6891, L7;
7101, 24 (gitar)-, 721r, 30 (tirar). Vgl. prov. cairel. < QUADRUS
+ -ELLUS.
sos) 2; 401, 22; 402, 34; stets bei Genuesen.
20ł) Ein J 306, 13 als cayrel bezeichneter Bolzen wird J 306, 15
sageta genannt und passadors (M 401, 23) mit cayrells (M 401, 24)
wiedergegeben.
2os) d 72ir, 2 passa la treta per aquella fenella de les portes de la
finestra; e dona tal colp .... que ultra passa la treta; M 244, 10 ab
llurs ballestes e tretes be adobades e enpenades (,gefiedert1). — M 144, 4
(no tirauan treta que no matassen), 188, 15 (no errauen treta) und
245, 2 (sol treta non pecauen) bezeichnet treta wohl eher den Schuß
selbst.
so«) m 244, 13 (s. Note 189). Vgl. sp. virote ,Pfeil des Bogens*
(als Nachrichtengeschoß), SpW S. 73.
so?) m 244, 13 (s. Note 189). Vgl. afrz. matras, prov. matratz
,Speer* (zu gall. MATARIS ,Wurfspieß* REW 5402).
2°8) J 306, 15.
20») J 248, 22 e nos faem fer sagetes en semblança de filoses, e metia
hom dins estopa ab fach ences, e tirauenles los balestes a aquels orons ple de
terra, e encenerense.
21°) J 72, 7; 273, 5; 273, 9; 273, 16; D 709r, 11—12.
211) D 6831, 17; 6851, 5u; 692r, 43; 7101, 26.
212) D 721r, 1.
213) M 82, 11; 401, 24; 402, 21; 403, 4.
211) J 72, 8; 72, 1Ó; 220, 2; 239, 8; 248, 24; 273, 9; 273, 17; 306, 11;
D 595r, 22; 623 1,.I8; 634 1, 18; 659 1, 10; 660r, 14; 660r, 19; 692r, 42;
721 1, 9u; M 144, 4; 188, 15.
215) J 307, 21; D 691r, 21; 721 1, 22; 721.1, 9u; 721r, 6.
216) D 721r, 4; 721r, 7.
21’) J 119, 13.
218) D 721 1, 23 que sempre no fos ferit de dos o de tres treyts. Maß­
168 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

angaben: J 45, 26 tant con .j. treyt de balesta podia esset', 300, 19
prop de la uila .ij. treyts de balesta; D 6831, 18 hun tret de ballesta-,
6941, 31 mig tret de ballesta; 701r, 7u hun terç (ergänze tret) de ballesta
fora les barreres; 7161, 30 hun tret de ballesta.
2i») M 188, 15; 245, 2. Vgl. Note 205.
22°) Als Maß für Entfernungen: D 593 1, 18; 5931, 21; 658r, 14u;
M 153, 11; 451, 26.
221) J 191, 15.
222) M 402, 37 hauia cinch cayrellades en la cara (es handelt sich um
cayrells der Genuesen).
223) giny. J 112, 7; 112, 19; 301, 25; 308, 3; D 587r, 42; 5941,4;
5941, 6; 5951, 4; 597r, lu u. a.; M 18, 23; gini-, D 587r, 13; geny.
J 118, 17; 174, 16; 238, 24; 238, 27; 239, 12; 239, 23; 240, 24; 302, 3;
302, 26; 473, 5; 458, 24; geyn-, J 113, 23. Vgl. ginyadors .Leute zum
Bedienen der ginys' (D 587r, 14). Unter giny werden verstanden:
jeneuól (J 112, 7; 174, 16; 238, 24 und 27; 239, 23; 302, 26; 458, 24),
trabuquet (J 112, 7; 112, 19; 174, 16; 302, 26), trabuch (D 5941, 4;
5951, 4), algarrada (J 112, 7; 112, 19), manganel turques (J 112, 7),
bricola (D 622 1, 9u), gata (D 720r, 9u), llebrera (D 721r, 22). Wo giny
sich nicht mit einer bestimmten Maschine identifizieren läßt, ist oft
eine Wurfmaschine darunter zu verstehen: J 240, 24 (tirar pedres);
D 623r, 32 (pedres de les ginys qui tiraven). Das Aufstellen der ginys
bezeichnen: parar (J 112, 8; 174, 16; 301, 25; 302, 3), posar (J 238, 24
und 27) und dreçar (D 5941, 5), das Schleudern der Steine: tirar
(J 118, 17; 240, 24; 308, 3; D 594 1, 5; 5951, 3; 6621, 6; 6621, lu;
623r, 32; 720r, 10). Der Erbauer der Maschinen heißt maestre (J 205,
15ff.; 207, 8; 207, 16; 459, 14; D 721 1, 9). Vgl. sp. engennio (SpW
S. 81).
224) M 80, 23 e pedres de ginys a les pedreres.
226) D 597 1, 1 hun giny que hauia nom Arnaldes e era molt bo;
597 1, 20 Ab tant N’Arnaldes fo adobat, e dreçaren lo; e tira alsmurs e en
la ciutat. (Vgl. im Deutschen .Faule Grete1, ,Dicke Berta“.)
226) J 23, 24; 24, 1; 24, 8; 24, 16; 24, 17; 24, 24; 26, 5; 27, 10;
27, 18; 68, 3; 69, 16; 69, 26; 70, 14; 112, 6; 112, 9; 113, 18; 174, 5;
174, 17; 174, 20; 207, 1; 207, (J; 200, 20; 210, 20; 210, 22; 221, 0; 223, 7;
224, 13; 227, 16; 237, 18; 238, 3; 238, 15; 238, 16; 239, 10; 240, 10;
247, 12; 247, 15; 247, 20; 247, 22; 248, 9; 248, 12; 248, 16; 302, 24;
303, 12; 341, 23; 345, 25; 416, 14; 416, 17; 457, 21; 458, 21; 459, 4;
459, 12—15; 458, 20. < FUNDABALUS.
J 174, 10 lo feneuol que no tiraua taut tiraua a la uila, el trabuquet
al castell.
225) J 247, 16 haguem feyt leuar lo feneuol, e de nuyt meterem hi les
cordes, si que laltre dia a mifa tercia començam de tirar. Durch Zug an
diesen Stricken wird offenbar die Schleuder in Bewegung gesetzt.
Waffen nach den'katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 169

