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SMART

Sammlung mathematischer Aufgaben


als Hypertext mit TEX

Jahrgangsstufe 10

herausgegeben vom

Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, München∗

in Zusammenarbeit mit dem

Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik der Universität Bayreuth

20. Dezember 2001

∗ Die
Aufgaben stehen für private und unterrichtliche Zwecke zur Verfügung. Eine kommerzielle
Nutzung bedarf der vorherigen Genehmigung.
Inhaltsverzeichnis

I. Algebra 4
1. Rechnen mit Potenzen 5
1.1. Numerisches Rechnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2. Rechengesetze - Herleitung und Illustration . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.3. Termumformungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
1.4. Potenzgleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
1.5. Polynomdivision . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
1.5.1. Anwendungsaufgaben mit fächerübergreifenden Aspekten . . . . . . 33

2. Potenzfunktionen 38
2.1. Eigenschaften und Klassifikation von Potenzfunktionen . . . . . . . . . . . 38
2.2. Funktionsterme, Graphen, Umkehrfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . 40
2.3. Potenzfunktionen in Anwendungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

3. Exponential- und Logarithmusfunktionen 45


3.1. Exponentialfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
3.1.1. Exponentialfunktionen - Eigenschaften und Graphen . . . . . . . . 45
3.2. Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen . . . . . . . . . . . . . 46
3.2.1. Wachstums- und Abklingvorgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
3.2.2. Geometrische Folgen und Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
3.3. Logarithmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
3.3.1. Exponentialfunktionen - Bearbeitung mit Logarithmen . . . . . . . 57
3.3.2. Lösen elementarer logarithmischer Gleichungen mit der Definition
des Logarithmus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
3.3.3. Rechnen und Termumformungen mit Logarithmen . . . . . . . . . . 60
3.3.4. Exponentialgleichungen - Lösung mit Logarithmen . . . . . . . . . 63
3.4. Logarithmengleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
3.4.1. Logarithmusfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
3.4.2. Anwendung von Logarithmen - Sachaufgaben . . . . . . . . . . . . 74
3.4.3. Logarithmen und die Länge von Dezimalzahlen . . . . . . . . . . . 78

2
Inhaltsverzeichnis

II. Geometrie 80
4. Kreismessung 81
4.1. Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren . . . . . . . . . . . 81
4.1.1. Kreissektoren - Bogenlänge und Sektorfläche . . . . . . . . . . . . . 87
4.2. Kreisteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
4.2.1. Kreisteile - einfache Figuren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
4.2.2. Kreisteile - nur Sektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
4.2.3. Kreisteile - auch Segmente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
4.2.4. Verschiedenes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99

5. Zylinder, Kegel, Kugel 100


5.1. Zylinder - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
5.2. Kegel - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
5.3. Kegelstumpf - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
5.4. Zylinder und Kegel - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . 106
5.5. Kugel - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
5.6. Zylinder, Kegel und Kugel - Volumen und Oberfläche . . . . . . . . . . . . 110
5.7. Umfüllaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
5.8. Rotationskörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
5.8.1. Einbeschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
5.8.2. Anwendungen in der Physik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
5.8.3. Das Prinzip von Cavalieri . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121

6. Trigonometrie 123
6.1. Winkel im Bogenmaß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
6.2. Berechnungen am rechtwinkligen Dreieck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
6.3. Übergang zum allgemeinen Dreieck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
6.4. Rechnen mit Winkelfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
6.4.1. Die Graphen der Winkelfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
6.4.2. Die allgemeine Sinusfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
6.4.3. Additionstheoreme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
6.4.4. Vermischtes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155

III. Addita 157


7. Zylinder- und Kegelschnitte 158
7.1. Kegelschnitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158

8. Informatik 159

3
Teil I.

Algebra

4
1. Rechnen mit Potenzen

1.1. Numerisches Rechnen


1. Pluto, der äußerste Planet unseres Sonnensystems, bewegt sich mit einer mittleren
Geschwindigkeit von 4,75 km/s in 248 Jahren einmal um die Sonne. Wie groß ist der
Durchmesser seiner Bahn und damit der Durchmesser unseres Sonnensystems?
(Die Bahn von Pluto kann als Kreis angesehen werden; ein Jahr soll 365 Tage haben.)

Lösung: 1,2 · 1010 km

2. 1993 erreichte das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland 3925 Milliarden


¤. Wieviel ¤ hatte im Durchschnitt jeder der 80,2 Millionen Einwohner auf der
hohen Kante?
Wie ändert sich dieses Ergebnis, wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland 7,25
Mio. Menschen keine Ersparnisse besitzen?
Lösung: 48940 ¤ bzw. 53804 ¤

3. 1993 waren in Deutschland 32,7 Millionen Autos zugelassen. Reihen Sie in Gedanken
die durchschnittlich 4,2 m langen Autos aneinander und vergleichen Sie die Länge
dieser Autokette mit der Länge des Erdumfangs (40000 km).
Lösung: 3,4 · UErde

4. 1993 produzierten die 80,2 Millionen Einwohner Deutschlands 3,3 · 1011 kg Müll.

(a) Wieviel Müll erzeugt jeder einzelne Einwohner täglich?


(b) Was kostet der Müll jährlich, wenn die Beseitigung einer Tonne 400 ¤ kostet?

Lösung: 11,3 kg, 132 Mrd. ¤

5. Falten Sie (in Gedanken!) ein Blatt Papier der Dicke 0,1 mm 50mal. Wie dick wäre
das entstandene Gebilde? Vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit der Länge des Erdumfangs
(40000 km)!
Lösung: 2815 · UErde

6. Schreiben Sie in der Form a · 10m , so dass a eine Ziffer (6= 0) vor dem Komma hat!

5
1.1 Rechnen mit Potenzen

(a) 0,0436 · 107


(b) (0,53 · 106 ) · (1,5 : 10−3 )

Lösung: (a) 4,36 · 105 ; (b) 7,95 · 108

7. Geben Sie jeweils in Gleitkommadarstellung (in der Form a · 10n mit n ∈ N und
1 ≤ a < 10) an:

(a) 1023,40
(b) 35,36 · 102 km2 in der Einheit m2

Lösung: 1,02340 · 103 , 3,536 · 109 m2

8. Die Erde ist 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Berechnen Sie, wie
lange das Licht von der Sonne zur Erde benötigt und geben Sie das Ergebnis in
Gleitkommadarstellung (d.h. in der Form a · 10n mit n ∈ N und 1 ≤ a < 10) mit drei
gültigen Ziffern in Sekunden an (Lichtgeschwindigkeit c = 299792458 ms ).

Lösung: 5,00 · 102 s

9. Das Universum hat ein Volumen wie ein Würfel mit einer Kantenlänge a von zwan-
zig Milliarden Lichtjahren (Lichtgeschwindigkeit: c = 300 000 km
s ). Ein Proton be-
ansprucht ein Volumen wie ein Würfel mit der Kantenlänge b = 10−15 m. Wie viele
Protonen passen in das Universum?

Lösung: a = 1,89 · 1026 m; VUniversum = 6,77 · 1078 m3


VUniversum
VProton = 10−45 m3 ; N = = 6,77 · 10123
VProton

10. Es gibt x = 261000 verschiedene Texte mit einer Länge von 1000 Buchstaben. Nach
einer geeigneten Umformung ist x in der Gleitkommadarstellung mit drei geltenden
Ziffern hinzuschreiben!

Lösung: x = (2610 )100 = (1,41167 · 1014 )100 = 1,41167100 · 101400 = 9,40 · 101414

11. Die Staatsverschuldung Deutschlands beträgt (1995) ungefähr zwei Billionen Mark.

(a) Welche Verschuldung trifft bei einer Einwohnerzahl von 80 Millionen auf einen
Haushalt mit vier Personen?
(b) Ein Zehnmarkschein ist 13 cm lang, 6,5 cm breit und 0,12 mm dick. Wie lang ist
ein Güterzug mit einem Laderaum von 3 m Breite und 2 m Höhe, der mit den
gesamten Staatsschulden in Zehnmarkscheinen beladen ist?

6
1.2 Rechnen mit Potenzen

(c) Welche Kantenlänge hat ein würfelförmiger Geldspeicher, der die gesamten Staats-
schulden in Markstücken aufnimmt? Wir gehen davon aus, dass ein Markstück
bei der Lagerung 1 cm3 Rauminhalt beansprucht.
Wie lang ist der Güterzug aus Teilaufgabe (b), wenn er mit Markstücken beladen
ist?
(d) Der Finanzminister soll die Staatsschulden zurückzahlen. Mit einem Geldkoffer
(Innenmaße: 39 cm x 26 cm x 8 cm) trägt er Tausendmarkscheine (doppeltes Vo-
lumen wie Zehnmarkscheine) vom Keller der Gelddruckerei in davor wartende
Geldtransporter. Für einen Gang braucht er mit Ein- und Auspacken zehn Mi-
nuten. Wie lange braucht der Finanzminister für das Zurückzahlen der Schuld,
wenn er wöchentlich vierzig Stunden und jährlich vierzig Wochen daran arbei-
tet? Wieviel Geld hat in dem Koffer Platz?

Lösung: Diese Aufgabe dient zur Veranschaulichung großer Zahlen.


(a) 100 000 DM (b) 33,8 km (c) 126 m; 333 km
(d) ungefähr 52 Jahre

12. Gegeben ist der Term:


(0,000 000 106 5)4 · 0,000 190 0
.
3 560 000
(a) Stellen Sie den Term mit Zehnerpotenzen dar (jeweils eine Stelle vor dem Kom-
ma)!
(b) Berechnen Sie den Term mit dem Taschenrechner (Ergebnis mit zwei Stellen vor
dem Komma und vier gültigen Ziffern)!

1,0654 · 1,9
Lösung: (a): · 10−26
3,56
(b): 68,66 · 10−28

13. Berechnen Sie mit dem Taschenrechner (5 gültige Ziffern):


s
4 −2 · 0,473
5 2,47 − 0,1662

0,213

Lösung: 5,1473

1.2. Rechengesetze - Herleitung und Illustration


1. M sei die Menge aller Potenzen, die jede der drei Ziffern 4, 3 und 2 genau einmal
und sonst keine Ziffer enthalten. Die Potenzen dürfen Klammern, aber keine Re-
chenzeichen enthalten. Die beiden Potenzen (32 )4 und 324 sind z.B. Elemente von
M.

7
1.2 Rechnen mit Potenzen

(a) Wie viele verschiedene Reihenfolgen der drei Ziffern gibt es? Wie viele verschie-
den aussehende Potenzen mit diesen drei Ziffern sind also möglich?
(b) Suchen Sie die beiden größten und das kleinste Element von M , wobei alle
Versuche genau zu protokollieren und Strategien der Suche kurz zu erläutern
sind!
c c
Lösung: 6 Reihenfolgen, 4 Möglichkeiten: ab ; ab ; abc und abc
(ab und bc sind zweiziffrige Zahlen, keine Produkte!)
=⇒ 4 · 6 = 24 verschieden aussehende Möglichkeiten.
4
23 = 281 ≈ 2,42 · 1024 ; 342 ≈ 1,09 · 1020 ; 342 = 1156
√ √ √
2. Jemand glaubt, dass 6 a + 6 b = 6 a + b ist (a, b ∈ R). Überzeugen Sie ihn durch
ein einfaches Zahlenbeispiel, dass er nicht recht hat!
Nennen Sie eine Rechenregel, die so ähnlich aussieht und richtig ist!

Lösung: Wähle etwa a = 1, b = 64; Ersetze + “ durch · “!


” ”
3. Die Gleichung 32 + 42 = 72 ist anscheinend falsch.

(a) Gibt es Zahlen a und b, für die die entsprechend gebildetete Gleichung a2 + b2 =
(a + b)2 richtig ist? Begründen Sie Ihre Vermutung.
(b) Wann gilt die Gleichung a3 + b3 = (a + b)3

Lösung: Die binomische Formel zeigt im ersten Fall, dass a = 0 oder b = 0 sein muss. Im
zweiten Fall genügt a = −b.

4. Unter welchen Bedingungen für m ∈ N, n ∈ N und x ∈ R gilt:


√ n √ n
(a) m xn = x m (b) m xn = |x| m

Lösung: (a) für x ≥ 0


(b) für n gerade und x ∈ R bzw. für n ungerade und x ≥ 0

5. Im Unterricht wurde das 1. Monotoniegesetz für Potenzen besprochen und bewiesen.


Hiernach gilt für n ∈ N und beliebige Zahlen x1 , x2 ∈ R+ :
x1 < x2 =⇒ xn1 < xn2
Führen Sie den Beweis nochmals im Detail durch!

Lösung:

8
1.3 Termumformungen

6. Im Unterricht wurde das 2. Monotoniegesetz für Potenzen besprochen und bewiesen.


Hiernach gilt für x ∈ R+ und beliebige natürliche Zahlen n1 , n2 ∈ N :
 n1
x < xn2 wenn 1 < x < ∞
n1 < n2 =⇒
xn1 > xn2 wenn 0 < x < 1

Führen Sie den Beweis nochmals im Detail durch!

Lösung:

7. Ordnen Sie der Größe nach und begründen Sie:


( 21 )403 , ( 14 )203 , ( 18 )120 , 16102 , (− 14 )201 , 4−210 , (−2)360

Lösung: (− 14 )201 < 4−210 < ( 14 )203 < ( 21 )403 < ( 18 )120 < (−2)360 < 16102

8. Ordnen Sie ohne Benutzung des Taschenrechners folgende Potenzen der Größe nach,
mit kurzer Begründung:
0,252,8 ; 5−3,1 ; 4−3,1 ; 5−4,1

Lösung: 5−4,1 < 5−3,1 < 4−3,1 < 0,252,8

1.3. Termumformungen
Nur Multiplikation und Division - Exponenten ganzzahlig
1. Vereinfachen Sie:   5 0 2 3
a2 (bc)4

abc
4 3 ·
(ab) c a7 c 6

Lösung: a−8 c−11

2. Vereinfachen Sie möglichst weitgehend und schreiben Sie das Endergebnis ohne Bruch-
strich:
(3u4 v −1 )2 (2u−6 v 3 )−3
:
(9u−2 v −3 )−1 (2u5 v −2 )4

Lösung: 27 · 34 · u8 · v −4

3. Vereinfachen und schreiben Sie das Ergebnis ohne Bruchstrich:

0,8a6 b−5 c3 9b−1


:
3−3 a−3 b4 a−4 c2
Lösung: 2,4a5 b−8 c5

9
1.3 Termumformungen

4. Vereinfachen Sie: " 3  6 −4 −2 #  0 −1


2a−1 b2 3a b −c
: ·
3a5 c−3 −2 4
7a c 7a

Lösung: − 8c 2
21ab
5. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:
(3a − 7b)2n+1 · (7b − 3a)2n+1

Lösung: −(3a − 7b)4n+2

6. Vereinfachen Sie:

r3m+2 r2m−2
:
am+3 am+2
Lösung: rm+4 a−1

7. Vereinfachen Sie:
 3  2m+4 4 " m−8 −2  −2n+1 −3 #
3 −y y 4x
− · : ·
4 x n−2
x n+2
3y −3m

Lösung: −y 19m x−12n+7

8. Vereinfachen Sie so weit wie möglich (a, b ∈ Z):


x2a+5 x2a
:
(−y 3 )2b+5 · [(−z)4 ]3b+3 (yz)6b+10 · [(−z)3 ]2b−1

x5
Lösung:
y5 · z5
9. Vereinfachen Sie folgenden Term so weit wie möglich:
6 " −n #−6
(−y − x)n+1 · b−1

−6 n b 1
(−1,5) · (2,5a) · : a− a ·
(−1)n−1 · (x + y)n+1 2 15n−1 · 3−n

Lösung: 106

10. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


 2 −2 3  −2
6a b 2(cd)n cn d2n
: ·
cn+1 d2n (ab)−1 3ab−2

10
1.3 Termumformungen

Lösung: 25 · 3 · a6 cn−3

11. Vereinfachen Sie soweit wie möglich und schreiben Sie ohne Nenner:
−4 "  −n 2 #
5ak cm

1 b
− −n · :
3b (9c2m )2 25

Lösung: a−4k b−2n c−8m

12. Vereinfachen Sie möglichst weitgehend und schreiben Sie das Ergebnis ohne Verwen-
dung von Klammern und Brüchen:
 3n −7 −2  1−n 2
r s r
−4
:
5s s6

Lösung: 25r−4n−2 s18

13. Geben Sie ohne Bruchstrich an:

−5am b−n d3 10a−n bm d−4


:
8c−2 24c−1
Lösung: −1,5am+n b−m−n cd7

14. Schreiben Sie möglichst einfach mit positiven Exponenten:


( −2  3 )  5 −7 4
(−3)(−a)−2 c4−2m d0 −9(−c)−3 ab
−3 −2
· −5 9
: 5−m
16b d 8a b c

81c3
Lösung: 2ab5 d4

15. Vereinfachen Sie folgenden Term so weit wie möglich! Im Ergebnis sollen nur positive
Exponenten auftreten!
" 4  2 #−5
5x0 · 100 y 5−2l
: · (−0,02−30 )−1 · (−5)−20
0,02−2 · (−y)l−3 −(−yx2 )0

1
Lösung: −
(503 · y)10
16. Vereinfachen Sie:
(−1)2n+1 − (−1)2n ; n ∈ N
 5

Lösung: −32

11
1.3 Termumformungen

Nur Multiplikation und Division - Exponenten rational oder reell


1. Vereinfachen Sie (b ∈ R+ ): (b2 )−0,27 : b0,46
1
Lösung: b

2. Vereinfachen Sie:
h √  √ i√ 2
4 2
a


Lösung: a

3. Berechnen Sie folgenden Term und schreiben Sie den Zahlenwert im Ergebnis als
Dezimalzahl:   49
3 9
0,000 000 512 · x 8 · u 4

1
Lösung: 0,0016 · u · x 6

4. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis unter Verwen-
dung des Wurzelzeichens: r q
6 4 √3
6· 6· 6


9
Lösung: 36

5. Vereinfachen Sie folgenden Term:


7 1 3
a− 8 · b b2 · c4
1 :
c− 2 a

1 1 1
Lösung: a 8 b 2 c− 4

6. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis ohne negative
Exponenten:
 −3 2 − 23  1
4x y 16y −2 6
:
z5 x−6 z 4

xz 4
Lösung:
4y

12
1.3 Termumformungen

7. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis ohne Nenner
(x, y ∈ R+ ):
 2
1 38 − 34 3
27
x y
 5
− 43
81x− 6 y

3 1
Lösung: 3x− 8 y 4

8. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis ohne Nenner
(a, b ∈ R+ ):
 5
 34
16a− 6 b
 3 3 − 23
1 8 −4
8
a b

3 1
Lösung: 2a− 8 b 4

9. Schreiben Sie mit nur einem Wurzelzeichen und rationalem Nenner (a > 0):

q 11 !3
7 √
a: a
√ √
7
a· a5

7
Lösung: a3
a
10. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und stellen Sie das Ergebnis mit rationalem
Nenner dar: √ 1
1 (b b) 2
(a4 b−5 ) 6 · √4
a2 b 5
√ √3
6
a · b2
Lösung:
b2

11. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


 √ 2  13
− 18
5 4
 a b 
 3p 1

a 4 a−5 b 5

1 1
Lösung: a 2 b 2

13
1.3 Termumformungen

12. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis ohne Nenner
(a, b, c ∈ R+ ):
 3 4 − 32  5 3  53
a− 2 b 3 c 4 a− 4
1 2 :   12
b3 c3 1 4
b4 a5

39 53 11
Lösung: a 10 · b− 24 · c− 4

13. Schreiben Sie das Ergebnis mit nur einem Wurzelzeichen:


s r r
3 a
2 a3 4 b 3
· ·
b b a5


4
Lösung: a3 · b−1

14. Schreiben Sie das Ergebnis mit nur einem Wurzelzeichen:


√ √ √
q q
5 3 4 24
c · c · c · c3 :
4 2 c41


10
Lösung: c

15. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und geben Sie das Ergebnis nennerfrei an (u, x ∈
R+):
 u  mn  x − mn  1 −2 mn
· ·
x u ux
4m
Lösung: u n

16. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und schreiben Sie das Ergebnis unter Verwen-
dung des Wurzelzeichens:
 m+1 2m+1  m1
x2 y 2 a b
2
·
ab x y 2m+1
2m

p
m
Lösung: aby −1

17. Vereinfachen Sie folgenden Term so weit wie möglich! Radizieren Sie soweit wie
möglich!
√ 3 √ √
q q q
4 6 8 4
2
a b ·a · −1
a · b · b 2 · a2
11

14
1.3 Termumformungen


Lösung: ab 24 b

18. Vereinfachen Sie so weit wie möglich (x, y ∈ R+ ):


p
64x10 y 12 1
5 2 3 6
1
4 3
 10 20  53 − 125x y · 5 xy
x2y3

Lösung: −117x2 y 2

19. Vereinfachen Sie so weit wie möglich (a, b ∈ R+ ):



6 2
 31 4 2
 13 81a8 b4
3ab · 27a b −   35
10 10
a3b6

Lösung: 18a2 b

Alle Grundrechnungsarten - Faktorzerlegungen


1. Zerlegen Sie soweit wie möglich in Faktoren:

108u2 v 3 − 3v 5

Lösung: 3v 3 (6u − v)(6u + v)

2. Faktorisieren Sie vollständig:

16z k+2 − 16z k + 4z k−2

Lösung: 4z k−2 · (2z 2 − 1)2

3. Berechnen Sie und schreiben Sie als Potenz:


 2
2 3 3 2 1
[−9(−x ) + (−4x ) ] ·
0,5

Lösung: (10x3 )2

4. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und geben Sie das Ergebnis nennerfrei an (s, t ∈
R+):  1   2 
1 1 2
s − t · s + (st) + t
3 3 3 3 3

15
1.3 Termumformungen

Lösung: s − t

5. Zerlegen Sie Zähler und Nenner vollständig in Faktoren und kürzen Sie:
9a2n+1 − a
a2 − 3an+2
3an + 1
Lösung: −
a
6. Vereinfachen Sie soweit wie möglich. Die Ergebnisse sollen vollständig gekürzt und
ohne Nenner geschrieben werden.
a2m+1 − am+1
am − a3m

Lösung: −a(1 + am )−1

7. Vereinfachen und kürzen Sie soweit wie möglich:


b2m − a2n
b2m + 2an bm + a2n

m n
Lösung: bm − an
b +a
8. Vereinfachen Sie:
(a2 + 6a + 9)2m+1
; m∈N
(−a − 3)2m+1

Lösung: −(a + 3)2m+1

9. Vereinfachen Sie folgenden Term so weit wie möglich:


81x9p − 256x5p
(16x4p − 24x5p + 9x6p ) · (9x3p + 16xp )

Lösung: 3xp + 4 ; Binomische Formeln!


