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Forscher der University of California Los Angeles (UCLA) haben einen möglichen
molekularen Mechanismus entdeckt, der den schützenden Effekt von Kaffee vor Typ-2
Diabetes beschreiben könnte: Ein Protein mit dem klingenden Namen Sexualhormon-
bindendes Globulin (SHBG) steht eventuell dahinter. SHBG reguliert die biologische
Aktivität der körpereigenen Sexualhormone, Testosteron und Östrogen, von denen schon
lange angenommen wird, dass sie eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Typ-2
Diabetes spielen. Kaffee, so die Forscher, erhöht den Plasmaspiegel von SHBG und greift
somit aktiv in die Regulation der Sexualhormone ein.

Wie aus der Veröffentlich von Atsushi Goto und Dr. Simin Liu hervorgeht, die in der
aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ÷  erschienen ist, haben Frauen, die wenigstens
vier Tassen Kaffee trinken pro Tag ein signifikant geringeres Risiko einen Diabetes zu
bekommen als Kaffee-abstinente Frauen.

Auf der Suche nach den Gründen, haben die Forscher die Resultate auf den Plasmaspiegel
von SHBG untersucht und herausgefunden, dass dies der entscheidende Faktor war.

Die Amerikanische Diabetes Association schätzt, dass ungefähr 24 Millionen Kinder und
Erwachsene in den USA ± das sind sagenhaft 8 Prozent der Bevölkerung ± einen Diabetes
haben. Davon sind rund 90 bis 95 Prozent der Fälle Diabetes vom adulten Typ (auch Typ-2
Diabetes genannt).
Frühere Studien haben wiederholt gezeigt, dass es eine inverse Assoziation zwischen Kaffee-
Konsum und Risiko für Typ-2 Diabetes gibt. Das bedeutet, dass das Risiko für Typ-2
Diabetes mit jeder zusätzlichen Tasse Kaffee abnimmt. Bisher hatte man angenommen, dass
Kaffee die Glukose-Toleranz des Körpers durch eine Erhöhung der Verbrennungsrate
verbessert und somit Ansprechbarkeit der Zellen auf Insulin erhöht.

Aus einer früheren Arbeit von Liu und Mitarbeitern, die in der renommierten Fachzeitschrift
New England Journal of Medicine (NEJM) erschien, war bekannt, dass es zwei Mutationen
im Gen für das SHBG gibt und dass sich diese Mutationen direkt auf das Risiko für Typ-2
Diabetes auswirken; je nach Plasmaspiegel des SHBG erhöht die eine Mutation das Risiko,
während es die andere zu senken vermag.

Viele Studien haben bereits auf die Wichtigkeit der Sexualhormone in der Entstehung g von
Typ-2 Diabetes hingewiesen und es ist bekannt, dass SHBG nicht nur die Aktivität der
Sexualhormone reguliert, sonder auch selbst direkt an Rezeptoren verschiedener Zellen
binden kann und so die Wirkung der Sexualhormone auf die Zelle überträgt.

ÄDiese genetische Tatsache, dass es unterschiedliche Formen von SHBG gibt und dass diese
ein unterschiedliches Risikoprofil für die Entwicklung eines Typ-2 Diabetes haben, hat uns
entscheidend weitergebracht,³ meinte Goto, Äweil es ein direkter Hinweis darauf war, dass
SHBG tatsächlich eine ursächliche Rolle in der Entwicklung des Typ-2 Diabetes spielen
könnte.³

ÄEs scheint dass SHBG im Blut eine genetische Empfänglichkeit für die Entwicklung eines
Typ-2 Diabetes widerspiegelt,³ sagte Liu. ÄAber zudem wissen wir auch, dass dieses Protein
durch diätetische Massnahmen beeinflusst werden kann, was bedeutet, dass das Risiko für die
Entwicklung eines Typ-2 Diabetes beeinflusst werden kann. Je tiefer die SHBG Spiegel,
umso höher ist das Risiko. Dies gilt unabhängig von allen anderen Risikofaktoren.³

Für die Studie untersuchten die Forscher 359 neue Diabetesfälle und verglichen diese mit
einer Vergleichsgruppe von ebenfalls 359 Gesunden, die aus den ca. 40µ000 Frauen
ausgesucht wurden, die bereits Teil der Women's Health Study sind. Die Women's Health
Study ist eine grossangelegte Untersuchung, die ursprünglich dazu gedacht war, den Nutzen
und die Risiken einer niedrig dosierten Einnahme von Aspirin und Vitamin E in der
Verhütung von kardiovaskulären Erkrankungen und Krebs festzustellen.

Die Forscher fanden, dass Frauen, die vier Tassen Kaffee pro Tag zu sich nahmen, erheblich
höhere SHBG Spiegel im Blut hatten als solche, die keinen Kaffee tranken. Ausserdem
wiesen sie ein 56 Prozent niedrigeres Risiko für die Entwicklung eines Typ-2 Diabetes auf.
Solche, die die schützende Mutation hatten, konnten am meisten vom Kaffee-Konsum
profitieren.

ÄDer Konsum von koffeinfreiem Kaffee hatte übrigens keinerlei Einfluss auf das Diabetes-
Risiko,³ sagte Goto. ÄMan sollte also den echten Kaffee wählen, wenn man an einer Senkung
des Risikos interessiert ist.³

Koffein ist übrigens nicht nur in Kaffee, sondern auch im Tee oder in anderen koffeinhaltigen
Getränken, wie beispielsweise Coca-Cola, enthalten. Im Falle von Coca-Cola sollte man aber
die zuckerfreien Varianten wählen, weil der Nutzen sonst im besten Falle limitiert sein
könnte.
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Dass Kaffee vor Diabetes schützt ist seit längerem bekannt. Der Grund dafür blieb allerdings
im Dunkeln. Jetzt haben Amerikanische Forscher den Zusammenhang zwischen Kaffee-
Konsum und Diabetes-Risiko entschlüsselt.

Wie aus einer Publikation in der Fachzeitschrift Diabetes hervorgeht, scheint ein Protein, das
für den Wirkungsgrad der Sexualhormone Testosteron und Östrogen verantwortlich ist, auch
das Diabetes-Risiko zu beeinflussen. Je höher der Plasmaspiegel umso niedriger das
Diabetes-Risiko.

Für die Studie verglichen die Forscher beinahe 400 Kaffee-Trinkerinnen mit solchen, die
keinen Kaffee tranken. Wer mindestens 4 Tassen Kaffee pro Tag zu sich nahm, hatte ein 56
Prozent niedrigeres Risiko an Diabetes zu erkranken. Koffein freier Kaffee hatte keine
Auswirkung auf das Risiko.