220) J 24, 8; 113, 17; 239, 18; 239, 33 (genys = 239, 10 feneuols);
247, 20; 248, 20 (peres); 459, 13; 459, 24.
23°) J 24, 8 hac tant derrocat del mur que gran portel hi hac jeyt;
223, 7 aquéla torre que hauia derrocada lo jeneuol.
231) J 459, 4ff.
232) J 24, 8; 68, 3; 239, 10; 248, 12; 302, 25; 341, 23; 416, 14; 416, 17;
458, 21; 459, 20.
233) J 112, 5.
234) J 247, 15; 457, 21.
235) J 459, 4 e hauien lo feneuol nos appareylat de madig untat que
pogués anar aenant (vgl. 459, 12 en tant faem lo feneuol tant aenant).
Zu madig vergl. medis ,Fusta arquejada de la part interior de la barca1
(Pal·las), ,Bugverstärkung1 (Vogel), Ausführliches BDCXII, 47.
236) J 459, 18.
237) J 24, 1; 24, 8; 24, 16; 24, 17; 174, 17; 174, 20; 207, 1; 207, 4;
209, 20; 210, 20; 210, 22; 224, 13; 239, 18; 247, 17; 247, 20; 247, 23;
248, 18; 302, 25; 459, 13; 549, 15; 459, 21.
238) J 459, 24 feyen maior mal les pedres que ferien dins que aqueles
que ferien él mur.
239) J 459, 17.
24°) J 26, 3 (denant lo feneuol); TO, 11; 207,3.
241) J 207, 3.
242) J 219, 28; 219, 25; 221, 7; 221, 13; 302, 26 (mantells); 302, 28.
243) J 248, 20 meteren hi orons plens de terra (zum Schutz eines
Turmes); 248, 24 werden diese orons durch Brandpfeile in Brand
geschossen.
211) J 27, 18 cremar; 69, 23 (die Gegner) entraron en lo uayl ab fayles
seques e ontades de seu........ „a armes, a armes, quels feneuols uenen
cremar, que fayles aduen enceses.“
2«) trebuch-.Đ 5941, 3—4; 595 1, 5 und 8 (Mauren); 595 I, 34; 596 I,
16; 6031, 31 ;M 80, 23; 167, 9; 407, 9; 462, 19; 463, 6; trabuch-. M 167, 5;
194, 5; 297, 21; 302, 6; 302, 8; 393, 20; 439,19.
24B) D 5941, 5.
247) M 463, 6.
2J“) M 104, 5.
2”) D 5941, 5; 5951, 3; 5951, 16; 595 1, 20.
26°) M 167, 9; 297, 21; 302, 6; 302, 8.
261) M 407, 9 tenien trebuchs ab que trabucauen los llochs que assatiats
len.icii,.
26a) D 595 1, 34.
283) D 595 1, 34. — D 596 1, 16 werden Maurenköpfe als Geschoß
verwendet (gitar).
“<) D 595 1, 11.
256) D 595 1, 3 ff.
266) trabuquet: J 111, 22; 111, 24 (Mauren); 112, 3 (aus Schiffsholz
170 Wnffon nnuli do» kntnlnnlHvhon Chroniken do» XIII. JnlirhiindortH

gebaut); 112, 8; 112, 10; 112, 23; 113, 19; 174, 5; 174, 18; 175, 3;
205, 16; 205, 24; 206, 3; 240, 7; 302, 23; D 595 1,7; 595 1,24; 595 1,29;
5971, 14ff.; 603r, 17; 657r, 11; trebuquet: J 113, 21; D 597 1, 16.
Vgl. sp. trabuqucte (SpW S, 85), prov. trabuquet.
a»7) Wesentliche Unterschiede in der Konstruktion des trebuch und
des trabuquet können nicht bestanden haben, beide werden nicht
säuberlich von einander geschieden: D 5951, 3 und 15 trabuchs =
D 595 1, 7 trabuquets; ferner D 595 1, 5 und 8 trabuchs — D 595 1, 10
trabuquets.
258) J 111, 24; 302, 24:
239) J 112, 5 (dressar); D 957 1, 17; 603 1, 31.
26») J 112, 3; 112, 10.
281) J 112, 16; 175, 3; 302, 25; D 595 1, 8; 595 1, 24; 595 1, 29—32;
5971, 18; 603r, 17.
262) D 595 1, 7 giraren lurs trabuquets devers aquella part....
263) J 113, 20 als trabuquets liurauen los homens de lurs cases, e en
fusts que hauien ordits en cordes aduyen los les pedres dels trébuquets al
col; 175, 3; 240, 6 que haiam picadors, e piquen de les pedres de la
montanya, e que les adoben aixi con hom ja a bigoles e a trabuquets.
««) J 302, 26.
266) M 80, 22; 439, 19; 463, 6; 490, 91. Vgl. prov. manganel, afrz.
mangonell, sp. manganilla (SpW S. 85). < MANGANUM + -ELLUS.
266) M 463, 6.
2«7) J 112, 9.
26S) J 26, 5; 27, 5; 49, 14; 111, 22; 115, 6; 341, 19; 437, 8; alma-
genech: J 246, 3; 437, 16. < arab. (<gr. [jtáyyavov); vgl.
Dozy et Engelmann, Glossaire des mots espagnols et portugais
dérivés de l'arabe, Leyde 1869, S. 153 und Eguílaz y Yanguas,
Glosario etimolágico de las palabras españolas de origen oriental, Granada
1886, S. 210.
289) J 115, 5 jaemla (den Kopf eines Gegners) metra en la jonda del
almajanech.
27°) J 26, 5 und 27, 5 almajanech — J 26, 6; 27, 10 und 27, 18
jeneuol; ferner J 246, 3 almagenech = J 247, 12 ff. feneuol.
2”) J 341, 19.
272) J 26, 5.
273) J 115, 6.
274) algarrada-, J 112, 10—11; 112, 16; 207, 2; 207, 5; 207, 28;
209, 21; 210, 5ff.; 236, 25; 239, 12; alcarrada: J 111, 24. < arab.
1^1 yJI (Eguílaz y Yanguas, S. 178; vgl. Dozy et Engelmann,
S. 121 ïj>I^Jl).).
275) Eigentümlicherweise findet sich sp. algarrada (SpW S. 85) nur
bei Christen.
WnfTon mich doti kiitiilntilHcIion Chroniken don XIII. JnlirhtiiKlortH ]71