3xp − 4

10. Zerlegen Sie Zähler und Nenner in Faktoren und kürzen Sie soweit wie möglich:

x2m+5 − 2xm+5 y s + x5 y 2s
x2m+8 − y 2s x8

xm − y s
Lösung:
xm+3 + x3 y s

16
1.3 Termumformungen

11. Vereinfachen Sie so weit wie möglich:


2 1 1 2
u − 2u 3 · v 3 + u 3 · v 3
1 2
u − u3 · v 3

1 1
u3 − v 3
Lösung: 1 1
u3 + v 3
12. Vereinfachen Sie so weit wie möglich:
2 1 2
! 13
 1 1
 a 3 + (ab) 3 + b 3
a −b
3 3 ·
a−b

 1 1
2
3
Lösung: a3 − b3

13. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:



5

a2 − 5 32a + 1
3 √
5
; a ∈ R+
(a − a 5 ) : a3

Lösung: a 1 − 1
5

a5 + 1
14. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:
3 2 2 3 2 3 3 2
a2 x3 − y 3 a2 + x3 a2 − a2 y 3
1 1 1 1
4a 2 x 3 − 4y 3 a 2

1 1
a
Lösung: 2 (x
3 + y3)

15. Vereinfachen Sie so weit wie möglich:


2 2 2
!− 32
a3 − b3 h  1 √
4 −3 6
i 65 10− 3
√ √ · 2,7 · 10 · 30 · 1 1
3
a− 3b b3 · 93

√ √ √
3

3
Lösung: b· a+ b

16. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


5
h√ 5 3 2
i p
8 2
a ·x −
2 2·a ·x ·y
4 2 + a5 · y 12
(a−1 )−2 · (x4 + (−y)3 )

17
1.3 Termumformungen

1
Lösung: a 2 (x4 − y 3 )

17. Vereinfachen Sie und beachten Sie Fallunterscheidungen:


√ p
x4 − y 6
x4 − y 6

1 1
Lösung: x2 +y 3
für y ≥ 0 bzw x2 −y 3
für y ≤ 0 (und nicht x2 = ±y 3 ).

18. Vereinfachen Sie und beachten Sie Fallunterscheidungen:


√ p
x4 + y 6
x4 − y 6

1 1
Lösung: x2 −y 3
für y ≥ 0 bzw x2 +y 3
für y ≤ 0 (und nicht x2 = ±y 3 ).

19. Kürzen Sie folgenden Bruchterm so weit wie möglich:


(−a4 )2k+1 · (a2m−2n − 2 · a2m + a2m+2n )
(a2m−2n − a2m+2n ) · [(−a)k+1 ]8

a2n − 1
Lösung:
a4 · (a2n + 1)
20. Man stelle das Ergebnis als eine Wurzel mit möglichst einfachem Radikanden dar!
h 3 i1
1 n
a 4 · b · (b2 − a2 ) 2 h i 1
3 − 2n
1−3n
3 · (b − a) · a 2

(b − a) 2

p
Lösung: 2n
b2 · (a + b)

Alle Grundrechnungsarten - Bruchrechnung


1. Bringen Sie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und vereinfachen Sie:
y n−2 y n−1 yn
− + 2
1−y 1+y y −1
y n−2
Lösung:
1 − y2

2. Bringen Sie auf einen gemeinsamen Nenner und vereinfachen Sie:

1 2xn+2 + 5x3 3xn−1 + 5


− +
xn−2 x2n x2n−3

18
1.3 Termumformungen

Lösung: 2 · x2−n

3. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:

62k−1 + 1 1 − 62k−3 62 + 36k


− +
62k 2 · 62k−1 3 · 62k+1
17
Lösung: 72

4. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:

2 − xk−1 1 4 − 3xk 2x6 − 4x5 − 1


− − −
xk−2 xk+4 xk−1 xk+4
Lösung: 2x

5. Fassen Sie zusammen und kürzen Sie so weit wie möglich:

b3−3n − 1 1 + b−4n+4 bn−1 + 1


+ − 2n−1
b2−n bn b

Lösung: b−5n+4 − bn−2

6. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


2 − b b2 + 1 b + b2
+ −n+1 − −n+2
b−n b b

Lösung: bn

7. Fassen Sie zu einem Bruchterm zusammen und vereinfachen Sie so weit wie möglich!
2xn+1 + 3x6 + 2x5 + 1 2xn−4 + 3 2xn−5 + 9
− −
2xn+2 3xn−3 6xn−4

1
Lösung:
2xn+2
8. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:
an 2an+1 2an+2
− +
(a − b)n−2 (a − b)n−1 (a − b)n

an (a2 + b2 )
Lösung:
(a − b)n

19
1.3 Termumformungen

9. Vereinfachen Sie soweit wie möglich. Die Ergebnisse sollen vollständig gekürzt sein
und ohne Nenner geschrieben werden.

b−2 2 − 2a2 b−2 2b−1


+ +
(a − b)2n (b − a)2n+2 (a − b)2n+1

Lösung: −b−2 (a + b)(a − b)−2n−1

10. Vereinfachen Sie so weit wie möglich und geben Sie das Ergebnis ohne Minuszeichen
in den Exponenten an:

a−p − a−q a−2p + a−2q a−p + a−q


− +
a−p + a−q a−2p − a−2q a−p − a−q

a2q + a2p
Lösung:
a2q − a2p
11. Fassen Sie zu einem Bruchterm zusammen und stellen Sie das Ergebnis möglichst
einfach dar:
xa−b−1 1 1
a−1 a b
− a+b 2b
− 2a
x · (x − x ) x +x x − x2b

1
Lösung:
x2a − x2b
12. Vereinfachen Sie so weit wie möglich:
 2
"
4
 25  3
− 25 # 62 2
y5
6
· b7
y y
· − 1
b b2 (y 2 · b)− 5 · b− 7
1

Lösung: 0

Sonstige Aufgaben
1. Vereinfachen Sie mit Hilfe einer Fallunterscheidung:

(x − 2a)n + (2x − 4a)n − (2a − x)n

Lösung: 2n (x − 2a)n für n gerade; (2n + 2)(x − 2a)n für n ungerade

20
1.4 Potenzgleichungen

1.4. Potenzgleichungen
Einfache Gleichungen - Lösen durch Potenzieren oder Basisvergleich
1. Bestimmen Sie die Lösungsmenge (keine Dezimalbrüche): (1 − 3x)4 = 625

Lösung: L = {− 43 ; 2}
2. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
√ √ √
x3x6x=6

Lösung: L = {6}
3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
√ √ √
x 3 x 6 x = −6

Lösung: L = {}
1 1
4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge (keine Dezimalbrüche): 2,4x 5 − 3 = 0,4x 5

Lösung: L = { 243
32 }


5. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R: 5 1
x + 2 = (8x) 10

Lösung: L = {2}
6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:
√ √6
4 x − 64x3 = 6

Lösung: L = {9}
7. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
√ √
5
x12 + 126 = (2 · x5 )6


Lösung: L={ 6
2}

21
1.4 Potenzgleichungen

8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:


1 1
3(x + 4) 3 = 4(x − 33) 3

Lösung: L = {60}
9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
  13
4x − 1
34 − 7 = 13
x−6

Lösung: L = {7}
10. Formen Sie die linke Gleichungsseite in eine Potenz um, die den gleichen Exponenten
hat wie die rechte Seite und berechnen Sie dann die Lösungsmenge! Wenn nötig, sind
Fallunterscheidungen vorzunehmen!
(a) x24 = a6 (b) x24 = a8 (c) x12 = a3

Lösung: (a) |x4 | = |a| =⇒ x4 = |a| =⇒ L = {±|a| } 1


4

=⇒ L = {±|a| }
1
(b) |x3 | = |a| =⇒ x3 = ±|a| 3

L=

4 3 3 4 {±a 4 } für a ≥ 0
(c) (x ) = a =⇒ x =a =⇒
{} für a < 0

11. Berechnen Sie die Lösungsmenge, gegebenenfalls mit Fallunterscheidung:


(a) x2n = −a ; n ∈ N (b) x−7 = a ; a < 0 (c) x−n = a ; a > 0 ; n ∈ N
(
Lösung: (a) L= n {p} o für a > 0 , da 2n gerade
± 2n |a| für a ≤ 0
( s )
L=
 
1 1
(b) − 7
= −√
|a| 7
−a
 ( r )
n 1

 ± a für n gerade



(c) L= r( )
n 1
für n ungerade


a

22
1.4 Potenzgleichungen

Lösen durch mehrfaches Potenzieren


1. Bestimmen Sie die Lösung der Gleichung (G = R):
2 3
(28 + x 3 ) 5 = 8

Lösung: x = 8

2. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:


1 1 1 1
(x 2 − 2) 4 = (1 − x 2 ) 4

Lösung: Potenzieren führt auf x = 94 . Die rechte Seite der Gleichung ist für diesen Wert
nicht definiert.

3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:


 3
− 12 1
x− 2 − 4 =
2

Lösung: L = { 14 }
4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
 1
 34
x− 2 + 79 − 27 = 0

Lösung: L = { 14 }
5. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
 3
− 23 1
6x 4 + 181 =
49

Lösung: L = {81}
6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

3 3
(15 · x−2 + 121) 4 = 64

Lösung: L = {− 271 ; 1
27 }

23
1.4 Potenzgleichungen

7. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge und machen Sie die Probe:

3 2 1
(125x 4 + 316)− 3 =
49
Lösung: D = R+0; L = { 625
81
}

8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der folgenden Gleichung:


1 5 1
[(81x) 4 − 3]− 2 =
243

Lösung: L = {256}
9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:
 √
3
− 13 1
19 + 2 7x2 + 1 =
3
Lösung: x = ±3

10. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge der folgenden Gleichung:



q
1 1
( x − 9) = x 4 − 1
4

Lösung: D = [81; ∞[; L = {625}


11. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge der folgenden Gleichung:
√ √
( 3 x − 8)3 = ( 6 x − 4)6

Lösung: D = R+0; L = {729}


12. Berechnen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung in D = [7; ∞[!
 4
 12 1  4
 21
x 3 + 27 = · 14x 3 − 162
3

Lösung: L = {27}

24
1.4 Potenzgleichungen

Ausklammern und Faktorisieren


1. Lösen Sie folgende Gleichung durch Faktorisieren:
7 3
x 2 − 16x 2 = 0

Lösung: L = {0; 4}
2. Lösen Sie folgende Gleichung durch Faktorisieren:

x11 − 16x7 + 64x3 = 0

√ √
Lösung: L = {0; − 4
8; 4
8}

Lösen durch kombinierte Verfahren


1. Bestimmen Sie rechnerisch die Lösungsmenge der folgenden Gleichung in G = R:
3 3
8 · x2 − 9 · x4 + 1 = 0

Lösung: L = {1; 161 }


2. Lösen Sie folgende Gleichung:
4 2
16 · x 3 + 23 · x 3 − 18 = 0

L=
 27
Lösung: 64

3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R: 2 1


x3 = 2 x3 + 3

Lösung: L = {9}
4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R: x1,5 = 7 x0,75 − 6

Lösung: L = {1 ; 6 4
3 ≈ 10,9027}

5. Bestimmen Sie rechnerisch die Lösungsmenge der folgenden Gleichung in G = R:


4 2
3x 3 − 120x 3 + 432 = 0

25
1.4 Potenzgleichungen

Lösung: L = {8; 216}


6. Bestimmen Sie rechnerisch die Lösungsmenge der folgenden Gleichung in G = R:
6 3
54x 5 − 56x 5 + 2 = 0

Lösung: L = {1; 2431 }


7. Bestimmen Sie rechnerisch die Lösungsmenge der folgenden Gleichung in G = R:
3 3
3x 2 + 351x 4 − 3000 = 0

Lösung: L = {16}
8. Lösen Sie folgende Gleichung:
1 1
x4 − 3 · x6 + 2 = 0


Lösung: L = {1; (1 + 3)12 }

9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:


√ √
2 − 3 x + 11 + 6 x + 11 = 0

Lösung: L = {53}
10. Lösen Sie folgende Gleichung:
√ √ √
2 · 6 x − 7 · 9 x + 7 · 18 x − 2 = 0

Lösung: L = {1; 218; 0,518}


11. Lösen Sie folgende Potenzgleichung über G = R:
2 2
3 · (x 3 − 2)2 − 31 · (x 3 − 2) = −70


Lösung: L = {27; 649 3}

26
1.4 Potenzgleichungen

12. Lösen Sie folgende Gleichung:


11 1 2
x 12 + 2 · x 4 − 3 · x 3 − 6 = 0

Lösung: L = {81}
13. Lösen Sie folgende Gleichung:
2 1
4x − 16 · x 3 + 21 · x 3 − 9 = 0

Lösung: L = {1; 278 }


14. Lösen Sie folgende Gleichung:
 1
 12  1  31
x3 − 1 = x3 + 3

Lösung: L = {125}
Gleichungen ohne gängige Schemata
1. Bestimmen Sie die maximale Definitionsmenge und berechnen Sie dann die Lösungs-
menge: 2 √
2
(−x)5 : (−x)5 = −x7


Lösung: D = R− = { x√| x < 0 }; √


− x15 = |x3 | · −x ∧ x < 0 =⇒ x12 = −x =⇒ L = {−1}
2. Bestimmen Sie die maximale Definitionsmenge und berechnen Sie dann die Lösungs-
menge: −2 √
2
(−x)3 · (−x)3

= x6

Lösung: D = R\{0}; −x3 = |x3 | =⇒ L = R− = { x | x < 0 }


3. Was ist falsch in folgender Gleichungskette:

√ p 3 6 p √
4
−64 = (−4)3 = (−4) 2 = (−4) 4 = 4 (−4)6 = 212 = 8
p4 6
Lösung: (−4)6 = | − 4| 4 !!
6
(−4) 4 und die links davon stehenden Terme sind nicht definiert.

27
1.5 Polynomdivision

4. Lösen Sie folgende Gleichung zunächst graphisch und bestätigen Sie Ihr Ergebnis
dann durch Einsetzen:
√ 1
3
x= x−2
2

Lösung: L = {8}
5. Lösen Sie folgende Gleichung zunächst graphisch und bestätigen Sie Ihr Ergebnis
dann durch Einsetzen:
7 3
x−2 = x −
8 2

Lösung: L = {2}
6. Lösen Sie folgende Gleichung zunächst graphisch und bestätigen Sie Ihr Ergebnis
dann durch Einsetzen:
2
x 3 = (x − 5)2 − 5

Lösung: L = {8}
Lösung graphisch oder numerisch

1.5. Polynomdivision
Linearfaktoren und Nullstellen
1. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(10x3 − 24x2 − 4x − 42) : (2x − 6)

Lösung: 5x2 + 3x + 7

2. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(6x6 + 8x5 + 18x4 + 18x3 − 5x2 − 5x − 12) : (3x + 4)

Lösung: 2x5 + 6x3 − 2x2 + x − 3

3. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(35x3 + 9x2 − 28x + 8) : (5x − 3)

28
1.5 Polynomdivision

2
Lösung: 7x2 + 6x − 2 + 5x−3

4. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(40x2 − 47x − 50) : (8x + 5)

Lösung: 5x − 9 − 8x 5+ 5

5. Zeigen Sie, dass x0 = −2 eine Nullstelle des Polynoms

p(x) = x5 + 2x4 − 34x3 − 68x2 + 225x + 450


ist.
Zerlegen Sie dann das Polynom in Linearfaktoren und geben Sie alle Nullstellen an.

Lösung: p(x) = (x + 2)(x − 3)(x + 3)(x − 5)(x + 5);


Nullstellen bei x = −2; −3; 3; −5; 5

6. Ein Polynom läßt sich folgendermaßen zerlegen:


49 3 9 2 13 1
2x4 − x + x − x + 12 = ( x − 3) · (...)
4 4 2 2
Bestimmen Sie den fehlenden Faktor. Geben Sie anschließend eine Zahl an, die, wenn
sie im links vom Gleichheitszeichen stehenden Polynom eingesetzt wird, für dieses
Polynom den Wert 0 ergibt.

Lösung: (4x3 − 12 x2 + 23 x − 4) ; x=6

7. Bestimmen Sie die Lösungen der Gleichung: x3 − x2 − 10x − 8

Lösung: L = {−1; −2; 4}


8. Zerlegen Sie in ein Produkt aus zwei Polynomen: x3 + x2 − 21x − 45

Lösung: Die vollständige Zerlegung lautet:(x + 3)2 (x − 5)

9. Zerlegen Sie das Polynom f vollständig in Linearfaktoren:

f (x) = 2x4 − x3 − 15x2 + 18x

Lösung: 2x(x − 2)(x + 3)(x − 1,5)

10. Faktorisieren Sie soweit wie möglich:

x5 + 7x4 + 14x3 − 7x2 − 15x

29
1.5 Polynomdivision

Lösung: x · (x − 1) · (x + 1) · (x2 + 7x + 15)

11. (a) Führen Sie folgende Polynomdivision durch (Ergebnis mit Restpolynom):
x3 : (3x − 1)
(b) Bestimmen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung! (Finden Sie eine Lösung
durch Probieren und führen Sie dann eine Polynomdivision durch!)
x6 − 5x2 = 10x − 2x5

Lösung: (a): 13 x2 + 19 x + 1 1
+ 27·(3x−1)
27

(b): L = {0; −2; ± 4 5}

Division durch Polynome höheren Grades


1. Berechnen Sie: (x5 + x4 − x − 1) : (x2 − 1)

Lösung: x3 + x2 + x + 1

2. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(48x5 − 111x3 + 83x2 + 15x − 35) : (4x2 + 3x − 7)

Lösung: 12x3 − 9x2 + 5

3. Berechnen Sie: (81x8 + 4) : (9x4 + 6x2 + 2)

Lösung: 9x4 − 6x2 + 2

4. Führen Sie eine Polynomdivision durch:

(4x6 − 4x2 + 28x − 49) : (2x3 + 2x − 7)

Lösung: 2x3 − 2x + 7

5. Führen Sie die Polynomdivision durch:


4
(4x7 + 14x5 − x4 + 9x3 − 2x2 − 6x + 1) : (3x4 + 6x2 − x)
3

1 3
Lösung: · (4x3 + 6x − )
3 x
6. (a) Dividieren Sie:
(x4 + 5x3 + 10x2 + 9x + 3) : (x2 + 2x + 1)

30
1.5 Polynomdivision

(b) Berechnen Sie unter Beachtung von Teilaufgabe (a) die Nullstellen des Polynoms
x4 + 5x3 + 10x2 + 9x + 3 !
(c) Geben Sie ein Polynom 4. Grades an, das außer 2 keine weiteren Nullstellen hat!
Der Gedankengang muss klar erkennbar sein!

Lösung: (a): x2 + 3x + 3
(b): genau eine Nullstelle bei x = −1
(c): z.B. x4 − 8x3 + 24x2 − 32x + 16 = (x − 2)4

7. Gegeben sind die Polynome


A(x) = 6x4 + 5x3 − 19
2
x2 + 5x − 1 und B(x) = 3x2 − 2x + 12 .
Führen Sie die Polynomdivision durch.

Lösung: 6x4 + 5x3 − 19 2


2 x + 5x − 1 =
(3x − 2x + 2 )(2x2 + 3x − 32 ) + ( 12 x − 14 )
2 1

8. Gegeben sind die Polynome


A(x) = 6x4 − 5x3 − 52 x2 + 4x − 1 und B(x) = 3x2 + 2x − 12 .
Führen Sie die Polynomdivision durch.

Lösung: 6x4 − 5x3 − 52 x2 + 4x − 1 =


(3x2 + 2x − 12 )(2x2 − 3x + 32 ) + (− 12 x − 14 )

9. Gegeben sind die Polynome


N (x) = 4x4 − x3 + x2 + 3x + 8 und D(x) = x3 − x2 + 2 .
Es ist folgende Darstellung möglich: N (x) = D(x) · Q(x) + R(x).

(a) Machen Sie Aussagen über die Grade der Polynome Q(x) und R(x)
(b) Bestimmen Sie die Polynome Q(x) und R(x).

Lösung: (a) Grad(Q) = 1 ; Grad(R) < 3


(b) 4x4 − x3 + x2 + 3x + 8 =
(x3 − x2 + 2)(4x + 3) + (4x2 − 5x + 2)

10. Gegeben sind die Polynome


N (x) = 3x4 + 4x3 + x2 + 5x + 4 und D(x) = x3 − x + 2 .
Es ist folgende Darstellung möglich: N (x) = D(x) · Q(x) + R(x)

(a) Machen Sie Aussagen über die Grade der Polynome Q(x) und R(x).
(b) Bestimmen Sie die Polynome Q(x) und R(x).