278.) J 236, 24 trobaren vna pertxa quels sarrains hauien calada per
algarrada.
w) J 207, 28.
«’") .) 207, l; 207, 5.
»’») J 112, 35; 209, 21; 210, 5; 210, 14.
28°) J 208, 2.
281) J 210, 16.
282) J 112, 25.
283) brigola; J 416, 15 ab vna brigola que ells hauien de dins uedauen
que no poguem parar lo feneuol; 416, 20 enuiam a Tortosa per vna brigola
quey hauiem feyta fer ab que trencassem la lur brigola; 457, 22; 458, 26;
459, 2; 459, 10; 459, 13ff.; bricola; D 6221, 16u. Aus J 416, 15 (que
ells hauien de dins, also innerhalb der Mauern) sowie den Angaben über •
die corda (vgl. auch tirar) geht zweifelsohne hervor, daß es sich um
eine Wurfmaschine handelt (und nicht um einen Sturmbock, wie
Vogel angibt). A. Schultz vermutete bereits, daß die Bricola eine
Wurfmaschine war (Das höfische Leben zur Zeit der Minnesänger
II, 2. Aufl., Leipzig 1889, S. 392: ,Die Bricola ist vielleicht der Pe-
traria ähnlich“). Das Wort brigola ist zu REW 1300 mniederl. brike
,(Back-) Stein“ (> frz. brique) zu stellen und hat nichts mit aital.
briccola, frz. bricole, sp. brigola in der Bedeutung .Mauerbrecher“
(REW 1298) zu tun, die übrigens angezweifelt werden darf (nach
Tommaseo, Dizionario ist auch ital. bricola eine Steinschleuder
gewesen).
281) J 459, 1 e la corda de la lur brigola enuolves entorn la pertxa;
459, 9 no pogren pujar lessus ni desuolre la fona, ni baxar la pertxa de la
brigola per re que faessen (wegen der feindlichen Geschosse).
285) J 459, 1 (s. Note 284); 459, 6 e sempre que hach tirat e la corda
jo enuolta.
288) J 459, 9 (s. Note 284). — Die fona kann auch selbständig auf­
treten als Handschleuder. Als solche ist fona wohl J 459, 3 und 459, 8
anzusehen (vgl. auch J 206, 15 homens qui apedregaran, s. Note 302).
287) J 459, 19 vna pertxa de la vna guauta (= galta) de la brigola.
2a8) J 459, 15 e tiram e donam tal en aquela brigola que la caxa li
obrim; e daquel treyt aenant no sen pogren ajudar.
za») Vg). Sp. engeños que tiran por contrapeso (Siete Partidas),
SpW S. 82.
2so) Wahrscheinlich dienten Stricke dazu, den Hebelarm, der die
Schleuder trägt, nach dem Schuß wieder herunterzudrücken, was durch
Ziehen der Bedienungsmannschaft an diesen Stricken bewerkstelligt
worden sein kann; es mag aber auch eine Winde vorhanden gewesen
sein.
281) D 6221, 16u.
282) J 457, 23; 458, 26.
283) j 458, 27; 459, 6; D 622 1, 15u.
172 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

294) J 240, 6 e piquen de les pedres de la montanya, e que les adoben


aixi con hom fa a bigoles e a trabuquets. (Verschreibung für brigola ?)
296) Als Verben für das ,Werfen“ erscheinen tirar, gitar, lançar und
trametre, doch läßt sich fast nie mit Bestimmtheit sagen, ob es sich um
Wurf mit freier Hand, der sicher bei pedra punyal (J 107, 11; 300, 2)
vorliegt, oder mit Handschleudern oder Maschinen handelt.
2") D 720r, 9u un giny que hom appélla Gates, qui era tot emborbotat
de cuyros de bou e de grossa justa, en guisa que hom se podia acostar al
mur de la ciutat per hon comença la cava, pus prop. E quant aquelles
gates joren fetes e aparellades al peu del mur, huna nit, sus al cap del
vespre, En R. F. (der Verteidiger) feu apparellar tro a cinch cents
servents, tots guarnits e cuberts de ferre, ab los escuts abraçats; e porta
cascu hun cantarell ple d’oli en sa ma, en l’altra huna falla de thea; e
ixqueren aquells servents de la ciutat be spertament ab llurs falles enceses.
E ans quels Francesos de la ost se joren reconeguts, ja foren venguts los
servents a les gates e hagueren les untades ab aquell oli que aportaven.
E tantost meseren hi foch ab los dits fallons a les gates, e cremaren les
totes, ab lo maestre que les havia fetes e ab alguns altres qui dormien
dins.
297) J303, 8 faem hi passar .ij. pichs, e picaren hi efaeren .iij. forats
en la barbacana.
298) M 511, 15 dreçarien les escales e grues e altres artificis ..... con
les escales serien dreçades e els altres artificis; 511, 18 dreçaren llurs
escales e llurs artificis.
2") castell de fust-, J 205, 15; 206, 3; 206, 12; 207, 7; 208, 1; 209, 6;
209, 25; 416, 15—17; D 7211, 15; 721 1, 22;castell-. J 206, 22; 206, 26;
210, 11; 210, 19; D 5971, 16. Vgl. sp. castiello (SpW S. 88f.), mhd.
bercfrit.
30°) J 205, 21 Dats me fusta, que molta na aqui e ledo e duns arbres e
daltres, e fer uos he jo .j. castell de fust daci a .viij. jorns, e fer lem anar
la.
301) J 206, 12 lo castell de fust haura .ij. uases de cada vna part, e seran
.iiij., menys de .ij. altres quen haura en la frontera de cada vna part
denant e detras, e aquéls fermeran los uases; 208, 22 los uases.
302) J 206, 15 e fer los ha .ij. solers, la .j. en la mijania del castell, e
laltre sus alt-, e en lalt seran balesters la meytat e homens qui apedre­
garan a aquels sarrains qui pujaran al mur;D 598 1, 42 E los ballesters e
els homens d’armes stavan lla sus, e feyen tant de dan a celis qui stavan
als murs... —Vgl. sp. sobrado (SpW S. 89).
303) D 596r, 2u cuberts de cladises. Cladisa (vgl. D 654r, 17 celis de
la ost feren cladises) zu cleda < gall. CLETA. — D 5981, 34 cobriren
lo tot de matalajs........ (38) tots los matalafs e tot ço que y havien posat,
ne abateren les pedres dels ginys. E puix hagueren dels rests de les naus,
e cobriren lo’n, si que les pedres dels ginys no y pogueren dan fer.
*04) J 207, 17 tirar; 207, 24 que endreçaria les cordes per a les tayles;
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 173

208, 18 E metem hi mans e manam los homens tendre a les cordes, e


cridam ayoç. ... e mogueren lo castell; 208, 28 cordes; 210, 10 enuestir
les cordes en les tayles; D 596r, lu gues aparellaven de tirar los castells
prop del vall; 598 1, 25 vengueren al castell de just, e volgueren lo tirar;
598 1, 30 que tirassen lo castell; e ells empararen s’en e bastiren ginys e
jermaren pals e ab poder de gents tragueren lo del fanch.
3°5) D 7211, 16.
3°6) J 207, 6 E guant jo feyt lo castell de just, haguem nostres parats
be vntats e ben adobats be .c,, e feu lo maestre fermar dues ancores en terra
ab .j. mantell de cledes que anaua dauąnt, e jermar prop la era del ual a
escudats, e a homens garnits, los jerres de les ancores per terra dins
ab maçes, e per la rodeta de la ancora jaem jermar sengles estaques grans
de jerres per cada vna ab maces de just, e en aqueles ligarem les cales per
hon deuia córrer lo castell de just: edix nos lo maestre que al mati hagues-
sem homens quel tirassen, que el mostraria con ira tro a la.
33’) cala < CALA ,Stück Holz' REW 1481.
sos) Vgi auch die Abb. bei A. Schultz, a. a. O., II, 414.
so») jj 7211, 15 feu fer castells e cadajal de justa; e jeu los acostar al
mur.... (20) nengu no podia treher lo peu ni la ma ni lo cap en aquells
castells o cadajals, que sempre no jos ferit. < prov. cadajalc < * CATA-
EALCUM; vgl. sp. cadahalso .Bretterverschlag am castiello‘ (SpW
S. 89).
31») escala: D 655 1, 8; 6621, 14; M 393, 22; 394, 2; 394, 6; 401, 11;
418, 11; 511, 14; 511, 18; scala: D 654r, 26; 721r, 18; 721r, 43;
schala: D 721r, 29; 721r, 38. Vgl. sp. escala (SpW S. 91).
311) D721r, 18 feu bastir grans scales e altes; M 511, 14 und 15 werden
die escales zu den artificis gerechnet. .Erbauen': dreçar (M 511, 14;
511, 16) oder bastir (D 721r, 18).
312) D 721r, 19 posts grosses ab escales redones.
313) M 393, 22 escales de cordes ab rampagols .... (394, 2) que hi
aeostas escales.... (6) ab les escales ells sacostaren al mur e van arborar
les escales sus al mur, e puix fan muntar en cascuna escala V homens,
hu apres daltre. — Rampagol < germ. RAMPA -ACULUM.
311) J 236, 16.
315) M 511, 14 dreçarien les escales e grues e altres artificis (zum Er­
klimmen der Mauer).
31e) J 221, 17 jaem leuar .j. almatrach (< arab. q^kJI) e .j. trauessar.
31’) J 26,3 (denant lo feneuol); 70, 11; 207, 3; 219, 15 quan don
B. G. ach ses cledes jeu les leuar a sos cauallers e als escuders armats tro
a aquél logar on volien estar, que era prop del vayl; 219, 20; 220, 5;
220, 13; 220, 17; 221, 4; 221, 17; 221, 26; 222, 8; 223, I.
318) mantel: 219, 18 quant ach aguisat los mantels que jeu jer a .j.
maestre; 219, 25; 221, 4 jaem jer .ij. mantels; 221, 10; 221, 13; 302, 28;
mantell-, J 207, 9; 302, 25 jaem los jer mantells qui passauen tots los
genys (= ein trabuquet und zwei jeneuols) en que estauen homens
1 74 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

guarnits. E en tant que aquds acostaren los mantels a vnes tapies que
son prop del ual, e gitaren fusta e serments en lo ual qui era plen daygua..
319) J 207, 9 ,j. mantell de cledes; 219, 25 exiren los sarrains als
mantels den B. O. D., en que estauen les cledes.
32°) D 654r, 25; 621 1, 13u; 662 1, 18; M 402, 35; 511, 17.
321) M 511, 17 e ab pega e ob alquitra fus e ab joch donassen per ells.
322) D 597 r, 17. — Beim Kampf zur See wird calsina (pulverisierter
Kalk zum Blenden des Gegners) verwendet (D 658r, 6u; 6591, 8
und 16).
323) D 597r, 17.
324) D 721r, 20 Mas en R. F. (der Verteidiger), qui conech aço, feu
jer entorn lo mur sus alt, a moltes parts, hun giny que hom appella
Llebreres, ço es huna gran biga, a cada cap huna mola de pedra, de mola
redona. E puix carrega hom be la biga de pedres, per tal que haga gran
fexufluea ...... (42) e los de lladins van gitar les llebreres d’amunt
dites per les scales avall, de tal virtut que, tots quants eren pujats, tots ne
anaren en terra, qui ab la cuxa, qui ab la cama, qui ab lo cos, qui ab lo
bras specegat; que hanch nengu no scapa sancer.
326) J 220, 17; 222, 7; 301, 25; D 7211, Iff.
33«) J 119, 1; M 224, 12 und 35 (zum Wogbuhnen); 490, 32. <
* ASCIATA (noukut. aixada). Exades, palajangues, pichs und destrals
werden M 224, 14 als ferramentes zusammengefaßt.
827) j 117, 13 passaren los cauadors ab pichs e guarnits tro a les
torres, e començaren a cavar; 152, 25; M 224, 13 und 35 (zum Weg­
bahnen). Vgl. picar und picador (J 240, 6 picadors que piquen de les
pedres de la montanya).
328) M 224, 12 und 35; 490, 32. PALA -f- ? (vgl. REW 3184).
. 329) D 667 1, 23; 674r, 36; M 224, 13 und 36 (zum Wegbahnen);
394, 10 und 418, 15 (zum Einschlagen eines Tores).
330) M 224, 36 (zum Wegbahnen). <*DACULUM.
331) D 667 1, 26/iun duvador, ab hu barobi, barina la galera del princep
beensis llochs. Vgl. Aguiló, Diccionari, S. 202: barrvbi. < VERUBU-
LUM (vgl. comask. verobi, mail, karobi u. a. ,Faßbohrer1; REW 9260).
332) M 80, 22. — Ein pavès aus dem 15. Jahrhundert ist Museo-
Armeria de D. José Estruch y Oumella, Barcelona 1896, Taf. XXXII
abgebildet.
333) escut; J 24, 14; 24, 21; 33, 23; 45, 13 u. a.; D 592r, 16; 608r, 6u;
619 1, 29 u. a.; OC 234, 13; M 80, 22; 194, 3; 229, 27; 321, 30 u. a.;
scut; D 574r, 7u; 603r, 21; 6211, 19u u. a.; OC 236, 8. Vgl. escudar
.schützen“: J 208, 26; 209, 4; escudat .geschützt1: J 135, 4; escudat
,der durch den Schild Geschützte1: J 119, 14; 203, 15; 208, 26; 221, 22.
— Vgl. sp. ptg. escudo (SpW S. 95), prov. escut.
33«) J 99, 18; 119, 15 (vgl. J 119, 14 und 221, 22 escudat).
333) darga (< arab. ® 634 1, 26; 634 I, 3u; M 105, 14; 403, 5;
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 175