Lösung: (a) Grad(Q) = 1 ; Grad(R) < 3


(b) 3x4 + 4x3 + x2 + 5x + 4 =
(x3 − x + 2)(3x + 4) + (4x2 + 3x − 4)

31
1.5 Polynomdivision

Polynome mit Formvariablen


1. Führen Sie die Polynomdivision durch (a ∈ R):

x5 + ax4 + x3 − (1 + a) · x2 − 2x + 1 : (x2 − 1)


Lösung: x3 + ax2 + 2x − 1

2. Bestimmen Sie a ∈ R so, dass folgende Polynomdivision ohne Rest aufgeht:

x5 − (4 − 2a2 + 5a) · x : (x2 − x)




Lösung: 3, − 12

3. Gegeben ist das Polynom p(x) = 2x3 + (3k − 4)x2 + (5 − 6k)x − 10 mit k ∈ R.
(a) Zeigen Sie, dass das Polynom für alle k ∈ R bei 2 eine Nullstelle besitzt.
(b) Zerlegen Sie das Polynom in ein Produkt aus zwei Polynomen!
(c) Für welche k ∈ R besitzt das Polynom p(x) noch genau eine weitere Nullstelle?
2
√ √
Lösung: p(2) = 0; p(x) = (x − 2) · (2x2 + 3kx + 5); k1 = 3 10 und k2 = − 23 10

Reihenentwicklung
1. Führen Sie folgende Division weiter aus:
1
= 1 : (1 + x) = 1 − x + x2 ....
1+x
1+x
−x
−x − x2
+x2
.....
(a) Das Ergebnis der Division ist eine Summe mit unendlich vielen Summanden
(unendliche Reihe). Der Wert dieser Summe ist nur für x mit |x| < 1 definiert.
Überprüfen Sie diese Aussage für x = 0,1 und x = 2!
(b) Ist der Betrag von x sehr klein gegen 1 (|x|  1), dann kann man in der Reihe
die höheren Potenzen von x vernachlässigen und erhält folgende Näherungen:

1 1
≈1−x ≈ 1 − x + x2
1+x 1+x
lineare Näherung quadratische Näherung

Berechnen Sie den relativen Fehler der beiden Näherungen für x = 0,1 und
x = 0,005!

32
1.5 Polynomdivision


(c) Um
√ Näherungsformeln 2für 1 + x zu finden, quadriert man den Ansatz
1 + x ≈ 1 + a x + b x , vernachlässigt alle Summanden ab der dritten Potenz
und bestimmt dann a und b durch Koeffizientenvergleich.
√ Wie lautet die linea-
re und die quadratische Näherung für 1 + x (|x|  1)? Berechnen Sie den
relativen Fehler der Näherungen für x = 0,02!
1
(d) Wie lauten die Näherungsformeln (linear und quadratisch) für und
1−x
√ 1
1 − x? Leiten Sie daraus die lineare Näherung für √ her!
1−x
(e) Eine Atomuhr A wird mit der Geschwindigkeit v = 108 km h
von einer Uhr B zu
einer 300 km entfernten Uhr C bewegt, die Uhren B und C zeigen für diesen
Vorgang die Zeitdauer
p t an. Nach Einstein misst A für den gleichen Vorgang
0
die Zeit t = t · 1 − β 2 mit β = vc und der Lichtgeschwindigkeit c = 3 ·
108 ms . Berechnen Sie ∆t = t − t0 mit der linearen Näherung! Versuchen Sie die
Berechnung auch ohne Näherungsformel mit dem Taschenrechner!
 
(f) Einstein leitete für die kinetische Energie die Formel W = m c 2 √ 1
−1
2
1−β
her. Weisen Sie nach, dass diese Formel in linearer Näherung mit der klassischen
Formel W = m2 v 2 übereinstimmt!

Lösung: (a) 1 − x + x2 − x3 + x4 ∓ ....


(b) linear: −1%, −0,0025%; quadratisch: 0,1%, 0,000125%
√ x x2
(c) 1 + x ≈ 1 + −
2 8
linear: 0,0049%; quadratisch: −0,000049%
1 √ x x2 1 x
(d) ≈ 1 + x + x2 ; 1 − x ≈ 1 − − ; √ ≈1+
1−x 2 8 1−x 2
s β2
(e) ∆t ≈ · = 5 · 10−11 s
v 2

1.5.1. Anwendungsaufgaben mit fächerübergreifenden Aspekten


1. Auf ein Konto wird an jedem Monatsersten, beginnend mit dem 1.1.2002, der kon-
stante Betrag m einbezahlt, der jährliche Zinssatz sei z. Der fällige Zins wird am
31.12. des jeweiligen Jahres gutgeschrieben. Die einzelnen Raten werden dabei im
Verhältnis zu ihrer tatsächlich auf dem Konto ruhenden Zeit berücksichtigt, der Zins
11
für die Februar-Rate ist z.B. ZFebruar = 12 · z · m. Mit an bezeichnen wir den Konto-
stand nach n Jahren, d.h. am 31.12. im Jahre 2002 + n − 1.
Eine andere Bank schreibt den Zins an jedem Monatsletzten mit dem monatlichen

Zinssatz zm = z12 gut, der Kontostand nach n Jahren sei hier bn .
Herr Traunicht spart seine zwölf Monatsraten im Sparstrumpf an und trägt sie erst
am 31.12 zur Bank. Sein Kontostand am 31.12. im Jahre 2002+n−1 sei cn (jährlicher
Zinssatz z).

33
1.5 Polynomdivision

(a) Berechnen Sie zuerst a1 und dann an ! Verwenden Sie die Abkürzung k = 1 + z!
(b) Berechnen Sie bn unter Verwendung der Abkürzung q = 1 + zm !
(c) Berechnen Sie cn !
(d) Berechnen Sie a10 , b10 und c10 für m = 1000 ¤ und z = z ∗ = 6%!
(e) Für welches z ∗ wäre b10 = a10 (z = 6%)? Numerische Lösung durch Probieren
mit dem Taschenrechner!
n−1
kn − 1
   
13 X
i 13
Lösung: (a) a1 = 12 m 1+ z , an = a1 k = 12 m 1+ z
24 24 k−1
i=0
12 n
X q 12 n
−1
(b) bn = m qi = m q
q−1
i=1
n−1
X kn − 1
(c) cn = 12 m k i = 12 m
k−1
i=0
(d) a10 = 163 310,05 ¤, b10 = 164 698,74 ¤, c10 = 158 169,54 ¤
q 120 − 1 z∗
(e) q = 163,31005 ; q = 1 + = 1,0048718 ; z ∗ = 5,846%
q−1 12

2. Ein Konto wird monatlich mit dem Zinssatz zm verzinst. Für welches zm ist der
Kontostand nach einem Jahr genauso groß wie bei jährlicher Verzinsung mit dem
Zinssatz z? Wie groß ist zm für z = 6%?

Lösung: a0 · (1 + zm )12 = a0 · (1 + z) ; zm = 12
1 + z − 1 = 0,4868%

3. Den maximalen Überhang xn von n + 1


a
lose übereinander gestapelten gleichen  -

Quadern (Länge a, Masse m) erhält man S1 r


durch folgende Überlegung: Der gemein-
S2 r
same Schwerpunkt der n oberen Quader
 -
x1
liegt genau über der rechten Kante des S3 r  -
(n+1)-ten Quaders. Sind s1 und s2 die x- x2

Koordinaten der Schwerpunkte von zwei 


x3
-
Körpern der Massen m1 und m2 , dann  -
ist die x-Koordinate des gemeinsamen x4
Schwerpunkts der beiden Körper x


m 1 s1 + m 2 s2
s=
m1 + m2
n
a X 1
(a) Beweisen Sie: xn = · hn mit hn =
2 ν=1
ν
hn heißt harmonische Reihe.

34
1.5 Polynomdivision

(b) Die harmonische Reihe kann für n = 2r auf folgende Art geschrieben werden:
n     r
X 1 1 1 1 1 1 1 1 X
hn = =1+ + + + + + + + ..... = 1 + ck
ν=1
ν 2
|{z} 3 4 5 6 7 8 k=1
c1
| {z } | {z }
c2 c3
2 k
X 1 1
mit den Teilsummen ck = . Beweisen Sie die Ungleichung ck ≥
ν 2
ν=2k−1 +1

und leiten Sie daraus eine Ungleichung für hn ab! Welche Konsequenz hat diese
Ungleichung für den maximalen Überhang xn , wenn n immer größer gewählt
wird? Für welches n zum Beispiel ist xn sicher größer als 50 a?
(c) Berechnen Sie x10 ! Ab welchem n ist xn > 2 a?
n · m · xn + m · xn + a2

a a
Lösung: (a) xn+1 = = xn + und x1 = :
(n + 1) m 2 (n + 1) 2
   
a a 1 a a 1 1
x2 = x1 + = 1+ , x3 = x2 + = 1+ + u.s.w.
4 2 2 6 2 2 3
2k 1 1 a r
(b) ck ≥ · k = , x2r ≥ 1+ → ∞ wenn n = 2r → ∞
2 2 2 2 2
a r
x2r ≥ 1+ > 50 a =⇒ r > 198 =⇒ n > 2198 = 4,017 · 1059
2 2
(c) x10 = 1,464 · a , x30 = 1,997 · a , x31 = 2,014 · a ; ab n = 31

4. Ein Gummiball fällt zur Zeit τ = 0 aus der Höhe h1 auf den Boden und erreicht
bei jedem Sprung 81% seiner vorhergehenden Höhe. Die Zeitdauer für den
qFall aus
2 hν
der Höhe hν bzw. für den Sprung vom Boden bis zur Höhe hν ist tν = g
mit
m
g = 9,81 s2 .
(a) Zeigen Sie, dass die Folgen hν bzw. tν geometrisch sind und geben Sie jeweils
den Quotienten an!
(b) Der Zeitpunkt des n-ten Aufpralls auf dem Boden sei τn , der gesamte vom Ball
zurückgelegte Weg bis zum n-ten Aufprall sei sn . Drücken Sie sn durch h1 und
τn durch t1 aus! Welche Werte können von sn bzw. τn nie überschritten werden,
auch wenn n noch so groß wird?
(c) Berechnen Sie sn und τn für h1 = 1 m und n ∈ {10; 20; 100; 1000}! An welche
Grenzwerte nähern sich hn und τn an, wenn n immer größer wird?
r
2 p
ν−1
Lösung: (a) hν+1 = 0,81 hν ; hν = h1 · 0,81 , tν = · hν = t1 · 0,9ν−1
g
n
1 − 0,81n
 
X 181
(b) sn = 2 · h ν − h1 = h1 · 2 · −1 < h1
0,19 19
ν=1
n
X
τn = 2 · tν − t1 = t1 · [20 (1 − 0,9n ) − 1] < 19 t1
ν=1

35
1.5 Polynomdivision

(c)
n 10 20 100 1000 ∞
sn in m 8,247 9,371 9,526 9,526 9,526
τn in s 5,430 7,481 8,5787 8,5789 8,5789

5. Nebenstehende Abbildung zeigt ei-


ne Folge von Quadraten mit den Folge von Quadraten
Kantenlängen aν und den Flächen- 

inhalten Aν . Die Quadrate wer- aν = k · bν = bν+1 − bν 

den von zwei Geraden eingeschlos- 

sen, die sich unter dem Winkel ϕ 

schneiden. Mit Fn bezeichnen wir  a4

die Gesamtfläche der ersten n Qua- 

drate, mit Un den Umfang der von  a3 A4

den ersten n Quadraten gebilde- a A3
2
ten, treppenartigen Figur.

ϕ A1
 A2

b1 b2 b3 b4 b5

(a) Zeigen Sie, dass die Folgen der bν , aν und Aν geometrisch sind und berechnen
Sie die Quotienten der drei Folgen in Abhängigkeit von k (siehe Abbildung)!
(b) Drücken Sie Fn und Un durch a1 und k aus!
(c) Berechnen Sie F50 und U50 für a1 = 1 cm und ϕ = 45◦ ! Vergleichen Sie die
Ergebnisse mit der Oberfläche und dem Umfang der Erde (Erdradius: R =
6370 km)!
(d) Lösen Sie Teilaufgabe (c) für ϕ = 30◦ !

Lösung: (a) bν+1 = bν · (1 + k) , aν+1 = aν · (1 + k) , Aν+1 = Aν · (1 + k)2


n
X (1 + k)2n − 1
(b) Fn = Aν = a21 ·
(1 + k)2 − 1
ν=1
(1 + k)n − 1
 
Un = 2 · (bn+1 − b1 ) + 2 an = 2 a1 · + (1 + k)n−1
k

(c) k = tan 45 = 1 , F50 = 4,23 · 10 km = 8,29 · 1010 · AErde
19 2

U50 = 3,38 · 1010 km = 8,44 · 105 · UErde


(d) k = tan 30◦ = 0,577 , F50 = 4,17 · 109 km2 = 8,18 · AErde
U50 = 3,73 · 105 km = 9,32 · UErde

6. Setzt man beim Roulette auf einfache Chancen (z.B. rot-schwarz), dann erhält man
bei einem Treffer den doppelten Einsatz zurück, d.h. der Gewinn ist gleich dem Ein-
satz. Beim Martingale-System verdoppelt man nach jedem verlorenen Spiel den
Einsatz. Den Einsatz im ersten Spiel einer Verlust-Verlust-... -Gewinn-Serie bezeich-
nen wir mit a1 .

36
1.5 Polynomdivision

(a) Welchen Gewinn G erzielt man in einer Spielserie, bei der man n-mal hinterein-
ander verliert und das (n + 1)-te Spiel gewinnt?
(b) Wieviel Geld muss man dabei haben, wenn man bei a0 = 100 ¤ siebenmal
hintereinander verliert und das Spiel trotzdem fortsetzen möchte?
(c) Lösen Sie die Teilaufgaben (a) und (b) für ein Vervierfachen des Einsatzes nach
jedem Verlust!
Warnung!! Mit dem Martingale-System kann man auf Dauer nicht gewinnen,
da die Spielbanken Höchsteinsätze festlegen. Man kann zwar viele
kleine Gewinne erzielen, aber es kommt unweigerlich der Augen-
blick, bei dem man wegen des Höchsteinsatzes nicht mehr verdop-
peln kann und auf einen Schlag viel verliert! Die Gewinnquoten
sowie die Mindest- und Höchsteinsätze sind so aufeinander abge-
stimmt, dass man auf lange Zeit gesehen immer verliert, ganz gleich
nach welchem System man spielt!

Lösung: (a) Einsatz beim k-ten Spiel: ak = a1 · 2k−1


n
X
G = an+1 − ak = a1
k=1
8
X
(b) a1 · 2k−1 = 25 500 ¤
k=1
(c) Einsatz beim k-ten Spiel: ak = a1 · 4k−1
n
X 2 · 4n + 1
G = an+1 − ak = a1 ·
3
k=1
8
X
a1 · 4k−1 = 2 184 500 ¤
k=1

37
2. Potenzfunktionen

2.1. Eigenschaften und Klassifikation von


Potenzfunktionen
1. Ordnen Sie ohne Benutzung des Taschenrechners folgende Potenzen der Größe nach,
mit kurzer Begründung:
0,252,8 ; 5−3,1 ; 4−3,1 ; 5−4,1

Lösung: 5−4,1 < 5−3,1 < 4−3,1 < 0,252,8

2. Gegeben sei die Potenzfunktion x 7−→ a · xb mit a ∈ R, b ∈ Z. Welche Aussagen


können Sie jeweils über a und b treffen, wenn

(a) der Graph der Funktion durch den Punkt (1|7) verläuft und symmetrisch zur
y-Achse ist?
(b) der Graph der Funktion punktsymmetrisch zum Ursprung ist und die x-Achse
Asymptote des Funktionsgraphen ist?
(c) der Graph der Funktion im I. Quadranten monoton fallend und im II. Quadran-
ten monoton steigend ist?
(d) der Graph der Funktion im I. Quadranten monoton steigend und im II. Qua-
dranten monoton fallend ist?
(e) der Graph der Funktion im I. und im III. Quadranten monoton steigend ist?
(f) der Graph der Funktion im I. und im III. Quadranten monoton fallend ist?

Lösung: (a) a = 7; b ∈ Z, b gerade


(b) a ∈ R; b ∈ Z, b < 0 und ungerade
(c) a ∈ R; b ∈ Z, b < 0 und gerade
(d) a ∈ R; b ∈ N, b gerade
(e) a ∈ R; b ∈ N, b ungerade
(f) a ∈ R; b ∈ Z, b < 0 und ungerade

3. Gegeben ist die Funktion x 7−→ a · x b mit a ∈ R und b ∈ Z \ {0}.


1

38
2.1 Potenzfunktionen

(a) Geben Sie den maximalen Definitionsbereich in Abhängigkeit von b an!


(b) Der Graph der Funktion verläuft durch den Punkt P (1|5) und ist monoton
steigend bzw. monoton fallend. Was können Sie jeweils über a und b aussagen?

Lösung: D = R+0 falls b > 0; D = R+ falls b < 0


a = 5; b > 0 bzw. b < 0

4. Untersuchen Sie auf Symmetrie und Monotonie:


f : x 7−→ x3n+1 n ∈ N , Df = R

Lösung: f gerade (ungerade) für ungerades (gerades) n;


f streng monoton steigend für gerades n;
f streng monoton fallend in R− und streng monoton steigend in R+ für ungerades
n

5. Untersuchen Sie die Funktion

f : x 7−→ x2z z ∈ Z\{0} Df = R\{0}


in Abhängigkeit von z auf Symmetrie und Monotonie.

Lösung: f ist gerade für alle z ∈ Z\{0}


z > 0: streng monoton fallend auf R− ; streng monoton steigend auf R+
z < 0: streng monoton steigend auf R− ; streng monoton fallend auf R+
6. Im vorliegenden Koordinatensystem sind die Graphen der Funktionen x 7→ x−1 , x 7→ x3 ,
1 1
x 7→ x− 3 und x 7→ x 3 gezeichnet.

(a) Welcher Graph gehört zu welcher Funktion? y 6


Beschriften Sie die Graphen entsprechend. 4 ........ ........ .
..
...
.. .. .
.
... ..
... .. ...
.. ... ..
.. ... ...
(b) Welche der vier Funktionen sind Umkehr- 3 ... ..
... ..
.
...
.. .. ..
...
funktionen zueinander? Wie erkennt man .. ...
... ...
... ..
.
..
..
.. .. ...
das an den Graphen? 2 ..
...
... ....
...
.
..
..
... ...
..
.. ...
.
... ......................
....................
..... .. .. .................
...... .. .. ................
(c) Skizzieren Sie in dieses Koordinatensystem 1
. .
.. ......................
...............
. . .
. .
...
..

........ .... .. .... ........... .. ...........


.

.......
den Graphen der Funktion x 7→ x−3 ohne
....... .. ........... .. ...........
.
. .
...... ... .. .. .. ...........
.... .. .. .......
.... .. ..
... .. ........... .. .. ...
... ... ........ .. ..
...
eine Wertetabelle zu erstellen. .. ........ ....
....
-
Begründen Sie Ihr Vorgehen! 1 2 3 4 x

Lösung:

39
2.2 Potenzfunktionen

2.2. Funktionsterme, Graphen, Umkehrfunktionen


1. Gegeben ist die Funktion f : x 7−→ x−2

(a) Fertigen Sie eine sorgfältige Zeichnung des Graphen dieser Funktion an.
(Einheit 1 cm auf beiden Achsen, mindestens 4 Punkte pro Kurvenast.)
1
(b) Berechnen Sie die x-Werte, für die der Funktionswert kleiner als 2
ist?
(c) Berechnen Sie die x-Werte, für die der Funktionswert größer als 1 ist?
√ √
Lösung: (b) x < − 2 oder 2 < x (c) −1 < x < 0 oder 0 < x < 1

1 −3
2. Gegeben sei die Funktion f : x 7−→ 10
x +2

(a) Übertragen Sie die folgende Wertetabelle auf Ihr Arbeitsblatt und berechnen
Sie die fehlenden y-Werte:
x| − 3 − 1 − 0,5 − 0,3 − 0,2
y|
(b) Zeichnen Sie den Graphen mit Hilfe der in (a) berechneten Werte. (1 Längen-
einheit = 1 cm)
(c) Berechnen Sie die fehlende Koordinate des Punktes Q( ? | − 2,45) so, dass er auf
dem Graphen liegt (3 geltende Ziffern).

Lösung: (a) 2,0; 1,9; 1,2; −1,7; −10,5 (c) −0,282

3. Gegeben sind die Funktionen f : x 7−→ 1


· x2 mit Df = R und g : x 7−→ −3 · x−1
mit Dg = R \ {0}.
3

(a) Legen Sie jeweils für x = 1,2, 3,4 eine Wertetabelle an und zeichnen Sie ohne
weitere Rechnung die Graphen beider Funktionen im Intervall [−4; 4] in ein
Koordinatensystem (Längeneinheit: 1 cm) ein. Welche Eigenschaften der Funk-
tionen f und g verwenden Sie dabei?
(b) Berechnen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes S beider Funktionsgraphen!

 2 1
Lösung: (a): Symmetrieeigenschaften; (b): S −3 3 | 3 3

4. (a) Bestimmen Sie c und n so, dass die Punkte P (−1| − 0,5) und Q(2|4) auf dem
Graphen der Funktion f (x) = c · xn liegen.
(b) Zeichnen Sie den Graphen der Funktion f (x) = 12 x3 für −2,5 ≤ x ≤ 2,5 in ein
Koordinatensystem (Schrittweite für die x-Koordinaten der Punkte: 0,5).
(c) Spiegeln Sie den Graphen an der Winkelhalbierenden des I. und III. Quadranten
und geben Sie für x ≥ 0 die Funktion an, die zum gespiegelten Graph gehört.
(d) Geben Sie für x ≤ 0 die Funktion an, die zum gespiegelten Graph gehört.

40
2.2 Potenzfunktionen

Lösung: (a) c = 0,5; n = 3

5. Skizzieren Sie die Graphen folgender Potenzfunktionen in ein gemeinsames Koordi-


natensystem:
f1 : x 7−→ −x3
f2 : x 7−→ (x + 3)4 − 2
f3 : x 7−→ −(x − 4)3 + 1
und geben Sie jeweils deren Definitions- und Wertemenge an!

Lösung: Df 1 = D f 2 = D f3 = R ; Wf 1 = R; Wf 2 = [−2; ∞[; Wf 3 =] − ∞; 1]


2
6. Gegeben ist die Funktion f: x 7→ 7 · x− 5 .

(a) Geben Sie den maximalen Definitionsbereich an!


(b) Geben Sie die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion g dieser Funktion an!
(c) Berechnen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes S von f und g!
√ √
Lösung: a) D = R+ b) y = ( 17 x)− 5
2
7 7
c) S( 75 | 75 )
3
7. Gegeben ist die Funktion f: x 7→ (3x) 5 .