dargua: J 393, 16; D 6341, 9u; adarga (<arab. J 134, 23. —


Über sp. adaraga (daraga) vgl. SpW S. 99.
s36) Nur 403, 5 handelt es sich um katalanisches Fußvolk.
3”) M 105, 10 e no porten darga, ne escut.
338) M 250, 30 va ferir lo primer que troba ab la lança tal per mig del
escut, que no li calech cercar metge.
338) In den Texten findet sich auch keine Entsprechung für sp.
broquél (kleiner Rundschild, SpW S. 100), dem der auf Mallorca bis
in die neueste Zeit hinein bei den alten Kriegstänzen verwendete
broguer entspricht (s. M. Lohse-Barrelet in Ibérica V, 55) wie auch
der bei der baskischen brokel-dantza verwendete brokel.
34°) OC 236, 8 Senyal en escut e en sella e en perpunt es donat a
caualler, per esser lohat de los ardiments que fa, e de los colps en dona en
la batalla. E si es volpell, ni flach, ni retraent, es li donat lo senyal per so
que sia blasmat e reprès. E car senyal cs donat a cavaller per so que sie
conegut si es amich o enemich de cavalleria.
341) J 221, 21 (los sarahins) conegren fort be quel nostre (= des
Königs) escut hi era.
342) D 6341, 21; M 502, 16; 502, 25.
:m:i) 502, 16. — Über Sohildriomon vgl. sp. tiracol (SpW S. 07),
frz. guiche (G. Domays, Le costume de guerre et d'apparat d’après
les sceaux du moyen-ăge, Paris 1875, S. 26).
344) D 634 1, 9u quel comte d’Urgell feri hun Serray de llança de sobre
la dargua, quel cos li passa; si quel cavall ne aporta lo Serray, si quel
comte no li podia arranchar la llança... E pres la llança e tira la molt
fort, si que la darga trach del coli del Serray.
346) J 24, 21 E tot guarnit, son escut abraçat .... e lespaa en la ma,
paras al portal-, 70, 18; 99, 18; 134, 20; 220, 12;D6211,19u; 674r, 35;
M 335, 17 ab la espasa en la ma e ab lescut abraçat dona salt dins... —
Über Armspangen zum Durchstecken des linken Armes siehe SpW
S. 99.
346) D 608r, 6u (d'avant); M 335, 20 mes se dauant lescut, nachdem
es vorher (335, 17) heißt: ab lescut abraçat dona salt dins....
34’) D 592r, 16.
348) J 224, 9 als altres donaren tals cantalades desus que iots los escuts
los trencauen-, D 619 1, 29; 621 1, 13u; 662 1, 20. Vgl. auchD 574r, 7u
romput.
349) haver a escut e ab llança Ulí 194, 3); combatré a escut e a lança
(J 24, 14; D 720r, 9); pendre un castel a escut e a lança (J 33, 23);
venir sols a escut e a lança (J 50, 13); batre a scut e llança (D 685 1, 19u).
36°) M 389, II; 394, 29 quants hauien mester vestit o armadures.
3S1) M 307, 14 que totes ses armes hi tronvpe, saluant la maça. Vgl.
gents de armes M 258, 18.
382) M 546, 15 e dauant portaren li (dem König) la espasa, e darrera
les armes. Vgl. SpW S. 101.
176 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhundert»

383) D 645r, 20 esberech e tots los guarniments; 659 1, 24 nois valia


guarniment ne cuyraces; 7101, 4; 7171, 6; 718r, 17; M 193, 20; 270,11
(gomimens); 401, 10; 710, 4. Vgl. sp. guarnicion, guarnizön (SpW
S. 101).
354) M 270, 11 gomimens de cors.
386) M 401, 10 pensaren de obrar escales e guarniments per combatre
Qalipol.
388) D 624r, 7u u. a.; M 253, 34 lleuaren lo camp del ames e de la
moneda; 298, 21; 408, 6 e tendes e ames de totes coses que a cami feyen
mester a aytal senyor; 432, 21; 540, 1; arnesos-. M 253, 19.
äs’) M 255, 21; 401, 35; vgl. auch cauall armat.
388) J 24, 21; M 390, 36; 391, 33; 401, 22; 478, 9; 502, 20. Vgl.
cavaller guarnit-. B 223, 22; 227, 32.
388) D 6021, 33 cavallers cuberts de ferre; 668r, 22 cuberts de ferre de
cos e de cavall; 683r, 25 cuberts de ferre, que nois paria sino los ulls.
38°) M 344, 34 el desarmaren e li faeren venir los metges.
361) M 403, 1; 413, 17; 426, 18; 502, 21.
362) ausberch: OC 233, 8; 233, 10; 235, 33; asberch-. D 6551, 5;
.655 1, 11; alberch-, D645r,47; esberch: D 645r, 20 (esberech); 718r, 29
(esberc); M 502, 27. Vgl. prov. ausberc u. ä., afrz. haubert, hauberc u. ä.
(V. Schirling, Die Verteidigungswaffen im altfranzösischen Epos,
Marburg 1887, S. 31). — Vestir-. D 6551, 5; 718r, 28.
363) D 718r, 29 esberc de ferre.
384) Siehe SpW S. 102ff.
365) jyf 40i; 35 (armat ab lloriga). Sp. ptg. loriga (SpW S. 103).
385) D 645r, 47 dona li tan gran colp de la llança sots les faldes del
alberch, si que tot lo ferre li passa per la cuxa;'h/í 230, 5 per les faldes en la
cuxa. Vgl. sp. faldes.
3«7) X) 718r, 29 vestia hun esberc de ferre ab son cap mall e ab huna
cervellera; M 335, 25. Vgl. auch J 24, 18 .j. batut de males de ferre,el
cap; 306, 12 batut. — Sp. almófar (SpW S. 104).
368) Vgl. sp. desmallar, sortijas u. a., SpW S. 104, 1.
388) D 654r, 36 dona li hun colp de la llança per la ventalla, per mig
lo coll, si que li trenca les venes. Vgl. prov. afrz. ventaille, mhd. finteile
(E. Viollet- le-Duc, Dictionnaire raisonné du mobilier français,
Paris o, J. VI, 353; A. Schultz, a. a. O., II, 51; V. Schirling,
a. a. O-, S. 43); sp. ventana (SpW S. 105).
3’0) J 224, 3; 342, 13; 428, 15. < arab. ŁisJl,
3’3) J 428, 15.
372) j 224, 3 e no aduxeren altres armes sino almexies. Pal·las
gibt unter almeixia die Bedeutung ,Mantell petit de roba ordinària
que duien antigament els moros de les classes populars1 (ähnlich Wb.
der R. Acad. Esp. unter almejia).
3’3) J 342, 14.
3’4) J 342, 13.
Waffen nach den katalanische^ Chroniken des XIII. Jahrhunderts 177

375) D 6591,25; 6591,41; 664r, 12u; 7181,9u; 718r, 17 (s. Note 386);
M 80, 21; 144, 1; 391, 8; 401, 21; 502, 27 que tinguessen lesberch
vestit o les cuyraces. < CORIUM + -ACEA.
3’8) D 664r, 12u belles cuyraces de samils e de draps d’aur.
3”) J 25, 3; 55, 16; 70, 15 (los gonions bei einem Ritter); 136, 26
(de ius de la capa); 208, 25; 222, 13; 270, 20; gonio de cors: J 105, 6;
236, 9. — D 650 1, 18 und 653r, 5 findet sichgomo (vestir; D 6501, 18
de sots la gonella), das vielleicht eine Verschreibung aus gonio darstellt
(oder ist an GUMMA zu denken ?). Gonio < GUNNA + -ONE.
3’8) J 25, 3; 105, 6; 136, 25; 208, 25; 270, 19.
379) J 236, 9.
38°) J 495, 4 ques era anat son perpunt vestit, e son camisol, e son
capell de ferre al cap; M 158, 32 (s. Note 382).
381) M 105, 14 no vesten mas sol un casot.
382) e defus guarnit dunes bones espalleres e de un bon camisol, e
desus un casot de lli tint vert qui ho cobria tot, e puix una gramalla fort
auol e vella que vesti (um unerkannt zu reisen).
383) M 502, 15; 502, 23 que Gathalans e Aragonesos han aquest
auantatge daltres gents, quéls homens acauayll tostemps que hostejen
van ab les espatlleres vestits; espalleres-. M 158, 31; espatleres-. D 717 1, 5.
— Vgl. afrz. espaulière, mhd. spaldenier (A. Schultz, a.a. O., II, 39).
38<) D 717 1, 5 vestis hunes espatleres de cendat. (Vgl. mhd. palmát-
síde). Cendat <ital. zendado REW7935; vgl.sp. cendal-, A. Castro in
REE VIII, 333.
385) OC 233, 25; 233, 28 enaxi con la gorgera environa lo coli del
cavaller per so que sie deffès de nafres e de colps. Vgl. sp. gorguera
(SpW S. 105), afrz. gorgière, gorgerete, mhd. halsplech (A. Schultz,
a. a. O., II, 55).
386) D 718r, 17 no li valgueren cuyraces, ni buch, ne negun guarniment
que portas.
38’) D 6481, 3 (Almugaver; vestir). Vgl. afrz. cote (V. Schirling,
a. a. O., S. 50). < fränk. KOTTA.
388) J 42, 18 (perpont); 44, 6; 44, 13; 46, 24; 55, 16; 57, 13; 71, 3;
99, 20 (Maure); 105, 8u.a.;D 674r, 9; 692r, 19; 692r, 31; OC 235, 29;
M 401, 36. — Vgl. sp. perpunte (SpW S. 107), ptg. perponte, prov.
perpunt, perpunch u. ä., afrz. pourpoint.
389) J 42, 18; 44, 6; 44, 13; 57, 13 u. a.; D 674r, 10; 692r, 19.
38°) J 236, 8.
391) M 401, 35.
392) OC 236, 8 (s. Note 340).
393) D 653r, 5 perpunt de cendat. (Über cendat s. Note 384).
39í) J 221, 18 E nos qui stauem aixi reposan, e nos ab nostre perpunt
deslaçat...
3»s) j 4g> 24 ferilo per la part dreta de la lança, e mes ne pel costat
destre mig peu per la obertura del perpunt de ius lo braç.
12
178 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

396) OC 235, 29 Perpunt dona significança al cavaller dels grans


treballs los quals li cové a sofferre per honrar l'orde de cavalleria. Car
enaxi con lo perpunt està dessús a les altres guarniments, e sta al sol eala
pluja e al vent, e reep enans los colps que l’ausberch, e per totes parts es
combatut e ferit...; J 105, 6 „Hauets lo gonio de cors 1“ E dixem nos
„No“. „Senyor“, dix el, „donchs prenets aquest.“ E deualam, e vestim
nos lo seu e nostre perpunt. Vgl. J 55, 15 e yo enuiare per mon caual,
e per mon gonio, e per mon perpunt, e per mes armes. — Wenn es nun
aber J 208, 24 heißt: E nos anauem nostre perpunt vestit, e nostre gonio
und. J 236, 8 escuders armats de perpunts, e de gonions, so läßt die
Reihenfolge der Rüstungsstücke den Schluß zu, daß hier der perpunt
unter dem goniá getragen wird (so auch afrz. pourpoint, V. Schil­
ling, a. a. O., S. 50). Diese zwiefache Art und Weise den perpunt zu
tragen (die wohl auch für die restliche Pyrenäenhalbinsel angenommen
werden kann) ergibt sich auch aus der provenzalischen Chanson
de la Croisade contre les Albigeois (hrsg. v. P. Meyer, Paris 1875;
13. Jahrh.): Beispiele für p. über dem Haubert: Vers 2113 trauquet
li los brazos/ el perpunch e l'ausberc; 2553 mots aubercs an vestitz e mot
bon gonion/e desus mot perpung; Beispiel für p. unter dem Haubert:
9154 que Vausberc li debriza el perpung el cendatz. Vgl. auch das in
Deutschland .sowohl über als unter dem Rocke1 getragene kursit
(A. Schultz, a. a. O., 57).
3”) J 22, 9 uestim nos lo perpunt sobre la camisa (in Eile)/çwe anch
no esperam quens uestissen la gonéla; 273, 23 E tolguem li el caual, el
perpunt, el capél de ferre e la balesta-. e no li lexam sino una gonela.
388) D 6501, 20; M 156, 14; 158, 30; 158, 33.
3”) M 158, 33 wird die gramalla über dem casot getragen, der
wiederum über espalleres und camisol sitzt; D 6501, 20 trägt der König
über der gonella eine gramalla blaua, no gayre bona.
4«») J 22, 9; 273, 23. Siehe Note 397. Über frz. gonele vgl.
A. Schultz, a. a. O., II. 58; V. Schirling, a. a. O., S. 57. Zu
GUNNA.
4(11) .1 136, 25 pero unslút. (Maure) .j. gonio d<> ins la cap«, de ins
guardacors que uestia de xapsir blanch. — Sp. guardacós war ein ärmel­
loser Panzer (SpW S 108).
4»2) D 627 1, 3; M 125, 7; 389,9.
4°3) D 648 1, 34; ,709r, 4.
404) D 6551, 11.
405) J 270, 20 calçam nos les calçes del ferre en peus; OC 233, 14 calces
de ferre son donades a cavaller per tenir segurs sos peus e ses cames.
4 08) Siehe V. Schirling, a. a. O., S. 75; E. Viollet-le-Due,
Nictionnaire raisonné du móbilier français, Paris o. J., V, 272.
40’) D 6271, 1 en los cames porten hunes calses de cuyro; 648 1, 7
en les cames hunes calses de cuyr.
408) M 80, 22; 344, 18 ab un coltell de tall dona tal a un caualler
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts J 79