(a) Geben Sie den maximalen Definitionsbereich an!


(b) Für welche x-Werte sind die Funktionswerte kleiner bzw. größer als die x-Werte?
(c) Geben Sie die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion g dieser Funktion an!
√ √
Lösung: a) D = R+0 b) kleiner für x > 27, größer für 0 < x <
5
27 c) y = 13 x 3

8. Gegeben sind die beiden Potenzfunktionen


f1 : x 7−→ a · x− 3 − 1 mit a ∈ R \ 0 sowie f2 : x 7−→ x− 3 − 5
2 4

jeweils mit maximaler Definitionsmenge.

(a) Geben Sie für f1 und f2 jeweils Definitions- und Wertemenge ohne Begründung
an!
(b) Geben Sie für die Funktion f2 die Funktionswerte für x = 13 ; 3; 5; 7 auf 2 De-
zimalen gerundet an und zeichnen Sie dann den Graphen von f2 in ein Koordi-
natensystem ein!
(c) Bestimmen Sie für die Funktion f1 den Wert von a so, dass der Punkt
P (8| − 0,25) auf dem Graphen liegt!

Ab jetzt sei a = 3 gesetzt!

41
2.2 Potenzfunktionen

(d) Berechnen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes S der beiden Funktionsgra-
phen!

Lösung: (a) Df = R+ ; Wf1 =] − ∞; −1[ falls a < 0; Wf =] − 1; ∞[ falls a > 0;


Df2 = R ; Wf2 =] − 5; ∞[
1 1
+

(b) −0,67; − 4,77; − 4,88; − 4,93


(c) a = 3 
(d) S 18 |11
2 2
9. Gegeben sind die beiden Potenzfunktionen p1 : x 7−→ x− 3 und p2 : x 7−→ x 3 jeweils
mit der Definitionsmenge R+ .
(a) Erstellen Sie für x = 41 , 1,3, 8 eine Wertetabelle für beide Funktionen und zeich-
nen Sie dann die Graphen in ein Koordinatensystem ein!
(Längeneinheit: 1 cm)
2 2
Nun werden die Funktionen f1 : x 7−→ x− 3 − 2 und f2 : x 7−→ 2 · x 3 − 1 jeweils mit
der Definitionsmenge R+ betrachtet.

(b) Zeichnen Sie unter Beachtung von Teilaufgabe a) die Graphen der Funktionen
f1 und f2 in ein neues Koordinatensystem ein! (Längeneinheit: 1 cm)
(c) Geben Sie die Wertemengen beider Funktionen an!
(d) Berechnen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes der Graphen von f1 und f2 !

Lösung: (c) Wf1 =] − 2; ∞[; Wf2 =] − 1; ∞[


(d) Substitution, quadratische Gleichung; S 2−1,5 | 0


2
10. Gegeben ist die Funktion f: x 7→ 3 · x− 3 .

(a) Geben Sie den maximalen Definitionsbereich an!


(b) Die Punkte P (8|yP ) und Q(xQ |6) liegen auf dem Graphen dieser Funktion. Be-
stimmen Sie yP und xQ zunächst exakt und dann auf eine Dezimale gerundet.
(c) Für welche x-Werte sind die Funktionswerte kleiner bzw. größer als die x-Werte?
(d) Skizzieren Sie den Graphen der Funktion f mit Hilfe der Ergebnisse aus a), b)
und c) ohne weitere Werte zu berechnen!
(e) Bestimmen Sie die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion g und skizzieren Sie
deren Graphen in obiges Koordinatensystem ohne eine Wertetabelle zu erstellen!

Lösung: a) D = R+ √
b) yP = 0,75 ≈ 0,8; xQ = 42 ≈ 0,4
√ √
c) kleiner für x > 5 27, größer für 0 < x < 5 27
3
e) y = ( 13 x)− 2

42
2.3 Potenzfunktionen

3
11. Gegeben ist die Funktion y = a · x− 2 + b , a, b ∈ R, a 6= 0 mit maximaler Definiti-
onsmenge.

(a) Bestimmen Sie Definitionsmenge und Wertemenge dieser Funktion!


(b) Bestimmen Sie a und b so, dass die Punkte P (1| − 1) und Q(4| − 2,75) auf dem
Graphen liegen!
3
Nun sei y = 2 · x− 2 − 3.

(c) Zeichnen Sie den Graphen dieser Funktion! (Längeneinheit: 1 cm)


(d) Dieser Graph wird nun an der x-Achse gespiegelt. Wie lautet die Funktionsglei-
chung des gespiegelten Graphen?

Lösung: (a) a > 0 : D = R+ , W =]b; ∞[; a<0: D = R+, W =] − ∞; b[


(b) a = 2; b = −3
3
(d) y = −2x− 2 + 3

12. Bestimmen Sie mit Hilfe einer sauberen und übersichtlichen Zeichnung (ein Koordi-
natensystem genügt!) die Zahl der Lösungen folgender Gleichung über G = R:

3 1
x+2 = −1
x2

Lösung: |L| = 2

2.3. Potenzfunktionen in Anwendungen


1. Aus einem Drahtstück der Gesamtlänge L soll ein Kantenmodell eines Würfels vom
Volumen V hergestellt werden.

(a) Stellen Sie die Länge L in Abhängigkeit vom Volumen V dar.


(b) Um welchen Faktor vergrößert sich die Länge, wenn man das Volumen verdop-
pelt?
√ √
Lösung: L = 12 3 V , 3 2

2. Ein Würfel habe die Kantenlänge 2a.

(a) Geben Sie die Funktionsgleichung der Funktion an, die jedem a das Volumen
des entsprechenden Würfels zuordnet.
Zeichnen Sie den zugehörigen Graphen für 0 ≤ a ≤ 1 in ein Koordinatensystem.
(Einheit auf der a-Achse: 10 cm; Einheit auf der V-Achse: 1 cm)

43
2.3 Potenzfunktionen

(b) Geben Sie die Funktionsgleichung der Funktion an, die dem Radius a einer Kugel
das Volumen dieser Kugel zuordnet. Zeichnen Sie den zugehörigen Graphen in
dasselbe Koordinatensystem.
(c) Vergleichen Sie für gleiches a das Volumen des Würfels mit dem der Kugel!
Deuten Sie Ihr Ergebnis anschaulich!
(d) Entnehmen Sie der graphischen Darstellung, wie groß der Radius einer Kugel
ist, deren Volumen gleich dem Volumen eines Würfels mit der Kantenlänge 1 m
ist.

Lösung: (a) VW (a) = 8a3 ; (b) VK (a) = 43 a3 π; (c) VK (a) < VW (a); (d) a ≈ 0,62m

44
3. Exponential- und
Logarithmusfunktionen

3.1. Exponentialfunktionen
3.1.1. Exponentialfunktionen - Eigenschaften und Graphen
1. Gegeben ist die Exponentialfunktion f : x 7−→ ( 13 )x (x ∈ R).
q

(a) Welche Funktion erhält man durch Spiegelung von Gf an der y-Achse?
(b) Zeichnen Sie den Graphen q Gf und finden Sie aus der Zeichnung eine Nähe-
rungslösung der Gleichung ( 13 )x = 6.
q
Lösung: y = ( 13 )−x , präziser Wert: −2 lg 6
lg 3 ≈ −3,26

3 x

2. Gegeben ist die Exponentialfunktion f : x 7→ 2 · 2

(a) Geben Sie den Definitionsbereich und den Wertebereich von f an!
(b) Erstellen Sie eine Wertetabelle für f für ganzzahlige x mit −3 ≤ x ≤ 3 und
zeichnen Sie damit den Graphen von f!
(c) Wie erhält man aus dem Graphen von f den Graphen der Umkehrfunktion g von
f? Zeichnen Sie den Graphen der Umkehrfunktion g in das Koordinatensystem
von b) ein!
(d) Bestimmen Sie durch Rechnung die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion!
Geben Sie ihren Definitionsbereich und Wertebereich an!

Lösung:
x
3. (a) Erstellen Sie für die Funktion f (x) = 32 eine Wertetabelle im x-Intervall
[−4; 3] und zeichnen Sie den Graphen von f in der Einheit 1 cm!
x+2
(b) Wir betrachten jetzt die Funktion g(x) = 32 − 3. Schreiben Sie in Worten
hin, wie man den Graphen von g aus dem Graphen von f erhält! Zeichnen Sie
jetzt, ohne neue Werte zu berechnen, den Graphen von g in das schon vorhan-
dene Koordinatensystem!

45
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

(c) Für welches x gilt g(x) = 0? Die graphisch gewonnene Lösung soll durch Probie-
ren mit dem Taschenrechner auf eine Genauigkeit von zwei Nachkommastellen
verbessert werden!

Lösung: (b) Verschiebung um 2 nach links und 3 nach unten. (c) x ≈ −4,71

4. (a) Ordnen Sie den abgebildeten Funktionsgraphen jeweils eine der folgenden Funk-
tionsgleichungen zu:
a) y = 2x b) y = x−3 c) y = 3,5x
2 3
d) y = x 3 e) y = x 2 f) y = x3
(b) Wie lautet die Umkehrfunktion zu f4 ? Zeichnen Sie den Graphen ein.
(c) Durch Spiegeln des Graphen von f3 an der y-Achse erhält man einen neuen
Funktionsgraphen. Geben Sie den Funktionsterm dazu an.
..
f1.. f..2 f3.....
10 ...
.
...
...
...
..
..
.. .
... ..
.
. ...
..
...
... ... ..
...
...
8 ... ....
...
.
...
... ..
.. ... ..
..
... ...
..
... .
.
. ..
.
6 ..
...
.
...
... ..
..
.

...
... ... ..
.... ..
... .. .
.. ... ...
4 ... ....
... .. .
. . . .
.
.. ... . ....
. .. ......
... . .. ....
.. ..
...... ..
. ... ..
... ..
f4
.
.. ...
.
. .
.

2 ... .
.. .....
...... .... .... ..
.. ..
.....
..
... ..
..... .. .....
............ .. ...
...... ...... ..... ....
....
.. ....... ............................ .. .... .... ........ .... ........ .... .
. .
.........................................................................
.. .. ... ........

−6 −4 −2 2 4 6
Lösung: (a) Es gehört f3 zu a), f2 zu c) (beide sind Exponentialfunktionen), f1 gehört zu
b) (Potenzfunktion mit neg. Exponenten) und f4 zu d).
3
(b) y = x 2
(c) y = 2−x

3.2. Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen


Einfache Umformungen, Exponentenvergleich
1. Bestimmen Sie die Lösungsmenge: 0,01x = 1004x−1

Lösung: L = { 15 }
2. Lösen Sie folgende Gleichung:
3,375x = 1,53,375

46
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

Lösung: L = { 89 }
3. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge:

3x − 4 · 3x−2 = 15

Lösung: D = R, L = {3}

4. Lösen Sie folgende Gleichung:


1
54x − 125 · 5 x = 0

Lösung: L = {1; − 41 }
5. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(7x )2x−4 = (7x+4 )x−2

Lösung: Durch Exponentenvergleich: L = {2; 4}


6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(4x )3x−1 − 8−5x−2 = 0

L= − 23 ; − 32

Lösung:

7. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:


x
815x−4 = 272−3x

L=
3 2

Lösung: 4; −5

8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(52x )x−1 = (25x )2

Lösung: L = {0; 3}
9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

42x · 8x−4 − (32)5x : 2 x = 0

47
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

Lösung: L = {− 1217 }
10. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(32x )2x−1 : (27)x+1 − (813x−7 )x · 9−x = 0

Lösung: L = { 18 ; 3}
Ausklammern, Zusammenfassen, etc
1. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

43x+2 + 43x−2 − 43x−1 − 506 = 0

Lösung: L = { 65 }
2. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

9x + 4 · 32x−1 + 3 · 32x+1 = 34

Lösung: L = { 12 }
3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

642x−1 − 2x · 10243x−2 = 0

Lösung: L = { 1914 }
4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
1 x+2
·9 − 3 · 32x+1 = 9 · 62x
3
Lösung: L = { 12 }
5. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(9x )2 = 272x+1 : 81−x

Lösung: L = {− 12 }
6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge: 813x − 3 · 274x−1 − 2 · 96x−1 = 2

Lösung: L = { 121 }

48
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

7. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:


5 3x
− + 108 = 0
32x−1 27x−1
Lösung: L = {−1}
8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

33x−1 − 33x+2 + 33x+3 = 165

Lösung: L = { 32 }
9. Lösen Sie folgende Exponentialgleichung über G = R:
x−1 x+1 7x2 +1
81 x+1 · 27 x−1 = 3 x2 −1

Lösung: L = {3}
10. Berechnen Sie die Lösungsmenge (mit Brüchen rechnen):
2
x−3 x+3
 6252 x
5 =
390625−6 x+2

Lösung: 7 x2 + 48 x = 7 =⇒ L = { 17 ; −7}
11. Berechnen Sie die Lösungsmenge (mit Brüchen rechnen):
2
5−x 5+x
 494 x
7 =
5764801−2−10 x

Lösung: 9 x2 + 80 x = 9 =⇒ L = { 91 ; −9}
Substitution, quadratische Gleichung
1. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
5
42x+2 + 24x+2 − 15 · 4x + =0
2

Lösung: L = {−0,5; −1}

49
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

2. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

5 · 25x − 26 · 5x + 5 = 0

Lösung: L = {−1; 1}
3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

3 · 9x − 26 · 3x − 9 = 0

Lösung: L = {2}
4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

2x+3 − 22−x + 31 = 0

Lösung: L = {−3}
5. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:

4x−2 + 4 · 42−x = 5

Lösung: L = {2; 3}
6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der folgenden Gleichung:

52x+2 + 3 · 5x+2 − 16 = 0

Lösung: L = {−1}
7. Lösen Sie folgende Exponentialgleichung über G = R:

30,5−2x − 12 · 9x − 1 = 0

Lösung: L = {−0,25}

50
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

(2x − 1)2 − 8(2x − 1) + 15 = 0

Lösung: L = {2; log2 6}


9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:
2
5x − 1 − =0
5x
Lösung: L = {log5 2}
Exponentialgleichungen - Numerische Lösungsverfahren
1. Zeichnen Sie den Graphen der Funktion f (x) = 2x im Intervall [ −2 ; 2 ] und bestim-
men Sie aus der Zeichnung die Lösung der Gleichung 2x = −x. Verbessern Sie den
gefundenen Wert durch Probieren mit dem Taschenrechner auf fünf geltende Ziffern!

Lösung: x = −0,64119

2. Zeichnen Sie den Graphen der Funktion f (x) = xx im Intervall ] 0 ; 2 ] und bestim-
men Sie aus der Zeichnung die Lösung der Gleichung xx = 2. Verbessern Sie den
gefundenen Wert durch Probieren mit dem Taschenrechner auf fünf geltende Ziffern!

Lösung: x = 1,5596

3.2.1. Wachstums- und Abklingvorgänge


1. Ein Ball fällt aus 2 m Höhe auf eine feste Unterlage und springt nach jedem Aufprall
jeweils auf 80% der Höhe zurück, aus welcher er gefallen ist.
Stellen Sie die Funktion auf, die angibt welche Höhe der Ball nach dem n-ten Aufprall
erreicht. Wie hoch springt der Ball nach dem 5. Aufprall?

Lösung: 0,66 m

2. Am Eröffungstag eines Streichelzoos befanden sich 93 Meerschweinchen in einem


Gehege. Ein Jahr später waren es bereits 115 Meerschweinchen.

(a) Wieviele Meerschweinchen werden es am Tag des 10-jährigen Jubiläums sein,


wenn man annimmt, dass der Bestand linear wächst?
(b) Wieviele Meerschweinchen werden es an diesem Tag sein, wenn man ein expo-
nentielles Wachstum annimmt?

Lösung: a) 313; b) 777

51
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

3. Um die Funktion der Bauchspeicheldrüse zu testen, wird ein bestimmter Farbstoff in


sie eingespritzt und dessen Ausscheiden gemessen. Eine gesunde Bauchspeicheldrüse
scheidet pro Minute etwa 4% des jeweils noch vorhandenen Farbstoffs aus.
Bei einer Untersuchung wird einem Patienten 0,2 Gramm des Farbstoffes injiziert.
Nach 30 Minuten sind noch 0,09 Gramm des Farbstoffes in seiner Bauchspeicheldrüse
vorhanden.
Funktioniert seine Bauchspeicheldrüse normal?
Lösung: Nein, da nur noch 0,06 g vorhanden sein dürfen

4. Der Bierschaum einer bestimmten Biersorte zerfällt in 80 Sekunden von 1 dm auf


0,5 dm Höhe. Nach weiteren 80 Sekunden sind nur noch 0,25 dm Schaum vorhanden
usw. Der Zerfall kann in guter Näherung als exponentiell angesehen werden.

(a) Ermitteln Sie den funktionellen Zusammenhang zwischen der Schaumhöhe y (in
dm) und der Zeit x (in Sekunden).
(b) Wie viel Prozent des Schaumes sind nach 10 Minuten noch übrig (2 geltende
Ziffern)?

Lösung: a) x 7−→ 0,99137x b) 0,0055 = 0,55 %

5. Radioaktive Stoffe zerfallen im Laufe der Zeit.


Ein bestimmter radioaktiver Stoff hat eine Halbwertszeit von 4 Tagen, d.h. nach 4
Tagen ist nur noch die Hälfte der ursprünglichen Stoffmenge vorhanden.

(a) Bestimmen Sie den Wachstumsfaktor!


(Zwischenergebnis: 0,84)
(b) Wieviel Prozent einer anfangs vorhandenen Menge dieses Stoffes zerfallen jeweils
im Verlauf eines Tages?
(c) Welcher Bruchteil der anfangs vorhandenen Stoffmenge ist nach 2,3,4,6,8,10 Ta-
gen noch vorhanden? (Fertigen Sie eine Tabelle an!)
(d) Zeichnen Sie mit Hilfe der obigen Ergebnisse ein Schaubild der Zuordnung
Zeit in Tagen 7→ vorhandener Bruchteil in Prozent
und ermittlen Sie graphisch nach wievielen Tagen nur noch 51 der anfangs vor-
handenen Stoffmenge vorhanden ist.

Lösung: a) 0,84 b) 16% c) 71%; 59%; 50%; 35%; 25%; 17%; d) nach ca. 9,3 Tagen

6. Radioaktive Stoffe zerfallen im Laufe der Zeit.


Ein bestimmter radioaktiver Stoff hat eine Halbwertszeit von 3 Tagen, d.h. nach 3
Tagen ist nur noch die Hälfte der ursprünglichen Stoffmenge vorhanden.

(a) Bestimmen Sie den Wachstumsfaktor!


(Zwischenergebnis: 0,79)

52
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

(b) Wieviel Prozent einer anfangs vorhandenen Menge dieses Stoffes zerfallen jeweils
im Verlauf eines Tages?
(c) Welcher Bruchteil der anfangs vorhandenen Stoffmenge ist nach 2,3,4,6,8,10 Ta-
gen noch vorhanden? (Fertigen Sie eine Tabelle an!)
(d) Zeichnen Sie mit Hilfe der obigen Ergebnisse ein Schaubild der Zuordnung
Zeit in Tagen 7→ vorhandener Bruchteil in Prozent
und ermittlen Sie graphisch nach wievielen Tagen nur noch 51 der anfangs vor-
handenen Stoffmenge vorhanden ist.

Lösung: a) 0,79 b) 21% c) 62%; 49%; 39%; 24%; 15%; 9%; d) nach ca. 6,8 Tagen

7. Herr K. hat Geld bei der Bank XY angelegt. Nach 5 Jahren beträgt sein Guthaben
14140,95 ¤. Nach weiteren 3 Jahren beträgt es 17567,26 ¤.

(a) Welchen Zinssatz erhält er?


(b) Wieviel Geld hat Herr K. damals angelegt?

Lösung: (a) 7,5% (b) 9850 ¤

8. (a) Ein Kunde legt bei einer Bank 10200 ¤ an. Wieviel ¤ beträgt sein Kapital (mit
Zinseszins) nach 7 Jahren bei einem Zinssatz von 6,5%?
(b) Eine andere Bank verspricht: Bei uns verdreifacht sich ihr Guthaben in 15 Jah-
ren. Dabei wird der Zins mitverzinst. Welchen Zinssatz gewährt diese Bank?

Lösung: 15850,66 ¤; 7,6%

9. Eine Bakterienkultur enthält 3 Stunden nach dem Aufguß geschätzt 1200 Bakterien,
2 Stunden später geschätzt 10 000 Bakterien.

(a) Wie viele Bakterien enthielt sie 1 Stunde, 2 Stunden, 4 Stunden nach diesem
Aufguß? Runden Sie die Ergebnisse jeweils auf 3 geltende Ziffern (nicht bei der
Rechnung!).
(b) Fertigen Sie eine graphische Darstellung des Wachstums an. Waagrechte Achse
Zeit mit 1 h =
b 1 cm, senkrechte Achse Anzahl mit 1 000 Bakterien =
b 1 cm.

Lösung: (a) 144; 416; 3460

10. Bei einer Bank werden 37 100 ¤ angelegt. Nach 8 Jahren werden sie auf 53 983,84 ¤
angewachsen sein.
Geben Sie die Exponentialfunktion an, die das Anwachsen der Spareinlage beschreibt.
Wie hoch ist der Zinssatz in Prozent?
Lösung: x 7−→ 37 100 · 1,048x (x in Jahren); Zinssatz 4,8 %

53
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

11. (a) Ein fabrikneuer PKW der Marke Racing 12 kostet 56000 ¤. Er verliert in jeweils
zwei Jahren etwa 35% seines Zeitwertes.
Welchen Zeitwert hat dieser PKW nach einem bzw. nach vier Jahren?
Nehmen Sie an, dass der jährliche Wertverlust prozentual immer ungefähr gleich
groß ist und runden Sie auf 10 ¤ genau.
(b) Ein PKW der Marke Stabil 02 ist nach einem Jahr 39230 ¤ und nach vier Jahren
25990 ¤ wert.
Berechnen Sie dessen Neupreis (wieder auf 10 ¤ genau gerundet) und dessen
prozentualen Wertverlust in jeweils zwei Jahren.

Lösung: ca.45150 ¤; 23660 ¤; ca.45000 ¤; ca.24%

12. Fred S. soll in seiner Bio - Facharbeit untersuchen, ob die Vermehrung von Obstfliegen
exponentiell oder linear verläuft.
Nach 5 Tagen zählt er 269 Fliegen; nach 19 Tagen sind es bereits 605 Fliegen.

(a) Bestimmen Sie den Anfangsbestand der Fliegen, die tägliche Zuwachsrate (in
Prozent) und die Fliegenanzahl nach 31 Tagen bei exponentiellem Wachstum!
(b) Bestimmen Sie den Anfangsbestand, den täglichen Zuwachs und die Fliegenan-
zahl nach 31 Tagen bei linearem Wachstum!

Lösung: (a) 201; 5,96%; 1209 (b) 149; 24; 893

13. Bevölkerungswachstum
Im Jahre 1990 lebten auf der Erde 5,3 Milliarden Menschen. Für das Jahr 2000
erwartet man eine Weltbevölkerung von 6,5 Milliarden.

(a) Rechnen Sie mit exponentiellem Wachstum! Stellen Sie die Wachstumsfunk-
tion auf und errechnen Sie die für das Jahr 2001 bzw. 2050 erwartete Welt-
bevölkerung.
(b) Rechnen Sie mit linearem Wachstum! Stellen Sie auch dazu die Wachstums-
funktion auf und errechen Sie die Werte für die Jahre 2001 bzw. 2050.
(c) Wächst die Weltbevölkerung zur Zeit in Wahrheit etwa exponentiell oder et-
wa linear? Geben Sie die jährliche Zuwachsrate in Prozent an! Ist es denkbar,
dass diese Zuwachsrate seit tausend Jahren gilt? Begründen Sie Ihre Antwort
mathematisch!

Lösung: (a) 6,6 M rd.; 18,0 M rd. (b) 6,6 M rd.; 12,5 M rd.
(c) 2%; im Jahre 990 hätte es dann nur ca. 13 Menschen gegeben!

54
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

3.2.2. Geometrische Folgen und Reihen


1. In der Formelsammlung findet man zum Thema geometrische Reihen“:

n
X qn − 1
aν = a1 · q ν−1 =⇒ sn = aν = a1
ν=1
q−1

Beweisen Sie damit folgende Formeln:


n n−1 n
X
ν q n+1 − q X qn − 1
ν
X q n+1 − 1
(a) q = (b) q = (c) qν =
ν=1
q−1 ν=0
q−1 ν=0
q−1

Lösung:

2. Eine Folge von Zahlen, in welcher der Unterschied je zweier unmittelbar aufeinan-
derfolgender Zahlen konstant ist, heißt arithmetische Folge.
Betrachtet werde nun eine aufsteigende arithmetische Folge mit vier Gliedern. Ad-
diert man zum ersten Folgenglied 1, zum zweiten 8, zum dritten 35 und zum vierten
122, so erhält man eine geometrische Folge. Bestimmen Sie die Glieder der beiden
Folgen!
Lösung: arithmetische Folge: 4, 7, 10, 13 geometrische Folge: 5, 15, 45, 135

3. Die Summe aus den ersten fünf Gliedern einer geometrischen Folge mit q = 0,8 hat
den Wert 420,2. Wie heißen der erste und der letzte Summand?

Lösung: a1 = 125; a5 = 51,2

4. In einer geometrischen Folge mit positiven Gliedern ist die Summe aus dem 2. und
4. Glied 102. Das 6. Glied ist 1536.
Berechnen Sie die Summe der ersten 7 Glieder.

Lösung: Anfangswert a = 1,5; Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder q = 4; s7 =


8191,5

5. In einer geometrischen Folge mit positiven Gliedern ist das Produkt aus dem zweiten
und vierten Glied gleich 1296, das fünfte Glied ist 16. Berechnen Sie die Summe der
ersten 10 Glieder.
P9 10 −1
Lösung: Es ist a1 = aq 0 = 81, q = 2
3 und s10 = i=0 aq
i = a qq−1 = 58025
243

6. Berechnen Sie den Wert der Summe −3 + 6 − 12 + 24 − ... − 3072 mit Hilfe der
Summenformel für geometrische Folgen.

Lösung: −2049

7. Bei einer geometrischen Folge mit positiven rationalen Gliedern beträgt die Summe
des ersten und dritten Gliedes 20, die Summe des ersten und fünften Gliedes 17. Wie
lautet das erste und das zehnte Glied dieser Folge?

55
3.2 Exponentialgleichungen - Lösung ohne Logarithmen

1
Lösung: 16, 32

8. Bei einer geometrischen Folge mit lauter positiven Gliedern beträgt das Produkt der
beiden ersten Glieder 324, die Summe der Quadrate dieser Glieder 1377.

(a) Berechnen Sie das erste Glied sowie den Quotienten dieser Folge!
(b) Berechnen Sie die Summe der ersten sieben Glieder!

1
Lösung: (a): 2 Lösungen: a1 = 9, q = 4 bzw. a1 = 36, q = 4
(b): 49 149 bzw. 47 1021
1024

9. Die Summe der geraden Glieder einer geometrischen Folge von 5 rationalen Zahlen
beträgt 25 , die der ungeraden Glieder 21
4
. Wie lauten die einzelnen Glieder?
 2
1 2 1
Hinweis: Das mittlere Glied sei x; verwenden Sie 2 + q = + q − 2!
q q

Lösung: 0,25; 0,5; 1; 2; 4 bzw. 4; 2; 1; 0,5; 0,25

10. Der Brahmane Sissa, Erfinder des Schachspiels, erbat sich auf Aufforderung des in-
dischen Königs Shehram hin als Belohnung für seine Erfindung diejenige Summe
Weizenkörner, die sich ergibt, wenn man auf das erste Feld des Schachbretts ein ein-
ziges Weizenkorn, auf das zweite Feld zwei, auf das dritte Feld 4, auf das vierte Feld
acht Körner usw. legt.

(a) Welche Summe von Weizenkörnern ergäbe sich?


(b) Welches Gewicht hätten diese insgesamt, wenn 20 Körner durchschnittlich 1 g
wiegen?
(c) Wie hoch könnte eine quadratische Fläche der Seitenlänge 100 km damit bedeckt
werden, wenn 15 Körner etwa 1 cm3 Raum einnehmen?

Lösung: (a): 264 − 1 ≈ 1,84 · 1019 (b): 9,22 · 1011 t (c): ca. 120 m

11. Zwischen 2 Tönen mit den Schwingungszahlen 1000 Hz und 2000 Hz (Oktave!) sol-
len elf Töne eingeschaltet werden, so dass die Folge der Schwingungszahlen dieser
dreizehn Töne eine geometrische Folge bildet. Wie lautet der Quotient dieser Folge?

12
Lösung: 2

12. Schiebt man zwischen die Töne einer Oktave 11 Zwischentöne derart ein, dass deren
Frequenzen eine geometrische Folge bilden, so entsteht eine Tonleiter mit gleichmäßig-

temperierter Stimmung “.
Beispiel: Der Ton c’ hat eine Frequenz von 261 Hz, seine Oktave c” eine doppelt so
große. In C-Dur heißen die 11 Zwischentöne cis, d, dis, e, f, fis, g, gis, a, ais und h.

56
3.3 Logarithmen

(a) Berechnen Sie den Quotienten dieser geometrischen Folge auf zwei Dezimalen
genau.
(b) Der 9. Zwischenton ist der Kammerton a’, der zum Stimmen von Musikinstru-
menten benutzt wird. Berechnen Sie seine Frequenz!

Lösung: 1,06; 441 Hz

13. Einem Quadrat mit der Seitenlänge a wird ein .......


..... .........
..... .....
.....
zweites Quadrat derart einbeschreiben, dass des- .......
.....
... .....
.....
.....
.....
..... .....
.
sen Ecken in den Seitenmitten des ersten liegen. .
............
. ..
.
.. ............
.....
.....
.....
...
.... ...
. ... ....... .....
.....
... ... .....
Setzt man dieses Verfahren fort, so ersteht eine .....
. ..
.. .
......
.......... .
...... .......
.......
.
.....
.....
.....
.....
..... ..... ...... .....
.. .. .
Folge von Quadraten. (vgl. Abb) ......
.
.....
.
.....
......
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.....
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.....
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..... ..... ......... .....
..... .......... .
........
..... . .....
..... .....
..... .....
..... .....
.....
..... ........
..... ...
..... .....
..... .........
..........
..

(a) Stellen Sie den Flächeninhalt und den Umfang des n-ten Quadrats mit Hilfe der
Seitenlänge a des ersten Quadrats dar.
(b) Berechnen Sie die Summe der Umfänge der ersten 10 Quadrate für a = 15 cm.

Lösung: An = a2 · ( 12 )n−1 ; Un = 4a · ( √12 )n−1 ; S10 ≈ 198.5 cm

14. Ein Quadrat mit der Seitenlänge a wird durch ei- .....
.. ...
.....
..... .....
.....
ne Diagonale in zwei rechtwinklige Dreiecke zer- ..
.....
.. .....
.. . ......
....
..... .....
legt. In eines der beiden Dreiecke wird ein weiteres ..
.....
.. ..
.......
.....
.....
..... .....
.....
Quadrat einbeschrieben, das wiederum durch sei- ..
.....
.. ..
.....
.
.....
..... ....
.. .........
ne Diagonale in zwei rechtwinklige Dreiecke zerlegt .
............. .
..
...................................................................................
..
.
.. . . ....
..... ... ..... .....
wird. Wiederholt man dieses Verfahren, so entsteht .
..
......
..... ...
.
.
.....
.. .
........
.....
..... .... ..... .....
..... .. .........
eine Folge von Quadraten. (vgl. Abb.) .....
....
.
..... ...
...
. .............
.
..............................................
.
....
. . ...
.. . .. .....
..... .... ..... ... ..... .........
..... ... ..... ... .
..
......
. .
. ..
....... .
. ...............
..... .. ..
.... .... ........ .... ........ .....
..
..... .......... ..........
.... . . ..

(a) Berechnen Sie den Flächeninhalt des n-ten Quadrats in Abhängigkeit der Sei-
tenlänge a des ersten Quadrats.
(b) Berechnen Sie die Summe der Flächeninhalte der ersten 8 Quadrate für a =
10 cm.

Lösung: An = a2 · ( 14 )n−1 ; S8 ≈ 133 cm2

3.3. Logarithmen
3.3.1. Exponentialfunktionen - Bearbeitung mit Logarithmen
1. Betrachtet wird die Wachstumsfunktion

57
3.3 Logarithmen

x 7−→ N = N0 · ax mit x ∈ R.
Für x = 3,0 ist N = 14929,92.
Für x = 2,5 ist N = 12441,60.

(a) Berechnen Sie N0 und den Wachstumsfaktor a!


(b) Um welchen Betrag muss x zunehmen, damit der Bestand N um ein Drittel
seines momentanen Wertes ansteigt?

Lösung: (a): N0 = 5000; a = 1,44


(b): ∆x = 0,79

2. (a) Zeichnen Sie für −3 ≤ x ≤ 3 den Graphen Gf der Funktion f : x 7−→ 2x


(Längeneinheit 1 cm)
Nur eine genaue Zeichnung ermöglicht die Beantwortung der folgenden Teilaufgabe!

(b) Die Gleichungen log2 u = −1,7 und log2 3 = v lassen sich nach geeigneter Um-
formung mit Hilfe des Graphen Gf näherungsweise lösen.
Veranschaulichen Sie die Lösungen u und v als Strecken im Koordinatensystem
der Teilaufgabe (a) und geben Sie einen guten Näherungswert für u und einen
für v an!

Lösung: (b): u ≈ 0,3; v ≈ 1,6

3. Gegeben ist die Funktion f mit f (x) = 2 · 10x − 1 und maximaler Definitionsmenge
Df .
(a) Geben Sie Df und die Wertemenge Wf an!
(b) Berechnen Sie die Schnittpunkte des Graphen Gf mit den Koordinatenachsen!
(c) Bestimmen Sie den Term der Umkehrfunktion f ∗ von f !
(d) Bestimmen Sie die Schnittpunkte des Graphen Gf ∗ mit den Koordinatenachsen
durch Überlegung! (Begründung angeben, keine Rechnung!)

Lösung: (a): Df = R; Wf =] − 1; ∞[
(b): (0|1) bzw. (− lg 0,5|0)
x+1
(c): y = lg
2
(d): (0| − lg 0,5) bzw. (1|0)

4. Die Graphen der Funktionen f und g mit f (x) = 5 · 3x und g(x) = 2 · x3 ergeben bei
geeigneter Achseneinteilung jeweils eine Gerade.

(a) Welche Darstellung muss jeweils gewählt werden? (Keine Zeichnung.)


(b) Berechnen Sie für die beiden Geraden die Steigung m und den Achsenabschnitt t.

58
3.3 Logarithmen

Lösung: (a) Für f :einfach-logarithmisch, für g:doppelt-logarithmisch


(b) bei f : m = lg 3, t = lg 5, bei g: m = 3, t = lg 2

5. Gegeben ist die Funktion


  12 x
f : x 7−→
1
3
, Df = R
Zeichnen Sie den Graphen im Intervall [−4; 4]. (Längeneinheit auf beiden Achsen
1cm.)

(a) Wenn das Argument um 2 wächst, dann ändert sich der Funktionswert y in
charakteristischer Weise. Formulieren Sie diese Änderung in Worten und weisen
Sie die Allgemeingültigkeit nach, indem Sie die Funktionswerte für x1 und x2 =
x1 + 2 vergleichen.
(b) Bestimmen Sie den Term der Umkehrfunktion und ihren Definitionsbereich.
Zeichne Sie den Graphen der Umkehrfunktion noch in das vorhandene Koordi-
natensystem ein.
1
Lösung: (a) Er ändert sich um den Faktor 3
(b) y = − 2 lg x, Df −1 = R+
lg 3

3.3.2. Lösen elementarer logarithmischer Gleichungen mit der


Definition des Logarithmus
1. Berechnen Sie x:
√ 4
a) log 1 3 a = x b) 2 · log2 x = 5 c) logx 9
= −2
a

5
Lösung: a) x = − 13 b) x = 2 2 c) x= 3
2

2. Bestimmen Sie jeweils x: √


7
a) logx 0,008 = −3 b) log√32 0,125 = x c) log4 16 = x

Lösung: a) 5, b) − 65 , c) 2
7

3. Geben Sie jeweils x an:


a) logu 13 = x b) logx 27
8
=3 c) log8 x = 5
3
u
Lösung: a) −3; b) 23 ; c) 32

4. Für welches x gilt logx 256 = x? Am Ende der Rechnung darf probiert werden!
Lösung: xx = 256 ; x=4

59
3.3 Logarithmen

5. Für welches x gilt logx 3125 = x? Am Ende der Rechnung darf probiert werden!
Lösung: xx = 3125 ; x=5

6. Welche natürliche Zahl x erfüllt die Gleichung: logx 8 = x + 1?

Lösung: 2

7. Formen Sie folgende Wortlaute in eine logarithische Gleichung um und geben Sie
jeweils die Lösung an!

(a) Mit welcher Zahl muss man 7 potenzieren, um 2401 zu erhalten?


243
(b) Potenziert man eine Zahl mit 5, so erhält man 32
.
4
(c) Welche Zahl erhält man, wenn man 5
dreimal mit sich selbst multipliziert?

Lösung: (a) log7 2401 = x; x = 4


(b) logx 243
32 = 5; x = 2
3
64
(c) log 4 x = 3; x = 125
5

3.3.3. Rechnen und Termumformungen mit Logarithmen


1. Geben Sie jeweils den Wert des Logarithmus an!

a) log10 0,001 b) log0,25 256 c) log √
3 2
a
a3
9
Lösung: a) −3, b) −4, c) 4

2. Berechnen Sie ohne Verwendung des Taschenrechners:


1
log5 √
7
125

Lösung: − 73

3. Die folgende Aufgabe soll ohne Verwendung des Taschenrechners bearbeitet werden!
Fassen Sie den folgenden Term zunächst zu einem einzigen Logarithmusterm zusam-
men und vereinfachen Sie diesen dann möglichst weit.
1
· lg 27 − 3 · lg 2 + 2 − 3 · lg 5
3

Lösung: lg 0,3

4. Formen Sie folgende Wortlaute in eine logarithische Gleichung um und geben Sie
jeweils die Lösung an!

(a) Mit welcher Zahl muss man 7 potenzieren, um 2401 zu erhalten?

60
3.3 Logarithmen

243
(b) Potenziert man eine Zahl mit 5, so erhält man 32
.
4
(c) Welche Zahl erhält man, wenn man 5
dreimal mit sich selbst multipliziert?

Lösung: (a) log7 2401 = x; x = 4


(b) logx 243
32 = 5; x = 2
3
64
(c) log 4 x = 3; x = 125
5

5. Berechnen Sie folgenden Term:


√ 1 √
 
log 1
3
a − log√a · 5a
a2 a

43
Lösung: 30

6. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:



8 √ 9 27
log2 − log2 3 + log2 − log2
7 5 35

Lösung: 3

7. Fassen Sie zu einem einzigen Logarithmus zusammen und vereinfachen Sie so weit
wie möglich:
√ 1
2 · log u − 3 · log u + · log u2
3

7
Lösung: log u 6

8. Fassen Sie folgenden Term so weit wie möglich zusammen:

a, b, c ∈ R+ , a 6= 1
1
· (1 + loga b − loga c3 )
2

q
ab
Lösung: loga c3

9. Vereinfachen Sie so weit wie möglich (a ∈ R+ , a 6= 1):


a √ √
log2 + 3 · log2 8 − log4 a2 + loga a
4

Lösung: 3

61
3.3 Logarithmen

10. Das gleichseitige Dreieck ABC ist Grundfläche der Pyramide


√ 3ABCS. Der Fußpunkt
der Pyramidenhöhe ist A, die Höhe 6 m, das Volumen 8 3 m groß.

(a) Erstellen Sie eine saubere und übersichtliche Schrägbildskizze!


(b) Berechnen Sie die Längen sämtlicher Pyramidenkanten!
(c) Welchen Neigungswinkel haben die Ebenen E(A; B; C) und E(B; C; S)?


Lösung: (b): AB = BC = AC = 4 m; SC = SB = 2 13 m; SA = 6 m
(c): 60o

11. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:



−0,5 z
loga z − 0,25 · loga z + 0,1 · loga 3
z

Lösung: − loga z

12. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


x √ 1 √
2 loga − 3 loga 0,25y + loga x x − loga 3 − loga 4x
2 y
Lösung: 3 loga 2x

13. Vereinfachen Sie soweit wie möglich:


√ √
logb 16 − logb 2 2b + logb 2b + logb (0,125b2 )

Lösung: 2

14. (a) Weisen Sie die Gültigkeit der folgenden Gleichung nach:

log 1 216 = −3
6

(b) Berechnen Sie unter Verwendung der Gleichung aus Aufgabe (a) den Wert des
Terms: √
log 1 5 216 · (log 1 108 − log 1 12 )
6 6 6
1
log 1 216
6

3
Lösung: 5

15. Für welche b, v, w ∈ R gilt: logb v w = w logb v

Lösung: v > 0; b > 0 und b 6= 1; w beliebig

62
3.3 Logarithmen

16. Für welche b, x, y ∈ R gilt: logb (xy) = logb x + logb y

Lösung: x > 0; y > 0; b > 0 und b 6= 1

17. Gegeben ist die Formel:


1
logb z =
logz b
(a) Prüfen Sie die Formel am Beispiel: b = 8, z = 32
(b) Beweisen Sie die Formel. (Hinweis: Setze z = bu )

Lösung:

18. Gegeben ist der Term



log3 [3 3 · (x2 − y 2 )] − log9 (x − y)4 − log3 (x + y)

wobei x und y reelle Zahlen vertreten.

(a) Welche Beziehung muss zwischen x und y bestehen, damit obiger Term definiert
ist?
(b) Man vereinfache den Term so weit wie möglich!

Lösung: (a): x + y > 0 ∧ x − y > 0 (b): 1,5 − log3 (x − y)

19. Gesucht ist irgendein x > 2, so dass

2x > x1 000 000 .

Lösung: z.B. x = 225 (Monotonie des Logarithmus verwenden!)

3.3.4. Exponentialgleichungen - Lösung mit Logarithmen


1. Bestimmen Sie, falls möglich, die Lösung auf 3 geltende Ziffern genau:
a) 108x = −7 b) 1,8 · 10x−7 = 4,32

Lösung: (a) L = {} (b) x = 7,38

2. Bestimmen Sie die Lösung auf 6 Dezimalen genau: 2x + 2x+1 + 2x+2 = 2

Lösung: x ≈ −1,807355

3. Bestimmen Sie x:
5x = 2 · 3x

63
3.3 Logarithmen

lg 2
Lösung: x = lg 53

4. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

3x−1 = 5 · 2x

1
Lösung: 1 + lg 1,5 = 6.67887

5. Berechnen Sie die Lösungsmenge: 52x − 27 · 5x = 0

Lösung: L = { lglg275 } = { 2,048 }


6. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

3 · 9x − 7 · 3x + 2 = 0

Lösung: L = {−1; lglg 23 }


7. Berechnen Sie die Lösungsmenge: 52x + 50 = 27 · 5x

L=
 
lg 2
Lösung: 2;
lg 5

8. Berechnen Sie die Lösungsmenge: 52x − 27 · 5x = 0

Lösung: L = { lglg275 } = { 2,048 }


9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung:

2 · 5x+1 − 3 · 52−x = 5
lg 3
Lösung: Substitution und Lösung einer quadratischen Gleichung: x = lg 5

10. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

5 · 25x − 16 · 5x + 3 = 0

Lösung: L = {−1; lglg 53 }


11. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log0,01 x + log1000 (2 x) = lg 2

64
3.4 Logarithmengleichungen

D=R L=
 
+ 1
Lösung: ,
16

12. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der folgenden Gleichung in der Grundmenge G = R:

(5x+1 )2 − 4 · 5x+1 + 3 = 0

Lösung: x1 = −1 + log5 3; x2 = −1

3.4. Logarithmengleichungen
Lösen durch Termvereinfachung
1. Lösen Sie folgende Gleichung:

lg 3x − 2 = −1

Lösung: L = {0,67}
2. Lösen Sie erst ohne Verwendung des TR nach x auf und berechnen Sie aus dem
vereinfachten Term die Lösung auf 5 Dezimalen genau.