jrances, que la gambera e la cama nana tot en unpich. Vgl. afrz. jam-
bière, mhd. beinberge (A. Schultz, a. a. O-, II, 37; V. Schirling,
a. a. O., S. 77).
408) D 627 1, 1 e als peus hunes avarques de cuyro; 648 1, 8 hunes
avarques de cuyr als peus; M 105, 11 e abarques en los peus; vgl. D
590r, 1 (avarques bei einem servent).
41 °) ab les antipares en les cames (Almugavers).
411) Über huesas als Jagdstiefel in altfranzösischen Epen vgl.
E. Bormann, Die Jagd in den altfranzösischen Artus- und Abenteuer­
romanen, Marburg 1887, S. 29.
412) D 6501, 21 ses osses calsades; M 159, 2 axi con hauia acostumat
de caualcar ab sos hoses.
4>3)élm-. J 70, 17; 99,17;D574r, 7u; 621 1, 18u; 623 1,31; 648 1, 49;
654r, 12u; 6551, 6; 7101, 16; M 251, 7; 252, 14; 321, 21ff.;322, 5;
499, §;hélm-. D 664r, 9u; elme-, B 233, 22. Vgl. sp. yelmo (SpW S. 111),
prov. elme.
414) J 99, 17 elm saragoça. Über sp. yelmo de Zaragoza sowie ,Kata-
lansehmieden1 vgl. SpW S. 111, Note 5.
41ä) M 321, 32 dona li tal colp per la cara del elm dauant .... E al
ferir que feu en la cara del elm, leim auanta tant fort en la cara del dit
en B. A. D., que tot lo nas li fonia en tal manera, que depuix nul temps
non jo adret.
416) D 648 1, 48 va li deslassar son elm e vol lo degollar; 654 r, 12u
deslassas l'elm de son cap.
417) M 499, 10.
418) D 7101, 16.
419) J 99, 17.
42°) J 70, 17.
421) capell de ferre-. D 653r, 6; 664r, lOu; OC 232, 23; M 80, 21;
251, 14; 495, 5; 502, 15; capel de ferre-. J 24, 21; 25, 3; 204, 21; 208, 25;
220, 3; 221, 15 u. a.; capell-, M 370, 19; vgl. M 377, 5ff. (capell del
magaducat als Abzeichen der Würde im griechischen Kaiserreich). —
Vgl. sp. capiello, mpillo (SpW H. 112), ptg. capello, prov. capel.
««) D 6481, 6.
423) capell de lli-. M 158, 34 (e la cervellera ab un capell de Ui) als
Schutzüberzug über die cervellera; capell de filats: M 105, 13 (Almu­
gavers). Vgl. auch R. Menéndez Pidal, Cantar de Mio Cid, II,
S. 533.... Dor capel de sol (.1 306, 11; M 151), 3) ist ein Hut zum Schutz
gegen die Sonnenstrahlen, nicht etwa ein Helmüberzug, der das
Blinken in der Sonne verhindern soll.
424) M 502, 15; 502, 25.
426) J 221, 15.
425) J 221, 28.
42’) M 370, 19.
42S) M 502, 22 quels homens acauayll tostemps que hostejen van ab les
12*
180 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

espatlleres vestits, e ab lo capell jubat al cap, e tenen llurs cauaylls en-


seyllals. IS tantost com senten brugit, no hon etwa dals, mas que prenen
lescut e el capell de ferre. Vgl. sp. jubele ,coleto cubiorto do malla do
hierro que usaron los soldados españoles hasta fines del siglo XV'
(Wb. R. Acad. Esp.). Über das nicht mit dem Haubert verbundene
Hersenier in Frankreich (clavain) vgl. Viollet-le-Duc, a. a. O., V,
278; A. Schultz, a. a. O., II, 55; V. Schirling, a. a. O., S. 42.
42B) J 105, 9 (ligada en la testa). Vgl. sp. ptg. capellina (SpW
S. 113, m. Abb.).
13 o) D 718 r, 30; M 158, 34 (mit Schutzüberzug, capell de lli, gegen
das Blinken im Sonnenschein). Vgl. afrz. cervéllière. Vielleicht war
die cervellera eine Art ,Beckenhaube‘, ähnlich dem bacinet (vgl. A.
Schultz, a. a. O., II, 56).
43í) J 270, 2 e don F. L. no hauia, sino vna barbuda ques mes en la
testa.
432) Vgi. v. Schirling, a. a. O., S. 59: ,Eine bedeutende Ver­
besserung ist es bereits, das Nasenband über das ganze Gesicht hin zu
verbreitern, wobei man auch Öffnungen für die Augen anbringen muß
.... Dieser Helm wird barbière genannt, findet sieh aber nicht im
altfranzösischen Epos1.
433) D 645r, 31 (aportar al cap); 6501, 19 (aportar en son cap).
Vgl. sp. bacinete und cofia (II), SpW S. 115 ff. (dort auch Näheres über
,Topfhelm1).
434) aporta... .e hun bacinet en son cap, e vestia...., e hun capiro
blau vestit en son cap. Vgl. 651r, 16u los cavallers francesos se tragueren
lo capero del cap (zur Begrüßung des Königs); ferner M 158, 33 e un
capero, e la cervellera ab un capell de lli el cap.
435) M 175, 13 un palafre blanch, mans e bell, e meteren li lo ensellament
de madona la regina; 175, 17 entre palafrens e mules de les dones e de les
donzelles. Doch findet sich B 146, 25 palajrè als Reittier eines escuder
(vgl. dagegen D 653r, 7 roci corredor).
43fl) sella- J 312, 4; D 593 1, 31; 604r, 17u; 635 1, 2 u. a.; 00 236, 8;
M 159, 31; 230, 5; seia-, J 113, 17; 343, 11; seylla; M 389, 10. Vgl.
sp. siella (SpW S. 120). — Abb. 4: Sattel nach demMarienfrontal aus
Mussol (Museum Barcelona), 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
437) M 156, 13; 158, 22.
™)ensellar;J98, 28; D 573r, 21; 673r, 19; 717 1,4; 717 1, 15; M 158,
20; enselar: J 349, 25; enseyllar; M 502, 24.
43B) D 5931, 31.
44°) M 175, 13 (beim Damensattel); 539, 38 e densellaments ne de
frens nous cal parlar.
441) M 117, 25; 175, 15 und 18 (Damenpferd).
443) D 7191, 23.
443) M 156, 20.
444) D 718r, 34.
Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts 181