5 lg x = 3 lg 12 + lg 32 − 3(lg 4 + lg 3)

Lösung: x = 2

3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:


lg x2 + lg x = 10

Lösung: L = {10000}
4. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge:

lg (x − 1) + lg (x + 2) = 1

Lösung: D =]1; ∞[, L = {3} (x = −4 entfällt)

5. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log3 (x − 75) − 3 = log3 (x + 3)

Lösung: D =] 75 ; ∞ [ , x = −6 6∈ D , L = { }

65
3.4 Logarithmengleichungen

6. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge:

log3 (2x) − 2 = 5 · log3 2 − log3 x

Lösung: D = R+; L = {12}


7. Man bestimme Definitionsmenge und Lösungsmenge folgender Gleichung:

2 · log3 x − log3 (6 − x) = 0

Lösung: D =]0; 6[ ; L = {2}


8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung:

log5 (5x − 8) − log5 (x − 2) = 2

Lösung: Zusammenfassen der Log., Definition des Log.: x = 2,1

9. Bestimmen Sie Definitions- und Lösungsmenge der Gleichung:



6 lg 1 + x + lg 1 = 2 + lg(1 + x)

Lösung: D =] − 1; ∞[, L = {9}


10. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

lg(0,01x) + lg(100x)2 = lg 0,0001 − 2 lg x

Lösung: L = { √1000
1
}

11. Berechnen Sie Definitions- und Lösungsmenge über G = R:


log10 (5 − 2x) + log10 (1 − x) = 2 − log10 5

Lösung: D =] − ∞; 1[; L = {−1,5}


12. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R:
log3 (x + 8) + log3 (x + 9) = log3 (13x + 93)

Lösung: L = {3; −7}

66
3.4 Logarithmengleichungen

13. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R:


log2 (x + 7) + log2 (x + 8) = log2 (10x + 80)

Lösung: L = {3; −8}


14. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log3 (x2 − 9) − log3 (x − 3) = log3 (3 + x)

Lösung: D =] 3 , ∞ [ , L = D
2
15. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log2 16x + log5 25x = 16

Lösung: D = R , L = { 2 ; −4 }
16. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log7 3x − log3 4x = x + 2

Lösung: D = R , L = { −1,178 }
17. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log5 x2 − log2 x5 = 3

Lösung: D = R+ , L = { 0,6050 }
18. Gegeben ist die Gleichung:

log2 (x2 − 2) = log 1 (a−2 ) + log √ 3 1 mit a ∈ R


+
4
a

(a) Bestimmen Sie die maximale Definitionsmenge Dmax der Gleichung.


(b) Vereinfachen Sie die rechte Seite der Gleichung so weit wie möglich.
(c) Bestimmen Sie rechnerisch die Lösungsmenge der Gleichung.
√ √
Lösung: (a) Dmax = R\[− 2; 2]
(b) rechte Seite:
√ √2
(c) L = {− 6; 6}

19. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log2 x2a − log2 x = log2 x2a−3 + 4

Lösung: D = R+ , L = { 4 }
20. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:

2 logb (2x) − logb (6 + 10x) = 0, b ∈ R+ \ {1}

Lösung: L = {3}

67
3.4 Logarithmengleichungen

21. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:


a
loga + 10 = loga a−3x
ax
Lösung: D = R , L = { −5 ; 5 }
22. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:
ax √
loga √ − x2 = − loga 3 a
3
a

Lösung: D = R, L = {0; 1}
23. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:

a2
loga + loga a5x−2 = 3 x − 1
a3x
Lösung: D = R, L = {1}
24. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:

x3c
loga + loga x5 = loga xc + 2 c + 4
x
Lösung: D = R+ , L = { a }
25. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:

loga (x − 2) + loga x2 = loga (x2 − 4)

Lösung: D =] 2 ; ∞ [ , x1 = 2 6∈ D , x2 = −1 6∈ D , L = { }
26. Berechnen Sie die Lösungsmenge: logx (x2 + 4 x + 4) = logx (x + 2) + 2

Lösung: D = R+\{ 1 } , x1 = 2 ∈ D , x2 = −1 6∈ D , L = { 2 }
27. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:


r
a5x−2 3 2
loga x−4
− log a a4x = x + 1
a 3
Lösung: D = R, L = D = R
28. Berechnen Sie die Lösungsmenge für e > 0 und e 6= 1:
x
e3 5
loge x−1 + loge e 3 x = x2
e

68
3.4 Logarithmengleichungen

√ √
D = R, L =
 
1 1
Lösung: (1 − 5) , (1 + 5)
2 2

29. Berechnen Sie die Lösungsmenge für a > 0 und a 6= 1:


2 2
loga xa + loga x−b = a(a + b)(a − b)

Lösung: D = R+ , L = { aa }
30. Lösen Sie folgende Gleichungen:
81
a) logx 169
= −2 b) logx+4 64 = 2

Lösung: (a) L = { 139 }; (b) L = {4}


31. Lösen Sie folgende Gleichungen:

a) logx 3 0,5 = 23 b) logx 18 = −6
√ √
Lösung: (a) L = { 12 2}; (b) L={ 2}

Lösung durch Logarithmieren, Substitution oder kombinierte Verfahren


1. Bestimmen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung:

(73 )1+2x = 103x

Lösung: L = { 1−2lg 7lg 7 }


2. Bestimmen Sie die Lösungsmenge folgender Gleichung:

x3+lg x = 104

Lösung: L = {10; 1
10000 }

3. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der Gleichung:

x4−lg x = 100x

Lösung: L = {100}

4. Lösen Sie folgende Gleichung über G = R+ :


2lg x · xlg x + 2 = 200x

69
3.4 Logarithmengleichungen

L= 1

Lösung: 10; 200 ; Logarithmieren, quadr. Gleichung nach Substitution!

5. Bestimmen Sie die Lösungen folgender Gleichung:


1000
xlg x =
x2

Lösung: x1 = 10; x2 = 10−3

6. Bestimmen Sie die Lösungen folgender Gleichung:

x2 lg x = 100

Lösung: x1,2 = 10±1

7. Bestimmen Sie die Lösungsmenge der folgenden Gleichung:

x3 = 10 · x1+lg x

Lösung: L = {10}
8. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

xlg x+3,5 = 10x2


Lösung: L={ 1
10; 100 }

9. Bestimmen Sie die Lösungsmenge:

3lg x · xlg x+2 = 300x

L=
 
1
Lösung: 10;
300
2
10. Berechnen Sie die Lösungsmenge: log3 27x + 12 = 3 · log3 81x

Lösung: D = R , L = {2}
11. Lösen Sie folgende Gleichung:

log2 x − lg x = 5

70
3.4 Logarithmengleichungen

L=
n 5 o
Lösung: 2 lg 5

12. Bestimmen Sie die Lösungsmenge über der Grundmenge R+ : lg (lg x) = 1


2

Lösung: L = {10 10 ≈ 1453,04}

13. Lösen Sie folgende Gleichung über G = R:


lg x − 1 = log5 x

L=
n lg 5 o
Lösung: 10 lg 5−1

Lösen mit graphischen Verfahren


1. Bestimmen Sie auf graphischem Wege näherungsweise die Lösungsmenge der folgen-
den Gleichung über G = R:
2
ln (x + 1) = · x + 0,5
9
Legen Sie dazu ein Koordinatensystem mit der Längeneinheit 2 cm auf beiden Achsen
an (Platzbedarf rechts vom Ursprung etwa 16 cm)! Zum Zeichnen des Graphen der
Logarithmusfunktion ist eine Wertetabelle der Schrittweite 1 zu erstellen!

Lösung: L = {1,1; 7,2}

3.4.1. Logarithmusfunktionen
1. Wir untersuchen die Funktionf : x 7−→ log2 x

(a) Zeichnen Sie zunächst den Graphen der Umkehrfunktion von f und entwickeln
Sie daraus den Graphen von f im Intervall [0; 8] (Einheit 1 cm).
(b) Wie erhält man daraus geometrisch den Graphen von x 7−→ log 1 x? Zeichnung
2
und algebraische Begründung!
(c) Bestimmen Sie graphisch log2 5.

Lösung: (a) Zeichnung mit Hilfe ganzzahliger Werte von y = 2x . Spiegelung an der Win-
kelhalbierenden des ersten Quadranten.
(b) Spiegelung an der x-Achse
(c) 2,32

2. (a) Zeichnen Sie den Graphen der Funktion f (x) = log3 x in Df = R+ unter Zu-
hilfenahme des Graphen einer geeigneten Exponentialfunktion g. Geben Sie die
Funktionsgleichung von g an!

71
3.4 Logarithmengleichungen

(b) Die Punkte A(9|yA ), B(xB | 12 ) und C(5|yC ) liegen auf Gf . Geben Sie die fehlen-
den Koordinaten zunächst exakt und dann auf zwei Dezimalen gerundet an!
(c) Für welche x-Werte sind die Funktionswerte von f größer als 5?

Lösung: g(x) = 3x ; yA = 2; xB = 3 ≈ 1,73; yC = log3 5 ≈ 1,46; x > 243

3. Gegeben ist die Funktion f durch die Gleichung


f (x) = lg(x2 + 1) in ihrem maximalen Definitionsbereich.

(a) Geben Sie den maximalen Definitionsbereich und die Wertemenge der Funktion
f an! (Begründung!)
(b) Fertigen Sie eine saubere Zeichnung des Funktionsgraphen Gf im Bereich 0 ≤
x ≤ 7! (Einheit auf beiden Achsen: 1cm)
Erstellen Sie dazu eine Wertetabelle für x ∈ {0; 1; 2; ...; 7}
(c) Für welchen Wert von a (a > 0) hat der Graph der Funktion g(x) = lg(ax) mit
Gf nur einen gemeinsamen Punkt?

Lösung: D = R; W = R+0; a = 2
4. Zeichnen Sie die Graphen der beiden Funktionen

y = log2 x und y = log 1 x


2
D = R+
in ein Koordinatensystem.
Beweisen Sie anschließend: loga x + log 1 x = 0
a

loga x
Lösung: log 1 x = loga a1
= − loga x
a

5. Bestimmte Logarithmuskurven liegen symmetrisch zueinander.

(a) Um welche Art von Symmetrie handelt es sich?


(b) Geben Sie ein Beispiel dafür an. Wie lautet der allgemeine Zusammenhang zwi-
schen den Funktionstermen zweier solcher Kurven?

Lösung: (a) Symmetrie zur x-Achse


(b) logb x und log 1 x
b

6. (a) Bestimmen Sie a und b so, dass sich die Graphen der Funktionen mit den Funk-
tionsgleichungen y = ax und y = logb x im Punkt P (3|8) schneiden.
(b) Bestimmen Sie jeweils die Umkehrfunktion und geben Sie einen Schnittpunkt
der Graphen der Umkehrfunktionen an.
(c) Welche Bedingung muss eine Funktion erfüllen, damit sie umkehrbar ist? (Ohne
Begründung!)

72
3.4 Logarithmengleichungen

1
Lösung: (a) a = 2; b = 3 8 ≈ 1,1472

(b) y = log2 x ; y = ( 8 3)x ; Q(8|3)
(c) Jedem x-Wert darf höchstens ein x-Wert zugeordnet sein.

7. In dieser Aufgabe untersuchen wir die allgemeine Logarithmusfunktion

f (x) = A · logB (C x + D) + E

(a) Beweisen Sie, dass f (x) in der Form

g(x) = a lg(x + b) + c

dargestellt werden kann und drücken Sie die Konstanten a, b und c durch A, B,
C, D und E aus!
(b) Zeichnen Sie den Graphen der Funktion f (x) = lg 8 · log2 (100 x + 500) − 5 nach
Umformung wie in Teilaufgabe (a)! Wie geht der Graph von f aus dem Graphen
von f0 (x) = 3 lg x hervor? Berechnen Sie die Nullstelle von f !
(c) Ermitteln Sie die Gleichung der allgemeinen Logarithmusfunktion f , deren Graph
die Punkte P (−2,9| − 6), Q(−2| − 2) und R(7|2) enthält! Zeichnen Sie den Gra-
phen von f nach Ermittlung der Definitionsmenge und der Nullstelle!
f (7) − f (−2,9)
Hinweis: Verwenden Sie zur Berechnung von b!
f (7) − f (−2)

A D A lg C
Lösung: (a) A = ,b= ,c= +E
lg B C lg B
(b) f (x) = 3 lg(x + 5) + 1. Verschiebung um 5 nach links und 1 nach oben.
1
x0 = 10− 3 − 5 ≈ −4,54
b+7 2
 
b+7 b+7 b+7
(c) lg = 2 · lg =⇒ = =⇒ b = 3
b − 2,9 b−2 b − 2,9 b−2 √
f (x) = 4 lg(x + 3) − 2 , Df = ] − 3 ; +∞ [ , x0 = −3 + 10 ≈ 0,16

8. Die Graphen der Funktionen f und g mit f (x) = 5 · 3x und g(x) = 2 · x3 ergeben bei
geeigneter Achseneinteilung jeweils eine Gerade.

(a) Welche Darstellung muss jeweils gewählt werden? (Keine Zeichnung.)


(b) Berechnen Sie für die beiden Geraden die Steigung m und den Achsenabschnitt t.

Lösung: (a) Für f :einfach-logarithmisch, für g:doppelt-logarithmisch


(b) bei f : m = lg 3, t = lg 5, bei g: m = 3, t = lg 2

73
3.4 Logarithmengleichungen

3.4.2. Anwendung von Logarithmen - Sachaufgaben


1. Jod 131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen. Nach wie vielen Tagen sind 95% einer
ursprünglich vorhandenen Stoffmenge zerfallen?

Lösung: 34,6 Tage

2. Faltet man ein Stück Papier im DIN-Format mehrfach längs einer Mittellinie, so
liegen erst zwei, dann vier Schichten übereinander. Es wird dabei immer kleiner und
dicker. Wie oft müsste man es falten können, um einen Turm zu erhalten, der bis
zum Mond reicht? (Entfernung des Mondes:384000 km, Papierdicke 0,2 mm)

Lösung: Bei einer Dicke von 0,2 mm erhält man ca. n = 41 Faltungen.

3. Am 1.1.1960 lebten a0 = 3,01 Milliarden Menschen auf der Erde. In welchem Jahr
überschreitet die Erdbevölkerung die 10 Milliardengrenze, wenn der jährliche Zu-
wachs 1,9% beträgt? In welchem Jahr erreichte die Menschheit die 2 Milliardengren-
ze?
Lösung: n ≈ 63,79 a =⇒ im Jahre 2023 ; n ≈ −21,72 a =⇒ im Jahre 1938

4. In einer Schale mit Nährflüssigkeit leben am 1.1.1995 um 0.00 Uhr genau N0 = 100
Bakterien. Die Bakterienkultur wächst täglich um 24%. An welchem Tag (Datum!)
überschreitet die Kultur die Millionengrenze? An welchem Tag wurde die Kultur mit
genau 8 Bakterien angesetzt?
Lösung: n ≈ 42,82 d =⇒ am 12.02.1992 ; n ≈ −11,74 d =⇒ am 20.12.1991

5. Die Temperatur einer vollen Kaffetasse ist um 600 C höher als die Zimmertemperatur.
Nun wird der Temperaturunterschied ∆ϑ zur Zimmertemperatur in gleichmäßigen
Zeitabständen gemessen:

t in min 0 5 10 15 20 25
∆ϑ in 0 C 60 45 34 25 19 14

(a) Zeichnen Sie auf dem beiliegenden halblogarithmischen Papier ein t-∆ϑ-Diagramm.
(b) Welche Bedeutung hat der geradlinige Verlauf des Graphen im Diagramm für
den Zusammenhang von t und ϑ?

Lösung: Ein geradliniger Verlauf in halblogarithmischer Darstellung entspricht einer Expo-


nentialfunktion. Der Ansatz ∆ϑ = 600 · 10−βt liefert logarithmiert log 60
∆ϑ
0 = −βt.
∆ϑ
Substitution y = log 10 ergibt die Geradengleichung y = log 60 − βt und −β =

74
3.4 Logarithmengleichungen

∆y log 14−log 60 1
∆t = 25 min bzw. β = 25 min · log 30
7

100
r
...........
...........
...........
r
...........
...........
...........
r
...........
...........
r
...........
...........
...........
...........
...........
r
...........
...........
...........
r
...........

10

1
0 5 10 15 20 25

6. Die Helligkeit eine Sterns kann man physikalisch durch die auf der Erde einfallende
Lichtintensität E (Energie pro Flächen- und Zeiteinheit) beschreiben. n gleichar-
tige Sterne am selben Ort des Himmels bewirken also die n-fache Lichtintensität.
Die Helligkeitsempfindung im Auge hängt damit zusammen, wir bezeichnen sie als
scheinbare Helligkeit m. Zwischen E und m besteht folgender Zusammenhang
(Weber-Fechnersches Gesetz):

E
m = −2,5 lg
E0
(Dabei ist E0 die Intensität eines Sternes der Helligkeit m = 0, die Helligkeit von
Mars und Saturn schwankt um diesen Wert.)

(a) Ein bestimmter Stern hat die scheinbare Helligkeit m0 . Wie würde sich diese
ändern, wenn am selben Ort nicht ein sondern 10 gleichartige Sterne wären?
(b) Die Sonne hat die scheinbare Helligkeit mS = −28. Um welchen Faktor unter-
scheidet sich ihre Lichtintensität von der des Polarsterns mit mP = 2? (Löse die
Gleichung nach E auf!)

Lösung: (a) −2,5


(b) 1012

75
3.4 Logarithmengleichungen

7. Die Intensität I einer Schallwelle ist Schallquelle Schall-Leistung


definiert als einfallende Leistung pro menschliche Sprache 7 · 10−6 W
Fläche und wird in mW2 gemessen. Das Geige 1 · 10−3 W
Ohr eines jungen Menschen kann Flügel 2 · 10−1 W
im Frequenzbereich von ca. 1000 Hz
Trompete 3 · 10−1 W
gerade noch die Intensität I01 =
Hupe 5W
10−12 mW2 wahrnehmen (Hörschwel-
Orgel 10 W
le), bei tiefen Tönen (≈ 100 Hz) liegt
Lautsprecher 100 W
die Hörschwelle bei I02 = 10−9 mW2 .
Sirene 3000 W
Die Lautstärke L einer Schallwelle
ist definiert durch
I
L = 10 · lg phon ,
I0
wobei für I0 die Intensität der Hörschwelle bei der jeweiligen Frequenz einzusetzen
ist. Die Benennung phon gibt an, dass es sich um eine Lautstärke handelt, ist aber
keine Einheit im physikalischen Sinn.

(a) Berechnen Sie für die Schallquellen der Tabelle die Intensitäten und Lautstärken
in der Entfernung d = 4 m, und zwar einmal für 1000 Hz und einmal für 100 Hz.
Gehen Sie davon aus, dass die Schallwellen in alle Richtungen gleich stark ab-
gestrahlt werden.
(b) Wie geht der Graph der Funktion L2 (I) = 10 · lg II02 aus dem Graphen von
L1 (I) = 10 · lg II01 hervor? Zeichnen Sie beide Graphen einmal im Intervall
10−12 mW2 ≤ I ≤ 10−8 mW2 und einmal im Intervall 10−12 mW2 ≤ I ≤ 3 mW2 jeweils
in ein Koordinatensystem! Versuchen Sie graphisch für beide Frequenzen die
I-Werte zu bestimmen, die zu den Lautstärken 35 phon bzw. 85 phon gehören!
Welche Schwierigkeit ergibt sich dabei?
(c) Um die in Teilaufgabe (b) auftretenden Schwierigkeiten zu beseitigen, führen wir
die neue Variable x = lg I ein. Drücken Sie L1 und L2 durch x aus und zeichnen
Sie die Graphen von L1 (x) und L2 (x) im Intervall 10−12 mW2 ≤ I ≤ 103 mW2 in ein
Koordinatensystem! Bestimmen Sie graphisch und durch Rechnung die fehlen-
den Werte in folgender Tabelle:

I in mW2 4 · 10−6
L1 in phon 9
L2 in phon 80

P
Lösung: (a) I = , L2 = L1 − 30
4 π r2
P in W 7 · 10−6 0,001 0,2 0,3 5 10 100 3000
W
I in m 2 3,5 · 10−8 5,0 · 10−6 9,9 · 10−4 0,0015 0,025 0,050 0,50 15
L1 in phon 45 67 90 92 104 107 117 132
L2 in phon 15 37 60 62 74 77 87 102

76
3.4 Logarithmengleichungen

(b) Verschieben um 30 nach unten.


L1 = 35 phon =⇒ I = 3,2 · 10−9 m
W
2
W
L2 = 85 phon =⇒ I = 0,32 m 2
Die beiden anderen Werte sind nicht ablesbar.
(c) L1 (x) = 10 x + 120 , L2 (x) = 10 x + 90
I in mW
2 4 · 10−6 7,9 · 10−12 0,1
L1 in phon 66 9 110
L2 in phon 36 −21 80

8. Das dritte Planetengesetz von Kepler


In der folgenden Tabelle wird vereinfachend angenommen, die Planeten der Sonne
bewegten sich auf Kreisbahnen vom Radius a um die Sonne. Der Bahnradius der
Erde wird als Astronomische Einheit bezeichnet: 1AE = 1,496 · 108 km. Es wird ein
funktionaler Zusammenhang zwischen dem Bahnradius a und der Umlaufszeit U der
Planeten um die Sonne gesucht, dieser wird als drittes Keplersches Gesetz bezeichnet.
Das dritte Keplersche Gesetz
log U
Planet a in 108 km a0 = a
1AE log a0 U in Jahren log U log a0
Merkur 0,579 0,241
Venus 1,082 0,615
Erde 1,496 1,000
Mars 2,274 1,880
Jupiter 7,779 11,860
Saturn 14,287 29,500
Uranus 28,723 84,000
Neptun 45,030 164,800
Pluto 59,391 247,700

(a) Vervollständigen Sie die Tabelle.


(b) Tragen Sie log U in Abhängigkeit von log a0 auf.
(c) Leiten Sie mit Hilfe des Diagramms eine Gleichung zwischen U und a0 her.

Lösung: Die Zahl der Planeten sollte bedarfsgerecht verringert werden. Die Quotienten der
Logarithmen variieren zwischen 1.499 und 1.508, mit dem Mittelwert 1,500. Dies
ergibt log U = log a0 1,5 bzw. U = a0 1,5

9. Die Explosion einer Atombombe läuft im Prinzip folgendermaßen ab:


Ein Neutron spaltet einen Plutoniumkern, wobei drei weitere Neutronen entstehen (1.
Zerfallsstufe). Jedes der drei erzeugten Neutronen spaltet einen weiteren Kern und es
entstehen insgesamt neun Neutronen (2. Zerfallsstufe). Dieses Spiel setzt sich solange
fort, bis alle Plutoniumkerne zerfallen sind (Kettenreaktion). Wie lange dauert der
vollständige Zerfall eines Plutoniumstücks mit N = 7,85 · 1026 Kernen, wenn die
Dauer einer Zerfallsstufe τ = 10−8 s beträgt?

77
3.4 Logarithmengleichungen

Lösung: In der k-ten Stufe zerfallen ak = 3k−1 Neutronen.


n
X 3n − 1
Nach n Stufen sind N = ak = Kerne zerfallen.
2
k=1
lg(2 N + 1)
∆t = n τ = · τ = 5,7 · 10−7 s
lg 3

10. N0 Teilchen einer radioaktiven Strahlung treffen auf eine Bleiplatte der Dicke x.
Wegen der abschirmenden Wirkung des Bleis sind nach der Platte nur noch
N = f (x) = N0 · 10−λ x Teilchen mit λ = 0,40 cm
1
vorhanden.

(a) Zeichnen Sie den Graphen von f (x) im Intervall [ 0 ; 5 cm ] (N0 =10
b cm)!
(b) Für welche Plattendicke xH (Halbwertsdicke) wird die Strahlung auf die Hälfte
reduziert?
(c) Welche Gleichung hat die Umkehrfunktion x = g(N )? Welche Definitionsmenge
ist für g nur sinnvoll? Zeichnen Sie den Graphen von g (N0 =10
b cm)! Wie geht
lg N
der Graph von g aus dem Graphen von h(x) = hervor?
λ
lg 2
Lösung: (b) x = = 0,75 cm
λ
; Dg =] 0 ; N0 ]
lg N0 − lg N
(c) x = g(N ) =
λ
lg N0
Spiegelung an der N -Achse und Verschiebung um nach oben.
λ

11. Die Graphen der Funktionen f und g mit f (x) = 5 · 3x und g(x) = 2 · x3 ergeben bei
geeigneter Achseneinteilung jeweils eine Gerade.

(a) Welche Darstellung muss jeweils gewählt werden? (Keine Zeichnung.)


(b) Berechnen Sie für die beiden Geraden die Steigung m und den Achsenabschnitt t.

Lösung: (a) Für f :einfach-logarithmisch, für g:doppelt-logarithmisch


(b) bei f : m = lg 3, t = lg 5, bei g: m = 3, t = lg 2

3.4.3. Logarithmen und die Länge von Dezimalzahlen


8
1. Wir betrachten die sehr große Zahl x = 73 . Wie lang ist die ausgeschriebene Zahl,
wenn pro Ziffer 0,5 cm beansprucht werden? Schreiben sie x als Gleitkommazahl mit
drei geltenden Ziffern hin!
Lösung: x = 4,88 · 105544 =⇒ 5545 Ziffern =
b 27,725 m
6
2. Wir betrachten die sehr große Zahl x = 84 . Wie lang ist die ausgeschriebene Zahl,
wenn pro Ziffer 0,5 cm beansprucht werden? Schreiben sie x als Gleitkommazahl mit
drei geltenden Ziffern hin!

78
3.4 Logarithmengleichungen

Lösung: x = 1,14 · 103699 =⇒ 3700 Ziffern =


b 18,5 m

3. Die größte bekannte Primzahl war im Jahr 1994 die Zahl

p = 2859433 − 1

(a) a bezeichne eine Zahl aus dem Intervall [l; l+1[ (l ∈ N). Wie viele Stellen besitzt
die Zahl z = 10a in der Dezimaldarstellung. Begründen Sie präzise!
(b) Wieviele Dezimalen hat die Zahl z = 2859433 ?
(c) Begründen Sie, dass p die gleiche Anzahl von Dezimalen hat.
(d) Wieviele Seiten im DIN A4 Format füllt die Zahl, wenn man eine Seite mit 40
Zeilen zu 80 Zeichen bedruckt?

Lösung: (a) Wegen der Monotonie gilt 10l ≤ z < 10l+1 , z hat also l + 1 Stellen falls
a < 10l+1 .
(b) Die Stellenzahl von z = 2859433 ist l = [log10 2 · 859433]+1 = 258716 (Gauss’sche
Klammer).
(c) Es kann nicht z = 10l sein (warum?), also haben z und p gleiche Stellenzahl.
(d) 81 Seiten.

79
Teil II.

Geometrie

80
4. Kreismessung

4.1. Kreis - Umfang und Fläche -


Approximationsverfahren
Kreis - Umfang und Fläche
1. Die Differenz der Umfänge zweier Kreise beträgt 6π, die Differenz der Flächen 18π.
Berechnen Sie die Radien beider Kreise.

Lösung: r1 = 4,5; r2 = 1,5

2. Einem Kreis vom Radius r ist ein Quadrat einbeschrieben, dessen vier Ecken auf der
Kreislinie liegen. Wieviel Prozent der Kreisfläche werden von dem Quadrat bedeckt?

Lösung: 63,7 %

3. Berechnen Sie den Inkreisradius r eines Quadrats, ..........


......................................................................
..... ........
........ .....
... .......
...... .....
wenn der Umfang des zugehörigen Umkreises mit ........
......
. ... .
.........
.....
..... .....
.....
.....
..
......
......
.....
.....
.... . ................................................................ .....
.. ..
dem Radius R um 2,6026 cm größer ist als der des .....
......

........ .
....... ...
.
........... ............
.. . .
........
.......
.....
...
...
...
.. ... ..
... ............. ..... ...
Inkreises! ...
..
.
.
. ..
..
.......
......
.
... .....
......
.......
. .
......
. . .
........
. ..
... .....
...
...
...
.... .... ... ... .. . ...
...
... ... ..... ... ..... ...
...
... ........ ....
......
r .......
.....
... ....
...
.
.
..... .....
... ........
..........
.......
...
....
...
.....
.....
r
..... R
.............................................................................................
....
...
..... ..
..... ..
........
... ....... ... ... .
... ......
... ..... ..
... ...... ....
. ... ..... ...
.. ..... ...
... ..... ..
.. .. ... .........
. ...
... ..... .. ..
... ..... ... ... ..... ...
... ....... ........ ..
... ........
.. . . .
..........
. ....
... ..... ... .
..... .... ...
... ..... ..... ...
... ...... ...... ...
...
.... .........
.. .... .... . .
........... ....
. .
............... .
. . . .
.....
..... ..... ................................................... .....
..... ..... ....
..... ..... ..... .....
...... .....
......
.......
.....
..... ..
....... .. .........
........ .....
.....
.. ....
.......... . ........
................................................................
...........

Lösung: r = 1,0000 cm

4. Unter einem Ankreis eines Dreiecks versteht man einen Kreis, der eine Dreieckssei-
te und die Verlängerung der beiden anderen Dreiecksseiten berührt. Jedes Dreieck
besitzt also drei Ankreise.
(a) Berechnen Sie den Flächeninhalt eines der drei (untereinander kongruenten) An-
kreise eines gleichseitigen Dreiecks der Seitenlänge a! Erstellen Sie eine saubere
Überlegungsskizze!

81
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

(b) Wie verhalten sich die Umfänge von Inkreis, Umkreis und (einem) Ankreis eines
gleichseitigen Dreiecks der Seitenlänge a?

Lösung: (a) AAK = 34 a2 π (b) UIK : UU K : UAK = 1 : 2 : 3

5. Unter einem Ankreis eines Dreiecks versteht man einen Kreis, der eine Dreiecksseite
und die Verlängerung der beiden anderen Dreiecksseiten berührt. Jedes Dreieck be-
sitzt also drei Ankreise.
Gegeben sei nun ein gleichschenklig-rechtwinkliges Dreieck der Schenkellänge a. Fer-
tigen Sie eine übersichtliche Zeichnung an und berechnen Sie dann Umfang und
Flächeninhalt desjenigen Ankreises, der die Hypotenuse und die verlängerten Schen-
kel berührt!
√ a2

Lösung: UAK = aπ · (2 + 2) AAK = 2 π · (3 + 2 2)

Ein- und umbeschriebene regelmäßige Vielecke


1. Nebenstehende Skizze zeigt einen Ausschnitt zwei-
er regulärer n-Ecke mit den Seitenlängen B1 B2 = M ...
sn und A1 A2 = tn , welche einem gegebenen Kreis . ..
........
... .... ...
k(M ; r) ein- bzw. umbeschrieben sind. ..
.. .. ....
.. .
...
..
.. ..... ..
.. ...
... ... ..
(a) Zeigen Sie, dass für den Flächeninhalt Fn des ...
. ..
..
...
..
.. .
.. ...
umbeschriebenen n-Ecks die Formel ..
.
..
...
..
..
...
... ..
... ...
..
Fn = 1
· r · Un r .
.. ..
...
..
...
2 ... . ..
. ...
... ..... ..
gilt, wobei Un den Umfang dieses n-Ecks be- ..
.. ...
..
...
..
.. ...
zeichnet. ..
.. ..... ..
...
... ... ..
. .. ...
... ... ..
.
(b) Beweisen Sie unter Verwendung des Strah- .......
....... ..
....
.
sn .
...
...
..
.
.......
............................................................................................................................................................................................................
lensatzes die Formel B1 ..
.
.
........
.........
............
............
..
.
.
. ..
..........
.
...
....
...
....... ..
. B2
...
............... ...........
...............
sn . .. .. ..
.........................................................................................................................................................................................................................................................
tn = q 2 A1 tn A2
1 − s2rn

Lösung:

2. Im Unterricht wurden die folgenden zwei Formeln besprochen:


2un Un p
U2n = ; u2n = un U2n
un + Un
Dabei ist un der Umfang des einem Kreis mit dem Radius r einbeschriebenen re-
gelmäßigen n-Ecks, Un der Umfang des demselben Kreis umbeschriebenen regelmäßi-
gen n-Ecks.

82
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

(a) Geben Sie den Umfang des einem Kreis mit dem Radius r einbeschriebenen
regelmäßigen Sechsecks an. Bestimmen Sie auch den Umfang des demselben
Kreis umbeschriebenen regelmäßigen Sechsecks.
(b) Bestimmen Sie mit den oben angegebenen Formeln die Umfänge der demselben
Kreis umbeschriebenen und einbeschriebenen regelmäßigen Zwölfecke. Vereinfa-
chen Sie die erhaltenen Ausdrücke vor Anwendung des TR soweit wie möglich.
(c) Welche Abschätzung ergibt sich aus den in (b) berechneten Werten für π? Geben
Sie auch an, um wieviel sich die beiden Werte prozentual von π unterscheiden.
Berechnen Sie schließlich das arithmetische Mittel der beiden Werte.

Lösung: (a) u6 = 6r ; U6 = 4 3 · r (b) u12 = 6,2117 r ; U12 = 6,4308 r
(c) −1,14 % bzw. +2,35 % ; m = 3,1606

3. Ein Kreis vom Radius r = 1 ist von einem einbeschriebenen und einem umbeschrie-
benen regelmäßigen Sechseck eingeschlossen (vgl. Abb.).
................................t .............................
(a) Schreiben Sie die Länge des Tangentenstücks ...
.. 6 .....
... .....................s ........................
... ..... .
6
t6 als Vielfaches der halben Sehne s6 . .
.....................................................................................................................................................
.. ..... .......... ..
. ........
.. ............................................................................................................................... .....
. .
...
.
... ......... .............
..... ↑
... ........ ... .
.......... ..... ...... ... .......
..... |
.. .
.
. .... ..........
.
.... .. ...
.... ... ... ... .....
(b) Der Umfang des umbeschriebenen Sechsecks ... ....
... ....
...
... ....
.
... ...
... ...
... ...
.a6
. .
... .
..
.
... .... . . .
.
... ...
... ....
..... ....
. ... .
. ... .....
wird mit U6 , der des einbeschriebenen Sechs- .
.
.
.... ....
.... .....
....
..... ...
.
..
.
.
... .....
... .....
... ... |
.. .... .. . ... .. ...
... ... .... ... . ...
..
..
.. ......
ecks mit u6 bezeichnet. Schreiben Sie U6 als ......... ............. ... ..
..... . ↓ ... .. ...
..... ...
.... ..
.... ...
.... ...
... .. ....
... .. ... ... ... .....
.
Vielfaches von u6 . ... . ...
..... ...
..... ...
.. .
.
.
. .
.
.. .. ....
... .....
... .....
.... ... . .
... ... ... ...
... ... ... ...
... ... ... ...
... ...
.... ... .
.... .....
(c) Berechnen Sie Zahlenwerte für beide ...... ...
....... ...
....... ...
... .......
. .
... ......
... ........
... ......
... ........ ... .... ...
... ............................................................................................................... .....
Umfänge. ...
... ................. .......
................................................................................................................
...

Lösung: Dies ist der Ausgangspunkt für die π-Berechnung nach Archimedes
a) t6 = √23 s6 b) U6 = √23 u6 c) u6 = 6,0000, U6 = 6,9282

4. Ein Kreis vom Radius r = 1 wird wie in der Abbildung von einem einbeschriebenen
und einem umbeschriebenen regelmäßigen n-Eck eingeschlossen (Umfänge un bzw.
Un ). Beide Vielecke können in kongruente, gleichschenklige Dreiecke zerlegt werden,
für die folgende Bezeichnungen gewählt werden: an = M F für die Höhe des Drei-
ecks ABM , sn = F B für die Hälfte der Sehne, tn = F 0 B 0 für das entsprechende
Tangentenstück.
(a) Zeige: tn = asnn ...............
....................... B’
.................... ....................
.... .......... ... ..... ..........
.... .......................................................... ..............
.............. ............ .............
..
....................
. ............ ..... ....... .............. ...... ... ...
.
.... ......
. ................... .. ................ ..
.
(b) Welche Gleichungen ..
... .
.
.. .....
. .. .. ..
. ..........
. .
.
... ........ ..
.

..... ..........
...... ....
........ ....
.... ... .... ....
....
.... .............
..
.. ....
.. ...
B............ ...........................................tn
bestehen zwischen Un ... .... ....
.. .. .........
........ ..
.
...
.. ......
... . ...
..... ...
..... ... ....
....
.... ...........
......
...... .... .......
...
...
... sn ........... ..................
... .........F’
.. .....
und tn bzw. un und ..... ...
... ... ...
...........
. . .. .
.
.... ... .
...
. . .. ... .
... ...
... ...
... ...
..........................................................................................................................
..... ... ...
... F ..
......... ...
........... ......
sn ? ..... ...
..... ...
..... ...
..
.. ......
.. .... ...
...
.. .. ... .
a......n......................... ........... ....................
. . .. ... ..... .. ... ... ... ... ...
. .
.. .. ..
... .......
... ....
.. . ....... ... .. ...
.... ....... .. ... ... ........ ... ... ...
............. .. ........ ... ..............
(c) Begründen Sie Un = ....... ....
...... ....
.... ....
..... ....
..
.. ......
.........
M .
..
..
.. ...........
..............
... ... ...
... ... ...
.. A
..... ...
.A’
........ .. .....................................................................................................................................................
.
un . ..... .....
........ ..... ................. ..
............... .................................................. .
..... ...
... ... ...
an .... ....................................
.... ..........
......

83
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

Un
Lösung: a) Strahlensatz b) Un = 2ntn , un = 2nsn c) Division un

5. Untenstehende Abbildung zeigt ausschnittsweise das dem Einheitskreis (r = 1) um-


beschriebene regelmäßige n-Eck A1 A2 A3 ...An .
Die halbe Seitenlänge dieses n-Ecks werde mit tn bezeichnet.
Die Strecke [B1 B2 ] ist die Seite des umbeschriebenen 2n-Ecks mit der Länge 2 t2n .

(a) Geben Sie eine Formel für die Streckenlänge M A2 in Abhängigkeit von tn an!
p
1 + t2n − 1
(b) Beweisen Sie: t2n = .
tn
(Anleitung: Es ist B2 T2 = B2 T3 = t2n .)
(c) Berechnen Sie mit der Formel aus b) den Wert t8 und schätzen Sie damit die
Kreiszahl π nach oben ab!
(d) Begründen Sie kurz, dass die in b) hergeleitete Formel numerisch instabil ist
und leiten Sie dann die numerisch stabile Formel
tn
t2n = p
1 + t2n + 1
her!

84
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

A2 B2 T3 A3
.....................................................................................................................................................................................................................................................................................................
....... .....
.
.............
... ... ..............
...........
... ..... ...... ............ ... ..........
.. ... .................. ...... ......... ... ........
. ...... ........................
r
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. ... .............. . .......
..
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A1 ......
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...... .............
................. ...........
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...... ..................................................................
......
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......
......
......
......
......
......
......
......
......
..

An

p
Lösung: (a): M A2√= 1 + t2n √
(c): t8 = 2 − 1; π < 8 2 − 8
(d): Der Nenner strebt bei laufender Verdoppelung von n gegen Null!

6. Einem Kreis k(M ; r) ist ein reguläres 10-Eck einbeschrieben.

(a) Berechnen Sie ausführlich die Größe eines Innenwinkels dieses Zehnecks!

Für die Seitenlänge s10 des Zehnecks gilt die Beziehung



s10 = 2r · ( 5 − 1).

85
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

(b) Berechnen Sie den Inkreisradius %10 des Zehnecks in Abhängigkeit vom Radius
r des Kreises k(M ; r)! Eine Skizze ist hilfreich!
(c) Wie groß muss der Radius r gewählt werden, damit s10 = 2 cm gilt? Exaktes
Ergebnis ohne Wurzel im Nenner!

Lösung: (a): 144◦ p √


(b): %10 = 4r · 10 + 2 5

(c): r = ( 5 + 1) cm

7. Einem Kreis vom Radius r = 1 ist ein regelmäßiges Sechseck einbeschrieben. Dieses
wird zu einem regelmäßigen Zwölfeck verfeinert (linkes Bild). Eines der 12 kongru-
enten Teildreiecke des Zwölfecks ist ABM . Die Höhe des Dreiecks ABM durch M
(rechtes Bild) wird mit a12 bezeichnet, s12 sei die halbe Länge der Sehne [AB].

(a) Begründen Sie, dass ABC rechtwinklig ist und dass 2 · a12 = BC gilt.
q
(b) Begründen Sie mit dem Kathetensatz a12 = 1 +2 a6
(c) Die Fläche des Dreiecks ABM kann auf zweierlei Weise berechnet werden: Be-√
gründen Sie 2s12 a12 = s6 . Berechnen Sie mit Hilfe von s6 = 0.5 und a6 = 23
numerische Werte für a12 und s12 .
(d) Durch zentrische Streckung wird aus dem einbeschriebenen ein umbeschriebe-
nes 12-Eck (vgl. Ausschnitt, rechtes Bild). Es bezeichne t12 = B 0 F 0 die halbe
Seitenlänge. Begründen Sie die Gleichung st12
12
= a112 und berechnen Sie t12 .
(e) Berechnen Sie die Umfänge u12 bzw. U12 des ein- bzw. des umbeschriebenen
regelmäßigen Zwölfecks.
.
..... ..
. s6
................................ ................................
A . 2s12 A
...............
....................
.
A’
............................................................................. .............
...........................................................
. . . . ...............
............
B . . . . . ... .
. ..
................
.
.. .............
.................................................................................................................................................................
. .
........................... ..
...................... ...... ..
........
.
.........................................................................................................................
F’ ... . . . ..
..
... .........................................................................................................

B’.................................................................................................................... ........... ......... A


. . ..
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.............. ... .. ........ .. .. . ................. .............. ....... ...
...
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................. ...... ↑ ....
.
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.. ... ...
.
... .... ... .. . a12 ...
.
.
.
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.
.
...
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... B ............ ...
...
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...... ....
.... ....
..... .....
.
.
....
....
...
a6 .
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. . ... ....
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... .. . ... ... ... .. ... ... ... ... ... ...
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. ... .... .... ... ... .. ... ...
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...
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........
.... ...
.... .... M ..
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... ....
...
...
...
.................. ..
...
.
... M .
.
.
.
.
. .
.
.
.
..
..
...
...
...
...
...
...
.
...
a12
...
...
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. ... ... . . ... ... ...
.. .. ... ... . . .... ... ...
.. .. ...
.. .. .... ... ..... ... ...
... ...
... .
...
... ..
... ... ... ...
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.... ... ... . . ... ... ... ..
... ... ...
.... ...
... ... .
.... ....... ... ... .
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. ... .
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.. .... ... ... .. . ...
.... ....
... ... . ... ... ... ... ... ... .. ...
....... ...... ... .... ... ... ... ... ... ... .... ....
........ ... ... ..... ... ... . ...
........ .... .
.... ............. ...
.... ... ...
. . .
... ... .... ... .
...
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. . . ... .. ...
........ .... . ..... ... .. ..... ... ... .. ...
.
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..... ... ... ..... ...
...........
.........
..... ... .. ..... ... ... .. ...
...........
............. ............
...... ... ... ...... ... .. ...
.....................................................................................................
......
....... ... .. .......... ... ... ..
... ... ..
...
..
........ ..... ...
.................
... ... . . . . . . .. .. . . . . .......... ........ ..... ... ..........
....................
................................................................... ................... ...... ............................ ........
....... .....................
. ....
............
.
C C M
Lösung: Der geschilderte Lösungsweg führt iteriert zur π-Berechnung nach dem Verfahren
von Archimedes. Die Aufgabe ist sehr umfangreich und kann den Umfang einer
halben Schulaufgabe ausmachen. a12 = 0.96593, s12 = 0.25882, t12 = 0,26795,
U12 = 6,4308 und u12 = 6,2117.