44S) D 602r, 9 E aquells que no havien cubertes de cavalls ne trepes


/alteren tota la nit mibertes de cubertos e de vànoves, e trepes dellançols;
vgl. 602 r, 42 homens a cavall e en rn/uls e rocins cuberts de llançols e de
cubertos. Vgl. sp. cuberturas.
44s) OC 236, 8 senyal en scut e en sella. Vgl. sp. señal.
447) D 602 1, 35 E aquells qui no han trepes ni sobre-senyals. . .
448) Siehe Note 445 und 447. Das Wort trepa bedeutet anscheinend
ursprünglich .Zierat, Besatz' und ist zu germ. TRIPPON zu stellen.
449) D 604r, 18u; piträll: M 230, 3 (caualler frances). Vgl. sp. petral.
*50) M 230, 3. Vgl. sp. campanillas und cascaviellos.
451) M 230, 8 axi aquel caualler fora cahut, sino jos que era ab cadena
jermat en la sella.
«st) 156, 19 ey0 sere escuder vostre eus tindre lestrep, com muntarets.
Vgl. sp. estribo, estrïbera.
468) D 604r, 18u; M 389, 11; 539, 38; 546, 33. Vgl. sp. freno, das
aber im 13. Jahrhundert auch schon den Zaun bedeuten kann.
D 604r, 18u unterscheidet scharf el fre e les regnes.
454) M 546, 33 en lo braç del fre del cauayll hach dues dues parells
de regnes ....
466) J183, 15; 269, 23; D 5801, 3u; 580r, 8u; 604r, 18u; 635r, 11;
639r, 20; 6501, 29; 719r, 29; 719r, 32 (grosa); M 230, 11 lo cauall
ana pendre per la regna; 251, 23.
466) M 251, 23 ab lespasa en la ma ell va venir e talla li les regnes, si que
per aço lo senyor rey se cuyda perdre. Perque negu cavaller no deuria
anar en feyt darmes menys de dos parells de regnes, les unes de cadena, e
les altres de cuyr, e aquells de cadena fossen cuberts de cuyr.
46 7) Über die Bezeichnung des katalanischen Sattels als siella coçera
im Cardar de Mio Cid vergl. SpW S. 120.
««) M 251, 8; 285, 17.
469) S. R. Zschille und R. Forrer, Die Pferdetrense in ihrer
Formenerdwicklung, Berlin 1893, S. 12. Vgl. auch J. O. Asin in
BRAE XV (1928), 383 ff.
46°) genets; J 395, 16 quel Rey de Granada de lonch temps hauia
percaçats los moros de lenmar, e que passauen los genets en sa terra;
395, 24; 436, 7; 438, 13; 438, 18; 440, 10; 528, 12 (cauallers genets);
jenets; J 431, 20; 433, 4; fanets: J 528, 16; 528, 17; 529, 2; 530, 6;
530, 18; ianets; J 529, 25; ginets: D 689 1, 5 (Serrayns ginets).
461) J 270, .11 (gornimens de caual); OC 235, 21. Vgl. gornir los
caualls: J 270, 13; 270, 19 und caualls armats: M 90, 31; 96, 11; 224,14;
227, 24; 228, 15; 228, 20; ferner M 228, 9 nos arnem nos ab nostres
caualls. Vgl. sp. loriga de cavallo (SpW S. 123).
482) D 668 r, 22. Vgl. auch cauall armat im Gegensatz zu cauall
alforrat (ohne Pferderüstung; alforrar zu arab. ,frei'): M 359, 8
und 429, 23; ferner armar caualls im Gegensatz zu ensellar: D 573r, 21.
182 Waffen nach den katalanischen Chroniken des XIII. Jahrhunderts

«3) OC 235, 13.


«*) D 580 1, 7u; 592r, 15; 608r, 7u; 634 I, llu; 685r, 4; 692r, 15;
694r, 9; 704 1, 30; 717r, 30; 7191, 1; OC 233, 18; 233, 20; M 544, 34.
Vgl. sp. espuela (im 12. Jahrhundert auch espolón, SpW S. 123).
«8) D 6791, 8; 7101, 21; 7181, 30; 7181, 7u.
«•) OC 233, 20; M 250, 29; 307, 12; 369, 10.
487) punyiv. D 580 1, 7u; 608r, 7u; 634 1, 12u; 692r, 44 punyi son
cavall dels sperons, ähnlich 694r, 9; poniv. D 592r, 15.
Volkstum und Kultur der Romanen
Die Zeitschrift
erscheint in Vierteljahrsheften im jährlichen Gesamtumfang
von 384 Seiten.
Schriftleitung: Walther Kuchler und Fritz Krüger.
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Volkstum und Kultur
der Romanen
Sprache, Dichtung, Sitte

Vierteljahrsschrift
mit Unterstützung der
Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung
herausgegeben vom
Seminar für romanische Sprachen und Kultur
an der Hamburgischen Universität

I. Jahrgang

Friederichsen, de Gruyter & Co. m. b. H.


Hamburg 1928