86
4.1 Kreis - Umfang und Fläche - Approximationsverfahren

Archimedisches Verfahren mit Tabellenkalkulation


1. Ein Kreis vom Radius r = 1 wird wie in der Abbildung von einem einbeschriebenen
(Umfang un ) und einem umbeschriebenen (Umfang Un ) regelmäßigen n-Eck einge-
schlossen. Die Höhe des Dreiecks ABM wird mit an = M F bezeichnet.
Ferner gelten folgende Be- ...............

ziehungen:
....
..... ..............
..... ...............................
.................. ............................................................. ..............
....................
........................
..... B’
..........
.............. ............ .............
.
........................ ..................... .... .............. ..... ... ..
.
.. .. . .............. ... ................ ..
...... ....... .............. .......... ...
q ....
................
....... .....
....................
...
... .........
... ............... B ...
... ........ ..
... ............. .....
... ..... ...

• a2n = 1 +2 an
...
. .. ... ... ..
... ...... . ... .... . ... .......
... ..... ... ...... ... ... .......
. .. ... ........ .. ... ... .....
........ .... ..... .. ........... ..... ........ ..... ... .....
.. ........... ... ..... ..
..... ...
... ...
... ....
.
.
... ........
.
.. ...... .........
.... ..
....................................................................................... ...... .. ..
F
... ....
... F’ ..
... ........
........ ...
.. ........
• u2n = au2n an
... .. .... .. . .
n ..... ... ........ ... .... .
.
. .
........... ..... .......
. ... ......
........ .... ... ..... ... ........
.......... .. ....... .... ..
........ ... ......
. .. ........ ... .......
.
... .... ... ... ... ....... ... ... ...
..... ........... ... ... ... ........ ... ... ...
.............. .. .. .... ... ........ ... ... ...
........... .
.. ........... ..

• U2n = u M A A’
........ .....
........ ..... .. .. ... .. ...
......... .. ........... ...... ...
2n ...... .....
..... ...... ....... . . .
. ... .... ..
........ ... ........................................................................................................................................................
a2n ...... .....
....... ..... .................. ..
................... ............................................................
..... ............................................... ..
.. .
...... ....
..... .. . ..
........................

(a) Die folgende Tabelle stellt einen Blattausschnitt eines Tabellenkalkulationspro-


gramms dar. Füllen Sie die freien Felder mit den passenden Formeln in der
Sprache des Ihnen bekannten Programms, mit dem Ziel den Umfang der beiden
24-Ecke zu bestimmen.
A B C D
1 n an un Un
2 6 0.86602 6.00000
3 12
4 24

(b) Berechnen Sie mit dem Taschenrechner U24 und u24 nach diesem Verfahren.

Lösung: (a) Die Einträge sind programmabhängig, z.B. könnte in C3 stehen: (C2/B3),
bzw. in B3: (@SQRT((B2+1)/2)) (Sharewareprogramm aseasyas).
(b) U24 = 6,319320, u24 = 6,265257

4.1.1. Kreissektoren - Bogenlänge und Sektorfläche


1. Wieviel Grad hat der Mittelpunktswinkel zu einem Kreisbogen, dessen Länge gleich
dem Durchmesser des Kreises ist? (Skizze; Berechnung auf 4 geltende Ziffern genau)

Lösung: 114,6◦

2. Ein Kreissektor mit dem Radius r hat den Umfang U = 3 r. Berechnen Sie den
Mittelpunktswinkel ϕ und drücken Sie die Fläche A des Sektors durch r aus.
180◦ r2
Lösung: ϕ = ; A=
π 2

87
4.2 Kreisteile

3. Der Umfang eines Kreises mit Radius r ist gleich dem Umfang eines Kreissektors mit
gleichem Radius r und einem noch zu bestimmenden Mittelpunktswinkel α.
Berechnen Sie diesen Mittelpunktswinkel α auf zwei Dezimalstellen gerundet!

Lösung: α ≈ 245,41o

4. Einem Kreis mit Radius r ist ein Quadrat einbeschrieben. Welchen Mittelpunktswin-
kel muss ein Kreissektor mit gleichem Radius haben, damit er denselben Flächen-
inhalt hat wie das Quadrat?

720◦
Lösung:
π

5. Ein Kreisausschnitt zum Mittelpunktswinkel 27◦ hat eine Bogenlänge von 1,5 cm.
Welchen Umfang und welchen Flächeninhalt hat der Kreis?

Lösung: Umfang: 20 cm; Inhalt: 31,8 cm2

6. Wie groß sind Radius r und Mittelpunktswinkel ϕ (Bogenmaß!) eines Kreissektors,


dessen Umfang U = 10 cm und dessen Flächeninhalt A = 6 cm2 beträgt?

4
Lösung: 1. Möglichkeit: r = 3 cm; ϕ = 3 2. Möglichkeit: r = 2 cm; ϕ = 3

7. Die Läufer A(nton) und B(enedikt) starten einen Ziel


........................
B............................................ ......... ..........................................
Wettlauf auf einer kreisförmigen Rennbahn. Die .....
..... .....
... ...................
.
..........................................
........
......
.....
..... ......
... ....... .....
..... ...... ..... ... ...... .....
Kreisbahn von A hat den Radius rA = 19 m, die ...
.
... . .....
....
.
...........
...
...
.
A .
.
.
.
.
.
.
........
.
.......
.....
...
...
...
. . ... . .... ...
.. ... .
.
von B den Radius rB = 20 m. A muss eine Runde ..
.
...
.
....
... . .... .
. .. ....
................... ...
...
... ..
.
.
.
.
. ...
...
....
...
...
...

laufen. Damit beide bis zum Ziel gleich weit laufen,


....
...
...
....
...
..
. α. ...
... ....
... ..
.
.
. ....
...
...
...
...

....
...
....
... ... ...
... ..
.....
rA ....... ....
.
...
.
...
...
...
muss der Startpunkt von B um einen bestimmten ...
...
...
...
..................................................................................
..........
.......... ... .... ...
..
.
...
... ... .......... ..
. .
... .......... . .
Winkel vorverlegt werden. Bestimmen Sie diesen ...
...
...
...
...
...
... rB
..........
.......... .... ...
.
.
........... ..... ....
..
.
.

.. ............ ..
... ... .. ...................
Winkel. ...
...
...
...
...
... ..
...
..
..
...
..... ... ...
... ..... ..... ...
...
.... .....
. ......... . ..
...... . ....
..... ....... ...... .....
..... ........ ....... .....
..... ............ ........
...... ....................................... .....
......
....... ...........
........ ......
.......... ........
................... ..........
..............................

Lösung: 180

4.2. Kreisteile
4.2.1. Kreisteile - einfache Figuren
1. Ein Kreissektor vom Radius r mit dem Mittelpunktswinkel µ ist flächengleich zu
einem Quadrat mit der Seitenlänge r. Begründen Sie anschaulich µ > 900 und be-
rechnen Sie µ im Gradmaß.

88
4.2 Kreisteile

Lösung: µ = 3600 : π = 114,60

2. Ein Kreisring mit den Radien R und r (r<R) hat den gleichen Flächeninhalt wie ein
Kreissektor mit dem Radius 2R und dem Mittelpunktswinkel α = 45o .
(a) Leiten Sie einen Zusammenhang zwischen r und R her!
(b) Berechnen und konstruieren Sie r für R = 6 cm.

Lösung: (a) r2 = 21 R2 ;
(b) r = 4,2 cm; Konstruktion eines gleichschenklig-rechtwinkligen Dreiecks mit R
als Hypotenuse

3. Gegeben sind zwei konzentrische Kreise mit den Radien a und b, wobei a < b.
(a) Berechnen Sie den Radius r eines Kreises, der denselben Inhalt hat wie der
Kreisring zwischen den beiden gegebenen Kreisen. Bestimmen Sie anschließend
mit dem TR den Wert von r für a = 4,5 cm und b = 6,5 cm.
(b) Konstruieren Sie den Radius r für a = 4,5 cm und b = 6,5 cm. Erläutern Sie Ihre
Konstruktion in einem kurzen Text.

Lösung: (a) r = b2 − a2 ≈ 4,7 cm (b) Thaleskreis, Satz des Pythagoras

4. Gegeben ist ein gleichseitiges Dreieck mit der Seite a. Bestimmen Sie den Umfang
des Inkreises. Bestimmen Sie auch das Verhältnis des Inhalts dieses Kreises zum
Inhalt des Dreiecks (Ausdruck mit π und Wurzel soweit wie möglich vereinfacht und
anschließend numerische Auswertung mit dem TR).
q
1 1
√ π
Lösung: (a) % = 12 a= 6 3a (b) √
3 3
≈ 0,6046

4.2.2. Kreisteile - nur Sektoren


1. Drei sich von außen berührende Kreise vom Radius r schließen miteinander ein
Flächenstück ein. Berechnen Sie dessen Umfang und Inhalt!

Lösung: U = r · π, A = 12 r2 · (2 3 − π)

2. Man berechne Umfang und Inhalt der schattierten


.......
Fläche! q
...........
..... . ..........
........ . .. ↑
.
...... .................. ........

..
..
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.....
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..... ... . ... . . ...

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... . . . .
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.... ... . .... .
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.....
.....
a
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.
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........
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. ... . ...
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...... ...
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.....
.....
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.
.. ......
........
.
.....
.
.
.
.
. .....
.....
.....
.....
|
...
....
.
..
....
............................................................................................................................................................................................................................
.....
..... ↓
←−−−− a −−−−→←−−−− a −−−−→

89
4.2 Kreisteile

2 π

Lösung: U = a · 2 · π; A = a2 · (1 − π + 2 2)

3. (a) Berechnen Sie Inhalt und Umfang der schraf- .......................................................


.......... ........
........
fierten Fläche. (Der Kreisdurchmesser ist in ....
. ........
.......
... ......... .
.......
......
......
.....
...
. ... .. .
.. ..... . . ..... .
. ..... .....
.... ............... ...............................
8 gleiche Abschnitte geteilt. Der Radius soll ..
..
...
... .................................. ..........
.. ........ ......................................
.....
....
...
...
. ........................................................................... ...
mit a bezeichnet werden.) ....................................................
.
.....................................................
.
...
...
...
........................................................... ...
........ .............................................................. ... ...
...
........... ..........................................
.... . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ...
....... ... . . . . . . . . . . . . . . . . ...
(b) In welchem Verhältnis stehen die schraffierte .....
q
........................................
q q
......................................................................................................................................................................................................
.......................................
...
.
. q q q q q
... .....
... . . . . . . . .... . . . . . . . .... .
und die nicht schraffierte Fläche zueinander? ...
...
...
...
...........................................
...............................................
... ................................................................................
.
.
... ..
. .
......
. .
... .... . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . .... ..
Begründung. ...
...
...
....................................................... ...
...................................................... ...
.... . . . . ... . . . . . . . . . . . . . ...... ..
................................................. ...
... ..... . . . . .. . . . . . . . . . . . . ...... ... ..
... ...... . . .... . . . . . . . . . . . ....... ... ...
... .................................... ..... ...
.... ....... . .. . . . . . . . . . ........ .... ....
..... ............ . . . . . . . .......... ..... ...
..... ................ ..... .............. .
... ...
..... ... ..................... ..... ...
...... . .....
......
....... ...
. ..
...... .....
......... ... ...... .
............ . .
....... ...
................................................. ...
..
←−− a −−→
..

Lösung: U = 2πa, A = 21 πa2 , beide Teilflächen gleich groß.

................................................................................................................................................................ ............................................................................
.............. ..........................................
..............................................................
4. (a) Welchen Prozentsatz der Quadrat- ↑ ..................................................................................... .....
.......
...........................
.........................
........................
.....................
......................
..................
...
.
....
| ......................................................................
........................................................... .............
.....................
................
.................
.................
...............
.............
..............
.............
...
fläche füllt die schraffierte Fläche? |
..................................................
..........................................
............................... . .
.
.........
..................
...............
.
............
..........
..............
...........
..........
........
.............
.......
. .......
......
.........
...
...
...
........................... ...................................... . .....
.....
.....
........
...
............................ .... .....
| .....................
.................
............. .
..
..
............................................
.........................................................
. ....
....
.......
....
......
...... .. ..
...
.
(b) Die vier Viertelkreise begrenzen ein | ............
........ ... . . ... .
......................................................................
........................................................................................
.........................................................................................................
..
.....
... . ....
.
.......
......

(krummliniges) Viereck. Berechnen Sie | ......


......
...
. .. . .
...............................................................
.........................................................................
.....................................................................................................................
........
....
. .................................................................................................................................................................................................................................................. ..
....................... .. . . .... . ...........................
den Radius des größten Kreises, den a ...
....
. .
................................................................................................................................................................................................................................................................................
.....................................................................................................
............................................................................................................................
.. . . . .
.
.
..
...... .......................................................................................................... .....

man diesem einbeschreiben kann. | .......


.......
..................................................................
...................................................................................
........................................................................
........
.......
| ...........
..............
...............................................
..........................................................
...............................................
..........................................
.........
........
.................
................... .
| .......................
...........................
..................................
.............................
.........................
.........................
.
........
.............
......................
......................
.................................. ...........................................
| ...........................................
.....................................................
................
.............
.............
. . .. .
...................................
.......................................
.
............................................................. ..............................................
| ...........................................................................
........
...... ...................................
..............................................................................................
↓ ............................................................................................ .... . .. . . .
... .....................
...................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Lösung: (a) 2 · (1 − π4 ) = 0,429



(b) a2 ( 2 − 1)

5. Berechnen Sie den Flächeninhalt der punk- .............................. . . . . . .


...
...
............ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
......... . . .
......... . . . . . . . . . . . . . . . . .
... ....... .
........ . . . . . . . . . . . . . . .
tierten Fläche in Abhängigkeit von a ! ...
....
...
...... . . . . . . . .
...... . . . .
..... . . . . . . . . .
..... . . .
...... ..... . . . . . . . .
. ..... . . . .
. ... ...... . . . . . . .
. ..... .... . . . .
. ...
. . ...... .... . . . . .
... . .
. . ..... .... . .
a . . . . ......
. .
. . . . . .....
... . . . .
.... .
.... .
... .
. . . . ...... .... .
. . . . . . . .......... ... .
. . . . .... ....
. . . . . . . . . . ...... ...
. . . . . . . . ........ .. ...
. . . . . . . . . . . . . ........... .....
. . . . . . . . . . . . . . . . ............. ...
...
. . . . . . . . . .........
..... ... . . . . . . ......... ..
. . . . . . . . . . . . . . . . . ..
. . . . . .......................................
..
.

Lösung: A = 2a2 (1 − π4 )

90
4.2 Kreisteile

6. Aus einem Blech werden kreisförmige Löcher


im abgebildeten ”hexagonalen” Muster ausge-
stanzt (d.h Mittelpunkte benachbarter Kreise bil-
den gleichseitige Dreiecke). Der Mittenabstand von
zwei benachbarten Löchern beträgt d1 = 12mm,
der Lochdurchmesser d2 = 9mm. Wieviele Prozent
des Gewichts werden eingespart? Hinweis: Es soll
vorausgesetzt werden, dass das Blech so groß ist,
dass es gleichgültig ist, wie der Rand angeschnitten
wird.

Lösung: Man betrachtet ein gleichseitiges Dreieck, gebildet von den Mittelpunkten dreier
benachbarter Löcher. Ergebnis: 51%

7. Aus einem Blech werden kreisförmige Löcher


im abgebildeten ”quadratischen” Muster ausge-
stanzt (d.h Mittelpunkte benachbarter Kreise bil-
den Quadrate). Der Mittenabstand von zwei be-
nachbarten Löchern beträgt d1 = 12mm, der Loch-
durchmesser d2 = 9mm. Wieviele Prozent des Ge-
wichts werden eingespart? Hinweis: Es soll voraus-
gesetzt werden, dass das Blech so groß ist, dass es
gleichgültig ist, wie der Rand angeschnitten wird.
Lösung: Man betrachtet ein Quadrat, gebildet von den Mittelpunkten von vier benachbar-
ten Löchern. Ergebnis: 44%

8. Aus einem Blech werden wie in der Abbildung ova-


le Löcher aus zwei Halbkreisen und einem Recht-
eck ausgestanzt (Maße in mm). Wieviele Prozent
des Gewichts werden eingespart? Hinweis: Es soll
vorausgesetzt werden, dass das Blech so groß ist,
dass es gleichgültig ist, wie der Rand angeschnitten
wird.

Lösung: 51%

91
4.2 Kreisteile

4.2.3. Kreisteile - auch Segmente


1. Die schattierte Fläche wird von zwei Kreisen mit .........
..........
................. .........................
.......
....... ......
......
gleichem Radius r eingeschlossen. Dabei gilt für .......
.
.
.....
... ......
.....
.....
.....
.... ...
die gemeinsame Sehne: BC = r. ...
.
.
... ...
...
...
... ...
.... ...
Berechnen Sie für r = 1,00 cm den Inhalt A der ...
...
...
...
...
schattierten Fläche! ...
....
... ... r ...
.
...
... .....
....
... .... ...
...
...
...
r ...
...
...
..
...
...
..
...
... ..... ....
...
...
.. ...
... ... ...
..... ..................... ...
..... ... ................. . . ................. .....
..... ...................... . . . . . . . . . . . . . . . ................ ........
...................................................................................................
B .. ...
..... ................ . . . . . . . . . . . . . . . .................... .........
..... ............. . . . . ............. ...
......
.....
C
..... ............................. .. ...
.... .. ...
... ... ...
.... ..... ...
...
.
.
..
..
.
..
....... ...
... r
.... .... ...
...
... ..
.
. ...
...
r
... ...
.... ...
... ...
... ...
... ...
... ...
...
... ...
... ...
... ...
... ....
... ..
..... ...
..... .....
..... .....
......
...... ..
........
........ ....
.......... ........
...............................................

Lösung: A ≈ 0,181 cm2

2. An den Orten B und C mit BC = 100 km ist je ein Radiosender aufgestellt. Beide
Sender haben eine Reichweite von a = 100 km. G ist die Menge aller Punkte, an
denen beide Sender gleichzeitig empfangen werden können. Fertigen Sie eine genaue
Zeichnung des Sachverhaltes im Maßstab 1 : 2 000 000 an und berechnen Sie den
Flächeninhalt A von G. Drücken Sie A zuerst allgemein durch a aus und setzen Sie
dann Zahlen ein (drei geltende Ziffern)!
√ !
◦ 2 π 3
Lösung: ϕ = 120 ; A = 2 · (ASektor − ADreieck ) = 2 a − ≈ 12300 km2
3 4

3. Die Flächen A, B und C werden von den Sei- Q .......................................................


... ............................................................................
... .........................................................................
ten des gleichschenklig-rechtwinkligen Drei- ...
...
.............................................. . . . ..........
....................................................
..................................................................
... ................................... . . . . . .......
ecks P QR sowie von den Kreisbögen um die 450 ...
...
... B . . . .
...................................................................
. .
.................................................................
...... .................................................................................................
.
... ................................................................
.....................
Ecken Q und R und den Seitenmittelpunkt a ...
...
.......................... . . . . . . . . ......
...................................................
................................. . . . . . . . . . . .....
........................................................
... ................................................
... ...................... ..............................
M begrenzt. ...
...
.................... . . . . . . . . . . . ....
............................................. ....
...........................................
................ . . . . . . . . . . . . ....
...

Mq
...........................................
...
...
...
C
........................................
...........................................
....................................................
(a) Berechnen Sie die Flächeninhalte von ...
...
............................................................
....................................................................................
... ..........................................................
... ....................................................
B und C in Abhängigkeit von a = ...
... ..
...................................... . . . . . . . . . . ....
...................................................................................................
................................... . . . . . . . . . .
1
QR. a ...
...
A .................................................... .......................................
..................................................
................................
..... ..................
..... . . . . . . . ..
2 ... .................................................................... ..... ...............
... .
.. .... . . . . . ...
... ............................................
. .... ..... ............
... ...
.
.
.............................................. .... ............................
.
....................................
. . ...... . . . ...
... ...
.... . . . . . ..... . .. ..............
...
(b) Zeigen Sie, dass die Fächeninhalte von R ...
...
...............................
............. ...........
....................................
........................................................
450 ..
..
.............
...... ...
....... .. P
.......................................................................................................................................................... .
.
A und B gleich sind.

Lösung: Es ist B = 21 a2 ( 12 π − 1). C hat die vierfache Fläche vermindert um die von B, ist
also dreimal so groß. A und B sind gleich groß, weil der Halbkreis um M und der
Viertelkreis um Q denselben Flächeinhalt haben.

92
4.2 Kreisteile

4. In nebenstehender Figur ist ein Quadrat mit der ......................................................................................................................................................................................................................

Seitenlänge a gegeben.
... . . . ..................
..... . . . . . . .................
.... . ...
..... .... ↑
.... . . . . . . . ............
... . . . . . . . . ...........
..
....
.. ...
...
|
... . . . . . . . . . ......... ...
... . . . . . . . . . . .........
... . . . . . . . . . . ........ .....
..
....
...
...
|
(a) Zeigen Sie, dass die schattierten Flächen A1 ... . . . . . . . . . . . ....... ......
... . . . . . . . . . . . ........ .
... . . . . . . . . . . . . ............
...
...
...
|
... . . . . . . . . . . . ... . ....... ...
und A2 gleichen Inhalt haben! ... . . . . . . . . . . . ....
... . . . . . . . . . . .....
A2 .....
... ...
...
|
... . . . . . . . . . . ...
... . . . . . . . . . .......
...
...
...